Theater

Ein Beitrag von Abdu Baack

Aktueller denn je ist das Thema der Identität und welchen Stellenwert jene in unserem gesellschaftlichen Selbstverständnis einnehmen darf. Ein Theaterstück in der Oper Neukölln hat sich damit künstlerisch auseinander gesetzt.

 

Identität, die: (Psychologie) als Selbst erlebte innere Einheit einer Person

 

„Was bedeutet Identität für mich?“ Diese Frage habe ich mir in letzter Zeit des Öfteren gestellt. Viele verknüpfen ihre Identität mit kulturellen und nationalen Eigenheiten ihres Heimatlandes. Macht das Sinn und vor allem will ich das für mich selber? Ich fühle mich nicht als "der Deutsche“, anders aber auch nicht als "der Marokkaner". Ja, ich esse gerne eine Currywurst und finde es erstrebenswert, ein geordnetes Privat- und Arbeitsleben zu haben. Andersrum liebe ich arabische Küche und komme, wenn es um Selbststrukturierung geht, eher nach meinen arabischen Wurzeln. Identifiziere ich mich jetzt mit Deutschland oder Marokko, mit beiden, oder vielleicht sogar mit keinem der beiden?

 

Diese Fragen bringen mich zu einer grundsätzlichen Kritik an der gesellschaftlichen Identitätsvorstellung meinerseits: ethnische Herkunft ≠ Identität. Wie identifiziere ich mich dann?

30.09.2017
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01.10.2017
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02.10.2017
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03.10.2017
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22.09.2017
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23.09.2017
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29.09.2017
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30.09.2017
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VON MAREIKE

Im Rahmen des Sommerfestivals 2017 im Admiralspalast (SOFA) sahen wir uns am Samstag auf der Studiobühne das Musical Der Teufel mit den drei goldenen Haaren an. Angekündigt als Inszenierung, die sich für Zuschauer ab sechs Jahren eignet, hatten wir einige Vorurteile bezüglich der Eignung für Leute im (jungen) Erwachsenenalter, die aber schon mit den ersten Minuten verschwanden. Vermutlich dachten sich das auch die anderen potentiellen Besucher, die der Veranstaltung vorsichtshalber gleich fernblieben. Mal im Ernst: Nicht mal die Hälfte des Zuschauerraums war gefüllt, trotz der zentralen Lage der Location, weitreichender Werbung und nicht zuletzt dieses tollen Gastspiels der Brüder Grimm Festspiele Hanau. – Das haben die Künstler und das Stück selbst definitiv nicht verdient.

 

Es war einmal…

Mit Märchen hatten wir uns wirklich lange nicht mehr beschäftigt, weshalb wir mit dem Titel nur eine vage Erinnerung an die Geschichte verbanden. Damit ihr klüger seid als wir, frischen wir eure Erinnerung auf, obwohl es sich hierbei um eine abgewandelte Version des Märchens der Gebrüder Grimm handelt:

Es war einmal eine arme Frau, die ein (Glücks)Kind zur Welt brachte. Vom König gefürchtet, wird der Junge einsam in einem Fluss ausgesetzt. Dass er im Alter von sechzehn Jahren allerdings die Tochter des Königs zur Frau nehmen solle und er folglich der künftige Thronfolger sei, sehen auch drei Feen voraus, die sich seiner annehmen und ihn zu einer Müllersfamilie bringen. Der habgierige König Magnus versucht wiederholt alles, um diese Prophezeiung zu verhindern. Als er merkt, dass das Fin(n)delkind seine Intrige überlebt hat. Als Finn 16 Jahre alt ist, lässt ihn der König, im Tausch gegen das Medaillon seiner wahren Eltern, mit einem Brief in sein Schloss schicken. Auf dem Weg ins Schloss begegnet Finn einem Lord und der Prinzessin. Die drei werden von Räubern überfallen, können sich aber befreien. Die Räuber vertauschen den Brief, der seinen Tod befiehlt, gegen einen, in dem die sofortige Hochzeit mit der Prinzessin angeordnet wird. Der König ist wütend über diese Verwechslung und verlangt, dass ihm der Junge die drei goldenen Haare des Teufels bringt. Finn ist bereit, alles zu tun, um seine Frau behalten zu dürfen und das drohende Unglück von der Erde abzuwenden. Deshalb macht er sich auf den Weg zum Teufel...

VON ANNA NICOLE & MEMIA

Wir (das Reporterteam Anna Nicole und Memia) möchten Euch mit einer Reportage "Dance connects the world" über die vielfältigen interkulturellen Beziehungen von Jugendlichen und Tanz informieren. So besuchen wir Kinder und Schüler, wie auch Initiativen (EU/UN Organisationen, Vereine und Stiftungen oder Personen), die sich im Thema Kinder und Tanz / Act Together / Migration und besonders im sozialen Bereich engagieren.

Sie tun Gutes und wir möchten darüber berichten. Nachdem wir Schüler und Kinder in Rumänien, eine Wiege der europäischen (Tanz)Kultur und die Schaffensstätte des Dichters Ovid in Constanta (ehem. Tomis) besucht haben, auch über die nach ihm benannte Universität, als auch über die dortigen Stiftungen für Tanz und Choreografie und Universität  Ovidiu – "Ovidius University – das Department of Performing arts-theatre acting" berichteten, geht es nun weiter mit Jugend und Tanz hier in Berlin - eben auch zu diesem Thema.

 

Jubiläum: 2000 Jahre OVID

2017 feiern wir auch hier in Berlin das 2000-jährige Jubiläum des römischen Dichters OVID. So auch mit einem Tanztheaterstück, wie kann es anders sein als in der Antike, natürlich draußen in warmen Sommernächten mit Fackeln unter dem Sternenhimmel.

OVIDS TRAUM ist Teil der Veranstaltungsreihe "​​Bimillennium 2017: Ovid und Europa“ der Freien Universität Berlin. (Hier gibt es weitere Infos / PDF-Flyer)

OVIDS TRAUM – Im Garten der Wandlungen ist ein getanztes Traumspiel aus Licht und Schatten vom Theater ANU auf dem Tempelhofer Feld.

Lichtinstallationen, brennende Schuhe, tanzende Schatten: Theater Anu verwandelt das Tempelhofer Feld in einen traumhaften Garten der Wandlungen – Ein Fest für die Sinne. Geheimnisvoll, sinnlich und berührend zugleich: Internationale Tänzerinnen und Tänzer aus Spanien, Italien und Deutschland gehen dem 2000 Jahre altem Geheimnis der „Metamorphosen” des römischen Dichters Ovid auf die Spur: Warum verwandelt er seine Heldinnen und Helden in Bäume, Vögel, Steine oder Sternenstaub anstatt in bessere Menschen? Theater Anu erschafft eine begehbare Traumwelt aus Licht und Klang: getanzte Leidenschaft – poetisch, mystisch, hypnotisch.

Wir trafen Frau Behr, die Leiterin des Theaters, Herr Behr, der künstlerische Leiter und Frau Prof. Dr. Melanie Möller von der FU Berlin zum Interview. Im Gespräch erklärten sie uns, wie die Idee dazu entstanden ist und was es mit Ovid und „der europäischen Phantasie“ auf sich hat. 

25.09.2017
17.00
28.09.2017
17.00
02.10.2017
17.00
05.10.2017
17.00

Hannah und Patrice von jup! Berlin waren bei der Europakinopremiere von Bigfoot Junior dabei.  Sie haben Lukas Rieger, der die Synchornstimme von Adam übernommen hat, interviewt. Dabei haben sie einen kleinen Einblick in das Leben eines Synchronsprechers bekommen. Schaut es euch an!

VON HANNAH & PATRICE

 

VON HANNAH

Der Cast des Kindermusicals Rock it! wird an diesem Wochenende seine drei letzten Vorstellungen geben. Viele von euch kennen vielleicht bereits den Film, der 2010 in die Kinos kam, an den das Musical angelehnt ist. Wer damals schon die Lieder liebte, wird sich freuen. Denn die wurden von der Tamuthea (Tanz+Musik+Theater) Gruppe allesamt integriert. Über 30 Kinder und Jugendliche haben mit professioneller Unterstützung ein wirklich tolles Projekt auf die Beine gestellt. Daniel Axt, der im Film die männliche Hauptrolle spielte, machte die Regie.

Wie im Film geht es auch hier um die talentierte Mozart-Preisträgerin Julia, die sich an der Musikakademie „Amadeus“ bewirbt. Doch während der Vorbereitungszeit an der Schule lernt sie Francesca kennen, die die Dinge ein bisschen anders angeht und Nick, den Bandleader von „Rock it“. Durch diese beiden Bekanntschaften beginnt Julias Leben sich auf den Kopf zu stellen und bald schon weiß sie nicht mehr, ob das Studium an der „Amadeus“ wirklich das ist, was sie will.

Mit tollen Tänzen und Stimmen, Gute-Laune-Melodien und witzigen Momenten überzeugt das Musical und dürfte vor allem für Familien und Jugendliche eine tolle Möglichkeit sein, einen unterhaltsamen Abend zu verbringen. Ein klassisches Orchester, eine rockige Live-Band und ein Mädchenchor sorgten für die musikalische Unterstützung der Darsteller und brachten dem Musical viel Abwechslung. Da dürfte für jeden Geschmack etwas dabei sein.

Am Ende konnte wirklich niemand die Füße still halten – gute Laune ist also garantiert!

 

 

Du willst auch hin? Wir verlosen 3x2 Freikarten für diesen Samstag (10. Juni 2017) in Berlin.

Einfach eine Mail mit deinem vollständigen Namen an info@jup.berlin! Mit etwas Glück gewinnst du 2 Tickets!

Einsendeschluss: 09.06.2017, 23:59 Uhr!

VON ZORA UND HANNAH

 

Weltbürger – was ist denn das?

Ich bin eigentlich kein Mensch, der oft ins Theater geht. Allein die Frage: Was zieht man da eigentlich an?  Und wenn ich mal da war ,dann nur, weil wir einen Schulausflug dorthin gemacht haben. Doch diesmal bin ich freiwillig hier. Hier, damit ist das Junge Deutsche Theater gemeint. Zusammen mit jup! Redakteurin Hannah gucke ich mir heute das Stück „Die Welt in uns“ an. Thema ist laut Beschreibung der erste Weltbürger Garry Davis.

Um den Begriff kurz zu erläutern: Weltbürger sind Menschen, die der Meinung sind, dass Länder und Staaten nur zu Krieg führen und deshalb jegliche Grenzen abgeschafft werden sollten. Es gibt sogar einen realen Pass für Weltbürger. Dieser ist auch gültig und kann heute noch „erworben“ werden.

 

„Die Welt in uns“

Generell wurde im Theaterstück viel darüber diskutiert, wann man denn zu welchem Land gehört, oder womit man sich identifiziert. Ob man nun im Elternhaus Russisch spricht und sich in der deutschen Schule wie in einer Art Parallelwelt fühlt oder ob man im Ausland groß geworden ist und sich schon immer viel besser vorstellen konnte, in Deutschland zu leben – von ganz unterschiedlichen Sichtweisen wurde das Thema Identifikation mit der eigenen/neuen Nationalität beleuchtet.

Darüber hinaus stellten sich die Jugendlichen auch die Frage, wann und wie man eigentlich einen Pass bekommt? Wie entscheide ich mich an meinem 18. Geburtstag zwischen der türkischen und der deutschen Nationalität?
Kann ich den deutschen Pass einfach abgeben und einen neuen von einem anderen Land bekommen?
Was muss ich als Asylbewerber „erfüllen“, um hier als Flüchtling anerkannt zu werden und wann und wie bekomme ich dann die deutsche Staatsbürgerschaft? Gerade diese Frage stellen sich momentan sehr viele Menschen in Deutschland. Drei junge Männer waren Teil der Gruppe, deren Zukunft in Deutschland noch unklar ist.* Somit war das Thema von „Die Welt in uns“ hoch aktuell.

Und auch wenn man an die unsichere Zukunft der EU denkt. Wie es nach dem Brexit weiter geht und wie die momentanen Wahlen in Frankreich ausgehen, kann niemand prophezeien.

Die Möglichkeit sich in Europa über alle Grenzen hin frei bewegen zu können, ist für unsere Generation Normalität. Wie es sich anfühlen würde, wenn uns diese Freiheit fehlt, kann ich mir kaum vorstellen.

Darüber hinaus ging es im Stück um die Forderung, die Garry Davis 1948 vor der UN-Generalversammlung in Paris stellte:

Sich über die Grenzen aller Länder hinweg zu setzen, alle Staatsbürgerschaften aufzugeben und die gesamte Menschheit als Weltbürger zu vereinen.

 

(*Nach dem Theaterstück folgte eine Ansprache einer Mitarbeiterin des Deutschen Theaters: Einer der Darsteller aus Afghanistan hatte kurz vor der Premiere am Sonntag die Ablehnung seines Asylantrags erhalten und ist aufgefordert, Deutschland innerhalb von 30 Tagen zu verlassen. Genau wie er, befinden sich derzeit viele Menschen in einer Notlage, in der nur noch ein Anwalt helfen kann. Für eine kleine Spende beim Nothilfefonds des Flüchtlingsrats Berlin kann man dabei helfen, Kosten für den rechtlichen Beistand für Geflüchtete in schwieriger finanzieller Lage aufzubringen. http://www.fluechtlingsrat-berlin.de/spenden.php#spenden)

 

Ihr wollt auf die Bühne? Dann kommt zu einem Improworkshop der Improfabrik! Kostenlos und einfach nur geil! Was dort gemacht wird? Die jup! Redaktion war vor Ort und haben die Gründer Paul und Lenny von der Improfabrik befragt!

Ein Beitrag von Zora, Abdu, Nuseyba, Patrice und Kai:

 

 

VON CHARLOTTE

 

Am Freitag war ich zu Besuch im Podewil, um mir Stören² anzuschauen. Ein Theaterstück, welches im Rahmen des Tusch Festivals von zwei Schulen erarbeitet wurde und die Thematik von Sexismus im Alltag behandelt. Die Schüler*innenhaben ihre Stücke separat erarbeitet und dann bei einem Begegnungstreffen zusammengefügt. Die Max- Beckmann-Oberschule hatte ich schon für jup! bei einer Probe begleitet und war daher sehr gespannt auf das fertige Stück. Und was soll ich sagen: Ich wurde nicht enttäuscht!

 

Wie alles angefangen hat

Zu Beginn dieses Schuljahres erhielten die 32 Schüler*innen eine Videobotschaft: Die sechs jungen Darsteller*innen vom Theaterstück „Stören“ (von Suna Gürler und Ensemble), die mitten in den eigenen Endproben steckten, sprachen ihnen eine Einladung aus. Was habt ihr zu den Themen Frau-Sein, Sexismus, medial geformte Körper- und Rollenbilder zu sagen? Was erlebt ihr? Was stört euch? Auf diese Einladung hin erarbeiteten die Schüler*innen  des Hermann-Hesse-Gymnasiums und der Max-Beckmann Oberschule ihre Inszenierungen.

 

Stören² auf der Bühne

Eröffnet wurde mit dem szenischen Kommentar des Hermann-Hesse-Gymnasiums. Sie hatten sich bewusst dazu entschieden, dass ihr Kurs eine reine Mädchen-Gruppe sein sollte, um dieses schwierige Thema zu erarbeiten. Anders bei der Max-Beckmann-Oberschule:  Der Großteil der Gruppe war zwar auch weiblich, jedoch spielten  auch drei Jungs mit.   

In der Inszenierung der Mädchengruppe wurde viel mit Sprechchören gearbeitet. Angefangen hat das Stück mit vier Mädchen, die sich verbogen haben, um „perfekt“ zu sein und zwei Beauty YouTuberinnen, die erzählt haben, wie man sexy aussieht. Dies war auf der einen Seite sehr lustig, auf der anderen Seite aber auch erschreckend, wenn man bedenkt, wie viele junge Mädchen sich das Gesagte zum Vorbild nehmen und dem nacheifern. Im Laufe des Stückes sind immer wieder kleine Gruppen der Mädchen nach vorne gekommen und haben ihre Meinungen zu dem Thema kundgegeben – voller beeindruckender Energie und ganz viel Kraft in der Stimme.

 

"Ich bin kein typisches Mädchen. Ich bin ich!"

 

Die Überleitung zwischen den beiden Stücken funktionierte nahtlos, da die beiden Gruppen thematisch aufeinander basierten und für einen kurzen Moment miteinander gespielt haben. Die Inszenierung der Max-Beckmann-Oberschule war anders, aber ebenfalls fantastisch gelungen. Angefangen hat es mit einem Monolog, der von einem „typischen Mädchen“ gehandelt hat.  Der szenische Kommentar der Schüler*innen der Max-Beckmann-Oberschule handelte aber nicht nur von Sexismus gegen Mädchen, sondern hat auch zur Geltung gebracht, dass Jungs auch Sexismus erleben und unter einem gesellschaftlichen Druck stehen, „‚männlich“ zu sein.

Die Inszenierung hatte aus meiner Sicht nichts von einem laienhaften „Schülertheater“, sondern wirkte sehr professionell, was mich überrascht und beindruckt hat. Alles in allem war dies ein extrem gut gelungenes Theaterstück, das sowohl unterhaltsam wie auch tiefgründig war und nicht nur die Schüler*innen  bei der Stückentwicklung,  sondern auch das Publikum zum Nachdenken angeregt hat.

 

Hier das Video aus den Proben:


 

Ihr geht gerne ins Theater, mögt innovative und interessante Projekte? Dann kommt zum Tuschfestival!

Ein Beitrag von Zora und Charlotte

Tusch steht für "Theater und Schule" und genau das wird hier auch gezeigt. Schüler von unterschiedlichsten Oberschulen haben sich Stücke zum diesjährigen Thema "Ausnahmezustand" ausgedacht. Die Eröffnung am Dienstag bot einen kleinen Einblick in das Kommende. So wurde mit einer Schülerband-Aufführung, die im Laufe des Abends von Snow Patrol über 21 Pilots zu Nirvarna wechselte, eröffnet. Darauf folgten zwei 5-minütige Stücke. Das eine handelte von Mobbing und Arroganz, das andere davon, dass Ahmad nicht heiraten wollte. Zwischendurch führten Schüler*innen der Gemeinschaftsschule Campus Efeuweg selbstgeschriebenen Raps vor. Nach der anschließenden Aufführung des Sprechchores der Ernst-Reuter-Oberschule wurde in den großen Theatersaal geladen.

Nach drei sich eher hinziehenden Eröffnungsreden legte nun eine 7.Klasse mit Ihrem Stück los. Anders als die anderen Stücke, war dieses ungefähr eine halbe Stunde lang und wurde mit Requisiten gespielt. Thema auch hier: "AUSNAHMEZUSTAND". Die Schüler erhielten von einer Stimme aus dem Off Aufgaben, die Sie erfüllen mussten.

 

VON SINA | CHARLOTTE

 

„TANZKOMPLIZEN: Zeitgenössische Tanzproduktionen für Menschen jeglichen Alters. Die aktuelle Reihe befasst sich mit dem Element Feuer in all seiner schönen, gefährlichen Kraft.“

 

Das erste Stück trägt den Namen „Loveline“. Ein Theater, teilweise im wahrsten Sinne, über flammende Liebe. Eine Vier-Mann-Produktion bestehend aus einer weiblichen und zwei männlichen Protagonisten und einem unterstützenden Licht- und Tontechniker. Aufgeführt wird das Ganze im Podewil, ein Teil des Grips-Theaters in Berlin-Mitte. Dr. Loveline, erkennbar an einem auffälligen äußeren Erscheinungsbild, gibt den beiden Verliebten, Izi und Otto, Tipps und stellt einen menschlichen Ratgeber da. Eine große Unterstützung bieten dabei seine zwei Monologe, die die Darbietungen der monotonen halb-akrobatischen Leistungen in Sachen Verständnis unterstützt.

Wenn man rein kommt, erwartet einen eine schöne Tanzfläche. Die Erwartungen steigen. Dem Namen „TANZKomplizen“ soll das gerecht werden. Den Stil beschreiben, mit welchem Werte in dem Stück vermittelt werden, kann man jedoch nicht ganz. Eine spezielle Art des Contemporary. Eine Variante des Dramas. Der Aspekt, dass Raum zur persönlichen Auseinandersetzung bleibt, könnte es auch zu einer Komödie machen. So außergewöhnlich der Aufbau des Stückes auch ist, die Darstellung ist außergewöhnlicher.

Für wen die Produktion am besten geeignet ist, lässt sich schwer sagen. Empfehlenswert ist sie dennoch für Jugendliche ab 12 Jahren, da es sonst schwer werden könnte, dem Geschehen zu folgen. Auch das Geschehen richtig einzuordnen, könnte schwer werden. Aber an alle Kunst- und Interpretationsliebhaber: Geht ins Theater und schaut euch „Loveline“ an.

VON CHARLOTTE UND SANDY

 

Frauen leiden unter Stimmungsschwankungen und Männer sitzen breitbeinig in der U-Bahn. Nur Klischees? Oder auch etwas Wahres dran?
Schüler*innen der Max-Beckmann-Oberschule setzen sich in ihrem eigenen Theaterstück "Stören²" mit dem Thema "Sexismus im Alltag" auseinander.

Aufgeführt wir das Stück auf dem TUSCH FESTIVAL vom 28.- 31. März

Charlotte und Sandy waren bei einer Probe dabei und haben mit Iman, Claudia und Philipp über ihre Erfahrungen mit Sexismus im Alltag und ihr Theaterstück gesprochen!

 

"Let's dance" heißt es ab dem 15. März im Theater Podewil. Das Projekt TANZKOMPLIZEN geht in die nächste Runde. Unterschiedliche Erfahrungen, Biografien und Talente, sechs Choreografen und ihre künstlerischen Teams arbeiten seit Anfang des Jahres als Komplizenteam zusammen und entwickeln je drei abendfüllende Tanzproduktionen, die sich theamtisch auf die Elemente Feuer und Wasser beziehen.

 

#LOVELINE

Den Auftakt macht ab dem 15. März das Stück LOVELINE, indem die BRANDHERDE der LIEBE im Mittelpunkt stehen:

 

"Otto und Izi treffen sich auf einer Party zum ersten Mal. Fruchtbowle, Zungenküsse, oh Gott wie geht das?
Fragen an Dr. Loveline, für die sich normalerweise jeder schämt.  Aber nicht bei uns, hier wird gefeiert und ausprobiert, wie sich die neue Freiheit anfühlen könnte. Kennt ihr das?
Immer in der Nähe von jemandem sein zu wollen. Verdammt! Und diese Eltern. Kommen immer rein, wenn sie nicht sollen!
Wie verhindere ich das? Dr. Loveline hat auf alle Fragen Antworten, wenn auch manchmal ungewohnte.
Es brennt , es brennt schon lichterloh, die Liebe macht mich – noch! – gar nicht froh."

 

Ihr seid neugierig? Dann ab ins Podewil mit euch! Informationen zu Tickets und Preisen findet ihr hier!

 

+++ VERLOSUNG +++

Ihr habt kein Geld? Kein Problem! Wir verlosen 2 Freikarten für die Aufführung am 18. März (17:00 Uhr, Podewil)!

Schreibt einfach eine Mail an info@jup.berlin! Einsendeschluss: 14. März 2017!

 

Aufführungstermine:

15. Mär 2017, 10:30 - 11:30

17. Mär 2017, 10:30 - 11:30

17. Mär 2017, 17:00 - 18:00

18. Mär 2017, 17:00 - 18:00

 

"Katzelmacher" ist das neue Theaterstück des Jungen Deutschen Theater, welches auf der Inszenierung von Rainer Werner Fassbinder basiert. Das Stück behandelt die alltäglichen Konflikte und Probleme Jugendlicher, hat aber als Hauptfokus das Thema Immigration und den Umgang damit.

VON CHARLOTTE

Nachdem ich Anfang Februar schon die Möglichkeit hatte, mir die Proben des Stückes anzugucken, war ich jetzt sehr gespannt, das Endergebnis auf der Bühne zu sehen. Obwohl das Stück von Jugendlichen aufgeführt wird, ist es auf jeden Fall kein Kindertheater, sondern eine ernstzunehmende professionelle Inszenierung.  Das Bühnenbild stellt ein Dach dar, auf dem sich die Jugendlichen treffen und bleibt die ganze Vorstellung gleich. Das Außergewöhnliche sind die Schornsteine, die Rauch abgeben sowie die Möglichkeit, es auf der Bühne regnen zu lassen.

Der Gastarbeiter Jorgos, der im Mittelpunkt des Stückes steht, wird nicht durch einen Schauspieler verkörpert, sondern die anderen Schauspieler*innen reden nur über ihn. Dadurch wirkt das Stück zum einen abstrakt, zum anderen wird durch dieses Element jeder dazu gebracht, sich selbst seinen eigenen Jorgos vorzustellen. Durch diese etwas ungewöhnliche Umsetzung könnte es für jüngere Zuschauer schwierig sein, dem Geschehen zu folgen, weshalb ich einen Besuch erst ab einem Alter von 12 Jahren empfehlen würde.

Meiner Meinung nach zeigt der "Katzelmacher" Konflikte und Situationen aus dem Alltag, in die man sich gut hineinversetzen kann und ist durch die Flüchtlingsthematik immer noch sehr aktuell und relevant. Alles in allem ist es für mich eine sehr gelungene Inszenierung die auf alle Fälle sehr empfehlenswert ist.

Das Theaterstück läuft noch bis zum 24.04.2017 in den Kammerspielen des Deutschen Theaters und für Schüler*innen, Auszubildende und Studenten*innen kosten die Karten 9 €.

Ihr wollt mehr über die Schauspieler*innen und die Moral des Stückes wissen? Abdu und ich haben die Proben mit der Videokamera begleitet und Interviews geführt!

 

07.02.2017
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14.02.2017
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21.02.2017
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28.02.2017
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25.09.2017
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02.10.2017
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09.10.2017
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23.10.2017
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24.10.2017
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25.10.2017
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26.10.2017
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31.01.2018
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01.02.2018
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07.02.2018
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08.02.2018
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Hast du mal wieder Lust in ein Theaterstück/Musical zu gehen? Dann hier eine Empfehlung für euch! Seit dem 9. Dezember läuft für euch, inszeniert vom Kinder Musical Theater Berlin, "Alice im Wunderland". Mit aufwendigen Kostümen und einer schönen Story ist das STück einfach überzeugend. Wer wirklich lust hat verfolgt am besten unseren Adventskalender da wird es in der nächsten Woche noch Freikarten geben!

10.01.2018
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11.01.2018
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12.01.2018
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17.01.2018
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29.11.2017
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30.11.2017
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05.12.2017
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06.12.2017
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22.02.2018
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“Get ready for FestiWal“ – so lautete das Motto am letzten Wochenende im FEZ-Berlin. Wie bei einem „richtigen“ Musikfestival gab es zahlreiche Bühnen – und zwar drinnen und draußen.

 

1.000 junge Akteure aus 70 Organisationen, Projekten, Schulen und Einrichtungen der Kinder- und Jugendkultur – insbesondere aus dem Bezirk Marzahn-Hellersdorf – nutzten die Chance und sangen, musizierten, tanzten und performten vor Publikum. Und auch wer seinen Auftritt z.B. auf der etwas abgeschiedenen, aber wunderbar idyllisch gelegenen Gartenbühne im Grünen hatte, durfte sich wie alle anderen Künstler zuvor auf der Wasserbühne, der „Mainstage“, präsentieren. Dort führte das gesamte Wochenende die Moderatorin Saschinka Tillner durch das Programm.

Groß und Klein waren gekommen, um sich das Bühnenprogramm anzuschauen und das FEZ-Gelände mit den zahlreichen Aktionen und Mitmach-Angeboten zu erobern. Auch jup! war für euch vor Ort und hat neben dem FestiWal die FEZblogger besucht, die auf fezblogger.de und auf jup.berlin regelmäßig über Veranstaltungen im FEZ und andere spannende Themen berichten. Zusammen besuchten wir u.a. die Künstlerin Birgit Schöne, die den FestiWal entworfen hat und vor Ort zum kreativen Malen von kleinen Monstern – sogenannten Mummelsolls – einlud. Inspiration dafür fanden die kleinen und großen Gäste in der Kunst-Installation „Mummelsolls wunderbare Welt“, die aus großen bunten Monstern bestand. Zum Leben erweckt wurden diese von den Schülerinnen und Schülern der „Schule am Mummelsoll“ im Rahmen einer Projektwoche. Darüber hinaus gab es viele andere Attraktionen, die euch die FEZblogger nun in eigenen Berichten persönlich vorstellen.

Diesen Mai war es wieder so weit: das Städtebattle im Poetry Slam ging am 12. Mai in die nächste Runde. An diesem Donnerstagabend standen sich im SO36 in Berlin Kreuzberg die besten Poeten aus Hamburg und Berlin gegenüber und lieferten sich ein spannendes Battle, in dem sich entscheiden sollte, welche Stadt der wahre Mittelpunkt des deutschsprachigen Poetry Slams ist. Die einzige Regel: Die selbstverfassten Texte mussten in fünf Minuten ohne jegliche Requisiten vorgetragen werden.

 

Ein Text von Hana
 

Für Berlin traten Sarah Bosetti, Paul Weigl, Noah Klaus und Wolf Hogekamp gegen David Friedrich, Lennart Hamann, Hinnerk Köhn und Victoria Helene Bergemann für Hamburg an. Moderiert wurde das Städtebattle von Sebastian Lehmann. Zum Zeitpunkt des Battles stand es 4 zu 3 für Hamburg.
Nun würde sich entscheiden, ob Hamburg mit einem zusätzlichen Punkt die Führung weiter ausbaut oder ob Berlin den Gleichstand schafft.

Am 14.02.2016 besuchte jup!-Reporterin Laura das Atze-Musiktheater im Wedding. Dort wurde das Theaterstück „Die Ministerpräsidentin“ aufgeführt. Doch das war noch nicht alles: Vor der Aufführung fand eine begleitende Talkshow statt.

 

Zum Theaterstück: Der Vater von Hannah soll die Wahlkampagne für die neu gegründete Partei „Stimme der Zukunft“ organisieren. Die Wahlen zum norwegischen Parlament stehen bevor und die Partei will ein Kind an die Spitze der Regierung stellen – und zwar Hannah! Richtig ernst nehmen kann das 12-jährige Mädchen dieses Vorhaben anfangs nicht, doch schon bald ist die Öffentlichkeit von ihr begeistert, weil sie geradeheraus sagt, was sie denkt. Als Hannah nach mehreren Verwicklungen tatsächlich gewählt wird, fängt das Abenteuer Politik erst richtig an, denn nun muss sie ein Kabinett zusammenstellen und ein Regierungsprogramm entwerfen.

Das Stück hat nicht nur Witz, sondern ist auch sehr politisch angelehnt. Die Inszenierung verführt zum Diskutieren und gibt auch Kindern einen Einblick in die parlamentarische Demokratie. „Die Ministerpräsidentin“ enthält Themen wie Wahlrecht für Kinder sowie Zukunftsvisionen für eine demokratische Gesellschaft. Genau das wurde in der Talkshow zuvor aufgegriffen.

 

Talkshow: „Wahlrecht für Kinder und andere Zukunftsvisionen für eine kinder- und familienfreundliche Zukunft“

Die Diskussionsteilnehmer*innen waren Robert Kutt, 12-jähriger Kinderreporter des Tagesspiegels, Carla Golm,14-jähriges Vorstandsmitglied des Kinder- und Jugendparlaments Tempelhof-Schöneberg, Politiker Ralf Wieland, SPD-Mitglied und Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses, Bettina Jarasch, Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen und der Theaterleiter Thomas Sutter. Insgesamt also viele verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Ansichten zum Thema Wahlrecht für Kinder. Nach einer guten Stunde Diskussion war der Standpunkt von jedem einzelnen klar. Ralf Wieland hat im Laufe des Gespräches Einsicht gezeigt und sagte, dass Kinder auch ein Mitbestimmungsrecht brauchen, jedoch nur für kleinere Angelegenheiten, die sie konkret betreffen. Robert Kutt war ähnlicher Meinung. Auch er möchte, dass Kinder bei Volksabstimmungen und Bezirkswahlen teilnehmen dürfen.

 

Das Volk hat die Macht und das Volk bedeutet auch die Kinder!“ (Carla Golm)

 

Carla Golm, die selbst in einem Kinder- und Jugendparlament tätig ist, forderte hingegen ein freiwilliges Wahlrecht und zwar auch für größere Wahlen. Im Großen und Ganzen ergab die Diskussion, dass Kinder mehr Rechte erhalten sollen und dazu zählt auch das Wahlrecht. Selbst wenn es nur beschränkt wäre.

Das Stück „Die Ministerpräsidentin“ läuft noch bis zum Sommer im Atze-Musiktheater. Die genauen Termine findest du hier.

 

ein Text von Laura

Am 17.03. ist die große Premiere von dem gesellschaftskritischen Projekt 'KLASSEN.LOS!' im Maxim Gorki Theater. jup!-Redakteurin Anne war bei einer Probe dabei.
 

Vorurteile. Jeder von uns hat sie, auch wenn man es nicht gerne zugibt.
Egal ob es um einen bestimmten Bezirk, einen TV-Sender oder die Herkunft eines Menschen geht, oftmals verbinden wir sofort und unbewusst Eindrücke mit dem Genannten. Verstärkt wird diese Angewohnheit durch Filme wie "Fack ju Göhte", die absichtlich mit Klischees arbeiten und Namen wie Chantal wohl für Jahre geprägt haben.

Das Projekt "KLASSEN.LOS!" beschäftigt sich mit genau diesem Thema.
Im Rahmen des Projektes haben sich sechs Berliner Klassen gefunden. Sie besuchen sich gegenseitig in ihren Bezirken und tauschen sich über unsere heute Gesellschaft aus. Bereits bei dem ersten Treffen sprachen sie über Vorurteile, welche sie voneinander hatten und es stellte sich heraus, dass viele davon sogar der Wahrheit entsprachen.

jup! Berlin war bei einer der Proben des Heinz-Berggruen-Gymnasiums dabei. Wie die anderen Klassen beschäftigen sich die Schüler*innen künstlerisch mit dem Thema: Sie haben sich eine Performance überlegt, in der sie die historische Entwicklung von gesellschaftlichen Klassenunterschieden darstellen und kritisieren. Ergänzt wird das Schauspiel durch Musik, sodass es auf gar keinen Fall langweilig werden wird.

Auffallend war, wie gut die Gruppe zusammengearbeitet hat. Sie haben viel miteinander gesprochen und haben einige Aspekte ihrer Performance gemeinsam verändert. Ich hatte den Eindruck, dass die Schüler selbst sehr interessiert an dem Projekt sind, denn wirklich jeder hat sich eingebracht und eigene Ideen vorgeschlagen.
Bei der Probe selbst gab es keinerlei Hemmungen, jeder der neun Jugendlichen (einige waren krank) schien sich wohlzufühlen.  

So haben sie zum Beispiel die deutsche Klassengesellschaft in der Geschichte durch Standbilder veranschaulicht und den Zuschauer so unter anderem das Leben im Mittelalter oder der Industrialisierung nahegelegt.
Während der Probe kamen viele gesellschaftskritische Themen auf: Rassismus, Ausgrenzung oder das Leben mit Hartz IV.
Das Motto „Ein Mensch ist ein Mensch“ zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Performance.

Aber genug davon, ich will euch ja nicht alles verraten! Was ich euch allerdings sagen kann ist, dass die Premiere von ‚KLASSEN.LOS!‘ am 17.03. im Gorki stattfindet. Die jup!-Redaktion wird auf jeden Fall dabei sein und von der Premiere berichten. Kommt vorbei!

ein Text von Anne

jup! zu Gast bei Mario Barths Bühnenprogramm! 
 

ein Text von Oliver Mattutat

 

Eine gute halbe Stunde mussten die Fans von Mario Barth am Freitag auf ihren Star und sein Bühnenprogramm ,"Männer sind bekloppt, aber sexy" warten.
Nach einem beeindruckenden Opening mit futuristischem Intro, bei dem Barth im Nebel vor einem Raumschiff erschien, erklärte er, dass das Saallicht nicht aus zu bekommen war und sich deshalb der Start verzögerte. Hörte sich nicht wirklich überzeugend an. Er nutze die Gelegenheit, um eine Verbindung mit dem BER herzustellen. Das funktioniert besonders in Berlin immer. Der Pressesprecher von Mario Barth bestätigte nach dem Auftritt die Aussage. "Die Verzögerung am Anfang lag tatsächlich daran, dass ein Teil des Saallichtes nicht ausging. Dafür war jedoch die Mercedes Benz Arena verantwortlich, nicht Mario Barth oder seine Crew.", sagte er jup! Berlin.

Was danach folgte, war der "typische Barth". Von links nach rechts lief er über die Bühne und erzählte Geschichten aus seinem Leben, die er mit geschickten Übergängen verband. Inhaltlich ging es natürlich um seine bekannten Themen. Männer, Frauen und welche Probleme sie miteinander haben. Er weiß es, mit seiner Mimik und Gestik gut zu garnieren und das genau macht den Unterschied zur CD, die wir uns am Ende des letzten Jahres schon für euch angehört haben. (Die ganze CD-Rezension könnt ihr hier lesen)
Als es gerade um "Fifty Shades of Grey" gehen sollte, entdeckte der gebürtige Kreuzberger einen kleinen Jungen in den ersten Reihen des Publikums. Timo hieß er und war zehn Jahre alt. Barth sagte zu ihm: ,"Timo, du wirst einiges, was ich jetzt erzähle noch nicht verstehen können, aber wenn du das einmal verstehst, wirst du dir sagen: Ah, das meinte der Barth!" Und so wandte sich Barth immer wieder an den kleinen Timo und auch die Mutter, die wahrscheinlich nicht dachte, dass sich aus dem Comedyabend eine Art Aufklärungsstartpunkt entwickeln würde. Denn der Kleine sollte einige Fragen mit nach Hause genommen haben.
Dem Publikum gefiel es. Den ganzen Abend belohnten sie Barth mit heiteren Lachern und Applaus.

Man muss Mario Barth lassen, dass er es schafft, die Hallen und Stadien dieser Nation zu füllen und das Publikum gut zu unterhalten. Auch an diesem Freitagabend war die Mercedes-Benz Arena in Berlin ausverkauft. Nach 2 1/2 Stunden voller Witze und irrwitzigen Geschichten endete der Abend mit Feuerwerk. Am Samstagabend trat Mario Barth erneut in der ausverkauften Mercedes-Benz-Arena auf. Bis zum nächsten Auftritt in seiner Heimatstadt verstreicht noch über ein Jahr. Am 08. Juli 2017 tritt er auf der Waldbühne im Olympiapark auf. Dieser Abend wird der Schlusspunkt werden. Alle seine Fans können beruhigt sein, Barth wird danach nicht seine Karriere beenden, sondern wechselt nur sein Programm.

 

 

 

Bilder vom Abend (Fotos: Oliver Mattutat):

"Das Tagebuch der Anne Frank" feierte am Dienstagabend Premiere auf der Berlinale 2016. jup!-Redakteurin Anne war dabei!

 

Es gibt wohl kaum einen Menschen, der den Namen Anne Frank nicht kennt. Sie verkörpert Geschichte, ihr Name wird mit einem der schlimmsten Ereignisse der deutschen Vergangenheit in Verbindung gebracht: dem Holocaust.

Die jüdische Familie Frank versteckte sich in Amsterdam in einem Hinterhaus vor den Nationalsozialisten. In dieser Zeit schrieb Anne Tagebuch, welches sie liebevoll "Kitty" nannte.
Das Versteck flog allerdings auf, die Familie wurde entdeckt und deportiert, lediglich Vater Otto Frank überlebte. Anne, ihre Schwester und ihre Mutter starben in Konzentrationslagern.

Die 16-jährige Lea van Acken spielt die Hauptrolle in dem Spielfilm und man hätte wohl kaum eine bessere Besetzung für diese Rolle finden können. Sie ist eine hervorragende Schauspielerin, welche dem Publikum Emotionen vermitteln kann und außerdem sieht sie Anne sehr ähnlich. Die Garderobe, Maske und das Setting unterstützten diesen Effekt zusätzlich noch, sodass ich mich als Zuschauer sofort in das Jahr 1942 zurück versetzt fühlte.
Der Film selbst hielt sich sehr stark an das Tagebuch, viele Monologe wollen dem Publikum die Person Anne näherbringen, auch wenn man manche Szenen hätte kürzen können.
Nichtsdestotrotz überzeugen die Schauspieler, von denen auch viele bei der Premiere dabei waren.

Die Darsteller der Hauptbesetzung "Familie Frank" sowie viele Nebenrollen kamen zur Weltpremiere in das Haus der Kulturen der Welt nach Berlin.
Zunächst gaben sie einige Interviews auf dem roten Teppich und danach schauten sie sich den Film mit uns an.

Offiziell in die Kinos kommt der Spielfilm am 3. März. Das Datum also am besten notieren, es lohnt sich nämlich auf jeden Fall!

 

ein Beitrag von Anne

Für alle, die sich Theater nicht nur anschauen, sondern eine Meinung dazu haben.
Für alle, die ihr Meinung in Text, Ton oder Bild festhalten und veröffentlichen möchten.
Und für alle, die damit bisher noch gar nichts am Hut hatten.

Vom 12. bis zum 14. Februar bietet die Junge Presse Berlin e.V. eine Themenwerkstatt Kunstkritik an. Gemeinsam werdet ihr ins Theater gehen, mit dem Kulturjournalisten Georg Kasch über die Arbeit in der Kunstkritik und den digitalen Journalismus sprechen, Frühstücken und euch selbst ausprobieren.
Keine Übernachtung. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Programm:

Freitag, 12. Februar:

Wenn ihr euch für den Workshop anmeldet, organisiert die Junge Presse Berlin e.V. euch einen kostenfreien Besuch in einem Berliner Theater am Freitagabend. Ihr könnt aus unterschiedlichen Vorstellungen wählen. Geplant sind:

  • „der herzlfresser“ / Deutsches Theater / 19.30 Uhr
  • „Mongoflipper“ / Theaterdiscounter / 20.00 Uhr
  • „Hans im Glück“ / Berliner Ensemble / 19.30 Uhr

Samstag, 13. Februar:

11:00 – 13:00 Uhr: Kennenlernen
13.30 – 17:00 Uhr: Gespräch mit Georg Kasch, Kulturjournalist und Redakteur des Theaterportals nachtkritik.de

Sonntag, 14. Februar:

10:00 – 12:30 Uhr: Theaterfrühstück
12:30 – 16:00 Uhr: Kritik-Werkstatt in Gruppen
16:00 – 18:00 Uhr: Präsentation

In der Kritik-Werkstatt habt ihr die Freiheit, euch mit dem von euch gesehenen Stück auseinanderzusetzen. Ob als Podcast, Video oder Text: Ihr habt die Wahl.

Anmeldung:

Fragen und Anmeldungen bitte an: ilja.wehrenfennig@jpb.de

Bitte melde dich mit einem Erst- und Zweitwunsch für die favorisierte Vorstellung bis zum 10. Februar an.

Veranstaltungskategorie: Workshop

Veranstalter

Junge Presse Berlin e.V.

Telefon: 030 30 87 845-55

E-Mail: jpb@jpb.de

Webseite: www.jpb.de

In den Herbstferien fand im Neuköllner Mädchenzentrum Szenenwechsel der talentCAMPus mit zahlreichen Projekten statt. U.a. haben über 30 Jugendliche zwei Wochen lang jeden Tag geprobt und ein Tanz-Theaterstück mit dem Titel „Metro International“ erarbeitet. Am 31. Oktober war die Uraufführung des ein-stündigen Stücks im Türkischen Theater Tiyatrom – und das vor vollem Haus! Wer den großen Auftritt verpasst hat, kann sich demnächst die Videodokumentation im Szenenwechsel anschauen. Sobald der Veranstaltungstermin feststeht, lassen wir es euch auf jup! wissen.

Einen kleinen Vorgeschmack auf die komplette Videodokumentation bekommt ihr in diesem Clip. Um auf ihre Abschlussveranstaltung aufmerksam zu machen, haben die Jugendlichen im Oktober spontan eine Freestyle Performance auf dem Alfred-Scholz-Platz gemacht. Schaut es euch an!

Ein Jugendtheaterprojekt im internationalen Austausch

Dass Jugendarbeit keine Landesgrenzen kennen muss, bewiesen die deutschen und polnischen Jugendlichen, die seit Ende 2014 gemeinsam an dem Jugendtheaterprojekt „Jugendcafé Warschau-Berlin“ teilgenommen haben. Durchgeführt wurde es vom Jugendkulturzentrum Dorozkarnia in Warschau, dem Haus der Jugend Charlottenburg und der Deutsch-Polnischen Oberschule „Robert-Jungk“ in Berlin.

Ab dem zweiten Schulhalbjahr 2014/2015 wurden parallel in beiden Jugendkulturzentren Kreativgruppen aufgebaut, die einmal in der Woche unter der Anleitung von Theater- und Musikpädagog*innen an einer thematischen Darstellungsform arbeiteten. So setzten sich die jeweiligen Gruppen mit den Themen „Religion und Glaube“, „Gemeinsame Geschichte (Zugehörigkeit, Teilung, Öffnung)“, „Sind wir Weltbürger?“ und „Unsere Hymnen, unsere Gemeinsamkeiten, unsere Unterschiede“ auseinander.

Zu Besuch bei Freunden – ein gemeinsames Theaterstück entsteht

Bis zur ersten Begegnungswoche erstellten die Gruppen Ideen, Entwürfe, Konzepte und erste Umsetzungen zu ihren gewählten Themen. Die Kommunikation fand dabei regelmäßig via Internet zwischen den beiden Häusern statt. Im April hieß es für die Berliner Jugendlichen: „Sachen packen! Wir fahren nach Warschau!“ Vorort lernten sich die beiden Teams kennen, tauschten sich aus, lachten zusammen und arbeiteten an der Entwicklung eines gemeinsamen Bühnenstückes. Der Gegenbesuch in Berlin fand dann im Mai statt und war für die polnischen Jugendlichen genauso aufregend wie zuvor für deutschen Teilnehmer*innen. Neben zahlreichen Ausflügen wurde auch fleißig gearbeitet, sodass das Projekt in den jeweiligen Jugendkulturzentren für die Aufführungen vorbereitet werden konnte.  Zum Ende des Projektes im Juni fanden zwei aufeinanderfolgende Aufführungswochenenden statt, an denen das Theaterstück in den durchführenden Häusern in Warschau und Berlin präsentiert wurde. Festgehalten wurden die ganzen Erlebnisse in einer Fotodokumentation auf zille54.de und in einem Videoclip. Reinschauen lohnt sich!

Sophia berichtet über ihr FSJ Kultur in der Jugendkunstschule ATRIUM - ein Ort für Kunst, Theater & Literatur 

Hallo! Ich bin Sophia und Kunst war für mich schon immer ein Mittel, um mich auszudrücken - ob in Form von Zeichnungen, Gemälden, Collagen, Filmen, Musik oder Tanz. Ich habe mich für das ATRIUM als FSJ-Kultur-Stelle entschieden, weil es mir wichtig war, in diesem freiwilligen Jahr meine Passion in einem kreativen und zugleich sozialen Umfeld einzusetzen und zu erfahren, ob ich mir danach ein Studium in dieser Richtung vorstellen könnte. Es war ein spannendes, buntes Jahr mit interessanten Menschen, den unterschiedlichsten Projekten und vielen neuen Eindrücken. Jetzt studiere ich Italienisch und Französisch an der Uni Hamburg und arbeite nebenbei an kleinen Filmprojekten. Zukünftig möchte ich gerne im Kulturbereich arbeiten- gerne auch im Ausland. Das freiwillige soziale kulturelle Jahr kann ich allen ans Herz legen, die sich einen Blick hinter die Kulissen wünschen und für soziale kreative Arbeit interessieren. Außerdem ist es eine gute Chance, um seinen Horizont zu erweitern und sich zwischen Schule und Ausbildung zu orientieren. Was genau ich in der Jugendkunstschule ATRIUM während meiner FSJ-Zeit alles gemacht habe? Schaut es euch an!