Politik

VON JOSY

In Bonn wurde am 16. November der 8. Jugenddemokratiepreis vergeben. Gesucht wurden Projekte zum Thema: „Halte der Demokratie den Spiegel vor! - Dein Projekt zur Stärkung & Verbesserung der Demokratie“. Ich war vor Ort, um euch über tolle Projekte zu berichten und nicht nur das!

Was ist der Jugenddemokratiepreis?

Mit dem Jugenddemokratiepreis der Bundeszentrale für politische Bildung werden seit 2008 Jugendprojekte VON jungen Menschen FÜR junge Menschen geehrt. Projekte, Initiativen und Aktionen zum Thema Demokratie und Partizipation aus aller Welt können sich dafür bewerben. Eine Jugendjury im Alter von 17 bis 27 Jahren begutachtet die Projekte und kürt das Projekt, welches sie am meisten überzeugt hat! Bis heute wurden über 1000 Bewerbungen eingereicht, 8 Preise vergeben und 22 Projekte zusätzlich geehrt.

Die Verleihung 2018:

Dieses Jahr wurden nicht nur wieder herausragende Projekte geehrt, es handelt sich auch um das 10 jährige Jubiläum des Jugenddemokratiepreises, weshalb zusätzlich die Gewinner der letzten Jahre eingeladen worden sind, wie die Projekte „Balkans let´s get up“  der Preisträger von 2010 und so wie das litauische Projekt "Jaunime, Rinkis Rimtai!" ("Youth, Vote Smart!"), welches den ersten Jugenddemokratiepreis im Jahr 2009 erhielt.  Außerdem zu Gast war Thomas Krüger von der Bundeszentrale für politische Bildung, Dr. Ansgar Burghof, Vorsitzender des Internationalen Demokratiepreis Bonn e. V. und die diesjährige Gewinnerin des internationalen Demokratiepreises Leymah Roberta Gbowee, liberianische Bürgerrechtlerin und Friedensnobelpreisträgerin.

Auch dieses Jahr gab es wieder fast 90 Bewerbungen mit einzigartigen und beeindruckenden Projekten zum Motto: „Halt der Demokratie den Spiegel vor! – Dein Projekt zur Stärkung und Verbesserung der Demokratie“ Von Mecklenburg-Vorpommern bis Uganda bewarben sich Projekte um die mit einem Preisgeld von 3000€ ausgestattete Ehrung.

Der Preisträger 2018:  Jugendkogress + Jugendkreativfestival MV

Preisträger 2018 war der  Jugendkongress + Jugendkreativfestival MV (Mecklenburg-Vorpommern). Ausgezeichnet dafür, einen Ankerpunkt VON und FÜR Jugendliche und junge Erwachsene in Mecklenburg Vorpommern zu schaffen, um die Demokratie und ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Dies in einem Bundesland mit viel Fläche, aber wenig Raum für Jugendliche, die sich engagieren möchten.

Der Projekthof Karnitz bei Malchin bat dem Jugendkongress Treffpunkt und Freiraum für Selbstwirksamkeit und Austausch. Als Abschluss wurde das jährliche Jugendkreativfestival organisiert, um jeden an der Demokratie teilhaben zulassen und Zukunft nachhaltig (mit-) zu gestalten. Ziel des Jungendkongresses: Raum für das Vernetzen und Austauschen zu schaffen, zu Themen die uns Jugendliche interessieren und diese zu verwirklichen. So zeigen sie den Menschen in Mecklenburg-Vorpommern, aber auch ganz Deutschland, dass es junge Menschen gibt, die die Zukunft in Angriff nehmen wollen, Dinge ändern wollen und sich beteiligen!

Ich hab an den letzten beiden Kreativfestivals teilgenommen und durfte als Teilnehmerin mit einem weiteren Teilnehmer des Festivals den Preis entgegen nehmen! So hab ich viele tolle Menschen aus aller Welt kennengelernt, die sich für Demokratie einsetzten und sich an tollen Projekten beteiligen. Auch hat die Bundeszentrale für politische Bildung an diesem Wochenende allen Teilnehmer*innen interessante Workshops und Veranstaltungen angeboten. https://jugendkongressmv.wordpress.com/

 

https: barcamptools.eu/pankow-eu-and-du/events

#waswillstdu?

Du willst das Thema EU umsetzen, diskutieren, gestalten, malen, singen, kochen, tanzen ...

Dann komm' mit deinen Leuten!

Anmeldung bis 20.11.!

VON FELICITAS

Hey Leute, endlich ist der MITMISCHEN Song fertig!! Wir haben mehrere Tage an diesem Projekt gearbeitet und diese Tage möchte ich nun noch mal Reveu passieren lassen. Ich hoffe, ihr habt viel Spaß beim Lesen und natürlich auch bei unserem Video!

Lets Go!

Montag:
Am Montag hat sich die Gruppe zum ersten Mal getroffen und natürlich mussten wir uns alle erst einmal kennenlernen. Dazu haben wir Kennlernspiele gespielt, um warm zu werden. Dann ging es auch schon mit dem Thema los - Beteiligung - was ist das eigentlich? Dazu haben wir gemeinsam mit Lisa und Alma vom ongoing project eine Mindmap erstellt und fleißig unsere Köpfchen angestrengt, was wir denn darunter verstehen.
Nachmittags haben wir dann angefangen kleine Videoclips zu drehen. Eines war mit Neonlicht, wobei wir einen Neon-Faden hin und her warfen und einen kurzen Satz sagen sollten, was denn für uns Beteiligung ist. Hat nicht beim ersten Versuch geklappt, auch nicht beim zweiten, aber irgendwann dann doch. Danach wurden noch weitere Clips gedreht und damit war auch schon der erste Tag vorbei.

Dienstag:
Am Dienstag kam der Rapper Gigo Flow zu uns und fing an mit uns die Texte zu schreiben. Daher, dass wir nicht viel Erfahrung mit Rappen hatten, brachte er uns erst einmal die Grundlagen bei und reimte mit uns verschiede Wörter. Nach dem Einstieg begann nun jeder einen Text zu schreiben. Die einzelnen Ergebnisse waren echt gut und die sollten wir dann am Mittwoch einsingen. Deswegen war auch nach dem Workshop "Texte lernen" angesagt.

Mittwoch:
Heute ging es ins Tonstudio und ich kann euch sagen, dass mir dieser Tag besonders gefallen hat. Zusammen mit Boga und Gigo Flow besprach man noch kurz den Text und dann ging es auch schon ans Rappen. Ich hab nicht mitgesungen, da ich meine Stimme nicht so schön finde, aber die anderen haben das echt gut gemacht. Auch muss man erst mal den Mut aufbringen, sich alleine vor das Mikro zu stellen und zu rappen.

So was fehlt uns jetzt noch.... Text haben wir, Song haben wir auch.. klar das Video. Denn was wäre ein Rapsong ohne das Video? Richtig nur halb so gut. ;) Also haben sich die Leute nochmal Montag und Dienstag getroffen, um das Video zu drehen. Es ist echt gut geworden!

Das war die kleine Revue und jetzt könnt ihr euch gerne das Endprodukt mal selber anschauen!

Have Fun!

Ach ja, was bedeutet MITMISCHEN eigentlich für euch? Kommentiert auf unseren Social Media Kanälen!

VON SOPHIA

 

Warum gibt es den Internationalen Mädchentag?

Auf diese Frag gibt die Kinderrechtsorganisation Plan International eine ganz einfache Antwort:

 „Weil die Welt die Herausforderungen, mit denen Mädchen vor allem in Entwicklungsländern konfrontiert sind, zu wenig beachtet. Mädchen sind stark und können zu „Motoren“ ihrer Gesellschaft werden – wenn sie ihre Rechte wahrnehmen können. Doch dafür brauchen Mädchen und ihre Bedürfnisse besondere Aufmerksamkeit.“

Weltweit haben ca. 130 Millionen Mädchen nicht die Möglichkeit in die Schule zu gehen. In einigen der ärmsten Länder der Welt beenden nur etwa die Hälfte der Mädchen die Grundschule. Mehr als 700 Millionen Mädchen und Frauen  wurden bereits vor ihrem 18. Lebensjahr verheiratet und gingen deswegen nicht mehr zur Schule. Viele andere wurden verheiratet, weil sie die Schule bereits abgebrochen hatten. Ein weiterer Grund warum Mädchen die Schule abbrachen, waren frühe Schwangerschaften. Im Jahr 2015 haben 15 Millionen Mädchen, aus Entwicklungsländern, im Alter von 15 – 19 Jahren ein Kind geboren.  Auch sexuelle Gewalt an den Schulen oder auf dem Schulweg sind Gründe für die hohe Abbruchquote der Mädchen. Dies sind wohl die häufigsten Gründe, die den Mädchen den Zugang zur Bildung erschweren.

Um auf die Rechte der Mädchen weltweit aufmerksam zu machen, hat Plan International den Welt-Mädchentag gefordert. Im Jahr 2011 haben die Vereinten Nationen, den 11. Oktober zum Internationalen Welt – Mädchentag (International Day of the Girl Child) erklärt. Seit dem werden jährlich berühmte Wahrzeichen und Gebäude in pink angestrahlt um auch auf visueller Ebene, weltweit ein Zeichen für die Gleichberechtigung der Mädchen zu setzen.
Darüber hinaus gab es im Jahr 2017 über  600 Takeover-Aktionen, bei denen Mädchen aus über 60 Ländern, für einen Tag Führungspositionen in der Gesellschaft und Politik übernahmen und somit auf ihre Wünsche, Bedürfnisse  und ihre Themen hinweisen konnten.

GASTBEITRAG VON TOMMEY AUS DER SCHÜLERZEITUNG "PAULSENBROT"

 

„Macht fünf Kinder, nicht drei, denn ihr seid die Zukunft Europas.“ Bei solchen Aussagen vom türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan kann einem schon mulmig werden. Doch woher kommt die Verschwörungstheorie, dass das deutsche Volk angeblich ausgetauscht werden soll?

Schon zu Beginn meiner Recherche hat sich die Tatsache schnell bestätigt, dass die Theorie der sogenannten "Umvolkung" dem rechtspolitischen Spektrum entstammt. Auf Seiten wie „Crash-News“ oder „die Unbestechlichen“ wird einem von deutschen Rentnern erzählt, die ihre Wohnung nach drei Wochen Krankenhausaufenthalt an Flüchtlinge hätten abgeben müssen. Fakt ist, dass nicht eine dieser Behauptungen mit irgendwelchen Beweisen belegt wird. Aus diffusen Aussagen zu den Wohnkostenverhältnissen und zurückgelassenen Bürgern werden Vermutungen über arabische Großfamilien bis hin zu einem „anti-deutschen Merkelregime“ aufgestellt.

Die Angst vor dem Fremden ist grundsätzlich nur schwer vermeidbar, da sie vom Menschen seit der Steinzeit antrainiert wurde. Die rechtspopulistischen Parteien versuchen diese Ängste gezielt zu verstärken, um politisches Kapital zu schlagen. Fast alle innenpolitischen Probleme des Sozialstaates, die zweifelsohne schwerwiegend sind, werden den ausländischen Bürger*innen angelastet.
Im Umgang mit diesen Ängsten wird zurzeit allerdings häufig der folgenschwere Fehler begangen, dass alle Bürger*innen, die lediglich Bedenken am Vorgehen haben, als Nazis beschimpft werden. Auch dadurch wird die Gesellschaft immer weiter gespalten.

Dabei spielt den rechten Parteien eine weitere Eigenheit des Internets in die Karten: die Filterblase. Wer einmal Bedenken zur Migration hat, der wird kaum noch konträre Meinungen bei seiner Suche vorfinden. Schon bald ist er gefangen im Netz der anfangs angesprochenen rechtsradikalen Internetseiten.
Für mich bestand dabei ein grundlegendes Problem: Nahezu alle Quellen, die ich gefunden habe, waren definitiv nicht vertrauenswürdig und seriös genug, um faktisch manchen Umständen nachzugehen. Daher solltet ihr vor allem beachten, auf welcher argumentativen Grundlage ihr eure Beurteilung aufbaut, bevor ihr euch eine abschließende Meinung bildet.

Menschen brauchen Veränderung und sie brauchen Beständigkeit - deshalb hat die Bundeszentrale für politische Bildung die Drucksachen des Schülerwettbewerbs zur politischen Bildung optisch einer grundlegenden Frischkur unterzogen.

Zum 48. mal präsentiert die Bundeszentrale für politische Bildung neue Themen des Schülerwettbewerbs zur politischen Bildung. Das Konzept beinhaltet praxistaugliche Aufgabenstellungen für unterschiedlichste Unterrichtsfächer. Das Aufgabenheft ist Mitte Juli 2018 erschienen.

Zu den Aufgaben für 2018/19 gelangt Ihr über diesen Link: https://www.bpb.de/lernen/projekte/schuelerwettbewerb/271247/die-aufgaben-2018

Wie könnt Ihr da mitmachen?

Sucht Euch zusammen mit Eurer Lehrkraft eine Aufgabe aus und bearbeitet sie nach den Vorgaben. Bei diesem Projekt werdet Ihr eine Menge Spaß haben und auch noch einiges dabei lernen.

Zusammen mit dem Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz haben sie speziell zum Thema Rechtsstaat zwei Aufgabenstellungen konzipiert. Der Rechtsstaat gilt zwar als eine der zentralen Errungenschaften einer demokratischen Gesellschaft, wirklich bewusst wird das aber vor allem dann, wenn der Rechtsstaat in Gefahr gerät.

mehr Informationen über den Wettbewerb und über die Anmeldung findet Ihr hier: http://www.bpb.de/lernen/projekte/schuelerwettbewerb/

Wenn Ihr politisch engagiert und wissbegierig seid, dann macht mit!

 

Bist du ein Befürworter der EU? Oder doch eher ein Kritiker? Egal, welche Meinung Du vertrittst, bei "YOUrope" geht es um genau Deine Meinung!

2019 ist ein entscheidendes Jahr für Europa, denn durch den Brexit und die Europawahl werden die europäischen Karten neu gemischt. Nicht nur in Großbritannien stellen viele die EU in Frage, auch in anderen Mitgliedstaaten gewinnen kritische Stimmen an Einfluss. Die Entscheidung über die künftige Zusammensetzung des Europäischen Parlaments ist auch eine Entscheidung über die Zukunft der Union.

Der 66. Europäische Wettbewerb will dazu beitragen, dass Kritiker wie Befürworter des europäischen Projektes zu Wort kommen. „YOUrope – es geht um dich!“ – das Motto ist eine Einladung an Schülerinnen und Schüler in Deutschland, sich aktiv für die Zukunft Europas einzusetzen. Die 13 Aufgabenstellungen bieten dafür vielfältige Anregungen und ermutigen Kinder und Jugendliche aller Altersgruppen, sich einzumischen: Wofür setzt du dich ein? Was möchtest du für Kinder und Jugendliche verändern? Wie könnt ihr eurer Schule zeigen, wie wichtig Europa für uns alle ist?

Schülerinnen und Schüler gestalten Kampagnen für die Europawahl und setzen sich mit politischer Kommunikation im digitalen Zeitalter auseinander: Welche Rolle spielen Influencer, Fake News und Social Bots in der Meinungsbildung? Wer die eigene Meinung lieber kreativ ausdrücken möchte, kann dies mit Street Art oder Protestsongs tun. Wir freuen uns auf ein buntes Kaleidoskop eurer Ideen und Meinungen!

mehr Infos zu der Veranstaltung unter: https://www.europaeischer-wettbewerb.de/teilnahme/thema-des-66-ew/

hier kommt Ihr zu den 13 Aufgabenstellungen: https://www.europaeischer-wettbewerb.de/teilnahme/aufgaben-66-ew/

 

Artikelbild: © Lukas Koffler / 58. Europäischer Wettbewerb

Unterschriften sammeln, einen Informationsstand in der Stadt organisieren, eine Demonstration anmelden oder eine Petition einreichen – es gibt viele Wege, die eigenen Ideen in die Gesellschaft zu tragen. Wir haben uns in den Ämtern Berlins umgehört und geben euch hier einen kleinen Wegweiser durch den Behördendschungel.

Zuständigkeit klären

Als ersten Schritt sollte festgestellt werden, welches Amt in dem Bezirk, in dem ihr eine Aktivität durchführen wollt, verantwortlich ist. Dies ist nicht in allen Bezirken einheitlich, da der Prozess noch nicht abgeschlossen ist, in dem die Aufgaben der Berliner Bezirksämter vereinheitlicht werden sollen. Außerdem hängt die Zuständigkeit auch davon ab, wo eine Veranstaltung stattfinden soll – auf einer Grünfläche oder auf öffentlichem Straßenland (dazu siehe auch unten "Einführung - Negativbereiche und Grünflächen")?
Auf berlin.de findet ihr eine Übersicht über die Berliner Bezirke und bei Anwählen des entsprechenden Bezirks jeweils eine Auflistung der dortigen Ämter. Für alle Fragen rund um die Bezirksämter und Zuständigkeiten kann das Bürgertelefon angewählt werden (030-115). Für Versammlungen aller Art, Demonstrationen und Flashmobs ist die Polizei Berlins zuständig, auf deren Internetseiten ebenfalls ein breites Bürgerangebot bereitgestellt wird.

Altersgrenzen

Altersbeschränkungen gibt es grundsätzlich nur dann, wenn es sich um gewerbliche Angelegenheiten beziehungsweise um werberechtliche Aktivitäten handelt. Das bedeutet, dass beinahe alle Aktivitätem, die politischen, sozialen, kirchlichen oder weltanschaulichen Zwecken dienen, von Menschen jeden Alters beantragt und durchgeführt werden dürfen. Für das Anmelden beispielsweise von dem Verteilen von Werbung aber muss die Person volljährig sein.
Doch auch dieser Grundsatz wird leider nicht übergreifend geteilt. So kann es auch sein, dass der jeweilige Bezirk bei allen Anträgen Volljährigkeit beziehungsweise volle Geschäftsfähigkeit fordert. Es ist dann bei Minderjährigkeit aber möglich, mit dem Einverständnis des Vormundschaftsgericht einen Antrag zu stellen.

Negativbereiche und Grünflächen

Je nach Bezirk gibt es außerdem sogenannte Negativbereiche, das heißt, dass in bestimmten Teilen eines Bezirks bestimmte öffentliche Aktivitäten nicht beziehungsweise eingeschränkt ausgeführt werden dürfen. Das bekannteste Beispiel eines solchen Negativbereiches in Berlin sind die befriedeten Bezirke in Berlin Mitte, also die Bannmmeile um den Bundestag und den Bundesrat. In dieser Bannmeile dürfen Versammlungen nur stattfinden, wenn dies beim Bundsministerium des Inneren beantragt und vom Bundesratspräsidenten genehmigt wurde. In manchen Bezirken gibt es keine Negativbereiche wie beispielweise in Treptow-Köpenick, dort können überall Flyer verteilt, Informationsstände angemeldet oder Versammlungen durchgeführt werden. (Wie umstritten auch diese Negativbereiche in der täglichen Praxis sind, geht beispielsweise aus einem Gerichtsurteil in erster Instanz in Berlin Mitte hervor).

Veranstaltungen auf Grünflächen und im allgemeinen auf geschützten Bereichen wie Spielplätzen oder Liegewiesen etc. fallen unter das sogenannte Berliner Grünanlagengesetz. Hier gilt ein besonderer Schutz und auch hier müssen Sondernutzungsanträge gestellt werden. Dies gilt es dann aber beim Grünflächenamt zu tun und nicht beim Ordnungsamt.

Ablehnung und Auflagen

Anträge können von den Bezirksämtern oder von der Polizei mit Verweis auf die öffentliche Sicherheit und Rechtsgrundlagen wie die Straßenverkehrsordnung abgelehnt oder mit Auflagen versehen werden. Solche Verwaltungspraxis muss in den jeweiligen Bescheiden mit der gültigen Rechtsgrundlage versehen und so für die Bürger und Bürgerinnen nachvollziehbar gemacht werden.

Keine Pauschalanmeldung!

Die einzelnen Aktivitäten im öffentlichen Raum müssen manchmal gesondert beantragt werden. So kann zwar bei einer Versammlung ein Stand in die Anmeldung integriert werden, doch je nach Anliegen müssen zum Beispiel zusätzlich zu der Versammlung noch Gewerbestände oder das Verteilen von Informationsmaterial beantragt werden. Damit es nicht bei der Durchführung der Veranstaltung zu Problemen kommt, sollte sich hier im Voraus detailiert informiert werden.

Durch unser Projekt Schüler*innenhaushalt an der Hemingway-Schule hatten wir die Möglichkeit mit dem Förderprogramm Demokratisch Handeln nach Hamburg zur 28. Lernstatt Demokratie zu fahren. Vom 12. bis 15. Juni 2018 war es soweit! Mit dabei waren: Frau Lämmel, Frau Hippauf, Mariam (8a), Ahmad (9a), Jehona (9a) und Habiba (9a). Hier könnt ihr nachlesen, was wir an den einzelnen Tagen erlebt haben!