Kunst

Die Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung hat einen neuen Aktionsfonds für kulturelle Jugendbildung ins Leben gerufen. Dieser ist Teil eines neuen Projekts Jugend.Sprungbrett.Kultur kurz JSK! Das JSK soll helfen, Diversität, Transkulturalität und Partizipation aus der Perspektive von Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrung zu formulieren und sie zu unterstützen, ihre eigene Projekte und Ideen umzusetzen.

Der Aktionsfonds fördert mit den Mitteln des Landes Berlin – der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie – integrative und partizipative Maßnahmen und Projekte von und mit jungen Geflüchteten (14-27 Jahre). Bis zu 5.000 Euro können in diesem Jahr noch beantragt werden. Die Ausschreibung mit den Förderkriterien sowie die Formulare für die Antragstellung können auf der Website der LKJ Berlin hier heruntergeladen werden.

Wer kann gefördert werden?
Gruppen, Initiativen oder gemeinnützige Institutionen (e.V. oder gGmbH), Personen (junge Erwachsene ab 18 Jahren) mit Fluchterfahrung, Wohnort Berlin und die
- Haupttätigkeit in der kulturellen Kinder- und Jugendarbeit haben
- selbst Projekte/Maßnahmen von und mit Geflüchteten durchführen und/oder
- Projekte in Kooperation mit Selbstorganisationen / ehrenamtlichen Initaitiven junger Geflüchteter durchführen

Wie viel kann beantragt werden?
Einzelvorhaben können bis zu 5.000€ beantragen

Welche Vorhaben können beantragt werden?

Projekte für 14 bis 27-Jährige, die
- kreative/innovative künstlerische Ideen von Geflüchteten-Selbstorganisationen und
jungen Menschen mit Geflüchtetenstatus im Umgang mit traditionellen Künsten und
neuen Medien aufgreifen – Fotografie, Printmedien, Zeitungen, Rundfunk, Hörfunk,
social media, social network, Internet, Spoken words/Poetry slam,
Schreibwerkstätten, Theater, Musik, Tanz, Bildende Kunst etc.,

- kulturelle und alternative Lebensformen junger Geflüchtete als Ausgangspunkt
künstlerischer Praxis nehmen,
- kulturelle Bildung in verschiedenen Politikfeldern und Einrichtungen umsetzen.

Die Antragstellung ist ab sofort möglich!

Bei Fragen zur Antragsstellung kann sich an die Projektkoordinator*innen gewandt werden: Abdel Amine Mohammed (amine.mohammed@lkj-berlin.de) und Marwa Al-Radwany (marwa.al-radwany@lkj-berlin.de).

Quelle: LKJ

Du hast häufig Langeweile zu Hause? Du willst etwas unternehmen, doch weißt nicht, was? Du hast Bock auf Kunst und Kultur und das am Besten mit anderen Leuten? Dann verbring Deine Freizeit doch bei FRI-X BERG.

Unter dem neuen Namen FRI-X BERG werden die klassischen Strukturen der einzelnen Kunstbereiche aufgebrochen und zusammengeführt. Die unterschiedlichen Künste werden durch vielfältige Aktionen und Projekte miteinander verbunden. Exkursionen, Museumsbesuche, interdisziplinäre Wettbewerbe und Projekte sowie Filmevents sind integraler Bestandteil des Angebotes.

Neben einem umfangreichen Nachmittagsprogramm bietet das FRI-X Schulen und Kitas am Vormittag Kurse und Workshops sowie Weiterbildung für Künstler*innen, Lehrende und Erzieher*Innen an.

Der neue Standort am Tempelhofer Ufer verfügt über vier modern ausgestattete Räume und einen ruhigen und großzügigen Außenbereich mit verschiedenen Outdoor Spiel- und Bewegungselementen.

Also, wenn Du Lust auf künstlerische Angebote und kulturellen Erlebnissen hast, dann schau dort einfach vorbei.

Alle Informationen finden sich auf ihrer Internetseite: www.frixberg.de

 

 

VON ELISA

Die Lange Nacht der Museen 2018 fand dieses Jahr zum 38. Mal in Berlin statt. Am letzten Samstag im August konnten Touristen und Berliner von 18:00 Uhr bis 2:00 Uhr mehr als 80 Museen in der Hauptstadt besuchen. Dabei waren unter anderem klassische Museen, wie das Museum für Naturkunde, das Neue Museum und das Alte Museum, aber auch Gedenkstätten wie der GeDenkOrt Charité und das Mauermuseum. Wer sich eher für historische Gebäude interessiert, konnte sich das Schloss Charlottenburg und das Schloss Britz ansehen. Außerdem war das Deutsche Currywurst Museum Berlin und das Berliner U-Bahn-Museum für nachtschwärmende Besucher geöffnet. Es war also für Jeden etwas dabei.
Insgesamt wurde die Lange Nacht der Museen 2018 sehr gut angenommen. Rund 35.000 Besucher nutzten die späten Abendstunden, um mit nur einem Ticket jede Menge Austellungsorte zu besuchen. Auf den Straßen vor den Museen bildeten sich meterlange Schlangen und die öffentlichen Verkehrsmittel waren voll. Man hatte sogar das Gefühl, dass am späten Abend, bzw. in der Nacht mehr Leute ins Museum stürmten, als am Tage.
Die meisten Besucher zog es in das Museum für Naturkunde, wo man sich die Saurierwelt oder die größte Mineraliensammlung Deutschlands ansehen kann.
Ich war für jup! Berlin unterwegs und hatte eine gute Freundin im Schlepptau, die sich sehr für Museen interessiert. Für den Abend haben wir uns ziemlich viel vorgenommen, denn das Wetter war genau richtig, um die Zeit in einem schönen Museum zu verbringen. Es war sehr kalt und unangenehm draußen- der Sommer neigt sich langsam dem Ende. Als ersten Punkt auf unserer Liste hatten wir das Bode-Museum auf der Museumsinsel. Pünktlich zum Startschuss der Langen Nacht der Museen um 18 Uhr, besorgte sich meine Freundin ein ermäßigtes Ticket für 12 Euro. Ein unschlagbarer Preis, wenn man sich überlegt, dass man damit 80 Museen besuchen und gleichzeitig noch alle Öffis im Zeitraum der Veranstaltung benutzen kann.
Im großen Treppenhaus des Museums angekommen begrüßte uns das Reiterstandbild des großen Kurfürsten. Im Hintergrund lief eine fantasievolle  Musik, zu der sich junge komplett weißgekleidete Menschen des Staatsballetts Berlin mit viel Hingabe und Gefühl bewegten. Sofort in ihren Bann gezogen versanken einen Moment in ihren Bewegungen. Die Tänzer*innen nutzten vorwiegend die imposanten Treppenaufgänge des neobarocken Hauses. Nach der Eröffnung des Abends durch das Staatsballett, schlossen wir uns einem Museumsführer an, der ein Schild mit dem Wort „Entdecker“ hochhielt. Er zeigte uns in 15 Minuten die kleinen Details des Museums, die man während einer üblichen Führung aus Zeitgründen nicht erzählt bekommt. Wie zum Beispiel, warum die Treppen in Richtung des Einganges gerichtet sind oder wessen Köpfe an den Wänden der Eingangshalle sind. Danach schauten wir uns noch die Ausstellung der Kunst aus Afrika an. Dort wurden überwiegend Plastiken gezeigt, die in Afrika eine kulturelle Bedeutung haben. Insgesamt hielten wir uns aber nicht allzu lange in diesem Museum auf, weil wir unbedingt unseren Plan verfolgen wollten, alle ausgewählten Museen an diesem Abend zu schaffen.

 

Am 06.08. war jup! zu Gast im Archiv der Jugendkulturen in Kreuzberg.

Was ist das Archiv der Jugendkulturen? Das Archiv der Jugendkulturen ist ein Informations- und Kompetenzzentrum für Jugendkulturen Es sammelt, erforscht und vermittelt seit 1998 Kenntnisse zu Jugendkulturen und deren Lebenswelten. Dabei verfolgt es den Anspruch, eine von Werturteilen freie, dennoch kritische und differenzierte Auseinandersetzung mit Jugendkulturen und Szenen zu ermöglichen.

Das Archiv bietet auch Workshops zu unterschiedlichen Themen und künstlerischen Formen an. Zusammen mit jup! fand nun der Sommerferien-Comic-Workshop statt.

Neben Superheld*innen-Zeichnungen und vielen Übungen wurden auch unsere Gedanken zu den Kiezen, in denen wir leben, zu Papier gebracht. So entstanden Kiez-Maskottchen und Comic-Strips über das Leben rund um unsere Wohnungen.

Seid gespannt, die Zeichnungen erscheinen im Magazin #jupgedruckt!

Danke an die Künstlerin Lilli Loge für den tollen Zeichenworkshop!

 

Fotos © jup!

VON KRISTINA

In ihrem "Ich will verändern" Blog 'add passion' schreibt Kristina regelmäßig über Geschichten, die sie erlebt und Ereignisse, die sie in ihrer Umwelt beobachtet.

 

Wer nicht die Möglichkeit hatte, seine Sachen auf den Rücken zu klemmen und ein Sommerabenteuer zu erleben, der sollte sich auf die Socken machen für einen Kurztrip in die Alte Nationalgalerie. Wanderschuhe nicht vergessen! Auch wenn die Galerie nicht jeden in seinen Bann zieht, so hat die derzeitige Ausstellung "Wanderlust” doch tausende Besucher neugierig gemacht. Es scheint so, als würde der Hype fürs Wandern erst seit einigen Jahren andauern, tatsächlich hatten die Menschen schon immer großes Interesse, zu erkunden, oder aber einfach spazieren zu gehen.  
Auf den ersten Blick wird vielleicht nicht klar, wie sich Kunst und Wanderschaft überschneiden. Nach der Ausstellung seht ihr das anders.

 

Beim Wandern werden uns neue Einblicke in die Schönheit der Natur gegeben und so haben sich auch viele Maler in Europa die Leinwand unter den Arm geklemmt und nach romantischen Motiven gesucht. Durch das Wandern und Forschen entdeckten wir mehr und mehr, was unsere Welt zu bieten hat und so wurde die Entdeckung der Natur ebenfalls zum Thema der Ausstellung.  
Bekannte Künstler, wie Casper David Friedrich und Karl Friedrich Schinkel, sowie weniger bekannte Künstler, wie Carl Blechen und Gustave Coubert, nehmen einen mit in die Romantik.  
Weit brauchen wir gar nicht weit fahren, denn wie durch ein Fenster schaut man in die Alpen und die Highlands von Schottland. Insgesamt sind Künstler aus Deutschland, Dänemark, Frankreich, Norwegen bis hin Großbritannien und Russland vertreten.

 

Wie soll man Tanz in Worte fassen? Es geht nicht. Zumindest nicht ohne, dass dabei etwas verloren geht. Doch das Stück HILLBROWFICATION war  nicht nur Tanz. Beim TanzTHEATER sieht das alles etwas anders aus.

 

VON ZORA

 

Zu Gast im Gorki-Theater

Das Gorki, wenn man denn den richtigen Eingang findet, ist ein beeindruckendes Theater. Es erzeugt ein Gefühl von Nostalgie und Melancholie. Perfekt für Aufführungen der Klassiker! Das Stück HILLBROWFICATION war jedoch das komplette Gegenteil:. Bunt, laut, exotisch, anders.

Klitschnass vom Regen sitze ich im vollen Saal und warte. Die Leute tuscheln aufgeregt und sichtlich voller Vorfreude. Das Licht geht aus, die Scheinwerfer an. Das Stück beginnt! Musik ist zu hören und mit roboterartigen, abgehackten Bewegungen kommen die ersten Darsteller*innen nach einander auf die Bühne. Das Ganze wirkt etwas bizarr. Ich bin sowohl irritiert wie auch beeindruckt. So zu tanzen ist bestimmt schwierig!

 

Tanzen gegen die Aliens

Jemand mit Mikrophon kommt auf die Bühne und erzählt uns die Handlung und den Grund für diese Art der Fortbewegung. Aliens haben sich auf dem Planeten immer weiter unbemerkt ausgebreitet und übernehmen ihn nun. Die einzige Möglichkeit zu überleben, ist zu tanzen und sich so an die Außerirdischen anzupassen. Zum Beispiel durch traditionelle Tänze. Worauf das Mikro verschwindet und wie auf Knopfdruck alle anfangen zu tanzen und zu rufen, begleitet durch selbsterzeugte Bongo- und Xylophon-Musik. Die verworrene Choreo lässt die bunten Farben der Kostüme verschwimmen. Die Musik, durch Lautsprecher verstärkt, dröhnt in meinen Ohren. Der Tanz endet und die Story wird weitererzählt.

Diesen März zeigen Gangway e.V. und die Jugendstrafanstalt zusammen ihre "ZwischenWelten" im Berliner Abgeordnetenhaus. Auch der mittlerweile dritte Teil der Wanderausstellung, dieses mal unter dem Hashtag #maskenhaft, versucht wieder mit künstlerischen Mitteln den Raum zwischen Freiheit und Gefangenschaft auszuloten.

Unsere jup!-Redaktion hat hier ihre Eindrücke und Inspirationen, die sie beim Besuch der Ausstellung gesammelt hat veröffentlicht.

ZwischenWelten #maskenhaft ist noch bis 22.3. im Abgeordnetenhaus zu sehen.

VON NUSHIN

„Das Leben, das wir führen wollen, das können wir selber wählen. Also los, schreiben wir Geschichten, die wir später gern erzählen.“
(„Eines Tages, Baby“ von Julia Engelmann)

Diese und viele andere Zeilen, der 25-jährigen deutschen Poetry Slammerin Julia Engelmann konnte man auf der Bühne auf ihrer Deutschland Tour „Jetzt, Baby - Poesie und Musik“ hören. Die ehemalige Psychologiestudentin erlangte ihren Durchbruch vor über 4 Jahren bei einem Dichterwettstreit an der Universität Bielefeld. Ein Internetvideo, in dem Julia, inspiriert durch den "One day/Reckoning Song" von Asaf Avidan, eine Mischung aus Verdeutschung und eigener Kreativität sang, wurde innerhalb weniger Tage mehrere Millionen Mal auf YouTube geklickt.
 

Der Projektfonds Kulturelle Bildung wurde 10 Jahre alt - und bekam fast eine MIllion Euro zum Geburtstag! Wenn das mal keine Fete war...

Seit 10 Jahren fördert das Land Berlin mit dem Projektfonds Kulturprojekte für Kinder und Jugendliche gemeinsam mit Künstler*innen in Berlin. Über 150.000 Kinder und Jugendliche waren seit 2008 schon dabei. Und in Zukunft sollen es noch mehr werden. Statt der bisherigen 2 Millionen Euro im Jahr bekommt der Projektfonds ab sofort 2,9 Millionen jährlich!

Weihnachten rückt nun immer näher und die Weihnachtsmärkte stehen in den Startlöchern. Der Christmas Garden Berlin im Botanischen Garten stimmt mit seinen vielen Attraktionen auf Weihnachten und den Winter ein. Patrice und ich hatten die Möglichkeit, bei der Premiere am 17. November vor Ort zu sein und haben uns selber ein Bild von dem Christmas Garden gemacht.

 

VON ANNIKA | FOTOS: PATRICE

Bereits im letzten Jahr hat der Christmas Garden Berlin im Botanischen Garten mit seinen vielen Lichtern und Installationen die kleinen und großen Besucher*innen begeistert. Seit dem 17. November leuchten die Lichterketten wieder und es gibt zusätzlich viele weitere Attraktionen.

Am meisten Spaß macht ein Besuch, wenn es dunkel ist, da dann alle Lichter an sind und man die Stimmung mehr auf sich wirken lassen kann. Nachdem man den Eingang hinter sich gelassen hat, kommt man zu einem Tropfenhimmel, der den Spaziergang zum Platz zu einem Erlebnis macht.

Auf dem Platz, auf den man nun kommt, kann man sich mit Crêpe und Glühwein aufwärmen und für den zwei Kilometer langen Lichterweg stärken.
Auf der Empore ist eine Eislaufbahn, wo man sich Schlittschuhe ausleihen und entspannt über das Eis gleiten kann. Wer sich nicht auf das Eis traut, kann sich derweil in der „Santa- Clause“  neben an aufwärmen.

 

Unterwegs auf dem Lichterpfad

Der Rundgang, der links neben dem Weihnachtsbaum mit der großen 24 beginnt, ist voller Überraschungen. Es gibt kleine Stände mit Maronen oder Punsch und auch kleine Bänke zum stilvollen Fotos knipsen.

Wie man auf den Bildern erkennen kann, gibt es viele unterschiedliche Lichtershows. Es gibt leuchtende Geschenke, hell leuchtende Bäume und kleine Boote, die man in der nächtlichen Atmosphäre bestaunen kann. Am Ende vom Weg kommt ein hellerleuchteter Tunnel, der wunderbar zum romantischen Foto verleitet.

Alle Figuren sind an die Botanik angepasst und verleihen dem Botanischen Garten eine wunderschöne, winter- weihnachtliche Atmosphäre, die durch den Glühwein- und Maronen- Geruch weiter angefeuert wird.