Politik

VON ABDU BAACK

Die Städte Berlin, Hamburg und Leipzig verbindet eine Sache hauptsächlich. Die Anzahl politisch motivierter Straftaten aus dem linken politischen Spektrum scheint hier besonders hoch. Gewalt von Links scheint in diesen Städten ein Thema zu sein. Das folgende Essay soll quasi als Notizzettel fungieren. Ich möchte hier meine Gedanken zu diesem Thema loswerden, mögen diese auch sehr subjektiv sein.

Als erstes habe ich mir den Spaß erlaubt und die beiden Suchbegriffe: „linke Gewalt“ und „rechte Gewalt“ in die Google-Suche eingegeben. Zum Suchbegriff „linke Gewalt“ werden mir circa 1,8 mal mehr Vorschläge gemacht (LG: 171.000 / RG: 95.100). Linke Gewalt scheint von medialem Interesse zu sein. Ich persönlich würde mich politisch links einordnen. Ich bin für die Gleichheit von Menschen, finde die Idee, dass jeder machen und sagen können soll was er*/sie* mag, solange es niemanden verletzt oder belästigt, gut, außerdem kann ich Hierarchien nicht leiden, die Idee Hierarchien- und Machtstrukturen stetig abzubauen bis hin zu einer utopischen Welt, voller Gleichheit und ohne Krieg, Ausbeutung und Diskriminierung gefällt mir.

Auch mag ich sicherlich radikale Theorien oder Vorgehensweisen gut finden. So empfinde ich Sitzblockaden gegen rechts-(extreme/populistische) Demonstrationen als etwas Gutes. Die letzten 2,5 Jahre war ich auf Wohnungssuche. Aus erster Hand kann ich bezeugen, dass der Berliner Wohnungsmarkt dreckig ist. Außerparlamentarische Vorgehensweisen um gegen Wohnraum als Spekulationsware zu agieren würde ich in der Regel eher unterstützen. Nun ist es dennoch eher der Fall, dass die Gesellschaft im Allgemeinen diese Formen der Gewalt strikt abzulehnen scheint, glaubt man zumindest den Eindrücken, die man aus den abertausenden Kommentarspaltendiskussionen gewinnen kann.

Doch genau hier beginnt die Irrationalität. Denn vergleicht man einmal nur die offiziellen Todeszahlen von rechts- und linksextremistisch motivierten Straftaten, wird schnell klar, wer die gesellschaftlich größere Gefahr darstellt. Geht man nach den Zahlen, die mit Hilfe der PMK (politisch motivierte Kriminalität) erfasst wurden - die Zahlen sind jedoch mit Vorsicht zu genießen, da das aktuelle Verfahren zu Erfassung große Mängel aufweist - stehen auf der linken Seite 16 versuchte und 1 vollendetes Tötungsdelikt, wo hingegen auf der rechten 44 versuchte und 3 vollendete Tötungsdelikte stehen, alle Zahlen gelten seit 2001, hinzu kommen eigentlich noch Morde des NSU, der Anschlag von München und Dutzende bisher nicht aufgeklärte Morde.
Im Allgemeinen, so merkt es das BKA an, sind wesentliche Unterschiede zwischen rechter und linker Gewalt zu betonen. Während die meisten Straftaten der linken Seite „ereignisorientiert“, zum Beispiel „Landfriedensbruch“ oder „Widerstand gegen Vollzugsbeamte“ im Rahmen einer Demonstration in Form einer Sitzblockade oder Ähnliches, sind. Anzumerken ist auch, dass die Zahl an Körperverletzungen von Links circa halb so hoch ist wie von Rechts. Das BKA hat hier angemerkt, dass rechte Gewalt oftmals eher face-to-face stattfindet. Dabei ist auch die Anzahl an Straftaten, bei denen der Tod des Opfers in Kauf genommen wird, um 23% höher als durch Linke. Was sind also nun 9 besetzte Häuser in Berlin vorletzte Woche, die vorher ohnehin leer Standen im Vergleich zu einer Ideologie die Grundlegend auf der Ungleichheit der Menschen aufbaut.

Lange habe ich darüber nachgedacht. Warum wollen alle gegen Nazis sein, im Zweifelsfall aber auch strikt gegen Gewalt. Alle sind für Frauenrechte und Emanzipation, solange es das eigene Verhalten nicht beeinflusst. Eine richtige Antwort habe ich bisher nicht gefunden, mehrere Vorfälle bei denen ich bisher anwesend war haben mir aber einiges über Menschen beigebracht. Zweimal musste ich einschreiten, als Frauen* rassistisch/sexuell belästigt wurden. Ich war immer der Einzige der etwas tat. Nicht dass es nicht auch andere Menschen gegeben hätte, die ich persönlich sogar eher in der physischen Position dazu gesehen hätte, als mich. Aber jedes mal hat es keinen interessiert. Nach diesen beiden Vorfällen habe ich den Glauben in die Zivilcourage so gut wie verloren. Ganz nach dem Motto: „Be the change you wanna' see in the world.“

Dass das Gegenteil aber auch der Fall sein kann, bewies eine Situation, in die ich vor Kurzem geriet. Ein homosexuelles Paar war in der Nähe einer Bar, in der ich mich mit Freunden befand, mit einem Messer angegriffen worden. Das Paar rettete sich in unsere Bar und ohne dass irgendjemand lange darüber nachdachte, achteten draußen Leute darauf, dass die Täter keinen Zugang zur Bar erhielten, drinnen wurden das Opfer der Messerattacke und sein Partner versorgt, solange die Rettungskräfte noch nicht vor Ort waren. Wie ein eingespieltes Team taten alle das ihnen Mögliche, um den beiden zu helfen, obwohl sich die meisten der Barbesucher eben nicht kannten. Abgesehen davon, dass mich die ganzen Umstände traurig und wütend gemacht haben, hat es mich glücklich gemacht, dass es immer noch Leute in dieser Welt gibt, die sich kümmern und die für das Richtige einstehen, auch wenn sie gegebenenfalls mit ihrer körperlichen Unversehrtheit bezahlen müssen - und das nur, weil es das Richtige ist. Zum Glück wurde keiner körperlich schwerer verletzt.

Einen wichtigen Punkt, den ich hier gerne noch einmal anführen möchte, ist der der Empathie. Viele Leute regen sich nicht auf, solange es ihre Person oder ihr leben nicht betrifft. Abschiebungen nach Afghanistan? - Mir doch egal. Nein heißt eigentlich nicht wirklich nein? -
Juckt mich nicht. Wohnungen in Berlin und anderswo werden krass viel teurer? Ich habe ein Haus! Ich bin der Überzeugung vielen Leuten würde es gut tun, mal darüber nachzudenken wie chancengleich unsere Gesellschaft doch wirklich ist. Wie offen und tolerant der „deutsche Alltag“ tatsächlich gegenüber Migranten und Menschen mit Migrationshintergrund ist, bevor vermeintlich unbegründete Aggression und Gewalt verurteilt wird. Gewalt ist kein Phänomen einer bestimmten Ideologie, Herkunft, Religion oder Gesellschaftsschicht. Gewalt ist ein Produkt der meisten Gesellschaften auf diesem Planeten. Vielleicht wird es Zeit, dass wir als Gesellschaft uns ändern und aufhören zu versuchen unseren Konservatismus mit Hilfe von Abschottung zu sichern, um uns dann über die Konsequenzen und die Produkte, die daraus resultieren, zu wundern.

 

Abdu ist Fotojournalist, Student und Jugendredakteur bei jup!.

Artikelbild © Abdu Baack

Liebe Leserinnen und Leser,

Durch unser Projekt Schüler*innenhaushalt an der Hemingway-Schule haben wir die Möglichkeit mit dem Förderprogramm Demokratisch Handeln nach Hamburg zur 28. Lernstatt Demokratie in der Zeit von 12.6-15.6.18 zu fahren. Wir werden mit einem Bus nach Hamburg reisen und dann in einem Hotel übernachten. Die Fahrt haben wir ja sozusagen gewonnen, deshalb ist der Unterkunft und das ganze Programm für 2 Schüler*innen und eine Begleitperson kostenlos. Der Großvater eines Schülers hat einen Gutschein für die Fahrt gesponsert, somit ist die Fahrt mit dem Flixbus größtenteils bezahlt. Wir werden an verschiedenen demokratischen Workshops teilnehmen und können mit Politiker*innen reden, die etwas mit Jugendlichen zu tun haben. Das alles wird von den Veranstaltern organisiert.

Wir freuen uns auf eine schöne Zeit in Hamburg und hoffen viel von der Stadt zusehen.

Frau Lämmel engagierte sich, dass zwei weitere Schüler*innen und auch Frau Hippauf, die den Schüler*innenhaushalt mit unterstützt, mitfahren können. Auch mit der Unterkunft gab es Probleme, hier setzte sie sich dafür ein, dass wir alle in einem Hotel sind.

VIELEN DANK FRAU LÄMMEL FÜR DIE VIELE BEMÜHUNG!! <3

Auch Frau Richter von den Projekten an der Hemingway-Schule von der Stiftung SPI unterstützt und ganz doll, damit wir nach Hamburg fahren können.

Ein Reisebericht folgt… ;)

Von: Mariam 8a & Frau Hippauf

 

Hier könnt ihr unsere anderen Blogartikel nachlesen:

Linke Gewalt ist ein Phänomen, das vor allem Großstädte betrifft. Städte wie Berlin, Hamburg und Leipzig gelten als (links-) autonome Zentren. Sie sind bekannt für eine große (teilweise auch gewaltbereite) linke Szene. Die Rote Flora in Hamburg, die Rigaer 94 in Berlin und das Conne Island in Leipzig-Connewitz zählen zu den bekanntesten autonomen Zentren in Deutschland.

Die Jugendredakteure Nushin und Janik Emil Hölzer waren Ende März im politischen und geographischen Herzen Europas unterwegs!
Sie begleiteten die Jugendkonferenz "Pimp my Europe -Level up!" in Brüssel, in der eine thematische Diskussion, mit Abgeordneten des Europäischen Parlamentes, vorbereitet wurde.
Dabei drehte sich alles um die Themen Umwelt, Bildung, Krieg und Frieden, Europäische Projekte und Arbeit/(losigkeit).

Wenn ihr jetzt heiß seid, was sonst noch so alles passiert ist, dann klickt auf das Video!

 

Beim Wettbewerb „Demokratisch Handeln“ der 5. Regionalen Lernstatt Berlin-Brandenburg war einiges los! Verschiedene Demokratieprojekte aus Schulen haben sich vorgestellt und ausgetauscht. Hannah und Laura berichten euch hier, was sie erlebt haben…

 „Demokratisch Handeln“ ist ein Wettbewerb, den es schon seit 1990 gibt, also schon seit 28 Jahren! Alle Schulen in Deutschland, und sogar alle Jahrgangsstufen, dürfen bei diesem Wettbewerb mitmachen. Gesucht werden Beispiele für Demokratie in der Schule und darüber hinaus. Das Ziel des Wettbewerbs ist jedes Jahr, zum Mitmachen anzuregen. Denn Demokratie bedeutet Gleichberechtigung und Mitbestimmung und nur durch unser Mitmachen und Einmischen kann sie lebendig gehalten werden.

Das spannende Thema Demokratie

Der Wettbewerb "Demokratisch Handeln" fand im FEZ Berlin statt. Eine ganze Reihe Schüler*innen, Lehrer*innen, aber auch Eltern und Jugendarbeiter*innen versammelten sich hier, um sich gegenseitig ihre Demokratieprojekte vorzustellen.

Zu Beginn wurde das Publikum durch den Moderator und Ansprechpartner Alexander Lipp begrüßt. Hella Sobotka, die Regionalberaterin von "Demokratisch Handeln Berlin", stellte alle weiteren Gastgeber des Tages vor, u.a. Michael Hackenberger, Regionalberater von "Demokratisch Handeln Brandenburg", und die Juniorbotschafterin Rita.

Gleich im Anschluss fand ein moderierter Austausch mit dem Titel "Demokratie ist anregend!" statt, bei dem die Teilnehmer*innen in drei verschiedenen Gruppen aufgeteilt wurden und jeweils in ihrer Gruppe ihr eigenes Projekt vorstellten. Besonders beeindruckt waren wir von der "Hilfsaktion Unterhosen", die die Schulklassen der Paula-Fürst-Schule gestartet hatten: Gemeinsam sammelten die Schülerinnen und Schüler 248 Unterhosen für Obdachlose, die sie dann im Hygienecenter am Berliner Bahnhof Zoo verschenkten. Hier können sich wohnungslose Menschen zwar waschen, baden oder duschen, jedoch gibt es nicht genug saubere Unterhosen, die sie nach dem Waschgang anziehen können.

Dieses und auch alle anderen Projekte finden wir super, denn jedes einzelne - egal in welcher Form - trägt dazu bei, das menschliche Miteinander zu stärken und zu verbessern. Und warum soziales Engagement so wichtig für die Gestaltung einer Gesellschaft ist, lässt sich ganz einfach erklären:

Einerseits hat es selbstverständlich einen erkennbaren Wert für die Gesellschaft, indem Organisationen und Einrichtungen unterstützt werden, die das Gemeinwohl fördern, z.B. der Hygienecenter am Bahnhof Zoo. Zusätzlich ist es auch eine Form der Demokratie, in der sich Menschen für ein Projekt stark machen, das ansonsten keine oder nur wenig Unterstützung von Seiten des Staates erhält. Damit kann nicht nur die Gesellschaft, sondern auch das politische Klima mitgestaltet werden!

Auch während der Vorstellungsrunden wurde besonders darüber diskutiert, warum und wo genau im Projekt „demokratisch gehandelt" wurde. Diese Frage hat uns näher interessiert und wir haben uns mit Philip aus Jena unterhalten, welcher auch beim Förderprogramm "Demokratisch Handeln" tätig ist. Wir wollten von ihm wissen:

"Was bedeutet es für dich "demokratisch zu handeln"?"

"Jeder hat eine Stimme, ist gleichberechtigt und niemand steht hinten an. In der Schule wird das Thema Demokratie oft behandelt, aber auch hier heißt es: Nicht nur reden, sondern machen! Die jungen Leute bringen so viele neue und frische Ideen. Leider fehlt im Alltag aber oft die Motivation. Doch sich jetzt zu beteiligen ist das A und O.", so Philip.

Da hakten wir nach: "Du findest also, das Bewusstsein für Demokratie könnte noch stärker gefördert werden?"

"Auf jeden Fall. Da sich die Demokratie sonst langsam selber abschafft, wenn sich niemand mehr dafür einsetzt."

 

Was ist linke Gewalt? Wie wird Gewalt eigentlich definiert? Ist linke Gewalt (k)ein Thema in Deutschland? Hier findet ihr in den kommenden Wochen Antworten zu diesen Fragen und allen anderen wichtigen Infos rund ums Thema "Linke Gewalt".

Dieses Themen-Spezial ist Teil der Gewaltpräventionsreihe „Auf Augenhöhe – Berlin gegen Gewalt“ und wird von der Landeskommission Berlin gegen Gewalt (LkBgG) gefördert.  

Es war mal wieder soweit. Der europäische Protesttag ging in eine neue Runde. Am 5. Mai 2018 startete der Marsch am Berliner Nollendorfplatz mit dem Motto: „Inklusion von Anfang an“.
Ich finde es immer wieder schön, unter Gleichgesinnten zu sein und sich gemeinsam für ein Thema stark zu machen. Und zwar Inklusion! Es ist zwar schon sehr viel passiert, aber das Ziel ist längst noch nicht erreicht.
Schön ist auch, viele Menschen wiederzusehen, denen man sonst nur auf Facebook und Co. begegnet. Laut Schätzungen waren um die 2.500 Teilnehmende vor Ort (Quelle: Berliner Behindertenzeitung).

Am Ende des Tages gab es die Kundgebung auf dem Breitscheidplatz, zu der auch alle Parteien eigeladen wurden, um über den aktuellen stand der Inklusion in der Politik zu diskutieren. Trauriger weise erschienen nur 3 von allen eingeladenen Parteien… An so etwas merkt man mal, wie wichtig den Parteien das Thema Inklusion ist. Die AFD hat sich übrigens selber eingeladen. Sie wurde aber mit einem netten Brief abgelehnt.

Zum Schluss wurde noch ein Preis namens „Inklusionsverhinderer 2018“ verliehen. Der ging an Stephan Dassel, Bezirksbürgermeister von Mitte. Doch der Preisträger hatte wohl wichtigeres zu tun... Wenn ihr wissen wollt, warum ihm der Preis verliehen wurde, lest doch den passenden Artikel in der Berliner Behindertenzeitung.

Es war ein sehr friedliche Tag und hat sehr viel Spaß gemacht.

von Linus

Mehr über Linus und Jasper und ihr Projekt Handicap Lexikon erfährst du hier!

40 junge Europäerinnen und Europäer gehen auf Forschungsreise durch Europa, um das Thema Populismus zu beleuchten. Am Wochenende 27.-29. April findet ein Vorbereitungsworkshop in Berlin statt. Gefördert wird das Projekt von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb).

Seit 40 Jahren vergibt die Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa Reisestipendien an junge Leute, damit diese Europa kennenlernen und aktuell relevante Fragen erforschen können. In diesem Jahr arbeitet die Stiftung erstmalig mit der Bundeszentrale für politische Bildung als Partner der Reisestipendien zusammen. Das Thema: „Populismus – wie weiter?“.

Aus über 160 Bewerbungen wurden 40 deutsche und internationale Reisende aus insgesamt 14 Ländern ausgewählt, die zwischen Mai und September in unterschiedlichste europäische Länder reisen, Interviews führen und über ihre Erlebnisse berichten werden. Forschungsschwerpunkte werden u.a. Links- und Rechtspopulismus in den Niederlanden, in Italien oder Großbritannien sein. Ein Forschungsprojekt konzentriert sich auf den Vergleich von Ländern, mit wenig bzw. starkem populistischem Aufkommen. Auch die Situation in Deutschland wird unter die Lupe genommen.

Der Workshop in Berlin bereitet die Jugendlichen auf die Reise vor. So wird eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Thema Populismus stattfinden. Ebenso werden ehemalige Reisende und Medienexperten zu Wort kommen mit dem Ziel, die Programmteilnehmenden auch methodisch gut auf die Reisen vorzubereiten.

Die gewonnenen Ergebnisse werden in einem weiteren Workshop im Oktober zusammengetragen und dokumentiert.

Das Ziel der 1971 in Hamburg gegründeten Schwarzkopf-Stiftung ist die Förderung der Entwicklung junger Menschen zu politisch bewussten und verantwortungsbereiten Persönlichkeiten mit dem Ziel der Stärkung des europäischen Gedankens.

Eine aktive Schülervertretung kann das Schulleben bereichern. Sie ermöglicht euch zuerleben, was es bedeutet, selbst etwas zu planen, zu organisieren und wirksam etwas zuverändern. Und nebenbei kann man lernen, was Demokratie im Kleinen bedeutet.
Dazu braucht es Wissen darüber, was mit SV-Arbeit alles erreicht werden kann, welche Rechte man hat und welche Methoden dabei helfen können. Im Alltag fehlt jedoch oft die Zeit für den Blick über den Tellerrand, d.h. die Vernetzung und der Erfahrungsaustausch mit
anderen Schülervertreter_innen und SV-Begleiter_innen. Das Werkstattseminar ist eine gute Möglichkeit, voneinander zu lernen, Tipps und Tricks auszutauschen, Projekte in Angriff zu nehmen oder sich mal Zeit zu nehmen für Probleme, für die sich sonst nur schwer Lösungen finden lassen – wie das Motivieren anderer Schüler_innen. Der Seminartag ist so gestaltet, dass der Austausch zwischen den Schülervertreter*innen und SV-Begleiter*innen im Vordergrund steht. Dazu kommt die Möglichkeit sich durch die Angebote des Dozententeams bewusst zu Themen fortzubilden.

 

Wer ist eingeladen?

Das Seminar richtet sich an Schülervertreter*innen sowie SV-Begleiter*innen. Von einer Schule können max. 6 Personen teilnehmen. Ihr solltet mindestens 14 Jahre alt sein – und euch von der Dauer einen so langen Tag zutrauen. Eingeladen sind sowohl „Neulinge“ als auch „alte Hasen“.

 

Ort und Zeit:

7.6.2018, Jugendclub Königsstadt, Saarbrückerstr. 26, 10405 Berlin-Prenzlauer Berg, 9:00 –16:00 Uhr oder 27.6.2018, Jugendclub Schloss19, Schlossstr. 19, 14059 Berlin-Charlottenburg, 9:00 – 16:00 Uhr

 

Kosten:

Die Teilnahme ist kostenlos, weil die Veranstaltung durch die Landeszentrale für Politische Bildung sowie die Kreuzberger Kinderstiftung gefördert wird. Nebenbei gibt’s Snacks und Getränke. Mittagessen ist nicht enthalten. Es gibt in der Umgebung aber die Möglichkeit
etwas zu essen. Aber: kostenlos ist nicht umsonst;) - solltet ihr euch anmelden, aber kurzfristig, d.h. biszwei Tage vorher oder nicht absagen, so fallen Stornogebühren an. Diese werden ab zwei Personen, die absagen von einer Schule fällig und liegen bei 25 Euro/Person.

 

HIER FINDET IHR ALLE INFOS, DAS PROGRAMM UND DAS ANMELDEFORMULAR ALS PDF!

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Artikelbild © Tim Gouw on Unsplash

Die Bundeszentrale für politische Bildung vergibt den Jugenddemokratiepreis 2018!

Die Demokratie wird immer wieder angegriffen und auf die Probe gestellt. Gescheiterte Sondierungsgespräche, stetig steigender Politikverdruss, ein Rechtsruck im kleinen Ort von nebenan; egal wie man es dreht und wendet, die Demokratie benötigt deine Unterstützung. Die Jugendjury des Jugenddemokratiepreise ehrt auch dieses Jahr wieder Projekte, Initiativen und Aktionen von jungen Menschen für junge Menschen, die sich nicht nur für Demokratie einsetzen, sondern ihr auch den Spiegel vorhalten. Denn demokratische Strukturen sollten weltweit keine Selbstverständlichkeit darstellen, sondern stetig weiterentwickelt und durchdacht werden. Ob allein, zu zweit oder als ganze Fußballmannschaft. Dabei ist es egal, welches Projekt Ihr auf die Beine gestellt habt. Ob Demo, YouTube-Video, Theaterstück oder etwas ganz Anderes. Alle Anliegen werden hier in den Fokus gerückt, ganz gleich ob Ihr euch gegen Homophobie, Rassismus und Sexismus oder zum Beispiel für Menschen mit Handicap einsetzt. Eurer Fantasie und vor allem Eurem Engagement sind keine Grenzen gesetzt!

So lautet der Aufruf auf der Seite der Bundeszentrale für politische Bildung! Hier findet ihr alle Infos zum Preis und auch, was euer Projekt erfüllen muss, um in die Auswahl zu kommen. Die Bewerbungsfrist endet am 15. April!

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