"We don't have a country anymore, we have a warzone."

Ausstellungseröffnung: „Weltstadt - Erinnerung und Zukunft von Geflüchteten im Modell“

Das durch den Kulturverein Schlesische 27 initiierte Projekt „Casa Mia“ wurde am 12. Mai 2017 nach sechsmonatiger Laufzeit erfolgreich als Ausstellung „Weltstadt - Erinnerung und Zukunft von Geflüchteten im Modell“ im Herzen Neuköllns präsentiert.
Auf mehr als 500qm kann im Agora Rollberg die Arbeit der insgesamt 150 Flüchtlinge unter Leitung und Mitarbeit diverser sozialer Einrichtungen bestaunt und erkundet werden.

Diese stellten in monatelanger Arbeit Modelle ihrer heimischen Lebensorte her. Alles im Maßstab 1:10 und aus den unterschiedlichsten Materialien und Techniken. Menschen aus Ägypten, Afghanistan, Albanien, Benin, Elfenbeinküste, Eritrea, Guinea-Bissau, Iran, Irak, Kosovo, Libanon, Mali, Marokko, Mauretanien, Niger, Pakistan, Somalia, Syrien, Tschetschenien, Ukraine nahmen an dem Projekt teil. Diese gigantische Vielfalt spiegelt sich in der stark variierenden Gestaltung der Wohnhäuser wieder.

 

  • Fotos: Moritz Knoll / Jule Sztefka
    Fotos: Moritz Knoll / Jule Sztefka
  • Fotos: Moritz Knoll / Jule Sztefka
    Fotos: Moritz Knoll / Jule Sztefka
  • Fotos: Moritz Knoll / Jule Sztefka
    Fotos: Moritz Knoll / Jule Sztefka
  • Fotos: Moritz Knoll / Jule Sztefka
    Fotos: Moritz Knoll / Jule Sztefka
  • Fotos: Moritz Knoll / Jule Sztefka
    Fotos: Moritz Knoll / Jule Sztefka

 

jup! war zur abendlichen Eröffnung vor Ort

Wir treten in eine diffus beleuchtete altehrwürdige Lagerhalle ein und wenden uns schnell nach links. Virtuos beleuchtete Modellbauten aus Holz, Plastik, Aluminium, Stoffresten, Schaumstoffen und Rohren, Bier trinkende Studenten, schreiende Kinder und murmelnde Erwachsene empfangen den Interessierten samt Tageszeiten simulierenden Lichteffekten. Zusätzlich wurde in Zusammenarbeit mit Studenten der Hochschule der populären Künste eine Soundkulisse erschaffen, die den Gast über ausgewählte Geschichten der Erbauer einiger Häuser informiert.
Die effektvoll in Szene gesetzten Arbeiten sind verschachtelt oder simpel, bunt oder grau, glanzvoll oder zerstört.
Berührt schlendern wir durch die Gänge und saugen die Atmosphäre ein. Durch Musik, Interviews und Erzählungen werden die Schicksale der Menschen realer. Physische Präsenz der Häuser als Mahnmale für Verlust und Entwurzelung verschmelzen mit den vibrierenden Stimmen zu einer intensiven Auseinandersetzung mit den letzten Jahren der Weltgeschichte.

Nach einigen letzten Close-ups der liebevoll kreierten Details, begeben wir uns wieder in die warme Abendsonne und machen uns auf den Heimweg durch das ebenso bunte als auch graue, glanzvolle und zerstörte Neukölln.

Eine unfassbar schöne und spannende Ausstellung wartet auf euch! Design als Stilmittel setzt intelligente Reize und bietet eine willkommene Abwechslung zum optisch redundanten Medienbrei der Mainstream Presse.

 

VON MORITZ / JULE

  • Fotos: Moritz Knoll / Jule Sztefka
    Fotos: Moritz Knoll / Jule Sztefka
  • Fotos: Moritz Knoll / Jule Sztefka
    Fotos: Moritz Knoll / Jule Sztefka
  • Fotos: Moritz Knoll / Jule Sztefka
    Fotos: Moritz Knoll / Jule Sztefka
  • Fotos: Moritz Knoll / Jule Sztefka
    Fotos: Moritz Knoll / Jule Sztefka

Infos zur Ausstellung:

Der Eintritt ist frei.

Öffnungszeiten
MI-SO, 12-18 Uhr.
Die Ausstellung schließt am 5. Juni ihre Tore.

Adresse: Agora Rollberg, Am Sudhaus 2,12053 Berlin-Neukölln

Weitere Infos hier!

Schlagworte: 
Jugendmagazin Kategorien: 
5
Average: 5 (1 vote)
 

Neuen Kommentar schreiben

Hiermit bestätige ich die Nutzungsregeln für die Webseite jup.berlin und stimme der kurzfristigen Speicherung meiner IP-Adresse zu.