Unterwegs

Einfahrende U-Bahn

In der Hauptstadt ist viel los und man sammelt schnell neue Eindrücke.  Hier siehst du einige coole Erlebnisse, die wir gerne mit euch teilen!

Wie lebt es sich in einer Stadt? Wie lebt es sich auf dem Land? In Vorbereitung einer Ferienfahrt haben wir uns dieses Thema vorgenommen. Unter der Leitung von Boga, der auch den Beat gebaut hat, haben die Kids das Für und Wieder in Reimform gebracht. Das Video ist in Kooperation vom Haus der Jugend Mitte und dem Jugendportal jup! Berlin auf der Musik-Video-Fahrt im Sommer 2018 nach Hirschluch entstanden.
 

Auf der Spielemesse EGX werden neue Videospiele vorgestellt. Patrice war für euch in der Station Berlin und hat sich umgesehen.

VON PATRICE

Trends

Die Spielebranche wandelt sich ständig. Wir können daher sicher sein, dass in den nächsten Jahren viele neue Spiele in allen Bereichen auf den Markt kommen - mal Gute, mal Schlechte. Spielekonsolen werden immer beliebter, da sie eine günstige Alternative zu den Computerspielen sind. Immer noch im Trend sind „Online“-Spiele. Immer mehr dieser Spiele kommen auf den Markt und verdrängen die klassischen Solo-Spiele.

Virtuelle Realität

Zwei Jahre ist es her, dass Sony die Playstation VR herausgebracht hat, jedoch war bisher das Spieleangebot sehr mager. Umso erstaunlicher ist es, dass Sony auf der EGX viele neue VR-Games zeigte.  Wer jetzt nicht weiß was, VR ist, hier eine kleine Erklärung: VR bedeutet Virtual Reality und bezeichnet das Eintauchen in virtuelle Welten mithilfe einer Brille. Das neue Spiel Astro Bot Rescue Mission zeigt spielerisch, was alles in der virtuellen Realität möglich ist. Das Ziel des Spiels ist es, in kleinen Minispielen weiterzukommen und die kleinen Astrobots zu retten.

In einem einwöchigen Workshop in Zusammenarbeit des "Full House" mit der EOTO (Each One Teach One) sind der Song "Volles Haus im Full House" und das dazugehörige Video entstanden. In diesem Workshop haben die Jugendlichen der Jugendfreizeiteinrichtung "Full House" in Lichtenberg die Grundlagen erlernt um eigene Songs zu schreiben. Die Wahl der Inhalte des Songs und des Videos sowie die Organisation der Finanzierung blieb jedoch allein in Verantwortung der Jugendlichen. Für letzteres holten sie sich von der Jugendjury Hohenschönhauen Unterstützung.

 

Das Ergebnis und welches Thema sich die Jugendlichen ausgesucht haben, könnt ihr hier sehen:

Eine selbstgebaute Parkouranlage, allein durch Kinder, Jugendliche erbaut - wie cool ist das denn? Diese Vorstellung wurde nun Realität.

Kinder und Jugendliche in Steglitz-Zehlendorf überlegten, planten und bauten zusammen eine Parkouranlage, die nicht nur sie nutzen können, sondern auch viele andere, die mal den Wunsch verspüren, Sport, Spaß und Gemeinschaft an einem Ort zu erleben.

Doch wie konnten sie das erreichen? Mit reichlicher Zusammenarbeit und Hilfe von Organisationen, wie dem Mobilen Wohnzimmer MoWo, dem Kinder- und Jugendbüro Steglitz-Zehlendorf, dem Nachbarschaftszentrum Wannseebahn e.V., den Fußgängern und vielen mehr. Alle halfen bei dem Projekt.

Und dafür erhielten sie auch einen Preis. Am Donnerstag, dem 20.10.2018, war der Gewaltpräventionstag der Landeskommission Berlin gegen Gewalt im Theater an der Parkaue. Dort kamen Menschen zusammen, um gemeinsam zu überlegen, wie man Gewalt in den verschiedensten Situationen vermeiden kann. Und eine Strategie kann es sein, die unterschiedlichsten Leute zusammenzuführen, um an einem Projekt gemeinsam als Team zu arbeiten. Denn in einem Team arbeitet man miteinander und nicht gegeneinander. Diese Gruppe hat dies getan und mit einem erfolgreichen Ergebnis, welches nun gewürdigt wurde.

Das Projekt  " MoWo- Mobiles Wohnzimmer für Jugendliche in Steglitz-Zehlendorf " wurde von der Landeskommission Berlin gegen Gewalt mit dem Sonderpreis der "degewo AG" ausgezeichnet.

Wir sagen: Herzlichen Glückwunsch! (Mehr zum Projekt und ein Video gibt es hier)

Also, falls Ihr auch Bock habt, mal Eure Parkourfähigkeiten unter Beweis zu stellen, dann seid Ihr dort herzlichst willkommen.

VON KRISTINA

 

Ein Baumhauskonstrukt aus Holzwaben, ein knarrendes Geländer und Kinderstimmen sind zu hören. Wer hätte gedacht, dass es hier um so etwas wie große Häuser mit tausenden von Büchern geht? Denn bei diesem Festival wurde gezeigt, wie viel mehr Bibliothek bedeuten kann. Vor allem um solche Fragen ging es:

            Was stellt man sich heute unter dem Ort Bibliothek vor?        Welche Bilder im Kopf entstehen?

Wahrscheinlich Lernen und etwas, wo man hingehen muss. Studierende sieht man ja ständig dort sitzen. Wann wart ihr das letzte Mal (freiwillig!) in einer Bibliothek? Vielleicht sollte sich das ja ändern oder wenigstens der Blickwinkel auf einen Ort, der einem eigentlich alle Türen zum Wissen öffnet. Wer keine Lust auf Lesen hat, kann hinter den Glastüren mehr als nur Bücher finden und seinen Horizont über Bild und Ton erweitern. Bibliothek ist nicht automatisch mit Bücher ausleihen und einem Platz zum Lernen und Arbeiten zu verbinden. Es ist zu so viel mehr geworden. Wir sind im Wandel unserer Zeit und der Verbund der Bibliotheken hat gezeigt, dass er mit den Zeiten Schritt hält. Das Fest gab dafür einen sehr schönen Vorgeschmack. In diesen zwei Tagen war Bibliothek ein Inbegriff des Wissens und gleichzeitig wurden die Grenzen des Wissen oder Nichtwissens aufgezeigt, ebenso wie der Unterschied zwischen Bescheid wissen und einfach wissen. Wer weiß was und wie viel?

 

Anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Verbundes der öffentlichen Bibliotheken Berlins (VÖBB) fand letztes Wochenende (15.09.18 & 16.09.18) das Bibliothekenfestival vor und um der Amerika-Gedenkbibliothek statt.

VON AMANDA

Die Veranstalter*innen bespielten den Platz vor der Zentral- und Landesbibliothek gemeinsam mit Akteur*innen der Bezirksbibliotheken und kunterbunten Initiativen rund ums Lesen.

Damit holten sie das Thema Bibliothek raus aus den verstaubt wirkenden Gemäuern und traten in den aktiven städtischen Austausch. Gern nutzten viele die spannenden Angebote. Ob Vernetzung in Echtzeit mit der ganzen Welt ("Golden Box") oder das Endecken von mobilen Lesebussen, das Spielen eines "Escape-Games" oder dem Lauschen von Expert*innen-Talks und Lesungen, der VÖBB lud ein und die Besuchenden kamen gern.

Wie wird die Bibliothek der Zukunft aussehen? Was sollte sie unternehmen, um noch mehr begeisterte Lesende hervor zubringen? Und wie kann sie auf den Umbruch "Digitalisierung" reagieren?

Fest steht, diesen und weiteren hoch aktuellen Fragen, gilt es in fruchtbarer Symbiose, gemeinsam zu begegnen. Das Berliner Bibliotheksfestival 2018 jedenfalls war damit ein richtiger, weil notwendiger Schritt in eine bücher- und lesefreundliche Zukunft Berlins.

Heute wird von Schüler*innen aus einer Klasse der Reinhold-Burger-Oberschule erklärt, was eigentlich einen Wheelie ist und wie Boxen gut funktioniert.

 

Es geht weiter mit Erklär' deine Stadt. Heute lässt sich die Grundschule am Koppenplatz von Passanten die Berliner Mauer erklären!

 

 

VON SOPHIA, ELISA UND FELIX

Wir waren letzten Sonntag beim Tag des offenen Denkmals, im Stasi-Gefängnis Berlin-Hohenschönhausen. Da wir uns schon im Voraus für eine Führung durch das Gefängnis angemeldet hatten, mussten wir nur noch in der Cafeteria auf den Beginn der Besichtigung warten. Es dauerte nicht lang und es kam ein Ausstellungs-Aufseher um uns in einen Raum zu bringen. Dort gab es dann einen dreißigminütigen Einführungsfilm über das Gefängnis.
Die Stimmung war etwas angespannt, was klar ist bei so einem düsteren Thema. Mal wieder wurde mir klar, dass das alles  gar nicht mal so lange her ist. Wenn ich mit meinen Großeltern spreche, reden wir nicht grade über Themen wie die Stasi- oder NS- Zeit. Zum Mal, weil meine Großeltern beide im Westen Berlins aufgewachsen sind und von dem ganzen gar nicht betroffen waren.
Jedes Jahr besuchen rund 455.00 die Gedenkstätte, die meisten davon sind noch Schüler. Allerdings kommen auch ehemalige Häftlinge in die stillgelegte Haftanstalt. Unser Gruppenleiter erzählte uns, dass oft ehemalige Häftlinge in Tränen ausbrechen oder sogar Panik-Attacken erleiden und in Ohnmacht fallen. Mich wundert das nicht, bei dem was ich dort gesehen und gehört habe. Die Häftlinge wurden nicht nur physisch fertig gemacht, indem man sie ständig wach hielt oder misshandelte. Nein, die Wärter dort wurden dazu ausgebildet, die Häftlinge auch psychisch zu Grunde zu richten. Sie nannten das operative Psychologie. Oft wurden Geständnisse erzwungen, die Verhöre fanden nur in der Nacht statt und die Häftlinge hatten vorher oft Wochenlang keinen Kontakt zu anderen Menschen. Allein das war für die meisten schon ein Grund zu reden. Wenn das nicht funktionierte, wurden sie bestochen oder ihren Familien gedroht.

 

VON KRISTINA

In ihrem "Ich will verändern" Blog 'add passion' schreibt Kristina regelmäßig über Geschichten, die sie erlebt und Ereignisse, die sie in ihrer Umwelt beobachtet.

 

Wenn die Stadt niemals schläft und trotzdem aufstehen muss.
Wenn Bilder zum Leben erwachen, Möbelstücke anfangen zu tanzen, Dinosaurier aus ihrer Starre schlüpfen und Statuen Gespräche führen, dann heißt es wieder: Lange Nacht der Museen.

Man nehme ein Ticket für die lange Nacht der Museen und mache einen Abstecher in ein Museum, das man vielleicht nur mit der Schule besucht hätte.
In diesem Beispiel gehe ich ins Kommunikationsmuseum, das von Schulklassen oft besucht - privat eher weniger - an diesem Abend für Überraschung sorgte, als es sich in einen Nachtclub verwandelte. Voll war es, denn die Angebote lockten nicht nur Erwachsene und Familien, sondern auch die junge Generation.
Innen: Musik, aus Lautsprechern und violette und pinke Lichter erleuchteten das Atrium im Mittelpunkt des Hauses. Alles war bereit zu Tanzen und alles stand unter dem Licht der Musik unserer Moderne. Die Moderne hat natürlich auch Wurzeln und die wurden abermals durchtanzt, denn ein Tanzpaar führte mit breitem Lächeln die verschiedenen Tanzstile vor. Angefangen von den animalischen und wilden 20ern bis zu den Jahren in denen der Rock bloß nicht zu hoch sitzen und die Tanzschritte bloß nicht zu vulgär aussehen sollten. Was vielleicht kaum einer weiß: der Nationalsozialismus hatte seine Finger auch in der Musik, denn die am meisten gehörte Musik kam aus dem Ausland, wurde aber als "undeutsch" abgestempelt. Swing und Jazz wurden also verboten und was verboten ist, wird natürlich noch viel interessanter. Widerstand gegen das Verbot wurde jedoch zum Teil mit Folter bestraft.  Was die Jugend nun hören durfte und wozu man tanzte, war nicht klar.
In der DDR kam der kokette "Lipsi" aus Leipzig in Mode - ein höchst anständiger Tanz für die Jugend. Im Grunde hält man sein Gegenüber an den Schultern und geht minimal einen Schritt nach rechts oder links, damit der Rock nicht zu hoch geworfen wird, versteht sich. Später dann wurde es so richtig modern, als Bands wie Kraftwerk die Kabel und Synthesizer herausholten und den Auftakt zum Techno gaben. Alles noch poppig. Die Ausstellung ,,90 Jahre Popmusik in Deutschland“  zeigte wie sich die Popkultur immer wieder neu erfand und somit auch Punk und Rock zu vernehmen waren, denn diese Musikstile prägten die Jugend ab 1980.  
Ab da rauschte in Deutschland, aber auch in anderen Ländern Nena mit ihren Luftballons durch die Walkmans. Ja, ganz genau dieses kleine Rechteck mit Knöpfen und Kopfhörern dran, denn MP3-Player gab es noch nicht, von Handys gar keine Rede.
Musik wurde nun zu dem, was uns heute ziemlich bekannt vorkommt. Stellt sich die Frage: Wie ist unsere Musik heute? Sie ist ein Mix aus allem, was in den letzten Jahrzehnten so gespielt wurde, aber wie wird die gegenwärtige Musik in ein paar Jahrzehnten genannt werden?