Neue Smartphone-Konkurrenz

am 08.03.2018
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Die Marke OnePlus ist mit ihren Smartphones auf dem Weg an die Spitze. Wie sich das neue OnePlus5T in unserem Test schlägt und ob es Apple & Co gefährlich werden kann, erfahrt ihr hier.

Erst im Dezember 2013 gründete sich die Firma OnePlus in Shezhen, China. Seitdem geht die Entwicklung steil nach oben. Fast 800 Mitarbeiter hat die Firma heute. Dazu erzielt sie einen Umsatz von über einer Milliarde US-Dollar. Auch hier in Deutschland wird sie zunehmend beliebter und macht den angestammten Smartphone-Herstellern Konkurrenz. Wir haben das neuste Modell von OnePlus das 5T angeschaut und gehen der Frage auf den Grund, worauf sich der Erfolg von OnePlus begründet.

Der erste Eindruck

Unser Testgerät hatte die limitierte Farbe Lava Red, die auf den ersten Blick sehr gut aussieht. Das OnePlus 5T kommt mit einer durchsichtigen Hülle und eine Schutzfolie ist schon auf dem Display angebracht. Kopfhörer liefert der Hersteller jedoch nicht mit. Dafür gibt es, wie gewohnt, ein Ladekabel und einen Ladeadapter. Es liegt gut in der Hand, auch wenn die Displaykanten nicht abgerundet sind. Dafür sorgt auch die leicht gebogene Rückseite. Das Gerät wiegt 162 Gramm.

Viel Speicher und Dual Sim

Beim Arbeitsspeicher haben die Chinesen nicht gegeizt. 8 GB haben sie ihrem Smartphone spendiert. Zusammen mit dem fixen Prozessor werden selbst anspruchsvollere Anwendungen solide ausgeführt. In unserem Test besticht das Gerät mit seiner schnellen Reaktionszeit. Außerdem bietet es 128 GB internen Speicher. Bis man den voll hat, dauert es ein wenig. Ein nettes Feature ist auch die Möglichkeit, zwei SIM-Karten gleichzeitig zu benutzen. So kann man zum Beispiel im Ausland auch mit einer ausländischen SIM-Karte surfen und telefonieren und sich so Kosten sparen.

Sicherheit 2.0 und Klinkenanschluss für Audiophile

So wie alle aktuellen Smartphones bietet das OnePlus 5T Features für die Gerätesicherheit. Zum einen gibt es da den Fingerabdrucksenor, der seinen Platz auf der Rückseite findet. Er verrichtet seinen Dienst – das Erkennen meines Fingerabdrucks – in Test sehr gut. Aber dieser Fingerabdrucksensor kann mehr. Wischt man von oben nach unten klappt man das Benachrichtigungsfeld aus, das sonst beim Wischen über das Display kommt. Bei aktiver Kamera wird der Sensor dann zum Auslöser. Zwei sinnvolle Ideen, die in die Entwicklung einflossen. Darüber hinaus gibt es noch die Gesichtserkennung. Dafür erkennt das Smartphone über 100 Punkte im Gesicht. Auch bei schlechterem Licht und selbst mit Mütze und Schal erkennt mich das Gerät – auch wenn es ein wenig Bedenkzeit benötigt.

Sonst funktionieren beide Entsperrungsvarianten in unserem Test blitzschnell.

Das Gerät verfügt über einen USB-C-Ausgang, über das es aufgeladen wird oder über den man Musik hören kann. Dennoch gibt es zusätzlich noch den Klinkenausgang, über den man auch seiner Lieblingsmusik lauschen kann. Das solltet ihr auch lieber über Kopfhörer tun. Denn leider besitzt das Smartphone nur einen Monolautsprecher, der ganz in Ordnung klingt, aber nichts Besonderes ist.

Scharfes Display, gute Farben

Fast randlos ist das OnePlus 5T. Über 80% der Front werden vom Display bedeckt. Erkennbare Ränder gibt es nur über und unter dem 6-Zoll Display. Einen Homebutton gibt es somit nicht. Gesteuert wird über den Screen. Das Display hat das 18:9-Format, das bei Smartphones immer weit verbreitet ist. In Apps wie YouTube lassen sich die Inhalte auf die Größe skalieren. 2.160 x 1.080 Pixel stellt das Display dar und bietet so eine Full-HD-Auflösung. Es wirkt in unserem Test sehr scharf und die Farben werden gut dargestellt.

Zwei Linsen fürs Bild

Die Frontkamera ist mit einem 16-Megapixel-Sensor ausgestattet. Die Selfies sehen so gut aus. Außerdem lassen sich mit ihr Full-HD-Videos aufzeichnen Die Hauptkamera auf der Rückseite hat zwei Linsen. Dadurch lassen sich bei schlechteren Lichtverhältnissen noch gute Bilder aufnehmen. Beim Ausprobieren der Kamera gelingen gute Bilder und es macht Spaß damit Fotos zu schießen. Und auch im Portrait Modus machen sich die zwei Linsen ebenfalls bemerkbar. So entsteht ein Unschärfeneffekt („Bokeh-Effekt“), bei dem der Hintergrund um das Objekt unscharf und lediglich das Objekt scharf ist. Mit der Hauptkamera sind 4K-Videoaufnahmen möglich und auch Zeitlupenaufnahmen lassen sich gestalten. Diese jedoch nur in einer geringeren Auflösung (720p).

Anderthalb Stunden bis zum vollen Akku

Der Akku mit 3.300mAH hält bei unseren Tests bei durchschnittlicher Benutzung einen ganzen Arbeitstag durch. Das heißt, abends muss es wieder dringend an das Ladegerät. Das Smartphone verfügt über eine Schnellladefunktion. Der Hersteller verspricht, dass in einer halben Stunde 60% und in anderthalb Stunden 100% geladen sind. In unserem Test ist das Gerät sogar ein bisschen früher vollgeladen.

Fazit

Das OnePlus 5T ist ein High-End-Smartphone, das sich ohne Mühe mit der Konkurrenz aus Cupertino und Südkorea messen kann. Dass der Speicher nicht erweiterbar ist, ist bei den intern verbauten 128GB nicht allzu schlimm. Einen Wasser- und Staubschutz hätten wir uns auch noch gewünscht. Mit einem Preis von 559€ ist es eines, wenn nicht das beste Smartphone, dieser Preisklasse.

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