Ratgeber

Du darfst!

„Lauf nicht so freizügig rum!“ „Zieh Dir etwas Vernünftiges an!“ Warum? Warum darf ich nicht das anziehen, worin ich mich wohl fühle? Ich stehe an der Bushaltestelle. Ca. 20.15 Uhr, ein Sommerabend. Ich schaue, wann der Bus kommt, will nur noch nach Hause und was essen. Ein Auto hält neben mir. Ein silberner Mercedes voll besetzt. Die Beifahrertür geht auf: „Hey, Bus ist da!“, sagt ein Mann und zwinkert mir zu. Ca. 30 Jahre alt, er macht Anstalten, auf mich zuzukommen. Es sitzen vier weitere Männer im Auto. Sie schauen mich alle an. Ich laufe weg. Schnell. Wohin?

Momente des Unwohlseins

In meinem Leben gibt es, wie bei allen anderen Leben auch, Momente des Unwohlseins. Durch meine zufällige Kollektivzugehörigkeit, durch die entsprechende Ausstattung mit Eierstöcken, Vulva und Klitoris scheine ich, solche Momente gar anzuziehen. Wer schon immer den besonderen Kick einer Angstsituation am Abend in öffentlichen Nahverkehrsmitteln gesucht hat, der braucht nur wie ein weiblicher Fahrgast aufzutreten und voilà, der schmierige Typ, der euch schon die halbe Strecke frivol zulächelt, sieht seine Chance gekommen, um euch zum Beispiel anzufassen.

Containertreff JARA am Alexanderplatz.

Brennpunkt Alex - Mit Jugendarbeit gegen Jugendkriminalität

Der Berliner Alexanderplatz wird immer mehr zum Hotspot von Kriminalität. Viele Jugendliche hängen hier rum, trinken Alkohol, konsumieren Drogen und sind gewaltbereit. Die neue Anlaufstelle JARA soll vor allem jungen Menschen mit Migrationshintergrund oder Fluchtgeschichte neue Möglichkeiten bieten, ihre Freizeit zu gestalten und sich über berufliche Perspektiven zu informieren. jup! Berlin war bei der Eröffnung des Containertreffpunktes am 3. November 2017 mit dabei und sprach mit Projektmitarbeiter*innen und Jugendsenatorin Sandra Scheeres!

 

von Janik Emil und Kai

Märchenwelt statt echtes Leben

Zeitschriften wie die „BRAVO“ und unter anderem die "Popcorn" gelten als Ratgeber für jugendliche Mädchen sowie Jungs. Geworben wird mit vermeidlichen Alltagsfragen und Neuigkeiten von den bekanntesten Gesichtern der Welt. Wie sich das Jugendmagazin aber tatsächlich an die Realität und Interessen der Zielgruppe anpasst, haben sich die Redakteurinnen Sina, Zora und Charlotte genauer angeschaut.

von Sina

U-Bahn, Kneipe, Bus

Die Männer am U-Bahnhof Abends am U-Bahnhof, ich zieh‘ meinen Pulli aus, weil mir warm ist, drunter habe ich ein Tanktop. Plötzlich spüre ich von hinten Hände auf meinem Rücken. Eine Gruppe Männer fand es lustig meine Arme und mein Rücken anzufassen und mir zu erzählen, was für schöne Haut ich doch habe. Voller Angst hab ich so schnell wie möglich mein Zeug gegriffen und bin weg gerannt. Die Kneipentypen Am Ende meiner Straße ist eine kleine Kneipe, an der ich vorbei muss, um zum Supermarkt und Bus zu laufen.

Schüler treffen Flüchtlinge e.V.

Zu jung für Engagement? Definitiv nicht!

Der Verein "Schüler Treffen Flüchtlinge" wurde von Schüler*innen des Europäischen Gymnasiums Bertha-von-Suttner aus einer Schülerinitiative heraus gegründet. Komplett ehrenamtlich engagieren sich die Jugendlichen und organisieren u.a. Kochabende für Menschen mit und ohne Fluchthintergrund. Wir trafen die Vereinsmitglieder Joshua und Dorothea und sprachen mit ihnen über ihr Projekt und die kleinen und großen Herausforderungen, die eine Vereinsgründung mit sich bringt.

von Amanda , Abdu und Janik Emil

WIE ES FUNKTIONIERT: Einen Förderantrag schreiben

Ihr plant ein Projekt und braucht dafür finanzielle Unterstützung? Ein Projektantrag ist die formale Grundlage und Voraussetzung zur Bewilligung von Projektgeldern und somit ein wichtiger Schritt zur Verwirklichung eures Projektes. Im Normalfall besteht jeder Projektantrag aus zwei wesentlichen Bestandteilen: einem inhaltlichen Teil und einem Finanzierungsteil. Bei einigen Förderern gibt es Vordrucke oder aber konkrete Anweisungen, wie der Antrag aufgebaut werden soll. Informiert euch also vorher, ob es Vorgaben gibt.