Theater

Wer hätte gedacht, dass ich einmal aus einem Theater komme und sage: "Wow, polnischer Rap ist echt der Hammer!"? Ich nicht, und doch kam es so, als ich das Stück “HIER.STEHE.ICH im Jungen DT besuchte.

VON ZORA, 31.10.2017

"Hier stehe ich und ich kann nicht anders" - ist das berühmteste Zitat Martin Luthers. Ihm gilt der Reformationstag, der am 31.10. gefeiert wird. Mir war nicht einmal bewusst, dass der Tag zugleich der Aufführungstag war. Umso wichtiger ist dieses Theaterstück. Die Jugendlichen aus Polen, Russland und Deutschland schreien uns an. Auf Englisch, Deutsch, Polnisch und Russisch. Es geht um Widerstand. Um die Frage: Wo stehen wir? Sie wollen klar machen, dass die Freiheit noch nicht vollkommen​ erreicht ist.
Sie diskutieren über ethische Themen, wie die Frage, ob wir trotz guter Lebensumstände​ Deutschland dennoch kritisieren dürfen. Ob Revolutionen und Reformationen etwas bewirken?
Revolution ist ein Weg zur Veränderung. Bedeutende Revolutionäre neben Luther stellen sie uns an diesem Abend  vor. Darunter Priester, Peng-Mitglieder und Popsänger aus Polen, Deutschland oder Russland.
Alles in ein bizarres Rap-Battle mit einem übermotivierten Moderator gepackt. Die Spannung ging nie verloren!

Man kann sagen, es war ein sehr irritierendes, überraschendes und oft verwunderliches Theaterstück mit viel Geschrei und Gesang. Doch wenn man sich darauf einlässt und aufmerksam ist, erkennt man die Botschaft, die einem ins Gesicht geschmissen wird und zwar extra unangenehm: So, wie es jetzt ist, mit all dem Hass und der Gewalt, kann es nicht bleiben und jedes Land muss den anderen helfen. Wir sind auf einem Planeten. Hier stehen wir, denn wir können nicht anders.

Mehr Infos zum Projekt!

jup! Berlin besuchte im Haus der Berliner Festspiele am 27.10.2017 die Aufführung der indigenen Tanzcompagnie"Bangarra Dance Theatre" - "OUR land people stories".

VON NICOLE
 
Australien präsentiert in Deutschland 2017 ein umfangreiches Kulturprogramm, das die Kreativität, Vielfalt und Innovationskraft Australiens erlebbar macht. Seit Beginn des Jahres sind daher viele der besten Produktionen australischer Kunst nach Deutschland kommen.
 

Die Kinder und Jugendlichen der Ballettschule tanzen sich durch New York.

VON NICOLE

In der Hoffnung auf eine bessere Zukunft reist ein junges Mädchen nach New York. Ihr Traum von einer wunderbaren Zukunft wird tatsächlich wahr, aber zuerst muss sie einige Abenteuer überstehen.  Sie kommt an im Hafen von New York und hofft auf das ganz große Glück. So begegnet sie den wagemutigen Bauarbeitern an den Wolkenkratzern, lernt das Leben der kleinen Leute kennen und erlebt alsbald die Gangster der Stadt. Schließlich wird sie von einem Impresario entdeckt, der sie zu einem Vortanzen einlädt ….

Es ist nicht leicht für eine kleine Person, ganz allein in einer fremden Stadt anzukommen, sich zu  behaupten, Arbeit zu finden und schließlich ihren eigenen Platz in einem neuen Leben zu finden – auch das steckt in der Geschichte, die erzählt wird.

Die Kinder der Ballettschule am Staatsballett entführen in David Simics neuer Choreographie WELCOME TO THE TOWN in die aufregende und farbenfrohe Welt der großen Musical-Ära. Mit der Musik von Leonard Bernstein, George Gershwin, Louis Armstrong,  Ella Fitzgerald und weiteren Komponisten wird die Atmosphäre heraufbeschworen, die mit der Idee vom amerikanischen Traum verbunden ist, und vor allem mit den glamourösen Jahren des amerikanischen Showgeschäfts. Die Musik steckt voller Lebensfreude und lädt ein, die Welt des Balletts ganz neu zu erleben – denn nicht nur die kleinen Tänzerinnen und Tänzer erobern eine die Tanzbühne in einer erfrischenden musikalischen Sprache,  sondern auch ihr Publikum kann erleben, wieviel Spaß das machen kann.

jup! Berlin hat für euch die Proben zum Stück "​​WELCOME TO THE TOWN" der Ballettschule am Staatsballett / DEUTSCHE OPER BERLIN besucht und mit dem Choreographen David Simic geprochen.

von Kai Kuhlmey

Tagebucheintrag vom 05.10.17:              

Was für ein verregneter Donnerstagmorgen es doch ist. Ich befinde mich auf dem Weg zum Carl-von-Ossietzky-Gymnasium, denn dort findet eine Theaterpremiere statt. „Das hier ist kein Tagebuch“ lautet der Titel des Stücks, welches von der Autorin Erna Sassen verfasst und von Regisseur Branko Janack in ein Theaterstück umgewandelt wurde. Es ist ein so genanntes Klassenzimmerstück. Seit 2009 gibt es das Klassenzimmerformat vom Deutschen Theater Berlin. Ich habe mich zuerst auch gefragt, was das heißen mag, aber eigentlich ist es recht simpel. Es bedeutet, dass ein Theaterstück, das normalerweise auf einer Bühne gespielt wird, diesmal im Klassenraum stattfindet. Dabei sitzen die Schüler*innen so wie sonst auch in der Klasse und die Schauspieler*innen nutzen den Raum so wie er ist und wie er ihnen bleibt.

Es handelt sich bei diesem Stück um ein jungen Teenager Namens Bou,  der anhand eines tragischen Unfalls eines Familienmitglieds in eine Depression verfällt. Sein Vater stellt ihm daraufhin ein Ultimatum: Jeden Tag etwas schreiben oder Bou wird eingewiesen. Durch das Schreiben findet Bou zurück ins Leben. Vom Deutschen Theater ins Leben gerufen und gespielt von den Schauspielern Martin Bruchmann und Elena Schmidt.

Ich finde dieses Stück sehr interessant und mitreißend zugleich. Vor allem für die Schüler*innen ist es eine neue Art,  Theater von Nahem zu erleben. Auch für die Schauspielenden war es eine schöne erste Erfahrung. Mir hat es sehr viel Freude bereitet, zu zuschauen und Bous Geschichte mit zu erleben. Das Deutsche Theater hat bewiesen, dass es machbar ist, auf engsten Raum mit vielen Leuten und nicht mehr als Tische, Fenster, Stühle und Stiften eine großartige Leistung zu liefern. Ich kann es nur wärmstens weiter empfehlen, euch das mal anzuschauen.

Wollt ihr mehr über Klassenzimmerstücke erfahren? Hier bekommt ihr die Infos:
https://www.deutschestheater.de/

14.02.2018
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15.02.2018
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