Lifestyle

Mädchen mit Kopfhörern

Von Mode, Rezepten und außergewöhnlichen Hobbys über Musiktipps bis hin zu Netz-Trends – hier findest du alles, was das Leben schöner macht! 

VON LOUISE

Wenn eine Meerjungfrau; begleitet von geheimnisvoller Musik auf einer Leinwand erscheint und diese dann scheinbar überwindet, um dem Publikum direkt ins Gesicht zu lachen, dann ist das der Anime: Lu over the wall.

In der Geschichte geht es um die Klassenkamerad*innen Kai, Kunio und Yuho. Während die Hauptfigur Kai eher der zurückgezogene Typ ist, haben die deutlich extrovertierteren Kunio und Yuho die Band "SEIRÈN" gegründet. Doch musikalisch begabt sind sie alle und so versuchen Kunio und Yuho Kai davon zu überzeugen, in ihre Band einzutreten, nicht zuletzt auch deswegen, weil dieser Musikvideos veröffentlicht. Die Drei wohnen in einem kleinen Fischerdorf namens Hinashi, wo irgendwie jeder jeden kennt und die Leute zusammenhalten. Das Fischerdorf wurde aber schon in vergangenen Zeiten hart auf die Probe gestellt, denn angeblich soll es dort Meerjungfrauen geben, die allerlei Ärger verursacht haben. Seitdem fürchten sich die Menschen dort davor. Die Band "SEIRÈN" trifft sich aber dessen ungeachtet unbemerkt auf der Insel Merfolk Island, auf der es Meerjungfrauen geben soll. Kai, der sich insgeheim für diese interessiert, sagt schließlich zu, bei der Band mitzumachen. Das Gerücht, dass Meerjungfrauen von Musik angelockt werden, sollte sich bewahrheiten und so begegnet er der kleinen Meerjungfrau Lu.

Das ist dann nicht nur der Anfang einer Freundschaft sondern auch der eines Abenteuers.

 

Auf der Spielemesse EGX werden neue Videospiele vorgestellt. Patrice war für euch in der Station Berlin und hat sich umgesehen.

VON PATRICE

Trends

Die Spielebranche wandelt sich ständig. Wir können daher sicher sein, dass in den nächsten Jahren viele neue Spiele in allen Bereichen auf den Markt kommen - mal Gute, mal Schlechte. Spielekonsolen werden immer beliebter, da sie eine günstige Alternative zu den Computerspielen sind. Immer noch im Trend sind „Online“-Spiele. Immer mehr dieser Spiele kommen auf den Markt und verdrängen die klassischen Solo-Spiele.

Virtuelle Realität

Zwei Jahre ist es her, dass Sony die Playstation VR herausgebracht hat, jedoch war bisher das Spieleangebot sehr mager. Umso erstaunlicher ist es, dass Sony auf der EGX viele neue VR-Games zeigte.  Wer jetzt nicht weiß was, VR ist, hier eine kleine Erklärung: VR bedeutet Virtual Reality und bezeichnet das Eintauchen in virtuelle Welten mithilfe einer Brille. Das neue Spiel Astro Bot Rescue Mission zeigt spielerisch, was alles in der virtuellen Realität möglich ist. Das Ziel des Spiels ist es, in kleinen Minispielen weiterzukommen und die kleinen Astrobots zu retten.

Die Tischtennisplatte auf dem Spielplatz ist kaputt, Ihr möchtet, dass euer Schulweg sicherer wird, der Fußballplatz braucht dringend neue Tore oder Ihr wünscht euch Spielgeräte, die man ausleihen kann? Dann klinkt euch in den Bürgerhaushalt Marzahn-Hellersdorf ein!

Mischt euch ein! Kinder und Jugendliche haben das Recht auf Mitbestimmung und können beim Bürgerhaushalt über das Geld, welches dem Bezirk zur Verfügung steht, mitentscheiden – auch wenn nicht alle Vorschläge umgesetzt werden können.

Ihr als Kinder und Jugendliche könnt vom 17. September bis 15. Oktober 2018 vorschlagen, wofür das knappe Geld ausgegeben werden soll.

Ihr könnt kleinere und mittlere Vorschläge, die bis zu 20.000 Euro kosten, einreichen. Pro Jahr stehen 200.000 Euro zur Verfügung. Ihr habt die Möglichkeit Entscheidungen zu treffen, an die sich die Politikerinnen und Politiker verbindlich halten.

Wie könnt Ihr da mitmachen?

Ihr könnt dem Team eure Vorschläge per Mail an kjb@hvd-bb.de mit kurzer Begründung senden oder das Team kommt einfach in eure Schule oder in den Jugendclub! In Workshops zum Thema Bürgerhaushalt erklären sie Euch, wofür ein Bezirk Geld ausgibt. Sie führen ein Wahlverfahren durch, bei dem sie Euch helfen, Eure Favoriten zu bestimmen.

Also, wenn ihr neugierig seid, meldet Euch bei:
Kinder- und Jugendbeteiligungsbüro Marzahn-Hellersdorf / https://www.berlin.de/buergerhaushalt-marzahn-hellersdorf/buergerhaushalt/informieren/misch-mit-525153.php

 

www.berlin.de © Bild: Tom Henkel

Der neue Teil der FIFA-Serie erscheint. Wir durften ihn für Euch schon vorab auf der PS4 anzocken. Dabei gab es tolle Highlights, aber auch herbe Enttäuschungen.

VON OLIVER MATTUTAT

„Es ist doch jedes Jahr das Gleiche!“, sagen die einen. Die anderen fiebern jedes Jahr auf den Release des neuen Teils der Fußballsimulation FIFA von EA Sports hin. Durch die Weltmeisterschaft wurde für Fußball-Fans die Wartezeit auf FIFA 19 gefüllt. Nun am 28. September ist es aber soweit: FIFA 19 erscheint.
 

„Die Meister, Die Besten, Les grandes équipes, The champions“*

Die erste große Neuerung gibt es im Modus Anstoß zu bewundern. Im Anstoß-Modus lässt sich klassisch offline gegen einen menschlichen oder computergesteuerten Gegner antreten. Auch das funktioniert noch in FIFA 19, aber es sind einige Modi dazugekommen. Und der größte Coup von EA ist auch hier zu entdecken. Seit dieser Saison hält EA die Rechte an der Champions League und der Europa League. So kann man im Anstoß-Modus auch gleich Spiele in diesen Wettbewerben bestreiten. Daneben gibt es noch ein paar Spaßmodi: Zum Beispiel einen Modus, in dem es keine Regeln gibt, oder einen, in dem nur Volleys zählen. Da ist Spaß garantiert.
Da lohnt es sich wirklich, die ein oder andere Spielminute zu verbringen.
Eine grandiose, wenn auch in der FIFA-Serie nicht neue, Idee, bei der es die Entwickler leider versäumt haben, diese auch online spielbar zu machen.

*Auszug aus der offiziellen-Champions League-Hymne

Geht raus und spielt Fußball

„Wichtig ist auf’m Platz“, ist eines der bekanntesten Fußballzitate und das gilt auch für FIFA. Hier hat EA vor allem bei den Taktiken ordentlich Hand angelegt. Nun ist es möglich, bis zu vier individuellen Taktiken vor Spielbeginn festzulegen. Im Spiel kann man dann einfach zwischen den Taktiken wechseln. Diese sind in „sehr defensiv“, „defensiv“, „offensiv“ und „sehr offensiv“ eingeteilt. So kann man fix auf die Taktik oder den Spielstand reagieren.
Insgesamt wirkt das Spiel langsamer als im Vorjahr. Im Vorgänger war es noch relativ einfach, mit einem schnellen Angreifer einen Verteidiger einfach zu überlaufen. Das geht jetzt nicht mehr so einfach.
Außerdem wurde das Schusssystem komplett überarbeitet. Das sogenannte Timed Finishing ermöglicht, dass ihr eure Chance auf ein Tor erhöhen könnt. Drückt ihr die Schusstaste im richtigen Timing nochmal, leuchtet euer Spielersymbol grün auf. Ein Tor ist dadurch jedoch nicht garantiert. 

EA hat beim Gameplay an wichtigen Stellschrauben gedreht. Manchmal sind es auch nur die kleinen Dinge, die das Spiel angenehmer machen. So ist es jetzt nach einem Tor möglich mit einem Knopfdruck einen Zufallsjubel auszuführen. So entfällt das Auswendiglernen der Tastenkombinationen für die einzelnen Jubelaktionen.

VON KAJA

In dieser Folge beschäftige ich mich mit Sommergefühlen, Freundschaft in Japan, Bibelreferenzen und einem Familien Drama in schwarz-weiß.

 

Aktuell: Mamma Mia! - Here we go again (GB/US 2018, R: Ol Parker, FSK 0)

Sie sind zurück. Mit mehr Musik und genauso viel Spaß und Lebenslust. Und ein bisschen sentimental wird es auch in MAMMA MIA! - HERE WE GO AGAIN.

In meiner Kritik zum ersten Teil, der vor 10 Jahren veröffentlicht wurde, schrieb ich: „Wer mag sie nicht? Die Musik von ABBA – die fröhliche Gute-Laune Musik des schwedischen Quartetts, die in diesem Musical angehauchten Film eine entscheidende Rolle spielt.“(Die besagte Kritik findet ihr hier: https://jup.berlin/FilmFeedback5). Und dieser Satz trifft definitiv auch auf die Fortsetzung zu.

 

In MAMMA MIA! - HERE WE GO AGAIN steht (wieder) Sophie (Amanda Seyfried) im Vordergurnd, die das Hotel ihrer Mutter renoviert hat und nun kurz vor der großen Einweihungsfeier steht. Doch nur Sam (Pierce Brosnan) ist auf der sonnigen griechischen Insel Kalokairi geblieben und hat Spohie bei ihrem Vorhaben unterstützt. Sophies Freund Sky (Dominic Cooper) ist in New York und lernt das Hotelgewerbe, und auch ihre zwei anderen Väter Harry (Colin Firth) und Bill (Stellan Skarsgard) sind anderweitig beschäftigt. Zum Glück können zumindest Tanya (Christine Baranski) und Rosie (Julie Walters) kommen, die besten Freundinnen ihrer Mutter, um Sophie so gut es geht zu unterstützen. Der Film arbeitet mit Rückblenden in die 1970er Jahre, als Sophies Mutter Donna (Lily James) nach ihrem Abschluss aufbrach, um das Abenteuer zu suchen und dabei die Bekanntschaft dreier junger Männer machte. Von einem von ihnen wurde sie schließlich schwanger. Sophie fühlt sich ihrer Mutter näher als je zuvor, denn sie selbst ist schwanger und das genau an dem Ort, an dem ihre Mutter es auch war.

 

Oftmals sagt man ja, dass ein Film, der sehr erfolgreich war, durch eine Fortsetzung nicht besser wird, aber für mich hat es bei MAMMA MIA 2 den gegensätzlichen Effekt gehabt. Ich habe mich bereits beim ersten Mal in diesen Film „verliebt“ und noch Wochen nach dem Kinobesuch ausschließlich den Film Soundtrack gehört sowie lautstark mitgesungen. Mir hat die Stimmung und Inszenierung des zweiten Teils so sehr gefallen, dass ich sogar ein zweites Mal ins Kino gegangen bin, um mir den Film ein weiteres Mal anzuschauen. Die Schauspieler, die die jungen Versionen von Donna, Sam, Harry, Bill, Tanya und Rosie verkörpern, sind so gut ausgewählt worden, dass ich über die Tatsache der teils variierenden Augenfarben einfach hinwegsehe. Wieso man nicht einfach Kontaktlinsen oder etwas ähnliches verwenden konnte, bleibt wohl für immer ein großes Geheimnis.

Schon in den ersten Szenen taucht man in die sonnigwarme Sommeratmosphäre des Films ein und wird bis zur letzten Sekunde nicht mehr von dieser losgelassen. Das türkisblaue Farbschema, das sich durch den ganzen Film zieht, verstärkt diesen Sommercharakter zusätzlich und lässt alles sehr harmonisch wirken. Für meinen Geschmack war es auch nicht zu penetrant, sondern ich habe mich gefreut, dass in diesem Film endlich mal wieder richtig filmisch gearbeitet wird. Besonders die Szene, in der Sophie und Sky „One of Us“ singen, möchte ich in diesbezüglich hervorheben. Diese Szene ist ein kleines kinematographisches Meisterwerk und ließ mein Filmwissenschaftlerherz freudig höher schlagen. Generell sind die Überblenden in diesem Film grandios und von mir sehr wertgeschätzt worden. Ich finde es einfach schön, dass mit einer einfachen Kamerafahrt von der Gegenwart zurück in die 70er „gesprungen“ wird. Die Übergänge sind einfach so schön fließend. Und auch wenn in MAMMA MIA! - HERE WE GO AGAIN schon sehr viel mit Inszenierung, Übergängen, Farben und kleinen versteckten Easter Eggs gespielt wird, so gibt es einen Song, der meiner Meinung nach mehr Aufmerksamkeit und etwas mehr von der „One of us“-Inszenierung hätte gebrauchen können. Bei „Knowing Me, Knowing You“ werden einfach nur Sam und Donna gezeigt. Das wars! Da hätte man so viel mehr draus machen können, zumal das Lied meiner Meinung ein sehr kraftvolles ist. Echt schade... 

Kommen wir nun aber wieder zu den positiven Seiten des Films, die deutlich überwiegen. Selbstverständlich ist auch Cher, die Sophies Großmutter verkörpert, ein Grund gleich morgen ins Kino zu gehen und sich MAMMA MIA! - HERE WE GO AGAIN anzuschauen. Ihr Duett mit Andy García zu ABBAs Hit „Fernando“ ist einfach nur wunderschön, auch wenn hier der Kitsch Schalter vollends umgelegt wird. Kitsch ist generell ein Thema, das in diesem Film nicht zu kurz kommt, aber bei einer jungen Frau, die erst die Lehrerin küsst und sich dann kurz nacheinander auf drei junge Männer einlässt, ist dies vielleicht gar nicht so störend. Wer allerdings kein großer Fan von ebenbesagter übermäßiger Romantik (oder ABBA Musik) ist, der sollte sich überlegen, ob er lieber mit etwas Sentimentalität umgehen will oder einen grandiosen Film verpasst. Zum Ende des Films gibt es übrigens eine einzige Szene, in der so richtig auf die Tränendrüse gedrückt wird, um kurz darauf ein kunterbuntes spaßiges Abspann Feuerwerk zu „Super Trouper“ mit allen Hauptfiguren abzufeuern. 

 

Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass MAMMA MIA! - HERE WE GO AGAIN ein Film ist, der mir sehr am Herz liegt und dessen Soundtrack mich wahrscheinlich noch den Rest des Jahres begleiten wird. Ich kann euch diesen Film nur wärmstens empfehlen!

 

VON FELIX

Am Sonntag, dem 26. August wurde morgens auf dem Chemnitzer Stadtfest ein 35-jähriger Mann nach einer Auseinandersetzung mit einem Messer angegriffen und getötet. Laut Polizei waren 10 Personen an der Auseinandersetzung beteiligt, zwei weitere Menschen wurden dabei schwer verletzt. Danach überschlugen sich die Ereignisse. Am frühen Nachmittag am selben Sonntag rief die AfD zu einer spontanen Kundgebung auf. Diese noch friedlich verlaufende Demonstration war aber nur der Auftakt zu den rassistischen Übergriffen auf Menschen, die die Angreifer für Flüchtlinge hielten.

Am Abend des nächsten Tages kochte die Stimmung weiter hoch: Demonstranten, die sich dem rechten Milieu zuordnen ließen, begannen unweit des Todesortes von Daniel H. den Hitlergruß zu zeigen und Brandkörper zu zünden. Eine gleichzeitig stattfindende Demonstration gegen rechts mit mehr als tausend Menschen ließ sich nur mühsam von den rechten Demonstranten trennen, die Polizei schien überfordert. Am Ende des Abends wurden zwanzig Verletzte gezählt, zehn Ermittlungsverfahren leitete die Polizei aufgrund der Hitlergrüße ein.

"Es darf auf keinem Platz und keiner Straße zu solchen Ausschreitungen kommen." So äußerte sich Angela Merkel am Dienstag den 28. August gegenüber der Presse. Am nächsten Tag kündigten die ersten Bands, wie Die Toten Hosen, Materia, Kraftklub und Casper ihr Konzert am darauffolgenden Montagabend an. Laut Organisatoren stand das LineUp für das Konzert schon nach 24 Stunden fest. In einer Pressekonferenz am Nachmittag vor dem Konzert wurden noch 20.000 Personen erwartet, wenig später waren es schon 65.000.

VON KAJA

Das Leben im Viertel rund um die Spandauer Lynarstraße ist wie ein Glücksspiel und verlangt gelegentlich einen hohen Einsatz: Das Leben. Familie ist hier alles, was zählt.

Als Danyal nach fünf Jahren aus dem Gefängnis entlassen wird, ist von seiner Familie allerdings nicht mehr viel übrig. Sein Bruder Miko, spielsüchtig, hat in der Zwischenzeit bei gefährlichen Kredithaien einen gewaltigen Schuldenberg angehäuft. Und sein mit Down-Syndrom geborener Bruder Muhammed soll in eine Pflegeeinrichtung gesteckt werden.
Als Geldeintreiber zu Danyal kommen und ihn auffordern, die die Schulden für seinen Bruder zu begleichen, muss er nicht nur das Geld auftreiben, sondern auch seine Familie zusammenhalten. Es beginnt für ihn ein Wettlauf gegen die Zeit. Danyal muss handeln und setzt alles auf eine Karte. (Quelle: http://www.themroc.com/film/aktuelles/familiye/)

FAMILIYE ist, nach NUR GOTT KANN MICH RICHTEN, der zweite Film, der von Moritz Bleibtreu koproduziert wurde und behandelt die Themen Kriminalität, Liebe und, der Titel deutet es an, die Familie. Und auch wenn man beim Trailer eher nicht an eine liebevolle und fürsorgliche Familie denkt, so überzeugt der Film einen vom Gegenteil. In diesem Film wird zwar nichts beschönigt und die teils harte Realität dargestellt, allerdings konnte mich FAMILIYE durch seine sehr interessanten Charaktere überzeugen. Die Figuren harmonieren gut miteinander und sie sind keine Helden, jedoch einfache Menschen des Berliner Lebens mit Ecken und Kanten. Und das ist auch gut so, denn wer lebt schon ein perfektes Leben ohne Probleme oder Schwierigkeiten?

Zudem mag ich Filme, die in meiner Heimatstadt spielen und damit meine ich nicht unbedingt an solchen Touristenorten, wie beispielsweise dem Brandenburger Tor, sondern die alltäglichen Orte, an denen man ab und an vorbeikommt. Ich persönlich freue mich immer, wenn ich Orte in Filmen wiedererkenne und sagen kann: „Schau, da war ich erst letztstens“. Es ist einfach cool, Filme aus der eigenen Stadt zu sehen. Übrigens unterhalten sich die Protagonisten oder Figuren zeitweilig auf Türkisch, was dem Film einen gewissen Authentizitätsfaktor gibt. Für alle von euch, die genauso wie ich kein Türkisch verstehen, das Gesprochene wird selbstverständlich untertitelt, da es wichtig für die Handlung des Films ist.

FAMILIYE ist komplett in schwarz-weiß und verschiedenen Grautönen gehalten und erinnerte mich stark an die Gangsterfilme der 1930er Jahre beziehungsweise an den Film Noir der 1940er und 1950er Jahre. Und auch wenn die Assoziation zu Gangsterfilme naheliegt, so weist FAMILIYE ebenfalls sehr emotionale Szenen auf und erhält durch das Voice-Over eines kleinen Jungen, den man erst ganz am Ende des Films sieht, einen philosophischen Hauch. Es wird beispielsweise ein Vergleich zwischen einem Alkoholiker und einem Spielsüchtigen getroffen und Danyal und sein Kumpel sprechen in einer Szene über Brot als Symbol des Lebens. Des Weiteren erwärmt mir die Beziehung der drei Brüder Danyal, Miko und Muhammed das Herz. Wenn die drei zusammen sind, gehen sie so sorgenlos und liebevoll miteinander um. Sie scherzen und lachen und wirken glücklich als kleine Familie. Dies ist der Gegensatz zu Danyals krimineller Vergangenheit und Mikos Spielsucht. Es gibt zudem eine sehr emotionale Szene zwischen Danyal und Miko, in der sie sich zunächst prügeln, um sich kurze Zeit später weinend in den Armen zu liegen.

Für mich ist FAMILIYE eher ein Familien-Drama als ein Thriller, wobei auch die Bezeichnung “Familien-Drama“ nicht hundertprozetig stimmig ist. Bei Klassifizierungen von Filmen lassen sich ja generell hitzige Diskussionen führen. Fest steht allerdings, dass FAMILIYE ein toller Film ist, der zudem bei dem 24. Internationalen Filmfest in Oldenburg mit dem Publikumspreis German Independence Award als Bester Film ausgezeichnet wurde. Also worauf wartet ihr noch? Holt euch die DVD oder macht bei unserem Gewinnspiel mit.

Wir verlosen 3 Exemplare auf DVD an euch!

Im welchen Bezirk wohnt die Familie von Danyal?

A) Kreuzberg

B) Spandau

C) Mitte

Einfach die richtige Antwort per Mail an info@jup.berlin!

Unter allen richtigen Eisnendungen verlosen wir 3x eine DVD. Teilnahmebedingungen: Ab 16 Jahre, wohnhaft in Deutschland.

Einsendeschluss: 7. September 2018, 12 Uhr.

 

D 2017, R: Sedat Kirtan und Kubilay Sarikaya, FSK 16

Hier geht es zum Trailer: https://youtu.be/kH5hPLr7CLA

 

"Draußen" - ein Film über das Leben auf der Straße. Zuerst lief er auf der Berlinale, jetzt endlich ist er auch im Kino zu sehen. Ein Film, der die eigene Sicht verändert, findet Redakteurin Kaja.

 

VON KAJA

Die 80-minütige Dokumentation von Johanna Sunder-Plassmann und Tama Tobias-Macht hat mich wirklich berührt und mir eine neue Sicht auf das Leben auf der Straße gewährt.
Der Film bildet die Geschichten von vier Obdachlosen ab, die aus ganz verschiedenen Gründen auf der Straße leben. Sie erzählen, wie das Leben auf der Straße für sie ist und manchmal wird das Thema angesprochen, warum sie gar nicht mehr in eine Wohnung ziehen möchten.

Doch es bleibt nicht bei den Erfahrungen dieser vier Männer. Johanna Sunder-Plassmann und Tama Tobias-Macht setzten den Besitz der vier ebenfalls gekonnt in Szene. Diese Gegenstände, die die Obdachlosen besitzen, sagen sehr viel über deren Leben und Einstellungen aus und genau deswegen, werden diese künstlerisch mit Schnüren und Licht in Szene gesetzt. So entsteht aus einzelnen Einstellungen dieser Wertgegenstände (die Objekte, die einen besonderen Wert für die auf der Straße Lebenden haben) im Laufe des Films ein einziges großes Bild.

Die Menschen, die in diesem Film von ihren Erfahrungen, ihren Problemen, sowie von ihrem früheren und aktuellen Leben erzählen, werden respektvoll und liebenswert dargestellt. Es wird zudem die Frage gestellt, was in unserer reichen Gesellschaft schief gegangen ist und warum Obdachlose missachtet werden.

Mir persönlich sind die Obdachlosen im Laufe des Films ans Herz gewachsen und es war interessant, einen Einblick in deren Leben auf der Straße zu erhalten. Matze, Elvis, Filzlaus und Sergio heißen diese Überlebenskünstler, deren Geschichten wir erfahren und deren Besitz genau betrachtet wird, um Rückschlüsse auf ihre Persönlichkeit ziehen zu können. Im Grunde werden ihre Geschichten anhand der in den Fokus gestellten Objekte erzählt.

Dokumentationen können je nach Thema und Inszenierung häufig einen etwas langweiligen oder trockenen Charakter haben. Besonders, wenn der Zuschauer an sich keinen persönlichen Bezug zu dem gezeigten Thema hat. DRAUSSEN gehört nicht zu dieser Art von Dokus, denn durch seinen persönlichen Touch wird der Film überaus interessant und lehrreich. Auf der Seite der Berlinale wurde der Film außerdem mit einem, meiner Meinung nach, sehr passenden Satz beschrieben, mit dem ich meinen Text beenden möchte: „Wir berühren und werden berührt.“

Schaut ihn euch an, er ist seit dem 30. August in den Kinos zu sehen.

 

VON KAJA

Aktuell: Die Farbe des Horizonts (US 2018, R: Baltasar Kormákur, FSK 12)

Die lebenslustige Tami (Shailene Woodley) möchte am liebsten die ganze Welt erkunden. Kaum hat die junge Kalifornierin ihren Abschluss in der Tasche, lässt sie sich frei von allen Regeln von einem Traumziel zum nächsten treiben. Als ihr Weg sie schließlich nach Tahiti führt, lernt sie den attraktiven Segler Richard (Sam Claflin) kennen. Bis über beide Ohren verliebt, entschließen sich Tami und Richard gemeinsam in See zu stechen und sich in das Abenteuer ihres Lebens zu stürzen. Doch mitten auf dem Pazifik, 2000 Seemeilen vom nächsten Festland entfernt, geraten sie plötzlich in einen gewaltigen Hurrikan. Als Tami aus ihrer Ohnmacht erwacht, ist ihr Boot nur noch ein Wrack und Richard schwer verletzt. Ohne eine Möglichkeit, mit der Außenwelt Kontakt aufzunehmen, beginnt für Tami ein Wettlauf gegen die Zeit: Kann sie sich und ihre große Liebe retten? (Quelle: Kurzinhalt aus dem Presseheft zu DIE FARBE DES HORIZONTS)

Der Film geht ans Herz. Er bildet nicht nur eine wunderschöne Liebesgeschichte ab, sondern auch die wahre Geschichte einer jungen Frau, die um das Überleben auf dem Meer kämpft. Aber es zeigt genauso sehr die schöne Landschaft und das blaue Meer. In diesem Film fällt einem zudem eine gut gebräunte Shailene Woodley auf, die sich nach  DAS SCHICKSAL IST EIN MIESER VERRÄTER zuletzt einen Namen in der Serie BIG LITTLE LIES machte. Desweiteren ist Sam Claflin zu sehen, der aus Filmen wie DIE TRIBUTE VON PANEM und EIN GANZES HALBES JAHR bekannt ist. Nun spielt er einen einfühlsamen Seegler. Die beiden verkörpern ihre Rollen in einer sehr überzeugenden Art und Weise. Außerdem spürt man die Chemie und Harmonie der beiden Schauspieler untereinander. Neben Shailene Woodley und Sam Claflin, alias Tami und Richard, gibt es allerdings nur wenige weitere Charaktere, wie beispielsweise das Ehepaar, dessen Schiff die Verliebten überführen sollen, oder eine weitere Arbeiterin des Hafens in Tahiti. Bei einem Film, der hauptsächlich auf einem schiffbrüchigen Boot spielt, ist die kleine Anzahl an Charakteren allerdings nur wenig verwunderlich. Zudem ist der Film neben seinen atemberaubenden Kulissen mit weißem Sandstrand, roten Sonnenuntergängen über dem Meer und der blauen See auch in schwierigen Situationen, die im Film überwiegen, sehr schön inszeniert. Heutzutage sind die meisten Filme generell visuell schön anzusehen. Aufgrund von vorschrittlicher Technik, Bildern auf hoher See und Rückblenden auf Hawaii, sowie ähnlich schönen Inseln, kann man das schon als Augenschmaus bezeichnen.

Den ganzen Film über hatte ich meine Gefühle zudem recht gut im Griff und musste beispielsweise nicht weinen, auch wenn es genug Anlass dafür gegeben hätte. In der letzten Szene vor dem Abspann allerdings, in der Zeitungsausschnitte der wahren Geschichte gezeigt werden, stiegen mir dann doch Tränen in die Augen.

DIE FARBE DES HORIZONTS ist mitreißend, liebenswert, audiovisuell schön und auch sehr spannend.

Erste Eindrücke gibt's im Trailer:

Der neue Teil des Footballgames Madden NFL ist erschienen. Wir haben es für Euch angezockt. Wir verraten Euch, was neu ist und ob das Spiel auch etwas für Einsteiger ist.

VON OLIVER MATTUTAT

Im Herbst jeden Jahres gehen die Sportgames in ihre neue Saison. Traditionell früh dran ist Madden NFL von Electronic Arts. Es bildet den Startschuss für einen heißen Spieleherbst. Madden NFL 19 erschien am 10. August für PS4, XboxOne und für PC. Ja, richtig gehört! Nach über elf Jahren kommt die Mutter aller Footballspiele wieder auf den PC.
Wir haben uns für Euch die PS4-Version näher angeschaut. Zwei Exemplare für die PS4 verlosen wir am Ende dieses Tests.

 

Rein ins Getümmel

Das Erste, was ich bei unserem Test mache, ist eine einfache, klassische Partie gegen den Computer.

Ich spiele den diesjährigen Super Bowl nach - die Philadelphia Eagles gegen die New England Patriots. Ich nehme das Team aus Philadelphia, das in echt den Titel gewinnen konnte. Auch in diesem Jahr hat der Entwickler wieder an der Grafik gearbeitet. Das Spiel sieht schick aus. Aber auch am Gameplay wurde gewerkelt. Durch eine neue Technologie gibt es viele neue Animationen. So wirkt das Spiel noch ein wenig näher an seinem realen Vorbild. Und auch in Sachen Taktik hat sich etwas getan. Die computergesteuerten Gegenspieler verhalten sich nun klüger und reagieren besser auf meine Taktiken. Bin ich im Angriff, wird mein Quarterback auch mehr unter Druck gesetzt.

Witzig ist, dass man die Touchdown-Tänze selbst auswählen kann. So kann ich nach jedem Touchdown auf individuelle Weise feiern.

Das Spiel endete übrigens 28 zu 7 für mich. Ob es eine der Mannschaften auch in den Super Bowl 2019 in Atlanta schafft, wird die reale Saison zeigen. Mir haben das Match und die Atmosphäre zumindest viel Spaß gemacht.