Linke Zentren in Deutschland

Linke Gewalt ist ein Phänomen, das vor allem Großstädte betrifft. Städte wie Berlin, Hamburg und Leipzig gelten als (links-) autonome Zentren. Sie sind bekannt für eine große (teilweise auch gewaltbereite) linke Szene. Die Rote Flora in Hamburg, die Rigaer 94 in Berlin und das Conne Island in Leipzig-Connewitz zählen zu den bekanntesten autonomen Zentren in Deutschland.

„Rote Flora“, Hamburg

Die Rote Flora (auch Flora genannt) ist ein Autonomes Zentrum im seit November 1989 besetzten Restgebäude des ehemaligen Flora-Theaters in Hamburg. Es liegt im Schanzenviertel, einem Schwerpunkt der G20-Ausschreitungen. 

Die Flora ist ein symbolträchtiger Ort der Autonomen-Szene Hamburgs und Ausgangspunkt von sozial, kulturell und politisch motivierten Aktivitäten der radikalen linken Szene Deutschlands.

Zudem ist sie auch ist ein beliebter Ort im Stadtteil und darüber hinaus, der auch szeneübergreifend genutzt wird. 

In dem Zentrum finden auch „normale“ Kulturveranstaltungen wie Konzerte statt. Nicht jeder Besucher ist also automatisch dem autonomen Spektrum zuzuordnen.

Viele beziehen sich kulturell oder politisch auf das Gebäude und es gelang, den Besetztstatus und den unkommerziellen Charakter des Hauses über Jahrzehnte zu bewahren.

Die Rote Flora wird in Eigenregie betrieben und instand gehalten, staatliche Gelder und Sponsoring jeglicher Art werden nicht akzeptiert, niemand soll dort Geld verdienen

Quelle: https://rote-flora.de/ 
 

"Linke Zentren wie die «Rote Flora» in Hamburg oder die Rigaer Straße in Berlin müssen konsequent dichtgemacht werden." (Armin Schuster, CDU) 

Rigaer Straße 94, Berlin

Die Rigaer 94 ist ein aus einer Hausbesetzung entstandenes Wohnprojekt in der Rigaer Straße 94 in Berlin-Friedrichshain, das als eines der letzten Häuser in Berlin teilweise noch besetzt ist. In den Räumlichkeiten befindet sich auch die linke Szene-Kneipe Kadterschmiede. Der Ort hat sich  in den vergangenen Jahren innerhalb der linken Szene zu einem symbolträchtigen Ort entwickelt. 

Die „Rigaer 94“ war und ist aber auch ein Ausgangspunkt zahlreicher gewaltorientierter Aktionen, die sich gegen Rechtsextreme, die Polizei, aber auch gegen bauliche Veränderungen (Gentrifizierung) richten.

Der Berliner Verfassungsschutzes sieht in der Rigaer 94 eine „zentrale Institution der gewaltbereiten autonomen Szene Berlins.“ Ein Teil der Bewohner und der regelmäßigen Besucher der Kneipe im Gebäude seien „zum harten Kern militanter Linksextremisten zu rechnen.“

In der Rigaer Straße kommt es seit längerem zu Auseinandersetzungen zwischen Linksautonomen und Polizei. Im Jahr 2016 kam es aufgrund von ungenehmigten und teilweise rücksichtslosen Räumungsversuchen der Polizei zu gravierenden Ausschreitungen.

In der Rigaer Straße kommt es seit längerem zu Auseinandersetzungen zwischen Linksautonomen und Polizei. Im Jahr 2016 kam es aufgrund von ungenehmigten und teilweise rücksichtslosen Räumungsversuchen der Polizei zu gravierenden Ausschreitungen. Im darauffolgenden Gerichtsprozess wurde die Räumungsklage aufgrund "ungeklärter Eigentumsverhältnisse" abgewiesen
 

Connewitz, Leipzig

Connewitz ist ein Stadteil im Süden Leipzigs. Connewitz gilt als gallisches Dorf in Sachsen. In dem vielseitigen Stadtteil kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Anhängern der linken Szene und der Polizei sowie zwischen Links- und Rechtsextremisten. 

Das wichtigste Zentrum innerhalb der linken Szene in Leipzipg-Connewitz ist das Conne Islandein selbstverwaltetes Jugend-Kulturzentrum. Bundesweite Bekannheit erlangte der Ort als der ehemalige Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) nach den G20-Ausschreitungen (indirekt) die Schließung des Szenetreffpunkt forderte.

„So etwas, was es in Connewitz in Leipzig gibt, kann man nicht hinnehmen. Wenn das einmal eingerissen ist, ist das nicht so leicht wieder zu lösen“.  (Thomas de Maizière, CDU)

Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) sagte es gebe seiner Erkenntnis nach "keine Verbindung" von Conne Island ...zu irgendwelchen kriminellen Strukturen. Stattdessen lobte er das Conne Island für seine "wertvolle Stadtteilarbeit"

Das Conne Island tut dies seit mehr als 25 Jahren, inzwischen mit 250 ehrenamtlichen und etwa 15 festen Mitarbeitern, seine klar linke Positionierung bringt ihm Skepsis wie Anerkennung, manchmal sogar beides. 

Quelle: Süddeutsche Zeitung

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