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„Vor langer Zeit regierten zwei Rassen die Erde. Menschen und Monster. Eines Tages kam es zu Krieg zwischen den beiden Rassen. Nach einem langen Kampf gewannen die Menschen und verschlossen die Monster im Untergrund.“ Es gibt Gerüchte, dass jeder, der Mt. Ebott besteigt, nie wieder zurückkehrt. Doch hier fängt die Geschichte an. Deine Geschichte.

von Alina

Gamehistory

Im Jahr 2015 veröffentliche der Indie-Entwickler Toby Fox des Spiel ´Undertale´. Das Spiel schlug im Internet wie eine Bombe ein. YouTube wurde für eine lange Zeit von mit Undertale bezogenen Inhalten überschwemmt. Große LetsPlayer wie Pewdiepie und Markiplier spielten dieses Spiel und machten es nur umso größer. Doch warum war es so beliebt?
Um das heraus zu finden, muss man sich erstmal mit der Geschichte beschäftigen. Du bist ein Mensch und willst den Gerüchten über Mt.Ebott nachgehen. Doch du stolperst und fällst in die Tiefe.
Wie ein Wunder überlebst du. Du findest dich an einem seltsamen Ort wieder. Mit seltsamen Geschöpfen. Monstern. Diese Monster sind dir nicht sehr freundlich gesinnt. Sie wurden von den Menschen im Untergrund eingeschlossen. Um sich zu befreien brauchen sie sieben Menschenseelen. Im Moment haben sie sechs. Was wirst du nun tun?
Schon bald lernst du, dass du eine Entscheidung treffen musst. Wirst du alle umbringen oder wirst du sie verschonen? Denn auch wenn Undertale wie ein gewöhnliches RPG wirkt, in dem man nur durch Gewalt gewinnen kann, gibt es einen großen Unterschied. Denn du kannst "Handeln". Beginne ein Gespräch und verschone die Monster, um mit ihnen Freundschaft zu schließen.

 

Es gibt 5 Welten zu erkunden

In jedem Gebiet gibt es einzigartige Monster und Rätsel. Diese musst du kennenlernen und erkunden. Schaffst du es, einen Weg zu finden, um zu entkommen? Oder schaffst du es sogar, alle Monster zu befreien?
Doch es gibt einen kleinen Haken. Etwas, was Undertale zu etwas Besonderem macht. Wie in jedem Spiel hat man die Möglichkeit zu speichern und seinen Spielstand zu löschen. Aber so leicht kannst du deine Sünden und deine Fehler nicht einfach vertuschen. Denn die Monster erinnern sich. Vielleicht werden sie sich nicht an dich erinnern, aber du wirst ihnen bekannt vorkommen. Sie kennen deine Antworte auf ihre Fragen, bevor sie sie stellen. Sei gewarnt, denn nichts ist so wie es scheint.

Positives

Undertale hat eine einzigartige Geschichte. Die Charaktere haben eine unheimliche Tiefe und wirken sehr real. Man hat das Gefühl, als wären sie echt und als würden sie wissen, wer man wirklich ist. Bei jedem neuen Durchlauf findet man neue Kleinigkeiten, die die Lücken in der Geschichte füllen.
Es gibt auch viele Dinge, die man nicht in jedem Durchlauf sieht oder die man nur durch die Manipulierung der Daten finden kann. So findet man in Waterfall manchmal eine mysteriöse graue Tür, hinter der ein seltsames Monster steht, das verschwindet, sobald man es berührt. Oder man bekommt komische Anrufe von jemanden, der „Dr. Gaster“ sucht. Doch im ganzen Spiel trifft man nie ein Monster mit diesem Namen. Ziemlich merkwürdig.
Dies wird durch das "Speichern" und "Resetten" unterstrichen. Es ist ein wahrer Schock, wenn man zum ersten Mal hört, dass sich jemand an einen erinnert oder seine bösen Taten nicht vergessen werden.
Das Kampfsystem ist auch interessant. Jeder Gegner ist einzigartig und hat einzigartige Angriffe. Es gibt immer mehrere Möglichkeiten einen Kampf zu beenden. Versucht man es mit reden oder benutzt man Items? Es ist jedem selbst überlassen.
Musik spielt eine wichtige Rolle in Undertale. Toby Fox hat alle Musikstücke selbst geschrieben und jedes Monster hat sein eigenes Lied. Das sorgt für gute Laune während des ganzen Spiels.
Auch zur Atmosphäre beitragend ist die Umgebung. Hier wurde Hintergrund aufs Detail gelegt. Die Hintergründe sind wunderschön und wirken ziemlich magisch. Man kann mit der ganzen Umgebung interagieren und zu jedem Item, dass man aufsammelt, gibt es einen kleinen, lustigen Text.

 

Kritik

Dieses Spiel ist nicht für Anfänger geeignet. Bereits am Anfang sind die Gegner relativ anspruchsvoll und im späteren Verlauf stirbt man immer häufiger. Das kann ziemlich frustrierend sein. Die Grafik ist nicht wirklich schön. Es passt zu dem Spiel, aber einige Animationen hätten durchaus verbessert werden können.
Es dauert sehr lange, wenn man das Spiel beenden möchte. Besonders die Pazifisten-Route ist sehr zeitaufwendig, da man das Spiel zwei Mal komplett von vorne durchspielen muss. Außerdem läuft der Charakter sehr langsam und so braucht man ewig um von einem Ort zum anderen zu laufen.
Viele der Items sind nicht wirklich nützlich. Fast jeden Gegenstand, der die Verteidigung oder den Angriff steigert, kann man vergessen, das er nicht wirklich was verändert. Das Einzige, was es sich zu kaufen lohnt, sind heilende Items.

 

Fazit

Undertale ist ein Spiel für alle, die auf eine bewegende Story, anspruchsvolle Kämpfe und eine schöne Atmosphäre viel Wert legen. Ich finde es absolut empfehlenswert!
Noch ein Tipp: Im Undertale-Fandom haben ein paar kreative Köpfe nicht nur sehr gute Fan-Spiele auf Game Jolt erstellt, die man sich kostenlos runterladen kann, sondern auch noch Alternative Universen erfunden. Was es mit diesen auf sich hat müsst ihr wohl selber herausfinden.

 

 

Eine Liebe, die Stacheldrahtzäune überwindet. Die Autorin Luise Rist beginnt das neue Jahr mit der Wahrheit. In dem Buch „Morgenland“ räumt sie mit Flüchtlingsklischees auf und zeigt uns die erschreckende Realität, die sie selbst schon hautnah erlebt hat.

VON ALINA

Die deutsche Frida ist ein normales Mädchen mit Liebeskummer. Durch Zufall stößt sie im Internet auf einen Freiwilligendienst, der Flüchtlinge in Serbien unterstützen möchte. Kaum kommt sie an, stellt sie fest, wie schlimm die Situation wirklich ist. Dort trifft sie auch Ali. Dieser möchte kein Mitleid und öffnet Frida die Augen. Sie sieht seine Welt und entschließt sich kurzerhand ihm bei der Flucht über die Grenze zu helfen. Sie lässt alles zurück für diesen Jungen, den sie kaum kennt, der ihr aber schon nach kurzer Zeit das Herz gestohlen hat. Zusammen reisen die per Anhalter oder zu Fuß und Frida hört die Geschichten des Krieges, die Geschichten des Leides. Auf ihrem Weg treffen sie noch andere Flüchtlinge und die Realität ist für Frida noch nie grausamer gewesen. Bei einer nächtlichen Fluchtaktion wird das junge Paar erwischt und gelangt in ein Auffanglager. Von dort aus gelingt es ihnen: Sie schaffen die Flucht nach Deutschland. Nur ist das nicht die Lösung aller Probleme. Denn jetzt muss sich das junge Mädchen um ihre beste Freundin kümmern, die abgeschoben werden soll und um Ali, der sich immer weiter von ihr distanziert. Wird ihre Liebe überleben? Findet es heraus.

Luise Rist hat einen einzigartigen Schreibstil. Durch die Verwendung von einzelnen Schnappschüssen wird man ins Geschehen katapultiert. Dieses Buch ist kaum aus der Hand zu legen.

Man spürt die Realität, was in vielen ähnlichen Büchern nicht der Fall ist. Entweder wird die Situation überdramatisiert oder verharmlost. Doch in „Morgenland“ sieht man nur die Wahrheit. Menschen in Not, Menschen die Leiden.

Die Romanze ist auch sehr realistisch. Es ist wie Liebe auf den ersten Blick, aber auf realistische Weise. Denn Liebe entwickelt sich langsam und wächst mit der Zeit. Man hat das Gefühl bekommen, als wären diese beiden Menschen aus dem echten Leben, denen man irgendwann mal auf der Straße begegnen könnte.

Außerdem ist Frida keine typische Heldin. Aus Liebeskummer entschließt sie sich zu dieser Reise. Sie opfert sich nicht, sie ist keine Märtyrerin. Sie ist ein Mensch. Ein verliebtes Mädchen, die zum ersten Mal wahres Leid erfährt.
Leider gibt es einen Aspekt, den ich nicht ganz so realistisch fand. Frida hat ihren Pass, ihren Koffer und ihr Handy einfach zurückgelassen und das, ohne zu zögern. Das ist nicht gerade realistisch, vor allem wenn man in einem fremden Land ist.
Eine weitere Sache, die seltsam wirkte, war, dass ihre Mutter sich nicht gewundert hat, dass ihre Tochter sich nicht gemeldet hat.

Fazit: „Morgenland“ ist ein wunderschönes Buch, das die wahren Seiten der Flüchtlingskrise aufzeigt. Ein Meisterwerk, das ihr euch nicht entgehen lassen solltet.

 

In unserer Rubrik LESESTOFF findet ihr weitere Büchertipps!

„Wenn Hacker*innen Berliner und Brandenburger Kulturdaten aufarbeiten, dann entsteht was?“, fragten sich die Organisierenden der Veranstaltungsreihe „Coding Da Vinci“ bereits zum vierten Mal, die Datengebenden und das erschienene, neugierige Publikum.

VON AMANDA

Um was es in der Veranstaltung ging, war allen Beteiligten klar: den Kulturbetrieb in Berlin-Brandenburg mit seinem spannenden Repertoire an mannigfacher Information im verschiedensten Sinne zu digitalisieren. Durch die Digitalisierung neue Erfahrbarkeiten zu schaffen und durch neue Erfahrbarkeiten neue (An)Reize am „alten“ Kulturerbe. So kurz, doch so schwierig. Perlen der Datengebenden kamen dabei etwa vom Friedrichshain-Kreuzberg Museum (FHXB)/ Künstlerkreis​ ​“Kreuzberger​ ​Boheme” (Kunstwerke), vom Museum​ ​für​ ​Naturkunde​ ​Berlin, welches unter anderem 3D-Scans biologischer Sammlungsobjekte lieferte, und von der Berlin-Brandenburgischen Akademie​ ​der​ ​Wissenschaften, die Nachschriften​ ​zu​ ​Alexander​ ​von​ ​Humboldts Kosmos-Vorträgen​ ​(1827/28) zur Verfügung stellte.

 Mich, als Studierende der Kulturwissenschaft, beschäftigte wie diese Bearbeitungen, egal wie sie auch immer umgesetzt wurden, den Kulturbetrieb eventuell auch revolutionieren oder zumindest ihn innovativer gestalten würden. Die im Folgenden genannten Projekte ließen mich mit Besonderen Eifer an die Chancenvielfalt einer möglichen Digitalisierung des geliebten Kulturerbes glauben. Einige wirklich coole davon, will ich euch vorstellen:

 

„Skelex“

„Skelex“ - Hinter dem Namen verbirgt sich eine Art Virtual-Reality-Interaktionswelt mit Schlangenköpfen. Gemeint ist eine fesselnde, neue Erfahrungswelt von Schlangenköpfen und deren Skeletten. Wer die nicht virtuelle Brille aufsetzt, sieht sich zum Beispiel mit einem riesen Skelett konfrontiert, welches er, sie, es nach Belieben anfassen, messen, sogar röntgen kann. Als eines der Sieger*innenprojekte von insgesamt sechs wurde es unter dem Titel „Everybody’s Darling“ ausgezeichnet und erhielt damit den Publikumspreis.

 

„Exploring the Hidden Kosmos“

„Exploring the Hidden Kosmos“ -  oder auch „Most Useful“. Dieses Projekt digitalisierte die Mitschriften von Zeitgenossen*innen, die die Vorträge Humboldts besuchten. Darunter waren auch Frauen, da Humboldt seine Vorträge auch für die Öffentlichkeit öffnete. Besonders spannend hierbei sind die ebenfalls abgebildeten Diskussionen innerhalb der berichtenden Zeitgenossen*innen, aber auch die benutzer*innenfreundliche Darstellung. Folgt einfach dem Link und schaut selbst!

http://humboldt-kosmos.oklab-potsdam.de/

 

„BERLINER mauAR.“

„BERLINER mauAR.“ – Hier rekonstruierten die Kreativen und Hackenden die Berliner Mauer nach dem Prinzip von Augmented Reality. Damit verbunden ist auch eine App. Hält sich die benutzende Person mit ihrem Smartphone an einem relevanten Mauer-Ort in Berlin auf, so erhält sie Originalbilder vom Zeitraum 1961-1989, obendrauf zieht die App sogar einen Vergleich zum heutigen Stand. Deshalb zeichnete die Coding-Da Vinci-Jury die App mit Idee unter dem Titel „Most Technical“ aus und würdigte damit den technischen Aufwand der Hackenden.

http://mauar.de/

Die jup! Redakteure Kai und Janik waren am Freitag, dem 1.12.2017, im Filmtheater am Friedrichshain, um die Kinopremieren des Kinderrechte-Filmfestival 2017 mit anschließender Auszeichnung zu verfolgen.

von Janik Emil

Doch zu Anfang erstmal die Frage, was denn überhaupt das Kinderrechte-Festival ist und welche Zielsetzung es hat?

Beim Kinderrechte-Filmfestival haben die Kinder die Möglichkeit, sich mit ihren Rechten und Bedürfnissen auseinanderzusetzen. In mehreren Projekttagen lernen die Kinder ihre Rechte kennen, setzen sich spielerisch mit eigenen Fähigkeiten und Bedürfnissen auseinander und finden heraus, was jeden Menschen einmalig macht. Dann drehen die Kinder unter professioneller Anleitung ihren Kurzfilm zum Thema Kinderrechte!
Als krönenden Abschluss feiern die entstandenen Filme jedes Jahr rund um den internationalen Tag der Kinderrechte ihre Premiere im Kino. Eine Kinderjury und Persönlichkeiten des Film - und Menschenrechtsbereiches zeichnen die teilnehmenden Klassen für ihr Engagement und ihre Ideen aus. Am Ende benennen die Jurys ihren ganz persönlichen Favoriten.

Zu Besuch im Kino am Friedrichshain

Nach und nach füllte sich der größte Kinosaal des Hauses. Alle teilgenommenen Klassen nahmen Platz und warteten gespannt auf den Beginn der Show. Nach einer kurzen Begrüßung durch die Moderatorinnen gings dann auch schließlich in die Vollen. Nacheinander wurden sieben Screenings von den aktuellen Kurzfilmen gezeigt. Das ausschlaggebende Thema waren dabei immer die Kinderrechte, jedoch wurde dieses Spektrum durch verschiedenste Bereiche abgedeckt. So ging es um Kinder- und Drogenmissbrauch, Privatsphäre, Freizeit, Diskriminierung oder familiäre Probleme. Nach der Präsentation wurden die Protagonist*innen jeweils auf die Bühne geholt und durften ein paar Fragen beantworten. Daraufhin stellte ein/e Vertreter*in der Kinderjury das durchweg positive Feedback vor. Schließlich präsentierte dann auch noch eine Person der „Erwachsenenjury“  die Laudatio.
Diese Prozedur wurde 7mal wiederholt, bis es dann zur Preisverleihung ging. Dabei  konnten die beiden Jurys jeweils einen Gewinner verkünden. Gewinner der Kinderjury wurde der Film „Im Rausch der Traurigkeit“ der Grundschule im Eliashof in Prenzlauer Berg. Den Preis der Erwachsenenjury räumte die Grundschule auf dem Tempelhofer Feld mit dem Film „Freizeit – was ist das?“ ab.
Nach der Preisverleihung ging es dann schließlich für die Kinder in das Foyer, wo mit Keksen und Saft, die eventuelle Enttäuschung des nicht gewonnenen Preises wettgemacht wurde.

Es ist wieder soweit: Pünktlich zum Filmstart von „Star Wars Episode 8: Die letzten Jedi“ gibt es den zweiten Neuaufleger der „Battlefront“ - Reihe. Wir haben ihn für euch auf’m PC getestet.

VON JONATHAN WINKLER UND OLIVER MATTUTAT

 

Nach dem holprigen Debüt im Jahr 2015 verspricht Publisher Electronic Arts nun mit Star Wars Battlefront II ein weitaus umfangreicheres Spiel. Mehr Ären, mehr Schauplätze, mehr Helden und Fahrzeuge. Rundum also ein komplett neues Spielerlebnis, das den Spieler voll und ganz in imaginären Schlachten im Star Wars Universum eintauchen lassen soll. Doch kann das Spiel halten, was es verspricht?

Zunächst sei gesagt: Wer Star Wars hautnah erleben will, der ist mit „Star Wars Battlefront II“ bestens bedient. Die atemberaubende Grafik erweckt viele bekannte Schauplätze aus den Filmen zum Leben, darunter unter anderem die Heimatwelt der Wookiees, Kashyyyk, und natürlich auch den ikonische Todesstern. Untermalt werden die Schlachten von erstklassigem Sound Design. Dabei ist es egal, ob man als Klon-Fußsoldat in den Straßen von Theed kämpft oder im Tie-Fighter in spektakulären Raumgefechten die Rebellen-Allianz jagt. Alle Trilogien sind vertreten und bringen unterschiedliche Waffen, Fahrzeuge und Helden mit sich.

So richtiges „Star Wars - Feeling“ kommt vor allen Dingen auf, wenn man in die Haut eines bekannten Charakters des Universums schlüpft. Luke Skywalker, Darth Maul, Kylo Ren und Han Solo sind nur einige der insgesamt 14 spielbaren Helden und Schurken. Im Spiel werden diese, genauso wie Fahrzeuge und andere Sondereinheiten, durch Kampfpunkte freigeschaltet. Kampfpunkte erhält man durch Abschüsse und andere spielrelevante Tätigkeiten, die dem eigenen Team helfen.
Wer aber sofort mit „seinem“ Lieblingscharakter spielen möchte, kann dies im Spielmodus „Helden vs. Schurken“.

Apple, Samsung und Huawei regieren den Smartphone-Markt. Nun schickt sich HTC an, dem Trio wieder Konkurrenz zu machen. Nach letzten schwächeren Modellen soll das HTC U11 einschlagen. Wir haben es getestet.

 

VON OLIVER MATTUTAT, 21.11.2017

Bei HTC waren die letzten Jahre ein einziges Auf und Ab. 2007 waren sie noch eine der treibenden Kräfte im Smartphone-Markt, doch die starke Konkurrenz durch zum Beispiel Huawei und einigen missglückten Produkten machten es dem Konzern aus Taiwan nicht einfach. 20 Jahre nach Firmengründung (1997) soll nun alles besser werden.

Vor ein paar Monaten veröffentlichten sie mit dem HTC U11 eines ihrer neuen Flaggschiffe.

 

Der erste Eindruck

Nach dem Auspacken fällt sofort auf, dass das Gerät gut in der Hand liegt. Die abgerundeten Kanten helfen bei der Handhabung auch ungemein. Äußerlich sieht die schwarze Variante, die wir für den Test zur Verfügung hatten, ansprechend und elegant aus. Die Rückseite, die aus Glas besteht, ist aber leider sehr fingerabdruckanfällig. Da gilt es, öfter die Rückseite auch zu säubern. Dafür liegen auch ein Microfaser-Tüchlein und eine durchsichtige Kunststoffhülle dem Handy bei. Außerdem reflektiert die Rückseite sehr stark. Als Spiegel ist sie somit durchaus brauchbar, für Leute, die es schlicht mögen, ist es aber eher nichts.

 

(K)ein Anschluss unter dieser Nummer

Auch HTC geht den Weg, den andere Handyhersteller einschlagen. Sie haben die Klinkenbuchse weggelassen. Das Handy verfügt nur über einen einzigen Anschluss und das ist die neuere USB-C-Schnittstelle. Musikhören geht dann entweder über Bluetooth oder den mitgelieferten Wandler von Klinke auf USB-C. Außerdem liefert HTC auch gleich Kopfhörer mit USB-C-Stecker mit, auf die ich später noch zu sprechen komme.
Das bedeutet aber auch, dass man sich entscheiden muss, wenn man kabelgebunden Musikhören möchte. Denn gleichzeitiges Aufladen ist dann nicht möglich. Leider hat das HTC U11 nicht den Qi-Standard für kabelloses Laden.

 

Gestochen scharf

Auf den ersten Blick macht das Display einen unglaublich guten Eindruck. Das Quad HD-Display vereinigt 2.560 x 1.440 Pixel auf 5,5 Zoll Größe. Bilder sind gestochen scharf und auch das Schauen von Videos macht so sehr viel Spaß.

 

Der schlaue Rahmen

Als DAS Feature des U11s hat HTC die sogenannte Edge Sense-Funktion präsentiert. Erstmal zur Funktionsweise: Der Rahmen im unteren, seitlichen Bereich auf beiden Seiten druckempfindlich. Die Aktion, die dieses Drücken auslöst, kann angepasst werden. Standardmäßig öffnet sich die Kamera-App. Es ist aber auch möglich, eine andere App darüber zu starten, oder zum Beispiel die Taschenlampe ein- bzw. auszuschalten oder eine Sprachaufnahme zu starten. Darüber kann man erweitert noch entscheiden, ob kurzes Drücken eine andere Aktion nach sich zieht als das Drücken und Halten. Außerdem gibt es in Apps auch Aktionen, die man ausführen kann. In der Kamera ist der Druck auf den Rahmen der Auslöser für Fotos. Zusätzlich kann man auch eigene Aktionen erstellen und sich so individuell die Aktionen zusammenbauen, die man in einer App braucht. Ein Beispiel: In der Dropbox App kann ich so einstellen, dass mit einem Rahmendruck mir das Menü für den Upload auf gemacht wird.
Wie sich diese Funktion im Alltag macht, erfahrt ihr später im Alltagstest.

In dieser Film-Feedback Folge hat mir Kai ausgeholfen und berichtet euch über den letzten Fack ju Göthe Teil!

 

VON KAJA UND KAI

 

Aktueller Film

Fack ju Göhte 3 – Final Fack

(D 2017, R: Bora Dagtekin, FSK 12)

Ja, dies ist wirklich das Ende der Fack ju Göhte-Reihe.

2013 mischte der erste Teil der Reihe die deutsche Kinowelt ordentlich auf. Der zweite Teil von FACK JU GÖHTE war zwar sehr amüsant und mit sehr viel Witz, doch als zweiter Teil eher unnötig. Nun präsentiert Constantin Film, denn „Final Fack“. Ein allerletztes Mal soll Elyas M´Barek alias Zeki Müller mit seiner Chaotenklasse auf der Leinwand zu sehen sein. Diesmal spielt das Szenario wieder in München in der Goethe-Gesamtschule und Herr Müller muss mit seiner Chaotenklasse die Schule vor der Schließung retten. Gleichzeitig steht die Chaosklasse vor dem Abitur und alle fragen sich: Wie geht es weiter?

Der dritte Teil der Fack ju Göthe-Reihe behandelt auch das Thema Mobbing. Als ein Schüler aus Verzweiflung vom Dach der Schule springt, zücken die anderen Schüler*innen ihre Handys anstatt ihm zu helfen.
Es gibt neben den sehr übertriebenen, mit sehr viel Witz gezeigten Szenen auch Filmszenen, die ernst sind. Wie z.B. das Mobbing in der Schule und die Versagensängste der Schüler. Chantal beschreibt das sehr treffend: „Es fühlt sich an, als ob jemand die Tür für die Zukunft zuhält.” Die Hauptaussage des Filmes ist: Jeder hat eine Chance verdient, das zu werden, was er oder sie auch immer werden möchte. Das man an seine Träume glauben soll und das man jeden so akzeptieren soll, wie er ist. Ein frischer Wind in dem dritten Teil bringt Biggi Enzberger (gespielt von Sandra Hüller). Sie ähnelt sehr stark Herr Müller, hat jedoch im Gegensatz zu ihm studiert und keine kriminelle Vergangenheit. Jedoch kommt auch Frau Enzberger gern mal mit einem starken Kater  zur Schule.  Die Figur hält den Film teilweise über Wasser. Das Negative an dem Film ist die offensichtliche Schleichwerbung und der Gastauftritt von zwei Bayernspielern, die in dieser Handlung wirklich nichts zu suchen haben.

FACK JU GÖHTE 3 ist keine besonders große Überraschung. Ich finde es aber auch gut, dass der Film auch seine ernsthaften Seiten hat und mit Mobbing ein immer noch aktuelles Thema aufgreift. Trotz seines Witzes und der Übertreibungen leider zu vorhersehbar. Aber definitiv besser als der zweite Teil.

Hier der Trailer! Und falls ihr eure Spanisch-Kenntnisse verbessern wollt, hier gibt es ein Remake zum Film auf Spanisch (klicke hier).