jup!od #41 Jahresrückblick 2017

Wir befinden uns nun schon seit ein paar Tagen im Jahr 2018. Noch war nicht so viel Zeit, um neue musikalisch Werke zu schaffen. Deshalb schauen wir nochmal zurück und stellen euch die besten Songs aus 2017 zusammen!

VON SINA

Die erste Assoziation zum Musikjahr 2017 sind wahrscheinlich „Shape Of You“ von Ed Sheeran und „Despacito“ von Luis Fonsi feat. Daddy Yankee. Während „Shape Of You“ eine der ersten veröffentlichten Singles von Sheerans Albums „Divide“ war, wurde „Despacito“ zum Sommerhit des Jahres. Beide Songs feierten weltweite Erfolge. Weitere Hits von Fonsi blieben jedoch aus, Ed Sheeran tourte hingegen um die Welt. Für 2018 ist sogar eine Stadion-Tour geplant! Am 19.Juli wird er auch in Berlin im Olympiastadion auftreten. Und so erfolgreich wie das Jahr 2017 für ihn begann, setzte er zum Schluss mit der Single „Perfect“ noch einen drauf.

Das Jahr war dennoch viel zu lang, um nur zwei Künstler hervorzuheben. Im Gegenteil. Es war schon fasst zu lang.

 

Singles des Jahres

Der typische Samba-Beat wie in „Despacito“ begleitete uns auch in „Mi Gente“ (J Balvin feat. Willy William) oder „Unforgettable“ (French Montana).

2017 war auch der Durchbruch der jungen Sängerin mit kosovo-albanischen Wurzeln Dua Lipa. Gleich Anfang Januar erschien „No Lie“ von Sean Paul feat. Dua Lipa. Im Sommer veröffentlichte sie ihr Debütalbum „Dua Lipa“ und stärkte mit ihrer Single „New Rules“ das Selbstbewusstsein vieler Jugendlicher.

Die in den USA geborene Sängerin Bebe Rexha hat albanische Wurzeln und schaffte mit „Meant To Be“ einen Hit, der das Motto „Es soll schon so sein“ verarbeitet. Bis auf Platz 1 der iTunes Charts schaffte sie es damit in Australien, wobei der Erfolg sichtlich unerwartet kam, wie sie ihren Followern auf den Social Media Netzwerken mitteilte. Ihre Single „Back To You“ mit Louis Tomlinson war dazu nicht weniger erfolgreich.

Weitere Debüts gaben Alice Merton und Julia Michaels, welche beide zur selben Zeit im Mai mit „No Roots“ und „Issues“ die Musikwelt eroberten. Dass das kein einmaliger Zufall war, stellte sich mit dem Erfolg darauffolgender Veröffentlichungen heraus. Während Merton mit „Hit The Ground Running“ erneut begeisterte, machte Michaels mit „Uh Huh“ und „I Miss You“ feat. Clean Bandit auf sich aufmerksam. Eine weitere Newcomer-Band stellen die fünf Jungs von Prettymuch dar, welche nach der Gründung 2016 ihre ersten Songs „Would You Mind“ und „Teacher“ und „Open Arms“ veröffentlichten.

Im ruhigen Stil von „Meant To Be“ erschien im Frühjahr der Hit „Glorious“ von Macklemore und Skylar Gray. Melancholie wurde mit der Kollaboration von Zayn Malik und Sia in „Dusk Till Dawn“ verbreitet. Camila Cabello stürmte mit „Havana“, „Crying In The Club“ und „I Have Questions“ die Charts und gewährte damit einen Einblick in ihr erstes Solo-Album („Camila“, erscheint am 12.01.2018), nachdem sie ihre Girl-Group Fifth Harmony verließ. Auch Charlie Puth blieb mit neuer Musik im Gespräch. Beide Songs handeln von dem Betrug seines Partners. Während „Attention“ von der Erkenntnis, nicht mehr geliebt zu werden, erzählt, wird in „How Long“ eher hinterfragt, wie lange das Verhältnis schon besteht. Durch einen Snapchat-Filter unterstützt, ist auch „What Lovers Do“ von Maroon 5 auf dem besten Weg, ein riesen Erfolg zu werden. Und neben der Tatsache, dass die beiden in 2017 wieder zusammengefunden haben, können Selena Gomez und Justin Bieber ihre Hits „Wolves“ und „Friends“ feiern.

 

Deutsche Hits           

Was deutsche Musik betrifft war im Jahr 2017 der Deutsch-Rap wohl am erfolgreichsten. In den deutschen Single-Charts waren stets Künstler wie 187 Straßenbande, Zuna oder auch Kay One mehrmals vertreten. Songs wie „Heute mit mir“ (Nimo) oder „Soldaten 2.0“ (Kontra K) sind dabei immer noch in den Chats vertreten; „Seniorita“ und „Louis Louis“ (Kay One) sogar im oberen Drittel. Auch Cro meldete sich zurück und ging mit „Unendlichkeit“ eine musikalische Veränderung ein, wie der Wechsel seiner Panda-Maske. Den Chartstürmer des Jahres 2017, was deutsche Musik angeht, lieferte jedoch Bausa mit seinem Song „Was Du Liebe Nennst“.

            Ansonsten brachte Mark Forster seinen Titel „Kogong“ auf den Markt. Forster war es auch, der Amanda beim Songwriting für ihren Hit „Blau“ (feat. Sido) half, welcher passend zum Sommer erschien. Einen weiteren Sommerhit produzierte auch DJ Felix Jaehn mit „Hot2Touch“ (feat. Alex Aiono), an welchem er über zwei Jahre gearbeitet hat.

 

Alben des Jahres

Neben „Divide“ konnte auch Ed Sheerans Freundin Taylor Swift mit der Erscheinung ihres sechsten Studioalbums „Reputation“ große Erfolge feiern. Mit über 3 Mio. Verkäufen weltweit erreichte sie (bis jetzt) den Status von viermal Platin und zweimal Gold. Nachdem „Thunder“ unseren regnerischen Sommer reflektierte, gelang auch den Imagine Dragons mit ihrem Album „Evolve“ eine weitere Platin-Platte. Sam Smith schaffte mit 14 neuen Songs, welche sich auf „The Thrill Of It All“ befinden, neue Gänsehaut-Songs und Harry Styles konnte sein Boyband-Image mit der Veröffentlichung seines gleichnamigen Solo-Debütalbums ablegen. Genau wie sein Bandkollege Niall Horan, welcher im Oktober „Flicker“ auf den Markt brachte. Aufmerksamkeit erlangte auch das Album von Linkin Park, „One More Light“, auf welchem die Band erstmals in die Richtung des Synthie Pop einschlug. Die Stiländerung kam jedoch nicht bei allen Fans und Musikkritikern gut an. Vor allem die Texte standen im Fokus der Kritik. Frontmann Chester Benington war jedoch sehr stolz auf das neue Album und verriet noch vor Veröffentlichung, wie viel Persönlichkeit in den zehn neuen Songs stecke. Am 13. Oktober überraschte die schockierende Nachricht vom Tod Chester Beningtons seine Fans und Musikkolleg*innen weltweit.

            Miley Cyrus schlug mit ihrer Musik keinen neuen Stil ein, sondern kehrte auf „Younger Now“ zu ihren Wurzeln zurück. Statt Songs voller Kampfansagen geht’s musikalisch zurück in die Heimat, ruhiger Country-Pop ist angesagt. Auch Lana Del Rey zeigt mit „Lust For Life“ einen Kontrast. Sie singt über das Leben und nicht über das Sterben, obwohl man bei der Melodik den Unterschied zuerst nicht wahrnimmt.

 Rapper G-Eazy lieferte auf „The Beautiful & Damned“ neue Sprech-Gesang-Hits. Aktuell befindet sich die Single-Auskopplung mit seiner Freundin Halsey, „Him&I“ auf den Weg zur Chartspitze. Kollege Machine Gun Kelly produzierte mit „Bloom“ ein Album, welches mit Songs wie „At My Best“ Radiocharakter hat, zugleich aber auch seinem Stil (und Namen) treu blieb, wie er in „The Gunner“ mit dem Einsatz von Pistolengeräuschen zeigte.

Natürlich kann man nicht alle Songs nennen, die uns letztes Jahr über begleitet haben. Es lässt sich dennoch sagen, dass uns Comebacks, aber vor allem die Newcomer viel Abwechslung beschert haben. Wir uns wünschen uns, dass uns auch jetzt in 2018 neue Hits überraschen, emotional berühren, aber auch feiern lassen, wie es 2017 der Fall war.

Im jup!od haben Redakteur Olli und ich euch noch viel mehr Alben vorgestellt. Stöbert einfach durch die jup!od Folgen aus dem Jahr 2017!

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