Politik

Alle Infos zu den bezirklichen Kinder- und Jugendjurys findet ihr hier!

 

Ihr seid zwischen 12 und 21 und wollt euer Projekt vorstellen, mit dem ihr im Kiez aktiv werden wollt?

Reicht eure Projektideen und -vorschläge bei der jeweiligen Bezirks-Kinder- und Jugendjury ein, von der ihr dann auch Teil seid und mit abstimmen könnt!

Die Kinder- und Jugendjurys sind Teil des Programms Jugend Demokratiefonds Berlin von Stark gemacht.

Alle Infos und Ansprechpartner*innen zu den verschiedenen bezirklichen Kinder- und Jugendjurys findet ihr hier! Die Fristen und Termine sind von Bezirk zu Bezirk unterschiedlich, wir haben euch das Wichtigste unter dem jeweiligen Baustein zusammengestellt.

 

Artikelbild © Nathan Dumlao on Unsplash

In den Jugendförderplänen soll Jugendbeteiligung von Anfang an mitgedacht werden, forderten die Jugendlichen am Samstag bei der Abschlussveranstaltung des Beteiligungsprozesses zum Jugendfördergesetz. Das soll noch dieses Jahr verabschiedet werden. Im Saal des Rathauses Charlottenburg stellten die Jugendlichen, die teilweise aus den Kinder- und Jugendparlamenten Charlottenburg-Wilmersdorf und Tempelhof-Schöneberg, den Falken Neukölln und anderen Initiativen kamen, ihre Ergebnisse vor und im Anschluss wurden diese im Plenum diskutiert. Vier Wochen hatten rund 25 Jugendliche an der Entwicklung der Gesetzesvorlage mitgearbeitet und Forderungen wie eine bessere Aufklärung über Beteiligungsprojekte, das aktivere Einbeziehen der Jugendlichen in politische Prozesse durch die Verwaltung, freien ÖPNV für ehrenamtlich aktive Jugendliche und vieles  formuliert. Diese wurden jetzt an Sigrid Klebba, Staatssekretärin für Jugend und Familie, und June Tomiak, Sprecherin für Jugendpolitik im Abgeordnetenhaus, übergeben.

Jetzt heißt es, auch in Zukunft weiter mitzumischen! Die nächsten Schritte sehen so aus: Die Vorlage zum Jugendfördergesetz wird im Parlement beraten, im Jugend- und Bildungsausschuss sowie im Hauptausschuss (Finanzausschuss). Die Jugendlichen stellten klar, dass sie auch weiterhin beteiligt werden wollen. Eventuell soll es in den Ausschüssen weitere Beteiligungsprozesse geben, hieß es.

Wir halten euch dazu auf dem Laufenden!

Alle Infos zum Beteiligungsprojekt der Stiftung SPI und die Ergebnisse in PDF-Form findet ihr hier: www.mitbestimmen-in-berlin.de .

 

Artikelbild © SPI Drehscheibe Kinder- und Jugendpolitik

 

GESTALTE BERLIN

Das Leben in Berlin ist schön, spannend und bunt. Aber es gibt auch Dinge, die Nachholbedarf haben und verbessert werden könnten - beim Zusammenleben, in der Freizeit, in der Schule oder in der Politik.
Wir fragen dich: Was willst du ändern? Wo willst du dich einmischen?
Wir wollen, dass deine Ideen und Projekte real werden. Wir unterstützen dich und deine Freunde mit Geld und Beratung.

BERLIN BRAUCHT DICH

Du hast das Recht, dich einzumischen - ob bei der Gestaltung von Räumen und Flächen für die Freizeit oder beim Einsatz für ein gerechtes und friedliches Zusammenleben. Deine Ideen bereichern die Stadt und die Gesellschaft. Wir sind davon überzeugt, dass du und deine Freunde viele kleine und große Pläne habt und diese verwirklichen wollt.
Also: Worauf warten? Starten! Du hast es in der Hand.

WAS IST DIE BERLINER JUGENDJURY?

Bei der Berliner Jugendjury geht es darum, dass Jugendliche die Möglichkeit erhalten, ihre Projekte konkret umzusetzen. Sie bewerben sich mit ihren Vorschlägen und entscheiden selbst, welche Projekte mit wie viel Geld und Expertenhilfe unterstützt werden sollen.

Jede*r Jugendliche, jede Gruppe, die einen Projektvorschlag einreicht, ist Teil der Berliner Jugendjury und bestimmt gleichberechtigt mit. Jedes Projekt kann dabei mit maximal 2 Teilnehmer*innen in der Jury vertreten sein.

Die Berliner Jugendjury trifft sich an einem Tag, diskutiert über die Ideen und entscheidet gemeinsam über die Verteilung der Fördergelder. Dabei werden sie von erfahrenen Moderator*innen unterstützt und die Zusagen der Finanzierung erfolgen am selben Tag.

Projekte, die keine Vertreter*innen in die Berliner Jugendjury delegieren, können bei der Vergabe der Fördermittel nicht berücksichtigt werden.

WER KANN TEILNEHMEN & UM WAS GEHT ES?

Berliner Jugendliche und Jugendintitiativen im Alter von 12 bis 21 Jahren können sich mit ihren Ideen bewerben. Vereine, Schulen oder andere Organisationen sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

Insgesamt stehen 27.000 € Fördergelder zur Verfügung. Jeder Vorschlag, der von der Jugendjury ausgewählt wird, kann maximal 3.000 € für die Umsetzung erhalten.

Gesucht werden Ideen rund um die Themen:
Gestaltung von Räumen & Freizeit oder Gesellschaft & Politik.

Über Projekte, die auch im Interesse von Jugendlichen aus anderen Stadtbezirken sind oder in mehreren Bezirken stattfinden, freuen wir uns besonders. "Kleinere" Projekte, mit eher lokalem Bezug, können bei den Bezirklichen Jugendjurys beantragt werden.

Für Beratung und Unterstützung bei der Durchführung der Projekte, können erfahrene Expert*innen vermittelt werden.

WIE FUNKTIONIERT’S?

  • Für die Bewerbung gibt es ein Onlineformular. Weitere Zusendungen sind nicht notwendig.
  • Die Ideen/ Projektvorschläge müssen bis zum 04. Mai 2018 eingereicht werden.
  • Jede*r Teilnehmer*in erhält eine Eingangsbestätigung. Falls noch was unklar sein sollte, wird nachgefragt.
  • Ab dem 07. Mai 2018 erhalten alle Teilnehmer*innen eine Einladung zur Berliner Jugendjury, mit Infos zum Ablauf und den Dingen, die mitgebracht werden sollten.

NOCH FRAGEN?

 

Hier geht's zum Onlineantrag!

Wir kennen es alle. Zu einer Zeit, die gegen den Schlafrhythmus kämpft, klingelt der Wecker. Wir rollen uns aus dem Bett und torkeln zombiemäßig zum Frühstück. Nachdem man durch Kaffee den tranceartigen Zustand durchbrochen hat, kommt auch schon der Stress mit anschließendem Sprint zu Bus oder Bahn. Nach der Schule, in der man bei langweiligen Fächern sowieso nur Bullshit-Bingo oder Tic Tac Toe gespielt hat, chillt man oft nur noch mit Freunden und schaut Netflix.

Und obwohl auf die Frage: „Wieder was Neues gelernt?“ oftmals verneint wird, sprechen alle davon, dass die Schule so unglaublich wichtig für unsere Zukunft ist. Klar, Bildung ist wichtig, aber Schule sollte kein Fulltime-Job werden. Und was wäre, wenn man direkt jetzt die Zukunft, nicht nur von einem selbst, sondern auch von anderen mitgestalten und verbessern könnte? Am besten wäre es doch, wenn man nicht die Zukunft beeinflussen will, sondern gleich bei der Gegenwart ansetzt. Anderen helfen, neues entdecken, Projekte planen und die Reaktion direkt mitbekommen. Das könnt ihr tun. Das Stichwort lautet Ehrenamt. Es gibt so viele Bereiche in denen ihr tätig werden könnt und die Resultate sind für alle greifbar. Das bringt nicht nur euch unglaublich viel, sondern vor allem engagiert ihr euch für euer Umfeld.

Leider ist neben Schule, Lernen und Hausaufgaben nicht mehr viel Zeit-Budget übrig. Das soll geändert werden. Weniger Schule für alle! Im Rahmen der „Mission gutes Ehrenamt“ fordert daher der Landesjugendring Berlin die „35-Stunden-Woche“ für Schüler*innen. Ihr Ziel: Junge Ehrenamtliche in Berlin brauchen mehr Zeit und Anerkennung! Sie wenden sich hierbei an die Berliner Politik und fordern, dass innerhalb dieser Zeitspanne auch Hausaufgaben, Klassenarbeiten und Präsentationen vorzubereiten sind. Am Samstag, den 10.03.2018 wird es um 12:30 Uhr eine veranschaulichende Präsentation am Alexanderplatz geben, welche die Probleme und ihre Lösungsansätze zeigt. Es wäre schön, wenn ihr mal bei der Veranstaltung vorbeischaut. Wir sollten auf jeden Fall wissen was abgeht, denn es betrifft am meisten uns.

Wann?: Samstag, 10. März 2018 um 12:30 Uhr
Wo?: Alexanderplatz, zwischen Fernsehturm und Rathaus Passagen

Wir sprachen mit David Spitzl vom Landesjugendring Berlin, dem Zusammenschluss der Jugendverbände im Land Berlin, über die Bedeutung der Mission. Warum das so wichtig ist und wie das genau aussehen soll, erfahrt ihr im Interview unten.

VON LILI

ENTSCHEIDE MIT! Bis Ende dieses Jahres soll es in Kraft treten – das Jugendfördergesetz für Berlin. Was sperrig klingt, soll vieles besser und klarer machen! Es geht darum, unter den vielen Angeboten für junge Menschen in der Hauptstadt nicht den Überblick zu verlieren und die Fördergelder gut einzuteilen, sodass möglichst viele etwas davon haben.

Bis so ein Gesetz fertig ist, vergeht einige Zeit, in der sich beratschlagt wird und verschiedene Meinungen eingeholt werden. So auch eure! Wie ihr aktiv das neue Jugendfördergesetz mitgestalten könnt, findet ihr hier. Außerdem informieren wir euch immer über den aktuellen Stand!

Nach drei runden Tischen, an denen Ideen gesammelt wurden, geht es jetzt an die Ausarbeitung, an der ihr euch auch beteiligen könnt.

Bei der Abschlussveranstaltung diesen Samstag sollen die Ergebnisse an die Senatsverwaltung für Jugend übergeben werden: 17.03.2018 von 11:00 bis 15:00 Uhr im Bürgersaal
Rathaus Charlottenburg, Otto-Suhr-Allee 100, 10585 Berlin

Mehr Infos gibt's HIER!

Artikelbild © John Schnobrich on Unsplash

Beim politischen Aschermittwoch veranstalten viele Parteien auf regionaler Ebene Versammlungen, auf denen in Bierzelt-Atmosphäre politische Reden gehalten werden, die sich durch eine bunte Wortwahl und durch Seitenhiebe gegen andere Parteien auszeichnen. Eine Tradition, die AfD-Politiker André Poggenburg nutzte, um türkenfeindliche Äußerungen und Hetze zu verbreiten. Gegen den AfD-Parteichef von Sachsen-Anhalt wird nun in diesem Fall ermittelt. jup!-Redakteur Julius nahm das zum Anlass, um André Poggenburg einen ganz persönlichen Brief auf Instagram zu schreiben:

Lieber André!

Bei deiner letzten, natürlich rein sarkastischen Rede zum Aschermittwoch, ist mir neben zahlreichen Verfassungsbrüchen aufgefallen, dass du meintest, den Begriff „Patriotismus“ allein für die AfD gepachtet zu haben, den Begriff  jedoch, wie möglicherweise einige andere Begriffe auch, leider nicht zu verstehen scheinst.

Wer sein Land liebt und stolz darauf ist, der sollte auch auf all die Menschen stolz sein, die das Land zu dem gemacht haben, das du nun vorgibst lieben und beschützen zu wollen. Dazu gehören auch Menschen, die aus der Ferne hier hinkamen, sich integrierten und sich dazu entschieden, durch ihre Arbeit dein geliebtes Deutschland zu einem liebenswürdigen Ort zu machen. Von prächtiger deutscher Infrastruktur zu schwärmen, aber die Menschen, die diese errichteten, zu ächten, ist unpatriotisch.

Die Rheinbrücken lassen grüßen.

Zwischen 1961 und 1973 kamen ca. 867.000 Personen aus der Türkei nach Deutschland.

Viele von ihnen arbeiteten als Industriearbeiter und als Bauarbeiter bei wichtigen Infrastrukturprojekten. Beide aufstrebende Sektoren waren Teil des Deutschen Wirtschaftswunders.

Ja, die Qualität der Lebensverhältnisse von Ost und West sind immer noch unterschiedlich, aber ob man die bis heute rund zwei Billionen Euro für den Aufbau der Neuen Bundesländer ab der Wiedervereinigung ohne das Wirtschaftswachstum durch die Einwanderung von Gastarbeitern der Türkei hätte aufbringen können, ist strittig.

Gerade aus östlicher Perspektive sollte jener Aspekt dich zum Denken anregen. André, stell‘ dir doch mal vor, das nächstgelegene Gemeindehaus wurde von einem Haufen dieser „Kümmelhändler“ finanziert?

Lieber André, viele meiner deutsch-türkischen Mitbürger*innen, die du jetzt als „Kameltreiber“ bezeichnest und hinter den Bosporus zurück schicken magst, hatten und haben einen weitaus wichtigeren Beitrag zur Schaffung des Wohlstands in diesem Lande geleistet, als du meinst. „Wer Patriot ist, der liebt sein Land und dessen Volk.“

Das Deutschland, was rechtsorientierte Gruppierungen vorgeben zu lieben, ist jedoch nirgendwo auf diesem Planeten zu finden. Nationalstolz und Nationalliebe ohne Nation funktioniert nicht. Du scheint also ein Land zu lieben, das so nicht existiert. Und niemals existieren wird.

Dein Julius

 

Ihr wollt die genaue Rede sehen? Dann schaut hier!

 

Am Freitag, dem 19.1.18, und Samstag, dem 20.1.18, gehts in die nächste Runde! SIMEP trifft sich wieder, um die Teilnehmer *innen für zwei Tage in die Welt der Europapolitik zu ziehen.

 

VON JANIK

Was ist die SIMEP?

Die sogenannte „Simulation Europäisches Parlament“ (oder kurz die SIMEP) wurde im Jahre 1999 von der Jungen Europäischen Bewegung (JEB) gegründet und wird seitdem jährlich durchgeführt. Ab dem Jahr 2009 findet die SIMEP nun auch an zwei Terminen im Jahr statt. Das JEB bietet bei diesem Simulationsspiel etwa 400 interessierten Schüler*innen die Chance, parlamentarische Abläufe und das alltägliche Politikleben in der Praxis hautnahe zu erleben. Als Anerkennung für dieses Engagement erhielt das JEB den Europäischen Bürgerpreis im Jahr 2013.

 

Was macht man beim SIMEP?

Die Teilnehmenden schlüpfen für zwei Tage in die Rolle einer/s Europa-Abgeordneten – mit den entsprechenden Aufgaben: diskutieren in Fraktionen, Ausschüsse besuchen oder im Plenum aktuelle kontroverse europapolitische Themen besprechen. Durch die Selbständigkeit der Teilnehmer*innen gelingt es, zu verstehen wie die Europapolitik funktioniert und wie man Sachkompetenzen, Argumentationsketten und Kompromissfähigkeit richtig einsetzt.

 

Wo findet das SIMEP statt?

Das Berliner Abgeordnetenhaus ist die Plattform für diese besondere Veranstaltung – hier treffen sich spannende Debatten und Europabegeisterung. In den vergangenen Jahren spielte sich ebenfalls ein Teil der SIMEP auch im deutschen Bundestag ab.

 

jup! Berlin ist auch dabei!

jup! Redakteurin Zora ist als Vertreterin der Nation Kroation dabei! Sie wird euch berichten, wie das Leben einer Europa-Abgeordneten ist und wie die parlamentarischen Abläufe funktionieren. Also seid gespannt auf die Berichterstattung auf Instagram und hier!

 

Mehrere Gruppierungen, die seit 2012 in mehreren europäischen Ländern entstanden sind, darunter Frankreich und Österreich, nennen sich selbst „Identitäre Bewegung.“ 

Die Bewegung ist nicht offen nationalsozialistisch, sondern präsentiert sich als Verteidiger der „europäischen Kultur und Identität“. Von Experten wird sie jedoch durchweg als rechtsextrem eingestuft.

Seit 2014 existiert die „Identitäre Bewegung“ mit geschätzt 400 Mitgliedern auch in Deutschland. Sie ging aus der „Sarrazin-Bewegung“ hervor, einer Splittergruppe, die sich auf die kulturassistischen Thesen von Thilo Sarrazin stützte. 
 

Am Mittwoch, dem 22. November, war es wieder so weit: Es fand die erste Sitzung des Kinder-und Jugendparlaments Tempelhof-Schöneberg 2017/2018 statt. Dabei wurden alle gewählten Vertreter*innen und interessierten Menschen zur ersten Sitzung des Kinder- und Jugendparlaments für die Wahlperiode 2017/2018 eingeladen. An diesem ersten Plenum treffen sich die Abgeordneten zum ersten Mal, um ihre Arbeit aufzunehmen, erwachsene Politiker zu treffen und sich kennenzulernen. In das Kinder-und Jugendparlament können Schulen und Einrichtungen mindestens zwei und maximal sechs Mitglieder entsenden. Die Wahlen dazu werden von den jeweiligen Schulen und Einrichtungen selber organisiert.

 

Doch was genau ist dieses Kinder- und Jugendparlament (KJP)?

Durch das KJP kann man seine Vorstellungen einbringen und es wird geholfen, Ideen umzusetzen bzw. an die richtige Adresse zu bringen. Das KJP hat Mitspracherecht, wenn es um die Interessen von Kindern und Jugendlichen geht. Bereits seit 2005 werden von über 150 Kindern und Jugendlichen aus dem gesamten Bezirk Tempelhof-Schöneberg Wünsche, Forderungen und auch Anregungen an die Bezirkspolitik weitergeben.
Mindestens viermal im Jahr kommen die Mitglieder des KJP zu einer großen Parlamentssitzung im Rathaus Schöneberg zusammen. Hier können alle ihre politischen Ideen einbringen. Die in diesem Plenum debattierten und beschlossenen Anträge, werden der Bezirksverordnetenversammlung übergeben, die sich so mit den Wünschen der Kinder und Jugendlichen im Bezirk befasst (und befassen muss!).
Die Parlamentarierinnen und Parlamentarier sind in drei regionalen Arbeitsgruppen (Schöneberg/Friedenau – Mariendorf/Tempelhof – Lichtenrade/Marienfelde) aufgeteilt. In den regionalen Arbeitsgruppen, die sich mehrmals im Monat treffen, werden die Anträge vorbereitet und recherchiert, die in den großen Sitzungen diskutiert und abgestimmt werden. Darüber hinaus werden verschieden Projekte zur Kinder- und Jugendbeteiligung und zu den Kinderrechten erdacht und umgesetzt.

Film über das KJP von 9einhalb (ARD):

 

Gastbeitrag von Tamara Vogel

Am vergangenen Donnerstag, den 12. Oktober, feierte Spanien seinen Nationalfeiertag (Día de la Hispanidad / El Pilar) anlässlich der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus 1492. Doch die Feierlichkeiten wurden von den jüngsten Ereignissen der Katalonien-Krise überschattet.

  • Unabhängigkeitskämpfer, die in der Regionalregierung Kataloniens die Mehrheit haben, organisierten am 1. Oktober 2017 ein Referendum, das über die Abspaltung Kataloniens von Spanien entscheiden sollte.
  • Spanische Polizeieinheiten versuchten das Referendum gewaltsam zu verhindern, setzten Schlagstöcke und Gummigeschosse ein. Fast 900 Menschen wurden bei diesen Zusammenstößen verletzt.
  • Dennoch ließen sich mehr als 2 Millionen Katalanen (rund 40% der Bevölkerung) nicht von ihrer Stimmabgabe abhalten.
  • Fast 90 Prozent stimmten für die Unabhängigkeit Kataloniens.

Die 24-jährige Fotografin Iris Lambert aus der Kleinstadt Pineda de Mar in der Provinz Barcelona war hautnah bei den Protesten auf den Straßen in der autonomen Gemeinschaft Spaniens dabei und hielt mit ihrer Kamera beeindruckende und berührende Momente fest.

„Die Menschen auf den Straßen empfanden viele unterschiedliche Gefühle zur selben Zeit, darunter Schmerz, Dankbarkeit und Hoffnung. Doch sie manifestierten friedlich. Auf der anderen Seite habe ich Wut, Aggression und Hass seitens der spanischen Sicherheitskräfte gesehen, die das Geschehen aufhalten wollten. Als ich hörte, wie sie vor mir „Lasst uns handeln“ riefen, begann ich zu zittern.“(Iris Lambert)