Rezension: Die Sonne über Berlin - Nebelwände

am 01.03.2019
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Ein Unfall in einem Labor. Zwei Frauenleichen bis zur Unkenntlichkeit verätzt. Was zuerst nicht miteinander verbunden zu sein scheint entwickelt sich bald zu etwas größerem, etwas noch gefährlicherem.

In Karla Kalkbrenners zweiten Roman liegt es wieder an Kommissar Dahlberg einen rätselhaften Fall zu untersuchen. Eigentlich hat er ja schon genug Probleme. Zuhause wartet der Nachwuchs und sein Chef will ihm mal wieder einen neuen Partner zuteilen. Nun muss er sich aber auch mit zwei Frauenleichen beschäftigen. Durch Säure verätzt, nicht missbraucht und ohne eine wirkliche Verbindung. Was hat es damit auf sich?

Währenddessen hat sich sein ehemaliger Partner Alexander Taub unter eine Gruppe von Slawen geschlichen um einem Mann namens Jerschow auf die Schliche zu kommen.

Außerdem begleitet man die Polizisten Jo und Claudia, die zusammen mit Dahlberg versuchen, den Täter dieser grausamen Morde zu finden.

Wieder einmal kann uns eine deutsche Autorin beeindrucken. Besonders schön sind auch die Beschreibungen der Umgebung. In „die Sonne über Berlin – Nebelwände“ werden Teile Berlins so genau beschrieben, dass man sich nur mit diesem Buch im Gepäck in einigen Ecken der Stadt wohl ohne Probleme zurechtfinden würde.

Herausstechend sind aber die einzigartigen Charaktere. Jeder mit einem Privatleben und mit persönlichen Problemen abseits des Arbeitsalltags und dem Finden von Mördern. Die Geschichte wechselt zwischen diesen unterschiedlichen Charakteren hin und her. An einigen Stellen ist das sehr interessant, weil man so Einblicke in das Leben aller Figuren bekommt. Andererseits erschwert es aber auch das Verständnis. Man verliert oft den Faden und kann gar nicht mehr genau sagen, was gerade passiert und wer wer ist.

Ein wenig enttäuschend war auch der Schluss. Denn leider war es nach der Hälfte des Buches schon leicht vorherzusehen, wer der Täter ist.

Allerdings macht Kalkbrenners sehr flüssiger Schreibstil und ihre realitätsnahe Präsentation des Berliner Lebens Einiges wieder gut.

„Die Sonne über Berlin- Nebelwände“ ist etwas für echte Krimifans, die mal ein wenig Abwechslung brauchen. Im Endeffekt kann dieses Buch jedem gefallen, der auch nur einmal in Berlin gewesen ist.

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