Rat & Tat

New Skills - Schriftzug

Du möchtest dich gerne mit neuen Dingen auseinandersetzen, weißt aber nicht genau, wie und was du machen sollst? Dann bist du hier genau richtig! Denn hier werden dir Themen erklärt und du erhältst hilfreiche Tipps!

Letzten Mittwoch war jup! gedruckt! zu Gast bei der Schüler*innenzeitungsredaktion Kolumbus News an der Kolumbus Grundschule in Reinickendorf!

Workshopleiterin Corinna von Bodisco erklärte, wie man mit Aufnahmegerät und Mikro arbeitet und dann schwärmten die Teilnehmer*innen als Kiezreporter*innen aus. Thema der Recherche waren die Notinseln, die eine Projektgruppe in den Straßen rund um die Schule akquiriert hatte. Was das genau ist, eine Notinsel, und warum sie so wichtig sind, hört ihr schon bald auf jup.berlin in den Audio-Beiträgen der Schüler und Schülerinnen. Seid gespannt!

Mental Health ist kein einfaches Thema, beschäftigt viele von uns aber ununterbrochen. Sei es, weil wir mal wieder nicht wissen, wo uns der Kopf steht oder wie wir mit uns und unseren Gefühlen umgehen sollen oder auch, weil sich uns nahestehende Menschen mit ihren Problemen und Gedanken an uns wenden.

Kein Wunder, dass so viele Gefühle auch mal überfordern – gerade uns Jugendliche. Und weil dieses Thema für uns so wichtig ist, gab es auch auf der diesjährigen TINCON in Berlin viel Raum für Austausch.

 

Moderiert von Jans  widmeten sich Maria Popov  und Nate  am zweiten Tag der Teenage Internetwork Convention der Frage: „Wie spricht man über Mental Health?“, erzählten von ihren Erfahrungen und teilten ihre Ratschläge mit den Jugendlichen, die es sich in der FUNK-Lounge gemütlich gemacht hatten.

Hier wurde allerdings nicht nur zugehört: Im Anschluss an die Podiumsdiskussion ergriffen viele die Chance bzw. das legendäre Wurf-Würfel-Mikrofon, um ihre Gefühle mit allen zu teilen und die drei Experten und Expertinnen um Rat zu fragen.

 

Aber wie redet man denn nun über Mental Health?

Aus 60 Minuten ehrlichem und bemerkenswert offenen TINCON-Talk in der Funk-Lounge habe ich drei wichtige Punkte mitgenommen, die Dir vielleicht helfen können, wenn Du mal nicht mehr weiter weißt.

 

1. Raus mit den Gedanken!

Es kann immer sein, dass man sich nicht gut fühlt. Das liegt am Wetter, an der anstehenden Arbeit, am Stress mit der Familie oder den Freunden und ist vor allem: GANZ NORMAL.

Manchmal verlangt das Leben einfach mehr, als man eigentlich leisten kann und schon holt einen ein ungutes Gefühl ein und verdunkelt die Stimmung. Im besten Fall verflüchtigt sich dieses Gefühl von allein, aber wenn dem mal nicht so sein sollte, dann solltest Du Dich anderen mitteilen. Es bringt nichts, all die unguten Gedanken bei sich zu behalten und sich immer mehr zurückzuziehen. Teil Dich mit und fang an, mit jemandem über das zu reden, was Dich umtreibt. Gedanken zuzulassen und Raum zu geben und eben zu akzeptieren, dass es einem schlecht geht, ist ein wichtiger Schritt und kann manchmal schon Wunder bewirken.

 

2. Such Dir Vertrauenspersonen!

Ich sage Dir zwar, dass Du mit jemandem reden solltest, aber mit wem denn bloß?

Freunde und Familie zu involvieren ist immer mein erster Rat. Auch Vertrauenslehrer*innenn oder dem Lehrer oder der Lehrerin, dem oder der man vertraut, hilft es, sich mitzuteilen. So kann sich Dein Umfeld im besten Fall sogar darauf einstellen, wie es Dir gerade geht. Das sind schließlich die Menschen, die Dich gut kennen und sicher den einen oder anderen Rat für Dich haben oder Dir dabei helfen können, die Perspektive zu wechseln.

Allerdings kann es manchmal sein, dass man jemanden braucht, der gar nichts mit der Situation zu tun hat, in der man sich gerade befindet. Hier kann es sinnvoll sein, sich Hilfe von außen zu suchen.

GANZ WICHTIG: Kein Problem ist zu klein, um es anzusprechen. Oft höre ich, dass einige Angst haben, etwas anzusprechen, weil es ihnen zu irrelevant erscheint. Auch dass es anderen schlechter geht oder gehen könnte, ist kein Argument! Du bist wichtig und jedes Problem, dass Dich belastet, ist ein Problem zu viel.

Sorgentelefone, Online-Beratungen, Krisendienste und Co. sind für jede*n da. Mindestens dort haben sie immer ein offenes Ohr für Deine Anliegen. Gemeinsam könnt ihr Euch überlegen, was Du brauchst und wie ihr das Problem angehen wollt. Vielleicht reicht ein Gespräch, vielleicht begleiten sie Dich über den „kritischen“ Zeitraum hinweg, vielleicht brauchst Du aber auch mehr als temporäre Hilfe. Und hier komme ich schon zu meinem letzten Punkt.

 

3. Nimm Hilfe an!

Hilfe ist da, um sie anzunehmen. Es gibt, gerade in großen Städten wie Berlin, unheimlich viele Hilfsangebote. Das kann die Beratung, Nothilfe, Therapiegruppen, etc. sein. Welche Angebote es in Berlin gibt, haben wir auf unserer Seite Rat & Hilfe schon einmal zusammengesucht.

Aus Erfahrung weiß ich, dass man aus einigen Problemen allein einfach nicht mehr rauskommt, aber genau in solchen scheinbar ausweglosen Situationen kommen all die guten Hilfsangebote ins Spiel. Nicht ohne Grund gibt es ausgebildete Menschen, die Dir dabei helfen können, Deine Gedanken zu ordnen oder Dir Antworten auf Fragen zu geben, die Du alleine nicht finden kannst. Sie kennen sich aus und sind geübt darin, Lösungen zu finden, die Dir in schwierigen Zeiten helfen.

Hab also keine Angst davor, Dir Hilfe zu suchen und diese anzunehmen! Jedes ungute Gefühl ist es Wert, besprochen zu werden. Es ist wichtig, dass Du Dir die Zeit für Dich nimmst. Hab nicht den Anspruch, alles immer selbst wieder in den Griff zu bekommen, denn das musst Du nicht und manchmal ist das auch einfach nicht allein möglich.

Es ist auch kein Problem, Dir jemanden mitzunehmen, der Dich bei den ersten Schritten begleitet und Dich dabei unterstützt, das richtige für Deine Situation zu finden.

 

Du bist nicht allein.

Du kannst Dir sicher sein, dass Du nicht allein mit Deinen Problemen bist. Es gibt sehr viele Menschen, die ähnlich fühlen und mit denen sich deshalb der Austausch lohnt. Es kann sehr gut tun, Leuten zu begegnen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben und vielleicht schon Strategien mir Dir teilen können, die ihnen geholfen haben.

Dass es sich lohnt, offen über Probleme zu reden, hat auch die TINCON-Session in der Funk-Lounge gezeigt. Sowohl die mutigen Fragenstellenden als auch die stillen Zuhörer*innen konnten aus diesen 60 Minuten viel für sich mitnehmen. Allein zu wissen, dass es nicht ungewöhnlich ist, wenn man mal zweifelt oder man auf der Suche nach seinem Platz in der Welt ist, tut der Seele gut.

Abschließend will ich nur sagen: Niemand sollte sich unwohl fühlen. Niemand muss es ertragen, schlecht behandelt zu werden. Krisen gehören zum Leben dazu, aber es ist möglich, aus jedem Tief wieder gestärkt hervorzugehen.

Man muss nur den Mut haben, sich Hilfe zu suchen und diese anzunehmen - Es lohnt sich!

 

VON MAREIKE

VON FRIEDERIKE

Dieses Wochenende geht die TINCON in die nächste Runde! „TINCON“ ist die Abkürzung für „Teenageinternetwork Convention“ und genau darum geht’s auch: Es gibt Talks, Workshops und Diskussionen, die sich rund um das Thema der digitalen Jugendkultur drehen. Die Messe geht von Freitag (8.06.2018) bis Sonntag (10.06.2018) und findet im Columbia Theater statt. Kommt vorbei und sprecht über Eure Zukunft!

 

Nachdem das jup!Team im letzten Jahr einige interessante Interviews führen und mehrere spannende Artikel für Euch bereithalten konnte, freuen wir uns auch dieses Mal wieder auf coole Talks und aufregende Gäste. Eben diese Gäste möchten wir Euch hier vorstellen und schon mal einen kleinen Ausblick auf die unterschiedlichen Themen geben:

 

Ranga Yogeshwar, ein Mann, den wir alle kennen und der uns schon das eine oder andere schulische Problem erklärt hat. In seiner Sendung „Quarks&Co“ erklärt er die Welt und ihre Wunder, wobei er aufregenden Phänomenen auf die Spur geht, ohne dabei den jungen Nicht-Wissenschaftler zu überfordern. In seinem Talk „Mensch und Maschine – wer programmiert wen?“ spricht er über die immerzu wachsenden Ausmaße von künstlicher Intelligenz und welche Veränderung diese mit sich bringen werden.

 

Ein anderer Speaker, der sich auf YouTube satirisch mit den Internet-Trends der Stunde befasst, ist Philipp Walulis. In einem AMA („Ask me anything“) könnt Ihr ihn mit all den Fragen löchern, die sich Euch zu…so ziemlich allem stellen. Bei ihm kann man mit einer witzigen und doch geistreichen Antwort rechnen – und seien wir mal ehrlich: Angefangen bei dem Namen seines Kanals „Walulis“ kommen einem doch wirklich noch viele weitere fragwürdige Dinge in den Sinn.

 

Der Workshop „How to animate“ wird von darkviktory und KostasKind geleitet. Die meisten von Euch kennen die beiden sicherlich durch ihre YouTube-Serie „TubeClash“, die im Netz sehr viel Anklang gefunden hat. Doch auch neben parodischen Videos und Animationen  setzen sich beide YouTuber mit gesellschaftlichen Problemen auseinander und sprechen auch sehr offen über Themen wie Homosexualität. In ihrem Workshop geht es allerdings – wie der Name es schon verrät – um die Technik des kreatives Animierens. Dabei nehmen sie bekannte Animationsserien (darunter natürlich auch TubeClash) auseinander.

 

Nach den Talks und während den Workshops und Diskussionen kann man mit den Gästen Fotos machen und auch einfach noch ein bisschen quatschen. Das ist dem etwas privaten Flair der Tincon geschuldet, die es ermöglicht, zu den verschiedenen Themen wirklich in die Tiefe zu gehen.

 

Neben diesen drei Programmpunkten wird in den drei Tagen zusätzlich noch über sexuelle Vielfalt, Gaming, Musik, Identität, Fandoms, Mental Health, Kunst und noch weitere Dinge gesprochen. Besonders interessant dürften dabei auch Themen wie Gaming-Selbsthilfegruppen oder Breakdance-Workshops werden.

 

Alles in allem erwartet uns ein vielseitiges und aufregendes Programm, das sicherlich ein paar interessante Überraschungen mit sich bringen wird.
Haltet also die Augen offen für neue Beiträge über die TINCON!

Wem das noch nicht reicht, kann sich auch alle Talks vollständig auf dem offiziellen YouTubeKanal der TINCON anschauen.

 

Thumbnail Video: Gregor Fischer/Raum 11

VON SINA

 

Vereine und Interessenverbände

Statt Mitglied in einer Partei(-organisation) zu werden, kann man sich auch in Vereinen ehrenamtlich engagieren. Ein Vorteil besteht darin, dass sich Vereine oft nur für einen politischen Aspekt, wie die Bildung, einsetzen und so das Beteiligungsfeld eher den eigenen Interessen entspricht. Viele Vereine haben offene Sitzungen, bei denen ihr auch bei Interesse reinschnuppern könnt.

 

Jugendverbände, z.B. Landesjugendring

Der Landesjugendring ist der Zusammenschluss aller Jugendverbände des Landes Berlin und steht ein für eine nachhaltige Kinder- und Jugendarbeit im Land Berlin, Mitbestimmung und Partizipation in allen gesellschaftlichen, politischen und sozialen Bereichen, selbstbestimmte und selbstorganisierte Jugendarbeit innerhalb demokratischer Strukturen, ehrenamtliches Engagement und Parteilichkeit und Werteorientierung. Kinder und Jugendlichen wird durch ihn das Recht zugesprochen, sich in allen gesellschaftlichen, politischen und sozialen Fragen zu beteiligen. Welcher Jugendverband für Euch der richtige ist, könnt ihr auf Jugendnetz nachlesen.

 

Politische Jugendorganisationen von Parteien

Auch wenn ihr in Parteien, wie der SPD und der CDU, schon ab einem Alter von 14, bzw. 16 Jahren eintreten dürft, haben fast alle Parteien auch eine Jugendparteiorganisation. Diese haben keine Pflicht zu Parteibüchern, d.h. um sich dort zu engagieren, müsst ihr nicht automatisch der Partei beitreten, sondern könnt auch so bei deren regelmäßigen Treffen und Sitzungen teilnehmen und mitdiskutieren. Als Mitglied ist man zudem dazu verpflichtet, einen Mitgliedsbeitrag (fünf bis 250 Euro) zu zahlen.

 

Partei gründen

Falls ein Eintritt in eine bereits vorhandene Partei oder -organisation keine Option ist, besteht auch die Möglichkeit, selbst eine zu gründen. Unabhängig von dem Namen der Partei, ihrem Sitz und dem Tätigkeitsfeld braucht ihr mindestens sieben Mitglieder, um euch in das Vereinsregister eintragen lassen zu können. Drei von diesen Personen müssen dabei den Vorstand bilden. Über ihn und das Parteiprogramm sollte in einer Mitgliederversammlung abgestimmt werden. In dem Programm sollten die Anliegen und Ziele der (neu gegründeten) Partei aufgelistet sein. Erst politisch aktiv werden kann die Partei jedoch erst, wenn vom dem Bundeswahlleiter der Vorgang der Gründung überprüft wurde. Dazu sendet ihr ihm, aktuell Dieter Sarreither, die Satzung, das Parteiprogramm und die Namen des Vorstandes sowie der Landesverbände und ein Gründungsprotokoll zu. Damit wird sichergestellt, dass die Wahl des Vorstandes geheim und demokratisch abgelaufen ist.

 

Wahlen /U18 Wahl

Oft werden  in Schulen die U18 oder Juniorwahlen durchgeführt. Die Schüler*innen haben die Möglichkeit "wie die Erwachsenen" an Bundestags- und Landtagswahlen teilzunehmen. Die Wahlen finden nach dem demokratischen Prinzip der freien, geheimen, allgemeinen, gleichen und unmittelbaren Wahl statt; nur 9 Tage vorher. Auch außerhalb der Schule haben Kinder und Jugendliche die Möglichkeit, sich an den Wahlen zu beteiligen. Ein Mindestalter gibt es nicht. Ob sich ein Wahllokal in deiner Nähe befindet, kannst du ein paar Tage vor der Wahl auf der U18-Website nachschauen.

 

Kinder- und Jugendparlamente

In Kinder- und Jugendparlamenten haben Kinder und Jugendliche im Alter von acht bis 21 Jahren die Möglichkeit, sich in ihrem Bezirk oder ihrere Stadt politisch zu beteiligen. Die Hauptaufgabe besteht darin, ein Sprachrohr für ihre Alterklasse darzustellen und über ihre Interessen und Anliegen zu informieren. Dazu sollen sie die beratende Funktion einnehmen, wenn es um die Wünsche anderer Kinder und Jugendliche in ihren Gemeinden geht. In Berlin gibt es Kinder- und Jugendparlamente in Tempelhof-Schöneberg und Charlottenburg-Wilmersdorf.

 

Demos organisieren

Um eine eigene Demo zu organisieren, müssen folgende Dinge beachtet werden: Um Komplikationen oder ein Verbot zu verhindern, sollten die Route und die Anzahl der Teilnehmer*innen voher festgelgt, bzw. kalkuliert werden. Was die Organisation betrifft, so sollte viel Werbung gemacht werden, um auch viel Aufsehen zu erlangen. Dazu gehört auch das Gestalten von Plakaten oder Flugblättern, die ihr während der Veranstaltung verteilen und hochhalten könnt. Beim Planen der Route sollte beachtet werden, dass manche Straßen nicht immer gesperrt werden können. Da sollte eine Absprache mit der Polizei stattfinden. Weiter sollte die Demo bei der Polizei oder dem Staatsschutz angemeldet werden. Der/Die Anmelder*in muss dabei mindestens 18 Jahre alt sein und bei der Meldung seinen Personalausweis mit sich führen. Erst nach der Genehmigung, welche ein paar Tage vor geplantem Beginn an die Veranstalter*innen gesendet wird, ist eure Demo offiziell. Die Anmeldung ist trotzdem bis zu 48 Stunden vor Beginn möglich. Der inoffizielle Weg ist zwar auch eine Möglichkeit, jedoch nicht empfehlenswert, da eine Demo ohne Anmeldung eher Schwierigkeiten mit der Polizei bedeutet, als einen politischen Erfolg.

 

Bürgerinitiativen

Bürgerinitiativen haben die Intention, die Öffentlichkeit zu mobilisieren und Druck auf die Behörden auszuüben. Als Zusammenschluss zwischen mehreren Menschen, die die Opposition darstellen, werden  Flugblätter, Zeitungsanzeigen und Artikel in der Lokalzeitung erstellt, auf und in welchen eine bestimmte Problematik thematisiert und ein eigener Standpunkt klar vertreten wird. Meistens bezieht man sich dabei nur auf einen bestimmten Aspekt/ eine Debatte und eine bestimmte Region, bzw. einen Bezirk. Zu beachten ist, dass erst nach genügend Öffentlichkeitsarbeit die Parteien und Fraktionen auf euch aufmerksam werden und anschließend auch zu Kompomissvorschlägen bereit sind. Ein entscheidener Vorteil der Bürgerinitiative ist, dass durch die Mobilisierung der Öffentlichkeit durch Euch auch Druck auf die Parteien ausgeübt wird. Je länger nach einer Lösung gesucht werden muss, desto mehr könnte es dem Bild der Partei schaden und eure Forderung wird eher durchgesetzt.

 

Petitionen starten, z.B. auf change.org

Eine Petition gleicht sich von dem Aufwand her mit dem Starten einer Bürgerinitiative. Und auch das Vorgehen ähnelt sich. Egal für welches Portal ihr euch entscheidet, euer Anliegen sollte konkret und ausführlich dagelegt werden. Dazu ist es wichtig, dass ihr eure Forderungen mit aktuellen Beispielen belegt ist und so die Relevanz hervorhebt. Auch sind Unterschriftensammlungen hilfreich, um zu zeigen, wie viele Menschen das Thema beschäftigt. Um an die Unterschriften zu kommen, spielt die Öffentlichkeitsarbeit eine große Rolle. Ihr müsst nämlich zuerst durch das Verteilen von Flugblättern oder dem Teilen und der Produktion von Artikeln und weiteren Beiträgen die Masse überzeugen, bevor ihr die Politiker überzeugt. Wenn ihr Eure Petition direkt auf der Webseite des Deutschen Bundestages einreicht, gelangt ihr schneller an den Kontakt mit den Fraktionen und könnt mehr erreichen (https://epetitionen.bundestag.de/epet/peteinreichen.html). Weitere Portale, auf denen ihr eine Petition starten könnt, bieten zum einen charge.org (https://www.change.org/start-a-petition?source_location=header) oder OpenPetition (https://www.openpetition.de/petition/neu). Damit euer Anliegen weiterhin beachtet wird, eignet es sich, die Petition auf den sozialen Medien oder weitere Öffentlichkeitsarbeit zu teilen, sodass auch mehr Bürger auf Euer Anliegen aufmerksam werden und Euch unterstützen können.

 

Besuch von Panels und Diskussionsveranstaltungen

Wenn ihr mit Eurer Meinung eine breite Masse erreichen wollt, eignen sich offene Diskussionsveranstaltungen oder sog. Panels. Zum einen gibt es das Jugendpolitikfestival Jugendforum. Jugendliche können neben den Aktionsständen von Jugeninitiativen und -organisationen an moderierten Diskussionen teilnehmen und dort mit Politiker*innen und Expert*innen nach Lösungen zu aktuellen Problemstellungen suchen. Auf dem diesjährigen #jufo werden Themen wie Kinder- und Jugendbeteiligung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit besprochen.

Das Festival für digitale Jugendkultur und die Gesellschaftskonferenz für Jugendliche zwischen 13 und 21 Jahren, die TINCON findet dieses Jahr zwischen dem 08. Juli und 10. Juli im Berliner Columbia Theater statt. Dort vertreten junge Journalisten, Aktivisten oder auch politisch engagierte Schüler*innen als Speaker*innen ihre Meinung. In sogenannten "Sessions" halten sie Vorträge zu den Themen, die sie interessieren und erreichen so nicht nur die Anwesenden Jugendlichen, sondern auch Zuschauer im Netz. Auch wenn die Meldefrist als Speaker*innen für die diesjährige TINCON schon vorbei ist, das Festival findet jedes Jahr auf neue in Berlin statt. Zudem beinhalten die Sessions auch Möglichkeiten, selbst Fragen zu stellen und sich zu beteiligen, um die Diskussion weiter anzuregen. Weitere Infos findest du hier.

 

Sich informieren über die Medien, selbst publizieren (Blog, Kommentar, eigenes Magazin)

Eine weitere Möglichkeit zur Mobilisierung bietet die Nutzung von Massenmedien. Egal ob ihr einen Blog startet, auf dem ihr Euren Standpunkt vertretet oder auf den sozialen Netzwerken für Aufmerksamkeit sorgt - eine Art sich zu engagieren ist auch, das Thema, das Euch interesiert, erst einmal ins Gespräch zu bringen. Falls es Euch an Informationen fehlt, könnt ihr die Wissenslücken mit eigener Online-Recherche füllen und Euch bei Verbänden oder der Bundes- und Landeszentrale für Politische Bildung informieren. Dort werden auch aktuelle Debaten aus verschiedenen Blickwinkeln geschildert, sodass ihr nicht nur Euren, sondern auch andere Standpunkte verstehen könnt. (http://www.bpb.de/politik/hintergrund-aktuell/).

 

Diskussionen unter Freunden

Oft ist es schon hilfreich, eine bestimmte Problematik in einem kleinen Kreis zu teilen. Eure Meinung vertreten und Interesse für andere Lösungsmöglichkeiten könnt ihr demnach schon in einer kleine Diskussion mit Freunden oder in der Familie. Das Engagement besteht dann nicht darin, in einem größeren Ausmaß etwas zu bewegen, sondern eher darin, Anreiz zu bieten und andere zum Mitmachen zu motivieren.

 

Mehr Infos findet ihr auch auf der Seite von Jugendnetz, Edition F und der Bundeszentrale für politische Bildung, die wir auch als Quellen für diesen Artikel verwendet haben.

Am diesjährigen Boys'Day probiert sich Florian als Medienpädagoge aus und trifft auf Schülerinnen, die sich am Girls'Day als Feuerwehrfrauen ausprobieren.

Viele gleichzeitige Experimente also und dann noch ganz viele interessante Informationen zum Brandschutz. Das Ergebnis dieses Tages auf der Feuerwache Buckow könnt ihr hier in Florians Bericht über den Tag lesen und im Video sehen. Viel Spaß

 

Medienpädagoge bei jup!

Für den Boys‘Day habe ich mich bei jup.Berlin als Medienpädagoge/in beworben. Mein Tag als Medienpädagoge hatte viel mit Kameras und Perspektiven zu tun gehabt, da ich nicht wie bei vielen anderen Angeboten in einem Büro saß, sondern den ganzen "Arbeitstag" draußen gefilmt habe. Das Ganze mit Begleitung. Zu Drehen gab es an diesem Tag den gleichzeitig laufenden Girls‘Day. Das fand in der Bukower Feuerwache in Neukölln statt. Als Medienpädagoge hat man einen gewissen Grad Anspannung ständig, da dauernd Sachen passieren, auf die man reagieren könnte. Das war mir teilweise ein wenig zu viel. Da war dann doch der "Kasten" nicht bereit zu Filmen. Und so zieht das ein oder andere Interessante uneingefangen an einem vorbei. Außerdem ist das Equipment ein wenig schwerer als erst erwartet aber auch das war nicht tragisch.

Medienpädagoge ist ein Beruf indem man viel machen und erleben kann jedoch ist das nichts für mich. Spaß machen tut es trotzdem. Gerne wieder.

Florian

Am 25. Februar besuchte Hannah den zweiten Stammtisch für Inklusives Wohnen. Was sie bewegt, beeindruckt und geschockt hat, das erfahrt ihr hier!

VON HANNAH

 

Beim zweiten Stammtisch für Inklusives Wohnen im Stadtteilzentrum Teutoburger Platz traf ich auf Jasper (22) und Linus (17), die gemeinsam das Projekt Handicap Lexikon ins Leben gerufen haben. Mit der Website www.handicap-lexikon.de, den dazugehörigen Social-Media-Aktivitäten und regelmäßigen Workshops möchten sie Kontaktängste zu Menschen mit Behinderungen nehmen, indem sie über Behinderungen aufklären. Zusammen mit Katja Sengelmann von der Wajekama Stiftung haben sie zudem den Stammtisch Inklusives Wohnen gegründet.

Jasper und Linus sind beste Freunde und wünschen sich, eines Tages gemeinsam in einer WG in Berlin zu wohnen. Jetzt denkt ihr vielleicht: "Na das wird doch kein Problem sein." Oh doch, und was für eins…

 

Das Wohnungsproblem

Bei den steigenden Mieten und der Wohnungsknappheit in Berlin eine Wohnung zu finden, die gefällt und gleichzeitig barrierefrei ist, ist für Menschen mit Behinderung schon genug zeit- und nervenaufreibend. Wenn es dann aber noch nicht einmal möglich ist, mit seiner besten Freundin oder seinem besten Freund in eine WG zu ziehen, ist dies umso trauriger und einfach nur unfair! Das Land Berlin ermöglicht aber derzeit noch keine Wohngemeinschaften für Menschen mit Behinderung, sie sind lediglich auf stationäres Wohnen oder das Elternhaus angewiesen. In sogenannten "inklusiven Wohngemeinschaften" hingegen leben Menschen mit und Menschen ohne Behinderung zusammen unter einem Dach. Nur leider ist auch diese Wohnform noch nicht sehr stark in Deutschland etabliert. In Hamburg und München etwa gibt es diese Art von WGs schon vereinzelt, in Berlin aber noch nicht!

Um dem ein Zeichen zu setzen, fand letzten Monat wieder der Stammtisch für Inklusives Wohnen statt. Was mich sehr gefreut hat, war, dass so viele Leute an dem Stammtisch teilgenommen haben! Die meisten Teilnehmer*innen waren selbst Betroffene oder Eltern von Kindern mit Behinderung. Einzelne Geschichten, die ich von den Eltern oder ihren Kindern zu hören bekam, haben mich sehr berührt und beeindruckt.

 

Eine eigene Wohnung - ein ganz normaler Wunsch

Der 18-jährige Tony* z.B. hat eine geistige Behinderung und wohnt nun schon seit einem Jahr allein. Er war sich schon mit 14 Jahren sicher, dass er bald ausziehen möchte, auch wenn die Bindung zu seinen Eltern sehr groß ist. Nun wohnt er drei Stockwerke unter ihnen. Morgens kann er alleine aufstehen, sich anziehen und Frühstück machen. Manchmal geht er sogar zum Bäcker und fährt danach selbstständig zur Schule. Natürlich schaut seine Mutter jeden Tag mehrmals nach ihm und hilft bei allem, wo er noch Hilfe braucht. Trotzdem kann sie sehr stolz sein, was Tony schon alles alleine schafft!

Das stationäre Wohnen möchte sie ihrem Sohn nicht noch einmal antun. Dort gab es nur Streitigkeiten zwischen den Jugendlichen, die sich eine relativ kleine Wohnung teilen mussten, und eine heimische gemütliche Atmosphäre gab es auch nicht. Deshalb kämpfen Tony und seine Mutter, genau wie Jasper, Linus und viele andere junge Menschen mit Behinderung, für eine bessere, inklusive Wohnform in Berlin.

Natürlich soll dabei auf jede Person individuell eingegangen werden und Menschen, die auf eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung angewiesen sind, müssen diese auch weiterhin bekommen. Trotzdem sollten Menschen mit Behinderung in Berlin genauso in einer WG leben dürfen wie Menschen ohne Behinderung!

Wenn ihr der gleichen Meinung seid, schaut doch mal auf der Website www.handicap-lexikon.de vorbei oder besucht den nächsten Stammtisch in Berlin! Jasper und Linus freuen sich über jede Unterstützung und laden herzlich zu einem nächsten spannenden Workshop ein. Dieser wird organisiert von der Wajekama-Stiftung und WOHN:SINN.

 

Workshop Inklusive WGs – beleuchtet von 4 Seiten

Am 10. März wird sich alles um das inklusive Zusammenleben drehen: Tobias Polsfuß wohnt in einer inklusiven WG und hat die Plattform WOHN:SINN ins Leben gerufen. Christiane Strohecker ist Geschäftsführerin der Inklusiv Wohnen Köln e.V., einem noch ganz neuen Wohnprojekt. Zusammen leiten sie vier Workshops, die verschiedene Aspekte des inklusiven Wohnens beleuchten. Sie sind kompetent in vielen Fragen rund um Finanzierung, Zusammenleben und dem Weg zum Inklusiven Wohnen.

Für wen ist der Workshop gedacht?

Für alle, die überlegen, eine inklusive WG zu gründen, zum Beispiel:

  • Menschen mit einer sogenannten geistigen, körperlichen oder mehrfachen Behinderung. Gern mit Begleitung durch ein Elternteil oder eine Assistenz.
  • Engagierte Angehörige behinderter Menschen (z.B. gesetzliche Betreuer*innen)
  • Mitarbeiter*innen aus Leistungsanbietern der Behindertenhilfe, Wohnungsbaugenossenschaften oder anderen sozialen Organisationen
  • Menschen ohne Behinderung auf der Suche nach einer besonderen Wohnform

Inhalte:

  • Workshop 1: Was ist eine inklusive WG?
  • Workshop 2: Wie will ich wohnen?
  • Workshop 3: Das richtige Finanzierungsmodell wählen und Wohnraum finden
  • Workshop 4: Meine Rolle als Eltern in einer inklusiven WG

 

Sa. 10. März 2018
15:00 Uhr – 18:00 Uhr

Tagungshaus Alte Feuerwache
Axel-Springer-Str. 40-41 | 10969 Berlin-Kreuzberg

Anmeldung per Mail an sengelmann@wajekama-stiftung.de oder hier!

* Geänderter Name

Mit dem Swift 1 von der Firma Acer macht das Arbeiten und Surfen Spaß. Nur bei etwas aufwendigeren Anwendungen stößt es an seine Grenzen. Wir haben es getestet.

VON OLIVER MATTUTAT

 

Laptops gibt es viele. Es gibt sie in allen möglichen Größen, Ausstattungen und von verschiedensten Firmen. Das ACER SWIFT 1 gehört zu der mobilen Sorte mit guter Ausstattung. Mehrere Wochen haben wir es auf Herz und Nieren überprüft.

 

Die harten Fakten

Das Acer Swift 1 hat einen 13 Zoll großen Monitor, der mit voller HD-Auflösung daherkommt. Dazu hat es 4 GB Arbeitsspeicher und eine schnelle 256 GB große SSD an Bord. Der Prozessor ist ein 1,1GHz Quad Core Prozessor, der den nötigen Schwung mitbringt. Acer ruft für das Modell 599€ aus. Im Internet gibt es den Laptop auch ein wenig günstiger.

 

Gestochen scharfes Display

Wenn man das Gerät startet fällt sofort das gute Display auf. Das mit 1920 x 1080 Pixeln auflösende Display stellt Bilder gestochen scharf dar. Der Kontrast ist gut. So macht auch das schauen von Videos viel Spaß.

Genau die richtigen Anschlüsse

Obwohl das Swift 1 ziemlich schlank ist, hat es eine Reihe von Anschlüssen. So finden sich neben dem Klinkenausgang, dem SD-Kartenleser auch vier USB-Anschlüsse. Einer davon ist ein USB 2.0-Anschluss, die zwei weiteren sind USB 3.0-Anschlüsse und der letzte einer der neuen USB-C-Anschlüssen. Im Gegensatz zu vielen Konkurrenzprodukten hat Acer sogar einen HDMI-Ausgang verbaut. Bei den Anschlüssen gibt es so überhaupt Nichts zu meckern.

Im Berliner Haushaltsplan 2018 steht, dass FÖJler*innen zukünftig bis zu 33% mehr verdienen sollen, als beispielsweise FSJler*innen (Kultur)! Ein neuer Tiefpunkt für die Wertschätzung ALLER Jugendfreiwilligendienste?

von Janik Emil

Warum braucht man eigentlich einen Freiwilligendienst?

„Freiwilligendienste fördern das gesellschaftliche Engagement zu Gunsten des Allgemeinwohls“ -  so heißt es zu mindestens von dem Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben. Doch Freiwilligendienst ist nicht gleich Freiwilligendienst, denn es gibt verschiedene Formen, wie man sich freiwillig betätigen kann. So kann man ein Jahr im Ausland verbringen, ein „Bufdi-“(Bundesfreiwilligen-)Jahr machen oder man hat die Möglichkeit, sich in einem Freiwilligen Sozialen – oder Freiwilligen Ökologischen Jahr zu engagieren.

Sowohl FSJler*innen als auch FÖJler*innen bekommen in ihrer, zumeist einjährigen Arbeitszeit, ein sogenanntes Taschengeld. Momentan sind das beim FSJ Kultur 320€ und beim FÖJ 355€. Dabei wurde mit Absicht der Begriff „Gehalt“ vermieden, da man sich ja schließlich freiwillig engagiert und Freiwillige keine Angestellten sind.

Doch warum bekommt man überhaupt für Freiwilligenarbeit Geld?

Viele, die ihren Jugendfreiwilligendienst machen, ziehen extra in die jeweilige Region, um dort ihren Dienst zu absolvieren. Doch gerade die Lebenserhaltungskosten sind in den letzten Jahren enorm gestiegen – Mietpreise schießen in die Höhe, Fahrtickets zur Arbeitsstelle kosten beispielsweise in Berlin ca. 50€ (ein Sechstel des FSJ-Gehaltes), Nahrungsmittel werden auch immer teurer und natürlich ist auch der Preis für gesellschaftliche Teilhabe gestiegen. Ein Kinobesuch lässt sich nicht mehr spontan finanzieren und Aktionen, wie beipielsweise #freiefahrtfuerfreiwillige, zerstreuen sich ebenfalls im politischen Tagesgeschehen!

Daher sind viele, gerade Jugendfreiwillige, von der Finanzspritze der Eltern abhängig.
Um der Frage zur Finanzierung eines Freiwilligen näher zu kommen, ist es jedoch erstmal wichtig, den Zusammenhang von Förderungsmitteln zu verstehen. Denn für das FSJ und das FÖJ gelten unterschiedliche Förderverfahren. Im FSJ wird nach dem Zentralstellenverfahren gefördert, im FÖJ nach dem Länderverfahren. Genau da liegt auch die entscheidende Problematik, denn im Berliner Haushaltsplan 2018 wurde beschlossen, dass die Finanzierung für das FÖJ angehoben werden soll. Auslöser dafür waren die Pläne der Rot-Rot-Grünen Regierung, welche vorhat, mehr Plätze für das Freiwillige Ökologische Jahr in Berlin zu schaffen. Ein Anreiz soll ein deutlich höheres Taschengeld sein. Das ursprüngliche monatliche Taschengeld lag bei 355€ und soll planmäßig um 125€ auf insgesamt 480€ angehoben werden. Dies ist ein absoluter Erfolg für Jugendfreiwilligendienste, denn mehr als 60.000 Jugendliche deutschlandweit engagieren sich in gemeinnützigen Einrichtungen – und das jährlich!
Durch diese Arbeit leistet man einen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft und genau solch eine Einsatzbereitschaft ist momentan mehr gefragt denn je.

Sportvereine, Museen, Kindertagesstätte, Pflegestationen oder auch Tierschutzvereine - an all diesen Beschäftigungsfeldern kann man deutlich erkennen, dass Freiwilligendienste nicht nur ein Grundpfeiler für unser Zusammenleben in einer funktionierenden Gesellschaft, sondern dadurch auch ein entscheidendes Werkzeug für die Demokratie, ist.

Gleiches Geld für gleiche Arbeit?!

Umso wichtiger ist es, diese Positionen auch für die kommenden Jahre attraktiv zu halten – für alle 60.000 Jugendlichen! Es darf nicht sein, dass in Berlin ab diesem Jahr die FÖJler*innen bis zu 33% mehr verdienen sollen, als die FSJler*innen, nur weil sie ein „Ö“ in ihrem Namen zu stehen haben. Denn sowohl für das FSJ als auch das FÖJ gelten die gleichen Rahmenbedingungen – die Arbeitszeiten liegen bei identischen 39 Stundenwochen. Ebenfalls sind die Zielsetzungen konvergent: Man engagiert sich freiwillig, um einerseits einen Beitrag für das Allgemeinwohl zu leisten und andererseits um persönliche Erfahrungen zu sammeln, aus denen sich manchmal sogar  Berufsorientierungen ergeben. Also warum dann eine so große Taschengelddifferenz? Das Argument, dass FSJ und FÖJ unterschiedliche Förderungstopfzusammenstellungen haben, zählt dabei nicht, denn sie ändern nicht den Fakt, dass es durch diesen Beschluss im Berliner Haushaltsplan 2018 zu einer riesigen Diskrepanz, von 33%, innerhalb der Jugendfreiwilligendienste kommt!

Jeder Jugendfreiwillige leistet in seinem Jahr den gleichen Beitrag für die Gesellschaft. Also wenn die Taschengeldauszahlungen erhöht werden, dann doch bitte für jeden und nicht nur für eine bestimmte Gruppe!

 

 

Auch dieses Jahr freuen sich Leute auf Weihnachten. Die Vorfreude  ist bei jedem zwar dieselbe, aber jedes Land feiert dieses wunderschöne Fest ein bisschen anders. Terezia verrät euch heute, wie sie Weihnachten in der Slowakei feiert.

Von Terezia

Vor dem Heiligabend

Weihnachten finden offiziell am 24.12. statt. An diesem Tag steht man morgens auf, geht selbstverständlich in die Küche, aber darf kein Frühstück essen, da man den ganzen Tag bis zum Abendessen fasten  soll. Die Kleineren müssen sich daran nicht halten und dürfen alle Weihnachtskuchen, die die Mutter in der vorigen Woche gebackt hat, kosten. Am Vormittag bekommt man eine bestimmte Aufgabe, für deren Erledigung  man zuständig ist. Wie etwa die Kinder schmücken den Weihnachtsbaum, der Papa sägt Holz  (falls die Familie keinen Kamin hat, schaut der Papa meistens fern. ;-)) und die Mutti wirbelt in der Küche und bereitet das Essen für den Heiligabend vor. Während des Tages werden Weihnachtslieder gehört, die die  Weihnachtsatmosphäre verstärken und  die schön verpackten Weihnachtsgeschenke werden unter den Baum gebracht.

Am Heiligabend

Die Uhr schlägt 18Uhr und alle Familienmitglieder treffen sich elegant gekleidet am Küchentisch. Die Slowakei ist ein christliches Land, deshalb fängt man mit einem Gebet an. Nachdem das Gebet zu Ende geht, wünscht man jedem persönlich fröhliche Weihnachten, indem man ihm entweder die Hand reicht und auf die Wange küsst oder ihn umarmt. Es ist endlich soweit und die Erlaubnis wird erteilt, sich ans  Essen zu machen.

Weihnachtsessen

Um das ganze Jahr lang gesund und fit zu bleiben, isst man als Vorspeise die Oblaten mit Honig und Knoblauchzehen. Als Nächstes steht auf dem Speiseplan die Sauerkrautsuppe. Die ist traditionell, aber darf durch andere Suppen (z. B.  Bohnensuppe) ersetzt werden. Die Hauptspeise besteht aus frittiertem Karpfen und Kartoffelsalat mit Mayonnaise. Wieder darf auch eine andere Fischart serviert werden  (Lachs, Fischfinger usw.). Zuletzt verwöhnt man seinen Magen mit allen möglichen Kuchen. Typisch für die Slowakei sind besonders die Pfefferkuchenmänner und Linzer Plätzchen. Bei manchen Familien, die vor allem im Osten wohnen, ist noch ein spezielles Gericht auf den Kuchentischen zu finden. Es handelt sich um Pupáky. Die Hauptzutaten sind Kartoffeln und Mehl. Der davon zubereitete Teig wird in kleinere Stücke geschnitten, gekocht und schließlich mit gemahlenem Mohn und Zucker bestreut.

Apple, Samsung und Huawei regieren den Smartphone-Markt. Nun schickt sich HTC an, dem Trio wieder Konkurrenz zu machen. Nach letzten schwächeren Modellen soll das HTC U11 einschlagen. Wir haben es getestet.

 

VON OLIVER MATTUTAT, 21.11.2017

Bei HTC waren die letzten Jahre ein einziges Auf und Ab. 2007 waren sie noch eine der treibenden Kräfte im Smartphone-Markt, doch die starke Konkurrenz durch zum Beispiel Huawei und einigen missglückten Produkten machten es dem Konzern aus Taiwan nicht einfach. 20 Jahre nach Firmengründung (1997) soll nun alles besser werden.

Vor ein paar Monaten veröffentlichten sie mit dem HTC U11 eines ihrer neuen Flaggschiffe.

 

Der erste Eindruck

Nach dem Auspacken fällt sofort auf, dass das Gerät gut in der Hand liegt. Die abgerundeten Kanten helfen bei der Handhabung auch ungemein. Äußerlich sieht die schwarze Variante, die wir für den Test zur Verfügung hatten, ansprechend und elegant aus. Die Rückseite, die aus Glas besteht, ist aber leider sehr fingerabdruckanfällig. Da gilt es, öfter die Rückseite auch zu säubern. Dafür liegen auch ein Microfaser-Tüchlein und eine durchsichtige Kunststoffhülle dem Handy bei. Außerdem reflektiert die Rückseite sehr stark. Als Spiegel ist sie somit durchaus brauchbar, für Leute, die es schlicht mögen, ist es aber eher nichts.

 

(K)ein Anschluss unter dieser Nummer

Auch HTC geht den Weg, den andere Handyhersteller einschlagen. Sie haben die Klinkenbuchse weggelassen. Das Handy verfügt nur über einen einzigen Anschluss und das ist die neuere USB-C-Schnittstelle. Musikhören geht dann entweder über Bluetooth oder den mitgelieferten Wandler von Klinke auf USB-C. Außerdem liefert HTC auch gleich Kopfhörer mit USB-C-Stecker mit, auf die ich später noch zu sprechen komme.
Das bedeutet aber auch, dass man sich entscheiden muss, wenn man kabelgebunden Musikhören möchte. Denn gleichzeitiges Aufladen ist dann nicht möglich. Leider hat das HTC U11 nicht den Qi-Standard für kabelloses Laden.

 

Gestochen scharf

Auf den ersten Blick macht das Display einen unglaublich guten Eindruck. Das Quad HD-Display vereinigt 2.560 x 1.440 Pixel auf 5,5 Zoll Größe. Bilder sind gestochen scharf und auch das Schauen von Videos macht so sehr viel Spaß.

 

Der schlaue Rahmen

Als DAS Feature des U11s hat HTC die sogenannte Edge Sense-Funktion präsentiert. Erstmal zur Funktionsweise: Der Rahmen im unteren, seitlichen Bereich auf beiden Seiten druckempfindlich. Die Aktion, die dieses Drücken auslöst, kann angepasst werden. Standardmäßig öffnet sich die Kamera-App. Es ist aber auch möglich, eine andere App darüber zu starten, oder zum Beispiel die Taschenlampe ein- bzw. auszuschalten oder eine Sprachaufnahme zu starten. Darüber kann man erweitert noch entscheiden, ob kurzes Drücken eine andere Aktion nach sich zieht als das Drücken und Halten. Außerdem gibt es in Apps auch Aktionen, die man ausführen kann. In der Kamera ist der Druck auf den Rahmen der Auslöser für Fotos. Zusätzlich kann man auch eigene Aktionen erstellen und sich so individuell die Aktionen zusammenbauen, die man in einer App braucht. Ein Beispiel: In der Dropbox App kann ich so einstellen, dass mit einem Rahmendruck mir das Menü für den Upload auf gemacht wird.
Wie sich diese Funktion im Alltag macht, erfahrt ihr später im Alltagstest.