Musik hören

VON LILI

Nach dem langen Winter, kommt nun endlich der Frühling. Diese Jahreszeit ist wie ein Teenie, der seinen Lieblingsstar sieht: sehr sprunghaft, total überfordert und kreischend. Die vielen Farben, die in der faden Winterzeit erfolgreich untergetaucht sind, überschwemmen nun in einer Welle ganz Berlin. Es explodiert alles vor Licht und Gerüchen. Und obwohl diese Massen genauso unzähmbar wie ein Teenager sind – es ist dem Herzgrün Festival gelungen. Es kombiniert diese Ausgelassenheit des Frühlings mit hipper Musik von jungen, aufsteigenden Bands. Deutsch bis spanisch, gefühlvoll bis Rock´n Roll. Die Vielfalt der Blumen wird geschickt mit den verschiedensten Musikrichtungen kombiniert.

In einem kleinen Zelt, welches mit den unterschiedlichsten Pflanzen ausgeschmückt ist, kann man die Performances der Künstler*innen hautnah miterleben. Es herrscht ein stimmiges Ambiente und hat de Flair eines Privatkonzertes. Genauso lässig wie die Künstler*innen waren auch die anderen Zuschauer*innen: mitschnipsen, rhythmisches Im-Sitzen-Tanzen bis zum lauten Mitsingen, wodurch ein eigener Chor entstand: Eine lockere Atmosphäre, in der man den Frühlingsanfang gemeinsam feiert.

Danach hat man die Möglichkeit, mit den Künstler*innenn über ihre Musik, die Band und vieles mehr zu reden. Sie waren alle sehr sympathisch und bodenständig – einfach cool drauf. Die Geschichten sind ganz unterschiedlich: Gründung durch gemeinsames Musikstudium bis zur Internetanfrage. Die Bands wachsen mit verschiedenen Erlebnissen und neuen Leuten weiter und es ist faszinierend ihnen dabei zu zuhören. Diesen Prozess zu verfolgen.

Die erste Band, deren Auftritt ich verfolgen konnte, waren die River Rats. Ihre Musik ist ein interessanter Mix aus Gypsy-Jazz, französischen Swing und Blues. Genauso unterschiedlich wie ihre Songs sind ihre Herkunftsorte: Frankreich, Italien und Deutschland. So haben sie nicht nur unterschiedliche Kultureinflüsse, die sie kunstvoll verbinden, sondern passen perfekt in die bunte Multi-Kulti-Stadt Berlin. Die zweite Band, CARY, passte auch sehr gut zu Berlin, allerdings aus einem anderen Grund: ihre freche, direkte, aber gleichzeitig ehrliche Art. Mit ihrem versprochenem „Arschtritt-Groove“, haben sie das Zelt zum Tanzen gebracht. Sie haben mit ihrer Leidenschaft und Energie gezeigt, dass Soul auch auf Deutsch funktioniert.

Das Herzgrün-Festival bringt Menschen zusammen, begeistert sie und erfrischt den im Winter-Schlaf steckenden Kopf. Es findet jedes Jahr im Sony Center statt und ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

Diese kabellosen In-Ear-Kopfhörer sollen nicht nur, nicht aus den Ohren fallen, sondern auch überragend klingen. Wir haben mal genau hingehört.

VON OLIVER MATTUTAT

Die Firma Padmate stellte ihre Kopfhörer PaMu auf der Plattform indiegogo zur Finanzierung. Schon weit vor dem Ende der Finanzierungsphase haben sie über 500.000$ erhalten. Und sie versprechen In-Ear-Kopfhörer ohne Kabel, die auf keinen Fall aus den Ohren fallen und dazu noch Wasser und Schweiß trotzen sollen. Das klingt zu gut, um wahr zu sein, gerade weil es die Kopfhörer gerade für nur 29$ (umgerechnet unter 24€) zu kaufen gibt.

Wir haben ein Paar der PaMu ausprobiert.
Sie kommen in einem Case, das gleichzeitig eine Ladestation ist. So lässt sich das Case aufladen. Dieses funktioniert dann auch als eine Art Powerbank für die Kopfhörer. Denn sollte der Akku der Kopfhörer unterwegs mal leer gehen, lassen sie die In-Ears dort auch ohne Steckdose aufladen und das bis zu dreimal.
Ein weiteres Feature ist, dass sie niemals aus den Ohren fallen sollen, ob das wirklich stimmt, sehen wir später.
Die Entwickler sind Experten aus dem Audiobereich und das merkt man sehr schnell. Denn der Sound der Kopfhörer ist wirklich gut. Aber zuerst kommen sie raus aus dem Case. Dann sind sie sofort einsatzbereit. Das Verbinden mit dem Smartphone funktioniert problemlos. Außerdem lässt es sich auch mit PC und Tablet verbinden. Optisch sind die In-Ears ein wenig gewöhnungsbedürftig. Die großen Flächen sind aber sehr nützlich. Sie bieten die Kontrolle per Touch. Drückt man einmal drauf startet man beziehungsweise stoppt man den aktuellen Titel. Ein „Doppelklick“ springt zum nächsten Titel. Bis zu 10 Meter können dabei zwischen Gerät und Kopfhörer liegen. Dreieinhalb Stunden lang hält der Akku. Aber da war auch noch der Halt der Kopfhörer.
Wir wagen den Test beim Sport:
Ein Feature, das erst so richtig zu tragen kommt, wenn man unterwegs ist, ist die Geräuschunterdrückung. Diese fiel mir extrem positiv während des Sports auf. So hörte ich nur meine Musik und die Umgebung, war wie weggeblasen. Beim Laufen auf dem Laufband konnte man gut die Musik hören. Der Schweiß machte den Kopfhörern gar keine Probleme. Aber natürlich am wichtigsten ist der Halt in den Ohren. Es gibt nichts Nervigeres beim Laufen als Kopfhörer, die ständig aus den Ohren rutschen. Dann sinken die Motivation und die Lust. Die PaMu lassen sich aber selbst vom Sprinten nicht beeindrucken. Sie halten fest. So kann man sich vollständig auf sein Workout konzentrieren und muss keine Angst haben, dass die Kopfhörer in jedem Moment wieder ihren Halt verlieren. Auch Schweiß ändert nichts daran. So macht Laufen noch mehr Spaß.

Für im Moment 29$ sind die PaMu über indiegogo erhältlich. Für diesen geringen Preis bekommt man Kopfhörer, die auf allen Ebenen zu überzeugen wissen. In dieser Preisklasse gibt es nichts Vergleichbares. Uns haben die Kopfhörer im Test sehr gut gefallen. Gerade für sportliche Aktivitäten kann man guten Gewissens zu den PaMu greifen.

Musik schaffen, die nicht nur für eine Zielgruppe bestimmt ist, sondern die jeder von 3 bis 93 hören kann? „The Trouble Notes“ reisen seit drei Jahren durch die Welt und verarbeiten ihre Eindrücke in charakteristischer Akustik-Musik. Die drei Jungs der Band, Bennet Cerven (Violinist), Florian Eisenschmidt (Gitarrist) und Oliver Maguire (Percussionist) nutzen dabei ausschließlich Instrumente - auf Text wird komplett verzichtet. Auf ihrer Deutschland-Tour im Februar und März haben sie auch in Berlin Halt gemacht und konnten im Festsaal Kreuzberg die Zuschauer begeistern. Davor habe ich sie noch zum Interview gebeten, bei dem sie mir erzählten, wie es ist, überall zu Hause zu sein.  

VON SINA

 

Die Lieder eurer EPs „Soundtrack from the Street“ und „Grand Masquerade“ entstanden durch Eindrücke, die ihr auf Reisen gesammelt habt. Auch auf eurem neuen Album „Lose Your Ties“ nehmt ihr den Stil wieder auf. Bei vielen dieser Lieder ist ein klarer Latin-Style zu erkennen. Sind diese Städte diejenigen, die euch am meisten beeindruckt und gefallen haben?

Es stimmt, dass lateinamerikanische Klänge oft in unserer Musik zu hören sind. Unsere Erfahrungen aus Venezuela sind zu hören in „Barquisimeto“, die aus Barcelona in „Catalonia Calling“. Man kann aber schwer sagen, dass uns diese Eindrücke am meisten beeinflussen. Vor allem in den letzten Jahren nehmen wir viel Inspiration aus Paris, Straßburg, Marseille, Florence und Novi Sad. Mit jeder Erfahrung eines Ortes, an dem wir waren, verändert sich unsere Musik ein wenig. Deswegen kann man sagen, dass das Bereisen der vielen verschiedenen Kulturen uns ausmacht.

Wie „schreibt“ ihr eure Lieder? Gibt es da ein bestimmtes Vorgehen?

Unsere Musik dient dazu, die Zuhörer mit auf eine Reise zu nehmen und deshalb entstehen die Songs entweder während wir noch reisen, oder nach einem bestimmten Erlebnis auf der Reise. Ein bestimmtes Vorgehen haben wir dabei nicht, aber oft beginnt es mit einer Melodie, die einem von uns in den Kopf kommt, während wir unterwegs sind. Danach rekonstruieren wir den Stil und den Rhythmus, den wir in der einheimischen Musik verschiedener sozialen Gruppen gehört haben.

VON NUSHIN

Die frischgewordene 19 jährige Newcomerin Madison Beer ist mit 10.7 Millionen Abonnenten auf Instagram ein kleiner Weltstar.
Sie zog 2012 nach Los Angeles und begann dort, mit Hilfe ihrer Familie an ihrer Musikkarriere zu arbeiten.
Den großen Durchbruch verdankt sie Justin Bieber, der auf sie aufmerksam wurde und Videos von ihr teilte. Inzwischen ist sie in den ganzen USA bekannt.

Ihre erste Europatour startete am 11. März in Mailand. Zwei Tage später konnten ich, Janik und Kai das US-Sternchen Madison Beer für jup! vor ihrem Konzert in Berlin Backstage treffen.
Nach dem gelungenen Interview waren ich und die Jungs noch auf dem Konzert von der Amerikanischen Popsängerin.

Die Fans haben gejubelt und mitgesungen und es sah aus, als hätte jede/r der circa 300 Besucher*innen großen Spaß gehabt. Madisonss Playlist bestand aus ihren eigenen Liedern und ein paar Covern. Der „Melodies“-Sängerin war die Nervosität wie ins Gesicht geschrieben. Sie hatte viele Texthänger, war manchmal nicht im richtigen Rhythmus und traf nicht jeden Ton perfekt. Jedoch überspielte sie ihre Patzer lächelnd und ließ sich nicht abbringen, ihrem Publikum eine gute Show zu liefern. Wir hatten eine spannende Zeit und freuen uns, dass wir Madison Beer persönlich kennenlernen durften.

Hier das Interview mit Madison Beer:

Ihr mögt Musik? Ich auch! Erst recht neue Musik! Von daher habe ich mich schon im Vorfeld auf die Vertigo Night gefreut, die am 21. Februar im Säälchen stattfand. Mit dabei auf der Bühne: Lxandra und Lewis Capaldi.

 

VON NUSHIN

Um 19:00 Uhr betrat ich die kleine Halle in Berlin-Friedrichshain. Ich mochte besonders die vielen LED-Lichter, die machten die Atmosphäre so angenehm. Mit der Zeit füllte sich die  Halle mit vielen jungen Erwachsenen.

 

Gerade mal 15 Jahre alt und jetzt schon ein Shooting Star: Die Alternative-Sängerin Au/Ra beeindruckt mit ihrer coolen Personality und ihrer einzigartigen Stimme. Ich durfte sie treffen und habe für euch ein paar spannende Facts über die Newcomerin herausfinden können. Welchen deutschen Song sie extrem cool findet und wie man es schafft, mit 15 Jahren durchzustarten, das erfahrt ihr hier!

 

VON HANNAH

Unsere erste Begegnung war sehr witzig, angenehm und unkompliziert. Wir haben uns auf Anhieb gut verstanden und viel gelacht. Erst unterhielten wir uns automatisch auf Englisch, dann plötzlich auf Deutsch. Natürlich wollte ich sofort wissen:

 

Hannah: Wie kommt es, dass du Deutsch sprechen kannst?

Au/Ra: Meine Eltern sind deutsch. Mein Vater ist in Hessen aufgewachsen, irgendwo in einem ganz kleinen Dorf bei Frankfurt. Meine Mutter ist in München geboren, aber ganz jung nach Ibiza gezogen. Deswegen sagt sie, sie ist mehr spanisch als deutsch. Deutsch spricht sie trotzdem. Der Rest meiner Familie lebt immer noch in Hessen. Das heißt, ich bin in einer deutschen Familie aufgewachsen, in der immer Deutsch gesprochen wurde und auch noch wird.

Und wo bist du geboren?

Auf Ibiza.

Cool! Leben tust du momentan aber woanders?

Richtig, wir sind von Ibiza weggezogen als ich fünf war. Seitdem lebe ich auf einer Insel in der Karibik, sie heißt Antigua. Sie ist total klein und süß. Ich liebe es, hier aufgewachsen zu sein. Aber hier gibt es keine anderen deutschen Kinder.

Sprichst du demnach nur Englisch oder Spanisch mit deinen Freunden?

Ja, nur Englisch. Wenn ich nicht manchmal durch meine Familie gezwungen wäre, Deutsch zu sprechen, hätte ich es längst verlernt.

Was machst du so auf Antigua in deiner Freizeit?

Ich gehe zum Strand, so richtig viel, vor allem schwimmen! Außerdem schreibe ich auch gern kleine Geschichten, so „creative writing“. Ich lese ganz viel und spiele Gitarre.

Du nennst dich Au/Ra: Was bedeutet dein Künstler-Name?

Ach ja, das ist eine ziemlich komische und witzige Geschichte, ziemlich unusual… Als ich zwölf war, habe ich eine Herr der Ringe-Fanfiction geschrieben, denn ich bin ein riesiger Herr der Ringe-Fan. Meinen Charakter habe ich einfach Auriel genannt, Aura ist die weibliche Form davon. Ich habe den Namen immer so sehr gemocht. Dann haben wir einfach nur den Slash dazwischen getan, damit es etwas Besonderes ist. Später haben wir auch noch gemerkt: Au steht für Gold und Ra für Radium!

Was ist dein richtiger Name?

Jamie.

Dein wievieltes Mal bist du in Berlin?

Das ist mein erstes Mal hier! Normalerweise bin ich, wenn ich Deutschland besuche, nur in Hessen. Aber ja, ich bin jetzt schon ein paar Tage in Berlin und habe schon einiges gesehen.

Wie findest du es hier?

Es ist voll cool. Ich liebe es, in "Cities" zu sein. Da ich auf einer kleinen, ländlichen Insel lebe, brauche ich zur Abwechslung immer genau das Gegenteil: Eine laute, große Stadt. Und wow, es sprechen so viele Englisch hier!

Nun kommen wir aber mal zu deiner Musik. Ich habe mir dein Album "Outsiders" angehört und war beeindruckt, was für eine ausdrucksstarke Stimme du hast – du bist ja erst 15! Wie lange machst du schon Musik?

Meine eigene Musik mache ich seit vier Jahren. Aber angefangen zu singen, habe ich schon, als ich fünf war. Meine Eltern sind beide Musiker, ich bin also im Studio großgeworden. Meine Mutter sagt, ich habe schon gesungen, bevor ich überhaupt ein Wort sagen konnte. Angefangen habe ich dann mit Cover-Songs auf YouTube, nach einer Weile wollte ich aber meine eigene Musik machen.

Wir befinden uns nun schon seit ein paar Tagen im Jahr 2018. Noch war nicht so viel Zeit, um neue musikalisch Werke zu schaffen. Deshalb schauen wir nochmal zurück und stellen euch die besten Songs aus 2017 zusammen!

VON SINA

Die erste Assoziation zum Musikjahr 2017 sind wahrscheinlich „Shape Of You“ von Ed Sheeran und „Despacito“ von Luis Fonsi feat. Daddy Yankee. Während „Shape Of You“ eine der ersten veröffentlichten Singles von Sheerans Albums „Divide“ war, wurde „Despacito“ zum Sommerhit des Jahres. Beide Songs feierten weltweite Erfolge. Weitere Hits von Fonsi blieben jedoch aus, Ed Sheeran tourte hingegen um die Welt. Für 2018 ist sogar eine Stadion-Tour geplant! Am 19.Juli wird er auch in Berlin im Olympiastadion auftreten. Und so erfolgreich wie das Jahr 2017 für ihn begann, setzte er zum Schluss mit der Single „Perfect“ noch einen drauf.

Das Jahr war dennoch viel zu lang, um nur zwei Künstler hervorzuheben. Im Gegenteil. Es war schon fasst zu lang.

 

Singles des Jahres

Der typische Samba-Beat wie in „Despacito“ begleitete uns auch in „Mi Gente“ (J Balvin feat. Willy William) oder „Unforgettable“ (French Montana).

2017 war auch der Durchbruch der jungen Sängerin mit kosovo-albanischen Wurzeln Dua Lipa. Gleich Anfang Januar erschien „No Lie“ von Sean Paul feat. Dua Lipa. Im Sommer veröffentlichte sie ihr Debütalbum „Dua Lipa“ und stärkte mit ihrer Single „New Rules“ das Selbstbewusstsein vieler Jugendlicher.

Die in den USA geborene Sängerin Bebe Rexha hat albanische Wurzeln und schaffte mit „Meant To Be“ einen Hit, der das Motto „Es soll schon so sein“ verarbeitet. Bis auf Platz 1 der iTunes Charts schaffte sie es damit in Australien, wobei der Erfolg sichtlich unerwartet kam, wie sie ihren Followern auf den Social Media Netzwerken mitteilte. Ihre Single „Back To You“ mit Louis Tomlinson war dazu nicht weniger erfolgreich.

Weitere Debüts gaben Alice Merton und Julia Michaels, welche beide zur selben Zeit im Mai mit „No Roots“ und „Issues“ die Musikwelt eroberten. Dass das kein einmaliger Zufall war, stellte sich mit dem Erfolg darauffolgender Veröffentlichungen heraus. Während Merton mit „Hit The Ground Running“ erneut begeisterte, machte Michaels mit „Uh Huh“ und „I Miss You“ feat. Clean Bandit auf sich aufmerksam. Eine weitere Newcomer-Band stellen die fünf Jungs von Prettymuch dar, welche nach der Gründung 2016 ihre ersten Songs „Would You Mind“ und „Teacher“ und „Open Arms“ veröffentlichten.

Im ruhigen Stil von „Meant To Be“ erschien im Frühjahr der Hit „Glorious“ von Macklemore und Skylar Gray. Melancholie wurde mit der Kollaboration von Zayn Malik und Sia in „Dusk Till Dawn“ verbreitet. Camila Cabello stürmte mit „Havana“, „Crying In The Club“ und „I Have Questions“ die Charts und gewährte damit einen Einblick in ihr erstes Solo-Album („Camila“, erscheint am 12.01.2018), nachdem sie ihre Girl-Group Fifth Harmony verließ. Auch Charlie Puth blieb mit neuer Musik im Gespräch. Beide Songs handeln von dem Betrug seines Partners. Während „Attention“ von der Erkenntnis, nicht mehr geliebt zu werden, erzählt, wird in „How Long“ eher hinterfragt, wie lange das Verhältnis schon besteht. Durch einen Snapchat-Filter unterstützt, ist auch „What Lovers Do“ von Maroon 5 auf dem besten Weg, ein riesen Erfolg zu werden. Und neben der Tatsache, dass die beiden in 2017 wieder zusammengefunden haben, können Selena Gomez und Justin Bieber ihre Hits „Wolves“ und „Friends“ feiern.

 

Deutsche Hits           

Was deutsche Musik betrifft war im Jahr 2017 der Deutsch-Rap wohl am erfolgreichsten. In den deutschen Single-Charts waren stets Künstler wie 187 Straßenbande, Zuna oder auch Kay One mehrmals vertreten. Songs wie „Heute mit mir“ (Nimo) oder „Soldaten 2.0“ (Kontra K) sind dabei immer noch in den Chats vertreten; „Seniorita“ und „Louis Louis“ (Kay One) sogar im oberen Drittel. Auch Cro meldete sich zurück und ging mit „Unendlichkeit“ eine musikalische Veränderung ein, wie der Wechsel seiner Panda-Maske. Den Chartstürmer des Jahres 2017, was deutsche Musik angeht, lieferte jedoch Bausa mit seinem Song „Was Du Liebe Nennst“.

            Ansonsten brachte Mark Forster seinen Titel „Kogong“ auf den Markt. Forster war es auch, der Amanda beim Songwriting für ihren Hit „Blau“ (feat. Sido) half, welcher passend zum Sommer erschien. Einen weiteren Sommerhit produzierte auch DJ Felix Jaehn mit „Hot2Touch“ (feat. Alex Aiono), an welchem er über zwei Jahre gearbeitet hat.

Vor fast genau einem Jahr trafen wir die Sängerin Lotte in Berlin zum Interview. Da war sie am Anfang ihrer Musikkarierre. Seitdem hat sich bei ihr viel getan. Sie hat unter anderem ihr Debütalbum veröffentlicht und ist eine der gefragtesten Newcomerinnen des Landes. Grund genug für uns, mal bei ihr durchzurufen.

VON OLIVER MATTUTAT, 21.12.2017

Es ist ein herbstlicher Tag, an dem ich das Telefoninterview mit Lotte haben sollte. Sie weilt zu dem Zeitpunkt in Heidelberg und fiebert einem der letzten Konzerte ihrer ersten Headliner-Tour entgegen. Im Interview sprechen wir über das turbulente Jahr, das Lotte hinter sich hat, wir schauen auf das Debütalbum, das im September erschienen ist, und wir wagen auch den Blick in die Zukunft.

Jup! Berlin: Hallo, Lotte! Als allererstes: Wie geht’s Dir?

Lotte: Mir geht’s super gut. Meine erste Tour ist ist aufregend. Das ist alle neu für mich. Es ist einfach schön und auch überwältigend, dass so viele Leute zu meinen Konzerten kommen.

Vor fast genau einem Jahr haben wir uns zum Interview getroffen. Kannst Du uns einen kurzen Einblick geben, was seitdem alles passiert ist?

Im letzten Dezember haben wir angefangen, das Album zu produzieren. Das heißt, dass in dem letzten Jahr das ganze Album entstanden ist. Wir haben die ersten Singles rausgebracht und das Album rausgebracht. Im Sommer haben wir viele Festivals gespielt. Es ist alles aufregend und schön.

Wie war die Resonanz auf dein Debütalbum?

Für mich ist das schwer zu beurteilen. Bei anderen Künstlern kann ich immer objektiv die Alben bewerten, aber bei mir ist es ja mein Album. Viele Leute kommen und sagen, dass es ihnen sehr gefällt. Dann lese ich Kritiken durch. Da sind manche gut und manche kritisch. Es ist halt eine Geschmackssache. Da gehen die Meinungen extrem auseinander.

Wie würdest Du den Roten Faden beschreiben, der sich durch Dein Album zieht?

Ich glaube, dass mein Album eine große Bandbreite von Gefühlen bietet. Mir war dennoch wichtig, dass das Album nicht in Melancholie versinkt. Ich habe deshalb auch versucht, viele Songs zu finden, die laut sind und nach vorne gehen.

Hast Du einen Lieblingslied?

Ich mag immer die Songs am liebsten, die ganz neu und frisch sind. Ich habe jeden Tag ein anderes Lieblingslied. Im Moment ist es der Song „Farben“. Den spielen wir grade live und den werden wir bald auch aufnehmen. 

Was macht am meisten Spaß auf der Tour?

Die Konzerte an sich sind das Highlight des Tages. Darauf arbeitet man den ganzen Tag hin. 

Was war bisher das beste Erlebnis?

Bei den Clubkonzerten gefällt mir das Intime. Das ist echt etwas Besonderes, weil man nach den Auftritten auch noch mit den Leuten reden kann. 

Hast Du schon Rituale entwickelt? Also etwas, was Du vor jedem Auftritt machst?

Als Band nehmen wir uns vor dem Konzert noch in den Arm und dann geht es auf die Bühne.

Du hast schon gesagt, dass es schon ein neues Lied gibt. Schreibst Du schon wieder an neuen Songs?

Ich schreibe einfach immer weiter. Ich will ja auch, dass es weiter geht. Das soll ja nicht mein erstes und letztes Album gewesen sein, sondern eins von ganz vielen. Das passiert im Moment so nebenher. Wenn es dann soweit ist, dass ein neues Album kommen soll, schaue ich, welcher Song es drauf schafft und welcher eben nicht.

Was verbindest Du mit Berlin?

Berlin ist für mich die Stadt, die für mich den Schritt darstellt, alles auf eine Karte zu setzen und Musik zu machen. Dort habe ich die richtigen Menschen getroffen, mit denen ich jetzt auch zusammenarbeite. Am Anfang war Berlin für mich sehr laut und ein bisschen zu groß. Außerdem hat mich Berlin auch inspiriert. 

Was ist für nächstes Jahr bei Dir geplant?

2018 werden ich im Januar erstmal in den Urlaub fahren. Das habe ich dieses Jahr nicht geschafft. Und dann gehe ich nochmal auf Tour im April. Im Sommer kommen dann wieder die Festivals.

Vielen lieben Dank für das Gespräch und weiterhin viel Erfolg!

Die US-Metal-Band Iced Earth kommt nach Berlin. Wir verlosen 2x2 Karten.

VON OLIVER

Die Metal-Band Iced Earth kann auf eine über 30-jährige Bandgeschichte blicken. 1984 starteten sie noch unter dem Namen Purgatory. Von der Urbesetzung ist einzig Jon Schaffer übrig geblieben. Die Band verschlang so einige Musiker. Die aktuelle Besetzung besteht aus Stu Block (Gesang), Luke Appleton (Bass), Brent Smedley (Schlagzeug), Jake Dreyer (Gitarre) und eben Jon Schaffer, der Rhythmusgitarre und Gesang zu steuert. 2017 veröffentlichte die Band unter dem Titel "Incorruptible" ihr zwölftes Studioalbum. Für Gitarrist Jake Dreyer, der erst seit 2016 in der Band ist, war es die erste Beteiligung an einem Album der Band. Auf diesem Album, dessen zehn Songs auf eine knappe Stunde Spieldauer kommen, hört man die Stilrichtung der Jungs raus. Ihre Musik lässt sich am besten beim Power Metal einordnen. Ganz besonders markant ist der Gesang von Stu Block. Gleichzeitig bleiben auch die Gitarrensounds im Ohr. Aber eben auch die Melodien, die das ein oder anderen Male auch an Iron Maiden erinnern.
Die dazugehörige Tour verschlägt die Band auch nach Berlin. In der Hauptstadt spielen sie am 10. Januar 2018 in der Festhalle Kreuzberg. 
Wenn ihr die Band um Sänger Stu Block also mal live erleben wollt, bekommt ihr hier die Gelegenheit.

Außerdem verlosen wir für das Konzert von Iced Earth in Berlin 2x2 Karten. Dafür schickt die richtige Antwort auf die Gewinnspielfrage bis zum 04.01.2018 13 Uhr an oliver@jup.berlin . Viel Glück!

Gewinnspielfrage:

Wie heißt das 2017 erschienene Album von Iced Earth?

a) Dance of Death     b) Incorruptible

Teaserbild Quelle: Iced Earth, Facebook