Musik hören

 

Auf dem jup!od sind immer die neusten Hits für euch. jup!- Redakteur Olli hört sich wöchentlich die neusten Alben an. 
In der ersten Ausgabe des Jahres verschaffen wir uns einen Überblick über das Musikjahr 2017. 
Die jup!od-Playlist gibt's auf Spotify und auf YouTube!!!

 

VON OLIVER MATTUTAT

 

Das Jahr 2017 ist nun mehr 13 Tage alt. Nachdem ich Ende 2016 mit dem jup!od gestartet bin und schon einige Alben für euch rezensiert habe, will ich euch auch dieses Jahr mit den neusten Platten versorgen. Der 
jup!od wird sich im Laufe des Jahres in seiner Gestalt wandeln. Was da genau passiert, werde ich euch noch verraten. Konstant bleibt aber das Grundprinzip: Jede Woche gibt es die Neuheiten aus der Musikwelt für euch!
Bevor wir aber so richtig mit neuer Musik durchstarten, verschaffen wir uns diese Woche erstmal einen Überblick über das, was uns 2017 erwartet.

Den Anfang macht nächste Woche die Amerikanerin Norma Jean Martine. Aufmerksamen Lesern könnte die junge Dame durchaus schon bekannt sein. Wir konnten mit ihr letztes Jahr nämlich schon ein Interview führen. Dort haben wir schon ein bisschen mit ihr über das Album sprechen können. Nächste Woche blicken wir dann darauf, wie es letztlich geworden ist.
Im weiteren Verlauf des Frühjahrs schauen wir uns ein absolutes Multitalent an. Der Schauspieler Matthias Schweighöfer bringt ebenfalls sein erstes Album heraus. Nachdem er schon für einen seiner Filme das Titellied Fliegen beisteuerte, versucht er es nun mit einem kompletten Album. Wir sind gespannt. 
Am gleichen Tag, dem 10. Februar, bringt auch die Newcomer-Sensation des letzten Jahres sein Erstlingswerk auf den Markt. Rag 'n' Bone Man, der letztes Jahr mit Human einen echten Hit landete, wird uns dann noch mehr Hits mit seiner unvergleichlichen Stimme bringen. Sein Song Human steht seit nun mehr seit dem 12. August  in den Charts und war lange Zeit auch auf der Pole-Position.

Aber wir schauen nicht nur auf Newcomer. Auch warten wir gespannt auf die neuen Alben von den "Etablierten". Davon gibt es auch dieses Jahr wieder viele. Ich habe an dieser Stelle mal drei für euch:
Ein Jahr Social-Media-Pause hatte sich dieser Künstler auferlegt. Würdet ihr das durchhalten? Er hat es durchgehalten und kam letzte Woche mit einem großen Knall wieder. Nachdem er schon zum Jahreswechsel neue Musik für den 6. Januar ankündigte, brachte er gleich zwei neue Singles raus. Die Rede ist von Ed Sheeran. Die zwei Singles Shape Of You und Castle On The Hill machen Lust auf mehr und zeigen, dieser Ausnahmekünstler ist zurück.

Dieses Jahr zurückkommen wird auch Avril Lavigne. Es wurden zwischendurch schon Gerüchte laut, dass sie tot sei. Die Kanadierin hat sich aber aus ihren schwärzesten Stunden ihres Lebens gekämpft und kommt mit neuer Musik in diesem Jahr.
Auch in der deutschsprachigen Musik gibt es wieder viel Neues. Lena steht zum Beispiel ein spannendes Jahr bevor. Neben ihrer Teilnahme an der Fernsehshow Sing meinen Song, bei der sie dann mit anderen deutschen Sängern und Sängerinnen ihre Songs tauscht, bringt sie auch ein neues Album heraus.

Es wird wieder ein musikalisches Jahr. Jeden Freitag gibt's von mir die Neuheiten der Musikszene. Ich würde mich freuen, wenn ihr dabei seid und auch eure Meinung unten in den Kommentaren preisgebt. Anmerkungen und Rückmeldungen auch gerne an oliver@jup.berlin - Schaut auch gerne bei Spotify und YouTube vorbei. Dort könnt ihr die Musik zum jup!od finden!
In diesem Sinne: Bis nächste Woche!

 

30.05.2018 bis 30.05.2018 (Ganztägig)

Lotte steht noch ganz am Anfang ihrer Musikkarierre. Sie schreibt ihre Musik und ihre Liedtexte selbst. Noch steht sie alleine auf der Bühne. Wir haben sie im Huxleys vor ihrem Auftritt getroffen.

VON OLIVER MATTUTAT

Als Vorband von u.a. Benne, Johannes Oerding oder Max Giesinger quer durch Deutschland getourt zu sein, liest sich nicht schlecht in der musikalischen Vita. All das kann Lotte vorweisen. Die sympathische  Wahlhamburgerin hat so einiges erlebt im Jahr 2016 und dabei auch die Bandbreite von Locations und Anzahl des Publikums kennengelernt. Aufgetreten ist sie stets alleine. Nur sie und ihre Gitarre. Deswegen wird sie von ihrem Label auch "Das Mädchen mit der Gitarre" genannt. Ihre Lieder sind eher ruhig, nachdenklich und manchmal auch ein bisschen melancholisch. Dass das aber nicht das ist, was sie nur machen möchte, stellt sie auch bei ihrem Auftritt im Berliner Huxleys klar. Bei der Ankündigung des Liedes Pauken gibt sie schon einen Ausblick auf die Änderungen im Jahr 2017. "Nächstes Jahr spiele ich dann zusammen mit meiner Band und dann machen wir so richtig Krach", sagt sie. Ihre Lieder lassen sich wirklich gut in einer Bandversion vorstellen. Dann wird sie "Das Mädchen mit der Band". Ihre Songs schreibt sie selbst. Dabei geht es viel um die Liebe und die persönlichen Erfahrungen, die Lotte gemacht hat. Bei ihrem Auftritt als Vorband von Max Giesinger im Huxleys erntet sie viel Applaus. 2017 soll ihr erstes Album kommen und sie möchte gerne auf die erste eigene Tour gehen, verriet sie uns.

Wir sind gespannt und behalten Lotte auf jeden Fall im Auge.

In unserem Interview sprachen wir mit ihr über ihre Bühnenerfahrungen, ihre Musik und ihre Vorhaben für 2017: 

Jup!: Seit diesem Sommer bist du regelmäßig als Support Act unterwegs. Wie war das so?
Lotte: Total cool. Es waren auch ganz verschiedene Künstler aus dem deutschsprachigen Bereich. Max (Giesinger Anm. d. Red.) spielt unfassbar große Locations und bei Benne, der noch in einem anderen Stadium ist, waren das so hunderter, zweihunderter Läden. Ich stehe ja noch nur alleine mit Gitarre auf der Bühne. Es ist total verrückt, zu sehen, wie die Leute reagieren. Das ist eine gute Schule für mich und man sieht, was alles so dazu gehört. Was macht ein Tourmanagement? Wie funktioniert es, im Nightliner oder im Sprinter zu reisen? Ich genieße es sehr und bin ein bisschen wehmütig, dass es jetzt erst einmal zu Ende geht. 

Welche Erfahrungen nimmst du davon mit?
Ich habe angefangen, es sehr zu genießen auf der Bühne zu stehen. Die ersten Auftritte hatte ich natürlich eine große Aufregung. Aber wenn man dann jeden Tag nen Gig spielt bekommt man ein wenig Routine. Man geht auf die Bühne und man bekommt so viel zurück von den Leuten. Dazu kommen dann noch praktische Erfahrungen. Ich habe jetzt das erste Mal angefangen, mit In-Ear zu spielen. Plötzlich hört man sich zusätzlich noch da drüber. Das ist auch etwas Neues. 

Wie wichtig ist dir, dass du auch ein Instrument spielst. Gibt dir das auch Sicherheit?
Ich genieße es sehr, selbst Instrumente zu spielen. Ich spiele auch Klavier. Ich schreibe auch die Songs selbst und da brauche ich einfach ein Instrument. Ich liebe es sehr, mit einem Instrument auf der Bühne zu stehen. Ich glaube, aber nicht, dass es ohne nicht auch gehen würde. 

Wie würdest du dich, wie würdest du deine Musik beschreiben?
Das, was ich hier bei den Support Acts mache, ist noch sehr akustisch und reduziert. Da würde ich sagen, dass das sehr ehrlicher, deutscher Pop ist. Das, was aus mir rauskommt in Musik. Ich bin gerade mit meiner Band im Studio. Was da kommt, wird immer noch ehrlich und deutsch sein, aber dann eher in die Pop / Rock Richtung gehen. Es wird ein bisschen lauter. 

Wer sind deine Vorbilder?
Ich höre zurzeit gerne deutsche Sachen. Zum Beispiel höre ich Bosse, Clueso oder Joris. 

Eine EP hast du schon. Wann können wir mit deinem Debütalbum rechnen?
Wir lassen uns ganz viel Zeit gerade. Wir sind mittendrin und die ersten Nummern stehen schon. Im Februar kommt die erste Single, da freue ich mich schon drauf. Ich denke, dass zum Sommer etwas kommt.

Du gehörst ja auch zur Generation digital native. Wie wichtig sind dir Soziale Netzwerke?
Sie sind sehr viel wichtiger geworden im letzten Jahr. Ich hatte bis vor zwei, drei Monaten kein Instagram, sondern nur Facebook. Es ist mir auch schwer gefallen, Sachen herauszugeben, weil man dadurch ja viel von sich offenbart. Ich mache einen Post pro Tag, den ich gut finde. Den Rest meiner Zeit schreibe ich dann Backstage meine Songs.  

2016 ist nun auch fast zu Ende. Was hast du dir für 2017 vorgenommen, hast du Wünsche fürs neue Jahr?
Ich freue mich auf 2017, weil eine Menge passieren wird und ich jetzt auch mein Team zusammen habe. Ich wünsche mir einen tollen Festivalsommer und dass ich ganz, ganz viel live spielen kann. Das macht mir großen Spaß. Eine erste eigene, kleine Tour würde ich auch gerne spielen. Ich glaube, was immer sinnvoll ist, dass man man selbst bleibt. Ich wünsche ich, dass da auch bei mir so bleibt. 

Wie feierst du Silvester?
Mit meiner Band in Hamburg. Wir machen Raclette zusammen. Es ist voll cool: Ich wohne mit meinem Bassisten im selben Haus.

Zu guter Letzt haben wir noch ein paar Entweder- oder Fragen für dich: 

Rumspringen oder Stillsitzen?
Rumspringen

Lachen oder Weinen?
Geht auch beides? (Lacht.) Dann beides

Computer oder Rausgehen?
Rausgehen

Pizza oder Pasta?
Pizza

Winter oder Sommer?
Sommer

Sport gucken oder Sport machen?
Sport machen

Laut oder Leise?
Laut

Auf Tour oder Zuhause sein?
Auf Tour

Erfolg haben oder glücklich sein?
Glücklich sein 

Vielen Dank fürs Gespräch, Lotte! Viel Erfolg und Spaß weiterhin.

Sophie, Sarina und Konstantin haben DieLochi-Zwillinge interviewt! Wie es aussieht, wenn DieLochis ihr allererstes YouTube-Video nachstellen und was sie zu Weihnachten machen - schaut es euch an!

Vor ein paar Tagen wurde bekannt das Mozart, in Großbritannien, in diesem Jahr bisher mehr CDs verkauft hat als Drake. Der Trend aggiert wohl getreu dem Motto "back to the roots", dies gilt auch für unsere heutige Verlosung. Ganz nach dem Motto: "CDs sind für Amateure", verlosen wir heute ein Vinyl-Album von Tim Bendzko. Das Album "Immernoch Mensch" klingt auf einer Vinyl gleich viel besser, mit dem Flair vergangener Tage. Was ihr dafür tun müsst? Likes einfach das entsprechende Bild bei Facebook oder Instagram und ihr seid im Lostopf! Viel Glück wünscht euch das jup! Berlin Team! :)

 

 

Heute haben wir ein exklusives Mark Forster Fan Paket für euch! Bist du der ultimative Fan? Dann mach an unserem Gewinnspiel mit und sag uns bei Facebook oder Instagram warum du es verdient hast zu gewinnen!

 

via GIPHY

Auf dem jup!od sind immer die neuesten Hits für euch. Jup!- Redakteur Olli hört sich wöchentlich die neusten Alben an.

In der letzten Ausgabe dieses Jahres haben wir den Soundtrack zum neuen Disneyfilm für euch!  Die jup!od-Playlist gibt's auf Spotify und auf YouTube!!!

 

VON OLIVER MATTUTAT

 

Wie jedes Jahr bringen die  Disney-Studios auch dieses Jahr einen Film zu Weihnachten raus. Am 22.12.16 erscheint in unseren Kinos VAIANA. Wir haben den Film in der englischen Originalversion gesehen und hören nun auch mal in den Soundtrack rein.

 

Die Sehnsucht nach der Ferne

Die Macher von "Frozen" und "Zoomania" bringen einen neuen Film heraus. Er spielt auf einer Insel mitten in Ozeanien.

VAIANA ist ein einfaches kleines Mädchen. So einfach dann aber doch nicht. Sie ist die Tochter des Stammesoberhauptes Chief Tui auf der kleinen Insel Motunui. Sie soll eines Tages seinen Platz einnehmen. Aber sie verspürt einen Drang aufs Meer hinauszufahren. Ihre Oma feuert sie dabei mit einer Legende noch an. Eines Tages entdeckt VAIANA mit Hilfe ihre Oma alte Boote in einer Höhle. Nachdem eine große Krise über die Insel hereinbricht, macht sie sich auf, um den Halbgott MAUI zu finden. MAUI soll nämlich das grüne Herz gestohlen haben und nun gehen alle Inseln zu Grunde. So macht sich die junge VAIANA auf. Mit an Bord ist das dumme Huhn Heihei, das sich das eine oder andere Mal im Meer wiederfinden wird. Das Abenteuer beginnt. Nach einigen Höhen und Tiefen findet sie schließlich MAUI. Aber der möchte nicht so recht mitmachen. Neben Superkräften verfügt er nämlich auch über sein Super-Ego. Ob er VAIANA dann doch hilft, könnt ihr ab nächstem Donnerstag im Kino sehen.

Es ist wieder einer der Disney-Filme, in dem viel und gut gesungen wird. Die Songs passen gut in den Film, aber lassen sich auch absolut so hören. Mein Favorit ist die Originalversion von You're Welcome. Gesungen wird das Lied in der englischen Version vom so hart scheinenden Dwayne "The Rock" Johnson, der unter anderem in Fast And Furios mitspielt. Er lieh MAUI für den Film auch seine Stimme. Es überrascht mich, dass Johnson so gut singen kann. Der Song hat absolute Ohrwurmgefahr. Aber auch der Song How Far I'll Go von VAIANA, gesungen von ihrer Synchronstimme Auli'i Cravalho, ist absolut stimmungsvoll.

Die deutsche Soundtrackversion hat es im Vergleich schwer. Das liegt natürlich auch an den Übersetzungen, die nicht so geschmeidig sein können wie die Formulierungen im Original. Zum Beispiel das Lied You're Welcome ist mit "Voll Gerne" übersetzt. Musikalisch ist das Original auch ein wenig besser, aber dennoch passt die deutsche Version auch super zum Film. Den Titelsong auf deutsch singt Helene Fischer. Er ist wirklich gut gelungen. Helene Fischer ist eine der wenigen Schlagersängerinnen, die auch wirklich gut singen können.

VAIANA ist ein wunderbarer Film für die ganze Familie. Es ist auch ein Film großartiger Lieder. Film und Soundtrack sind absolut empfehlenswert.

Das war die letzte Ausgabe des jup!ods für das Jahr 2016. Ich melde mich dann wieder am 13.01.17 mit den neusten Alben. Somit bleibt mir nur, euch eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr zu wünschen!

In der heutigen Folge schauen wir mal nicht auf ein Album, sondern auf einen Konzertfilm. Die Lieder findet ihr trotzdem, wie gewohnt, auf Spotify und auf YouTube.

VON OLIVER MATTUTAT

Diese Woche haben wir etwas Besonderes für euch. Wir verlassen nicht nur die Musik, die wir sonst so am Start haben, sondern schauen diesmal auch auf ein anderes Medium. Ein Film über musikalisches Kabarett mit einem äußerst sympathischen Künstler.

Reimendes Klavierkabarett

Er schreibt nicht nur kluge Texte und singt, sondern spielt dazu noch überragend Klavier. Der Kabarettist Bodo Wartke ist ein Multitalent und bringt einen neuen, außergewöhnlichen Konzertfilm heraus. Wir haben ihn in getroffen.

20 Jahre steht Bodo Wartke jetzt nun auf der Bühne. In der Schulaula in seiner Heimat Bad Schwartau stand er das erste Mal 1996 mit einem Programm auf der Bühne. Anfang der 2000er zog es ihn für sein Studium, Klavier und Gesang, nach Berlin. Sein fünftes und neustes Klavierkabarettprogramm feierte im September 2015 Premiere. Was, wenn doch? heißt es. Auf dem gleichnamigen Album gibt Wartke Denkanstöße. Dabei lässt er auch Humor einfließen, so wie man es von ihm gewohnt ist. "Was macht der Clown, wenn er traurig ist?" und "Was passiert, wenn alle das tun würden, was sie lieben?" sind Fragen, die er aufgreift. Er selbst nennt seine Musik Klavierkabarett in Reimkultur. Das passt gut. Denn bei Bodo Wartke haben die Kompositionen auch einen hohen Stellenwert und er springt musikalisch durch verschiedene Genres. Meistens reimen sich die Zeilen seiner Texte auch.

Am 12.12.16 erscheint nun sein Konzertfilm Bei dir heute Nacht als BluRay und DVD. Dabei gibt es einen Konzertmitschnitt der besonderen Art. Bodo Wartke spielt vor 30 Leuten in der Szenerie eines Hamburger Hinterhoftheater. Das Theater verwandelt sich für diesen Abend in sein Wohnzimmer. Er führt all seine Stücke des neusten Programms auf. Manche in Versionen, die es so noch nicht gab. Dabei fühlt man sich, als wäre man live dabei. Vor allem wirken einige Lieder intimer und es entsteht das Gefühl, dass man ein wenig in die Seele Wartkes schauen kann. 134 Minuten geht der eigentliche Konzertfilm. Es sind über zwei Stunden zum Lachen, Nachdenken und sich Wohlfühlen. Dazu gibt es noch jede Menge Extras. So zum Beispiel Videotagebücher zur Entstehung der DVD und Musikvideos. Besonders bemerkenswert ist das neue Lied von Bodo Wartke. In Nicht in meinem Namen spricht er an, dass es nicht in Namen Gottes ist, egal in welcher Religion, Kriege anzuzetteln, Untaten zu tun oder Ähnliches. Ein ganz starkes Lied mit starkem Text, das man sich auf jeden Fall anhören muss. Wer die DVD haben möchte kann sie im Online-Shop von Bodo Wartke (http://www.bodowartke.de/shop) fünf Euro günstiger bekommen. Außerdem gibt es die BluRay exklusiv dort.

Mitte November traf ich Bodo Wartke in einem Kreuzberger Café zum Interview. Dabei unterhielten wir uns über Weltpolitik, Fernsehen, aber auch sein Album, den Konzertfilm und das Leben in Berlin. Einen Auszug gibt es hier:

 

jup!: 20 Jahre Bühne. Was hat sich zum ersten Auftritt geändert und was ist gleich geblieben?
Bodo Wartke: Gleich geblieben ist die Spielfreude und Unbedarftheit, mit der ich auf die Bühne gehe. Die hatte ich damals schon und das erstaunt mich auch rückwirkend. Was mich heute wie damals nicht abhält, auf die Bühne zu gehen, ist etwas nicht zu können. Ich mache eigentlich in jedem Programm Sachen, die ich noch nie gemacht habe.

Das was sich verändert hat, ist die Gelassenheit, mit der ich Fehlern begegne. Die ist größer geworden, weil mir das oft genug passiert ist. Es ist auch nicht immer schlimm, Fehler zu machen. Zum Beispiel, wenn ich mal den Text vergesse und einer aus dem Publikum, den spontan weitersingt, ist das ein urkomischer Moment.

 

Woher kommt bei Dir die Freude am Komponieren?
Es ist nicht nur die Freude am Komponieren, sondern auch die Freude am Dichten und Reimen. Ich reime sehr genau, überraschend und unkonventionell. Damit mache ich es mir auch schwer. Ich finde, dass Reime die Sprache zum Klingen bringen. Für mich muss Sprache nicht nur etwas aussagen, sondern auch gut klingen. Mich hat schon immer das Zusammenspiel aus Musik und Sprache interessiert.
Ein Text muss für mich eine Klarheit und gerne auch eine Mehrdeutigkeit mitbringen. Dabei bleibt aber eine Bedeutungsebene klar. Ich liebe Klarheit und Klang. Wenn dann beides zusammenkommt, mache ich mir die größte Freude.

Dein Album heißt "Was, wenn doch?". Welche Klammer gibt der Titel dem Album?
"Was, wenn doch?" ist die Gegenfrage auf "Was, wenn es nicht klappt?". Viele Dinge trauen wir uns nichts, auszuprobieren, weil wir von Anfang an denken, dass es nicht klappt. Das kann auch passieren. Aber das ist nur eine von zwei Möglichkeiten. Ich finde es wichtig, es darauf ankommen zu lassen. Es ist ja auch die Triebfeder meines Tuns. Ich merke auch erst, ob eine Nummer klappt, wenn ich sie ausprobiere. "Für möglich halten, dass es klappen kann", ist die Klammer von "Was, wenn doch?".

Wie kam es zu der Idee für den Konzertfilm "Bei dir heute Nacht"?
Die Idee entstand auch aus dem Wunsch heraus, dass wir Sachen machen, die wir noch nicht gemacht haben. Über allem steht die Frage: Mit welchen Mitteln kann man das, worum es geht, am besten zum Ausdruck bringen? Theater funktioniert nach anderen Gesetzen als Film.
Wir haben beim jetzigen Film mit viel Tricktechnik gearbeitet. Das sind zum Teil Effekte, die dem Zuschauer gar nicht auffallen. Die haben wir gewählt, weil wir der Meinung sind, dass die Stücke so am besten zur Geltung kommen. Es ist im Grunde das Einfangen einer Konzertsituation vor Freunden. Alle Leute, die das waren, kenne ich. Für manche Lieder ist der Dialog zwischen dem Publikum und mir essenziell. Für andere ist eine Intimität wichtig. Der Film aber erzählt nicht nur den Auftritt, sondern auch das drumherum.

Berlin wird oft sehr negativ dargestellt. Es sei dreckig und nichts würde fertig werden. Kannst du drei positive Dinge über Berlin sagen?
Sogar noch mehr! Diese Stadt ist im Wandel. Im Prinzip seit es sie gibt, ist das so. Das ermöglicht viel, aber erschwert auch einiges. Es gibt Sachen in Berlin, die gibt es woanders nicht. Zum Beispiel das Tempelhofer Feld. Es ist jetzt ein öffentlicher Park und alle Initiativen, ihn zu bebauen, sind gescheitert, weil kein Geld da ist. (Lacht.) Das ist super klasse. Selbst, wenn es voll ist, hast du da noch Platz. Das ist generell in Berlin so. Es ist so groß, dass man sich nicht auf die Füße tritt.

Man kann in Berlin so sein wie man ist. In Bad Schwartau, wo ich herkomme, werde ich oft angeschaut wie ein Außerirdischer. Man braucht auch Zeit, um hier anzukommen. Ich habe dafür Jahre gebraucht.

Was würdest Du in der Hauptstadt ändern wollen, wenn Du könntest?
Ich wünsche mir mehr Gemeinsinn und mehr Mitmenschlichkeit. Dass die Menschen schnallen: Wenn wir unsere Kühlschränke nicht aus dem Fenster werfen und den Müll nicht auf die Straße legen, ist es für alle geiler. Intakte Nachbarschaften und Kiezstrukturen wären gut. Es gibt Stellen in Berlin, an denen findet man das, an anderen leider nicht. Das wünsche ich mir nicht nur für Berlin, sondern für die Welt.

 

Nächste Woche gibt es dann wieder ein Album im jup!od. Dabei handelt es sich auch um eine Besonderheit. Es ist nämlich ein Filmsoundtrack!

 

Auf dem jup!od sind immer die neusten Hits für euch. Jup!-Redakteur Olli hört sich wöchentlich die neusten Alben an. Diesmal mit einer ungewöhnlichen Kombo und Legenden des Rocks. Die jup!od-Playlist gibt's auf Spotify und auf YouTube!!!

VON OLIVER MATTUTAT

Es gibt Musikstile, die man sich nicht auf dem ersten Blick zusammen vorstellen kann. So zum Beispiel Hip-Hop beziehungsweise Rap und als Begleitung ein klassisches Orchester. Genau das steht bei uns heute auf einem Album auf dem Programm. Das andere Album bleibt dazu im Gegensatz einem Stil treu.

Hip-Hop und Orchester geht das?

Ein Rapper und ein Komponist treffen sich für ein außergewöhnliches Konzert. Wie das wohl klingen mag?

Der Aachener Rapper Motrip, dessen Song So Wie Du Bist letztes Jahr zum Hit avancierte, und der polnische Komponist Jimek haben zusammen ein Konzert auf die Beine gestellt, bei dem sie Hip-Hop und Orchester kombinieren. Die dazugehörige CD heißt Mosaik - MoTrip orchestrated by Jimek.

Im September diesen Jahres treten die beiden gemeinsam mit den 78 Musikern des Berliner Konzerthausorchesters auf die Bühne des Konzerthaus Berlins. Sie schaffen an diesem Abend etwas Neues und Einzigartiges. Es treffen nicht nur Musikwelten aufeinander, sondern auch Kulturen. Der gebürtige Libanese und der polnische studierte Komponist sind Einzelkämpfer. Das verbindet sie. Außerdem ist Jimek ein absoluter Hip-Hop-Nerd. Wie klingt das nun, wenn das Orchester in seiner gesamten Größe unter Anleitung eines alternativen Komponisten einen Hip-Hopper begleitet?

Ausgewählte Stücke der beiden Motrip Alben Embryo und Mama werden an diesem Abend aufgeführt. Dazu gibt es vier neue Songs, die von Jimek und Motrip exklusiv geschrieben worden sind. Außerdem sind auch noch hochkarätige Gäste der deutschsprachigen Musikszene anwesend. Neben Adel Tawil und Haftbefehl kam auch Lary, um zwei Lieder mit Motrip aufzuführen.

Der Titelsong seines ersten Albums Embryo gewinnt in dem neuen Gewand noch an Bedeutung. Es geht um einen Embryo, der vor vier Jahren abgetrieben wurde und somit nicht die Chance auf ein Leben bekam. Das Orchester unterstreicht die Dramatik der Geschichte und die Emotionen kommen noch besser rüber.

Eine Nation ist einer der neuen Songs. Es ist ein Lied, das perfekt in die heutige Zeit passt. Es appelliert an den Gemeinsinn. "Wir sind eine Nation", heißt es dort. Dabei geht der Text auch auf die Flüchtlinge ein. Besonders diese Textpassagen sollten sich einige in unserem Land zu Herzen nehmen: "Integration heißt Veränderung. Und Toleranz bedeutet nicht zu tolerieren, was eh dein Standpunkt war, sondern sich mit dem zu arrangieren, was jemand anderes sagt, was jemand anderes fühlt, was jemand anderes will."

Fast alle Lieder sind ein wenig länger geworden als im Original. Das liegt an der orchestralen Ausgestaltung durch Jimek. In der Regel enden die Songs mit einem instrumentalen Nachspiel.

Hip-Hop und Orchester das geht hervorragend! Jimek und Motrip erschaffen mit dem Konzerthausorchester neue Klangwelten. Dabei ist in jedem Song, die Klasse der beiden Musikstilen zu hören. Ein gutes Album, das mit sechzehn Stücken eine optimale Länge hat. Und wem Audio nicht reicht, der kann sich das Konzert auch noch als DVD zulegen.

 

 

Auf dem jup!od sind immer die neusten Hits für euch. Jup!-Redakteur Olli hört sich wöchentlich die neuesten Alben an. In der neuesten Ausgabe gibt es das Album eines Künstlers, der letztes Jahr seinen Durchbruch schaffte. Die jup!od-Playlist gibt's auf Spotify und auf YouTube!!!

VON OLIVER MATTUTAT

Das zweite Album sei immer das schwerste, sagt ein ungeschriebenes Gesetz der Musikbranche. Viele Künstler können an den Erfolg des Debütalbums nicht anknüpfen. Wie das bei The Weeknd, läuft schauen wir uns diese Woche mal an.

 

Keine lange Pause

The Weeknd ist zurück und hat auf seinem neuen Album jede Menge Songs dabei. Wir läuten mit ihm das Wochenende ein.

Can't Feel My Face war sein Durchbruch. The Weeknd hielt sich mit dem Hit wochenlang in den Charts. Und auch sein Debütalbum Beauty Behind The Madness katapultierte den Amerikaner in die Spitzengruppe. In Deutschland hielt er sich 22 Wochen in den Albumcharts. In den USA ist er sogar immer noch mit seinem Erstlingswerk in den Billboard Album Charts. Keine anderthalb Jahre ist die Veröffentlichung her. Nun kommt sein zweites Album.

Auf Starboy, wie das Album heißt, hält er 18 neue Lieder parat. Eine außergewöhnliche hohe Zahl. Viele aktuelle Alben kommen gerade mal mit zehn bis zwölf Titeln.

Der Titelsong Starboy, die erste Singleauskopplung, hat er mit niemanden geringeres als Daft Punk (u.a. Get Lucky) aufgenommen. Die Single hat den Rekord der meisten Streams am Wochenende der Veröffentlichung gebrochen. Binnen weniger Tage wurde sie mehr als 17 Millionen Mal gestreamt.

Auch bei I Feel It Coming bekam der gebürtige Kanadier die Unterstützung der französischen Musiker. Beide Songs haben absolutes Hitpotential. Vor allem I Feel It Coming lässt dabei musikalisch die 80er aufleben.

Aber Daft Punk sind nicht die einzigen Featuregäste auf Starboy. Mit am Start sind auch Lana Del Rey, Future und Kendrick Lamar.

Der Song Partymonster lebt von fetten Bässen. Er lässt so den Atmosphäre eines Clubs aufkommen. Auch ein Lied, der so in den Clubs unserer Stadt laufen könnte.

Starboy ist eine Mischung aus ruhigeren und auch lauteren Songs. Insgesamt kommt eine etwas düstere Stimmung rüber. Dabei hört man für The Weeknd typisch elektrische Einflüsse.

Ob es für The Weeknd schwer war, dieses Album auf die Beine zu stellen, ist uns nicht überliefert. Wir können aber sagen, dass es Spaß macht, es sich anzuhören. Damit wird es wahrscheinlich wieder große Erfolge feiern. Neben seinem Job als Sänger ist der Kanadier auch Testimonial bei einer großen Modekette. Am Wochenende der Veröffentlichung des Albums gibt es dann mehrere Pop-Up-Shops auf der ganzen Welt, die exklusiven Merchandising-Produkte rundum The Weeknd verkaufen. Es läuft also bei ihm.

Im nächsten Jahr geht The Weeknd mit den Songs auf Tour. Nach Deutschland verschlägt es ihn aber vorerst nur ein Mal. Am 02. März 2017 tritt er in Köln auf.