Antisemitismus

Antisemitismus hat eine lange Geschichte und gehört bis heute zu den größten Herausforderungen unserer Gesellschaft.

Als Antisemitismus werden heute alle Formen von Judenfeindlichkeit, Judenhass oder Judenfeindschaft bezeichnet.

Der Begriff umfasst Einstellungen und Handlungen, die sich gegen jüdische Menschen, Institutionen und Einrichtungen richten. Im Antisemitismus werden Jüd*innen nicht als Individuen, sondern immer als Kollektiv betrachtet.

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Was ist Antisemitismus? (KIgA e.V.)

Der unabhängige Expertenkreis Antisemitismus beobachtet heute drei verschiedene Formen von Antisemitismus:

  • Der klassische Antisemitismus bedient alte Vorurteile und Stereotype wie: "Juden haben zu viel Einfluss."
  • Als sekundären Antisemitismus bezeichnen die Expert*innen Haltungen, die den Holocaust entweder leugnen oder einen "Schlussstrich" fordern: "Viele Juden versuchen, aus der Vergangenheit des Dritten Reiches heute ihren Vorteil zu ziehen."
  • Die größte Zustimmung gibt es zum israelbezogenen Antisemitismus: "Bei der Politik, die Israel macht, kann ich gut verstehen, dass man etwas gegen Juden hat."
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Antisemitismus & Antimuslimischer Rassismus: Aufstehen gegen Hass!

Mehrere Studien zeigen, dass antisemitische Einstellungen bis weit in die Mitte der Gesellschaft reichen. Das äußert sich etwa in Übergriffen auf Jüd*innen, Sachbeschädigungen, Beleidigungen oder Propaganda.

Vor allem im Internet werden abwertende Vorurteile und Klischees gegenüber dem Judentum reproduziert, der Holocaust geleugnet oder verherrlicht und der Staat Israel als Inbegriff des Bösen dargestellt.

 

§ Die öffentliche antisemitische Hetze (Volksverhetzung) ist in Deutschland strafbar (u.a. die Leugnung des Holocausts).

Laut einer Umfrage der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte in zwölf EU-Ländern haben nirgendwo so viele Menschen angegeben, antisemitisch belästigt worden zu sein, wie in Deutschland.

  • 41% der Befragten (in Deutschland) haben in den vergangenen zwölf Monaten Antisemitismus erfahren.
  • 89% der Befragten (in Deutschland) gaben an, das der Antisemitismus sich in den vergangenen fünf Jahren verschlimmert habe.
  • 44% der Befragten haben eine Auswanderung in Erwägung gezogen, da sie sich als Jud*innen in Deutschland nicht sicher fühlten.
  • Nach Ansicht von 89% der Befragten (in Deutschland) ist der Antisemitismus im Internet und den sozialen Medien am problematischsten.
  • 79% der Befragten (in Deutschland), die in den letzten fünf Jahren Opfer antisemitischer Belästigungen wurden, haben keine Anzeige bei der Polizei oder einer anderen Organisation erstattet.

OFEK | אופק Beratungs- und Interventionsstelle bei antisemitischer Gewalt und Diskriminierung

Kostenfreie Einzelfallberatung nach antisemitischen Vorfällen. Anfragen können jederzeit unter der folgenden Mail gestellt werden. Jede Beschwerde wird entgegengenommen.

Mail: beratung@zwst-kompetenzzentrum.de
Bundesweite telefonische Hotline: Tel.: (0)30 610 80 458 oder mobil: (0)176 458 755 32 
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