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In der Serie The Young Pope ist der Papst ein krasses Gegenteil von dem, was wir sonst mit dem Papst verbinden. Nun erscheint die erste Staffel als BluRay, DVD und Download. Wir haben für euch in die Serie reingeschaut und sagen euch, was ihr von dem "jungen Papst" erwarten könnt.

 

VON OLIVER MATTUTAT

 

Er trinkt Cola, er raucht und ist Amerikaner. Pinus XIII. (gespielt von Jude Law) ist mit Nichten ein ganz normaler Papst. Er ist in den 40ern und wurde von den Kadinälen nur gewählt, weil sie dachten, dass sie ihn besonders gut beeinflussen könnten. Aber es stellt sich heraus, dass der junge Papst auch ziemlich extrem sein kann. Er weist die alten Herrschaften in ihre Schranken und ist unberechenbar. Diese Extreme zeigt sich in der ersten Rede, die er vor dem Volk im Vatikan hält: „Ihr habt euch von Gott abgewandt. Und denen, die sich von Gott abgewandt haben, habe ich nichts zu sagen. Wendet euch von euren Nächsten ab! Wendet euch Gott zu!“

Pinus, der bürgerlich Lenny Belardo heißt, war vor seiner Wahl Erzbischof von New York und wuchs, wie man ziemlich schnell erfährt, in einem Waisenhaus auf. Die Schwester, die ihn damals in das Waisenhaus aufnahm, macht er zu seiner ersten Beraterin. Vor allem Kardinal Voiello schaut dabei dumm aus der Wäsche. Denn ihm wurden viele Rechte entzogen. Sie sollen sich im Verlauf zu Gegenspieler entwickeln.

Lenny ist Kettenraucher, hebt dafür das Rauchverbot im Vatikan auf, allerdings nur für sich, und zum Frühstück besteht er auf Cherry Coke Zero. Er ist ein Papst, der im Zwiespalt zwischen Tradition und Moderne steckt. Lernt man ihn zu Anfang als ziemlich hart und konsequent kennen, bekommt man im weiteren Verlauf auch mehr Einblicke in Lenny und in seine Vorgeschichte.

Entwickelt wurde die Serie von Oscarpreisträger Paolo Sorrentino. Sie schafft es, mit pompösen Bildern eine einzigartige Atmosphäre zu schaffen. Die Kulissen wurden aufwendig nachgebaut.

Die Serie bekam auch von Kritikern sehr viel Lob.

Ich finde, dass man sich erstmal in die Serie und die Tonalität hineinfinden muss. Dabei schafft es Paolo Sorrentino, geschickte Cliff-Hanger zu setzen und auch humorvolle Dialoge zu bringen. Jude Law spielt die Rolle des Papstes hervorragend. Dafür wurde er auch viel von den Kritikern gelobt. Eine Serie, der man auf jeden Fall eine Chance geben sollte und die mit beeindruckenden Bildern punkten kann.

VON MORITZ KNOLL

 

Ich traf Jérôme Depierre vergangenen Monat am 'Zwingli', einem kleinen Parkourpark in Moabit. Der saltoschlagende Schweizer zückte nach vollendetem Sideflip eine Visitenkarte bezüglich meiner Nachfrage nach dem Zweck seines Aufenthalts in Berlin.
Ein Student der Fotografie an der BTK, bereits sehr profiliert, doch mit dem Verlangen nach mehr Wissen und einem Szenewechsel in die Stadt der Städte gekommen.Wir tauschten unsere Kontaktdaten aus und treffen uns einige Wochen später in einem Café am Kottbusser Tor.

Jérôme ist 23. Er ist zum vergangenen Wintersemester nach Berlin gekommen. Fand nach der üblichen Odyssee durch den Berliner Wohnungsdschungel schließlich ein Zuhause in Charlottenburg. Mit Wurzeln in Italien, der Welschschweiz und Tschechien sehr international aufgewachsen, spricht der sympathische Student fünf Sprachen.  Seine Passion gilt neben dem Fotografieren dem Film, dem Radfahren, dem Abschalten und dem Wertschätzen des Moments. In der Lage zu sein, zu fokussieren, die Kamera oder das Smartphone wegzulegen und durchzuatmen.

Wir beobachten einige Zeit die rauchenden und Shawarma verschlingenden Passanten durch die riesige Glasfront des 'Luzia' und widmen uns dann dem Milchkaffee und dem mit Fragen übersäten Zeichenblock.

 

VON ZORA

 

Sprechende Bäume, riesige Roboterspinnen, misslungene Zeitreisen, weinende Drachen, tief dunkle Bunker und ein Plan zur Vernichtung der Menschheit: all das und vieles mehr steckt in Green Net – dem Roman von Wilfried von Manstein (erschienen im INMO-Verlag).

 

Hauptcharakter der Geschichte ist der 12-jährige Mario, welcher viel lieber mit Bäumen als mit Menschen redet.

Schule macht ihm keinen Spaß, seine besten Freunde sind die alte Kastanie Äskulus und dessen Efeu-Frau Hallucia. Mario selbst bezeichnet sich als Kastatienkind. Er führt ein rund um sorgloses und normales Leben. Bis zu dem Tag, an dem seine Mutter während eines Besuchs beim Kinderpsychologen angegriffen wird und ins Koma fällt. Doch mit der Zeit wachsen ihr Wurzeln aus den Füßen. Mit Rado, der 14-jährigen Schülerzeitungsredakteurin, teilt er nun dasselbe Schicksal, denn Rados Vater, der Psychologe, ist ebenfalls betroffen.

 

Rado sucht den Erfinder und Zeitreisenden Lam-Pi-Jong auf. Dieser weiß sofort, dass es sich hierbei um eine seiner Erfindungen handelt. Den sogenannten Zeiter. Der Zeiter ermöglicht es, Pflanzen zu beschleunigen, so dass diese laufen und mit Menschen reden können. Allerdings klappt dieser Vorgang auch andersherum. Währenddessen nimmt Mario mit Äskulus und Hallucia an der Pflanzenversammlung teil, um den Weltbaum Yggdrasil um Hilfe zu bitten. Doch Mario wird entdeckt und soll, als Strafe für sein Eindringen, sterben.

 

Die Übernahme eines gefährlichen Auftrags ist die einzige Chance, lebend aus der Sache heraus zu kommen. Er soll die rebellierende Würgefeige Reginald, welche im nahliegenden Zoo steht, ausspionieren und Bericht erstatten. Doch beim Versuch Reginald auszukundschaften, gerät Mario in Gefangenschaft und muss mehrere Monate in einem Bunker ausharren. Erst eine, von seiner Freundin Rado und Lam-Pi-Jong initialisierte, Zeitreise rettet Marion.

 

Braucht man unbedingt eine Smartwatch? Dieser Frage ist unser Redakteur Olli nachgegangen und hat die neuste ZenWatch von Asus auf Herz und Nieren getestet!

VON OLIVER MATTUTAT

Ich bin nie ein großer Freund von Smartwatches gewesen. Zu meiner Schande muss ich aber auch gestehen, dass ich weder je eine besessen habe, noch habe ich wirklich tiefergehend mit der Thematik befasst. Das sollte sich jetzt ändern: Der Hersteller Asus schickte mir ein Testgerät seiner neusten „schlauen Uhr", der ZenWatch3, zu, das ich zwei Wochen lang bei mir beziehungsweise an mir trug.

Aber erstmal zu den harten Fakten:
Die ZenWatch der dritten Genration ist die erste, die rund ist. Die beiden Vorgänger waren noch eckig. So wirkte sie auf den ersten Blick mehr wie eine „echte" Uhr. Außerdem gibt es eine Menge Apps wie zum Beispiel den FaceDesigner. Mit ihm kann man ganz einfach eigene Zifferblätter erstellen. Mehr dazu später. Die Uhr bekommt man ab 229€. Im Vergleich mit der Konkurrenz bietet sie ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Das Gehäuse besteht aus Edelstahl und sie besitzt eine Schnelllade-Funktion.

Das Einrichten geht sehr schnell und einfach. Bluetooth beim Smartphone einschalten und das Koppeln funktioniert problemlos. Die Uhr synchronisiert sich mit dem Smartphone und lädt die Apps, die auch schon auf dem Handy vorhanden und mit der Uhr kompatibel sind.

Die Grundlagen

Grundsätzlich ist die Uhr, wenn verbunden, der verlängerte Arm des Handys. Sie zeigt die Benachrichtigungen an, man kann sehen, welche Musik gespielt wird und diese steuern. Außerdem werden natürlich auch eingehende Anrufe angezeigt. Zu den Benachrichtigungen gehören alle, die man auch vom Handy kennt. So zeigt die Uhr zum Beispiel WhatsApp-Nachrichten an und lässt einen sofort drauf antworten oder erinnert an Kalendereinträge.

Der Akku lässt sich dank Schnellladesystem, das 60% in 15 Minuten bringt, fix laden. Je nach Nutzung hielt er bei mir etwas mehr als einen Tag. Damit befindet er sich beim Durchschnittswert, den auch andere Smartwatches abliefern.

Auf den Knopfdruck kommt's an

Die ZenWatch 3 hat drei seitliche Knöpfe. Der mittlere fungiert dabei ein wenig wie eine Mischung aus Home-Button und Sperrtaste. Mit ihm kann man, wenn man ihn gedrückt hält, das Menü aufrufen. Drückt man ihn einmal, kann man das Display abschalten. Dabei ist es entscheidend, ob man die Option eingeschaltet hat, dass das Display immer eingeschaltet bleiben soll. Dabei wechselt das Display beim Drücken in einen Ambient-Modus. Heißt: Das Uhrlayout wird entweder reduziert oder zumindest ein wenig dunkler. Drückt man den mittleren Knopf zweimal, geht das Display, egal, was eingestellt ist, aus.

Die anderen beiden Knöpfe lassen sich frei mit den Apps belegen, die man schnell erreichen möchte.

Der richtige Wischer"

Schaut man auf das normale Ziffernblatt, gibt es drei Möglichkeiten, mit einer Geste zu arbeiten. Wischt man auf dem Display nach unten kommt man in eine Art Schnelleinstellungsmenü, das man auch von Android-Smartphones kennt. Hier kann man unter anderem wählen, ob der Ton an sein oder die Helligkeit erhöht werden soll.

Wischt man nach oben, kann man sich seinen Weg durch die Benachrichtigungen bahnen.

Diese beiden „Wischer" kann man auch durch Bewegungen des Handgelenks erreichen. Dreht man das Handgelenk zum Körper entspricht das dem Runterwischen. Dreht man wiederum das Handgelenk vom Körper weg, kommt man wie beim Hochwischen zu den Benachrichtigungen.

Wischt man von rechts nach links gelangt man ins Menü: Auf der ersten Seite bekommt man eine Übersicht seiner Apps und kann diese aufrufen. Auf der zweiten Seite hat man eine Auswahl seiner Kontakte. Diesen kann man dann eine Nachricht per SMS/WhatsApp senden oder anrufen. Auf der dritten Seite bekommt man eine Übersicht von Sprachbefehlen, die man der Uhr geben kann.

Die Uhr versteht mich

Die genannten Sprachbefehle kennt man auch vom Smartphone. So kann man zum Beispiel einen Wecker stellen oder eine Nachricht an jemanden schreibe. Ganz komfortabel, ohne das Handy aus der Hosentasche zu nehmen. Es muss sich nur in Bluetooth-Reichweite befinden. Für manche Befehle wie Wecker stellen oder Ähnliches wird das Handy gar nicht benötigt. Aktivieren kann man das, indem man Okay, Google sagt. Dann hört die Uhr zu und setzt die Befehle um. Bei unseren Tests ist das Verständnis der Uhr ausgesprochen gut.

Fürs Telefonieren doch lieber das Handy

Es hat ein bisschen was von einem Agentenfilm, wenn man mit seiner Uhr redet. Aber mit der ZenWatch 3 ist es auch möglich, zu telefonieren. Sowohl Mikrofon als auch Lautsprecher sind an Bord. Die Qualität bleibt aber ausbaufähig. Mein Gesprächspartner kann mich nicht wirklich gut hören und auch ich habe Probleme, alles wirklich zu verstehen. Außerdem für die Öffentlichkeit ist das auch eher nicht nützlich. Ich möchte zumindest nicht, dass mir meine ganze Umgebung das ganze Gespräch verfolgen kann. Ich greife da auch in Zukunft zum Smartphone.

Die persönliche Note

Für die ZenWatch gibt es ein paar Apps. Ganz besonders gut hat mir der FaceDesigner gefallen. Mit ihm kann man die Smartwatch zu SEINER Smartwatch machen. Er gibt einem nämlich die Möglichkeit, das Zifferblatt nach seinen Vorstellungen zu gestalten. Dabei sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt. Vom Hintergrund über Zeiger und den Tick. Zusätzlich kann man sich auch Symbole oder sogenannte Widgets aufs Zifferblatt legen. Darunter unter anderem das Datum, das Wetter oder der Akkustand der Uhr oder des Telefons. Einfach abspeichern und anwenden und schon ändert sich der Look des Zifferblatts. Darüber hinaus gibt es auch einige mitgelieferte und auch im Android Wear-Store, dem Store für Android Smartwatches, kann man sich welche laden.

Fazit

Die Smartwatch ist in vielen Belangen ein hilfreicher Begleiter. Man ist weniger gezwungen, sein Handy aus der Tasche zu holen. Dennoch bleibt es auch viel technische Spielerei, die zwar nicht unnötig, aber auch nicht notwendig ist. Eine schöne Idee ist vor allem das Anpassen des Ziffernblatts nach den eigenen Vorlieben und Wünschen. Auch wenn der Preis von 229€ für eine Smartwatch mit dem Umfang vergleichsweise günstig ist, muss man doch recht gut überlegen, ob einem eine Uhr das viele Geld wert ist. Das gilt sowohl für die ZenWatch als auch für andere Smartwatches. Ich selbst würde im Moment nicht so viel Geld für eine Uhr ausgeben. Weder für eine digitale „Schlaue" noch für eine analoge.

Das Motto von FEWJAR: Immer eine "Qualitatätsstufe drauflegen"! Damit ist das Polygenre-Duo ziemlich erfolgreich. Wie Felix und Jako ihre Tour erleben und ob sie jetzt Musiker oder YouTuber sind, erzählen sie jup! Redakteurin Kaja im Interview! Auf jeden Fall sehr nice!

 

 

"Katzelmacher" ist das neue Theaterstück des Jungen Deutschen Theater, welches auf der Inszenierung von Rainer Werner Fassbinder basiert. Das Stück behandelt die alltäglichen Konflikte und Probleme Jugendlicher, hat aber als Hauptfokus das Thema Immigration und den Umgang damit.

VON CHARLOTTE

Nachdem ich Anfang Februar schon die Möglichkeit hatte, mir die Proben des Stückes anzugucken, war ich jetzt sehr gespannt, das Endergebnis auf der Bühne zu sehen. Obwohl das Stück von Jugendlichen aufgeführt wird, ist es auf jeden Fall kein Kindertheater, sondern eine ernstzunehmende professionelle Inszenierung.  Das Bühnenbild stellt ein Dach dar, auf dem sich die Jugendlichen treffen und bleibt die ganze Vorstellung gleich. Das Außergewöhnliche sind die Schornsteine, die Rauch abgeben sowie die Möglichkeit, es auf der Bühne regnen zu lassen.

Der Gastarbeiter Jorgos, der im Mittelpunkt des Stückes steht, wird nicht durch einen Schauspieler verkörpert, sondern die anderen Schauspieler*innen reden nur über ihn. Dadurch wirkt das Stück zum einen abstrakt, zum anderen wird durch dieses Element jeder dazu gebracht, sich selbst seinen eigenen Jorgos vorzustellen. Durch diese etwas ungewöhnliche Umsetzung könnte es für jüngere Zuschauer schwierig sein, dem Geschehen zu folgen, weshalb ich einen Besuch erst ab einem Alter von 12 Jahren empfehlen würde.

Meiner Meinung nach zeigt der "Katzelmacher" Konflikte und Situationen aus dem Alltag, in die man sich gut hineinversetzen kann und ist durch die Flüchtlingsthematik immer noch sehr aktuell und relevant. Alles in allem ist es für mich eine sehr gelungene Inszenierung die auf alle Fälle sehr empfehlenswert ist.

Das Theaterstück läuft noch bis zum 24.04.2017 in den Kammerspielen des Deutschen Theaters und für Schüler*innen, Auszubildende und Studenten*innen kosten die Karten 9 €.

Ihr wollt mehr über die Schauspieler*innen und die Moral des Stückes wissen? Abdu und ich haben die Proben mit der Videokamera begleitet und Interviews geführt!

 

In dieser Portraitreihe wird jeden Monat ein neuer interessanter Fotoblog (Instagram, Tumblr oder auch Facebook) vorgestellt.

Auf dem jup!od sind immer die neuesten Hits für euch.  Jup!-Redakteur Olli und jup! Redakteurin Sina hören sich die neusten Alben der Woche an. Ihr habt Wünsche? Dann schreibt an info@jup.berlin!

Es wird wieder bunt in den deutschen Kinos: Ab dem 23.02.2017 startet der vierte Teil der "Bibi und Tina"-Reihe! Mit dabei sind auch dieses Mal Lina Larissa Strahl aka Bibi, Lisa-Marie Koroll aka Tina und Louis Held aka Alexander. In "Tohuwabohu total"  steht aber auch ein neues Gesicht im Mittelpunkt: Lea van Acken aka Aladin/ Adea. Ihr kennt die Jungschauspielerin bestimmt schon aus dem Film "Das Tagebuch der Anne Frank".

 

Worum geht es in "Tohuwabohu total"?

Im vierten Teil begegnen Bibi und Tina einem ruppigen Ausreißer, der sich als Mädchen entpuppt und von seiner Familie verfolgt wird. Das Familienoberhaupt ist weltfremd, engstirnig und stur und lässt sich auch von Bibis Hexerei nicht überzeugen. Außerdem ist Schloss Falkenstein „under contruction“ und der Graf völlig überfordert, während Alex ein Musik-Festival auf Falkenstein plant und sich seinem Vater widersetzt.

 

Die jup! Redakteurinnen Lotta und Zora trafen Lina, Lisa, Louis, Lea und den Regisseur Detlev Buck vorab zum Interview. Warum Lina den Streit vermisst und partout keiner singen wollte? Schaut es euch an!

 

 

„Unterleuten“ - ein „große[r] Gesellschaftsroman über die wichtigen Fragen unserer Zeit […], der sich hochspannend wie ein Thriller liest.“

 

VON MAREIKE

Wenn man eine solche Bewertung auf dem Bucheinschlag eines Romans liest, hat man doch gleich etwas weniger Angst vor einem über 600-seitigen Roman aus dem Jahre 2016, den man unter Zeitdruck verschlingen muss. Der Titel „Unterleuten" allein verrät nun zunächst aber gar nichts über Inhalt oder Art des Romans von Juli Zeh, deren Name mir zuvor ebenfalls noch nie begegnet war. Erst im Nachhinein erkennt man das kluge Wortspiel und ist froh, nicht unter diesen Leuten zu sein.

Ohne eine leiseste Ahnung davon, was mich erwarten könnte, begann ich also zu lesen - ich als Person, die eher  Sachbücher und dokumentarische Werke präferiert, bei denen es nicht auf kontinuierliches Lesen ankommt.
Zunächst bedarf es zugegebenermaßen einiges an Disziplin, sich in „Unterleuten" zurechtzufinden. Ist man jedoch erst  einmal in dem brandenburgischen Dorf angekommen, will man dann doch wissen, wie sich die Dinge entwickeln.