Theater

jup! zu Gast bei Mario Barths Bühnenprogramm! 
 

ein Text von Oliver Mattutat

 

Eine gute halbe Stunde mussten die Fans von Mario Barth am Freitag auf ihren Star und sein Bühnenprogramm ,"Männer sind bekloppt, aber sexy" warten.
Nach einem beeindruckenden Opening mit futuristischem Intro, bei dem Barth im Nebel vor einem Raumschiff erschien, erklärte er, dass das Saallicht nicht aus zu bekommen war und sich deshalb der Start verzögerte. Hörte sich nicht wirklich überzeugend an. Er nutze die Gelegenheit, um eine Verbindung mit dem BER herzustellen. Das funktioniert besonders in Berlin immer. Der Pressesprecher von Mario Barth bestätigte nach dem Auftritt die Aussage. "Die Verzögerung am Anfang lag tatsächlich daran, dass ein Teil des Saallichtes nicht ausging. Dafür war jedoch die Mercedes Benz Arena verantwortlich, nicht Mario Barth oder seine Crew.", sagte er jup! Berlin.

Was danach folgte, war der "typische Barth". Von links nach rechts lief er über die Bühne und erzählte Geschichten aus seinem Leben, die er mit geschickten Übergängen verband. Inhaltlich ging es natürlich um seine bekannten Themen. Männer, Frauen und welche Probleme sie miteinander haben. Er weiß es, mit seiner Mimik und Gestik gut zu garnieren und das genau macht den Unterschied zur CD, die wir uns am Ende des letzten Jahres schon für euch angehört haben. (Die ganze CD-Rezension könnt ihr hier lesen)
Als es gerade um "Fifty Shades of Grey" gehen sollte, entdeckte der gebürtige Kreuzberger einen kleinen Jungen in den ersten Reihen des Publikums. Timo hieß er und war zehn Jahre alt. Barth sagte zu ihm: ,"Timo, du wirst einiges, was ich jetzt erzähle noch nicht verstehen können, aber wenn du das einmal verstehst, wirst du dir sagen: Ah, das meinte der Barth!" Und so wandte sich Barth immer wieder an den kleinen Timo und auch die Mutter, die wahrscheinlich nicht dachte, dass sich aus dem Comedyabend eine Art Aufklärungsstartpunkt entwickeln würde. Denn der Kleine sollte einige Fragen mit nach Hause genommen haben.
Dem Publikum gefiel es. Den ganzen Abend belohnten sie Barth mit heiteren Lachern und Applaus.

Man muss Mario Barth lassen, dass er es schafft, die Hallen und Stadien dieser Nation zu füllen und das Publikum gut zu unterhalten. Auch an diesem Freitagabend war die Mercedes-Benz Arena in Berlin ausverkauft. Nach 2 1/2 Stunden voller Witze und irrwitzigen Geschichten endete der Abend mit Feuerwerk. Am Samstagabend trat Mario Barth erneut in der ausverkauften Mercedes-Benz-Arena auf. Bis zum nächsten Auftritt in seiner Heimatstadt verstreicht noch über ein Jahr. Am 08. Juli 2017 tritt er auf der Waldbühne im Olympiapark auf. Dieser Abend wird der Schlusspunkt werden. Alle seine Fans können beruhigt sein, Barth wird danach nicht seine Karriere beenden, sondern wechselt nur sein Programm.

 

 

 

Bilder vom Abend (Fotos: Oliver Mattutat):

"Das Tagebuch der Anne Frank" feierte am Dienstagabend Premiere auf der Berlinale 2016. jup!-Redakteurin Anne war dabei!

 

Es gibt wohl kaum einen Menschen, der den Namen Anne Frank nicht kennt. Sie verkörpert Geschichte, ihr Name wird mit einem der schlimmsten Ereignisse der deutschen Vergangenheit in Verbindung gebracht: dem Holocaust.

Die jüdische Familie Frank versteckte sich in Amsterdam in einem Hinterhaus vor den Nationalsozialisten. In dieser Zeit schrieb Anne Tagebuch, welches sie liebevoll "Kitty" nannte.
Das Versteck flog allerdings auf, die Familie wurde entdeckt und deportiert, lediglich Vater Otto Frank überlebte. Anne, ihre Schwester und ihre Mutter starben in Konzentrationslagern.

Die 16-jährige Lea van Acken spielt die Hauptrolle in dem Spielfilm und man hätte wohl kaum eine bessere Besetzung für diese Rolle finden können. Sie ist eine hervorragende Schauspielerin, welche dem Publikum Emotionen vermitteln kann und außerdem sieht sie Anne sehr ähnlich. Die Garderobe, Maske und das Setting unterstützten diesen Effekt zusätzlich noch, sodass ich mich als Zuschauer sofort in das Jahr 1942 zurück versetzt fühlte.
Der Film selbst hielt sich sehr stark an das Tagebuch, viele Monologe wollen dem Publikum die Person Anne näherbringen, auch wenn man manche Szenen hätte kürzen können.
Nichtsdestotrotz überzeugen die Schauspieler, von denen auch viele bei der Premiere dabei waren.

Die Darsteller der Hauptbesetzung "Familie Frank" sowie viele Nebenrollen kamen zur Weltpremiere in das Haus der Kulturen der Welt nach Berlin.
Zunächst gaben sie einige Interviews auf dem roten Teppich und danach schauten sie sich den Film mit uns an.

Offiziell in die Kinos kommt der Spielfilm am 3. März. Das Datum also am besten notieren, es lohnt sich nämlich auf jeden Fall!

 

ein Beitrag von Anne

Für alle, die sich Theater nicht nur anschauen, sondern eine Meinung dazu haben.
Für alle, die ihr Meinung in Text, Ton oder Bild festhalten und veröffentlichen möchten.
Und für alle, die damit bisher noch gar nichts am Hut hatten.

Vom 12. bis zum 14. Februar bietet die Junge Presse Berlin e.V. eine Themenwerkstatt Kunstkritik an. Gemeinsam werdet ihr ins Theater gehen, mit dem Kulturjournalisten Georg Kasch über die Arbeit in der Kunstkritik und den digitalen Journalismus sprechen, Frühstücken und euch selbst ausprobieren.
Keine Übernachtung. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Programm:

Freitag, 12. Februar:

Wenn ihr euch für den Workshop anmeldet, organisiert die Junge Presse Berlin e.V. euch einen kostenfreien Besuch in einem Berliner Theater am Freitagabend. Ihr könnt aus unterschiedlichen Vorstellungen wählen. Geplant sind:

  • „der herzlfresser“ / Deutsches Theater / 19.30 Uhr
  • „Mongoflipper“ / Theaterdiscounter / 20.00 Uhr
  • „Hans im Glück“ / Berliner Ensemble / 19.30 Uhr

Samstag, 13. Februar:

11:00 – 13:00 Uhr: Kennenlernen
13.30 – 17:00 Uhr: Gespräch mit Georg Kasch, Kulturjournalist und Redakteur des Theaterportals nachtkritik.de

Sonntag, 14. Februar:

10:00 – 12:30 Uhr: Theaterfrühstück
12:30 – 16:00 Uhr: Kritik-Werkstatt in Gruppen
16:00 – 18:00 Uhr: Präsentation

In der Kritik-Werkstatt habt ihr die Freiheit, euch mit dem von euch gesehenen Stück auseinanderzusetzen. Ob als Podcast, Video oder Text: Ihr habt die Wahl.

Anmeldung:

Fragen und Anmeldungen bitte an: ilja.wehrenfennig@jpb.de

Bitte melde dich mit einem Erst- und Zweitwunsch für die favorisierte Vorstellung bis zum 10. Februar an.

Veranstaltungskategorie: Workshop

Veranstalter

Junge Presse Berlin e.V.

Telefon: 030 30 87 845-55

E-Mail: jpb@jpb.de

Webseite: www.jpb.de

In den Herbstferien fand im Neuköllner Mädchenzentrum Szenenwechsel der talentCAMPus mit zahlreichen Projekten statt. U.a. haben über 30 Jugendliche zwei Wochen lang jeden Tag geprobt und ein Tanz-Theaterstück mit dem Titel „Metro International“ erarbeitet. Am 31. Oktober war die Uraufführung des ein-stündigen Stücks im Türkischen Theater Tiyatrom – und das vor vollem Haus! Wer den großen Auftritt verpasst hat, kann sich demnächst die Videodokumentation im Szenenwechsel anschauen. Sobald der Veranstaltungstermin feststeht, lassen wir es euch auf jup! wissen.

Einen kleinen Vorgeschmack auf die komplette Videodokumentation bekommt ihr in diesem Clip. Um auf ihre Abschlussveranstaltung aufmerksam zu machen, haben die Jugendlichen im Oktober spontan eine Freestyle Performance auf dem Alfred-Scholz-Platz gemacht. Schaut es euch an!

Ein Jugendtheaterprojekt im internationalen Austausch

Dass Jugendarbeit keine Landesgrenzen kennen muss, bewiesen die deutschen und polnischen Jugendlichen, die seit Ende 2014 gemeinsam an dem Jugendtheaterprojekt „Jugendcafé Warschau-Berlin“ teilgenommen haben. Durchgeführt wurde es vom Jugendkulturzentrum Dorozkarnia in Warschau, dem Haus der Jugend Charlottenburg und der Deutsch-Polnischen Oberschule „Robert-Jungk“ in Berlin.

Ab dem zweiten Schulhalbjahr 2014/2015 wurden parallel in beiden Jugendkulturzentren Kreativgruppen aufgebaut, die einmal in der Woche unter der Anleitung von Theater- und Musikpädagog*innen an einer thematischen Darstellungsform arbeiteten. So setzten sich die jeweiligen Gruppen mit den Themen „Religion und Glaube“, „Gemeinsame Geschichte (Zugehörigkeit, Teilung, Öffnung)“, „Sind wir Weltbürger?“ und „Unsere Hymnen, unsere Gemeinsamkeiten, unsere Unterschiede“ auseinander.

Zu Besuch bei Freunden – ein gemeinsames Theaterstück entsteht

Bis zur ersten Begegnungswoche erstellten die Gruppen Ideen, Entwürfe, Konzepte und erste Umsetzungen zu ihren gewählten Themen. Die Kommunikation fand dabei regelmäßig via Internet zwischen den beiden Häusern statt. Im April hieß es für die Berliner Jugendlichen: „Sachen packen! Wir fahren nach Warschau!“ Vorort lernten sich die beiden Teams kennen, tauschten sich aus, lachten zusammen und arbeiteten an der Entwicklung eines gemeinsamen Bühnenstückes. Der Gegenbesuch in Berlin fand dann im Mai statt und war für die polnischen Jugendlichen genauso aufregend wie zuvor für deutschen Teilnehmer*innen. Neben zahlreichen Ausflügen wurde auch fleißig gearbeitet, sodass das Projekt in den jeweiligen Jugendkulturzentren für die Aufführungen vorbereitet werden konnte.  Zum Ende des Projektes im Juni fanden zwei aufeinanderfolgende Aufführungswochenenden statt, an denen das Theaterstück in den durchführenden Häusern in Warschau und Berlin präsentiert wurde. Festgehalten wurden die ganzen Erlebnisse in einer Fotodokumentation auf zille54.de und in einem Videoclip. Reinschauen lohnt sich!

Sophia berichtet über ihr FSJ Kultur in der Jugendkunstschule ATRIUM - ein Ort für Kunst, Theater & Literatur 

Hallo! Ich bin Sophia und Kunst war für mich schon immer ein Mittel, um mich auszudrücken - ob in Form von Zeichnungen, Gemälden, Collagen, Filmen, Musik oder Tanz. Ich habe mich für das ATRIUM als FSJ-Kultur-Stelle entschieden, weil es mir wichtig war, in diesem freiwilligen Jahr meine Passion in einem kreativen und zugleich sozialen Umfeld einzusetzen und zu erfahren, ob ich mir danach ein Studium in dieser Richtung vorstellen könnte. Es war ein spannendes, buntes Jahr mit interessanten Menschen, den unterschiedlichsten Projekten und vielen neuen Eindrücken. Jetzt studiere ich Italienisch und Französisch an der Uni Hamburg und arbeite nebenbei an kleinen Filmprojekten. Zukünftig möchte ich gerne im Kulturbereich arbeiten- gerne auch im Ausland. Das freiwillige soziale kulturelle Jahr kann ich allen ans Herz legen, die sich einen Blick hinter die Kulissen wünschen und für soziale kreative Arbeit interessieren. Außerdem ist es eine gute Chance, um seinen Horizont zu erweitern und sich zwischen Schule und Ausbildung zu orientieren. Was genau ich in der Jugendkunstschule ATRIUM während meiner FSJ-Zeit alles gemacht habe? Schaut es euch an!