In vier Wochen zum Sprachprofi

Kann das funktionieren? Das wollten wir wissen. Unser Redakteur wagt den Selbstversuch.

VON OLIVER MATTUTAT

Sprachen werden in unserer globalisierten Welt immer wichtiger. Ich für meinen Teil möchte mich im Urlaub zumindest mit grundlegenden Phrasen in der Landessprache verständigen können. Viele Angebote und Apps versprechen schnelle Erfolge. Ich habe mich für Babbel entschieden. Das Unternehmen, das in Berlin seinen Sitz hat, bietet 14 verschiedene Sprachen an und verspricht, dass ich mit wenigen Minuten am Tag schon nach einem Monat deutliche Fortschritte erkennen soll. Es gibt für jede Sprache sehr viele Lektionen. Diese werden von Sprachwissenschaftler*innen und Lehrer*innen erstellt.

Es gibt Anfängerlektionen, die dem Lernende die Grundlagen der Sprache vermitteln. Dabei sind die Lektionen sehr praxisnah gehalten. Fast immer gibt es Dialoge. Verschiedene Übungen halten die Konzentration hoch und sorgen für Abwechslung.

Neben den Anfängerlektionen gibt es auch welche für Fortgeschrittene und themenspezifische. Als Beispiele wären da Folgende zu nennen: Sport, Gesellschaft, Kleidung oder Kultur.

Bei den Englisch-Lektionen gibt es auch Business Englisch-Übungen, die sich zum Beispiel mit E-Mail schreiben und Telefonaten beschäftigen.

Dieser Umfang hat natürlich seinen Preis. Das Abo-Modell richtet sich nach der Vertragslaufzeit. Ein einzelner Monat ist mit 9,95€ am teuersten.  Entscheidet man sich für einen Jahresvertrag zählt man 4,95€ pro Monat.

 

Auch unterwegs Sprachen lernen

Nicht nur am heimischen Computer kann man seine Wunschsprache lernen, sondern auch ganz einfach unterwegs. Für Smartphones und Tablets sind Apps verfügbar. Ich selbst lerne lieber auf meinen mobilen Geräten. Die habe ich immer dabei und sie sind nicht so sperrig, wie zum Beispiel ein Laptop.

Die App fürs Smartphone ist übersichtlich aufgebaut und es lassen sich sogar Lektionen herunterladen, um ohne Internetverbindung weiter lernen zu können. Schade ist nur, dass nicht angezeigt wird, welche Lektionen man heruntergeladen hat und welche nicht. Sonst macht die App einen guten Eindruck. Sie lädt schnell und ebenso reagiert sie problemlos.

 

Der Selbstversuch

Ich starte das Experiment: Vier Wochen lang lerne ich Spanisch. Meine Zielsetzung lautet: Pro Tag mindestens eine Lektion. Spanisch ist für mich absolutes Neuland. Aber da ich eine Reise nach Barcelona plane, fällt die Wahl nicht schwer.

Zu Beginn ist die Motivation groß. Spielend meistere ich die Lektionen. Es macht Spaß.  Erste Fortschritte sind auch schon zu erkennen. Doch im Alltag wird es immer schwieriger die Motivation zu finden. Auch wenn es nur 15 Minuten sind. Ich lasse das Experiment in Woche zwei ein wenig schleifen. Das merke ich dann postwendend. Manche Begriffe in den weiteren Lektionen hatte ich vergessen. Ich hänge mich in Woche drei und vier wieder mehr rein. Das Lernen bereitet vor allem Spaß,  wenn man Fortschritte erkennen kann. Das gelingt, wenn ich dranbleibe. Ich merke, je mehr ich mich an die täglichen Lektionen halte, desto eher geht es auch voran. Pausen behindern diesen Prozess schon extrem.

 

Wie sieht es nach den vier Wochen aus?

Nach vier Wochen habe ich schon ein grundsätzliches Verständnis für die Sprache und den Satzbau. Erste grundlegende Sätze kann ich auch schon sprechen. Zum Sprachprofi bin ich noch nicht geworden, aber das kann man in der kurzen Zeit auch nicht erwarten.

Für jeden, der seine Sprachfähigkeiten ausbauen möchte, ist Babbel eine gute Möglichkeit. Für den Preis bekommt man einiges geboten, man sollte die App aber dann auch regelmäßig nutzen.

Für mich kann meine Reise nach Barcelona bald kommen. Hasta la vista!

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