Musik hören

Wir befinden uns nun schon seit ein paar Tagen im Jahr 2018. Noch war nicht so viel Zeit, um neue musikalisch Werke zu schaffen. Deshalb schauen wir nochmal zurück und stellen euch die besten Songs aus 2017 zusammen!

VON SINA

Die erste Assoziation zum Musikjahr 2017 sind wahrscheinlich „Shape Of You“ von Ed Sheeran und „Despacito“ von Luis Fonsi feat. Daddy Yankee. Während „Shape Of You“ eine der ersten veröffentlichten Singles von Sheerans Albums „Divide“ war, wurde „Despacito“ zum Sommerhit des Jahres. Beide Songs feierten weltweite Erfolge. Weitere Hits von Fonsi blieben jedoch aus, Ed Sheeran tourte hingegen um die Welt. Für 2018 ist sogar eine Stadion-Tour geplant! Am 19.Juli wird er auch in Berlin im Olympiastadion auftreten. Und so erfolgreich wie das Jahr 2017 für ihn begann, setzte er zum Schluss mit der Single „Perfect“ noch einen drauf.

Das Jahr war dennoch viel zu lang, um nur zwei Künstler hervorzuheben. Im Gegenteil. Es war schon fasst zu lang.

 

Singles des Jahres

Der typische Samba-Beat wie in „Despacito“ begleitete uns auch in „Mi Gente“ (J Balvin feat. Willy William) oder „Unforgettable“ (French Montana).

2017 war auch der Durchbruch der jungen Sängerin mit kosovo-albanischen Wurzeln Dua Lipa. Gleich Anfang Januar erschien „No Lie“ von Sean Paul feat. Dua Lipa. Im Sommer veröffentlichte sie ihr Debütalbum „Dua Lipa“ und stärkte mit ihrer Single „New Rules“ das Selbstbewusstsein vieler Jugendlicher.

Die in den USA geborene Sängerin Bebe Rexha hat albanische Wurzeln und schaffte mit „Meant To Be“ einen Hit, der das Motto „Es soll schon so sein“ verarbeitet. Bis auf Platz 1 der iTunes Charts schaffte sie es damit in Australien, wobei der Erfolg sichtlich unerwartet kam, wie sie ihren Followern auf den Social Media Netzwerken mitteilte. Ihre Single „Back To You“ mit Louis Tomlinson war dazu nicht weniger erfolgreich.

Weitere Debüts gaben Alice Merton und Julia Michaels, welche beide zur selben Zeit im Mai mit „No Roots“ und „Issues“ die Musikwelt eroberten. Dass das kein einmaliger Zufall war, stellte sich mit dem Erfolg darauffolgender Veröffentlichungen heraus. Während Merton mit „Hit The Ground Running“ erneut begeisterte, machte Michaels mit „Uh Huh“ und „I Miss You“ feat. Clean Bandit auf sich aufmerksam. Eine weitere Newcomer-Band stellen die fünf Jungs von Prettymuch dar, welche nach der Gründung 2016 ihre ersten Songs „Would You Mind“ und „Teacher“ und „Open Arms“ veröffentlichten.

Im ruhigen Stil von „Meant To Be“ erschien im Frühjahr der Hit „Glorious“ von Macklemore und Skylar Gray. Melancholie wurde mit der Kollaboration von Zayn Malik und Sia in „Dusk Till Dawn“ verbreitet. Camila Cabello stürmte mit „Havana“, „Crying In The Club“ und „I Have Questions“ die Charts und gewährte damit einen Einblick in ihr erstes Solo-Album („Camila“, erscheint am 12.01.2018), nachdem sie ihre Girl-Group Fifth Harmony verließ. Auch Charlie Puth blieb mit neuer Musik im Gespräch. Beide Songs handeln von dem Betrug seines Partners. Während „Attention“ von der Erkenntnis, nicht mehr geliebt zu werden, erzählt, wird in „How Long“ eher hinterfragt, wie lange das Verhältnis schon besteht. Durch einen Snapchat-Filter unterstützt, ist auch „What Lovers Do“ von Maroon 5 auf dem besten Weg, ein riesen Erfolg zu werden. Und neben der Tatsache, dass die beiden in 2017 wieder zusammengefunden haben, können Selena Gomez und Justin Bieber ihre Hits „Wolves“ und „Friends“ feiern.

 

Deutsche Hits           

Was deutsche Musik betrifft war im Jahr 2017 der Deutsch-Rap wohl am erfolgreichsten. In den deutschen Single-Charts waren stets Künstler wie 187 Straßenbande, Zuna oder auch Kay One mehrmals vertreten. Songs wie „Heute mit mir“ (Nimo) oder „Soldaten 2.0“ (Kontra K) sind dabei immer noch in den Chats vertreten; „Seniorita“ und „Louis Louis“ (Kay One) sogar im oberen Drittel. Auch Cro meldete sich zurück und ging mit „Unendlichkeit“ eine musikalische Veränderung ein, wie der Wechsel seiner Panda-Maske. Den Chartstürmer des Jahres 2017, was deutsche Musik angeht, lieferte jedoch Bausa mit seinem Song „Was Du Liebe Nennst“.

            Ansonsten brachte Mark Forster seinen Titel „Kogong“ auf den Markt. Forster war es auch, der Amanda beim Songwriting für ihren Hit „Blau“ (feat. Sido) half, welcher passend zum Sommer erschien. Einen weiteren Sommerhit produzierte auch DJ Felix Jaehn mit „Hot2Touch“ (feat. Alex Aiono), an welchem er über zwei Jahre gearbeitet hat.

Vor fast genau einem Jahr trafen wir die Sängerin Lotte in Berlin zum Interview. Da war sie am Anfang ihrer Musikkarierre. Seitdem hat sich bei ihr viel getan. Sie hat unter anderem ihr Debütalbum veröffentlicht und ist eine der gefragtesten Newcomerinnen des Landes. Grund genug für uns, mal bei ihr durchzurufen.

VON OLIVER MATTUTAT, 21.12.2017

Es ist ein herbstlicher Tag, an dem ich das Telefoninterview mit Lotte haben sollte. Sie weilt zu dem Zeitpunkt in Heidelberg und fiebert einem der letzten Konzerte ihrer ersten Headliner-Tour entgegen. Im Interview sprechen wir über das turbulente Jahr, das Lotte hinter sich hat, wir schauen auf das Debütalbum, das im September erschienen ist, und wir wagen auch den Blick in die Zukunft.

Jup! Berlin: Hallo, Lotte! Als allererstes: Wie geht’s Dir?

Lotte: Mir geht’s super gut. Meine erste Tour ist ist aufregend. Das ist alle neu für mich. Es ist einfach schön und auch überwältigend, dass so viele Leute zu meinen Konzerten kommen.

Vor fast genau einem Jahr haben wir uns zum Interview getroffen. Kannst Du uns einen kurzen Einblick geben, was seitdem alles passiert ist?

Im letzten Dezember haben wir angefangen, das Album zu produzieren. Das heißt, dass in dem letzten Jahr das ganze Album entstanden ist. Wir haben die ersten Singles rausgebracht und das Album rausgebracht. Im Sommer haben wir viele Festivals gespielt. Es ist alles aufregend und schön.

Wie war die Resonanz auf dein Debütalbum?

Für mich ist das schwer zu beurteilen. Bei anderen Künstlern kann ich immer objektiv die Alben bewerten, aber bei mir ist es ja mein Album. Viele Leute kommen und sagen, dass es ihnen sehr gefällt. Dann lese ich Kritiken durch. Da sind manche gut und manche kritisch. Es ist halt eine Geschmackssache. Da gehen die Meinungen extrem auseinander.

Wie würdest Du den Roten Faden beschreiben, der sich durch Dein Album zieht?

Ich glaube, dass mein Album eine große Bandbreite von Gefühlen bietet. Mir war dennoch wichtig, dass das Album nicht in Melancholie versinkt. Ich habe deshalb auch versucht, viele Songs zu finden, die laut sind und nach vorne gehen.

Hast Du einen Lieblingslied?

Ich mag immer die Songs am liebsten, die ganz neu und frisch sind. Ich habe jeden Tag ein anderes Lieblingslied. Im Moment ist es der Song „Farben“. Den spielen wir grade live und den werden wir bald auch aufnehmen. 

Was macht am meisten Spaß auf der Tour?

Die Konzerte an sich sind das Highlight des Tages. Darauf arbeitet man den ganzen Tag hin. 

Was war bisher das beste Erlebnis?

Bei den Clubkonzerten gefällt mir das Intime. Das ist echt etwas Besonderes, weil man nach den Auftritten auch noch mit den Leuten reden kann. 

Hast Du schon Rituale entwickelt? Also etwas, was Du vor jedem Auftritt machst?

Als Band nehmen wir uns vor dem Konzert noch in den Arm und dann geht es auf die Bühne.

Du hast schon gesagt, dass es schon ein neues Lied gibt. Schreibst Du schon wieder an neuen Songs?

Ich schreibe einfach immer weiter. Ich will ja auch, dass es weiter geht. Das soll ja nicht mein erstes und letztes Album gewesen sein, sondern eins von ganz vielen. Das passiert im Moment so nebenher. Wenn es dann soweit ist, dass ein neues Album kommen soll, schaue ich, welcher Song es drauf schafft und welcher eben nicht.

Was verbindest Du mit Berlin?

Berlin ist für mich die Stadt, die für mich den Schritt darstellt, alles auf eine Karte zu setzen und Musik zu machen. Dort habe ich die richtigen Menschen getroffen, mit denen ich jetzt auch zusammenarbeite. Am Anfang war Berlin für mich sehr laut und ein bisschen zu groß. Außerdem hat mich Berlin auch inspiriert. 

Was ist für nächstes Jahr bei Dir geplant?

2018 werden ich im Januar erstmal in den Urlaub fahren. Das habe ich dieses Jahr nicht geschafft. Und dann gehe ich nochmal auf Tour im April. Im Sommer kommen dann wieder die Festivals.

Vielen lieben Dank für das Gespräch und weiterhin viel Erfolg!

Die US-Metal-Band Iced Earth kommt nach Berlin. Wir verlosen 2x2 Karten.

VON OLIVER

Die Metal-Band Iced Earth kann auf eine über 30-jährige Bandgeschichte blicken. 1984 starteten sie noch unter dem Namen Purgatory. Von der Urbesetzung ist einzig Jon Schaffer übrig geblieben. Die Band verschlang so einige Musiker. Die aktuelle Besetzung besteht aus Stu Block (Gesang), Luke Appleton (Bass), Brent Smedley (Schlagzeug), Jake Dreyer (Gitarre) und eben Jon Schaffer, der Rhythmusgitarre und Gesang zu steuert. 2017 veröffentlichte die Band unter dem Titel "Incorruptible" ihr zwölftes Studioalbum. Für Gitarrist Jake Dreyer, der erst seit 2016 in der Band ist, war es die erste Beteiligung an einem Album der Band. Auf diesem Album, dessen zehn Songs auf eine knappe Stunde Spieldauer kommen, hört man die Stilrichtung der Jungs raus. Ihre Musik lässt sich am besten beim Power Metal einordnen. Ganz besonders markant ist der Gesang von Stu Block. Gleichzeitig bleiben auch die Gitarrensounds im Ohr. Aber eben auch die Melodien, die das ein oder anderen Male auch an Iron Maiden erinnern.
Die dazugehörige Tour verschlägt die Band auch nach Berlin. In der Hauptstadt spielen sie am 10. Januar 2018 in der Festhalle Kreuzberg. 
Wenn ihr die Band um Sänger Stu Block also mal live erleben wollt, bekommt ihr hier die Gelegenheit.

Außerdem verlosen wir für das Konzert von Iced Earth in Berlin 2x2 Karten. Dafür schickt die richtige Antwort auf die Gewinnspielfrage bis zum 04.01.2018 13 Uhr an oliver@jup.berlin . Viel Glück!

Gewinnspielfrage:

Wie heißt das 2017 erschienene Album von Iced Earth?

a) Dance of Death     b) Incorruptible

Teaserbild Quelle: Iced Earth, Facebook

"OMG dieses Konzert!" – das war wohl, von jedem der 5500 Fans in der Rostocker Stadthalle, das Fazit des Abends.  

von Janik Emil

Aber das war auch nicht wirklich verwunderlich. Schon an dem Ticketverkauf konnte man merken, dass Marteria in Rostock eine absolute Partygarantie ist, denn schon nach kurzer Zeit war die gesamte Stadthalle ausverkauft. Der Andrang war so groß, dass sogar ein Zusatzkonzert für den Folgetag geplant wurde. Nicht umsonst heißt es, dass man erst ein richtiger Rostocker sein kann, wenn man auf einem Hansa Rostock-Spiel und einem Marteriakonzert, war.

 

Beispiellose Karriere

Marten Laciny – Marterias bürgerlicher Name – erschien zum ersten Mal vor 10 Jahren auf dem Radar der Newcomer Jäger. Maskiert als das bekiffte Fabelwesen Marsimoto. Es folgten: Fünf Alben. Mehrfach Platin. Radiohits wie „Lila Wolken“ oder „Kids“ – die nur so nebenbei zusammen mehr als 120 Millionen Klicks auf YouTube haben.  Mehrere Auszeichnungen des HipHop Awards und der 1 Live Krone. Kollabos von Campino bis Haftbefehl. Marteria hat Hip-Hop  wieder cool gemacht und diese Kultur auch maßgeblich geprägt. Verbiegen musste sich Marteria bei all dem nie. Er hat stattdessen einfach die Welt um sich herum verbogen.

 

Das neue Album

An diesem Wunsch nach Veränderung hat sich nie etwas geändert. Im Gegenteil: „Roswell“ ist laut und voller Energie, unbequem und politisch und vor allem hat es Ohrwurmpotenzial! Während man in dem Beat von „Skyline mit zwei Türmen“ schwalkt, wird man im nächsten Moment zum „Das Geld muss weg“ zum Geld verbrennen aufgerufen und als ob das noch nicht genug wäre, wird man mit dem futuristischen Sound „Scotty beam mich hoch“ beschallt.

 

Der Support

Nachdem man sich durch die Menschenmassen entlang der Garderobe, dem Merchandise- und dem Getränkestand, mit jeweils einem Stopp, durchgeschoben hatte, gings auch gleich in die umgebaute und dadurch vergrößerte Stadthalle. Die 5500 Fans wurden in zwei Lager aufgeteilt: diejenigen die unten auf dem Parkett sich vor der Bühne positionieren durften und die anderen, die auf den Rängen mit Sitzplätzen sich niederließen. Als dann schon mehr als die Hälfte ihre Plätze eingenommen hatte, trat der Support Kid Simius auf die Bühne. Ja, der Kid Simius, der als Live-DJ von Marsimoto mit auf der Bühne steht und auch mal ganz gerne während der Marteria-Show eine E-Gitarre zückt.
Mit dem beschwingenden dröhnenden Beat strömten dann auch die restlichen Besucher in die Halle. Nach 30 Minuten der elektronischen Unterhaltung und weiteren 30 Minuten des Wartens ging´s dann erst so richtig los!

 

Alle, alle, alle oder keiner!

Mit den spacigen Klängen des Titelsongs aus dem neuen Album stürmte dann Marteria auf die Bühne, mit der Absicht, die komplette Stadthalle abzureißen. Damit das auch funktionieren könne, wurde nach dem ersten Song folgende Marteriaregel vorgestellt:  „Alle, auch die auf den Rängen, müssen aufstehen und abrocken… außer die im Rollstuhl – die können auch im Sitzen rocken!“.
Dieser Anweisung wurde auch strickt gefolgt! Schwer war das bei weitem nicht, denn nicht nur die Songperformance war wie zu erwarten gut, sondern auch der gesamte Bühnenaufbau. Hinter der Bühne erleuchtete eine riesige Leinwand, auf der dann auch passend zu dem Song eine Fantasiewelt abgespielt wurde. So war bei „Blue Marlin“ die Golden Gate Brights unter Wasser gesetzt und von riesigen Blauwalen umkreist. Auch bei der Pyroshow  ließ sich Marten nicht lumpen - von Funken- bis Flammenwerfer war alles dabei.
Logischerweise trat auch wieder der allseits bekannte Kiffer auf – Marsimoto. Umhüllt vom grünem Samt und dem Sound von „Illegalize It“ ging die Party weiter. Nach nur 2 Stunden war es dann schon vorbei. Das entscheidende Lied „Mein Rostock“, was nebenbei auch die Hymne von Hansa Rostock ist, wurde noch nicht gespielt – also war jedem klar, dass keine Zugabe unmöglich ist. Die Fans wurden nicht enttäuscht. 3 Minuten später trat Marten auf die Bühne, bat die zahlreichen Fans mit Hansaschal, einen herüberzuwerfen, hängte sich dann den Schal um und stimmte die Rostockhymne an. Gerade bei diesem Heimspiel war zu diesem Zeitpunkt die Gefühlswelle bei allen Urrostockern zu spüren – mit Leib und Seele wurde mitgegröhlt (genauso wie im Hansastadion).
Die absolute Krönung fand der Abend mit den typischen letzten 20 Sekunden, von denen wiedermal mehrere Sekunden die letzten waren… Begleitet wurden diese immer mit der Ansage, dass alle mittanzen sollen. („Alle, Alle, Alle oder keiner!“)

Schlussendlich kann man sagen, dass nach diesem phänomenalen Abschluss alle Besucher völlig verschwitzt und ausgepowert die Halle verließen. Jedoch mit einem kleinen Unterschied: Alle tanzten geistig weiter auf den lila Wolken und fühlten sich wie El Presidente, da sie die Chance bekamen Marteria Live in seiner Heimatstadt zusehen!

Die 40. jup!od- Folfe ist ein Weihnachts-Special ! Wir haben uns nach den besten Coverversionen, den erfolgreichsten Weihnachtsalben und anderen Winter- und Weihnachtssongs für euch umgesehen, die eure Playlist für die Festtage aufpeppen werden.

                                                        

VON SINA, 15.12.2017

 

Sobald Halloween vorbei ist, beginnen die meisten Radiosender die guten alten Klassiker „Last Christmas“ von Wham! oder Mariah Carey’s „All I Want For Christmas Is You“ rauf und runter zu spielen. Nach 31, bzw. 23 Jahren nach Veröffentlichung ist es dabei kein Wunder, wenn man Lust auf etwas anderes hat und die Standard-Songs nicht mehr hören kann.
Da diese Klassiker allerdings nicht fehlen dürfen, gibt es die Alternative der Coverversionen. Dazu ist vorab zu sagen, dass sich die Songs auf diesen Alben oft ähneln, da oft dieselben Lieber in andere Versionen umgeschrieben werden. Coverversionen sind deshalb etwas für Menschen, die nicht von den Liedern an sich, sondern von der einen bestimmten Art der Umsetzung genug haben.

           

Zum einen gibt es da die Puppini Sisters. Marcella Puppini, Kate Mullins und Stephanie O’Brien verbreiten mit ihrem vom Jazz geprägten Gesang eine durchaus lockere Stimmung. Ihr 2010 erschienenes Album „Christmas with the Puppini Sisters“ enthält dabei eigene Songs sowie Coverversionen. „Step into Christmas“ verkörpert schon zu Beginn eine weihnachtliche Atmosphäre. Die Harmonien werden durch die Melodik der Bläser verstärkt. Trotz des schnellen Tempos entsteht jedoch keine Hektik, wodurch man diesen Song auf jeden Fall auf die Weihnachtsplaylist setzten kann. Da sie ihren eigenen Stil durch das Album fortsetzen, werden auch  aus Traditionsliedern wie „Jiggle Bells“, welches oft von Grundschülern gesungen wird, in eine poppige 50er-Jahre-Version verzaubert. Der Rhythmus ist dabei abgewandelt und im Hintergrund durch Drums verdeutlicht. Definitiv eine gute Abwechslung!

Auch Michael Bublé macht aus „All I Want For Christmas Is You“ eine sinnlichere Version. Keine Steigerung im Tempo, dafür wird viel auf das Gefühl geachtet. Grundlegend wird er vom Klavier begleitet. Gut passend für kalte Winterabende vor dem Kamin. In „It’s Beggining To Look A Lot Like Christmas“ wird die Vorweihnachtszeit thematisiert. An dieser Stelle muss gesagt werden, dass Bublés Stimme nicht nur für diesen Song, sondern generell für die Übermittlung von Weihnachtsstimmung wie gemacht ist.

Songs wie „Silent Night“ (im Deutschen „Stille Nacht, heilige Nacht“ von Joseph Mohr aus dem Jahr 1816) hören sich in jeder Versionen jedoch ziemlich ähnlich an. Ob Destiny’s Child oder Demi Lovato. Im Endeffekt ist es eine Frage des Geschmacks, welche Stimme man für den Song am passendsten findet. Zu garantieren ist bei jeder Interpretation der Gänsehautmoment.

Bei „The Voice Of Germany“ ist er im Moment wöchentlich im TV zu sehen. Nebenbei tourt er mit seinem aktuellen Album „TAPE“ durch Deutschland. Am Dienstag machte er dabei halt in der Berliner Max-Schmeling Halle und begeisterte rund 7.000 Zuschauer aller Altersklassen: Mark Forster.

VON SINA

Für jeden was dabei

Man könnte meinen, durch den Job als Coach bei „The Voice Kids“ sowie „The Voice Of Germany“ hätte Mark Forster eher Fans aus dem jüngeren Publikum. Denkste! Nicht nur Grundschüler*innen mit ihren Eltern waren bei dem Konzert, auch wurde das Event als Gelegenheit für einen Mädelsabend genutzt oder einen netten Abend zu zweit. Das Alter erstreckte sich dabei bis in die Rentnerklasse.

Genau wie das Alter erstreckt sich auch die Art seiner Musik über ein weites Spektrum. Mal leise, mal laut, mal in einem schnelleren Rhythmus, aber immer wurde mitgesungen, geschrien und  getanzt. Besonders der Wechsel der Songs in der Melodik war sehr passend. Zudem wurden nicht nur Songs des „TAPE“-Albums, sondern auch der anderen beiden Alben, „Karton“ und „Bauch Und Kopf“ gespielt. Daran merkbar wurde allerdings, dass sich der Stil Forsters kaum verändert hat. Liegen „Karton“ und „TAPE“ auch vier Jahre auseinander, so war es für einen nicht möglich, herauszufinden, welches Lied jetzt welchem Album angehört – außer man verfolgt die Musik von Beginn an.

Überraschungen

Die erste Überraschung des Abends war der Besuch von Lena Meyer-Landruth, um den Song „Natalie“ als Duett-Partnerin zu performen. Die Harmonien der beiden waren dabei gut getroffen. Durch die zarte Stimme Lenas bekam der Song, der von Forsters Schwester handelt, etwas mehr Zerbrechlichkeit im Gefühl, was der Message des Songs durchaus zu Gute kam.

Der zweite unangekündigte Special-Guest war Amanda. Nachdem die Bühne etwas verkleinert wurde und die Ballung der Instrumente eine Jam-Session-Stimmung herstellte, erzählte Forster, wie er Amanda auf Tour mit Sido vor einigen Jahren kennenlernte. Die beiden hätten sich so gut verstanden, dass sie unbedingt zusammen Musik machen wollten. Und so entstand Amandas Song „Blau“ in einem WhatsApp-Chat, während Mark Forster auf Teneriffa sein Album aufnahm. Natürlich wurde sie anschließend auf die Bühne gebeten. Allerdings hat man den sonst fröhlichen Song in eine Gitarren-Akustik-Version verwandelt. Auch diese Abwandlung war schön anzuhören, zumal die Stimmen des Publikums durch das Fehlen der starken Drums besser zur Geltung kamen. Zur Verabschiedung Amandas wurde ihr, wider ihres Wissens, die goldene Platte für den Song überreicht – mit Freudentränen verließ sie die Bühne und ließ das sich mit ihr freuende Publikum zurück.

Ganz nach dem Sprichwort „Aller guten Dinge sind drei“ wurde noch eine Liveschalte zum Reggae-Musiker Gentleman hergestellt, welcher, ebenfalls wie Lena, mit Mark bei der Fernsehsendung „Sing Mein Song – Das Tauschkonzert“ teilgenommen hat. Gesungen hat er allerdings nicht. „Kannst Du mir `n paar Tipps geben, wie du immer diese Übergänge machst?“, fragte er, um sein eigenes Lied „Ich trink auf dich“ in der Gentleman-Version möglichst authentisch zu performen. Und so coverte Mark Forster seinen eigenen Song.

Eine unglaubliche Band

An dem Punkt der Diversität muss man ein großes Lob an die Live-Band Forsters aussprechen. Selten erlebt man solche Leidenschaft einer Band, welche im Endeffekt nur Nebenact neben dem Sänger ist. Das Wechselspiel und den Zusammenhalt hat man jedoch mehr als gespürt, sodass der Fokus das ein oder andere Mal vom Frontsänger abgewichen ist. Ebenfalls erwähnenswert ist das Bläsertrio, welches in eigentlich jedem Song eine Rolle spielte. Den großen Auftritt hatten sie schon zu Beginn. Der Song „Sowieso“, welcher mit Bläserharmonien beginnt, hatte das Privileg, die Show zu eröffnen. Um ehrlich zu sein, gab es meiner Meinung nach keinen besseren Song zum Start. Von der Thematik und der Melodik ist der Song auf einer Linie mit „Chöre“. Der Gute-Laune-Hit wurde jedoch wie erwartet bis zum Ende aufgehoben. Chöre aus dem Publikum und der Band sorgten für nur einen der Gänsehautmomente des Abends.

Einen weiteren lieferte die Performance des ruhigen Liedes „Flüsterton“. Bei jedem Konzert kommt der Moment, wenn die Zuschauer ihre Handys rausholen, die Taschenlampe anmachen und ihre Arme schwenken und so ein Meer aus Lichtern herstellen. Dieser Moment war gekommen. Auch bei „Kogong“, welches aktuell im Radio zu hören ist, entstand eine besondere Stimmung. Nicht nur die Stimme und der Text vermittelten die Atmosphäre des Heimwehs und Verzweifelten. Wieder einmal war es die Band, die gerade bei diesem Song, wie magisch, die Mitte zwischen Gefühl und Kraft gefunden hat.

Immer schön anzusehen

Mit 140 Minuten Auftrittzeit war das Konzert definitiv verhältnismäßig lang. Allerdings hat Mark Forster es durch die verschiedenen Titel und auch geänderten Versionen es geschafft, den Abend abwechslungsreich zu gestalten, und sich selbst treu zu bleiben. Neben seinen Chart-Songs wurde viel Wert drauf gelegt, seine auch unbekannteren Songs in Szene zu setzen, was ihm eindeutig gelungen ist. Das Konzert hat deutlich Lust auf mehr gemacht und ich persönlich freu mich schon auf das neue Album und bin gespannt, ob Forster seinen aktuellen Höhenflug durch die deutschen Charts noch weiter ausbauen kann.

 

Hier findest du alle Folgen vom jup!od!

 

VON SOPHIA

Ende November sind die Jungs von SDP in der Max-Schmeling-Halle in Berlin aufgetreten und Jasmina und ich waren für euch dort. Das Musiker Duo aus Berlin-Spandau bildete sich im Jahr 1999. In ihren Anfängen nannten sie sich auch „Die bekannteste unbekannte Band der Welt“ nach dem Vorbild der Ärzte.Seitdem haben Vincent und Dag schon einige Erfolge gefeiert. Zur Zeit sind die Jungs mit ihrem im März erschienen Album „Die Bunte Seite der Macht“ auf Tour. Als Vorband ist zur Zeit der Rapper Weekend und Sera Finale mit dabei.

Die Stimmung ist wie immer bei SDP Konzerten super und sie sind sich auch nicht zu schade, durch die Menschenmenge zu rennen, um auf die kleinere Bühne am anderen Ende der Halle zu kommen. Zu unserem Erstaunen ging das sogar ziemlich schnell und es hat tatsächlich jeder mitgemacht, um die Gasse zu bilden. Ein weiteres Highlight war Vincents Klavier, das von der Decke runter auf die Bühne geflogen kam. Außerdem wurden die Jungs von den Special Guests Sido und Prinz Pi unterstützt. Und auch die Band hat einen super Job geleistet und für eine geile Stimmung gesorgt.

Falls ihr jetzt doch noch Lust bekommen habt, auf ein SDP Konzert zu gehen, die Jungs haben vor kurzem noch ein paar Daten für Zusatztshows für Anfang 2018 released.

In unserem Livestyle Magazin findet ihr noch unser Interview mit Dag von SDP.

Newcomer sind in der Musikbranche immer besonders im Fokus. Nur sind Marcus und Martinus keine Newcomer mehr. 2012 gewannen die Zwillinge aus Trofors (Norwegen) bei der nationalen Castingshow Melodi Grand Prix Junior, 2015 folgte das Debutalbum „Hei“. Diesen Freitag erschien ihr drittes Studioalbum „Moments“ und wir haben für euch reingehört.

VON SINA, 19.11.2017

 

Zugegeben, vielen mag der Name „Marcus & Martinus“ hauptsächlich durch die Plattform Musical.ly ein Begriff sein, dementsprechend waren auch die Erwartungen an das Album. Tatsächlich wird man aber schon beim ersten Song „Make You Believe In Love“ überrascht, so klingen die Stimmen durchaus erwachsen, vor allem, wenn sie im Refrain zusammen singen. Wenn nicht schon Mitte November wäre, hätte der Song durch seine einprägsame Rhythmik und seinen einfachen Text durchaus Sommerhit-Potential. Das Pendant dazu bildet der Song „Like it like it“, welcher es tatsächlich in diverse Fernsehwerbungen geschafft hat. Als erste veröffentlichte Single des Albums konnte man dabei schon deutlich den Charakter des gesamten Albums erahnen. Mit Silentó („Watch Me“) als Featurette und damit eingebauten Passagen, die sich stimmlich abheben, wirkt das Werk definitiv vielseitiger und hat mehr Wiedererkennungswert.

Im Vergleich zu den anderen Liedern des Albums verändert sich die Thematik der Texte jedoch nicht wirklich. Bevorzugter Weise geht es dabei um ein Mädchen, welches sie toll finden und mit dem sie tanzen wollen. Sie machen ihr Komplimente und beschreiben, wie sie ihr näher kommen wollen. Auch der Rhythmus der verstärkten Drums verändert sich kaum merklich.

Schaut man sich erste Reaktion der Fans an, so ist vor allem „Guitar“ der Favorit. Die Zielgruppe sind dabei oft heranwachsende jugendliche Mädchen. Die Texte erinnern an typische Popsongs: „I'm gonna find a way to make you mine, but now you won't get on (…) I'm gonna play you like a guitar“ (dt.: Ich werde einen Weg finden, dass du mir gehörst, aber im Moment gehst du noch nicht darauf ein (…) ich werde dich wie eine Gitarre spielen). Auch wenn zwischendurch spanische Textphrasen vorhanden sind, ist der Song wenig hervorstechend. Zudem merkt man, dass Marcus und Martinus eben erst zarte 15 Jahre alt sind und die ein oder andere Übung gebrauchen können.

„First Kiss“, in welchem es über die überwältigenden Gefühle des ersten Kusses geht, ist das Tempo ein wenig ruhiger, sodass auch der Text besser rübergebracht werden kann. Die Stimme wirkt dadurch kontrollierter und weniger gedrückt, viel ausdrucksstärker und tatsächlich erwachsener. Auch der Beat verändert sich. Keine markanten Drums mehr. Für mich das beste Lied des Albums. Aber auch „Never“ (feat. OMI), welches sich melodisch wie „Cold Water“ von Justin Bieber anhört, hat Ohrwurmpotenzial.

„Moments“ als Album ist definitiv ein Album, auf welches es sich zu warten gelohnt hat. In 10 Songs spiegeln Marcus und Martinus die Interessen von Jugendlichen, perfekt wieder, allerdings ist dabei wenig Überraschungspotenzial vorhanden. Es fehlt Abwechslung bei den Instrumenten, der Rhythmik und den Texten. Dafür, dass es auch zwei Personen sind, ist oft nicht zu unterscheiden, wer gerade singt, da sich die Stimmen so gut wie gleich anhören. Es bleibt meiner Meinung nach abzuwarten, ob sie sich noch weiterentwickeln, wobei es mich freuen würde, wenn sie in ein paar Jahren mit erwachsener Musik ebenso erfolgreich wären, wie sie es jetzt sind.

Am Mittwochabend besuchte One Direction Star Harry Styles auf seiner aktuellen Europa-Tour das Berliner Tempodrom. 3040 Zuschauer schauten sich das Event an, sangen, tanzten und feierten einen großartigen Sänger, aber auch viel mehr die Werte, die er versucht zu vermitteln.

VON SINA

Zwei Stunden nach Einlass trat die amerikanische Band MUNA auf. Erstaunlich viele kannten den Text und sangen mit und wärmten sich auf. „Berlin, trainiert eure Tanzfähigkeiten. Ihr werdet sie brauchen“, kündigte Front-Frau Katie Gavin an. Musikalisch unterschied sich der Stil der dreiköpfigen Girl-Band aber nicht viel vom Hauptact. Mal ruhigere Töne mit dem Fokus auf die Gitarre. Ein anderes Mal etwas rockiger mit prägnanten Drums. Und dann kam er auf die Bühne: Harry Styles.