Mit Powerküche zur Strandfigur

Jahrelang lief Mark Maslow Marathon. Nun ist er Personaltrainer, betreibt einen Online-Blog und hat sein zweites Buch veröffentlicht. Wir haben mal reingeschaut und Mark ein paar Fragen gestellt.

VON OLIVER MATTUTAT

Fitnessstudios boomen. Auch immer mehr Teenager strömen in die Gyms dieser Nation. Mal mit mehr oder mal mit weniger erstrebenswerten Zielen. Doch um seinen Körper voll in Schuss zu bekommen, ist Sport nur eine Komponente. Zusätzlich sollte man auch auf seine Ernährung achten. Mark Maslow weiß, worauf man schauen muss. Er selbst betreibt einen Fitnessblog und einen Podcast zum Thema Fitness, der schon mehr als sieben Millionen Mal runtergeladen wurde. Er machte sein Hobby zum Beruf. Er hing seinen Job als Luftfahrt-Ingenieur an den Nagel und wurde Sportler. Seine Tipps gibt er nun in seinem schon zweiten Buch weiter.
Looking good naked Powerküche ist der etwas plakative Titel, der vor allem Aufmerksamkeit erregen möchte. Das schafft er. Darin vermittelt Mark den Lesenden aber nicht nur platte Plattitüden, sondern gibt wertvolle Hinweise. Ging es in seinem ersten Buch noch eher um Sportübungen, steht jetzt die Ernährung im Blickpunkt. Neben vielen Rezepten, erklärt er auch die Grundlagen, die aus seiner Sicht für einen guten Körper wichtig sind. Dazu gibt er Denkanstöße. Er schlägt er Ernährungspläne vor, die aber nicht zwingend sind. Mark Marslow möchte die Lesenden motivieren, leichter an ihren Zielen dran zu bleiben und dabei Spaß zu haben. Das gelingt ihm mit dem 160 Seiten starken Buch sehr gut.
Wir hatten die Möglichkeit, dem Autor Mark Marslow ein paar Fragen stellen:

Wann war der Zeitpunkt, dass Sie gemerkt haben, dass Sie Ihren Job aufgeben müssen, um Ihren Traum zu erfüllen?

Es muss um 2010 gewesen sein, als ich das Buch „Die 4 Stunden Woche“ von Tim Ferriss las. Zuvor bin ich nie auf die Idee gekommen, etwas Eigenes aufzubauen. Vermutlich auch, weil meine engsten Freunde wie ich angestellt waren. Aber durch die Lektüre realisierte ich, wie viele Möglichkeiten es heutzutage gibt, einem Beruf nachzugehen, der echten Mehrwert für andere Menschen bringt und es mir gleichzeitig erlaubt, einen meiner größten Werte zu leben: Freiheit.

Wie haben Sie den Einstieg in den Sport geschafft?

Eher zufällig. Bis zum Abi war ich alles andere als eine Sportskanone. Heute weiß ich auch, warum: Ich hatte „meinen“ Sport einfach noch nicht gefunden. Dass ich ihn dann doch entdeckte, habe ich der Bundeswehr zu verdanken, denn dort standen täglich Kraft- und Ausdauersport auf dem Plan. Ich bin ganz ehrlich, die ersten Wochen waren eine Tortur. Aber bald spürte ich, wie ich fitter wurde – Woche für Woche. Das Schöne am Kraft- und Ausdauersport ist, dass Du Deinen Erfolg vollständig selbst in der Hand hast. Das hat mich unheimlich motiviert und das Selbstvertrauen gegeben, dass ich, wenn ich mir Ziele setze und an ihnen dranbleibe, auch in anderen Lebensbereichen erfolgreich sein kann.

An wen richtet sich Ihr Buch?

An alle, die nackt gut aussehen wollen, sich sagen „da geht noch was in puncto Fitness“ und keinen Bock auf Diäten und Totalverzicht haben. Bei „Looking Good Naked Powerküche“ geht’s um eine ausgewogene Fitness-Ernährung, die Spaß macht.

Was ist für Sie das Wichtigste beim Sport?

Sport muss mir langfristig mehr Energie geben als nehmen. Mich persönlich motiviert Fortschritt. Beim Krafttraining heißt das, dass ich diese Woche ein klitzekleines bisschen stärker sein will, als vergangene Woche.

Was sind die größten Irrtürmer, denen Sie in Sachen Fitness begegnet sind?

Einer der größten Irrtümer ist, dass nur einen einzigen „besten“ Weg zur Traumfigur gibt. Und dass es sich lohnt, erst einmal alles Wissen in sich aufzusaugen, bevor Du zur Tat schreitest und anfängst. Wer an einem unperfekten Trainingsplan dranbleibt, der Spaß macht, erreicht langfristig viel mehr, als einen perfekten Plan zu haben, den er nur unregelmäßig in die Tat umsetzt.

Welche Tipps haben Sie für Einsteiger, die gerade anfangen wollen, an Ihrem Körper zu arbeiten?

Einer der größten Erfolgsverhinderer für Anfänger ist Überinformation. Sprich mit 5 verschiedenen Fitness-Experten und Du bekommst 5 Ratschläge – von denen sich einige vermutlich sogar widersprechen. Am besten suchst Du Dir jemanden, dem Du vertraust und der den Weg vor Dir schon einmal gegangen ist.

Welches ist Ihr Lieblingsrezept?

Momentan sind die Pancakes mit Heidelbeeren (S. 85) mein absoluter Favorit.

Gibt es auch Tage, an denen Sie cheaten?

Cheaten gibt’s in meiner Welt nicht. Ich mag den Begriff im Zusammenhang mit Essen einfach nicht, weil er suggeriert, etwas Verbotenes zu tun. Das führt bei vielen Menschen zu einem schlechten Gewissen – was wiederum eine ziemliche Spaßbremse ist. Es gibt für mich keine guten und keine schlechten Lebensmittel – nur gute oder schlechte Gründe, sie zu essen.

Zu guter Letzt: Verraten Sie uns noch Ihre Lieblingsübung beim Fitness?

Ich liebe das Schulterdrücken mit der Langhantel.

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