Mach mit! - Aktion Zukunft 2018

Der Verein "Schüler Treffen Flüchtlinge" wurde von Schüler*innen des Europäischen Gymnasiums Bertha-von-Suttner aus einer Schülerinitiative heraus gegründet. Komplett ehrenamtlich engagieren sich die Jugendlichen und organisieren u.a. Kochabende für Menschen mit und ohne Fluchthintergrund. Diesen Sommer setzt der Verein auch wieder seine Workshopreihe Aktion Zukunft 2018 um. Aktion Zukunft ist ein mehrtägiges Seminar, bei dem insgesamt 30 Schüler*innen mit und ohne Fluchthintergrund die Fähigkeiten erlernen, die benötigt werden, um eine eigene integrationsfördernde Initiative für Geflüchtete aufzubauen. Die Bewerbungsphase läuft noch! Wir sprachen mit dem Team über ihr Projekt.

 

Was ist Aktion Zukunft 2018?

Aktion Zukunft ist ein mehrtägiges Seminar, bei dem insgesamt 30 Schüler*innen mit und ohne Fluchthintergrund die Fähigkeiten erlernen, die benötigt werden, um eine eigene integrationsfördernde Initiative für Geflüchtete aufzubauen. Im Fokus des Seminars stehen Workshops im Bereich des Projekt- und Finanzmanagements. Exklusive Einblicke in die Arbeit von bereits etablierten Organisationen werden wichtige Impulse geben. Durch Aktion Zukunft entstehende Projekte können finanziell und ideell nach dem Seminar gefördert werden. Alle Teilnehmenden erhalten ein Stipendium, welches alle anfallenden Kosten für das Seminar deckt. Organisiert wird Aktion Zukunft 2018 von Schüler Treffen Flüchtlinge e.V.

 

Warum setzt ihr euch so für Geflüchtete ein?

Wir sehen noch viel Bedarf für integrative Projekte in unserer Gesellschaft. Hier möchten wir ansetzen, denn durch Kommunikation kann man Grenzen überwinden und Vorurteile aus der Welt schaffen. Wir möchten deshalb jungen Menschen mit und ohne Fluchthintergrund die Möglichkeit geben, sich kennenzulernen und mit- sowie füreinander Projekte zu entwerfen und zu veranstalten. Ziel ist ein Austausch von Sprache und Kultur, ebenso wie das Beseitigen von Vorurteilen. Es ist uns wichtig, uns gerade für junge Menschen einzusetzen und diese zu befähigen, die Gesellschaft zu beeinflussen, weil sie unsere Gesellschaft in den kommenden Jahrzehnten prägen werden.

 

Wer kann bei Aktion Zukunft mitmachen?

Wir suchen Schüler*innen, die zwischen 14 und 19 Jahren alt sind und die Klassenstufen 9 bis 12 besuchen. Die Teilnehmer*innen müssen in Deutschland wohnhaft sein, denn nachfolgende Projekte der Schüler*innen sollen speziell die den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland fördern. Bewerber*innen mit einer Aufenthaltsgenehmigung erfüllen ebenfalls die Teilnahmevoraussetzungen. Natürlich sollten die Bewerber*innen seminarrelevante Fähigkeiten und Interessen mitbringen. Das Sprachlevel B1 ist ausreichend, B2 wird empfohlen.

 

Welche Erfahrungen habt ihr aus der ersten Runde von Aktion Zukunft aus dem Jahr 2016?

Während Aktion Zukunft 2016 durften wir viele junge, motivierte Menschen aus gesamt Deutschland kennenlernen. Viele von ihnen hatten anfangs noch keine Projektideen, aber durch den Austausch mit den anderen Jugendlichen formten sich die ersten Pläne, die immer mehr Gestalt annahmen. Unsere Erfahrungen zeigen uns immer wieder, dass viele Jugendliche, die etwas bewegen wollen, nicht wissen was für Möglichkeiten sie haben. Mit Aktion Zukunft können wir ihnen zeigen, dass sie nicht alleine sind mit ihren Ideen.

 

  • Aktion Zukunft 2016 // © Aktion Zukunft 2016 // © Tim Sauer, Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa/Stefanie Loos/ Schwarzkopf-Stiftung
  • Aktion Zukunft 2016 // © Aktion Zukunft 2016 // © Aktion Zukunft 2016 // © Tim Sauer, Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa/Stefanie Loos/ Schwarzkopf-Stiftung
  • Aktion Zukunft 2016 // © Aktion Zukunft 2016 // © Aktion Zukunft 2016 // © Tim Sauer, Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa/Stefanie Loos/ Schwarzkopf-Stiftung
  • Aktion Zukunft 2016 // © Aktion Zukunft 2016 // © Aktion Zukunft 2016 // © Tim Sauer, Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa/Stefanie Loos/ Schwarzkopf-Stiftung
  • Aktion Zukunft 2016 // © Aktion Zukunft 2016 // © Aktion Zukunft 2016 // © Tim Sauer, Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa/Stefanie Loos/ Schwarzkopf-Stiftung
  • Aktion Zukunft 2016 // © Aktion Zukunft 2016 // © Aktion Zukunft 2016 // © Tim Sauer, Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa/Stefanie Loos/ Schwarzkopf-Stiftung
  • Aktion Zukunft 2016 // © Aktion Zukunft 2016 // © Aktion Zukunft 2016 // © Tim Sauer, Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa/Stefanie Loos/ Schwarzkopf-Stiftung
  • Aktion Zukunft 2016 // © Aktion Zukunft 2016 // © Aktion Zukunft 2016 // © Tim Sauer, Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa/Stefanie Loos/ Schwarzkopf-Stiftung

 

Welche Ideen gab es im ersten Workshop (Aktion Zukunft 2016)?

Die Ideen waren sehr vielfältig - genauso wie die Projektlandschaft, die bereits existiert. So gab es Projektkonzepte, die von Filmprojekten bis zu gemeinsamen Spielenachmittage mit Kindergartenkindern reichten. Wir sind sehr froh, dass die Teilnehmer*innen ihre eigenen Ideen und Leidenschaften folgen konnten, wodurch die Projekte mit Herz und Blut durchgeführt wurden.

 

Welche Projekte wurden von Teilnehmenden nach der Aktion Zukunft 2016 umgesetzt?

Unter anderem gründeten Teilnehmende von Aktion Zukunft 2016 eine Yoga-Gruppe für geflüchtete Frauen, ein Sprachencafé, eine Kochgruppe mit Geflüchteten und organisierte Spielenachmittage. Zwei Teilnehmende organisierten Ausflüge mit Kindergartenkindern einer Flüchtlingsunterkunft. Auf unserer Website findet ihr eine interaktive Karte und kurze Beschreibungen der Projekte.

 

Werden in diesem Jahr auch Menschen mit Fluchterfahrung mit dabei sein?

Ja. Wir versuchen gezielt, auch junge Menschen mit Fluchterfahrung zu erreichen. Hierfür haben wir zum Beispiel arabische Flug- und Informationsblätter erstellt. Außerdem ist einer unserer Teammitglieder aus Syrien und übernimmt in seiner Verantwortung als erster stellvertretender Vorsitzender des Vereins eine Vielzahl von Aufgaben im Organisationsteam. Er ist vor allem dafür zuständig, andere Menschen mit Fluchterfahrung gezielt zu erreichen.

 

Wie könnt ihr einschätzen, für welche Ideen es auch einen Bedarf gibt? Woher wisst ihr, was Menschen mit Fluchterfahrung brauchen?

Um sicherzustellen, dass es für alle Ideen auch einen Bedarf gibt, analysieren wir gemeinsam mit den Teilnehmenden die Situation in ihren Wohnorten. Wir gucken uns also an, was es schon gibt und wo die Schüler*innen noch ansetzen können. Auch laden wir etablierte Organisationen ein, die Einblicke in die Projektlandschaft geben können und ihre Erfahrungen teilen, welche Projekte in bestimmten Regionen gut ankommen und welche nicht. Wir geben den Teilnehmenden nach allen Vorträgen Zeit, Fragen zu stellen, und garantieren, dass sie individuelles Feedback zu ihren Ideen bekommen.

 

Was mache ich, wenn ich mich gern engagieren möchte, aber keine eigene Idee habe, die ich umsetzen kann? Soll ich trotzdem mitmachen?

Ja, es hilft, wenn du schon ein paar Ideen hast, aber eine perfekt durchdachte Vision natürlich ist keine Voraussetzung für eine Bewerbung - jegliche “kleine” Projektideen sind gerne gesehen in deiner Bewerbung. Vor allem aber kannst du die Zeit vor Ort, in Berlin, mit den anderen nutzen, um aus kleinen Ideen große werden zu lassen oder ganz neue Ideen entwickeln. Wer weiß: Vielleicht kommt sogar ein anderer Teilnehmender aus eurer Region und ihr könnt gemeinsam ein Projekt starten.

 

Wie wird sich die Aktion Zukunft 2018 von der Aktion Zukunft 2016 unterscheiden?

Wir haben das Feedback der Teilnehmenden ausgewertet, um Aktion Zukunft in 2018 noch effektiver zu gestalten. Eine Verlängerung des Seminars auf sechs Tage soll es den Teilnehmenden ermöglichen, sich noch intensiver über ihre Ideen auszutauschen, konkrete Projektpläne zu entwickeln, an diesen zu arbeiten und Feedback von bestehenden Projekten zu bekommen. Außerdem stehen die Workshop im Projektmanagement nun viel stärker im Fokus. Der längere Zeitraum soll es uns auch gemeinsam ermöglichen, ein tolles Team zu bilden und schöne Erfahrungen im Sommer in Berlin zu haben!

 

Das Thema Flüchtlingspolitik rückt in der Öffentlichkeit im Vergleich zu den Jahren 2015/2016 immer mehr in den Hintergrund. Warum ist es trotzdem wichtig, dass es weiterhin Projekte wie Aktion Zukunft 2018 gibt?

Noch immer kommen viele schutzsuchende Menschen nach Deutschland, was sich perspektivisch in der Zukunft nicht ändern wird. Unter ihnen sind viele junge Geflüchtete. Um heranwachsenden Generationen in Deutschland und den ankommenden Jugendlichen ein Kennenlernen zu ermöglichen, bedarf es integrativer Projekten. Damit immer mehr von diesen entstehen, ist es wichtig, sein Wissen und seine Erfahrungen auf diesem Gebiet zu teilen, um andere zu motivieren und zu inspirieren. Das heißt also, dass es in einer Zeit, in der das Thema nicht mehr präsent ist in der Öffentlichkeit, der Bedarf jedoch noch existiert, es umso wichtiger ist, aktiv zu werden und das Thema wieder in der Vordergrund zu bringen.

 

Viele von euch studieren oder gehen noch zur Schule. Wir organisiert ihr das alles? Wer unterstützt euch?

Durch unsere Erfahrung mit Aktion Zukunft 2016 fällt uns die Ausarbeitung des diesjährigens Seminars etwas leichter. Dennoch stecken hinter dem Projekt unglaublich viele Stunden Arbeit. Als Projektteam haben wir uns verschiedene Schwerpunkte in der Planung untereinander aufgeteilt und treffen uns regelmäßig, um uns über die neuesten Fortschritte zu updaten. Unterstützt werden wir hinsichtlich der Öffentlichkeitsarbeit und natürlich durch unsere Sponsoren, die die Gelder für das Projekt zur Verfügung stellen. Zu unseren Partnern gehören: UNO-Flüchtlingshilfswerk, U.S. Botschaft Berlin, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa und, ganz wichtig, das jup!Berlin !

 

Ihr wollt mehr über Aktion Zukunft 2018 wissen? Dann informiert euch auf der Webseite von Aktion Zukunft 2018! Hier könnt ihr euch direkt für den Workshop bewerben!

Aktion Zukunft

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