Musik hören

Auf dem jup!od sind immer die neusten Hits für euch. Jup!-Redakteur Olli hört sich die neusten Alben an. Heute schauen wir auf zwei Bands, die schon lange im Musikgeschäft dabei sind und ihren Sound immer wieder neu entwickeln.

VON OLIVER MATTUTAT, 19. Mai 2017

  

Es ist das ständige Problem von Musikbands: Über die Jahre hat man natürlich auch den Anspruch, sich weiterzuentwickeln. Aber jede Veränderung kann auch Auswirkungen auf die Fan-Gemeinde haben. Viele könnten sich abwenden. Ein schmaler Grat auf dem die Bands bei jeder Veröffentlichung entlanggehen. Die heutigen beiden Bands haben sich auch über die Jahre verändert. Die eine veröffentlicht heute ein brandneues Album und die andere ein Best Of der letzten Jahre mit Vorboten auf das neue Studioalbum.

Das Wagnis der Veränderung

Linkin Park ist vor allem durch härte Rockmusik und Crossover bekannt. Auf ihrer neuen Platte gehen sie mehr in Richtung Pop und ernten dabei nicht nur Applaus bei ihren eingefleischten Fans.

Bei Linkin Park fallen einem sofort Hits wie What I’ve Done oder Numb ein. Die aus Los Angeles stammende Band kennt man durch ihre rockigen Lieder, wie eben die beiden genannten. Ab und zu war aber auch eine ruhigere Nummer dabei. Über Jahren baute die Band um Frontmann Chester Bennington so eine treue Fangemeinde auf.
Auf ihrem neuen Album One More Light gehen sie nun mehr in Richtung Pop. Schon der erste Song auf dem Album zeigt die Marschrichtung für die gesamte Platte. Die ersten Töne von Nobody Can Save Me sind sogar nicht das, was man erwartet. Anstatt satten Gitarren gibt es Synthesizer-Klänge nach ein paar Sekunden setzt dann ein Beat ein. Insgesamt ein Lied, das sehr radiotauglich ist und auch im weiteren Verlauf auf elektrische Elemente setzt.
Das zweite Lied geht dann schon ein wenig mehr in die Richtung, wie man Linkin Park von früheren Alben kennt. Good Goodbye entstand in Zusammenarbeit mit den beiden Rappern Pusha T. und Stromzy. Ein Crossover von Rock und Hip-Hop. Das Lied bleibt im Ohr und wurde wahrscheinlich auch deswegen zu einer von vier Single-Auskoppelungen erkoren.
Der Titelsong Sharp Edges, das letzte Lied der Platte, ist fast schon im Singer-Songwriter-Stil gestaltet. Akustikgitarre und Schlagzeug bilden das Grundgerüst. Vielleicht das Lied, was am weitesten vom „alten“ Linkin Park entfernt ist.

Einige Linkin Park-Fans schreiben in den „Sozialen Netzwerken“ schon einen Abgesang auf die Band. Dabei ist das Album auf keinen Fall schlecht. Es ist halt anders im Vergleich zu dem, was die Band früher für Alben rausgebracht hat. Die zehn Songs lassen sich gut hören und spiegeln auch weiterhin eine weite Musikbandbreite wider. Ein paar Fans wird Linkin Park aber dennoch verlieren, aber wahrscheinlich auch neue hinzugewinnen. In einem Interview hat Frontmann Chester seine Stellung gegenüber Kritikern sehr deutlich zum Ausdruck gebracht: “Wir wurden gefragt: ‘Was denkt ihr über die Leute, die eure neue Musik nicht mögen?’ Und weißt du was? Das geht mir am Arsch vorbei. Es ist mir total egal. Wenn du auf unsere Songs stehst, ist das fantastisch. Falls du sie nicht magst, ist es deine Entscheidung und trotzdem fantastisch. Solltest du jedoch sagen, dass wir diesen Weg nur gegangen sind, um mehr Geld zu machen und dadurch mehr Fans zu gewinnen … Schlag dir selbst ins Gesicht. Kritiker können uns mal.” Linkin Park bleibt halt eine Band, die ihren eigenen Weg verfolgt und somit auch seit vielen Jahren erfolgreich ist. Ich selbst finde, dass jede Band ein Anrecht auf Veränderung hat. Mir selbst gefällt das Album. Ich empfehle euch, mal selbst reinzuhören und euch einen Eindruck zu verschaffen.

 

Bianca Heinicke aka Bibis Beauty Palace ist in aller Munde. Nein, nicht wegen einer neuen Schmink-Reihe, sondern aufgrund ihrer musikalischen Ambitionen. Richtig, Bibi singt jetzt. „How it is“ heißt die Single und sorgt seit letzter Woche für viel Wirbel im Netz. Über 300.000 Likes, über 2 Millionen Dislikes und ein regelrechter Shitstorm folgten. Fällt das alles noch unter freie Meinungsäußerung oder ist das einfach schon zu viel? Auch die jup! Redaktion hat intensiv diskutiert. Einige Statements seht ihr hier! Und was denkt ihr?

 

Mareike:

“How it is (Wap Bap)” ging musikalisch und inhaltlich geradewegs an mir vorbei und Bibi selbst kümmert mich mitnichten. Allerdings hat mich der Shitstorm, der über sie und ihren Song hereingebrochen ist, so derartig schockiert, dass ich doch ernsthaft an unserer jungen Generation zweifeln musste. Wie kann ein simples Musikstück die Menschen zu Unmenschen mutieren lassen? Ungeachtet Bibis’ vermeintlicher Motivation, die hinter diesem und all ihren anderen Videos stecken mag, kann es nicht sein, dass sich gefühlt die ganze Internet-Community gegen eine Person ausspricht, über sie urteilt und sie verurteilt, ohne jemals ein Wort mit ihr gewechselt zu haben. In kürzester Zeit hatte ihr Video Millionen Klicks und mindestens ebenso viele Dislikes und demütigende Kommentare, die sich gegenseitig in ihrer Niveaulosigkeit zu übertrumpfen suchten.
Stellt Euch einfach kurz vor, ihr würdet solche Äußerungen über Euch lesen müssen und das noch in tausendfacher Ausführung? Ich denke kaum, dass sich jeder Kommentarschreiber dessen bewusst ist, was Worte in Menschen auslösen können. Zwei, drei lustig bösartige Worte sind schnell getippt, gepostet oder geliket - in meinen Augen zu schnell.

Liebe Leute, Hass sollte kein kollektives Spiel sein, ist es in diesem Fall aber offenbar geworden.

Bibis Song war der Auslöser für eine Welle aus Missgunst und Feindseligkeit, die mit der eigentlichen musikalischen Leistung lange nichts mehr zu tun hat. Und das ist in meinen Augen nicht das, was ich mit dem Internet verbinden will.
Also haltet vor dem nächsten Kommentar doch mal eine Sekunde inne und denkt kurz noch einmal an die möglichen Konsequenzen und die Reichweite Eurer Worte.

 

Dat:

Ohne Auswirkung auf die Außenwirkung

Niemand hatte die Absicht, ein gutes Lied zu veröffentlichen. Dass Bibis Song kein Chartbreaker im klassischen Sinne ist, sollte hinlänglich bekannt sein. Er setzt auf Provokation und hält sich mittels wahnsinniger Polarisierungseffekte im Gespräch. Das Video ist ein perfekt-diskrepantes Produkt, das in Bild und Ton derart unstimmig ist, dass selbst der einfachste YouTube-„Kollege“ zum Musikkritiker wird und als weiteres Resonanzrohr fungiert.
Wer glaubt, bei der Songproduktion sei einfach schnell und schlampig gearbeitet worden, weil der Name „Bibi“ den Song eh verkaufe, denkt zu kurz. Vielmehr wäre jener versunken im stetig wachsenden Meer an Songs von YouTubern. Das Management musste dem Glück hier auf die Sprünge helfen. Nicht umsonst wurde beispielsweise „Pizzalied“-Urheber Sam Sommer engagiert, der seinen vor Jahren geschriebenen, mit Plagiatsvorwürfen behafteten Song ausgrub. Das Team hinter Bibi hat schlichtweg erkannt, dass Hass und Wut die stärksten Motive für Kommunikation im Netz sind. Hätte man nicht genau darauf abgezielt, hätte spätestens Bibi selbst die Bewertungs- und Kommentarfunktion unter ihrem Video deaktiviert, wie es bei Shitstormvideos allgemein üblich ist.
Bibi genießt außerhalb ihrer Zielgruppe aufgrund fragwürdigen Influencer-Marketings und perfiden Product Placements ohnehin schon einen geschädigten Ruf. Ein Lied mit Negativ-Rekord tut ihrer Karriere deshalb keinen Abbruch: Die Abonnentenzahl ihres YouTube-Kanals stagniert lediglich, ihr Name aber geht durch die Decke - eine ausgezeichnet kalkulierte Kosten-Nutzen-Rechnung.

 

Jessica:

Was Bibis Song langfristig für  einen Schaden anrichtet? Sie crasht den Musikmarkt. Major-Labels fördern Stars bei ihrer "Musikkarriere", weil sie genau um das bestehende breite Publikum wissen. Statt Newcomer zu unterstützen, gehen dann die Lochis oder Bibi auf Tour. Das Marketing wird schließlich gespart. So müssen folgend auch Live-Musiker und Techniker für etwas arbeiten, was sie eigentlich verachten. Aber in dem Business zählt bekanntlich nur das nötige Kleingeld.

 

Abdu:

Sie hat es getan und ist nun auch auf den „Pseudo-Künstler-Zug“ aufgesprungen, der bereits seit längerem fast die komplette YouTube-Welt beschäftigt. Anhaltend schlechter werdende TV-Quoten treiben die Kommerzialisierung YouTubes umso stärker an und das bringt nicht immer positives hervor, wie sowohl an dem nun neu erschienen Lied von „Bibi H.“ zusehen ist als auch an dem gesamten Konstrukt ihrer Karriere, welche einzig und allein darauf abzielt, 13-jährigen Fangirls/-boys das Taschengeld zu klauen.  Mal abgesehen davon, dass ich den Song echt nicht gut finde, sorgen sowohl Textstellen als auch Melodie für reichlich Diskussionsstoff. Gerüchte machen die Runde, Videos in denen Bibis Stimme angeblich ohne Autotune zu hören ist machen die Runde.  Letztendlich hat Bibi also genau das, was sie wollte: Aufmerksamkeit und Geld! Denn egal, ob sich nun ein Fan oder ein Hater das Video anschaut, Bibi gewinnt immer.

 

Sina:

YouTuber machen plötzlich Musik. Wie aus heiterem Himmel fällt ihnen ein: „Oh, das klappt ja ganz gut und ich habe Musik ja schon immer geliebt und ja, das mache ich jetzt.“
Im Fall von ApeCrime oder DatAdam scheint das wirklich gut zu funktionieren. Sie gehen sogar auf Tour, legen ihre YouTube-Karriere lahm, um weiter Musik zu machen und auch den Fokus darauf zu legen.
Die gute Bibi scheint das als Aufforderung gesehen zu haben und hat jetzt auch ihren ersten Song veröffentlicht: „How it is (Wap bab)“. Mit einem strahlenden Lächeln singt sie, wie schlecht sie sich fühlt, als ihr Freund sie verlassen hat. Sie läuft durch ein Märchenschloss und betreibt im Video-Product-Placement ohne Ende.
Ich glaube, sie vergisst manchmal, wie viel Follower sie hat und welchen Einfluss auf Mädchen jüngeren Alters. Als ob das nach jeder Trennung so abläuft. Da wird doch die Realität total verzehrt. Viel schlimmer ist, dass sie mit sowas auch noch Geld macht. Mit einem Lied, dass sie nicht einmal selbst geschrieben hat. Mit einem Video, das aussieht, als ob zu viele Einhörner ihren Mist dort gelassen haben. Aber wem’s gefällt. Viel Spaß!

 

Friederike:

Am besten wäre es wohl, wenn wir uns alle mal ein wenig entspannen.
Ich persönlich habe nie wirklich etwas mit "Bibis Beauty Palace" zu tun gehabt. Als dann plötzlich von allen Seiten die Information über ihren neuen Song kam, dachte ich mir: "Mensch, das kann man sich ja mal ansehen." Und genauso schnell, wie die Information zu mir kam, so schnell ist sie wieder von mir abgeprallt. Ich habe mir dieses Video angesehen und das war es dann auch. Weder das Video noch das Lied sind besonders spannend. Keine aufregende Message steht dahinter, die nun angeregt diskutiert werden müsste. Vollkommen gegenteilig haben allerdings die Menschen um mich herum reagiert. Noch Wochen später wird das Lied auf dem Schulhof herumkrakeelt. Es werden noch immer Parodien, React-Videos, Songanalysen und so weiter und so fort gedreht.
Aber können wir nicht alle einmal innehalten und darüber nachdenken, womit wir unsere Zeit verschwenden? Rauf und runter über diesen - vergleichsweise zu dem, was sonst so in der Welt passiert - doch eher unspannenden Song zu diskutieren, bringt niemanden von uns weiter. Neuer Inhalt kommt auch nicht dazu und wir machen uns weiter und weiter über das Gleiche lustig.
Also alle mal tief durchatmen und neue Hobbys suchen!

 

Wie ist eure Meinung? Einfach in das Kommentarfeld schreiben!

 

Am 29. Mai tritt der Berliner in seiner Heimat auf. Gewinnt mit jup! Berlin 1x2 Karten für das Konzert in der Mercedes-Benz-Arena.

VON OLIVER MATTUTAT

Ende letzten Jahres war es soweit: Tim Bendzko veröffentlichte sein neues Studioalbum. Immer noch Mensch produzierte er in Eigenregie in seinem Keller. Dabei ging er durch die Höhen und Tiefen des Musikerseins. Anfang des letzten Jahres hat er dann viele Titel gestrichen. Er stand mit drei Titeln dar. Aber bis Oktober schaffte er noch acht weitere zu produzieren. Es ist ein sehr persönliches Album. Einen Einblick in das Album haben wir euch hier schon zum Release des Albums gegeben.

Nun geht es wieder auf große Tournee im deutschsprachigen Raum. Morgen, am 6. Mai, ist er zum Beispiel in Kassel auf der Bühne. Und so geht es die nächsten Wochen quer von Norden bis in den Süden. Tim singt ja selbst, dass er keine Maschine sei, sondern ein Mensch aus Fleisch und Blut. Und so ein Mensch braucht auch Erholung. Diese gönnt sich der Sänger vor dem Konzert in seiner Heimatstadt. Über zwei Wochen nimmt sich der Sänger, um vielleicht auch ein wenig abzuschalten. Gut erholt und voller Motivation wird er dann am 29. Mai in Berlin auf die Bühne treten und seine Fans in der Hauptstadt unterhalten.

 

++ GEWINNE TICKETS FÜR DAS BERLIN KONZERT! ++

Du möchtest dabei sein? Alles klar! jup! Berlin schickt dich und deine Begleitung zum Konzert von Tim Bendzko in der Mercedes-Benz-Arena. Was du dafür tun musst? Schreib uns einfach mit wem du gerne zum Konzert gehen möchtest! Teilnehmen kannst du per Mail an oliver@jup.berlin oder du besuchst unsere Social-Media-Kanäle! Viel Glück dabei!

Verlost werden 1x2 Tickets. Unter allen Einsendungen entscheidet das Los. Eine doppelte Teilnahme ist ausgeschlossen- Einsendeschluss ist der 18.05.2017.

 

VON SINA, 28.04.2017

Die Art und Weise mit Gefühlen umzugehen, ist bei jedem anders. Manche verdrängen sie durch Arbeit, andere reden offen und ehrlich darüber oder verarbeiten sie in Songs. Diese Woche haben wir zwei Künstler, für die Gefühl offensichtlich im Vordergrund steht.

Die erwachsen gewordene Balladenqueen

Lea Michele erlangte ihren weltweiten Durchbruch mit der Verkörperung der quirligen, aber durchaus sehr talentierten Rachel Berry in der US-Serie „Glee“. Schon damals, wie in ihrem Debüt-Album „Louder“, wurden die Zuhörer mit leisen aber auch kraftvollen Tönen begeistert, die sie in eine Traumwelt gelangen lassen. Für mich eine Sängerin, die jeder auf dem Schirm haben sollte. Mit ihrem zweiten Album „Places“ wird ihre Stärke der Balladen nun erneut unter Beweis gestellt.

Die Single „Getaway Car“, welche schon vorab veröffentlich wurde, handelt von einer Bekanntschaft, die sie überfordert und unwohl fühlen lässt. Hier dominieren eher leisere Töne. Aber das Piano zu Beginn findet man in so gut wie jedem Song des Albums. Eigentlich schade, wo man durch die Glee-Zeit weiß, dass sie auch viel mehr kann, sich aber immer wieder auf das Langsame bezieht. „Heavenly“ und „Anything’s possible“ ist dabei schon viel kraftvoller und auch die Highnotes meistert sie, wie nicht anders erwartet, mit Bravour. Im letzten Song singt sie darüber, dass man nicht aufgeben sollte. Eine Message, die neben den anderen Themen auf dem Album auf jeden Fall auffällt und damit auch eine Abwechslung darstellt, die notwendig war, um das Ganze nicht zu eintönig klingen zu lassen. Wobei zu sagen ist, dass dies schon der Fall ist. Zu empfehlen ist die Platte also für Lea-Michele-Fans oder absolut Balladen-Liebhaber.

Neues der deutschen Soulband

Das Dreiergespann „Glashaus“ aus Songwriter und Produzent Moses Pelham, Komponist Martin Haas, und Sängerin Cassandra Steen bringt fast regelmäßig ein neues Album raus. Nun melden sie sich mit „Kraft“ zurück und stellen mit dem Albumtitel einen Oberbegriff für alle 14 Songs auf.

Ähnlich wie bei „Places“ der eben dargestellten Lea Michele, lässt sich auch bei Glashaus eine deutliche musikalische Ähnlichkeit aller Titel erkennen. Leichte elektronische Elemente vermischen sich mit der weichen Stimme Steens, die vor allem zu Beginn oft das Summen als Verschönerung nutzt. Anders ist jedoch, dass sie sich inhaltlich und in der Verarbeitung unterscheiden. Kraft wird nicht nur in Verbindung mit ‚Liebe überkommen‘ gebracht, auch werden gesellschaftliche und politische  Themen angesprochen, was ich persönlich aufgrund der Aktualität sehr angemessen finde.

„Bitte Gebt Mir Mein Leben Zurück“ macht von der Wortwahl her eine verzweifelten und depressiven Eindruck. Fragen wie „Wo finde ich Trost?“, „Wann nimmt das ein Ende?“ und „Warum gerade ich?“, die dort oft paraphrasiert auftreten, zusammen mit dem neutralen Instrumental thematisieren einen Kummer. Auffällig ist, dass dabei eine ‚Sie‘ angesprochen wird, was aufgrund des Geschlechtes positiv auffällt; dass kein ‚Er‘ angesprochen wird, wenn es eine weibliche Sängerin ist. Das Lied ist absolut realistisch, wenn man den Gedankengang beachtet. Die Stimmung überträgt sich jedoch auf den Zuhörer.

Frühlingsgefühle sind etwas Schönes. Das Wetter wird besser, wir bekommen bessere Laune durch das Vitamin-D. Das Wetter ist zwar ab und zu noch ab und zu nicht so schön, doch die Sonne zur Abwechslung macht es dann umso schöner.

VON SINA, 05.05.2017

 

Platin-Alben und ausverkaufte Touren werden heute noch mit seinem fünften Studioalbum komplettiert. „Kreise“ heißt die fünfte Platte von Johannes Oerding und ist der perfekte Soundtrack für den gerade beginnenden Frühling.

Komplett anders als die balladenhafte und eher traurige Grundstimmung liefert Oerding ein Contraire zu den letzte Woche vorgestellten Künstlern Glashaus und Lea Michelle. Ohrwurmgarantie hat vor allem sein Song „100 Leben“. Beschrieben wird, dass das Wichtigste ist, viel zu erleben, Ups und Downs zu haben, und diese Abwechslung ein erfülltes Leben ausmacht. Dass man die Zukunft nicht beeinflussen kann und alles was zählt, das hier und jetzt ist. Begleitet durch weiche Gitarren- und Drum-Sounds bekommt man spätestens beim Refrain gute Laune.

10.05.2017 bis 10.05.2017 (Ganztägig)

Auf dem jup!od sind immer die neusten Hits für euch.

VON SINA, 21. April 2017

Es heißt, eine*n gute*n Sänger*in macht sein/ihr Wiedererkennungswert aus. Egal ob durch eine besondere Stimme oder Effekte in der Produktion. Nur wer sich durch etwas auszeichnen könne, kann sich in der Musikbranche durchsetzen, einfach anders sein. Das Motto scheint sich Adel Tawil wohl zu Herzen genommen zu haben und zeigt auf seinem gleichnamige Album zu seiner neuen Single „So schön anders“ warum er so erfolgreich ist.

Vom Bandmitglied zum Solokünstler-aber immer noch Chartstürmer. Adel Tawil weiß, wie man die Zuhörer begeistert.

Seinen Durchbruch hatte Adel als Teil des Duos Ich+Ich (zusammen mit Annette Humpe). Dort machte er sich mit Hits wie „Vom selben Stern“ einen Namen. Sieben Jahre später entschied er, solo weiterzumachen und brachte 2013 sein erstes alleiniges Studioalbum „Lieder“ auf den Markt. Anders war bei dem Debüt, dass der Text der Single „Lieder“ aus den Songs entstanden ist, die ihm selbst sehr am Herzen lagen. Der Song erlangte dabei so viel Zuspruch, dass er es bis in die Top 10 der deutschen Single-Charts schaffte. Knappe drei Jahre später nun das neue Album. Und wie der Titel verspricht: Es ist anders. Nicht anders als seine vorherige Musik. Anders in dem Sinne, dass man sofort weiß: Ja, ich höre gerade Adel Tawil.

So schön anders, dass als Teaser für die heute erscheinende Platte vorab gleich vier Songs statt der üblichen zwei bis drei veröffentlicht wurden. Die Single „So schön anders“ handelt von einer Person, die dem Ich im Song sehr ähnelt, doch auf ihre Art und Weise dennoch sehr einzigartig und speziell ist. Eine Metapher für den Tawil-Stil seit Tag 1 seiner Karriere. Aber auch für den Rest des Albums. Wie ein roter Faden zieht sich eine leichte Monotonie durch Akkorde und Inhalte. Auch gibt es nicht viele Höhen und Tiefen, dennoch lässt sich sagen: Es ist irgendwie anders. Jeder Track weist neben dem Erkennungswert gelegentlich eine gewisse eigene Note auf. Die angesprochene Monotonie findet einen eher positiven Ursprung.

Der Grund dafür ist zum einen die Kollaboration mit dem aktuellen deutschen Shootingstar KC Rebel, der zusammen mit Summer Cem an „Bis hier und noch weiter“ mitwirkt. Es geht um den Willen, immer weiter zumachen und ein Ziel zu erreichen, auch wenn einen die Nachwirkungen einer Trennung verfolgen, und man nicht ganz loslassen kann. Dieses Motiv wird auch in anderen Songs, wie „Mein Leben ohne mich“ verarbeitet.

04.05.2017 bis 04.05.2017 (Ganztägig)
23.04.2017 bis 23.04.2017 (Ganztägig)

Wir haben Kieran Shudall, den Frontmann der Band Circa Waves getroffen. Im Gespräch sagt uns der Liverpooler, was die Band in den nächsten Jahren vorhat und welche Fußballmannschaft er unterstützt.

 

VON OLIVER MATTUTAT

 

Die britische Rockband Circa Waves um Sänger Kieran Shudall hat Großes vor. Mit ihrem neuen Album Different Creatures, in das wir für euch im jup!od reingehört haben, wollen sie nun in auch in Deutschland durchstarten. Dafür waren sie auch bei der Fernsehsendung Circus Halligalli zu Gast. Wir haben Kieran vor der Aufzeichnung Backstage getroffen und uns persönlich ein Bild machen können, dass die Band in den nächsten Jahren ambitionierte Ziele verfolgen.

 

jup!: 2016 war ein hartes Jahr für Großbritannien. Wie wurde euer Songwriting durch den Brexit und Ähnliches beeinflusst?

Kieran Shudall: Es war ziemlich hart, dass man das nicht im Hinterkopf hatte. Es ist eine interessante Zeit. Weder meine Freunde noch ich wollten die EU verlassen. Wir haben auch ein bisschen Angst davor, was passieren wird. Das hat einige Songs beeinflusst. Die Hoffnung, dass alles gut wird klingt da manchmal schon mit.

Nach zwei Jahren habt ihr mit 'Different Creatures' euer neues Album herausgebracht? Was sind die Unterschiede zum Vorgänger ’Young Chasers'?

Ich glaube, dass ich Songs schreiben wollte, die persönlicher sind und die ein bisschen mehr Bedeutung haben. 'Young Chasers' war ein Rückblick auf meine Kindheit und meine Jugend. 'Different Creatures' wurde in 2016 geschrieben. Es ist also ziemlich präsent und spiegelt die aktuelle Zeit wider.

Wie schreibst du eure Songs?

Gute Frage! (lacht.). Normalerweise höre ich zuerst eine Melodie in meinem Kopf. Es startet eigentlich immer in meinem Kopf. Danach versuche ich mit der Gitarre das umszusetzen.

Hast du ein Notizbuch oder Ähnliches, wo du deine Ideen festhältst?

Ich haben tausende Voice Memos auf meinem Handy. Da halte ich meine kleinen Ideen fest.

Wie würdest du euren Sound beschreiben?

Ich würde es modernen Rock’n’Roll nennen. Wir mögen viele alte Alben und Bands. Zum Beispiel Die Beatles oder Nirvana. Wir versuchen, ähnliche Dinge wie die Bands zu machen, aber auf moderne Art und Weise. Wir benutzen zum Beispiel Hip-Hop-Samples. Es ist Rock’n’Roll mit einem modernen Twist.

Heute habe ihr das Video zu eurem Song "Goodbye" veröffentlicht. Was ist die Geschichte hinter dem Lied?

"Goodbye" wurde betrunken in einer Nacht mit meiner Freundin geschrieben. Als sie schlafen gegangen ist, habe ich gerade ein paar Demos eingespielt. Gitarren-Riffs und Ähnliches. Am nächsten Tag bin ich dann aufgewacht und da war das Gitarren-Riff auf meinem Computer und ich dachte mir: „Das ist wirklich gut!“ Dann habe ich einen Song darum geschrieben.

Wie versucht ihr euch, von anderen Bands abzuheben?

Es ist eine Kombination von verschiedenen Dingen. Wir versuchen, eine große Performance bei unseren Konzerten zu liefern. Wir springen alle auf der Bühne herum. Wir versuchen, ehrliche Musik und große Popsongs zu machen.

Welche Ziele habt ihr in den nächsten Jahren?

Wir wollen immer größer werden. Das Album ist größer und besser als Alben anderer. Wir finden, es ist ein großes Rockalbum. Wir glauben, dass wir in vielen Ländern groß werden können. So versuchen wir, so viele Touren und vor so vielen Leuten wie möglich zu spielen. Dieses Jahr spielen wir auf vielen großen Festivals. Da wollen wir dann auch beweisen, dass wir in der Zukunft Headliner von Festivals sein können!

Nächste Woche seid ihr für ein Konzert dann in Berlin. Was weißt du von Berlin?

Nicht wirklich viel. Es gibt gutes Bier und Bares. Ich war am Checkpoint Charlie und an der Route der Berliner Mauer. Aber über die Geschichte von Berlin weiß ich nicht so viel. In Geschichte bin ich aber generell nicht so gut. Mein Gedächtnis ist auch ziemlich schlecht.

Wie gestaltet ihr eure Zeit auf der Tour?

Wir warten ziemlich viel. Wenn wir einen freien Tag haben, versuchen wir spaßige Dinge zu unternehmen. Zum Beispiel Laser-Tag spielen oder Basketball oder Billard. Also ganz normale Sachen, die Leute zum Spaß machen. An Tagen, an denen wir Konzerte haben, hängen wir rum, trinken ein wenig was, warten auf die Show und dann spielen wir die Show. Das ist großartig.

Was ist für dich typisch deutsch?

Ich verbinde mit Deutschland immer harte Rockmusik. Ich weiß auch nicht wirklich warum. Viele deutsche Musik, die nach Großbritannien kommt, ist härtere Rockmusik. Außerdem sind die Deutschen tüchtiger als wir Briten und gutes Bier gibt’s hier auch. Ich glaube, da sind noch viele weitere tolle Dinge, die Deutschland zu bieten hat. Ich habe es auch immer gemocht, durch Deutschland zu touren.

Zu guter Letzt möchte ich euch noch ein paar Entweder-oder-Fragen stellen:

Zuhause sein oder auf Tour sein?

Im Moment auf Tour sein, aber in ein paar Jahren lieber Zuhause sein.

Pizza oder Pasta?

(Überlegt.) Pasta.

Laut oder Leise?

Laut.

Sommer oder Winter?

Ganz klar Sommer.

Gitarre oder Klavier?

Gitarre.

Fernsehen oder Netflix?

Netflix.

Liverpool FC oder Everton FC?

(Anm. d. Red.: Circa Waves stammen aus Liverpool. Liverpool FC und Everton FC sind beides Klubs aus der Englischen ersten Fussballliga, der Premier League. Beide Klubs stammen ebenfalls aus Liverpool, sind also Stadtrivalen. Die Stadien liegen nur knapp einen Kilometer voneinander entfernt. Am 01. April 2017 fand das Stadtderby, das sogenannte Merseyside-Derby, zum 228. Mal statt.)

Everton FC. Aber ich mag Jürgen Klopp (Anm. d. Red.: Trainer des Liverpool FCs). Er ist einer der Charaktere der Premier League.

 

Vielen Dank für das nette Gespräch! Viel Spaß und Erfolg weiterhin auf eurer Tour!

 

Wer Circa Waves' Sound mal selbst live erleben möchte, bekommt schon in der nächsten Woche die Chance dazu. Am 19. April gastieren sie im Privatclub in Berlin-Kreuzberg. Da wird bestimmt ein rockiger Abend!

Weitere Termine in Deutschland sind:

18. April im Molotow in Hamburg, 25. April im Feierwerk in München und am 26. April im MTC in Köln.

 

24.04.2017
16.15
10.04.2017 bis 10.04.2017 (Ganztägig)

Auf dem jup!od sind immer die neusten Hits für euch. jup!- Redakteur Olli hört sich wöchentlich die neusten Alben an.

VON OLIVER MATTUTAT, 13. April 2017

  

Das Musikbuisness ist vergänglich. An einem Tag wirst du gefeiert und am nächsten haben dich alle vergessen. So gibt es viele Künstler, die lediglich 'One-Hit-Wonder' waren oder sind. Unser heutiger Künstler arbeitet hart daran, dass er auch in vielen Jahren auf der Bühne stehen kann und von seinen Fans gefeiert wird. Den Anfang macht er jetzt mit seinem ersten Album.

 

Der schüchterne Shootingstar

Er ist einer der Newcomer in der deutschen Musikszene. Wincent Weiss zieht viele in seinen Bann. Jetzt erscheint sein Debütalbum. Bei seinem Konzert vor dem Release zeigte er sich überwältigt.

 

Ein Popstar ist er noch nicht. Auch wenn ihm die Mädchen schon reihenweise zu den Füßen liegen. Bei seinem Konzert im Berliner Columbiatheater zeigte er sich oft schüchtern beim frenetischen Applaus der Masse nach den Liedern. An diesem Abend war das Columbiatheater außerdem ausverkauft, obwohl das Album da noch nicht draußen war. Überwiegend waren es junge Mädchen, die den Lärmpegel nach oben schraubten. Aber auch den Älteren und den Männern gefiel, was sie hörten. Bekannt wurde Wincent vor allem durch einen Remix eines seiner Lieder. Gestoert aber Geil veröffentlichte im Jahr 2015 den Song Unter meiner Haut gesungen von Wincent. Das war der Startschuss für den Aufstieg. In der Folge veröffentlichte der heute 24-jährige auch eigene Songs. Nun ist es soweit und sein erstes Album kommt in die Läden. Mit Irgendwas gegen die Stille legt er sein Debütalbum vor. 13 Songs bringt die CD mit und die sollen nicht einfach irgendwas gegen die Stille sein.

Der Albumtitel ist ein Zitat aus Wincents bekanntesten Song Musik sein. Darin heißt es auch: „Ey, da müsste Musik sein, wo immer du bist!“ Auf dem ersten Blick geht es dabei im Grunde um eine Liebeserklärung an eine Person. Dabei geht es nicht explizit um eine Partnerin. Man könnte den auch auf eine Gruppe von Personen ausweiten. Die Intention von Wincent und seiner Songwriter war aber eine andere: „Uns kam die Idee nicht einen klassischen Liebessong zu schreiben - für eine Person -, sondern für das, was wir irgendwie lieben, was irgendwie die Musik geworden ist.“ Der Song konnte sich 29 Wochen in den Charts halten und ist mit Gold ausgezeichnet.

Das Gegenteil von Traurigkeit ist hingegen ein Song für eine Person. „Du bleibst mein Gegenteil von Traurigkeit!“, singt der ehemalige DSDS-Kandidat. Musikalisch für mich eines der besten Songs des Albums.

Nur einen Herzschlag entfernt wurde für Wincents kleine Schwester geschrieben. Gebürtig kommt Wincent aus Eutin. Jetzt wohnt er jedoch in Berlin. Diese Entfernung zu seiner Heimat und seiner Schwester wird im Lied thematisiert. Es ist ein Lied, das jedoch ebenfalls als Liebeslied taugen könnte. “Ganz egal, wo du bist, wie sehr du mich vermisst, Wie viel Zeit uns auch trennt und wie schnell sie auch rennt, Es ist doch gar nicht so schwer, ich bin doch nur ein'n Herzschlag entfernt.“, heißt es im Refrain.

Leider hören sich einige Songs musikalisch sehr ähnlich an. Wincent versucht, den Sound seiner Hit-Singles auch auf die anderen Songs zu übertragen.

Thematische Grundmotive des Albums sind Beziehung(en), Liebe, Ex-Freundin.

Und für alle Mädchen, die sich Hoffnung machen: Sorry Mädels, Wincent ist vergeben.

Ein Album, das sich nicht schlecht hören lässt, aber dennoch ein wenig mehr in die Tiefe hätte gehen können und auch musikalisch sich noch ein wenig anderes trauen hätte können.

 

Mir bleibt an dieser Stelle nur noch, 'Frohe Ostern' zu wünschen. Ab nächster Woche übernimmt meine Kollegin Sina für vier Wochen den jup!od. Auch dann gibt es jede Woche die neuste Musik für euch! Viel Spaß dabei!

Auf dem jup!od sind immer die neusten Hits für euch. jup!- Redakteur Olli hört sich wöchentlich die neusten Alben an.

VON OLIVER MATTUTAT, 07. April

Kennt ihr noch die Zeit, in der Musik ausschließlich mit realen Instrumenten hergestellt wurde? Ich weiß, das ist schon sehr lange her. Heute ist der Computer aus Musikproduktionen nicht wegzudenken. Sei es für die Aufnahme oder eben zur Erstellung von Sounds. Aber auch Synthesizer gehören eben in die Sparte der elektronischen Musik. Unsere heutigen zwei Bands bedienen sich auch der elektronischen Musik. Wie das klingt? Sag ich euch jetzt:

 

Elektro-Pop aus München

Die Band Claire bringt ihr zweites Album heraus. Dabei setzten die Münchner wieder auf englische Lieder und mehr auf analoge Hardware.

Vier Jahre ist es her, dass Claire ihr Debütalbum The Great Escape veröffentlicht haben. Seitdem hat sich einiges getan. Sie spielten Supporttouren unter anderem für Bastille und auch eigene Touren. 2014 in Großbritannien dann der Schock. Der Bandbus mit allem Equipment wurde gestohlen. In der Folge wechselte die Band auch ihre Arbeitsweise. Aus Software wurde Hardware und aus digitalen Rechnern analoge Synthesizer. Die Arbeit an neuen Album Tides nahm auch ein wenig mehr Zeit in Anspruch. Keyboarder Nepomuk Heller sagt über die Entstehungsphase: „Wir haben mit diesen alten Maschinen viel rumgetüftelt. Alles braucht viel länger als auf dem digitalen Weg. Doch auf diese Art muss man sich gezwungenermaßen sehr viel Zeit für ein Lied nehmen und sich viel intensiver mit den Stücken beschäftigen. Heute klingt alles lebendiger und echter. An einigen Stellen rauscht und brummt es. Wir haben diesmal viele Fehler und Nebengeräusche einfach drin gelassen, weil sie den besonderen Charakter des Albums ausmachen.“

Die Band um Frontfrau Josie-Claire Bürkle haben sich auch textlich und musikalisch auf andere Wege begeben: „Wir haben uns viel mehr getraut als auf unserem ersten Album. Alles ist heute viel mutiger geartet. Extremer. Laute Songs sind richtig laut und tanzbar, leise Songs dagegen richtig leise und atmosphärisch. Es gibt keinen Mittelweg mehr“, sagt Keyboarder Matthias Hauck über die neue Platte.

Tides, zu Deutsch "Gezeiten", ist auch das Grundmotiv der CD. Dabei sind aber nicht die wirkliche Ebbe und die Flut gemeint, sondern sie werden als Metapher benutzt: „Wir haben im Vorfeld sehr lange über die Stücke gesprochen und die Dinge auf den Tisch gebracht, die uns bewegt haben. Das erste Album war thematisch noch sehr offen gehalten. Diesmal ist alles viel persönlicher. Es geht in den Songs sehr oft um Zwischenmenschliches.“, erklärt Josie-Claire. So spielt vor allem das 'Aufluten' und 'Abebben' der Liebe eine sehr große Rolle.

Den Beginn des Albums markiert das tanzbare Friendly Fire. Eingängiger Refrain trifft auf 'clubigen' Sound.

Es war die zweite Singleauskopplung. Dabei bekommt man auch einen ersten Eindruck der guten Stimme der Frontfrau. Ein Lied, das Ohrwurmcharakter hat.

Ebenfalls ins Ohr geht Masquerade. Den Song zeichnet ein starker elektronischer Sound und Gitarrenriffs aus. Hierbei geht es darum, dass man die Maske fallen lassen soll und die Wahrheit sagen soll. Viele Menschen verstecken sich hinter einer Maske und zeigen nicht ihr wahres Gesicht. So bleibt oft verborgen, was sie wirklich denken. Denn man kann den Leuten immer nur vor die Stirn schauen.

Die Ballade Come Close bildet den Schlusspunkt des Albums. „Es war eine Stimmungsentscheidung, ihn ganz ans Ende zu setzen. Der Song rundet die Platte sehr schön ab. Ein extrem emotionales Lied, das am Ende ausbricht und noch eine ganz andere Facette von uns zeigt.“, erklärt Josie-Claire. Es setzt den extremen Gegenpol zu den tanzbaren Songs wie zum Beispiel Friendly Fire.

Claire schaffen es, ein Album zu kreieren, dass die Grenzen zwischen analogem und elektrischem Sound verschmelzen lassen. Dabei verbinden sie dies mit guten Texten und Melodien. Dabei entsteht eine ganz eigene Klangwelt, an die man sich aber auch erstmal gewöhnen und einlassen muss. Mein Fazit: Reinhören lohnt sich!

 

 

20.05.2017 bis 21.05.2017 (Ganztägig)
03.04.2017 bis 03.04.2017 (Ganztägig)
29.03.2017 bis 17.04.2017 (Ganztägig)

VON SANDY

Am 9. März war Lindsey Stirling in der Max-Schmeling-Halle in Berlin mit großartiger Show und weniger großartigem Publikum…

Lindsey Stirling ist eine Violinistin, Bühnenkünstlerin und Komponistin. Ihr Band besteht neben ihr selbst noch aus Drew Stehen am Schlagzeug und Kit Nolan am Keyboard.
Die „Brave Enough“ Tour steht unter einem sehr persönlichem Thema für Lindsey. Sie widmete ein Lied ihrem Vater, der Anfang dieses Jahres starb und ein weiteres Lied Jason (Gavi) Gaviatti, ihrem ehemaligem Keyboarder und guten Freund, der Ende 2015 starb.

The Retrosettes waren die Vorband für Lindsey Stirling. Ihre Musik ist eine Mischung aus Pop, Soul und Disco, sie erinnert an die Beatles Ära. Die Band ist bereits aus dem Film „Ewige Jugend (Youth)“ von Paolo Sorrentino aus dem Jahr 2015 bekannt.

Auch wenn Lindsey Stirling - wie viele andere - mit ihrem Konzert erst verspätet anfing, so war es doch ein Erlebnis. Viele die vom Warten schon etwas genervt waren, waren umso begeisterter als Lindsey Stirling auf die Bühne kam und mit uns zu Beginn Szenen für ihr neues Video „Beauty and the Beast“ aus dem gleichnamigen Disney-Film drehte. Wer das Video schon gesehen hat weiß, dass jede Szene in der Max-Schmeling-Halle spielt. Dass man als einfacher Besucher in einem Musikvideo zu sehen ist, ist sehr aufregend und vor allem: Wer kann schon von sich behaupten, in einem Musikvideo „mitgespielt“ zu haben. Auch wenn man nicht persönlich zu sehen ist, sondern nur als Masse, die ihre Handys in die Höhe hält.

 

Auf dem jup!od sind immer die neusten Hits für euch. jup!- Redakteur Olli hört sich wöchentlich die neusten Alben an.

VON OLIVER MATTUTAT, 31. März 2017

Der Frühling ist da. Die dunkle Zeit ist endlich vorbei. Es ist Freitag und wieder jup!od-Zeit. Die biologische Uhr sollte nach der Zeitumstellung am Sonntag wieder in Takt sein und dazu haben wir heute wieder gute, neue Musik, die uns gut in die vorsommerliche Zeit bringt.

 

Mit langem Anlauf

Musik macht Alex Vargas eigentlich schon seit 16 Jahren. Sein Debütalbum erscheint nun heute. In den vergangenen Jahren hat er viel rumprobiert und an seinem Sound gefeilt.

Ein Leben wie aus dem Bilderbuch kann man bei Alex Vargas nicht erwarten. Das perfekte Kind war der Däne wahrscheinlich auch nicht. Mit der Schule hatte er nicht viel am Hut. So spielte er schon mit zwölf Jahren lieber eine Rolle im Theaterstück Die Schatzinsel als die Schulbank zu drücken. Ab da sei er hungrig auf mehr gewesen, erzählt er. Er sprach dann zwar für weitere Rollen vor, aber es ging immer mehr in Richtung Musik. Er probierte sich viel mit seiner ersten Gitarre aus. Mit 17 hatte er dann schon seinen ersten Manager und er zog nach England.

Der nun 29-Jährige hat sich in der letzten Zeit zu eine Art Geheimtipp gearbeitet. Sein Album Cohere ist nur der Startschuss, um im Musikbusiness, indem er schon lange tätig ist, richtig durchzustarten.

Stolze 19 Tracks hat das Album. Insgesamt also über 60 Minuten Musik. Ein paar von ihnen sind instrumental. Darauf hört man einen Künstler, der auch gerne experimentiert.

Der wohl bekannteste Song ist Higher Love. Er ist sogar von der Kultfirma Diesel als Lied für einen ihrer Werbespots ausgewählt worden. Der Song steht auch exemplarisch für die sphärische Klangwelt, die er aufbaut und die fast in jedem Song ihren Platz bekommt. Ein Lied, das ins Ohr geht und einem lange nicht mehr aus dem Kopf geht.

Es handele von jenen Momenten, in denen sich das Leben zu vorhersehbar anfühlt, sagt Alex über das Lied.

Tidal, das so viel bedeutet wie 'den Gezeiten unterworfen sein', ist der Titel eines weiteren Songs. Über das ganze Album sagt Alex: „Da schwingt auf jeden Fall auch Trauer mit auf diesem Album und vieles war echt hat für mich, aufzuschreiben.“ Tidal wird wohl so ein Song gewesen sein. Es ist einer der emotionalsten. Im Lied heißt es: „Now that I know our love is tidal. Push and pulls around. How do I get back control?“ ('Jetzt weiß ich, dass unsere Liebe den Gezeiten unterworfen ist. Sie drückt und zieht. Wie bekomme ich die Kontrolle zurück?')  So beschreibt er eine Beziehung als eine Art Achterbahnfahrt, bei der er versucht, wieder die Kontrolle zu erlangen. In nur einem Tag entstand dieser Titel.

Renegade (dt. Abtrünniger) hat einen guten Rhythmus. Er lädt ihm Refrain zum Tanzen und in den Strophen zum sanften Mitgehen ein. Inhaltlich geht es um das Thema Aufgeben. „I've been thinking. Have we lost our minds? Are we turning like renegades?“ ('Ich habe nachgedacht. Sind wir verrückt geworden? Drehen wir um wie Abtrünnige?), ist die eindringlichste Zeile.

Ein Album, mit dem ich erstmal warm werden musste. Es verbirgt doch einige Schätze und ist auch anders als Vieles, das im Radio läuft. Die musikalische Klasse von Alex ist unüberhörbar. Dennoch ist Cohere für mich klanglich an manchen Stellen gewöhnungsbedürftig. Ein Freund von ihm bezeichnet es als Noise Soul.

In seiner Heimat Dänemark wurde Alex letztens mit der höchsten Musikauszeichnung geehrt. Nun macht er sich auf den Weg, auch weitere Länder zu erobern. Ob ihm das gelingt, wird auch daran hängen, ob das Publikum seinen zum Teil außergewöhnlichen Sound annehmen wird. Seine ersten Deutschland-Tourneen waren laut seinem Label fast restlos ausverkauft. Ab nächster Woche ist er dann auch wieder in Deutschland unterwegs. Am 08. April macht er im Berliner Gretchen in Kreuzberg Halt.

25.05.2017
15.00
26.05.2017
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27.05.2017
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28.05.2017
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06.04.2017 bis 09.04.2017 (Ganztägig)

Auf dem jup!od sind immer die neusten Hits für euch. Jup!- Redakteur Olli hört sich wöchentlich die neusten Alben an. Dieses in Berlin lebende internationale Trio feierte 2014 seinen ersten großen Erfolg. Nun kommt das nächste Album.

 

VON OLIVER MATTUTAT, 24. März 2017

 

„Andere Länder, andere Sitten", heißt es im Volksmund. In jeder Kultur gibt es so die eine oder andere Eigenart. Davon kann die heutige Band ein Lied singen. Alle drei stammen aus verschiedenen Nationen. Zusammen begeistern sie ihre Fans und sind hervorragende Live-Künstler.

 

Melancholische Hoffnung

Mighty Oaks sind spätestens 2014 mit ihrem Album Howls so richtig im Musikgeschäft eingeschlagen. Auf ihrem neuen Album gibt es wieder besten Folk-Sound.

Ian Hooper, Craig Saunders und Claudio Donzelli sind die Köpfe hinter dem Trio Mighty Oaks. Claudio stammt aus Italien, Craig aus Großbritannien und Ian aus den USA. Im letzteren Land haben die drei auch ihr neues Album Dreamers aufgenommen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen! Zwei Jahre lang tourten sie mit dem ersten Album durch Europa und auch durch Amerika. Ihr Lebensmittelpunkt ist aber Berlin. Im letzten Jahr zog es jeden von ihnen in sein Heimatland, um Kraft zu tanken. Dabei bekamen sie die gesellschaftlichen Umbrüche hautnah mit. Ian erlebte in den USA, wie große Teile des Volks auf einmal nach rechts rückten und Donald Trump als Präsidenten wählten. Claudio konnte die Ereignisse in seiner von Bankkrisen erschütterter Heimat Italien miterleben. Und Craig sah, wie sich seine Heimat Großbritannien nach dem Brexit-Schock versuchte, zu erholen. Diese Eindrücke prägten auch die Produktion des Albums. Das Thema Wandel wurde zu einem Hauptthema der Platte. Beim Produzenten Ryan Hadlock, der auch schon The Lumineers und Vance Joy produzierte, nahmen sie unweit von Ians Geburtsort in Washington State ihr Album auf. Wer Dreamers hört, spürt zuerst eine Portion Melancholie, die dann aber ihr Gegengewicht in der Hoffnung findet, die zusätzlich versprüht wird.

Der Titel des Albums und des gleichnamigen Songs Dreamers sei „für die Spinner, also die Menschen, die sich erlauben zu träumen und die sich trauen, ihren Träumen nachzugehen“, erzählt Ian. Ich glaube auch, dass die drei sich als Dreamers bezeichnen können. Sie haben ihre Heimatländer verlassen, um ihrer große Leidenschaft nachzugehen und ihren Traum zu leben: Musik machen.

Be With You Always hat etwas von Aufbruch. Der Song hat absoluten Hitcharakter. Ein Refrain der im Ohr bleibt. Somit wählte das Trio dieses Lied auch zurecht als eine ihrer Singels. Inhaltlich verrät der Titel schon Vieles: Es geht darum immer, für eine Person da zu sein. „We are never be the same again", heißt es dort auch. Damit spielt die Band darauf an, dass sich jeder im Laufe der Zeit verändert. Nach diesem eher nachdenkliche Satz folgt dann gleich der Refrain mit I'll be with you always und bereitet einen versöhnlichen Abschluss. Ich bleibe bei dir, egal wohin uns das Leben treibt, ist eine Aussage, die man dem Lied geben könnte. Solche Personen sind ein Glücksfall und jedem nur zu wünschen.

Never Look Back könnte man fast als eine Art Fortsetzung von Be With You Always sein. Zusammen mit der Geliebten will der Sänger hier aufbrechen und alles hinter sich lassen. „Let’s escape it all. Never look back again“, singt er laut heraus. Das Lied lässt einen auch ein wenig aus der Welt entfliehen. Man kann sich ausmalen, wohin man selbst fliehen würde, wenn einem alles zu viel wird.

Ein großes Folkalbum, das den richtigen Ton trifft. Mal nachdenklich, dann wieder hoffnungsvoll. Ab und zu still, um dann aber wieder groß aufzurocken. Dabei sind Texte und Melodie oft sehr eindringlich und ihr Harmoniegesang kommt gut zur Geltung.

Mighty Oaks sind auch dieses Jahr wieder auf großer Tour. Sieben Termine in Deutschland haben die Drei bekanntgegeben. Ihren Tourabschluss finden sie am 3. Mai im Astra Kulturhaus in Berlin-Friedrichshain. Dabei werden sie ihre Fans wieder bestens unterhalten. Denn Mighty Oaks gelten als ausgesprochen gute Live-Künstler, bei deren Auftritten eine besondere Atmosphäre im Raum spürt.

29.03.2017 bis 17.04.2017 (Ganztägig)
24.03.2017 bis 24.03.2017 (Ganztägig)
17.03.2017 bis 17.03.2017 (Ganztägig)

Auf dem jup!od sind immer die neusten Hits für euch. Jup!- Redakteur Olli hört sich wöchentlich die neusten Alben an. Diese deutsche Band hat mit ihrem alternativen Klang auf der ganzen Welt eine treue Fanbase aufgebaut.

 

VON OLIVER MATTUTAT, 17. März 2017

Es gibt diese Momente, Ereignisse und Erlebnisse im Leben, die einen prägen. Zusätzlich gibt es auch Dinge und Momente, die unser Leben ändern. Von all dem hat die heutige Band genug. Wir schauen auf ein deutsches Duo, das auch international den Durchbruch geschafft hat.

 

Der Wandel des Lebens

Das Duo Milky Chance bringt sein neues Album heraus. Dabei steht das Leben an sich im Mittelpunkt.

Das Leben hat Höhen und Tiefen. Jeder Tag hält neue Abenteuer für uns bereit. Das größte Abenteuer von Clemens Rehbein und Philipp Dausch, besser bekannt als Milky Chance, begann vor über drei Jahren. Mit ihrem Song Stolen Dance stürmten sie in mehreren Ländern die Charts. Auch die weiteren Singles und das Debütalbum Sadnecessary waren ein Erfolg. So ging es für die beiden auf Tour. Die hatte es in sich: 350 Tage lange ging die Reise durch Europa, die USA, Südafrika und Australien. Es ist eine Zeit voller Eindrücke für sie. Eines der beste Dinge, die Künstlern passieren können. Fremde Länder entdecken und so die Kreativität ankurbeln. Diese Tour hat bei dem Duo viele Eindrücke hinterlassen, die sich auch auf dem neuen Album Blossom niederschlagen. Aber nicht nur das ist in den vergangenen Jahren passiert. Clemens ist auch zusätzlich Vater geworden. Seine neue Lebenssituation beschreibt er so: "Du willst alles zusammenhalten. Du willst Musiker sein, aber auch ein guter Vater." Seit der Geburt habe er auch einen veränderten Blick aufs Leben. Diesen veränderten Blick und die Reflexion kann man auf dem ganzen Album hören. Gleichgeblieben ist aber der Milky Chance-Sound, der Folk und elektronische Elemente zusammenbringt und klingen lässt. Dazu kommt die markante Stimme von Clemens, die zusätzlich den Wiedererkennungswert der Band in die Höhe schraubt. Bei ihrem neuen Album, das 14 Lieder umfasst, haben sie auch alle Sounds und Instrumente selbst aufgenommen. Auffällig ist auch, dass die meisten Lieder über vier Minuten lang sind. Ein Lied (Heartless) sogar fast sieben Minuten.

Der Titelsong Blossom steht am Anfang der Platte. Er ist der Song, dem am deutlichsten dieser veränderte Blick auf das Leben beziehungsweise auf die Welt innewohnt. Blossom bedeutet ja im Deutschen so viel wie Blüte oder sich entfalten. So ist das Cover auch mit einer Art Blüte gestaltet. Im Fall des Titelliedes besteht außerdem im Blick auf das Vaterwerden eine weitere Deutung: Durch das Vater werden entfaltet sich das Leben noch in eine andere, neue Weise, die ganz besonders ist.

Im zweiten Song Ego singt Clemens über die Sehnsucht nach der Partnerin, wenn man weit voneinander entfernt ist. "Gold shimmering sand is making me thinking of her […] But I am at Half Moon Bay. It's just too far away" (Der goldschimmernde Sand erinnert mich an sie. Ich bin aber am Half Moon Bay. Das ist einfach zu weit weg.), heißt es in dem Lied.

Der Song hat auch eine persönliche Note: Als Clemens diesen schrieb, befand er sich selbst in Amerika am genannten Half Moon Bay und somit weit weg von seiner Freundin. Das inspirierte ihn.

Als erste Single haben sie Cocoon auserkoren. Das Lied handelt davon, „in einer bestimmten Situation zu sein, zu versuchen, damit zurechtzukommen und herauszufinden, was und warum man es getan hast“. Muskalisch erwartet einen ein rasanter Song. Vorangetrieben von der Basedrum wandert das Lied zum Refrain, um dort seinen Höhepunkt zu erreichen. Bei dem Track bilden sich bei mir sofort Bilder von einem Roadtrip im Kopf. Mein absolutes Lieblingslied auf dem Album.

Es ist ein Album, das sich entspannt hören lässt. Es gibt eine Mischung aus lauteren, launigen Liedern auf der einen Seite und ruhigeren auf der andere Seite. Dabei überwiegen aber die launigeren Lieder.

Ein wenig schade ist, dass im Booklet zum Album leider nicht, wie bei vielen Alben üblich, die kompletten Songtexte zu den Titeln abgedruckt sind. Nach dem heutigen Release sollten man aber schnell die Texte online finden können.

Dieses Jahr gehen sie dann wieder auf Tour. Dann zu viert. Unterstützt werden sie von zwei Musikern, um die Lieder nach ihren Vorstellungen auch live umzusetzen.

Genug über Musik gesprochen. Hört doch einfach mal selbst rein. Hier unten in das Musikvideo zu Cocoon oder bei uns auf Spotify oder YouTube. Dort findet ihr auch die Lieder aus den letzten jup!ods. Viel Spaß dabei!

 

Teaserbild: © Jeff Hahn

Die Irische Band Walking On Cars tourt wieder durch Deutschland und spielt dabei ausverkaufte Konzerte. Abheben tun sie deshalb noch lange nicht und sie bleiben sympathisch wie immer. Wir haben sie zum Interview getroffen und hören mal, wann wir neue Musik erwarten können und was sie mit Berlin verbinden.

 

VON OLIVER MATTUTAT

 

Es ist das zweite Treffen für mich mit der Band Walking On Cars. Nachdem ich sie letztes Jahr schon in Hamburg treffen und interviewen konnte, kamen sie dieses Mal nach Berlin. Im Zuge ihrer Tour spielten und spielen sie sieben Konzerte in Deutschland. Alle ausverkauft. Auch an diesem Abend im Berliner Huxleys sind alle Plätze belegt. Es ist eine andere Atmosphäre als in Hamburg. Beim Reeperbahnfestival kannten nicht alle anwesenden Zuschauer die Band. In Berlin war es das eigene Konzert der Iren und so kamen ihre Fans. In dem etwas über fünfzig Minuten dauernden Konzert waren die Fans auch lautstark dabei. Die Band tat, was man von ihr gewohnt ist. Sie rockte das Haus mit den Liedern ihres Albums Everything This Way. Dem Sänger Patrick Sheehy, der die Tage davor so kränkelte, dass sogar Konzerte ausfallen mussten, konnte man ein wenig anmerken, dass er noch angeschlagen war. Trotzdem zog er das Konzert durch und begeisterte mit seiner Stimme. Neue Lieder spielten sie nicht. Auch wenn sie fleißig am Schreiben ihres zweiten Albums sitzen. Das erzählten die fünf uns ein paar Stunden vorher im Interview. Im Backstagebereich saßen wir zusammen und redeten über neue Musik, Social Media und Deutschkenntnisse.

 

Das letzte Mal haben wir uns beim Reeperbahnfestival in Hamburg getroffen. Was ist seitdem passiert?

Sorcha: Wir haben unser größte Konzert jemals gespielt. Vor 12.500 Menschen in Dublin.

Patrick: Wir waren in Großbritannien auf Tour und sind nach Amerika geflogen. Wir haben einiges getan.

Paul: Die meiste Zeit waren wir also auf Tour und sonst haben wir neue Songs geschrieben. Montag bis Freitag saßen wir an neuer Musik und am Wochenende haben wir freigemacht.

Jetzt im Moment seid ihr wieder auf Tour durch Europa. Was vermisst ihr am meisten, wenn ihr auf Tour seid?

Sorcha: Meine Mutter!

Patrick: Familie und eigenes Essen zubereiten.

Paul: Und das Sofa!

Sorcha: Ich vermisse auch, einfach mal in unserer Heimat einen Spaziergang die Hügel hoch zu machen.

Was ist das Beste am Tourleben?

Sorcha: Wir hatten in den letzten Jahren die Möglichkeit, so viel unterschiedliche Orte zu sehen. Dazu hatten wir niemals vorher die Chance. Vor allem in Deutschland gibt es Catering. Da bekommt man dann drei richtige Mahlzeiten am Tag, um die man sich nicht kümmern muss, sondern einfach nur essen muss.

Wie verbringt ihr da eure Zeit?

Patrick: Das ist ganz schön langweilig. (Alle lachen.) Aufstehen, Frühstücken, unter die Dusche gehen, Chillen und auf den Soundcheck um 17 Uhr warten.

Paul: Wenn wir mal einen Tag nach einem Konzert frei haben, gehen wir dann auch mal mit dem Team aus.

Patrick: Wir gehen aber nicht in Clubs. Wir mögen die Musik dort nicht.

Was mögt ihr mehr, kleinere oder größere Orte, wo ihr eure Konzerte spielt?

Paul: Es haben beide ihre Qualitäten. Kleinere sind mehr intim. Bei den größeren spürt man noch mehr die Energie der Leute.

Patrick: Insgesamt gesehen, spielen wir schon lieber auf den größeren Bühnen.

Im September war "Speeding Cars" euer Lieblingslied, da die Leute den Text kannten. Hat sich das geändert?

Patrick: Mit der Zeit kennen die Leute die Texte von allen Liedern. Aber "Speeding Cars" zum Schluss ist immer wieder etwas Besonderes. Es ist immer noch das, was wir am liebsten live spielen.

Ich seid ja kräftig am Musikschreiben. Können wir heute schon neue Lieder erwarten?

Patrick: Leider nein. Wir schreiben gerade viel und hoffe, dass die Lieder so gut sind, dass wir sie auch zeigen können.

Schreibt ihr wieder in dem einsamen Haus, wo ihr auch große Teile des ersten Albums geschrieben habt?

Paul: Genau. Aber diesmal haben wir auch das Telefon angemacht.

Darf man denn schon fragen, ob und wann ein zweites Album in Sicht ist?

Sorcha: Wir hoffen, dass es im Frühjahr 2018 soweit ist.

Paul: Ich glaube, wir bringen diesen Sommer eine Single raus.

Patrick: Sie muss zwar noch geschrieben werden. Aber sie wird rauskommen. Da sind wir selbstbewusst. (Alle lachen.)

Ihr seid sehr aktiv in den sozialen Netzwerken. Wer ist euer größter Social-Media-Junkie?

Die Finger richten sich auf Sorcha.

Wie lange bist du am Tag in den sozialen Netzwerken unterwegs?

Sorcha: Auf der Tour ist es so: Der erste Blick nach dem Aufstehen geht auf Instagram und der letzte vor dem Schlafgehen auch. Aber auf Tour bin ich auch deutlich mehr am Handy als sonst. Aber ich liebe es, zu planen, wann ich welches Foto online stelle.

Paul: Manche Tage, wenn es regnet, sitzt du nur in deinem Aufenthaltsraum und wartest. Das hier ist ein schöner Raum. Es ist aber gar nicht unser Raum, sondern das Produktionsbüro.

Dan: Unser Raum ist dagegen ziemlich dürftig. Wir sollten das mal ansprechen. (Alle lachen.)

Wer ist der Lustigste von euch?

Auch hier sind sich die Iren einig und zeigen auf Paul.

Hast du einen Witz für uns?

Paul: Nein, den habe ich nicht (lacht.). Ich mache eher Witze in Situationen.

In Hamburg habt ihr uns erzählt, dass Berlin eine eurer Lieblingsstädte sei. Was mögt ihr hier am liebsten?

Paul und Sorcha (einstimmig): Kebab.

Paul: Da gibt es den einen in Kreuzberg. Ich weiß nicht mehr wie der heißt.

Meinst du, Mustafas, vor dem gefühlt immer mehrere hundert Leute stehen?

Paul: Genau!

Sorcha: Ich mag die weiten Straßen. Es ist nicht so eng und gedrungen hier.

Evan: Ich liebe die Graffiti.

Patrick: Ich liebe die Leute, die sind sehr cool drauf.

Dan: Für mein Gefühl ist es ein bisschen zu kalt hier.

Paul: Jeder sagt aber immer: Komm' im Sommer nach Berlin!

Könnt ihr mir eure deutsche Lieblingsphrase sagen?

Paul: (Auf Deutsch) Kann ich ein Pizza haben.

Danke euch vielmals!

 

Nach dem Interview schenkte ich ihnen noch einen jup!-Beutel mit der Aufschrift "juppt mich nicht!" und erklärte ihnen, dass es so viel wie, I don't care, also "Ist mir egal" bedeutet. Alle Bandmitglieder probierten sich gleich an der neugelernten deutschen Phrase. Eine super sympathische Band, die dazu noch klasse Musik macht. Sie wird uns sicherlich noch weiter begleiten.

Auf dem jup!od sind immer die neusten Hits für euch. jup!- Redakteur Olli hört sich wöchentlich die neusten Alben an. Auf das neue Album dieses Künstlers wurde lange Zeit gespannt gewartet. Schon seine ersten beiden Singles haben Rekorde gebrochen.

 

VON OLIVER MATTUTAT, 10. März 2017

Es ist nicht immer leicht, nach einer Pause zurückzukommen. Dieser junge Herr kam nach einem Jahr bombastisch zurück und zeigte wieder, dass er ein überragender Musiker ist.

 

In Topform

Ed Sheeran macht auf seiner neuen Platte so ziemlich alles richtig und ihm wird die Nummer eins in den Albumcharts nicht zu nehmen sein.

Wo fängt man bei Ed Sheeran an, zu erzählen. An sich ist er wohl jedem bekannt. Der Brite, der anscheinend nichts falsch macht und dem die Leute zu Füßen liegen. Dass er dazu ein begnadeter Musiker ist, hat er uns die letzten Jahre auch eindrucksvoll gezeigt. Auch in der Promophase für sein neues Album Divide bewies er, dass er und seine Loopstation eine ganze Band ersetzen können. Die Loopstation ist ein Gerät mit dem man Dinge aufnehmen kann und die werden dann in Endlosschleife abgespielt. Dabei kann man auch wählen, welche Audiospuren gerade zu hören sind. Ed ist da ein Meister drin.

Divide kommt in der Standard Editionen mit 12 Liedern. Die beiden Singles Shape Of You und Castle On The Hill schafften nach ihrer Veröffentlichung ein Novum. Als Erster konnte er zwei Songs an den ersten beiden Plätze der Charts platzieren. Da waren gut zwei Jahre vergangen, dass Ed eine Single veröffentlicht hatte. Diese beiden schlugen wieder ein wie eine Bombe.

Der Song Shape Of You hat das Potential, auch in den Clubs dieser Welt gespielt zu werde. In den Wochen bis zum Release wurden auch Remixe des Songs veröffentlicht. Der Song beinhaltet viele pick-up-lines, also Flirtsprüche. Und darum geht es auch in dem Lied: "I'm in love with the shape of you", singt er. Es ist eine Art Liebeslied. Eigentlich war der Song für Rihanna geschrieben, verriet Ed in einem Interview.

In Castle On The Hill erinnert sich Ed an seine Kindheit und den Ort, an dem er aufgewachsen ist. In Framlingham verbrachte er seine Kindheit und sang dort auch in einem Chor. In der Nähe steht auch die im Lied besungene Burg, die Framlingham Castle.

Auch wenn es keine neue Musik von ihm gab, war er nicht untätig. So schrieb er viele Songs für andere Künstler. Zum Beispiel war er am Lied "Cold Water" von Major Lazer, in dem Justin Bieber singt, beteiligt.

Auf Divide zeigt sich Ed in Bestform.

Er selbst sagt über das Album, dass es eine sehr große musikalische Bandbreite gibt. Dem ist wirklich so. Im Song Eraser rappt er. Auch heißt es bei dem Album wieder Ohren aufsperren. Denn viele der Texte sind sehr persönlich und beinhalten auch starke Worte. In Eraser geht es um alles, was Ed so in seinem Leben angestellt hat. Dabei ist er ganz offen über sich und seine Vergangenheit: "I was born in a small town I lost that state of mind […] I think that money is the root of evil and fame is hell" ("Ich wurde in einer kleinen Stadt geboren. Das habe ich vergessen. […] Ich glaube, Geld ist die Wurzel des Bösen und Ruhm die Hölle."), heißt es unter anderem  dort.

Ed verriet in einem Interview auch selbst, dass das Album eigentlich schon letzten Herbst rauskommen sollte. Da haben dann aber The Weekend, Shawn Mendes und weitere Künstler ihre Werke veröffentlicht. Außerdem habe die Präsidentschaftswahl alles in den Schatten gestellt. So wurde der Release auf 2017 verlegt. Eine weise Entscheidung, finde ich. Denn so bekommt er die uneingeschränkte Aufmerksamkeit. Die hat das Album absolut verdient.

Ein Album, das in vielen Facetten überzeugt. Wer es lauter und hip-hoppiger mag, bekommt etwas geboten. Wer es wiederum leiser und nachdenklicher mag, kann sich auch auf diesem Album wiederfinden. Über die musikalische Klasse Ed Sheerans habe ich schon ausführlich gesprochen. So viel zum Schluss: Das Album erfüllt alle Erwartungen.

 

 

Das Motto von FEWJAR: Immer eine "Qualitatätsstufe drauflegen"! Damit ist das Polygenre-Duo ziemlich erfolgreich. Wie Felix und Jako ihre Tour erleben und ob sie jetzt Musiker oder YouTuber sind, erzählen sie jup! Redakteurin Kaja im Interview! Auf jeden Fall sehr nice!

 

 

Auf dem jup!od sind immer die neuesten Hits für euch.  Jup!-Redakteur Olli hört sich die neusten Alben der Woche an. Ihr habt Wünsche? Dann schreibt an oliver@jup.berlin!

Auf dem jup!od sind immer die neusten Hits für euch. Jup!- Redakteur Olli hört sich wöchentlich die neusten Alben an. Zwischen Melancholie und Rock bewegen wir uns heute. Dabei haben wir sowohl deutsche als auch englische Musik im Angebot.
 

VON OLIVER MATTUTAT, 17. Februar 2017

Es gibt Künstler, die fast jedes Jahr ein neues Album herausbringen. Dann gibt es wiederum Künstler, die es mit einer Albumveröffentlichung aus verschiedenen Gründen nicht so eilig haben. Letzteres ist bei unseren beiden heutigen Künstlern der Fall. Dabei ist es aber bei beiden keinesfalls so, dass sie nicht genug Geschichten oder Ideen für neue Lieder hätten. Ab geht's mit einem Singer/Songwriter und seinem Lieblingsland.

 

Das Land der (un)begrenzten Möglichkeiten

Philipp Poisel zeichnet mit seinem neuen Album das Bild von seinem Amerika. Dabei ist er so melancholisch wie gewohnt.

Im Moment ist die politische Lage in den Vereinigten Staaten von Amerika eine angespannte und schwierige. Ob man im Moment dahin auswandern möchte, ist fraglich. Aber um das heutige Amerika dreht es sich bei dem neuen Album Mein Amerika des Singer-Songwriters Philipp Poisel in erster Linie gar nicht. Es ist das Amerika seiner Jugend, das titelgebend ist. Ob die drei Fragezeichen oder Coca Cola als Lieblingsgetränk, all das sind Relikte aus der Jugend von Poisel. Für die Aufnahmen für das Album ging er mit Band und Produzenten auf eine Reise nach Amerika. Aufgenommen wurde auf einer analogen Bandmaschine in den legendären Blackbird Studios in Nashville. Es ist nach sieben Jahren das erste Studioalbum für den nun 33-Jährigen. Wie bei vielen seiner Songs setzt er auch bei Veröffentlichungen anscheinend auf Entschleunigung.

Die erste Singleauskopplung ist Erkläre mir die Liebe. Sie handelt von Veränderungen, die man ständig im Leben erfährt, und die Freude und das Gefühl von Glück, das man durch sie bekommen kann. Dabei ist Poisel aber auch auf der Suche nach Deutungen von diesen Dingen.

Zum ersten Mal Nintendo ist eine Hommage an die 90er Jahre. Poisel denkt dabei an seine Jugend in den 90ern zurück. Dabei ist es auch gelungen, musikalisch die 90er ein wenig zurück zu bringen. E-Piano bzw. Synthesizer schaffen diesen Klang.

Das Lied San Francisco Nights wird am Anfang von einer prägnanten Basedrum getrieben. Das Lied ist ein Duett mit Luisa Babarro. Es geht darum, dass die beiden wohin möchten, wo sie noch nicht gewesen sind. Sie möchten also zusammen Abenteuer erleben. Als Idee kommt ihnen Nächte in San Francisco. Das Lied vermittelt das Gefühl eines ausgelassenen Abends.

Wieder mal hat Philipp Poisel kunstvolle Texte geschaffen und mit guter Musik verbunden. Dennoch bleibt seine Musik auch ganz klar Geschmackssache und ist bestimmt nicht für jeden etwas.

Ab Ende März geht's für Phillip Poisel auf große Tournee in die Hallen der Nation. Am 03.04.17 ist er in der Mercedes-Benz-Arena in Berlin zu Gast.

Auf dem jup!od sind immer die neusten Hits für euch. Jup!- Redakteur Olli hört sich wöchentlich die neusten Alben an. Dieses Mal mit einem Quartett aus Großbritannien.

 

VON OLIVER MATTUTAT, 10. März 2017

 

Letzte Woche hatten wir einen der erfolgreichsten britischen Sänger unserer Zeit. Was Ed Sheeran anfasst, scheint, zu Gold zu werden. Heute bleiben wir mit dem Blick auf der Insel und hören in das Album einer Rockband rein, die schon mit The 1975 und Coldplay auf Tour waren.

 

Veränderter Sound und ambitionierte Ziele

Die Band Circa Waves bringt das zweite Album in die Läden. Dabei gibt es zahlreiche Veränderungen und der Frontmann möchte groß raus.

Mit dem neuen Album Different Creatures gibt es nach fast genau zwei Jahren Nachschub von der Band Circa Waves um Frontmann und Songwriter Kieran Shudall. Im Vergleich zum Vorgänger Young Chaser stellt man fest, dass die Jungs und ihre Musik sich verändert haben. Die Atmosphäre ist dunkler, aber die Sounds kraftvoller. Sie versuchen, Gitarrenrock wieder groß zu machen. Und schon mit dem zweiten Album setzt Shudall hohe Ziele: "Bei der ersten Platte dachte ich: Ach, mal schauen, was passieren wird. Jetzt möchte ich, dass wir die Größten sind. Die Besten. Ich will, dass wir Festivals headlinen."

Bis es so weit ist, wird es bestimmt noch dauern. Aber das neue Album zeigt, was sie drauf haben und legt einen guten Grundstein. Nach drei Jahren hat sich die Band vor allem in Großbritannien etabliert. Dennoch waren es kraftraubende Jahre. Am Ende der Tour wechselten die Bandmitglieder kaum noch ein Wort. Auf die alten Songs hatten sie auch nicht sonderlich große Lust mehr. So machte sich Shudall auf, setzte sich in sein Haus in Liverpool und schrieb das neue Album. Elf Lieder hat die Platte.

Und der erste Song Wake Up schlägt einem gleich voll auf die Zwölf. Die Band startet sofort voll durch. Kräftige Gitarrenriffs ziehen sich durch das ganze Album. So auch in Wake Up. Getragen wird das Lied auch durch den Beat und die Stimme des Sängers, der einen in seinen Bann zieht. Ein absolut gelungener Einstieg in das Album, das auch textlich einiges bereithält.

In Different Creatures geht es ein wenig politisch zu. Die "20.000 Seelen" seien eine Metapher für "die 20.000 Syrier, denen Großbritannien erlaubt hatte einzureisen", erklärt Shudall. "Ich erinnere daran, wie bizarr ich es empfunden habe, dass man so etwas beziffern kann. Das ging mir an die Nieren. Wie kann man so was nur begrenzen, wie kann man Menschen verbieten, die Leben ihrer Kinder zu retten?" Im Grunde möchte er ausdrücken, dass er, wenn er in einer ähnlichen Situation wäre, nicht anders handeln würde, als die Menschen, die aktuell in Not sind.

Goodbye ist einer der rockigsten Songs auf dem Album. Ab der ersten Sekunden rocken die Briten los. Dabei im Hintergrund eine dunkle, fast bedrückende Melodie gespielt von einer Gitarre.

Das Album strotzt von guten Melodien. Songwriter Shudall hat ein gutes Händchen dafür, eingängige Melodien zu kreieren, die aber nicht wie ein Einheitsbrei klingen. Dabei reflektiert er in seinen Texten die Welt um sich herum.

Britischer Rock/Pop der guten Sorte. Circa Waves schafft es auf starke Gitarrenriffs, starke Texte folgen zu lassen. Dabei schaffen sie es auch einen eigenen Sound zu kreieren, aber trotzdem noch an Bekanntem angelehnt zu sein. Dass sie es auch ruhiger angehen lassen können, zeigen sie in ihrem Lied Love's Run Out. Eine Liebesballade, die Shudall nur begleitet von einer Akustikgitarre singt. Die Liedzeile I don't have much. But what you get is what you see  (Ich habe nicht viel. Aber was du bekommst, ist das, was du siehst.) bleibt im Kopf.

Am 19.04.17 habt ihr die Gelegenheit, die Jungs im Privatclub Berlin in Kreuzberg live zu erleben. Ich werde mir diese Gelegenheit nicht entgehen lassen.

 

Teaserbild:© Joost Vandebrug - Vertigo Berlin

 

 

Little Mix sind die Girlgroup der Stunde. Bekannt wurden die Britinnen durch eine Castingshow und nun gehen sie wieder auf Tour. Auch in Berlin schauen sie vorbei.

 

VON OLIVER MATTUTAT

 

Oft verpufft ein Erfolg aus einer Castingshow ziemlich schnell. Bei Little Mix sieht das anders aus. Die vier Mädels aus Großbritannien haben 2011 die achte Staffel der TV-Show The X Factor gewonnen. Vor ihrer Teilnahme waren sie alle schon musikbegeistert. Doch bei Jesy und Leigh-Anne fehlte der Mut vor Leuten aufzutreten. Perrie wollte eigentlich Musicalsängerin werden, doch ihre Stimme wurde als zu poppig empfunden. Und Jade spielte zwar Gigs, aber hatte sich schon für ein Kunststudium eingeschrieben, als die Chance, zu X-Factor zu gehen, kam.

Alle scheiterten als Solo-Sängerinnen, doch die Jury gab ihnen eine Chance als Gruppe. Die Chemie stimmte zwischen ihnen. Jesy begründet das mit einem Augenzwinkern so: "Wir sind alle ziemliche Spinner, aber jeder auf eine andere Weise." Alle sind Mitte 20. Auch ein weiterer Grund, dass sie sich gut verstehen.

Die Band steht für Mädelspower. Aber nicht nur die energetischen, sondern auch die ruhigen Töne treffen sie. Das zeigen sie in ihren zahlreichen Balladen.

Mit den Jahren nach dem Sieg und dem ersten Album produzierten sie mit Musikgrößen wie Jason Derulo und Sean Paul.

Im November 2016 veröffentlichten sie ihr viertes Album Glory Days. In ihrer Heimat Großbritannien ging es auf die Eins der Albumcharts. Hierzulande schafften sie es in die Top 30, auf Platz 27. Das bekannteste Lied des Albums ist Shout Out To My Ex. Es ist eine Art Trennungsong, der ihre Erfahrungen mit Beziehungsenden und Herzschmerz in einen Powerhit verwandelt.

In Großbritannien sind sie immer noch große Stars. Ob sie es in die Gefilde der legendären Spice Girls schaffen können, werden die nächsten Jahre zeigen. Die Grundlage der Band scheint solide. Hier in Deutschland sind die vier zwar auch bekannt, aber haben noch nicht den Status von Superstars. Um das zu ändern und auch für ihre deutschen Fans live zu performen, gibt es dieses Jahr auch Konzerte hierzulande.

Neben den Konzerten in Großbritannien und Deutschland treten sie auch in Australien, den Vereinigten Staaten und in zahlreichen Metropolen in Europa auf.

Am 24. Mai.17 kommt die Band für ein Konzert in die Mercedes-Benz-Arena nach Berlin. Karten gibt's an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Zur Einstimmung verlosen wir ihr aktuelles Album Glory Days in der Deluxe Edition:

Um zu gewinnen, schick die richtige Antwort auf die Gewinnspielfrage an oliver@jup.berlin! Der Einsendeschluss ist der 28.02.17, 15 Uhr. Unter allen richtigen Einsendungen entscheidet das Los. Viel Erfolg!

 

GEWINNSPIELFRAGE:

Welche Castingshow gewann die Band Little Mix?

a) The Voice                 b) The X Factor

 

Teaserbild: © Sony Music

Auf dem jup!od sind immer die neusten Hits für euch. jup!- Redakteur Olli hört sich wöchentlich die neusten Alben an.

Er brachte den Hit des Jahres 2016 und bringt nun sein Debütalbum mit einer unglaublichen Zahl an neuen Liedern heraus.

Die jup!od-Playlist gibt's auf Spotify und auf YouTube!!!

 

VON OLIVER MATTUTAT, 10. Februar 2017

Die Erwartungen auf ein Album sind riesig, wenn man einen Top-Hit landet. Diese Erwartungen muss auch unser heutiger Künstler erfüllen. Die Rede ist von Rag'n'Bone Man. Ob es weitere Songs mit Hitcharakter gibt und was sein Album besonders macht, jetzt hier im jup!od.

Masse und Klasse

Sein Song Human ging durch die Decke. Jetzt liefert Rag'n'Bone Man mit seinem Debütalbum ab. Dabei geht er einen anderen Weg als viele andere Künstler.

Den Song Human und die dazugehörige Stimme von Rag'n'Bone Man, der bürgerlich Rory Graham heißt, hat wohl jeder im Kopf. Man konnte 2016 auch nicht an ihm vorbeikommen. Seit unglaublichen 26 Wochen ist er in den Single-Charts. Zwölf Wochen war er außerdem auf Platz eins. Nun ist es so weit: Der Brite bringt sein Debütalbum heraus. Titelgebend ist genannter Megahit Human. Wer sich die Titelliste der normalen Version anschaut, wird nichts Außergewöhnliches feststellen. Zwölf Lieder sind dort auf der CD. Wie viele andere Künstler bringt auch Rag'n'Bone Man auch eine Deluxe Edition heraus. Auf der sind nicht nur zwei oder drei weitere Lieder, sondern ganze sieben. Somit kommen wir auf 19 Songs. Im Gegensatz zu anderen Künstlern hat man aber bei den Titeln der Deluxe Edition nicht den Eindruck, dass sie einfach nur Füllmaterial sind. Sie sind ebenfalls äußerst hörenswert.

Es war ein langer Weg für den freundlichen Riesen. Jahrelang macht er schon Musik und nun endlich kam der Durchbruch. Seine Leidenschaft für die Musik zeigen auch seine Tattoos. Soul und Funk hat sich der Brite auf die Fingerknöchel tätowieren lassen Diese Leidenschaft hört man auch auf seiner Platte.

Das erste Lied des Albums ist der Titelsong Human. Es ist ein schlau gewählter Einstieg. Denn das Lied kennen und mögen die meisten Hörer. Im Song thematisiert Graham, dass man sich nicht immer über alles beklagen solle. "Some people got real problems", heißt es im Text. Damit möchte er ausdrücken, dass unsere Probleme eigentlich gar keine Probleme sind verglichen mit den Situationen, die andere Menschen anderswo auf der Welt zu bewältigen haben.

Die zweite Single Skin, die nach seiner Veröffentlichung auch schnell die iTunes- Charts nach oben kletterte, handelt davon, etwas im Leben ganz knapp zu verpassen. Er geht um zwei Menschen, die sich lieben, aber aus so verschiedenen Welten kommen, dass sie nicht zusammen sein können. Er habe dabei an die Serie Game Of Thrones gedacht, in der es so ein Szenario gibt, sagte er in einem Interview.

As You Are beginnt mit einem Piano-Riff, das sich anhört, als würde es von einem Plattenspieler abgespielt werden. Es bleibt das ganze Lied über präsent und wird nur am Ende von Streichern abgelöst. Darin verspricht er, dass er die angesprochene Person so nimmt, wie sie ist.

Beeindruckend ist das Lied Die Easy. Graham singt den ganzen Song, der zwei Minuten und 32 Sekunden geht, komplett acapella, also ohne instrumentale Begleitung. Absolute Gänsehautgefahr!

Your Way Or The Rope ist ein Beispiel, warum sich bei diesem Album die Deluxe Edition lohnt. Ein Lied, dessen Beat bei mir spontan Beinwippen verursachte. Vor allem im Refrain kommt wieder die raue Stimme zum Vorschein und das Gefühl, was er damit übermitteln kann.

Ein Album, dessen Anhören sich wahrlich lohnt. Die einzigartige Stimme von Rory Graham in Verbindung mit den mal eher dunkleren, ruhigeren und mal rhytmischen und freudigen Songs macht Spaß. Ein Album, das großteils melancholische Blues- und Popelemente enthält und teilweise von Hip-Hop-Beats begleitet wird.

Wer diesen Ausnahmekünstler mal live in Berlin erleben will, muss sich wohl noch etwas gedulden. Denn für sein Konzert am 4.04. im Astra Kulturhaus sind die Karten so gut wie weg. Wann der Brite dann das nächste Mal in die Hauptstadt kommt, steht noch nicht fest.

 

Teaserbild: © Dean Chalkley

Auf dem jup!od sind immer die neusten Hits für euch. Jup!- Redakteur Olli hört sich wöchentlich die neusten Alben an.

Heute mal mit einer Newcomerin aus'm Wedding. Die jup!od-Playlist gibt's auf Spotify und auf YouTube!!!

 

VON OLIVER MATTUTAT, 03. Februar 2017

Berlin ist eine Stadt des Zuzuges. Ich selbst bin kein gebürtiger Berliner. Ich bin auch nur zugezogen. Auch viele Künstler ziehen nach Berlin. Unsere heutige Sängerin wohnt seit zwei Jahren in Berlin-Wedding. Wir schauen mal, ob sich ihre erste EP auch nach Klängen aus dem Wedding anhört.

 

Klänge der 80er

Auch wenn nach LOUKAs Aussage keine Band der Neuen Deutschen Welle aus den 80ern direktes Vorbild für ihre Musik ist, hört man doch zumindest Einflüsse. Ihre erste EP gibt einen Eindruck in ihr Debütalbum.

Auf der Bühne steht LOUKA schon länger. Die heute erscheinende EP ist aber der Start in ein aufregendes Jahr 2017 für die Newcomerin. Es ist die erste größere Veröffentlichung von LOUKA. Ihr erstes Album erscheint noch dieses Jahr.

Zusammen arbeitet sie mit Johann Seifert an ihrer Musik. Sie singt und schreibt die Text. Er macht die Musik dazu. Dabei hat es etwas Erfrischendes, wenn Künstler auf Minimalismus setzen. In der heutigen Zeit geht das immer mehr verloren. Dazu kommen Synth-Melodien, die einen auch immer wieder an die 80er-Jahre erinnern. LOUKA, die schon am Theater in Zürich Musik für "Alice im Wunderland" komponiert hat, besitzt eine besondere Stimme, die einen in ihren Bann ziehen kann. Ihre Texte sind Collagen aus Aufgeschnappten aus ihrem Leben. So sagt sie darüber: "Ich beobachte. Ich trage immer ein Notizbuch mit mir herum, um Zeilen aufzuschreiben, die mir begegnen - in der U-Bahn, auf einem Plakat, in der Zeitung […] Zuhause habe ich ein ganzes Bücherbord voll mit diesen Notizbüchern […] Das ist mein Textschatz […]"

Ihre EP ist der erste Weg, ihre Texte in die Öffentlichkeit zu bringen. Mit insgesamt vier Songs in je zwei Version (Studio- und Live- bzw. Akustikversion)bekommt man einen Eindruck, wohin es gehen wird.

Das Lied Flimmern ist namensgebend für die EP. Über einen einfach gehaltenen Beat singt sie: "So nah dran, Wolken aus Atem. Euphorie ist die Energie, die meine Gedanken in Bewegung übersetzt. Und es flimmert, es flimmert, es flimmert unter meiner Haut." Schnell kann man ins Überlegen kommen, wo sie solche Zeilen, die doch eher ein wenig eigenwillig anmuten, aufgeschnappt haben könnte.

Aus ihrer Theaterzeit nahm sie mit, dass man immer ein Publikum habe,  wenn man nur etwas Besonderes mache. Und etwas Besonderes sind ihre Texte auf jeden Fall.

Das hört man auch in Wann immer. "Manche sind geboren, um sich zu finden auf dem Weg. Sie halten sich gegenseitig auf dem Boden dieser Welt. Ihre kleinsten Einzelteile sind aus demselben Stoff gemacht.", hört man sie dort singen.

Der Refrain hat etwas Hymnenhaftes und Hoffnungsvolles. Sie beschreibt das Dasein für andere, auch in schweren Zeiten. Es ist ein Lied, dass sich leicht auf Freundschaft oder Beziehung übertragen lässt und ausdrückt, was wohl jeder sich wünscht: Jemanden, der immer für einen da ist, egal ob die Sonne scheint oder ob man im Regen steht.

So versinkt man ein wenig in ihre Klang- und Textcollagenwelt und die Zeit vergeht.

Wenn ihr mal in ihre Musik reinhören wollte: Hier unten ist das Video zur Single Flimmern.  Viel Spaß!

 

 

Teaserbild: © Sophie Kirsche

 

 

24.02.2017 bis 24.02.2017 (Ganztägig)
30.01.2017 bis 30.01.2017 (Ganztägig)

Auf dem jup!od sind immer die neusten Hits für euch. jup!- Redakteur Olli hört sich wöchentlich die neusten Alben an. Heute werfen wir einen Blick auf Urgesteine der Alternative-Szene. Die jup!od-Playlist gibt's auf Spotify und auf YouTube!!!

 

VON OLIVER MATTUTAT, 27. Januar 2017

Auch diesen Freitag blicken wir wieder über den großen Teich nach Amerika. Diesmal aber nicht auf einen Newcomer, sondern auf eine Band, die jetzt schon ihr zehntes Album herausbringt und mit über zehn Millionen verkauften Platten aufwarten kann. So viel kann ich vorher schon einmal verraten: Schlechte Laune wird man nach dem Hören des Albums nicht mehr haben!

 

Sommerliche Songs aus Kalifornien

Die Band Train meldet sich zurück. Mit ihrem neuen Album vertreiben sie jegliche trübe Wetteraussichten bei uns!

Um als Band so lange so erfolgreich zu sein, braucht man schon einige Fähigkeiten. Natürlich Talent und Durchhaltevermögen, aber auch den Drang, sich immer wieder neu zu erfinden. 23 Jahre ist die Bandgeschichte von Train nun lang. Dabei kann die Band auf viele Erfolge zurückblicken. Trotzdem haben sie immer noch so richtig Lust aufs Musikmachen. Dabei gehen sie auf ihrem neuen Album a girl a bottle a boat musikalisch auch neue Wege, die nicht jedem treuen Train-Fan gefallen, wie in den sozialen Netzwerken zu lesen ist.

Unbestritten steht die Band aber für Beständigkeit. Alle zwei Jahre kann man quasi einen Hit erwarten. 2010 war es Hey, Soul Sister, 2012 Drive By und 2014 Angel In Blue Jeans.

Die erste Single des neuen Albums, die 2016 veröffentlicht wurde, ist wieder ein Hit geworden. Play That Song  heißt sie. Dabei geht es darum, dass sich jemand ein Lied vom DJ wünscht. Welches das ist, wird nur sehr guten Zuhörern klar. Wie Trains Label Sony in einer Pressemitteilung zum Album verriet, versteckt sich in dem Song ein Sample vom Song Heart And Soul von Hoagy Carmichael und Frank Loessner aus dem Jahr 1938. Ich muss zugeben: Darauf wäre ich nie gekommen, da ich das Original gar nicht kenne.

Auch das Musikvideo zu Play That Song verbreitet gute Laune. Dort sieht man Frontmann Patrick Monahan nämlich an einem sonnigen Tag mit bester Laune herumtanzen.

Wie anfangs angesprochen, probiert sich Train auch in neuen Klangwelten aus. The News ist ein Beispiel. So hört man Elektrisches und Patrick Monahan beginnt mit einer Art Sprechgesang. Es erinnert nicht gleich an einen klassischen Train-Song. Er hat dennoch seinen ganz eigenen Charme und für mich ist The News eines der besten Lieder des Albums.

In Loverman singt Monahan im Duett mit der amerikanischen Singer-Songwriterin Pricilla Renea. Sie übernimmt dabei den Refrain. Zunächst singen sie Acapella und so hört man die Klasse der beiden. Dann setzen auch die Instrumente ein und es entsteht ein launiges Lied mit kräftigen Bässen.

Das melancholischste Lied ist You Better Believe. Es ist das letzte Lied der Platte. Es holt einen selbst ein wenig zurück in den Alltag. Der Anfang des Songs bietet nicht viel der vorher verbreiteten ausgelassen Stimmung. "Nothing lasts forever", also nichts bleibt für immer, ist eine der prägenden Zeilen. Auch wenn der Anfang ein wenig bedrückend ist, zum Refrain wird der Song recht hoffnungsvoll. Es hört sich an wie ein Text an die eigenen Kinder. "One day I see you in the future, you have a family on your own, I will be there to be your teacher, [...] you're not alone" (Eines Tages in der Zukunft hast du deine eigene Familie. Ich werde für dich da sein, um dein Lehrer zu sein. [...] Du bist nicht allein.), heißt es dort.

A girl a bottle a boat ist ein Album, das auf jeden Fall gute Laune bereitet. Man verliert sich im kalifornischen Feeling und vergisst die bitterkalten Temperaturen bei uns draußen. Dennoch sind nicht alle Songs hittauglich und das ein oder andere leider auch verzichtbar. So wie die Fangemeinde, bin auch ich ein wenig zwiegespalten.

 

Teaserbild: © Sony Music

29.01.2017 bis 29.01.2017 (Ganztägig)

Auf dem jup!od sind immer die neusten Hits für euch. jup!- Redakteur Olli hört sich wöchentlich die neusten Alben an. 
In der zehnten Folge widmen wir uns einer jungen Amerikanerin, die ihre Heimat verließ, um ihren Traum von einer Musikerkarriere zu erfüllen. Die jup!od-Playlist gibt's auf Spotify und auf YouTube!!!

 

VON OLIVER MATTUTAT, 20. JANUAR 2017

 

Nachdem wir letzte Woche einen kleinen Überblick über die neue Musik im Jahr 2017 bekommen haben, geht's heute mit einem neuen Album los. Die Künstlerin, die ich euch heute vorstelle, habe ich letzten Herbst schon live in Hamburg beim Reeperbahnfestival erlebt. Sie ist eine super Sängerin. Ich fasste auch den Entschluss, mir unbedingt ihre erste Platte anzuhören. Gesagt, getan!

 

Ein Querschnitt aus dem Leben

Norma Jean Martine möchte groß rauskommen. Den ersten Schritt tut sie jetzt mit ihrem Debütalbum, das ziemlich persönlich ist.

Only In My Mind, also nur in meinen Gedanken, ist der Titel des ersten Albums der Amerikanerin Norma Jean Martine. Sie sagt, dass das Universellste das ist, was jeder nur für sich im Kopf hat.

Das Album, das zwölf Titel umfasst, ist in mehreren Jahren entstanden. Die Songs bilden nicht nur einen Moment, sondern eine ganze Lebensphase ab. Eine Lebensphase, die für Martine ziemlich turbulent war. Sie zog aus Amerika in die britische Hauptstadt nach London. Fünf Jahre ist das nun her. Fünf Jahre, in denen sie die Höhen und Tiefen erlebt hat, die jeder Mensch erlebt. Mal gibt es gute Tage und mal eben auch schlechte. Man verliebt sich, ist in einer Beziehung oder trennt sich. All diese Erfahrungen münden in ihrem Album und das wird dadurch sehr persönlich.

In unserem Interview sagte die 25-Jährige uns, dass sie mit ihrem Album für jeden etwas parat haben möchte. Das hat sie geschafft. Rausgekommen ist eine Mischung aus langsameren und schnelleren, aus leisen und lauten Lieder. Dabei überwiegt jedoch die langsamere, leise Seite.

Das erste Lied Sons And Daughters bietet einen guten Einstieg in das Album. Sie zeigt sich hier gleich von ihrer etwas rockigeren Seite. Gerade der Refrain strotzt nur so davon. Zum Ende hört man sie dann aber auch von ihrer ruhigeren Seite nur von Streichern begleitet.

Der Titelsong Only In My Mind ist einer der ersten Songs nach ihrem Umzug nach London. In dem Lied geht es um eine Liebe, die es aber nur in ihren Gedanken gibt. Im eingängigen Refrain heißt es: „It's only my mind that I feel you, [...] it's only in my soul that I know that I can't go there."

(Es ist nur in meinen Gedanken, dass ich dich fühle, […] es ist nur in meiner Seele, dass ich weiß, dass ich nicht dorthin gehen kann.)

Das für mich rockigste Lied ist Animals. Besonders der Refrain regt zum Mittanzen an. Eine Up-Tempo-Nummer mit gutem Beat und toller Stimmung.

Der letzte Titel ist der kürzeste und wohl ruhigste. In I'm Still Here singt sie nur vom Klavier und Streichern begleitet. Hier macht sich ihre besondere Stimme sehr bemerkbar. Ein sentimentales Lied, das einen guten und nachdenklichen Abschluss für das Album schafft.

Teilweise erinnert Norma Jean Martine an die große Amy Winehouse, die auch eine ihrer Vorbilder ist. Auf jeden Fall reinhören und in Gedanken versinken.

Wir hören uns, wenn ihr wollt, nächste Woche wieder! Sagt mir gerne wieder eure Meinung unten in den Kommentaren oder per Mail an oliver@jup.berlin .

Teaserbild:© Erik Weiss

26.05.2017
19.00
02.06.2017
19.00
09.06.2017
19.00
16.06.2017
19.00

 

Auf dem jup!od sind immer die neusten Hits für euch. jup!- Redakteur Olli hört sich wöchentlich die neusten Alben an. 
In der ersten Ausgabe des Jahres verschaffen wir uns einen Überblick über das Musikjahr 2017. 
Die jup!od-Playlist gibt's auf Spotify und auf YouTube!!!

 

VON OLIVER MATTUTAT

 

Das Jahr 2017 ist nun mehr 13 Tage alt. Nachdem ich Ende 2016 mit dem jup!od gestartet bin und schon einige Alben für euch rezensiert habe, will ich euch auch dieses Jahr mit den neusten Platten versorgen. Der 
jup!od wird sich im Laufe des Jahres in seiner Gestalt wandeln. Was da genau passiert, werde ich euch noch verraten. Konstant bleibt aber das Grundprinzip: Jede Woche gibt es die Neuheiten aus der Musikwelt für euch!
Bevor wir aber so richtig mit neuer Musik durchstarten, verschaffen wir uns diese Woche erstmal einen Überblick über das, was uns 2017 erwartet.

Den Anfang macht nächste Woche die Amerikanerin Norma Jean Martine. Aufmerksamen Lesern könnte die junge Dame durchaus schon bekannt sein. Wir konnten mit ihr letztes Jahr nämlich schon ein Interview führen. Dort haben wir schon ein bisschen mit ihr über das Album sprechen können. Nächste Woche blicken wir dann darauf, wie es letztlich geworden ist.
Im weiteren Verlauf des Frühjahrs schauen wir uns ein absolutes Multitalent an. Der Schauspieler Matthias Schweighöfer bringt ebenfalls sein erstes Album heraus. Nachdem er schon für einen seiner Filme das Titellied Fliegen beisteuerte, versucht er es nun mit einem kompletten Album. Wir sind gespannt. 
Am gleichen Tag, dem 10. Februar, bringt auch die Newcomer-Sensation des letzten Jahres sein Erstlingswerk auf den Markt. Rag 'n' Bone Man, der letztes Jahr mit Human einen echten Hit landete, wird uns dann noch mehr Hits mit seiner unvergleichlichen Stimme bringen. Sein Song Human steht seit nun mehr seit dem 12. August  in den Charts und war lange Zeit auch auf der Pole-Position.

Aber wir schauen nicht nur auf Newcomer. Auch warten wir gespannt auf die neuen Alben von den "Etablierten". Davon gibt es auch dieses Jahr wieder viele. Ich habe an dieser Stelle mal drei für euch:
Ein Jahr Social-Media-Pause hatte sich dieser Künstler auferlegt. Würdet ihr das durchhalten? Er hat es durchgehalten und kam letzte Woche mit einem großen Knall wieder. Nachdem er schon zum Jahreswechsel neue Musik für den 6. Januar ankündigte, brachte er gleich zwei neue Singles raus. Die Rede ist von Ed Sheeran. Die zwei Singles Shape Of You und Castle On The Hill machen Lust auf mehr und zeigen, dieser Ausnahmekünstler ist zurück.

Dieses Jahr zurückkommen wird auch Avril Lavigne. Es wurden zwischendurch schon Gerüchte laut, dass sie tot sei. Die Kanadierin hat sich aber aus ihren schwärzesten Stunden ihres Lebens gekämpft und kommt mit neuer Musik in diesem Jahr.
Auch in der deutschsprachigen Musik gibt es wieder viel Neues. Lena steht zum Beispiel ein spannendes Jahr bevor. Neben ihrer Teilnahme an der Fernsehshow Sing meinen Song, bei der sie dann mit anderen deutschen Sängern und Sängerinnen ihre Songs tauscht, bringt sie auch ein neues Album heraus.

Es wird wieder ein musikalisches Jahr. Jeden Freitag gibt's von mir die Neuheiten der Musikszene. Ich würde mich freuen, wenn ihr dabei seid und auch eure Meinung unten in den Kommentaren preisgebt. Anmerkungen und Rückmeldungen auch gerne an oliver@jup.berlin - Schaut auch gerne bei Spotify und YouTube vorbei. Dort könnt ihr die Musik zum jup!od finden!
In diesem Sinne: Bis nächste Woche!

 

Lotte steht noch ganz am Anfang ihrer Musikkarierre. Sie schreibt ihre Musik und ihre Liedtexte selbst. Noch steht sie alleine auf der Bühne. Wir haben sie im Huxleys vor ihrem Auftritt getroffen.

VON OLIVER MATTUTAT

Als Vorband von u.a. Benne, Johannes Oerding oder Max Giesinger quer durch Deutschland getourt zu sein, liest sich nicht schlecht in der musikalischen Vita. All das kann Lotte vorweisen. Die sympathische  Wahlhamburgerin hat so einiges erlebt im Jahr 2016 und dabei auch die Bandbreite von Locations und Anzahl des Publikums kennengelernt. Aufgetreten ist sie stets alleine. Nur sie und ihre Gitarre. Deswegen wird sie von ihrem Label auch "Das Mädchen mit der Gitarre" genannt. Ihre Lieder sind eher ruhig, nachdenklich und manchmal auch ein bisschen melancholisch. Dass das aber nicht das ist, was sie nur machen möchte, stellt sie auch bei ihrem Auftritt im Berliner Huxleys klar. Bei der Ankündigung des Liedes Pauken gibt sie schon einen Ausblick auf die Änderungen im Jahr 2017. "Nächstes Jahr spiele ich dann zusammen mit meiner Band und dann machen wir so richtig Krach", sagt sie. Ihre Lieder lassen sich wirklich gut in einer Bandversion vorstellen. Dann wird sie "Das Mädchen mit der Band". Ihre Songs schreibt sie selbst. Dabei geht es viel um die Liebe und die persönlichen Erfahrungen, die Lotte gemacht hat. Bei ihrem Auftritt als Vorband von Max Giesinger im Huxleys erntet sie viel Applaus. 2017 soll ihr erstes Album kommen und sie möchte gerne auf die erste eigene Tour gehen, verriet sie uns.

Wir sind gespannt und behalten Lotte auf jeden Fall im Auge.

In unserem Interview sprachen wir mit ihr über ihre Bühnenerfahrungen, ihre Musik und ihre Vorhaben für 2017: 

Jup!: Seit diesem Sommer bist du regelmäßig als Support Act unterwegs. Wie war das so?
Lotte: Total cool. Es waren auch ganz verschiedene Künstler aus dem deutschsprachigen Bereich. Max (Giesinger Anm. d. Red.) spielt unfassbar große Locations und bei Benne, der noch in einem anderen Stadium ist, waren das so hunderter, zweihunderter Läden. Ich stehe ja noch nur alleine mit Gitarre auf der Bühne. Es ist total verrückt, zu sehen, wie die Leute reagieren. Das ist eine gute Schule für mich und man sieht, was alles so dazu gehört. Was macht ein Tourmanagement? Wie funktioniert es, im Nightliner oder im Sprinter zu reisen? Ich genieße es sehr und bin ein bisschen wehmütig, dass es jetzt erst einmal zu Ende geht. 

Welche Erfahrungen nimmst du davon mit?
Ich habe angefangen, es sehr zu genießen auf der Bühne zu stehen. Die ersten Auftritte hatte ich natürlich eine große Aufregung. Aber wenn man dann jeden Tag nen Gig spielt bekommt man ein wenig Routine. Man geht auf die Bühne und man bekommt so viel zurück von den Leuten. Dazu kommen dann noch praktische Erfahrungen. Ich habe jetzt das erste Mal angefangen, mit In-Ear zu spielen. Plötzlich hört man sich zusätzlich noch da drüber. Das ist auch etwas Neues. 

Wie wichtig ist dir, dass du auch ein Instrument spielst. Gibt dir das auch Sicherheit?
Ich genieße es sehr, selbst Instrumente zu spielen. Ich spiele auch Klavier. Ich schreibe auch die Songs selbst und da brauche ich einfach ein Instrument. Ich liebe es sehr, mit einem Instrument auf der Bühne zu stehen. Ich glaube, aber nicht, dass es ohne nicht auch gehen würde. 

Wie würdest du dich, wie würdest du deine Musik beschreiben?
Das, was ich hier bei den Support Acts mache, ist noch sehr akustisch und reduziert. Da würde ich sagen, dass das sehr ehrlicher, deutscher Pop ist. Das, was aus mir rauskommt in Musik. Ich bin gerade mit meiner Band im Studio. Was da kommt, wird immer noch ehrlich und deutsch sein, aber dann eher in die Pop / Rock Richtung gehen. Es wird ein bisschen lauter. 

Wer sind deine Vorbilder?
Ich höre zurzeit gerne deutsche Sachen. Zum Beispiel höre ich Bosse, Clueso oder Joris. 

Eine EP hast du schon. Wann können wir mit deinem Debütalbum rechnen?
Wir lassen uns ganz viel Zeit gerade. Wir sind mittendrin und die ersten Nummern stehen schon. Im Februar kommt die erste Single, da freue ich mich schon drauf. Ich denke, dass zum Sommer etwas kommt.

Du gehörst ja auch zur Generation digital native. Wie wichtig sind dir Soziale Netzwerke?
Sie sind sehr viel wichtiger geworden im letzten Jahr. Ich hatte bis vor zwei, drei Monaten kein Instagram, sondern nur Facebook. Es ist mir auch schwer gefallen, Sachen herauszugeben, weil man dadurch ja viel von sich offenbart. Ich mache einen Post pro Tag, den ich gut finde. Den Rest meiner Zeit schreibe ich dann Backstage meine Songs.  

2016 ist nun auch fast zu Ende. Was hast du dir für 2017 vorgenommen, hast du Wünsche fürs neue Jahr?
Ich freue mich auf 2017, weil eine Menge passieren wird und ich jetzt auch mein Team zusammen habe. Ich wünsche mir einen tollen Festivalsommer und dass ich ganz, ganz viel live spielen kann. Das macht mir großen Spaß. Eine erste eigene, kleine Tour würde ich auch gerne spielen. Ich glaube, was immer sinnvoll ist, dass man man selbst bleibt. Ich wünsche ich, dass da auch bei mir so bleibt. 

Wie feierst du Silvester?
Mit meiner Band in Hamburg. Wir machen Raclette zusammen. Es ist voll cool: Ich wohne mit meinem Bassisten im selben Haus.

Zu guter Letzt haben wir noch ein paar Entweder- oder Fragen für dich: 

Rumspringen oder Stillsitzen?
Rumspringen

Lachen oder Weinen?
Geht auch beides? (Lacht.) Dann beides

Computer oder Rausgehen?
Rausgehen

Pizza oder Pasta?
Pizza

Winter oder Sommer?
Sommer

Sport gucken oder Sport machen?
Sport machen

Laut oder Leise?
Laut

Auf Tour oder Zuhause sein?
Auf Tour

Erfolg haben oder glücklich sein?
Glücklich sein 

Vielen Dank fürs Gespräch, Lotte! Viel Erfolg und Spaß weiterhin.

Sophie, Sarina und Konstantin haben DieLochi-Zwillinge interviewt! Wie es aussieht, wenn DieLochis ihr allererstes YouTube-Video nachstellen und was sie zu Weihnachten machen - schaut es euch an!

Vor ein paar Tagen wurde bekannt das Mozart, in Großbritannien, in diesem Jahr bisher mehr CDs verkauft hat als Drake. Der Trend aggiert wohl getreu dem Motto "back to the roots", dies gilt auch für unsere heutige Verlosung. Ganz nach dem Motto: "CDs sind für Amateure", verlosen wir heute ein Vinyl-Album von Tim Bendzko. Das Album "Immernoch Mensch" klingt auf einer Vinyl gleich viel besser, mit dem Flair vergangener Tage. Was ihr dafür tun müsst? Likes einfach das entsprechende Bild bei Facebook oder Instagram und ihr seid im Lostopf! Viel Glück wünscht euch das jup! Berlin Team! :)

 

24.01.2017 bis 29.01.2017 (Ganztägig)
08.12.2016 bis 17.12.2016 (Ganztägig)

 

Heute haben wir ein exklusives Mark Forster Fan Paket für euch! Bist du der ultimative Fan? Dann mach an unserem Gewinnspiel mit und sag uns bei Facebook oder Instagram warum du es verdient hast zu gewinnen!

 

via GIPHY

Auf dem jup!od sind immer die neuesten Hits für euch. Jup!- Redakteur Olli hört sich wöchentlich die neusten Alben an.

In der letzten Ausgabe dieses Jahres haben wir den Soundtrack zum neuen Disneyfilm für euch!  Die jup!od-Playlist gibt's auf Spotify und auf YouTube!!!

 

VON OLIVER MATTUTAT

 

Wie jedes Jahr bringen die  Disney-Studios auch dieses Jahr einen Film zu Weihnachten raus. Am 22.12.16 erscheint in unseren Kinos VAIANA. Wir haben den Film in der englischen Originalversion gesehen und hören nun auch mal in den Soundtrack rein.

 

Die Sehnsucht nach der Ferne

Die Macher von "Frozen" und "Zoomania" bringen einen neuen Film heraus. Er spielt auf einer Insel mitten in Ozeanien.

VAIANA ist ein einfaches kleines Mädchen. So einfach dann aber doch nicht. Sie ist die Tochter des Stammesoberhauptes Chief Tui auf der kleinen Insel Motunui. Sie soll eines Tages seinen Platz einnehmen. Aber sie verspürt einen Drang aufs Meer hinauszufahren. Ihre Oma feuert sie dabei mit einer Legende noch an. Eines Tages entdeckt VAIANA mit Hilfe ihre Oma alte Boote in einer Höhle. Nachdem eine große Krise über die Insel hereinbricht, macht sie sich auf, um den Halbgott MAUI zu finden. MAUI soll nämlich das grüne Herz gestohlen haben und nun gehen alle Inseln zu Grunde. So macht sich die junge VAIANA auf. Mit an Bord ist das dumme Huhn Heihei, das sich das eine oder andere Mal im Meer wiederfinden wird. Das Abenteuer beginnt. Nach einigen Höhen und Tiefen findet sie schließlich MAUI. Aber der möchte nicht so recht mitmachen. Neben Superkräften verfügt er nämlich auch über sein Super-Ego. Ob er VAIANA dann doch hilft, könnt ihr ab nächstem Donnerstag im Kino sehen.

Es ist wieder einer der Disney-Filme, in dem viel und gut gesungen wird. Die Songs passen gut in den Film, aber lassen sich auch absolut so hören. Mein Favorit ist die Originalversion von You're Welcome. Gesungen wird das Lied in der englischen Version vom so hart scheinenden Dwayne "The Rock" Johnson, der unter anderem in Fast And Furios mitspielt. Er lieh MAUI für den Film auch seine Stimme. Es überrascht mich, dass Johnson so gut singen kann. Der Song hat absolute Ohrwurmgefahr. Aber auch der Song How Far I'll Go von VAIANA, gesungen von ihrer Synchronstimme Auli'i Cravalho, ist absolut stimmungsvoll.

Die deutsche Soundtrackversion hat es im Vergleich schwer. Das liegt natürlich auch an den Übersetzungen, die nicht so geschmeidig sein können wie die Formulierungen im Original. Zum Beispiel das Lied You're Welcome ist mit "Voll Gerne" übersetzt. Musikalisch ist das Original auch ein wenig besser, aber dennoch passt die deutsche Version auch super zum Film. Den Titelsong auf deutsch singt Helene Fischer. Er ist wirklich gut gelungen. Helene Fischer ist eine der wenigen Schlagersängerinnen, die auch wirklich gut singen können.

VAIANA ist ein wunderbarer Film für die ganze Familie. Es ist auch ein Film großartiger Lieder. Film und Soundtrack sind absolut empfehlenswert.

Das war die letzte Ausgabe des jup!ods für das Jahr 2016. Ich melde mich dann wieder am 13.01.17 mit den neusten Alben. Somit bleibt mir nur, euch eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr zu wünschen!

In der heutigen Folge schauen wir mal nicht auf ein Album, sondern auf einen Konzertfilm. Die Lieder findet ihr trotzdem, wie gewohnt, auf Spotify und auf YouTube.

VON OLIVER MATTUTAT

Diese Woche haben wir etwas Besonderes für euch. Wir verlassen nicht nur die Musik, die wir sonst so am Start haben, sondern schauen diesmal auch auf ein anderes Medium. Ein Film über musikalisches Kabarett mit einem äußerst sympathischen Künstler.

Reimendes Klavierkabarett

Er schreibt nicht nur kluge Texte und singt, sondern spielt dazu noch überragend Klavier. Der Kabarettist Bodo Wartke ist ein Multitalent und bringt einen neuen, außergewöhnlichen Konzertfilm heraus. Wir haben ihn in getroffen.

20 Jahre steht Bodo Wartke jetzt nun auf der Bühne. In der Schulaula in seiner Heimat Bad Schwartau stand er das erste Mal 1996 mit einem Programm auf der Bühne. Anfang der 2000er zog es ihn für sein Studium, Klavier und Gesang, nach Berlin. Sein fünftes und neustes Klavierkabarettprogramm feierte im September 2015 Premiere. Was, wenn doch? heißt es. Auf dem gleichnamigen Album gibt Wartke Denkanstöße. Dabei lässt er auch Humor einfließen, so wie man es von ihm gewohnt ist. "Was macht der Clown, wenn er traurig ist?" und "Was passiert, wenn alle das tun würden, was sie lieben?" sind Fragen, die er aufgreift. Er selbst nennt seine Musik Klavierkabarett in Reimkultur. Das passt gut. Denn bei Bodo Wartke haben die Kompositionen auch einen hohen Stellenwert und er springt musikalisch durch verschiedene Genres. Meistens reimen sich die Zeilen seiner Texte auch.

Am 12.12.16 erscheint nun sein Konzertfilm Bei dir heute Nacht als BluRay und DVD. Dabei gibt es einen Konzertmitschnitt der besonderen Art. Bodo Wartke spielt vor 30 Leuten in der Szenerie eines Hamburger Hinterhoftheater. Das Theater verwandelt sich für diesen Abend in sein Wohnzimmer. Er führt all seine Stücke des neusten Programms auf. Manche in Versionen, die es so noch nicht gab. Dabei fühlt man sich, als wäre man live dabei. Vor allem wirken einige Lieder intimer und es entsteht das Gefühl, dass man ein wenig in die Seele Wartkes schauen kann. 134 Minuten geht der eigentliche Konzertfilm. Es sind über zwei Stunden zum Lachen, Nachdenken und sich Wohlfühlen. Dazu gibt es noch jede Menge Extras. So zum Beispiel Videotagebücher zur Entstehung der DVD und Musikvideos. Besonders bemerkenswert ist das neue Lied von Bodo Wartke. In Nicht in meinem Namen spricht er an, dass es nicht in Namen Gottes ist, egal in welcher Religion, Kriege anzuzetteln, Untaten zu tun oder Ähnliches. Ein ganz starkes Lied mit starkem Text, das man sich auf jeden Fall anhören muss. Wer die DVD haben möchte kann sie im Online-Shop von Bodo Wartke (http://www.bodowartke.de/shop) fünf Euro günstiger bekommen. Außerdem gibt es die BluRay exklusiv dort.

Mitte November traf ich Bodo Wartke in einem Kreuzberger Café zum Interview. Dabei unterhielten wir uns über Weltpolitik, Fernsehen, aber auch sein Album, den Konzertfilm und das Leben in Berlin. Einen Auszug gibt es hier:

 

jup!: 20 Jahre Bühne. Was hat sich zum ersten Auftritt geändert und was ist gleich geblieben?
Bodo Wartke: Gleich geblieben ist die Spielfreude und Unbedarftheit, mit der ich auf die Bühne gehe. Die hatte ich damals schon und das erstaunt mich auch rückwirkend. Was mich heute wie damals nicht abhält, auf die Bühne zu gehen, ist etwas nicht zu können. Ich mache eigentlich in jedem Programm Sachen, die ich noch nie gemacht habe.

Das was sich verändert hat, ist die Gelassenheit, mit der ich Fehlern begegne. Die ist größer geworden, weil mir das oft genug passiert ist. Es ist auch nicht immer schlimm, Fehler zu machen. Zum Beispiel, wenn ich mal den Text vergesse und einer aus dem Publikum, den spontan weitersingt, ist das ein urkomischer Moment.

 

Woher kommt bei Dir die Freude am Komponieren?
Es ist nicht nur die Freude am Komponieren, sondern auch die Freude am Dichten und Reimen. Ich reime sehr genau, überraschend und unkonventionell. Damit mache ich es mir auch schwer. Ich finde, dass Reime die Sprache zum Klingen bringen. Für mich muss Sprache nicht nur etwas aussagen, sondern auch gut klingen. Mich hat schon immer das Zusammenspiel aus Musik und Sprache interessiert.
Ein Text muss für mich eine Klarheit und gerne auch eine Mehrdeutigkeit mitbringen. Dabei bleibt aber eine Bedeutungsebene klar. Ich liebe Klarheit und Klang. Wenn dann beides zusammenkommt, mache ich mir die größte Freude.

Dein Album heißt "Was, wenn doch?". Welche Klammer gibt der Titel dem Album?
"Was, wenn doch?" ist die Gegenfrage auf "Was, wenn es nicht klappt?". Viele Dinge trauen wir uns nichts, auszuprobieren, weil wir von Anfang an denken, dass es nicht klappt. Das kann auch passieren. Aber das ist nur eine von zwei Möglichkeiten. Ich finde es wichtig, es darauf ankommen zu lassen. Es ist ja auch die Triebfeder meines Tuns. Ich merke auch erst, ob eine Nummer klappt, wenn ich sie ausprobiere. "Für möglich halten, dass es klappen kann", ist die Klammer von "Was, wenn doch?".

Wie kam es zu der Idee für den Konzertfilm "Bei dir heute Nacht"?
Die Idee entstand auch aus dem Wunsch heraus, dass wir Sachen machen, die wir noch nicht gemacht haben. Über allem steht die Frage: Mit welchen Mitteln kann man das, worum es geht, am besten zum Ausdruck bringen? Theater funktioniert nach anderen Gesetzen als Film.
Wir haben beim jetzigen Film mit viel Tricktechnik gearbeitet. Das sind zum Teil Effekte, die dem Zuschauer gar nicht auffallen. Die haben wir gewählt, weil wir der Meinung sind, dass die Stücke so am besten zur Geltung kommen. Es ist im Grunde das Einfangen einer Konzertsituation vor Freunden. Alle Leute, die das waren, kenne ich. Für manche Lieder ist der Dialog zwischen dem Publikum und mir essenziell. Für andere ist eine Intimität wichtig. Der Film aber erzählt nicht nur den Auftritt, sondern auch das drumherum.

Berlin wird oft sehr negativ dargestellt. Es sei dreckig und nichts würde fertig werden. Kannst du drei positive Dinge über Berlin sagen?
Sogar noch mehr! Diese Stadt ist im Wandel. Im Prinzip seit es sie gibt, ist das so. Das ermöglicht viel, aber erschwert auch einiges. Es gibt Sachen in Berlin, die gibt es woanders nicht. Zum Beispiel das Tempelhofer Feld. Es ist jetzt ein öffentlicher Park und alle Initiativen, ihn zu bebauen, sind gescheitert, weil kein Geld da ist. (Lacht.) Das ist super klasse. Selbst, wenn es voll ist, hast du da noch Platz. Das ist generell in Berlin so. Es ist so groß, dass man sich nicht auf die Füße tritt.

Man kann in Berlin so sein wie man ist. In Bad Schwartau, wo ich herkomme, werde ich oft angeschaut wie ein Außerirdischer. Man braucht auch Zeit, um hier anzukommen. Ich habe dafür Jahre gebraucht.

Was würdest Du in der Hauptstadt ändern wollen, wenn Du könntest?
Ich wünsche mir mehr Gemeinsinn und mehr Mitmenschlichkeit. Dass die Menschen schnallen: Wenn wir unsere Kühlschränke nicht aus dem Fenster werfen und den Müll nicht auf die Straße legen, ist es für alle geiler. Intakte Nachbarschaften und Kiezstrukturen wären gut. Es gibt Stellen in Berlin, an denen findet man das, an anderen leider nicht. Das wünsche ich mir nicht nur für Berlin, sondern für die Welt.

 

Nächste Woche gibt es dann wieder ein Album im jup!od. Dabei handelt es sich auch um eine Besonderheit. Es ist nämlich ein Filmsoundtrack!

 

Auf dem jup!od sind immer die neusten Hits für euch. Jup!-Redakteur Olli hört sich wöchentlich die neusten Alben an. Diesmal mit einer ungewöhnlichen Kombo und Legenden des Rocks. Die jup!od-Playlist gibt's auf Spotify und auf YouTube!!!

VON OLIVER MATTUTAT

Es gibt Musikstile, die man sich nicht auf dem ersten Blick zusammen vorstellen kann. So zum Beispiel Hip-Hop beziehungsweise Rap und als Begleitung ein klassisches Orchester. Genau das steht bei uns heute auf einem Album auf dem Programm. Das andere Album bleibt dazu im Gegensatz einem Stil treu.

Hip-Hop und Orchester geht das?

Ein Rapper und ein Komponist treffen sich für ein außergewöhnliches Konzert. Wie das wohl klingen mag?

Der Aachener Rapper Motrip, dessen Song So Wie Du Bist letztes Jahr zum Hit avancierte, und der polnische Komponist Jimek haben zusammen ein Konzert auf die Beine gestellt, bei dem sie Hip-Hop und Orchester kombinieren. Die dazugehörige CD heißt Mosaik - MoTrip orchestrated by Jimek.

Im September diesen Jahres treten die beiden gemeinsam mit den 78 Musikern des Berliner Konzerthausorchesters auf die Bühne des Konzerthaus Berlins. Sie schaffen an diesem Abend etwas Neues und Einzigartiges. Es treffen nicht nur Musikwelten aufeinander, sondern auch Kulturen. Der gebürtige Libanese und der polnische studierte Komponist sind Einzelkämpfer. Das verbindet sie. Außerdem ist Jimek ein absoluter Hip-Hop-Nerd. Wie klingt das nun, wenn das Orchester in seiner gesamten Größe unter Anleitung eines alternativen Komponisten einen Hip-Hopper begleitet?

Ausgewählte Stücke der beiden Motrip Alben Embryo und Mama werden an diesem Abend aufgeführt. Dazu gibt es vier neue Songs, die von Jimek und Motrip exklusiv geschrieben worden sind. Außerdem sind auch noch hochkarätige Gäste der deutschsprachigen Musikszene anwesend. Neben Adel Tawil und Haftbefehl kam auch Lary, um zwei Lieder mit Motrip aufzuführen.

Der Titelsong seines ersten Albums Embryo gewinnt in dem neuen Gewand noch an Bedeutung. Es geht um einen Embryo, der vor vier Jahren abgetrieben wurde und somit nicht die Chance auf ein Leben bekam. Das Orchester unterstreicht die Dramatik der Geschichte und die Emotionen kommen noch besser rüber.

Eine Nation ist einer der neuen Songs. Es ist ein Lied, das perfekt in die heutige Zeit passt. Es appelliert an den Gemeinsinn. "Wir sind eine Nation", heißt es dort. Dabei geht der Text auch auf die Flüchtlinge ein. Besonders diese Textpassagen sollten sich einige in unserem Land zu Herzen nehmen: "Integration heißt Veränderung. Und Toleranz bedeutet nicht zu tolerieren, was eh dein Standpunkt war, sondern sich mit dem zu arrangieren, was jemand anderes sagt, was jemand anderes fühlt, was jemand anderes will."

Fast alle Lieder sind ein wenig länger geworden als im Original. Das liegt an der orchestralen Ausgestaltung durch Jimek. In der Regel enden die Songs mit einem instrumentalen Nachspiel.

Hip-Hop und Orchester das geht hervorragend! Jimek und Motrip erschaffen mit dem Konzerthausorchester neue Klangwelten. Dabei ist in jedem Song, die Klasse der beiden Musikstilen zu hören. Ein gutes Album, das mit sechzehn Stücken eine optimale Länge hat. Und wem Audio nicht reicht, der kann sich das Konzert auch noch als DVD zulegen.

 

 

Auf dem jup!od sind immer die neusten Hits für euch. Jup!-Redakteur Olli hört sich wöchentlich die neuesten Alben an. In der neuesten Ausgabe gibt es das Album eines Künstlers, der letztes Jahr seinen Durchbruch schaffte. Die jup!od-Playlist gibt's auf Spotify und auf YouTube!!!

VON OLIVER MATTUTAT

Das zweite Album sei immer das schwerste, sagt ein ungeschriebenes Gesetz der Musikbranche. Viele Künstler können an den Erfolg des Debütalbums nicht anknüpfen. Wie das bei The Weeknd, läuft schauen wir uns diese Woche mal an.

 

Keine lange Pause

The Weeknd ist zurück und hat auf seinem neuen Album jede Menge Songs dabei. Wir läuten mit ihm das Wochenende ein.

Can't Feel My Face war sein Durchbruch. The Weeknd hielt sich mit dem Hit wochenlang in den Charts. Und auch sein Debütalbum Beauty Behind The Madness katapultierte den Amerikaner in die Spitzengruppe. In Deutschland hielt er sich 22 Wochen in den Albumcharts. In den USA ist er sogar immer noch mit seinem Erstlingswerk in den Billboard Album Charts. Keine anderthalb Jahre ist die Veröffentlichung her. Nun kommt sein zweites Album.

Auf Starboy, wie das Album heißt, hält er 18 neue Lieder parat. Eine außergewöhnliche hohe Zahl. Viele aktuelle Alben kommen gerade mal mit zehn bis zwölf Titeln.

Der Titelsong Starboy, die erste Singleauskopplung, hat er mit niemanden geringeres als Daft Punk (u.a. Get Lucky) aufgenommen. Die Single hat den Rekord der meisten Streams am Wochenende der Veröffentlichung gebrochen. Binnen weniger Tage wurde sie mehr als 17 Millionen Mal gestreamt.

Auch bei I Feel It Coming bekam der gebürtige Kanadier die Unterstützung der französischen Musiker. Beide Songs haben absolutes Hitpotential. Vor allem I Feel It Coming lässt dabei musikalisch die 80er aufleben.

Aber Daft Punk sind nicht die einzigen Featuregäste auf Starboy. Mit am Start sind auch Lana Del Rey, Future und Kendrick Lamar.

Der Song Partymonster lebt von fetten Bässen. Er lässt so den Atmosphäre eines Clubs aufkommen. Auch ein Lied, der so in den Clubs unserer Stadt laufen könnte.

Starboy ist eine Mischung aus ruhigeren und auch lauteren Songs. Insgesamt kommt eine etwas düstere Stimmung rüber. Dabei hört man für The Weeknd typisch elektrische Einflüsse.

Ob es für The Weeknd schwer war, dieses Album auf die Beine zu stellen, ist uns nicht überliefert. Wir können aber sagen, dass es Spaß macht, es sich anzuhören. Damit wird es wahrscheinlich wieder große Erfolge feiern. Neben seinem Job als Sänger ist der Kanadier auch Testimonial bei einer großen Modekette. Am Wochenende der Veröffentlichung des Albums gibt es dann mehrere Pop-Up-Shops auf der ganzen Welt, die exklusiven Merchandising-Produkte rundum The Weeknd verkaufen. Es läuft also bei ihm.

Im nächsten Jahr geht The Weeknd mit den Songs auf Tour. Nach Deutschland verschlägt es ihn aber vorerst nur ein Mal. Am 02. März 2017 tritt er in Köln auf.

 

Auf dem jup!od sind immer die neusten Hits für euch. Jup!-Redakteur Olli hört sich wöchentlich die neusten Alben an. In der neusten Ausgabe hat er eine große Bandbreite an Musik für euch parat. Die jup!od-Playlist gibt's auf Spotify und auf YouTube!!!

VON OLIVER MATTUTAT

Das ist eine besondere Ausgabe des jup!ods. Dieses Mal habe ich drei Alben für euch. Dabei bewegen wir uns auch durch verschiedene Musikgenres. Also keine lange Vorrede. Jetzt geht's ab!

Die Rückkehr des neuen King Of Pop 

Immer wieder wird er mit Michael Jackson verglich. Auf seinem neuen Album präsentiert sich Bruno Mars gewohnt funky.

Bruno Mars ist zurück. Lange war es still geworden um den Amerikanischen Ausnahmekünstler. Sein neues Album 24K Magic (gesprochen vierundzwanzig Karat) kommt jetzt vier Jahre nach dem Vorgänger.

Diese Pause nutzte der Sänger, um die neue Platte zu kreieren. Auf den ersten Blick kann man ein wenig enttäuscht sein: Nur neun Songs gibt es auf dem Album zu hören. 

Im Titelsong 24K Magic haben wir viele Sounds aus 70ern und 80ern. Bruno Mars sagte in einem Interview über das Lied: „24K Magic hat den Einfluss vom Westküsten-Hip-Hop. Zum Beispiel Dr. Dre oder DJ Quik. Es war eine Zeit, in der es okay war, Party zu machen, auffällig zu sein und auf die Tanzfläche zu gehen.“ Dazu stiftet das Lied auch förmlich an.

Am Anfang seiner neuen Single Versace On The Floor fühlt man sich musikalisch gleich in die 90er-Jahre zurückgeworfen. Der Einfluss aus den 90ern ist auf der gesamten CD zu hören. Gleichzeitig erinnert es auch ein wenig an Michael Jackson. Die Ballade ist romantisch und handelt ums Liebe machen. Bruno Mars sagte außerdem, dass er sechs verschiedene Versionen dieses Songs spielen könne.

Ein bemerkenswertes Statement gab der Sänger unterdessen in Sachen Konzerte: „Ich möchte sehen, wie die Leute auf meine Musik reagieren. Wenn alle ihr Smartphone hochhalten, habe ich das Gefühl, ich würde vor einer Wand aus Telefonen auftreten. Dann kann ich die Reaktionen des Publikums nicht sehen”, sagte er der Deutschen Presse Agentur. Fotos seien aber okay, versicherte er.

Wir sind sowieso der Meinung: Wenn man bei einem Konzert ist, sollte man das auch auf sich wirken lassen und nicht stumpf nur mitfilmen.

Auf seinem neuen Album bleibt Bruno Mars dem Funk treu. Dazu setzt er sich in überragenden Balladen wieder in Szene. Dabei hört man auch wieder die sängerische Klasse Bruno Mars‘. Insgesamt ein Album zum Mittanzen und Mitfühlen.
 

Auf dem jup!od sind immer die neusten Hits für euch. Jup!-Redakteur Olli hört sich die neusten Alben an. In der dritten Ausgabe blicken wir erneut nach Großbritannien. Die jup!od-Playlist gibt‘s auf Spotify und auf YouTube!!!

VON OLIVER MATTUTAT
Diese Woche widmen wir uns nur einem Album. Wir schauen wieder mal auf die Insel. Diesmal in die Hauptstadt Großbritanniens London. Dort lebt Olly Murs. Er hat eine schwere Zeit hinter sich und bringt nun sein neues Album raus.

 

Ende. Aus. Vorbei.

In seinem neuen Album ,,24HRS“ verarbeitet Olly Murs seine Trennung von seiner langjährigen Freundin. Sein Sound ist weiterhin ansteckend.

24HRS (deutsch: 24 Stunden) ist der Titel des britischen Sängers und für ihn hat er eine ganz persönliche Note: ,,Jede Zeitspanne von 24 Stunden ist anders. An manchen Tagen bekommst du gute Nachrichten und du fühlst dich großartig. An anderen denkst du, alles geht schief oder du machst dich verrückt wegen Familie oder Arbeit. Ich habe mich innerhalb von 24 Stunden von meiner Ex getrennt. An einem Morgen wachte ich auf und uns ging es okay, obgleich nicht großartig. Und am nächsten Morgen war ich Single und fragte mich, was die Zukunft wohl bringen würde.“
iese Trennung war beim Schreiben noch sehr präsent. Olly Murs musste sich gerade an sein neues Leben als Single in London gewöhnen und geriet auch in die Klatschpresse, weil öffentlichen mit Mädels rumknutschte. Wer jetzt sagt: ,,Das kann doch kein gutes Album sein.", sieht sich getäuscht. Olly Murs kommt zurück in der Art, wie wir ihn kennen. Gute Laune Songs, die ein wenig zu seinem Markenzeichen geworden sind, sind wieder dabei. Zum Beispiel Deeper. Der Song ist von Partys auf Ibiza inspiriert. Er versucht aber auch, musikalisch neue Wege zu gehen. Er will zeigen, dass Popmusik Bestand haben und Spaß machen kann.

Der erste Song You Don‘t Know Love war auch das erste Lied, das fertig war. Es ist eine Art ,,persönliche Rückschau". Es handelt von der großen Liebe. Murs sagt dazu: ,,Der Text hat nichts Negatives. Im Moment habe ich diese Art Liebe nicht in meinem Leben, aber es hilft, zu wissen, dass sie irgendwo da draußen ist, wann immer man sie auch finden wird.“

In Grow Up fordert er andere, aber wohl auch vor allem sich selbst, auf, erwachsen zu werden. Ein Song, der zum Tanzen anregt. Murs sagt selbst im Song: ,, Wenn du diesen Song im Radio hörst, drehst du ihn immer wieder auf." Wir drehen ihn auf jedes Mal voll auf.

Olly Murs hat es geschafft seinen Trennungsschmerz, in ein Album umzuwandeln, das sich wahrlich gut hören lässt und ein bisschen weiter in den Menschen Murs blicken lässt. Auch wenn das ein oder andere elektronische Element für uns musikalisch zu viel war.
Nachdem das Album fertig war, spielte Murs es seiner Ex-Freundin vor: „Sie mochte es und wünschte mir alles Gute damit. Okay, es gab ein paar Songs, die sie nicht so spitze fand, weil sie ganz offensichtlich von ihr handeln, aber wir hatten immer darüber gescherzt, als wir noch zusammen waren, dass ich nach unserer Trennung wahrscheinlich mein bestes Album machen würde."
Olly Murs sieht es als sein bestes Album. Macht euch selbst ein Bild von 24hrs. Wir haben eine Auswahl von Songs des Albums in unserer Spotify- und YouTube-Playlist!

Am 15. November ist der YouTube-Star Taylor Davis mit ihrer Tour in Berlin zu Gast. Dabei wird sie auch die Songs ihres neuen Albums zum Besten geben.

VON OLIVER MATTUTAT

Im Frühjahr 2016 war sie auf ihrer allerersten Tour in Deutschland. Nun kehrt die Amerikanerin Taylor Davis, die ein Star auf YouTube ist, zurück. Am Dienstag, den 15. November, spielt sie ab 20 Uhr im Schwarzen Zimmer im Musik & Frieden.

Erst am 28. Oktober hat sie ihr neues Album Odyssey rausgebracht. Die Songs draus wird sie genauso performen, wie die Cover, die sie auf YouTube bekannt gemacht haben. Über 1,3 Millionen Abonennten verzaubert die 29-jährige mit ihrem Violinenspiel. Ihr erfolgreichsten Video ist das Cover vom Fluch der Karibik Soundtrack „He’s A Pirate“. Es hat über 14 Millionen Aufrufe.

Taylor selbst ist ein Gamer und Nerd. Deshalb covert sie auch viele Titwl aus Filmen, Serien oder Videospielen. Aber auch ihre eigenen Songs kommen an. Mit ihrem Album „Taylor Davis“ erreichte sie Platz 10 der amerikanischen Billboard Klassikcharts.

Wer Taylor Davis live erleben möchte, kann die Chance am 15.11. ergreifen. Es gibt noch Karten!

Auf dem jup!od sind immer die neusten Hits für euch. Jup!-Redakteur Olli hört sich die neusten Alben an. In der zweiten Ausgabe blicken wir auf einen Altmeisters des Entertaiments und eine Newcomerhoffnung aus dem Süden Frankreichs.

Die jup!od-Playlist gibt's auf Spotify und auf YouTube!!!

VON OLIVER MATTUTAT

Es ist Anfang November und wie es halt so im November ist, das Wetter, sagen wir es mal diplomatisch, könnte besser sein. Zwar noch nicht so richtig kalt, aber sehr schmuddelig. Perfekt, um sich im warmen Zuhause die neusten Alben anzuhören. Wir haben für euch ab sofort auch eine Playlist auf Spotify, in der ihr meine Favoriten von den jeweiligen Alben finden könnt. Nun aber erstmal lesen, was es diese Woche Neues gibt!

 

Let me entertain you!

Der Titel von Robbie Williams' neuer Platte verspricht eine harte Entertaimentshow. Wie hört sich das wohl an?

Seine Auftritte begeistern Millionen und vor allem die weiblichen Fans verfallen seinem Charme. Jetzt hat der Brite, der als großer Entertainer bekannt ist, ein neues Album. Auf The Heavy Entertaiment Show erleben wir Robbie Williams in verschiedenen Facetten: Mal laut, mal leise, mal wild, mal zahm.

Beim ersten Song, der gleichzeitig der Titelsong The Heavy Entertainment Show ist, bekommt man, wie auch im Musikvideo, einen auf die Zwölf. Nach leisem Einstieg mit Pianobegleitung, der an seinen größten Hit Feel erinnern könnte, werden einem im Refrain Bläser und Schlagzeug um die Ohren gewirbelt. Inhaltlich überhöht sich Williams selbst. Er beginnt mit: „Ihr habt nach einem Retter gesucht, hier bin ich! Die Besten sterben so schnell, ich bin noch da. Solange ich da bin, erfreut euch daran.“ Ganz ernst gemeint ist das aber nicht. Der 42-jährige sagt selbst über den Song: „Wenn du einen guten Sinn für Humor hast und dich selbst nicht zu Ernst nimmst, bin ich mir sicher, wirst du den Song lieben.“

Für Aufregung sorgte schon vorab der Song Party Like A Russian. Der Sänger spielt dabei mit ziemlich vielen Stereotypen über Russen. Das gab einen riesigen Aufschrei. Freunde hat er sich dabei in Russland nicht gemacht. Ob ein geschickter PR-Zug oder nicht, diese Art von Aufmerksamkeit hat ein Musiker seines Formats nicht nötig. Auch musikalisch nicht das Beste, was wir jemals von ihm gehört haben.

Das Lied Love My Life ist seinen Kindern gewidmet. Im Gegensatz zu Party Like A Russian legt Williams hier mehr Gefühl an den Tag. In dem Text des Songs heißt es: „Ich werde euch niemals komplett gehen lassen. Eines Tages werden eure Hände stark genug sein, um mich zu halten. […] Ich werde dafür beten, dass ich euch alles gebe, was etwas bedeutet, sodass ihr einmal sagen werdet: Ich liebe mein Leben.“
Der mehrfache Vater sagt selbst dazu: „Wir alle hoffen, dass wir unsere Kinder auf diese Welt vorbereiten können, so dass sie mit allen notwendigen Hilfsmitteln ausgestattet sind, um damit klar zu kommen, wenn sie irgendwann dort hinaus müssen."

Eines der besten Lieder der Platten ist Sensational. Es ist das elfte und letzte Lied der normalen Version (Die Deluxe-Version hat 16 Songs). Es hört auf, wo das Album angefangen hat. Die Big Band swingt einem fast die Ohren weg. Man erlebt Robbie Williams in seinem Element. „I love to entertain you!“, sprach er mal für einen großen deutschen Fernsehsender ein. Dieses Lied wird bei seinen Auftritten mit dem neuen Album diesem Mott auf jeden Fall gerecht.

Insgesamt ist sein elftes Studioalbum leider eher eine Mixed-Entertainment Show. Bei der Albumproduktion arbeitete mit großen Künstlern wie Johnny McDaid von Snow Patrol oder Ed Sheeran zusammen.. Zu der Arbeit sagt Robbie Williams: „Ich wollte auf diesem Album große Refrains, universelle Texte und universelle Melodien. Die Herausforderung ist es diesmal, das Album so groß wie nur irgendwie möglich zu machen.“
Das gelang ihm nur teilweise. Dennoch sind einige gute Songs dabei, die sich zum Hören wirklich lohnen.
Wer Robbie Williams-Show live erleben möchte, bekommt schon bald die Gelegenheit. Im nächsten Jahr möchte er wieder auf Tour gehen und wird dann sicher auch wieder den Weg nach Deutschland finden.

Auf dem jup!od sind immer die neusten Hits für euch.  Jup!-Redakteur Olli hört sich die neusten Alben an. In der Auftaktfolge sind ein zurückkehrender Brite und eine deutsche Powerfrau am Start!

VON OLIVER MATTUTAT

Es ist Freitag. Wie jeden Freitag erscheinen auch heute viele Alben. Anlass genug, um sich regelmäßig mit den Neuerscheinungen zu befassen. Dabei werde ich mir ein oder auch zwei Alben raussuchen. Ihr habt Wünsche? Gerne her damit!

In unserer ersten Ausgabe von jup!od widmen wir uns zwei sehr unterschiedlichen Künstlern.
 

Er ist wieder zurück!

Vier Jahre ist sein großer Erfolg mit dem Lied „Impossible“ her. Nun meldet sich James Arthur mit einem neuen Album zurück.

Bezeichnender könnte ein Albumtitel kaum sein. Back From The Edge heißt das Album von James Arthur. Das ist nicht nur metaphorisch gemeint. Nach seinem schnellen Aufstieg 2012 wuchs der Druck für den damals 24-jährigen. Der X-Factor-Gewinner brach darunter zusammen und fand sich 2014 ohne Plattenvertrag wieder. Heute sagt er über die Zeit zurückblickend: „Das war nicht ich damals. Das war jemand, der sich in dem Fame-Ding verloren hatte. Vermutlich ist das passiert, weil ich ein eher ängstlicher Typ bin.“

Dass er gesanglich einen Plattenvertrag mehr als verdient hat, steht außer Frage und das hört man auch auf der neuen Platte. In den zwei Jahren hat sich nicht nur der Mensch, sondern auch der Musiker James Arthur verändert. Textlich geht das neue Album mehr in die Tiefe als das vorherige. Musikalisch sieht man sich einer Bandbreite von Genre gegenüber. Arthur sagt dazu: „Ich bin mit der Soulmusik meiner Mutter aufgewachsen, aber mein Vater stand auf Hardrock wie AC/DC und Thin Lizzy. Auf diesem Album bekommt man von allem etwas – aber im Wesentlichen ist es ganz bewusst ein Popalbum.“

Im ersten Song, gleichzeitig der Titelsong, Back To The Edge verarbeitet er seine schwere Zeit. Der Anfang hat ein wenig etwas von James Bond und danach hört man, wie Arthur sich förmlich die letzten Jahre von der Seele singt. Der Einstieg in das Album ist geglückt.
Der zweite Song ist die erste Singleauskopplung - Say You Won’t Let Go. Das Lied läuft schon seit Wochen im Radio rauf und runter. Eine emotionale Ballade, die unter die Haut geht, aber gleichzeitig mindestens ein Mitnicken aus einem herauskitzelt.
Auch in den anderen Liedern erleben wir einen James Arthur, der zurück ist und bereit zu sein scheint, diesmal im Showbusiness Fuß zu fassen.
Arthurs persönlicher Favorit ist das Lied Trainwreck. Darauf sieht er seine beste gesangliche Leistung überhaupt. Wir wollen ihm da gar nicht widersprechen.

Ein hörenswertes Album von einem außergewöhnlichen Künstler. Die Einflüsse von verschiedenen Genres sind eindeutig zu hören. Es macht Spaß, jeden Song klanglich wie auch inhaltlich zu entdecken. Dabei sticht immer wieder die starke Stimme von James Arthur hervor.

 

 

Tove Lo bringt ihr zweites Album heraus. Jup!-Redakteurin Zora hat reingehört und verrät euch, ob Tove Lo immer noch die Alte ist.

VON ZORA

Wild, modern, explicit, so kennt man sie: TOVE LO. 2013 brachte sie ihre erste große Single raus. Jeder kennt den Song, der sie berühmt gemacht hat: Habits (stay high). Ein Jahr später brachte sie ihr erstes Album mit dem Titel Queen of the clouds auf den Markt.
Darauf folgten einige Features und Soundtracksongs wie z.B Close von Nick Jonas feat. Tove Lo oder der Song Scream My Name aus Die Tribute von Panem - Mockingjay Teil 1.
2016 bringt die 29-jährige Schwedin nun ihr 2. Album an den Start. Lady Wood heißt es. 
Thematisch geht es auch hier wieder um Sex, Lust, Verbote und tragödienreiche Liebe.
Influence, True Disatser und Cool Girl erlauben uns vorab einen kleinen Einblick in ihr neues Album zu werfen. Diese 3 Songs zeigen, die Musik ist auf jeden Fall Charts reif. 

Influence ist ein nettes kleines Featuring mit Wiz Khalifa und handelt von dem Einfluss von Drogen auf Mensch und Sexverhalten. Bass gibt es hier mehr als genug.

True Disaster fordert einen Unbekannten auf, das einzig wahre Desaster für Lo zu sein. Sie hat keine Lust mehr, auf all die süßen kleinen Jungs, die ihr doch nicht das geben können, was sie braucht. Sie weiß das diese Person zwar ihr Riesenfehler sein wird, doch denkt sich [...]come on, zero fucks about it, come on I now I´m gonne get hurt[...]“.

Momentan auf Platz 49 der Charts befindet sich Cool Girl. Dieser Song handelt vom Frei sein und Spaß haben, eiskalt und einfach cool zu sein. Die Melodik ist relativ leicht gestrickt, aber bietet einen guten Laufstegsong. Das hierzu erscheinende Musikvideo spiegelt sehr gut Lo´s Image wieder.

Lady Wood, steht für starke Frauen, lässt also auf knallharte Frauenpower hoffen. Ob dies zutrifft, könnt ihr ab heute (28.10.) selbst herausfinden. Das Album nun erhältlich. 

Ab 2. März 2017 ist Tove Lo auf Europa Tour. Am 6. März gibt sie ein Konzert in Berlin. Um 20 Uhr tritt sie im Astra Kulturhaus auf.

Norma Jean Martine verließ ihr Heimat, um ihre Musikkarierre voranzubringen. Mit Erfolg! Im Januar erscheint ihr erstes Album. Daran schrieb sie vier Jahre und dabei durchlebte sie Höhen und Tiefen. Wir hatten sie im Interview.

 

VON OLIVER MATTUTAT

 

jup!: Zuerst einmal, wie geht's dir im Moment?

Norma Jean Martine: Mir geht's wirklich gut. Ich habe gerade ein spätes Frühstück mit meinem Vater. Er ist gerade aus New York zu Besuch.

 

In deiner Kindheit und Jugend warst du sehr oft alleine Zuhause. Hat dir das geholfen, dein Talent zu finden?

Ich glaube, dass aus Isolation und dem Einsamsein auf jeden Fall Kreativität entstehen kann. Mir ging viel durch den Kopf als ich ein Teenie war. Ich bin ein Einzelkind und meine Eltern arbeiteten viel. Wir lebten am Highway ohne Nachbarn. Nach der Schule war ich oft alleine Zuhause. Ich hatte nie richtig jemanden, an dem ich mich abreagieren konnte, so fing ich an, Songs zu schreiben.

 

Du bist gerade einmal 25 Jahre alt und reist durch die Welt, um Musik zu machen. Was ist das für ein Gefühl? Und was sagen deine Eltern dazu?

Es ist ziemlich verrückt, mit 25 Jahren schon sagen zu können, dass man eine Songwriter- und  angehende Künstlerkarriere hat und außerdem seit fünf Jahren in einem fremden Land lebt. Manchmal habe ich aber schon Fernweh. Ich nehme an, das wird weniger mit der Zeit. Ich hasse es, Familienurlaube zu verpassen und nicht zu sehen, wie meine Nichten und Neffen aufwachsen. Ich bin einmal über den Ozean und verpasse Dinge, die sie durchleben. Meine Eltern sind wirklich stolz auf mich. Und um ehrlich zu sein, das bin ich auch! Ich habe hart gearbeitet, um da zu sein, wo ich jetzt bin. Ich bin aber nicht nur stolz, sondern auch sehr dankbar für all die Möglichkeiten, die mir gegeben wurden. Dankbarkeit ist wirklich wichtig und ich versuche, sie nicht zu verlieren. 

 

Hauptsächlich lebst du in London. Warum hast du dich entschieden, aus Amerika nach London zu ziehen?

Als ich 18 war zog ich zuerst von New York nach Nashville. Ich studierte Deutsch und Spanisch, aber nebenher nahm ich auch Kurse in Songwriting und Musikbusiness. Zusätzlich ging ich zu Events zum Networken und setzte so einen Fuß in die Tür in der Musikindustrie. Während einer Unterrichtsstunde mit Drew Ramsey (India Irie/Marc Broussard etc.) spielte ich einen Song vor, den ich geschrieben hatte. Drew schlug vor, dass ich mir mal überlegen sollte, ob ich nicht nach London ziehen wolle. Ein paar Wochen später saß ich im Café und las in einem Songwriter Magazin einen Artikel über Lauren Pritchard. Sie sei nach London gezogen, um mit Eg White ihr Debütalbum zu schreiben. Ich trank meinen Chai Latté aus und ging sofort zum Studienbüro. Dort schrieb ich mich für ein Auslandsprogramm in London ein und drei Monate später zog ich dann um. So treffe ich immer meine Entscheidungen!  

 

Dein Album "Only In My Mind" wird in Deutschland im Januar veröffentlicht. Welche Geschichte steckt hinter dem Titelsong?

Only In My Mind ist einer der ersten Songs überhaupt, die ich nach meinem Umzug geschrieben habe. Ein Freund lieh mir das Buch „Wurthering Height“. Das ist eines der größten Werke der englischen Literatur. Mein Song handelt von dem Inhalt des Buches. Es geht darin um eine Art verbotene Liebe. Ich fand es passend, mein Album "Only In My Mind" zu nennen, weil mein Umzug nach London nicht nur eine Art Start der Erfüllung meines Albums gewesen ist, sondern weil ich denke, dass die universellsten Dinge die sind, die jeder nur für sich in seinem Kopf hat.

 

Deine Musik ist abwechslungsreich. Es gibt ruhige Songs, aber auch welche mit viel Energie. Was reizt dich am meisten an diesem Mix?

Ich mag, dass das Album für jeden etwas bereithält. Ich schrieb an ihm über vier Jahre. Mein Leben hat sich in der Zeit verändert. Ich verliebte mich, durchlebte Trennung, war wieder Single, vermisste mein Zuhause, ich wurde erwachsen. Ich verlor viel von meiner Unschuld, während ich das Album machte und die Songs schrieb. Es ist keine Abbildung eines Moments meines Lebens. Es geht um viele Momente und das macht es, wie ich finde, ziemlich spannend.

 

Hast du ein Vorbild?

Meine Vorbilder sind die, die sich völlig in der Musik verlieren und in ihr aufgehen. Ich versuche, dahin zu kommen und ich glaube, dass ich immer näher komme. Einige Leute, die mich inspiriert, sind: Janis Jopin, Amy Winehouse, Bekka Bramlett und Joe Cocker. Sie alle lassen ihre Seele scheinen.

 

Würdest du sagen, dass Musik für dich eine Art Therapie ist?

Auf jeden Fall! Es fing in der Pubertät an. Ich fing, an Jungs zu mögen. So musste ich Lieder über meine Gefühle schreiben. Ich musste es rauslassen. Ich glaube, es ist sehr wichtig, sich Zeit zu nehmen und in sich zu gehen, um sich selbst besser kennenzulernen. Wenn du ehrlich bist, wirst du erkennen, dass die Antwort immer direkt vor dir liegt.

 

Was ist dein Wunsch für das nächste Jahr?

Ich möchte einfach glücklich sein. Ich habe so lange an dem Album gearbeitet, dass es eine Erleichterung ist, dass es endlich erscheint. Ich kann nicht kontrollieren, wie es angenommen wird. Ich hoffe, dass es die Plattform bekommt, die es verdient hat. Das wäre ein wirklich schönes Gefühl. 

 

Welche Verbindung hast du zu Deutschland?

Ich liebe Deutschland. Ich habe viele Freunde in Deutschland. Berlin ist außerdem meine Lieblingsstadt der Welt. Es ist die Sorte von Ort, an dem du die Straße entlang gehen kannst und dich jeden Tag fragst: „Habe ich wirklich das gesehen, was ich denke?" Es ist wirklich ein sehr inspirierender Ort und ich plane, in näherer Zukunft nach Berlin zu ziehen.

 

Wir haben dich auf dem Reeperbahnfestival gesehen. Du hast gesagt, dass du ein wenig Deutsch gelernt hast. Was findest du am schwersten an der Deutschen Sprache? Hast du ein Lieblingswort?

Deutsch ist einfach zu lernen bis du zu der Stelle kommst, an der es um Fälle geht. Altes Englisch hatte auch Fälle, aber wir haben die vor langer Zeit abgeschafft! Es ist unnatürlich für einen englisch Sprechenden, sich darüber Gedanken zu machen. Aber ich denke, dass du, umso länger du die Sprache nutzt, mehr und mehr Muster erkennst. Mein Lieblingswort ist ARSCHGEWEIH. Als mir das erste Mal jemand gesagt hat, was es wörtlich übersetzt heißt, habe ich mich vor Lachen kaum eingekriegt.

 

Wir haben für euch zwei Freikarten für den Film Verrückt nach Fixi. Dazu könnt ihr das Album von Jacob Whitesides gewinnen. Der Amerikaner hat den Titelsong Focus zum Film beigesteuert.

 

VON OLIVER MATTUTAT

 

Im Film Verrückt nach Fixi geht es um Tom. Er ist ein netter Kerl, hat aber so gar keine Chance bei den Mädels. Obendrein wird ihm zum Abiball  eine Gummipuppe geschenkt. Er ist kurz davor sie wegzuschmeißen, da erwacht die Puppe Fixi zum Leben. Sie bringt Tom dazu, sein Leben auf den Kopf zu stellen und seinen Mut zu entdecken. Er geht zum Beispiel zur Stuntman-Schule. Er wird immer beliebter und muss dabei versuchen, seine alten Freunde nicht aus den Augen zu verlieren. Ob ihm das gelingt, könnt ihr im Kino verfolgen.

Der Song zum Film kommt vom Amerikaner Jacob Whitesides, der im September erst sein Debütalbum veröffentlicht hat. In den USA ist er einer der größten Newcomer. Sogar das legendäre Musikmagazin Rolling Stone hat ihm schon eine Geschichte gewidmet. Aus 13 Songs besteht das Album Why?
Der Song Focus handelt davon, besonderen Menschen persönliche Nachrichten zu übermitteln. Insgesamt ist das Album ziemlich intim. Er singt sehr viel über Liebe. Mal ruhig und getragen, aber dann auch laut und rockig. Es lohnt sich, Jacob im Auge zu behalten!

Jetzt habt ihr die Chance, zwei Freikarten für Verrückt nach Fixi und das Debütalbum Why? von Jacob Whitesides zu gewinnen!
Schickt einfach die Antwort auf die folgende Frage an info@jup.berlin!

Wann bekommt Tom Fixi geschenkt?

a) Zum Jahrestag    b) Zum Abiball

 

Teilnahmeschluss: 03. November 2016

 

VON OLIVER MATTUTAT

 

Schon klanglich fällt auf, dass Tim Bendzko eher auf Reduzierung setzt. Anstatt Beats und Klängen aus dem Computer sind auf seinem heute erscheinenden Album (21.10.) nur selbst eingespielte Instrumente zu hören. Das Album hat Bendzko in Eigenregie auf die Beine gestellt. Er hat die Platte geschrieben, eingesungen und produziert. Hilfe bekam er beim Einspielen der verschiedenen Instrumente.

Aufgenommen wurde das Album in seinem eigenen Keller. Anfang des Jahres hätte der Berliner das Album schon so gut wie fertig gehabt, erzählt er bei einem Pre-Listening Event in Berlin. Dann habe er aber den Großteil gestrichen und stand dann mit drei Liedern da. Elf Songs sollte das Album haben und die sind es dann auch geworden. Aber um diese zu schreiben, ging Bendzko durch einige Krisen.

Am Ende steht nun ein Album, das sehr persönlich ist und tief in Bendzko hinein blicken lässt.

Mit der ersten Single Keine Maschine verarbeitete der Sänger die Situation, in der er sich Anfang des Jahres befunden hat. Ihm fehlten Songs und auch die Ideen für welche. Da tat er, was man als Sänger in solchen Situationen tut, er schrieb einen Song darüber.

Er verarbeitete dies mit diesen Worten: ,,Ich brauche die Kontrolle zurück. Kann nicht mehr nur funktionieren. Ich bin keine Maschine. Ich bin ein Mensch aus Fleisch und Blut."

Das Lied Leichtsinn ist eine Aufforderung, das Leben nicht so schwer zu nehmen. Außerdem gibt es Mut, dass man alles machen kann, was man möchte. Besonders haften bleibt die Zeile: ,,Wir leben hier in einer Scheinwelt, hier kannst du sein, wer du willst."

In seinen Liedern behandelt Bendzko die verschiedensten Lebenssituationen. In Reparieren geht es um den Kampf um eine Beziehung. Er fragt sich dabei, ob der Schaden, den die Beziehung genommen hat, noch reparabel ist. Ob es bei der im Lied behandelten Beziehung funktioniert hat, wird leider nicht aufgelöst. Dennoch gibt das Lied einen Anstoß, eine Beziehung nicht einfach wegzuwerfen, sondern um sich zu kämpfen, wenn sie es wert ist.

Im letzten Song liefert der Berliner die Begründung, warum er überhaupt Musik macht und Lieder singt. Er heißt somit auch passend Warum ich Lieder singe. Ihm ging es nicht in erster Linie um den Applaus, sondern dass das, was er zu sagen hat, gehört wird. Er wolle mit seinen Liedern seine Hörer erreichen. Außerdem könne er sich viel von der Seele schreiben. Ein weiterer persönlicher Einblick, den Bendzko hier bietet.

Mit Immer noch Mensch macht Bendzko einiges anders als beim Vorgänger. Mit knapp 39 Minuten ist das Album eines der kürzeren. Musikalisch bekommt man einen veränderten Bendzko zu Gesicht. Groß umgewöhnen muss man sich aber nicht.

Die Texte regen zum Nachdenken an und sind eine Ode ans Menschsein in all seinen guten und auch schlechten Facetten.

 

VON OLIVER MATTUTAT

 

Fast ein Jahr ist es her, dass Niila mit seiner Band in der Hauptstadt aufgetreten ist. In der Zwischenzeit erschien sein Debütalbum und er begann seine zweite Tour. Am 13. Oktober war er nun im Huxleys in Berlin-Neukölln zu Gast. 
Sein Auftritt fing sofort voller Energie an. Mit seinem Song Play You hatte er sofort das überwiegend junge Publikum für sich gewonnen.  Im Gegensatz zu seinem Auftritt letztes Jahr im Privatclub waren nun die Texte bekannt und so sang der Großteil des Publikums lauthals mit.

Das zweite Lied an diesem Abend war Don't Love Nobody. Es ist das Lieblingslied von Niila wie er uns in unserem Interview verriet. 
Danach ergriff er das Wort. Die ganze Tour sei bisher unglaublich gewesen. In Berlin, seiner Lieblingsstadt Deutschlands, zu spielen, wäre aber etwas Besonderes. 
Darauf rockten er und seine Band voller Power weiter. So sehr, dass Niila nach dem einen oder anderen Lied erstmal Luft holen musste. Er nahm es mit Humor: ,,Ich versuche seit drei Liedern, Luft zu bekommen. Es klappt aber nicht. Ich glaube, ich werde alt."
Für viel Spaß sorgte auch das ,,Drum Game". Dabei sollten alle ihre Hände hochhalten und nur klatschen, wenn der finnische Sänger auf die Pauke neben ihm schlägt. Wer falsch klatscht, sollte seinen Freunden ein Bier ausgeben. Ob wirklich viele Biere über die Theke gingen, ist uns leider nicht überliefert.

Nach über einer Stunde neigte sich der Auftritt seinem Ende. Dass der Titel des Albums ernst gemeint ist, zeigte Niila. Gratitude, zu Deutsch Dankbarkeit, lautet er und Niila zeigte diese Dankbarkeit, indem er sich mehrmals beim Publikum bedankte. Ihm und seiner Band war den gesamten Auftritt auch die Freude ins Gesicht geschrieben.

Mit Restless Heart verabschiedeten sich die Finnen dann schließlich. Ein Song bei dem man nicht ruhig stehenbleiben kann. So kam das Publikum der Aufforderung nach, zu hüpfen und der Boden bebte. 
Der Applaus war uferlos. Der Abend wurde durch die gute Stimmung und die überragende Performance getragen. Es hätte auch noch Stunden so weitergehen können.

VON SARINA

 

„Es ist das größte YouTuber-Treffen Europas. Mit knapp 10.000 Besuchern fand die bis dahin größte YouTube-Show der Welt 2013 in der Lanxess-Arena in Köln statt.“

 

So beschreiben die Videodays ihr Event selbst. Die Videodays sind von der erstmaligen Messe im Jahr 2010 mit 400 Teilnehmern mittlerweile auf 15.000 Teilnehmer in Köln und 6.000 Teilnehmer in Berlin in 2015 gewachsen. Allein schon die Besucherzahlen sprechen für das große Interesse an der Veranstaltung. Die vorherigen Jahre waren sie auch für mich ein voller Erfolg. Ich persönlich interessiere mich schon seit Ende 2013 für YouTube und war somit schon 2014, 2015 (Berlin und Köln) und auch dieses Jahr in Köln und Potsdam dabei. Um ehrlich zu sein, war ich jedes Mal begeistert von dem Event. Zwar gab es (wie auf so gut jeder anderen Veranstaltung) ein paar Mängel, Schwierigkeiten mit der Planung oder Derartiges. Jedoch war es immer so, dass ich im Nachhinein sagen konnte, dass sich der Besuch alle Male gelohnt hat. Ausgenommen von den Videodays am 2. und 3. Oktober.

 

Die Videodays – fast ohne uns

Zu allererst: Wir haben auf unsere Akkreditierungsanfrage gar keine Rückmeldung bekommen. Ich hatte aber noch Tickets, da ich diese schon vor einem Jahr gekauft hatte und bin somit trotzdem auf die Videodays gegangen. Die Location, welche die Metropolis Halle im Filmpark Babelsberg war, war super. Die Halle lag circa 5 Minuten vom Bahnhof weg, dadurch war sie für alle Besucher leicht zu finden. Auch die berühmte Filmkulisse des Vulkans hinter der Halle war sehr beeindruckend. Über Wartezeiten vor dem Einlass sollte man sich vorher bewusst sein, daher war auch das nicht allzu schlimm. Jedoch merkte man im Laufe der Show relativ schnell, dass einige Dinge nicht so liefen, wie sie angekündigt und gewollt waren. Viele Showacts – wie Kayef, Liont oder Lisa und Lena- waren gar nicht erst auf der Veranstaltung und somit auch nicht auf der Bühne. Die Showacts, die es gab, waren nicht gerade fesselnd und schienen sich alle ziemlich ähnlich. Ab und zu waren Künstler wie Mika Setzer dabei, die wirklich erstklassige Musik gemacht haben und die man sich auch gern angeschaut hat. Nur leider waren sie in der Minderheit. Die Moderation hingegen, die unter anderem wieder Dominik Porschen übernahm, war durchweg ausgezeichnet. Die Push-Nachrichten der App kamen auch immer circa 30 Minuten zu spät, was dann auch keinen Sinn mehr gemacht hat. Während und nach der Show schien die Stimmung teilweise gelangweilt, aber wenn man eine Person getroffen hat, mit der man ein Foto wollte, hatte man in den meisten Fällen sogar noch genug Zeit, um miteinander zu reden, was sehr positiv war. Dominik Porschen hat später auch im Gespräch erwähnt:

 

„Eine kleine Location und nicht so viele Besucher sind zwar bei der Show und beim Moderieren etwas schwerfälliger, jedoch hat man außerhalb so einen familiären Umgang miteinander und man kann sich für jeden einzelnen beim Fotos machen und beim Gespräch so viel mehr Zeit nehmen. Das wäre beispielsweise in Köln niemals so möglich.“

 

Mit dieser Aussage stimme ich vollkommen überein. Jedoch hat mir eine Sache sehr gefehlt. Und zwar die YouTuber!

Der Kanadische Youngster Shawn Mendes hat sein zweites Album veröffentlicht. Er zeigt sich darauf reifer. Wir haben reingehört.

 

VON OLIVER MATTUTAT

 

Wenn er auftritt, fliegen ihm die weiblichen Herzen zu. Shawn Mendes ist zwar erst 18, aber hat schon eine unglaubliche Musikkarriere vorzuweisen. Mit 15 bekam er seinen ersten Plattenvertrag und darauf folgte im Alter von 16 Jahren das erste Album Handwritten. Das Album ging durch die Decke und Stitches sein größter Hit. Jetzt folgt mit Illuminate das zweite Album. Und das neue Werk legt einen sensationellen Start hin. In den Album-Charts ging es für die Platte in der ersten Woche bis hoch auf Platz zwei.

Der bekannteste Titel des Albums ist die Singleauskopplung Treat You Better. In dem Song geht es darum, dass er dem Mädchen, das er liebt, zu singt, dass er sie besser behandeln würde als ihr jetziger Freund. Ein Lied mit einer mächtigen Portion Herzschmerz, der sehr eingängig ist und sich gut hören lässt. Der Hit ging in 34 Ländern auf den Platz eins der iTunes-Charts. In Deutschland reichte es für Platz zwei. Außerdem wurde das Video zu der Single innerhalb der ersten 24 Stunden weltweit über zwei Millionen Mal geklickt.

An allen Liedern des Albums hat Shawn Mendes mitgeschrieben und somit erhält jeder Song seine persönliche Note. Auch musikalisch erkennt man Mendes' Stil wieder.
Als Folk-Rock kann man seine Musik bezeichnen. Und wieder kann der junge Kanadier mit einprägsamer Stimme und viel Charme punkten. Besonders im Ohr bleibt neben Treat You Better auch der Song Mercy. Es ist die zweite Single des Albums. Das Video dazu haben wir euch unten verlinkt. In Mercy geht es um eine Person, die gar nicht realisiert, wie sehr andere in sie verliebt sind.

Insgesamt hat Shawn Mendes ein Album zustande gebracht, dass sehr emotional ist und sich mit großen Gefühlen beschäftigt. Er ist gereift textlich aber auch musikalisch und hat seine Karriere noch vor sich. Von vielen wird er schon als neuer Justin Bieber gehandelt. Wenn es so weiter geht, könnte Shawn Mendes wirklich ein Weltstar werden. In einem Interview erzählte er, dass er noch weitestgehend unerkannt durch die Straßen laufen könne. Wir sind sicher, dass sich das in den nächsten Jahren ändern wird. Seine Fangemeinde wächst schnell. Auf Facebook zum Beispiel hat er 4,5 Mio. Auf seinen Social Media Kanälen ist er sehr aktiv und gibt Einblicke in seinen Alltag.

Im nächsten Jahr geht Shawn Mendes auf große Welttournee und kommt auch nach Deutschland. In Berlin tritt er am 03. Mai 2017 in der Mercedes-Benz-Arena auf.

VON HANA

 

Das damals erst 17-jährige Mädchen mit den langen kastanienfarbenen Haaren und der tollen Stimme kennen wir alle, als die Sängerin der Songs „People help the People“, „Skinny Love“ oder „Wings“, welche bei uns ganz oben in den Charts debütierten. Sie schrieb Filmmusik und war an Soundtracks beteiligt, die man unter anderem in "Die Tribute von Panem" oder „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ hören konnte. 

Lange Zeit haben wir nichts mehr von der englischen Popsängerin gehört, doch dieses Jahr ist sie zurück und hat ihr drittes Album „Beautiful Lies“ für uns mit im Gepäck, mit dem sie sich selbst deutlich übertroffen hat. In 18 Songs beweist sie nicht nur mit altbewährten melancholischen Melodien, für die sie bekannt ist, erneut ihr Talent. Elektronische Elemente und ein Bühnenoutfit mit asiatischem Touch versprechen eine außergewöhnliche Mischung. 

Mit „Beautiful Lies“ tourt die erst Zwanzigjährige seit Anfang des Jahres  durch Europa und gibt ein großartiges Konzert nach dem anderen. So war sie bereits im Mai bei uns in Berlin, ist dann ein mal quer um die ganze Welt und macht nun ein zweites Mal bei uns Halt. Richtig gehört! Am 05. Oktober dürfen wir Birdy schon zum zweiten Mal in diesem Jahr bei uns willkommen heißen! 

Am Mittwoch Abend ist es also so weit. Karten gibt es zwar keine mehr, aber für alle die noch nicht in das neue Album reingehört haben oder einfach nur auf der Suche nach neuer Musik sind: „Wild Horses“ und „Keeping your Head“ - meine zwei absoluten Lieblingssongs auf dem neuen Album und damit meine absolute Empfehlung! Wir jedenfalls werden sicher nicht darauf verzichten Birdy live singen zu hören. 

08.10.2016 bis 08.10.2016 (Ganztägig)

Yura Lee ist eine weltberühmte Violinistin und Bratschistin. Als Solistin ist sie mit zahlreichen bedeutenden Orchestern aufgetreten. Natalie traf sie beim Young Euro Classic Festivalund sprach mit ihr über ihre Karriere und die Bedeutung der klassischen Musik in der heutigen Zeit.

 

VON NATALIE | ÜBERSETZUNG: SARINA

 

jup!: Du wurdest in Südkorea geboren, aber dann bist du in die USA gezogen. Gibt es Gründe für den Umzug?

Yura: Mein Vater hat einen neuen Job bekommen, der in New York war. Meine ganze Familie ist daraufhin umgezogen. In der Nähe der Arbeit war die Juilliard School, welche die größte Schule für Musik ist. Deswegen war es für mich sehr einfach Musik (weiter) zu studieren.

 

Also hat der Umzug nichts mit Musik oder dem Studium zu tun?

Nicht wirklich. Bei einigen meiner Freunde war Musik der Grund, warum ihre Leben sich veränderten, aber für mich war es mit der Musik nicht so ernst, als ich jünger war.

 

Hast du geplant, jemals eine professionelle Musikerin zu werden?

Ich habe nicht daran gedacht, es professionell zu machen, aber ich habe mein erstes Konzert gespielt, als ich neun Jahre alt war. Das war sehr früh, aber ich mochte es. Deswegen habe ich immer weitergemacht, bevor ich überhaupt merken konnte, dass ich es professionell tue.

 

Gibt es bestimmte Probleme, die mit diesem Beruf verbunden sind?

Ja natürlich, viele. Zuerst muss ich sagen, dass die Probleme, im Gegensatz zu dem Spaß, den ich habe, wenig sind. Also, es gibt Probleme, aber natürlich auch viele, viele gute Dinge. Ein Problem ist, dass ich immer reise und unterwegs bin. Es ist dadurch schwierig, Freundschaften oder Beziehungen zu führen und aufrechtzuerhalten. Es ist eigentlich fast unmöglich.

 

Aber dafür siehst du viele verschiedene Plätze auf der Welt!

Ja, das stimmt, ich kann viele verschiedene Orte sehen und das ist toll. Ich denke, viele Musiker werden ziemlich einsam, weil wir immer allein sind, aber gleichzeitig lässt es uns die Welt ein bisschen anders sehen. Weil es meistens so ist, dass es nur mich und den Rest der Welt gibt. So ist man nicht immer in Gruppen und sieht alles auf eine andere Weise.

 

Die Iren von Walking On Cars rocken mit den Songs von ihrem Debütalbum das Reeperbahnfestival. Wir haben sie vor ihrem Auftritt am 24.09.2016 in Hamburg getroffen.

 

VON OLIVER MATTUTAT

 

Sie sind der Headliner auf der N-Joy-Bühne im Docks am Samstag in Hamburg. Pünktlich um 23:50 stehen die fünf um Frontmann Patrick Sheehy auf der Bühne. Sie beginnen mit einem Mix aus dem Prince-Klassiker Purple Rain und dem Song Nothing Compares 2 U von Sined O'Connor. Das Publikum ist sofort voll da und singt mit. Im weiteren Verlauf spielen sie die Hits von ihrem ersten Album Everything This Way. Immer wieder animieren sie die Eintausend Zuschauer zum Klatschen und Mitsingen. Es ist ein energetischer Auftritt der Band, die vor zwei Jahren auch schon auf dem Reeperbahnfestival spielten. Damals so erzählt uns der Frontmann Patrick, vor nicht mal 25 Leuten. Eine rasante Entwicklung haben sie hingelegt.

Auf der Bühne sind sie in ihrem Element und das sieht man. Patrick hat eine unglaubliche Stimme, die live noch besser klingt. Der Frontmann, der auf der Bühne ziemlich aufdreht, ist eigentlich sehr schüchtern. Eine Stunde lang stand den fünfen der Spaß ins Gesicht geschrieben. Ein Grund, dass diese Band erfolgreich ist. Sie lieben das, was sie machen. Dazu kommen die Texte der Lieder, die kaum persönlicher sein können und somit einen Einblick in die Seelenwelt der Band geben. Trotz des Erfolgs bleiben sie am Boden.

Nachdem sie nach gut 50 Minuten die Bühne das erste Mal verlassen haben, kommt Patrick Sheehy alleine zurück und spielt am Klavier das wunderschöne Lied Coming My Way. Danach kommt die Band wieder zurück auf die Bühne und verabschiedet sich mit ihrem größten Hit - Speeding Cars. Eine kollektive Gänsehaut macht sich bei den Zuschauern breit, die lauthals mitsingen. Die letzten Töne erklingen und ein kräftiger Applaus brandet auf. Die Band, sichtlich ergriffen, verbeugt sich und verlässt die Bühne.

Elf Stunden vorher trafen wir die fünf Backstage. Als wir in ihren Aufenthaltsraum kamen, merkte man sofort eine große Herzlichkeit. Schnell wurde noch ein wenig aufgeräumt, um Platz zu schaffen. Dann konnte das Interview beginnen, in dem sehr viel gelacht wurde und es eine gute Nachricht für alle Fans in Deutschland gab.

 

Radio Energy startete am 3. September eine weitere Radio Music Tour mit Tom Odell, Zara Larsson und Mark Forster als Headliner. Tanz, Live-Musik und tolle Geschenke erwarteten die Zuschauer an diesem Abend.

 

Ein Beitrag von Anne

 

Bereits um 16 Uhr begann der Einlass in der Kulturbrauerei. Das war auch gut so, denn die Schlange konnte man bereits von Weitem sehen. Offiziell ging es erst um 17 Uhr los, bis dahin wurde den Besuchern jedoch einiges geboten: Für die musikalische Unterhaltung sorgte der DJ "Helmo". Ich machte mir währenddessen einen Überblick über das Gelände: Für Essen und Trinken war zu wirklich fairen Preisen gesorgt, dominiert wurde das Angebot von Bratwurst, Burgern und Co.
Außerdem konnte man sich an verschiedenen Ständen erkundigen und auch an Gewinnspielen teilnehmen. Eine Krankenkasse verloste Justin Bieber Konzerttickets und bei der Bundeswehr konnte man ein Tablet Mini abstauben.

 

Das Programm

Wie bereits erwähnt, eröffnete DJ Helmo die Bühnenshow. Es folgte eine Männertanzgruppe, bestehend aus vier Mitgliedern. Sie führten eine kurze Performance auf und das Publikum war sichtlich begeistert.
Die Radio Energy Moderatoren betreten die Bühne und stellen noch einmal das genaue Bühnenprogramm vor. Besonders cool fand ich, dass sie während jeder Pause eine bestimmte Aktion geplant hatten. So holten sie zum Beispiel den beliebten Tattoo Krause auf die Bühne und verschenkten mit Hife von JJ, bekannt aus Berlin Tag und Nacht, Tattoogutscheine. Man konnte am Pausenprogramm auch aktiv als Besucher teilnehmen: Eine Kamera schwänkte über das Publikum und pickte vereinzelt Besucher heraus. Diese sollten dann eine kurze Performance abliefern, dafür gab es dann auch einen Preis.

Bereits nach wenigen Minuten fiel mir auf, dass die Radio Energy Music Tour von motivierten Mitmenschen besucht wurde. Zwischenrufe gehörten hier zur guten Manier. Allerdings reichte es irgendwann auch, besonders weil einige dieser Rufe wirklich fehl am Platz waren. So wurden zum Beispiel bei Zara Larssons knappen Kleid unangebrachte Kommentare gebracht und einige Besucher hatten definitv zu viel Bier konsumiert. Vor uns stand ein Herr, der sicherlich sieben Bier im Laufe des Abends getrunken hatte. Schwankend und unglaublich nervig pöbelte er dann auch noch herum, aber ein Akt der Zivilcourage: Die umherstehenden Menschen griffen ein.
Naja, aber gegen solche Menschen kann man leider nicht viel machen. Wäre das noch so weitergegagen, hätten wir das Security benachrichtigt.

Und nun zu den wirklich interessanten Fakten:
Tom Odell legte eine wunderbare Performance ab, genau wie man es sich vorstellen würde: Sehr ruhig, ohne große Bühnenshow, aber durch und durch überzeugend.

Zara Larsson. Was soll ich zu ihr sagen? Sie ist 18 Jahre alt! 18 Jahre und steht auf der Bühne! Unglaublich, was sie bereits in so jungen Jahren erreicht hat. Ihre Performance war auf jeden Fall der Hammer! Sie hatte vier Tänzerinnen und ihre Band auf der Bühne, zu fast jedem Song wurde eine Choreo aufgeführt. Mal davon abgesehen, was sie für eine Kondition haben muss, denn auch während ihren Tanzeinlagen sang sie problemlos und live (!) weiter.

Mark Forster bildete schließlich den krönenden Abschluss des Abends. Das Publikum rückte sofort näher zusammen und Mark betrat die Bühne. Bereits beim Helene Beach Festival habe ich mir seinen Auftritt angeschaut und er wirkte einfach unglaublich sympathisch! Dieser Eindruck festigte sich auf der Radio Energy Music Tour. Immer ein Lächeln auf den Lippen und immer für einen Scherz zu gebrauchen.
Bei seinen größten Hits sangen viele der Besucher mit und Mark hatte als einziger der Acts Pyrotechnik.

Beim finnischen Sänger Niila hat sich in den letzten Monaten einiges getan. Wir hatten ihn am Telefon und sprachen mit ihm über sein jetziges Leben, sein Lieblingstier und seine Beziehung zu Berlin.

 

VON OLIVER MATTUTAT

 

Es ist nichts mehr, wie es war bei Niila. Der finnische Sänger steht kurz vor seiner zweiten Headliner-Tour durch Deutschland, bei der viele Termine schon gänzlich ausverkauft sind. Seine erste Tour im letzten Winter, wir berichteten, fuhr er mit nur einer EP im Gepäck. Die anderen Songs, die er dort spielte, waren für das Publikum neu. Die Songs überzeugten und im März dieses Jahres erschien dann sein Debütalbum "Gratitude" (Albumrezension gibt's hier).

Am 13. Oktober macht er Halt im Huxleys Neue Welt in Berlin, die Stadt, die in Kürze wohl auch seine neue Wahlheimat wird.

 

jup! Berlin: Ein gutes halbes Jahr ist dein Debütalbum "Gratitude" draußen. Was hat sich seitdem für dich verändert?

Niila: Viele Dinge haben sich verändert. Ich mache seit so vielen Jahren Musik und da hat man lange Zeit sich große Konzerte vorzustellen und wie die sein könnten. Seitdem ich meinen Plattenvertrag habe und das Album rauskam, ging das ziemlich schnell.

Ich versuche, gerade noch zu realisieren, was letzte Woche passiert ist. Wir traten zusammen mit Samu Haber (Frontmann von Sunrise Avenue) im legendären Münchener Olympiastadion auf. Es war das Abschlussevent von BMW für ihre 100-Jahr-Kampagne. Gestern sind wir zum ersten Mal im finnischen Fernsehen aufgetreten. Das sind unglaubliche Erlebnisse. Das sind Sachen, die ich mir früher ausgemalt habe und jetzt geschehen die wirklich. Das ist einfach wunderbar und ziemlich überwältigend.

 

Samu Haber und du sind gut befreundet. Wie wichtig war seine Unterstützung bei den Anfängen?

Wir haben uns das erste Mal vor acht Jahren getroffen und am Anfang waren es eher Freundschaftsdienste wie zum Beispiel das Leihen einer Gitarre. Wir hingen ab, haben uns die Musik des anderen angehört und über das Leben und die Musik geredet.

Über die Jahre habe ich mein Songwriting verbessert und wir setzten uns zusammen und wir entschlossen, dass ich es versuchen sollte.

Er hilft mir mental mit seinen Erfahrungen aber auch mit seinen Kontakten. Er ist ein guter Typ und ich bin ihm sehr dankbar für seine Hilfe.

 

Die Lieder auf deinem Album sind teils fröhlich und voller Energie, aber teils auch ziemlich ruhig und nachdenklich. Du sagtest auch mal, dass das Schreiben von Lieder für dich wie eine Therapie ist. Wie viel Niila bekommt man in deinen Songs?

Viel. Wie du gesagt hast, es ist wie Therapie. Deshalb sind da fröhliche Songs, aber auch wirklich traurige Lieder. Aber das ist wie das Leben. Du hast deine guten Tage, an denen du dann einen fröhlichen Song schreibst. Dann gibt es aber auch die Tage, an denen der Himmel nur grau wirkt und nichts funktioniert. Dann entstehen die traurigen Songs. Bei mir sind das alles sehr persönliche Songs, also bekommen die Hörer sehr viel Niila.

 

Hast du einen Lieblingssong auf deinem Album?

Das ist schwer, zu sagen. Ich würde sagen Don't Love Nobody, der erste Song des Albums, ist mein Lieblingslied. Den Song haben wir ganz am Ende unserer Studioaufnahmen geschrieben. Alle anderen Lieder waren fast schon fertig aufgenommen. Eines Abends saßen wir mit unserem Produzenten zusammen und es gefiel ihm. So hatten wir dann noch ein Lied für das Album. Außerdem ist es der neueste Song. Weil man die alten Lieder so oft gehört hat, klingen die Neuen für einen selbst besser.

 

Elefanten sind deine Lieblingstiere. Du hast sogar einen Elefanten als Tattoo auf deinem Unterarm. Wie kamst du auf den Elefanten?

Meine Schwester war schon immer ist ein großer Fan von Elefanten. Ich habe lange überlegt, was ich mir für ein Tattoo stechen lassen soll. Ich habe eine sehr gute Beziehung zu meinen Geschwistern (Anm. d. Red.: Niila hat einen Bruder und eine Schwester.). Ich wollte ein Tattoo über uns, und so kam mir der Elefant in den Kopf. Ich kann nicht genau erklären, wo es herkam, aber es ist die deutlich bessere Option, drei schöne Elefanten als Tattoo zu haben als drei graue Ratten (lacht). Ich fand das eine coole Idee.

Das Video zu Restless Heart haben wir in Namibia gedreht und da kam ich nah an Elefanten heran. Ich liebe diese Tiere, aber schade, dass Elefanten nicht die besten Haustiere sind. So kann ich leider keinen in meinem Apartment in Helsinki haben.

 

Wie sehr bist du ein Elefant? Elefanten sollen z.B. ein ziemlich gutes Gedächtnis haben.

Ich glaube, ich bin das genaue Gegenteil. Ich habe das schlechtes Gedächtnis in der Welt (lacht).

 

In ein paar Wochen bist du auf deiner zweiten Headliner-Tour. Was können wir erwarten?

Es sind fast dieselben Lieder wie bei der ersten Tour, bei der das Album noch nicht veröffentlicht war. Es werden größere Locations sein und auch eine etwas größere Show, über die ich mir viele Gedanken gemacht habe.

Letztes Jahr war es unglaublich, wie die Leute beim Konzert reagiert haben, obwohl sie die meisten Lieder nicht kannten. Ich freue mich dieses Jahr darauf, zu sehen, wie die mitsingen und abgehen, jetzt wo sie die Lieder kennen. Ich kann es kaum abwarten.

 

Am 13. Oktober bist du in Berlin auf der Bühne. Was magst du am meisten an der Hauptstadt?

Alles! Ich lebte für vier Monate in Berlin, während der Albumproduktion. Da war gerade Winter. Ich als Finne bin an die Kälte gewöhnt, das war nichts Neues für mich. In Finnland kommt es einem im Winter so vor, als würde es in den Winterschlaf verfallen. In Berlin hingegen lebte die Stadt trotz des Winters. Ich fühlte mich wirklich Zuhause. Ich plane gerade, nach der Tour nach Berlin zu ziehen. Dann lebe ich für ein oder zwei Jahre da. Vielleicht auch länger. Das weiß ich noch nicht genau. Ich lebe eher von Tag zu Tag. Ich mag Berlin wirklich sehr. Der Flug in die Heimat ist auch nicht so lang, sodass ich meine Familie und meine Freunde gut besuchen kann.

 

Vielen Dank für deine Zeit und das Gespräch.

 

 

VON AMANDA

 

Seine Waffe? Rot und aus Stahl. Seine Erscheinung? Gelassen und Scherzend. Von wem die Rede ist? Von Nils Landgren. Wer ihn noch nicht kennt, ist nicht zwangsläufig selber schuld. Denn Mr. Redhorn ist eher unserer Elterngeneration bekannt durch Kooperation mit ABBA, eigenem Funklabel „Funkunit“ und einem begnadeten Beherrschen der Posaune. Als wäre es nicht genug des Guten, singt er auch sehr sanft und ist seit über 38 Jahren glücklich verheiratet. Ihr werdet es ahnen, Nils Landgren ist für mich etwas wie ein moderner Superheld.

Auf dem Young Euro Classic Festival hatte ich die Chance, ihn persönlich kennen zu lernen und ihn für ein Interview zu gewinnen. Dort stellte er sein Improvisationstalent beim „Klassik meets Jazz-Abend“ vor.

Am 14. September rockte Hoodie Allen das Huxleys in Berlin. Der Sänger trat zum dritten Mal auf einer Berliner Bühne auf und nach dem letzten tobenden Applaus der Menge war klar, Hoodie Allen muss auch auf seiner nächsten Tour hier halt machen. Warum ihr ihn beim nächsten Mal auf keinen Fall verpassen dürft, erfahrt ihr jetzt! 

 

VON ARIELLE UND HANA 

 

Um 20 Uhr eröffnete die erste Vorband mit Sänger William Bolton die Show. Zusammen mit Bryce Vine stimmte er die Menge auf den Hauptact des Abends ein. Beide, angemerkt unglaublich talentierte Sänger, schafften es schnell die Leute zum Mitmachen zu bewegen. 

Dann war es so weit und Hoodie Allen trat auf die Bühne. Der New Yorker Rapper überzeugte an diesem Abend nicht nur mit seiner Bühnenshow, seinem Animationstalent und einer unglaublichen Stimme, mit der seine Songs live genauso klingen wie auf CD. Mit dem kurz von ihm angestimmte „Love Yourself“ von Justin Bieber bewies der Musiker, dass er mehr als nur ein Rapper ist. Bei seinem Schlusslied „No interruption“, seiner meist geklicktesten Single, bebte erneut der ganze Saal und ein letztes Mal konnte das Publikum die schon längst verinnerlichten Texte laut mitsingen. Ein unvergesslicher Abend. Ein unvergessliches Konzert, mit einem unfassbar begabten Sänger, der alle unsere an ihn gestellten Erwartungen erfüllen konnte. 

Nach zweieinhalb Stunden lauter Musik, Texte mitsingen und Tanzen ist für uns klar, dass wir das nächste Hoodie Allen-Konzert in Berlin bestimmt nicht verpassen werden. Und damit unsere absolute Empfehlung für Hoodie Allens nächste Tour und für alle, die auf der Suche nach guter Musik sind. 

Was das Young Euro Classic Festival darstellt, zeigten wir euch mit Hilfe des vorangegangenen Video-Beitrages bereits. In dem folgenden Text versuche ich deshalb auf die Eindrücke einzugehen, welche mir zuteil wurden, vor der musikalischen Vorführung, währenddessen und im Anschluss. Natürlich alles aus einem höchst subjektiven und musikanalphabetischen Blickwinkel.

 

VON AMANDA

 

Die Generalprobe

Der Konzertsaal oder zumindest die Sitzplätze sind leer. Geschäftiges Treiben auf der Bühne, abgehakte Musikfetzen, die einige Male wiederholt werden müssen – so die Anweisung des Dirigenten. Er selbst, zwar zum Scherzen aufgelegt, begleitet das Orchester mit Handbewegungen mitten durch die brisanten Stücke, Notenblätter und später auch durch den Abend.

Angesichts der majestätisch geschmückten Räumlichkeiten beschleicht mich ein kirchenähnliches Gefühl und die Feststellung, dass ich, ehrlich gesagt, nichts von dieser Kultur verstehe. Fängt hier die sogenannte „Deutsche Leitkultur“ an? Bei den ganzen auf Antik gemachten griechischen Statuen, den elektrischen Kronleuchtern barocker Zeit nachempfunden und den gut angezogenen Menschen?

Wieder gefangen von der vorrangegangen Ehrfurcht und Demut fange ich an, den krassen Sound zu bemerken. Damit fasse ich nicht mit Jugendslang die klassische Musik an sich zusammen - dazu an späterer Stelle mehr - sondern den Schall. Er umgibt den gesamten Konzertraum, wird von den Wänden immer wieder zurückgeworfen nur um dann, ähnlich einer Pfeilspitze, das Ohr des Zuhörers zu treffen. Jetzt kann ich es kaum erwarten, das „richtige“ Konzert zuhören und die schon geübten Musikabschnitte einzuordnen.

 

Die eigentliche Aufführung

Ich schließe meine Augen und werde von der Stimme James Bonds dazu aufgefordert, einen schönen Abend mit den anderen Zuschauern zu verbringen. Dietmar Wunder, begrüßt das gemischte Publikum. Eine Choreographie, die anscheinend jeder in diesem Raum beherrscht, wird aufgeführt: Zuerst erscheint der Dirigent, dann geht er wieder, das Orchester kommt raus, einige Male setzen sie sich und stehen wieder auf. Dieses Spiel wird so fortgeführt und erinnert mich dabei an das sogenannte Aufheizen bei musikalischen Aufführen anderer Genres. Applaus vorprogrammiert.

Als die Töne erklingen, die Instrumente sich in einen musikalischen Körper fügen, werden meine Sinne zu Traumlandschaften entführt. 

…Und diese Spannung! Der Herzschlag verstummt nur für diesen einen Moment. Ein Kloß im Hals bleibt zurück. Um im nächsten Augenblick entfesselt, gebrochen und wiederhallend den Raum zu füllen.

Der Musiker badet im Applaus.Schwanger nun der Raum, aus jeder Reihe und von jedem Platz ertönt es scheppernd. Davon versteht das Publikum immerhin etwas – Aus – nächster Akt.

Der nächste Akt liefert neue Horizonterweiterung, neue Kanäle, die erstmal freigeschaltet, nicht mehr versiegen – Erinnerung neu geschaffen. Beginn der jungen Ewigkeit. Ich kann meine Augen nicht mehr abwenden. Längst ist es um mich geschehen. Ich kann die Ohren nicht mehr verschließen und kann mich nicht genug sättigen an Jugend, Schönheit und Talent.

Und dann kommt Berlioz…

Mein persönliches Filetstück des Abends lautet „Symphonie fantastique“ op. 14 (1830) von Hector Berlioz. Bei all der Passion infernale fange ich ein Gespräch mit ihm an, ich bedanke mich für seinen Größenwahn, der sich in der Zusammenstellung der Instrumente widerspiegelt und für diesen äußerst schizophrenen Augenblick. Ich bedanke mich ferner bei dem Jugendorchester Norwegens, weil sie mich wirklich ins Reich der Fantasie katapultierten. Und natürlich auch bei der Presse-Agentur, die mir diesen guten Platz in der ersten Reihe spendierte.

 

Nach dem Konzert

Nun, wie soll ich sagen? Nach dem Konzert reihe ich mich gern zu den Klassikliebhabern ein! Wenn ich so darüber nachdenke, dann bedarf es dieser speziellen Kunstform eben an den prachtvollen Räumlichkeiten und der ganzen Ehrerbietung. Schließlich ist der Saal als Projektionsfläche groß genug, um die Musik zu beherbergen. Um die Träume und Empfindungen zu kollektivieren. Nichts Anderes könnte das Mindestmaß darstellen.

Mein dringender Appell an alle rumhängenden Kulturbanausen da draußen:

Geht ins Theater, in die Oper und den Konzertsaal! Ihr braucht die teuren Markenschuhe nicht, tauscht sie gegen Konzertkarten ein. YouTube oder Soundcloud sind hier keine Lösung. Durch den Filter einer Kamera werdet ihr keine Musik mehr hören, alle wertvollen Töne gehen verloren - wie die Nährstoffe bei zerkochtem Gemüse.

Am  2. und 3. September fand im IFA Sommergarten das siebte Fritz DeutschPoeten Festival statt, bei dem sich elf Songpoeten gegenseitig und uns die Ehre gaben. Wer die Bühne richtig gerockt hat, bei wem die Menge alle Texte mitsingen konnte und warum du das nächste DeutschPoeten Festival nicht verpassen solltest, erfährst du hier. 

 

VON HANA

 

Am Freitag, dem ersten Festivaltag, machte Sänger Maxim den musikalischen Auftakt und stimmte mit starken Texten die Menge auf die österreichische Popband Wanda ein. Die legte mit ganz viel Charme und Amore eine unglaublich gute Bühnenperformance hin. 

Mit Einbruch der Dunkelheit trat Sido als letzter Poet auf die Bühne und wurde mit einem ohrenbetäubenden Applaus empfangen, der zeigte auf wen sich das Publikum an diesem Abend besonders freute. Bekannt für seine Bühnenshows, lieferte er auch in dieser Freitagnacht eine Show ab, bei der der gesamte Sommergarten mitmachte und die Texte auswendig mitsang. 

 

Am Samstag ging das Deutschpoeten Festival dann bei gefühlten 28 Grad in die zweite Runde. Die Rockband Schmutzki eröffnete mit lautem Rock und Texten zum Mitsingen das Festival. Ihnen folgte die Berliner Electropop-Band Großstadtgeflüster, welche nicht nur mit guter Stimmung, sondern auch mit der überraschend guten Stimme der Sängerin überzeugten. Auch bei Chefket gab es gute Electromusik, zu der der talentierte Rapper seine Zeilen sang. Laut mitsingen konnte man dann bei den bekannten Texten von Motrip und Namika: „Bleib wie du bist“ und „Lieblingsmensch“.

Eine unglaubliche Show legte auch Joris hin, welcher nicht nur mit seiner starken Stimme sondern auch mit Texten und Worten an diesem Nachmittag berühren konnten. Mit eintretender Abenddämmerung trat Bosse auf die Bühne und wurde mit tobendem Applaus empfangen. Es folgte eine tolle Show, die allen Erwartungen gerecht werden konnte. Einige Poeten wie Bosse oder auch Joris nutzten den Moment der Aufmerksamkeit, um ihnen wichtige politische Themen anzusprechen und ihre Meinung mit ihren Fans zu teilen.

Der letzte Akt dieser Nacht kam von Fettes Brot. Die Gruppe schaffte es mit einer unglaublichen Bühnenperformance den kompletten Sommergarten unter dem Berliner Sternenhimmel zum Tanzen zu bringen. Auch nach dem letzten Song, bei welchem das Publikum im Tackt der Musik Handytaschenlampen und Feuerzeug wiegten und so ein Meer aus kleinen Lichtern schaffte, riefen die Festivalbesucher nach einer Zugabe, die die Hamburger Jungs ihnen gerne gaben. 

 

Nach zwei tollen Festivaltagen können die jup!-Redakteur*innen nur sagen, dass sie das Fritz DeutschPoeten Festival nur weiterempfehlen können. Man kann nicht nur seine Lieblingssänger live sehen, sondern auch viele andere unglaublich gute Sänger und Bands entdecken, die man vorher womöglich noch nicht im Blick hatte. Für jeden Fan der deutschsprachigen Musik ein absolutes Muss. 

Die britische Band Bastille hat ihr zweites Album veröffentlicht. Wir haben für euch reingehört und sagen euch, was ihr erwarten könnt.

 

VON OLIVER MATTUTAT

 

Bastille sind zurück! Und wie! Auf ihrem vergangenen Freitag (09.09) erschienenen zweiten Album Wild World sind die vier Briten wieder in Bestform. Ihr Debütalbum Bad Blood ging 2013 durch die Decke und ihre Single Pompeii war einer der Hits des Jahres. Somit waren die Erwartungen vor der zweiten Platte entsprechend groß.

Mit Wild World hält Bastille 14 neue Songs (19 in der Complete Edition) bereit. Der Sound des Albums erinnert an den Vorgänger, aber es gibt auch Neues und auch inhaltlich entwickelt sich die Band weiter. Der Sänger und Frontmann Dan Smith beschreibt das wie folgt: "Ging es bei unserem ersten Album hauptsächlich ums Heranwachsen und die damit verbundenen Ängste, dann handelt die neue LP davon, aus der Welt, die einen umgibt, schlau zu werden und sie richtig zu interpretieren. […] Das Album soll etwas Verwirrendes haben: Es sollte mal extrovertiert, mal introvertiert sein, mal hell, mal dunkel."

Den Anfang macht das Lied Good Grief. Seit mehreren Wochen hält es sich in den Charts und überzeugt auch durch seine Eingängigkeit. Der Song verbreitet bei uns sofort gute Laune, dabei handelt er von Trauer und Verlust. Eines, von den Liedern, die in der Kombination von Klang und Inhalt durchaus verwirren.

Das nächste Lied The Currents fällt vor allem durch die opulenten Streicher auf. Auch der Song ist eine Up-Tempo Titel. Das Lied handelte von gewissen Personen, auf beiden Seiten des Atlantiks, und der Schwere zu begreifen, wie sie auf gewisse Ideen kommen und diese noch publik machen, erklärt Dan Smith.

Das ganze Album strotzt nur so voll Energie und kräftigen Beats. Dazu passend ist der Song Power, der ziemlich energetisch ist. Der Großteil der Lieder ist dabei auch ziemlich dynamisch, aber es gibt auch ruhigerere Titel wie zum Beispiel Two Evils. Eine Besonderheit hat der Song außerdem. Er ist ein Onetaker. Die Band brauchte also nur einen Versuch im Studio und das Lied war im Kasten.

Auch große Gitarrenriffs dürfen nicht fehlen. Das Lied Blame hat einige davon zu bieten. Smith selbst sieht in dem Lied den "allerersten Vorstoß in Richtung große Gitarrenriffs".

Das, was Frontmann Dan Smith über das Album sagt, lässt sich auch hören. Oft extrovertiert aber manchmal auch introvertiert bekommt man den typischen epischen Bastille-Sound, der sich in den letzten drei Jahren auch in weitere Klangwelten entwickelt hat. Insgesamt geht es in der zweiten LP der Londoner ums Grenzensprengen und um Beziehungen. Dan Smith sagt in Hinblick auf Beziehungen: " Die Beziehungen, auf die du dich einlässt, sind wohl der wichtigste Trost, den man finden kann. Sie sind es, die das Leben grandios machen."

Tolle Melodien, kräftige Beats und die markante Stimme von Frontmann Dan Smith machen das zweite Album der Band hörenswert.

Wenn ihr Bastille mal live in Berlin erleben wollt, habt ihr am 25.11. die Chance dazu. Die Briten treten nämlich in der Max-Schmeling-Halle auf.

 

 

Anfang dieses Jahres veröffentliche Hoodie Allen sein neustes Album "Happy Camper", auf dem er erneut sein Können unter Beweis stellt. Seit August tourt er nun durch Europa und am Mittwoch Abend darf auch Berlin ihn im Huxleys willkommen heißen.

 

VON ARIELLE UND HANA 

 

Hoodie Allen- spätestens nach seinem Debütalbum „People keep Talking“ sollte man diesen Namen kennen. Bereits 2012 bewies der New Yorker Rapper und Hip-Hop-Sänger mit seinem Album „All American“, welches auf Platz eins der Itunes Charts debütierte, sein Talent für die Wortkunst. Mit seiner Single „No Interruption“ erreichte er auf seinem YouTube Channel über 28 Millionen Klicks, von wo an es steil bergauf mit seiner Karriere ging. 

Ein ebenfalls herausragender Track ist die gemeinsam mit Ed Sheeran eingespielte erste Single, "All About It", mit der Hoodie Allen 2014 es auf Platz neun der MusikWoche-Charts brachte. Der erst 28-Jährige erkannte schnell das sein Erfolg den mitreißenden Beats, auffallend starken Texte und Ohrwurmmelodien seiner Songs verschuldet ist und machte diese gekonnt zu seinem Markenzeichen. „Ich hätte niemals gedacht, das ich jemals da sein werde, wo ich heute bin“, sagte der Rapper damals, der seinen Job bei Google hinschmiss, um sich voll und ganz auf seine Musik konzentrieren zu können. Dabei vertreibt der Vollblutmusiker seine Singles selbst und steht bei keinem Label unter Vertrag. 

Wer den begabten Rapper also gerne live auf der Bühne, seine Songs des Happy Camper Albums performen sehen will, hat am 14. September im Huxleys die Gelegenheit dazu. Wir jedenfalls werden es uns nicht entgehen lassen. 

Vom 02.-07.September fand auf dem Berliner Messegelände die IFA (Internationale Funkausstellung) statt. Wie in den Jahren zuvor gab es einen Bereich, speziell für die jünger Zielgruppe: YoungIFA in Halle 15.2! Lucas und Sandy von jup! waren am Samstag vor Ort und haben sich durch das Programm treiben lassen. Spezielles Highlight: Die 7. Offene Berliner Meisterschaft im Cosplay unter der Schirmherrschaft der Japanischen Botschaft!

 

VON LUCAS UND SANDY

 

Messe Berlin, Eingang Ost, dann die Treppe nach ganz oben und dann rechts. Da war sie: Die Halle 15.2! Der  YoungIFA-Bereich! Was begegnete uns gleich zuerst? Ein Stand von NHK, offensichtlich ein japanischer Fernsehsender,  bei dem wir uns mit den freundlichen Mitarbeiter*innen unterhielten, um zu wissen, was es damit auf sich hat:

 

,,Also, NHK sind die Kürzel für Nippon Hoso Kyokai und das steht für NHK als Fernsehsender. NHK ist ein Fernsehprogramm, ein öffentlich-rechtlicher und ist quasi ein Äquivalent zu  ‚Das Erste‘. Unser Hauptfokus liegt auf NHK World, dazu ist auch unser Stand hier auf der Young IFA.‘‘

 

Doch welchen Schwerpunkt hat der Fernsender?

 

,,Der besondere Schwerpunkt von NHK ist NHK World. Ein Programm, mit dem unsere Angebote auch im Westen ankommen und verstanden werden können. Das geschieht durch Dokumentationen, durch Nachrichten über Asien und natürlich auch über Japan. Der Fokus liegt auf Japan, aber auch über den Rest Asiens und auch seine Pop-Kultur berichtet NHK World.‘‘

 

Das erfuhren wir also zuerst über diesen Fernsehsender an sich. Darüber hinaus geisterte noch ein großes, braunes Maskottchen, das NHK mitgebracht hatte, durch die Halle: Domo! Doch Domo war nicht allein unterwegs. Auch Bunny - ein rosa Wesen – war mit vor Ort. Beide konnten von jedem geknuddelt und für lustige Fotos genutzt werden.

Plötzlich, kurz vor elf Uhr, wurde die Halle dann von dutzenden Cosplayern überschwemmt.

VON AMANDA

 

Auf dem diesjährigen Pangea-Festival gab es eine Menge zu erleben! Ob im Geldregen Romanos baden, Trommelworkshops  oder beim Bewundern der skurrilen Deko, allein waren wir dabei nicht! Erst die entspannten Menschen um uns herum, die genauso Lust auf Tanzen, Lachen, Chillen, Grillen hatten, vervollständigten das schöne Festival. Wie sich die Tanzatmosphäre tatsächlich angehört hat, was eigentlich der „Flow State“ ist und einige weitere Crazy-Party-People-Dinge seht ihr im  Video zum Pangea-Festival.

K.I.Z lud ein zum ausverkauften Open Air ihrer „Hurra die Welt geht unter“  Tour am 20.08.2016 in der Wuhlheide. Laura und Alina von jup! Berlin waren dabei!

 

VON ALINA UND LAURA

 

K.I.Z, das sind Nico, Tarek, Maxim und DJ Craft. Die Berliner Rapper stehen für Provokation und sarkastische Texte, mit denen sie des Öfteren Kritik an aktuellem Geschehen und der Gesellschaft üben.  Auch politisch sind die Jungs engagiert und setzen sich gegen rechte Strömungen ein. Nico und Maxim sind außerdem DIE PARTEI-Mitglieder und kandidierten zum Beispiel für die Berliner Abgeordnetenwahl 2011.

Bekannt wurde die Gruppe durch Songs wie „Geld essen“, in dessen Video sie ein Zeichen gegen Homophobie im Hip-Hop setzen. Aber auch mit aktuellen Songs wie „Boom Boom Boom“ oder „Hurra die Welt geht unter“ sind K.I.Z heute bei vielen Jugendlichen beliebt.

 

Keine Vorband?

Angekommen am Veranstaltungsort hat uns zunächst interessiert, wer eigentlich die Vorband von K.I.Z ist. Verwundert hat uns, dass auf der Bühne keinerlei Instrumente aufgebaut waren, dafür aber ein riesiger Bildschirm. Schnell hat sich herumgesprochen, es würde einen einstündigen Film über die Band als Einstieg geben. Den gab es tatsächlich auch – Der Film war (typischer K.I.Z Humor) im Stil eines Parteitags mit K.I.Z als „die Führer“ aufgebaut. Von der Schließung ihres ersten Vertrags mit Royal Bunker, dem  Auftritt bei Rock am Ring 2007 (wo sie eigentlich ausgeladen waren) über ungenehmigte Konzerte wie das „Reclaim your U-Bahn“ in Kreuzberg bis hin zu den Weltfrauentag-Konzerten und Protesten der Band gegen die heutige Gesellschaft und Politik war alles dabei.  Immer wieder wurde gezeigt, wie die vier Jungs von K.I.Z auf den Weg zur Wuhlheide sind, um die Spannung aufrecht zu erhalten. Gegen Ende des Films  wurde eine Führung durch die Wohnungen der K.I.Z-Jungs gezeigt. Dies war eher lustig als ernst gemeint: Bei Tarek zum Beispiel, der aus dem Lied „Wir“ als „Der Nubische Prinz“ bekannt ist, wurde die Wohnungsbesichtigung in einem Raum abgehalten, der von Teppichen bedeckt war und  um ihn herum zwei Bauchtanz tanzende Frauen. Im Großen und Ganzen fanden wir den  Film echt gut gemacht und wirklich lustig, nur leider etwas zu lang.

Das „Young Euro Classic Festival“ (YEC) ist seit dem Jahr 2000 ein wichtiger Treffpunkt für junge Klassik-Musiker aus ganz Europa. Erstmals als Chefdirigent der deutschen Streicherphilharmonie dabei ist Prof. Wolfgang Hentrich. jup! Redakteurin Sina hatte die Möglichkeit, ihn vor dem Auftritt am 01.09.2016 zu treffen. Wolfgang Hentrich über seine Arbeit mit Jugendlichen, die Funktion des YEC und warum die Klassik immer erhalten bleibt.

Bericht vom Signmark-Konzert am 20. August im Bi-Nuu-Club am Schleschischen Tor - Rap in Gebärdensprache!

 

Ein Beitrag von Katharina 

 

Gute Stimmung - laute Bässe

Durch die lauten Bässe bebt der Boden, die Vibration überträgt sich auf den Körper und verbreitet gute Stimmung. Vorne auf der Bühne rappt Signmark, ein finnländischer gehörloser Rapper, gekonnt in Gebärdensprache. Er wechselt zwischen finnischer, internationaler und amerikanischer Gebärdensprache - abhängig vom Land, in dem er auftritt.

Zwei hörende Musiker begleiten ihn dabei: zum einen Mahtopa, welcher Signmark seine Stimme verleiht, und zum anderem Sulava, welcher der DJ ist. Dadurch, dass Mahtopa Signmark seine Stimme verleiht, wird das Konzert auch für Hörende zugänglich. Signmark rappte unter anderem "Fighting" und auch "I Talk the Talk", welche sehr aussagekräftige Songs sind. Bei "I Talk the Talk" animierte Signmark das Publikum an einer bestimmten Stelle mitzumachen - bei der Gebärde für "gehen" und "reden". Das stellte eine schöne Verbindung zwischen Musiker und Publikum her. 

Erfolg mit Rap in Gebärdensprache?

Marko Vuoriheimo, der unter unter dem Künstlernamen Signmark arbeitet, ist der erste kommerziell erfolgreiche gehörlose Rapper mit einem Warner-Music-Plattenvertrag. Seine Karriere startete damit, Weihnachtslieder in Gebärdensprache umzuwandeln, sodass die ganze Familie zusammen singen konnte. Nachdem er eines Tages Musik-Videos auf MTV gesehen hatte, keimte in ihm der Traum, Rap-Musiker zu werden.

Einige seiner Freunde zweifelten daran, dass das möglich wäre, da dies nur den Hörenden vorbehalten sei, aber Signmark ignorierte diese Zweifel und schaffte es dank der Unterstützung vieler Freunde und einer großen Gruppe von Freiwilligen, seinen Traum zu verwirklichen. 2006 wurde seine erste Hip-Hop-DVD veröffentlicht. Von da an ging seine Karriere steil bergauf - bis heute ist er schon in über 40 Länder aufgetreten wie zum Beispiel Japan, Brasilien, Spanien und den USA. 

Seine Message

Durch seine Auftritte möchte er positive Aufmerksamkeit auf die Gehörlosenwelt ziehen und auch das Interesse der Hörenden an der Gehörlosenwelt förden. Passend in Zeiten einer multiinternationalen Welt und verstärkten Bemühungen im Bereich der Inklusion. 

Konzert inklusive Filmaufnahmen zu "Freak City"

Während des Konzert wurde für den Film "Freak City" gefilmt (wir berichteten) nach dem gleichnamigen Buch von Katrin Schrocke. Auch die Autorin war während des Konzerts vor Ort und machte ein paar Aufnahmen zusammen mit den Schauspielern.

Ihr seid jetzt gefragt, bitte, unterstützt dieses tolle Filmprojekt ,,Freak City“- denn noch immer fehlt Geld! 

Hier mehr Infos: 

https://www.facebook.com/freakcity.film

http://www.freakcity-film.de

Außerdem noch ein paar Videos und die offiziele Homepage von Signmark:

http://www.signmark.biz/

https://vimeo.com/90317600

https://vimeo.com/88675704

https://vimeo.com/5614232

Die Neue Deutsche House Welle (NDHW) ist zurück. Auch in Volume 2 sind wieder einige Stars mit am Start. Zur Veröffentlichung am heutigen Freitag verlosen wir drei Exemplare.

 

VON OLIVER MATTUTAT

 

Wie auch schon in Volume 1, die wir auch vorgestellt und unter euch verlost haben, gibt es wieder drei CDs voller House-Musik. Auf den ersten zwei CDs gibt es 43 Lieder, die zu der elektronischen Tanzmusikrichtung gehören. Ein Großteil der Lieder sind neu und exklusiv auf NDHW zu finden. Neben den großen Stars der House-Szene wie „Gestört aber GeiL“ oder „Robin Schulz“ sind auch weniger bekannte Künstler vertreten. Auch von großen deutschen Sängern wie „Mark Forster“ oder „Silbermond“ gibt es Remixe. 

CD drei steht auch dieses Jahr wieder im Zeichen eines DJ-Mixes. DJ Jonny Nevs hat sich dafür ins Zeug gelegt, um einen schönen Mix zu kreieren.

Wenn ihr auf House steht oder einfach mal in die Musikrichtung reinhören wollt, macht mit bei unserer Verlosung.

Schreibt einfach eine E-Mail an: info@jup.berlin mit der Antwort auf die folgende Frage. Wir melden uns dann bei den drei glücklichen Gewinnern. Einsendeschluss ist der 23. September 2016.

 

Verlosungsfrage:

Was zeichnet die Musikrichtung „House“ aus?

a) Sie ist elektronische Tanzmusik.   b) Sie besteht hauptsächlich aus orchestralem Klängen.

23.09.2016 bis 23.09.2016 (Ganztägig)

Nächstes Wochenende ist es so weit: Die Fritz Deutsch Poeten sind zurück! Wie bereits angekündigt, wird am 2. und 3. September der IFA Sommergarten zum Festivalgelände, auf  dem sich Musiker und Bands verschiedenster Musikrichtungen die Ehre geben. Doch eines haben sie alle gemeinsam: Ihre Texte haben was zu sagen und sind deutschsprachig!

 

VON LOTTA

 

Aber wer ist denn nun alles dabei? Mehr Infos zum Line-up gibt’s jetzt!

Gleich zu Anfang wird uns Sido beweisen, dass er mehr ist, als nur ein schlechtes Vorbild. Seit vor elf Jahren sein Debüt Album „Maske“ erschienen ist, hat er sich als Musiker ganz nach oben gekämpft und dabei so einige Preise mitgenommen. Unzählige Hits sowie Gold-und Platinauszeichnungen haben dafür gesorgt, dass der Berliner Rapper und Produzent aus der deutschen Musiklandschaft nicht mehr weg zu denken ist. Und da ich persönlich seinen letzten Hit „Astronaut“ immer noch nicht aus dem Kopf bekomme, bin ich schon sehr gespannt den „Jungen hinter der Maske“ bald live zu erleben.

Ebenfalls am Freitag haben sich Wanda angekündigt. Sie selbst bezeichnen ihren Stil als „Popmusik mit Amore“. Doch auch die Einflüsse des Rock`n`Rolls sind bei ihnen nicht zu leugnen. Das sieht auch der Musikexpress so. Für die Berliner Musikzeitschrift sind die fünf jungen Männer aus Österreich sogar „die vielleicht wichtigste Rock`n`Roll Band unserer Generation“. 2015 vom deutschen Rolling Stone Musikmagazin zur Band des Jahres gewählt, sind sie zurzeit einfach nicht zu stoppen.

Joris, ebenfalls ein Newcomer der letzten Jahre, ist einigen von euch vielleicht nur durch seinen Hit „Herz über Kopf“ bekannt. Doch dass der junge Herzblut-Musiker (Er spielt Klavier, Gitarre und Schlagzeug und komponiert und produziert selber!) auch ein großartiger Live-Performer ist, bewies er schon letztes Jahr. Für ihn ist es nämlich schon das zweite Mal auf der DeutschPoeten-Bühne.

Auch MoTrip hat bereits gezeigt, dass er live für Stimmung sorgen kann. Der junge Rapper mit libanesischer Herkunft wurde 2015 durch erscheinen der Single „So wie du bist“ einem größeren Publikum bekannt, die er gemeinsam mit der Deutsch Poetin LARY veröffentlichte. Trotzdem ist er laut Kritikern keinesfalls ein One-Hit-Wonder.

AnnenMayKantereit rocken die ausverkaufte Zitadelle Spandau und wirken so herrlich geerdet.

 

VON OLIVER MATTUTAT 

 

Es dauerte seine Zeit, bis die Band auf die Bühne kam, für die der Großteil des Publikums gekommen war. Um 19 Uhr trat erst einmal die Berliner Band Von wegen Lisbeth auf. Deutsche Texte und rockige Sounds sind Markenzeichen dieser Band. An diesem Abend fiel aber der Frontmann negativ auf. Er sagte: ,,Jetzt folgt eine hammer Überleitung: Apropos Merkel, das nächste Lied heißt Bitch.“ Einige Leute lachten, der Großteil war irritiert. Wir sind der Meinung: Kann man machen, muss man aber nicht. Wirklich lustig war es nicht. Nach einer halben Stunde war der Auftritt dann vorbei. Es folgte eine Umbaupause.

In der Folge wurde dann ein Vorhang auf der Bühne hochgezogen. Die zweite Vorband war nämlich eine Überraschung.
Um 20 Uhr dann die ersten Takte des zweiten Voracts. Im vorderen Teil des Publikums Gekreische. Da erkannten einige die Überraschung. Der Vorhang fiel und es kamen die Ösi-Rocker von Bilderbuch hervor. Mit "Willkommen im Dschungel" begrüßten sie die Zuschauer. In 45 Minuten gelang es ihnen aber nicht so wirklich, mit ihren Lieder den Funken überspringen zu lassen. Erst beim vorletzten Lied „Maschin“ wurde die Stimmung ausgelassener.

Wieder Umbaupause.

Um 21:20 Uhr war es dann so weit. Henning May eröffnet mit seiner unvergleichlichen Stimme und dem Lied ,,Wohin du gehst“. In diesem Moment sprang der Funke sofort über und es wurde lauthals mitgesungen. Die Zitadelle war wieder wach. Nach dem Lied ergriff Henning May das Wort: ,,Ich stelle uns mal vor.“ Das brauchte er eigentlich nicht. Mit hinter dem Rücken verschränkten Armen tat er dies trotzdem. Er sah fast ein wenig schüchtern aus. Es bewahrheitete sich der Eindruck, den wir auch aus unserem Interview mit den anderen Bandmitgliedern Anfang dieses Jahres mitnahmen. Sie sind echt bodenständig. In der Folge lösten sie auch ihr Versprechen aus dem Interview ein, dass sie auf Tour auch weiterhin englische Lieder singen werden. Sie spielten zusätzlich so gut wie jeden Song ihres Debütalbums ,,Alles Nix Konkretes“. Es gab auch noch weitere Überraschungsgäste. Die Berliner Rapper von K.I.Z kamen auf die Bühne und performten mit AnnenMayKantereit ihren Song ,,Hurra, die Welt geht unter.“. Hennig May singt dort nämlich die Hook und so tat er dies auch an diesem Abend. Um kurz vor elf Uhr abends war das Konzert dann zu Ende und die netten Jungs von nebenan verließen die Bühne.

Wasser. Strahlender Sonnenschein. Gute Musik. Wo befinden ich mich? Auf Mallorca? Nein, ich war in Hamburg auf dem MS Dockville! Das Festival feierte zehnjähriges Jubiläum und ich war dabei. Meine Tops und Flops des Wochenendes erzähle ich euch hier.

 

VON ANNE
 

Ich war nun bereits zum sechsten Mal in Hamburg und es regnete immer bei meinen Besuchen. Ich war also umso überraschter, als ich am 19. August auf dem MS Dockville Gelände ankam und die Sonne schien. Das Festival ging offiziell bis zum 21. August, meine Freunde und ich blieben jedoch noch bis Montag und reisten in aller Ruhe ab.

 

Freitag - Und es geht los!

Was macht man am ersten Tag eines Festivals? Richtig, man baut sein Zelt auf und erkundet das Gelände! Meine Freunde waren bereits am Donnerstag angereist, also konnte ich mir das quälende Zeltaufbauen sparen, einfach meinen Rucksack in unser Zelt werfen und mich auf Erkundungstour begeben.
Wir waren wirklich überrascht, wie groß das Gelände war! Elf Bühnen waren auf dem Platz verteilt, manche bestanden lediglich aus einem liebevoll geschmückten Bus, auf welchem DJ's auflegten. Besonders beeindruckend fanden wir die kleinen Wege, welche die kleinen Stages miteinander verbanden. Diese führten vorbei an Bäumen, wo sich Hängematten und wunderschöne selbstgemachte Sitzgelgenheiten befanden. Da man sich so etwas oft schlecht vorstellen kann, habe ich für euch einige Bilder gemacht, also schaut selbst!

Als es dann auf die großen Bühnen zuging, waren wir zunächst etwas verwirrt, da diese nicht beschriftet waren und man sich daher erst einmal kurz zurecht finden musste. Auch das war schnell erledigt, schließlich erhielt jeder Festivalbesucher einen kleinen Ablaufplan mit dem aufgezeichneten Geländeplan auf der Rückseite.

Für mich ging es am Freitag direkt mit einer meiner Liebingsbands los: The Neighbourhood! Ich war bereits vor einigen Jahren auf einem Konzert der US-amerikanischen Alternative-Rock-Band und muss leider sagen, dass dieser Konzertauftritt damals sehr enttäuschend war. Ich bin wirklich ein großer Fan ihrer Lieder, allerdings lieferten sie keinerlei Bühnenperformance ab. Jesse, der Frontmann, bewegte sich keinen Zentimeter und interagierte auch überhaupt nicht mit dem Publikum. Die Show war nach nur etwas mehr als einer Stunde vorbei, eine richtige Enttäuschung für den Hauptact eines Konzerts. Demnach ging ich mit gemischten Gefühlen an die Performance auf dem Festival heran und genauso verließ ich die Show auf dem Dockville auch wieder. Zwar erwies sich, dass Jesse sich doch bewegen und sich mit dem Publikum unterhalten kann, dennoch kam die Band 20 Minuten zu spät und hörte pünktlich auf! Naja, das gehört vielleicht auch einfach zum Image einer Rockband. Da gab es definitiv überzeugendere und überraschendere Bands, dazu gleich mehr.

Eine weitere Entdeckung, die wir schnell machten, war, dass keine Band einen Banner oder ähnliches auf der Bühne hatte. Auch keine Monitore waren aufgebaut, also blieb die Bühne selbst meist schwarz. Nur einzelene Acts, wie zum Beispiel Aurora, welche einen Wald im Hintergrund projiziert bekam und nebenbei auch noch selbst Seifenblasen auf der Bühne machte, widerlegten die Regel.

31.01.2017 bis 31.01.2017 (Ganztägig)
09.02.2017 bis 09.02.2017 (Ganztägig)

Am Samstag, den 13.08., fand in der Berliner Wuhlheide das Cro MTV Unplugged Open Air statt. Ausgelassene Stimmung, ein motivierter Cro und zwei mega Überraschungen -  Anne und Alina waren für euch vor Ort!
 

 

VON ANNE UND ALINA

 

Durch Hits wie „Hi Kids“, „Bye Bye“ oder „Melodie“ ist der gebürtige Stuttgarter mit der Pandamaske ständig in den Charts vertreten.  Vor allem beliebt ist Cro, bürgerlich Carlo Waibel, damit bei jüngeren Jugendlichen.  Das haben wir schon auf der Fahrt zum Veranstaltungsort gemerkt – die ganze S-Bahn war gefüllt mit jüngeren Fans. Ein Junge hatte sogar, genau wie sein Idol, die charakteristische Pandamaske auf.

Angekommen in der Wuhlheide waren wir zunächst erstaunt von der riesigen Menschenmasse: Wollten die etwa alle zu Cro? Schnell wurde klar: jap, die wollen tatsächliche alle zum Konzert! Eine lange Schlange hatte sich vor den Sicherheitskontrollen gebildet. Also haben wir uns auch angestellt und über eine Stunde gewartet, bis wir endlich an den Kontrollen angekommen waren. Ärgerlich: Als Presse hätten wir uns überhaupt nicht anstellen müssen, sondern direkt den separaten Einlass nehmen können. Leider haben wir dies von so weit hinten in der Schlange nur noch nicht rausfinden können.

Endlich auf unseren Plätzen angekommen, spielte bereits der Künstler Vona mit seiner Band.  Wir fanden ihn sehr gut, um das Publikum auf Cro einzustimmen. Überzeugt hat er mit einer Mischung aus fröhlichen, aber auch teils melancholischen Songs. Wer gerne mal reinhören möchte: Seine 5-Track EP „Deine Liebe“ kann man sich kostenlos auf www.vonamusik.de downloaden!

Um ca. 20:30 Uhr war es dann soweit: Cro betrat die Bühne. Sofort herrschte ausgelassene Stimmung im gesamten Publikum und nahezu jeder konnte die Songs mitgrölen! Diese klangen in der unplugged Version wirklich cool. Einfach mal was anderes, als immer die Radio Versionen. Ein Großes Lob hierbei auch an die Band und vor allem die Background Sängerinnen, die absolut zum Erlebnis beigetragen haben.

Beethoven, Mozart und Haydn - die „klassische Trias“ von damals. Aber wo bleiben die klassischen Virtuosen von heute?

 

VON NATALIE

 

Vom 17.August bis 03. September 2016 findet im Konzerthaus Berlin am Gendarmenmarkt das Young Euro Classic Festival statt. Junge Musiker zwischen 18 und 28 Jahren stellen hier ihr Können unter Beweis.

Was das Festival auszeichnet, sind die vielen verschiedenen Kulturen, die mitmachen. 56 unterschiedliche Nationen kommen in dem Festival zusammen und präsentieren ein kunterbuntes Spektakel aus Tönen, Klängen und Harmonien.

Von der ägyptischen Mezzosopranistin Gala El Hadidi über ein mexikanisches Jugendorchester bis hin zu einer kasachischen Uraufführung – das Festival repräsentiert das Motto Weltoffenheit und den verbindenden Geist der europäischen Aufklärung. Am Ende wird zudem der Europäische Komponistenpreis vergeben. 16 bis 22 Euro kostet der Eintritt in diese musikalische Welt.

Auch jup!-Redakteur*innen werden für euch dieses musikalische Highlight begleiten und darüber berichten.

 

Kai und Amanda von jup! Berlin haben Jakob Schickedanze und Carls Ninian Wika von der UNGDOMSSYMFONIKERNE aus Norwegen getroffen und gefragt, wie es eigentlich ist, vor einem großen Publikum zu spielen. Mehr über ihre Arbeit als Musiker erfahrt ihr im Video von Amanda und Kai!

Nur Musik? Pangea beinhaltet auch Sport, Kultur und Spaß!

 

VON AMANDA

 

Vom 25. – 28. August findet das Sommer-Event „spèciale“ statt. Fettes Line-up und fette Bühnen (Räuber & 3000°) warten am beschaulichen Pütnitz an der See auf dich, auf mich, auf uns alle! Freedom und Waldidylle locken zum musikalischen Flanieren.

 

Honigmäuler dürfen sich besonders freuen, denn: Frittenbude, Oliver Koletzki, Antilopen Gang, Niko Schwind, Tüsn, King Kong Kicks, Boy Next Door, Benotmane und Ivan and the Kreml Krauts versüßen euch die Zeit. Aber Diabetiker müssen auch nicht traurig sein, langweilig wird’s nicht! Ganz nach dem Motto: „Wir sind Kinder, alles Kinder der Sonne“ könnt ihr euch im Bällebad, bei Skateboardraserei und Hüpfburgspielen austoben.

 

Noch nicht überzeugt? Schaut euch den Flamingo an, das könnt ihr auch. Ungeniert SWAG sagen und so meinen. Schrille, bunte und extrem skandalöse Outfits tragen. Dabei stets den eigenen Schweiß in fremden Sonnenbrillen beim Glänzen betrachten. Freie Liebe überall, hinterm Dixiklo, vor allem dort.

 

Man sieht sich dort, ihr Säue, treffen uns im Morast wachgewordener Sauereien wieder!

 

Und Achtung, jup! ist auch dabei:  Wir knipsen für euch Erinnerungen und begaffen eure schlechten Versuche beim Sport. Den ausführlichen Bericht - inklusive ansteckender Krankheiten und Dreck unter den Nägeln - lest ihr dann hier!

Letzten Samstag fand das alljährliche Holi Festival of Colours in Berlin statt. Das Festival ist vom hinduistischen Holi Frühlingsfest inspiriert, welches sich vor allem durch die während des Festes eingesetzten farbigen Pulver auszeichnet. Der Colour Rave findet dieses Jahr in 40 Städten in insgesamt 20 Ländern auf der ganzen Welt statt. Innerhalb kürzester Zeit haben Holi Festivals auch Deutschland erobert. jup!-Redakteurinnen Elena und Hana waren für euch im Reiterstadion im Olympiapark Berlin vor Ort! 

 

VON HANA

 

Pünktlich zum Einlass um 12 Uhr stehen wir vor dem Reiterstadion am Olympiapark. Die Musik läuft bereits und langsam füllt sich das Gelände, auf dem eine bunt gestaltete Bühne und etliche kleine Zelte stehen, an denen wir eine Cashless- Payment- Karte aufladen, um die aus Maisstärke bestehende Farbe für zwei Euro pro Beutel und später Getränke und Essen kaufen zu können. Kleidungsmäßig haben wir uns an die Tipps erfahrener Besucher gehalten und sind in Weiß gekommen, da so die bunten Farben am besten zur Geltung kommen kann. Noch sitzen wir in unserer Gruppe auf der großen Wiese des Stadions, doch schon bald füllt sich die Tanzfläche vor der Bühne und auch uns ergreift die Lust und schon stehen auch wir tanzend vor der Bühne. 

Um 15 Uhr beginnt die Masse vor der Bühne laut den Countdown runter zu zählen, bevor es zum ersten Farbenwurf kommt. Die Musik macht einen Drop und die in die Luft empor gestreckten Arme lassen das Farbpulver über der tanzenden Menschenmenge in die Luft frei. Langsam vermischt sich der bunte Farbrauch über den Köpfen der tanzenden Besucher, bis er komplett in der Luft verschwunden ist, während im Hintergrund die Anlagen laut Elektromusik spielen. Unsere weißen Anziehsachen färben sich bunt.

Nun folgt zu jeder vollen Stunde ein Farbenwurf. Dazwischen unterhalten Tänzer, Akrobaten und Animateure die Masse mit einem unglaublich tollen Bühnenprogramm. Hin und wieder nutzen wir die großen Wiesen, um uns vom Tanzen auszuruhen oder etwas zu essen und zu trinken.

Um 21:50 Uhr zählen wir dann den finalen Countdown runter. Zum letzten Mal springen wir in der Menge in den bunten Himmel. Um 22:00 Uhr geht die Veranstaltung und mit ihr ein echt schöner Tag zu Ende und wir strömen mit der bunt gefärbten Menge aus den Toren des Reiterstadions.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass sich ein Besuch des Holi Festival of Colours absolut lohnt! Ebenfalls erwähnenswert ist außerdem, dass das Festival zwar sehr gut besucht, es dennoch auf dem Gelände nicht überfüllt war und man auch auf der Tanzfläche nicht komplett zusammengedrängt stand. Super Stimmung, gut gelaunte Besucher, ein tolles Bühnenprogramm und ein schönes Gelände sprechen nur dafür es weiterzuempfehlen. Und entgegen aller Befürchtungen ist die Farbe beim Waschen fast vollständig aus unserer Kleidung rausgegangen.
 

Vom 19. August bis zum 21. August feiert das MS DOCKVILLE dieses Jahr Zehnjähriges mit Acts wie Bastille, K.I.Z., Milky Chance, Frittenbude, Crystal Fighters, The Neighbourhood, OK KID und vielen mehr! Das lassen wir uns natürlich nicht entgehen und berichten für euch live von dem mega Event!

 

EIN BEITRAG VON ANNE

 

Was macht man im Sommer? Natürlich auf Festivals gehen! Für mich steht das MS DOCKVILLE diesen Monat in Hamburg an. Ich habe vor einigen Wochen von dem Event erfahren und allein K.I.Z. und The Neighbourhood waren für mich Grund genug, um meine sieben Sachen zu packen und mich in einen Bus nach Hamburg zu setzen.

Letztes Jahr waren unglaubliche 25.000 Besucher bei knapp 130 Acts mit dabei.
Dieses Jahr erwarten uns:

 

Freitag:

Bastille, Milky Chance, The Neighbourhood, David August, Feine Sahne Fischfilet, Matt Corby, Ry X, Unknown Mortal Orchestra, Dcvdns, Super Flu, Niconé & Sascha Breamer, Nahko And Medicine For The People, Abby, Erobique, Sookee, Sara Hartman, Lola Marsh, U3000, Coma, Einmusik, Dj Paypal, Soukie & Windish, Die Boys, Fil Bo Riva, Moglebaum, B-Ju, Ticklish, Tereza, Bastard Sugar, Sick Hyenas, Yoki, Tanzklub Nord, Smirnoff Sounc Collective Camp, Hoch10 Floor

 

Samstag:

Foals, Crystal Fighters, Bilderbuch, Aurora, Ok Kid, Karate Andi, Rødhåd, Monkey Safari, Stimming, Die Goldenen Zitronen, Schnipo Schranke, Bebetta, L’aupaire, Honne, Vök, Kytes, Lambert, Grandbrothers, Drangsal, Fakear, Oscar, The Garden, Meute, Pretty Pink, Ekali, Kassem Mosse, Fjaak, Thomas Lizzara, Lawrence, Zomby, Mc Bomber, Beaty Heart, Loyle Carner, Dicht & Ergreifend, Rss Disco, Haiyti Aka Robbery, Shy Shy Shy, King Kong Kicks, Moscoman Born In Flamez, Kuf, Smirnoff Sounc Collective Camp

 

Sonntag:

K.I.Z., Kakkmaddafakka, Frittenbude, Half Moon Run, Gloria, Megaloh, King Gizzard & The Lizard, Wizard, Hinds, Enno Bunger, Graham Candy, Die Nerven, Möwe, Egotronic, Frances, Isolation Berlin, Waving The Guns, Elias, Faber, Lex Lugner, Juicy Gay, Johannes Albert, Matzingha, Suburbians, Mono Schwarz, Consolers, Mis-Shapes, Liebemachen., Smirnoff Sound Collective Camp, Audiolith

Das Helene Beach Festival fand am 28-31.07.16 bereits zum sechsten Mal am Helenesee bei Frankfurt (Oder), nur knapp eine Stunde von Berlin entfernt, statt. Die Besucher erwarteten knapp 100 Acts auf sieben Bühnen, von Hip-Hop über Reggae war wirklich alles dabei! Headliner waren unter anderem: Fritz Kalkbrenner, Jennifer Rostock, Trailerpark, SDP, Mark Forster und viele mehr! Das Programm startete immer gegen 19 Uhr, bis dahin konnte man sich am Helenesee, dem saubersten See Brandenburgs, sonnen und schwimmen gehen.  Richtiges Urlaubsfeeling war also angesagt!

 

VON SOPHIA UND ANNE

 

 

Freitag, 29.07.2016. 

Eigentlich sollte das Opening für den Freitagabend um 18.00 Uhr mit dem Künstler „Adesse“ auf der Main Stage starten, allerdings hat uns da ein Stromaggregator einen Strich durch die Rechnung gemacht, indem er einfach seinen Geist aufgab. Doch zum Glück hatte das Helene Beach Festival das beste Technik-Team überhaupt. Innerhalb von anderthalb Stunden wurde er wieder zum Laufen gebracht. Zwar sind deshalb die ersten zwei Showacts ausgefallen (Adesse und Romano), aber dafür haben die restlichen Künstler des Abends einen megageilen Auftritt hingelegt! Es traten auf: MoTrip, SDP, Jennifer Rostock, Hypercat, Fritz Kalkbrenner und zu unserer großen Überraschung trat auch Romano noch auf, obwohl sein Auftritt ja anfangs gecancelt wurde. Durch den Abend geführt hat uns übrigens Visa Vie, viele kennen sie wahrscheinlich von Kiss FM, wo sie immer gute Laune verbreitet,  was ihr auch beim Helene Beach super gelungen ist.

Währenddessen feierten auf der Hip Hop Stage: SXTN, Ali As, AZAD, SSIO und viele weitere.

Ich (Sophia) hielt mich am Freitag doch eher an der Main Stage auf und war nur für den SSIO Auftritt kurz an der Hip Hop Stage (Mein kleiner Bruder wollte unbedingt Fotos von SSIO haben). Vor und auf der Bühne war echt eine tolle Stimmung: Megacoole Leute, für die es nicht wichtig war, wie weit vorne sie stehen, es war nur wichtig, dass sie feiern und abgehen können. Nicht so wie an der Main Stage, an der teilweise darum gekämpft wurde, vorne an der Bühne zu stehen.

Natürlich gab es auf dem Festival Gelände noch ein paar mehr Stages, an denen  teilweise echt sehr talentierte DJ‘s und DJanes auftraten. Mein persönliches Highlight waren das Smirnoff Sound Colective Camp und das Urban Beach ReggaeInBerlin Camp.

Auch sehr cool waren die Sponsoren des Festivals, Warsteiner hatte zum Beispiel ziemlich entspannende Hängeschaukeln aus Europaletten. Generell hatten alle Sponsoren Lounges zum Entspannen. Einfach super, um mal kurz eine Pause vom vielen Stehen in der Menschenmasse zu machen.

 

Samstag, 30.07.2016

Am Samstag lief zum Glück alles glatt mit der Technik an der Main Stage und es konnte pünktlich um 18:00 Uhr mit den beiden Ladys von ChefBoss gestartet werden. Weiter ging es mit Namika, Madsen, Der Jägermeister Blaskapelle, Mark Forster und unserem persönlichen Highlight des Tages: TRAILERPARK! Ich hatte an dem Abend das Gefühl, dass alle nur wegen Mark Forster und Trailerpark gekommen waren. Es war so voll an der Main Stage, dass man teilweise kaum Luft bekommen hat. Ich (Sophia) war an dem Abend auch nur für die beiden Acts an der Main Stage und ich muss sagen, es hat sich total gelohnt. Mark Forster hat eine wunderbare Show für uns parat gehabt, mit viel Konfetti und tollen Lichteffekten. Und Trailerpark hat auf jeden Fall die Menge zum Toben gebracht, alle sind rumgesprungen und jeder konnte die Texte mitsingen.

Der letzte Auftritt auf der Main Stage war der von Showtek, einem DJ mit geilen Lichteffekten und noch besseren Beats.

Bevor die Headliner Mark Forster und Trailerpark auf der Main Stage spielten, war auch die Hip Hop Stage gut besucht. Denn hier traten Antifuchs, Karate Andi, Lance Butters, 187 Starssenbande, Kontra K und noch viele mehr auf.

10.09.2016 bis 10.09.2016 (Ganztägig)
16.09.2016 bis 16.09.2016 (Ganztägig)
07.04.2017 bis 07.04.2017 (Ganztägig)

Es ist so weit: Das Helene Beach Festival steht vor der Tür! Von heute bis Sonntag pilgern wieder tausende Musikfans nach Frankfurt/Oder. Ihr Ziel? Der Helenesee! Dort erwarten sie auf sieben Bühnen musikalische Top-Acts wie Fritz Kalkbrenner, SDP, Trailerpark, Namika, Mark Foster, Madsen und Jennifer Rostock.

Mit dabei sind die jup!-Redakteurinnen Anne und Sophia. Auch sie haben sich ihre Zelte und ISO-Matten geschnappt und freuen sich vor allem auf Trailerpark. Von heute bis Sonntag berichten sie auf Snapchat (@jupberlin) und Instagram (@jup_berlin) live vom Festival. Ein ausführlicher Festivalbericht folgt dann nächste Woche! Also, added uns!

 

 

 

05.01.2017 bis 05.01.2017 (Ganztägig)
30.12.2016 bis 30.12.2016 (Ganztägig)
02.12.2016 bis 02.12.2016 (Ganztägig)
22.07.2016 bis 22.07.2016 (Ganztägig)

Am 2. und 3. September sind die Fritz DeutschPoeten im IFA Sommergarten wieder am Start.

 

Schon seit 2010 werden junge neue Künstler auf dieser Bühne vorgestellt. Die Grundidee dafür brachte der Jugendradiosender Fritz. Dabei werden deutschsprachige Musiker, welche sich durch ihre besondere Poesie in ihren Texten auszeichnen, auf das Festival eingeladen und können dort ihr (zum Teil noch nicht so bekanntes) Talent zeigen.

Und das Line-Up steht schon fest! Diesmal sind folgenden Künstler dabei: Sido, Wanda, MAXIM, Fettes Brot, Bosse, Joris, Namika, MoTrip, Chefket, Grossstadtgeflüster und SCHMUTZKI!

Den musikalischen Auftakt am Freitag machen Sido und Wanda, bevor es dann am Samstag zum großen Finale mit u.a. Fettes Brot, Bosse und Namika kommt.

Die Tagestickets für Samstag sind bereits ausverkauft, jedoch gibt es noch Festivalkarten für beide Tage oder Tageskarten für Freitag.

Falls ihr nicht nur an Musik, sondern auch an Technik interessiert seid, dann besucht auch die IFA Ausstellung. Der Eintritt ist in den Festival-Tickets bereits enthalten.  

Ach übrigens, wer keine Karten mehr bekommt, kann das Spektakel live im Radio Fritz oder im Videostream auf fritz.de genießen. Das rbb Fernsehen sendet die musikalischen Höhepunkte des Festivals eine Woche später.

 

 

von Janik Emil

VON TIM

 

Er ist gerade mal 21 Jahre, trotzdem ist der junge Australier mit verträumtem Blick und Schmollmund bereits ein Star, dank seiner Millionen YouTube-Fans. Im Mai spielte Troye Sivan im ausverkauften Huxleys vor seinen jungen Fans - und deren ratlosen Eltern.

Troye Sivan ist kaum zu sehen im dichten Wald der in die Luft gestreckten Smartphone-Kameras. Wer doch einen Blick erhascht, sieht einen schmalen Hänfling mit braungelocktem, trendy gestyltem Wuschelkopf in Sweatshirt und Jeans. Aber dieser 21-Jährige ist ausgestattet mit dem Selbstbewusstsein und dem Charme eines gestandenen Popstars. Für seine Fans im ausverkauften Huxleys ist er das ja auch. Die sind mehrheitlich noch jünger als er, geschätzt ab 13 aufwärts, einige in Begleitung ihrer Eltern.

Auf der Videoplattform YouTube ist Troye Sivan ein Megastar. Über dreieinhalb Millionen Menschen folgen ihm dort, klicken seine Musikvideos oder seine Clips an, in denen er über seine Homosexualität spricht oder sich spaßeshalber die Beine enthaaren lässt. Auch im Huxleys lässt der Australier seine Fans an seinem Leben teilhaben - und erntet dafür lautstarke "Likes".

 

Da ist ja noch die Musik

Es ist völlig egal, was Troye sagt. Die Fans kreischen und formen Herzchen mit den Händen. Sie drücken auf "Gefällt Mir", mit den Mitteln, die sie live im realen Leben haben. „Liken“, was das Zeug hält. Das fühlt sich irgendwie komisch an. So als sei man in eine fleischgewordene Youtube-Show gelandet. Überall Herzchen in der Luft. Die begleitenden Eltern und andere Nicht-Teenies schauen sich amüsiert, staunend und ein bisschen ratlos an und schaukeln vorsichtshalber engagiert im Beat mit.

Der Beat, ja genau, da ist ja noch die Musik von Troye Sivan. Ein Schlagzeuger, ein Keyboarder, seine samtige, tiefe Stimme, oft mit Effekten versehen, dazu fette Beats - sie geht schon in die Beine, diese Mischung aus R'n'B, Pop und Elektro. Sie klingt zwar glatt, aber frisch. Und überzeugend.

VON TIM

 

Er ist gerade mal 21 Jahre, trotzdem ist der junge Australier mit verträumtem Blick und Schmollmund bereits ein Star, dank seiner Millionen YouTube-Fans. Im Mai spielte Troye Sivan im ausverkauften Huxleys vor seinen jungen Fans - und deren ratlosen Eltern.

Troye Sivan ist kaum zu sehen im dichten Wald der in die Luft gestreckten Smartphone-Kameras. Wer doch einen Blick erhascht, sieht einen schmalen Hänfling mit braungelocktem, trendy gestyltem Wuschelkopf in Sweatshirt und Jeans. Aber dieser 21-Jährige ist ausgestattet mit dem Selbstbewusstsein und dem Charme eines gestandenen Popstars. Für seine Fans im ausverkauften Huxleys ist er das ja auch. Die sind mehrheitlich noch jünger als er, geschätzt ab 13 aufwärts, einige in Begleitung ihrer Eltern.

Auf der Videoplattform YouTube ist Troye Sivan ein Megastar. Über dreieinhalb Millionen Menschen folgen ihm dort, klicken seine Musikvideos oder seine Clips an, in denen er über seine Homosexualität spricht oder sich spaßeshalber die Beine enthaaren lässt. Auch im Huxleys lässt der Australier seine Fans an seinem Leben teilhaben - und erntet dafür lautstarke "Likes".

 

Da ist ja noch die Musik

Es ist völlig egal, was Troye sagt. Die Fans kreischen und formen Herzchen mit den Händen. Sie drücken auf "Gefällt Mir", mit den Mitteln, die sie live im realen Leben haben. „Liken“, was das Zeug hält. Das fühlt sich irgendwie komisch an. So als sei man in eine fleischgewordene Youtube-Show gelandet. Überall Herzchen in der Luft. Die begleitenden Eltern und andere Nicht-Teenies schauen sich amüsiert, staunend und ein bisschen ratlos an und schaukeln vorsichtshalber engagiert im Beat mit.

Der Beat, ja genau, da ist ja noch die Musik von Troye Sivan. Ein Schlagzeuger, ein Keyboarder, seine samtige, tiefe Stimme, oft mit Effekten versehen, dazu fette Beats - sie geht schon in die Beine, diese Mischung aus R'n'B, Pop und Elektro. Sie klingt zwar glatt, aber frisch. Und überzeugend.

Ein Beitrag über K-Pop und den deutschen Vorentscheid für das K-Pop World Festival 2016.

 

VON LUCAS

 

Am 25.6. fand im Tempodrom der deutsche Vorentscheid für das K-Pop World Festival 2016 in Südkorea statt. Aber, Moment mal, ist K-Pop nicht eine Musikrichtung? Wie kann es dafür einen ''Vorentscheid'' geben?

 

K-Pop: Was ist das überhaupt?

K-Pop oder Korean Pop ist Popmusik aus Korea, so wie es auch Popmusik aus z.B. Schweden gibt. Hört man sich nun etwas davon an, klingt das Ganze zunächst sehr westlich, enthält aber bisweilen auch Elemente typisch ''asiatischer'' Musik. Am auffälligsten ist hierbei bspw. ein anderes Tonsystem. Wichtig zu wissen ist, dass sich die Bezeichnung K-Pop weniger auf musikalische Parameter sondern auf die Herkunft - Korea - bezieht. Wer jetzt etwas aus den koreanischen Charts hört, wird aber schockiert feststellen, dass die Elemente dieser Musikrichtung sich oft kaum vom amerikanischen Pop unterscheiden.

 

Meiner Meinung nach liegen die Unterschiede in der Kombination der Elemente, wie auch dem Umfeld aus dem K-Pop kommt. So sind die Lieder durchschnittlich schneller und wirken strukturierter. Sogar viele Balladen haben einen auffällig durchgängigen Rhythmus. Der Fokus liegt eher auf der richtigen Ausführung einer vorgegebenen Form als auf einer situativ angepassten vielschichtigen musikalischen Interpretation. 

 

Improvisationen (zumindest im musikalischen Bereich) sind viel ungewöhnlicher als im Westen. Dafür sind beeindruckend ausgefeilte Bühnenshows häufig zu finden. Einzelkünstler sind seltener als im Westen und haben auch eine ganz andere Stellung. K-Pop wird fast ausschließlich von reingeschlechtlichen Gruppen aufgeführt, die zu der Musik synchron oder komplementär tanzen und abwechselnd singen bzw. rappen.

 

Der Tanzstil ist sehr westlich und meistens als Ausdruckstanz zu bezeichnen. Die männlichen Gruppen orientieren sich allerdings mehr in Richtung Hip-Hop-/ Streetdance. Tatsächlich gibt es in vielen, v.a. männlichen Gruppen, eine Aufteilung in Tänzer, Sänger und Rapper. Außerhalb der Musik wird das Leben dieser Gruppen mithilfe von sozialen Medien sehr ausführlich dokumentiert bzw. inszeniert. Die verschiedenen Mitglieder stellen unterschiedliche – vielleicht auch echte – Charaktere dar und bilden so ein auffälliges, soziales Gefüge.

 

Tatsächlich entstanden die ersten Girl-/Boygroups lange vor den Backstreet Boys und New Kids on the Block im Japan der 1970er Jahre. Passend zur ostasiatische Gruppenmentalität: ''Hege möglichst enge Beziehungen mit deinem unmittelbaren (Kollegen-) Umfeld'' oder der Faustregel: ''In Ostasien ist die Gruppe wichtiger als das Individuum''.

 

Der (bei den westlichen Gruppen) vorherrschende Gedanke, dass diese Gruppen die Peergroup/das Freundesumfeld aus der Pubertät widerspiegeln, ist eher zweitrangig. 

 

Ursprünglich gar nicht für den Weltmarkt gedacht, erfreut sich genau diese Musik wachsender Beliebtheit. Nicht nur in Ostasien oder Lateinamerika. So fanden sich also auch in Deutschland genug Jugendliche, die ihre Tanz- und Gesangsfähigkeiten unter Beweis stellen wollten.

 

K-Pop World Festival 2016 – Der Vorentscheid

Im Vorfeld konnten sich verschiedene Gruppen in den Kategorien Tanzcover mit mehr als 5 Personen, Tanzcover mit weniger als 5 Personen, Gesangscover; Tanzfreestyle sowie Eigene Choreo zu bestehenden Songs bewerben. Tatsächlich fiel die letzte Kategorie, evtl. aufgrund Bewerbermangels, jedoch weg.  

 

Die Auswahl der präsentierten Songs war meiner Meinung nach sehr vielfältig, genau wie die Qualität der Präsentationen. Bekannte Choreos wie Astro - Hide & Seek, EXO - Mama, Gfriend - me gustas tu... waren ebenso vertreten wie unbekanntere.

Für das meiste Aufsehen sorgte das Finale der Freestyler. Zwar ist ein Tanz, den man direkt im Moment erfindet, natürlich nicht so aufgebaut wie einer, den man eingeübt hat. Aber die Fähigkeiten einiger Teilnehmer waren atemberaubend und unbedingt sehenswert.

 

Die unter den großen Gruppen (und unter den Bewerbern vielleicht bekannteste) Gruppe Yeolli dancecrew hat nicht den ersten Platz gemacht und landete nur auf Platz 5. Die Gewinner (meiner Meinung nach war das gleich nach ihrem Auftritt klar) war Obsccrew mit ''Fly'' von Got7.

 

Was die Kleingruppen angeht, sind die liebenswerten Omochi mit „Me gustas tu“ leider nicht Erste geworden. Es wurde dann smv dancecrew.

 

Diese Teilnehmer fahren also dieses Jahr nach Südkorea zur K-Pop Weltmeisterschaft. Wie das zweite K-Pop World Festival, bei dem sich Interessierte aus vielen Ländern der Welt treffen, aussehen wird, bleibt abzuwarten.

22.09.2016 bis 22.09.2016 (Ganztägig)
03.09.2016 bis 04.09.2016 (Ganztägig)

Unsere Redakteurin Sophia war bei Disney in Concert in der Waldbühne. Wie es ihr gefallen hat und für wen dieses Konzert etwas ist, könnt ihr hier nachlesen.

VON SOPHIA

Wenn ich Disney in Concert mit einem Wort beschreiben müsste, wäre es dieses: MAGISCH! Also wirklich - es war magisch! Vor Beginn des Konzertes hatten wir einen grauen Himmel und Wind, aber in dem Moment als das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin und Mickey Mouse auf die Bühne traten, kam die Sonne heraus.

Unter der Leitung von David Newman spielte das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin die Musik zu den schönsten Szenen der Disney Klassiker. Aber auch Der Fluch der Karibik und Star Wars wurden gespielt. Auf der großen Leinwand hinter dem Orchester wurden passend zu den Songs die Ausschnitte des Filmes gezeigt, welche eine fortlaufende Geschichte ergaben. Natürlich durfte bei einigen Filmen der Gesang nicht fehlen. Dafür wurden die Special Guests Alexander Klaws, Willemijn Verkaik, Lucy Scherer, Lars Redlich und Oohnagh eingeladen. Jeder von ihnen nahm eine Rolle ein, natürlich mit passender Kleidung. Lucy Scherer sang die  Arielle, Oohagh kam als  Rapunzel auf die Bühne, King Lui wurde von Lars Redlich verkörpert und Alexander Klaws sang natürlich den Tarzan. Ganz besonders toll war Willemijn Verkaik als Original Elsa, da sie die deutsche Synchronstimme aus dem Film ist.

Jan Köppen führte das Publikum mit Witz und Charme durch den Abend.

Alles in Allem war es ein wunderschöner Abend. Ich kann es nur jedem empfehlen, egal welche Altersklasse, Geschlecht, Disneyfan oder nicht!  

ein Beitrag von Joelina und Bianca von Bubble Gum TV

 

Nach ihrem Auftritt auf der großen Bühne der Berliner Jugendmesse erkundeten die Mystery Brotherz den Ausstellungsbereich, doch dabei kamen sie nicht weit. Die Polizei stellte sich ihnen in den Weg, hier war Ende Gelände für die fünf Brüder.

Diebstahl? Einbruch? Mord?

Nein, es stellte sich heraus, dass die Damen und Herren der Berliner Polizei um ein Ständchen der Mystery Brotherz baten oder sie vielmehr dazu zwangen. Die Handschellen wurden schon gezückt, da begannen die Jungs schnell mit ihrer Musikeinlage. Ein A Capella Medley, das die Polizisten sich als neue Verhörmethode vorstellen konnten. 

Doch erstmal wurden die Jungs in einen Parcours gesteckt, den sie mit einer Brille passieren mussten, die ebenso den Sehsinn einschränkt wie übermäßiger Alkoholkonsum. Auch diese Aufgabe meisterten sie problemlos, Aufnahmetest bestanden. Zur Belohnung durften sie sich die Uniformen überwerfen und schon mal Probe tragen. Die Mystery Brotherz fanden, dass sich das auch als zukünftiges Bühnenoutfit eignet, wir dürfen also gespannt sein.

 

Insgesamt fehlte es Romeo, Ryan, Shane, Mike und David an musikalischen Ständen, das Sportprogramm fanden sie aber gut. Klingt als bestünde die Möglichkeit, eines erneuten Besuches der Band auf der You. Sie sind bestimmt gern gesehene Gäste auch im nächsten Jahr, um für Stimmung zu sorgen, denn die, so sagt Mike, ist absolut großartig…

Strömender Regen. 18 Stunden Busfahrt. Trailerpark Open Air.
Das erwarteten mich und meine Freunde am Samstag in München. Ob sich die lange Anfahrt gelohnt hat und was wir an dem Abend erlebt haben, kannst du hier lesen!

 

Ein Beitrag von Anne

Trailerpark sind wohl besonders für ihre Texte bekannt. Tiefgründig sind diese nämlich nicht, aber genau das ist es, was die Fans an den vier Jungs lieben! Songs wie „New Kids on the Blech“, „Fledermausland“ oder „Selbstbefriedigung“ sind wohl mit die bekanntesten Lieder der Jungs Pimpulsiv, DNP, Sudden und  Alligatoah, welcher 2013 mit seinem Song „Willst du“ auch solo einen riesen Hit erzielte.

Nach der neunstündigen Hinfahrt  kamen meine Freundinnen und ich gegen 17 Uhr in München an. Die Vorfreude wurde durch einen kurzen Blick aus dem Fenster gedämpft: Strömender Regen!
Es wurde jedoch vorgesorgt und ein großes Zelt schützte die Zuschauer und die Technik.
In diesem Sinne auch noch einmal ein riesen Lob an die Veranstalter: Ich habe noch nie einen so schnellen Einlass erlebt! Die Schlange für das Open Air zog sich nämlich über das ganze Gelände und ich befürchtete, dass die Fans Ewigkeiten im Regen stehen müssen. Aber ganz im Gegenteil: Wir mussten wirklich nur wenige Minuten warten, sehr guter Job, Jungs und Mädels!

 

Das Programm

Auf dem Open Air erwarteten uns nicht nur Trailerpark, auch Karate Andi, Timi Hendrix und einige mehr sollten uns den Abend versüßen.
Ich muss gestehen, dass ich lediglich bei Trailerpark textsicher bin und ich manche der anderen Künstler noch nie gehört habe.
Da war ich an dem Abend auch nicht die Einzige. Bei den anderen Künstlern waren die Zuschauer mehr oder weniger textsicher, bei Timi Hendrix konnten dann wieder viele mitgrölen.

Das Programm lief sehr flüssig ab, kein nerviges Umbauen oder lange Pausen. Genau das Gegenteil war der Fall! Das Programm lief schneller ab als geplant.
Zwischendurch gab es sogenannte „Bierpausen“, bei welchen eine nette Dame von der Bühne aus Bier an das Publikum verteilte. Karate Andi wurde gegen Ende seiner Performance vom Fangesang, die lautstark "Trailerpark" riefen, unterbrochen. Er beendete seine Show früher und es folgte die einzige Pause des Abends, sodass Trailerpark pünktlich um 20:50 Uhr startete.
 

17.08.2016 bis 17.08.2016 (Ganztägig)

Rea Garvey kommt am 04. September nach Berlin und bringt Gäste mit!

 

VON OLIVER MATTUTAT

 

Ob der IFA Sommergarten brennen wird, das werden wir sehen. Sicher ist schon mal so viel: Rea Garvey wird den Berliner Zuschauern am 04. September mächtig einheizen. Der gebürtige Ire kommt nämlich mit seiner "Get Loud"-Tournee vorbei. Auf der Messe Berlin setzt der Sänger seine Open-Air-Tour fort. Natürlich wird Rea Garvey, der zuletzt eine eigene Fernsehshow moderiert hat, die Lieder seines Albums "Prisma" auf der Bühne performen. Mit dabei ist dann auch die zweite Singleauskopplung "Fire", über die der 43-Jährige sagt: „Selbst wenn wir für gemeinsame Werte stehen, wenn wir eine Vergangenheit teilen oder sogar für gleiche Träume kämpfen. Wir sollten das Feuer in uns haben, unseren Weg auch allein zu gehen.“ 
Der Song ist eine Ode auf die Individualität und auch musikalisch entfacht er Feuer.

Für seinen Auftritt wurden "Special Guests" angekündigt. Einer dieser speziellen Gäste ist auch schon bekannt: Johannes Oerding. Der gebürtige Münsteraner hat gerade erstmals Platin für ein Album bekommen. Sein aktuelles Album "Alles Brennt" hat sich bisher über 200.000 Mal verkauft und bescherte ihm so diese Auszeichnung. Ob neben ihm noch andere Gäste dabei sind, ist noch nicht bekannt.

Aber auch der Voract hat es in sich. Der Newcomer Max Giesinger wird das Publikum in Stimmung bringen. Vielleicht kann man dann mit seiner EM-Version von seinem Hit "80 Millionen" verspätet den EM-Sieg der deutschen Nationalmannschaft nachfeiern.

Wir freuen uns auf den Abend und auf das Konzert und werden euch davon berichten! Vielleicht sieht man sich auch im IFA Sommergarten! 

 

(Teaser-Bild: Sven Sindt)

 

 

Angefangen hat er auf der Straße und nun steht er auf den Bühnen dieser Nation und kann von der Musik leben. Georg auf Lieder hat sein zweites Album herausgebracht und wir haben mit ihm auch über den ungewöhnlichen Titel des Albums gesprochen.

 

VON OLIVER MATTUTAT

 

Georg auf Lieder hat die Schule abgebrochen, um eine Musikkarriere zu starten. Klingt verrückt, doch mit viel Fleiß und Talent hat er das geschafft. Aber dazwischen ist ziemlich viel passiert. Georg zog aus Hamburg nach Berlin. Dort fiel er nicht nur wegen seiner Körpergröße auf. Denn er spielte auf dem Alexanderplatz seine eigenen Lieder. Das hob ihn von anderen Straßenmusikern, die oftmals nur Coverversionen spielten, ab. Ein Freund eines Musikmanagers entdeckte ihn. Ab da ging die Reise los, über die wir mit ihm in unserem Interview gesprochen haben. Außerdem sprachen wir mit ihm über sein neues Album ,,Mano Grande", bei dem er sich musikalisch weiterentwickelt und mehr in Richtung Punk geht. Nach dem Interview hat Georg auf Lieder für uns noch seinen Song ,,Frosch" akustisch gespielt. Das Video findet ihr unter dem Interview!

 

jup!: Du warst zwei Jahre in Berlin Straßenmusiker. Was hast du dort für Erfahrungen gemacht und inwieweit prägt das deine Musik heute noch?

Georg auf Lieder: Bei der Straßenmusik ist es so, dass sich keiner für dich interessiert, außer du machst dich interessant. Weil ich immer eigene Songs gespielt habe und nie Cover, musste ich die Menschen zwischen den Songs auch unterhalten. Denn wenn du aufhörst zu spielen, sind die Leute weg. Also musst du jede Sekunde irgendwie füllen, selbst wenn du deine Gitarre stimmst. Das habe ich mir angewöhnt. Auf der Bühne ist das oft immer noch so. Straßenmusik ist auch eine gute Schule. Du spielst jeden Tag vor fremden Menschen und da brauchst du ein dickes Fell, weil du viele Kommentare um die Ohren bekommst. Das prägt mich immer noch. Das Performen und Singen habe ich auf dem Alexanderplatz so richtig gelernt.

Was dachtest du, als du plötzlich Angebote von verschiedenen Plattenfirmen vorliegen hattest?

Das ging ja nicht von heute auf morgen. Aber der Sprung war extrem krass. Nachdem ein Kumpel von meinem jetzigen Manager mich entdeckt hatte, spielte ich ihm [dem jetzigen Manager] in einem Park ein paar Lieder vor, dann auch mal vor Produzenten. Danach hatte ich dann einen Verlagsdeal, ein paar Showcases und habe auch als Support gespielt. So kam das langsam dahin, dass verschiedene Firmen auf mich aufmerksam geworden sind. Wenn du dann so einen Vertrag siehst und dann da dein Name draufsteht, denkst du dir: „Krass!“. Das war auch gut für meinen Charakter, weil ich gemerkt habe, dass, wenn man sich anstrengt, auch seinen Lohn dafür bekommt.
 

Du hast eine ziemlich turbulente Vergangenheit. Schulabbruch, um mit einer Punkband durchzustarten, Umzug aus Hamburg nach Berlin, Straßenmusik, mit der du versucht hast, irgendwie über die Runden zu kommen und jetzt dein zweites Soloalbum. Wie fühlst du dich im Moment?

Das ist voll absurd. Hättest du mir das vor fünf Jahren gesagt, hätte ich gesagt: „Du spinnst doch!“. Es ist total krass, wenn ich zum Beispiel auf Tour bin und merke, dass sich die Leute mit meiner Musik beschäftigen und ich Probs von Künstlern bekomme, die ich selber feiere. Die Freude hört nicht auf, aber man erlangt eine gewisse Souveränität. Der Sprung von der Straße zum Plattenvertrag war riesig, denn da werden dir Sachen abverlangt, mit denen du auf der Straße nichts am Hut hattest. Aber in solche Situationen wächst man herein. Dadurch habe ich mich als Menschen besser kennengelernt und bin auch gewachsen.

Dein neues Album heißt „Mano Grande“. Das bedeutet zu Deutsch so viel wie „große Hand“. Warum der Titel?

Hinter diesem Titel steckt eigentlich ein Insider. Meine Mutter kommt aus Bolivien und meine besten Freunde Frankie (Bass) und Olli (Schlagzeug) spielen in meiner Band. Ich habe mein Album in Spanien aufgenommen und da haben die beiden mich das erste Mal Spanisch sprechen hören. Da war ich mit Olli Wasser kaufen und da habe ich auf Spanisch mit der Kassiererin geflirtet.  Als wir zurückkamen, meinte Olli: „Das hättet ihr hören müssen, wie der auf Spanisch gesprochen hat, und die Kassiererin hat sich nur gedacht: Oh mano grande“. Olli hat einfach ganz stumpf gedacht, dass "mano" Mann bedeutet und "Mano Grande" somit großer Mann. Das war einfach so bescheuert, dass das der Insider der ganzen Produktion geworden ist.

Man hört bei den Liedern auch, dass du vom Punk kommst. Wolltest du den Klang auch bewusst so, um ein bisschen eine Brücke zu deiner Vergangenheit zu schlagen. Was gibt es noch für Unterschiede zur ersten Platte?

Es eine bewusste Entscheidung, aber auch eine organische Entwicklung. Auf der Straße habe ich zwei Jahre lang alleine gespielt. Dann habe ich den Plattenvertrag bekommen und viele Supports gespielt. Ich stand da dann vor 100 bis 10.000 Leuten alleine mit der Gitarre. Irgendwann dachte ich, dass das kein Rock’n’Roll ist. Wenn du dann alleine in einem abgefuckten Ort bist, in einem scheiß Zimmer im Bett liegst, dein Fernseher und dein Handy haben keinen Empfang und das Liebevollste, was das Zimmer hinbekommt, ist die Gummibärchenpackung auf dem Kissen, die du sowieso schon aufgegessen hast. Meine Idee von Rock’n’Roll war immer eine andere. Dann habe ich immer mehr mit Band gespielt und auch die E-Gitarre in die Hand genommen. Dadurch hat sich das Songwriting auch verändert. Das bot sich bei "Alexanderplatz" [Anm. d. Red. sein erstes Album] nicht so an. Für mich ist es aber immer noch Popmusik und immer noch genauso Georg auf Lieder, nur breiter aufgestellt. Die Produktion hat sich aber auch weiterentwickelt und das Songwriting auch. Letzte Woche habe ich nach langer Zeit wieder in "Alexanderplatz" reingehört und konnte gar nicht glauben, dass ich das bin. Das hätte ich heute ganz anders gemacht.

Du hast es ja eben schon anklingen lassen: Du hast bei vielen Bands schon als Support gespielt. Gibt es da eine Band, bei der du besonders aufgeregt warst?

Es waren alles tolle Leute. Musikalisch war es für mich die größte Ehre mit Mia zusammenzuspielen. Auf menschlicher Ebene war jede Supportshow krass für mich. Das sind Leute, die du aus dem Fernsehen kennst. Bei Milow zum Beispiel habe ich vor 3.000 Leuten gespielt und er hat dann noch einen Song von mir gesungen. Vor Imagine Dragons habe ich vor 10.000 Leuten gespielt. Und auf meiner ersten Tour mit Rea Garvey, einfach unglaublich. Da wurde ich jeden Abend wie ein junger Gott behandelt. Und bevor ich Rea Garvey supportet habe, war ich aufgeregt bis zum geht nicht mehr und habe gezittert. Aber umso größer es wird, desto einfacher wird es. Das ist absolut absurd. Das Letzte, worum ich mir Gedanken gemacht habe, war, welche Songs ich spiele. Ich bin teilweise auf die Bühne gegangen, ohne zu wissen, welche Songs ich spiele. Das habe ich bei der Straßenmusik ja auch nicht anders gemacht. Ich habe einfach das gespielt, worauf ich Bock hatte.

Dieses berühmte Loch, von dem Musiker berichten, wenn sie gerade fertig sind mit einer Tour, gab es das bei dir auch?

Klar! Jetzt zum Beispiel hatte ich gerade eine Produktion, dann eine Promo-Phase und dann eine Tour und jetzt habe ich das erste Mal ein bisschen Luft zum Atmen. Dann kommst du runter und fühlst dich ein bisschen wie ein Neandertaler. Im Moment bin ich gerade in so einer Phase,  da bin ich allein zu Hause und da gibt es kein Catering und keinen, der dir deine Handtücher zurechtlegt. Das ist nicht wie im Hotel, wo dein Zimmer immer gemacht ist, sondern du musst dich selbst drum kümmern. Damit muss man auch erst wieder klar kommen. Mit dem Besitzer des Studios, wo ich mein Album aufgenommen habe, sprach ich auch darüber. Ich habe ihn gefragt: „Gibt es da irgendein Gegenmittel, kann man da irgendwas unternehmen?“ Da meinte er: „ Das kannst du vergessen! Das wird niemals weggehen.“ Man muss sich in diesen Phasen einfach bewusst machen, dass das auch wieder vorbei geht. Mir hilft in solchen Löchern immer Ordnung. Da bekomme ich immer meinen Putzfimmel.

Und zu guter Letzt: Was können wir von dir erwarten?

Ich werde jetzt noch ein paar Festivals spielen. Ich schreibe auch die ganze Zeit schon für neue Songs. Ich weiß noch nicht, ob ich im Herbst auf Tour gehen werde. Ich weiß auch noch nicht, wann mein neues Album kommen wird. Man kann von mir auf jeden Fall erwarten, dass ich immer Musik machen werde.

Vielen Dank für das Gespräch!

 

(Teaser-Bild: Ben Wolf)

 

JOCO ist ein Schwestern-Duo aus Hamburg. Ihr Leben ist geprägt von Musik und der Weg zur Musikkarriere war früh vorgeebnet. Jetzt traten sie in Berlin auf und wir haben die beiden getroffen!

 

VON OLIVER MATTUTAT

 

Ich treffe Josepha und Cosima im BiNuu in Kreuzberg am Nachmittag zum Gespräch. Zusammen sind die beiden Schwestern das Duo JOCO. Am Abend treten sie zusammen mit The Wood of Birnam auf. Es ist der Tour-Abschluss der Doppeltournee der beiden Bands. Am Abend zuvor traten sie noch in der neuen Heimat von JOCO auf - in Hamburg nämlich. Schön war es dort gewesen, erzählen mir die beiden. Dort haben sie mal wieder ihre Freunde getroffen. Gebürtig kommen die Schwestern aus Schleswig-Holstein. Das Elternhaus war voll von Instrumenten und so probierten sie alles Mögliche aus. Auf der Bühne spielt Josepha Schlagzeug und singt zu meist die Hauptstimme. Cosima spielt Klavier und singt die Harmonien dazu. Sie haben Musik in den Niederlanden studiert und auch schon dort mit verschiedenen Bands Musik gemacht. Aber als die beiden zusammensangen war ihnen klar: ,,Wir müssen das zusammen machen.“ Und auch ihre Mutter hatte einen gewissen Anteil daran.

 

jup!: Eure Mutter hat auch mit ihrer Schwester als Duo gesungen. Inwieweit hat euch das auch dazu gebracht, als Duo zu singen?

Cosima: Das hat uns auf jeden Fall geprägt. Bei uns Zuhause wurde auch viel mehrstimmig gesungen. Es war immer spannend, mehr Stimmen dazu zu finden. Natürlich hat unsere Mutter einen großen Anteil daran, weil sie früher mit ihrer Schwester auch viel Zweistimmigkeit gemacht hat. Wir haben gemerkt, dass es uns auch Spaß macht, mit zwei Stimmen neue Formen zu entdecken und damit zu spielen.

 

Auf eurem Album „Horizon“ singt ihr fast ausschließlich auf Englisch. Hat das einen besonderen Grund? Dass ihr es auch auf Deutsch könnt, zeigt ihr ja im Lied „Winter“.

Josepha: Beim Schreiben kamen die Songs in der Sprache und dann gehörten die so. Da haben wir am Anfang nicht viel drüber nachgedacht. Dann haben wir gemerkt, dass es uns Spaß macht, Dinge auf Englisch auszudrücken.

Cosima: Wir mögen das auch auf Deutsch, aber wir haben keinen Bock, uns im Vorhinein zu überlegen, dass wir bei einem Song NUR das machen. Wir wollen uns nicht einschränken, auch nicht in der Sprache.

 

Ihr habt in den legendären Abbey Road Studios in London euer Album aufgenommen. Ihr hattet nur zwei Tage Zeit. Wie war das Arbeiten dort?

Cosima: Wir hatten keinen Druck. Das war schon mal sehr gut. Wir hatten damals noch keine Plattenfirma, sondern haben alles noch selbst gemacht. Eine Kulturförderung in Hamburg fand uns ganz toll und die haben uns zwei Tage in den Abbey Road Studios ermöglicht, sodass wir da ganz frei rangehen konnten. Am Ende der zwei Tage waren dann 13 Songs im Kasten. Das hat uns ziemlich überrascht. Dort zu arbeiten war wie ein Rausch, weil es so inspirierend war.

Josepha: Natürlich haben wir uns auch gut vorbereitet. Wir wussten, dass wir diese zwei Tage füllen konnten, wie wir wollen, aber wir wollten auch nicht hinfahren und mal gucken, was passiert.

 

Dieses Spontane auf der Platte findet ihr das gut oder hätte ihr lieber bei dem einen oder anderen Song ein zwei Tage länger gehabt?

Cosima: Ich finde das Album gehört so und das ist der Charme daran. Uns war wichtig, dass wir uns nicht verstellen. Wir sind zwei Leute, schreiben die Songs selbst und spielen auch alle Instrumente selbst. Das Pure und Minimalistische sollte auf jeden Fall der rote Faden sein.

Josepha: Es ist auch relativ nah an dem dran, was wir live spielen.

 

Musikalisch harmoniert ihr super, ist das auch abseits der Bühne immer so oder streitet ihr häufiger?

Cosima: Wir harmonieren super (beide lachen). Das Wichtigste ist, dass beide das Gleiche wollen. Die Band ist unser einziges und großes Ding …

Josepha: … im Leben. Also wir machen keinen anderen Job. Wir werden häufig gefragt, womit wir unser Geld verdienen. Seit mehreren Jahren leben wir von JOCO.

Cosima: Wir beide machen nur das und haben die gleiche, große Vision davon. Hätte wir das nicht, würde das nicht so gut funktionieren.

 

Ihr wart auch beim Vorentscheid für den Eurovision Song Contest. Was war das für eine Erfahrung für euch?

Cosima: Das war unser größter (TV-)Auftritt vor 4,5 Millionen Zuschauern. Es war auf jeden Fall eine coole Erfahrung, auf so einer großen Fernsehbühne mit so einer riesigen Inszenierung zu stehen. Uns war es wichtig, unseren eigenen Song zu singen. Wir wurden vom NDR gefragt, ob wir mitmachen wollen. Wir sagten: „Ja, aber nur wenn wir unseren eigenen Song singen dürfen.“

Josepha: Wir haben bei der Inszenierung und allem drum herum mitgesprochen. Wie soll das Bühnenbild aussehen? Was haben wir an? Von daher war das ganz unser Ding.

 

Was können wir von euch in nächster Zeit erwarten? Habt ihr schon Pläne für ein zweites Album?

Cosima: So langsam erscheint das zweite Album am Horizont für uns. Es bildet sich so langsam ein Gefühl dafür. Wir freuen uns darauf. Wir waren jetzt zwei Jahre unterwegs mit dem ersten Album. Am Ende des Jahres ziehen wir uns zurück und arbeiten weiter intensiv an den neuen Songs. Während wir unterwegs waren, haben wir dafür nicht richtig die Zeit gefunden.

Josepha: Es brodelt und drängt schon. Wir haben heute Abend auch schon ein paar neue Sachen eingeflochten. Das ist für einen Künstler immer wichtig, dass man Neues bringt.

 

Am Abend bei ihrem Auftritt konnten Josepha und Cosima dann auch live überzeugen. Die Zweistimmigkeit, die auf der CD schon atemberaubend schön klingt, kommt live noch besser zur Geltung. Sie hatten auch, wie im Interview versprochen, ein, zwei neue Lieder mit am Start. Wir freuen uns schon auf die nächsten Songs der beiden. Bis sie sich aber für einen neues Album zurückziehen, spielen sie in diesem Sommer noch auf einigen Festivals. Auch in der Berliner Umgebung könnt ihr sie erleben! Am 16.07. treten die beiden bei „Stadt für eine Nacht“ in Potsdam in der Waschhaus Arena auf!

 

(Teaser-Bild: Benedikt Schnermann) 

Der Berliner Sänger Larsito ist zurück mit einer neuen Single und neuer EP. Der Sänger könnte vielen bekannt vorkommen.

VON OLIVER MATTUTAT

„Am Leben“ heißt die Single von der letzten Freitag erschienenen gleichnamigen EP  von Larsito. Zwei Jahre ist es her, dass er seine letzte Solo-CD herausgebracht hat. Bekannt ist der Sänger vor allem für sein Mitwirken in der Band Culcha Candela, die er 2014 verließ. Mit seiner EP bringt er nun seinen Sound zum Sommer heraus. Vier Lieder umfasst die Platte.

Das Lied „Am Leben“ ist eine Ode ans Leben und trotzt nur so vor guter Laune. Seine kolumbianischen Wurzeln machen sich hier bemerkbar. Im Song geht es darum, sich glücklich zu schätzen, dass man lebt. Dort heißt es unter anderem: ,,Wir sind am Leben. Wir kratzen in die Wolken, wir waren hier. Wer alles gibt, hat nichts zu verlieren.“ Auch die anderen Lieder sorgen für gute Laune. Das Lied „Klawir“ ist eine Art Liebeslied. Dabei bemüht Larsito viele Klavier-Bildnisse. „Zu zweit schaffen wir's im Akkord“ oder ,,Wie schwarz und weiß auf einem Klavier“ sind nur zwei davon.

„Kein Kopf“ spricht sich dafür aus, sich einfach mal keinen Kopf über Probleme zu machen. Der Song „Ferrari“ ist eine einzige Metapher, die Larsito selbst auflöst. Er vergleicht nämlich den Ferrari, der auf der Stelle steht mit einer Person, die sich nicht vom Fleck bewegt und motiviert sie zugleich. Beats mit deutschen Texten machen den urbanen Larsito-Sound.

Wir hoffen jetzt auf gutes Wetter. Die richtige Musik dazu haben wir schon. Falls ihr noch mehr Sommerhits hören wollt, klickt euch hier zu unserer Übersicht von Sommerliedern. Hier könnt ihr euch noch das Video zu ,,Am Leben“ von Larsito anschauen. Auch hier möchte man gleich raus und Sonne tanken!

 

“Get ready for FestiWal“ – so lautete das Motto am letzten Wochenende im FEZ-Berlin. Wie bei einem „richtigen“ Musikfestival gab es zahlreiche Bühnen – und zwar drinnen und draußen.

 

1.000 junge Akteure aus 70 Organisationen, Projekten, Schulen und Einrichtungen der Kinder- und Jugendkultur – insbesondere aus dem Bezirk Marzahn-Hellersdorf – nutzten die Chance und sangen, musizierten, tanzten und performten vor Publikum. Und auch wer seinen Auftritt z.B. auf der etwas abgeschiedenen, aber wunderbar idyllisch gelegenen Gartenbühne im Grünen hatte, durfte sich wie alle anderen Künstler zuvor auf der Wasserbühne, der „Mainstage“, präsentieren. Dort führte das gesamte Wochenende die Moderatorin Saschinka Tillner durch das Programm.

Groß und Klein waren gekommen, um sich das Bühnenprogramm anzuschauen und das FEZ-Gelände mit den zahlreichen Aktionen und Mitmach-Angeboten zu erobern. Auch jup! war für euch vor Ort und hat neben dem FestiWal die FEZblogger besucht, die auf fezblogger.de und auf jup.berlin regelmäßig über Veranstaltungen im FEZ und andere spannende Themen berichten. Zusammen besuchten wir u.a. die Künstlerin Birgit Schöne, die den FestiWal entworfen hat und vor Ort zum kreativen Malen von kleinen Monstern – sogenannten Mummelsolls – einlud. Inspiration dafür fanden die kleinen und großen Gäste in der Kunst-Installation „Mummelsolls wunderbare Welt“, die aus großen bunten Monstern bestand. Zum Leben erweckt wurden diese von den Schülerinnen und Schülern der „Schule am Mummelsoll“ im Rahmen einer Projektwoche. Darüber hinaus gab es viele andere Attraktionen, die euch die FEZblogger nun in eigenen Berichten persönlich vorstellen.

Du hast Lust auf Festival, Sonne und tolle Musik?

Du bist Ende August mindestens 18 Jahre alt?

Dann gewinne 2 Tickets für das Pangea Festival vom 25. bis zum 28. August 2016!

Gewinnspiel

1. Mache ein Bild von deinem persönlichen Festival-Kit! Also alles was du bei einem Festival zum Überleben brauchst und auf gar keinen Fall fehlen darf!

2. Veröffentliche das Foto auf Instagram!

3. Tagge @jup_berlin und verwende den Hashtag #Pangeajup !

 

Der Wettbewerb endet am 17. Juli 2016. Der/Die Gewinner *in wird aus allen Teilnehmer*innen gelost und muss zu Beginn des Festivals mindestens 18 Jahre alt sein. Viel Glück!

Weitere Informationen über das Festival findest du hier!

Jeder Sommer hat seine Hits. Auch dieses Jahr gibt es wieder potentielle Anwärter auf den Titel „Sommerhit 2016“. Wir haben euch eine kleine Auswahl zusammengestellt, die auch etwas unbekanntere Künstler beinhaltet, aus der ihr euch EUREN Sommerhit auswählen könnt.

VON OLIVER MATTUTAT

Seine Vorboten hat der Sommer schon im Mai nach Berlin geschickt. Stellenweise konnten über 30°C gemessen werden. Auch wenn die eine oder andere kalte Dusche noch von oben kam, der Sommer ist jetzt langsam aber sicher in der Hauptstadt angekommen. Nächste Woche erwarten uns fast konstant mindestens 24°C. Um diesem Wetter auch musikalisch gerecht zu werden, gibt’s hier jetzt ein paar Sommerhits auf die Ohren.

Mark Forster – Wir Sind Groß

Den Anfang macht der Berliner Mark Forster.  Nicht nur, weil das Lied der offizielle ZDF-EM-Song ist, wird es uns den Sommer lang verfolgen. Der Song macht gute Laune, ist eine Ode an die Freiheit und gleichzeitig auch durch den Beat perfekt, um dazu abzufeiern und laue Sommerabende zu genießen.
https://www.youtube.com/watch?v=XlD-LO3ogFM

 

Alan Walker – Sing Me To Sleep

Er ist wohl der Durchstarter in diesem Jahr. Der norwegische Produzent hat mit seinen gerade mal 18 Jahren schon etwas geschafft, auf das andere Musiker ihr Leben lang warten. Seine Single „Faded“ stand unglaubliche zehn Wochen auf Nummer eins der deutschen Single Charts. Aber nicht nur in Deutschland war der Song ein voller Erfolg, sondern er ging reihenweise weltweit auf eins und wurde fast vier Millionen Mal verkauft. Jetzt kommt sein neues Lied „Sing Me To Sleep“. Gesungen wird wie auch schon bei „Faded“ von der Norwegerin Iselin Solheim. Vor allem der Refrain animiert zum Laut anmachen und Spaß haben.
https://www.youtube.com/watch?v=OIg8G6QO5Gg&feature=youtu.be

 

Jonas Blue – Perfect Strangers

Der Londoner Produzent Jonas Blue wirft schon den zweiten Hit in den Ring. Denn nicht nur sein Hit „Fast Car“ ist ein absolutes Muss auf jeder Sommerparty, sondern auch sein neuer Hit „Perfect Strangers“ darf nicht fehlen. Im Gegensatz zu „Fast Car“ hören wir bei „Perfect Strangers“  eine eigene Komposition von Jonas Blue. Und die ist äußerst gelungen.
 https://www.youtube.com/watch?v=IYSJg7pdupE&feature=youtu.be

 

MØ - Final Song

Ganz schön männerlastig unsere Aufzählung bisher. Das ändert sich jetzt. MØ ist dänisch und bedeutet so viel wie junge Frau. Diese junge Frau, die eigentlich Karen Marie Ørsted heißt, landet gerade mit ihrer Elektro-Pop Nummer „Final Song“ einen Hit. Das Video lässt sich auch sehen.
https://www.youtube.com/watch?v=ogOt_1uJTco

 

Justin Timberlake – Can’t Stop The Feeling

Nicht vergessen dürfen wir natürlich den Altmeister. Lange war es um Justin Timberlake ruhig geblieben. Jetzt meldete er sich eindrucksvoll mit seinem Hit „Can’t Stop The Feeling“ zurück. Im Musikvideo wird er von einigen bekannten Persönlichkeiten unterstützt. Mit dem Lied zeigt uns Justin: Er kann es immer noch!
https://www.youtube.com/watch?v=5z13KMOCBB0

 

DNCE – Cake By The Ocean

Die Band um Joe Jonas, der Mitglied der Jonas Brothers war, liefert mit „Cake By The Ocean“ einen Song, der uns direkt dazu treibt, einen Flug in die Sonne zu buchen. Auch wenn wir nicht wie im Video eine Kuchenschlacht am Strand erleben wollen, ist der Song wirklich gut zum Chillen und sorgt für gute Laune. Bei der anschließenden Party wären wir auf jeden Fall dabei.
https://www.youtube.com/watch?v=-WJYbJJNQyg

 

Sean Koch Trio - Good Times Keep Rolling

Zum Schluss noch etwas Exotisches. Das Sean Koch Trio ist eine südafrikanische Band. Mit Good Times Keep Rolling bringen sie die afrikanische Lebensfreude zu dir nach Hause. Absolut tanzbar und zusätzlich ansteckend. Schlechte Laune lässt das Lied nicht zu!
https://www.youtube.com/watch?v=9EZYK98sDlY
 

Das war nur ein Ausschnitt von potentiellen Hits. Auch dieses Jahr gibt es davon wieder unzählige! Also Musik an und den Sommer genießen!

Was ist für DICH der Sommerhit 2016? Schreib es in die Kommentare! Du hast noch einen anderen Hit, der unbedingt in die Aufzählung reingehört? Auch dann ab in die Kommentare damit!

Am 14. Juni um 14 Uhr startete in der Columbia-Halle das EINE WELT-Festival. Neben großen Namen wie Culcha Candela und den Ohrbooten traten alle Gewinnerinnen und Gewinner des Song Contests zum Schulwettbewerb des Bundespräsidenten zur Entwicklungspolitik auf. Die jup!-Redaktion war für euch vor Ort und hat von der Veranstaltung live berichtet.

 

Eine große Bühne und vieles mehr

Sie sind alle zwischen 12 und 25 Jahre alt und haben gerade zusammen ihr erstes Album produziert. Mit ihren Songs auf dem EINE WELT-Album wollen sie die Menschen wachrütteln: Wir haben nur diese EINE WELT, lasst uns sorgsamer damit umgehen, lautet die Botschaft. Heute werden die jungen Interpreten ihre selbst komponierten Songs zum ersten Mal einem großen Publikum vorstellen. Dabei bekommen sie prominente Unterstützung von namhaften Musikern und Bands wie Culcha Candela, Lou Bega, der Far East Band, Oceana, den Ohrbooten, Nelson Müller u.v.m.

Der Song Contest wird von Engagement Global im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit durchgeführt. Es handelt sich dabei um eine Begleitmaßnahme zum Schulwettbewerb des Bundespräsidenten zur Entwicklungspolitik. Jugendliche zwischen 12 und 25 Jahren waren aufgefordert, sich musikalisch mit Themen globaler Entwicklung auseinanderzusetzen. „Musik verbindet. Musik ist eine universelle Sprache, die weltweit verstanden wird. Sie setzt weltweit Emotionen frei und transportiert Ideen von Kontinent zu Kontinent. Mit Musik können wir uns selbst und anderen Menschen Mut machen“, erklärte Bundesminister Dr. Gerd Müller in seinem Grußwort zum Auftakt des Song Contests im Mai 2015.

Am 02. Juli kommt die Disney in Concert Tour in die Berliner Waldbühne und wird für viele strahlende Kinderaugen sorgen. 

Wir alle kennen wohl Disney-Szenen, die uns besonders fasziniert, begeistert oder auch bewegt haben. Einige davon werden in der Bühnenshow aufgegriffen und live performt. 
Durch den Abend am Samstag, den 02. Juli, in der Waldbühne führt der Moderator Jan Köppen. Beginn ist um 19 Uhr.  
Dabei sind Szenen aus Disney-Klassikern wie ,,Der König der Löwen" oder auch aus ,,Das Dschungelbuch". Aber auch neuere Disney-Filme wie die Eiskönigin finden ihren Platz.  Die Songs werden u.a. von Alexander Klaws, der schon durch ,,Tarzan" Musicalerfahrung gesammelt hat und wechselnden Gästen performt. Im Zusammenspiel mit dem Deutschen Symphonie Orchester, den Filmszenen auf Leinwänden und einer Bühnenshow werden wohl nicht nur die Kinder ihren Spaß haben, sondern auch viele Erwachsene auf ihre Kosten kommen. 

Teaser-Foto: Kai Heimberg

 
09.06.2017
19.00
14.07.2017
19.00
11.08.2017
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08.09.2017
19.00

Der US-Popstar geht auf große Tournee und macht auch bei uns Halt.

 

VON OLIVER MATTUTAT

 

Am 14. September ist es soweit. Justin Bieber kommt mal wieder nach Berlin. Diesmal nicht nur um zu skaten, sondern auch um ein Konzert zu geben. Mit seiner "Purpose World Tour" will er die Zuschauer in der Berliner Mercedes-Benz-Arena begeistern.

 

Der 22-Jährige, der immer wieder auch mit Skandalen und seinen ON-OFF-Beziehungen im Fokus der Medien steht, hat sich musikalisch verändert und mit dem Album "Purpose" eine Platte herausgebracht, die selbstverständlich wieder sehr erfolgreich war und bei der auch viele nicht gleich den Kanadier erkannten. In über 100 Ländern konnte das Album die Spitze der Charts erreichen. Außerdem waren auch alle 17 Songs des Albums zeitgleich in den amerikanischen Musikcharts.

Früher gab es fast ausschließlich zwei Lager: Es gab die, die Justin Bieber hassten und es gab diejenigen, die sich "Belieber" nannten. Mit dem dritten Album entstand ein drittes Lager. Das sind die, die sich zwischen den anderen beiden Lagern einpendeln.

Ob der Bieber in Berlin jedoch den Selfie-Wünschen der Fans erfüllen wird, bleibt abzuwarten. Denn der Sänger, der mit 16 Jahren durchstartete, brach letztens auf der Bühne zusammen und gab an, dass ihm das Alles auch mal ein bisschen zu viel wird und er vor allem auf Meet-and-Greets mit Fans in Zukunft verzichten möchte.

Silbermond waren zu Gast auf der Kindl-Bühne in der Wulheide Berlin und das Publikum stand Kopf.

 

VON OLIVER MATTUTAT

 

Das Opening ließ Großes erhoffen. Die Band stand auf der Bühne und spielte die ersten Noten des ersten Liedes ,,Intro (Die Mutigen)" ihres aktuellen Albums ,,Leichtes Gepäck". Die gleichnamige Tour lief bereits seit drei Wochen und sollte am Samstagabend in Berlin ihren vorläufigen Höhepunkt finden.

Die Band spielte, aber die Frontfrau Stefanie Kloß fehlte. Sie setzte mit ihrem Gesang ein und das Publikum musste sich erst einmal orientieren, denn die Sängerin stand auf einer der Tribünen mitten bei den Zuschauern. Sie kämpfte sich durch die Massen auf die Bühne und ihr war sichtlich anzusehen, als sie schlussendlich oben stand, dass sie von der Kulisse überwältigt war.

Silbermond spielten noch ein paar Lieder, bevor Stefanie Kloß das erste Mal das Wort ergriff. „Seit 10 Jahren wohnen wir in Berlin. Es ist wie nach Hause kommen!", in der Menge brandete Jubel auf. Nach fast jedem Lied gab es sonderlich viel Applaus.

Auch die Sängerin wurde immer emotionaler. Beim Lied ,,Das Leichteste der Welt", bei dem es über eine Trennung geht, über die nur einer der ehemaligen Partner drüber weg kommt, weinte sie. Ein Zuschauer warf ihr darauf hin Taschentücher zu.

Die Band aus Bautzen, die sich auch stark sozial engagiert, spielte einen Mix aus neuen und alten Liedern. Und immer wieder standen der Frontfrau Tränen in den Augen.

Herrlich erfrischend war auch der Moment, als die Sängerin den Tonmeister bat: ,,Sag mal Georg, können wir mal die große Anlage ausmachen und nur das, was wir hier vorne brauchen anlassen?" Die Wuhlheide wurde mucksmäuschenstill und man hörte Silbermond fast unplugged. Das war einer der Momente des Abends.

Nach der Up-Tempo Nummer ,,Indigo", die die Zuschauer wiederholt zum Tanzen animierte, sollte der Abend eigentlich enden. Aber die Zuschauer, die den ganzen Abend schon für hervorragende Stimmung sorgten, holte die Band nochmal auf die Bühne. Die gebürtigen Sachsen bedankten sich mit einer  langen Zugabe.

Zweieinhalb Stunden gaben Silbermond alles und zelebrierten, dass sie zurück sind. Vor ihrer aktuellen Platte war es ruhig geworden um die Rockband und sie standen kurz vor der Auflösung, aber durch neue Leute um sich rum und auch die Fans, wie die Band selbst betont, haben sie den harten Weg gemeistert und sich zurück gekämpft.

Wir freuen uns darüber und hoffen, dass Silbermond noch viele Jahre gute Musik machen werden.

 

ein Beitrag von Lucas

 

Jamala aus der Ukraine gewann mit ihrer Gospel/Folk/Elektro-Ballade den Eurovision Song Contest 2016 in Stockholm. Die australische Sängerin Dami Im landete mit ihrem Pop-Song „Sound of Silence“ auf Platz zwei. Der russische Sänger Sergey Lazarev  erlangte mit seinem typischen russischen Pop-Song -  Moll, absteigende Kadenz und gnadenloser Schlagertakt  auf den dritten. Die deutsche Teilnehmerin Jamie Lee erreichte mit 11 Punkten den allerletzten Platz. Das sind die Ergebnisse, die aus der  deutschen Perspektive zwar ernüchternd, aber nichts Besonderes sind. Doch war es eine klassische ESC-Veranstaltung wie jedes Jahr?

Fest steht: Der ESC verändert sich - definitiv.

Um genau zu sein, hat er sich schon verändert. Dieses Jahr nahmen 42 Länder teil. Von denen sangen gerade einmal zwei Teilnehmende nicht auf Englisch. So wenig waren es noch nie. Aber gut, die Sprache eines Textes macht ein Lied nicht komplett aus. Aber auch musikalisch hob sich der ESC sehr von den vorrangegangenen Jahren ab. Keine „Presswurst-Kleider“, keine jugoslawischen Folkpower-Balladen, keine auffällig bunt-knalligen Aufmerksamkeitsfeuerwerke, keine verrückten Stilkreuzungen, die nur der ESC hervorbringt, weil die Fernsehanstalten, welche die Beiträge aussuchen, versuchen, einem undefinierbaren, europäischen, modern-konservativen Anspruch gerecht zu werden und dem Beitrag noch irgendetwas landestypisches anstreichen wollen.

Ungarn verwöhnte uns dieses Jahr nicht mit einem achtziger Jahre Pop-Mix. Die Länder Serbien und Montenegro ließen die Titanen der osmanisch anmutenden Balkanpopmusik dieses Jahr zu Hause. Kreative Querköpfe wie Moldawien, Rumänien oder Bulgarien hielten sich dieses Jahr enorm zurück. Die Bulgarin Poli Genova wirkte zwar kreativ, doch eigentlich war es nur ein Clubhymne.

Italien, das die vergangenen Jahre vor allem in den Jahren 2012, 2014 und 2015 mit einer unnachahmlichen Eleganz beeindruckte, pflanzte ein paar Blumen auf die Bühne, die Sängerin durfte zwar italienisch singen, sich bewegen beispielweise aber dann doch nicht. Besonders enttäuschend war dieses Jahr Albanien. Kaum ein Land schickte mit so einer Kontinuität Beiträge, die in jeder Hinsicht Potenzial hatten. Leider seit zwei Jahren immer in für den ESC überarbeiteter und erkalteter Version.

Aber wenn so viel fehlt, was sahen wir dann? Obwohl es vierzig Beiträge waren, kann ich das leicht sagen. Bei den meisten Liedern hatte ich das Gefühl, ich kann sie auch hören, wenn ich in Berlin das Radio aufdrehe oder in eine Party hineinplatze. Mir scheint es ein klares Wirrwarr aus Rock, lauen, abgewandelten Pop-Balladen und allgemein allen Elementen des heutigen Musikspektrums zu sein. Nichts, wofür man den ESC schauen müsste. Zugegebenermaßen aber gab es mit vier Beiträgen, die mit Rockmusik in Verbindung standen, überdurchschnittlich viele dieses Jahr.

 

Doch wohin steuert der ESC?

Ein Jahr nach der Erstteilnahme Australiens hat dieses Jahr China bei der europäischen Rundfunkunion angeklopft. Wandelt sich der ESC also zu einer Musikweltmeisterschaft? Anpassungsfähigkeit bewies er souverän gegen Ende der neunziger Jahre, als die Staaten Osteuropas in den Wettbewerb drängten. Anders als andere Wettbewerbe ändert der ESC sein Regelwerk fast jedes Jahr. In Atemberaubenden Tempo schuf man Halbfinale, Telefonabstimmungen und schaffte die Orchesterbegleitung ab. So wurde die moderne merkwürdig-bunte Musikgala geboren, die wir heute kennen. Die anfängliche Atemlosigkeit über die Teilnahme Australiens hat sich genauso schnell wieder gelegt. Das verwundert auch nicht. Außer etwas Show bei der Punkteverkündung von Australiens Jury fällt das Land ja auch kaum im Wettbewerb auf. Warum? In Australien scheint einfach dieselbe Musik gehört zu werden wie in Europa, sodass sich die beiden australischen Beiträge nicht besonders abgehoben haben. 2015 hörten wir eine poppige Soul-Funk-Nummer von Guy Sebastian und dieses Jahr konnten wir eine Dami Im zuschauen, eine in Korea geborene Sängerin, die irgendwie erstaunlich an Taylor Swift erinnerte.

Nach dieser ''tiefgreifenden'' Neuerung – ein Land, in das man von Europa aus sehr weit reisen muss, aufzunehmen – können wir also gespannt sein, welchen Kurs der ESC in Zukunft nehmen wird.

27.05.2016 bis 27.05.2016 (Ganztägig)
27.05.2017
18.30
03.06.2017
18.30
10.06.2017
18.30
17.06.2017
18.30
08.07.2016 bis 10.07.2016 (Ganztägig)
15.07.2016 bis 15.07.2016 (Ganztägig)

Am Samstag fand der diesjährige Eurovision Song Contest in Schweden statt. jup!-Redakteur Lucas - ein großer Fan der Show - hat sich das Spektakel angeschaut und stellt euch die Gewinnerin vor.

 

ein Beitrag von Lucas

 

„Inbrünstig und gramgebeugt - Das sieht man bei diesem Wettbewerb eher selten'', sagte der deutsche Kommentator Peter Urban 2012 zu der schrillen aber tiefemotionalen albanischen Ballade Suus. Eine enorme gesangliche Leistung, die damals niemand recht einordnen konnte und die so auf Platz 5 landete. Genau dasselbe dachten sich sicherlich viele am Samstag, als die ukrainische Sängerin Jamala mit ihrer selbstverfassten, dunklen Ballade „1944“ die Eurovision Song Contest-Bühne betrat. Ihr Lied handelt von der Deportation der Krimtataren nach Zentralasien unter Stalin im Jahr 1944, von der auch ihre Vorfahren betroffen waren.

Beeindruckendes Lied, tiefe Emotionen, dezente aber bedeutungsgewaltige Show. Aber kann so etwas bei dem Pop-Eurovision Song Contest gewinnen? Nein, sagte der Realismus vieler Beobachter. Und so schien es auch, als  nacheinander jedes Land die Ergebnisse seiner Jurywertung ansagte. Australien baute sich mit einem sauber gesungenen Popsong à la Taylor Swift einen scheinbar uneinholbaren Vorsprung auf. Neu war, dass für jedes Land einzeln angesagt wurde, wie viele Punkte es durch die europaweite Telefonabstimmung, Televoting genannt, erhalten hat. Die Zuschauer hatten offensichtlich einen anderen Geschmack. Bis zuletzt wurden durch ihre Stimmen Lieder von den hinteren Plätzen auf die vorderen Plätze geholt. Die Spannung stieg, als plötzlich Australien seine Punkte bekam und nur durch die Ukraine oder Russland eingeholt werden konnte.  Die Ukraine erhielt 323 Punkte durch die Publikumswertung - Jamala hatte gewonnen.

 

Doch was ist das für ein Lied, das so berührte aber auch polarisierte?

Ein traditionelles Holzblasinstrument erklingt. Diese ernst schauende Dame schleicht zielstrebig voran und beginnt in einfacher Sprache zu erzählen. Tiefe, futuristische Elektroklänge begleiten sie. Als der Refrain beginnt, nimmt ihr Lied an Fahrt auf und sie wechselt in das Krimtartarische. Das Ganze wiederholt sich. In der zweiten Strophe singt sie im Kontrast zum sanft gesungenen Refrain mit einer vollen, anklagenden Gospelstimme. Besonders beeindruckend ist, wie sie von jetzt auf gleich in den zweiten Refrain umschaltet. Aber dieser gesangliche und emotionale Wechsel wirkt nicht ruckartig, eher wie ein Atmen. Eine schließlich interessante, für Balladen aber nicht untypische musikalische Wendung nimmt das Stück, als sie in einem traditionellen Vokalgesang beginnt und nicht mehr Wut, sondern tiefe innere Erschütterung, Trauer und Verbitterung hervorbringt. Als man fast meint, die Ballade wäre zu Ende, erreicht sie ihren musikalischen Höhepunkt. Das, was vorher an Melodie zugunsten von Bässen ausgelassen wurde, entfaltet sich nun mit unbeschreiblicher Wirkung.

 

Dieser Sieg kam unerwartet und er war auch nicht umstritten. Die Beschwerde Russlands, der Text sei politisch motiviert und kritisiere die russische Übernahme der Krim 2014, wurde abgewiesen - der Text enthält keine Passagen, die explizit auf das Handeln eines Staates oder einer politischen Institution eingehen.Vielleicht sollte  man den Beitrag eher als Ausblick anstatt als Mahnung verstehen. Als auch sehr aktuelle Mahnung, dass es oft zu tiefgreifenden Problemen kommt, wenn Menschen ihre Heimat verlassen müssen. Was nun die Wahrheit hierrüber ist, wird man vermutlich nie erfahren. Es bleibt jedem selbst überlassen, was er glaubt. Sicher ist nur, dass der ESC 2017 erstmalig in einem Land stattfinden wird, das sich - dann wahrscheinlich immer noch - im Krieg befindet.
 

Aber um zur Musik zurückzukommen: Ich als langjähriger ESC-Fan bin beeindruckt und muss sagen, dass dies der erste Gewinnerbeitrag seit 2007 oder vielleicht 2009 ist, mit dem ich vollends einverstanden bin. Mit tiefen, aber auch vielfältigen und trotzdem authentischen Emotionen, einem feinen musikalischen Konzept und wahnsinniger Performance brillierte Jamala und lies Europa staunen.

Den 21. April haben wir von jup! ganz den Jungs von Jupiter Jones gewidmet. Zunächst stand ein Interview mit Marco, dem Drummer der Band, an und am Abend ging es dann weiter zum Konzert. Was Marco zum neuen Album, dem neuen Sound und dem neuen Frontmann so erzählt hat und wie das Konzert war, findet ihr hier.

Ein Text von Anne

Für viele Fans war es ein Schock, als sie 2014 erfuhren, dass Nicholas Müller die Band Jupiter Jones aufgrund von Angstzuständen verlassen würde. Dies war allerdings nicht der einzige Grund, wie sich später herausstellte. Die Band, welche bereits 2002 gegründet wurde, hatte sich auch soundtechnisch auseinanderentwickelt.

Mit dem neuen Album "Brüllende Fahnen" haben sich die Musiker ein neues Ziel gesetzt: Zurück zu den Wurzeln, zurück zum Rock, weg von den Liebesliedern!

Das war natürlich eine radikale Veränderung. Auf die Frage, ob die Jungs keine Angst hatten, dass sie viele Fans dadurch verlieren würden, erklärte mir Marco ganz klar: „Angst haben wir nie!“
Schließlich würden sie immer noch Musik für sich selbst machen und nicht nur für die Fans.

Was das neue Album „Brüllende Fahnen“ so besonders macht, wie ein Song entsteht und ob die Jungs vor Auftritten überhaupt noch aufgeregt sind, könnt ihr in unserem Interview erfahren:

Du hast Lust auf Sonne, Strand und Musik?

Du bist Ende Juli mindestens 18 Jahre alt?

Dann gewinne 2 Tickets für das Helene Beach Festival vom 28.-31.07.2016!

 

Gewinnspiel

1. Mache ein Bild von deinem persönlichen Festival-Kit! Also alles was du bei einem Festival zum Überleben brauchst und auf gar keinen Fall fehlen darf!

2. Veröffentliche das Foto auf Instagram!

3. Tagge @jup_berlin und verwende den Hashtag #helenejup !

 

Der Wettbewerb endet am 30. Mai. Der/Die Gewinner *in wird aus allen Teilnehmer*innen gelost und muss zu Beginn des Festivals mindestens 18 Jahre alt sein.

Weitere Informationen über die Headliner findest du hier!

Der Countdown läuft: Der Sommer nähert sich mit großen Schritten und somit auch das Helene Beach Festival 2016. Auch wenn es bis Ende Juli noch ein paar Wochen sind, kann man nicht früh genug anfangen, sich damit zu beschäftigen. Das fanden zumindest die jup!-Redakteure Anne und Janik Emil, die für uns vom Festival berichten werden. Sie haben sich einige der Headliner näher angeschaut und stellen sie euch kurz vor.
 

ein Text von Janik Emil

 

Fritz Kalkbrenner

Name: Fritz Kalkbrenner                              

Alter: 30 Jahre

Musikgenre: Techno/ Elektro

Erfolgreichster Titel: "Sky and Sand" zusammen mit seinem Bruder Paul Kalkbrenner

Schon mal beim Helene Beach gewesen?: Nein??????!!!!

Coolheitsfaktor: Auf jeden Fall 9 (von 10 Punkten)! Mit Tendenz zu besser. 

 

MoTrip

Name: Mohamed El Moussaoui

Alter: 28 Jahre

Musikgenre: Deutsch-Rap

Erfolgreichster Titel: "Embryo"

Schon mal auf dem Helene Beach gewesen?: Ja und nein. Aufgrund eines Unwetters wurde sein Auftritt letztes Jahr kurzfristig abgesagt.

Coolheitsfaktor: Immer einen Punkt mehr als Fritz Kalkbrenner.

 

Namika

Name: Hanan Hamdi

Alter: 25 Jahre

Musikgenre: Alternative-Pop/ Deutsch-Rap/ Hip-Hop

Erfolgreichster Titel: "Lieblingsmensch"

Schon mal auf dem Helene Beach gewesen?: Nein

Coolheitsfaktor: Puhh, reinhören lohnt sich auf jeden Fall.

 

Mark Forster

Name: Mark Forster

Alter: 32 Jahre

Musikgenre: Deutsch-Pop

Erfolgreichster Titel: "Karton"

Schon mal auf dem Helene Beach Festival?: Nein

Coolheitsfaktor: Hat bestimmt seine Fan-Base, aber du bekommst heute leider kein Bild von mir.
 

 

Ihr habt eine tolle Theater-AG in der Schule? Ihr macht in eurer Freizeit Musik oder dreht Videoclips? Dann beteiligt euch am jungen Berliner Kulturfest FestiWal im FEZ-Berlin!

Am 18. und 19. Juni haben Organisationen, Projekte, Schulen und Einrichtungen der Kinder- und Jugendkultur die Möglichkeit, ihre künstlerischen und kulturellen Arbeiten und Projekte sich im FEZ-Berlin zu präsentieren. Egal ob Musik, Theater, Medien, Literatur, Film, Zirkus oder Mode – die Genres sind offen! Der Fokus liegt in diesem Jahr auf dem Bezirk Marzahn-Hellersdorf.

 

Richtig präsentieren!

Vom 13. bis 17. Juni findet im Vorfeld eine Projektwoche statt, in der die Kinder- und Jugendgruppen unter fachkundiger Begleitung ihr künstlerisches Projekt weiterentwickeln können, um es bei FestiWal zu präsentieren.

 

Anmelden und weitere Informationen

Ihr wollt noch weitere Informationen oder euch anmelden? Dann meldet euch telefonisch (030 530 714 21) oder per Mail (s.schwarz@fez-berlin.de) bei Sylvia Schwarz.

 Musiker KENAY im Gespräch mit jup! Berlin.

 
Interview von Oliver Mattutat  
 
KENAY hat gerade sein erstes Album veröffentlicht. Wir berichteten darüber!
Im Rahmen seines Konzerts im Berliner Musik und Frieden trafen wir den Newcomer und fragten ihn unter anderem, was es mit dem Titel seines Albums ,,Rot & Blau" auf sich hat und was seine Musik ausmacht.

 
 jup!: Dein Album heißt ,,Rot und Blau". Steckt eine besondere Geschichte hinter dem Titel oder sind das einfach deine Lieblingsfarben?

KENAY: Es hat einen besonderen Grund. Es gibt auf der Platte den Titelsong ,,Violett", in dem die Hauptzeile ,,Aus Rot und Blau wird Violett" lautet. In meinem Fall ist es auf eine Beziehung gemünzt. Das beschreibt, dass man zusammengehört, perfekt harmoniert und schließlich eins wird. So wie Rot und Blau zu Violett werden.  

Du umschreibst deine Musik mit dem Begriff ,,deutscher PoetryPop". Was kann man darunter verstehen?

Pop mit Eiern (lacht.)!  Ich komme aus dem Hip-Hop und lege den Fokus mehr auf Texte. Ich habe manchmal mehr Wörter in meinen Liedern als normale Popsongs, die meistens wenig Worte in einer Strophe haben. In manchen Songs kann man noch meine Rap-Attitüde hören. Weil mir Texte sehr wichtig sind und der Fokus auf der Sprache liegt, nennen wir das PoetryPop.

Hast du Vorbilder?

Ich habe viele Vorbilder und Künstler, die mich beeinflusst haben. Das fängt in meiner Jugend an mit Pianisten über große Rapper wie Eminem, aber auch vor großen Popkünstlern wie Katy Perry habe ich riesigen Respekt.  
 

,,Popmusik traut sich in Deutschland nicht richtig cool zu sein!", hast du mal gesagt. Wie meinst du das genau?

Ich habe das vor zwei Jahren gesagt. Mittlerweile muss ich sagen, dass es im Moment auch coole Popmusik in Deutschland gibt. Aber vor zwei Jahren hatte ich das Gefühl, dass man sich kaum getraut hat, zu sagen, dass man einen Künstler, der mainstreamig  erfolgreich ist, mag. Sobald etwas erfolgreich ist, wird gerne gesagt: ,,Das ist nicht so geil! Dieser Kommerzscheiß". Das verstehe ich nicht. In Amerika zum Beispiel hast du Künstler wie Justin Timberlake, die kommerziell wahrsinnig erfolgreich sind mit Popmusik und trotzdem cool sind. Das ist in Deutschland nicht immer der Fall.  

Es sind noch zwei Stunden bis deinem Auftritt. Was machst du jetzt noch bis dahin?

Ich hoffe, dass ich was essen kann und dann muss ich noch Soundcheck machen und mich umziehen.  

 
Hast du da spezielle Rituale?

Nicht immer. Ab und zu nehme ich einen Drink. Auf der Tour mit Tonbandgerät hatten wir einen Spielekoffer dabei. Da haben wir dann ab und zu auch Trinkspiele vor dem Auftritt gespielt und sind leicht beschwipst auf die Bühne gegangen. Aber ein festes Ritual habe ich nicht.
 

Was fällt dir sofort ein, wenn du an Berlin denkst?

Vieles. Ich war schon sehr oft in Berlin. Ich mag die Stadt. Ich liebe sie sogar, aber ich würde hier ungerne wohnen wollen. Mir ist es ein bisschen zu groß.  

Danke für das Gespräch!

Julian Le Play ist in Österreich bereits ein Star und versucht nun in Deutschland, seinen Durchbruch zu schaffen. Wir haben ihn getroffen.

Ein Text von Oliver Mattutat 

Sein drittes Album Zugvögel (VÖ 15.04.) wird das erste Album sein, das auch in Deutschland einen gewissen Bekanntheitsgrad bekommen wird. Julian ist in Österreich schon mehrfach mit Preisen ausgezeichnet worden. In Deutschland hingegen war er bisher nur wenigen bekannt. Dieses Jahr ist er als Support von Revolverheld und als Headliner auf Tour. 

Der Wiener, dem man seinen österreichischen Dialekt kaum anhört, hat die Texte für sein Album in unterschiedlichen Städten Europas geschrieben. Im Gepäck hatte er immer ein kleines Keyboard. Da kam es schon mal vor, dass er bis tief in die Nacht mit einem Barbesitzer Gin probierte. Auf seinen Reisen gab es immer kleine Impulse, die ihn an etwas erinnern. Er beobachtete die Umgebung und die Leute in den verschiedenen Städten. Daraus entstanden seine Songs, die auch immer eine persönliche Note haben. Das romantischste Lied seines Albums ,,Wach zu werden" schrieb er skurrilerweise im Rotlichtviertel in Amsterdam. Er strotzt in unserem Interview nur so von Geschichten.

Der Titel des Albums ,,Zugvögel" beschreibt auch den Menschen Julian le Play. Im Interview erzählt er mir, dass es ihn da hinzieht, wo es ihm gut geht. Genau wie bei Zugvögeln, die im Herbst Richtung Süden in die warmen Regionen ziehen. Musikalisch kann man viele Streicher und Bläser erwarten. Julian beschreibt dies als die musikalische alte Welt. Aber diese "alte" Welt mischt sich auf dem Album mit der "neuen" Welt, zu der für ihn Synthesizer und Beats gehören. Der 24-jährige Wiener versucht mit seinen Songs Gefühle zu vermitteln und Mut zu machen. 
Einen kleinen Eindruck könnt ihr euch durch das Musikvideo zur Single ,,Hand in Hand" verschaffen. Für Julian le Play erzählt jeder Song seine eigene Geschichte. ,,Jeder Song ist wie ein kleiner Film für mich.", erzählt er mit einem Glitzern in den Augen. So ist es auch nicht verwunderlich, dass er aktiv an seinen Musikvideos mitarbeitet, um seine Geschichten mit einzuarbeiten. Er schreibt zum Teil die Drehbücher und versucht sich auch als Regisseur. 

Am 25. Mai ist Julian le Play mit seiner Headliner Tour ,,Zugvögel" im Lido zu Gast!

 

Der Newcomer KENAY veröffentlicht sein Debütalbum „Rot & Blau“ und wir schicken euch zu seinem Konzert in Berlin! 

 

Ein Text von Oliver Mattutat
 

KENAY scheut sich nicht vor dem Genre „Pop“ und sagt selbst: „Pop kann cool sein, wenn er gut gemacht ist.“ Seit der letzten Woche ist sein ersten Album erhältlich. Für den Wahlhamburger geht damit ein großer Traum in Erfüllung. Der 27-jährige wuchs in der Pfalz auf und besuchte ein Musikinternat. Dort gründete er seine erste Band und fing an, den Hip-Hop lieben zu lernen. Seine erste Rap-Gruppe hieß Doppeldecker. 

Nach dem Abitur zog es ihn nach Hamburg, wo er schnell Fuß fasste und schließlich für viele Künstler Beats baute. Die namhafteste Produktion stellt das Album „Xavas“ von Rapikone Kool Savas und dem Sohn Mannheims Xavier Naidoo dar. 

Auf seiner eigenen Platte „Rot & Blau“ ist dieser urbane Hintergrund deutlich zu hören. Man hört Beats, die auf eingängige Refrains und schöne Melodien treffen. Auch die Bekanntschaft mit Naidoo spiegelt sich wider, der Sänger, der seit Jahren erfolgreich ist, tritt als Feature-Gast in Erscheinung. 

Die aktuelle Single „Schön so wie du bist“ stellt klar, dass jeder auf seine Art schön ist und spricht sich gegen den Beauty-Wahn der heutigen Gesellschaft aus. Das Video, das mit kleinem Budget und in Zusammenarbeit mit zehn YouTubern entstanden ist, könnt ihr euch unten anschauen. 

Ihr wollt KENAY mal live erleben?  
 

Kein Problem! Wir verlosen für seinen Auftritt als Support bei Alex Diehl (Nur ein Lied) am 17.04. um 20 Uhr im Berliner Musik & Frieden 2×2 Karten. Dafür müsst ihr nur eine E-Mail mit den Betreff "KENAY GEWINNSPIEL" an info@jup.berlin schicken. Die schnellsten beiden gewinnen die Tickets! Viel Erfolg!

 

KENAY im Interview

Außerdem könnt ihr uns die Fragen schicken, die ihr gerne dem Newcomer mal fragen wollt. Nutzt dafür das Kommentarfeld, schickt uns eine Mail oder schreibt uns auf Facebook. Wir treffen  KENAY im Rahmen des Konzerts für ein Interview und werde ihm diese dann stellen.
 

Hier die Single "Schön so wie du bist"!

House ist eine der angesagtesten, wenn nicht sogar die angesagteste Musikrichtung in den Clubs Deutschlands und sie erobert auch die deutschen Charts. Wir verlosen fünf CDs des Samplers Neue Deutsche House Welle.

Ganze drei CDs enthält die erste Ausgabe der Neue Deutsche House Welle CD. Die Zusammenstellung greift den Trend der deutschen Musikszene auf. Immer mehr Titel, die dem Genre House zu zuordnen sind, feiern zahlreiche Erfolge. Euch erwartet auf den ersten beiden CDs House Musik mit deutschen Texten. Dabei selbstverständlich die Chartstürmer von Robin Schulz und Gestört aber Geil, aber auch Klassiker wie „Morgens immer Müde“ und viele mehr. Unten könnt ihr in „Die Immer Lacht“ von Stereoact reinhören. Auf der dritten CD gibt es alle Titel im DJ-Mix von Jonny Nevs.

House ist genau euer Ding oder ihr wollt einfach mal in die Richtung reinhören? Dann macht doch bei unser Verlosung mit und gewinnt einen der fünf CD-NeueDeutscheHouseWelle-Sampler.  

Dafür müsst ihr nur bis zum 17. April eine E-Mail mit dem Titel eures deutschsprachigen Lieblingsliedes an info@jup.berlin schicken. Unter allen Einsendungen ziehen wir die Gewinner. Viel Erfolg!

 

von Oliver

08.05.2016 bis 08.05.2016 (Ganztägig)
07.05.2016 bis 07.05.2016 (Ganztägig)
06.05.2016 bis 06.05.2016 (Ganztägig)

„Das war perfekt gestern! Danke! Zuhause ist halt zu Hause“ - Prinz Pi aka Friedrich Kautz

 

Wer ist überhaupt dieser Prinz Pi?

Prinz Pi alias Friedrich Kautz ist gebürtiger Berliner, geboren am 23. Oktober. 1979 in Charlottenburg und hat eigentlich Kommunikationsdesign studiert, auf Wunsch von seinem Vater. Irgendwann wollte er seinen eigenen Weg gehen und da kam die Musik ins Spiel. Auf seinem Weg gründete er auch seine eigene Familie und lebt die Rolle als zweifacher Vater, mit einer Tochter und einem kürzlich geborenem Sohn, aus.

 

Was spricht er mit seiner Musik an?

Früher noch unter anderen Pseudonymen, wie Prinz Porno, Doc Murdock, Doc Mause oder Slick Spingo bekannt, rappte er schon damals über sozialkritische Themen, Verschwörungstheorien und gesellschaftliche Trends. Er will vor allem seine Zuhörer berühren und sie zum Nachdenken anregen, indem er zum einem allen einen Einblick in seine eigene Lebenslage ermöglicht und zum anderen die weltpolitischen Geschehnisse in seiner Musik verarbeitet.
 

„Für alle jene, die sich fragen, ob ich meine Texte nur für sie geschrieben habe: Ja habe ich.“

 

Seine Musik, seine Alben - Sein Weg zum Erfolg?

Er selbst bezeichnet sich als „bester deutscher Themen-Rapper“. Diese Aussage ist nicht einfach nur daher gesagt, sondern spiegelt sich auch in den Deutschen-Charts wieder. Seit 2008 ist Prinz Pi auf der Überholspur. In jenem Jahr brachte er sein Album „Neopunk“ raus - ein voller Erfolg. Ebenso wie die darauf folgenden Jahre erschienen neuen Alben „Teenage Mutant Horror Show 2“, „Rebell ohne Grund“, „Hallo Musik“, „Kompass ohne Norden“, „pp=mc2“ und „Im Westen nix Neues“ - alle ein Sprungbrett für seinen Erfolg.

 

Prinz Pi ist Zuhause!

Zurzeit tourt Friedrich durch Deutschland, die Schweiz und Österreich mit seinem neuen Album „IM WESTEN NIX NEUES“. Auch die jup!-Reporter Janik Emil und Laura waren in Berlin dabei. Wir standen an verschiedenen Plätzen während des Konzerts, unten bei den Boxen (was sich als Fehler erwies - da man die darauf folgenden Tage noch Ohrenschmerzen verspürte) und oben auf einer extra Tribüne. Unten gab es ein unglaubliches Gedrängel, obwohl es schon so kaum Platz gab. Nachvollziehbar, wenn man betrachtet, dass man somit näher an Prinz Pi rankommen konnte. Oben jedoch gab es dieses Problem nicht, dafür waren Sachen wie Springen oder Bouncen eher schwierig.
 

„ Heute ist die Bühne größer, Licht ist heller, Sound ist breiter und das aktuelle Logo ist ein bisschen moderner.“

 

Dieses Zitat aus „Weiße Tapete/Minimum“ von seinem neuen Album spiegelt seine Bühnenshow exakt wieder. Seine Bühne hat er in vollem Maße ausgeschöpft und auch im Hintergrund liefen jeweils passende Videoausschnitte zu seinen Liedern. Er heizte die Masse auf und animiert bei jedem Song zum Mitsingen, Mitspringen und Mitmachen.

Alles in allem war das Konzert ein voller Erfolg - ausverkauft und gute Laune bei jedem, der das Konzert verlassen hat! Hoffentlich bald wieder!

 

Ein Text von Janik Emil und Laura

Sunrise Avenue gab am Dienstagabend ein Konzert im Velodrom. Besonders daran war, dass das ‚Wonderland Orchestra‘ die Finnen während ihres Auftrittes begleitete. Was unsere jup!- Redakteurin Anne von der neuen Show hielt, könnt ihr hier lesen!
 

Ein Text von Anne

 

Für mich ging es am Dienstagabend ins Velodrom zur finnischen Rockband Sunrise Avenue. Meine Begleitung und ich kamen um 19:00 Uhr an und wurden von dem wirklich freundlichen Personal zu unseren Plätzen gelotst und da erwartete uns auch schon die erste Überraschung:  Im ganzen Saal gab es nur Sitzplätze, hatte ich bisher noch bei keinem Konzert erlebt. Ich war auf jeden Fall gespannt, ob das die Stimmung während des Konzertes beeinflussen würde.

Auffallend war schon einmal das Alter des Publikums. Um ehrlich zu sein, hatte ich jede Menge kreischender Mädchen mit ‚I love you Samu‘  Plakaten erwartet. In der Hinsicht wurde ich enttäuscht, das Publikum war durch alle Altersgruppen bunt gemischt.

Pünktlich gegen 20 Uhr begann dann auch die Vorstellung. Der finnische Singer – Songwriter ‚Niila‘ heizte das Publikum ordentlich ein. Er spielte Lieder seines ersten Albums „Gratitude“, welches vor wenigen Tagen erst erschien (Oliver hat reingehört). Bereits bei seinem Auftritt, war das Publikum voll und ganz dabei! Die ersten Fans standen von ihren Sitzplätzen auf, tanzten und klatschten mit!

Nach der Vorstellung folgte eine kurze Pause bis es dann an der Zeit für den Mainact war: Sunrise Avenue!
Ein großer Vorhang verdeckte zunächst das Orchester.  Die Musik begann. Das Publikum schrie. Alle waren gespannt.  Ein Scheinwerfer projizierte lediglich Samus Schatten auf den Vorhang.  Man konnte ihn singen hören, lediglich das Stück Stoff trennte ihn vom Publikum.

Nach wenigen Momenten fiel der Vorhang und da standen sie: Die Rockband rund um Samu Haber und das Orchester.
Ich muss zugeben, ich war gespannt, wie die beiden Genre zusammenpassen würden. Mir bot sich jedoch eine harmonische Performance. Die Atmosphäre war einfach wunderbar, die Fans waren gefangen in dem Gesang, keinerlei  Zwischenrufe, alle Zuhörer lauschten den Klängen.

Zwischen den Liedern sprach Samu gelegentlich. Er erzählte uns, wie die Band ihren ersten ausländischen Auftritt in einer Berliner Bar hatte, von seiner Begegnung mit einem 15 Jährigen krebskranken Fan und wie sehr ihn dieses Treffen berührt habe und er verkündigte außerdem, dass Sunrise Avenue dieses Jahr ein neues Album in Finnland aufnehmen will und dieses dann nächstes Jahr herausbringen möchte.

Ebenfalls cool gemacht war ein kurzer Bühnenwechsel der Band, in welcher sie auf eine kleine Bühne auf der anderen Seite der Halle stiegen, dort zwei Lieder ohne das Orchester spielten und dann wieder zurück zur großen Show auf die Bühne gingen.
Diese dauerte knapp 2,5 Stunden, ein echter Traum für alle Fans und Liebhaber von musikalischen Soli. Von denen gab es nämlich eine ganze Menge, beinahe jedes Instrument an diesem Abend hatte ein Solo. Den Einen freut es, für den Anderen ist das auf Dauer vielleicht eher anstrengend. Meine Freundin und ich gehörten leider zu der zweiten Kategorie Mensch und besonders gegen Ende des Konzertes waren diese Darbietungen für uns doch eher langwierig, aber zum Glück, sind Geschmäcker verschieden.

Mein Fazit ist, dass Sunrise Avenue wirklich eine super Band ist, die eine klasse Performance für ihre Fans abliefert! Und für alle, die die Frage vom Anfang immer noch beschäftigt, ob die Stühle die Stimmung in der Halle beeinflusst haben: Ein absolut klares Nein! Viele Fans sind aufgestanden, haben mitgesungen und –geklatscht. Es war ein super Konzert mit einer spitzen Atmosphäre.

 

TOPIC startete seine Karriere per Social Media und ohne großes Label. Wir verlosen seine Single „Home“!

 

Ein Text von Oliver Mattutat

Angefangen hat alles an seinem Gymnasium 2008. Der damals 16-jährige Tobias lernte zum ersten Mal das Soundbearbeitungsprogramm Logic Pro im Musikunterricht kennen. Darauf folgten unzählige Experimente. Zuerst baute er Hip-Hop-Beats und ließ den ein oder anderen von seinen Freunden berappen.

Danach versuchte er sich auch in anderen Genres wie zum Beispiel Pop, Elektro und House. Veröffentlicht hat er von all diesen Produktionen zu diesem Zeitpunkt jedoch nichts.
2010 verdiente er dann zum ersten Mal Geld mit seiner Musik, das er in den Ausbau seines Studios steckte. Nachdem er an verschiedensten Projekten mit großen deutschen YouTubern arbeitete und auch Kanal-Jingles komponierte, schaffte er es mit anderen Künstlern schon in die Charts.

Sein bisher größter Hit ist „LIGHT IT UP“ mit Jona Selle. Der Song wurde schon über 1,5 Millionen Mal gestreamt und bei vielen Radiosendern gespielt.
Im Sommer 2015 kam dann schließlich sein erstes Album unter dem Titel „Miles“ auf den Markt, das er in Eigenregie veröffentlichte und auf Platz 67 der deutschen Album-Charts landete. Eine große Hilfe waren die sozialen Netzwerke, über die er seine Musik verbreitete. Die Videos drehten seine Freunde und seine Fanartikel vertrieb er aus der elterlichen Küche.

Nun steht der Junge aus Solingen bei Warner Music unter Vertrag und seine Karriere wird weiter vorangetrieben. Falls es nicht mit der Musik klappen sollte, kann Tobias alias TOPIC auf seine abgeschlossene Ausbildung zum Industriekaufmann zurückgreifen. „Dranbleiben ist das Wichtigste“, sagt TOPIC selbst und so wird er weiter jeden Tag dafür arbeiten und Songs produzieren, um möglichst lange von der Musik zu leben.

Wir sind gespannt, was da noch so kommt und empfehlen euch bei TOPIC reinzuhören. Wir haben für euch unten das Video zur aktuellen Single „Home“ und außerdem verlosen wir zwei CDs von „Home“ an euch!

Gewinnspiel: Macht ein Foto von dem Ort in Berlin, an dem ihr euch zu Hause fühlt und postet es bis zum 25. März bei jup! auf Facebook oder instagram. Die Gewinner werden ausgelost. Wir melden uns dann bei euch und lassen euch die CD zukommen.

 

Titelfoto: Marvin Stroeter / WEVAME

jup! – Redakteurin Anne war am Montag ‚Downtown‘ in der Mercedes Benz  Arena bei Macklemore und Ryan Lewis . Wie er ihren Abend rettete, könnt ihr hier lesen.

 

ein Text von Anne
 

Ich habe Macklemore und Ryan Lewis bereits letztes Jahr bei dem Festival ‚Lollapalooza‘ hier in Berlin gesehen und war einfach nur begeistert. Sie haben super Stimmung gemacht und kaum ein Zuschauer konnte sich vor Euphorie zurückhalten.

Meine Euphorie wurde bei diesem Konzert jedoch zunächst gebremst, da meine Freundin und ich leider ‚nur‘ Sitzplatzkarten hatten. Ich bin absolut nicht der Typ, der bei einem Konzert gerne sitzt, ich mag in die Menge, mitgrölen und mittanzen.
Also hieß es, das Beste aus der Situation machen!

Als Vorband wurden uns gleich zwei Künstler geboten: Xperience (XP) und Raury, dessen Lied ‚God’s Whisper‘ mir immer noch im Kopf hängt. Beide Künstler spielten eine knappe halbe Stunde und nach weiteren 30-40min Pause war es dann soweit: Die Lichter flackerten, auf der riesigen Leinwand hinter der Band wurde ein Film abgespielt und nach wenigen Momenten standen sie vor uns: Macklemore und Ryan Lewis.

Dieses Konzert hat mich während der ersten Lieder in der Annahme bestärkt, dass ich mir niemals Sitzplatzkarten kaufen werde. Während die Fans im Innenbereich fleißig mittanzten, waren meine Freundin und ich an die Stühle gefesselt.
Doch nach den ersten Lieder folgte die Erlösung und die auch noch von Macklemore höchst persönlich: Wir sollen gefälligst alle aufstehen und den Abend genießen!
Er hätte nichts Besseres sagen können und tatsächlich, alle Fans standen auf. Mein Abend war gerettet!

Zugegeben, die Stimmung war bei weitem nicht so gut wie beim Lolloapalooza-Festival letztes Jahr, das lag jedoch eher am Publikum als an der Performance. Macklemore gab sich wirklich sehr viel Mühe, die Fans zum Mitmachen anzuregen. Die ersten Lieder hielten diese sich allerdings zurück. Erst ab ‚Can’t hold us‘ (knappe 2/3 des Konzerts waren bereits vorbei) ging das Publikum auf die Show ein und dann war wirklich kein Halten mehr!
Davon abgesehen, dass meine Freundin und ich bereits die ganze Zeit mitgetanzt und –gegrölt hatten (ich mag auch gar nicht wissen, auf wie vielen Videoaufnahmen wir zu sehen/hören sind), fingen auch die Leute um uns herum an, etwas aufzulockern.

Einprägsam waren auch die Reden, welche Macklemore zwischen seinen Liedern hielt. Auch wenn ich das Gefühl hatte, dass er oftmals genau das gleiche bei Konzerten sagt (vieles davon erkannte ich von Lollapalooza wieder), bin ich immer noch begeistert von seiner Offenheit.
Bevor sie ‚Same Love‘ spielten, sprach er erneut über das Thema Homosexualität und wie wichtig doch die Gleichberechtigung sei.
Er sprach auch Themen wie Rassismus und die momentane Flüchtlingssituation offen an: Er sei "inspiriert" wie Deutschland mit dem Thema umgehe, besonders in Zeiten in welchen Donald Trump als Präsidentschaftskandidat in den USA aufgestellt sei.
Ich war überrascht, wie gut er den Grad zwischen der Ausgelassenheit eines Konzertes und der Ernsthaftigkeit einzelner Themen schaffte.

Alles in allem hatten wir einen super Abend und wären auch bei einem dritten Konzert mit am Start. Falls ihr also Lust habt, einfach mal alles zu vergessen und auf richtig gute Musik abzugehen, dann sind Macklemore und Ryan Lewis genau eure Männer!

Nicht mehr lange, dann steht der Sommer vor der Tür! Und was passt besser zum Sommer als Konzerte und Festivals? Davon sind ja bereits einige groß angekündigt. So kommt man in der U-Bahn um Werbung für "Lolloapalooza 2016" nicht mehr drumherum, aber auch die "Fritz DeutschPoeten" oder das "Immergut Festival" sind bereits in aller Munde. Und auch jup! wird bei einigen Events mit dabei sein!
 

Helene Beach Festival: Sommeratmosphäre und Seekulisse ahoi!

Los geht's mit dem "Helene Beach Festival" bei Frankfurt (Oder). Vom 28. - 31. Juli heißt es dort zum sechsten Mal: Zelte aufbauen, gute Musik hören, ordentlich tanzen und die Sonne genießen. Wie die Jahre zuvor findet das Festival am Helenesee statt, der nur knapp eine Stunde von Berlin entfernt ist.

 

Line-Up

Insgesamt werden circa 100 Acts auf sieben Bühnen performen, von Neuentdeckungen bis zu musikalischen Größen ist alles vertreten. Dabei wird fast jede Musikrichtung abgedeckt: Sowohl Elektro-, Pop-, Hip Hop-, Reggae-, Goa- und Rockfans können sich demnach freuen. Zu den Top-Acts gehören bisher Azad, Fritz Kalkbrenner, SDP, Trailerpark, Namika, Mark Foster und Jennifer Rostock.

 

Ich packe meinen Rucksack mit...

Doch was genau muss man alles auf ein Festival mitnehmen? Welche Dinge sind überlebenswichtig, welche nur unnötiger Ballast? Wir freuen uns über deine Tipps!

 

jup!-Berichterstattung vor Ort

Und worüber sollen die jup! Redakteure berichten? Welche Fragen sollen wir stellen? Erzähl es uns! Melde dich einfach per Mail oder nutze das Kommentarfeld!

Wir sind auf jeden Fall super gespannt und freuen uns auf Juli!

Weitere Infos zum Helene Beach Festival findest du online unter helene-beach-festival.de.

 

ein Text von Anne

AnnenMayKantereit bringen ihr Debütalbum raus und wir haben sie vor dem Release getroffen!

Es ist wohl das mit der größten Spannung erwartete Album einer deutschen Band im Jahr 2016. Die Musiker von AnnenMayKantereit veröffentlichen am Freitag (18.03.) ihr erstes Album. ,,Alles Nix Konkretes" heißt die Platte. Wie schon bei ihrer EP ,,Es wird schon irgendwie gehen" greifen sie auf eine Songzeile als Titel zurück. Es ist ein Zitat aus  ihrem Song ,,Es geht mir gut".

AnnenMayKantereit sind Christopher ANNEN, Henning MAY, Severin KANTEREIT und Malte Huck, der 2014 zur Band stieß. Angefangen haben die Kölner als Straßenmusiker. Seit 2014 sind sie schon ständig auf Tour. Dieses Jahr ist ihre Tour mit weit über 20 Konzerten schon restlos ausverkauft. Wir sind für euch am 19.08. bei ihrem Konzert in der Zitadelle Spandau.
In unserem Interview, das ihr in voller Länge unten lesen könnt, sprachen wir mit Christopher, Severin und Malte, Henning war leider krank, über den Hype um sie, Tourerfahrungen und natürlich das erscheinende Album.

,,Alles Nix Konkretes" besteht aus 12 Songs, die für die meisten AnnenMayKantereit- Fans ziemlich bekannt sein dürften. Anders als bei anderen Bands entstehen und wachsen die Songs bei den Kölner Jungs bei den Live-Kozerten. Auch ein Grund, warum es mit dem Album so lange gedauert hat. Sie wollten auf den perfekten Zeitpunkt warten.
Gegenüber der ersten EP gibt es auch Änderungen. Alle Songs wurden für das Album neu aufgenommen. Man kann die Unterschiede, die unter anderem beim Tempo und auch bei der Akzentuierung vorgenommen wurden, hören. Besonders bei ,,Oft gefragt" fällt auf, dass es ein wenig langsamer geworden ist. Auch einer ihrer ersten Songs ,,Mir wär' lieber, du weinst" hat es aufs Album geschafft. Sie hätten es lange nicht mehr gespielt, meinte Severin. Malte hätte den Anstoß gegeben, es mal wieder auszuprobieren. Die Albumversion gefällt den Jungs auch richtig gut.
Das ganze Album besteht aus deutschen Songs. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass sie auch mal wieder englische Lieder aufnehmen, sagten sie uns. Bei ihren Live-Auftritt spielen sie sowieso meistens ein bis zwei englischsprachige Lieder.

Es lag großer Druck auf den Kölnern Musikern. Aber dem halten sie und ihr Album mit Bravour stand.
Für alle AnnenMayKantereit Fans aber auch für alle Musik-Fans eine große Hörempfehlung!

 

Fotos: Fabien J. Raclet / Oliver Mattutat (Interviewfoto)

Ein Beitrag von FEZblogger David

 

Bis zum 10. März 2016 lief im FEZ-Berlin das musikfestival klangwelten der Landesmusikakademie Berlin. Ich habe mir die Veranstaltung zum Anlass genommen, euch über die geschichtliche Entwicklung der Musik zu informieren. Im Laufe der Zeit haben sich nämlich verschiedene Musikstile entwickelt. Vor allem möchte ich auch klären, welchen Einfluss Musik auf unsere Gesellschaft hat.

25.08.2016 bis 28.08.2016 (Ganztägig)

Larkin Poe bringen ihr Album „Kin“ in einer neuen Version heraus und wir haben sie in Berlin getroffen!

 

Ein Text von Oliver Mattutat

 

Ein Tag Ende Februar in Berlin. Es schneit. Ich treffe Rebecca und Megan sommerlich bekleidet vor dem Radio fritz Studio. Sie warten auf ein Taxi.  Für mich bedeutet das eine Planänderung. Das Gespräch sollte eigentlich in der Baumhaus Bar direkt neben dem Studio stattfinden. Nun haben wir es in die Hotellobby verlegt nahe der Warschauer Straße. Endlich hält dann auch ein Taxi an. Es sind mehr als zehn Minuten vergangen. Ein Kombi und kein Großraumtaxi stand vor uns. Wir zu viert (Megan, Rebecca, eine Kollegin von Universal und ich) und zwei Verstärker und Gitarren wollten mitgenommen werden. So fand ich mich auf den Rücksitz neben den beiden von Larkin Poe mit einem Gitarrenkoffer auf dem Schoß wieder. Rebecca brachte es auf den Punkt: „Damit hast du sicher nicht gerechnet!“ Es war nur eine kurze Fahrt einmal über die Brücke über die Spree. Die beiden wirkten entspannt und machten den einen oder anderen Scherz. Das wäre vielleicht auch eine neue Formatidee wert: „Das Taxiinterview!“ Angekommen im Hotel starteten wir das Interview, das ihr in voller Länge weiter unten findet. 

Der Bandname „Larkin Poe“ geht auf ihren Ur-Ur-Ur-Urgroßvater zurück, der ein Cousin vom kongenialen Schriftsteller Edgar Allan Poe war. Rebecca und Megan Lovell, wie sie bürgerlich heißen, wählten diesen Namen, weil sie einen Namen mit Familienbezug wählen wollten und ihnen der Klang des Namens „Larkin Poe“ einfach gut gefällt.
Ihr neues Album „Reskinned“ ist eine Neuveröffentlichung ihres Album „Kin“. Es erscheint am Freitag (18.03.).  Es lebt vor allem von energievollen Songs mit rockigen Gitarrenriffs und Schlagzeug. Markant ist auch, dass sich die Stimme von Rebecca, die die Hauptstimmen singt, ein wenig wie aus dem Röhrenverstärker anhört. Megan singt meist die Harmonien. Die beiden Schwestern spielen aber nicht nur Gitarre, sondern unter anderem auch Violine (Rebecca) und Hawaiigitarre (Megan). Sie selbst sagen über sich, dass sie live so „rocken wie Jungs“. Genau das wollten sie auch auf ihrem Album einfangen und es ist ihnen gelungen.
Zu hören ist das auch deutlich im Lied "Don't", das in Europa auch die erste Singleauskopplung ist. Schon am Start merkt man dem Song die Energie der beiden an. Es startet mit kräftigen Gitarrenriffs bis dann auch das Schlagzeug einsetzt. Das zieht sich durch den ganzen Song. Sie selbst sehen diesen Song als ihren "Girly Power Song".
Nur ein Song fällt aus diesem Raster. Er ist der letzte der zwölf. Unter dem Titel „Overarchiver“ (dt.: Streberin) verbirgt sich eine melancholische Ballade, die nur von sanften Klavierklängen begleitet wird. Sie erzählten, dass das einer ihrer ersten Songs gewesen ist, den sie geschrieben haben und dass es ein ganz persönliches Lied ist. 
Insgesamt nennen sie ihre Musik „Roots Rock’n’Soul“. Darunter verbirgt sich der Mix von verschiedenen Stilen. Aber hauptsächlich beinhaltet ihre Musik Rock’n’Roll.

Wenn ihr auf rockige Musik mit guten Gitarrenriffs und Sängerinnen, die Vollgas geben, steht, seid ihr bei Larkin Poe genau richtig. Im Mai sind sie in Nordrhein-Westfalen zu Gast, aber im Gespräch ließen sie anklingen, dass eine Rückkehr nach Berlin, diesmal mit Konzert, sehr wahrscheinlich ist.

Wir freuen uns drauf! Ihr wollt die beiden Mal hören? Unter dem Interview habe wir für euch das Video zur Single „Don’t“!
 

 

Fotos: Aaron Schorch und Universal Music

Die finnische Rockband Sunrise Avenue tritt zusammen mit dem Wonderland Orchestra auf.

Ein Text von Oliver Mattutat 

Am nächsten Dienstag stehen die finnischen Rocker wieder in Berlin auf der Bühne. Um 20 Uhr im Velodrom beginnt ihr Konzert. Im Gepäck haben sie ihre größten Hits. Aber sie spielen die Lieder nicht in der gewohnten Form, sondern werden vom Wonderland Orchestra begleitet. Zu erwarten ist, dass die rockigen Stücke der Finnen ein wenig sanfter erscheinen werden.

Schon bei ihrer letzten Open Air - Tour ließen sie sich von einem Orchester unterstützen. Das war aber nur einmalig beim Konzert in Hannover. Dort traten sie gemeinsam mit dem 21st Century Orchestra auf. Mit diesem Orchester haben sie ihr 3-fach-Gold prämiertes Album "Fairytales - Best Of 2006-2014" auch in einer Orchester-Liveversion neu aufgenommen.
Die Versionen beinhalten immer noch den markanten Sunrise-Avenue-Sound, aber sie gewinnen trotzdem an Emotionalität hinzu.
Als Vorband tritt der finnische Singer-Songwriter und Freund der Band Niila auf, dessen Debütalbum heute erschienen ist. (Hier geht's zur CD-Rezension)

Außerdem war auch schon zu lesen, dass die Band um Frontmann Samu Haber schon an neuen Liedern arbeitet. Vielleicht gibt es am Dienstag einen Einblick in das neue Album.
Noch sind Karten für den Auftritt im Velodrom vorhanden.

Wir sind auch für euch vor Ort und werden darüber berichten!

 

 

Fotos: Universal Music

Die Sängerin Namika begeisterte das Publikum im Astra Kulturhaus und ihren größten Hit hatte sie natürlich auch mit im Gepäck.

 

Ein Text von Oliver Mattutat

Am Dienstagabend war Namika in Friedrichshain auf der Bühne. Das Astra Kulturhaus war so gut wie voll und ließ sich von der Künstlerin mitreißen.
Aber bevor der Haupt-Act des Abends auf die Bühne kam, durften sich zwei Newcomer vorm Berliner Publikum versuchen. Rola und Bengio sind Namen, die man auf jeden Fall im Hinterkopf behalten sollte.
Ein Grund dafür, dass zwei Support-Acts auftraten, war wahrscheinlich, dass so versucht wurde, das Konzert ein wenig länger zu gestalten. Denn Namika hat bisher erst ein eigenes Album veröffentlicht und somit nicht den größten Pool an Liedern.

Dann war es aber soweit. Nach etwas Wartezeit kam Namika auf die Bühne. Das Gekreische des überwiegend jungen Publikums war riesig. Ihren Sound beschreibt die Sängerin mit marokkanischen Wurzeln selbst im ersten Lied des Abends, das den Namen Na-Mi-Ka trägt, als elegant aber laut und als ,,Antwort darauf, was das Land gerade braucht!"
Laut wurde es auch darauffolgend. Namika fuhr die Lieder ihres Albums ,,Nador" auf. Nador ist eine Stadt in Marokko, aus der die Familie der Sängerin stammt. Auch in ihren Liedern geht Namika immer wieder auf ihre Wurzeln ein.  Bemerkenswert war auch die wirklich gute Backgroundsängerin, die sie mitgebracht hatte.
Aber nicht nur in ihren Liedern traf Namika an diesem Abend die richtigen Töne, sondern auch in den Ansprachen an das Publikum fand sie beeindruckende Worte: ,,Egal welche Hautfarbe, egal wo du herkommst, egal welchen Beruf du hast, wir sind doch alle Menschen!
Selbstverständlich durfte ihr bisher größter Hit auch nicht fehlen. Bei ,,Lieblingsmensch" war dann auch das komplette Publikum ,,hellwach" und sang mit.

Namika zeigte an diesem Abend ihr ganzes Gesangs- und Raptalent. Außerdem interagierte sie mit dem Publikum und wusste es zu begeistern. 

Der finnische Singer- Songwriter Niila bringt sein langersehntes Debütalbum auf den Markt. Wir haben für euch schon einmal reingehört.

Ein Text von Oliver Mattutat

 

Freitag ist es so weit. Das 13 Songs umfassende Album von Niila ist im Handel erhältlich. Auf den Namen „Gratitude“ taufte er sein Erstlingswerk. Zu Deutsch bedeutet das: Dankbarkeit.
Dankbar ist der 29-jährige Musiker aus dem Süden Finnlands dafür, dass er das, was ihm Spaß macht, jetzt als Beruf ausüben darf. Vielleicht gilt die Dankbarkeit auch den Menschen, die ihn unterstützten. Da wäre zum Beispiel Samu Haber zu nennen. Der Frontmann der finnischen Rockband „Sunrise Avenue“ half Niila, lieh ihm Instrumente und ließ ihn sogar bei der Open-Air Tour seiner Band in Deutschland als Vorband auftreten. Die beiden sind nach eigenen Angaben auch super befreundet.

Das erste musikalische Lebenszeichen gab er mit seiner im letzten Sommer erschienenen EP mit vier Song ab. Von diesen haben es zwei auf das Album geschafft. Viele der Songs des Albums hat er schon auf seiner ersten Headliner-Tour im Winter gespielt. Wir waren in Berlin vor Ort und waren angetan, mit welcher Hingabe er seine Songs live performte (Konzertbericht hier). Er hat es geschafft, diese Hingabe auf das Album zu transportieren.

Auch auf dem Album bleibt Niila seinem Sound treu. Saxophon, Beatboxer und verschiedene Elemente unterschiedlicher Musikstile wie zum Beispiel Hip-Hop, Rock oder Pop. Das Album hat eine gute Mischung aus ruhigen Stücken wie zum Beispiel „Timeless“ und Up-Tempo-Nummern wie zum Beispiel „Restless Heart“, bei denen man gleich tanzen möchte.
„Gratitude“ fasst so ziemlich alle Höhen und Tiefen zusammen, die jedem im Leben begegnen.
In ,,Better Off“ zum Beispiel geht es um den Tiefpunkt einer Beziehung. Der eine Partner gesteht sich selbst ein, dass die Partnerin und auch er besser getrennte Wege gehen sollten. Aber er sagt es nicht laut, weil seine Partnerin es nicht hören möchte. Das Lied hat auch eine Besonderheit. Es ist das einzige Lied, das Niila nicht alleine singt. Er bekommt Unterstützung von der norwegischen Singer-Songwriterin Laila Samuels. Durch das Duett wird die Beziehung der beiden Partner noch einmal hervorgehoben.
Dazu im Gegensatz steht das Lied ,,Play You“. Im Gute-Laune-Lied geht es darum, dass der Sänger jemanden oder eine Sache ganz für sich haben möchte und viel mit der Person oder dem Gegenstand unternehmen möchte. Es wird das ganze Lied nicht richtig klar, ob es sich um eine Frau oder nicht doch um eine Gitarre dreht. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

Seine Lieder hat er eigener Aussagen zufolge in der „finnischen Einöde“ geschrieben. „In einer winzigen Hütte irgendwo im Wald, fernab von allen Menschen“ habe er ganz auf seine Gefühle und Gedanken gehört.
Herausgekommen ist ein Album, das man sich auch in Dauerschleife anhören kann. Es erzählt vom Leben und macht gleichzeitig Mut.

Für wen die CD noch nicht reicht, gibt es dieses Jahr die Möglichkeit, Niila zwei Mal live in Berlin zu erleben. Am 15. März ist er wieder als Vorband bei seinen Kumpels von Sunrise Avenue im Velodrom auf der Bühne. Die finnische Rockband spielt ihre Lieder an diesem Abend mit Unterstützung des Wonderland Orchestra.
Am 13. Oktober kommt Niila im Rahmen seiner zweiten Headliner-Tour mit den Songs seines Debütalbums „Gratitude“ erneut nach Berlin! Um 20 Uhr spielt er im Huxleys neue Welt in Neukölln.

Wir können nur empfehlen, dass ihr diesen grandiosen Singer-Songwriter mal live erlebt!

„Der helle Wahnsinn“ feiert die Premiere seiner zweiten Saison im Wintergarten Varieté und überzeugt das Publikum.

 

Ein Text von Oliver Mattutat

Am Donnerstagabend ging das Stück von Regisseur Markus Pabst in die zweite Runde. Nachdem „Der helle Wahnsinn“ im letzten Sommer tausende Menschen beindruckte und unterhielt, entschloss sich der Wintergarten, es erneut auf die Bühne zu bringen.
Vor der Premiere konnten der Wintergarten-Chef Georg Strecker und der Regisseur Markus Pabst freudig verkünden, dass sie es geschafft haben, den kompletten Cast der Urbesetzung wieder zu gewinnen. „Das ist schon eine Besonderheit. Und da sind wir stolz drauf!“, drückte Strecker seine Freude aus. Ein besonderes Lob bekam Jack Woodhead. Der Brite, der im Stück eine der Hauptrollen spielt und den Großteil der Lieder geschrieben hat, wird mit dem großen englischen Komponisten Andrew Lloyd Webber verglichen. Die Erwartungshaltung sei sehr groß, sagte Pabst. Denn nach der ersten Aufführung letztes Jahr zeigten sich Kritiker und die Medien sehr begeistert.

„Der helle Wahnsinn“ ist eine Mischung aus Varieté und Musical. Inhaltlich geht es um ein Irrenhaus kurz nach dem Zweiten Weltkrieg. Nachdem Maria Freiherr von Heymann (gespielt von: Jack Woodhead) in das Irrenhaus eingeliefert wird, zeigen sich die verschiedenen Fähigkeiten der anderen Insassen. So entpuppt sich zum Beispiel die schizophrene Somalso (Sarah Bowden) als hervorragende Sängerin. Daraufhin kreiert von Heymann seine eigene Revueshow. Unterhaltsam erlebt man die verschiedenen Charaktere. Atemberaubt sind viele Kunststücke. Karl, „das Messer“ (Florian Zumkehr), der seine ganze Familie mit einem Messer getötet haben soll, macht einen Handstand auf einem Stuhl, der auf drei hohen Bücherstapeln steht.

Neben den hervorragenden Musiken kommt auch der Spaßfaktor nicht zu kurz. So parodieren der Anstaltsleiter Stock (Matthias Fischer) und Helmut, die „Säge" (Collin Eschenberg), einen typischen Zauberer-Auftritt. Auch zu der ein oder anderen komischen Erkenntnis kommen die Insassen. „Überlasst die Welt den Verrückten, die machen das auch nicht schlechter als die, die gerade an der Macht sind!“, ist eine davon.

„Der helle Wahnsinn“ hält der Gesellschaft den Spiegel vor und schafft es Akrobatik mit Tanz und Musik auf Weltklasse-Niveau zu verbinden. Wer sich das Spektakel anschauen möchte, hat noch bis zum 05. Juni Zeit.  

 

Der englische Newcomer Neil Thomas veröffentlichte seine Debüt-EP und trat in Berlin auf. Wir haben uns mit ihm getroffen und waren auch auf seinem Konzert.

Ein Text von Oliver Mattutat

Neil Thomas ist ein interessanter Musiker. Er spielt viele Instrumente und sein Songwriting ist emotional und mitreißend. Am letzten Dienstagabend stand er im Privatclub, der einer der kleineren Locations der Hauptstadt ist, auf der Bühne. Das Konzert fand zahlenmäßig eher in einem familiären Kreis statt. Neil Thomas war beim Auftritt sichtlich nervös, aber trotzdem konnte seine musikalische Klasse hervorblitzen. Unterstützung erhielt er von Ben Jones, der auch als begnadeter Multiinstrumentalist gilt. Neben den vier von der EP bekannten Songs gewährte er Einblick in noch unveröffentlichte Lieder. Seinen bisher größten Hit ,,Home" spielte er zum Schluss. Neil Thomas steht noch am Beginn seiner Karriere und da gehören solche Auftritte zum Geschäft. Selbst wenn man wie er schon einen Plattenvertrag beim großen Label Warner Music hat. Aller Anfang ist schwer.

Am Nachmittag hatten wir schon die Möglichkeit mit dem sympathischen Briten zu sprechen. (Das ganze Interview findet ihr weiter unten.) Im Gespräch offenbarte er uns, dass er seine EP komplett allein produzierte, weil er einfach nicht die Mittel hatte, um das mit anderen Leuten zu machen und er es am einfachsten findet, es einfach zu machen, wenn man eine Idee hat. Auch der Frage, ob er ein Perfektionist sei, musste er sich stellen.

Von uns gibt es eine klare Hörempfehlung für die EP! Die vier Lieder sind musikalisch wie auch textlich sehr hörenswert. In nur vier Liedern zeigt Neil Thomas eine große Bandbreite.

Wenn es nach Neil Thomas geht, soll dieses Jahr noch eine EP oder sogar ein Album von ihm erscheinen. Wir sind gespannt und behalten ihn weiter für euch im Auge.

Die ESC - Gewinnerin  Lena trat am 28. Februar im Huxleys Neue Welt auf. Dabei war sie energiereich und hatte sichtlich ihren Spaß.

 

Ein Text von Oliver Mattutat

 

Es gab kaum einen Moment, inndem Lena ruhig stand. Ständig lief sie hin und her. Sie bewegte sich zur Musik. Manchmal konnte man den Eindruck haben, dass sie selbst auf einem Konzert war und zur Musik tanzt. Sie visualisierte so auf ihre Weise ihre Musik.

Im Mittelpunkt stand das Album ,,Crystal Sky". Vor dem Lied ,, The Girl" erzählte Sie eine Anekdote. Sie sei bei ihrer Tour im Herbst sehr unsicher gewesen bei diesem Lied. Da bekam sie einen Tipp: ,,Üb' doch mal!" Das tat sie und konnte das Lied nun voller Selbstvertrauen performen. Außerdem überraschte sie mit einem Rap-Part innerhalb eines anderen Liedes. Auch Gäste hatte sie mitgebracht. Zum einen den italienischen Koch Tino mit dem sie den Evergreen "LAURA NON C'È" sang. Dabei musste sie den Text mehrmals vom Boden ablesen. Zum anderen die 16-jährige Belgierin Emma Bale, die auch die Vorgruppe des Abends war.

Ein Akustikcover von Justin Biebers ,,Love Yourself" ließ im Publikum die Smartphones hoch schnellen. Jeder wollte diese Version für sich festhalten. Danach waren die Handys noch zu einem anderen Zweck gut. Unsicher, ob Feuerzeuge den Rauchmelder auslösen würden, riet Lena: ,,Dann doch lieber die Handytaschenlampe. Jetzt wird's romantisch!"
Auch den Hit, der sie groß machte, spielte sie in einer anderen reiferen Version. "Satellite" war es auch, bei dem die Zuschauer am lautesten zu hören waren.
Ein anderer Gast am Rande war Katrin Bauerfeind, die anscheinend für ihre Sendung ,,Bauerfeind assistiert" vor Ort war. Sie räumte für Lena einen  Stuhl hin und dann wieder zurück. Mehr war dann von ihr aber auch nicht zu sehen.
Der Abend endete nach der Zugabe, die das überwiegend aus jungen Mädchen bestehende Publikum lautstark forderte.

24.06.2016 bis 26.06.2016 (Ganztägig)
24.06.2016 bis 26.06.2016 (Ganztägig)
21.06.2016 bis 21.06.2016 (Ganztägig)
17.05.2016 bis 02.06.2016 (Ganztägig)

Weil die Oktober-Tour komplett ausverkauft war, geht Lena erneut auf Tournee. Auch in Berlin macht sie Halt.
 

ein Text von Oliver Mattutat

 

Am 28.02. ist Lena zu Gast im Huxleys neue Welt in Neukölln. Das Konzert beginnt um 19 Uhr. Es ist das vorletzte Konzert ihrer Carry You Home Tour 2.0. Gestartet ist sie Mitte Februar in ihrer Heimat Hannover. Der Grund für die Wiederholung der Tour sind die restlos ausverkauften Konzerte im Herbst letzten Jahres. Zum Teil waren die Auftritte schon monatelang ausgebucht. Im Mittelpunkt steht ihr Album ,,Crystal Sky". Unterstützt wird sie dabei von ihrer Band. 

Ihre Karriere begann als Lena Meyer-Landrut bei der Suche nach ,,Unser Star für Oslo", dem deutschen Vorentscheid zum Eurovision Contest 2010 . Beim Eurovision Songcontest in Oslo gewann sie überraschend. Ihr Entdecker Stefan Raab, der Ende letzten Jahres in den TV-Ruhestand gegangen ist, sagte damals über sie: ,,Sie hätte mit jedem Song gewonnen. Die Leute lieben Lena." Das ist auch nach wie vor so. Seit Oslo ist einiges passiert: Aus der jungen Hannoveranerin Lena Meyer-Landrut ist die nicht nur nationale geachtete Künstlerin Lena geworden. Sie ist präsent auf den Bühnen des Landes und auch in zahlreichen Medien und dabei wirkt sie immer noch so herrlich sympathisch. 

Wir freuen uns auf den Abend mit Lena und sind gespannt, welche ,,Lena-Klassiker" sie mitbringt und was für neue Songs.

 

23.02.2016 bis 23.02.2016 (Ganztägig)

Cro kommt nach Berlin und veranstaltet ein Open Air Konzert „ohne Strom“

Am 13. August kommt Cro auf die Kindl-Bühne in die Wuhlheide Berlin mit seiner Unplugged Tour.
Letztes Jahr wurde dem Rapper Cro die Ehre zu Teil, ein MTV unplugged Konzert zu geben. Unplugged, was man mit "ausgestöpselt" übersetzen könnte, bedeutet im ursprünglichen Sinne ohne Strom Musik zu machen. Das dazugehörige Album war so erfolgreich, dass der Mann mit der Panda-Maske jetzt damit auf Tour geht. Spielen wird er einen Mix seiner Hits. Von den Anfängen wie „Easy“ bis zum Album Melodie wird von jedem etwas dabei sein. Vielleicht überrascht er uns auch mit einem neuen Song. Ganz ohne Strom wird die Veranstaltung nicht auskommen. Denn es wird Beleuchtung geben und auch Beschallung. Aber das Hauptaugenmerk liegt beim unplugged auch auf den Instrumenten.

Wir freuen uns auf einen wohligen Sommerabend mit den Gute-Laune-Songs vom selbsternannten King of Raop! 

Der Singer-Songwriter Joris kommt nach Berlin!

Bekannt geworden ist Joris durch sein Lied „Herz über Kopf“, das im März 2015 erschien und zum Dauerbrenner im Radio wurde. Nun macht er wieder Halt in Berlin. Am 31. März um 20 Uhr tritt er im Astra Kulturhaus in Friedrichshain auf. Aufgrund einer Schulterverletzung im letzten Sommer musste er seinen Berlinstopp der „Hoffnungslos Hoffnungsvoll“- Tour nach hinten verschieben. Er selbst richtete sich deswegen im Dezember an die Fans.
„Wer viel Glück hat, hat irgendwann auch mal Pech …“ kommentiert er die Verschiebung und erläutert im Folgenden, dass er durch eine Stütze und einen guten Fitnesstrainer seine Tour im Sommer/Herbst 2015 fortführen konnte, aber Mitte Dezember operiert werde.

Nun ist er wieder fit und tourt durch Deutschland. Seine Songs sind mit Köpfchen geschrieben und mit Herz trägt er sie vor. So schafft er es immer wieder, das Publikum mitzureißen. Er spielt Klavier und Gitarre, singt und komponiert. Er ist ein wahres Multitalent. Gelernt hat Joris in Berlin und Mannheim. Nach zwei Semestern Ton- und Musikproduktion in der Hauptstadt zog es ihn in den Westen nach Mannheim zur Popakademie Baden-Württemberg. Dort schrieb er Songs, probierte sich aus und lernte seine komplette Band kennen.

Wir sind gespannt auf das Konzert von Joris, der sich selbst als „äußerlich 15, innerlich 35“ beschreibt. In Wahrheit ist der gebürtige Norddeutsche 26 Jahre jung.

 

ein Beitrag vom jup!-Redakteur Oliver

02.05.2017 bis 05.05.2017 (Ganztägig)
07.02.2016 bis 07.02.2016 (Ganztägig)

Du spielst in einer jungen Band, die Lust hat, auf einer Bühne vor Publikum zu spielen? Du schreibst Texte und willst diese mit Menschen teilen? Oder bist du der geborene Entertainer oder Comedian, der Leute begeistern kann? Dann melde dich an zum nächsten Zille’s Open Mic!

Nächster Termin: Freitag, 12. Mai 2017

Dieses Mal mit dabei: Der Deutsch-Rapper 26 aus Hamburg!

Jeden zweiten Freitag im Monat gibt es im Haus der Jugend Charlottenburg eine offene Bühne für junge Musiker, Slammer, Comedians und Entertainer ab 14 Jahren. Open Mic steht frei übersetzt für „offenes Mikro“, das heißt, jeder kann vorbeikommen und nach dem Mikrofon verlangen.

Das sagen unsere internationale Gäste über unsere Bühne:

Kaisle Grai aus London:
You have fantastic music! so happy and lively! I was so happy in Berlin and it was such a pleasure. I’m finally back in London, missing Berlin already! Thank you so much for inviting me to your night, so great to see the rising stars of Charlottenburg! I had so much fun and met some really cool people. Your music was so great!Lots of Love, Kaisle Grai

Antonello D’Ippolito: 
It’s been a pleasure for me to play togheter with those young guys, the atmosphere was nice and you can still see the enthusiasm for play. Berlin is an active and musically effervescent city! Cheers, Antonello

Mario Barth ist einer der erfolgreichsten Comedians in Deutschland. Jetzt tourt er mit seinem neuen Programm durch die Hallen der Nation. Kurz nach dem Start der Tour erschien die Live-CD.

 

Eine CD-Rezension von Oliver Mattutat
 

Eine Vielzahl von Comedypreisen, ausverkaufte Hallen und Stadien, keiner ist so erfolgreich wie er. Sein jetzt schon fünften Liveprogramm „Männer sind bekloppt, aber sexy!“ lockt die Massen wieder an. Wie die Titel aller anderen Liveprogramme fängt auch das neue mit dem Wort „Männer“ an. Der 43-Jährige Berliner bleibt seinem Image treu. Angekündigt als „größter Paartherapeut der Galaxie“ erzählt Barth knappe zwei Stunden Anekdoten aus seinem Leben.

Das Hauptaugenmerk liegt dabei, wie immer, auf den Beziehungsproblemen zwischen Männern und Frauen. Zum Beispiel, dass Männer viel mehr an Technik interessiert seien und Frauen nur an der Optik: „Welches Auto fährst du?“, fragt Barth seine Freundin und die antwortet: „Ein Gelbes!“ Oder, dass Frauen es nie zugeben, wenn sie sich irren. Auch Berufsgruppen bekommen ihr Fett weg. So erzählt er von einem Krankenhausaufenthalt und inkompetenten Ärzten oder einem Lufthansa-Mitarbeiter, bei dem alle Flüge „totally totally full“ sind.

Es gibt immer wieder Rückgriffe auf seine anderen Programme. Innerhalb des Abends greift er auch immer wieder auf gemachte Witze zurück und lässt sie zu runnig Gags werden. Er gibt Tipps für Beziehungen und verrät auch, warum er denkt, dass „50 Shades of Grey“ keine eingefahrene Beziehung retten kann.

Mario Barth ist so wie immer. „Kennste, kennste“, „wahre Geschichte“ und sich selbst halb totlachen vor den Pointen gehört bei ihm dazu. Er muss sich auch nicht ändern, denn wie schon bei den anderen Programmen ist der Großteil der Livetermine von „Männer sind bekloppt, aber sexy!“ ausverkauft.

Für Mario Barth-Fans ist die CD garantiert ein Muss. Für alle anderen lässt sich sagen, dass es viele gute Gags gibt, aber dennoch die Mimik fehlt, die Mario Barth ausmacht. Auch für Leute, die überlegen, zu einem Termin zu gehen, ist die CD nicht ganz geeignet, da man schon das ganze Bühnenprogramm inklusive zweier Zugaben serviert bekommt und viele Pointen somit schon kennt.

jup! Berlin ist für euch am 19. Februar 2016 in der Mercedes-Benz-Arena, wenn Mario Barth zu einem seiner zwei Zusatztermine in Berlin auf der Bühne steht. Wie das Programm live in der Halle so ankommt, berichten wir euch!

 

Ich bin auf dem Jugendforum ziellos herumgelaufen, da ich keine Ahnung hatte, wo ich hingehen soll. Ich kam in einen Raum, in dem eine  Band mit drei Mitgliedern spielte. Es war ein Song, den ich kannte, und so, wie die Band ihn performte, klang er echt gut. Nach meinem Geschmack waren sie echt cool und ich wollte mir ein paar YouTube-Videos oder ähnliches angucken. Also fragte ich die drei nach ihrem Auftritt, wie die Band heißt. Ich erfuhr, dass sie eine Schulband sind und noch keinen Namen haben. Schade, aber vielleicht hört man bald etwas von ihnen. Ich fand es echt schön.

Hier könnt ihr es euch einfach selbst anschauen!

Katharina, 13 Jahre, von der jup!-Redaktion

06.12.2015 bis 06.12.2015 (Ganztägig)

Im Berliner Privatclub hat der finnische Newcomer Niila am Dienstagabend die Premiere seiner ersten eigenen Tour gefeiert. Dabei gab er Einblicke in sein Debütalbum, das Anfang 2016 erscheinen soll.

Ein Text von Oliver Mattutat

Auf diesen Abend hat Niila lange hingearbeitet. Er und seine Band genossen sichtlich jeden Augenblick. Seine erste eigene Tour ist in Berlin gestartet.  Im Privatclub in Kreuzberg begeisterte Niila das überwiegend weibliche Publikum. Aber nicht nur das Publikum hatte seinen Spaß, sondern auch der finnische Sänger und seine Band. Immer wieder grinsten die Bandmitgliedern breit und es war zu sehen, dass sie selbst noch nicht so wirklich begriffen, was sie geschafft haben. Vor  einem Jahr kannte Niila in Deutschland so gut wie keiner. Als Vorband der finnischen Rockband Sunrise Avenue machten sie ihre ersten Auftritte vor tausenden von Leuten.

15.12.2015 bis 15.12.2015 (Ganztägig)

Bubble Gum TV fragt nach

 

Wie feiern Die Lochis, KC Rebell oder Meltem Weihnachten? Diese und andere Stars beantworten die Fragen im Bubble Gum TV Weihnachtsspecial 2015! Und wie feierst du Weihnachten? Im Kreise deiner Familie, mit selbstgebackenen Plätzchen und einem geschmückten Tannenbaum? Erzähl es uns und schreibe ins Kommentarfeld!

Im Interview mit Bubble Gum TV-Reporterin Bianca verrät Miss Platnum alles über ihr neues Album „Ich war hier“ und wie sie mit ihren Fans abfeiern wird.

15.12.2015 bis 15.12.2015 (Ganztägig)