Ausland

Du möchtest eine Fremdsprache lernen oder eine Sprachreise machen? Dann informiere dich am besten am 17./18. November  auf der EXPOLINGUA Berlin – der führenden Sprachenmesse in Deutschland.

Gastbeitrag von Tamara Vogel

Am vergangenen Donnerstag, den 12. Oktober, feierte Spanien seinen Nationalfeiertag (Día de la Hispanidad / El Pilar) anlässlich der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus 1492. Doch die Feierlichkeiten wurden von den jüngsten Ereignissen der Katalonien-Krise überschattet.

  • Unabhängigkeitskämpfer, die in der Regionalregierung Kataloniens die Mehrheit haben, organisierten am 1. Oktober 2017 ein Referendum, das über die Abspaltung Kataloniens von Spanien entscheiden sollte.
  • Spanische Polizeieinheiten versuchten das Referendum gewaltsam zu verhindern, setzten Schlagstöcke und Gummigeschosse ein. Fast 900 Menschen wurden bei diesen Zusammenstößen verletzt.
  • Dennoch ließen sich mehr als 2 Millionen Katalanen (rund 40% der Bevölkerung) nicht von ihrer Stimmabgabe abhalten.
  • Fast 90 Prozent stimmten für die Unabhängigkeit Kataloniens.

Die 24-jährige Fotografin Iris Lambert aus der Kleinstadt Pineda de Mar in der Provinz Barcelona war hautnah bei den Protesten auf den Straßen in der autonomen Gemeinschaft Spaniens dabei und hielt mit ihrer Kamera beeindruckende und berührende Momente fest.

„Die Menschen auf den Straßen empfanden viele unterschiedliche Gefühle zur selben Zeit, darunter Schmerz, Dankbarkeit und Hoffnung. Doch sie manifestierten friedlich. Auf der anderen Seite habe ich Wut, Aggression und Hass seitens der spanischen Sicherheitskräfte gesehen, die das Geschehen aufhalten wollten. Als ich hörte, wie sie vor mir „Lasst uns handeln“ riefen, begann ich zu zittern.“(Iris Lambert)

 

Also, wie war meine erste Erfahrung mit Couchsurfing?

Fantastisch, besser als ich mir je hätte vorstellen können. Thilo war ein wunderbarer Gastgeber in Köln und ich bin ihm und seiner Familie so dankbar für all ihre Hilfe. Er hat mich vom Bahnhof abgeholt und sein Zuhause mit mir geteilt. Samstagnachmittag haben er und seine Freunde mir Köln gezeigt und ich glaube, ich habe mich in die Stadt und das Bier verliebt J Sonntags waren wir in Bonn und haben das Haus der Geschichte besucht. Für mich war das sehr interessant, weil ich in der Schule viel über Geschichte gelernt habe und Deutschland voller Geschichte ist. Außerdem liebe ich Bonn, es ist so ruhig und entspannt am Nachmittag: abends erwarte uns Thilos Mutter mit Essen und sie hat mich am nächsten Morgen sogar zu meinem Seminar gefahren, damit ich nicht im Regen laufen musste. J Ich kann es nicht abwarten, wieder Couch Surfing zu machen :D

Maria (Übersetzung: Charlotte)

Quelle: https://www.youthreporter.eu/de/profil/mariakocsis7/

 

Es gibt viele Dinge, die wichtig sind, um eine gute Zeit beim EVS zu haben. Aber nach zwei Monaten habe ich das Gefühl, dass eine Sache am wichtigsten ist: MUT!

Wieso brauch man Mut?

Schon für den Start braucht man viel davon. Wegzuziehen und ein neues Leben anzufangen ist ein großer Schritt, aber auch danach brauch man noch viel mehr davon. Die meiste Zeit musst du den ersten Schritt machen, um in Kontakt mit anderen zu kommen und Freundschaften zu schließen und dafür braucht man viel Mut. Auch wenn du dann angekommen bist und dich in der Stadt und auf Arbeit wohlfühlst, brauchst du Mut, um Abenteuer zu erleben, denn alle wissen „go big or go home“, also lass das EVS die Zeit deines Lebens sein.

Maria (Übersetzung: Charlotte)

 

Quelle: https://www.youthreporter.eu/de/profil/mariakocsis7/

Mein Motto für die Zeit war: Sei offen für alles! Aber ich habe nie im Leben damit gerechnet, dass die Leute hier mir gegenüber genauso offen sein würden. Nie hätte ich gedacht, dass ich hier in einer kleinen deutsch-christlichen Stadt den besten Sukkot meines Lebens erleben würde. Ich wurde gefragt, ob ich den Kindern etwas über den Sukkot und andere Jüdische Feiertage erzählen kann und das habe ich natürlich bejaht. (Anm. d. Red.: Sukkot heißt zu Deutsch „Laubhüttenfest“ und gehört zu den jüdischen Festen. Es wird im September/Oktober gefeiert.) Wir sind dann am Samstag, als die Kita Erlebnistag hatten, in den Wald gefahren und  haben Essen und ein Lager für die Kinder vorbereitet und ein Zelt gebaut. Das Zelt war sehr professionell mit Draht und Blättern mit einem großen Loch in der Mitte des Daches, damit wir Sterne gucken konnten : ). Manche von uns, drei Kinder und drei Erwachsene, waren wirklich mutig oder eher gesagt verrückt genug, bei sechs Grad da drin zu schlafen. Es war das beste Zelt, in dem ich je geschlafen habe <3

Maria (Übersetzung: Charlotte)

 

Quelle: https://www.youthreporter.eu/de/profil/mariakocsis7/

Es ist nicht immer alles einfach und rosig. Ich bin jetzt seit einem Monat hier und muss immer wieder kleine aber auch größere Probleme bewältigen.

 

Die Probleme, mit denen ich gerechnet habe

  1. Deutsch sprechen. Ehrlich ist es gar nicht so schwer aber an einigen Stellen immer noch überwältigend, dass alle ununterbrochen mit mir auf Deutsch sprechen. Mittlerweile kann ich mit einer Person eine gute Konversation führen, aber bei mehreren wird es schnell zu viel und zu schwierig.                                                                                   
  2. Mein Leben neu anzufangen. Ich rede von neuer SIM Karte, Meldebescheinigung, neues Bankkonto usw. Die meisten Sachen funktionierten einfacher als erwartet, weil mein Mentor mir geholfen hat, aber alleine wär es viel schwieriger gewesen, weil die Menschen oft kein gutes Englisch sprechen.
  3. Alleine leben. Ich komme aus einer Familie mit 5 Menschen und einem Hund, also ist es für mich ungewohnt, alleine Zuhause zu sein. Zum Glück habe ich Mitbewohner, ein nettes junges Paar, welches mir viel bei den kleinen Dingen geholfen hat. Ich glaube, ich werde immer besser darin, eigenständig zu leben.
  4. Meine Freizeit zu gestalten. Allerdings habe ich gar nicht so viel freie Zeit wie gedacht. Normalerweise arbeite ich sieben Stunden am Tag und habe danach noch Millionen Sachen zu erledigen. Außerdem gehe ich mit meinen Mitbewohnern wöchentlich zum Fußball-Training und Volleyball spielen. Meine Befürchtung, alleine und gelangweilt zu sein, ist weg.
     

Die Probleme, mit denen ich nicht gerechnet habe

  1. Einkaufen. Kein Witz, das erste Mal war mehr als schwierig. Mir war vorher nie bewusst, wie herausfordernd es ist, in einer anderen Sprache einkaufen zu gehen. Ich war in der Milchabteilung verloren, es hat mich drei Anläufe gekostet, den Natur-Joghurt zu finden, aber langsam wird’s einfacher.
  2. Die neue Kultur. Ich dachte, es gäbe keine Unterschiede zwischen der Ungarischen und Deutschen Kultur, aber es gibt viele. Der größte ist das Händeschütteln, in Ungarn schütteln Mädchen normalweise nicht so oft Hände und wenn nur beim ersten kennenlernen. Zuhause umarme und küsse ich andere und schüttle nicht die Hand, am Anfang war das hart, mittlerweile nicht mehr, aber komisch ist es immer noch.
  3. Sachen nach der Arbeit machen. Sieben bis acht Stunden in einem Kindergarten zu arbeiten ist anstrengend. Wenn ich morgens früher anfange, bin ich nachmittags so kaputt, dass ich einfach nur schlafen möchte und wenn ich später anfange, arbeite ich so lange, dass keine Zeit mehr für anderes bleibt.

Trotz all der Schwierigkeiten macht mir mein EVS Spaß und ich kann nicht glauben, dass ich schon einen Monat hier bin.

Maria (Übersetzung: Charlotte)

 

Quelle: https://www.youthreporter.eu/de/profil/mariakocsis7/