Ausland

Ein Beitrag von Abdu Baack
3 Tage war Abdu in Paris auf den Spuren der Terroranschläge vergangenen Jahres unterwegs, die er damals live miterlebte. Hier zeigt er Fotos und berichtet von seinen Eindrücken. Seinen Bericht von Tag 1 findet ihr hier.

8:30 Uhr am 15. November geht es los. Zuerst kurz zum Bäcker auf einen Café Crème und ein Croissant. Danach weiter zum Place de la République. Dort treffen wir uns mit Diana. Das Wetter ist unangenehm. Bewölkt und ab und zu nieselt es. Passt aber ganz gut zum Tag und zur Stimmung.

Zuerst geht es zum Bataclan. Die Trauerveranstaltung hat noch nicht begonnen, es herrscht Trubel. Die zahlreichen Journalisten werden auf Sprengstoff untersucht. Ein sehr süßer Sprengstoffhund schnüffelt die Kameras und Stative der Journalisten ab. Aus Respekt vor den Opfern, Zeugen und Hinterbliebenen soll am Haupteingang nicht fotografiert werden, woran sich alle halten.

Von der anderen Seite der Absperrung versuchen wir, die Ankunft von Hollande und weiteren wichtigen französischen Politikern zu beobachten und gegebenenfalls zu fotografieren. Einige Leute stehen auf den Bürgersteigen, um die Ankunft zu beobachten. Einige - in meinem Empfinden zu wenige - Polizisten sichern die Straße. Dann kommen die Politiker, es geht alles ziemlich schnell und schwupps sind sie im abgesperrten Bereich. Nach der langen Zeit in Regen und Kälte brauchen wir erst einmal einen Kaffee.

Anschließend beschließen wir, zum Stade de France, zum Fußballstadion, weiterzuziehen. Ich bin gespannt, wie es sein wird, wieder dort zu sein. Wie gut kann ich mich noch an das Stadion erinnern? Was wird mir dieser Ort eventuell ins Gedächtnis rufen? Wird am Stadion etwas los sein?

3 Tage war Abdu in Paris auf den Spuren der Terroranschläge vergangenen Jahres unterwegs. Hier zeigt er Fotos und berichtet von seinen Eindrücken.

Morgen geht es los nach Paris. Warum, wieso, weshalb erfahrt ihr hier!

 

Ein Beitrag von Abdu Baack 

 

Also, wie war meine erste Erfahrung mit Couchsurfing?

Fantastisch, besser als ich mir je hätte vorstellen können. Thilo war ein wunderbarer Gastgeber in Köln und ich bin ihm und seiner Familie so dankbar für all ihre Hilfe. Er hat mich vom Bahnhof abgeholt und sein Zuhause mit mir geteilt. Samstagnachmittag haben er und seine Freunde mir Köln gezeigt und ich glaube, ich habe mich in die Stadt und das Bier verliebt J Sonntags waren wir in Bonn und haben das Haus der Geschichte besucht. Für mich war das sehr interessant, weil ich in der Schule viel über Geschichte gelernt habe und Deutschland voller Geschichte ist. Außerdem liebe ich Bonn, es ist so ruhig und entspannt am Nachmittag: abends erwarte uns Thilos Mutter mit Essen und sie hat mich am nächsten Morgen sogar zu meinem Seminar gefahren, damit ich nicht im Regen laufen musste. J Ich kann es nicht abwarten, wieder Couch Surfing zu machen :D

Maria (Übersetzung: Charlotte)

Quelle: https://www.youthreporter.eu/de/profil/mariakocsis7/

 

Es gibt viele Dinge, die wichtig sind, um eine gute Zeit beim EVS zu haben. Aber nach zwei Monaten habe ich das Gefühl, dass eine Sache am wichtigsten ist: MUT!

Wieso brauch man Mut?

Schon für den Start braucht man viel davon. Wegzuziehen und ein neues Leben anzufangen ist ein großer Schritt, aber auch danach brauch man noch viel mehr davon. Die meiste Zeit musst du den ersten Schritt machen, um in Kontakt mit anderen zu kommen und Freundschaften zu schließen und dafür braucht man viel Mut. Auch wenn du dann angekommen bist und dich in der Stadt und auf Arbeit wohlfühlst, brauchst du Mut, um Abenteuer zu erleben, denn alle wissen „go big or go home“, also lass das EVS die Zeit deines Lebens sein.

Maria (Übersetzung: Charlotte)

 

Quelle: https://www.youthreporter.eu/de/profil/mariakocsis7/

Mein Motto für die Zeit war: Sei offen für alles! Aber ich habe nie im Leben damit gerechnet, dass die Leute hier mir gegenüber genauso offen sein würden. Nie hätte ich gedacht, dass ich hier in einer kleinen deutsch-christlichen Stadt den besten Sukkot meines Lebens erleben würde. Ich wurde gefragt, ob ich den Kindern etwas über den Sukkot und andere Jüdische Feiertage erzählen kann und das habe ich natürlich bejaht. (Anm. d. Red.: Sukkot heißt zu Deutsch „Laubhüttenfest“ und gehört zu den jüdischen Festen. Es wird im September/Oktober gefeiert.) Wir sind dann am Samstag, als die Kita Erlebnistag hatten, in den Wald gefahren und  haben Essen und ein Lager für die Kinder vorbereitet und ein Zelt gebaut. Das Zelt war sehr professionell mit Draht und Blättern mit einem großen Loch in der Mitte des Daches, damit wir Sterne gucken konnten : ). Manche von uns, drei Kinder und drei Erwachsene, waren wirklich mutig oder eher gesagt verrückt genug, bei sechs Grad da drin zu schlafen. Es war das beste Zelt, in dem ich je geschlafen habe <3

Maria (Übersetzung: Charlotte)

 

Quelle: https://www.youthreporter.eu/de/profil/mariakocsis7/

Es ist nicht immer alles einfach und rosig. Ich bin jetzt seit einem Monat hier und muss immer wieder kleine aber auch größere Probleme bewältigen.

 

Die Probleme, mit denen ich gerechnet habe

  1. Deutsch sprechen. Ehrlich ist es gar nicht so schwer aber an einigen Stellen immer noch überwältigend, dass alle ununterbrochen mit mir auf Deutsch sprechen. Mittlerweile kann ich mit einer Person eine gute Konversation führen, aber bei mehreren wird es schnell zu viel und zu schwierig.                                                                                   
  2. Mein Leben neu anzufangen. Ich rede von neuer SIM Karte, Meldebescheinigung, neues Bankkonto usw. Die meisten Sachen funktionierten einfacher als erwartet, weil mein Mentor mir geholfen hat, aber alleine wär es viel schwieriger gewesen, weil die Menschen oft kein gutes Englisch sprechen.
  3. Alleine leben. Ich komme aus einer Familie mit 5 Menschen und einem Hund, also ist es für mich ungewohnt, alleine Zuhause zu sein. Zum Glück habe ich Mitbewohner, ein nettes junges Paar, welches mir viel bei den kleinen Dingen geholfen hat. Ich glaube, ich werde immer besser darin, eigenständig zu leben.
  4. Meine Freizeit zu gestalten. Allerdings habe ich gar nicht so viel freie Zeit wie gedacht. Normalerweise arbeite ich sieben Stunden am Tag und habe danach noch Millionen Sachen zu erledigen. Außerdem gehe ich mit meinen Mitbewohnern wöchentlich zum Fußball-Training und Volleyball spielen. Meine Befürchtung, alleine und gelangweilt zu sein, ist weg.
     

Die Probleme, mit denen ich nicht gerechnet habe

  1. Einkaufen. Kein Witz, das erste Mal war mehr als schwierig. Mir war vorher nie bewusst, wie herausfordernd es ist, in einer anderen Sprache einkaufen zu gehen. Ich war in der Milchabteilung verloren, es hat mich drei Anläufe gekostet, den Natur-Joghurt zu finden, aber langsam wird’s einfacher.
  2. Die neue Kultur. Ich dachte, es gäbe keine Unterschiede zwischen der Ungarischen und Deutschen Kultur, aber es gibt viele. Der größte ist das Händeschütteln, in Ungarn schütteln Mädchen normalweise nicht so oft Hände und wenn nur beim ersten kennenlernen. Zuhause umarme und küsse ich andere und schüttle nicht die Hand, am Anfang war das hart, mittlerweile nicht mehr, aber komisch ist es immer noch.
  3. Sachen nach der Arbeit machen. Sieben bis acht Stunden in einem Kindergarten zu arbeiten ist anstrengend. Wenn ich morgens früher anfange, bin ich nachmittags so kaputt, dass ich einfach nur schlafen möchte und wenn ich später anfange, arbeite ich so lange, dass keine Zeit mehr für anderes bleibt.

Trotz all der Schwierigkeiten macht mir mein EVS Spaß und ich kann nicht glauben, dass ich schon einen Monat hier bin.

Maria (Übersetzung: Charlotte)

 

Quelle: https://www.youthreporter.eu/de/profil/mariakocsis7/

Lasst uns die Reise beginnen. Also was mach ich eigentlich an einem Ort, von dem noch nie jemand etwas gehört hat?

Ich mache für ein Jahr einen European Voluntary Service (EVS), auf Deutsch „Europäischer Freiwilligendienst“. Grünheide ist eine bezaubernde kleine Stadt in der Nähe von Berlin. Es ist so wunderschön dort, überall sind Wälder und kleine Seen, es ist wie eine Insel der Ruhe. In der Innenstadt haben wir ein paar kleine Läden aber nichts im Vergleich zu Berlin.

Normalerweise fahre ich also am Wochenende nach Berlin rein, um mich mit Freunden zu treffen. Ich hab mich sofort in die Stadt verliebt, es ist so voller Leben, das Gegenteil zu meiner Insel der Ruhe.

In der Woche arbeite ich in einem Kindergarten namens KITA Regenbogenhaus. Wir betreuen circa 50 Kinder im Alter von eins bis sechs. Die Kinder sind nach Alter in verschiedene Gruppen aufgeteilt und zurzeit helfe ich überall mit, aber später kann ich mir eine Gruppe aussuchen. Am Anfang hatte ich ein bisschen Angst vor der Arbeit, weil mein Deutsch noch nicht so gut ist und zuerst war es auch hart, aber alle waren sehr geduldig und hilfsbereit.

Ich liebe meine Arbeit, die Kinder und meine Kollegen und den Ort.

Maria (Übersetzung: Charlotte)

 

Quelle: https://www.youthreporter.eu/de/profil/mariakocsis7/

Hi, mein Name ist Maria! Ich bin 19 Jahre alt und komme aus Ungarn. Nach meinem Abitur habe ich entschieden, für einige Jahre die Welt zu entdecken – und mich selbst. Mein großes Abenteuer startet in Deutschland mit einem Europäischen Freiwilligendienst. Seit letzten Sommer arbeite ich in einem zauberhaften Kindergarten nahe Berlin mit tollen Menschen um mich herum. Das Leben ist hier niemals langweilig, es gibt immer lustige Dinge, die man tun kann: Wöchentliches Fußballtraining, Spiele- und Mädchenabende und natürlich der Jugendclub jeden Freitag. Also, mein Leben hat sich auf jeden Fall verändert, seitdem ich hier bin, aber es ist definitiv bis jetzt die beste Zeit meines Lebens! Ihr wollt mehr? Dann stöbert in meinen Blogbeiträgen! Viel Spaß dabei!

 

 

von Friederike

Seit 1990 treffen in der Woche vor Ostern Basketballer und Basketballerinnen aus aller Welt zum Osterturnier in Wien aufeinander. 485 Teams aus 23 Ländern, wie zum Beispiel Italien, Bosnien-Herzegowina, Irland, Vereinigte Arabische Emirate, Kanada und Frankreich treten in den Altersstufen unter 12 (U12) bis unter 22 (U22) gegeneinander an. Jungen und Mädchen spielen, feuern an und haben auch während der verschiedenen Side-Events miteinander Spaß.

Zum dritten Mal nahmen mein Team und ich vom BBC 90 Köpenick, diesmal in der Altersklasse wU16, daran teil. Und obgleich das Turnier für uns spielerisch erfolglos blieb, kann ich wohl für meine ganze Mannschaft sprechen, wenn ich sage, dass es mitreißend und aufregend war.

Cora spielt in ihrer Freizeit gern Fußball, trifft sich mit Freunden, fährt Rad, liest und vieles mehr. Außerdem war sie für ein Jahr im Ausland! Mit gerade einmal 16 Jahren ging es für sie nach Neufundland (Kanada), um genau zu sein nach Mount Pearl. Das ist ein kleiner Ort mit ca. 24.000 Einwohnern – also ein großer Kontrast zu Berlin. Über ihre Erfahrungen und Erlebnisse hat sie auf jup! berichtet!

Tina war mit der Organisation AFS ein Jahr im Ausland (2015/2016). Sie lebte in Italien, genauer gesagt auf Sizilien. Was sie dort erlebt hat, könnt ihr hier nachlesen!

24.09.2017
14.00
01.10.2017
14.00
08.10.2017
14.00
15.10.2017
14.00

Einmal wie ein Pirat über die Meere segeln, wer träumt nicht davon? Für etwa 30 deutsche und polnische Schüler*innen des Projekts "Wir sind eine Crew - Zusammen kommen wir weiter" wurde dieser Traum Wirklichkeit. Für sechs Tage segelten sie zusammen mit einem erfahrenen Team auf dem Segelschiff Thor Heyerdahl von Kiel Richtung Dänemark. Amanda und Abdu aus der jup! Redaktion haben die Jungs und Mädchen für das Projekt innovativ-international vor ihrer Abfahrt in Kiel besucht. Warum sie an einer internationalen Jugendbegegnung teilnehmen und welche Aufgaben sie an Bord haben, erzählen sie im Video!

Ich bin schon seit einigen Wochen wieder in Deutschland angekommen.

In diesem Beitrag würde ich gern etwas über meine letzten Tage und meinen Abschied sowie über mein Ankommen in Deutschland erzählen. 

Meine letzten Tage in Sizilien waren wirklich schön. Die Schule endete schon am 9. Juni, sodass ich noch ein bisschen die Ferien auf Sizilien genießen konnte. Wir waren fast jeden Tag am Meer, ich habe mich mit  Freunden  getroffen und abends sind wir  natürlich immer ausgegangen. Am vorletzten Abend wurde nochmal eine kleine Feier bei uns zu Hause veranstaltet, um sich von der Familie und den engsten Freunden zu verabschieden. Diese Feier habe ich dazu genutzt, um meine Geschenke für die Gastfamilie, welche ich vorbereitet hatte, zu übergeben. Auch ich wurde mit liebevollen Erinnerungsgeschenken überrascht. Ich habe diese gemeinsamen Stunden noch einmal wirklich sehr genossen, wir haben gemeinsam gegessen, uns unterhalten und viel gelacht.

AFS hat vor Ort auch noch eine Abschlussfeier organisiert. Alle Austauschschüler aus Augusta,  ehemalige Austauschschüler,  frisch zurückgekommene Austauschschüler und natürlich auch ihre Familien waren dabei. Bei dieser Feier haben wir uns noch einmal bei allen Familien und Ehrenamtlichen ganz herzlich bedankt. Dann mussten wir uns auch schon von den meisten Leuten verabschieden. Am 9. Juli war es auch schon so weit. Ich habe an diesem Morgen noch mein letztes Granita gegessen und danach sind wir auch schon zum Flughafen gefahren. Es war für mich einer der schwersten Momente, meine italienische Familie auf diesem Flughafen zu verabschieden. In diesem Moment sind mir noch einmal die Bilder durch den Kopf gegangen, als wir vor 10 Monaten hier in Augusta so herzlich mit Plakaten begrüßt wurden, damals war alles noch so fremd. Nach 10 Monaten wächst man so sehr zusammen, dass meine Tränen einfach über die Wangen kullerten …

Nachdem  wir nun wirklich das allerletzte Mal unseren Familien zuwinken konnten, ging unser Flieger nach Rom.  In Rom wurden wir von einigen Ehrenamtlichen von AFS erwartet, welche uns zu einem riesigen Hotel gefahren haben. Im gleichen Hotel haben wir schon am Anfang des Austauschjahres übernachtet.

Ich glaube, dieser letzte Tag in Rom war für mich wohl einer der emotionalsten Tage meines Lebens. Alle 600 AFS- Austauchschüler, die ihr Schuljahr in Italien verbrachten, waren nun  wieder in Rom vereint. Wir waren sooo glücklich, uns noch einmal alle wiederzusehen. Es wurde auch wieder eine große Rede, wie am Anfang des Austauschjahres, vom dem Vorsitzenden von AFS Italien gehalten. Nur der Unterschied war, dass am Anfang  alle teilnehmenden Länder aufgezählt wurden und dabei die jeweiligen Austauschschüler  aufgestanden sind und gejubelt haben. Nach diesen 10 Monaten wurden alle Regionen von Italien aufgerufen und alle Austauschschüler haben ihre entsprechende Region, in der sie ihr Austauschjahr verbrachten, bejubelt.

Wir Sizilianer waren natürlich am lautesten… haha (:

Abends wurde getanzt. Es kam eine unglaublich gute Stimmung auf. Wir haben uns noch lange unterhalten, uns ausgetauscht und  das Zusammensein genossen. Die meisten blieben die ganze Nacht wach, um noch die letzten Stunden miteinander zu genießen. Es ist unglaublich, wie viele Dinge uns aufgrund des letzten Jahres verbinden, auch wenn jeder seine eigene Kultur mitbringt. Man kommt sehr leicht mit den anderen ins Gespräch und tauscht Erinnerungen aus, lacht und genießt das Zusammensein. Aber natürlich durften wir nicht vergessen, dass dies der Abschlusstag war. Schon um 3 Uhr in der Nacht mussten die  ersten Austauschschüler vom Hotel abfahren. Wenn ich wieder an diese Stunden denke, überkommt mich auch heute noch eine Gänsehaut und ein trauriges Gefühl im Bauch. Gegen 5 Uhr am Morgen ist eine meiner besten Freundinnen abgefahren. Dieser Abschied fiel mir besonders schwer, weil wir uns in den letzten 10 Monaten angefreundet haben, uns viele gemeinsame Erlebnisse verbinden und wir viel über Dinge gesprochen haben, die uns während des Austauschjahres beschäftigt haben und durch den Kopf gegangen sind. Man hat wirklich das Gefühl, im Moment des Abschieds bricht einem das Herz. Nach und nach fuhren die Austauschschüler der einzelnen Länder vom Hotel ab und immer ging von jedem ein Stück Herz mit ihnen.

Gegen 8:30 Uhr musste nun  auch die deutsche Gruppe zum Flughafen fahren.

In Deutschland angekommen wurde ich natürlich super herzlich von meiner Familie begrüßt. Aber der erste Tag wieder in Deutschland  war wirklich sehr ungewohnt und ich konnte meine vielen verschiedenen Gefühle und Eindrücke noch gar nicht beschreiben.

Ich habe länger nichts mehr über mein Auslandsjahr in Neufundland geschrieben und das hat mehrere Gründe. Zum einen weil mein Laptop kaputt gegangen ist in den Osterferien und zum anderen weil in den letzten Monaten einfach viel los war.

Zu allererst habe ich meine dreißig Stunden an Freiwilligenarbeit abgeleistet, die ich für meinen Kurs „Career Development“ brauchte, und zwar beim größten Winterkarneval von Atlantik Kanada, dem Mount Pearl Frosty Festival. Um ehrlich zu sein, war ich mir am Anfang sicher, dass ich einfach nur die 30 Stunden abarbeiten wollte, um damit fertig zu sein, aber letztendlich habe ich noch mehr Volunteering gemacht, unter anderem in der Suppenküche meiner Schule.

Außerdem habe ich angefangen, mehr mit meinen Freunden zu machen. Zum Beispiel habe ich meine gesamten Osterferien damit verbracht, vormittags für eine Show namens „Etcetera 30“ zu proben und dann jeden Abend mit meiner Gastschwester Mirari und kanadischen Freunden zu verbringen. Ich wünsche mir bis heute, dass diese Ferien länger als nur eine Woche gewesen wären und dass die Zeit damals einfach stehengeblieben wäre. Denn in diesen Ferien habe ich die Leute, die ich heute als meine engsten Freunde ansehe, richtig kennengelernt. Leute, die so inspirierend sind, wie sonst niemand, den ich bis jetzt kennengelernt habe.

Die letzten zwei Monate, die ich danach noch hatte, verflogen dann einfach nur noch! Ich habe in der Zeit viel zu viel erlebt, um alles zu erläutern, aber ich kann nur sagen, dass es eine unvergessliche Zeit war, in der ich unglaublich viele unvergessliche Erinnerungen gemacht habe.

Heute möchte ich euch über ein weiteres Highlight meines Austauschjahres, die Infiorata in der sizilianischen Stadt  Noto, berichten. Bei dieser Veranstaltung werden in der herrlichen sizilianischen Stadt Noto sehr große Bilder auf 3 langen Straßen aufgezeichnet und mit Blumenblüten gefüllt.

 

ein Text von Tina

 

Wir  Austauschschüler aus Augusta haben die Möglichkeit bekommen,  an der “Infiorata a Noto” teilzunehmen. Diese mehrtägige Veranstaltung findet regelmäßig schon seit einigen Jahren in Noto  im Mai statt, allerdings wurde in diesem Jahr dieses Projekt erstmalig auch international ausgerufen. Bei dieser Veranstaltung werden in der herrlichen sizilianischen Stadt Noto sehr große Bilder auf 3 langen Straßen aufgezeichnet und mit Blumenblüten gefüllt. So wird Noto während dieser Tage mit wunderschönen Blumen-Kunstwerken geschmückt. Alle Nationen, die an dieser Veranstaltung teilnahmen, hatten eine entsprechende Bildvorlage vorbereitet, mit welcher sie ihr jeweiliges Land präsentieren wollten.

Am Tag unserer Anreise haben wir uns erst einmal Noto angeschaut, eine typische sizilianische Kleinstadt in der Provinz Syrakus mit ca. 24.000 Einwohnern. Noto ist eine der spätbarocken Städte des Val di Noto, die von der Unesco zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurden. Es gibt hier wunderschöne altertümliche Gassen und hübsche Kirchen. Zum Glück hatten wir in Noto auch eine Unterkunft, sodass wir abends/nachts/ am frühen Morgen nicht erst wieder nach Augusta zurückfahren mussten. Mit vielen, vielen Leuten aus ganz vielen verschiedenen Ländern haben wir am ersten Abend noch tausende Blumen geschnitten und diese in einem alten Schulgebäude untergebracht. Am nächsten Morgen hat das Festival dann richtig begonnen. Wir haben noch einige Souvenirs gekauft und uns schon mal die Vorbereitungen für die Blumenbilder angeschaut.  Am Nachmittag war es dann endlich so weit. Zu Beginn haben wir gemeinsam mit Spaniern an einem Bild gearbeitet.
 

Die bereits vorgezeichneten Bilderumrandungen und Linien wurden nun noch einmal mit Erde nachgezogen. Danach haben wir in diese umrandeten Flächen jede Menge Blütenblätter verschiedenster Arten und Farben gelegt. Man braucht schon ganz schön viel Geduld, um solch ein Kunstwerk fertigzustellen. Wir haben immer wieder gestaunt, welch herrliche Blütenbilder am Ende entstanden sind. Besonders fasziniert hat mich, dass sich alle Nationalitäten untereinander immer wieder geholfen haben. Es wurden, dort wo es gerade gebraucht wurde, Sand, Erde und Blütenblätter ausgetauscht. Auch wenn man nicht die gleiche Sprache spricht, im „Modus“ der Herzlichkeit und Freude, auch mit Händen und Füßen, konnte man sich immer wieder toll untereinander verständigen. Es hat wirklich unheimlich viel Spaß gemacht.

Nun bin ich schon 7 Monate in Sizilien, habe mich inzwischen hier wirklich sehr gut eingelebt, verstehe mich glücklicherweise prima mit meiner Gastfamilie, war auch schon auf Klassenfahrt in Neapel und komme mit der Sprache auch immer besser zurecht. Nun möchte ich von meiner Reise nach Verona berichten.
 

Während eines Schuljahr-Auslandsaufenthaltes hat man die Möglichkeit, eine Woche in einer anderen Region des Gastlandes zu verbringen, da ja selbst in einem Land die gesprochenen Dialekte, die gelebten Traditionen und Bräuche sowie die Mentalitäten der Einheimischen schon sehr unterschiedlich sein können. So unterscheiden sich aufgrund der klimatischen Verhältnisse in Italien die Lebensweisen der Menschen im Norden sehr von denen der Süditaliener.
 

Also durfte ich im April für eine Woche Verona, eine italienische Stadt in Venetien im Nordosten Italiens, kennenlernen.
 

Ich habe während dieser Zeit  wieder bei einer sehr netten  Gastfamilie gewohnt. Mit meinen Gastschwestern (14 und 16 Jahre) hatte ich sehr viel Spaß.
 

In dieser Woche wurden viele Ausflüge und gemeinsame Unternehmungen durch unsere Austauschorganisation AFS und einer Schulklasse aus Verona für unsere Gruppe organisiert.
 

Wir waren 10 Austauschschüler*innen verschiedener Nationalitäten – also absolut multikulti–, die gerade  ihr Schuljahr in verschiedenen Regionen  Italiens verbringen.  Mich faszinieren immer diese treffen mit Schüler*innen aus verschiedenen Ländern, da man sich über die Traditionen, Werte in den Familien sowie über den Schulalltag austauschen kann und so viele Unterschiede, aber auch immer wieder jede Menge Gemeinsamkeiten feststellen kann.
 

Am ersten Tag unserer  Austauschwoche haben wir gemeinsam das herrliche Wetter am wunderschönen Gardasee genossen und konnten uns so erst einmal kennenlernen.

Vom 22. – 23. April 2016 hatten Jugendliche die Möglichkeit, sich über ihre verschiedenen Karrierechancen bei der 11. Internationalen Messe für Studium, Praktikum und akademische Weiterbildung „studyworld 2016“ zu informieren. Ob mir das weitergeholfen hat und ob ich jetzt weiß, was ich studieren möchte, könnt ihr hier erfahren.

 

Ein Text von Anne

 

Wie soll es nach der Schule weitergehen?

Das fragen sich wohl viele nach dem Abschluss und nur die wenigsten haben einen genauen Plan.
Genau das ist bei mir der Fall! Ich weiß, dass ich studieren möchte, dem Studienfach stehe ich jedoch noch unentschlossen gegenüber.
Dafür gibt es Events wie die „studyworld 2016“, die uns bei der Entscheidung weiterhelfen sollen.

In der Hoffnung, danach meinem Studienplatz einen großen Schritt näher zu sein, machte ich mich am Samstag mit vier Freunden auf den Weg zur Messe.
Wir alle hatten den Ausflug dringend nötig, da auch meine Freunde keinerlei Idee haben, was sie studieren wollen.
So sind wir also mit relativ hohen Erwartungen an die ganze Sache herangegangen und der erste Eindruck war auch schon einmal nicht schlecht: Man konnte die Messe sehr leicht finden, das Gebäude wurde liebevoll mit Luftballons dekoriert und die Aussteller waren alle sehr nett.

 

Übersichtlichkeit der Messe

Als wir das Gebäude betraten, befanden wir uns in einem kleinen Vorraum, an dessen Seiten bereits die ersten Aussteller ihre Stände aufgebaut hatten. Zunächst waren wir vollkommen orientierungslos und wusste gar nicht, wo wir als erstes hingehen sollten. Am Eingang wurde jedem Besucher ein Programmheft ausgeteilt, welches jedoch für einen schnellen Einblick zu unübersichtlich gegliedert war. Also beschlossen wir, einfach loszugehen und uns überraschen zu lassen.

Leider war das Weitergehen tatsächlich eine Überraschung: Die Gänge waren recht eng und die Stände verrieten nur selten, was der Aussteller anbot. Man musste also immer stehenbleiben und sich in jeden Stand hineinlesen, nur um überhaupt erst einmal herauszufinden, was überhaupt angeboten wurde. Das Problem dabei war allerdings, dass man dafür entweder im Gang stehenblieb, was natürlich alle anderen Besucher störte oder man musste direkt an den Stand herantreten.
Das war allerdings eher nervig, da man sofort angesprochen wurde und man aus dem Gespräch nicht mehr so einfach herauskam, selbst wenn einem das Thema nicht wirklich interessierte.

 

Wie war die Ausstellerauswahl?

Generell erst einmal ein großes Lob an die Standauswahl! Es waren wirklich unglaublich viele Länder vertreten und auch das Programmheft half uns nach kurzem Einlesen bei der Standsuche weiter und gliederte alle Stände nach verschiedenen Kriterien (z.B. Land, Fächergruppe, etc.). Was uns allerdings störte, war der Anteil an Privatunis.Leider haben wir nicht die finanziellen Mittel, um uns bei Privatunis einzuschreiben, dadurch blieben uns viele Stände verwehrt.

 

Außerdem gab es noch die Möglichkeit, an einem Studientyptest teilzunehmen. Dort hattest du die Möglichkeit, herauszufinden, welcher Studientyp du bist. Die Schlange dafür war allerdings ziemlich lang und uns wurde versichert, dass man den Test auch online durchführen kann, sodass wir lieber weitergingen.

 

Wie sah das Programm aus?

Die Programmauswahl überzeugte definitiv. In mehreren Räumen wurden über den ganzen Tag hinweg verschiedene Vorträge gehalten. Man konnte sich so zum Beispiel am Samstag von 11:15 Uhr bis 12:00 Uhr den Vortrag „Wie finde ich meinen Beruf?“ anhören. Es gab wirklich sehr viele Vorträge und es war für jeden etwas dabei.

 

Mein Fazit zur „studyworld 2016“

Mein Fazit fällt leider sehr gemischt aus, als Zeitverschwendung würde ich das Event jedoch nicht bezeichnen. Einerseits überzeugten die Vorträge und die Aussteller, die in der ganzen Welt aktiv sind. Andererseits fielen durch die Privatunis bereits einige Stände weg und die Ausstellung an sich war recht unübersichtlich. Ich würde einer Person mit einer ungefähren Zukunftsvorstellung die „studyworld“ definitiv empfehlen. Sie wird dort gezielt Informationen finden. Für meine Freunde und mich, die ja leider noch gar keine Idee haben, war die diesjährige „studyworld“ leider nicht sonderbar hilfreich.
 

Falls du auch nicht weißt, wie es nach der Schule für dich weitergehen soll, dann schau doch einfach mal bei uns unter „Nach der Schule“ nach!
Dort findest du alle Infos zu Studium, Auslandsaufenthalte, FSJ und co.

Im Dezember ist Tina mit ihrem Gastbruder nach Rom geflogen. Welche Sehenswürdigkeiten sie dort besichtigt und wie sie zusammen mit ihren Freunden die Italiener zum Staunen gebracht hat, erfahrt ihr in Tinas Bericht.

ein Text von Tina
 

Ankunft in Rom

An einem Freitagabend sind wir endlich nach einem langen und späten Flug in Rom angekommen.  Am Flughafen wurden wir dann herzlich von einer guten Freundin meines Gastbruders begrüßt. Da wir nur Handgepäck hatten, mussten wir nicht erst unsere Koffer holen, sondern konnten gleich zu ihr und ihrer Familie nach Hause fahren. Dort angekommen, haben wir nur noch eine Kleinigkeit gegessen und sind dann gleich schlafen gegangen.
Ich bin der Familie sehr dankbar, dass wir in diesen Tagen bei ihnen wohnen durften.

 

Auf Entdeckungstour durch Rom

Am Samstagmorgen sind wir sehr früh aufgestanden, damit wir auch den ganzen Tag ausnutzen konnten.  Wir haben uns gleich am ersten Tag eine Fahrkarte für eine Woche gekauft, mit der wir mit allen öffentlichen Verkehrsmitteln rund um die Uhr in Rom fahren konnten.

Zuerst sind wir natürlich zum Kolosseum gefahren, welches wir uns auch von innen angeschaut haben. Zu dieser Jahreszeit war es glücklicherweise nicht so voll, deswegen konnten wir uns die Ruine in Ruhe bei blauem Himmel und herrlichem Sonnenschein anschauen und selbstverständlich viele Erinnerungsfotos machen.

Da zurzeit auch in Rom eine Austauschschülerin aus Deutschland lebt, habe ich ihr geschrieben, dass ich für ein paar Tage in dieser Stadt bin. Also haben wir uns nach dem Besuch des Kolosseums dort getroffen. Es war richtig schön, sich mit ihr über die Erfahrungen als Gastschüler in Italien auszutauschen und auch zu erfahren, wie man in Rom so lebt.

Gemeinsam sind wir den ganzen Tag durch Rom gelaufen und haben uns viele bekannte Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel das Forum Romanum, die Engelsburg, die Engelsbrücke und den Trevi Brunnen angeschaut. Unter anderem haben wir auch einen kleinen Römischen Markt besucht und haben uns die Stadt von oben angeschaut. Mich hat diese Stadt wirklich sehr fasziniert, die Architektur der Gebäude und auch die Menschen, die in Rom leben. Diese Stadt ist wahnsinnig lebendig.

Am Abend sind wir auch noch durch die Straßen von Rom gelaufen. Diese Stadt ist abends so wunderschön beleuchtet. Wir haben noch weitere Austauschschüler getroffen, die zurzeit in Rom leben, auch mein Gastbruder und seine Freundin waren nun wieder mit dabei. Beide waren im vergangenen Jahr ebenfalls Austauschschüler in der Dominikanischen Republik. Sie haben uns allen viel über ihren Austausch und ihre Erlebnisse erzählt und wir haben gemeinsam viel gelacht.

Nun bekamen wir so langsam Hunger (in Italien wird ja allgemein sehr viel und eigentlich auch immerzu gegessen). Wir sind lange durch die Stadt gelaufen, um etwas Passendes zu finden. Letztendlich haben wir in einem Pizzalädchen alle restlichen Pizzen aufgekauft und sofort gegessen.

Der Verkäufer hat nur gesagt: "Questo e´ mai successo nella mia Vita" („So etwas ist mir noch nie in meinem Leben passiert“). Nachdem wir alles gegessen hatten, waren wir wirklich satt und haben uns noch den Piazza di Spagna angeschaut.  Zu Hause angekommen, sind wir regelrecht ins Bett gefallen.
 

ein Text von Tina

 

Meine Vorweihnachtszeit in Sizilien war etwas stressig, da ich mit meiner Gastfamilie noch einen Wohnungsumzug (zum Glück konnten wir aber in der gleichen Straße wohnen bleiben) bewältigen musste. Als dies dann endlich geschafft war, konnten wir auch einen riesigen Tannenbaum (hier gibt es nur künstliche Tannenbäume) aufstellen und festlich schmücken.

Die Adventszeit mit Adventskranz, Nikolausüberraschung und Adventskalender sind in Sizilien nicht so verbreitet. In den Supermärkten kann man zwar diese Dinge kaufen, aber es gibt hier diese Traditionen nicht wie in Deutschland. Um auch unsere Traditionen meiner Gastfamilie näher zu bringen, haben  ich auch mit meinem Gastbruder Weihnachtsplätzchen gebacken (….lecker, die haben mir hier schon ein bisschen gefehlt….).

Die Ferien begannen zum Glück schon 5 Tage vor den Weihnachtsfeiertagen, sodass wir noch genügend Zeit hatten, um Geschenke zu kaufen.

Da es in Deutschland zu dieser Zeit ja meistens schon sehr kalt ist und wir in den letzten Jahren zu Hause manchmal sogar schon Schnee hatten, waren für mich die immer noch sehr warmen Temperaturen hier sehr ungewohnt. Dieses Jahr habe ich Weihnachten bei 22°C gefeiert.

Hey!

Mein Name ist Elena, ich bin 15 Jahre alt und mein Jahr 2015 war ziemlich französisch! Ich verbrachte nämlich nicht nur die letzten drei Monate in Frankreich, sondern war auch zuerst einmal im Frühjahr hier in Berlin Gastgeberin für meine französische Austauschpartnerin. Wie das alles begann und welche Erfahrungen ich in diesen Monaten gemacht habe - darüber möchte ich hier auf jup! berichten! :)

 

Wie alles begann… - Das Brigitte-Sauzay-Programm des DFJW

Für mich war eigentlich bereits schon in der 9.Klasse klar, dass ich auf jeden Fall einmal für eine Zeit ins Ausland möchte, um eine andere Kultur zu entdecken und eine fremde Sprache zu erlernen. Allerdings dachte ich damals vielmehr an Englisch und daran nach dem MSA ein ganzes Jahr in den USA oder in England zu verbringen - eher weniger wäre ich von alleine darauf gekommen, mit meinen Sprachkenntnissen nach zwei Jahren Französischunterricht einen Schüleraustausch nach Frankreich zu machen.

Dann aber erzählte meine Französischlehrerin in der Schule vom „Brigitte-Sauzay-Programm“ des Deutsch-Französischen Jugendwerks (DFJW) und nach einigem Recherchieren fand ich immer mehr Gefallen an der Sache. Es schien wie eine Chance, die man einfach nutzen musste, um etwas Neues kennenzulernen, aus dem Alltag rauszukommen, zu verreisen und seinen Horizont erweitern zu können.

Beim Brigitte-Sauzay-Programm handelt es sich um einen Austausch, der für Schüler*innen der 8.-11. Klasse gedacht ist. Man verbringt 3 Monate in Frankreich bei einer Gastfamilie und nimmt anschließend oder zuvor seine/n Austauschpartner*in bei sich zu Hause auf. Während des Aufenthaltes in Frankreich sollte man mindestens 6 Woche die französische Schule besuchen.

Insgesamt finde ich das Programm sehr individuell anpassbar, weil man fast alles selbst organisieren muss bzw. selbst festlegen kann. Das geht von der Suche und Auswahl der Austauschpartnerin, über die genauen Termine (nach Absprachen mit den Schulen), bis hin zu An- und Abreise und verschiedenen Versicherungen.

Da der Austausch auf Gegenseitigkeit beruht und vom DFJW keine Verwaltungs- oder Vermittlungsgebühren erhoben werden, ist er zu anderen Austauschprogrammen weitgehend kostenneutral. Für den Flug oder die Bahnfahrt kann man beim DFJW außerdem einen Fahrtkostenzuschuss beantragen.

Ich war mittlerweile total begeistert und begann mit der Suche nach einer Austuschpartnerin. Für Schüler*innen deren Schule keine französische Partnerschule haben, wie es bei mir der Fall war, gibt es auf der Internetseite des DFJW die Rubrik „Kleinanzeigen“. Hier stellen sich deutsche sowie französische Jugendliche kurz mit Alter, Wohnort, Familie und Hobbys vor.

Nach einigem Suchen und Hin-und Herschreiben hatten wir uns gefunden und als dann auch alle Formulare mit den Schulen  ausgetauscht waren, stand es wirklich fest: Meine Austauschpartnerin hieß Julie, wohnte in der Normandie direkt am Meer und kam bald für drei Monate zu mir nach Berlin!

Wie das war, erzähle ich euch im nächsten Blog!

Bis dann,

eure Elena

Cora berichtet von ihrem Auslandsaufenthalt
 

Von der Vorweihnachtszeit bis zur Examenszeit

Jeder kennt es: Die Vorweihnachtszeit ist immer eine stressige Zeit! Jeder versucht Weihnachtsgeschenke zu finden,  die Lehrer wollen noch ein paar Tests schreiben und das Weihnachtsgebäck lässt sich auch nicht ohne schlechtes Gewissen essen. In Canada beginnt die Vorweihnachtszeit offiziell nach Halloween. Von Anfang November an besteht das Fernsehprogramm hauptsächlich aus Weihnachtsfilmen, die rund um die Uhr laufen. Und ähnlich wie in Deutschland auch sind alle Kaufhäuser dekoriert und im Radio läuft permanent Weihnachtsmusik. Was jedoch anders ist, sind die vielen Lichter an den Häusern. Jede Nacht ist es taghell aufgrund der massiven Dekorationen. Manchmal fand ich es schon etwas übertrieben, aber hier liebt einfach jeder Weihnachten.
 

Deutsche Traditionen, die ich zuvor nicht als solche wahrnahm

Hier in Canada kennt zwar jeder Schokoladenadventskalender, aber  niemand kennt selbstgemachte  Adventskalender, so wie ich einen von meinen Eltern per Post bekommen habe. Alle waren sehr begeistert von dem Kalender und einige haben sogar beschlossen,  nächstes Jahr selbst einen zu machen. Meine Gastschwester aus dem Baskenland in Spanien und ich haben beschlossen, dass wir uns nächstes Jahr gegenseitig einen Adventskalender basteln und zusenden werden.

 

Weihnachtsvorbereitungen

Und dann neben dem Schulstress muss man auch noch Weihnachtsgeschenke finden. Für Familie und Freunde zuhause und das auch noch bis Ende November, damit sie auch pünktlich ankommen. Natürlich brauchte ich auch Geschenke für meine Gastfamilie. Doch was schenkt man den Personen, die man zwar erst seit 4 Monaten kennt, die aber von Beginn an Familie sind? Und vor allem was schenkt man seiner Gastschwester? Meine Gastschwester und ich sind mehr als nur Gastgeschwister. Wir sind Schwestern und beste Freunde zur selben Zeit. Und wie kauft man ein Geschenk für seine Gastschwester, wenn man mehr oder weniger immer zusammen unterwegs ist?! Ich habe mir bei den Geschenken letztendlichen helfen lassen und meinen Gasteltern Christbaumschmuck, Gebäck und andere Kleinigkeiten geschenkt. Dazu kam ein selbstgemachter Kalender. Meine Gastschwester bekam Klamotten und Schmuck von mir.  So habe ich das Ganze dann doch irgendwie auf die Reihe bekommen und Weihnachten konnte kommen. Zumindest fast. Erstmal mussten noch Plätzchen gebacken werden. Nachdem das erledigt war, konnte es wirklich endlich losgehen.
 

Weihnachten in Kanada

Die Weihnachtsferien waren leider nicht so entspannt wie erwartet. Jeden Tag volle Aktion! Weihnachten in Kanada läuft etwas anders ab als in Deutschland. Am 24. Dezember haben wir abends die Geschenke in der Familie ausgetauscht und dann paar Snacks gegessen und mit Nachbarn und Familie gechattet. Am fünfundzwanzigsten sind wir alle früh aufgestanden, um einen „stocking“ – also einen gefüllten Strumpf - und Massen an „Santa-Geschenken“ vorzufinden. An dem Abend waren dann 36 Großfamilienmitglieder für das weihnachtliche Turkey Dinner bei uns zuhause. Es war eine sehr entspannte Stimmung und hat sehr viel Spaß gemacht. Während der restlichen Ferien haben wir uns dann mit Freunden getroffen, Downtown erkundet  und die Schneemassen genossen.

 

Happy New Year! Frohes Neues!

An Silvester war das Haus sehr voll! Das nigerianische Mädchen, welches die letzten anderthalb Jahre bei meiner Gastfamilie gewohnt hat, ist für ein paar Tage hier eingezogen.  Genauso wie eine der Töchter  von meinen Gasteltern zusammen mit ihrem Mann. Also war zwischen den Jahren wieder einmal „Full House“. Am Silvesterabend haben wir die Zeit bis Mitternacht irgendwie zugebracht und dann haben  wir eine spanische Tradition gemacht. In den letzten 10 Sekunden (normalerweise 12) haben wir je eine Weintraube gegessen! Es ist härter als es klingt! Probiert es doch nächstes Jahr mal aus! Im Gegensatz zu Deutschland war es nach einer halben Stunde schon wieder ruhig und kein bisschen Feuerwerk war mehr zu sehen. Das war ungewohnt.

Das komischste an Silvester war die Zeitverschiebung! Ich meine, die meiste Zeit bin ich an die Zeitverschiebung gewöhnt und ich finde mich damit ab, aber „ zweimal“ in ein neues Jahr zu starten, fühlt sich einfach komisch an. Man kann es nicht wirklich erklären, wie es sich anfühlt, aber es ist einfach komisch!
 

Semi

Zwischen all diesen Geschehnissen hat es meine High School auch noch geschafft, einen Tanz zu organisieren. Der Abend hat sehr, sehr viel Spaß gemacht, auch wenn meine Füße danach fast gestorben sind! Und es war mal eine schöne Abwechslung zum Schulalltag! Es hat mich sehr gefreut, dass die Schule mehrere Schultänze über das ganze Jahr hinweg organisiert und dass diese auch sehr gut besucht sind. Ich würde mich freuen, wenn es das auch in Deutschland geben würde!

 

MIDTERMEXAMS

Nach den Weihnachtsferien ging es in der Schule erst so richtig los! Erst Tests und dann Midtermexams. Midtermexams sind Examen, die innerhalb von 2 Stunden geschrieben werden in einigen Fächern. Für mich waren das Mathe, Englisch und Earth Systems. Doch ein Gutes hatte es doch: Die Prüfungen finden eine ganze Woche lang statt und da ich bereits am Dienstag mein letztes Examen geschrieben hatte, hatte ich den Rest der Woche frei. Sehr entspannt!

Auch wenn es schon ein paar Woche her ist, hoffe ich, dass ihr alle eine schöne Weihnachtszeit  hattet und gut ins neue Jahr gerutscht seid!

Viele Grüße aus Neufundland,

Cora

Hallo!

Ich dachte mir, da ich in den letzten Wochen viel erlebt habe, fasse ich mal meine Erkenntnisse und Erfahrungen mal für euch zusammen!

Ich gehe mittlerweile seit einigen Wochen hier zur Schule, und eins muss ich sagen: Es ist immer noch extrem entspannt, aber das wird sich noch ändern! Im kanadischen Schulsystem ist es so, dass man nur 7 bis 8 Fächer hat. Ich habe Mathe, Englisch, Französisch, Earth Systems, Canadian Law, Career Development und Kunst. Eine Wahl hatte ich leider nicht, da mir die Fächer zugeteilt wurden. Ich habe aber kleinere Änderungen vorgenommen, da ich weiterhin Französisch haben wollte, aber der Großteil blieb vorbestimmt. Ein weiteres Problem war, dass der Großteil der Kurse schon voll war – also keine großen Wahlmöglichkeiten für mich. Ein Tipp von mir dazu, lasst euch von den Fächern nicht unterkriegen, sie sind alle nicht sehr schwer und der Großteil der Lehrer gestaltet den Unterricht ziemlich gut, von daher ist es alles eigentlich ziemlich spannend! Außerdem werden die Einheimischen mit der Zeit immer offener und der Unterricht macht meist Spaß! Mein Lieblingsfach momentan ist Canadian Law. Wieso? Weil es extrem interessant ist, die Gesetze von einem Land genauer kennenzulernen und zu verstehen, wie das ganze organisiert ist.

 

Eine Schulexkursion im kanadischen Herbst

Ja, es ist nicht leicht, viel Zeit weit weg von Zuhause zu verbringen, aber man kann es. Und dabei kann man auch ziemlich glücklich sein und die Zeit genießen. Was man dafür tun muss? Die Chancen nutzen, die einem Angeboten werden! Wie zum Beispiel sich einem Club anschließen und eine Exkursion mitmachen! Genau das habe ich gemacht und es war toll. Ein supernetter Lehrer meiner Schule hatte mich, meine Gastschwester und noch eine andere internationale Schülerin eingeladen, auf eine Exkursion vom Weltgeographiekurs mitzukommen. Die Exkursion ging über vier Tage und führte uns auf die andere Seite von Neufundland, in den Gros Morne Nationalpark! Während ich im Gros Morne Nationalpark war, zeigte sich die Bäume von ihrer bunten Seite: Von Dunkelgrün über Hellgrün, Gelb, Neonorange zu Rot – die Farbenpracht war atemberaubend! Die Zeit dort war eine wundervolle Erfahrung, die viel zu schnell vorbei ging! Und das war die Meinung von ALLEN, die dabei waren! Besonders toll ist, dass ich durch den Ausflug  neue Freundschaften geknüpft habe!

Eine weitere Erfahrung, die schon etwas zurückliegt, ist der Ausflug für ein Wochenende mit allen internationalen Schülern der Umgebung! Dieses sogenannte „Orientation Weekend“ findet jedes Jahr statt und dient dazu, dass alle internationalen Schüler sich kennenlernen und somit Freundschaften mit Leuten aus der ganzen Welt knüpfen können. Es war schön an dem Wochenende zu sehen, das es den meisten genauso geht, wie einem selbst! Und es ist schön ein paar Leute in der Umgebung zu kennen, die dieselbe Sprache sprechen.
 

Thanksgiving – auch ein Feiertag in Kanada

Einige unter euch kennen wahrscheinlich Thanksgiving als Fest, das in den USA gefeiert wird. Diese Tradition gibt es auch in Kanada, auch wenn sie an einem anderen Tag stattfindet. Thanksgiving findet hier immer am zweiten Montag im Oktober statt, also dieses Jahr am 12. Um  der Tradition willen, gab es Truthahn im Haus der Nichte meiner Gastmutter.  Der Truthahn war ziemlich gut und dazu gab es viele Beilagen, von denen ich leider die Namen vergessen habe. Aber an den Nachtisch kann ich mich erinnern, der war so lecker. Es gab Blueberry Pie, Lemon Pie, Schokokuchen oder Eis – je nach Wunsch. Die ganze Familie kam für das Abendessen zusammen, es war ein schöner Tag, auch wenn ich dadurch an eigene Familienfeste zu Hause erinnert werde…

Ein bisschen Heimweh

Die Familie zurück zu lassen ist hart! Und es ist noch schwieriger, mit ihr Kontakt zu halten! Nicht, dass niemand aus meiner Familie mit mir reden will, aber es ist immer noch schwer, den Kontakt zu halten, denn umso mehr man mit seiner Familie redet, umso mehr vermisst man sie!

Was in der Zeit, die man im Ausland verbringt, aber viel wichtiger ist, sich in die Familie zu integrieren, in der man lebt. Ich habe in der Zeit, die ich hier bin, schon viel über die Kultur hier gelernt und meine Sprachkenntnisse haben sich auch schon sehr verbessert, während ich mit meiner Gastfamilie geredet habe! Weiterhin freuen sie sich sehr, wenn sie mehr über mich und über meine Kultur, meine Gewohnheiten und meine Familie erfahren! Und sie freuen sich sehr, wenn ich auch Interesse an ihnen zeige und etwas mit ihnen unternehme.

 

Meine Freunde von Zuhause

Um ehrlich zu sein verliert man schnell den Kontakt zu all seinen Freunden nach Hause, aber sie verstehen, wenn man sich für ein paar Wochen nicht meldet, denn sie sind auch total im Schulstress und ich selbst habe immer viel zu tun oder genieße meine freie Zeit. Jedoch muss ich ehrlich sagen: Zeitverschiebung kann etwas Schlimmes sein!!! Aber durch all das erfährt man wer seine wahren Freunde sind - was natürlich auch seine Vorteile hat. Denn ein paar von ihnen werden dir schreiben, auch wenn du dich zwei Tage mal nicht meldest und fragen, wie es dir geht…

Viele iebe Grüße aus dem immer kälter werdenden Mount Pearl und bis bald!

Cora

 

Mein Name ist Tina und ich bin 16 Jahre alt. Ich verbringe mit der Organisation AFS ein Jahr im Ausland. Ich lebe jetzt in Italien, genauer gesagt auf Sizilien. Mein Austauschjahr begann vor 3 Monaten. Aber erstmal zurück auf Anfang.

 

Anna-Sophie Harling (21) lebt schon ihr ganzes Leben in New York City. Zu Berlin hat sie allerdings eine besondere Verbindung: Sie war schon oft in der Hauptstadt zu Besuch! Kommunikationsprobleme gibt es nicht. Annas Eltern sind beide Deutsche. Sie wuchs zweisprachig auf. Für viele ist es sicherlich ein Traum in New York zu leben, doch was sagt Anna selbst? Berlin oder New York City? BerlinImPuls-Redakteurin Marie Greiner hat mit ihr darüber gesprochen.

Ein Interview von BerlinImPuls-Redakteurin Marie Greiner

Ein Jugendtheaterprojekt im internationalen Austausch

Dass Jugendarbeit keine Landesgrenzen kennen muss, bewiesen die deutschen und polnischen Jugendlichen, die seit Ende 2014 gemeinsam an dem Jugendtheaterprojekt „Jugendcafé Warschau-Berlin“ teilgenommen haben. Durchgeführt wurde es vom Jugendkulturzentrum Dorozkarnia in Warschau, dem Haus der Jugend Charlottenburg und der Deutsch-Polnischen Oberschule „Robert-Jungk“ in Berlin.

Ab dem zweiten Schulhalbjahr 2014/2015 wurden parallel in beiden Jugendkulturzentren Kreativgruppen aufgebaut, die einmal in der Woche unter der Anleitung von Theater- und Musikpädagog*innen an einer thematischen Darstellungsform arbeiteten. So setzten sich die jeweiligen Gruppen mit den Themen „Religion und Glaube“, „Gemeinsame Geschichte (Zugehörigkeit, Teilung, Öffnung)“, „Sind wir Weltbürger?“ und „Unsere Hymnen, unsere Gemeinsamkeiten, unsere Unterschiede“ auseinander.

Zu Besuch bei Freunden – ein gemeinsames Theaterstück entsteht

Bis zur ersten Begegnungswoche erstellten die Gruppen Ideen, Entwürfe, Konzepte und erste Umsetzungen zu ihren gewählten Themen. Die Kommunikation fand dabei regelmäßig via Internet zwischen den beiden Häusern statt. Im April hieß es für die Berliner Jugendlichen: „Sachen packen! Wir fahren nach Warschau!“ Vorort lernten sich die beiden Teams kennen, tauschten sich aus, lachten zusammen und arbeiteten an der Entwicklung eines gemeinsamen Bühnenstückes. Der Gegenbesuch in Berlin fand dann im Mai statt und war für die polnischen Jugendlichen genauso aufregend wie zuvor für deutschen Teilnehmer*innen. Neben zahlreichen Ausflügen wurde auch fleißig gearbeitet, sodass das Projekt in den jeweiligen Jugendkulturzentren für die Aufführungen vorbereitet werden konnte.  Zum Ende des Projektes im Juni fanden zwei aufeinanderfolgende Aufführungswochenenden statt, an denen das Theaterstück in den durchführenden Häusern in Warschau und Berlin präsentiert wurde. Festgehalten wurden die ganzen Erlebnisse in einer Fotodokumentation auf zille54.de und in einem Videoclip. Reinschauen lohnt sich!

Konrad ist für ein Jahr in Argentinien und berichtet über seine Erlebnisse

Hola, da bin ich wieder! :) Wie die Überschrift schon verrät geht es hier um meine Familie und meine Schule. Am Sonntag, den 02. August wurde ich endlich im Hotel von meiner Familie abgeholt und ich habe mich einfach direkt aufgenommen gefühlt. Ich habe hier Mama, Papa, 4 Geschwister (drei Zuhause) und einen Hund. Angekommen in meinem neuen Haus war ich erstmal fasziniert, weil es von außen einfach nur richtig klein aussieht, aber von innen eigentlich mega groß ist. Am Abend waren dann alle da, auch meine große Schwester mit ihrem Freund und zusätzlich auch noch der Bruder meines Vaters, mit seiner Frau und ihrem kleinen Baby. Also eine große Runde. Über die Gastgeschenke haben sich dann alle sehr, sehr gefreut, was mich wiederum auch sehr gefreut hat. Ein kleines Beispiel: Als meine kleine Schwester eins der Geschenke ausgepackt hat und die Kinderschokolade gesehen hat, hat sie erstmal, so laut sie konnte, angefangen zu kreischen! Ansonsten wurde Mate getrunken, eine Kleinigkeit gegessen und geredet. Sehr schön für mich, um an meinem ersten Tag gut anzukommen. Dann später musste ich feststellen, dass ich mir mit meinem gleichaltrigen Bruder ein relativ kleines Zimmer teile und mit ihm zusammen auch in einem Hochbett schlafen werde (was ich mir eigentlich nie so wirklich vorstellen konnte, weil ich in Deutschland ein relativ großes Zimmer für mich alleine habe). Aber im Endeffekt habe ich gemerkt, dass trotz der geringen Größe des Zimmers, ich ganz genau den Platz habe, den ich für mich und meine Sachen brauche. Ich bin einfach nur richtig froh, diese Familie bekommen zu haben und fühle mich hier sehr wohl!

Montag musste ich dann zum Glück noch nicht zur Schule und konnte ausschlafen. Nach dem Frühstück war ich dann mit meinem Bruder in der kleinen, aber feinen Innenstadt von Villa María, eine Schuluniform und eine SIM-Karte kaufen und danach kurz in meiner neuen Schule, meine kleinen Geschwister abholen und kurz alles besichtigen. Wie es hier so üblich ist, haben wir dann “Siesta”, also Mittagsschlaf gemacht. Ich konnte zwar nicht wirklich schlafen, aber ich fand es trotzdem schön, einfach mal so am helllichten Tag im Bett zu liegen und nichts zu tun zu müssen. Danach waren wir mit noch mehreren Freunden meines Bruders zusammen Fußball spielen, was einfach nur richtig gut war und ich mich sogar relativ gut beweisen konnte (man muss dazu sagen, dass Fußball hier sehr populär ist und alle sehr gut spielen!). Abends dann gab es ganz viel Fleisch zum Abendbrot mit pan und Salat. Sehr lecker!

Der erste Schultag

Mein erster Schultag!!! Zunächst muss man sagen, hier an meiner neuen Schule ist es nicht ganz so, wie in Deutschland. Zum Beispiel kann man sich im Klassenraum mit seinem Sitzplatz hinsetzen, wo man will und ob man sich am Unterricht beteiligen möchte oder nicht, kann man auch selbst entscheiden. Aber da man sich ja weiterbilden „möchte”, gab es so gut wie niemanden, der sich gar nicht beteiligt hat. Darüber hinaus konnte ich fünf Fächer wählen. Ich habe mich für Sport, Musik, Sprachen, English und Geographie entschieden. Ansonsten ist es einfach nur unglaublich, wie sympathisch, offen und lustig alle drauf sind und ich bin mega gut in meiner Klasse und in meiner Schule angekommen. Das konnte ich zum Beispiel auch daran sehen, dass ich einfach mal an meinem ersten Schultag so 20 bis 30 Wangenküsse bekommen habe, was hier zwar vollkommen normal ist, für mich aber zu Beginn etwas ungewohnt war, im Gegensatz zu Deutschland. Vor allem, weil ich ja zu dem Zeitpunkt noch niemanden kannte. Trotzdem war es überhaupt nicht schlimm für mich. Später wollte ich zum Kiosk, mir etwas Kleines kaufen und es ist einfach mal locker die halbe Klasse mitgekommen. Im Großen und Ganzen war es einfach nur mega spaßig. Dann plötzlich standen da in der Pause ein Haufen von Jugendlichen um mich herum und alle haben mich gegrüßt und hatten verschiedene Fragen an mich. Ich habe versucht mich zu verständigen, habe mein Bestes gegeben und habe dann bestimmt 20 Fotos oder so gemacht. Am Nachmittag waren wir dann mit vielen aus meiner Klasse an dem Fluss „Río Ctalamochita” und haben Eis gegessen und Volleyball und Fußball gespielt. Zuhause angekommen war ich dann erstmal etwas überfordert, weil ich Massen an Freundschaftsanfragen bekommen hatte und auch viele Nachrichten, auf die ich nur schwer antworten konnte, weil mein Spanisch momentan noch nicht das Beste ist. Jetzt muss ich mich wirklich darauf konzentrieren, Spanisch zu lernen. Ich kann mich natürlich irgendwie verständigen, aber da ich ansonsten immer sehr viel rede, macht es nicht so viel Spaß, in Halbsätzen oder alles für mich übersetzen zu lassen. :D Jedenfalls habe ich in meiner Klasse direkt eine Hand voll Freunde gefunden, und das schon nach so kurzer Zeit. Der Tag hat sich für mich einfach mal angefühlt wie eine ganze Woche! 

Noch mehr Familie und gutes argentinisches Essen

Mittwochnachmittag habe ich dann nach der Schule meine Oma kennengelernt. Sooo eine liebe Frau! Was ich beeindruckend fand, dass sie jetzt noch am Englisch lernen ist, weil sie die Sprache so mag. Wir haben dann zusammen gegessen, viel gequatscht und sehr viel gelacht. Danach ging es dann um halb 6 zum Volleyball in der Schule (man kann hier unter verschiedenen Sportarten auswählen, welche man machen möchte und ich habe mich für Volleyball entschieden). Es war sowas von gut! Ich habe direkt eine Gruppe gefunden, mit der ich gespielt habe und es hat mega Spaß gemacht. Ich freue mich jetzt schon auf das nächste Mal! Achja, was mir dort auch direkt aufgefallen ist, dass ich einer der einzigen bin, der helle Haare hat, wodurch ich sehr aufgefallen bin. Beziehungsweise, mit auffallen hat das nicht mehr wirklich was zu tun, weil es sich eh schon so schnell rumgesprochen hat, dass ich als Deutscher Austauschschüler an der Schule bin. Dann am Abend kam die Schwester meiner Mutter mit meinem Opa zu Besuch und sie waren natürlich auch sehr aufgeregt, mich kennen zu lernen. Wir haben zusammen Mate getrunken (was hier seeeeeehr populär ist) und eine Kleinigkeit gegessen. Ich mag sie sehr! Danach gab es zum Abendbrot zur Vorspeise Chips, danach bzw. dazu Pizza und zum Nachtisch Obst (hier in meiner Familie wird nicht gegessen, ohne dass dann zum Nachtisch auch Obst gegessen wird, was ich sehr gut finde). Das Essen hier ist selten ähnlich wie in Deutschland, eher größtenteils sehr anders. Was aber nicht heißt dass es nicht schmeckt. Ein bisschen ungewohnt, aber unglaublich lecker. Vor allem für mich, weil ich es liebe, Fleisch zu essen (es gibt hier nie eine komplette Mahlzeit ohne Fleisch). Im Großen und Ganzen gibt es hier vier Mahlzeiten am Tag: Frühstück (süß), Mittagessen (herzhaft), dann am Nachmittag noch eine Mahlzeit, die so ähnlich ist wie Kaffee und Kuchen in Deutschland, nur dass hier Mate getrunken wird und Dulce de leche (Karamel Cremé) mit Keksen/Pan gegessen wird und dann noch Abendbrot. Man muss hier wirklich aufpassen, dass man nicht allzu sehr zunimmt, die Sachen sind einfach so lecker.  Aber ich versuche, ausreichend Sport zu machen. :D

Bis bald,

euer Konrad

 

Mein Name ist Konrad, ich bin 16 Jahre alt und seit dem 28. Juli in Argentinien, genauer in Villa María. In Deutschland habe ich die Schule beendet, aber hier gehe ich noch zur Schule. Ich selbst würde mich als sportlich, ehrlich, lustig und offen für neue Dinge beschreiben. In meiner Freizeit gehe ich gerne klettern, spiele Fußball und Volleyball und gehe Schwimmen. Bevor meine Reise im Juli losging, hatte ich zwei Wochen intensiven Spanischunterricht. Das heißt, mein Spanisch war nicht so gut, aber ich habe trotzdem mein Bestes gegeben. Aber jetzt erstmal von vorn!

Mein Name ist Cora, ich bin 16 Jahre alt und in meiner Freizeit spiele ich Fußball, treffe mich mit Freunden, fahre Rad, lese …und vieles mehr. Warum ich eigentlich etwas über mich erzähle? Ich mache momentan ein Auslandsjahr in Neufundland (Kanada), um genau zu sein in Mount Pearl. Das ist ein kleiner Ort mit ca. 24.000 Einwohnern – also ein großer Kontrast zu Berlin. Über meine Erfahrungen und Erlebnisse werde ich hier auf jup! berichten. Ihr habt Fragen zu bestimmten Themen oder Erlebnissen? Dann schreibt sie unten ins Kommentarfeld. Aber jetzt ertsmal zurück zum Anfang meines ganz persönlichen Abenteurs!

Ihr wollt mal raus von zu Hause? Andere Menschen, Kulturen und Natur kennen lernen? Mal auf eigenen Beinen stehen und neue Erfahrungen sammeln oder einfach nur entspannen? Dann findest du auf den folgenden Seiten Informationen über die verschiedenen Möglichkeiten ins Ausland zu gehen. 


Bitte wende dich für eine persönliche (kostenlose) Beratung an:

Die Eine Welt e.V.
Chodowieckistraße 23, 10405 Berlin
Tel./Fax: 030 61074815 (10.00 bis 15.00 Uhr)
Webseite: http://www.dieeinewelt.de/
E-Mail: info@dieeinewelt.de
Termine nach Vereinbarung!