Unsere Reise nach Hamburg

Durch unser Projekt Schüler*innenhaushalt an der Hemingway-Schule hatten wir die Möglichkeit mit dem Förderprogramm Demokratisch Handeln nach Hamburg zur 28. Lernstatt Demokratie zu fahren. Vom 12. bis 15. Juni 2018 war es soweit! Mit dabei waren: Frau Lämmel, Frau Hippauf, Mariam (8a), Ahmad (9a), Jehona (9a) und Habiba (9a). Hier könnt ihr nachlesen, was wir an den einzelnen Tagen erlebt haben!

Tag 1 - die Anreise

Um 08:15 Uhr haben wir uns alle am ZOB Berlin getroffen. Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass alle pünktlich waren. Auf den Bus warteten wir dann, der kam um 8:35 Uhr und wir stellten unsere Koffer in den Bus, bevor wir einstiegen.

Pünktlich um 8:45 Uhr fuhren wir los und kamen um 12:00 Uhr in Hamburg an. Zu aller erst sind wir Fahrkarten kaufen gegangen und gleich danach gingen wir zum Hotel. Das war nicht sehr weit weg vom ZOB Hamburg. Im Hotel packten wir ein wenig aus und machten uns bereit für unser erstes Treffen im Landesinstitut.

In der Aula trafen wir uns mit Professor*inneen, ein paar Politiker*innen und anderen Schüler*innen von anderen Projekten. Eine Schulband eröffnete das Treffen, sie spielte uns zwei Lieder vor. Zwei Moderatoren stellten uns dann wichtige Personen, wie den Geschäftsführer von „Demokratisch Handeln“ vor. Eine Sechstklässlerin hat dann eine Rede über Demokratie gehalten, sie hat uns sehr gelobt und ist stolz, dass wir uns sehr für das Thema interessieren und sie hat sich gegen Diskriminierung ausgesprochen.

Bevor wir kleine Gruppen bildeten, sang die Band uns noch etwas vor. Die Gruppenmitglieder stellten sich dann gegenseitig ihre Projekte vor. Nach der Vorstellung der Projekte trafen wir uns alle wieder in der Aula. Wir konnten dann rumgehen und uns noch andere Projekte angucken. Um 18:00 Uhr waren alle wieder in der Aula, denn die zweite Bürgermeisterin von Hamburg Katharina Fegebank war eingetroffen. Sie erzählte von ihrer Vergangenheit und was sie alles so erlebt hatte. Auch Chris von Revolverheld war anwesend, er schrieb mit ein paar Jugendlichen einen Song, den sie vorspielten.

Im Anschluss kamen dann Reisebusse, die uns abholten und uns zum Hafen fuhren, damit wir eine Hafenrundfahrt machen konnten. Auf dem Schiff  waren Getränke und etwas zum Essen vorbereitet. Eine Disco fand auf dem Schiff statt mit guter Musik. Bis um 22:00 Uhr waren wir auf dem Schiff, ehe es zurück Richtung Hotel ging. Beim türkischen Imbiss sind wir danach noch Essen gewesen, da wir Hunger hatten.

Fast gegen Mitternacht waren wir wieder im Hotel. Alle machten sich Bett bereit und gingen schlafen.

Besonders gut hat mir an diesem Tag die Schifffahrt gefallen, weil alle gut gelaunt waren, jeder war in Stimmung und hatte viel Spaß. Man konnte in jedem Gesicht ein Lächeln sehen. Nicht so gut hat mir das Essen gefallen. Ich finde unser Berliner Essen viel leckerer.

VON HABIBA

Tag 2 - Stadtralley

Der Mittwoch begann damit, dass wir uns um 8:30 Uhr getroffen haben und zur Bäckerei gegangen sind, um da zu frühstücken. Da wir etwas spät dran waren, haben wir uns das Essen eingepackt und mitgenommen.

Dann sind wir mit der U-Bahn zur Veranstaltung ins Landesinstitut gefahren. Es wurde zuerst eine Begrüßungsrede gehalten, in der viel über Demokratie und Engagement gesprochen wurde. Anschließend wurde der Tagesablauf erklärt. Jeder hatte sich bereits im Vorfeld zur Lernstatt in Workshops eingetragen. Wir waren im Workshop „Stadtreally durch Hamburg“. Wir musste uns die App „Actionbound“ runterladen, die uns den Weg und die Aufgaben zeigte und vor allem auch die Stadt. :)

Wenn wir ein Ziel erreicht, eine Frage richtig beantwortet, eine Aufgabe erfüllt oder ein Foto vor einer Sehenswürdigkeit gemacht hatten, gab´s Punkte. Zur viert sind Habiba, Ahmed, Mariam und ich los gelaufen. Die Führung ging durch fast ganz Hamburg, es war sehr anstrengend, weil wir so viel laufen mussten, aber somit konnten wir genauer Hamburg anschauen.

Wir haben die Innenstadt gesehen und die Speicherstadt. Dort konnten wir kostenlos auf die Aussichtsplattform der Elbphilharmonie und zur Stärkung gab es in einer Bäckerei da in der Nähe ein Franzbrötchen. Einige Aufgaben mussten wir überspringen, da wir z.B. den QR-Code bei einer Aufgabe nicht gefunden haben. Es war zwar sehr anstrengend, so lange zu laufen, hat aber auch viel Spaß gemacht.

Nachdem wir fertig waren, nahmen wir an einem anderen Workshop mit dem Thema „Fake News“ teil. Zum Glück hatten wir noch etwas zu Essen vom Frühstück. Die Mittagspause haben wir leider verpasst. Wir haben da viel gelernt, wie man Fake News erkennt und worauf man achten muss, aber auch, wie man mit Screenshots selber Fake News erstellt.  

Dann hatten wir eine Stunde frei, um 18:00 Uhr gab es dann das Abendessen – es gab Chili Con Carne, das war lecker. Nach dem Abendessen sind wir zur Preisverleihung des „Hildegard Hamm-Brücher Förderpreis - Preis für Demokratie, Lernen und Erfahren 2018“ gefahren. Der wurde in Zusammenarbeit mit der Körber Stiftung in der Speicherstadt verliehen. Von 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr waren Geistliche und Politiker da und haben sich vorgestellt. Sie haben sehr viel über Politik und Religion geredet. Das war nicht wirklich spannend für uns Jugendliche. Zum Schluss wurden noch zwei Schulprojekte mit dem Preis ausgezeichnet, das war wieder interessant. Zwischen dem Gerede der Erwachsenen kam ein Beatboxer der Stimmung in das Ganze gebracht hat.

Zum Schluss sind wir dann nach Hause gefahren und ich finde, dass die Zeit in Hamburg wirklich schön. Am besten am Mittwoch hat mir der Beatboxer gefallen.

VON JENONA

Tag 3 - Forderungen und Wünsche an die Politik

Liebe Leserinnen und lieber Leser,

In Hamburg war am Donnerstag der vorletzte Tag angesagt. Es war ein ganz cooler Tag.

Als wir ca. um 8:00 Uhr fertig angezogen waren, waren wir direkt Frühstücken in einer Bäckerei. Jeder von uns nahm zwei Backsachen. Als wir fertig gegessen hatten, sind wir zusammen zum Lehrerinstitut für Bildung gefahren. Wir begannen mit einer Guten-Morgen-Begrüßung von der Veranstaltung für Demokratisch Handeln und wir haben ein Spiel gespielt, um ein wenig wacher zu werden. Ehrlich gesagt war das Spiel echt komisch, aber wir haben es trotzdem gemacht.

Dann wurden wir aufgeteilt. Unsere Sozialarbeiterinnen waren in einen anderen Workshop als wir Schüler*innen. In unserem Workshop haben wir darüber geredet, was wir am Vortag gemacht haben. War eigentlich ganz okay. Nach circa einer Stunde waren wir in einem anderen Workshop, wieder getrennt von unseren Sozialarbeiterinnen. Als wir mit dem Workshop fertig waren, haben wir unsere Materialen für unser Projekt abgemacht.

Später gab es noch Mittagessen. Wir Schüler fanden die Warps (das Mittagessen) nicht lecker. Deswegen sind wir zu Penny gelaufen und haben Essen geholt. Nach dem Mittagessen gab es ein Theaterstück, das von einem eigenen Workshop erarbeitet wurde.

Dann wurden mit allen Jugendlichen die Forderungen und Wünsche für die Politik aufgeschrieben, was sich am Schulalltag verbessern sollte.

U.a. haben wir aufgeschrieben, dass wir uns mehr Zeit für unsere Projekte in der Schule wünschen, dass wir uns gerne öfter mit anderen Projekten austauschen würden und wir mehr Anerkennung von Erwachsenen, auch von Politikern für unsere Arbeit erhoffen. Aber es wurden auch Forderungen aufgeschrieben, wie: „Wir brauchen mehr Unterstützung der Schulpolitik, um Engagement der SchülerInnen, Eltern und des Bildungspersonals zu fördern“, „Wir fordern einheitlich anerkannte Abschlüsse im ganzen Bund“, „Wir fordern mehr Transparenz in der Bildungspolitik.“

Nachdem die Forderungen geschrieben wurden, stellen wir es vor allen Anwesenden vor, genau wie die Erwachsenen uns ihre Ergebnisse vorgestellt haben. Ihre Wünsche und Forderungen waren ähnlich wie unsere.

Da die WM begonnen hatte, beschlossen wir das erste Spiel gemeinsam mit anderen Teilnehmern der Lernstatt zu gucken. Nachdem das Fußballspiel zu Ende war, sind wir als Projektgruppe zum Abschluss der Hamburgfahrt alle zusammen schön essen gegangen.

Das Highlight des Tages war, das letzte Mal an der Alster spazieren zu gehen.  Wir liefen die ganze Strecke zurück ins Hotel und genossen die schöne Abendstimmung

VON MARIAM

Tag 4 - Unsere Forderungen an die Politik

Wir haben uns alle um 8 Uhr vor dem Hotel getroffen und haben uns nach dem Frühstück auf dem Weg zum Rathaus von Hamburg gemacht, um an der Abschlussveranstaltung und der Urkundenübergabe der 28. Lernstatt teilzunehmen.

Als erstes hat jeder sich einer Gruppe zugeteilt. Ich und Frau Hippauf haben mit anderen Schülern und Lehrern aus verschiedenen Bundesländern ein großes Banner an einer Brücke aufgehängten, auf dem stand: „Wir fordern einheitlich anerkannte Abschlüsse im Bund!“ Die anderen aus unserer Gruppe haben auf der Brücke über der Alster beim Jungfernstieg unsere Forderungen an die Politik und das Bildungssystem mit bunter Kreide geschrieben. Z.B. „Wir fordern mehr Zeit und Anerkennung für unsere Projekte“ oder „Respekt und Toleranz“  Das war eine tolle Aktion, die gesamte Lernstatt hat etwas zusammen gemacht, man hat sich wie eine Gemeinschaft gefühlt und wir haben etwas hinterlassen.

Um 12 Uhr gingen wir wieder zurück ins Rathaus und sind in den Kaisersaal gegangen. Das Rathaus von Hamburg ist sehr schön und richtig groß.

Dann haben Schüler und Schülerinnen die #10 Forderungen vorgelesen, die am Tag vorher die meisten Stimmen von uns bekommen haben. Daraus hat die Lernstatt noch eine Power-Point-Präsentation gemacht und wir im Publikum haben Plakate mit den Forderungen hoch gehalten. Also haben eigentlich alle die Forderungen vorgetragen.

Dann hat Frau Leonhardt, Senatorin für Arbeit, Soziales, Familie und Integration von Hamburg eine Rede gehalten. Auch der Geschäftsführer und der Vorstand vom Förderprogramm Demokratisch Handeln haben ein paar Abschiedsworte gesagt. Der Senatorin haben wir dann unsere Forderungen in einer Mappe gegeben, damit Sie damit arbeiten kann und sie hat versprochen, sich zurück zu melden. Zwischendurch hat ein Streichquartett Musik gespielt. Die waren noch sehr jung, aber haben richtig gut gespielt. Anschließend wurden alle Teilnehmerschulen mit Urkunden ausgezeichnet, es wurden Fotos gemacht und die Verabschiedung fand mit einem kleinen Snack stand. Wir haben auch ein Schild für unsere Schule bekommen, damit alle sehen können, dass wir an der Lernstatt teilgenommen haben.

Wir haben dann an der Alster eine Chinanudel-Box zum Mittag gegessen. Da war es richtig warm und die Sonne hat geschienen. Gegen 14 Uhr hatten wir alle unser Gepäck aus dem Hotel und waren auf einer Seite froh, nach einer langen und anstrengenden Woche nach Hause zu kommen, aber auch ein bisschen traurig, dass es schon wieder vorbei war. Unser Bus kam leider eine Stunde zu spät, aber ansonsten sind wir gut in Berlin angekommen.

Hamburg war echt sehr schön und auch für mich, Ahmad, der einzige Junge in unserer Gruppe, war die Woche sehr schön und man hat sehr viele neue Leute kennengelernt und viele Erfahrungen gesammelt. Wir haben auch ein paar Ideen von anderen Projekten, was wir als nächstes in unserer Schule machen wollen.

Eine unvergessliche Zeit in Hamburg von 12.6-15.6.2018

VON AHMAD

Alle weiteren Blogberichte aus unserem Schuljahr gibt es hier:

Schüler*innen bestimmen mit!

Alle Berichte von der Hemingway-Schule hier!
Jugendmagazin Kategorien: 
Noch keine Bewertungen vorhanden
 

Neuen Kommentar hinzufügen

Hiermit bestätige ich die Nutzungsregeln für die Webseite jup.berlin und stimme der kurzfristigen Speicherung meiner IP-Adresse zu.