Identitäre Bewegung

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Die "Identitäre Bewegung" (IB) entstand Anfang der 2000er Jahre in Frankreich als Jugendsektion des "Bloc identitaire" und fand schnell Anhänger in weiteren Staaten Europas.

Seit 2014 existiert die Gruppierung (mit geschätzt 400 Mitgliedern) auch in Deutschland. Sie ging aus der "Sarrazin-Bewegung" hervor, einer Splittergruppe, die sich auf die kulturassistischen Thesen von Thilo Sarrazin stützte.

Die Bewegung ist nicht offen nationalsozialistisch, sondern präsentiert sich als Verteidiger der „europäischen Kultur und Identität“. Von Experten wird sie jedoch durchweg als rechtsextrem eingestuft.

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Identitäre Bewegung: Das sind die neuen Rechten (ze.tt)

Die deutschen „Identitären“ haben eine Reihe von Forderungen für sich bestimmt:

  • Erhalt der ethnokulturellen Identität
  • Verteidigung des Eigenen
  • Eine offene Debatte über Identität
  • Remigration
  • Hilfe vor Ort
  • Sichere Grenzen

Diese auf den ersten Blick vielleicht harmlos wirkenden Forderungen gründen auf der gleichen rassistischen Ideologie, die z.B. auch dem Nationalsozialismus und der Apartheid in Südafrika zugrunde lag:

Der Vorstellung, dass eine Volksgruppe eine biologische Einheit bildet und vor fremden Einflüssen und Vermischung mit anderen Abstammungen geschützt werden müsse.

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Die Identitäre Bewegung, was ist das? (bpb)

Die "Identitären" richten sich demnach vor allem gegen den Zuzug von muslimischen Migranten und Geflüchteten und damit dem "Erhalt des europäischen Erbguts".

Diese Ideologie wird von Rassismusforschern "Rassismus ohne Rassen" genannt: Es wird angenommen, dass das eigene, also europäische Volk mittels Migration durch ein anderes Volk ausgetauscht wird, das hauptsächlich aus Kriminellen und "Sozialschmarotzern" besteht.

Die „Identitäre Bewegung“ ist gewaltbereit und aktionistisch, gut mit anderen rechtsextremen und -populistischen Gruppierungen vernetzt und präsentiert sich offen auf Sozialen Netzwerken und ihrer Website, wo sie sogar Merchandise vertreibt.

Und an alle, die jetzt den Duden hervorholen möchten: Ja, ihr habt Recht - das Wort „Identitär“ existiert nicht wirklich in der deutschen Sprache.

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