Antimuslimischer Rassismus

Terrorismus- und Kopftuchdebatte. Die reduzierte Wahrnehmung von muslimischen Mitbürger*innen in Deutschland

Antimuslimischer Rassismus steht für die Anfeindung und Diskriminierung von Menschen, die als Muslim*innen wahrgenommen werden.

Dabei werden Muslim*innen nicht als Individuen, sondern immer als Kollektiv betrachtet. Ähnliche Bezeichnungen sind z.B. Muslimfeindlichkeit, Islamfeindlichkeit und Islamophobie.

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Antisemitismus & Antimuslimischer Rassismus: Aufstehen gegen Hass!

Negative Einstellungen und Übergriffe gegenüber Muslim*innen sind in Deutschland weit verbreitet. 

Ein großer Teil der Bevölkerung nimmt den Islam als Bedrohung wahr. In diversen Studien wird der Anteil muslimischer Mitbürger*innen (5%) sogar auf das vier- bis fünffache geschätzt.

Wer Muslim*innen persönlich kennt hat eher eine positive Meinung über die Personen und ihre Religion.

 

Vor allem am Kopftuch entzünden sich immer wieder hitzige Debatten. Dabei hat das Kleidungsstück auch in anderen Religionen eine jahrtausendealte Tradition.

In Deutschland garantiert das Grundgesetz das Recht auf freie Religionsausübung.

Das Kopftuch wird häufig als Symbol für weibliche Unterdrückung, Abschottung oder gar religiösen Fundamentalismus angesehen. Verschiedene Studien kommen aber zu dem Schluss, dass es sich bei den Kopftuch tragenden Musliminnen mehrheitlich um selbstbewusste, religiöse Frauen handelt.

Antimuslimischer Rassismus gilt als politischer Erfolgsschlager für Wähler*innenstimmen. Rechtspopulisten sprechen immer wieder von einer angeblichen Islamisierung und Überfremdung durch Muslim*innen in Deutschland.

Das funktioniert vor allem dort, wo Menschen keinen Alltag mit Muslim*innen erleben und ihr Bild vom Islam durch die Medien geprägt wird.

Islamfeindliches Wahlplakat der AfD

Wissenschaftler*innen bringen die Verbreitung und Zunahme antimuslimischer Einstellungen vor allem mit der einseitigen Darstellung von Muslim*innen in den Medien in Verbindung.

Studien belegen, dass bis zu 80% der Medienberichte in der deutschen Presse ein negatives Bild vom Islam und Muslim*innen vermitteln.

Statt die Vielfalt von Muslim*innen aufzuzeigen, werden überwiegend Terror, Kriminalität und Unterdrückung thematisiert - Klischees, die mit dem Alltag der Mehrheit der Muslim*innen nichts zu tun haben. 

Das Islambild in deutschen Medien: Reißerische Titel und düstere Bildsprache

Antidiskriminierungsnetzwerk Berlin

Das ADNB des TBB berät und unterstützt rechtlich und darüber hinaus Menschen, die  rassistische und damit zusammenhängende Diskriminierungserfahrungen machen (People of Color bzw. Schwarze Menschen, Muslime, Romnja*, Sintezza*, Jüd*innen, Menschen mit Migrationsgeschichte, Fluchterfahrung und/oder andere) und setzt sich für ihre soziale, rechtliche und politische Gleichbehandlung ein.

Ansprechpartnerin: Eva Maria Andrades
Oranienstraße 53
10969 Berlin
030 61305328