Lifestyle

Die 40. jup!od- Folfe ist ein Weihnachts-Special ! Wir haben uns nach den besten Coverversionen, den erfolgreichsten Weihnachtsalben und anderen Winter- und Weihnachtssongs für euch umgesehen, die eure Playlist für die Festtage aufpeppen werden.

                                                        

VON SINA, 15.12.2017

 

Sobald Halloween vorbei ist, beginnen die meisten Radiosender die guten alten Klassiker „Last Christmas“ von Wham! oder Mariah Carey’s „All I Want For Christmas Is You“ rauf und runter zu spielen. Nach 31, bzw. 23 Jahren nach Veröffentlichung ist es dabei kein Wunder, wenn man Lust auf etwas anderes hat und die Standard-Songs nicht mehr hören kann.
Da diese Klassiker allerdings nicht fehlen dürfen, gibt es die Alternative der Coverversionen. Dazu ist vorab zu sagen, dass sich die Songs auf diesen Alben oft ähneln, da oft dieselben Lieber in andere Versionen umgeschrieben werden. Coverversionen sind deshalb etwas für Menschen, die nicht von den Liedern an sich, sondern von der einen bestimmten Art der Umsetzung genug haben.

           

Zum einen gibt es da die Puppini Sisters. Marcella Puppini, Kate Mullins und Stephanie O’Brien verbreiten mit ihrem vom Jazz geprägten Gesang eine durchaus lockere Stimmung. Ihr 2010 erschienenes Album „Christmas with the Puppini Sisters“ enthält dabei eigene Songs sowie Coverversionen. „Step into Christmas“ verkörpert schon zu Beginn eine weihnachtliche Atmosphäre. Die Harmonien werden durch die Melodik der Bläser verstärkt. Trotz des schnellen Tempos entsteht jedoch keine Hektik, wodurch man diesen Song auf jeden Fall auf die Weihnachtsplaylist setzten kann. Da sie ihren eigenen Stil durch das Album fortsetzen, werden auch  aus Traditionsliedern wie „Jiggle Bells“, welches oft von Grundschülern gesungen wird, in eine poppige 50er-Jahre-Version verzaubert. Der Rhythmus ist dabei abgewandelt und im Hintergrund durch Drums verdeutlicht. Definitiv eine gute Abwechslung!

Auch Michael Bublé macht aus „All I Want For Christmas Is You“ eine sinnlichere Version. Keine Steigerung im Tempo, dafür wird viel auf das Gefühl geachtet. Grundlegend wird er vom Klavier begleitet. Gut passend für kalte Winterabende vor dem Kamin. In „It’s Beggining To Look A Lot Like Christmas“ wird die Vorweihnachtszeit thematisiert. An dieser Stelle muss gesagt werden, dass Bublés Stimme nicht nur für diesen Song, sondern generell für die Übermittlung von Weihnachtsstimmung wie gemacht ist.

Songs wie „Silent Night“ (im Deutschen „Stille Nacht, heilige Nacht“ von Joseph Mohr aus dem Jahr 1816) hören sich in jeder Versionen jedoch ziemlich ähnlich an. Ob Destiny’s Child oder Demi Lovato. Im Endeffekt ist es eine Frage des Geschmacks, welche Stimme man für den Song am passendsten findet. Zu garantieren ist bei jeder Interpretation der Gänsehautmoment.

In der TV-Show „Die Höhle der Löwen“ suchen Start-ups einen Investor. Wir schauen uns Start-ups an, die einen Investor gefunden haben. In unserem zweiten und letzten Teil blicken wir auf Morotai. Wir haben uns für euch die Sportbekleidung angeschaut und mit dem Geschäftsführer und Chef-Designer Rafy Ahmed gesprochen.

VON OLIVER MATTUTAT, 15.12.2017

(Du möchtest den ersten Teil unseres „Höhle der Löwen“-Features lesen? Dann klicke hier!)

Der Sportkleidungsmarkt ist umkämpft. Die amerikanische Firma Nike und die deutsche Firma Adidas tun sich als Marktführer aus der Masse hervor. In dem Markt möchte Morotai auch mitmischen. Noch mehr, sie wollen den Großen Konkurrenz machen. Dafür suchten sie in der Höhle der Löwen einen Investor.  
Das Team um Geschäftsführer und Chef-Designer Rafy Ahmed legte einen guten Auftritt hin und wusste, sowohl mit den Produkten als auch mit den Zahlen zu überzeugen.
Am Ende investierte Dagmar Wöhrl. Sie gab 100.000€ für 20% Firmenanteile.
Gegründet wurde Morotai erst Anfang 2017. Sie wollen mit ihrer Sportkleidung, Stil, Qualität und höchstmögliche Funktionalität vereinen.

„Morotai ist aus einer Bachelor-Arbeit entstanden. Ich habe selbst früh angefangen, Sport zu treiben. Ich habe viele verschiedene Sportarten betrieben. Dann habe ich schließlich Design studiert. Morotai ist die Kombination aus meinen beiden Leidenschaften Sport und Design“, erklärt mir Rafy im Telefoninterview die Gründung der Firma. Der Firmenname hat seinen Ursprung in Asien: „Ich war viel in Asien unterwegs. Da gibt es die Geschichte, dass auf der indonesischen Insel Morotai ein einziger Krieger im Zweiten Weltkrieg gegen die Amerikaner gekämpft hat. Für mich ist das für eine Marke ein starker Name.“ Während des gesamten Interviews merke ich, dass Rafy für das brennt, was er macht. Gerade bei seinen sportlichen Aktivitäten merkte er, dass die vorhandene Sportbekleidung seinen Ansprüchen nicht genügt.

Seine Produkte beschreibt er mit den Worten intelligent und multifunktional. Was er damit meint, sieht man, wenn man sich durch die Produkte auf der Webseite klickt. Denn die Kleidung, zum Beispiel Hosen oder Hoodies, beachtet, was der Sportler alles so bei sich trägt. Es gibt spezielle, versteckte Taschen für das Handy oder die Mitgliederkarte des Fitnessstudios. So fallen sie nicht aus den Taschen raus, aber stören auch nicht beim Sport. Außerdem gibt es eine klare und schlichte Linie. Denn die Produkte gibt es nur in drei Farben: weiß, grau und schwarz. Diese Schlichtheit ist ein Markenzeichen von Morotai.

Die klassischen Marken wie Adidas oder Nike sieht er dabei natürlich als Konkurrenten, aber mit anderen Schwerpunkten: „Wir haben einen anderen Fokus als Adidas oder Nike. Wir schauen auf den Freizeitsportler und versuchen unsere Produkte auf die Bedürfnisse eines Freizeitsportlers anzupassen. Unsere Produkte sind auch gut miteinander zu kombinieren. Das heißt unsere Bekleidung kann für die gängigsten Sportarten genutzt werden. Aber sie sieht nicht so sehr nach Sportkleidung aus. Man kann damit auch zur Arbeit gehen.“

Die Produktpalette besteht aus rund 60 Produkten für Frauen und Männer. Darunter zum Beispiel klassische T-Shirts, Hoodies, Jogginghosen und Tights. Die Kleidungstücke von Morotai werden in Pakistan gefertigt. Zum einen wird dort schon viel Sportbekleidung hergestellt und zum anderen ist es Rafys Heimat, somit hat er da keine Sprach- oder Kulturprobleme: „Mein Ziel ist es, Pakistan, das ein ärmeres Land ist, wirtschaftlich auf die Beine zu bringen. Wir stellen Arbeitsstandards auf, zahlen unseren Mitarbeitern Essensgeld und bezahlen Überstunden. Ich bin auch öfter selbst vor Ort.“
Bei den Preisen liegt Morotai in einem Bereich mit den Top-Marken. Tights für Damen kostet zum Beispiel 55€  und einen Hoodie bekommt man für 65€.
Mit Morotai möchte er Leuten wieder Lust auf Sport machen und den Markt revolutionieren. „Weniger ist mehr“, ist sein Motto in der Hinsicht.
Nach der Ausstrahlung und dem Investment von Dagmar Wöhrl hat sich einiges getan: „Durch das Investment war es für uns möglich, viel größere Stückzahlen unserer Produktlinie herstellen zu lassen. Außerdem haben wir eine neue Kollektion entworfen. Dazu haben wir enorm viele Bestellungen und kriegen unglaublich viele Rückmeldungen.
Leider konnten wir die Produkte noch nicht testen, aber wenn sie dem entsprechen, was Rafy und sein Team uns erzählt haben, kann Morotai in den nächsten Jahren zu einer ernsthaften Konkurrenz für die etablierten Marken werden.
2018 kommt die zweite Kollektion und da gab uns Rafy auch schon einen kleinen Einblick: „Der Design-Fokus ist nochmal viel größer und es werden mehr leichte Materialien benutzt. Es kommen viele Sachen, die man im Sportbereich so noch nicht kennt.“

Wir werden die Entwicklung für euch gespannt beobachten.
 

Vom 25.-26.11.2017 war die 4. BUCHBERLIN 2017 im Hotel Estrel. BUCHBERLIN ist die drittgrößte Buchmesse in ganz Deutschland.

 
VON KATHARINA
 
,,Humor ist immer wichtig bei Büchern“, sagt Miriam Rademacher, eine der Autorinnen, die bei der Buchmesse vertreten sind. Sie schreibt unter anderem Krimis, die humorvoll sind, wie sie selber sagt.
Der direkte Kontakt zu den Autor*innen ist bei der BUCHBERLIN ausdrücklich erwünscht. Ständig erhalte ich Leseproben oder werde in Gespräche verwickelt. Nicht selten werde ich gebeten,
an den Stand zu kommen und die Autoren oder die Verlage stellen dann deren Bücher vor. Dies gibt mir die Möglichkeit neue Verlage kennenzulernen, die ich vorher nicht kannte oder interessante Buchempfehlungen zu erhalten.

 

Entspanntes Atmosphäre

Es herrscht eine entspannte Atmosphäre, was ich vorher nicht erwartet hätte. Denn mit der Überschaulichkeit der Messe habe ich nicht gerechnet und im Gegensatz zu größeren Buchmessen wie Leipzig und Frankfurt, wirkt es entspannt.
Keine große Menschenmenge, aber dennoch ein gemischtes Publikum. Von Alt bis Jung ist alles vertreten. Für die Kleinen gibt es unter anderem einen Manga-Zeichenkurs. Aber auch alle anderen sind bei diesem Kurs gern gesehen,
wie die Frau an dem Stand betont. Das Hotel Estrel hat zwei Räume für die Buchmesse reserviert , einer davon präsentiert vor allem Kinder- und Jugendbücher.
 

Junger Nachwuchsautor

Johan- Gabriel winkt meine Freundin Anna und mich zu sich an seinen Stand - er ist gerade mal 10 Jahre alt und  CO-Autor. Gemeinsam mit seiner Mutter hat er unter anderem das Buch ,,Ich und die Monster“ geschrieben.
Ich finde interessant, dass ein ziemlich junger Autor vor Ort ist. Zudem sei er zum ersten Mal auf der Buchmesse in Berlin. Er wirkt gelassen, und versucht guten Kundenkontakt zu machen. Der Verlag Feenstein,
der das Buch veröffentlicht hat, verkauft personalisierte Kinderbücher. Dies bedeutet, dass Eltern den Vornamen ihres Sohnes oder ihrer Tochter bei Bestellung angeben  können und der Name wird dann in das Buch eingearbeitet.
Dies soll einen pädagogischen Effekt haben, ist auf der Homepage zu lesen, um den Kindern die Angst vor bestimmten Situationen zu nehmen, wie zum Beispiel die Angst vor Monstern.

Fantasy, Liebe, Belletristik

Im zweiten Raum der Buchmesse sind so gut wie alle Genres vertreten von Fantasy über Liebe und Belletristik bis zu Queerbookfair (= homosexuelle Szene) ist alles vertreten. Eine Frau in einem Prinzessinnenkostüm erklärt,
dass es mindestens 50 Unterbereiche von Fantasy gibt. Diesen Fakt finde ich verblüffend. Sie stellt uns das Buch ,,Es war einmal... ganz anders“ (Verlag: Märchenspinnerei) vor, wo  Grimms Märchen auf eine skurrile und moderne Art umgeschrieben worden sind.

 

Schöne Dekoration

Auffällig an den Ständen ist, dass sich die Aussteller Mühe geben, es schön zu schmücken. Auf den Ständen sind nicht nur Bücher zu Verkauf ausgestellt sondern auch Schmuck oder Kuscheltiere. Es gefällt mir sehr gut zu sehen,
wie anschaulich die Stände geschmückt sind. Viele haben sich saisonal passend auf die winterliche Zeit eingestellt, es gibt kleine Schneemänner aus Stoff oder Tannenbäumchen. Sichtbar ist auf einigen Tischen auch eine Form der Buchkunst,
wo die Buchseiten kunstvoll ausgeschnitten und Wörter hineingearbeitet wurden.

 

Was genau ist BUCHBERLIN?

Falls noch jemand ein Buch als Geschenk oder für sich kaufen wollte, ist er/ sie auf der BUCHBERLIN genau richtig. Auf der drittgrößten Buchmesse (nach Frankfurt und Leipzig) im Hotel Estrel unweit vom S-Bahnhof Sonnenallee,
sind viele Independent – Verlage und Self – Publisher vertreten. Dies bedeutet, es ist eine relativ unabhängige Literaturszene mit rund 300 Aussteller.
Auf zwei Räumen ist die Buchmesse verteilt und zusätzlich finden Lesungen auf einem Leseschiff statt, das sich auf dem Neuköllner Schiffahrtskanal direkt vor dem Hotel befindet.
Noch steht es nicht fest, wo die 5. BUCHBERLIN 2018 stattfinden wird aufgrund fehlender freier Räumlichkeiten im Estrel. Jedenfalls empfehle ich euch der BUCHBERLIN einen Besuch abzustatten! Im Vergleich zur Leipziger Buchmesse,
wo ich auch schon mal war, ist diese Buchmesse viel entspannter und zudem wird mehr persönlicher Kundenkontakt gesucht.

VON FLORIAN

Heute war der letzte Tag einer dreitägigen Jugend hackt Veranstaltung in Berlin. Vom Freitag, den 24.11, 17:00 bis zum 26.11 um 14:30 trafen sich im "Betahaus" am Moritzplatz kreative Köpfe zwischen 12 und 18 Jahren aus ganz Deutschland, um gemeinsam in Gruppen an Projekten zu arbeiten.
Das ganze wurde am 26.11 in einem Livestream vorgestellt. Unter dem Motto "Treppensteigen" entstanden im 1. und im 4. OG nützliche und interessante Programme und Kreationen.

Ein Projekt – zugleich auch meines - war das Projekt `Hackerportal´. Es handelt sich hierbei um einen Blog, wo sich Leute austauschen können und anderen in Sachen Programmierung helfen. Das ganze entstand mit HTML, JavaScript und PHP.  HTML war zum Designen der Website, auch Frontend genannt, was so viel bedeudet wie: „Das ist dann  auch sichtbar“.

JavaScript und PHP waren für das sogenannte Backend zuständig, was bedeutet: „Wenn ich wo drauf drücke, passiert was“. PHP war auch zur Kommunikation mit einem Server zuständig. Da auf der Webseite ein Code einzugeben ist und man nicht diesen aus dem Programmcode herauslesen soll, muss es also einen verschlüsselten Server geben, der schaut, ob das Passwort korrekt eingegeben wurde und leitet einen, wenn das Passwort richtig ist, weiter. Außerdem werden dort Daten gespeichert, welche im Blog verfasst wurden.

Später wurde das "Frontend" von HTML auf PHP übertragen und HTML für das Design nicht mehr genutzt.

Auch bei den anderen Gruppen entstanden Projekte, welche aber nicht so leicht als Außenstehender zu erklären sind, da ich ja auch in der Hackerportal Gruppe war.

Für das leibliche Wohl war auf der Veranstaltung auch gesorgt. Es gab  am Samstag- und Sonntagmorgen ein Frühstück, welches direkt in die Mittagsmahlzeit überging. Mittagessen ist auch eine warme Mahlzeit u.a. mit viel Pizza. Als letztes gab es das Abendessen, welches freitags und samstags aus warmen Essen wie Nudelauflauf bestand.

Mir hat mein erstes Jugend hackt viel Spaß gemacht, allerdings würde ich das nächste Mal unbedingt auch dort mit den anderen Übernachten, um nicht kurz vor Mitternacht von dort nach Hause fahren zu müssen.

Es ist wieder soweit: Pünktlich zum Filmstart von „Star Wars Episode 8: Die letzten Jedi“ gibt es den zweiten Neuaufleger der „Battlefront“ - Reihe. Wir haben ihn für euch auf’m PC getestet.

VON JONATHAN WINKLER UND OLIVER MATTUTAT

 

Nach dem holprigen Debüt im Jahr 2015 verspricht Publisher Electronic Arts nun mit Star Wars Battlefront II ein weitaus umfangreicheres Spiel. Mehr Ären, mehr Schauplätze, mehr Helden und Fahrzeuge. Rundum also ein komplett neues Spielerlebnis, das den Spieler voll und ganz in imaginären Schlachten im Star Wars Universum eintauchen lassen soll. Doch kann das Spiel halten, was es verspricht?

Zunächst sei gesagt: Wer Star Wars hautnah erleben will, der ist mit „Star Wars Battlefront II“ bestens bedient. Die atemberaubende Grafik erweckt viele bekannte Schauplätze aus den Filmen zum Leben, darunter unter anderem die Heimatwelt der Wookiees, Kashyyyk, und natürlich auch den ikonische Todesstern. Untermalt werden die Schlachten von erstklassigem Sound Design. Dabei ist es egal, ob man als Klon-Fußsoldat in den Straßen von Theed kämpft oder im Tie-Fighter in spektakulären Raumgefechten die Rebellen-Allianz jagt. Alle Trilogien sind vertreten und bringen unterschiedliche Waffen, Fahrzeuge und Helden mit sich.

So richtiges „Star Wars - Feeling“ kommt vor allen Dingen auf, wenn man in die Haut eines bekannten Charakters des Universums schlüpft. Luke Skywalker, Darth Maul, Kylo Ren und Han Solo sind nur einige der insgesamt 14 spielbaren Helden und Schurken. Im Spiel werden diese, genauso wie Fahrzeuge und andere Sondereinheiten, durch Kampfpunkte freigeschaltet. Kampfpunkte erhält man durch Abschüsse und andere spielrelevante Tätigkeiten, die dem eigenen Team helfen.
Wer aber sofort mit „seinem“ Lieblingscharakter spielen möchte, kann dies im Spielmodus „Helden vs. Schurken“.

Apple, Samsung und Huawei regieren den Smartphone-Markt. Nun schickt sich HTC an, dem Trio wieder Konkurrenz zu machen. Nach letzten schwächeren Modellen soll das HTC U11 einschlagen. Wir haben es getestet.

 

VON OLIVER MATTUTAT, 21.11.2017

Bei HTC waren die letzten Jahre ein einziges Auf und Ab. 2007 waren sie noch eine der treibenden Kräfte im Smartphone-Markt, doch die starke Konkurrenz durch zum Beispiel Huawei und einigen missglückten Produkten machten es dem Konzern aus Taiwan nicht einfach. 20 Jahre nach Firmengründung (1997) soll nun alles besser werden.

Vor ein paar Monaten veröffentlichten sie mit dem HTC U11 eines ihrer neuen Flaggschiffe.

 

Der erste Eindruck

Nach dem Auspacken fällt sofort auf, dass das Gerät gut in der Hand liegt. Die abgerundeten Kanten helfen bei der Handhabung auch ungemein. Äußerlich sieht die schwarze Variante, die wir für den Test zur Verfügung hatten, ansprechend und elegant aus. Die Rückseite, die aus Glas besteht, ist aber leider sehr fingerabdruckanfällig. Da gilt es, öfter die Rückseite auch zu säubern. Dafür liegen auch ein Microfaser-Tüchlein und eine durchsichtige Kunststoffhülle dem Handy bei. Außerdem reflektiert die Rückseite sehr stark. Als Spiegel ist sie somit durchaus brauchbar, für Leute, die es schlicht mögen, ist es aber eher nichts.

 

(K)ein Anschluss unter dieser Nummer

Auch HTC geht den Weg, den andere Handyhersteller einschlagen. Sie haben die Klinkenbuchse weggelassen. Das Handy verfügt nur über einen einzigen Anschluss und das ist die neuere USB-C-Schnittstelle. Musikhören geht dann entweder über Bluetooth oder den mitgelieferten Wandler von Klinke auf USB-C. Außerdem liefert HTC auch gleich Kopfhörer mit USB-C-Stecker mit, auf die ich später noch zu sprechen komme.
Das bedeutet aber auch, dass man sich entscheiden muss, wenn man kabelgebunden Musikhören möchte. Denn gleichzeitiges Aufladen ist dann nicht möglich. Leider hat das HTC U11 nicht den Qi-Standard für kabelloses Laden.

 

Gestochen scharf

Auf den ersten Blick macht das Display einen unglaublich guten Eindruck. Das Quad HD-Display vereinigt 2.560 x 1.440 Pixel auf 5,5 Zoll Größe. Bilder sind gestochen scharf und auch das Schauen von Videos macht so sehr viel Spaß.

 

Der schlaue Rahmen

Als DAS Feature des U11s hat HTC die sogenannte Edge Sense-Funktion präsentiert. Erstmal zur Funktionsweise: Der Rahmen im unteren, seitlichen Bereich auf beiden Seiten druckempfindlich. Die Aktion, die dieses Drücken auslöst, kann angepasst werden. Standardmäßig öffnet sich die Kamera-App. Es ist aber auch möglich, eine andere App darüber zu starten, oder zum Beispiel die Taschenlampe ein- bzw. auszuschalten oder eine Sprachaufnahme zu starten. Darüber kann man erweitert noch entscheiden, ob kurzes Drücken eine andere Aktion nach sich zieht als das Drücken und Halten. Außerdem gibt es in Apps auch Aktionen, die man ausführen kann. In der Kamera ist der Druck auf den Rahmen der Auslöser für Fotos. Zusätzlich kann man auch eigene Aktionen erstellen und sich so individuell die Aktionen zusammenbauen, die man in einer App braucht. Ein Beispiel: In der Dropbox App kann ich so einstellen, dass mit einem Rahmendruck mir das Menü für den Upload auf gemacht wird.
Wie sich diese Funktion im Alltag macht, erfahrt ihr später im Alltagstest.

Sega bringt ein weiteres Spiel aus der Sonic-Reihe auf den Markt. Wir verraten euch, ob sich der Kauf lohnt. Denn in den letzten Jahren glichen Sonic-Spiele einer Wundertüte.

 

VON OLIVER MATTUTAT, 15.11.2017

Die nächste Kultfigur ist zurück. Nachdem Super Mario vor ein paar Wochen wieder die Spiele-Bühne betrat, folgt ihm nun Sonic, bei dem die Schlagzahl der Spiele in den letzten Jahren aber deutlich höher war als bei seinem Kollegen aus dem Hause Nintendo. Denn es ist schon das zweite Sonic-Spiel in diesem Jahr.
Bei Super Mario kann man eigentlich immer von einem guten bis sehr gutem Spiel ausgehen, bei Sonic war das in den Neunzigern auch noch so. Die letzten Spiele waren mal super, aber dann auch wieder deutlich schwächer. Wo geht es mit Sonic Forces hin? Wir haben uns die Nintendo Switch Version angeschaut.
Auch bei Sonic gibt es einen Bösewicht. Der heißt Dr. Eggman und auch in Sonic Forces greift er wieder mal die Welt an. Diesmal erhält er dabei Unterstützung von Shadow the Hedgehog, Metal Sonic, Chao, Zavok und Infinite, der neu dabei ist.
Ebenfalls neu bei diesem Spiel ist die Möglichkeit, einen eigenen Charakter zu erstellen. Dort kann man auch zwischen verschiedenen Tierarten entscheiden, die spezielle Eigenschaften haben. Zum Beispiel: Mit immer mehr Spielzeit bekommt man auch mehr Klamotten und Accessoires.
Am Anfang der Geschichte läufst du mit Sonic in die Stadt, die von Dr. Eggman angegriffen wird. Dort erfährt Sonic gleich eine bittere Niederlage. Denn er verliert gegen die Bösewichte, die für Dr. Eggman arbeiten. Vor allem der neue Infinite besiegt Sonic nach allen Regeln der Kunst. Nach wenigen Monaten haben Dr. Eggman und seine Kumpanen die Weltherrschaft an sich gerissen. Sonic ist derweil im Weltraumgefängnis und Knuckles und andere Charaktere aus der Sonic-Geschichte tun sich zusammen, um Dr. Eggman zu schlagen. Dabei kommst du mit deinem selbsterstellten Helden ins Spiel. Denn du schließt dich der Truppe an.
Zu Anfang beherrscht Dr. Eggman 99,9% der Welt. Mit dem Gewinnen von Leveln schafft man es, die Welt Stück für Stück zurück zu erobern. Die Level sind kunterbunt. Verlieren kann man eigentlich nicht, denn man hat unendlich viele Leben. Die vielen Zwischensequenzen machen das Spiel bildgewaltig. Sehr schön ist auch, dass das Spiel zwischen 2D und 3D wechselt.
Die Dialoge sind komplett mit deutscher Synchronisation, die echt gut ist.

Das Spiel ist schnell. An einigen Stellen ist Sonic Forces sogar zu schnell. Die Figuren rasen förmlich über den Bildschirm.
Das Spiel ist für Xbox One, Playstation 4, PC und Nintendo Switch erschienen.
Es macht schon Spaß Sonic Forces zu spielen. Aber irgendwie fehlt mir an manchen Stellen das Gewisse etwas. Dennoch kann die Grafik auch auf der Switch überzeugen. Ich habe nur sporadisch andere Sonic Spiele gespielt. Insgesamt wird Sonic Forces  von den Kritikern als sehr schwach eingestuft. So drastisch sehe ich das jedoch nicht.

 

Ihr wollt Euch selbst vom Spiel überzeugen? Dann macht mit bei unserem Gewinnspiel.

GEWINNSPIEL:

Welche Farbe hat Sonic?
a) Blau                b) Lila

 

1.Preis: 1x Sonic Forces für die Nintendo Switch + 1x ikonische Sonic-Mütze
2. + 3.Preis: je 1x ikonische Sonic-Mütze

*Schicke die richtige Antwort an oliver@jup.berlin . Einsendeschluss ist der 20.11.2017 um 12 Uhr. Unter allen Einsendungen entscheidet das Los. Eine doppelte Teilnahme ist ausgeschlossen.
Wir wünschen Dir viel Glück!

Zeitschriften wie die „BRAVO“ und unter anderem die "Popcorn" gelten als Ratgeber für jugendliche Mädchen sowie Jungs. Geworben wird mit vermeidlichen Alltagsfragen und Neuigkeiten von den bekanntesten Gesichtern der Welt. Wie sich das Jugendmagazin aber tatsächlich an die Realität und Interessen der Zielgruppe anpasst, haben sich die Redakteurinnen Sina, Zora und Charlotte genauer angeschaut.

VON SINA

Ich persönlich habe schon mit 10 Jahren die Bravo gelesen, hatte sogar ein Abo. Einfach weil ich es "cool" fand und nicht drüber nachdachte, ob mir das jetzt hilft oder nicht. Ich hab mir die Titelseite angeschaut und wenn da sowas stand wie "So wirst du zum Star der Schule" mit Miley Cyrus vorne drauf, musste ich das natürlich haben. Ebenfalls auf dem Titelblatt sind Teaser zu den Stories, welche Poster sich in der Mitte der Zeitung befinden und  eine Abbildung des Extras. Oft  sind das Handysticker oder billiger Schmuck, der schon beim bloßen Anschauen kaputt gehen kann. Auffällig sind die bunten Farben, die sich untereinander beißen und der Name der Zeitschrift als Kopf der Seite. Die Bilder und die Schrift überschneiden sich, eine wilde Collage, wie auch auf den restlichen Seiten innerhalb des Heftes. Alles was man braucht, um in einem Regal neben LilliFee und ELLE herauszustechen. Die BRAVO ist vor allem präsent, wenn es darum geht, jungen Erwachsenen in ihrer Entwicklung zu helfen und gleichzeitig vom neusten Klatsch und Tratsch zu berichten. Eben das, was 13/14-Jährige wollen, oder sogar Jüngere.

 

Das vermittelte Bild

Apropos Jüngere. Was finden sie, wenn sie die Zeitung aufschlagen? U.a. nackte Menschen, (zum Teil) glatt rasiert und oft schlank wie ein Streichholz. Es gibt Verhaltenstipps, mit denen man zum Everbody’s Darling werden kann. „Mit diesen Haltungen, bist du gleich viel selbstbewusster!“. Ach ja, bin ich das?
Nein! Wenn ich als 10-jähriges Mädchen meine Brust rausstrecke und die Arme in die Hüften stemme, werde ich als arrogant und aufmüpfig, aber sicherlich nicht als „cool“ und „selbstbewusst“ von meinen Mitschülerinnen bezeichnet. Denke ich in diesem Alter überhaupt schon daran? Sicher nicht, aber jetzt weiß ich, was ich tun muss und nehme es auf, wenn auch unbewusst.
Wirft man einen Blick in die Foto-Lovestory sieht man ebenfalls jede Woche das Gleiche: Mehrere Menschen, ca. 20-22 Jahre alt, werden als 15-Jährige dargestellt. Schmales Gesicht, komplett ohne Hautunreinheiten. Die Körper der Männer durchtrainiert. Die Mädchen könnten sich hinter einem Grashalm verstecken, sind groß und schlank und haben deutlich Make-up aufgetragen. Die Kleidung sieht ordentlich und teuer aus – oft erkennt man Marken wie Hollister, Adidas oder Nike. Es treffen sich also ein Junge und ein Mädchen, von denen eine Person unglücklich ist, und dann verlieben sie sich plötzlich ineinander und nach dem zweiten Treffen sind sie happy ohne Ende zusammen und leben glücklich weiter. BLA BLA BLA. In nur fünf bedruckten Seiten werden unrealistische Liebesbeziehungen mit Märchenfiguren und vermeidlich idealen Erscheinungsbildern kombiniert. Ein oft gewähltes Motiv ist auch, dass das Mädchen von jemandem begrapscht wird und von ihrem späteren Freund „gerettet“ wird.  Neben dieser Sexualisierung junger Mädchen sind es  zudem ausschließlich Beziehungen zwischen einem Mann und einer Frau, die thematisiert werden, nie wird die LGBTQIA + Community auch nur annähernd erwähnt.
Die schöne, heile Welt. Attraktive, intelligente Menschen in schönen Umgebungen, welche die eigene Gepflegtheit widerspiegeln. Als ob das ein Normalzustand sei, an dem es sich zu messen gilt. Keine genaue Definition von „normal“, aber sie wird in Form von immer den gleichen Bildern dargestellt. So auch bei der schon kurz angesprochenen Sexualität. Schaut man auf die Website der BRAVO, findet man nur geringfügig Artikel zum Coming Out, geschweige denn Aufklärungsvideos, die zeigen, dass die Welt eben nicht nur aus Männlein und Weiblein besteht, die miteinander schlafen.

 

Nun ist sie endgültig zu Ende: die Festivalzeit! Doch hierfür holen wir den Sommer nochmal zurück. Wofür? Um euch von unserem letzten Highlight der Saison zu berichten: dem HIGHFIELD Festival am Störmthalersee!

VON LOTTA

Drei Tage Indie-Rock im Landkreis Leipzig und wir Berliner mitten drin. Und der Weg hat sich gelohnt, denn Indie-Rock ist nicht alles, was das Festival zu bieten hat. Zu den Headlinern gehören regelmäßig nationale und internationale Größen des Rocks, so auch dieses Jahr: Billy Talent, die Toten Hosen, Placebo, The Offspring und viele mehr!

Welcome to the Schrebergarten

Aber von Anfang an. Wir hatten uns diesmal für eine Anreise mit dem Auto entschieden, was ein ganz anderes Feeling war, als das, was wir bisher kannten. Nicht nur, dass uns das Umsteigen mit unseren Rucksäcken & Co. erspart blieb, wir landeten auch zum ersten Mal auf dem Auto-Campingplatz. Das bedeutete in unserem Fall; Camping in mitten von Alt-Rockern und Großfamilien, kein Versinken in leeren Bierdosen und 5-Minuten-Terrinen und eine halbe Stunde Fußweg bis zum eigentlichen Festival Gelände. Ja, die Schrebergarten-Idylle war nicht zu leugnen. Aber man ist ja offen für alles…

Eine halbe Stunde Fußweg, die muss man natürlich nutzen! Insbesondere da auf dem gesamten Bühnen-Bereich keine mittgebrachten Getränke erlaubt waren. Zwar gab es unzählige Getränke-und auch Essensstände, jedoch musste hier wirklich tief in die Tasche gegriffen werden. Während sich die Preise für das – zugegeben – sehr gute Essen aus aller Herren Länder sich wenigstens noch an Restaurantpreisen orientierten, überstiegen die Getränke jede humane Preisvorstellung.

Mehr als nur Musik

Geld ausgeben konnte man aber auch für länger anhaltende Souvenirs. Natürlich gab es Merchandise der Bands und vom Festival selbst. Wer kein Geld ausgeben wollte, hatte neben den Bands aber auch was zu sehen und zu hören. Denn gerade auf einem links geprägten Festival wie es das Highfield ohne Frage ist, waren natürlich Kein Bock auf Nazis und andere soziale Initiativen wie PETA ZWEI und Greenpeace am Start. Hier gab es nicht nur Bändchen und Gummibärchen, sondern vor allem alle Informationen über die Ziele und aktuelle Aktionen der Vereine. Ein paar Unterschriften und gleich was Gutes getan gegen Rassismus, Massentierhaltung oder die Verschmutzung der Meere. Da kann man sich den Rest des Tages auch mal anderen Dingen widmen…

… Zum Beispiel der Musik! Entjungfert wurden die beiden Bühnen am Freitagnachmittag von Neonschwarz und Milliarden. Wie üblich spielten die ersten kleineren Acts jeweils kaum mehr als eine halbe Stunde und so war immer Zeit für eine kleine Pause, und die sollte man sich nehmen, denn es war heiß, mehr als heiß!

Ein Sturm kommt auf

Obwohl es gerade erst losgegangen war, hatten die Sanitäter mit Sonnenstichen und Kreislaufzusammenbrüchen der Besucher schon alle Hände voll zu tun. Doch während wir uns noch freuten zum ersten Mal nicht im Matsch tanzen zu müssen, zogen bereits die ersten Wolken auf. Und dabei sollte es nicht bleiben. Gegen 19:00 Uhr dann kippte das Ganze. Es begann zu gewittern, das Programm wurde unterbrochen und die Besucher zu ihren Autos geschickt.

Am Anfang noch zögerlich wurde, nachdem der Regen monsunartige Zustände angenommen hatte und auf jeden Blitz der Donner folgte, diese Aufforderung auch ernst genommen. Ca. 35.000 Menschen zogen Richtung Zeltplätze und verwandelten die zuvor trockenen Wege in eine Schlammlandschaft, die von nun an den Weg zum Festivalgelände zu einer echten Herausforderung machen sollte.

Die nächsten Stunden verbrachten wir im Auto, aßen kalte Dosensuppe und hörten das Highfield Radio, um zu erfahren, wann es weiter gehen sollte. Damit hatten wir es sicher sehr viel besser getroffen als all die, die gerade dabei waren, ihre abgesoffenen Zelte wieder zu beleben, und dennoch wurde auch bei uns die Stimmung mit jedem abgesagten Act nicht gerade hochgerissen. Und das waren von da an alle, bis auf die Beginner, die gegen Mitternacht die ehrenvolle Aufgabe hatten, das durchnässte Publikum in einen Zustand zu versetzen, in dem man alles um sich herum vergisst – vor allem den nassen Schlafsack.

Suits ist im Moment eine der erfolgreichsten Serien. Darin geht es hauptsächlich um zwei Anwälte, von denen einer eigentlich kein richtiger Anwalt ist. Unser Redakteur Olli hat sich die sechste Staffel angeschaut.

VON OLIVER MATTUTAT

Mike Ross und Harvey Specter sind die Hauptcharaktere der Serie Suits. Auf der einen Seite der kluge, junge Mann Mike, der zwar ein photographisches Gedächtnis hat, aber das dazu nutze, um Testlösungen zu verkaufen. Somit rutschte er immer weiter in die Kriminalität. Auf der andere Seite der angesehene, oft skrupellos agierende und kühl wirkende Anwalt Harvey Specter, der in einer der renommiertesten Kanzleien New Yorks arbeitet. Er hat in seiner Karriere noch keinen Prozess verloren.
Wie der Zufall will, treffen die beiden aufeinander. Harvey, der in seiner Kanzlei Partner geworden ist, soll auf Anweisung seiner Chefin Jessica Pearson einen neuen Anwalt einstellen. Zum Bewerbungsgespräch lädt er in einem Hotel. Zur gleichen Zeit ist auch Mike im Hotel. Er sollte für seinen Freund Trevor einen Auftrag als Drogenkurier ausführen. Doch das war eine Falle der Polizei. Mike erkennt das frühzeitig und flieht. Dabei kommt er ins Zimmer, wo die Bewerber warten. Harveys Sekretärin Donna ruft gerade einen Bewerber auf, der scheinbar nicht da ist. Da nutzt Mike seine Chance und nimmt seinen Platz ein. Er imponiert Harvey. Der gibt ihm den Job, obwohl er weiß, dass Mike nicht studiert hat. Doch das bleibt erstmal das Geheimnis der beiden. Und das soll in der Folge noch zu vielen Problemen führen.

 

An dieser Stelle möchte ich dich darauf hinweisen, dass du diesen Text am besten nicht weiterlesen solltest, falls du die Serie noch nicht gesehen hast. Jetzt folgen Spoiler der Staffel eins bis fünf.

 

Zuerst einmal fällt es in der Kanzlei nicht groß auf, dass Mike nur ein Betrüger ist. Er hat jede Menge Wissen und mit Harvey auch einen starken Fürsprecher. Doch mit der Zeit wird die Luft immer mal wieder dünn. Mal fällt ihm sein ehemaliger bester Freund in den Rücken oder die Bundesanwaltschaft bekommt einen Tipp und startet Ermittlungen. Auch der eifrige Anwalt und Partner in der Kanzlei Louis Litt hat ihn immer mal wieder auf dem Kieker.
Manchmal bekommen sie nur knapp den Kopf aus der Schlinge. Deshalb entscheidet sich, Mike als Anwalt aufzuhören und Banker zu werden. Doch es dauert nicht lange, da ist er wieder in der Kanzlei, die in den ersten vier Staffeln immer wieder von internen Machtkämpfen erschüttert wird. Da aber nun immer mehr Leute das Geheimnis von Mike kennen und sie ihre Zulassung als Anwälte aufs Spiel setzen würden, wenn es rauskommt, versuchen sie das Geheimnis so gut, wie möglich zu schützen.
Am Ende der fünften Staffel kommt dann das, was folgen musste. Mike geht nach langen Verhandlungen einen Deal ein. Er muss ins Gefängnis, doch die Partner der Kanzlei bleiben straffrei.

Genau dort setzt Staffel sechs an. Mike hat sich auf das Gefängnis eingestellt. Harvey und die anderen Partner müssen in der Folge gegen eine Sammelklage gegen sich von einigen ihrer Mandanten angehen. Diese klagen, da sie von Mike vertreten worden sind.
Unterdessen lernt Mike das Leben im Gefängnis und die ungeschriebenen Gesetze kennen. Die Kanzlei versucht, wieder neue Mandanten ans Land zu ziehen. Außerdem vermieten sie Büroräume, um ein wenig Geld zusätzlich herein zubekommen.
Ob Mike aus dem Gefängnis kommt und es die Kanzlei zu altem Ruhm schafft, erfahrt ihr in Staffel sechs auf BluRay und DVD.

Suits erzählt die Geschichte eines Betrügers, könnte man ganz drastisch formulieren. Aber in der Serie steckt noch viel mehr. So bekommt man vielschichtige Einblicke in die verschiedenen Charaktere. Harvey, den man am Anfang noch als kaltes und ignorantes Arschloch kennenlernt, taut mit der Zeit immer mehr auf und lässt auch seinen Gefühle freien Lauf. Das sieht man auch bei Louis Litt. Auf der einen Seite verhält er sich kindisch und hinterlistig. Er versucht Mike auflaufen zu lassen und mit allen Mitteln seine Namenspartnerschaft durchzusetzen. Auf der anderen Seite kann er eben auch nett sein und sich für seine Kollegen, die er auch als seine „Familie“ bezeichnet, einsetzen.

Die Serie ist unterhaltsam und die Wendungen halten die Spannung aufrecht.