Sport

Das Internationale Deutsche Turnfest ist mit über 70.000 aktiven Teilnehmerinnen und Teilnehmern das größte Wettkampf- und Breitensportevent der Welt. 2005 fand es schon einmal in Berlin statt und 12 Jahre später erwarten die Veranstalter vom 03. bis 10. Juni 2017 wieder zahlreiche Interessenten.

 

Highlights:

Der Festzug – 03.06, 17.30 Uhr, Brandenburger  Tor

Der Festzug ist die feierliche Eröffnung des Deutschen Turnfestes und wird 2017 Berlin durch einen Straßenumzug miteinbeziehen.

 

Die Turnfestgala – 04.06, 05.06 & 07.06, 20.00 Uhr, Mercedes Benz  Arena

Die Vielfalt des Turnens in Verbindung mit dem lebhaften Berlin offenbart sich in der künstlerischen Darstellung der Show. Kreative Choreographien. sportliche Höchstleistungen und technische Effekte vermengen sich zu einem Höhepunkt des Deutschen Turnfestes 2017.

 

Stadiongala – 06.06, 20.00 Uhr, Olympiastadium

Ein ganz besonderes Highlight des Turnfests Berlin 2017 wird die große Stadiongala im Berliner Olympiastadion sein. Es erwartet uns ein unvergessliches, emotionales Erlebnis mit insgesamt über 6.000 Mitwirkenden die eine bunte und bewegende Show ins Olympiastadion zaubern werden.

 

Tuju-Show – 08.06, 16.00 Uhr, Halle 18

Unter dem Motto: „Mal eben meine Welt retten“ präsentieren ausgewählte Gruppen der Deutschen Turnerjugend die Tuju-Show.  Es wird emotional, spannend, großartig, luftig und unvergesslich.

Wollt Ihr bei dieser einzigartigen Show dabei sein? Dann schickt eine E-mail mit eurer Lieblingsportart an fsj@jup.berlin für die Chance zwei Tickets zu gewinnen.

Mehr Informationen.

 

30.05.2017
17.00
06.06.2017
17.00
13.06.2017
17.00
20.06.2017
17.00

VON OLIVER MATTUTAT

Mit der Niederlage am Montag beim Aufstiegskonkurrenten Braunschweig hat sich Union so gut wie aus dem Rennen um Platz zwei und drei verabschiedet. Gerade in den wichtigen Duellen gegen die direkten Konkurrenten konnten die Berliner in der Rückrunde nicht ihre bestmögliche Leistung abrufen. Für Trainer Jens Keller war es trotzdem eine hervorragende Saison. Der vierte Platz, der es am Ende wohl sein wird, ist natürlich enttäuschend, aber gleichzeitig auch etwas, auf dem man aufbauen und stolz sein kann.

Im letzten Heimspiel gegen Heidenheim musste Jens Keller sein Team nochmal kräftig umbauen. Damir Kreilach sah am Montag seine fünfte Gelbe, Roberto Puncec die Gelb-Rote-Karte und Abwehrchef Toni Leistner verletzte sich. Dennoch wollten die Unioner ihren Fans nochmal eine gute Leistung zeigen. So richtig gelang das in der ersten Halbzeit aber nicht. Kaum Chancen auf beiden Seiten. Das höchste der Gefühle waren Fernschüsse der Gäste aus Heidenheim. So schlossen Schnatterer (21.) und Wittek (22.) jeweils aus über dreißig Meter ungefährlich ab. Die erste richtige Union-Chance ließ bis zur 40. Minute auf sich warten. Kessel köpft den Ball nach einem Freistoß von Kroos aufs Tor, doch Heidenheim-Keeper Müller kann parieren. Das Beste an der ersten Halbzeit waren die Fans der Köpenicker. Diese waren schon vor dem Anpfiff heiß auf das Spiel und unterstützten ihre Mannschaft, wie gewohnt, lautstark.

In der zweiten Hälfte mussten sie nicht so lange auf die erste Chance ihrer Eisernen warten. In der 55. Minute wurde Hosiner am 16er freigespielt. Sein Schuss wurde aber geblockt. Danach blieben Großchancen wiederum Mangelware. In der 61. kam Heidenheim vor das Tor der Berliner. Doch der Querpass findet keinen Abnehmer. Für beide Mannschaften ging es um nicht mehr viel und das merkte man in Teilen des Spiels auch. Ab der 70. Minute gewann die Partie an Härte und an Fahrt. In 75. Minuten reklamierten die Unioner dann Handspiel der Heidenheimer im 16er. Ohne Erfolg. Schiedsrichter Harm Osmers verweigerte den Strafstoßpfiff. Im Stadion machte sich die Kunde breit, dass der Aufstiegskonkurrent bei seinem Spiel komplett unter die Räder kommt. Die Fans peitschten die Mannschaft nochmal nach vorne. Und dann plötzlich in der 82. Minute stand Griesbeck frei vorm Union Tor und schob den Ball ins Netz. Die Führung für die Gäste aus dem Nichts. Für einen kurzen Moment war es ruhig im Stadion an der Alten Försterei. Doch dann begannen die aufmunternden Fangesänge der Union-Fans.

Am Ende blieb es beim 0:1 für die Gäste aus Heidenheim und Union wird die Saison somit auf Tabellenplatz vier beenden. Jens Keller wirkte nach dem Spiel doch arg angefressen. Die Fans feierten ihr Team nach dem Abpfiff minutenlang. Das hatten sich die Spieler nach dieser großartigen Saison wahrlich verdient.

Das letzte Spiel der Saison führt die Jungs von Jens Keller in den Süden nach Fürth. Die neue 2. Liga-Saison 2017 / 2018 startet am letzten Juliwochenende (28.-31.7.17.). Ziel der Unioner wird es sein, wieder oben mitzuspielen.

 

Mesenhöler – Pedersen, Schönheim, Pogatetz, Kessel – Kroos (46. Daube), Fürstner – Hedlund (58. Redondo), Zejnullahu (74. Thiel), Trimmel – Hosiner

0:1 Griesbeck (82.)

21.552

von Friederike

Seit 1990 treffen in der Woche vor Ostern Basketballer und Basketballerinnen aus aller Welt zum Osterturnier in Wien aufeinander. 485 Teams aus 23 Ländern, wie zum Beispiel Italien, Bosnien-Herzegowina, Irland, Vereinigte Arabische Emirate, Kanada und Frankreich treten in den Altersstufen unter 12 (U12) bis unter 22 (U22) gegeneinander an. Jungen und Mädchen spielen, feuern an und haben auch während der verschiedenen Side-Events miteinander Spaß.

Zum dritten Mal nahmen mein Team und ich vom BBC 90 Köpenick, diesmal in der Altersklasse wU16, daran teil. Und obgleich das Turnier für uns spielerisch erfolglos blieb, kann ich wohl für meine ganze Mannschaft sprechen, wenn ich sage, dass es mitreißend und aufregend war.

VON OLIVER MATTUTAT, 17. April 2017

Beim Fußball kann in einer sogenannten 'Englischen Woche' viel gewonnen, aber auch viel verloren werden. Union hat bei den drei Spielen innerhalb einer Woche mehr verloren als gewonnen. Nur einen Punkt konnten sie einfahren. Neben dem Unentschieden gegen Fortuna Düsseldorf gab es noch Pleiten gegen Aue und noch schmerzhafter gegen den Aufstiegskonkurrenten aus Hannover. So rutschten die Köpenicker von Rang eins auf Rang vier und somit aus den Aufstiegsplätzen.  Gegen den 1. FC aus Kaiserlautern wollten die Unioner eine Trendwende schaffen und somit weiterhin die Aufstiegschancen wahren.
Von Minute eins war zu spüren, dass die Unioner die schwache Englische Woche vergessen machen wollten. In jener ersten Minute kam Skrzybski auch zur ersten Möglichkeit für die Eisernen. Der Außenstürmer, der gerade erst seinen Vertrag bis 2020 verlängerte, verzog den Ball aber. Union blieb am Drücker und erspielte sich weitere hochkarätige Chancen. Kaiserslautern hatte in dieser Phase nichts dagegen zu setzen. Folgerichtig fiel in der 14. Minute die 1:0-Führung für die Berliner. Von rechts brachte Skrzybski den Ball in den Strafraum, in dem Geburtstagskind Kreilach das Leder in die Maschen stocherte. Die Gäste näherten sich in der 19. Minute zum ersten Mal an. Der Schuss von Osawe blieb aber ungefährlich. Union blieb spielbestimmend und machte es den Gästen schwer. Zwingende Torchancen erarbeiteten sich beide Teams nicht.
Union kam besser aus der Kabine. In der 48. Minute legte Kreilach den Ball auf Skrzybski. Dieser spielte den Ball auf Polter, der den Ball problemlos einschieben konnte. Doch Schiedsrichter Brand entschied auf Abseits und gab den Treffer nicht. Union hatte die Gäste aus der Lausitz weiterhin im Griff. In der 68. zog der Lauterer Gaus in die Mitte, umspielte zwei Unioner und setzte das Leder trocken ins untere linke Eck zum 1:1. Union nicht geschockt, spielte weiter nach vorne. Im direkten Gegenangriff schloss Kreiach eine Flanke per Flugkopf ab ins Tor. Doch wieder ertönte die Pfeife des Referees. Er entschied auf Abseits - eine Fehlentscheidung. Schiedsrichter Benjamin Brand blieb auch danach im Mittelpunkt.  Gaus verhinderte eine Flanke mit dem Arm (72.). Brand entschied aber auf Eckstoß. Eine weitere Fehlentscheidung. Mit Wut im Bauch spielte Union weiter nach vorne, doch der Ball wollte nicht ins Tor. In der 86. Minute flankte Pedersen den Ball und in der Mitte konnte Union-Stürmer Polter zum 2:1 einköpfen. Polter stieß dabei seinen Gegenspieler dabei ein wenig, doch Schiedsrichter Brand gab den Treffer. Union spielte weiter wie angestachelt. Nur drei Minuten nach der erneuten Führung war es Kreilach, der den Ball an den zweiten Pfosten legte, wo Hosiner nur noch ein schieben musste. Das 3:1 war die Entscheidung und auch der Entstand. Damit konnte sich Union Berlin den dritten Platz zurückerobern.
Trainer Jens Keller war mit dem Auftritt seiner Mannschaft sehr zufrieden: „Wir waren von der ersten Sekunde voll auf dem Platz und hätten nach zehn Minuten schon 1:0 oder 2:0 führen müssen. Dann haben wir den Ausgleich bekommen, als wir das Spiel kontrollierten. Aber die Mannschaft hat sich gut wieder reingekämpft.“
Norbert Meier der Trainer des 1. FC Kaiserslautern sah ebenfalls einen verdienten Sieg: „Wir haben nicht gut begonnen. Der Ausgleich fiel mehr oder weniger aus dem Nichts. Aufgrund der Chancen ging das Ergebnis aber in Ordnung.“

Weiter geht es für die Köpenicker am Montag, den 24. April. Dann geht es gegen nach Stuttgart. Die Schwaben sind direkte Konkurrenten um den Aufstieg.

 

Das Spiel im Überblick:

 

1.FC Union Berlin 3:1 (1:0) 1. FC Kaiserslautern

So spielte Union:

Mesenhöler - Pedersen, Puncec, Leistner, Trimmel - Fürstner, Kreilach, Kroos - Redondo, Polter, Skrzybski

Tore:    1:0 Kreilach (14.)

            1:1 Gaus (68.)

            2:1 Polter (85.)

            3:1 Hosiner (88.)

 

Besondere Vorkommnisse: Keine

Zuschauer: 21.379

 

VON JULIUS

Erinnert man sich an die letzten internationalen Fußballturniere, kommen meist die Siegermannschaften als erstes in den Sinn. Große Fußballnationen erbrachten große Leistungen wie Spanien 2010 und Deutschland 2014. Doch bei der letzten Europameisterschaft 2016 waren es wohlmöglich nicht die im Finale triumphierenden Portugiesen, die für das Turnier als prägend gelten sollen, sondern der Erfolg und die damit verbundene Begeisterung für die Überraschungsmannschaft einer Nation, deren Bevölkerungszahl nicht einmal zum Füllen aller Stadien der EM in Frankreich ausreichen würde: Island.

Doch die Geschichte des isländischen Fußballs und besonders der Geschichte der isländischen Nationalmannschaft unter dem Trainer Heimir Hallgrímsson besteht nicht nur aus dem Erfolg der Isländer mit dem Erreichen des Viertelfinales bei der EM 2016, sondern war vor allem geprägt von harten Qualifikationsspielen und Verletzungen wichtiger Stammspieler.

 

Isländischer Fußball hautnah

Von diesem Weg der isländischen Mannschaft – anfangend bei der im letzten Spiel scheiternden Qualifikation Islands für die Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien bis zum begeisterten Empfang der isländischen Mannschaft in Reykjavík, nachdem klar war, dass die Isländer sich für die EM 2016 qualifiziert hatten und damit zum ersten Mal in der Geschichte ihres Landes ein großes Turnier erreichten – handelt der Dokumentarfilm „Wie ein Vulkan – Der Aufstieg des isländischen Fußballs“ von Saevar Gudmundsson, welcher im Rahmen des 11mm Fußballfilmfestivals im Babylonkino Berlin Premiere hatte.

Das Filmteam von Regisseur Gudmondsson begleitete die Isländische Nationalmannschaft und deren Spieler die gesamte Qualifikation zur EM 2016 und gibt Einblicke in die Mannschaft und deren Spieler.

 

VON DAT

 

Es gibt Dinge, die gibt es nur in den USA: Fitnessstudios mit Rolltreppen, Waffenverkauf im Supermarkt und natürlich die guten alten Duftkerzen mit Bacon-Geruch. Ein Komiker wird Präsident und plant einen Mauerbau an der Grenze, damit künftig keine Arbeitsplätze mehr von Spanisch sprechenden Vergewaltigern weggenommen würden. Welch ein Zynismus, dass mit David Villa ein importierter Vollblutspanier Leitbild eines aufstrebenden Sports in den USA wird.

Vor wenigen Jahren noch war „Soccer” dort wahrscheinlich so populär wie Badminton hierzulande. Symptomatisch: Die WNBA, die Frauen-Basketballliga, verzeichnete 2013 mehr Zuschauer als die Major League Soccer (MLS). Doch seit der Fußball-WM 2014 findet ein Paradigmenwechsel statt. Fast urplötzlich erfuhr Fußball in den USA einen immensen Relevanzgewinn. Diese Euphorie kam dem New York City Football Club (NYCFC), einem Fußball-Franchise, das wahrlich aus dem Nichts auferstanden ist, eindeutig entgegen. 2015 nahm NYCFC erstmals am Spielbetrieb der MLS teil. Sämtliche Höhen und Tiefen der Mannschaft im Premierenjahr begleitet Justin Webster im Dokumentarfilm „Win! The Birth of NYCFC”, der am 1. April 2017 im Babylon im Rahmen des „11mm”-Filmfestivals zu sehen war.

 

Ein Star-Trio für New York City

Die Dokumentation setzt ein Jahr zuvor ein. Das Joint-Venture aus City Football (80% Eigenanteil) und den New York Yankees (20%) macht es sich zum Ziel, Fußball langfristig noch vor American Football, Basketball und Eishockey als zweitbeliebteste Sportart hinter Nationalsport Baseball zu etablieren. Dafür wird in kurzer Zeit ein Team zusammengekauft, das bestenfalls direkt im ersten Jahr die Playoffs erreichen soll. 91 Tage vor Saisonstart stehen ganze sieben Spieler unter Vertrag, nur 48 Tage später findet das erste Training schon mit 20 Akteuren statt. Man könnte meinen, bei den vielen Anschaffungen gäbe es Mengenrabatt. Dabei kommen bereits alle Spieler ablösefrei.

Teuer wird es erst bei den sogenannten Designated Players. Das sind die Spieler, deren Gehälter die eigentlich in der MLS festgelegte Grenze von 335 000 US-Dollar rechtlich überschreiten dürfen. Jede Mannschaft darf maximal drei davon haben. NYCFC füllt die Plätze selbstverständlich mit Weltstars auf: David Villa, Frank Lampard und später Andrea Pirlo - allesamt Champions-League-Sieger und mindestens einmal in der Top 23 bei der jährlichen Wahl des Weltfußballers vertreten.

 

Emotionen, wo keine Emotionen sind

Regisseur Justin Webster gab sichtlich sein Bestes, dem Film eine Dramatik aufzudrücken und den Zuschauer emotional zu binden. Leider blieb ich immun gegen die schnelle Musik, die in Spielszenen selbst bei einer knappen Führung New Yorks Spannung erzeugen sollte. Aber wer weiß? Vielleicht betonte sie aber auch den Anspruch des Vorstandes und der Mannschaft an sich selbst.

Ruhiger ging es dann in den Szenen hinter den Kulissen ab. Ich erfahre die Beweggründe hinter dem Projekt NYCFC. Sportdirektor Claudio Reyna griff dafür weiter in die Vergangenheit zurück. Zum Anfang seiner Karriere hatte die USA noch nicht einmal eine professionelle Fußballliga. Trotzdem sei es immer sein Traum gewesen, eine Weltmeisterschaft für die USA zu spielen. Nachdem sich dieser erfüllte, sei das Ziel nun die Expansion des Fußballs in Amerika. Unglücklicherweise ist Reyna der Einzige, zu dem ich halbwegs einen Antrieb aus Leidenschaft feststellen kann.

Fans wirken extrem gekünstelt. Ein Zuschauerschnitt von 29 000 pro Spiel in der ersten Saison der Vereinsgeschichte ist absolut großartig, jedoch nicht nur unrealistisch, nein, er zeigt auch die betriebene Heuchelei auf. „Fans” kennen plötzlich alle Namen und Statistiken der Spieler auswendig, sobald die Aussicht auf Fotos und Autogramme groß genug ist. Stadionbesucher sind in Merchandise eingekleidet, obwohl sie das Team, das sie zugegebenermaßen lautstark nach vorn brüllen, vor einigen Monaten noch gar nicht kannten.

 

Es ist nicht alles Gold, was glänzt

Das latente Problem: Man wird das Gefühl nicht los, dass es dem „Verein” letztlich nur um Profitbestreben geht, natürlich verschleiert als Werbung für den Fußball in den USA. Interessanterweise gibt der Film von selbst Andeutungen dafür. Jegliche interviewten Spieler bekamen unter ihren Namen auch die jeweiligen Gehälter untertitelt. Während gefühlt die halbe Mannschaft zwischen 60 000 und 80 000 US-Dollar verdient, heimst Kapitän David Villa, einer der drei Aushängeschilder des Teams, mit 5,7 Mio. mehr ein als alle Nicht-Designated-Players zusammen. New York City FC erscheint wie eine Truppe von Söldnern, die den Verein als zweijährige Zwischenstation sehen.

Manchester City FC, der sich ebenfalls im Besitz von City Football befindet, gewann 2012 nach 44 Jahren zum dritten Mal die englische Meisterschaft und ist das Vorbild des New Yorker Franchises. Im Jahr der Dokumentation schaffte es NYCFC selbst zwar noch nicht in die Playoffs, dafür im Folgejahr mit neuem Trainer gleich bis ins Conference-Halbfinale.

Schön ist, dass der Fußball in den USA nunmehr auch als richtiger Sport anerkannt wird. Hässlich ist die Art und Weise, wie der Prozess vorangetrieben wird. Informativ ist Justin Websters Film allemal, doch er hinterlässt einen ziemlich bitteren Nachgeschmack. Offiziell wird die Dokumentation als faszinierenden Einblick hinter die Kulissen einer beginnenden Fußballmacht verkauft. Tatsächlich aber nimmt sie eine aufklärende Funktion ein. Sie verdeutlicht in gemäßigter Darstellung, wozu ein kompetentes Management mit ordentlich Geld imstande ist.

 

10.04.2017 bis 13.04.2017 (Ganztägig)
28.04.2017 bis 28.04.2017 (Ganztägig)

Der 1. FC Union Berlin bezwingt den 1. FC Nürnberg in einer intensiven Partie mit 1:0. Die Köpenicker grüßen nun von der Tabellenspitze.

VON OLIVER MATTUTAT, 21. März 2017

Es war ein gutes Wochenende für die Union-Spieler. Fokussiert auf die Begegnung am gestrigen Montagabend gegen den 1. FC Nürnberg werden sie mit Wohlwollen gesehen haben, dass zwei ihrer Konkurrenten um den Aufstieg patzten. Spitzenreiter Stuttgart verlor in Fürth und Hannover 96 kam beim FC St. Pauli nicht über ein 0:0 hinaus. Braunschweig konnte sich mit einem Sieg gegen Heidenheim auf Platz drei verbessern und ist vor dem Spiel punktgleich mit den Unionern. Der Druck ist somit nicht gewichen. Das weiß auch Jens Keller. Mit einem Sieg gegen Nürnberg könnte man die Tabellenspitze erreichen und wichtige Punkte sammeln. So schickte er wieder seine Stammelf auf den Rasen. Nur Stammkeeper Busk fehlte weiterhin. Sein Vertreter Daniel Mesenhöler hatte in den letzten Spielen aber souverän gehalten. Für den Trainer der Gäste Michael Köllner war es das erste Auswärtsspiel. Er hatte die Nürnberger erst vor zwei Wochen übernommen.

Die beiden Cheftrainer sahen eine rassige Anfangsphase. Auch die beiden Fanlager waren sofort auf Betriebstemperatur. Die erste Chance in ausgeglichenen ersten zehn Minuten hatten die Gäste aus Nürnberg (9.). Kempe ließ zwei Union-Verteidiger im 16er stehen und zieht den Ball aus zehn Metern übers Tor. Auf der anderen Seite wird Union-Verteidiger Trimmel von Salli im 16er zu Fall gebracht. Schiedsrichter Dr. Jochen Drees ließ weiterspielen. Eine Fehlentscheidung, denn Salli foult den Unioner eindeutig. In den nächsten Minuten spielten beide Teams nach vorne, aber konnten keine großen Chancen entwickeln. In der 29. Minute war es Salli, der die nächste Chance für den 1. FC Nürnberg hatte. Seinen Schuss konnte Mesenhöler aber parieren. Dann drehte Union ein wenig auf. Innerhalb von sechs Minuten hatte der Unioner Sebastian Polter drei Chancen. Erst schoss er den Ball bedrängt vom Nürnberger Verteidiger rechts am Tor vorbei (30.), dann ging sein Schuss aus 23 Metern ebenfalls rechts vorbei (33.) und schließlich kam er nach einem Schuss von Skrzybski zum Nachschuss, aber setzte den Ball über das Tor.

Der 1. FC Nürnberg kam mit sehr viel Dampf aus der Kabine. Aber schon bald übernahm Union die Kontrolle über das Spiel. Gefährliche Torraumszenen bleiben aber auch in Halbzeit zwei Mangelware. Die Nürnberger schienen mit dem 0:0 recht zufrieden zu sein. Denn vor allem ihr Torwart Raphael Schäfer ließ sich zunehmend immer mehr Zeit. In der 75. Minute gab es dann etwas fürs Kuriositätenkabinett. Schiedsrichter Dr. Jochen Drees verschwand in die Kabine. Der Stadionsprecher klärte auf, dass es sich um eine Behandlungspause handelte. Gut vier Minuten dauerte diese.

Danach machte Union weiter Druck und spielte auf Sieg. Hosiner schickte Polter auf die Reise. Der setzte den Ball frei vor FCN-Keeper Schäfer gegen den Pfosten (80.). Ein großes Raunen ging durch die 21.210 Zuschauer in der Alten Försterei. Die nächste Chance sollte nicht lange auf sich warten. Skrzybski setzte sich auf der rechten Seite durch, spielte den Ball in den Rückraum des 16-Meter-Raums. Dort kam der Österreicher Hosiner, der für den glücklosen Felix Kroos ins Spiel gekommen war, an den Ball und versenkte ihn zum 1:0. Die Erleichterung war spürbar. Sowohl auf den Rängen, auf denen die Fans in grenzenlosen Jubel ausbrachen, als auch beim Trainer Jens Keller, der vor der Bank seiner Freude freien Lauf ließ.

Der Klub aus dem Frankenland versuchte, sich noch einmal aufzubäumen, aber Union spielte weiter nach vorne und ließ nicht mehr viel zu. Durch die Verletzungsunterbrechung des Schiedsrichters ergaben sich sechs Minuten Nachspielzeit. Eine gefühlte Ewigkeit für alle Unioner. Die Fans erhoben sich in der Nachspielzeit. Die Berliner hatten sogar noch Chancen, die Führung auszubauen. Am Ende blieb es beim 1:0 und die Alte Försterei bebte. Die Fans skandierten nach dem Spiel: "Spitzenreiter, Spitzenreiter!" Denn genau da war Union mit dem Sieg angekommen: Auf Tabellenplatz eins. Ein Punkt nun vor dem zweiten Stuttgart und drei vor dem dritten aus Braunschweig. Es war der sechste Sieg in Folge für die Berliner. Eine unglaubliche Serie und zugleich Vereinsrekord. Trainer Jens Keller fasste das Spiel so zusammen: "Ich glaube, dass die Mannschaft ein wenig gehemmt war. Wir haben sehr abwartend gespielt und in der ersten Halbzeit waren wir nicht richtig im Spiel. Man sieht die Qualität der Mannschaft. Sie glaubt bis zur letzten Minute an sich. Die Fans haben uns wieder mal getragen."

Am Ende hat auch das Team mit dem größeren Willen gewonnen. Union wollte die drei Punkte und die Tabellenspitze und das haben sie durch großen Einsatz geschafft. Ein Spiel, in dem aber auch der 1. FC Nürnberg gute Anlagen zeigte, viele Chancen aber nicht konsequent zu Ende spielte und in der 2. Halbzeit zu passiv wurde.

Für die Unioner geht es erst am 02. April weiter, denn nun ist Länderspielpause. Dann müssen sie zum direkten Konkurrenten Hannover 96. Unterstützt werden sie dort wahrscheinlich von über 10.000 Union-Fans. Der Tabellenvierte aus der niedersächsischen Landeshauptstadt hat gestern seinen Cheftrainer Daniel Stendel entlassen. Andre Breitenreiter, der schon auf Schalke Trainer war und aus Hannover stammt, wird das Team übernehmen.

Ein spannender Kampf um die Aufstiegsplätze bahnt sich an. Union steht nun auf der Pole Position.

 

Das Spiel im Überblick:

1.FC Union Berlin - 1. FC Nürnberg  1:0 (0:0)

So spielte Union: Mesenhöler - Parensen (51. Schönheim), Puncec, Leistner, Trimmel - Fürstner, Kreilach, Kroos (74. Hosiner)  - Hedlund (90. Redondo), Polter, Skrzybski

Tore:    1:0 Hosiner (83.)

Besondere Vorkommnisse: Keine

Zuschauer: 21.210

Gegen den Aufsteiger Würzburger Kickers holen die Unioner einen 2:0-Erfolg. Die zweite Halbzeit mussten sie dabei in Unterzahl überstehen. Durch den Sieg stürmen die Berliner auf Platz 2!

 

VON OLIVER MATTUTAT, 06.03.2017

Für Union Berlin läuft es im Moment. Sie stehen auf dem Relegationsplatz mit nur einem Punkt Rückstand auf Platz 2 und sind somit mitten im Aufstiegsrennen. Zuhause haben "die Eisernen" nur eine Niederlage in den letzten 21 Partien hinnehmen müssen und auswärts gewinnen sie, wenn nötig auch nicht mit dem schönsten Fußball. Der Trainer Jens Keller bekam zum Anfang der Saison die Zielsetzung, die Mannschaft an die Ligaspitze heranzuführen. Das ist ihm nach den ersten 22 Spielen eindrucksvoll gelungen. Jetzt steigt der Hunger nach mehr und so sollten gegen den Aufsteiger aus Würzburg auch weitere drei Punkte eingefahren werden. Die Gäste spielten eine für einen Aufsteiger beindruckende Hinserie. Im Moment stehen sie auf dem achten Platz. Im Jahr 2017 sind sie jedoch noch ohne Sieg.

Schon vor Beginn zeigten sich die Fans der Unioner in Spitzenstimmung. Eine Choreo samt kleinem Feuerwerk gab es beim Einlauf der Mannschaften am letzten Freitagabend.

In der Anfangsphase der ersten Hälfte hatten die Berliner schnell mehr vom Spiel. Aus dem Nichts hatten dann die Würzburger in der 14. Minute die bisher größte Chance. Kickers Stürmer Ernst tauchte nach feinem Pass alleine vor Union-Keeper Mesenhöler auf.

Mesenhöler, der bei den Unionern für den verletzten Stammkeeper Jakub Busk im Kasten stand, machte sich groß und konnte den Ball abwehren. Unbeeindruckt machte Union weiter das Spiel. Steven Skrzybski ließ in seinem 100. Zweitliga-Spiel für die Unioner teilweise die halbe Würzburger Mannschaft alt aussehen. In der 21. Minute holte er nach einem Solo eine Ecke heraus. Diese verlängerte Parensen am ersten Pfosten auf Polter. Der Stürmer ließ sich nicht zweimal bitten und verwandelte aus fünf Metern mit einem wuchtigen Kopfball zum 1:0. Es war das dritte Saisontor des Winterneuzugangs. Das Spiel wurde nun immer mehr durch Fouls unterbrochen. Schiedsrichter Dr. Robert Kampka kam überraschend lange ohne Gelbe Karte aus. Die erste zückte er in der 37. Minute für den Berliner Innenverteidiger Puncec. Würzburg erspielte sich nun auch die ein oder andere Chance. In der 44. Minute stand dann wieder Puncec im Mittelpunkt. Der Verteidiger traf seinen Gegner mit der Hand im Gesicht. Dr. Kampka zögerte nicht lange und zeigte dem Kroaten Gelb-Rot. Eine harte, wenn auch vertretbare, Entscheidung. Den Schuss nach dem flachausgeführten Freistoß parierte Mesenhöler klasse.

Auf den Platzverweis reagierte Trainer Jens Keller am Anfang der zweiten Hälfte, indem er den Innenverteidiger Emanuel Pogatetz einwechselte. Die Würzburger kamen mutiger aus der Kabine. Union zog sich erstmal zurück und ließ die Gäste das Spiel machen. Aus der Feldüberlegenheit konnte diese aber nicht viel Gefährliches produzieren. 20 Minuten vor Schluss setzte Würzburgs Trainer Bernd Hollerbach auf noch mehr Offensive. Für seinen Rechtsverteidiger Pisot brachte er den Stürmer Marco Königs. Auch dieser sorgte nicht für Gefahr.

Die letzte Viertelstunde blieb ereignisarm. In der 82. Minute schlug Leistner einen Freistoß von der Mittellinie nach vorne, Polter verlängerte und Kreilach kam frei vor dem Tor an den Ball. Er umkreist Kickers-Keeper Wulnikowski und schob zum 2:0 ein. Die Alte Försterei bebte und auch aus Trainer Jens Keller sprudelte es heraus. In der Folge kam Union sogar noch zu weiteren Torchancen, die aber ungenutzt blieben. Den 19.875 Zuschauern war das herzlich egal, denn nach 90 Minuten hieß der Sieger Union Berlin, die somit den vierten Sieg in Folge feiern und drei wichtige Punkte im Aufstiegsrennen einfahren konnten.

Union-Trainer Jens Keller sprach nach dem Spiel sichtlich erleichtert. "Wer nach einem 2:0 nach 48 Minuten Unterzahl nicht zufrieden ist, muss wahnsinnig sein. Heute hat die Mannschaft gezeigt, was sie leisten kann. In Unterzahl haben wir keine klare Torchance zugelassen.", sagte er auf der Pressekonferenz.

Sein Gegenüber Bernd Hollerbach gratulierte fair zum Sieg: "Gewonnen hat heute das Team, das im eigenen und im gegnerischen Strafraum besser war. Das war heute Union. Sie haben verdient gewonnen. Ich wünsche dem Verein und den tollen Fans nur das Beste. Ich hoffe, ihr schafft den Aufstieg."

Bis es so weit ist, dauert es noch ein wenig. Für Union Berlin hieß es am Wochenende: Konkurrenz beobachten: Hannover 96, die Union durch den Sieg vom zweiten Platz verdrängte, verlor sein Auswärtsspiel in Karlsruhe verdient mit 2:0. Somit bleibt Union Berlin auf jeden Fall bis zum nächsten Spieltag auf Tabellenplatz zwei. Tabellenführer Stuttgart spielt am heutigen Montag in Braunschweig. Für die Braunschweiger, die Vierter sind, ist es ein wichtiges Spiel. Mit einem Sieg könnten sie wieder auf die Tabellenspitze aufschließen.

Kommenden Freitag geht es für die Köpenicker zu FC St. Pauli nach Hamburg. Die Paulianer haben im Moment einen Lauf und konnten ihr Spiel gegen 1860 München mit 2:1 gewinnen.

Auch dort heißt die Devise für die Mannschaft von Jens Keller: Punkte mit in die Hauptstadt bringen.

 

 

Das Spiel im Überblick:

1.FC Union Berlin 2:0 (1:0) Würzburger Kickers

So spielte Union:

Mesenhöler - Parensen, Puncec, Leistner, Trimmel - Fürstner, Kreilach, Kroos (89. Kessel)  - Hedlund (46. Pogatetz), Polter, Skrzybski (83. Redondo)

Tore:    1:0       Sebastian Polter           (21. Min)

            2:0       Damir Kreilach              (82. Min)

Besondere Vorkommnisse: Gelb-Rote Karte für Puncec (44. Min, Union)

Zuschauer: 19.875

24.05.2017
18.00
31.05.2017
18.00
07.06.2017
18.00
14.06.2017
18.00
31.05.2017
16.30
07.06.2017
16.30
14.06.2017
16.30
21.06.2017
16.30
25.05.2017
18.00
01.06.2017
18.00
08.06.2017
18.00
15.06.2017
18.00
29.05.2017
18.00
05.06.2017
18.00
12.06.2017
18.00
19.06.2017
18.00

In dieser Portraitreihe wird jeden Monat ein neuer interessanter Fotoblog (Instagram, Tumblr oder auch Facebook) vorgestellt.

28.05.2017
14.00
04.06.2017
14.00
11.06.2017
14.00
18.06.2017
14.00

VON SINA

Anfang Februar ist es so weit: Ich bin mit jup! Redakteur Patrice bei der „Night of the Jumps“, einer Motorradflugshow - und mir ist ein bisschen flau im Magen. Als wir in die Halle kommen, kann man schon im Presseeingang den Bass spüren und als wir dann neben diesen Rampen stehen, ist das schon ziemlich extrem. Aber auch mega nice. Da fliegen einfach Menschen auf ihren Motorrädern durch die Luft, machen Saltos und Drehungen und das ist schon ziemlich wahnsinnig. Vor allem haben sie auch nur um die zehn Meter, um vollständig abzubremsen. „Aber das reicht doch, wenn man das einmal gesehen hat. Ist doch alles immer wieder das Gleiche…“, sagt meine Mutter später. - Bist du wahnsinnig? Auf keinen Fall! -

Mittendrin und besonders gefeiert: ein Heimkehrer. Kai Haase, gebürtiger Berliner, besonders heiß auf die Kulisse zu Hause. Auf der Pit-Party, auf welcher sich die Zuschauer Autogramme der Stars holen konnten, hatten wir die Möglichkeit, mit ihm zu sprechen. Der Spaß stehe im Vordergrund, doch der Ehrgeiz spiele immer noch eine Rolle. - Ha, ha, auf jeden Fall richtig chillig wie er einfach Spaß daran hat, täglich sein Leben aufs Spiel zu setzten. Und Mal eben nach Spanien, um neue Tricks zu trainieren… joa das ist schon ganz okay - Genau das ist es: Ehrgeiz, nicht nur Feuerwerk und ohrenbetäubende Motorgeräusche. Dieses Jahr finden die Weltmeisterschaften verschiedener Disziplinen der FMX in Berlin statt. Wen die Weltmeisterschaften interessieren oder nicht, ist auf den ersten Blick nicht erkennbar, wenn man sich die 13.000 Zuschauer anschaut. Alle Altersgruppen aller Geschlechter sind vertreten und laufen aufgeregt durch die Arena.

 

Mit dem 3:1-Sieg gegen Arminia Bielefeld kann Union Berlin seine Tabellensituation festigen und bleibt an den Spitzenplätzen dran. Dabei starteten die Unioner furios in die Partie und profitierten von müden Bielefeldern.

VON OLIVER MATTUTAT

Letzte Woche hatte Union in Dresden die Chance verpasst, wieder nach an die Spitzengruppe der zweiten Liga aufzurücken. Durch das 0:0 in Sachsen war es ihnen nicht möglich, die Patzer der Konkurrenz besser zu nutzen, trotzdem lagen sie auf Rang vier.

Nun kam mit Arminia Bielefeld ein Gegner an die Alte Försterei, der zwar auf dem 16. Tabellenplatz steht, aber im Moment Erfolgserlebnisse feiern kann. Letzte Woche gewannen die Nordwestfalen gegen 1860 München in der Liga und unter der Woche konnten sie im Pokal ebenfalls gewinnen. Da mussten sie aber gegen den Viertligisten Astoria Walldorf bis ins Elfmeterschießen. Union hatte unter der Woche hingegen frei, da sie schon in der letzten Runde im Pokal ausgeschieden waren.

Diesen Frischeunterschied bemerkte man auch sofort zu Beginn des Spiels.

Die Unioner, bei denen Trainer Jens Keller den gelbgesperrten Abwehrchef Toni Leistner durch Emanuel Pogatez ersetzte, waren in der Anfangsphase hoch überlegen, frischer und gedanklich schneller. Die Bielefelder schienen, noch gar nicht richtig wach gewesen zu sein.

Nach zwölf Minuten standen für die Hauptstädter schon fünf Ecken und zahlreich gute Chancen zu Buche. Die größte in der 11. Minute Skrzybski wird im Lauf angespielt und geht frei auf den Bielefelder Schlussmann Hesl zu, der den Ball aber klären kann. Es folgten weitere Unioner Torgelegenheiten. Arminia Bielefeld kam nicht ins Spiel. Folgerichtig hatte Union die nächste Großchance. Der Ball wird am Fünfer quer auf Polter gelegt, der den Ball aber übers Tor zieht (20. Minute). Die Führung wäre zum jetzigen Zeitpunkt mehr als verdient gewesen.

In der 22. Minute wird Skrzybski halblinks am Strafraum gefoult. Den fälligen Freistoß verwandelt Kapitän Felix Kroos traumhaft zum 1:0 für Union, das längst überfällig war.

Union hatte das Spiel weiterhin im Griff. Es dauerte über 30 Minuten bis die Arminien sich die Müdigkeit aus den Beinen gelaufen hatten. Nun erspielten auch sie sich Chancen, die sie teilweise fahrlässig ausließen. In der 44. Minute kann Union-Keeper Busk einen Schuss von Voglsammer überragend parieren, doch gegen den Nachschuss von Klos war er machtlos. Ein schmeichelhaftes 1:1 aus Bielefelder Sicht.

Die zweite Hälfte begann wie die erste. Union war besser und hatte mehr Spielanteile, doch Bielefeld zeigte sich aktiver als zu Anfang der ersten Hälfte. So gab es Torgelegenheiten auf beiden Seiten. In der 64. Minute kam Trimmel auf der rechten Seite zum Flanken und am zweiten Pfosten kann Kreilach zum 2:1 für Union einköpfen. In der 71. Minute sieht Kapitän Felix Kroos seine fünfte Gelbe Karte in dieser Saison. Somit wird er im nächsten Spiel in Karlsruhe gesperrt fehlen.

Union blieb auch nach der erneuten Führung am Drücker und spielte auf das 3:1. Sie nutzten ihre Chancen aber nicht konsequent. Auch Bielefeld erhöhte noch einmal den Druck von der Müdigkeit der Anfangsphase war nichts mehr zu sehen. Das bessere Ende sollten die Berliner auf ihrer Seite haben. Nikci brachte in der 84. Minute eine Ecke in den Strafraum. Die Bielefelder Junglas und Voglsammer lenkten den Ball in Richtung eigenes Tor. Auf der Linie musste Sebastian Polter nur noch zum 3:1 einschieben.

In der Summe ein verdienter Erfolg für die Union Berlin. Trainer Jens Keller sagte nach dem Spiel: "Ich bin sehr zufrieden. Kompliment an die Mannschaft. Die Ausgangssituation war nicht ganz einfach.

Das einzige Manko war, dass wir nicht schon zwei oder drei Tore in der ersten Halbzeit gemacht haben."

Mit diesem Sieg konnten die Köpenicker den vierten Platz festigen und sich ein drei Punktepolster auf den Fünften aus Heidenheim ansammeln.

Für die Unioner geht es nächsten Sonntag in den Südwesten nach Karlsruhe. Die Karlsruher verloren ihre Partie bei 1860 München mit 2:1 und stehen auf Tabellenplatz 15. Klingt nach einer Pflichtaufgabe. Diese könnte aber dennoch ziemlich schwer werden.

 

Das Spiel im Überblick:

1.FC Union Berlin 3:1 (1:1) DSC Arminia Bielefeld

So spielte Union:

Busk - Pedersen, Puncec, Pogatez, Trimmel - Fürstner, Kreilach, Kroos (81. Nikci) - Hedlund (63. Redondo), Polter (86. Hosiner), Skrzybski

Tore:     1:0 Felix Kroos             (22. Minute)

            1:1 Fabian Klos             (44. Minute)

            2:1 Damir Kreilach         (64. Minute)

            3:1 Sebastian Polter      (84. Minute)

 

Besondere Vorkommnisse: keine

Zuschauer: 20.258

02.02.2017 bis 23.02.2017 (Ganztägig)
25.02.2017 bis 26.02.2017 (Ganztägig)

Der Super Bowl ist das größte Sportevent der Welt. Wir blicken auf die Sportart American Football, auf den diesjährigen Super Bowl und verlosen einmal das Konsolenvideospiel Madden NFL 17.

VON OLIVER MATTUTAT

Wenn du einmal in eine Übertragung von einem American Football Spiel reinschaltest, kann die Sportart auf dich ziemlich komplex wirken. Wenn man in die Tiefe geht, ist das auch so. Das Grundspielprinzip ist aber relativ simpel: Oberstes Ziel ist es, mehr Punkte als der Gegner zu erzielen. Punkte kann man erzielen, indem man das oval förmige Spielgerät, das ich im Folgenden der Einfachheit Ball nenne, in die Endzone des Gegners bringt (Touchdown) bzw. wirft und ein Mitspieler es dort fängt oder indem man ein Field Goal erzielt. Dabei wird der Ball durch das Gestänge hinter der gegnerischen Endzone geschossen. Erzielt man einen Touchdown bekommt man sechs Punkte plus die Möglichkeit, für einen Extrapunkt aufs Field Goal zu schießen. Bei einem erfolgreichen Field-Goal-Versuch aus dem Spiel heraus erhält man drei Punkte.

So weit so gut: Im Ballbesitz gibt es dann noch ein Paar Einschränkungen, wie man in die Endzone gelangen kann. Man muss nämlich 10 Yards (umgerechnet 9,41 Meter) überbrücken, um sich auf dem Feld fortzubewegen. Um diese 10 Yards zu schaffen, hat man vier Versuche. Schafft man es, bekommt man wieder vier neue Versuche. Schafft man es nicht, wechselt der Ballbesitz. So viel zum grundlegenden Spielprinzip.

Der Super Bowl ist das Finale der Meisterschaft der National Football League (NFL). Die Teams der NFL sind in zwei Ligen aufgeteilt: Die AFC (American Football Conference) und die NFC (National Football Conference). In beiden Ligen wird ein Meister ausgespielt. Die jeweiligen Meister treffen dann im Super Bowl aufeinander.

Dieses Jahr findet der 51. Super Bowl zu unserer Zeit in der Nacht vom 5. Februar auf den 6. Februar statt. Es ist gleichzeitig ein Jubiläums-Super Bowl. Vor gut 50 Jahren, am 15.01.1967, fand der allererste Super Bowl statt.

Dieses Jahr treffen die Atlanta Falcons im NRG Stadium im Housten, Texas auf die New England Patriots. Beide Teams dominierten ihr jeweiliges Conference Final. Die Atlanta Falcons haben dabei die beste Offensive und die New England Patriots die beste Defensive der Liga. Atlanta steht aber erst zum zweiten Mal im Superbowl und hat die Möglichkeit, ihn das erste Mal zu gewinnen. New England kann schon neun Teilnahmen für sich verbuchen. Das sind die meisten Teilnahmen eines Teams. Außerdem konnten sie schon viermal den Super Bowl gewinnen. Ein besonderes Augenmerk wird wieder auf den Quarterbacks liegen. Der Quarterback ist der Spielmacher in der Offensive eines Teams. Beide Teams haben überragende Akteure auf dieser Position. Bei den Atlanta Falcons bekleidet Matt Ryan diese Position. Er spielt eine überragende Saison und ist heißer Anwärter für die Auszeichnung zum wertvollsten Spieler in dieser Saison. Auf der anderen Seite bei den New England Patriots steht ein Altmeister auf dem Feld. Tom Brady ist der erste Spieler, der zum siebten Mal im Super Bowl steht. Es wird eine spannende Partie. Beginn ist um 0:30 deutscher Zeit. Im Fernsehen kann man das Spiel bei Sat1 verfolgen.

Aber der Super Bowl ist nicht nur knallharte Sportaction, sondern auch große Show. Letztes Jahr schalteten allein in Amerika 167 Millionen Leute den Fernseher für das Spiel an. Highlight neben dem eigentlichen Spiel ist auch immer die Halbzeitshow, in der dieses Jahr Lady Gaga auftreten wird. Das amerikanische Fernsehen ist auch für seine zahlreichen Werbeunterbrechungen bekannt. So gibt es auch während des Super Bowls viele Werbeunterbrechungen. Ein 30-sekündiger Werbespot ist dieses Jahr so teuer, wie nie. Um die 5 Millionen US-Dollar kostet er. Das entspricht 170.000$ pro Sekunde. Die Unternehmen setzen dabei dann auch auf äußerst kreative Werbespots, um im Gedächtnis der Zuschauer zu bleiben.

Willst du selbst mal als Quarterback dein Team zum Super Bowl bringen? Dann brauchst du nicht unbedingt Football-Profi werden. Du kannst auch einfach zum Spiel Madden NFL 17 von EA Sports greifen. Das Spiel ist letztes Jahr für die Playstation 3, Xbox 360, Playstation 4 und Xbox One erschienen. Wir haben ein Exemplar für die Konsole deiner Wahl zu Verlosen. Dazu aber später mehr.

Wer das Spiel das erste Mal startet, erkennt gleich, was die Sportler eigentlich leisten. In der Postion des Quarterbacks muss man die Spielzüge so wählen, dass man den möglichst größten Raumgewinn erreicht. Bei einem Pass braucht man ein gutes Timing, damit der Ball auch den Mitspieler erreicht und nicht von einem Gegner abgefangen wird. Umso länger man spielt, desto mehr erkennt man die Komplexität der Sportart. Man bekommt die Wahl zwischen unzähligen Spielzügen. Außerdem muss man die Uhr im Auge behalten. Denn liegst du hinten, möchtest du natürlich, dass die Uhr so oft, wie möglich, gestoppt wird. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn eine Auszeit genommen wird oder der Spieler mit dem Ball die Seitenlinie übertritt. Die Auswahl der verschiedenen Spielzüge gibt einem die Möglichkeit ständig zu variieren und möglichst, den Gegner zu überraschen. Ein Ballbesitzspiel, der sogenannte Drive, bis man einen Touchdown erzielt, kann ziemlich nervenaufreibend sein. Dabei kommt bei mir bei jedem angekommenen Pass und jedem neuen ersten Versuch pure Freude auf. Aber man ist auch beim Football nicht immer nur im Angriff. In der Defensive muss man versuchen, den Ballführenden zu Boden zu bringen, um keinen neuen ersten Versuch für den Gegner zuzulassen.

Madden NFL 17 ist eines der komplexesten Sportspiele, macht aber unheimlichen Spaß, wenn man wie ich auch Spaß am American Football hat.

Darum verlosen wir zusammen mit EA Sports ein Exemplar für die Konsole deiner Wahl. So kannst du mitmachen:

Schreibe uns bis zum 05.02.2017, 23 Uhr deinen Tipp, wer den Superbowl 51 gewinnt.

Entweder per Mail an oliver@jup.berlin oder kommentiere einfach unseren Instagram-Post mit deinem Tipp.

Unter allen richtigen Einsendungen entscheidet das Los. Eine doppelte Teilnahme ist ausgeschlossen. Mit etwas Glück stehst du dann bald selbst im Super Bowl, auf dem virtuellen Rasen versteht sich!

 

 

07.02.2017 bis 07.02.2017 (Ganztägig)
09.02.2017 bis 09.02.2017 (Ganztägig)
14.02.2017 bis 14.02.2017 (Ganztägig)
24.03.2017 bis 25.03.2017 (Ganztägig)
04.02.2017 bis 04.02.2017 (Ganztägig)
03.02.2017 bis 03.02.2017 (Ganztägig)
01.02.2017 bis 01.02.2017 (Ganztägig)
05.02.2017 bis 05.02.2017 (Ganztägig)

Während die erste Bundesliga schon aus der Winterpause zurück ist, testet Union Berlin gegen Dukla Prag. Die Unioner kommen in der Partie nicht über ein 2:2 hinaus. Vor allem die erste Halbzeit offenbarte Verbesserungspotential.

 

VON OLIVER MATTUTAT

 

Es war die logische Konsequenz, die am Freitagnachmittag verkündet wurde: Der Topscorer der Unioner, Collin Quaner, wechselt mit sofortiger Wirkung in die zweite Englische Liga. Ein Grund wird auch die Rückkehr des Publikumslieblings Sebastian Polter aus England gewesen sein. Nach einem nicht wirklich erfolgreichen Jahr bei den Queens Park Rangers kehrt er nun in die Hauptstadt mit circa 1,5 Mio€ Ablöse als Unioner Rekordtransfer zurück.

Im Testspiel gegen Dukla Prag stand Polter sofort in der Startelf.  Gegen den Tabellenelften aus Tschechien setzten die Köpenicker in der Anfangsphase auf hohes Pressing. Sie attackierten ihren Gegner also schon tief in seiner Hälfte. Bei um die 2°C verirrten sich nur 1.305 Zuschauer ins Stadion An der Alten Försterei. Sie sahen in der 7. Minute schon die erste große Gelegenheit für die Gastgeber. Polter konnte den Ball im Strafraum den Ball quer auf Hedlund legen, der diesen aber nicht erreichte. In der Folge suchten die Unioner immer wieder Polter, der aber oft noch glücklos blieb.
In der 20. Minute dann große Aufregung im Strafraum der Unioner. Nach einer Flanke entschied Schiedsrichter Bastian Dankert auf indirekten Freistoß. Er hatte wohl einen Rückpass zum Union-Torwart Busk geahndet. Den indirekten Freistoß aus fünf Metern verwandelte Jakub Povazanec zum 0:1 für die Gäste in der 21. Minute. Danach blieb weiterhin Union die spielbestimmende Mannschaft. In der 26. Minute war es dann wieder Polter, der den Ball auf Kroos ablegte. Der Kapitän verzog aber aus 12 Meter und der Ball landete neben dem Tor. Union blieb überlegen, aber die Gäste aus Tschechien spielten sich die besseren Chancen heraus und machten es den Unionern schwer. Die größte in der 37. Minute. Nach einer Ecke stand der Stürmer der Prager, Jan Holenda, völlig frei am zweiten Pfosten und konnte abschließen. Keeper Jakub Busk konnte den Ball noch an den Pfosten lenken. Dann ging es auf der anderen Seite weiter. In der 39. Minute ist Union-Angreifer Hedlund frei durch konnte noch abschließen, aber wird auch gleichzeitig gelegt. Schwierige Situation. Dankert ließ weiter laufen.

In der zweiten Hälfte ein ähnliches Bild: Union blieb überlegen. In der 54. Minute brachte Felix Kroos einen Freistoß von halb links in den Strafraum. Dort wurde gezogen und gehalten. Dankert entschied folgerichtig auf Strafstoß für Union Berlin. Neuzugang Polter nahm sich selbstbewusst den Ball und verwandelte sicher zum 1:1. Nun wachten auch die Fans langsam auf und stimmten Fangesänge an. Laut wurde es dann wieder in der 63. Minute als Skrzybski wunderbar freigespielt wurde, den Prager Torwart umkurvte und zum 2:1 einnetzte. Von der Chancenverteilung blieb es danach ein offenes Spiel, auch wenn den Unionern deutlich anzumerken war, dass sie das dritte Tor wollten. Auch die Wechel von Trainer Jens Keller brachten nochmal Schwung in die Partie. Das half aber alles nichts. Die Gäste konnten in Person von Ladislav Vopat in der 84. Minute einen Konter zum 2:2 abschließen. Das sollte dann auch der Endstand sein.

Die Generalprobe für Freitagabend ist nur so halb geglückt, vor allem Halbzeit eins dürfte dem Union-Trainer Jens Keller noch Sorgen bereiten. Denn zwar waren sie spielbestimmend, doch konnten sie sich weder zahlreiche große Chance herausarbeiten, noch stand die Abwehr sicher.

Am Freitag, den 27.01.17, geht es dann wieder in der 2. Fußballbundesliga rund. Union Berlin empfängt um 18:30 Uhr den VFL Bochum. Die Berliner schielen weiter auf den Aufstieg. Im Moment sind sie fünfter und haben vier Punkte Rückstand auf einen Aufstiegsplatz. Klingt machbar. Inwieweit die Mannschaft aus Köpenick in der Rückrunde auf hohem Niveau spielen und somit oben angreifen kann, wird sich zeigen. Ebenfalls abzuwarten bleibt, ob Sebastian Polter wieder so einschlagen kann wie vorletzte Saison.

Wir werden auch in der Rückrunde regelmäßig in der Alten Försterei zu Gast sein und euch über Union Berlin berichten!

 

Das Spiel im Überblick:

 

1.FC Union Berlin 2:2 (0:1) FK Dukla Prag

So spielte Union:

Busk - Pedersen, Puncec, Leistner (61. Pogatetz), Trimmel (70. Lämmel) - Kreilach (70. Fürstner), Parensen (45. Zejanullahu), Kroos (70. Korte) - Hedlund (61. Redondo), Polter (61. Hosiner), Skrzybski (70.Nikci)

Tore:    0:1 Povazanec (21. Minute)

           1:1 Polter         (54. Minute, Strafstoß)

            2:1 Skrzybski    (63. Minute)

            2:2 Vopat         (82. Minute)

 

Besondere Vorkommnisse: keine

Zuschauer: 1.305

26.05.2017
17.00
29.05.2017
17.00
02.06.2017
17.00
05.06.2017
17.00

Die besten Rodelpisten & Schlittschuhbahnen und weitere Hot-Spots könnt ihr bei jup! unter ORTE  in der Kategorie "im Freien" entdecken. 

14.01.2017 bis 14.01.2017 (Ganztägig)

Wenn es beginnt zu schneien, machen es sich viele zu Hause gemütlich. Du gehörst nicht dazu? Dann kannst du dich freuen, denn hier findest du Rodelpisten in ganz Berlin. Fehlt nur noch der Schnee!

 

Die „Superstars" der WWE sind in Berlin zu Gast und das Publikum feiert sie.

 

VON OLIVER MATTUTAT 

 

Im Gegensatz zu den Shows in den USA kommt die WWE, der bekannteste Wrestlingverband der Welt, mit kleinem Besteck in die Hauptstadt. Also nur mit dem Nötigsten: Ring, Lichtshow und zwei vergleichsweise kleinere Leinwände. Auf Pyro-Technik verzichten sie unterdessen ganz. Natürlich ist die Kulisse auch immer eine logistische Herausforderung.
Beim Wrestling kommt es sehr auf die Show an. Die Inhalte und Kämpfe sind geschrieben. Die Wrestler sind eine Mischung aus Athlet und Schauspieler. Dabei hat jeder Wrestler ein unterschiedliches Image.
Ganz ausverkauft ist die Mercedes-Benz-Arena nicht als um kurz vor sieben das Licht ausgeht. Die Show beginnt und das Publikum ist sofort dabei.
Der Wrestler Enzo, der am ersten Kampf beteiligt ist, kommt zum Ring und hält eine von ihm regelmäßige performte Ansprache. Das Publikum spricht die Sätze lautstark mit. Auch der Schweizer und somit deutschsprachige Cesaro wird gefeiert. Aber das wird in der Regel der Großteil der Kämpfer. Dennoch sich die Sympathien des Publikums bei jedem Match meist klar verteilt. Ein Kämper oder Team wird mit Pfiffen und Buh-Rufen bedacht, die Gegenseite umso mehr gefeiert. 
Das gehört eben zu den Geschichten, die in den wöchentlichen Liveshows um die Wrestler passieren. Da ist der eine mal geliebt und der andere gehasst. Aber das wechselt sich bei den meisten auch über die Jahre ab.
Dass die WWE ihre Athleten Superstars nennt, passt sehr gut. Denn für die Fans sind es Superstars, wenn nicht sogar Superhelden bzw. Superschurken.
Bei jedem Match ist das Publikum lautstark dabei. Als Dank gibt es Superhelden zum Anfassen. Roman Reigns nimmt sich nach seinem Kampf besonders viel Zeit und erfüllt jede Menge Selfie-Wünsche.
Nach knappen drei Stunden geht ein launiger Abend zu Ende. Es ist lange nicht so perfekt wie im Fernsehen gewesen, aber die Stimmung war klasse und die Superstars lieferten eine solide Show.

Der 1. FC Union Berlin besiegt den Bundesligaabsteiger Hannover 96 mit 2:1 und kann sich dabei auf einen Rückkehrer und die Festung Alte Försterei verlassen.

 

VON OLIVER MATTUTAT

 

Die Serie bleibt bestehen. Mit dem 2:1 Sieg gegen Hannover 96 sind die Unioner seit nun mehr 14 Heimspielen ungeschlagen. Großen Anteil am Sieg hat der Stürmer Collin Quaner, der nach seiner Verletzungspause das erste Mal wieder auf den Platz zurückkehrte.

 

Die Stimmung im Stadion war von Anfang an hervorragend. Die Union Fans legten schon vor dem Anpfiff richtig los. Dann aber in der ersten Minute die erste Schrecksekunde für die Unioner. Eine Flanke der 96er von rechts lenkte Felix Kroos ins eigene Tor. Aber Schiedsrichter Robert Hartmann gab den Treffer nicht. 96-Spieler Fossum hatte Kroos gestoßen. Somit die richtige Entscheidung des Schiris. Weiter ging es mit Freistoß für Union Berlin. Hannover setzte die Berliner sofort unter Druck und die hatten zum Anfang so ihre Probleme damit. Eine intensive Partie von Anfang an. Die dickste Chance der ersten Halbzeit hatte der Union-Verteidiger Puncec in der 14. Minuten. Nach einer Ecke von Kroos kam er zum Kopfball, traf aber nur die Latte. In der Folge hatte Union mehr Chancen. 96 versuchte weiterhin, die Köpenicker im Aufbau zu stören. 96- Trainer Stendel schob seine Mannen immer wieder nach vorne. In der 40. Minute dann nach langem wieder mal eine Torchance. Kroos brachte seinen Freistoß auf Skrzybski, der zog ab, aber 96-Keeper Tschauner konnte parieren.

 

Die erste Chance der zweiten Hälfte hatten wieder die Niedersachsen. Fossum legte per Kopf auf Schmiedebach, der den Ball nach innen spielte. Dort verpassten Sobiech und Karaman den Ball. In der 53. Minute kam Bakalorz dann frei am Union 16er zum Schuss. Busk kann aber parieren. In der Folge kam es zu einer Spielunterbrechung, weil 96-Fans Pyrotechnik anzündeten und die Rauchentwicklung kein Weiterspielen möglich machte. Nach knapp fünf Minuten pfiff Robert Hartmann die Partie wieder an.

96 war nun am Drücker und spielte sich einige Chancen heraus. Dabei musste sich Union-Keeper Busk mehrmals auszeichnen.

Die Unioner konnten sich schließlich befreien und ihrerseits Chancen erspielen. Ein Tor wollte in dieser Phase keiner der beiden Mannschaften gelingen.

 

Berlin-Trainer Keller wollte neue Impulse in die Offensive  bringen und wechselte den Toptorjäger Collin Quaner ein. Zwei Minuten später konnte 96 den Ball nicht aus ihrem Strafraum klären. Quaner reagierte am schnellsten und erzielte das 1:0 (75. Minute)! Das Stadion an der Alten Försterei bebte. 96 versuchte gleich nach dem Anstoß, den Ausgleich zu erzielen. Aber es sollten wieder die Unioner treffen. Und wieder war Quaner beteiligt. Der 25-Jährige setzte sich links durch und spielte den Ball perfekt quer auf Hosiner, der nur noch einschieben musste. So stand es nach 79 Minuten 2:0 für Union und die Fans feierten.

Hannover 96 wollte sich noch nicht geschlagen geben und suchte weiter die Offensive. Einen Anschlusstreffer sollten sie aber erst in der fünften Minute der Nachspielzeit erzielen. Klaus schoss den Ball durch die Beine von Busk ins Tor. Bis zum Ende der achtminütigen Nachspielzeit, die es aufgrund der Unterbrechung gab, war es hektisch.

Am Ende geht der Sieg für Union in Ordnung, die in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft waren und sich in Halbzeit zwei aus der Sturm- und Drangphase von Hannover befreien konnten. Mann des Spiels war Collin Quaner, der seine Verletzungspause gut überstanden hat. Auch die Union-Fans waren mal wieder überragend und unterstützten ihre Mannschaft über das gesamte Spiel lautstark.

Trainer Jens Keller zeigte sich nach dem Spiel zufrieden: „Das war ein hochklassiges 2. Ligaspiel. Wir waren sehr gut im Spiel und haben verdient gewonnen."

Für Union geht es am nächsten Sonntag im Erzgebirge gegen Aue. Die Auer gewannen ihr Spiel gegen St. Pauli ebenfalls mit 2:1.

 

Union Berlin gewinnt 2:0 gegen den FC St. Pauli und die Festung Alte Försterei hält.

 

VON OLIVER MATTUTAT

 

Es war eine unglaubliche Stimmung im ausverkauften Stadion an der Alten Försterei. Durch den 2:0 Sieg führt der 1. FC Union Berlin seinen Höhenflug fort und landet auf Platz zwei. Es ist das vierte Spiel in Folge, dass die Unioner gewinnen. Außerdem haben sie in dieser Saison erst einmal verloren und an der Alten Försterei sind sie jetzt saisonübergreifend seit 13(!) Spielen ungeschlagen. Auch an diesem Montagabend stellten die Unioner die Zeichen früh auf Sieg.

Ein Abtasten zu Anfang des Spiels brauchten beide Teams nicht. Nach nicht einmal einer halben Minute setzt Fürstner einen ersten Warnschuss ab. In der Folge entwickelte sich eine muntere Partie. Ein paar kleinere Gelegenheiten gab es auf beiden Seiten. In der 12. Minute waren die Unioner im Angriff und Redondo versprang der Ball und die Situation schien verstrichen, doch der Ball landete irgendwie bei Hosiner, der plötzlich frei vor dem Paulianer Tor stand und zum 1:0 einnetzte.

Das Gegentor setzte St. Pauli zu und Union behielt die Platzhoheit. In der 32. Minute dann die größte Chance für die Gäste aus Hamburg. Linksverteidiger Duksch fasste sich ein Herz und schoss von links aufs Berliner Tor, aber Busk parierte stark. In der 42. Minute spielte Kroos dann einen herausragenden Pass in die Spitze auf Hosiner. St. Pauli-Verteidiger Sobiech konnte Hosier im letzten Moment stoppen, aber ließ sich postwendend am 16er den Ball vom mitgeeilten Redondo abnehmen. Frei vor St. Pauli Keeper Himmelmann schob er unten rechts zum 2:0 ein. Die Union-Fans skandierten in der Folge ,,Keiner kann uns schlagen!" in Bezug auf die aktuelle Siegesserie.

Pauli-Trainer Ewald Lienen schien mit dem Auftritt seiner Mannen ganz und gar nicht zufrieden gewesen zu sein. Zum Anfang der zweiten Hälfte wechselte er gleich zweimal. Das sollte aber auch nicht helfen. Union war weiterhin im Vorwärtsgang und es dauerte 15 Minuten bis St. Pauli wieder zu einer Chance kam. Eine kleine Drangphase der Hanseaten überstanden die Berliner unbeschadet. In der 65. Minute passierte dann ein Fehler von St. Pauli an der Mittellinie und Skrzybski war durch. Ziereis zog das Foul und Schiedsrichter Osmers zeigte die gelbe Karte. Diskussionswürdig, weil Ziereis der ziemlich letzte Mann war, aber am Spielausgang änderte dies nichts mehr. Im weiteren Verlauf kam Union-Neuzugang Hedlund noch zu einer Chance, die aber nicht zum Tor folgte. St. Pauli bäumte sich nochmal auf und kam zu ein paar kleineren Chancen. In der 85. Minute kam dann der nimmermüde Skrzybski frei vor dem Paulianer Tor zu Abschluss und hätte das 3:0 machen müssen, platzierte aber den Ball zu schwach. So blieb es beim 2:0 und die Zuschauer feierten ihre Mannschaft schon vor dem Abpfiff.

Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel hatten die beiden Trainer ein wenig unterschiedliche Auffassungen. Keller sah eine sehr gute erste Halbzeit seines Teams. ,,Wir haben St. Pauli früh unter Druck gesetzt und zu Fehlern gezwungen", meinte Keller. Lienen, der im Gegensatz zu Keller ein Mann der großen Worte ist, sah sein Team durch zwei Fehler verlieren und konnte Keller nicht wirklich beipflichten. ,,Bei allem Respekt Jens, aber das 1:0 war nicht erzwungen", sagte Lienen und es wurde ein wenig diskutiert.

Auf die Frage eines Journalisten, ob Keller sich die Saison genauso vorgestellt hatte, entgegnete der Union-Coach ironisch: ,,Na klar, bin ich her gekommen und habe mir gedacht, nach dem siebten Spieltag sind wir Zweiter. Das ist nur eine Momentaufnahme und wir müssen weiter hart arbeiten."

Die nächste Momentaufnahme lässt für die Unioner nicht lange auf sich warten. Am Freitag geht es schon nach Nürnberg. Um 18:30 Uhr wird die Partie im Nürnberger Stadion angepfiffen.

 

 

Das Spiel im Überblick:

 

1. FC Union Berlin 2:0 FC St. Pauli (Halbzeitstand 2:0)

So spielte Union:

Busk - Pedersen, Schönheim, Leistner, Trimmel - Fürstner, Kreilach, Kroos (76. Parensen) - Redondo (86. Zejnullahu), Hosiner (67. Hedlund), Skrzybski

Tore: 1:0 Hosiner (12. Minute)  2:0 Redondo (42. Minute)

Besondere Vorkommnisse: keine

Zuschauer: 22.012 (ausverkauft)

Sport so viel man will und rund um die Uhr? Das verspricht das neue Streaming-Portal DAZN. Wir haben uns das mal angeschaut und mit zwei Mitarbeitern gesprochen. 

 

VON OLIVER MATTUTAT 

 

Die Aussprache des Streaming-Portals DAZN stellt den Nutzer vor eine Aufgabe. Gesprochen wird es wie folgt: "DaZon". Es kommt vom Englischen ,,In der Zone, im Angriff sein". Das Online-Streaming Portal, das auch das Netflix des Sports genannt wird, hat diesen Angriff schon vor ein paar Monaten gestartet. So jagte DAZN, oder viel mehr das Mutterunternehmen, die in Großbritannien ansässige Perform Group, nach zahlreichen Sportrechten. Das tat sie mit Erfolg.  

Neben den Exklusivrechten an der Englischen Fußballliga Premier League zeigen sie auch schon ab dieser Saison die Highlights der ersten beiden Bundesligen. Neben die weiteren Fußballtopligen aus Spanien, Italien und Frankreich, aus denen sehr viele Partien live gezeigt werden, gesellen sich weitere Fußballligen. Aber auch Fans von anderen Sportarten wie Darts, Basketball, Tennis oder sogar Bowling kommen auf ihre Kosten. Vom Umfang her ist das ein unglaubliches Angebot. Auch der Preis ist einsteigerfreundlich. Für 9,99 € im Monat bekommt man seit knapp einem Monat die volle Dröhnung Sport ohne Wenn und Aber. Der Vertrag ist monatlich kündbar und beginnt mit einem Gratismonat. Um die 8000 Live-Events möchte DAZN zeigen. Ein weiterer Clou ist, dass man fast alles Re-Live nochmal anschauen kann. Hat man ein Spiel verpasst, kann man es problemlos nochmal anschauen. Außerdem gibt es Apps. Für iPhone/iPad und Android sind sie schon vorhanden. Für weitere Plattformen wie z.B. Spielekonsole sind sie noch in der Mache. 
UPDATE: Seit heute, dem 07.09., ist die App für die Playstation 3 und Playstation 4 verfügbar.

 

 

Abenteuer und Sport, Kultur und Kreatives, Beruf und Berufung, Lebenshilfe und Rechte, Geschichte und Gesellschaft. Jedes Jahr zum Schuljahresbeginn gibt es einen neuen Freizeitkatalog der offenen Jugendarbeit des Jugendweihe Berlin/Brandenburg e.V. mit zahlreichen und vielfältigen VERANSTALTUNGEN für alle Jugendlichen in Berlin und Brandenburg. Die Veranstaltungen aus dem Katalog 2017 findet Ihr hier auf jup! Berlin.

Die Anmeldung erfolgt im Vorfeld über den Jugendweiheverein. Eine Kartenbestellung unter www.freizeit.jugendweihe-bb.de mit Angabe der Veranstaltungsnummer ist bis 14 Tage vor Veranstaltungstermin zwingend erforderlich.

Seit 1990 führt der Jugendweiheverein Berlin/Brandenburg die 170-jährige Tradition der Jugendweihe in Deutschland mit zeitgemäßen Kulturprogrammen anlässlich des Übergangs vom Kind zum jungen Erwachsenen fort.

Weitere Infos unter www.jugendweihe-bb.de

23.03.2017 bis 23.03.2017 (Ganztägig)
12.01.2017 bis 12.01.2017 (Ganztägig)
06.02.2017 bis 06.02.2017 (Ganztägig)
14.01.2017 bis 14.01.2017 (Ganztägig)
20.02.2017 bis 20.02.2017 (Ganztägig)
21.05.2017 bis 21.05.2017 (Ganztägig)
21.05.2017 bis 21.05.2017 (Ganztägig)

Seit knapp einer Woche laufen die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro (05.08.-21.08.) auf Hochtouren. Die ersten Medaillen wurden vergeben, die ersten Geschichten sind geschrieben.

 

VON SINA

 

Es sind genau diese Momente, für die ein Sportler lebt. Die Momente, in denen die Kombination aus Kampfgeist, Leidenschaft und absoluter Hingabe zum Sport ein neues Level erreicht. Die riskanten Momente. Alles für Olympia.

Doch fangen wir erst mal bei der Eröffnungsfeier an. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt, die Zeitverschiebung von strammen fünf Stunden auf sich zu nehmen, wenn man von der Bekleidung unserer deutschen Athleten absieht. Das Event, wie immer geprägt von Feuerwerk ohne Ende, hat sich aber dieses Mal auf etwas komplett anderes spezialisiert. Denn neben der Feier von Olympia stand der Umweltschutz im Vordergrund. Auch wurde die Geschichte von Rio inszeniert. Dinge, die beeindruckt und viel Lob bekommen  haben.

 

Es läuft noch nicht für das deutsche Team

Angetreten ist das deutsche Team mit knapp 450 Sportlern. Die Hoffnung lag dabei unter anderem auf Schwimmer Paul Biedermann und den Tischtennis-Stars Timo Boll, der nebenbei unser Fahnenträger war, und Dimitrij Ovtcharov. Kurz und knapp: Biedermann verabschiedet sich mit Platz 6 aus dem 200m Freistil-Finale der Herren. Timo Boll verliert das Achtel- und Ovtcharov das Viertelfinale im Tischtennis. Franziska Hentke, ebenfalls Schwimmerin, verpasst das Finale der 200m Schmetterling und obendrauf schrammen unsere Turmspringer Sascha Klein und Patrick Hausding im Wasserspringen vom 10m-Turm knapp an Bronze vorbei. Starke Kritiker reden schon von historisch schlechter Leistung – drei Tage Olympia ohne Medaille. In London (2012) waren es sogar fünf. Aber das bleibt den deutschen Sportlern erspart: Die Vielseitigskeitsreiter holten am Dienstag Silber in der Mannschaft. Kurz darauf folgte eine Goldmedaille im Vielseitigkeitsreiten (Michael Jung), eine Silbermedaille im Schießen (Monika Karsch) und eine Bronzemedaille im Judo (Laura Vargas-Koch). Nur bei den Schwimmern will es einfach nicht laufen. Auch der Weltmeister Marco Koch erreichte im 200m-Brustschwimmen-Finale nur Platz 7.

 

Ein Funken Hoffnung

Auf der anderen Seite gibt es verhältnismäßige Erfolge im Turnen. So erreichen die Männer und Frauen Team-Mehrkampf Platz 7 bzw. 6 und die Australien Open- Gewinnerin Angelique Kerber steht im Tennis-Viertelfinale. Auch im Beachvolleyball, Handball und Hockey geht es voran - es gibt keinen Grund zur Furcht um ein erfolgloses Olympia.  

Wenn sich die Wetterbedingungen fürs Rudern noch zum Guten ändern, haben wir dort noch den deutschen Achter, Vierer und Doppel. Es bleiben also elf weitere Tage Zeit, bevor wir über sportliche Leistungen reden können - abgesehen von der Tatsache, dass die Leichtathletik-Wettbewerbe noch nicht einmal begonnen haben. Diese folgen, wie immer, in der zweiten Woche.

Verletzungen und Helden

Kreuzbandrisse, offene Unterschenkelbrüche, Schulterprobleme, weitere schwere Stürze. Olympia kann ein Lied vom Leid singen. Schon an den ersten Tagen gab es eher unschöne Bilder, die die Stimmung ein bisschen trübten. Aber jeder Sportler weiß, das Verletzungen immer passieren können. Manchmal werden dabei Sportler auch zu Helden, so wie Andreas Toba, Mehrkämpfer im Turnen. Trotz Kreuzbandriss schwingt er sich auf das Pauschenpferd, turnt seine Übung und sichert so seinem Team den Einzug ins Finale. Weil sich das so gehört, wie er sagt. Micheal Phelps holt Goldmedaille 19,20 und 21-Rekord. Das ist Olympia. Und die USA zeigt im Basketball gegen China, dass es ganz leicht aussehen kann, mal locker mit 119: 62 zu gewinnen - auch das ist Olympia.

Olympia- eine ganz eigene Jahreszeit

Für mich ist Olympia so etwas wie eine eigene Jahreszeit. Es gibt dann nichts als mich, meine Couch und den Fernseher. Die ersten Tage habe ich auf jeden Fall genossen, auch wenn es bedeutet, bis Mitten in die Nacht wach zu bleiben. Neben dem Fokus auf die Deutschen haben mich jedoch auch die Chinesen beim Turnen beeindruckt. Ich habe mich auf einmal für Rugby begeistert, schaue Mittags Radfahren, fühle mit den Schwimmern nach dem 6. Platz in der 4x200m Freistil-Staffel, wobei ich Florian Vogel wirklich gerne in den Arm genommen hätte, als er aufgelöst vor dem Mikro des ZDF-Reporters stand. Ich fiebere beim Hockey mit (nein, ich hatte nie zuvor Hockey gesehen) und werde "Expertin" im Turmspringen. Denn, nun ja, das ist Olympia. Und ich kann es kaum abwarten, bis die  Leichtathletik anfängt.

Vom 05.08.-21.08.2016 finden die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro statt. Welche Athleten dabei für Deutschland auf Medaillenjagd gehen, seht ihr hier.

Am 05. August beginnen die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro. Über 10.000 Athleten aus 201 Nationen treten ihre Reise nach Brasilien an, um große Erfolge zu feiern. Die Sportstätten verteilen sich auf die vier Zonen Deodoro, Maracanã, Barra und Copacabana. Darüber hinaus findet  das Olympische Fußballturnier, neben Rio, in den Städten Brasília, Salvador, Belo Horizonte, São Paulo und Manaus statt. Eine Übersicht über die verschiedenen Sportstätten hat die jup! Redaktion für euch zusammengestellt.

Die Olympischen Spiele 2016 (05.08. – 21.08.) werden in Rio ausgetragen! So wurde es im Oktober 2009 entschieden. Die brasilianische Kulturmetropole setzte sich damit gegen die Konkurrenz aus Japan (Tokio) und Amerika (Chicago) durch. Es werden die ersten olympischen Spiele auf südamerikanischem Boden sein. jup! hat euch die wichtige Fakten zu diesem Austragungsort zusammengestellt.

 

VON SINA

 

Wenn die Kultur der Repräsentant wird

Der Großteil von euch wird wahrscheinlich bei „Rio de Janeiro“ erst mal an bunte Kostüme und Samba tanzen denken. Verständlich, denn die zweitgrößte Stadt Brasiliens feiert natürlich auch jedes Jahr den Karneval in Brasilien mit. Umzugswagen und tanzende, mit Federn geschmückte Menschenmassen verwandeln die Stadt in ein farbenfrohes Durcheinander, bei dem viel Lebensfreude zum Ausdruck gebracht wird.

Wer nach Brasilien verreist, muss sich schnell mit dem Samba-Rhythmus anfreunden. Eine Chance, daran vorbei zu kommen, gibt es nicht. Seine Wurzeln reichen zurück bis in die Sklavenzeit, während der viele Menschen vom afrikanischen Kontinent nach Südamerika gebracht worden sind. Bis heute haben sich die Trommelrhythmen des Sambas als Musik Nummer eins in Brasilien einen Namen gemacht.

Dabei wird von Außenstehenden oft nicht berücksichtigt, wie es denn mit anderen Facetten des Landes aussieht. Die Religion zum Beispiel. Nachdem den früheren Sklaven der Katholizismus aufgezwungen wurde, hat auch die heutige Bevölkerung vorzugsweise den römisch-katholischen Glauben angenommen. Des Weiteren haben sich auch weitere afrikanische Traditionen, wie das Praktizieren des Candomble (afrobrasilianische Religion) erhalten.

Neben den traditionellen Festen und Feiern, die Rio eigentlich repräsentieren, gibt es jedoch auch die „Favelas“, die Armenviertel am Stadtrand. Mit einfachsten Mitteln bauen die Menschen dort Unterkünfte, ohne jedoch eine offizielle Genehmigung von der Stadt dafür zu besitzen. Diese Wohngebiete werden von der Stadtverwaltung – zum Teil mithilfe des Militärs – entfernt oder toleriert und unterstützt. Geschieht dies, können sich die Lebensbedingungen der dort Lebenden bessern (Wasseranschluss, Zulassung von Schulen, geordnetes Wohnen etc.). Etwa 30% der Bevölkerung in Rio leben unter solchen Umständen.

Der 1. FC Union Berlin gewinnt sein letztes Testspiel gegen den FC Utrecht mit 3:0 und überzeugt vor allem in Halbzeit zwei. Der Blick geht aber in Richtung Bochum.

 

VON OLIVER MATTUTAT

 

Es ist die Generalprobe für den Saisonstart am nächsten Wochenende. Der niederländische Pokalfinalist FC Utrecht ist im Stadion an der Alten Försterei zu Gast. Im letzten Testspiel für den 1. FC Union Berlin schickt der neue Trainer Jens Keller sein Team in der sogenannten 4-4-3-Formation auf den Platz. Die Formation ist eine der Neuerungen unter Keller. Außerdem dürfen die Spieler den ehemaligen Bundesligatrainer duzen und das frühe Stören des Gegners hat hohe Priorität.

Keller, der in der letzten Woche sagte, dass seine Vorstellungen vom Fußball genau dieselben blieben wie auch bei seiner Zeit auf Schalke, sieht in den ersten 15 Minuten des Spiels eine ausgeglichene Partie. Es gibt keine richtigen Torchancen. Auch die 7.421 Zuschauer scheinen noch ein wenig in der Sommerpause zu verweilen. Es kommt noch nicht so richtig gute Stimmung auf. Der größte Blickfang bleiben bis dahin die neuen LED-Videowerbebanden. In der 19. Spielminute nutzt Jens Keller eine Verletzungspause, um seinen Spielern noch ein paar Anweisungen zu geben. In der Folge wird auch das Publikum ein wenig aktiver. Die Unioner pressen früher und stellen die Kicker aus Utrecht auch bei ihrem Flachabstößen zu. Genau das sind Taktiken, die Keller mit seinen Jungs in der Vorbereitung einstudiert hat. Nach 35 Minuten können sich die Eisernen zwei Chancen erspielen, die aber am Tor vorbei gehen. In der 37. Minute hat Neuzugang Philipp Hosiner die beste Möglichkeit. Nach einem feinen Trick kommt der 27-jährige Österreicher zum Abschluss. Der Ball fliegt knapp rechts übers Tor. Der neue Union-Kapitän Felix Kroos holt sich in der 40. Minute die erste gelbe Karte der Partie ab. Kurz vor der Halbzeitpause kommen die Niederländer zu ihrer ersten Tormöglichkeit. Nach einem Fehlpass der Berliner ist Stürmer Sebastien Haller durch, aber er zieht den Ball am Tor vorbei.

In der zweiten Hälfte lassen die Torchancen nicht so lange auf sich warten. Erst rutscht Union-Stürmer Hosiner (46. Minute) aus Abseitsposition am Ball vorbei und dann kommt auf der Gegenseite wieder Haller (48. Minute) zum Abschluss. Das hätte die Führung für die Gäste sein können. Die ersten Minuten der zweiten Halbzeit sind schon deutlich intensiver als in Durchgang eins. In der 58. Minute kommt Unions Steven Skrzybski aus 20 Metern zum Abschluss, aber Utrecht-Schlussmann Ruiter hat den Ball im Nachfassen. Im weiteren Spielverlauf kommen beide Teams zu Chancen. In der 66. Minute ist es dann der gerade eingewechselte Kenny Redondo, der sich auf der linken Außenbahn durchsetzt und den Ball in die Mitte auf Kreichlach spielt. Kreichlach schießt direkt und der Ball fliegt unhaltbar oben rechts ins Utrechter Tor - 1:0 für Union. Vier Minuten später steht Hosiner dann frei vor dem Kasten der Niederländer. Er scheitert am Keeper, aber Steven Skrzybski kann den Abpraller verwandeln. Das zweite Tor der Berliner heizt nun auch die Fans an, die lautstark "Eisern Union" skandieren. Die letzten zwanzig Minuten der Partie sind von Spielerwechseln geprägt. Insgesamt hat Trainer Keller ganze sechs Mal gewechselt. In der 80. Minute dann pariert der Utrechter Keeper einen Schuss von Zejnullahu glänzend. Eine Minute später scheitert Sören Brandy aus spitzem Winkel an der Latte. Den Schlusspunkt setzt Kenny Redondo, der sich klasse auf der rechten Seite durchsetzt, in den Strafraum zieht und das 3:0 erzielt. Schiedsrichter Alexander Sather pfeift die Partie gar nicht mehr wieder an.

Union gewinnt zurecht. Vor allem in der zweiten Hälfte sind sie die bessere Mannschaft gewesen. Der FC Utrecht nutzt keine seiner wenigen Chancen und hatte auch kein Tor verdient.

Jens Keller misst der Partie aber keine zu große Bedeutung bei. "Entscheidend ist nächste Woche", sagt er nach dem Spiel in Hinblick auf den Saisonstart. In der ersten Halbzeit gefiel ihm die Defensive, aber in Ballbesitz sei zu wenig gekommen. Das hat sich in der zweite Hälfte deutlich verbessert. Auf die Frage, in wie weit das die Startelf der nächsten Woche war, verwies er darauf, dass bis dahin noch eine Woche trainiert würde.

Am nächsten Samstag um 13 Uhr startet dann in Bochum die 2. Bundesliga-Saison für den 1. FC Union Berlin. Die Generalprobe dafür ist schon mal gelungen. Wer dann von Anfang an für die Unioner auf dem Platz stehen wird, bleibt abzuwarten. Aus den Spiel gegen Utrecht, vor allem der zweite Hälfte, kann die Mannschaft einige gute Ansätze mitnehmen.

Das erste Heimspiel der Saison ist gleich ein Ost-Derby. Am 15. August begrüßen die Köpenicker Dynamo Dresden an der Alten Försterei.

 

Das Spiel im Überblick:

1. FC Union Berlin 3:0 FC Utrecht (Halbzeitstand: 0:0)

So spielte Union:

Busk - Pedersen, Schönheim, Leistner (83. Puncec), Trimmel (73. Kessel) - Fürstner (80. Parensen), Kreilach, Kroos (73. Zejnullahu) - Nikci (62. Redondo), Hosiner (80. Brandy), Skrzybsk

Tore: 1:0 Kreilach (66.), 2:0 Skrzybski (70.), 3:0 Redondo (90.)

Zuschauer: 7.421

15.08.2016 bis 15.08.2016 (Ganztägig)

Wir - Kai, Niels und Janik  von der jup!-Redaktion- waren bei Kinder + Sport und der Basketball Akademie auf der YOU 2016. Im Interview stellten wir ihnen Fragen zu ihren Projekten. Natürlich haben wir das Angebot auch selbst getestet. Es hat riesig viel Spaß gemacht und wir hoffen euch gefällt das Video.

Ein Beitrag von Katharina 

 

Bei der You-Messe, die jedes Jahr an drei Tagen in Berlin stattfindet gibt es verschiedene Aktivitäten. In diesem Jahr findet die You vom 08.-10.07.2016 statt und zwar im Messegelände. Im Sommergarten tummeln sich bereits schon früh gegen 10 Uhr viele Sportfreudige. 

 

Spaß im Wasser

Ein großes Schwimmbecken befindet sich im Sommergarten, wo sich zahlreiche Jungs für ein Water-Polo-Spiel aufwärmen. Bälle werden in Tore geschmissen, Arme werden schwungvoll nach hinten geworfen. Es herrscht eine angenehme Stimmung und es ist eine Sportart, die genau richtig für die heutige sommerliche Hitze ist. 

Die Besucher, die sich in der Nähe vom Wasserbecken aufhalten erhalten Werbung, die für ein Wassersportcenter  am Wannsee werben, wo man Windsurfen, Segeln und Tretbootfahrten kann. Im Grunde versuchen die verschiedenen Stände neue Mitglieder zu werben. 

 

Schießsport mit Laserstrahlen 

Anne und ich gelangen zu einem Stand von der Schützenjugend Berlin, wo die Besucher versuchen mit Laserwaffen bestimmte leere Felder zu treffen. Nach einem erfolgreichen Schuss-wenn das Licht in ein leeres Feld trifft, leuchtet das Feld rot auf. Prompt werden wir beide angesprochen und probieren es auch aus- es stellt sich als sehr schwierig heraus. Der Mann erzählt auf mein Nachfragen, was man bei der Schützenjugend machen würde, dass die Mitglieder sehr viel laufen, laufen, laufen und laufen würden und dann auch schießen üben. Nach ein paar vergeblichen Schüssen gehen wir weiter und gelangen zur einer Autoscooter-Bahn, wo überwiegend große und kleine Jungs mit Helmen ausgerüstet ganz schnell um die Bahnen flitzen. 

 

Basketball ganz groß 

In der Halle 20 werden Basketball-Spiele ausgetragen, welche sehr professionell aussehen. Denn es konnten sich auch Basketball-Vereine im Vorhinein der YOU-Messe anmelden und somit an Turnieren teilnehmen. Für Basketball-Fans werden Basketball-Pullovers, T-Shirt und diverse Artikel rund um Basketball verkauft. 

 

Tanz-Battles und Boxen 

Ein Street-Dance-Battle findet in Halle 21a statt, wo verschiedene Tanzgruppen ihre tänzerische Fähigkeiten zur Schau stellen. Hinter der Bühne proben nochmal schnell andere Tanzgruppen für ihren Auftritt. Jeder hat die Chance seine Talente zu zeigen. In der Halle 22b gibt es weitere sportliche Aktivitäten, wozu beispielsweise auch das Flippern, Kickern, Dartspielen und vor allem auch Boxen gehören. Es befindet sich ein großer Boxring in der Halle, wo sich auch kleine Boxer_innen Boxkämpfe austragen. 

 

Für jeden was dabei 

Jeder, der zur YOU-Messe geht, findet auf alle Fälle, dass ihn ganz speziell interessiert und begeistert. Wer es dieses Jahr nicht geschafft hat hinzugehen - vielleicht nächstes Jahr?

ein Beitrag von Bianca und Joelina von Bubble Gum TV

 

Das Sportprogramm auf der You 2016 ist breit gefächert. Ob Muskel- oder Denksport - jeder kommt auf seinen Geschmack. Vom Boxen, über japanischen Kampfsport, Schach, Dart bis hin zu Streetdance. 

Zum zugucken ist ebenso etwas dabei wie zum mitmachen. Wir haben einiges getestet und hier kommen unsere drei Lieblinge:

 

Platz 3: Lasertag

Sport mit Spaß. Man beweist Ausdauer fast ohne es zu merken. Lachen mit Freunden und dabei fit werden. Das volle Programm! Da kann man sich nur schwer zurück halten…

 

Platz 2: Das Jump House

Das Jump House ist relativ neu in Berlin, doch man fragt sich, warum es solang gedauert hat bis endlich eine Filiale eröffnet hat. Eine Halle voller Trampoline und dazu ganz besondere, z.B. mit Basketballkorb oder Schaumstoffwürfelbecken zum abtauchen. Die You bringt die Besucher mit einer kleinen Trampolinbox schon mal auf den Geschmack.

 

Platz 1: Basketballbereich

Für einen der Klassiker der Sportwelt reichte nicht nur ein Stand, sondern eine ganze Arena wurde bereit gestellt. Zwei große Basketballfelder, kleinere Bereiche und Stände mit Informationen und Zubehör - Basketball ging schon immer und wird immer gehen.

ein Beitrag von Janik Emil

 

Wie war die Performance der Mannschaft?

Das Spiel lässt sich folgendermaßen zusammenfassen: Die Niederlage Deutschlands lag nicht an der Kompetenz von Frankreich, sondern an der Inkompetenz von Deutschland.

Die erste Halbzeit: Super das anfänglich aggressive Spiel von Frankreich abgeblockt und anschließend das das Spiel fast ausschließlich vor das französische Tor verlagert.  Mit dem „Schweinifehler“ (noch nett ausgedrückt) wurde die Mannschaft in die Halbzeit geschickt und es bestätigte sich die alte Regel: Wer das erste Tor schießt, hat gewonnen.

Die zweite Halbzeit: Die Dominanz gegenüber den Franzosen schwächte weiterhin kaum ab, doch es konnte absolut kein Tor erzwungen werden. Obwohl das Passspiel stimmte, die Flanken gut gesetzt wurden und die Deutschen schon fast durch den 16er durchmarschieren konnten, hat kein Spieler im Team die Verantwortung für einen richtigen Abschluss übernehmen wollen/können.  Es hat einfach ein Spielführer gefehlt.

 

Hat Deutschland verdient verloren?

In dem Fall wäre es einfacher zu fragen, ob Frankreich denn verdient gewonnen hat. Es lässt sich klar sagen: Nein! Sie haben eine lückenhafte Defensive gehabt, haben den Deutschen immer die Möglichkeit gegeben, durch ihre Kette zu dringen und haben nur auf den Konter gewartet. Trotz alledem haben sie es geschafft, die deutsche Favoritenmannschaft aus dem Turnier zu kicken.  

Die Highlights der Partie

Es gab auf deutscher Seite, aber auch auf französischer Seite keine besonderen Spielhighlights. Das Wetter in Marseille war ganz schön – das einzig wahre Highlight an diesem Tag.

Die "Lowlights"

Wie konnte denn Schweinsteiger in der 47. Spielminute, kurz vor der Halbzeitpause, bei der letzten  Aktionen ein Handspiel riskieren, nur um einen Kopfball zu verhindern, welcher sowieso wahrscheinlich nicht gefährlich geworden wäre? Ein absolut unprofessionelles und unnötiges Verhalten, dass in einem Halbfinale nicht akzeptabel ist. Ebenfalls die Chancenverwertung der Deutschen Mannschaft war katastrophal. Guter Spielaufbau bis in den 16er, aber keinerlei gute Abschlussbälle – zum Teil unglücklich, zum anderen einfach nur verpasste Möglichkeiten. Und dann schließlich noch der billige Island-Klatsch-Fake: einfach nur schlimm… die  gute Stimmung im Stadion sollte man doch lieber den Isländern überlassen!

 
Herausragender Spieler der deutschen Mannschaft

Diesmal muss man einfach einmal den Zusammenhalt und Teamgeist der deutschen Mannschaft loben.     
Letzten Endes ist der MANNSCHAFT an sich in diesem Match kein Vorwurf zu machen.

Halbfinale!!! Nach einem spannenden und recht ausgeglichenen Viertelfinale gegen Italien konnte "La Mannschaft" souverän ins Halbfinale der Europameisterschaft in Frankreich einziehen.

 

Wie war die Performance der deutschen Mannschaft?

Wirklich sehenswert. Das Team hat von der ersten Sekunde an gezeigt, wie viel Potenzial es hat. Von den Medien, die berichteten, es würde ein Italien-Fluch auf der Mannschaft  liegen, haben sich die Spieler nicht unter Druck setzen lassen. Es schien alles organisiert und geplant. Italien hielt zwar gegen, doch der einzig herausragende Spieler auf dessen Seite war der Torwart Gianluigi Buffon.

 

Hat Deutschland verdient gewonnen?

Es war ein Duell auf Augenhöhe. Aber auch ein Duell zwischen einer willensstarken Mannschaft und einer, die sich immer auf den Boden wirft, wenn Wind weht. Deutschland war konstant, auch wenn das Team mindestens 2:0 hätte gewinnen müssen. Die guten, aber zu kurzen Phasen der Italiener kann man mit der deutschen Leistung einfach nicht gleichsetzen. Deshalb auf jeden Fall verdient.

 

Die Highlights

Zwar ist Mesut Özil in der ersten Halbzeit eher negativ aufgefallen, er glänzte jedoch mit dem 1:0 in der 65. Minute nach dem Pass von Jonas Hector.

 

Thomas Müller: Auch wenn die spielerische Leistung vom Bayern-Star nachgelassen hat, ist die Szene in der 93. Minute ein Highlight für sich. Nachdem er angeblich seinen Gegner Giorgio Chiellini gefoult hatte, beschwerte sich Müller bei dem Schiedsrichter und demonstrierte die Wehleidigkeit der Italiener.

 

Das Siegtor: Ganze 18 Elfmeter hat es gedauert, bis der nächste Halbfinalist feststand. Unscheinbarer Weise war es der junge Jonas Hector, der die Nation nach unfassbarer Spannung endlich erlöste.

 

Unser Torwart Manuel Neuer „hält“ uns ins Halbfinale. Der Sieg ist nach dem Halten des Elfmeters von Matteo Darmian halb ihm zu verdanken.

 

Die "Lowlights"

Jérôme Boateng: Ein tragischer Held.  Im Strafraum der Italiener wollte unser Lieblingsnachbar per Kopfball das Tor schützen. Aus Gefahr, ein Foul zu kassieren, nahm er lieber die Arme hoch. Die Folge: Handspielelfmeter und damit der 1:1-Ausgleich. Ausgleichen konnte er diesen Fehler jedoch, als er in den Penalties Deutschland mit seinem 5:5 Anschluss entscheidend im Spiel hielt.

 

Zudem wird Mats Hummels fürs Halbfinale gesperrt (Gelbsperre) sein, womit er der zweite sichere Ausfall ist. Denn Mario Gomez zog sich in der 72. Minute eine Oberschenkelverletzung zu. Das Turnier ist für ihn somit beendet.

 

Außerdem ist der Einsatz von Sami Khedira und Bastian Schweinsteiger ebenfalls verletzungsbedingt fragwürdig.

 

Herausragende Spieler

Keine... Das TEAM. Es gibt keinen einzelnen Spieler, den man herausheben könnte. Es wurde gemeinsam gezeigt, worauf es ankommt: Teamgeist!

 

 

Ein Text von Sina

Wie war die Performance der Mannschaft?

Es war gefühlt das erste Spiel, welches wirklich verdient gewonnen wurde! Deutschland war, im Vergleich zu den Vorrundenspielen, defensiv gut aufgestellt, die Pässe funktionierten meist einwandfrei, es wurde aktiv versucht sich freizulaufen und die Räume in der slowakischen  Abwehr zu finden. Auch die Startelfaufstellung war gut überlegt und fruchtete auch im Spiel. Ein taktisch cleverer Zug von Trainer Löw.

 

Hat Deutschland verdient gewonnen?

Es war ein ziemlich einseitiges Spiel. Die Slowakei hatte kaum Ballkontakt (und wenn doch mal, wurde der Ball sofort wieder abgenommen), nutzte ihre wenigen Chancen nicht aus und waren nach dem 1. Gegentor  absolut demoralisiert. Daher würde ich sagen, dass Deutschland zwar verdient gewonnen hat, aber bezweifle zugleich, dass ein solches Spielverhalten (wie gegen die Slowakei) nicht gegen den Favoriten Italien reichen wird.

 

Die Highlights der Partie

Der schöne Schuss Boatengs, nach der ersten Ecke von Deutschland, durch die Beine der slowakischen Abwehr und unhaltbar für den Torwart. Ein entscheidender Treffer in der 7. Minute, da dadurch die Unsicherheit der Slowaken deutlich gesteigert wurde.

 

Die "Lowlights"

Schon beim Anlauf von Özil, für den Elfmeter in der ersten Halbzeit, war das Endergebnis klar – verhauen! Ein typischer Özil: kein harter Schuss, nicht die richtige Höhe und voll in die Arme des Torwartes. Ein verschossener Elfer in der EM – absoluter Fail der Woche!!!

  

Herausragender Spieler der deutschen Mannschaft

Der absolute unerwartete Spieler: Draxler hat nach anfänglicher Kritik sich enorm gesteigert. Er war in dieser Partie mit einer der Schlüsselspieler der deutschen Nationalmannschaft. Anfangs hat er das 2. Tor für Gomez vorbereitet und dann schließlich das verdiente 3. Tor in der 62. Minute. Ein junger und dynamischer Spieler mit viel Potenzial, welches er dieses Match auch gezeigt hat.

 

Wie war die Performance der deutschen Mannschaft?

Die Ankündigung der deutschen Startelf, in welcher unter anderem Julian Draxler gegen Joshua Kimmich getauscht wurde, wurde in der Fachpresse zuerst mit großer Skepsis betrachtet. Jedoch erwies sich diese als Glücksgriff vom Bundestrainer Joachim Löw. Die erste Halbzeit war von gutem Zusammenspiel der Deutschen geprägt. In der zweiten Halbzeit ließ die Energie hingegen mächtig nach. Für das Achtelfinale am Sonntag ist die Konstanz der Spielweise auf jeden Fall ein Punkt, an dem weiter gearbeitet werden muss.

 

Haben sie verdient gewonnen?

Auf jeden Fall! Die deutsche Mannschaft war oft im Ballbesitz, konnte sich stark durchsetzen und ließ nur wenige gegnerische Torchancen zu - für die Mannschaft aus Nordirland also unschlagbar.

 

Die Highlights der Partie

Selbst wenn es nicht das deutsche Team betrifft – die Fans aus Nordirland verbreiteten während des gesamten Spiels eine überaus positive Stimmung. Selbst bei Fehlern ihrer Nationalmannschaft war nicht an Trübsal oder ähnliches zu denken. Es wurde einfach gefeiert. Auch noch 20 Minuten nach Abpfiff der Partie.

Das 1:0 von Mario Gomez in der 30. Minute schien wie eine Erlösung und eine Belohnung für die grandiose Offensive.

Die Abwehr: Nur durch kleine Unaufmerksamkeiten hatte Nordirland Chancen, den Ball bis zum Strafraum zu bekommen. Manuel Neuer konnte sich demnach eine kleine Pause gönnen.

 

Die "Lowlights"

Thomas Müller und Mesut Özil schienen einfach keinen guten Tag zu haben. Beide hatten in den ersten 20 Minuten Gelegenheiten, ihr Team früh in Führung zu bringen, wurden jedoch kurz vor dem fast freien Tor vom Torhüter Michael McGovern gestoppt. Generell muss der deutsche Angriff im Achtelfinale effizienter mit den Torchancen umgehen.

 

Jérôme Boateng musste aufgrund von Wadenproblemen in der 70. Minute ausgewechselt werden. "Eine reine Vorsichtsmaßnahme", erklärte Löw anschließend in der ARD-Sportschau. Sie wollten keine Risiken für schlimmere Verletzungen eingehen, die eine Teilnahme Boatengs am restlichen Turnier verhindert hätten.

 

Herausragende Spieler der deutschen Mannschaft

Ganz klar Joshua Kimmich. Er war derjenige, der viele Torgelegenheiten einleitete. Das Vertrauen vom Bundestrainer hat ihm wohl besonders gut getan.

 

Ein Text von Sina

21.07.2016 bis 04.08.2016 (Ganztägig)
21.07.2016 bis 01.08.2016 (Ganztägig)

Am 16.06. spielte um 21 Uhr die deutsche Nationalmannschaft gegen Polen. Das Wichtigste im Überblick hat  für euch Janik Emil zusammengefasst.

 

Wie war die Performance der Mannschaft?

Was ein Spiel! Ein typisches Beispiel für den schmalen Grat von Spannung, Langeweile und nicht genutzten Chancen, die die Nationalmannschaft zu Tage legte. Dennoch, trotz des Fehlens eines richtigen Rezepts gegen Polen, lieferte Deutschland ein relativ solides Spiel ab. Die Spieler warfen sich in Zweikämpfe, die Defensive machte weniger Fehler, Jogi Löw griff sich nicht mehr in die Hose und auch die Flanken wurden, wenn sie mal gespielt wurden, gut geschossen.

 

Hat Deutschland verdient unentschieden gespielt?

Definitiv! Der Mannschaft fehlte das Durchsetzungsvermögen und auch die richtigen Ideen gegen die polnische Defensive. Spieler wie Mario Götze haben sich kaum ins Spiel eingebracht und es wurden keine richtigen Anspielmöglichkeiten gegeben. Auch bei den Standardsituationen war das Team nicht sehr stark. Glücklicherweise blieb das Endergebnis dann bei einem Unentschieden.

 

Die Highlights der Partie

Auf jeden Fall die beiden vermasselten Torchancen des polnischen Spielers Milik mit der Nummer 7.

 

Die "Lowlights"

Die wenig aggressive Spielweise der Deutschen mit der Folge eines Unentschiedens.

  

Herausragende Spieler der deutschen Mannschaft

Wie schon fast erwartet, verteidigt Neuer wiedermal seinen Titel „Welttorhüter des Jahres“. Auch André Schürrle war nach der Einwechslung für Götze eine große Bereicherung für die Offensive. Durch ihn konnten wieder neue Räume erschlossen und dadurch auch die Durchführung von Spielideen leichter gemacht werden.

 

ein Text von Janik Emil

Am letzten Sonntag (11.06., 21 Uhr) war das erste Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen die Ukraine. Im Stadion von Lille schossen uns Shkodran Mustafi und Bastian Schweinsteiger zum 2:0-Sieg – und damit auf Platz 1 der Gruppe B.

 

Wie war die Performance der Mannschaft?

Nach einem holprigen Start mit mehreren Ballverlusten und ungenauen Pässen konnte das Team von Bundestrainer Joachim Löw spätestens nach dem 1:0 durch Shkodran Mustafi  in der 19. Spielminute Anschluss finden. Trotz weiterer kleiner Fehler, wie zum Beispiel in der Abwehr, konnte die National-Elf, ohne große Probleme den Sieg einfahren. Der krönende Abschluss war das 2:0 durch Bastian Schweinsteiger in der 92. Minute.

 

Hat Deutschland verdient gewonnen?

Als Favorit gingen auf jeden Fall die Deutschen ins Spiel. Im Spiel selbst gab es keine Unsportlichkeiten oder falsche Schiedsrichterentscheidungen, die das Endergebnis hätten anders aussehen lassen können. Und auch wenn diese Begegnung teilweise sehr ausgeglichen erschien, wäre ein Sieg der Ukraine etwas unbegründet gewesen.

 

Die Highlights der Partie

Diese Szene sorgte wohl bei fast allen Zuschauern für einen kleinen Herzinfarkt: Jerome Boateng verhinderte in der 39. Minute den 1:1-Ausgleich der Ukraine – und das auf der Torlinie.

„Die Mannschaft“: Das deutsche Motto dieser EM konnte man vom ersten Moment an vor dem Fernseher spüren. Keine Einzelaktionen in Kombination mit absolutem Teamgeist waren ein Highlight für sich.

 

Die "Lowlights"

Das Einzige, das zu bemängeln war, war die zweite Halbzeit, in der die Energie der vorherigen 45 Minuten leider nicht immer zu sehen war.

 

Herausragende Spieler der deutschen Mannschaft

Neben unseren Torschützen Mustafi und Schweinsteiger, welcher sein EM-Debüt gleich drei Minuten nach seinem Einwechseln krönte. Vor allem hatte auch Jerome Boateng einen sehr guten Tag erwischt. Mit seiner Abwehr konnte er dem Team besonders helfen.

Zudem stellte Manuel Neuer, wie schon so oft, unter Beweis, warum er dreimal in Folge, den Titel des "Weltfußballer des Jahren" verliehen bekommen hat.

 

 

Am 16.06. um 21 Uhr (ZDF) steht das zweite Gruppenspiel an. Im Stade de France (Paris) tritt die deutsche Nationalmannschaft gegen die Mannschaft aus Polen an.

ein Text von Sina

27.08.2016 bis 28.08.2016 (Ganztägig)

Am 9. November kommen die "Superstars" von World Wrestling Entertainment  (WWE) in die Mercedes-Benz-Arena in Berlin-Friedrichshain. Vielleicht ist auch ein ehemaliger deutscher Fußballnationalspieler mit im Ring!

VON OLIVER MATTUTAT

Wrestling ist eine Mischung aus Schauspiel, Ringen und zum Teil akrobatischen Aktionen. Die Ringkämpfe sind in mal mehr und mal weniger überzeugende Geschichten verpackt, die sogenannten Storylines. Jeder Wrestler spielt eine Figur, die bestimmte Eigenschaften hat und entweder ein sympathisches oder ein eher abfälliges Verhalten an den Tag liegt. In den USA ist Wrestling erfolgreiches Sports Entertainment. 
Die WWE ist der größte Wrestling-Verband der Welt und gleichzeitig ein gewinnorientierte Unternehmen. Denn mit Wrestling lässt sich gutes Geld verdienen. Zum einen durch Fanartikeln von den Superstars aber auch durch TV-Lizenzen und den Ticketverkauf. Bei fast jedem Live-Event sind abertausende Zuschauer dabei. Den jährlichen Höhepunkt markiert das Event "Wrestlemania". Das Event findet immer gegen Ende März beziehungsweise Anfang April in den USA statt. Dabei wechselt der Austragungsort. Dieses Jahr fand die 32. Ausgabe von Wrestlemania in Arlington, Texas vor unglaublichen 101.763 Zuschauern statt. Man könnte denken, die Amerikaner wären verrückt, aber zu Wrestlemania reisen jedes Jahr Fans aus aller Welt.
WWE-Live-Events gibt es auf der ganzen Welt. Fast täglich steigen die "Superstars" vor Publikum in den Ring. Im November nun auch wieder in Deutschland. Die Veranstaltungen in Deutschland sind aber nicht im Fernsehen zu sehen. Die wöchentlichen Shows (u.a. "WWE RAW" und "WWE SmackDown") werden zum Großteil in den USA abgehalten. Eine Ausnahme bildet London. In der Britischen Hauptstadt finden auch TV-Events statt.

Auf einen besonderen bekannten Neuzugang kann sich das deutsche Publikum vielleicht auch freuen. Niemand anderes als der ehemalige Nationaltorhüter Tim Wiese wurde von Paul Levesque, besser bekannt als Triple H, einer der Chefs der WWE, zum Training in die USA eingeladen. Nach seiner Fußballerkarriere hatte Wiese vor allem durch sein Bodybuilding auf sich aufmerksam gemacht und auch den Kontakt zur WWE gesucht.

In Berlin kann man sich, auch wenn es Tim Wiese nicht in die WWE schafft, auf alle schrillen Figuren der Szene, durchtrainierte Körper und intensive Kämpfe freuen. 
Ganz wichtig:  Auch wenn die Wrestler schauspielern und auch manchen Aktionen im Ring schlimmer aussehen lassen und ein wenig tricksen, sollte man das auf gar keinen Fall nachmachen. Das sind trainierte Sportler, die genau wissen, was sie tun und selbst die verletzten sich bei manchen Aktionen, zum Teil sogar schwer.

23.08.2016 bis 23.08.2016 (Ganztägig)
15.08.2016 bis 15.08.2016 (Ganztägig)
12.08.2016 bis 12.08.2016 (Ganztägig)

Hier findet ihr während der EM 2016 alle Berichte von der jup! Redaktion und Tipps für Berliner Public Viewing-Orte.

Die Füchse Berlin gewinnen gegen den amtierenden DHB-Pokalsieger SC Magdeburg mit 30:26. Das Spiel symbolisiert aber auch ein wenig die Saison der Berliner Handballer.

 

VON OLIVER MATTUTAT

 

Am Ende stand der Großteil der 8.568 Zuschauer in der Max-Schmeling-Halle und jubelte der Mannschaft zu. Zurecht, hatte man doch gerade den Pokalsieger und Kiel-Bezwinger aus Magdeburg mit vier Toren Unterschied geschlagen.

Mann des Spiels war Silvio Heinevetter. Mit um die 20 Paraden hielt der Keeper der Gastgeber zu jeder Zeit die Führung fest. Den Grundstein für den Erfolg legten die Füchse schon in der Anfangsphase der Partie. Sie waren wacher, ein kleines bisschen entschlossener, aber vor allem hatten sie, wie schon erwähnt einen überragenden Silvio Heinevetter, der in der Anfangsphase schon richtig heiß lief. So stand es nach zehn Minuten 5:1 für die Füchse, wodurch sich Magdeburgs Trainer Bennet Wiegert gezwungen sah, die erste Auszeit zu nehmen. Viel änderte sich jedoch nicht. Nach 15 Minuten waren die Füchse sogar fünf Tore (8:3) voraus. Die Berliner konnten es sich auch leisten, jede Menge Chancen liegen zu lassen. Denn die Magdeburger waren ihrerseits auch fahrlässig und nicht zielstrebig genug und als letzte Instanz stand das ein um das andere Mal der Keeper der  Füchse im Weg. Kurz vor der Pause (28. Minute) brachte Robert Weber die Gäste nochmal auf ein Tor heran zum 9:8, aber bis zur Pause konnten die Hauptstädter erneut auf drei Tore erhöhen (12:9). Kent Robin Tönnesen hatte aufgedreht und mit drei Toren am Stück den Halbzeitstand hergestellt.

 

In der zweiten Hälfte ein ähnliches Bild. Bei den Füchsen wechselten sich Ungenauigkeiten mit genialen Momenten ab. Der SCM kam somit wieder auf einen Zähler (34. Minute) heran. Einer, der sinnbildlich für das Spiel der Füchse stehen kann, war Fabian Wiede. Nach zwei verworfenen Siebenmeter in Halbzeit eins erhöhte er zwischenzeitlich durch einen Doppelschlag auf 17:13. Weiterhin passieren im Spiel zu einfache Fehler. Die Spieler und auch das Publikum suchten Schuld beim Schiedsrichtergespann, des Öfteren erklangen auch "Schieber"-Sprechchören von den Tribünen.

Das Spiel lief in der Folge weiter und es blieb immer bei gut drei Toren Unterschied. Waren die Füchse in Überzahl zu unkonzentriert, blieben sie in Unterzahl nun ruhiger und spielten die Zeit ein wenig runter.
Gut acht Minuten vor Schluss bauten die Berliner ihre Führung erneut auf fünf Tore aus (26:21) und es schien, als sei das Spiel entschieden. Aber es schlichen sich wieder zu einfache Fehler ins Spiel und so konnten die Magdeburger drei Minuten vor Schluss wieder auf zwei Tore (27:25) herankommen. Nun waren auch die Fans in der Halle gefragt. Diese standen auf und unterstützten ihr Team mit den für Handballspiele typischen Klatschpappen. Ingesamt war die Stimmung das ganze Spiel über gut. Zum Schluss drehte dann auch noch Drago Vukovic auf und stellte wieder einen drei Tore (29:26) her. Ehe Jesper Nielsen mit seinem dritten Treffer den Endstand von 30:26 erzielte.

Der beste Schütze der Füchse war Kent Robin Tönnesen mit acht Treffern.

Der Konstanteste an diesem Abend war gleichzeitig der beste Magdeburger. Robert Weber erzielte elf Treffer und bis zur letzten Minute hatte er eine hundertprozentige Trefferquote (6 von 6) von der Siebenmeterlinie. Aber dann gelang Petr Stochl, dem zweiten Keeper der Füchse, das, was der überragende Silvio Heinevetter an diesem Abend nicht schaffte, er hielt einen Siebenmeter von Robert Weber.

Die Hauptstädter zeigten sich das ganze Spiel mit schwankenden Leistungen. Am Anfang stark, im Mittelteil mit einigen Fehlern und zum Schluss fuhren sie dann denn Sieg ein. Auch die Saison zeigt ähnliche Unkonstanten. Im letzten Heimspiel gewannen sie überragend gegen den Tabellenführer aus Mannheim, die Rhein-Neckar Löwen. Dann aber verloren sie gegen Hannover.

Die Füchse können durch den Sieg auch weiterhin Hoffnungen auf die Teilnahme im Europapokal in der nächsten Saison machen. Sie verteidigten den fünften Platz, der vielleicht zur Teilnahme reichten könnte. Aufschluss darüber gibt es aber erst nach der Saison.

 

Vor 10.327 Zuschauern sichert sich Pokalsieger ALBA Berlin am letzten Spieltag der Hauptrunde einen 91:82-Sieg nach Verlängerung. Für die Gegner aus Gießen ist die Saison nun beendet.

 

ein Beitrag von Sina
 

Vor der Partie reisten die Gäste mit einem Vorhaben an: Gewinnen und in die PlayOffs kommen. Ein Sieg musste her um den direkten Rivalen ­– die sOliver Baskets aus Würzburg – auf Platz Neun zu verdrängen. Starke Defense und Druck waren die Schlagworte und das bekamen die Gastgeber deutlich zu spüren. Von Anfang an erlaubten sie sich Ballverluste, vernünftige Abschlüsse kamen gar nicht erst Zustande. Doch trotz des schlechten Starts konnten die Berliner das erste Viertel mit 22:15 für sich entscheiden.

Zufrieden war Albas Trainer Saša Obradović trotzdem nicht. Wie gewohnt gestikulierte er am Spielfeld entlang, wollte, dass das Team aufwacht. Und es zeigte Wirkung: Es entstand ein Teamspiel, wie man es sich wünscht, die Emotionen stimmten. Doch die Gäste verstärkten dazu ihre Defense und stellten das Gespann aus Yorman Polas Bartolo und Ethan Wragge auf. Der Berliner Angriff wurde gestört, für einen Führungswechsel reichte es aber nicht - 36:28 zur Halbzeit.

 

3er-Konzert lässt Gießen am Sieg schnuppern

Neben dem Wragge-Bartolo-Gespann traten nach der Pause auch die Gießener Mannschaftskollegen selbstbewusster auf. Die kurze Antwort brachte Will Cherry zum 49:41 (25.Minute). Die Gießener gaben nicht auf, denn eine Niederlage bedeutete das PlayOff-Aus. Auch wenn Platz Neun für den Aufsteiger der beste Saisonausgang seit langem war. Mitgereiste Fans unterstützten ihr Team, tanzten und sangen bei dem 9:0-Lauf zum Ende des dritten Abschnittes. Und auch in den letzten zehn Minuten zeigten beide Teams ihr PlayOff-Potenzial  und schenkten sich nichts. Die physische Spielweise, die sich schon durch das ganze Spiel zog, wurde weiterhin angezogen. Und schon waren Gäste nach einem weiteren Lauf passend zum Ende des dritten Viertels bis auf zwei Punkte dran (56:54). Es schien, als ob der spontane Ausfall von Aufbauspieler Jordan Taylor seine Konsequenzen nach sich zog. Die Offensive lief nicht mehr rund, zumal die Gießener weiter ihre 3-Punkte-Quote aufbesserten. Die Berliner wurden in die Verlängerung gezwungen, die vermeintliche Favoritenrolle war längst nicht mehr begründet. Nach den zusätzlichen fünf Minuten Spielzeit konnte man jedoch den am Ende deutlichen 91:81-Sieg klar machen.

Durch die parallele Niederlage von Ratiopharm Ulm hat ALBA nun den sechsten Platz in den PlayOffs sicher, Gegner im Viertelfinale wird Pokal-Halbfinalgegner Frankfurt. "Das könnte machbar sein", so Kapitän Alex King. Bei Jordan Taylor seien es im Moment nur muskuläre Probleme, er könnte nächste Woche also spielen. Wie fit er ist, wird sich dann im Auftaktspiel am nächsten Samstag in Frankfurt zeigen.

Der 1. FC Union Berlin besiegt den VFL Bochum verdient mit 1:0 und macht die Niederlage von letzter Woche vergessen.

 

von Oliver Mattutat

 

Wiedergutmachung war angesagt für die Unioner. Letzte Woche sind sie in Nürnberg mit 2:6 untergegangen, nachdem sie sogar 2:0 geführt hatten. Der Union-Trainer André Hofschneider sagte, dass er  nicht vom Team, sondern nur vom Ergebnis enttäuscht gewesen sei. Am Freitagabend empfing nun der Sechste der zweiten Liga aus Ost-Berlin den fünften aus Bochum im Stadion An der Alten Försterei. Für beide Mannschaften ging es am drittletzten Spieltag nicht mehr um viel. Sie hatten schon vor dem Spiel keine Möglichkeit mehr, in den Aufstiegskampf einzugreifen. Nicht die beste Voraussetzung für einen hochintensiven Kick.

 

1. Halbzeit

Union, ersatzgeschwächt, dominiert die Anfangsphase vor 20.036 Zuschauern ohne jedoch richtig gefährlich zu werden. Von Beginn an entwickelt sich bei bestem Wetter ein körperbetontes Spiel. In der 22. Minute kann der von Adrian Nikci geschickte Bobby Wood frei aufs Tor zulaufen und wird nur im letzten Moment vom Bochumer Verteidiger gestoppt. Die Partie wird nun auch ruppiger. Bochums Losilla sieht in der 25. Minute die erste Gelbe Karte des Spiels. Die größte Chance der ersten Halbzeit haben die Berliner in der 30. Minute. Brandy ist im Gegenangriff gefoult worden und den fälligen Freistoß setzt Greilach nur knapp neben den Pfosten.

 

2. Halbzeit

Die zweite Halbzeit beginnt lebendig. Beide Mannschaften legen den Vorwärtsgang ein. Schiedsrichter Martin Petersen bringt in dieser Phase mit strittigen Entscheidungen die Union-Fans gegen sich auf. In der 56. Minute hat dann Union Berlin die erste gute Torgelegenheit in der zweiten Hälfte: Kessel setzt sich auf der rechten Seite durch und flankt den Ball auf Wood, der den Ball per Kopf mittig über das Tor setzt.

In der Folge gibt es Chancen auf beiden Seiten, wobei Union die Mehrzahl davon hat. Die größte hat Felix Kroos in der 64. Minute. Er lässt zwei Gegenspieler aussteigen und kann frei aus 15 Metern abziehen. Zu ungenau ist der Schuss, sodass VFL-Keeper Manuel Riemann ihn parieren kann. Nun hat Union die klare Feldhoheit. Dann fast aus dem Nichts der VFL Bochum mit der Führung. Über die linke Seite kommt der Ball in die Mitte auf Haberer. Bei seinem Flugkopfball muss sich Union-Torhüter Busk ganz schön lang machen und kann den Ball gerade noch zur Ecke klären. Es entwickelt sich ein offener Schlagabtausch, bei dem die Berliner ein Chancenplus verzeichnen können. Immer mehr beißen sie sich in der gegnerischen Hälfte fest. In der 79. Minuten machen die Unioner schließlich etwas aus ihrer Überlegenheit. Nach einer Ecke von Kroos steigt der Kapitän Kessel am höchsten und nickt zum 1:0 für die Köpenicker ein. Die Fankurve, die das gesamte Spiel schon für fantastische Stimmung sorgt, wird nun besonders laut. In den letzten zehn Minuten versucht der VFL Bochum, sich noch einmal aufzubäumen, aber Union kann immer wieder für Entlastung sorgen.

 

Es bleibt beim verdienten 1:0 und somit sind die Berliner nun seit neun Spielen im heimischen Stadion ungeschlagen und holen zum siebten Mal in Folge zu Hause einen Dreier. Damit haben sie einen Vereinsrekord eingestellt, den sie am letzten Spieltag gegen den Sportclub aus Freiburg sogar übertrumpfen können. Dem FC Freiburg ist in seinem Parallelspiel in Paderborn der endgültige Aufstieg gelungen. In der Alten Försterei war das 2:6 von letzter Woche in Nürnberg wiedergutgemacht und Union schloss an die guten Leistungen der Vorwochen an.

 

Stimmen zum Spiel:

André Hofreiter, Trainer 1. FC Union Berlin:

„In der ersten Halbzeit war es ein Abnutzungskampf. Beide Mannschaften haben versucht hoch zuzustellen und versucht da raus zu spielen. In der zweiten Halbzeit haben wir das Risiko erhöht und uns mehr Spielvorteile erkämpft. Wir sind Nummer zwei der Liga nach Standards. Wenn wir so eine Vielzahl von Standards haben wie heute, dann haben wir auch die Qualität dadurch ein Spiel zu entscheiden.“

 

Gertjan Verbeek, Trainer VFL Bochum:

„Wir haben gut verteidigt. Wir hatten das Spiel gut unter Kontrolle in der ersten Halbzeit. Optisch war der Gegner besser. Leider für uns sind Standards gefährlich und können das Spiel entscheiden.“

 

Sören Brandy, Stürmer 1. FC Union Berlin:

„Das Wichtigste ist, dass wir gewonnen haben. Hinten haben wir sicher gestanden und uns vorne gute Chancen rausgespielt. Aus meiner Sicht ist der Sieg absolut verdient.“

 

 

Malcolm Cacutalua, Innenverteidiger VFL Bochum:

„Wir haben hier gegen einen sehr guten Gegner gespielt. Haben sehr gut gestanden und wenige Chance zugelassen. Und dann hat ein Eckstoß den Unterschied gemacht.“

Nach einem nervenaufreibenden Spiel unterlagen die Telekom Baskets aus Bonn dem Pokalsieger ALBA Berlin mit 94:73. 11.654 Zuschauer sahen am Samstagabend in der Mercedes-Benz-Arena am Ostbahnhof einen emotionalen Kampf um die letzten PlayOff-Plätze. Überschattet wurde das Spielgeschehen jedoch von einer folgenreichen Rudelbildung Ende des dritten Viertels.
 

ein Text von Sina
 

Die Mutter aller Spiele in seiner 70. Auflage: Das Aufeinandertreffen der Telekom Baskets Bonn und ALBA Berlin geht in die nächste Runde. Spannung ist vorprogrammiert, gerade weil beide Teams, anders als in den vergangenen Jahren, nicht gleichauf sind. Doch davon merkte man in den ersten Spielminuten kaum etwas. Schnelle Abschlüsse und harte Verteidigung standen auf dem Tagesplan. So auch Berlins Brandon Ashley aus der Mitteldistanz zum 9:6 nach sechs Minuten. Des Weiteren ließen sich die Bonner nicht abschütteln, auch wenn es für eine erneute Führung, 0:4 kurz nach Beginn, nicht reichte. Angeführt von Aaron White konnte sich das Team von Silvano Poropat bis zum Ende des ersten Viertels aufrecht halten (20:17).

 

Loncar als Mann für Alles

Im zweiten Viertel gelang es den Berlinern sich erstmals abzusetzen. Ausschlaggebend dafür war Kresimir Loncar, der mit 25 Punkten seine absolute Saisonbestleistung ablieferte. Egal ob der 3-Punkte-Wurf durch Pick-'n-Pop oder der Abschluss durch den Korbleger – mit seiner Quote von ingesamt knapp 90% war Loncar mit dieser Glanzleistung letzten Samstag Leader des Teams. Komplettiert wurde das Ganze von der Defense seiner Teamkollegen Niels Giffey und Jordan Taylor, während auf Seiten der Bonner Dirk Mädrich mit seinen drei Turnover weniger zum Spielaufbau seiner Mannschaft beitrug. Generell stockte es in den Angriffen, da an der Defensive der Gastgeber so leicht kein Weg mehr vorbeiführte. Selbst ließen sie sich von der Intensität nicht mitreißen. Im Zusammenspiel mit Ashley sorgte  Loncar gegen Ende des zweiten Viertels für eine 12-Punkte-Führung, die erste Halbzeit ging damit 47:34 an die Berliner.

 

Auf Rudelbildung folgt Disqualifikation für sieben Spieler

Das vorletzte Viertel nutzen die Hauptstädter weiterhin für sich. Akeem Vargas bekam vom Trainer Saša Obradović wieder mehr Spielzeit und auch Ismet Akpinar konnte nach 4-wöchiger Verletzungspause wieder sein Talent unter Beweis stellen. Es herrschte weiter Spannung und starke Willenskraft unter den Bonnern, selbst wenn die PlayOffs für sie in diesem Jahr nur noch ein Traum bleiben werden. Aber so gehört es sich ja, in so einem Aufeinandertreffen. Nach ausgeglichener Leistung beider Mannschaften war es wieder an der Zeit für hochwertigen Basketball. Und der war dem Berliner Publikum mit dem Einwechseln von Kresimir Loncar nicht vergönnt – dieser legte zwei Minuten vor Ende des dritten Viertels eine 6:0 Serie hin.

Grund genug für Sean Marshall gefrustet auf den Neu-Deutschen loszugehen. Danach habe er nur auf die Provokation reagiert, sagte Loncar. Was darauf folgte war eine Situation, die sich normalerweise für eine rein sportliche Veranstaltung nicht gehört: Heftige Wortgefechte und körperliche Aufrüstung auf beiden Seiten. Da diese angedeutete "Gewaltbereitschaft" gegen die Regeln spricht, mussten insgesamt fünf Bonner Spieler disqualifiziert die Halle verlassen. Auch für Will Cherry und Loncar war das Spiel beendet.

 

Mit nur 5 Spielern im letzten Viertel

Unpassend war nur, dass die Bonner unterbesetzt, mit nur zehn statt zwölf Spielern, angereist waren. Die letzten zehn Minuten mussten Isaiah Philmore und seine Mannschaftskollegen durchspielen. Aber spätestens nach weiteren fünf Spielminuten, als Niels Giffey und Jordan Taylor die Hauptstädter mit dem 87:65 zur vorzeitigen Entscheidung punkteten, war die Luft einfach raus. Akpinar sprach nach dem Spiel sein Lob an den Gegner aus: "Bonn gab nicht auf. An dieser Stelle meinen Respekt. Aber es war schon ein sehr ungewohntes Bild". Co-Trainer Thomas Paech habe seine Aufgabe in dieser Situation erfüllt. Da es für Bankspieler nicht erlaubt ist, unangemeldet das Feld zu betreten, wurde anders als auf Bonner Seiten dafür gesorgt, dass alle auf der Bank blieben. Doch trotz der kleinen Einlage kurz vor Ende gewinnt ALBA Berlin das Traditions-Duell gegen Bonn mit 94:73.

Nächsten Samstag um 18.30 Uhr folgt das nächste Spiel gegen Crailsheim. Mit einem weiteren Sieg könnte man sich also endlich für die PlayOffs qualifizieren. Auf die Tabelle schau man gar nicht mehr: "Auch ohne Heimvorteil können wir bestehen. Wir haben genug Qualität, eine gute Bilanz. Uns fehlt es nicht an Selbstbewusstsein", so Paech nach dem Spiel. Cherry und Loncar sind jedoch aufgrund der Disqualifikation für mindestens ein Spiel gesperrt, für weitere Strafen muss sich die Beko BBL erst in der nächsten Sitzung noch beraten.

 

Am 28. Spieltag der Beko Basketball Bundesliga verlor ALBA Berlin am gestrigen Abend auswärts gegen Rathiopharm Ulm. Nach der 78:68-Niederlage muss der Kampf um die oberen Tabellenplätze erneut aufgeschoben werden.

 

Ein Text von Sina
 

Platz 4. Heimvorteil in der ersten PlayOff-Runde muss drin sein. Das Ziel des Hauptstadt-Clubs steht. Notwendig dafür war zunächst ein Auswärtssieg gegen Verfolger Ratiopharm Ulm. Doch von davor angekündigter Willensstärke und Leidenschaft war von beiden Teams zu Beginn des Spiels wenig zu sehen. Schon das erste Viertel war geprägt von Fouls beider Seiten. Punkte wurden hauptsächlich durch Freiwürfe gemacht - wenn sie denn fielen. So auch Berlins Dragan Milosavljević zum 7:10 nach sieben Minuten. Erst danach schien das Ulmer Team in Fahrt zu kommen und sicherte sich nach einem 11:4-Lauf in den nächsten Minuten die Führung zum Ende des ersten Viertels (21:16).

Die Gastgeber wurden wach, die Fans wurden laut, das Spiel wurde körperbetonter. Aber keine der beiden Mannschaften wollte so wirklich die Führung übernehmen. Augustine Rubit, nach einem unsportlichen Foul von Kresimir Loncar, versuchte jedoch mit dem 27:22 (14.) sein Team weiter voranzubringen. Loncar wurde daraufhin mit diesem dritten Foul von Trainer Saša Obradović ausgewechselt. Die generell auf der Center-Position geschwächten Berliner wurden damit alles andere als gefördert. Back-Up Jonas Wohlfahrt-Bottermann scheint durch eine Knieverletzung bis zum Ende der Saison auszufallen. Doch angetrieben durch US-Guard Jordan Taylor und dem nachverpflichteten Forward Brandon Ashley kam das Team zurück, sodass die Hauptstädter nur mit einem kleinen 35:34 – Rückstand in die Halbzeitpause gingen.

 

Freiwurf-belastetes drittes Viertel stört Spielfluss

Nach der Pause ging es so weiter wie das erste Viertel begonnen hatte – nur aggressiver. Mal hier ein Ellenbogen, da ein bisschen geschoben. Und wieder war es ALBAs Milosavljević, der durch geschicktes Freilaufen sein Team wieder leicht in Führung brachte (44:46, 26. Minute). Doch von da an übernahmen die Gastgeber das Spiel. Ulms Kapitän, 3-Punke-Spezialist Per Günther, sorgte für eine 62:48-Führng zum Ende des dritten Viertel. Trainer Obradović zeigte sich bekannt emotional und versuchte sein Team aufzuwecken. Aufgrund der Gesten und Schreie des Serbens fühlte sich der Schiedsrichter angegriffen und „belohnte“ den ALBA-Trainer mit einem technischen Foul. Eine Vorentscheidung des Spieles zugunsten der Ulmer.

 

Viele vergebene Chancen kosten den Berlinern den Sieg

Wie schon so oft war es dann Elmedin Kikanović, der versuchte, noch etwas rauszuholen und die Berliner Verteidigung in den Griff zu bekommen, „dunkte“ vergebene Würfe seiner Teamkollegen dahin, wo der Ball hin sollte. Dazu kam der genesene Niels Giffey, welcher monatelang wegen einer Fußverletzung aussetzen musste, und machte 7 Minuten vor Schluss das 65:57. Rein theoretisch nicht unmöglich, wenn die Rechnung ohne die Konstellation aus Rubit, Günther und Da'Sean Butler gemacht wird. Aber realistisch... nein. Rubit zum 72:59 (36.). Danach folgten verzweifelnd wirkende Würfe und Ballverluste, welche schließlich die Berliner Niederlage festigten. ALBA verlor somit 78:68 in Ulm, womit beide Teams gleich auf sind.

Positiv ist nur, dass Berlin den direkten Vergleich zu Ulm immer noch gewonnen hat (das Hinspiel in Berlin gewannen sie 74:54) und damit weiterhin auf dem sechsten Tabellenplatz steht. Trotzdem ist es notwendig, die folgenden Spiele gegen Bonn und Crailsheim (09.04. und 16.04. in der Mercedes-Benz-Arena) zu gewinnen, um die EWE Baskets Oldenburg und MHP Riesen Ludwigsburg in den letzten fünf Spieltagen noch zu überholen, um so eine gute Ausgangsposition für die PlayOffs (Beginn: Anfang Mai) zu erhalten.

Am vergangenen Samstagnachmittag spielte Pokalsieger ALBA Berlin zu Hause (Mercedes-Benz-Arena am Ostbahnhof) gegen die EWE Baskets aus Oldenburg. Der geplante Angriff auf die besten PlayOff-Plätze gegen den aktuell Tabellendritten scheiterte jedoch. ALBA verlor 95:93 nach Verlängerung.

 

Ein Text von Sina

 

"Die Doppelbelastung des Eurocups fällt durch die Niederlage gegen Bayern jetzt weg. Wir hatten also genug Zeit um uns auf das Spiel vorzubereiten und das wird man auch sehen", kündigte Assistenz-Trainer Thomas Paech vor dem Spiel an. Und tatsächlich, die Berliner Starting Five um den amerikanischen Guard Jordan Taylor, welcher zuvor noch aufgrund von Rückenbeschwerden das Training unterbrach, brachte einen ganz neuen Schwung mit. Besonders Center Kresimir Loncar, welcher vergangene Woche die deutsche Staatsbürgerschaft erhielt, schien besonders beflügelt und machte das 10:11 in der siebten Minute. Doch die defensivstarken Oldenburger hielten dagegen. Leichte Korbleger ließen sie nicht zu und somit wurde auf das Outside-Game zurückgegriffen, das heute, nach längeren Schwierigkeiten, wieder besser funktionierte. Das erste Viertel ging trotz hervorragender Offensive mit vier Punkten Vorsprung  an die Gäste und Robin Smeulders machte gleich weiter und verlängerte auf 6 (18:24). Danach zeigten die "Albatrosse" starke Teamleistung, glichen nach Freiwürfen von Will Cherry aus. Das darauf folgende technische Foul von Oldenburgs Trainer Mladen Drijencić schien sein Team doch eher zu beflügeln und Guard Chris Kramer brachte sein Team kurz darauf in Führung (31:34). In die Halbzeitpause gingen die Gastgeber trotzdem mit einer kleinen 39:38-Führung.

Das dritte Viertel blieb weiterhin ausgeglichen. Und dann erwartete die 11.123 Fans (darunter ca. 300 Mitgereiste aus Oldenburg) in der Mercedes-Benz-Arena ein absolutes Drei-Punkte-Spektakel, in der vor allem die Gastgeber ihre durchwachsene Quote von 31 Prozent aufbessern konnten. Auch wenn Jordan Taylor sein Team kurz zum 56:53 (27. Minute) in Führung bringen konnte, hielt sein direkter Gegenspieler Chris Kramer dagegen. Retten konnte die Berliner dann Loncar, der durch einen „Buzzer-Beater“ dann wieder mit einem Zähler Vorsprung in die letzte Viertelpause ging.

Den letzten Spielabschnitt konnten die Berliner spieltechnisch durch starke Verteidigung und teamsicherer Offensive für sich gewinnen. Kapitän Alex King und sein Mitspieler Dragan Milosavljević konnten mit weiteren 3-Punkte-Würfe, für die besonders Milosavljević schon bei seinem Ex-Club Partizan Belgrad bekannt wurde, einen 9:0-Lauf gegen die Oldenburger zusätzlich dem Unsportlichen gegen Kramer schwächen und führten noch fünf Minuten vor Schluss 76:68. Doch durch Fehlentscheidungen und nachlassender Verteidigung verspielte man diesen Vorsprung binnen 2 Spielminuten und auch bisheriger Mann des Tages, Loncar, bekam sein viertes Foul. Von nun an hieß es für alle Berliner Anhänger: Beten. Doch auch wenn beide Mannschaften weiterhin auf Sieg spielten und auch die Oldenburger Fans weiter Hoffnung auf einen weiteren Erfolg gegen den amtierenden Pokalsieger hatten und demnach lautstark ihre Fangesänge verbreiteten, konnte man sich nur noch auf eine Overtime (Verlängerung) einigen (79:79). Diese verlief bis zum Ende vorteilhaft für die Gäste. Die letzte Führung der Berliner erlang Taylor in der 42. Minute durch zwei erfolgreiche Freiwürfe, doch darauf folgend schien jeder Versuch, das Spiel für sich zu entscheiden, zum Scheitern verurteilt. Auch wenn sie nicht mehr als 3 Punkte weg waren, gab es die Anweisung von Trainer Saša Obradović, die Angriffe durch schnelles Foul zu unterbrechen. Das nützte letztendlich auch nichts mehr und Alba verlor nach einem letzten Versuch von Brandon Ashley mit 93:95 gegen die EWE Baskets aus Oldenburg.

Top-Scorer waren auf Seiten der Berliner Taylor (26 Punkte) und Elmedin Kikanović (20), Brian Quale (18) und Chris Kramer (15) für die Oldenburger. Zu der bitteren Niederlage gab es im Nachhinein noch eine schlechte Neuigkeit: Back-Up-Center Jonas Wohlfahrt-Bottermann muss sich nach einem Schlag aufs Knie im ersten Viertel wohl einer Operation unterziehen und auch auf Niels Giffey und der nachverpflichtete Rob Lowery müsse man noch mindestens zwei Wochen verzichten.

Alba konnte sich weiterhin nicht vorzeitig für die PlayOffs qualifizieren. Ein Lichtblick könnte es jedoch schon am folgenden Sonntag geben, wenn sie gegen Phoenix Hagen gewinnen, damit einen Platz gut machen und auf den 5. Rang aufsteigen könnten.

 

08.04.2016 bis 09.04.2016 (Ganztägig)
21.03.2016 bis 02.04.2016 (Ganztägig)
08.02.2016 bis 08.02.2016 (Ganztägig)
29.01.2016 bis 29.01.2016 (Ganztägig)
02.02.2016 bis 02.02.2016 (Ganztägig)
29.01.2016 bis 29.01.2016 (Ganztägig)
25.01.2016 bis 25.01.2016 (Ganztägig)
22.01.2016 bis 22.01.2016 (Ganztägig)
27.01.2016 bis 31.01.2016 (Ganztägig)
13.02.2016 bis 13.02.2016 (Ganztägig)
28.01.2016 bis 02.02.2016 (Ganztägig)
10.01.2016 bis 10.01.2016 (Ganztägig)
31.12.2015 bis 31.12.2015 (Ganztägig)

Im Mai haben Milena, Laura und Bent von der DIGGA-Redaktion an einem Workshop vom ALBA-Rollstuhlbasketball teilgenommen. Während des Trainings erfuhren sie viel Neues über den Verein und die Sportart Rollstuhlbasketball. Beispielsweise erklärte ihnen der Trainer, dass die meisten Mitglieder des Teams eigentlich ganz normal laufen können und nicht, wie viele Menschen denken, im Alltag auf den Rollstuhl angewiesen sind. Nach einigen Übungen im und mit dem Rollstuhl wurde dann in Teams gegeneinander gespielt – gar nicht so einfach, aber schau selbst!

27.01.2016 bis 27.01.2016 (Ganztägig)

Die sehbehinderte Schwimmerin Emely Telle ist eine der deutschen Medallienhoffnungen für die Paralympischen Spiele 2016 in Rio.

Im Interview spricht die 18-Jährige Vize-Weltmeisterin über ihren Weg zum Schwimmen, ihr Leben neben dem Sport und die Spiele in Rio.

Ein Interview von BerlinImPuls-Redakteur Oliver Mattutat