Kunst

29.07.2017
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05.08.2017
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12.08.2017
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19.08.2017
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VON MAREIKE

"Es ist wunderbar zu sehen, wie Kinder großartige Künstlerinnen und Künstler sein können"
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Bezirksbürgermeisterin Franziska Giffey bei der Eröffnung der Ausstellung

Über 400 Kinder und Jugendliche aus drei Neuköllner Schulen haben ein halbes Jahr lang im Kunst- und Kreativzentrum Young Arts Neukölln mit Künstler*innen verschiedenster Kunstrichtungen zum Thema Doppelgänger gearbeitet. Im Rahmen des freien Kunstfestivals 48 Stunden Neukölln, das seit 1999 vielseitigste Projekte der Berliner Kunstszene unterstützt und zeigt, können wir nun auch spannende Arbeiten der jüngeren Künstlergeneration bewundern.
In Workshops, die von Berliner Künstler*innen über einen Zeitraum von jeweils drei bis fünf Tagen durchgeführt wurden, hatten Schüler*innen aus der 3. bis 10.Klasse die Möglichkeit, kreativ zu arbeiten und unterschiedliche Techniken für sich zu entdecken. Die entstandenen Arbeiten zum Thema Doppelgänger sind vom 22. bis zum 30. Juni 2017 für die breite Öffentlichkeit zugänglich.

„Wie wäre es, wenn es irgendwo auf der Welt eine Person gäbe, die dir im Aussehen so stark ähnelt, dass es zu einer Verwechslung kommen könnte? Wie würdest du leben, wenn es dich ein zweites Mal geben würde?“

Diesen Fragen widmeten sich die Kinder und Jugendlichen und experimentierten, unter Anleitung ausgewählter Künstler*innen, mit Fotografie, Streetart, Zeichnungen, Film und Textilien. Sie erschufen neue Identitäten oder erträumten sich die eigene neu. Die jungen Künstler und Künstlerinnen erdachten sich zudem beispielsweise Doppelgänger zu bekannten Persönlichkeiten wie die Security-Frau "Ferkel" (Angela Merkel) oder den Basketballspieler "Regierer" (Donald Trump). Auch entwickelten sie "Prototypen" für Klonmaschinen, um sich selbst zu vervielfältigen und so der ein oder anderen lästigen Pflicht zu entkommen. Eine Schülerin der dritten Klasse erzählte mir, dass sie ihren Doppelgänger dann gerne in die Schule schicken würde. Dieser Idee schloss sich auch der Bezirksstadtrat Jan-Christopher Rämer an, der die Ausstellung zusammen mit der Neuköllner Bezirksbürgermeisterin Dr. Franziska Giffey eröffnete und ebenfalls gern mal einen Doppelgänger ins Rathaus schicken würde. Die beiden hatten außerdem die großartige Möglichkeit, von einigen jungen Künstlern durch die Ausstellung geführt zu werden, die stolz von ihren eigenen Arbeiten erzählten und sich den Fragen der neugierigen Besucher stellten.
 

07.08.2017
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08.08.2017
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09.08.2017
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10.08.2017
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VON ZORA

Was machst du, wenn die Realität verschwimmt?

Wenn du nicht mehr zwischen Halluzination und Wahrheit unterscheiden kannst?

Was machst du, wenn dir eine tote Mitschülerin erscheint und dich bittet, ihren Tod zu erforschen?

Daniel ist 16 Jahre alt, spielt Football, ist beliebt und hatte keinerlei Verbindung zu Emily Jackson. Bis zu ihrer Beerdigung, als sie aus dem Sarg aufersteht und zu Daniel spricht. Er solle ihrem Tod auf den Grund gehen. Nachdem er nun auch noch von Emilys Bruder erfährt, dass Emily nie im Leben hätte ertrinken können, da sie eine begnadete Schwimmerin war, fängt er an, nachzuforschen.

Dabei gerät Daniel an dem Rande seines Verstandes. Er verzweifelt und alles verschwimmt.

Wem kann er vertrauen?

Was ist mit Emily wirklich passiert?

Was hat sein bester Freund Kyle damit zu tun?

Was passiert mit ihm?

Mit dem Buch Das tote Mädchen ist es Steven James gelungen, einen Jugend-Thriller zum Mitfiebern und Stauen zu schaffen. Mit seinem leichten und lockeren Schreibstil macht es Steven James einem leicht, seinen Schlaf zu vergessen. Ein Buch gut für alle, die Thriller mit etwas Mystery mögen!

Achtung! Dies ist nicht die originale Geschichte, sondern nur eine Zusammenfassung.

VON ALINA

Viele sind wohl schon umgezogen. Es gibt unterschiedliche Gründe dafür. Bei Jeff und seiner Familie liegt es daran, dass sein Vater einen neuen Job bekommen hat. Für Jeff und seinen Bruder Liu ist das sehr angenehm. Ein größeres Zimmer, eine neue Gegend: was will man mehr? Kurz nachdem sie eingezogen sind, kommt auch schon die freundliche Nachbarin vorbei und lädt die ganze Familie zur Geburtstagsparty ihres Sohnes ein. Oh Mann, die Leute sind gerade erst angekommen, noch nicht fertig mit Auspacken und werden gleich zu einer Kinderparty eingeladen. Respekt.

Doch trotz allem müssen Jeff und Liu am nächsten Tag gleich in die Schule. Beim Frühstückstisch verspürt Jeff allerdings ein komisches Gefühl, das er nicht einordnen kann. Dann, an der Bushaltestelle, kommt dieses Gefühl wieder. Und dort kommt es auch zu dem entscheidenden Zusammenprall. Ein paar Kinder, nicht älter als 12 Jahre, springen „total cool“ mit ihren Skateboards über Jeff und seinen Bruder hinweg. Der Anführer der Deppen heißt Randy und seine Sidekicks Keith und Troy. Schon wieder spürt Jeff dieses seltsame Gefühl und als Randy seinem Bruder das Portemonnaie klaut, flippt er aus. Ohne auf die Messer zu achten, mit denen er bedroht wird, verprügelt er sie alle und muss schließlich mit seinem Bruder zur Schule rennen, um dem Bus zu entgehen.

Zuhause hat Jeff beängstigend gute Laune und Liu kann noch immer nicht verstehen, wie sein Bruder dazu in der Lage war.

Am nächsten Tag ist der Spaß vorbei. Die Polizei steht vor der Tür. Sie wollen Jeff mitnehmen. Doch das lässt Liu nicht zu. Er überzeugt die Polizisten von Jeffs Unschuld und wandert in den Jugendknast. Alles nur, um seinen kleinen Bruder zu beschützen. Hätte er das mal lieber nicht getan.

Zwei Wochen später. Die Geburtstagsparty des kleinen Nachbarsjungen steht an. Nun ist die Frage, was zieht man zu einer Kinderparty an? Jeffs Eltern entscheiden sich für einen Stil a lá Gala und tragen Abendkleid und Anzug. Im Gegensatz dazu zieht sich Jeff wie ein normaler Mensch an.

Jeff, dem diese Verrücktheit wohl zu viel ist, spielt mit den Kindern, bis er plötzlich etwas hört. Rollen. Schon springt die Deppenbande über den Zaun und bedroht Jeff. Mit Pistolen. Ein heftiger Kampf quer durch das ganze Haus entbrennt. Und in dem Moment nimmt das Gefühl in Jeff Überhand und etwas zerbricht in ihm. Er schlägt auf Randy ein bis dieser aufhört, sich zu bewegen. Keith und Troy stehen nicht mehr untätig rum. Einer von ihnen zerschlägt eine Flasche mit Wodka auf Jeffs Kopf, was ihn aber nicht aufhalten kann. Troy geht zu Boden und Jeff und Keith verlagern den Kampf ins Badezimmer. Dort passiert es. Über den beiden kippt eine Flasche Bleichmittel aus und bedeckt die beiden von Kopf bis Fuß. Wissend, dass er Jeff nur auf eine Weise besiegen kann, zückt Keith sein Feuerzeug und setzt Jeff in Flammen.

Jeff erwacht im Krankenhaus. Er kann nichts sehen, denn sein Gesicht ist von Bandagen bedeckt. Er erfährt, dass aufgrund der Augenzeugenberichte, sein Bruder aus dem Jugendknast entlassen wurde. Es scheint, als würde alles gut werde. Doch Jeff weiß, dass es niemals wieder wie vorher wird. Seine Bandagen werden abgenommen und er kann zum ersten Mal sein entstelltes Gesicht sehen. Wie sieht er aus? Was sagt seine Familie zu? Hat Jeff den Verstand verloren? Findet es heraus!

Diese Geschichte wird euch ohne Zweifel einen Schauer über den Rücken laufen lassen.

 

29.08.2017
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30.08.2017
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31.08.2017
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01.09.2017
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Das durch den Kulturverein Schlesische 27 initiierte Projekt „Casa Mia“ wurde am 12. Mai 2017 nach sechsmonatiger Laufzeit erfolgreich als Ausstellung „Weltstadt - Erinnerung und Zukunft von Geflüchteten im Modell“ im Herzen Neuköllns präsentiert.
Auf mehr als 500qm kann im Agora Rollberg die Arbeit der insgesamt 150 Flüchtlinge unter Leitung und Mitarbeit diverser sozialer Einrichtungen bestaunt und erkundet werden.

Diese stellten in monatelanger Arbeit Modelle ihrer heimischen Lebensorte her. Alles im Maßstab 1:10 und aus den unterschiedlichsten Materialien und Techniken. Menschen aus Ägypten, Afghanistan, Albanien, Benin, Elfenbeinküste, Eritrea, Guinea-Bissau, Iran, Irak, Kosovo, Libanon, Mali, Marokko, Mauretanien, Niger, Pakistan, Somalia, Syrien, Tschetschenien, Ukraine nahmen an dem Projekt teil. Diese gigantische Vielfalt spiegelt sich in der stark variierenden Gestaltung der Wohnhäuser wieder.

 

Habt ihr mal wieder Lust, euch richtig zu gruseln? Geben euch Horrorgeschichten vielleicht den Kick, den ihr sucht? Dann ist Creepypasta das richtige für euch. Doch was ist das eigentlich? Nun, das werde ich euch erklären.

VON ALINA

 

Was bedeutet Creepypasta?

Das verwirrt die meisten Leute am Anfang. „Creepy“ bedeutet übersetzt ganz klar „gruselig“. Aber „pasta“? „Nudeln“! Oder?
Das „pasta“ kommt jedoch in Wahrheit von „copy and paste“, was soviel wie „kopieren und einfügen“ bedeutet. So verbreiten sich die Geschichten nämlich. Man kopiert sie und lädt sie irgendwo wieder hoch, um sie mit anderen zu teilen.

 

Was sind Creepypasta?

Creepypasta sind Horrorgeschichten, die im Internet kursieren. Manche sind Legenden, andere pure Fiktion. Ihr Ziel ist es, dem Leser oder Zuhörer eine Gänsehaut und Albträume zu verpassen. Oft werden sie von Bildern untermalt, die das Kopfkino noch mehr anregen.

 

Welche Arten von Creepypasta gibt es?

Es gibt sehr viele. SCP ist zum Beispiel eine Reihe von Geschichten über übernatürliche Wesen. Es gibt Creepypasta in kurzer oder langer Form. Kennt ihr das Spiel Slenderman? Auch das wird zu den Creepypasta gezählt. Ob über einen Mörder, eine Krankheit, eine Legende oder einfach ein Monster unter dem Bett, für jeden ist etwas dabei. Auch treten Creepypasta nicht nur als Geschichten, sondern auch als Gedichte oder Videos auf.

VON MAREIKE

Juergen Teller, einer der international gefragtesten Fotografen der Gegenwart, begann seine berufliche Laufbahn, ebenso wie seine Eltern, mit einer Lehre als Bogenmacher für Streichinstrumente. Aufgrund einer Allergie wechselte er jedoch bald zum Studium der Fotografie nach München, bevor er mit 22 Jahren nach London zog, wo er seitdem lebt und als freier Künstler arbeitet.

Teller erhielt zunächst Aufträge in der Musikbranche: Er portraitierte Musiker, fotografierte für Plattencover und begann gegen Ende der 80er Jahre sogar für bekannte Modemagazine wie die einflussreiche britische Modezeitschrift i-D oder internationale Ausgaben der Vogue zu arbeiten.

Sein eigentlicher Durchbruch gelang ihm 1991, als er die US-amerikanische Band Nirvana auf ihrer Nevermind-Tour begleitete, deren Album "Nevermind" heute wohlgemerkt zu den wichtigsten Alben der Musikgeschichte gezählt wird, da es sich weltweit über 30 Millionen Mal verkaufte. Ebenso wie er Frontmann Kurt Cobain damals in sehr persönlichen und authentischen Momenten ablichtete, gelang es ihm auch bei weiteren großen Namen wie Kate Moss, Kanye West und Kim Kardashian, die wir sonst ausschließlich von perfekt inszenierten Bildern kennen.

 

„Was mich letztlich einzig und allein interessiert, ist die Interaktion zwischen zwei Menschen. Einer von denen bin ich, der Fotograf. Und wenn mich diese Begegnungen berühren, dann ist es gut.“ - Juergen Teller

 

VON ZORA

 

Mit der U-Bahn verfahren, 5 Minuten zu spät und außer Atem ankommen. Ein super Start ins Wochenende! Empfangen werde ich nun schon von einem vollen Saal und den Schüler*innen der Tesla Schule. Diese sind gerade dabei ihre Wunschvorstellungen einer neuen Welt vorzustellen. Nach dem Weltuntergangscountdown bin ich mir sicher, spannend war das nicht. Doch das Stück warum ich hauptsächlich hier bin, findet erst noch statt.

Nach der kleinen Pause, in der man wunderbar auf dem Flur die Schüler*innen beim Bottleflippen mit dem Fuß beobachten konnte, geht es nun endlich los mit dem Stück „Life“ von der Hans-Gerade-Schule.

 

VON MORITZ KNOLL

 

Ich traf Jérôme Depierre vergangenen Monat am 'Zwingli', einem kleinen Parkourpark in Moabit. Der saltoschlagende Schweizer zückte nach vollendetem Sideflip eine Visitenkarte bezüglich meiner Nachfrage nach dem Zweck seines Aufenthalts in Berlin.
Ein Student der Fotografie an der BTK, bereits sehr profiliert, doch mit dem Verlangen nach mehr Wissen und einem Szenewechsel in die Stadt der Städte gekommen.Wir tauschten unsere Kontaktdaten aus und treffen uns einige Wochen später in einem Café am Kottbusser Tor.

Jérôme ist 23. Er ist zum vergangenen Wintersemester nach Berlin gekommen. Fand nach der üblichen Odyssee durch den Berliner Wohnungsdschungel schließlich ein Zuhause in Charlottenburg. Mit Wurzeln in Italien, der Welschschweiz und Tschechien sehr international aufgewachsen, spricht der sympathische Student fünf Sprachen.  Seine Passion gilt neben dem Fotografieren dem Film, dem Radfahren, dem Abschalten und dem Wertschätzen des Moments. In der Lage zu sein, zu fokussieren, die Kamera oder das Smartphone wegzulegen und durchzuatmen.

Wir beobachten einige Zeit die rauchenden und Shawarma verschlingenden Passanten durch die riesige Glasfront des 'Luzia' und widmen uns dann dem Milchkaffee und dem mit Fragen übersäten Zeichenblock.

 

VON ZORA

 

Sprechende Bäume, riesige Roboterspinnen, misslungene Zeitreisen, weinende Drachen, tief dunkle Bunker und ein Plan zur Vernichtung der Menschheit: all das und vieles mehr steckt in Green Net – dem Roman von Wilfried von Manstein (erschienen im INMO-Verlag).

 

Hauptcharakter der Geschichte ist der 12-jährige Mario, welcher viel lieber mit Bäumen als mit Menschen redet.

Schule macht ihm keinen Spaß, seine besten Freunde sind die alte Kastanie Äskulus und dessen Efeu-Frau Hallucia. Mario selbst bezeichnet sich als Kastatienkind. Er führt ein rund um sorgloses und normales Leben. Bis zu dem Tag, an dem seine Mutter während eines Besuchs beim Kinderpsychologen angegriffen wird und ins Koma fällt. Doch mit der Zeit wachsen ihr Wurzeln aus den Füßen. Mit Rado, der 14-jährigen Schülerzeitungsredakteurin, teilt er nun dasselbe Schicksal, denn Rados Vater, der Psychologe, ist ebenfalls betroffen.

 

Rado sucht den Erfinder und Zeitreisenden Lam-Pi-Jong auf. Dieser weiß sofort, dass es sich hierbei um eine seiner Erfindungen handelt. Den sogenannten Zeiter. Der Zeiter ermöglicht es, Pflanzen zu beschleunigen, so dass diese laufen und mit Menschen reden können. Allerdings klappt dieser Vorgang auch andersherum. Währenddessen nimmt Mario mit Äskulus und Hallucia an der Pflanzenversammlung teil, um den Weltbaum Yggdrasil um Hilfe zu bitten. Doch Mario wird entdeckt und soll, als Strafe für sein Eindringen, sterben.

 

Die Übernahme eines gefährlichen Auftrags ist die einzige Chance, lebend aus der Sache heraus zu kommen. Er soll die rebellierende Würgefeige Reginald, welche im nahliegenden Zoo steht, ausspionieren und Bericht erstatten. Doch beim Versuch Reginald auszukundschaften, gerät Mario in Gefangenschaft und muss mehrere Monate in einem Bunker ausharren. Erst eine, von seiner Freundin Rado und Lam-Pi-Jong initialisierte, Zeitreise rettet Marion.

 

VON SINA | CHARLOTTE

 

„TANZKOMPLIZEN: Zeitgenössische Tanzproduktionen für Menschen jeglichen Alters. Die aktuelle Reihe befasst sich mit dem Element Feuer in all seiner schönen, gefährlichen Kraft.“

 

Das erste Stück trägt den Namen „Loveline“. Ein Theater, teilweise im wahrsten Sinne, über flammende Liebe. Eine Vier-Mann-Produktion bestehend aus einer weiblichen und zwei männlichen Protagonisten und einem unterstützenden Licht- und Tontechniker. Aufgeführt wird das Ganze im Podewil, ein Teil des Grips-Theaters in Berlin-Mitte. Dr. Loveline, erkennbar an einem auffälligen äußeren Erscheinungsbild, gibt den beiden Verliebten, Izi und Otto, Tipps und stellt einen menschlichen Ratgeber da. Eine große Unterstützung bieten dabei seine zwei Monologe, die die Darbietungen der monotonen halb-akrobatischen Leistungen in Sachen Verständnis unterstützt.

Wenn man rein kommt, erwartet einen eine schöne Tanzfläche. Die Erwartungen steigen. Dem Namen „TANZKomplizen“ soll das gerecht werden. Den Stil beschreiben, mit welchem Werte in dem Stück vermittelt werden, kann man jedoch nicht ganz. Eine spezielle Art des Contemporary. Eine Variante des Dramas. Der Aspekt, dass Raum zur persönlichen Auseinandersetzung bleibt, könnte es auch zu einer Komödie machen. So außergewöhnlich der Aufbau des Stückes auch ist, die Darstellung ist außergewöhnlicher.

Für wen die Produktion am besten geeignet ist, lässt sich schwer sagen. Empfehlenswert ist sie dennoch für Jugendliche ab 12 Jahren, da es sonst schwer werden könnte, dem Geschehen zu folgen. Auch das Geschehen richtig einzuordnen, könnte schwer werden. Aber an alle Kunst- und Interpretationsliebhaber: Geht ins Theater und schaut euch „Loveline“ an.

VON CHARLOTTE UND SANDY

 

Frauen leiden unter Stimmungsschwankungen und Männer sitzen breitbeinig in der U-Bahn. Nur Klischees? Oder auch etwas Wahres dran?
Schüler*innen der Max-Beckmann-Oberschule setzen sich in ihrem eigenen Theaterstück "Stören²" mit dem Thema "Sexismus im Alltag" auseinander.

Aufgeführt wir das Stück auf dem TUSCH FESTIVAL vom 28.- 31. März

Charlotte und Sandy waren bei einer Probe dabei und haben mit Iman, Claudia und Philipp über ihre Erfahrungen mit Sexismus im Alltag und ihr Theaterstück gesprochen!

 

"Let's dance" heißt es ab dem 15. März im Theater Podewil. Das Projekt TANZKOMPLIZEN geht in die nächste Runde. Unterschiedliche Erfahrungen, Biografien und Talente, sechs Choreografen und ihre künstlerischen Teams arbeiten seit Anfang des Jahres als Komplizenteam zusammen und entwickeln je drei abendfüllende Tanzproduktionen, die sich theamtisch auf die Elemente Feuer und Wasser beziehen.

 

#LOVELINE

Den Auftakt macht ab dem 15. März das Stück LOVELINE, indem die BRANDHERDE der LIEBE im Mittelpunkt stehen:

 

"Otto und Izi treffen sich auf einer Party zum ersten Mal. Fruchtbowle, Zungenküsse, oh Gott wie geht das?
Fragen an Dr. Loveline, für die sich normalerweise jeder schämt.  Aber nicht bei uns, hier wird gefeiert und ausprobiert, wie sich die neue Freiheit anfühlen könnte. Kennt ihr das?
Immer in der Nähe von jemandem sein zu wollen. Verdammt! Und diese Eltern. Kommen immer rein, wenn sie nicht sollen!
Wie verhindere ich das? Dr. Loveline hat auf alle Fragen Antworten, wenn auch manchmal ungewohnte.
Es brennt , es brennt schon lichterloh, die Liebe macht mich – noch! – gar nicht froh."

 

Ihr seid neugierig? Dann ab ins Podewil mit euch! Informationen zu Tickets und Preisen findet ihr hier!

 

+++ VERLOSUNG +++

Ihr habt kein Geld? Kein Problem! Wir verlosen 2 Freikarten für die Aufführung am 18. März (17:00 Uhr, Podewil)!

Schreibt einfach eine Mail an info@jup.berlin! Einsendeschluss: 14. März 2017!

 

Aufführungstermine:

15. Mär 2017, 10:30 - 11:30

17. Mär 2017, 10:30 - 11:30

17. Mär 2017, 17:00 - 18:00

18. Mär 2017, 17:00 - 18:00

 

Dein Auftrag: Setze künstlerisch um, welche Forderungen du an Politik und Gesellschaft richten möchtest oder zeige in deinem Kunstwerk Jugendliche, die das tun.

 

  • Wie können Jugendliche gehört werden?

  • Wie machen Jugendliche auf sich aufmerksam?

  • Was würdest du gerne von Politik und Gesellschaft einfordern?

  • Was muss sich verändern, damit Politik und Gesellschaft in Deutschland jugendgerechter werden?

 

Entstehen soll ein Bild im Querformat im Verhältnis 1,75 x 1 (mindestens 35 cm Breite und 20 cm Höhe. Bitte wähle keine kleinere Größe). In der Wahl deines künstlerischen Mittels bist du völlig frei – ob Malerei, Zeichnung, Fotografie, Collage, Graffiti, Tape Art oder eine andere Technik. Wir sind gespannt auf deine Ideen! Auch Gruppeneinreichungen sind möglich. Du kannst ein Bild einreichen wenn du zwischen 12 bis 27 Jahren alt bist.

 

Was kannst du gewinnen?

Dein Kunstwerk wird im Großformat gedruckt und öffentlichkeitswirksam während der JugendPolitikTage 2017 am Brandenburger Tor präsentiert sowie bei der Jugendmeile im Rahmen des Tags der offenen Tür im Bundesjugendministerium im August 2017 ausgestellt. Dein Name bzw. die Namen aller, die am Kunstwerk beteiligt waren, werden im Rahmen der Ausstellung natürlich genannt. Außerdem kannst du dich bzw. kann deine Gruppe sich über einen Gutschein im Wert von 200 Euro für Künstlerbedarf freuen.

 

Einreichungen sind bis zum 01. April 2017 hier online möglich!

 

Was passiert mit deiner Einreichung?

Eine Jury, die sich aus Vertreterinnen und Vertretern des Bundesjugendministeriums, des Bundesprogramms „Demokratie Leben!“ der Jugendpresse Deutschland e.V. und der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e.V. zusammensetzt, wird sechs
Kunstwerke prämieren. Dafür werden die Einreichungen nach dem Alter in drei Altersklassen eingeteilt: 12 bis 16, 17 bis 21 sowie 22 bis 27. Aus jeder Altersklasse werden zwei Einreichungen gleichberechtigt ausgezeichnet. Wir geben dir Mitte April Bescheid, ob dein
Kunstwerk ausgezeichnet wird.

 

+++ Achtung, Achtung: Was musst du bei deiner Einreichung beachten? +++

  • Bitte reiche nur ein Kunstwerk zum Wettbewerb ein.
  • Bitte gib an, ob deine Einreichung in Einzel- oder Gruppenarbeit entstanden ist und nenne die Namen und das Alter aller Beteiligten.
  • Bitte gib an, zu welcher Altersklasse du oder deine Gruppe gehören. Ist deine Gruppe gemischt, gib bitte an zu welcher Altersgruppe die Mehrheit gehört.
  • Deine Einreichung übermittelst du digital im Upload-Portal der Jugendpresse. Zugelassene Dateiformate sind tif, jpeg oder pdf. Die Auflösung sollte 1.200 dpi betragen. Wenn du dir unsicher bist, kannst du dein Kunstwerk in einem Copyshop einscannen lassen – nenne den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einfach die oben genannten technischen Anforderungen (Dateiformat und Auflösung).
  • Dein Kunstwerk sollte im Original mindestens 35cm mal 20cm groß sein, damit es sich für den Druck eignet. Aber Achtung: Davon werden später im Druck nur 34cm mal 18cm vollständig sichtbar sein – platziere also am besten keine wichtigen Gestaltungselemente am Rand.

Du hast noch Fragen offen? Dann melde dich bei Viktoria: v.hahn@jugendpresse.de

 

Quelle: www.jugendpresse.de

In dieser Portraitreihe wird jeden Monat ein neuer interessanter Fotoblog (Instagram, Tumblr oder auch Facebook) vorgestellt.

Die krasseste Fernbeziehung von der du je gehört hast

 

VON ABDU BAACK

 

In dieser Portraitreihe wird jeden Monat ein neuer interessanter Fotoblog (Instagram, Tumblr oder auch Facebook) vorgestellt.

 

Heute: Diana, 23 Jahre, Paris

 

24.07.2017
16.00
31.07.2017
16.00
07.08.2017
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14.08.2017
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19.07.2017
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26.07.2017
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02.08.2017
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09.08.2017
13.00

 

"Qual der Wahl oder auch Leben im Überfluss" by Abdu Baack

 < 10. QUAL DER WAHL ODER AUCH LEBEN IM ÜBERFLUSS > 

 

 

"ALEX PART II" by Abdu Baack

 < 9. ALEX PART II > 

 

 

"ALEX PART I" by Abdu Baack

 < 7. ALEX PART I > 

 

 

"YOUNG THUG LIFE" by Abdu Baack

 < 1. YOUNG THUG LIFE > 

 

< 4. BIRTHDAY KID >

 < 4. BIRTHDAY KID > 

 

Du hast am 11.12. noch nichts vor? Normale Weihnachtsmärkte hängen dir zu den Ohren raus - weil die sind ja ohnehin alle gleich? Dann haben wir hier etwas für dich!
Der Anti-Christmas-Market ist der Antiheroe unter den Weichnachtsmärkten. Bestaune Künstler und ihre Produkte, unterstütze lokale Künstler und gönn dir mal einen etwasa anderen Weihnachtsmarkt. Wir finden es geil und würden es nur jedem empfehlen.

 

via GIPHY

 

Morgen gibt es übrigens eine coole Verlosung, wenn ihr auf dem laufenden bleiben wollt liket und folgt uns auf Facebook, Instagram oder Snapchat!

23.07.2017
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30.07.2017
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06.08.2017
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02.08.2017
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03.08.2017
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VON AMANDA

 

Seine Waffe? Rot und aus Stahl. Seine Erscheinung? Gelassen und Scherzend. Von wem die Rede ist? Von Nils Landgren. Wer ihn noch nicht kennt, ist nicht zwangsläufig selber schuld. Denn Mr. Redhorn ist eher unserer Elterngeneration bekannt durch Kooperation mit ABBA, eigenem Funklabel „Funkunit“ und einem begnadeten Beherrschen der Posaune. Als wäre es nicht genug des Guten, singt er auch sehr sanft und ist seit über 38 Jahren glücklich verheiratet. Ihr werdet es ahnen, Nils Landgren ist für mich etwas wie ein moderner Superheld.

Auf dem Young Euro Classic Festival hatte ich die Chance, ihn persönlich kennen zu lernen und ihn für ein Interview zu gewinnen. Dort stellte er sein Improvisationstalent beim „Klassik meets Jazz-Abend“ vor.

Ein Beitrag von Anne und Alina

 

Vom 12. bis 14. August war es soweit: Die alljährliche Tattoo Convention fand zum 26. Mal in Berlin statt.

Verschiedenste Künstler aus aller Welt zeigten ihre Werke und stellten ihr Können unter Beweis. Es gab eine Menge zu entdecken - von spannenden Contests auf der Bühne, bis zu Spontan- Tättowierungen mancher Besucher. Aber seht am besten selbst, Anne und Alina waren für euch vor Ort und haben ihre Eindrücke in einem Videobeitrag festgehalten.

 

Vom 02.-07.September fand auf dem Berliner Messegelände die IFA (Internationale Funkausstellung) statt. Wie in den Jahren zuvor gab es einen Bereich, speziell für die jünger Zielgruppe: YoungIFA in Halle 15.2! Lucas und Sandy von jup! waren am Samstag vor Ort und haben sich durch das Programm treiben lassen. Spezielles Highlight: Die 7. Offene Berliner Meisterschaft im Cosplay unter der Schirmherrschaft der Japanischen Botschaft!

 

VON LUCAS UND SANDY

 

Messe Berlin, Eingang Ost, dann die Treppe nach ganz oben und dann rechts. Da war sie: Die Halle 15.2! Der  YoungIFA-Bereich! Was begegnete uns gleich zuerst? Ein Stand von NHK, offensichtlich ein japanischer Fernsehsender,  bei dem wir uns mit den freundlichen Mitarbeiter*innen unterhielten, um zu wissen, was es damit auf sich hat:

 

,,Also, NHK sind die Kürzel für Nippon Hoso Kyokai und das steht für NHK als Fernsehsender. NHK ist ein Fernsehprogramm, ein öffentlich-rechtlicher und ist quasi ein Äquivalent zu  ‚Das Erste‘. Unser Hauptfokus liegt auf NHK World, dazu ist auch unser Stand hier auf der Young IFA.‘‘

 

Doch welchen Schwerpunkt hat der Fernsender?

 

,,Der besondere Schwerpunkt von NHK ist NHK World. Ein Programm, mit dem unsere Angebote auch im Westen ankommen und verstanden werden können. Das geschieht durch Dokumentationen, durch Nachrichten über Asien und natürlich auch über Japan. Der Fokus liegt auf Japan, aber auch über den Rest Asiens und auch seine Pop-Kultur berichtet NHK World.‘‘

 

Das erfuhren wir also zuerst über diesen Fernsehsender an sich. Darüber hinaus geisterte noch ein großes, braunes Maskottchen, das NHK mitgebracht hatte, durch die Halle: Domo! Doch Domo war nicht allein unterwegs. Auch Bunny - ein rosa Wesen – war mit vor Ort. Beide konnten von jedem geknuddelt und für lustige Fotos genutzt werden.

Plötzlich, kurz vor elf Uhr, wurde die Halle dann von dutzenden Cosplayern überschwemmt.

Wasser. Strahlender Sonnenschein. Gute Musik. Wo befinden ich mich? Auf Mallorca? Nein, ich war in Hamburg auf dem MS Dockville! Das Festival feierte zehnjähriges Jubiläum und ich war dabei. Meine Tops und Flops des Wochenendes erzähle ich euch hier.

 

VON ANNE
 

Ich war nun bereits zum sechsten Mal in Hamburg und es regnete immer bei meinen Besuchen. Ich war also umso überraschter, als ich am 19. August auf dem MS Dockville Gelände ankam und die Sonne schien. Das Festival ging offiziell bis zum 21. August, meine Freunde und ich blieben jedoch noch bis Montag und reisten in aller Ruhe ab.

 

Freitag - Und es geht los!

Was macht man am ersten Tag eines Festivals? Richtig, man baut sein Zelt auf und erkundet das Gelände! Meine Freunde waren bereits am Donnerstag angereist, also konnte ich mir das quälende Zeltaufbauen sparen, einfach meinen Rucksack in unser Zelt werfen und mich auf Erkundungstour begeben.
Wir waren wirklich überrascht, wie groß das Gelände war! Elf Bühnen waren auf dem Platz verteilt, manche bestanden lediglich aus einem liebevoll geschmückten Bus, auf welchem DJ's auflegten. Besonders beeindruckend fanden wir die kleinen Wege, welche die kleinen Stages miteinander verbanden. Diese führten vorbei an Bäumen, wo sich Hängematten und wunderschöne selbstgemachte Sitzgelgenheiten befanden. Da man sich so etwas oft schlecht vorstellen kann, habe ich für euch einige Bilder gemacht, also schaut selbst!

Als es dann auf die großen Bühnen zuging, waren wir zunächst etwas verwirrt, da diese nicht beschriftet waren und man sich daher erst einmal kurz zurecht finden musste. Auch das war schnell erledigt, schließlich erhielt jeder Festivalbesucher einen kleinen Ablaufplan mit dem aufgezeichneten Geländeplan auf der Rückseite.

Für mich ging es am Freitag direkt mit einer meiner Liebingsbands los: The Neighbourhood! Ich war bereits vor einigen Jahren auf einem Konzert der US-amerikanischen Alternative-Rock-Band und muss leider sagen, dass dieser Konzertauftritt damals sehr enttäuschend war. Ich bin wirklich ein großer Fan ihrer Lieder, allerdings lieferten sie keinerlei Bühnenperformance ab. Jesse, der Frontmann, bewegte sich keinen Zentimeter und interagierte auch überhaupt nicht mit dem Publikum. Die Show war nach nur etwas mehr als einer Stunde vorbei, eine richtige Enttäuschung für den Hauptact eines Konzerts. Demnach ging ich mit gemischten Gefühlen an die Performance auf dem Festival heran und genauso verließ ich die Show auf dem Dockville auch wieder. Zwar erwies sich, dass Jesse sich doch bewegen und sich mit dem Publikum unterhalten kann, dennoch kam die Band 20 Minuten zu spät und hörte pünktlich auf! Naja, das gehört vielleicht auch einfach zum Image einer Rockband. Da gab es definitiv überzeugendere und überraschendere Bands, dazu gleich mehr.

Eine weitere Entdeckung, die wir schnell machten, war, dass keine Band einen Banner oder ähnliches auf der Bühne hatte. Auch keine Monitore waren aufgebaut, also blieb die Bühne selbst meist schwarz. Nur einzelene Acts, wie zum Beispiel Aurora, welche einen Wald im Hintergrund projiziert bekam und nebenbei auch noch selbst Seifenblasen auf der Bühne machte, widerlegten die Regel.

Vom 19. August bis zum 21. August feiert das MS DOCKVILLE dieses Jahr Zehnjähriges mit Acts wie Bastille, K.I.Z., Milky Chance, Frittenbude, Crystal Fighters, The Neighbourhood, OK KID und vielen mehr! Das lassen wir uns natürlich nicht entgehen und berichten für euch live von dem mega Event!

 

EIN BEITRAG VON ANNE

 

Was macht man im Sommer? Natürlich auf Festivals gehen! Für mich steht das MS DOCKVILLE diesen Monat in Hamburg an. Ich habe vor einigen Wochen von dem Event erfahren und allein K.I.Z. und The Neighbourhood waren für mich Grund genug, um meine sieben Sachen zu packen und mich in einen Bus nach Hamburg zu setzen.

Letztes Jahr waren unglaubliche 25.000 Besucher bei knapp 130 Acts mit dabei.
Dieses Jahr erwarten uns:

 

Freitag:

Bastille, Milky Chance, The Neighbourhood, David August, Feine Sahne Fischfilet, Matt Corby, Ry X, Unknown Mortal Orchestra, Dcvdns, Super Flu, Niconé & Sascha Breamer, Nahko And Medicine For The People, Abby, Erobique, Sookee, Sara Hartman, Lola Marsh, U3000, Coma, Einmusik, Dj Paypal, Soukie & Windish, Die Boys, Fil Bo Riva, Moglebaum, B-Ju, Ticklish, Tereza, Bastard Sugar, Sick Hyenas, Yoki, Tanzklub Nord, Smirnoff Sounc Collective Camp, Hoch10 Floor

 

Samstag:

Foals, Crystal Fighters, Bilderbuch, Aurora, Ok Kid, Karate Andi, Rødhåd, Monkey Safari, Stimming, Die Goldenen Zitronen, Schnipo Schranke, Bebetta, L’aupaire, Honne, Vök, Kytes, Lambert, Grandbrothers, Drangsal, Fakear, Oscar, The Garden, Meute, Pretty Pink, Ekali, Kassem Mosse, Fjaak, Thomas Lizzara, Lawrence, Zomby, Mc Bomber, Beaty Heart, Loyle Carner, Dicht & Ergreifend, Rss Disco, Haiyti Aka Robbery, Shy Shy Shy, King Kong Kicks, Moscoman Born In Flamez, Kuf, Smirnoff Sounc Collective Camp

 

Sonntag:

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Ein Beitrag über K-Pop und den deutschen Vorentscheid für das K-Pop World Festival 2016.

 

VON LUCAS

 

Am 25.6. fand im Tempodrom der deutsche Vorentscheid für das K-Pop World Festival 2016 in Südkorea statt. Aber, Moment mal, ist K-Pop nicht eine Musikrichtung? Wie kann es dafür einen ''Vorentscheid'' geben?

 

K-Pop: Was ist das überhaupt?

K-Pop oder Korean Pop ist Popmusik aus Korea, so wie es auch Popmusik aus z.B. Schweden gibt. Hört man sich nun etwas davon an, klingt das Ganze zunächst sehr westlich, enthält aber bisweilen auch Elemente typisch ''asiatischer'' Musik. Am auffälligsten ist hierbei bspw. ein anderes Tonsystem. Wichtig zu wissen ist, dass sich die Bezeichnung K-Pop weniger auf musikalische Parameter sondern auf die Herkunft - Korea - bezieht. Wer jetzt etwas aus den koreanischen Charts hört, wird aber schockiert feststellen, dass die Elemente dieser Musikrichtung sich oft kaum vom amerikanischen Pop unterscheiden.

 

Meiner Meinung nach liegen die Unterschiede in der Kombination der Elemente, wie auch dem Umfeld aus dem K-Pop kommt. So sind die Lieder durchschnittlich schneller und wirken strukturierter. Sogar viele Balladen haben einen auffällig durchgängigen Rhythmus. Der Fokus liegt eher auf der richtigen Ausführung einer vorgegebenen Form als auf einer situativ angepassten vielschichtigen musikalischen Interpretation. 

 

Improvisationen (zumindest im musikalischen Bereich) sind viel ungewöhnlicher als im Westen. Dafür sind beeindruckend ausgefeilte Bühnenshows häufig zu finden. Einzelkünstler sind seltener als im Westen und haben auch eine ganz andere Stellung. K-Pop wird fast ausschließlich von reingeschlechtlichen Gruppen aufgeführt, die zu der Musik synchron oder komplementär tanzen und abwechselnd singen bzw. rappen.

 

Der Tanzstil ist sehr westlich und meistens als Ausdruckstanz zu bezeichnen. Die männlichen Gruppen orientieren sich allerdings mehr in Richtung Hip-Hop-/ Streetdance. Tatsächlich gibt es in vielen, v.a. männlichen Gruppen, eine Aufteilung in Tänzer, Sänger und Rapper. Außerhalb der Musik wird das Leben dieser Gruppen mithilfe von sozialen Medien sehr ausführlich dokumentiert bzw. inszeniert. Die verschiedenen Mitglieder stellen unterschiedliche – vielleicht auch echte – Charaktere dar und bilden so ein auffälliges, soziales Gefüge.

 

Tatsächlich entstanden die ersten Girl-/Boygroups lange vor den Backstreet Boys und New Kids on the Block im Japan der 1970er Jahre. Passend zur ostasiatische Gruppenmentalität: ''Hege möglichst enge Beziehungen mit deinem unmittelbaren (Kollegen-) Umfeld'' oder der Faustregel: ''In Ostasien ist die Gruppe wichtiger als das Individuum''.

 

Der (bei den westlichen Gruppen) vorherrschende Gedanke, dass diese Gruppen die Peergroup/das Freundesumfeld aus der Pubertät widerspiegeln, ist eher zweitrangig. 

 

Ursprünglich gar nicht für den Weltmarkt gedacht, erfreut sich genau diese Musik wachsender Beliebtheit. Nicht nur in Ostasien oder Lateinamerika. So fanden sich also auch in Deutschland genug Jugendliche, die ihre Tanz- und Gesangsfähigkeiten unter Beweis stellen wollten.

 

K-Pop World Festival 2016 – Der Vorentscheid

Im Vorfeld konnten sich verschiedene Gruppen in den Kategorien Tanzcover mit mehr als 5 Personen, Tanzcover mit weniger als 5 Personen, Gesangscover; Tanzfreestyle sowie Eigene Choreo zu bestehenden Songs bewerben. Tatsächlich fiel die letzte Kategorie, evtl. aufgrund Bewerbermangels, jedoch weg.  

 

Die Auswahl der präsentierten Songs war meiner Meinung nach sehr vielfältig, genau wie die Qualität der Präsentationen. Bekannte Choreos wie Astro - Hide & Seek, EXO - Mama, Gfriend - me gustas tu... waren ebenso vertreten wie unbekanntere.

Für das meiste Aufsehen sorgte das Finale der Freestyler. Zwar ist ein Tanz, den man direkt im Moment erfindet, natürlich nicht so aufgebaut wie einer, den man eingeübt hat. Aber die Fähigkeiten einiger Teilnehmer waren atemberaubend und unbedingt sehenswert.

 

Die unter den großen Gruppen (und unter den Bewerbern vielleicht bekannteste) Gruppe Yeolli dancecrew hat nicht den ersten Platz gemacht und landete nur auf Platz 5. Die Gewinner (meiner Meinung nach war das gleich nach ihrem Auftritt klar) war Obsccrew mit ''Fly'' von Got7.

 

Was die Kleingruppen angeht, sind die liebenswerten Omochi mit „Me gustas tu“ leider nicht Erste geworden. Es wurde dann smv dancecrew.

 

Diese Teilnehmer fahren also dieses Jahr nach Südkorea zur K-Pop Weltmeisterschaft. Wie das zweite K-Pop World Festival, bei dem sich Interessierte aus vielen Ländern der Welt treffen, aussehen wird, bleibt abzuwarten.

ein Beitrag von Hana

Vom 24 bis 26. Juni fand dieses Jahr das Kunstfestival "48 Stunden Neukölln" zum 18. Mal statt. 48 Stunden lang öffnen Kunstgalerien und Ausstellungen mit künstlerischen Projekten der Berliner Kunstszene, welche aktuelle gesellschaftliche Themen reflektieren sollen, ihre Türen für Besucher. Dieses Jahr standen die künstlerischen Beiträge unter dem Motto „SATT“. Wie auch in vergangenen Jahren nahmen viele verschiedene Künstler am Festival teil, die das Thema alle anders interpretierten, sodass schließlich eine bunte Mischung mit vielen herausragenden Projekten entstand. So bezogen viele Teilnehmer „SATT“ sein, nicht auf unser menschliches Grundbedürfnis, sondern auf unser ständiges Nie-Genug-Haben im Alltag, unser Konsumverhalten, einem Hunger, der nie gestillt werden kann, obwohl wir doch eigentlich auf einem satten Kontinent leben. Auch ich habe mich im Zuge des "48 Stunden Neukölln" auf den Weg gemacht und einige beachtliche Kunstwerke gesehen, Künstler getroffen und viele Eindrücke gewonnen. 

 

Eröffnet wurde das Kunstfestival am Freitagmorgen mit dem Programm der „Jungen Kunst NK“ im Kinder- und Jugendzentrum Lessinghöhe, welches sich rund um das Thema Schlaraffenland drehte. So führten z.B. Jugendliche der Werkschule Löwenherz zusammen mit Flüchtlingskindern eine Neuköllner Version des Märchens „Vom Fischer und seiner Frau“ auf.

 

Der offizielle Beginn des "48 Stunden Neukölln" folgte dann um 19 Uhr am selben Tag. Ich besuchte zuerst das Vollgutlager oder auch alte Kindl Brauerei im Passagen Kiez. Hier fanden sich viele verschiedene eindrucksvolle künstlerische Beiträge. Am besten gefiel mir jedoch das Projekt „KONKURRENZ- Worte, die wir satt haben“ von Künstlerinnen des Frauenmuseums Berlin. Sie gestalteten Worte, die sie satt haben, aus essbarem Material an einer Wand hängend und bereit, von den Besuchern weggegessen - vernichtet - zu werden. So verschwanden nach und nach die ungeliebten Wörter. Genial! Der Prozess wurde dabei fotografisch dokumentiert. Annette Selle, Künstlerin des Frauenmuseums, verriet mir in einem Interview, dass dies nicht der erste Beitrag sei, den sie zum Kunstfestival leisten. Bereits 2014 beeindruckten sie mit ihrem Projekt „5 Minuten Sammlerin sein“. Auf die Frage, ob sie auch nächstes Jahr beim "48 Stunden Neukölln" dabei sein werden, antwortet sie schmunzelnd: "Vielleicht, wenn uns etwas Gutes zum Thema einfällt."

 

Im Vollgutlager fanden sich natürlich viele weitere zutiefst beeindruckende Kunstwerke, wie z.B. der Beitrag von Eva Schmeckenbecher, „Festmahl“ genannt, welcher aus verfremdeten Familienfotos einer Familienfeier besteht. Ebenso „Die Tafel“ von Barbara Duisberg, welche mit vergoldeten leeren Essensverpackungen die Frage über den Wert von Essen in den Raum stellt. Und „Supranatural“ von Uli Westphal, der Landschaften aus Naturdarstellungen von Lebensmittelverpackungen zusammensetzte, welche dann doch höchst utopisch statt realistisch waren. 

 

Die nächste Ausstellung, die ich besuchte, befand sich in der Galerie im Saalbau an der Karl-Marx-Straße und nannte sich „Bizim Deniz - unser Meer“ von Birgit Auf der Lauer und Caspar Pauli. Besonders bestaunenswert war hier eine Installation: ein Schattentheater, das verschiedene Wege und Grenzüberschreitungen von flüchtenden Menschen aus dem Krieg zu uns zeigt. Im Kontrast dazu stand ein weiteres Schattentheater, welches die Grenzüberschreitungen in Berlin während der Mauerjahre thematisiert. Daneben fanden sich außerdem sehr schöne Gemälde, in denen menschliche Figuren Leerstellen in Landschaften hinterließen und so zum Nachdenken über unser aller Dasein als Menschen anregen. 

 

Insgesamt kann ich sagen, dass das "48 Stunden Neukölln" für Kunstinteressierte ein absolutes Muss ist. Neben zahlreichen Denkanstößen und Eindrücken kann man hier auch neue Inspiration finden.

“Get ready for FestiWal“ – so lautete das Motto am letzten Wochenende im FEZ-Berlin. Wie bei einem „richtigen“ Musikfestival gab es zahlreiche Bühnen – und zwar drinnen und draußen.

 

1.000 junge Akteure aus 70 Organisationen, Projekten, Schulen und Einrichtungen der Kinder- und Jugendkultur – insbesondere aus dem Bezirk Marzahn-Hellersdorf – nutzten die Chance und sangen, musizierten, tanzten und performten vor Publikum. Und auch wer seinen Auftritt z.B. auf der etwas abgeschiedenen, aber wunderbar idyllisch gelegenen Gartenbühne im Grünen hatte, durfte sich wie alle anderen Künstler zuvor auf der Wasserbühne, der „Mainstage“, präsentieren. Dort führte das gesamte Wochenende die Moderatorin Saschinka Tillner durch das Programm.

Groß und Klein waren gekommen, um sich das Bühnenprogramm anzuschauen und das FEZ-Gelände mit den zahlreichen Aktionen und Mitmach-Angeboten zu erobern. Auch jup! war für euch vor Ort und hat neben dem FestiWal die FEZblogger besucht, die auf fezblogger.de und auf jup.berlin regelmäßig über Veranstaltungen im FEZ und andere spannende Themen berichten. Zusammen besuchten wir u.a. die Künstlerin Birgit Schöne, die den FestiWal entworfen hat und vor Ort zum kreativen Malen von kleinen Monstern – sogenannten Mummelsolls – einlud. Inspiration dafür fanden die kleinen und großen Gäste in der Kunst-Installation „Mummelsolls wunderbare Welt“, die aus großen bunten Monstern bestand. Zum Leben erweckt wurden diese von den Schülerinnen und Schülern der „Schule am Mummelsoll“ im Rahmen einer Projektwoche. Darüber hinaus gab es viele andere Attraktionen, die euch die FEZblogger nun in eigenen Berichten persönlich vorstellen.

Diesen Mai war es wieder so weit: das Städtebattle im Poetry Slam ging am 12. Mai in die nächste Runde. An diesem Donnerstagabend standen sich im SO36 in Berlin Kreuzberg die besten Poeten aus Hamburg und Berlin gegenüber und lieferten sich ein spannendes Battle, in dem sich entscheiden sollte, welche Stadt der wahre Mittelpunkt des deutschsprachigen Poetry Slams ist. Die einzige Regel: Die selbstverfassten Texte mussten in fünf Minuten ohne jegliche Requisiten vorgetragen werden.

 

Ein Text von Hana
 

Für Berlin traten Sarah Bosetti, Paul Weigl, Noah Klaus und Wolf Hogekamp gegen David Friedrich, Lennart Hamann, Hinnerk Köhn und Victoria Helene Bergemann für Hamburg an. Moderiert wurde das Städtebattle von Sebastian Lehmann. Zum Zeitpunkt des Battles stand es 4 zu 3 für Hamburg.
Nun würde sich entscheiden, ob Hamburg mit einem zusätzlichen Punkt die Führung weiter ausbaut oder ob Berlin den Gleichstand schafft.

Kabarettist Florian Schroeder war drei Tage lang mit seinem Bühnenprogramm ,,Entscheidet euch" in den Berliner Wühlmäusen zu Gast. Wir trafen ihn nach einem Auftritt zum Gespräch.  

Text und Interview von Oliver Mattutat  

 
In einer unfassbaren Geschwindigkeit flitzt Florian Schroeder bei seinem Auftritt von Pointe zu Pointe. Ohne dabei jedoch jedem Thema zu wenig Aufmerksamkeit zu schenken. 
Entscheidungen sind das große Thema seines Programms. Ein Grund für die "Entscheidunglosigkeit" sieht Schroeder darin, dass es zu viele Optionen in unserer heutigen Zeit gibt. Die Digitalisierung ist nur eine Ursache davon. Im weiteren Verlauf hält er der Gesellschaft gnadenlos den Spiegel vors Gesicht. Beim Thema Geburtenrate holt er zur großen Rede gegen eigene Kinder aus und zieht dabei geschickt Verbindungen zur Flüchtlingskrise:
 

,,Wer soll denn die ganzen Kinder machen, die gebraucht werden? Also, wenn die das machen, die das immer machen, dann nehme ich lieber einen Syrer." 

Auch die Terrorangst hebelt er aus. So sind seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 430 Leute durch Terroristen ermordet worden, aber jährlich sterben um die 500 Menschen an Fischgräten. 
Immer wieder streut er seine grandiosen Parodien ein. So parodiert er unter anderem Jogi Löw, Wolfgang Schäuble und Angela Merkel. Das Verhalten letzterer im Fall Böhmermann kritisiert er. Dabei sieht er den Fehler der Kanzlerin darin, dass sie ein Geschmacksurteil abgegeben hat.  Dass sie das Verfahren zulässt lobt der Kabarettist ausdrücklich. Er meint, dass sie somit dem türkischen Präsidenten zeigt, was Gewaltenteilung ist und ihm gleichzeitig durch das Abschaffen des vieldiskutierten Paragraphen 103, der Strafen für die Beleidigung von Staatsoberhäuptern vorsieht, den ,,Varoufakis-Finger" zeigt. 
Der Abend bot Kabarett vom feinsten und das Publikum quittierte dies mit lauten Lachern und kräftigem Beifall. 
 
In unserem Gespräch nach dem Auftritt verriet Florian Schroeder uns, ob er selbst gut entscheiden kann. Außerdem zwingen wir ihn bei Entweder-Oder-Fragen zum Entscheiden.  

Das ganze Interview könnt ihr hier hören! 

 

Es gleicht einem Traum, sein liebstes Kindheitsspiel zum Beruf zu machen. Es gleicht einer Illusion, zu beobachten, wie harmonische Familienkooperation funktioniert. Und es gleicht einem Verbrechen, Geldscheine vor über 10.000 Zuschaueraugen zu verdoppeln und dann nicht zu verraten, WIE MAN DAS BLOß  ANGESTELLT HAT.

Und somit kommen wir auch zu meinen Valentinstags-Erlebnissen: Nein, ich bin nicht aufgewacht, weil mir ein riesiger Rosenstrauß die Nasenflügel kitzelte. Ebenso wenig öffnete ich ein Päckchen von einem Versandhaus für Erwachsene. Dafür beobachtete ich ganz entspannt und vor allem aus Bühnennähe, wie die „Ehrlich Brothers“, Andreas und Christian Reinelt, Bahngleise zu einem überdimensionalen Herz formten. Ganz davon abgesehen, dass sie das natürlich durch ihre bloße „Manneskraft“ taten und anschließend das Objekt der Begierde den Selfi-Jägern überließen, durfte ihre anzügliche Kamel-Handpuppe, als Gast in der Show nicht fehlen. Schließlich besaß sie, noch vor Mario Barth, die unglaubliche Kraft, weibliche Gedanken lesen zu können. Standing Ovations inbegriffen.
 

„Berlin ist anders.“

 

Was meinten die „Ehrlich Brothers“ mit ihrer Jahrhunderterkenntnis? Vielleicht haben wir Berliner einen anderen Humor, als er üblicherweise in der Bundesrepublik Deutschland kursiert? Die AFD, der Narr am Hofe, ausgeschlossen. Vielleicht sind wir zu misstrauisch, um an „echte“ Magie zu glauben. Vielleicht reicht auch schon ein einsamer blinder Bahnkontrolleur, um einen „magischen“ Montag zu erleben. Die zweite Weisheit  der Veranstaltung stützte sich auf die Biografie der beiden Brüder. Schon von Kindesbeinen an experimentierten Andreas und Christian mit ihren Zauberkoffern. In ihrer Show ermunterten sie das Publikum, es ihnen gleich zu tun:

 

 „Lebe deinen Traum!“

 

Schnippisch könnte man beide Zitate kombinieren, etwa in dem man das Gefühl der Dankbarkeit verspürt. Man könnte allerdings diese Worte auch gern in den nächsten Kiosk tragen, dort gegen ein „Sterni“ eintauschen, sich vielleicht auch noch an sie erinnern, während man quasi einen „Zauberkoffer“ mit ganz vielen bunten „Elixieren“ am Görlitzer Bahnhof „findet“ und anschließend versuchen, dem Vorbild zufolge, den Inhalt in Geld umzuzaubern.

Aber Spaß bei Seite, wenn du - so wie ich natürlich - nicht ohne Lungenschmerzen vom passiven Haarspraykonsum leben kannst, wenn du Strasssteine nicht nur gern am ganzen Körper trägst, sondern sie auch Hauptbestandteil deiner Nahrung sind und wenn du Goa-Moves für normale, alltägliche Kommunikation ansiehst, dann sind die „Ehrlich Brothers“ das beste Entertainment, das ich dir raten kann. Keine Sorge, du wirst nicht allein sein. Die Show war beinahe ausverkauft.

 

ein Text von Amanda

jup! zu Gast bei Mario Barths Bühnenprogramm! 
 

ein Text von Oliver Mattutat

 

Eine gute halbe Stunde mussten die Fans von Mario Barth am Freitag auf ihren Star und sein Bühnenprogramm ,"Männer sind bekloppt, aber sexy" warten.
Nach einem beeindruckenden Opening mit futuristischem Intro, bei dem Barth im Nebel vor einem Raumschiff erschien, erklärte er, dass das Saallicht nicht aus zu bekommen war und sich deshalb der Start verzögerte. Hörte sich nicht wirklich überzeugend an. Er nutze die Gelegenheit, um eine Verbindung mit dem BER herzustellen. Das funktioniert besonders in Berlin immer. Der Pressesprecher von Mario Barth bestätigte nach dem Auftritt die Aussage. "Die Verzögerung am Anfang lag tatsächlich daran, dass ein Teil des Saallichtes nicht ausging. Dafür war jedoch die Mercedes Benz Arena verantwortlich, nicht Mario Barth oder seine Crew.", sagte er jup! Berlin.

Was danach folgte, war der "typische Barth". Von links nach rechts lief er über die Bühne und erzählte Geschichten aus seinem Leben, die er mit geschickten Übergängen verband. Inhaltlich ging es natürlich um seine bekannten Themen. Männer, Frauen und welche Probleme sie miteinander haben. Er weiß es, mit seiner Mimik und Gestik gut zu garnieren und das genau macht den Unterschied zur CD, die wir uns am Ende des letzten Jahres schon für euch angehört haben. (Die ganze CD-Rezension könnt ihr hier lesen)
Als es gerade um "Fifty Shades of Grey" gehen sollte, entdeckte der gebürtige Kreuzberger einen kleinen Jungen in den ersten Reihen des Publikums. Timo hieß er und war zehn Jahre alt. Barth sagte zu ihm: ,"Timo, du wirst einiges, was ich jetzt erzähle noch nicht verstehen können, aber wenn du das einmal verstehst, wirst du dir sagen: Ah, das meinte der Barth!" Und so wandte sich Barth immer wieder an den kleinen Timo und auch die Mutter, die wahrscheinlich nicht dachte, dass sich aus dem Comedyabend eine Art Aufklärungsstartpunkt entwickeln würde. Denn der Kleine sollte einige Fragen mit nach Hause genommen haben.
Dem Publikum gefiel es. Den ganzen Abend belohnten sie Barth mit heiteren Lachern und Applaus.

Man muss Mario Barth lassen, dass er es schafft, die Hallen und Stadien dieser Nation zu füllen und das Publikum gut zu unterhalten. Auch an diesem Freitagabend war die Mercedes-Benz Arena in Berlin ausverkauft. Nach 2 1/2 Stunden voller Witze und irrwitzigen Geschichten endete der Abend mit Feuerwerk. Am Samstagabend trat Mario Barth erneut in der ausverkauften Mercedes-Benz-Arena auf. Bis zum nächsten Auftritt in seiner Heimatstadt verstreicht noch über ein Jahr. Am 08. Juli 2017 tritt er auf der Waldbühne im Olympiapark auf. Dieser Abend wird der Schlusspunkt werden. Alle seine Fans können beruhigt sein, Barth wird danach nicht seine Karriere beenden, sondern wechselt nur sein Programm.

 

 

 

Bilder vom Abend (Fotos: Oliver Mattutat):

"Das Tagebuch der Anne Frank" feierte am Dienstagabend Premiere auf der Berlinale 2016. jup!-Redakteurin Anne war dabei!

 

Es gibt wohl kaum einen Menschen, der den Namen Anne Frank nicht kennt. Sie verkörpert Geschichte, ihr Name wird mit einem der schlimmsten Ereignisse der deutschen Vergangenheit in Verbindung gebracht: dem Holocaust.

Die jüdische Familie Frank versteckte sich in Amsterdam in einem Hinterhaus vor den Nationalsozialisten. In dieser Zeit schrieb Anne Tagebuch, welches sie liebevoll "Kitty" nannte.
Das Versteck flog allerdings auf, die Familie wurde entdeckt und deportiert, lediglich Vater Otto Frank überlebte. Anne, ihre Schwester und ihre Mutter starben in Konzentrationslagern.

Die 16-jährige Lea van Acken spielt die Hauptrolle in dem Spielfilm und man hätte wohl kaum eine bessere Besetzung für diese Rolle finden können. Sie ist eine hervorragende Schauspielerin, welche dem Publikum Emotionen vermitteln kann und außerdem sieht sie Anne sehr ähnlich. Die Garderobe, Maske und das Setting unterstützten diesen Effekt zusätzlich noch, sodass ich mich als Zuschauer sofort in das Jahr 1942 zurück versetzt fühlte.
Der Film selbst hielt sich sehr stark an das Tagebuch, viele Monologe wollen dem Publikum die Person Anne näherbringen, auch wenn man manche Szenen hätte kürzen können.
Nichtsdestotrotz überzeugen die Schauspieler, von denen auch viele bei der Premiere dabei waren.

Die Darsteller der Hauptbesetzung "Familie Frank" sowie viele Nebenrollen kamen zur Weltpremiere in das Haus der Kulturen der Welt nach Berlin.
Zunächst gaben sie einige Interviews auf dem roten Teppich und danach schauten sie sich den Film mit uns an.

Offiziell in die Kinos kommt der Spielfilm am 3. März. Das Datum also am besten notieren, es lohnt sich nämlich auf jeden Fall!

 

ein Beitrag von Anne

Bei den Internationalen Filmfestspielen in Berlin, kurz „Berlinale“, werden jedes Jahr die erfolgreichsten Filme der Welt mit dem Goldenen und den Silbernen Bären ausgezeichnet. Um die 4000 Journalisten berichten über dieses Event. Dieses Jahr war auch jup! Berlin dabei und hat sich Filme aus der Sektion Generation 14plus angeschaut.

 

ein Beitrag von jup!-Redakteurin Laura Walz

 

Angekommen beim „Haus der Kulturen der Welt“, wo die Premiere vom Film „Born to Dance“ stattfinden sollte, merkte ich von Anfang an die aufgeregte und freudige Stimmung aller Besucher. Als jup!-Redakteurin hatte ich die einmalige Chance, schon vor allen anderen den Saal zu betreten und mir einen guten Platz zu sichern, nicht weit weg vom Regisseur Tommy Davis. Die Berlinale war von Anfang bis Ende gut organisiert. Zum Beispiel gab es Security-Personal an allen Ecken. Wie bei vielen anderen Events galt das Motto: „Wer zuerst kommt, malt zuerst“, denn der Einlass in den Saal verlief nur stoßartig.

„Born to Dance“ ist ein Tanzfilm aus Neuseeland und  ist dort schon seit September 2015 im Kino zu sehen. An diesem Wochenende konnte man den Film von Tammy Davis nun endlich auch in Deutschland sehen.

In „Born to Dance“ geht es um Tu, einen begeisterten Hip-Hop-Tänzer der von seinem Vater vor die Wahl gestellt wird: Endlich einen gescheiten Job finden oder zum Militär gehen. Da er nicht zum Militär möchte, hat der junge Tänzer nur sechs Wochen Zeit, einen Job als professioneller Tänzer zu finden. Ohne das Wissen seiner eigenen Crew, schickt er deshalb sein Tanzvideo zu der legendären K-Crew, die Nachwuchs sucht. Ein Film voller Beats und tollen Choreographien nimmt seinen Lauf…

Nach der Filmpremiere gab es zusätzlich noch ein „Questions and Answers“ mit Regisseur Tommy Davis und einer Schauspielerin aus dem Film. Beide waren sehr freundlich und haben offen die Fragen des Publikums beantwortet. Um euch noch ein wenig über den Dreh, die Inspiration und die Schauspieler zu berichten, habe ich ein paar Fragen für euch zusammengestellt und übersetzt.
 

Frage: Wieso wollten Sie unbedingt einen Tanz-Film drehen?

Davis: Meiner Meinung nach ist Tanz eine Sprache mit der sich jeder mit jedem verständigen kann und genau das wollte ich in diesem Film zeigen. Man braucht nicht viele Worte.

Frage: Woher kam Ihnen die Idee, solch einen Film zu drehen?

Davis: In Neuseeland dominierte schon immer der Hip-Hop im Untergrund und es hatte mich schon immer fasziniert. Ich wollte Kindern mit schlechter Herkunft einen Antrieb geben, denn jeder kann etwas erreichen, wenn er es unbedingt will und genau das sollte die Message des Films sein.

Frage: Tanzen Sie selber und wer war verantwortlich für die Choreographien?

Davis: Ich selber kann leider gar nicht tanzen, zwei linke Beine wie man dazu sagt. […] Für die Choreographien haben wir eine berühmte, neuseeländische Hip-Hop-Tänzerin engagiert, welche selbst schon achtmalige World-Championship-Gewinnerin ist.

Frage: Waren es professionelle Schauspieler*innen oder Tänzer*innen?

Davis: Meistens waren es weder Schauspieler noch professionelle Tänzer. Wir haben aus 500 Vortänzern die besten Tänzer für unseren Film ausgesucht, damit sich die Zuschauer auch mit ihnen identifizieren können. Dadurch war es oft sehr nervenaufreibend zu drehen, da die meisten keine Schauspielerfahrung hatten.

Für alle, die sich Theater nicht nur anschauen, sondern eine Meinung dazu haben.
Für alle, die ihr Meinung in Text, Ton oder Bild festhalten und veröffentlichen möchten.
Und für alle, die damit bisher noch gar nichts am Hut hatten.

Vom 12. bis zum 14. Februar bietet die Junge Presse Berlin e.V. eine Themenwerkstatt Kunstkritik an. Gemeinsam werdet ihr ins Theater gehen, mit dem Kulturjournalisten Georg Kasch über die Arbeit in der Kunstkritik und den digitalen Journalismus sprechen, Frühstücken und euch selbst ausprobieren.
Keine Übernachtung. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Programm:

Freitag, 12. Februar:

Wenn ihr euch für den Workshop anmeldet, organisiert die Junge Presse Berlin e.V. euch einen kostenfreien Besuch in einem Berliner Theater am Freitagabend. Ihr könnt aus unterschiedlichen Vorstellungen wählen. Geplant sind:

  • „der herzlfresser“ / Deutsches Theater / 19.30 Uhr
  • „Mongoflipper“ / Theaterdiscounter / 20.00 Uhr
  • „Hans im Glück“ / Berliner Ensemble / 19.30 Uhr

Samstag, 13. Februar:

11:00 – 13:00 Uhr: Kennenlernen
13.30 – 17:00 Uhr: Gespräch mit Georg Kasch, Kulturjournalist und Redakteur des Theaterportals nachtkritik.de

Sonntag, 14. Februar:

10:00 – 12:30 Uhr: Theaterfrühstück
12:30 – 16:00 Uhr: Kritik-Werkstatt in Gruppen
16:00 – 18:00 Uhr: Präsentation

In der Kritik-Werkstatt habt ihr die Freiheit, euch mit dem von euch gesehenen Stück auseinanderzusetzen. Ob als Podcast, Video oder Text: Ihr habt die Wahl.

Anmeldung:

Fragen und Anmeldungen bitte an: ilja.wehrenfennig@jpb.de

Bitte melde dich mit einem Erst- und Zweitwunsch für die favorisierte Vorstellung bis zum 10. Februar an.

Veranstaltungskategorie: Workshop

Veranstalter

Junge Presse Berlin e.V.

Telefon: 030 30 87 845-55

E-Mail: jpb@jpb.de

Webseite: www.jpb.de

Ein Jugendtheaterprojekt im internationalen Austausch

Dass Jugendarbeit keine Landesgrenzen kennen muss, bewiesen die deutschen und polnischen Jugendlichen, die seit Ende 2014 gemeinsam an dem Jugendtheaterprojekt „Jugendcafé Warschau-Berlin“ teilgenommen haben. Durchgeführt wurde es vom Jugendkulturzentrum Dorozkarnia in Warschau, dem Haus der Jugend Charlottenburg und der Deutsch-Polnischen Oberschule „Robert-Jungk“ in Berlin.

Ab dem zweiten Schulhalbjahr 2014/2015 wurden parallel in beiden Jugendkulturzentren Kreativgruppen aufgebaut, die einmal in der Woche unter der Anleitung von Theater- und Musikpädagog*innen an einer thematischen Darstellungsform arbeiteten. So setzten sich die jeweiligen Gruppen mit den Themen „Religion und Glaube“, „Gemeinsame Geschichte (Zugehörigkeit, Teilung, Öffnung)“, „Sind wir Weltbürger?“ und „Unsere Hymnen, unsere Gemeinsamkeiten, unsere Unterschiede“ auseinander.

Zu Besuch bei Freunden – ein gemeinsames Theaterstück entsteht

Bis zur ersten Begegnungswoche erstellten die Gruppen Ideen, Entwürfe, Konzepte und erste Umsetzungen zu ihren gewählten Themen. Die Kommunikation fand dabei regelmäßig via Internet zwischen den beiden Häusern statt. Im April hieß es für die Berliner Jugendlichen: „Sachen packen! Wir fahren nach Warschau!“ Vorort lernten sich die beiden Teams kennen, tauschten sich aus, lachten zusammen und arbeiteten an der Entwicklung eines gemeinsamen Bühnenstückes. Der Gegenbesuch in Berlin fand dann im Mai statt und war für die polnischen Jugendlichen genauso aufregend wie zuvor für deutschen Teilnehmer*innen. Neben zahlreichen Ausflügen wurde auch fleißig gearbeitet, sodass das Projekt in den jeweiligen Jugendkulturzentren für die Aufführungen vorbereitet werden konnte.  Zum Ende des Projektes im Juni fanden zwei aufeinanderfolgende Aufführungswochenenden statt, an denen das Theaterstück in den durchführenden Häusern in Warschau und Berlin präsentiert wurde. Festgehalten wurden die ganzen Erlebnisse in einer Fotodokumentation auf zille54.de und in einem Videoclip. Reinschauen lohnt sich!

Sophia berichtet über ihr FSJ Kultur in der Jugendkunstschule ATRIUM - ein Ort für Kunst, Theater & Literatur 

Hallo! Ich bin Sophia und Kunst war für mich schon immer ein Mittel, um mich auszudrücken - ob in Form von Zeichnungen, Gemälden, Collagen, Filmen, Musik oder Tanz. Ich habe mich für das ATRIUM als FSJ-Kultur-Stelle entschieden, weil es mir wichtig war, in diesem freiwilligen Jahr meine Passion in einem kreativen und zugleich sozialen Umfeld einzusetzen und zu erfahren, ob ich mir danach ein Studium in dieser Richtung vorstellen könnte. Es war ein spannendes, buntes Jahr mit interessanten Menschen, den unterschiedlichsten Projekten und vielen neuen Eindrücken. Jetzt studiere ich Italienisch und Französisch an der Uni Hamburg und arbeite nebenbei an kleinen Filmprojekten. Zukünftig möchte ich gerne im Kulturbereich arbeiten- gerne auch im Ausland. Das freiwillige soziale kulturelle Jahr kann ich allen ans Herz legen, die sich einen Blick hinter die Kulissen wünschen und für soziale kreative Arbeit interessieren. Außerdem ist es eine gute Chance, um seinen Horizont zu erweitern und sich zwischen Schule und Ausbildung zu orientieren. Was genau ich in der Jugendkunstschule ATRIUM während meiner FSJ-Zeit alles gemacht habe? Schaut es euch an!