Unterwegs

Einfahrende U-Bahn

In der Hauptstadt ist viel los und man sammelt schnell neue Eindrücke.  Hier siehst du einige coole Erlebnisse, die wir gerne mit euch teilen!

Von Käfern, Sternen und Herbonauten handelte der 92. Treffpunkt WissensWerte. jup! Redakteurin Zora war für euch vor Ort.

VON ZORA

 

Zu Gast im Zeiss Planetarium

Dieses Mal stattfindend im Zeiss Planetarium waren die Forscher*innen Agnes Kirchhoff aus den Botanischem Garten/Museum, Dr. Wiebke Rössing aus dem Museum für Naturkunde, Dr. Christopher Kyba aus dem Deutschen GeoForschungsZentrum und Markus Weißkopf,  Geschäftsführer von Wissenschaft im Dialog gGmbH, zu Gast. Sie diskutierten lang und ausgiebig über den Sinn von Bürgerwissenschaften. 
 

Doch was sind Bürgerwissenschaften?

Citizen Science, auch Bürgerwissenschaften genannt, bezeichnet die Mithilfe der Bürger*innen in der Wissenschaft.
Diese müssen keine spezielle Ausbildung besitzen und können von der Namensgebung neu entdeckter Tierarten bis hin zur Messung der Helligkeit des Nachthimmels, mit Hilfe einer App („Verlust der Nacht“), den Wissenschaftler*innen zur Hand gehen.
Frau Kirchhoff aus den Gärten der Welt regte an, Herbonaut zu werden. Hierfür ist es notwendig, alte Schriften auf Herbarien zu entziffern und neu anzufertigen.

Dr. Kyba machte auf seine App „Verlust der Nacht“ aufmerksam, mit der er und sein Team die Auswirkung von LED-Licht auf den städtischen Nachthimmel messen wollen. Aufgabe der Bürger*innen sei es, mithilfe der App den Nachthimmel abzugleichen. Hierzu zeigt die App Sterne an, die am Himmel stehen sollten, ob diese zusehen sind oder nicht, teilt man dann der App mit. 

Aber auch so können Bürger*innen die Wissenschaftler*innen anregen. 
Herr Weißkopf erzählte begeistert von einem Windelprojekt, was aufgrund von Fragen und Ideen von Eltern entstand. Dieses Projekt testet u.a., wie man Windeln waschbar und somit wiederverwendbar machen kann. 

Zusammenfassend ist zu sagen, jeder kann Wissenschaft machen! Worauf wartet ihr dann noch?

 

Ab dem 14. Dezember kommt  der neue Animationsfilm von Disney "Ferdinand- Geht STIERisch ab" in die Kinos. Kaja und Kai aus der jup! Redaktion hatten schon jetzt die Möglichkeit, den Film zu sehen und die Stars der deutschen Synchronfassung zu interviewen. Sie trafen Daniel Aminati (Ferdinand), Bettina Zimmerman (Elvira) und Carlos Saldanha (Regisseur). "Ferdinand- Gehts STIERisch ab" ist ein sehr schöner Film geworden. Mehr über den Film erfahrt ihr in den Interviews!

VON KAJA UND KAI

 

„Wenn Hacker*innen Berliner und Brandenburger Kulturdaten aufarbeiten, dann entsteht was?“, fragten sich die Organisierenden der Veranstaltungsreihe „Coding Da Vinci“ bereits zum vierten Mal, die Datengebenden und das erschienene, neugierige Publikum.

VON AMANDA

Um was es in der Veranstaltung ging, war allen Beteiligten klar: den Kulturbetrieb in Berlin-Brandenburg mit seinem spannenden Repertoire an mannigfacher Information im verschiedensten Sinne zu digitalisieren. Durch die Digitalisierung neue Erfahrbarkeiten zu schaffen und durch neue Erfahrbarkeiten neue (An)Reize am „alten“ Kulturerbe. So kurz, doch so schwierig. Perlen der Datengebenden kamen dabei etwa vom Friedrichshain-Kreuzberg Museum (FHXB)/ Künstlerkreis​ ​“Kreuzberger​ ​Boheme” (Kunstwerke), vom Museum​ ​für​ ​Naturkunde​ ​Berlin, welches unter anderem 3D-Scans biologischer Sammlungsobjekte lieferte, und von der Berlin-Brandenburgischen Akademie​ ​der​ ​Wissenschaften, die Nachschriften​ ​zu​ ​Alexander​ ​von​ ​Humboldts Kosmos-Vorträgen​ ​(1827/28) zur Verfügung stellte.

 Mich, als Studierende der Kulturwissenschaft, beschäftigte wie diese Bearbeitungen, egal wie sie auch immer umgesetzt wurden, den Kulturbetrieb eventuell auch revolutionieren oder zumindest ihn innovativer gestalten würden. Die im Folgenden genannten Projekte ließen mich mit Besonderen Eifer an die Chancenvielfalt einer möglichen Digitalisierung des geliebten Kulturerbes glauben. Einige wirklich coole davon, will ich euch vorstellen:

 

„Skelex“

„Skelex“ - Hinter dem Namen verbirgt sich eine Art Virtual-Reality-Interaktionswelt mit Schlangenköpfen. Gemeint ist eine fesselnde, neue Erfahrungswelt von Schlangenköpfen und deren Skeletten. Wer die nicht virtuelle Brille aufsetzt, sieht sich zum Beispiel mit einem riesen Skelett konfrontiert, welches er, sie, es nach Belieben anfassen, messen, sogar röntgen kann. Als eines der Sieger*innenprojekte von insgesamt sechs wurde es unter dem Titel „Everybody’s Darling“ ausgezeichnet und erhielt damit den Publikumspreis.

 

„Exploring the Hidden Kosmos“

„Exploring the Hidden Kosmos“ -  oder auch „Most Useful“. Dieses Projekt digitalisierte die Mitschriften von Zeitgenossen*innen, die die Vorträge Humboldts besuchten. Darunter waren auch Frauen, da Humboldt seine Vorträge auch für die Öffentlichkeit öffnete. Besonders spannend hierbei sind die ebenfalls abgebildeten Diskussionen innerhalb der berichtenden Zeitgenossen*innen, aber auch die benutzer*innenfreundliche Darstellung. Folgt einfach dem Link und schaut selbst!

http://humboldt-kosmos.oklab-potsdam.de/

 

„BERLINER mauAR.“

„BERLINER mauAR.“ – Hier rekonstruierten die Kreativen und Hackenden die Berliner Mauer nach dem Prinzip von Augmented Reality. Damit verbunden ist auch eine App. Hält sich die benutzende Person mit ihrem Smartphone an einem relevanten Mauer-Ort in Berlin auf, so erhält sie Originalbilder vom Zeitraum 1961-1989, obendrauf zieht die App sogar einen Vergleich zum heutigen Stand. Deshalb zeichnete die Coding-Da Vinci-Jury die App mit Idee unter dem Titel „Most Technical“ aus und würdigte damit den technischen Aufwand der Hackenden.

http://mauar.de/

Die deutsch-russische Verständigung geht in eine neue Runde mit der RUSSISCHEN FILMWOCHE IN BERLIN! Noch bis morgen und seit Montag haben und hatten die unzähligen Russlandbegeisterten eine Menge spannender Filme zu begutachten.
Für euch vor Ort war jup! Redakteurin Amanda unterwegs und schaute sich im Delphi Lux am Zoologischen Bahnhof die „Weißen Nächte“ von Tatjana Woronetzkaja und
Andreij Bogatirew an.

VON AMANDA

 

Ich freute mich schon sehr darauf, in zeitgenössische, filmische und russische Gefilde eintauchen zu dürfen. Was das genau bedeuten würde, wusste ich zwar nicht genau, kümmerte mich aber auch nicht weiter drum. Ich werde es ja nach ca. 90 Minuten schon noch herausfinden, dachte ich.

Der Film „Weiße Nächte“ sollte wohl eine erneute filmische Auflage des gleichnamigen Romans von Dostojefki darstellen. Inwiefern dies wohl stimmen sollte, konnte ich leider persönlich nicht herausfinden - mein niedriger Bildungsgrad schloss die vorangestellte Lektüre des Originales in der Original-Sprache leider aus. So musste ich Vertrauen üben.

Nach den ersten verstrichenen Filmminuten kamen auch erste „Aha-Momente“. Der Film wird also in schwarz-weiß laufen. Ok. Anscheinend befinden wir uns in St. Petersburg, obwohl der Roller fahrende Protagonist auch in jeder beliebigen Großstadt zu finden wäre. Sein Style verrät ihn als einen „modischen“, jungen und wissbegierigen Mann – des schwarzen Filzhutes, der zerrissenen Jeanshose und der Statementkette sei Dank. Einige Geister mögen mich in diesem Moment schelten und wohl daran tragen, in dem sie mir unverhältnismäßige Strenge vorwürfen, doch konnten die bitteren Folgen einer stetigen Einheitsmode, also Einheitsästethik, an diesem Herren abgelesen werden. Arbeitslos, wie er war und zu touristischen Vergnügungen hingezogen, kam Feodor, oder auch Fjodr D. (wie er sich selber nannte), offenen Mundes und ständig filmend mit einer hübschen Tour-Guidin in Kontakt: Anastasia, blond, Mitte 20 (oder so), immer dieselbe Phrase wiederholend, erweckte seine Aufmerksamkeit. Nach einem kurzen Handyvideo, das Fjodor offenbar ausreichend schien, um sich in Anastasia (Nastja) gänzlich zu verlieben, beschattete dieser sie über den restlichen Tag hinweg.

Wenn unaufdringliche/aufdringliche Beschattungen des Gegenübers mit amourösem Werben übersetzt werden, befinden wir uns anscheinend im russischen Balz-Konstrukt, oder wie?
So schoss es mir in diesem Moment durch den Kopf und wenn die Helden und Heldinnen zwar „modern“ gekleidet sind, Tattoos am Körper tragen, genauso viel Anspruch nehmen wollen auf sinnloses in den Tag reinleben wie „Berlin Tag und Nacht“-Charaktere, so dürfen sie immerhin nicht rauchen, keiner Polyamorie fröhnen oder unperfekt aussehen. Schade eigentlich.

Zwischendurch bin ich nur noch aggressiv….

Warum ich einen „Wolf“ auf anstrengende Melancholiker mit hohlen Aussagen habe, kann ich mir nicht erklären, nur dass die Liebesgeschichte, die sich unweigerlich zwischen Nastja und Fjodr, anbahnt, schlimm für mich ist. Aber ich muss weiter ausholen. Wie kann sich denn keine LiebesGESCHICHTE zwischen Mann und Frau anbahnen, wenn Mann will und Frau da ist? Weil STORY, ist so. Ich hoffe, dass mein gellender Zynismus auch auf den letzten, romantischen Sofareihen hörbar ist. Wie kann Fjodr, der als erlebnishungriger Tourist, dazu auch noch Junggeselle, sich in St. Petersburg aufhält, keinen Anspruch auf ein Abenteuer mit seiner angebeteten Nastja erheben? Und wie kann Nastja anders, die eigentlich einen anderen liebt, als sich nicht dem Charm Fjodrs zu ergeben? Und damit Fjodr zu erliegen? Er ist doch so gut zu ihr, obwohl sie ihn in die, angeblich vorhandene, „Friendzone“ verfrachtete!

Alles im Film nimmt demnach seinen Lauf. Verliebtheit verwandelt sich in Liebesgeständnis, Versprechungen über treue Loyalität in ruckartigen Abbruch und die Träume der beiden in wertlose Eintagsfliegen. Viele Elemente des Filmes waren genauso austauschbar wie seine Hauptcharaktere. Das Spannendste an ihm jedoch, so empfand ich, war die Kameraführung, die perspektivischen Stand- und Schnittbilder und die Tatsache, dass durchgängig auf Russisch gesprochen wurde. 

Wer nach dieser Filmrezension noch Bock verspürt, sich den Film unbedingt zu Gemüte zu führen, kann das sehr gern tun. Eventuell werden die Liebesszenen euer Privatleben romantiklos erscheinen lassen, dafür könnt ihr euch aber mit dessen Echtheit trösten. Denn niemand, anders als es uns dieser Film glauben lassen macht, wirklich niemand, sieht nach mehreren Tagen in ein und demselben weißen Kleidchen so sauber aus, wie Nastja. Und noch weniger Normalos werden befürchten müssen, dass ein Möchtegern-„Traumerfüller“ ihnen in den Abendstunden in St. Petersberg mit guten Absichten folgen wird.

VON SOPHIA

Ende November sind die Jungs von SDP in der Max-Schmeling-Halle in Berlin aufgetreten und Jasmina und ich waren für euch dort. Das Musiker Duo aus Berlin-Spandau bildete sich im Jahr 1999. In ihren Anfängen nannten sie sich auch „Die bekannteste unbekannte Band der Welt“ nach dem Vorbild der Ärzte.Seitdem haben Vincent und Dag schon einige Erfolge gefeiert. Zur Zeit sind die Jungs mit ihrem im März erschienen Album „Die Bunte Seite der Macht“ auf Tour. Als Vorband ist zur Zeit der Rapper Weekend und Sera Finale mit dabei.

Die Stimmung ist wie immer bei SDP Konzerten super und sie sind sich auch nicht zu schade, durch die Menschenmenge zu rennen, um auf die kleinere Bühne am anderen Ende der Halle zu kommen. Zu unserem Erstaunen ging das sogar ziemlich schnell und es hat tatsächlich jeder mitgemacht, um die Gasse zu bilden. Ein weiteres Highlight war Vincents Klavier, das von der Decke runter auf die Bühne geflogen kam. Außerdem wurden die Jungs von den Special Guests Sido und Prinz Pi unterstützt. Und auch die Band hat einen super Job geleistet und für eine geile Stimmung gesorgt.

Falls ihr jetzt doch noch Lust bekommen habt, auf ein SDP Konzert zu gehen, die Jungs haben vor kurzem noch ein paar Daten für Zusatztshows für Anfang 2018 released.

In unserem Livestyle Magazin findet ihr noch unser Interview mit Dag von SDP.

Vom 25.-26.11.2017 war die 4. BUCHBERLIN 2017 im Hotel Estrel. BUCHBERLIN ist die drittgrößte Buchmesse in ganz Deutschland.

 
VON KATHARINA
 
,,Humor ist immer wichtig bei Büchern“, sagt Miriam Rademacher, eine der Autorinnen, die bei der Buchmesse vertreten sind. Sie schreibt unter anderem Krimis, die humorvoll sind, wie sie selber sagt.
Der direkte Kontakt zu den Autor*innen ist bei der BUCHBERLIN ausdrücklich erwünscht. Ständig erhalte ich Leseproben oder werde in Gespräche verwickelt. Nicht selten werde ich gebeten,
an den Stand zu kommen und die Autoren oder die Verlage stellen dann deren Bücher vor. Dies gibt mir die Möglichkeit neue Verlage kennenzulernen, die ich vorher nicht kannte oder interessante Buchempfehlungen zu erhalten.

 

Entspanntes Atmosphäre

Es herrscht eine entspannte Atmosphäre, was ich vorher nicht erwartet hätte. Denn mit der Überschaulichkeit der Messe habe ich nicht gerechnet und im Gegensatz zu größeren Buchmessen wie Leipzig und Frankfurt, wirkt es entspannt.
Keine große Menschenmenge, aber dennoch ein gemischtes Publikum. Von Alt bis Jung ist alles vertreten. Für die Kleinen gibt es unter anderem einen Manga-Zeichenkurs. Aber auch alle anderen sind bei diesem Kurs gern gesehen,
wie die Frau an dem Stand betont. Das Hotel Estrel hat zwei Räume für die Buchmesse reserviert , einer davon präsentiert vor allem Kinder- und Jugendbücher.
 

Junger Nachwuchsautor

Johan- Gabriel winkt meine Freundin Anna und mich zu sich an seinen Stand - er ist gerade mal 10 Jahre alt und  CO-Autor. Gemeinsam mit seiner Mutter hat er unter anderem das Buch ,,Ich und die Monster“ geschrieben.
Ich finde interessant, dass ein ziemlich junger Autor vor Ort ist. Zudem sei er zum ersten Mal auf der Buchmesse in Berlin. Er wirkt gelassen, und versucht guten Kundenkontakt zu machen. Der Verlag Feenstein,
der das Buch veröffentlicht hat, verkauft personalisierte Kinderbücher. Dies bedeutet, dass Eltern den Vornamen ihres Sohnes oder ihrer Tochter bei Bestellung angeben  können und der Name wird dann in das Buch eingearbeitet.
Dies soll einen pädagogischen Effekt haben, ist auf der Homepage zu lesen, um den Kindern die Angst vor bestimmten Situationen zu nehmen, wie zum Beispiel die Angst vor Monstern.

Fantasy, Liebe, Belletristik

Im zweiten Raum der Buchmesse sind so gut wie alle Genres vertreten von Fantasy über Liebe und Belletristik bis zu Queerbookfair (= homosexuelle Szene) ist alles vertreten. Eine Frau in einem Prinzessinnenkostüm erklärt,
dass es mindestens 50 Unterbereiche von Fantasy gibt. Diesen Fakt finde ich verblüffend. Sie stellt uns das Buch ,,Es war einmal... ganz anders“ (Verlag: Märchenspinnerei) vor, wo  Grimms Märchen auf eine skurrile und moderne Art umgeschrieben worden sind.

 

Schöne Dekoration

Auffällig an den Ständen ist, dass sich die Aussteller Mühe geben, es schön zu schmücken. Auf den Ständen sind nicht nur Bücher zu Verkauf ausgestellt sondern auch Schmuck oder Kuscheltiere. Es gefällt mir sehr gut zu sehen,
wie anschaulich die Stände geschmückt sind. Viele haben sich saisonal passend auf die winterliche Zeit eingestellt, es gibt kleine Schneemänner aus Stoff oder Tannenbäumchen. Sichtbar ist auf einigen Tischen auch eine Form der Buchkunst,
wo die Buchseiten kunstvoll ausgeschnitten und Wörter hineingearbeitet wurden.

 

Was genau ist BUCHBERLIN?

Falls noch jemand ein Buch als Geschenk oder für sich kaufen wollte, ist er/ sie auf der BUCHBERLIN genau richtig. Auf der drittgrößten Buchmesse (nach Frankfurt und Leipzig) im Hotel Estrel unweit vom S-Bahnhof Sonnenallee,
sind viele Independent – Verlage und Self – Publisher vertreten. Dies bedeutet, es ist eine relativ unabhängige Literaturszene mit rund 300 Aussteller.
Auf zwei Räumen ist die Buchmesse verteilt und zusätzlich finden Lesungen auf einem Leseschiff statt, das sich auf dem Neuköllner Schiffahrtskanal direkt vor dem Hotel befindet.
Noch steht es nicht fest, wo die 5. BUCHBERLIN 2018 stattfinden wird aufgrund fehlender freier Räumlichkeiten im Estrel. Jedenfalls empfehle ich euch der BUCHBERLIN einen Besuch abzustatten! Im Vergleich zur Leipziger Buchmesse,
wo ich auch schon mal war, ist diese Buchmesse viel entspannter und zudem wird mehr persönlicher Kundenkontakt gesucht.

VON FLORIAN

Heute war der letzte Tag einer dreitägigen Jugend hackt Veranstaltung in Berlin. Vom Freitag, den 24.11, 17:00 bis zum 26.11 um 14:30 trafen sich im "Betahaus" am Moritzplatz kreative Köpfe zwischen 12 und 18 Jahren aus ganz Deutschland, um gemeinsam in Gruppen an Projekten zu arbeiten.
Das ganze wurde am 26.11 in einem Livestream vorgestellt. Unter dem Motto "Treppensteigen" entstanden im 1. und im 4. OG nützliche und interessante Programme und Kreationen.

Ein Projekt – zugleich auch meines - war das Projekt `Hackerportal´. Es handelt sich hierbei um einen Blog, wo sich Leute austauschen können und anderen in Sachen Programmierung helfen. Das ganze entstand mit HTML, JavaScript und PHP.  HTML war zum Designen der Website, auch Frontend genannt, was so viel bedeudet wie: „Das ist dann  auch sichtbar“.

JavaScript und PHP waren für das sogenannte Backend zuständig, was bedeutet: „Wenn ich wo drauf drücke, passiert was“. PHP war auch zur Kommunikation mit einem Server zuständig. Da auf der Webseite ein Code einzugeben ist und man nicht diesen aus dem Programmcode herauslesen soll, muss es also einen verschlüsselten Server geben, der schaut, ob das Passwort korrekt eingegeben wurde und leitet einen, wenn das Passwort richtig ist, weiter. Außerdem werden dort Daten gespeichert, welche im Blog verfasst wurden.

Später wurde das "Frontend" von HTML auf PHP übertragen und HTML für das Design nicht mehr genutzt.

Auch bei den anderen Gruppen entstanden Projekte, welche aber nicht so leicht als Außenstehender zu erklären sind, da ich ja auch in der Hackerportal Gruppe war.

Für das leibliche Wohl war auf der Veranstaltung auch gesorgt. Es gab  am Samstag- und Sonntagmorgen ein Frühstück, welches direkt in die Mittagsmahlzeit überging. Mittagessen ist auch eine warme Mahlzeit u.a. mit viel Pizza. Als letztes gab es das Abendessen, welches freitags und samstags aus warmen Essen wie Nudelauflauf bestand.

Mir hat mein erstes Jugend hackt viel Spaß gemacht, allerdings würde ich das nächste Mal unbedingt auch dort mit den anderen Übernachten, um nicht kurz vor Mitternacht von dort nach Hause fahren zu müssen.

Russlandfans, Filmbejahende und Kulthuldigende aufgepasst!

Nächste Woche startet wieder die Russische Filmwoche in Berlin. Vom 27. November bis zum 2. Dezember wird die Vielfalt des zeitgenössischen russischen Films zelebriert. Für jup! vor Ort berichtet Amanda von zwei besonderen Perlen des Genres: "Das Bolschoi" von Walerij Todorowskij und "Weiße Nächte" von Dimitrij Kisseljow. Während ersterer eher dokumentarisch dem harten Alltag der weltberühmten Ballettschule nachspürt, widmet sich zweiterer einer Neuinterpretation Dostojewskijs gleichnamigen Romans.

Die klassischen Themen bekommen durch das Medium Film nicht nur ein modernes Gewandt, sie gewinnen ebenso darüber hinaus auch neue Freunde der russischen Kultur, Dramatik und dem vermittelnden Lebensgefühl.

Zu sehen gibt es die Filme zum einen im Russischen Haus der Wissenschaft und Kultur  und zum anderen im neueröffneten delphi LUX am Zoo. Alle Filme werden mit deutschen Untertiteln gezeigt. Kinokarten werden an den Kassen der jeweiligen Kinos verkauft.

Alle Infos zu den Filmen,  Terminen und Orten gibt es auf der Webseite der Russischen Filmwoche.

Also, seid dabei! Oder auch: Приходите! Стретимся там!

Weihnachten rückt nun immer näher und die Weihnachtsmärkte stehen in den Startlöchern. Der Christmas Garden Berlin im Botanischen Garten stimmt mit seinen vielen Attraktionen auf Weihnachten und den Winter ein. Patrice und ich hatten die Möglichkeit, bei der Premiere am 17. November vor Ort zu sein und haben uns selber ein Bild von dem Christmas Garden gemacht.

 

VON ANNIKA | FOTOS: PATRICE

Bereits im letzten Jahr hat der Christmas Garden Berlin im Botanischen Garten mit seinen vielen Lichtern und Installationen die kleinen und großen Besucher*innen begeistert. Seit dem 17. November leuchten die Lichterketten wieder und es gibt zusätzlich viele weitere Attraktionen.

Am meisten Spaß macht ein Besuch, wenn es dunkel ist, da dann alle Lichter an sind und man die Stimmung mehr auf sich wirken lassen kann. Nachdem man den Eingang hinter sich gelassen hat, kommt man zu einem Tropfenhimmel, der den Spaziergang zum Platz zu einem Erlebnis macht.

Auf dem Platz, auf den man nun kommt, kann man sich mit Crêpe und Glühwein aufwärmen und für den zwei Kilometer langen Lichterweg stärken.
Auf der Empore ist eine Eislaufbahn, wo man sich Schlittschuhe ausleihen und entspannt über das Eis gleiten kann. Wer sich nicht auf das Eis traut, kann sich derweil in der „Santa- Clause“  neben an aufwärmen.

 

Unterwegs auf dem Lichterpfad

Der Rundgang, der links neben dem Weihnachtsbaum mit der großen 24 beginnt, ist voller Überraschungen. Es gibt kleine Stände mit Maronen oder Punsch und auch kleine Bänke zum stilvollen Fotos knipsen.

Wie man auf den Bildern erkennen kann, gibt es viele unterschiedliche Lichtershows. Es gibt leuchtende Geschenke, hell leuchtende Bäume und kleine Boote, die man in der nächtlichen Atmosphäre bestaunen kann. Am Ende vom Weg kommt ein hellerleuchteter Tunnel, der wunderbar zum romantischen Foto verleitet.

Alle Figuren sind an die Botanik angepasst und verleihen dem Botanischen Garten eine wunderschöne, winter- weihnachtliche Atmosphäre, die durch den Glühwein- und Maronen- Geruch weiter angefeuert wird.

Vom 9.11. bis 18.11. 2017 fand das ,,NO – LIMITS – internationales Theaterfestival in Berlin“ statt. Ein Theaterstück namens ,,LUEGEN“ habe ich am 12.11.2017 besucht.

 

VON KATHARINA

Der Saal im HAU 3 am Tempelhofer Ufer in Kreuzberg ist gut gefüllt. Hier und da sieht man die Deutsche Gebärdensprache im Publikum, denn das Theaterstück ,,LUEGEN“ wird in Gebärdensprache durch die gehörlose Schauspielerin Kassandra Wedel begleitet. So etwas ist im kulturellen Bereich eher selten, dass ein Stück in Gebärdensprache begleitet wird.

 

Lügen – wie erkennt man sie?

Wir Menschen lügen zwischen zwei- bis 200mal am Tag Mal sind es Floskeln, mal weiße Lügen (Lügen, die anderen nicht schaden sollen, sondern ihnen helfen) oder wirklich große Lügen. Aber wie erkennt man diese? Anhand der Mimik, anhand der Gestik? In diesem Theaterstück soll es aufgedeckt werden.

Bereits am Anfang des Theaterstücks wird eine Lüge aufgedeckt, beide Schauspielerinnen – Wiebke Puls (hörend) und Kassandra Wedel (gehörlos) kommen als weiß verkleidete Figuren auf die Bühne. Während Wiebke ihr Kostüm schnell abstreift und genauso groß bleibt, muss Kassandra aus speziellen Stiefeln aussteigen, sodass sie danach viel kleiner ist.

 

Experimentierfreudiges Duo

In den 75 Minuten des Theaterstückes wird mit der Musik experimentiert, mit Lippenablesen, wo Kassandra Wiebke schlägt, mit Tanz und sogar auch mit dem Publikum. So setzt sich Wiebke zum Beispiel direkt zwischen meine Freundin und mich und bedankt sich bei ihr für die Einladung. Meine Freundin spielt mit und entgegnet höflich: ,,Gern geschehen“.

Damit sollte vielleicht gezeigt werden, wie oft wir vielleicht im Alltag eine höfliche Floskel sagen, die wir vielleicht gar nicht so meinen beziehungsweise die überhaupt gar nicht stimmt.

 

Vorurteile?

Nach dem Besuch des Theaterstückes dachte ich lange über das Gesehene nach, denn ich habe nicht sofort gesehen, wo „Lügen“ aufgedeckt beziehungsweise gezeigt wurden.
Dann kam ich zu dem Schluss, dass vielleicht auch Vorurteile der Hörenden gegenüber den Gehörlosen abgebaut werden sollten. Zum Beispiel ist die Annahme, dass Gehörlose nicht tanzen, nicht sprechen, keine Musik hören eine Lüge und auch fälschlich.
Kassandra Wedel ist freischaffende Tänzerin, Choreografin und Schauspielerin und gewann 2016 den PRO 7- Wettbewerb ,,Deutschland tanzt“ oder spielte auch 2016 in dem Tatort ,,Totenstille“ mit.

Wahrscheinlich hatte jeder Besucher eine andere Interpretation des Stückes, aber vor allem zeigt es: Alles ist möglich, wenn man nur daran glaubt!