Ratgeber

EIN GASTBEITRAG VON GANGWAY E.V.

Die Streetworker von GANGWAY e.V. begleiten überall in Berlin Menschen dabei, das zu finden, was sie am dringendsten brauchen: Wege aus Sucht oder Gewalt, eine Wohnung, Ausbildung und Arbeit oder einen neuen Weg zu mehr Bildung. Bei dem Projekt "JUGEND STÄRKEN" im Quartier in Berlin Mitte geht es z.B. darum, junge Menschen intensiv zu betreuen, für deren berufliche Orientierung zunächst viele individuelle Problemlagen bearbeiten und zu lösen. In dieser Arbeit entstand die Idee miteinander auf die „Walz“ zu gehen –  so wie früher manche Handwerker. Das ist, wie der Bericht zeigt, eine ziemlich spannende Möglichkeit, den Blick über den Tellerrand zu wagen, sich auszuprobieren  und dabei Mut auch für viele andere Bereiche des Lebens zu fassen.

Zugegeben, das Foto ist eine kleine Mogelpackung – los ging‘s nicht zu Fuß, sondern im Bus, dafür musste sich aber auch niemand einen Ohrstecker mit Nagel und Hammer durchs Ohr hämmern lassen, wie das bei einer Walz üblich ist… Auch hatte noch keine*r der Teilnehmenden einen Gesellenbrief… aber durch die Walz vielleicht schon in den nächsten Jahren… und darum gings: hinaus in die Welt, offen sein, Berufe kennenlernen, einfach mal machen, teilhaben, sehen, wie großartig und auch befriedigend diverse Berufe sein können, abends geschafft sein und sehen, was man geschafft/geschaffen hat, merken, was man alles kann und erreichen kann, durchhalten, sich etwas erklären lassen, sich etwas zutrauen, selbstbewusst wieder nach Hause fahren (oder direkt da bleiben – dazu später mehr…).

Damit all diese Punkte ein Erfolgserlebnis werden können, mussten wir dahin, wo‘s schön ist, die Menschen offen sind, uns willkommen heißen und Lust haben, uns Großstädter*innen etwas zu zeigen. Außerdem sollte es nach getaner Arbeit ein vernünftiges Feierabendbier geben, ein bisschen Aktion für drum rum und bestenfalls ne schöne Landschaft und vielleicht ein Mysterium, dass es zu erkunden gab… diese Attribute schreien nach, richtig, BAYERN… dachten wir und zogen los! Ziel waren Oettingen und Nördlingen im schönen Ries weil wir dort durch Bekannt- und Verwandtschaft Betriebe kannten, die offen sind und uns freundlich anleiten würden, sprich, Lust auf uns hatten. Alle anderen wichtigen Punkte waren dort auch gesichert!

Am Mittwoch kamen wir an und checkten bei der Goldenen Gans ein, die uns einfache, aber saubere Montagezimmer (passend zum Projekt) für einen fairen Preis anboten und uns auch ansonsten jeden Wunsch, sei er noch so groß, erfüllten! Danke dafür!

Die Radikalisierung von Jugendlichen ist ein bundesweites Problem, denn immer mehr junge Menschen wenden sich vor allem rechtsextremen oder islamistischen Gruppierungen zu.

In unserem Info-Dossier beleuchten wir den Begriff „Radikalisierung“, häufige Verläufe und potenzielle Gründe einer Radikalisierung. Zudem haben wir für euch auch mögliche Anzeichen einer Radikalisierung und entsprechende Ansprechpartner*innen zusammengestellt.

-> Hier geht‘s zum Livestream unserer Podiumsveranstaltung vom 29.08 im Kreuzberger Dütti-Treff.

Dieses Themen-Spezial ist Teil der Gewaltpräventionsreihe „Auf Augenhöhe – Berlin gegen Gewalt“ und wird von der Landeskommission Berlin gegen Gewalt (LkBgG) gefördert.  

VON OLIVER MATTUTAT

„Education“, also Bildung, ist eines der Schlüsselwörter, die oft bei Apple fallen. Neben ihren zahlreichen Aktionen wie der Hour of Code, in denen Kinder die ersten Programmierschritte gehen (wir berichteten),kann auch das neue ‘günstige’ iPad zum Educationprogramm des Milliardenkonzerns aus dem Silicon Valley eingeordnet werden. Hauptsächlich hat der Konzern damit Schulen und damit verbunden Schüler*innen und Lehrer*innen im Blick. Greg Joswiak, Apple Vice President of Product Marketing, fasst das so zusammen: “Dieses neue [...] iPad nimmt alles, was die Leute an unserem beliebtesten iPad schätzen, und macht es noch besser, um Kreativität und Lernen zu inspirieren."
Was es wirklich leistet, sehen wir noch.

 

Die wichtigsten technischen Fakten kurz im Überblick:

  • 9,7 Zoll Display, 2048 x 1536 Pixel
  • drei Farben: Silber, Space Grau und Gold
  • zwei Speichergrößen: 32 GB und 128 GB
  • zwei Kameras: Frontkamera mit 1,2 Megapixel und die Kamera auf der Rückseite mit 8 Megapixel
  • Der Akku soll bis zu zehn Stunden halten
  • Unterstützung von Touch ID, also Entsperren durch Fingerabdruck möglich

 

Preis bleibt üppig

Zu haben ist das Gerät ab 349€. Wirklich günstig ist das erstmal auch nicht. Schaut man sich in Apples Produktwelt um, sieht man, dass es die weiteren verfügbaren iPad-Modelle ab 429€ (iPad Mini 4) und ab 729€ (iPad Pro) gibt. Überzeugen soll das günstigste iPad mit dem Gesamtpaket.
 

Den Eingabestift gibt’s nicht dazu
Der Apple Pencil, der Eingabestift der Firma, gehört jedoch nicht zum Lieferumfang. Ihn muss man für 99€ dazu kaufen. Ebenfalls ein stolzer Preis. Wir konnten ihn aber auch in Verbindung mit dem iPad testen. Vorher war nur dem iPad Pro eine Kompatibilität mit dem Stift vorbehalten.
Ebenfalls verfügbar ist eine Schutzhülle. Diese muss zusätzlich für 49€ erworben werden.
 

Virtuelle Realität auf dem Vormarsch
Eine große Technologie zieht auch auf diesem iPad ein: Virtual Reality. So ist es nicht nur möglich imaginäre Möbelstücke in seinen Raum zu stellen, sondern auch für Bildungsthemen ist diese Technik sehr praktisch. Ein gutes Beispiel ist eine App, mit der man die Anatomie eines Frosches lernen kann. Das Gerät scannt die Umgebung und auf dem Display sieht es so aus, als wäre der Frosch direkt vor einem. Man kann weiter weggehen oder auch näher dran. In verschiedenen Modi lassen sich auch zum Beispiel nur die Knochen anzeigen. Und auch Sezieren lassen sich die virtuellen Frösche - ohne Blut und üblen Geruch.
 

Unser Langzeittest
Zwei Monate lang haben wir das Gerät und den Pencil auf Herz und Nieren geprüft. Der Start ist, wie für Apple bekannt, einfach und intuitiv. Schnell ist das Gerät eingerichtet und startklar. Das Display wirkt klar und reagiert flott. Videoinhalte machen auch hier Spaß! Die Akkulaufzeit ist gut. Die angestrebten zehn Stunden schaffen wir in unserem Test in Verwendung leider nicht, aber trotzdem ist es ein gutes Ergebnis.
Das iPad ist fix, dennoch darf man natürlich keine Wunderdinge erwarten. Für den normalen Gebrauch läuft es aber super. Nur sind uns ein paar Abstürze aufgefallen, die durch ein Systemupdate dann aber verschwunden sind. Der Sound des Geräts ist okay, aber nichts besonderes. Natürlich kann man aber fix seine Kopfhörer anschließen, um einen besseren Klang zu erzielen, dennoch ist der interne Sound nicht zu schlecht.

Zu guter Letzt zum vermeintlichen Herzstück des günstigen iPad: der Apple Pencil. Wie erwähnt, ist er nicht im Lieferumfang enthalten. In unseren Tests klappt das Zusammenspiel hervorragend. Am Anfang war es ein bisschen gewöhnungsbedürftig. Den größten Nutzen haben Leute, die zeichnen können. Denn das iPad wird so zum digitalen Zeichenblock.
 

Apples neue Bildungsoffensive
Ende Juni kündigte Apple dann einen weiteren Teil seines Education-Programms an. Eine neue App für Lehrer ist nun kostenfrei verfügbar. Sie hört auf den Namen Schoolwork und soll den Lehrkräften helfen, einfach Inhalte zu erstellen, zu verteilen und mit den Schülern zusammenzuarbeiten. Ein weiterer Schritt zum digitalen Klassenraum?
 

Fazit
Apple versucht, auch mit dem neuen iPad weiter im Bildungsbereich seinen Fußabdruck zu hinterlassen. Der Preis könnte für die meisten Bildungsträger aber leider schwer zu stemmen sein.
Das Gerät selbst hat in unserem Test kaum Schwächen offenbart. Das iPad kann beim Lernen helfen; viele nützliche Helfer sind darauf zu finden. Welche Rolle der Tech-Gigant in den nächsten Jahren im Bereich Bildung einnimmt, wird sich zeigen.

 

Mental Health ist kein einfaches Thema, beschäftigt viele von uns aber ununterbrochen. Sei es, weil wir mal wieder nicht wissen, wo uns der Kopf steht oder wie wir mit uns und unseren Gefühlen umgehen sollen oder auch, weil sich uns nahestehende Menschen mit ihren Problemen und Gedanken an uns wenden.

Kein Wunder, dass so viele Gefühle auch mal überfordern – gerade uns Jugendliche. Und weil dieses Thema für uns so wichtig ist, gab es auch auf der diesjährigen TINCON in Berlin viel Raum für Austausch.

 

Moderiert von Jans  widmeten sich Maria Popov  und Nate  am zweiten Tag der Teenage Internetwork Convention der Frage: „Wie spricht man über Mental Health?“, erzählten von ihren Erfahrungen und teilten ihre Ratschläge mit den Jugendlichen, die es sich in der FUNK-Lounge gemütlich gemacht hatten.

Hier wurde allerdings nicht nur zugehört: Im Anschluss an die Podiumsdiskussion ergriffen viele die Chance bzw. das legendäre Wurf-Würfel-Mikrofon, um ihre Gefühle mit allen zu teilen und die drei Experten und Expertinnen um Rat zu fragen.

 

Aber wie redet man denn nun über Mental Health?

Aus 60 Minuten ehrlichem und bemerkenswert offenen TINCON-Talk in der Funk-Lounge habe ich drei wichtige Punkte mitgenommen, die Dir vielleicht helfen können, wenn Du mal nicht mehr weiter weißt.

 

1. Raus mit den Gedanken!

Es kann immer sein, dass man sich nicht gut fühlt. Das liegt am Wetter, an der anstehenden Arbeit, am Stress mit der Familie oder den Freunden und ist vor allem: GANZ NORMAL.

Manchmal verlangt das Leben einfach mehr, als man eigentlich leisten kann und schon holt einen ein ungutes Gefühl ein und verdunkelt die Stimmung. Im besten Fall verflüchtigt sich dieses Gefühl von allein, aber wenn dem mal nicht so sein sollte, dann solltest Du Dich anderen mitteilen. Es bringt nichts, all die unguten Gedanken bei sich zu behalten und sich immer mehr zurückzuziehen. Teil Dich mit und fang an, mit jemandem über das zu reden, was Dich umtreibt. Gedanken zuzulassen und Raum zu geben und eben zu akzeptieren, dass es einem schlecht geht, ist ein wichtiger Schritt und kann manchmal schon Wunder bewirken.

 

2. Such Dir Vertrauenspersonen!

Ich sage Dir zwar, dass Du mit jemandem reden solltest, aber mit wem denn bloß?

Freunde und Familie zu involvieren ist immer mein erster Rat. Auch Vertrauenslehrer*innenn oder dem Lehrer oder der Lehrerin, dem oder der man vertraut, hilft es, sich mitzuteilen. So kann sich Dein Umfeld im besten Fall sogar darauf einstellen, wie es Dir gerade geht. Das sind schließlich die Menschen, die Dich gut kennen und sicher den einen oder anderen Rat für Dich haben oder Dir dabei helfen können, die Perspektive zu wechseln.

Allerdings kann es manchmal sein, dass man jemanden braucht, der gar nichts mit der Situation zu tun hat, in der man sich gerade befindet. Hier kann es sinnvoll sein, sich Hilfe von außen zu suchen.

GANZ WICHTIG: Kein Problem ist zu klein, um es anzusprechen. Oft höre ich, dass einige Angst haben, etwas anzusprechen, weil es ihnen zu irrelevant erscheint. Auch dass es anderen schlechter geht oder gehen könnte, ist kein Argument! Du bist wichtig und jedes Problem, dass Dich belastet, ist ein Problem zu viel.

Sorgentelefone, Online-Beratungen, Krisendienste und Co. sind für jede*n da. Mindestens dort haben sie immer ein offenes Ohr für Deine Anliegen. Gemeinsam könnt ihr Euch überlegen, was Du brauchst und wie ihr das Problem angehen wollt. Vielleicht reicht ein Gespräch, vielleicht begleiten sie Dich über den „kritischen“ Zeitraum hinweg, vielleicht brauchst Du aber auch mehr als temporäre Hilfe. Und hier komme ich schon zu meinem letzten Punkt.

 

3. Nimm Hilfe an!

Hilfe ist da, um sie anzunehmen. Es gibt, gerade in großen Städten wie Berlin, unheimlich viele Hilfsangebote. Das kann die Beratung, Nothilfe, Therapiegruppen, etc. sein. Welche Angebote es in Berlin gibt, haben wir auf unserer Seite Rat & Hilfe schon einmal zusammengesucht.

Aus Erfahrung weiß ich, dass man aus einigen Problemen allein einfach nicht mehr rauskommt, aber genau in solchen scheinbar ausweglosen Situationen kommen all die guten Hilfsangebote ins Spiel. Nicht ohne Grund gibt es ausgebildete Menschen, die Dir dabei helfen können, Deine Gedanken zu ordnen oder Dir Antworten auf Fragen zu geben, die Du alleine nicht finden kannst. Sie kennen sich aus und sind geübt darin, Lösungen zu finden, die Dir in schwierigen Zeiten helfen.

Hab also keine Angst davor, Dir Hilfe zu suchen und diese anzunehmen! Jedes ungute Gefühl ist es Wert, besprochen zu werden. Es ist wichtig, dass Du Dir die Zeit für Dich nimmst. Hab nicht den Anspruch, alles immer selbst wieder in den Griff zu bekommen, denn das musst Du nicht und manchmal ist das auch einfach nicht allein möglich.

Es ist auch kein Problem, Dir jemanden mitzunehmen, der Dich bei den ersten Schritten begleitet und Dich dabei unterstützt, das richtige für Deine Situation zu finden.

 

Du bist nicht allein.

Du kannst Dir sicher sein, dass Du nicht allein mit Deinen Problemen bist. Es gibt sehr viele Menschen, die ähnlich fühlen und mit denen sich deshalb der Austausch lohnt. Es kann sehr gut tun, Leuten zu begegnen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben und vielleicht schon Strategien mir Dir teilen können, die ihnen geholfen haben.

Dass es sich lohnt, offen über Probleme zu reden, hat auch die TINCON-Session in der Funk-Lounge gezeigt. Sowohl die mutigen Fragenstellenden als auch die stillen Zuhörer*innen konnten aus diesen 60 Minuten viel für sich mitnehmen. Allein zu wissen, dass es nicht ungewöhnlich ist, wenn man mal zweifelt oder man auf der Suche nach seinem Platz in der Welt ist, tut der Seele gut.

Abschließend will ich nur sagen: Niemand sollte sich unwohl fühlen. Niemand muss es ertragen, schlecht behandelt zu werden. Krisen gehören zum Leben dazu, aber es ist möglich, aus jedem Tief wieder gestärkt hervorzugehen.

Man muss nur den Mut haben, sich Hilfe zu suchen und diese anzunehmen - Es lohnt sich!

 

VON MAREIKE

VON FRIEDERIKE

Dieses Wochenende geht die TINCON in die nächste Runde! „TINCON“ ist die Abkürzung für „Teenageinternetwork Convention“ und genau darum geht’s auch: Es gibt Talks, Workshops und Diskussionen, die sich rund um das Thema der digitalen Jugendkultur drehen. Die Messe geht von Freitag (8.06.2018) bis Sonntag (10.06.2018) und findet im Columbia Theater statt. Kommt vorbei und sprecht über Eure Zukunft!

 

Nachdem das jup!Team im letzten Jahr einige interessante Interviews führen und mehrere spannende Artikel für Euch bereithalten konnte, freuen wir uns auch dieses Mal wieder auf coole Talks und aufregende Gäste. Eben diese Gäste möchten wir Euch hier vorstellen und schon mal einen kleinen Ausblick auf die unterschiedlichen Themen geben:

 

Ranga Yogeshwar, ein Mann, den wir alle kennen und der uns schon das eine oder andere schulische Problem erklärt hat. In seiner Sendung „Quarks&Co“ erklärt er die Welt und ihre Wunder, wobei er aufregenden Phänomenen auf die Spur geht, ohne dabei den jungen Nicht-Wissenschaftler zu überfordern. In seinem Talk „Mensch und Maschine – wer programmiert wen?“ spricht er über die immerzu wachsenden Ausmaße von künstlicher Intelligenz und welche Veränderung diese mit sich bringen werden.

 

Ein anderer Speaker, der sich auf YouTube satirisch mit den Internet-Trends der Stunde befasst, ist Philipp Walulis. In einem AMA („Ask me anything“) könnt Ihr ihn mit all den Fragen löchern, die sich Euch zu…so ziemlich allem stellen. Bei ihm kann man mit einer witzigen und doch geistreichen Antwort rechnen – und seien wir mal ehrlich: Angefangen bei dem Namen seines Kanals „Walulis“ kommen einem doch wirklich noch viele weitere fragwürdige Dinge in den Sinn.

 

Der Workshop „How to animate“ wird von darkviktory und KostasKind geleitet. Die meisten von Euch kennen die beiden sicherlich durch ihre YouTube-Serie „TubeClash“, die im Netz sehr viel Anklang gefunden hat. Doch auch neben parodischen Videos und Animationen  setzen sich beide YouTuber mit gesellschaftlichen Problemen auseinander und sprechen auch sehr offen über Themen wie Homosexualität. In ihrem Workshop geht es allerdings – wie der Name es schon verrät – um die Technik des kreatives Animierens. Dabei nehmen sie bekannte Animationsserien (darunter natürlich auch TubeClash) auseinander.

 

Nach den Talks und während den Workshops und Diskussionen kann man mit den Gästen Fotos machen und auch einfach noch ein bisschen quatschen. Das ist dem etwas privaten Flair der Tincon geschuldet, die es ermöglicht, zu den verschiedenen Themen wirklich in die Tiefe zu gehen.

 

Neben diesen drei Programmpunkten wird in den drei Tagen zusätzlich noch über sexuelle Vielfalt, Gaming, Musik, Identität, Fandoms, Mental Health, Kunst und noch weitere Dinge gesprochen. Besonders interessant dürften dabei auch Themen wie Gaming-Selbsthilfegruppen oder Breakdance-Workshops werden.

 

Alles in allem erwartet uns ein vielseitiges und aufregendes Programm, das sicherlich ein paar interessante Überraschungen mit sich bringen wird.
Haltet also die Augen offen für neue Beiträge über die TINCON!

Wem das noch nicht reicht, kann sich auch alle Talks vollständig auf dem offiziellen YouTubeKanal der TINCON anschauen.

 

Thumbnail Video: Gregor Fischer/Raum 11

Hey! Wir sind Hannah, Janik und Kai und wir machen von September 2017 bis August 2018 unser FSJ Kultur bei jup! Berlin bzw. jugendnetz-berlin!
Damit ihr auch wisst, was wir in unserer Zeit als Freiwillige überhaupt so für Aufgaben haben, halten wir euch hier auf dem Laufenden.
Alle zwei Wochen werden wir euch abwechselnd erzählen, was wir Spannendes erlebt haben! Wir wollen euch zeigen, warum es sich lohnt, ein FSJ zu machen.

Zum Start zeigen wir euch in einem kleinen Video, was unsere Erwartungen an das FSJ waren und wie die blanke Realität aussieht (natürlich aus einer nicht ganz so ernsten Sichtweise).

Seid gespannt und freut euch drauf!!!

Hier findet ihr all unsere "Tagebücher" und unser Video:
 

Am 25. Februar besuchte Hannah den zweiten Stammtisch für Inklusives Wohnen. Was sie bewegt, beeindruckt und geschockt hat, das erfahrt ihr hier!

VON HANNAH

 

Beim zweiten Stammtisch für Inklusives Wohnen im Stadtteilzentrum Teutoburger Platz traf ich auf Jasper (22) und Linus (17), die gemeinsam das Projekt Handicap Lexikon ins Leben gerufen haben. Mit der Website www.handicap-lexikon.de, den dazugehörigen Social-Media-Aktivitäten und regelmäßigen Workshops möchten sie Kontaktängste zu Menschen mit Behinderungen nehmen, indem sie über Behinderungen aufklären. Zusammen mit Katja Sengelmann von der Wajekama Stiftung haben sie zudem den Stammtisch Inklusives Wohnen gegründet.

Jasper und Linus sind beste Freunde und wünschen sich, eines Tages gemeinsam in einer WG in Berlin zu wohnen. Jetzt denkt ihr vielleicht: "Na das wird doch kein Problem sein." Oh doch, und was für eins…

 

Das Wohnungsproblem

Bei den steigenden Mieten und der Wohnungsknappheit in Berlin eine Wohnung zu finden, die gefällt und gleichzeitig barrierefrei ist, ist für Menschen mit Behinderung schon genug zeit- und nervenaufreibend. Wenn es dann aber noch nicht einmal möglich ist, mit seiner besten Freundin oder seinem besten Freund in eine WG zu ziehen, ist dies umso trauriger und einfach nur unfair! Das Land Berlin ermöglicht aber derzeit noch keine Wohngemeinschaften für Menschen mit Behinderung, sie sind lediglich auf stationäres Wohnen oder das Elternhaus angewiesen. In sogenannten "inklusiven Wohngemeinschaften" hingegen leben Menschen mit und Menschen ohne Behinderung zusammen unter einem Dach. Nur leider ist auch diese Wohnform noch nicht sehr stark in Deutschland etabliert. In Hamburg und München etwa gibt es diese Art von WGs schon vereinzelt, in Berlin aber noch nicht!

Um dem ein Zeichen zu setzen, fand letzten Monat wieder der Stammtisch für Inklusives Wohnen statt. Was mich sehr gefreut hat, war, dass so viele Leute an dem Stammtisch teilgenommen haben! Die meisten Teilnehmer*innen waren selbst Betroffene oder Eltern von Kindern mit Behinderung. Einzelne Geschichten, die ich von den Eltern oder ihren Kindern zu hören bekam, haben mich sehr berührt und beeindruckt.

 

Eine eigene Wohnung - ein ganz normaler Wunsch

Der 18-jährige Tony* z.B. hat eine geistige Behinderung und wohnt nun schon seit einem Jahr allein. Er war sich schon mit 14 Jahren sicher, dass er bald ausziehen möchte, auch wenn die Bindung zu seinen Eltern sehr groß ist. Nun wohnt er drei Stockwerke unter ihnen. Morgens kann er alleine aufstehen, sich anziehen und Frühstück machen. Manchmal geht er sogar zum Bäcker und fährt danach selbstständig zur Schule. Natürlich schaut seine Mutter jeden Tag mehrmals nach ihm und hilft bei allem, wo er noch Hilfe braucht. Trotzdem kann sie sehr stolz sein, was Tony schon alles alleine schafft!

Das stationäre Wohnen möchte sie ihrem Sohn nicht noch einmal antun. Dort gab es nur Streitigkeiten zwischen den Jugendlichen, die sich eine relativ kleine Wohnung teilen mussten, und eine heimische gemütliche Atmosphäre gab es auch nicht. Deshalb kämpfen Tony und seine Mutter, genau wie Jasper, Linus und viele andere junge Menschen mit Behinderung, für eine bessere, inklusive Wohnform in Berlin.

Natürlich soll dabei auf jede Person individuell eingegangen werden und Menschen, die auf eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung angewiesen sind, müssen diese auch weiterhin bekommen. Trotzdem sollten Menschen mit Behinderung in Berlin genauso in einer WG leben dürfen wie Menschen ohne Behinderung!

Wenn ihr der gleichen Meinung seid, schaut doch mal auf der Website www.handicap-lexikon.de vorbei oder besucht den nächsten Stammtisch in Berlin! Jasper und Linus freuen sich über jede Unterstützung und laden herzlich zu einem nächsten spannenden Workshop ein. Dieser wird organisiert von der Wajekama-Stiftung und WOHN:SINN.

 

Workshop Inklusive WGs – beleuchtet von 4 Seiten

Am 10. März wird sich alles um das inklusive Zusammenleben drehen: Tobias Polsfuß wohnt in einer inklusiven WG und hat die Plattform WOHN:SINN ins Leben gerufen. Christiane Strohecker ist Geschäftsführerin der Inklusiv Wohnen Köln e.V., einem noch ganz neuen Wohnprojekt. Zusammen leiten sie vier Workshops, die verschiedene Aspekte des inklusiven Wohnens beleuchten. Sie sind kompetent in vielen Fragen rund um Finanzierung, Zusammenleben und dem Weg zum Inklusiven Wohnen.

Für wen ist der Workshop gedacht?

Für alle, die überlegen, eine inklusive WG zu gründen, zum Beispiel:

  • Menschen mit einer sogenannten geistigen, körperlichen oder mehrfachen Behinderung. Gern mit Begleitung durch ein Elternteil oder eine Assistenz.
  • Engagierte Angehörige behinderter Menschen (z.B. gesetzliche Betreuer*innen)
  • Mitarbeiter*innen aus Leistungsanbietern der Behindertenhilfe, Wohnungsbaugenossenschaften oder anderen sozialen Organisationen
  • Menschen ohne Behinderung auf der Suche nach einer besonderen Wohnform

Inhalte:

  • Workshop 1: Was ist eine inklusive WG?
  • Workshop 2: Wie will ich wohnen?
  • Workshop 3: Das richtige Finanzierungsmodell wählen und Wohnraum finden
  • Workshop 4: Meine Rolle als Eltern in einer inklusiven WG

 

Sa. 10. März 2018
15:00 Uhr – 18:00 Uhr

Tagungshaus Alte Feuerwache
Axel-Springer-Str. 40-41 | 10969 Berlin-Kreuzberg

Anmeldung per Mail an sengelmann@wajekama-stiftung.de oder hier!

* Geänderter Name

Das LG Q6 ist verglichen mit den heutigen Smartphones eines der günstigen. Wie leistungsstark ist es wirklich und kann es überzeugen? Wir haben uns das Q6 mal angeschaut!

VON OLIVER MATTUTAT

 

Die Smartphones werden immer teuerer. Mit dem iPhone X durchbrach Apple die 1000€ Schallmauer. Aber muss es immer so viel Geld für ein Smartphone sein?
Mit einem Startpreis von 349€ startete das LG Q6 zwar im Mittelklasse-Segment. Jetzt gibt es das Smartphone schon für unter 200€, dabei ist es erst im Spätsommer 2017 erschienen.

 

Der erste Eindruck

Holt man das Gerät zum ersten Mal aus der Verpackung fällt einem sofort das riesige 5,5-Zoll-Display auf. Dies fällt besonders auf, weil es an den Seiten randlos ist. Nur oben und unten gibt es Ränder. Sonst sind es zu meist nur die Spitzenmodelle, die mit wenig Rand auf dem Markt kommen.
Einen Home-Button gibt es nicht. Ebenso wenig einen Fingerabdrucksensor. Dafür gibt es eine Gesichtserkennung, die recht gut funktioniert. Aber dazu später mehr.  So gut die Vorderseite auch aussieht, auf der Rückseite sieht man dem LG Q6 seinen Preis an. Denn der Rücken sieht weniger wertig aus.

Das Display ist auch aufgrund seiner Schärfe ein echter Hingucker. 2160 x 1080 Pixel tummeln sich auf dem 18:9 Display, das zudem abgerundet ist.

Neben dem älteren Micro-USB-Anschluss ist auch ein Audio-Klinkenausgang im Gerät verbaut. Der interne Speicher von 32 GB lässt sich problemlos mit einer microSD-Karte vergrößern – maximal um bis zu 2TB. Das Gerät wiegt nur 149 Gramm.

Neben dem Gerät findet man noch ein Ladekabel samt Adapter und Kopfhörer in der Verpackung. Die Kopfhörer wirken leider sehr billig.

 

Ausdauernder Akku

Mit 3.000 mAh hat LG sein Q6 kräftig ausgestattet. Und auch in unserem Test kommt man mit dem Akku gut über die Runden. So kann man mit dem Gerät, wenn man gut haushaltet, zwei Tage über die Runden kommen. Leider besitzt das Smartphone keine Schnelladefunktion. Dem entsprechend ist die Ladezeit auch recht lang.

 

Leistung eher Mittelmaß

Bei der Performance merkt man dem LG Q6 seine Preisklasse auch an. Mit seinem Namensvetter des Autobauers aus Ingolstadt ist er nicht zu vergleichen.
Verbaut ist ein Prozessor, der zur Einsteiger- beziehungsweise Mittelklasse gehört. Doch unter anderem die 3GB-Arbeitsspeicher helfen, dem Handy einen gewissen Schub zu geben. Man darf nicht zu viel erwarten, doch es läuft doch ganz solide.

 

 

Fossil mischt kräftig im Smartwatch-Geschäft mit. Wir haben uns eine Smartwatch der amerikanischen Firma mal genau angeschaut. Was kann die Fossil Q Explorist und was nicht?

VON OLIVER MATTUTAT

 

Viele Uhren der Firma Fossil sind schick, ebenso auch die Taschen, die sie herstellen. Doch sie haben auch ein paar schlaue Uhren, also Smartwatches, unter ihren normalen Uhren. Wir haben uns eine Herrenversion der Fossil Q, die Explorist, angeschaut und am Handgelenk getragen. Genauer gesagt haben wir die 3. Generation Probe getragen.

 

Ausgepackt

Beim ersten Auspacken der Uhr fällt sofort auf, wofür Fossil auch bekannt ist: Die Uhr sieht sehr hochwertig aus. Das Metallarmband passt wunderbar zum Gehäuse der Uhr. Wer nicht so auf Metall steht, für den gibt es die Uhr auch in anderen Armbandvarianten und außerdem lässt sich das Armband auch durch jedes beliebige 22mm-Armband ersetzen. Das macht die Uhr vielseitig. Neben der Uhr findet sich nicht allzu viel im Karton. Das Ladekabel, eine Anleitung und die Garantie-Karte. Das Besondere am Laden der Uhr ist, dass nicht eingesteckt werden muss. Sie lädt induktiv, indem man den Magneten des Ladekabels an die Rückseite des Uhrengehäuses anbringt. Schon beginnt der Akku zu laden. Mehr zum Akku gibt es in unserem Alltagstest. Das Gehäuse misst 46mm und is 12,5mm hoch. Fossil ruft selbst 279€ für die Uhr aus. Im Netz findet man sich schon unter 250€.

 

Touch me

Das Display ist scharf und stellt Farben super da. Es reagiert gut auf die Finger. Selbstverständlich lassen sich Fingerabdrücke bei Benutzung nicht verhindern. Da muss man dann ab und an das Display saubermachen. Doch das gelingt problemlos. An der rechten Seite des Gehäuses sind drei Knöpfe. Der obere und untere lassen sich mit Apps belegen. Der mittlere ist eine Art Multifunktionsbutton. Mit ihm lässt sich die Uhr ein- beziehungsweise ausschalten. Darüberhinaus „weckt“ man die Uhr damit auf und ruft das App-Menü auf. Dazu kommt man beim Drücken des mittleren Buttons immer wieder zurück zum Zifferblatt. Eine weitere nützliche Funktion ist, dass man durch das Drehen des Knopfs scrollen kann. Das erleichtert die Navigation im Menü. Zusätzlich könnte man auch eine Bewegungssteuerung einstellen. Durch Bewegungen des Handgelenks lässt sich dann unter anderem hoch und runter scrollen.

 

Im Herzen Android

Die Uhr funktioniert mit dem Betriebssystem Android Wear 2.0. Insgesamt lässt sich auch sagen, dass sie besser mit einem Android-Smartphone als mit einem iPhone genutzt werden sollte. Denn einige Feature funktionieren nur im Zusammenspiel von Android und Android richtig gut.
Das Betriebssystem funktioniert gut. Es gibt unzählige Apps und auch neue Zifferblätter lassen sich problemlos runterladen. Diese kann man im Nachgang auch nach seinen Vorstellungen bearbeiten. Die Fossil Q synchronisiert sich automatisch mit dem Smartphone. So hat man alle seine Aktivitäten und Benachrichtigungen auch auf der Uhr. So bekommt man Anrufe, Nachrichten oder Benachrichtigungen von Apps aufs Handgelenk. Im Gegensatz zu anderen Uhren lässt sich auch auf Nachrichten bei zum Beispiel WhatsApp antworten. Entweder mit vorgefertigten Antworten oder auf der Tastatur der Uhr. Zugegeben: Für Leute mit großen Fingern ist das eher nichts. Für die wird das Tippen nämlich zur Qual. Denn die richtigen Buchstaben zu treffen, erweist sich nicht immer so einfach. Außerdem kann man auch die Musik auf dem Smartphone steuern und es lässt sich telefonieren. Wie das funktioniert, sagen wir euch im Alltagstest. Eingebaut ist auch ein Lautsprecher, der Klingeltöne oder Wecksignale wiedergibt.

 

 

„Auf Augenhöhe – Berlin gegen Gewalt“ ist ein jup!-Themen-Spezial und wird von der Landeskommission Berlin gegen Gewalt (LkBgG) gefördert. 

Hier findet ihr Videos, Info-Dossiers und Gesprächsrunden (inkl. Livestreams) rund ums Thema Gewaltprävention.
In diesem Jahr könnt ihr euch u.a. auf Dossiers zu den folgenden Themenschwerpunkte freuen:

  • Rechte Gewalt, Cyberstalking, Linke Gewalt, Radikalisierung von Jugendlichen, Argumentieren gegen Rechts