Unterwegs

Einfahrende U-Bahn

In der Hauptstadt ist viel los und man sammelt schnell neue Eindrücke.  Hier siehst du einige coole Erlebnisse, die wir gerne mit euch teilen!

Vier Wochen lang konnten sich Berliner Kinder und Jugendliche in ihren Sommerferien auf eine Reise in die Zukunft begeben. Was das bedeutet, erfahrt ihr hier!

VON HANNAH

Hach ja, Ferien sind toll… Man kann ausschlafen, Fernsehen schauen, mit Freunden an den See fahren… und überhaupt kann man machen, was man will. Aber manchmal ist das gar nicht so einfach, jeden Tag eine Beschäftigung zu finden, gerade wenn die Eltern am Tage auf Arbeit sind.

Damit aber keine Langeweile in den Ferien aufkommt, veranstaltet das Lernzentrum Helliwood in Marzahn-Hellersdorf jedes Jahr vier Themenwochen, in denen Berliner Kinder und Jugendliche gemeinsam spielen, tüfteln und spannende Ferienerlebnisse teilen dürfen. Die Programmwochen stehen jedes Jahr unter einem anderen Motto, diesmal: "Zeit für die Zukunft". Aber immer mit dabei sind: Medien.

1. Woche "Dein Style" – Dieses Jahr ging es in der ersten Woche um ganz viel Kreativität und Design. Beim "Stromkastenstyling" besprayten die Jugendlichen die tristen grauen Stromkästen in ihrem Kiez mit Graffiti – natürlich ganz legal und unter professioneller Anleitung.

2. Woche "Dein Roboter" – Roboter sind DIE Zukunftsvision. Und sie sind super faszinierend. Das Lernzentrum Helliwood hat es möglich gemacht, mit ihnen zu experimentieren und einen eigenen Roboter zu bauen. Mit dem richtigen Programmieren konnten sogar Sound und eine eigene Spiellandschaft entstehen.

3. Woche "Deine Vision" – Fotos schießen mit dem Handy ist für die meisten Alltag, doch wie das im Future-Look aussieht, konnten die Kinder und Jugendlichen in ihrer dritten Ferienwoche selbst ausprobieren. Mit einer 360°-Kamera erwischt man nämlich jeden Winkel auf dem Foto, den man sonst nur in der Realität wahrnehmen kann.

Bei der Abschlussveranstaltung vom Ferienscheckheft haben wir nochmal alle gemeinsam ein Foto im "tiny planet"-Modus gemacht. Wie lustig, aber auch cool das aussieht, könnt ihr hier sehen:

 

Nach zwölf erfolgreichen Jahren in Thüringen am Stausee Hohenfelden geht das größte Indie-Rock-Festival jetzt zum achten Mal in Sachsen an Start. Stattfinden wird es am Störmthaler See in der Gemeinde Großpösna. Hier gibt es genug Platz für 35.000 Highfield-Fans, um Party zu machen und die Atmosphäre zu genießen! Wir haben hier eine Hand voll von den Acts zusammengetragen.
Alle anderen Acts die sonst auftreten findet ihr hier: https://www.highfield.de/de/

von Janik

 

Prinz Pi:

Kurzbeschreibung: Prinz Pi, auch bekannt unter seinem Pseudonym Prinz Porno, ist einer der bekanntesten deutschen Rapper.

Musikgenre: Deutschrap/ HipHop

Erfolgreichster Titel: Mit seinem Titel „Kompass ohne Norden“ landete er auf Platz 1 der deutschen Charts und bekam dafür sogar eine goldene Platte.

Nett-to-know: In einer TV-Sendung erläuterte er, dass er „eigentlich viel lieber Schriftsteller geworden [wäre]“.

Hashtagbeschreibung: #japrinzpiistauchprinzporno #3,14159265359 #bühnenrocker

Kleine Ohrprobe: https://www.youtube.com/watch?v=UPOgrtlc_ds

 

Clueso:

Kurzbeschreibung: Clueso ist ein, im Jahre 1980 in Erfurt, geborener Sänger, Produzent und Autor.

Musikgenre: Singer-Songwriter / Pop

Erfolgreichster Titel: Durch seinen Hit „Stadtrandlichter“ hielt er sich 22 Wochen in den Charts und erreicht den 1. Platz der deutschen Chartplatzierungen. Zudem sammelte er in den letzten Jahren eine Menge Auszeichnungen und Platten.

Nett-to-know: Sein Name stammt von der Figur „Inspektor Clouseau“ aus dem Film „Der rosarote Panther“.

Hashtagbeschreibung: #auszeichnungsammler #exfriseur #neuanfang

Kleine Ohrprobe: https://www.youtube.com/watch?v=ws0keQ7GxKE&list=PLQMLy3Z3Vs0xG5JZfdI_xkHCjhe05nT1

 

Marteria:

Kurzbeschreibung: Der gebürtige Rostocker ist ein deutscher Rapper und auch unter seiner zweiten Kunstfigur Marsimoto bekannt. Eine Zeit lang war seine Heimat auch die Hauptstadt Berlin.

Musikgenre: Rap/ HipHop

Erfolgreichster Titel:  Sein Titel „Zum Glück in die Zukunft II“ wurde mehr als 200.000 mal verkauft und erhielt deswegen eine Platinplatte.

Nett-to-know: Marteria gab Anfang der 2000er seine Fußballkarriere zugunsten der Modelkarriere in den USA auf.

Hashtagbeschreibung: #ostseejung #passionierterangler #filmproduzent

Kleine Ohrprobe: https://www.youtube.com/watch?v=FzOrzJ1dNQk&list=PL_LM8gWaFzSuL6T0sUcVfZ3W8MmwQVl2r

 

Bausa:

Kurzbeschreibung: Anfangs wurde „Bausa“ (mit bürgerlichem Namen Julian Otto) durch Capo und Haftbefehl bekannt.

Musikgenre: Deutschrap/ HipHop

Erfolgreichster Titel: „Was du Liebe nennst“  hielt sich neun Wochen auf Platz eins und wurde somit der am häufigsten an der Spitze platzierte deutschsprachige Hip-Hop-Song aller Zeiten.

Nett-to-know: Er nahm seinen ersten Song mit 15 Jahren im Kleiderschrank auf.

Bonus Nett-to-know: Sein Albumtitel „Dreifarbenhaus“ hat er nach dem größten und ältesten Stuttgarter Bordell benannt…

Hashtagbeschreibung: #wasduliebenennst #otto #40000euro

Kleine Ohrprobe: https://www.youtube.com/watch?v=TSkVVVBS9k8

 

Bosse:

Kurzbeschreibung: Der im Jahr 1980, in Braunschweig geborene Künstler Axel Bosse, ist ein Singer-Songwriter und Poet.

Musikgenre: Indie-Pop/ Songwriter

Erfolgreichster Titel: Sein Titel „Kraniche“ erreichte mit mehr als 100.000 Verkäufen eine goldene Platte.

Nett-to-know: Schon im Alter von 17 Jahren unterschrieb er seinen ersten Plattenvertrag.

Hashtagbeschreibung: #deutschpoet #engagementgegennazis #schönstezeit

Kleine Ohrprobe: https://www.youtube.com/watch?v=RTlzQEA-4oc&list=PLyEFV3mpxvaHtFQ0VrC4VxqTGRMAGYAJz

 

Kontra K:

Kurzbeschreibung: 1987 wurde der Künstler Kontra K in Berlin geboren und ist seit 2006 im Musikgeschäft unterwegs.

Musikgenre: (Straßen)Rap

Erfolgreichster Titel: Mit mehr als 25 Millionen Klicks  auf Youtube ist der Titel „Erfolg ist kein Glück“ am erfolgreichsten.

Nett-to-know: Vor einigen Jahren adoptierte Kontra K ein sibirisches Tiger-Baby fütterte es mit einem Babyfläschchen.

Hashtagbeschreibung: #tigerliebhaber #straßenrapper #kampfsport

Kleine Ohrprobe: https://www.youtube.com/watch?v=Acgy-3d4P6o&list=PLVhglw2W6RJVJw13UGZSJtRePwZLIZoTI

 

257er:

Kurzbeschreibung: 257ers ist ein deutsches Hip-Hop-Duo aus Essen

Musikgenre: HipHop

Erfolgreichster Titel: Holland und Holz aus dem Mikrokosmos Album erreichten mehrere Millionen Streams auf Spotify.

Nett-to-know: Der Name stammt von der Postleitzahl (45257), aus dem Essener Stadtteil Kupferdreh, ab.

Hashtagbeschreibung: #beklopptetexte #pureironie #holziholziholz

Kleine Ohrprobe: https://www.youtube.com/watch?v=wjXUBG15eZ8

 

VON SINA

Das erste Holi Festival Of Colours fand 2012 in Berlin statt. Die Idee kommt aber, wie bekannt, nicht aus heiterem Himmel. Mit-Gründer Jasper Hellmann kam auf die Idee, Holi nach Deutschland zu bringen, als er im selben Jahr der Premiere das traditionelle Holi-Festival in Indien miterlebte. Zusammen mit Max Riedel und Maxim Derenko wurde die Holi Concept GmbH gegründet, die Idee von Farbexplosionen zu Musik verarbeitet und schließlich umgesetzt.

 

Der Ursprung in der Götterwelt
Das traditionelle Holi, welches in ganz Indien Anfang März (am Tag des ersten Vollmonds den Monats) jedes Jahres gefeiert wird, beruht hauptsächlich auf einer göttlichen Sage: Tyrann Hiranyakashyapa unterdrückte im Königreich seine Untertanen und wollte das Göttliche von der Erde verbannen. Statt zu den Göttern, sollten die Menschen zu ihm beten. Sein eigener Sohn, Prahalad, gehorchte ihm nicht, woraufhin der König mithilfe seiner Schwester Holika den Jungen töten wollte. Als Hiranyakashyapa seine Schwester, ausgestattet mit einem feuerfesten Umhang und somit vor vielen Gefahren geschützt, und seinen Sohn ins Feuer warf, flog jener Umhang durch einen Windstoß um Prahalad und schützte nicht mehr Holika, sondern ihn. Er überlebte.

Die Sage ließ die Inder wieder stärker an die göttliche Macht glauben. Nach dem Sieg des Guten über das Böse wird nun jährlich Holi gefeiert und damit die Liebe, Hingabe und Gnade der Götter.

 

So wird eigentlich gefeiert
Auch wenn viele bei dem Begriff „Holi“ nur an bunte Farben denken, besteht das Fest auch aus einem großen Festmahl, dem Verbrennen von Holzscheiten und weiterem Brennmaterial, wie  kaputten Möbeln, auf einem Scheiterhaufen. Dies findet am Vorabend des eigentlichen Festes statt. Am Tag des Vollmondes kommt es dann zu dem  Farbenwerfen auf den Straßen, wo auch viel Musik gespielt wird. Die Farben bestehen dabei aus feinem Pulver, aber auch aus Wasser. Viele bestreichen sich auch nur dezent mit der Farbe. Anders als auf den Festivals in Deutschland oder den USA wird Farbe aber nicht nur zu festen Uhrzeiten versprüht. Im Laufe des Tages kann jeder so viel wie möglich und wann er/sie möchte, mit Farbe um sich werfen. Das Holi-Fest ist ein fester Feiertag, bei dem Familien und Freundeskreise zusammenkommen und ihre Kultur und Religion frei ausleben.

 

Am 18. August kommt das Holi Festival Of Colours zurück das Berlin, wo unsere Variante, mit elektronischer Musik und Farbbomben auf Kommando, ihren Ursprung hat. Zur Veranstaltung findet ihr hier weitere Informationen.

VON SINA

Die Damen tragen weite, lange Röcke und luftige Blusen; die Herren des Nationalen Jugendorchesters aus Rumänien haben in passenden Farben weite Hosen und Hemden an. Einheitlich in rot, schwarz und weiß, geschmückt mit leichten schwarzen und goldenen Ornamenten. Nach dem selbstbewussten Auftreten auf der Bühne spielen sie sich von selbst ein, erst dann betritt auch der Dirigent, Cristian Mandael, vor sein Ensemble.

 

Engagement von der ersten Sekunde an

Das erste Stück des Abends, die Uraufführung von „Levante“, reißt die Zuschauer*innen direkt in den Bann. Neben rhythmischen Klängen, in welchen die Streicher und Bläser perfekt harmonieren, folgen starke Kontraste. Ein Kanon wird angestimmt. Auch wenn man nicht weiß, wer gerade bei welchem Teil ist, hört es sich gut an. Man hört, dass die Streicher harmonieren, die Pauken spielen mit rein und es passt. Kleine Pausen bringen Ruhe und Ordnung in den Saal; die Zuschauer*innen haben Zeit zum Durchatmen; das Ensemble scheint diese Verschnaufpause nicht zu benötigen.

Beim nächsten Stück, dem ersten Klavierkonzert von Ludwig Van Beethoven, wird der Pianist Mihai Ritivoiu dazu geholt. Schon beim Anspielen merkt man den Unterschied vom rumänischen Komponisten Dan Dedui. Vielleicht ist es die Differenz von zwei Jahrhunderten, vielleicht ist es ein unterschiedlicher Anlass, zu dem die Stücke komponiert wurden. Das Klavierkonzert strahlt Ruhe aber auch starken Charakter und Autorität aus. So, wie es am Hof gewünscht wurde. Das Orchester und Ritivoiu spielen vorsichtig miteinander. Entweder sind es Solos, die mit einer reinen Perfektion und Präzision übermittelt werden oder Teile, in denen das Orchester in den Vordergrund gerückt wird und Ritivoiu eine Pause verschafft. Es scheint, als ob die Abwechslung von Höhen und Tiefen, der Aufbau von Spannung bis zum Höhepunkt des Stückes genau die Stärken des Nationalen Orchesters sind. Bei dem Klavierkonzert etwas, was weniger präsent ist, jedoch trotzdem durch die leidenschaftlichen Bewegungen und Spielweisen des Ensembles zum Ausdruck kommt.

Allgemein ist es auffällig, mit wie viel Passion die jungen Musiker*innen ihre Instrumente spielen. Ob bei den langsameren Abschnitten, bei denen man den Genuss der Klänge sieht oder bei lauteren und schnelleren Abschnitten, wo es auf Konzentration ankommt. Man sieht immer noch den Spaß. Entweder ein leichtes Lächeln auf den Lippen, ein mitgenommenes und motiviertes Kopfschütteln. Es ist keine einzige Unaufmerksamkeit zu beobachten, egal wie wenig Einsätze ein*e Spieler*in hat. Dabei darf man nicht vergessen, dass das Jugendliche sind, die gegebenfalls noch in die Schule gehen.
Und so, als würden sie nicht merken, was sie mit den Zuschauer*innen im Saal des Konzerthauses am Gendarmenmarkt machen, wird sich in der Pause vor dem letzten Stück am Hinterausgang versammelt, etwas getrunken, die ein oder andere Zigarette geraucht, mit Freunden und Partner*innen, die ebenfalls im Publikum sitzen, gesprochen, und sich für das Finale vorbereitet.

 

Gefühlschaos und Faszination

Nach der Pause geht es mit Dmitri Schostakowitsch in die letzte Runde. Die Symphonie Nr. 11 („Das Jahr 1905"). Ein Werk, welches knapp eine Stunde lang ist, so lang wie die beiden vorigen Stücke zusammen. Ein Werk, welches man in einen James Bond-Film integrieren könnte, aber ein Denkmal für jene Arbeiter, die im Jahr 1905 ums Leben kamen, als sie für mehr Menschen- und politische Rechte in Russland demonstriert haben und von Soldaten ermordet wurden („Petersburger Blutsonntag“). Wie in „Levante“ spielen die einzelnen Gruppen des Ensembles verschiedene Melodien. Dirigent Mandael schafft es derweil ausgezeichnet, alle zu koordinieren und ist selbst, durch kleine Hüpfer erkennbar, mit voller Konzentration und Kraft dabei. Für seine 72 Jahre eine absolut bemerkenswerte Leistung.
Mit dem historisch-politischen Hintergrund der 11. Symphonie werden die Zuhörer*innen mit auf eine Zeitreise genommen. Leise und melodische Streicher zu Beginn repräsentieren das hoffnungsvolle, arbeitende Volk. Mit dem Voranschreiten kommen mehr Pauken und weitere Schlaginstrumente zum Einsatz - die russischen Soldaten erlangen mehr Anteil an der Demonstration, bis zum Höhepunkt Trompeten und Paucken im Vordergrund sind und die ersten Morde verkörpern. Das abrupte Abklingen, gefolgt von leisen Violinen lässt Bilder von Gefallenen vor dem inneren Auge erscheinen, wie ein Trauerlied mit bedrohlichen Bläsern im Hintergrund.
 

Ein Werk, welches für ein Jugendorchester unvorstellbar anspruchsvoll sein muss, welches aber mit Bravour gespielt wurde und die Zuschauer*innen  zum Schluss staunend zurück ließ. Zurück blieb langer Applaus, welcher eine Zugabe anstimmte.

 

Das Nationale Jugendorchester Rumäniens mit einem fantastischen Dirigenten und sehr engagierten und passionierten Jugendlichen im Ensemble hat auf viele Weisen das Konzerthaus begeistert und die Zuschauer*inenn sprachlos zurückgelassen. Neben der perfektionistischen und durchaus sehr professionellen Spielweise lagen spürbare Gefühle in der Atmosphäre. Definitiv ein Abend, der in Erinnerung bleibt.

 

Zuvor war Kristina beim Konzert zu Ehren des 100sten Geburtstags von Nelson Mandela. Ihre Eindrücke hat sie hier  niedergeschrieben:

 

Vor der Leichtathletik EM 2018 (07.August - 12. August) in Berlin veranstaltete Laufen.Springen.Werfen.Berlin in allen Bezirken Berlins den Kiez Cup. Alle Berliner*innen und Berliner Besucher waren herzlichst dazu eingeladen, sich sportlich zu betätigen und die verschiedenen Stationen auszuprobieren. Auch Lili und Sina waren vor Ort und haben neben den Challenges auch den Crossathletics-Parcour überwunden. Das Ganze könnt ihr hier sehen. Viel Spaß!

VON KRISTINA
In ihrem "Ich will verändern" Blog 'add passion' schreibt Kristina regelmäßig über Geschichten, die sie erlebt und Ereignisse, die sie in ihrer Umwelt beobachtet.

 

Licht wird gedimmt, sodass nur noch die strahlenden Hemden der Spieler in blau, gelb, orange und grün scheinen. Leichtfüßig betritt der junge Dirigent die Bühne mit Applaus im Hintergrund. Stille kehrt ein, bis das Orchester MIAGI aus Südafrika den Auftakt in das Young Euro Classic Festival 2018 macht.

Schon das Einstimmen gab einen Vorgeschmack auf die Großartigkeit dieses Orchesters und dann begann das erste Stück, wobei Violinen, Cellos und Flöten sich gegenseitig antworteten. Mal wie ein Sturm gemeinsam den Saal mitnahmen, mal ganz sacht die Bögen über die Saiten streichen ließen und den hohen Herrschaften die Möglichkeit gaben, ebenfalls zu antworten. Antworten auf den 100.Geburtstag Nelson Mandelas, der sein Leben lang nach Demokratie und Frieden strebte und zusammen mit Leonard Bernstein das diesjährige Festival beeinflusst.
Heiko Maas hielt eine Rede und auch die Staatssekretärin für Finanzen mit dem Botschafter Südafrikas hielten Reden, weihten stolz die Briefmarke mit Mandela ein.

 

Was war das denn für ein geiles Festival am Helenesee? Da ihr ja nicht alle da sein konntet geben wir (Janik und Kai) euch einen Einblick was wir so alles in den Festivaltagen erlebt hatten….

von Janik

Bevor wir starten, sollte vielleicht jeder von euch wissen, was das für ein Festival ist!

Das Helene Beach Festival fand dieses Jahr vom 26.-29.07 statt und das in einer ganz besonderen Lage. Direkt am Gelände befindet sich der namensgebende Helenesee, welcher nur einen Katzensprung von Frankfurt (Oder) entfernt liegt.
Auch dieses Jahr gab es wieder ein buntes Entertainment-Programm  mit über 150 Acts, welche die 8 verschiedenen Stages bespielten. Von elektronischen Acts, über die  „Creme de la Creme“ des Hip Hop Universums, bis hin zu dem Pop Genre, ist alles dabei. Auch dieses Jahr feierten ca. 25.000 Gäste auf dem ausverkauften Festival.

 

Day one:

Das bekannte Anreisechaos!

Seien wir mal ehrlich – es ist immer das Gleiche mit den Festivalanreisen… Man ist total gestresst, weil man nicht weiß wo man sein Camp aufschlagen soll und als Helene Beach Neuling weiß man sowieso nicht, wo man sich eigentlich befindet. Nachdem ich den Weg vom Frankfurter Bahnhof zu der Akkreditierungsstelle im Kamea Club gefunden hatte, ging es im Ambiente eines verruchten Clubs zu dem Presseschalter. Als ich schließlich das langersehnte Festivalbändchen in meinen Händen hielt (oder vielmehr an meinem Armgelenk trug) stand ich vor der nächsten Herausforderung. Der Helenesee war eine halbe Stunde Fahrweg mit dem Auto entfernt. Das Problem: ich hatte weder ein Auto, noch die Muße mich zurück zum Bahnhof zu schleppen, um irgendwo verzweifelt den Shuttlebus zu suchen. Also musste mein Kollege Kai aushelfen, welcher sich zu diesem Zeitpunkt auf dem Festivalgelände befand und mir mit seinem Auto aus der Patsche half. Als diese Hürde geschafft war, musste nur noch die Verpflegung und alles andere Lebensnotwendige zum Lager geschafft werden. Nach weiteren nervenaufreibenden und verzweifelten Minuten (es fühlte sich an wie Stunden) war auch endlich der Schlafplatz hergerichtet. So ging dann auch der erste Tag seinem Ende zu. Zu den Klängen der Preparty an der Strandterrasse wurden wir schließlich in den Schlaf gewogen.

 

Day two:

Start der Urlaubsgefühle.

Geweckt, durch den Sound der partywütigen Nachbarn  *****  und der strahlend heißen Sonne auf dem Zeltdach, ging es in den zweiten Festivaltag. Festivalgeographisch lag unser Camp optimal – der Weg zum Strand beschränkte sich auf maximal 100 Meter und auch die Kiefernbäume boten wenigstens etwas Schutz vor der brennenden Sonne. Nach dem vollwertigen und zugegebenermaßen deftigen Frühstück (Ravioli mit noch mehr Ravioli) ging es gleich zum Strand. Durch den glühend heißen Sand, den man so eigentlich nur von dem Strand auf Malle kannte, liefen wir mit wenigen Sprüngen ins kühle Nass. Gewappnet mit einer Luftmatratze ging es in den See, welcher auch so schnell nicht mehr verlassen werden sollte.

An diesem Tag öffneten offiziell die ersten 4 Stages. Gegen 18 Uhr begaben wir uns dann auch auf den abenteuerlichen Weg zum Festivalgelände. Hier ein paar Schnapsleichen auf dem Weg, da ein paar Männer in zu engen Hotpants und dort eine Sexpuppe in den Baumkronen. Also das typische Festivalfeeling. Dieses Gefühl zog sich weiter durch den Abend. Es wurde zu Drunken Masters mitten im Moshpit, zwischen schweißdurchtränkten und oberkörperfeien Menschen, getanzt oder auch entspannt der Abend genossen, begleitet von dröhnenden Elektrobässen.

***** Nebenbei ein kleiner Hinweis: So bald sich herausstellen sollte, dass deine Zeltnachbarn ein Megaphone haben, solltest du dir dringend einen Plan überlegen, wie du nachts schlafen willst… Spoiler alert: es wird sehr schwer

 

Day three:

Hitze, Schweiß und Halsschmerzen

Auch an diesem Tag sollte die Hitzewelle nicht abnehmen. Wie jeden Morgen legte sich auch dieses Mal ein Gefühl der Ausnüchterung über das Camp. Die ersten Menschen wachten auf – vielleicht im falschen Zelt, die anderen kamen jetzt erst an ihrem Campingzelt an oder es wurde schon angefangen den ersten Instantkaffee über dem Gaskocher zuzubereiten. Nachdem wir zur Abwechslung keine Ravioli zum Frühstück aßen, es gab das typische Festivalfrühstück - Chili con Carne, verlegten wir erneut unseren Lebensmittelpunkt in den See. Frei nach dem Motto: je kühler das Nass, desto weniger stirbt man an Hitze…

Als wir den Tag relativ entspannt hinter uns gebracht hatten, stürzten wir uns in das Nachtleben. Den ersten großen Act, den wir besuchten, war Trailerpark. Wie nicht anders zu erwarten war, hatten sie passend zu ihrem Musikstil, ein gewöhnungsbedürftiges Bühnenbild. Auch dieses Jahr stand eine überdimensionale, entblößte und an adipositas leidende Figur, aufgebaut im Hintergrund. Die Partygarantie war spätestens bei den Songs „Sterben kannst du überall“ oder „Bleib in der Schule“ gewährleistet.
Aber da das noch nicht genug war, ging es danach auf der Mainstage gleich weiter mit den beiden Jungs von SDP.  Passend zu der Festivalstimmung dröhnten Songtexte wie “wo war ich in der Nacht von Freitag auf Montag“ über die Menschenmassen hinweg, welche die Songs ebenso nachgrölten. Die Halsbonbonindustrie hat sich über die Auswirkungen bestimmt gefreut…

 

Day four:

Last but not least

Als wir an diesem Tag, nahezu in Routine, von unseren niemals schlafenden Nachbarn geweckt wurden, konnten wir nicht ahnen, dass dieser Tag doch anders werden würde als gedacht. Auch diesmal chillten wir bei bestem Sommerwetter  - mit strahlender Sonne, azurblauem Himmel und warmen Bier -im See und verbrachten so die Mittagsstunden. Doch am späteren Abend zog sich zunehmend der Himmel zu. An sich war das eine willkommene Abwechslung, da so auch Leben außerhalb von Schatten und Seewasser möglich wurde. Jedoch konnte keiner erahnen, dass es ab 20 Uhr solche Ausmaße annehmen würde. Innerhalb kürzester Zeit rollte eine Unwetterfront auf uns los – Essensstände wurden geschlossen, das Festivalgelände geräumt und der Campingplatz musste evakuiert werden.

Blitze und Donner setzten in kurzen Abständen ein und es begann leicht zu regnen. Wir verzogen uns währenddessen in das Auto von Kai, um sowohl Regen als auch Blitzsicher zu sein und beobachteten das Treiben. Die Stimmung war zugegebenermaßen nicht gerade auf dem Höhepunkt, da der Auftritt von Acts wie Savas&Sido oder Paul Kalkbrenner auf dem Spiel stand. 
Doch nach 2 Stunden des Bangens und Warten war es endlich soweit! Wir durften wieder das Camping-/ Festivalgelände betreten. Einem Abend mit viel Tanzspaß, Hip Hop Feeling und Party mussten ja schließlich aufgeholt werden…

 

Final Fazit:

Das Helene Beach Festival trägt nicht ohne Grund den Namen „Urlaubsfestival“. Auf dem Campingplatz, zwischen dem Schatten von Kiefern, konnte man wunderbar sein Zelt aufschlagen. Auch der kurze Weg zum klaren Helenesee war gerade angesichts der hohen Temperaturen ein Segen. Ansonsten hat sich das typische Festivalfeeling breit gemacht – man konnte coole entspannte Menschen kennenlernen, es gab leckeres Essen (welches man mit seinem Cashlessbändchen bezahlen konnte – also kein Bargeldrumgeschleppe!) und durch die 8 verschiedenen Stages lief immer irgendwie irgendwo Musik. Das Line Up war dieses Jahr sehr Elektro- und Hip Hop-lastig, dies war jedoch für Fans dieser Richtung besonders günstig.
Alles in allem kann man also sagen, dass das Helene Beach Festival seinen Namen alle Ehre macht und wir freuen uns schon auf einen mindestens genauso sonnigen Helenesee nächstes Jahr!

 

Was waren das für zwei Hammer geile Tage in Chemnitz! Da ihr ja nicht alle auf dem Kosmonaut wart, geben wir euch einen kleinen Einblick, was alles auf dem Festival so abging!

VON KAI

Stop mal...! Was ist überhaupt das Kosmonaut?

Das Kosmonaut-Festival ist ein deutsches Musikfestival, das nun schon seit 2013 am Stausee Oberrabenstein bei Chemnitz stattfindet. Gegründet wurde das Ganze von den Mitgliedern der Band Kraftklub. Es war der Wunsch der Jungs, auch mal in ihrem „Kaff“ (Chemintz) ein Festival zu haben, nachdem das splash! -Festival seit 2006 weggezogen ist. Seither findet jährlich zwei Tage lange das Kosmonaut statt. Beschallt und bespaßt  werdet ihr dort, unter anderem mit Deutschrap, Rockmusik und elektronischer Musik, wie z.B. AnneMayKantereit, Faber, Von Wegen Lisbeth, Materia, K.I.Z - um nur einige zu nennen. Fakt am Rande: Das Festival heißt deswegen Kosmonaut, weil die Mitglieder von Kraftklub es nach dem Raumfahrer Sigmund Jähn benannt haben.

 

Day one:

How to: Zelt aufbauen

Oh man wir hätten mal vorher üben müssen, wie man ein Zelt richtig aufbaut. Gefühlte zwei Stunden später haben wir alles aufgebaut bekommen und soweit, wie es ging, uns eingerichtet. Nun saßen wir da in unseren Campingstühlen und mir wurde bewusst, wie viele Menschen hier für zwei Tage auf einem Fleck leben. Alle teilten den Sinn für dieselbe Musik und das war irgendwie etwas Schönes. Vor allem mit unseren „Nachbarn“ haben wir uns blendend verstanden. Ich muss sagen, die Menschen vor Ort waren echt alles super nett und offen. So noch kurz was Essen und fertig machen, weil
ab 14 Uhr begann das Festival. Es gab sechs Bühnen. Zwei davon sind mehr die Unterhaltungsbühnen (Talkshow, Herzblatt, Bingo), auf den anderen wurde Musik gespielt. Aber um erstmal zu den Bühnen zu kommen mussten wir eine Weile laufen und dann noch am Eingang anstehen (wegen der Sicherheit und so). Nachdem wir endlich das erste Mal drinnen waren bemerkte ich, wie groß das Gelände doch ist.  Das coolste war, dass man dort baden konnte. Das heißt wir konnten baden und gleichzeitig die Musik von Hauptbühne mitbekommen.

 

Eine Zusammenfassung in Hashtags
Faber: #faberimwind #allesgute #spiegleinspielgein
Käptn Peng & die Tentakel von Delphi: #ermagsie #siemagihn #kleid
Feine Sahne Fischfilet: #bananenbot #ichbinkomplettimars**h #bengalos
Geheimer Headliner(Cro, Casper& Materia,  Rin, Haiti, Bausa): #affengeil #feuerwerk #gänsehaut
Drunken Master: #party #dj #wow
 

Fazit vom Day one:
Was war das für ein fantastischer Abend. Wir kamen aus dem Staunen nicht mehr raus. Für mich war es das erste mal bei einem Festival und auch das erste Mal bei einem„Moshpit“. Das Wetter war der Hammer. Besser kann ein Festival gar nicht sein! Was waren das für geniale Headliner! Zum Ausklang gab es sogar ein Feuerwerk!

 

Day two: Chili con Carne und Milchbrötchen zum Frühstück

Jaa…ihr habt richtig gehört. Bevor wir aber zu diesem leckeren Frühstück kamen, wurden wir erst mal um 7:30 vom lieben Casper und Materia geweckt. Man war das cool! Wie das genau abgelaufen ist, seht ihr hier: https://www.youtube.com/watch?v=mMKUInbDE9s

Nach dem Weckruf und dem außergewöhnlichen Frühstück stand man erst noch eine Stunde an, um duschen zu können. In der Zeit konnte man sich sehr toll mit den Menschen unterhalten. In Momenten wie diesen wurde mir klar, dass es bei Festivals eben nicht nur um die Musik geht, sondern das Gesamtpaket und explizit die Atmosphäre drum herum auch ein Erlebnis für sich sind.
Wir haben auch echt Glück mit dem Wetter gehabt. Kein Regen und keine grauen Wolken.  Ab 13:50 Uhr ging es für uns wieder los! Das heißt 40 Minuten früher los, dort hinlaufen und anstehen, dass man reinkommt. Und fast haben wir unseren ersten Sänger verpasst, weil wir so lange anstehen mussten.

Zusammenfassung in Hashtags #2:
Juicy Gay: #caprisonne #2Uhren #fliegendecaprisonnen
Juse Ju: #rapmitgehirn #impro #propaganda
Milliarden #jajaja #rock #pfandmilliardär
Goldroger: #flowerboy #hiphop #entspannt
Trettmann: #wiedu #nurmitdenechten #bassdröhnung
RAF Camora #ohnemeinteam #gottseidank #allessingenmit
Milkey Chance #gänsehaut #stolendance #chillig
Kraftklub: #500K #Liebezudritt #moshpit
 

Und auch hier waren wir komplett überwältigt. Obwohl wir wenig Schlaf hatten, waren wir Top-Fit und sehr gehypt. Alles Bands an diesem Tag waren der Knaller, doch Kraftklub war die Kirsche auf dem Bananensplit. Das komplette Kosmonaut ist abgegangen. Ich durfte selbst auch kurz die Leute von Kraftklub im Backstage-Bereich treffen und ich muss sagen, das sind schon sehr coole Typen.

 

Finales Fazit

Ich kann das alles kaum in Worte fassen. Das Kosmonaut muss man auf jeden Fall erlebt haben. Ich bin froh das, dass das Kosmonaut mein erstes Festival war und damit werde ich es immer in Erinnerung behalten. Als einzigen Kritikpunkt kann ich nur das lange Anstehen und Warten anführen. Vielleicht lässt sich dort in den nächsten Jahren etwas optimieren. Und doch war sehr schön organisiert und die Menschen vor Ort sind alle superfreundlich. Alleine schon wenn ich jetzt davon schreibe, bekomme ich Gänsehaut. Dank dem Kosmonaut mag ich jetzt Bands und deren Lieder, die ich vorher nicht mochte.
 

Vielen Dank, Kosmonaut, für diese tollen Tage. Macht weiter so!

 

Hier noch ein paar Videos zum Anschauen!

https://www.youtube.com/watch?v=jP70O5C-LGc

https://www.youtube.com/watch?v=ISq8AKujvP0&t=149s

https://www.youtube.com/watch?v=JDH6ERP3hLk

 

 

VON KRISTINA

In ihrem "Ich will verändern" Blog 'add passion' schreibt Kristina regelmäßig über Geschichten, die sie erlebt und Ereignisse, die sie in ihrer Umwelt beobachtet.

 

Wer nicht die Möglichkeit hatte, seine Sachen auf den Rücken zu klemmen und ein Sommerabenteuer zu erleben, der sollte sich auf die Socken machen für einen Kurztrip in die Alte Nationalgalerie. Wanderschuhe nicht vergessen! Auch wenn die Galerie nicht jeden in seinen Bann zieht, so hat die derzeitige Ausstellung "Wanderlust” doch tausende Besucher neugierig gemacht. Es scheint so, als würde der Hype fürs Wandern erst seit einigen Jahren andauern, tatsächlich hatten die Menschen schon immer großes Interesse, zu erkunden, oder aber einfach spazieren zu gehen.  
Auf den ersten Blick wird vielleicht nicht klar, wie sich Kunst und Wanderschaft überschneiden. Nach der Ausstellung seht ihr das anders.

 

Beim Wandern werden uns neue Einblicke in die Schönheit der Natur gegeben und so haben sich auch viele Maler in Europa die Leinwand unter den Arm geklemmt und nach romantischen Motiven gesucht. Durch das Wandern und Forschen entdeckten wir mehr und mehr, was unsere Welt zu bieten hat und so wurde die Entdeckung der Natur ebenfalls zum Thema der Ausstellung.  
Bekannte Künstler, wie Casper David Friedrich und Karl Friedrich Schinkel, sowie weniger bekannte Künstler, wie Carl Blechen und Gustave Coubert, nehmen einen mit in die Romantik.  
Weit brauchen wir gar nicht weit fahren, denn wie durch ein Fenster schaut man in die Alpen und die Highlands von Schottland. Insgesamt sind Künstler aus Deutschland, Dänemark, Frankreich, Norwegen bis hin Großbritannien und Russland vertreten.

 

Vom 2. bis 5. Juli fand die Mercedes-Benz Fashion Week in Berlin statt. Sie ist sozusagen das Gipfeltreffen der deutschen Modeszene. Ich war live vor Ort und erkläre euch hier die wichtigsten Fashion-Begriffe, verrate Insider- und Verhaltens-Tipps und wie ihr es schafft, die Modewoche selbst zu erleben!

VON HANNAH

 

A – Akkreditierung

Auf jeder Fashion Week gilt: Ohne Einladung, keine Show. Und solange man nicht zu den bekanntesten Gesichtern der Branche gehört, passiert es leider eher selten, dass man eine direkte Einladung für eine Show erhält. Das heißt aber nicht, dass man gleich aufgeben sollte, nur weil man nicht Gigi Hadid heißt oder einer der erfolgreichsten Designer der Stadt ist – der Großteil der Plätze wird nämlich über Akkreditierungen vergeben. Wer also unbedingt dabei sein möchte, muss sich im Vorfeld über die PR-Agenturen der Designer und Labels schriftlich für die Shows akkreditieren (Zur Website). Allein das kostet schon einmal 20 Euro. Außerdem wird auch nicht jeder, der sich akkreditiert, eingeladen. Es muss also ein aussagekräftiger Text her, der die Agenturen überzeugt, dass ausgerechnet DU dabei sein solltest – natürlich auch, um im Nachgang über die Shows zu berichten.

B – Backstage

Der abgeschirmte Treffpunkt vor jeder Fashion Show ist der „Backstage“-Bereich. Hier trifft der Designer vorab Models, Stylisten, Make-up Artists, Choreographen, PR-Agenten und Stars, um alle Vorbereitungen für die Show zu treffen, Interviews zu geben und Gäste zu empfangen. Bis zum Schluss wird geföhnt, gelockt und gesteckt, die Luft ist vernebelt von Wolken aus Puder und Haarspray. „Schnell, schnell, schnell!“ Oft bleiben den Models nur wenige Sekunden zum Umziehen, da sie in der Regel mehrere Kleider eines Designers präsentieren.

C – Chaos

Sowohl hinter der Bühne als auch mitten im Geschehen geht es chaotisch zu: Im Grunde ist die ganze Fashion Week ein einziges Hin und Her-Gerenne. Es bleibt nicht viel Zeit, um sich mal um sich selbst zu kümmern oder in einer Sitzecke zu entspannen – jedenfalls für die meisten Gäste, die zu verschiedenen Shows an verschiedenen Orten eingeladen wurden. Dank der neuen Fashion-Week-Shuttle-Busse kommt man aber schnell von A nach B und muss nicht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln von Show zu Show fahren.

D – Dresscode

Gibt es nicht. Wenn, dann heißt er: "Anything goes!" ;-) Von Clogs bis Killer-High-Heels ist alles möglich. Je verrückter man sich kleidet, desto häufiger wird man fotografiert. Aber selbst wenn man absichtlich in einem Understatement-Look antanzt, wird man mindestens einmal von einem Fotografen vor die MBFW-Wand gezerrt und aufgerufen, „Action“ und „Posing“ zu machen.

E – Erste Reihe

Die Front Row ist für Promis, Designer und einflussreiche Blogger und Modejournalisten reserviert. Wer hier sitzt, ist „wichtig“, und das soll jeder sehen: Deshalb wird während einer Show immer nur die erste Reihe mit Scheinwerfern beleuchtet.

F – Fotos und Fotografen

Nicht nur das Geschehen auf dem Catwalk oder im Backstage-Bereich wird im Bild festgehalten. Streetstyle- und Star-Fotografen sind mittlerweile fester Bestandteil jeder Fashion Week und tummeln sich draußen auf den Straßen rund um das Gebiet der Location. Dort erhaschen sie Gäste auf dem Weg zur Show oder einfach nur Menschen, die mit einem auffälligen oder besonders stylishem Outfit aus der Masse herausstechen.

G – Goodie Bag

Die Gäste einer Show erhalten oft eine kleine Aufmerksamkeit – meist ein Beutel gefüllt mit Beauty Produkten, Getränken oder – wenn man Glück hat – ein kleines Designerstück. Bei manchen Shows ist es jedoch üblich, dass nur Leute aus der ersten Reihe eine Goodie Bag bekommen.

H – Handy

Das Handy ist definitiv das wichtigste Werkzeug auf der Berliner Fashion Week. Große Kameras, außer natürlich die der Fotografen, sind nicht gerade erwünscht. Außerdem wollen die meisten die Momente mit ihren Instagram-Followern teilen und zücken deshalb bei jeder Gelegenheit ihr Handy, um Fotos und Videos für ihre Story zu machen. Eine Fashion Week ohne Instagram? Unvorstellbar.

I – Influencer

Da sind wir auch gleich beim Thema: Influencer und Instagram gehören schließlich zusammen wie… Bratwurst und Senf? Was früher die „Blogger“ waren, die den größten Teil des Publikums bei einer Show ausmachten, sind heute die „Influencer“. Sie nutzen ihre Reichweite auf Social Media, um für sich und bestimmte Marken, die auf der Fashion Week vertreten sind, Werbung zu machen. Von Anfang bis Ende begleiten sie ihre Follower durch die Woche und geben ihnen Einblick in das Showgeschäft.

J – Journalismus

Modejournalisten begeben sich beruflich auf die Fashion Week, um sich über die Looks der kommenden Saison zu informieren, die sie dann ein halbes Jahr in den Magazinen für Fotoshootings und Artikel stylen. Zum anderen berichten Modekritiker urteilssicher über die Entwürfe und das Geschehen rund um die Modewoche. Eine herbe Kritik kann dazu führen, dass sie nicht mehr eingeladen werden. Aber auch das ist letztlich eine Anerkennung ihrer Arbeit und ihres Einflusses.

K – Klatschen

Nach jeder Show wird geklatscht. Aber auch bitte nur danach! Johlen oder aufstehen gilt ebenso als unangemessen.

L – Location

Die Location dieses Jahr war das E-Werk Berlin nahe des Potsdamer Platzes. Es ist ein altes Umspannwerk, das mit seinem alten, aber individuellen Design die perfekte Location für die diesjährige Berliner Fashion Week darstellte. Drinnen wurden täglich neue Kollektionen verschiedener internationaler Designer vorgestellt, während sich auf der anderen Seite der Location der Eingang zu den Runway Shows befand. Auch der Außenbereich war sehr stilvoll gestaltet und ein guter Ort, um mit den anderen Leuten ins Gespräch zu kommen und sich ein Erfrischungsgetränk vom Food Court zu gönnen.