Mitmischen

Wir kennen es alle. Zu einer Zeit, die gegen den Schlafrhythmus kämpft, klingelt der Wecker. Wir rollen uns aus dem Bett und torkeln zombiemäßig zum Frühstück. Nachdem man durch Kaffee den tranceartigen Zustand durchbrochen hat, kommt auch schon der Stress mit anschließendem Sprint zu Bus oder Bahn. Nach der Schule, in der man bei langweiligen Fächern sowieso nur Bullshit-Bingo oder Tic Tac Toe gespielt hat, chillt man oft nur noch mit Freunden und schaut Netflix.

Und obwohl auf die Frage: „Wieder was Neues gelernt?“ oftmals verneint wird, sprechen alle davon, dass die Schule so unglaublich wichtig für unsere Zukunft ist. Klar, Bildung ist wichtig, aber Schule sollte kein Fulltime-Job werden. Und was wäre, wenn man direkt jetzt die Zukunft, nicht nur von einem selbst, sondern auch von anderen mitgestalten und verbessern könnte? Am besten wäre es doch, wenn man nicht die Zukunft beeinflussen will, sondern gleich bei der Gegenwart ansetzt. Anderen helfen, neues entdecken, Projekte planen und die Reaktion direkt mitbekommen. Das könnt ihr tun. Das Stichwort lautet Ehrenamt. Es gibt so viele Bereiche in denen ihr tätig werden könnt und die Resultate sind für alle greifbar. Das bringt nicht nur euch unglaublich viel, sondern vor allem engagiert ihr euch für euer Umfeld.

Leider ist neben Schule, Lernen und Hausaufgaben nicht mehr viel Zeit-Budget übrig. Das soll geändert werden. Weniger Schule für alle! Im Rahmen der „Mission gutes Ehrenamt“ fordert daher der Landesjugendring Berlin die „35-Stunden-Woche“ für Schüler*innen. Ihr Ziel: Junge Ehrenamtliche in Berlin brauchen mehr Zeit und Anerkennung! Sie wenden sich hierbei an die Berliner Politik und fordern, dass innerhalb dieser Zeitspanne auch Hausaufgaben, Klassenarbeiten und Präsentationen vorzubereiten sind. Am Samstag, den 10.03.2018 wird es um 12:30 Uhr eine veranschaulichende Präsentation am Alexanderplatz geben, welche die Probleme und ihre Lösungsansätze zeigt. Es wäre schön, wenn ihr mal bei der Veranstaltung vorbeischaut. Wir sollten auf jeden Fall wissen was abgeht, denn es betrifft am meisten uns.

Wann?: Samstag, 10. März 2018 um 12:30 Uhr
Wo?: Alexanderplatz, zwischen Fernsehturm und Rathaus Passagen

Wir sprachen mit David Spitzl vom Landesjugendring Berlin, dem Zusammenschluss der Jugendverbände im Land Berlin, über die Bedeutung der Mission. Warum das so wichtig ist und wie das genau aussehen soll, erfahrt ihr im Interview unten.

VON LILI

ENTSCHEIDE MIT! Bis Ende dieses Jahres soll es in Kraft treten – das Jugendfördergesetz für Berlin. Was sperrig klingt, soll vieles besser und klarer machen! Es geht darum, unter den vielen Angeboten für junge Menschen in der Hauptstadt nicht den Überblick zu verlieren und die Fördergelder gut einzuteilen, sodass möglichst viele etwas davon haben.

Bis so ein Gesetz fertig ist, vergeht einige Zeit, in der sich beratschlagt wird und verschiedene Meinungen eingeholt werden. So auch eure! Wie ihr aktiv das neue Jugendfördergesetz mitgestalten könnt, findet ihr hier. Außerdem informieren wir euch immer über den aktuellen Stand!

Nach drei runden Tischen, an denen Ideen gesammelt wurden, geht es jetzt an die Ausarbeitung, an der ihr euch auch beteiligen könnt.

Bei der Abschlussveranstaltung diesen Samstag sollen die Ergebnisse an die Senatsverwaltung für Jugend übergeben werden: 17.03.2018 von 11:00 bis 15:00 Uhr im Bürgersaal
Rathaus Charlottenburg, Otto-Suhr-Allee 100, 10585 Berlin

Mehr Infos gibt's HIER!

Artikelbild © John Schnobrich on Unsplash

Ganz unter dem Motto „Spring!“ findet die diesjährige Veranstaltung „Jugend forscht“ statt. Gleichzeitig feiert der Wettbewerb 50-jähriges Jubiläum.

VON KAI KUHLMEY

Über 400 junge Forscher und Forscherinnen nehmen auch dieses Jahr am Jugend forscht-Wettbewerb teil. Mehr als 200 Projekte wurden eingereicht und der Öffentlichkeit präsentiert. Jugend forscht gehört zu den bekanntesten und größten naturwissenschaftlich-technischen Wettbewerben für junge Menschen in Deutschland.

Wir haben uns die Präsentation der Projekte einmal angeschaut und ein paar Teilnehmern*innen zu ihren Ständen und Jugend forscht befragt. Aber zuerst einmal stelle ich euch, die jeweiligen Projekte einmal vor.
 

Mikroplastik im Ökosystem

Die ersten jungen Forscher, denen ich ein paar Fragen gestellt habe, sind Richard (15) und Julian (14) vom Humboldt- Gymnasium. Die beiden untersuchten den Einfluss von Mikroplastik auf unser Ökosystem.  Mikroplastik befindet sich überall auf unserer Welt, z.B. in Shampoos, Kosmetik und Windeln. Richard und Julian haben dazu das Mikroplastik aus  Shampoos und anderen Produkten isoliert. Anschließend wurden Tests mit unterschiedlichsten Pflanzenarten durchgeführt. Die Auswertung ergab, dass das Mikroplastik die Pflanzen schädigt und damit einen negativen Einfluss auf das Ökosystem hat.