SchülerHaushalt jetzt berlinweit!

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Nachdem sich der SchülerHaushalt in den vergangenen drei Jahren an zwölf Schulen im Bezirk Berlin-Mitte erfolgreich etablieren konnte, wagt die Servicestelle Jugendbeteiligung nun den Schritt über die Bezirksgrenzen.

Gastbeitrag: Sabrina, SJB

Wir bieten im kommenden Schuljahr (2017/18) fünf Schulen aus den übrigen Berliner Bezirken eine kostenlose Begleitung in der Durchführung des SchülerHaushaltes an. Bei Interesse bitten wir um eine formlose Interessenbekundung bis zum 07.Juli 2017 an sh@jugendbeteiligung.info. Die ganze Ausschreibung findet ihr hier (PDF)!

Was ist der SchülerHaushalt?

Der SchülerHaushalt ist ein Beteiligungsverfahren zur Demokratieförderung, bei dem Schüler*innen in einem demokratischen Prozess über den Einsatz eines festgelegten Budgets entscheiden. Der SchülerHaushalt gibt jungen Menschen die Möglichkeit echte Mitgestaltung und Mitbestimmung zu erleben und ihr Umfeld in einem demokratischen Prozess aktiv zu gestalten.

Kostenneutral und mit geringem Aufwand, aber großer Wirkung bezieht das Projekt jede*n einzelne*n Schüler*in mit ein und fordert ihr Mitwirken.

Was haben Schulen vom SchülerHaushalt?

Junge Menschen haben in unserer Gesellschaft nur wenige Möglichkeiten, echte Mitgestaltung und Mitbestimmung zu erleben – eine schlechte Basis für die Zukunft unserer Demokratie. Der SchülerHaushalt bietet ihnen die Chance, durch ihr Engagement und ihre Ideen das Leben in ihrem Umfeld zu verändern. Sie lernen, eigene Lösungen für Probleme zu finden, für ihre Interessen einzutreten und erhalten Einblick in die Politik ihrer Stadt. Dabei ist der SchülerHaushalt so angelegt, dass sich auch zurückhaltende Schülerinnen und Schüler aktiv einbringen und mitgestalten können.

Was sollten Schulen mitbringen?

Für einen erfolgreichen SchülerHaushalt benötigt man eine erwachsene Ansprechperson (Lehrende, Schulsozialarbeit), die den Prozess an der Schule begleitet, wobei die aktive Umsetzung von den Schüler*innen gestaltet wird. Das Projektbudget für den SchülerHaushalt (die Umsetzung der Ideen) wird von der Schule selbst festgelegt (sinnvoll sind mindestens 1.000€). Es setzt sich dem Ursprung nach z.T. aus schuleigenen Mitteln zusammen; derzeit bemühen wir uns um bezirkliche Aufmerksamkeit und Interesse an einer Finanzierung ähnlich dem Beispiel im Bezirk Mitte. Es steht also kein festes Budget zur Verfügung, auf das zurückgegriffen werden kann, im Rahmen unserer kostenlosen Begleitung unterstützen wir jedoch gerne bei der Akquise und Lösungsfindung.

Wer ist die Servicestelle Jugendbeteiligung?

Die Servicestelle Jugendbeteiligung ist seit 2001 die erste Anlaufstelle für junges Engagement und Partizipation. Indem wir bundesweit Engagement sichtbar machen, informieren wir über Partizipationsmöglichkeiten und tragen zur Vernetzung bei. Durch eigene Qualifizierungsangebote fördern wir die Emanzipation junger Menschen, zeigen Perspektiven auf und machen sie zum mündigen Teil einer lebhaften Demokratie. Thematisch erstreckt sich unsere Arbeit über die vier inhaltlichen Schwerpunkte Inklusion, Partizipation im digitalen und schulischen Raum sowie Demokratieförderung. Als bundesweite Organisation setzen wir uns politisch für engagementförderliche Rahmenbedingungen ein und stehen jungen Erwachsenen in ihrer ehrenamtlichen Arbeit mit Rat und Tat zur Seite. Denn Ziel unseres Wirkens ist insbesondere die Professionalisierung unabhängiger jugendlicher Projektarbeit. Auch Kommunen werden von uns in der Umsetzung von jugendgerechten Beteiligungsstrukturen beraten, damit junge Menschen zu aktiven Mitgestalter*innen ihrer individuellen Lebensumfelder werden können.

Für weitere Informationen kontaktiert uns gerne (sh@jugendbeteiligung.info) oder lest nach unter: www.servicestelle-jugendbeteiligung.de oder www.schuelerhaushalt.de.

jup! berichtete bereits über den SchülerHaushalt. Hier findet ihr die Erfahrungsberichte der Hemingway-Schule und der Grundschule Neues Tor!

Hier findet ihr Erfahrungsberichte der Hemingway-Schule und der Grundschule Neues Tor!

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