Das Einsteiger-iPad bekommt ein Upgrade

Der Herbst ist und bleibt Technik-Zeit. Apple hat nun sein günstigstes iPad passend zum neuen Betriebssystem geupgradet. Wir konnten es ausgiebig testen.

Wie immer im September hat Apple auch dieses Jahr wieder neue Versionen seiner Geräte vorgestellt. Dieses Mal jedoch wegen Corona nur in einem digitalen Event. Das war knapp über eine Stunde lang und zu sehen gab es neue iPads, Apple Watches und die passenden, aktualisierten Betriebssysteme. Wir haben die Möglichkeit für Euch einige der Geräte ausgiebig zu testen. Den Anfang macht heute das iPad der achten Generation.

Das iPad (8. Generation) im Überblick:
Displaygröße: 10,2 Zoll
Abmessungen: Höhe 250,6 mm, Breite 174,1 mm, Tiefe 7,5 mm
Betriebssystem: iPadOS 14
Gewicht: 490 g (Wi-Fi Modelle) / 495 g (Wi-Fi + Cellular Modelle)
Prozessor: A12 Bionic Chip
Kamera: 8 MP Weitwinkel-Kamera (Rückseite), FaceTime HD-Kamera (Vorderseite)
Sonstige Features: 2‑Lautsprecher-Audio, Fingerabdrucksensor im Home-Button, kompatibel mit dem Smart Keyboard & kompatibel mit dem Apple Pencil (1. Generation)
Farben: Silber, Space Grau, Gold
Preis: ab 369,40 Euro

Hochauflösend und rasant

Auf den ersten Blick hat sich nicht viel geändert. Wie schon sein Vorgänger verfügt das neue iPad über ein 10,2 Zoll großes Retina Display, das mit 2160 x 1620 Pixeln und somit mehr als FullHD auflöst. Auch das Gehäuse ist wieder zu 100 Prozent aus recyceltem Aluminum und die Lötmittel zu 100 Prozent aus recyceltem Zinn. Dies ist Teil des jahrelangen Einsatzes für mehr Nachhaltigkeit. Erst vor kurzem hat Apple angekündigt, bis 2030 klimaneutral werden zu wollen. Die Büros und Stores des Tech-Riesen werden schon vollständig mit erneuerbarer Energie betrieben.

Angetrieben wird das iPad vom A12 Bionic-Prozessor, der erstmals im iPhone XS im Jahr 2018 eingesetzt wurde. Laut Apple sorgt der A12 Bionic für 40 Prozent schnellere CPU-Leistung und doppelte Grafikleistung im Vergleich zum Vorgänger. Damit sei das iPad deutlich schneller als der meistverkaufte Windows-Laptop und das meistverkaufte Android-Tablet. Im normalen Alltag sind die Unterschiede zum Vorgänger nicht gleich zu erkennen. Bei beide laufen alle gebräuchlichen Anwendungen flüssig und die Bedienung ist intuitiv und gelingt ohne Probleme. Im direkten Vergleich hat das neue iPad beim Öffnen einiger Apps hauchdünn die Nase vorne. Doch bei anspruchsvolleren Apps bekommt man das Gefühl, das neuere Modell läuft flüssiger. Mit dem A12 erhält auch die sogenannte „Neural Engine“ Einzug auf das günstigste iPad. Sie ist für das maschinelle Lernen auf dem Gerät verantwortlich. Durch sie verbessert sich unter anderem die Bewegungserfassung in Augmented Reality (AR) Apps und die Sprachassistentin Siri wird leistungsfähiger.

Mit nicht mal 500 Gramm ist das iPad sehr leicht und lässt sich angenehm für den mobilen Einsatz transportieren. Der Akku hält in unserem Test gut einen ganzen (Arbeits-) Tag lang. Laut Apple soll er bis zu zehn Stunden beim Surfen im WLAN durchhalten. Das neue iPad gibt es in den Farben Silber, Space Grau sowie Gold und in zwei Versionen. Einmal nur mit WLAN-Modul und einmal mit einem WLAN und einem LTE-Version. Im letzten Fall besteht somit die Möglichkeit auch unterwegs ins Internet zu gehen, wenn ein entsprechender Datenvertrag und eine SIM-Karte vorhanden sind. Das iPad ist ab 369,40 Euro erhältlich.

Das iPad (8. Gen) ist in den Farben Silber, Space Grau und Gold erhältlich.

Der Pencil wird zum Star

Seit letztem Jahr gibt es mit iPadOS das erste Betriebssystem, das auf die iPads zugeschnitten ist. Mit iPadOS 14 stellt Apple seinen Pencil noch mehr in den Fokus. Das neue iPad unterstützt nur den Apple Pencil der ersten Generation. Diesen muss man jedoch extra dazu kaufen. Nun lassen sich die Gesten fürs Auswählen, Ausschneiden und Einfügen von Text einfach mit dem Stift ausführen. In der Praxis funktionieren die Gesten überraschend gut und sorgen wirklich dafür, dass man den Pencil weniger aus der Hand legen muss. Dafür sorgen auch weitere Features: Das iPad erkennt nun die Handschrift des Nutzers und wandelt sie in Text um. Handgeschriebene Telefonnummern oder Daten können angeklickt und so ein Anruf oder das Erstellen eines Termins ausgeführt werden. Dazu lässt sich in allerhand Formen „kritzeln“. Sei es eine kurze Antwort bei iMessage oder eine Suche in Safari. Einfach den gewünschten Text per Hand schreiben und das Gerät wandelt ihn um. Bisher funktioniert die Funktion allerdings nur mit einer hinzugefügten Softwaretastatur der Sprachen Englisch und Chinesisch (vereinfacht & traditionell).

Neben den Features für den Apple Pencil wurden unter anderem die Widgets auf dem Home-Screen überarbeitet, Seitenleisten für viele Apps neugestaltet und eingehende Face-Time-Anrufe, Siri-Interaktionen und die Suchleiste in einem kompakteren Design verpackt. Dazu wurde die Suche universeller gestaltet, sodass man von Apps über Kontakte bis hin zu Antworten auf häufig gestellte Fragen zu Personen fast alles finden kann.
 

Mit dem Apple Pencil lässt sich das ganze Potential des Betriebsystems ausschöpfen. Im Lieferumfang ist er jedoch nicht - er muss extra gekauft  werden.

Mit dem Apple Pencil lässt sich das ganze Potential des Betriebsystems ausschöpfen. Im Lieferumfang ist er jedoch nicht - er muss extra gekauft  werden.

Ein gutes Gerät zum Einstieg

Gerade in Zeiten, in denen mobiles Lernen und Arbeiten wichtiger sind denn je, ist das iPad der achten Generation ein Gerät, mit dem alle grundlegenden Aufgaben wie das Surfen im Internet, das Verfassen von E-Mails und Texten problemlos gelingen. Die Leistung ist ordentlich und Software und Hardware sind perfekt aufeinander abgestimmt. Einziger Wermutstropfen: Den Apple Pencil, mit dem man erst wirklich alle Features des Betriebssystems auskosten kann, und eine Tastatur sind nicht im Lieferumfang enthalten und müssen separat gekauft werden. Das iPad ist ein hervorragendes Einsteigergerät mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis und macht in Sachen Performance einen deutlichen Sprung nach vorne im Vergleich zum Vorgänger.

In den nächsten Wochen versorgen wir Euch mit Infos und Eindrücken zum grunderneuerten iPad Air und zur günstigeren Apple Watch SE.