Mein FSJ bei jugendnetz & jup! Teil 3

am 12.04.2018
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Hallo ihr Lieben! Ich hätte nicht gedacht, dass ich gleich am Jahresanfang wieder so viel erleben werde! Was das Beste an den letzten beiden Monaten und was eher ein Reinfall war, das erfahrt ihr hier...

Stars und Sternchen auf der 68. Berlinale

Die Berlinale ist DAS große Event in Deutschland, wenn es um Filme und Stars geht. Und auch weltweit ist sie eines der bedeutendsten Ereignisse der Filmbranche. Dieses Jahr fanden die Internationalen Filmfestspiele Berlin (kurz: Berlinale) bereits zum 68. Mal statt – vom 15. bis 25. Februar 2018. Und ich durfte von Anfang bis Ende dabei sein!

Ich konnte es kaum glauben, als ich meinen eigenen Presseausweis in der Hand hielt. Mit ihm hatte ich Zutritt in alle Kinos, auch in die, in denen nur Filme für Akkreditierte liefen. Denn damit auch ihr erfahrt, welche Filme der Berlinale man auf keinen Fall verpassen sollte, war ich die ganze Woche auf der Berlinale unterwegs und habe mir verschiedene Filme angesehen. Und den einen oder anderen Star habe ich auch auf dem roten Teppich getroffen...

Unglaublicher Andrang

Jahr für Jahr werden rund 300.000 Festivaltickets an das Publikum verkauft. Nicht nur am Berlinale Palast am Potsdamer Platz, sondern auch an anderen Orten in Berlin waren die Kinos voll und die Menschen im Filmfieber! Um zu erfahren, welche Filme ich gesehen habe und welche ich euch empfehle unbedingt anzuschauen, guckt mal hier vorbei.

Außerdem vergibt die Jury alljährlich insgesamt acht Preise, darunter den goldenen Bären für den Besten Film und die silbernen Bären für die beste Darstellerin und den besten Darsteller. Alle Gewinner*innen könnt ihr hier nachlesen.

Mein Fazit zur Berlinale

Die Berlinale war ein unfassbar schönes, aufregendes und glamouröses Event! Denn ja, ich bin verrückt danach: Berühmte Persönlichkeiten in umwerfenden Abendkleidern und schicken Smokings, Glitzer, Glamour, Gala... all das spielte sich auf dem roten Teppich ab! Die beiden deutschen Schauspieler Charlie Hübner und Wotan Wilke Möhring z.B. standen direkt vor mir auf dem roten Teppich und gaben fleißig Autogramme.

Dennoch waren es ziemlich anstrengende Tage (positiv anstrengend), an denen ich von einem Berliner Kino ins nächste raste, um bloß nicht den nächsten Film zu verpassen. (Ich weiß, das sind Luxusprobleme!) Aber ja, ihr glaubt es kaum: Es waren hundert Meter lange Schlangen und Journalisten setzen gerne mal ihre Ellenbogen ein, um sich vorbei zu kämpfen! Ich bin sehr glücklich, dass ich diese Erfahrung machen durfte und sage nochmal ganz offiziell „Danke“ an mein liebes jup! Team!

Mein erster „Thementag“

Innerhalb unseres FSJs beim Landesjugendring Berlin haben wir ab und zu Tagesseminare oder Seminarfahrten. Alle Seminare waren bis jetzt so toll. Besonders in Erinnerung sind mir neben dem leckeren Essen und dem immer wunderschönen Gelände besonders die Menschen geblieben. Man merkt, dass uns etwas verbindet und das ist vor allem das Soziale, das sich auch in unserem Miteinander widerspiegelt. Mit jedem aus der Gruppe kann man spannende Gespräche führen und die eine oder andere dicke Freundschaft ist auch schon entstanden!

Was mir aber womöglich am meisten für meine Zukunft gebracht hat, waren die Inhalte der Bildungsseminare. Sie konnten mich besonders im Berufsfindungsweg unterstützen, da sie mein Bauchgefühl, dass ich Lehrerin werden möchte, zu 100 Prozent bestätigt haben. Für das Zurechtkommen im Einsatzstellen-Alltag konnte ich nicht allzu viel Neues mitnehmen, da ich im Büro besonders mit journalistischer Arbeit zu tun habe und wir uns in den Seminaren eher mit Pädagogik auseinandersetzen. Aber genau deshalb haben sie mich auf alles Kommende vorbereitet und viel über den Umgang mit Kindern und Jugendlichen gelehrt.

Ich erinnere mich am meisten an die Workshops von Elisa und João, die nicht hätten interessanter gestaltet sein können. Sehr oft ging es dabei thematisch in die psychologische Richtung. Denn wie João gesagt hat: „Alles geht vom Kopf aus.“ Allein mit unserer Fantasie haben wir Theaterinszenierungen und Standbilder erschaffen und gleichzeitig gelernt, wie man Körper und Stimme kraftvoll einsetzen kann. Ganz viel nehme ich davon für die Zukunft mit.

Rumgehampel auf dem Fußboden

Umso enttäuschter war ich aber, als mein 1. „Thementag“ (den gab es dieses Jahr das erste Mal beim Landesjugendring) ein totaler Reinfall war. Ich hatte das Thema „Haltung, Präsenz, Grenzsetzung“ gewählt. Ich konnte mir schon denken, dass es sich wieder um Theaterpädagogik handeln würde, was mir davor die Male auch erstaunlich viel Spaß gemacht hat. Dennoch hatte ich mir etwas ganz anderes unter dem Titel vorgestellt. Ich hatte die Hoffnung, mit einem bestärkten Gefühl aus dem Seminar zu gehen. Dass wir lernen, wie man sich selbstbewusster „präsentiert“, z.B. vor mehreren Menschen stehend. Oder wie man sich autoritär verhält und einen respektvollen Umgang untereinander schafft – mit Grenzsetzung.

Leider hatte der Teamleiter andere Ideen im Sinn und wir spielten fast den ganzen Tag lang nur Theater. Kleine Inszenierungen, viele Standbilder und am Ende ein längeres Theaterstück, das wir dann in 3er-Gruppen vor den anderen aufführten. Natürlich hat auch das Spaß gemacht und wir hatten einiges zu lachen, aber nicht jeder fühlt sich dabei wohl, vor einem Publikum zu schauspielern und im Mittelpunkt zu stehen. Vielleicht ist genau das diese Grenze, die man nicht überschreiten sollte und über die ich noch gerne thematisch mehr erfahren hätte. Das Input fehlte also. Außerdem machten wir so viele Rollen und andere sportliche Übungen auf dem Fußboden, dass wir uns zum Schluss etliche Splitter in Händen und Füßen holten. Dennoch bleibt mir der Tag, positiv wie auch negativ, stark in Erinnerung und ich bin mir sicher, dass die nächste Seminarfahrt im Juni wieder sehr erlebnisreich und schön wird.

Last but not least

Ich kann euch immer wieder nur empfehlen, ein FSJ zu machen! Ihr erlebt so viele neue Dinge, mit denen ihr vorher ganz bestimmt nicht gerechnet habt. Bei mir ist es jedenfalls so und jede Woche, jeden Monat steht etwas Neues an. Wir diskutieren und sammeln eifrig Ideen zu allen möglichen Themen, die oftmals jeden von uns betreffen oder interessieren. Freut euch auf die nächste Fortsetzung unserer FSJ Berichte, denn ihr erhaltet garantiert immer mehr Eindrücke von unserem Alltag in der Einsatzstelle.

Hier findet ihr alle weiteren FSJ-Blogbeiträge von Kai, Janik und Hannah!

FSJer

FSJ - Wahnsinn pur!

Hey! Wir sind Hannah, Janik und Kai und wir machen von September 2017 bis August 2018 unser FSJ Kultur bei jup! Berlin bzw. jugendnetz-berlin! Damit ihr auch wisst, was wir in unserer Zeit als Freiwillige überhaupt so für Aufgaben haben, halten wir euch hier auf dem Laufenden. Alle zwei Wochen werden wir euch abwechselnd erzählen, was wir Spannendes erlebt haben! Wir wollen euch zeigen, warum es sich lohnt, ein FSJ zu machen.

von Kai und Janik Emil
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