Schule

VON SOPHIA

 

Warum gibt es den Internationalen Mädchentag?

Auf diese Frag gibt die Kinderrechtsorganisation Plan International eine ganz einfache Antwort:

 „Weil die Welt die Herausforderungen, mit denen Mädchen vor allem in Entwicklungsländern konfrontiert sind, zu wenig beachtet. Mädchen sind stark und können zu „Motoren“ ihrer Gesellschaft werden – wenn sie ihre Rechte wahrnehmen können. Doch dafür brauchen Mädchen und ihre Bedürfnisse besondere Aufmerksamkeit.“

Weltweit haben ca. 130 Millionen Mädchen nicht die Möglichkeit in die Schule zu gehen. In einigen der ärmsten Länder der Welt beenden nur etwa die Hälfte der Mädchen die Grundschule. Mehr als 700 Millionen Mädchen und Frauen  wurden bereits vor ihrem 18. Lebensjahr verheiratet und gingen deswegen nicht mehr zur Schule. Viele andere wurden verheiratet, weil sie die Schule bereits abgebrochen hatten. Ein weiterer Grund warum Mädchen die Schule abbrachen, waren frühe Schwangerschaften. Im Jahr 2015 haben 15 Millionen Mädchen, aus Entwicklungsländern, im Alter von 15 – 19 Jahren ein Kind geboren.  Auch sexuelle Gewalt an den Schulen oder auf dem Schulweg sind Gründe für die hohe Abbruchquote der Mädchen. Dies sind wohl die häufigsten Gründe, die den Mädchen den Zugang zur Bildung erschweren.

Um auf die Rechte der Mädchen weltweit aufmerksam zu machen, hat Plan International den Welt-Mädchentag gefordert. Im Jahr 2011 haben die Vereinten Nationen, den 11. Oktober zum Internationalen Welt – Mädchentag (International Day of the Girl Child) erklärt. Seit dem werden jährlich berühmte Wahrzeichen und Gebäude in pink angestrahlt um auch auf visueller Ebene, weltweit ein Zeichen für die Gleichberechtigung der Mädchen zu setzen.
Darüber hinaus gab es im Jahr 2017 über  600 Takeover-Aktionen, bei denen Mädchen aus über 60 Ländern, für einen Tag Führungspositionen in der Gesellschaft und Politik übernahmen und somit auf ihre Wünsche, Bedürfnisse  und ihre Themen hinweisen konnten.

Die Tischtennisplatte auf dem Spielplatz ist kaputt, Ihr möchtet, dass euer Schulweg sicherer wird, der Fußballplatz braucht dringend neue Tore oder Ihr wünscht euch Spielgeräte, die man ausleihen kann? Dann klinkt euch in den Bürgerhaushalt Marzahn-Hellersdorf ein!

Mischt euch ein! Kinder und Jugendliche haben das Recht auf Mitbestimmung und können beim Bürgerhaushalt über das Geld, welches dem Bezirk zur Verfügung steht, mitentscheiden – auch wenn nicht alle Vorschläge umgesetzt werden können.

Ihr als Kinder und Jugendliche könnt vom 17. September bis 15. Oktober 2018 vorschlagen, wofür das knappe Geld ausgegeben werden soll.

Ihr könnt kleinere und mittlere Vorschläge, die bis zu 20.000 Euro kosten, einreichen. Pro Jahr stehen 200.000 Euro zur Verfügung. Ihr habt die Möglichkeit Entscheidungen zu treffen, an die sich die Politikerinnen und Politiker verbindlich halten.

Wie könnt Ihr da mitmachen?

Ihr könnt dem Team eure Vorschläge per Mail an kjb@hvd-bb.de mit kurzer Begründung senden oder das Team kommt einfach in eure Schule oder in den Jugendclub! In Workshops zum Thema Bürgerhaushalt erklären sie Euch, wofür ein Bezirk Geld ausgibt. Sie führen ein Wahlverfahren durch, bei dem sie Euch helfen, Eure Favoriten zu bestimmen.

Also, wenn ihr neugierig seid, meldet Euch bei:
Kinder- und Jugendbeteiligungsbüro Marzahn-Hellersdorf / https://www.berlin.de/buergerhaushalt-marzahn-hellersdorf/buergerhaushalt/informieren/misch-mit-525153.php

 

www.berlin.de © Bild: Tom Henkel

VON SEVAL

Zivilcourage sollte selbstverständlich sein – doch ist sie das auch?

Wissen die Jugendlichen von heute überhaupt, was Zivilcourage ist, wann man helfen sollte und wann man sich besser nicht einmischt?

Diese Fragen beschäftigten die Schüler*innen des 8. Jahrgangs der Hemingway-Schule, als der bundesweite „Tag der Zivilcourage“ auch in Berlin angekündigt wurde.

Der 19. September wird als „Tag der Zivilcourage“, der in Bremen durch den Verein „Tu was! Zeig Zivilcourage! e.V.“  ins Leben gerufen wurde, immer bekannter. Dieser Aktionstag, fand im Jahr 2018 zum 8. Mal auch in Berlin statt.

Seit vielen Jahren besucht uns Tina K. von I Am Jonny e. V. an der Hemingway-Oberschule. Sie machte mit uns gemeinsam Workshops zum Thema Zivilcourage.

Sie lud uns ein, gemeinsam mit ihr und andere Projekten den Tag der Zivilcourage zu gestalten. Im Vorhinein machten wir uns viele Gedanken, wie wir uns beteiligen konnten, um  Zivilcourage wieder präsenter machen.

Wir beschlossen, dass wir eine Befragung zum Thema Zivilcourage in den Klassen durchführen, mit Fragen, was unter Zivilcourage verstanden wird. Die Ergebnisse haben wir in Diagrammen ausgewertet und auf Plakaten sichtbar gemacht.

Hier ein Beispiel:

 

Menschen brauchen Veränderung und sie brauchen Beständigkeit - deshalb hat die Bundeszentrale für politische Bildung die Drucksachen des Schülerwettbewerbs zur politischen Bildung optisch einer grundlegenden Frischkur unterzogen.

Zum 48. mal präsentiert die Bundeszentrale für politische Bildung neue Themen des Schülerwettbewerbs zur politischen Bildung. Das Konzept beinhaltet praxistaugliche Aufgabenstellungen für unterschiedlichste Unterrichtsfächer. Das Aufgabenheft ist Mitte Juli 2018 erschienen.

Zu den Aufgaben für 2018/19 gelangt Ihr über diesen Link: https://www.bpb.de/lernen/projekte/schuelerwettbewerb/271247/die-aufgaben-2018

Wie könnt Ihr da mitmachen?

Sucht Euch zusammen mit Eurer Lehrkraft eine Aufgabe aus und bearbeitet sie nach den Vorgaben. Bei diesem Projekt werdet Ihr eine Menge Spaß haben und auch noch einiges dabei lernen.

Zusammen mit dem Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz haben sie speziell zum Thema Rechtsstaat zwei Aufgabenstellungen konzipiert. Der Rechtsstaat gilt zwar als eine der zentralen Errungenschaften einer demokratischen Gesellschaft, wirklich bewusst wird das aber vor allem dann, wenn der Rechtsstaat in Gefahr gerät.

mehr Informationen über den Wettbewerb und über die Anmeldung findet Ihr hier: http://www.bpb.de/lernen/projekte/schuelerwettbewerb/

Wenn Ihr politisch engagiert und wissbegierig seid, dann macht mit!

 

17.10.2018
15.00
24.10.2018
15.00
31.10.2018
15.00
07.11.2018
15.00

Der Klimawandel ist eine große Herausforderungen für uns alle. Es ist ein Thema, das jeden einzelnen Menschen persönlich betrifft. Das bedeutet, dass auch jeder etwas zum Schutz des Klimas beitragen kann. Alles was wir tun, hat Auswirkungen auf das Klima und auf die Zukunft unseres Planeten: Wie wir uns fortbewegen, wie wir Strom, Wärme und Wasser nutzen, wie wir konsumieren, leben und arbeiten. Durch den sparsamen Umgang mit Energie, den Einsatz effizienter und innovativer Technologien und den konsequenten Umstieg auf erneuerbare Energien können wir unsere Lebensqualität erhalten und auf eine zukunftsfähige Grundlage stellen.

Und jetzt kommt ihr ins Spiel. Beim Berliner Klima Schulen Wettbewerb für das Schuljahr 2018/19 könnt ihr mit euren Ideen und Innovationen zum Thema Klimaschutz mitmachen und sogar sogar tolle Preise gewinnen!

Der Vorfall: Jonny K. war 20 Jahre alt, als er am 14. Oktober 2012 am Alexanderplatz totgeschlagen wurde. Er wollte einem Freund helfen, der mit anderen Jugendlichen in einen Streit geraten war. Seine Schwester, Tina K., setzt sich seitdem für ein friedliches Miteinander und Zivilcourage ein. Zusammen mit Unterstützer*innen gründete sie den Verein „I am Jonny“ und führt u.a. Workshops an Schulen durch. Vor einigen Wochen war sie zu Besuch an der Hemingway-Schule.

 

Tina K. zu Besuch an der Hemingway-Schule

Tina K. kam für zwei Unterrichtsstunden zu uns in die Klasse zusammen mit Kaze. Wir haben einen Sitzkreis gemacht und sind ins Gespräch gekommen, darüber, was ihrem Bruder Jonny am 14.10.2012 am Alexanderplatz geschehen ist.

Uns hat der Workshop sehr gut gefallen – wir haben tolle Gespräche geführt und unsere Fragen wurden alle sehr gut beantwortet. Wir haben viel gelernt.
Wir waren als Klasse sehr aufmerksam und Tina und Kaze waren total authentisch,  sympathisch und liebevoll.

Wir hatten viel Spaß,  aber es gab auch traurige Momente. Beim Bericht des Vorfalls waren wir sehr gerührt und bewundern, dass Tina so viel Kraft hat, um etwas so Positives und Schönes aus dem Vorfall zu machen. Ihre Einstellung zum Umgang miteinander hat uns sehr berührt und wir konnten viel mitnehmen. Jeder kann die Welt ein wenig besser machen, und wenn alle sie ein wenig besser machen, können wir viel erreichen.

Und wir haben gelernt, was Zivilcourage bedeutet und wie man sie sicher anwendet. Das nehmen wir auf jeden Fall mit.

Die sechs Regeln der sicheren Zivilcourage haben wir für unseren Unterrichtsraum als Plakat bekommen:

  1. Beobachte genau

  2. Suche Mitstreiter

  3. Halte Abstand

  4. Hole Hilfe

  5. Bleibe beim Geschädigten

  6. Sei Zeuge

Die Klasse 9d der Hemingway-Schule bedankt sich herzlich bei Tina K. und Kaze.

 

 

Es geht weiter mit Erklär' deine Stadt. Heute lässt sich die Grundschule am Koppenplatz von Passanten die Berliner Mauer erklären!

 

Ein Zeitungsprojekt von FUTURE VOICE

mit Ton der Freiheit hat es sich die gemeinnützige Organisation FUTURE VOICE zur Aufgabe gemacht, jungen Menschen eine Stimme zu geben und ihnen eine Plattform zu bieten, auf der sie ihre Themen und Anliegen präsentieren, diskutieren und transportieren können. Ihnen Wege zu öffnen, auf denen sie ihr Recht auf Mitsprache nutzbar machen können. Hier könnt ihr ein paar der Texte aus den Willkommensklassen lesen und mehr über FUTURE VOICE erfahren.

 

Was bewegt junge Menschen, die schon in frühen Jahren Krieg, Terror, Verfolgung, Armut und Hunger erlebt haben. Was bedeutet es seine Familie zu verlassen und sich alleine auf eine gefährliche Flucht zu begeben - auf der Suche nach einem neuen Leben, nach einer Zukunft.

 

Die Träume müssen im Hafen ankommen

Eine Geschichte von Ahmad, Syrien

Die Geschichte ist voll von Elend. Unsere Tragödie, die Tragödie von unschuldigen Menschen. Und unsere Verbrechen waren ein Versuch, um zu bleiben. Wir hatten ein Haus und ein Heimatland. Manchmal frage ich mich: Wie viele Kinder hat dieses Land verloren? Wie viele sind ausgewandert? Wie viele aus diesem Land leiden? Oh, Gott! Wie das Land schön ist. Oh Meer, mitfühlendes mit uns, und Gott, es ist genug, was uns passiert. Verrate uns nicht und bleib ruhig. Lass deine Wellen treu bei uns. Ich schwöre, dass unsere  Geschichte schon eine traurige ist. Tränen, wenn wir weinen. Glaub mir, oh Meer, du wirst in unseren Tränen versinken. Wir helfen allen Leuten, wenn sie Hilfe brauchen und wir haben uns nicht beschwert. Heute sind alle arabischen Staaten Verräter und Sie haben uns verraten. Lass deine Wellen ruhig, bitte. Es gibt Kinder in dem Boot. Es gibt in ihm Träume von einer Kindheit, Sie sind von allen Altersgruppen. Die Träume müssen im Hafen ankommen. Wärst du wie eine Mutter für uns, weil es Kinder in dem Boot gibt. Oh Meer mitfühlend mit uns. Ich schwöre, dass unsere Geschichte schon eine traurige ist...