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Nachdem Nintendos WiiU nur so mäßig bei den Gamern ankam, versuchen es die Japaner mit einer neuen Konsole. Wie sich die Switch schlägt? Wir haben sie getestet!

VON OLIVER MATTUTAT

Seit März ist die Nintendo Switch nun auf dem Markt und mit ihr möchte Nintendo vieles besser machen als mit der WiiU, dem Vorgänger.
Als erstes sollte gesagt sein, dass die Switch sowohl am heimischen TV als auch unterwegs als eigenständige Konsole benutzt werden kann. Insgesamt gibt es drei Spielmodi. Den TV-Modus, den Tisch-Modus und den Handheld-Modus. Ersteres und letzteres sind selbst erklärend. Beim Tisch-Modus stellt man die Switch mit dem Aufsteller auf und kann zusammen mit einem Freund an der Konsole gegen- oder miteinander zocken. Da kommt auch die Besonderheit des Controllers zum Tragen. Besser gesagt, hat die Switch eigentlich zwei Controller – die Joy-Cons. Je einer links und einer rechts der Switch. Man kann die beiden aber auch miteinander verbinden und fast wie einen klassischen Controller benutzen oder eben, wie im Tisch-Modus, als zwei unabhängige Controller für zwei Spieler. Für manche Spiele benutzt man auch die Bewegungssensoren der Joy-Cons wie man es von der Wii kennt. Ein Spiel wäre da zum Beispiel Arms, auf das wir später noch einen Blick werfen wollen.
Nach dem ersten Starten und Einrichten gelangt man auf den Home-Bildschirm. Der ist bei mir noch recht karge, denn ich habe noch kein Spiel eingesteckt. Die Einstellungsmenüs sind aufgeräumt und übersichtlich. Dann kann das Zocken ja beginnen.
Die ersten beiden Spiele, die ich euch vorstellen möchte, sind Arms und 1-2-Switch.

Arms ist ein Kampfspiel. Dabei kämpft man gegen einen Gegner. Das Besondere an den Kämpfern ist, dass sie in der Regel mit je einem Joy-Con in je einer Hand gespielt werden. Durch Bewegungen der Hände und Arme schlägt man oder bewegt seine Figuren. Man kann aber auch im Handheld-Modus spielen. Die Kämpfer können auch noch individuelle verändert werden. Sie können mit besonderen Waffen ausgerüstet werden. So kann man seinen ganz eigenen Kampfstil finden.  Das Spiel macht sehr viel Spaß, auch wenn es am Anfang ein wenig gewöhnungsbedürftig ist. Mit der Zeit macht es aber sehr viel Spaß.
1-2-Switch ist eine Sammlung von Mini-Party-Spielen. Fast alle  davon sind drauf ausgelegt, dass man sie zu zweit spielt. Zwei Spiele möchte ich dafür exemplarisch vorstellen:
Als Erstes: Wie viele Kugeln sind es? Dabei werden Kugeln im Joy-Con simuliert. Durch Bewegen muss man herausfinden, wie viele Kugeln es sind. Dabei muss man ganz schön geschickt sein, denn es wird jede kleine Bewegung des Joy-Cons bemerkt.

Als Zweites: Baby. Das ist eher eines der absurden Minispiele. Es geht hierbei darum, ein Baby in den Schlaf zu wiegen. Der Joy-Con ist in dem Fall das Baby. Nicht wirklich mein Spiel.
Insgesamt zeigt das Spiel, was alles mit den Joy-Cons möglich ist. Ein großer Langzeitspaß entsteht aber leider nicht. Aber zuerst macht es bei vielen Spielen ziemlich viel Spaß. Die beiden Beispielspiele zeigen aber auch die Spanne, in der sich die Minispiele bewegen. Zwischen aufregend und fordern zu eher flacheren Spielen.

Wir werden in der nächsten Zeit immer mal wieder Spiele der Nintendo Switch vorstellen. Als nächstes den Titel, der mir auf der Gamescom schon sehr gut gefallen hat: Mario + Rabbids Kingdom Battle.

In NHL 18 lässt uns EA Sports wieder die Größen der Eishockeyszene steuern. Wie sich unser Redakteur Olli auf Kufen geschlagen hat, erfahrt ihr hier.

VON OLIVER MATTUTAT

Eishockey war nie mein Lieblingssport und wird es wohl auch nicht mehr werden, aber eine gewisse Faszination trage ich für den Sport doch in mir. Aber an den letzen NHL-Teil, den ich regelmäßiger gezockt habe, kann ich mich nicht mehr so gut erinnern. Es muss NHL 07 gewesen sein. Das ist nun auch schon elf Jahre her.
Dieses Jahr wage ich mich mal wieder an die Reihe heran und wie sich zeigen wird, hat sich von NHL 07 zum aktuellen NHL 18, das am 15.09.2017 erschienen ist, einiges geändert.

Als erstes ist da die Steuerung zu nennen. Die hat sich zwar grundlegend schon vor ein paar Jahren geändert, aber auch in diese Richtung gibt’s dieses Jahr etwas Neues. So bekommt man im Angriff mehr Möglichkeiten, seine Kreativität auszuleben und in der Defensive kann man mit Hilfe des neuen Skill Sticks seinen Schläger präziser steuern, um dem Gegner den Puck abzunehmen.

Als erstes mache ich ein Spiel im neuen 3-gegen-3-Modus. Der Modus macht beim Anspielen ziemlich viel Spaß. Er ist schnell und witzig. Man kann nach seinen eigenen Regeln spielen und sein Dreierteam individuell zusammenstellen. Auch mit Maskottchen kannst du zu deinem Team holen. Der Modus ist online, offline sowohl im Koop-Modus als auch gegeneinander spielbar.

Neu ist auch der Expansion Draft. Darin erstellst du das 32. NHL-Team und stellst dir deine Mannschaft zusammen. Als Manager hältst du sowohl die sportlichen als auch die geschäftlichen Fäden in der Hand. Außerdem kannst du ein Maskottchen erstellen und die Heimatstadt deines Teams wählen. Neben nordamerikanischen Städten sind auch europäische Metropolen verfügbar. Na, wie wäre es, mit einer Berliner Mannschaft die NHL zu dominieren und am Ende den Stanley Cup zu gewinnen?

Meine erste richtige Partie nach dem 3-gegen-3 mache ich dann als Freundschaftsspiel gegen den Computer. Ich brauche das erste komplette Drittel, um mich an die Steuerung zu gewöhnen. Dann wird es besser. Ich spiele mit den Pittsburgh Penguins, dem amtierenden Stanley Cup-Sieger,  gegen die New Jersey Devils. Fans der Deutschen Eishockey Liga (DEL) kommen auch nicht zu kurz. Denn die Teams der DEL, wie zum Beispiel die Berliner Eisbären, sind auch in NHL 18 verfügbar. Im zweiten und dritten Drittel gelingen mir mehr erfolgreiche Aktionen, auch wenn ich mir die ein oder andere Zeitstrafe einhandele. Am Ende steht es 4:2 – für den Computer. Zu meiner Ehrenrettung kann ich sagen, dass ich gegen einen mittelschweren Computergegner gespielt habe.

Aber vielleicht sollte ich doch lieber einen Blick ins Trainingslager werfen. Dort gibt es Videos von Profis, dir dir helfen, dass du besser wirst. Das kann ich auf jeden Fall gebrauchen.

 

NHL 18 kann sehr viel Spaß machen. Vor allem der 3-gegen-3-Modus hat mich gepackt. Für mich geht’s jetzt nochmal ab aufs Eis!

Konami feilt weiter an seinem Spiel Pro Evolution Soccer. Wir haben uns für euch mal die Neuerungen angeschaut. Ganz neu ist ein kompetitiver Koop-Modus, der viel Spaß verspricht.

VON OLIVER MATTUTAT

 

Ganze drei Jahre entwickelten die Entwickler bei Konami an Pro Evolution Soccer 2018. Das verriet uns Adam Bhatti auf der Gamescom. Adam ist Brand Manager bei Konami für Pro Evolution Soccer und man merkt ihm einfach an, dass das sein Traumjob ist. Er und seine Jungs und Mädels haben wieder mit Herzblut am neuen Teil, der seit 15.09.2017 erhältlich ist, gearbeitet.

„Das Hauptaugenmerk lag auf dem Gameplay“, so Adam. Das sei einer der Hauptgründe, warum die Gamer PES liebten. Sie haben in den drei Jahren das komplette Animationssystem überarbeitet. Auch die Ballführung haben sie angepackt. Das Spiel ist außerdem deutlich langsamer als der Vorgänger.
Und das Ergebnis ist ein stimmiges Spiel, das schon einen sehr großen Schritt in Richtung realem Vorbild macht. Diesen Eindruck verstärkt auch die, wie immer, herausragende Grafik des Spiels. Die meisten Spieler kommen ihrem echten Ebenbild zum Verwechseln nah. Auch den Stadien wurde viel Detailliebe zu teil. Gerade bei den Vereinen, die eine Partnerschaft mit PES haben, fällt das stark auf. So ist das Camp Nou, die Heimstätte des FC Barcelonas, atemberaubend. Die Stimmung ist ebenfalls greifbar. Fehlt nur noch, dass man den Rasen riechen könnte.

Aber auch an den Spielmodi hat Konami gearbeitet. Der beliebte Zufallsauswahl-Modus ist wieder zurück. Wenn auch erstmal nur offline. Darin wählt ihr mehrere Mannschaften aus und der Computer baut euch daraus ein zufälliges Team zusammen.

Auch Online hat sich etwas getan. Die größte Neuerung ist der 3-gegen-3 beziehungsweise 2-gegen-2 Koop-Modus. Darin spielt man zu zweit oder zu dritt gegen zwei bzw. drei Gegner. Am Ende bekommt man für seine Leistung Punkte und kann in der Rangliste aufsteigen. Dabei ist aber nicht nur entscheidend, wie viele Tore man macht, sondern auch wie gut man als Teamspieler fungiert. Es ist also an der Zeit mit deinen Freunden, die Weltspitze zu erobern.

Mit 3-gegen-3 möchte Konami auch den Einstieg in den E-Sport für jedermann schaffen. Zusätzlich lassen sich jetzt auch die PES League sofort im Spiel verwalten, sodass der Schritt für die Spieler in den kompetitiven Bereich immer kleiner wird.

Ein wenig störend sind bei längerem Spielen die beiden Kommentatoren. Ihr Sprüche-Repertoire ist doch arg begrenzt. So kommt es dann auch schon mal vor, dass man ein und denselben Spruch in einer Partie doppelt hört.

Ganz besonders freuen können sich die PC-Spieler. Denn dieses Jahr verspricht Konami das die PC-Version auf einem Level mit den Next-Gen-Konsolen-Versionen sein soll. Sie soll sogar einen Ticken besser aussehen. Da sind wir auf das Feedback der PC-Spieler gespannt. Wir haben das Spiel nämlich auf der Playstation 4 getestet.

Die Entwickler aber auch viele Kritiker sprechen von dem größten Qualitätssprung der Serie seit Jahren. Dem kann man vor allem im Gameplay zustimmen. PES 2018 ist ein gutes Fußballspiel, das Spaß macht. Kleiner Wermutstropfen ist, dass in PES, wie jedes Jahr, leider einige Lizenzen fehlen und nicht alle Mannschaften originalgetreu im Spiel sind. Die Lösung zumindest für Offline-Spiele sind Patches, die die PES-Community jedes Jahr in großer Zahl erstellt. Gerade aber der 3-gegen-3-Koop-Modus ist etwas Besonderes und macht sehr viel Spaß. Dieses Jahr macht Pro Evolution Soccer einen guten Schritt nach vorne und durch den Spaß, den das Gameplay und die Modi verbreiten, lassen sich die fehlenden Lizenzen ein wenig verkraften.

Wir trafen den Jungschauspieler Langston Uibel am Savigny-Platz und sprachen mit ihm über seinen neuen Film HIGH SOCIETY, seine Schauspielanfänge und seinen Traum von einem eigenen Food-Truck!

Ein Beitrag von Lotta und Hannah | Schnitt: Kai

Während in den Hallen des Messegeländes Berlin über 100.000 Menschen die neueste Technik bewunderten, fanden sich im Sommergarten zum achten Fritz DeutschPoeten-Festival  national bekannte Künstler*innen zusammen. Am Freitag waren es Milliarden, Madsen und Jennifer Rostock, die ca. 13.000 Besucher begeisterten.

 

VON SINA UND JANIK EMIL

Das Line-Up des diesjährigen Fritz-Deutschpoeten-Festivals  scheint bei keinem Wünsche offen gelassen zu haben.  Den Anfang machte am noch jungen Abend die sechs-köpfige Rockband Milliarden. Vor knapp einem Jahr noch als Vorgruppe von „Ton Steine Scherben" unterwegs, hatten sie dieses Jahr die ehrenwerte Aufgabe, das DeutschPoeten-Festival zu eröffnen. Die Fans erwartete Rock auf höchstem Niveau. Milliarden hatten sogar schon einen Auftritt auf dem "Rock am Ring"-Festival.

 

Aller Anfang ist schwer

Jedoch - wie eigentlich jedes  Jahr - hat die Auftaktband es immer am schwersten: Nur wenige Fans haben sich vor der Bühne schon versammelt, wenige Leute haben sich generell schon auf dem Festivalgelände eingefunden und die Menge ist  noch nicht in der richtigen Partystimmung. Allerdings gerade der letzten Punkt kann bei Milliarden nicht bestätigt werden. Sie schafften es trotz dieser hemmenden Faktoren, die Zuschauer aufzuwecken und schafften damit den perfekten Übergang zur nächsten Band.

 

Zeit zum Mitsingen – Madsen auf der Bühne

Nach der ca. 30-minütigen Umbaupause folgte Madsen. Davor wurden die Bierbecher aufgefüllt, die Stimmung hebte sich. Der Platz vor der Bühne wurde voller, die Wiese dichter besetzt. Es wurde lauter. Nach dem 10-jährigen Jubiläum ist die Indie-Rock-Band schon deutlich bekannter als Milliarden. Merkbar auch daran, dass die Songs flüssiger mitgesungen werden konnten. Es wurde mehr getanzt, auf den Rängen wurden private Gespräche eher eingestellt.  Der erste Höhepunkt war bei "Mein Herz bleibt hier" erreicht.

Die Liebe zu Berlin drückt die Band Madsen gern aus. Sie spielen mit dem Publikum, genießen sichtlich die Aufmerksamkeit. Während die Band um die Brüder Johannes, Sebastian und Sascha Madsen bereits seit 13 Jahren ihre Hits auf Festivals und eigenen Tourneen präsentieren, herrscht auch im Publikum eine familiäre Stimmung. Die Texte musste man nicht kennen, um den Auftritt genießen zu können. Auch als die Sonne hinter der Bühne unterging, entstand eine gemütliche Lagerfeuer-Atmosphäre.

 

Krönender  Abschluss am Freitag: Jennifer Rostock

Das Schlusslicht des Abends bildete Jennifer Rostock. Bier wurde vorher wieder aufgefüllt, die letzten Zuschauer betraten den Sommergarten. Auf rein musikalische Details muss man nicht groß eingehen. Ein Ohrwurm nach dem anderen wurde performt.

„Wie wär´s noch mit ‘nem Schnaps?!“(Jennifer Weist). Die Menge grölt: „Ja“. Jennifer Weist ruft: „Zicke zacke, zicke zacke“, die Menge antwortet lautstark: „Hoi, hoi, hoi!!!“  und weiter geht’s. Frontfrau  Jennifer  Weist fiel  vor allem wieder durch ihre sehr  freizügige Kleidung auf. Passend zu den politischen Texten und zusammen mit der rockigen Linie, die sich wie ein roter Faden durch den Abend zog, war die Band  ein perfekter Abschluss für den ersten Abend.

American Football ist in Amerika Volkssport. EA Sports bringt nun den neuen Teil seines Footballspiel „Madden NFL“ raus und setzt dabei viele Hoffnungen auf den Storymodus. Wir haben es für euch angespielt.

VON OLIVER MATTUTAT,  31. August 2017

Es ist das Ziel eines jeden Spieler in der Amerikanischen NFL, der National Footbal League: Einmal den Superbowl gewinnen und sich den Siegerring an dem Finger zu tragen. 

Erstmals baut EA Sports auch in sein Footballspiel Madden NFL einen Storymodus ein. Nachdem sie diesen Schritt schon letztes Jahr in ihrem Fußballgame FIFA getan habe, kann man nun auch in Madden von einem No-Name zu einem gefeierten Superstar aufsteigen und euch somit den Traum erfüllen könnt.

In Longshot, wie der Storymodus benannt ist, schlüpft ihr in die Rolle von Quaterback Devin Wade, dessen großen Traum es ist, Profi in der NFL zu werden und den Superbowl zu gewinnen. Aber im Moment spielt er noch am College und möchte sich für den NFL Draft, bei dem die Spieler zu den Profivereinen tranferiert werden, empfehlen. Der Spieler wird hier gut in das Spiel eingeführt und bekommt durch zahlreiche Tutorials auch die Steuerung gut beigebracht. Wie auch im Vorbild von FIFA beeinflussen deine Entscheidungen die Zukunft von Devin. Schaffst du es ihn in den Superbowl zu bringen? Wir sind immer noch auf dem Weg dorthin!

Aber natürlich gibt es bei Madden 18, wie gewohnt, auch andere Spielmodi. 

Im Schnellspielmodus tretet ihr in einem Spiele gegen den Computer an oder an der gleichen Konsole auch gegen einen menschlichen Gegner. 

Die größten Änderungen machen sich auch hier bemerkbar. Erstmals kommt die EAs Grafikengine Frostbite in Madden zum Einsatz und liefert gleich grandiose Bilder. Auch das Passen wurde überarbeitet. So ist es noch besser möglich, das Spielgerät dorthin zu werfen, wo man es hinbringen möchte. Außerdem gibt es nun drei Spielvarianten. Arcade, Simulation und Kompetitiv. Bei Arcade erlebt ihr ein Spektakel. Viele schnelle Spielzüge, viele Punkte aber wenige Strafen und der Spieler, den ihr steuert, ist immer ein wenig stärker als der Rest. Bei Simulation erlebt man, wie der Name schon sagt, eine Darstellung eines "echten" NFL-Spiels. Strafen, Verletzungen und richtige Team- und Spielerwerte inbegriffen. 
Bei Kompetitiv ist der Spieler an den Sticks, der entscheidende Faktor. Ein Modus für die Madden-Elite! 

Es ist natürlich auch möglich online gegen andere Spieler aus aller Welt anzutreten. Sehr beliebt ist Madden Ulitmate Team. Den Modus kennt man auch aus EAs Fußballsimulation FIFA. Man kann sich darin seine Traummannschaft zusammenstellen. Im Gegensatz zu FIFA besteht ein Kader nicht nur aus 23 Spielern und einem Trainer, sondern bei Madden beinhaltet der Kader mindestens 39 Spieler und mindestens acht Trainer. Da ist selbstverständlich dem realen Vorbild geschuldet.  

In diesem Jahr erweiterten die Macher den Modus unter anderem durch die sogenannten MUT Squads. Darin schließt du dich mit zwei Freunden zusammen und spielst online gegen drei andere Spieler. Dabei werden eure Kader kombiniert und jeder hat eine Rolle. Der Captain der Offense wählt die Offensivspieler, der Captain der Defensive die Defensivspieler und der Headcoach behält die Zeit im Auge und entscheidet über das Stadion und die Trikots.

Ein Spiel, da vor allem Football-Fans Spaß macht. Für Einsteiger fällt es doch eher schwer, gleich am Anfang viel Freude zu haben. 

Am 7. September geht dann auch die neue Saison der richtigen NFL in dem USA los. Bei den Profis kann man sich das ein oder andere auch für die virtuellen Matches abschauen. Die Wartezeit bis dahin könnte man sich mit Madden gut vertreiben.

VON JANIK EMIL

Dieses Wochenende geht’s richtig ab! Zum inzwischen achten Mal stellt der Jugendradiosender Fritz die Neuen DeutschPoeten vor.

Anfangs (Sommer 2010) noch im ausverkauften Astra und dann aufgrund der großen Nachfrage schließlich in den Folgejahren im IFA-Sommergarten der Messe Berlin.

Jährlich feiern bis zu 13.000 Fans in der wohl schönsten Open Air Arena der Hauptstadt die Neuen DeutschPoeten.

Die Grundidee des Festivals besteht darin, dass deutschsprachige Musiker*innen, welche  sich vor allem durch ihre Texte auszeichnen, auf das Festival eingeladen werden und sie dort ihr Talent zeigen können. So gibt es auch für etwas unbekanntere Künstler*innen die Chance, mal auf einer großen Bühne zu performen.
Für Lotte, Ace Tee, Dat Adam und Faber bietet sich erstmalig die Möglichkeit auf dem Festival aufzutreten.

Doch auch die Musikliebhaber*innen, die mehr auf die Superstars der Deutschpopszene stehen, kommen auf ihre Kosten – so werden Headliner wie Jennifer Rostock, Madsen, Milliarden, Philipp Poisel, Prinz Pi und Von wegen Lisbeth die Bühne rocken.

Insgesamt kann man sagen, dass sich an diesem Wochenende die Crème de la Crème der deutschsprachigen Musik trifft.

Ach übrigens: dies ist eines der wenigen Festivals, das über mehrere Tage geht und ohne Campingplatz ausgestattet ist. Also selbst bei schlechtem Wetter, wie es ja bereits schon angekündigt wurde, muss man dann wenigstens nicht platschnass im Zelt übernachten.

Jeder der schon einmal etwas von „The Witcher 3: Wild Hunt“ gehört hat, kennt auch das beliebte Mini-Spiel „Gwint“. Das Mini-Spiel hatte einen solchen Erfolg, dass die Entwickler daraus ein eigenes Online-Kartenspiel namens „Gwent“ gemacht haben.
Das Spiel bedient sich großer Beliebtheit und kann mit anderen führenden Online Kartenspielen, wie z.B. „Hearthstone“ mithalten.

Pünktlich zur Gamscom haben die Entwickler einige neue Features für „Gwent“ angekündigt. „Gwent“ soll nun eine Einzelspieler-Kampagne, eine Weltmeisterschaft und einige neue soziale Erweiterungen bekommen.

 

VON SANDY

 

Die Einzelspiel-Kampagne

„Gwent: Thronebreaker“ erzählt eine zuvor noch unbekannte Geschichte aus dem Witcher Universum. Die Kriegsveteranen-Königin Meve regiert über zwei Königreiche im Norden, nur wird sie von einer Invasion bedroht. Durch diese Invasion ist sie gezwungen, einen Kriegspfad einzuschlagen. Ihr begleitet Meve auf ihrer dunklen Reise, die gezeichnet ist von  Zerstörung und Rache.

Durch verschiedene Abwechslungen, wie Haupt- oder Neben-Quests, das Sammeln von Ressourcen oder die Entwicklung von strategischen Planungen bietet „Thronebreaker“ eine gelungene Abwechslung von „Gwent“.

„Gwent: Thronebreaker“ soll für PC, Xbox One und PlayStation 4 veröffentlicht werden.

Weitere Informationen zu Thronbreaker gibt es auf der offizielle Seite von „Gwent“.

 

Die Weltmeisterschaft

Die Entwickler haben eine offizielle E-Sport-Serie angekündigt: „Gwent Masters“. Durch den neuen Saison-Modus und verschiedenen Turnieren sollen die Spieler ihr Können unter Beweis stellen. Wer weiter kommt, hat die Möglichkeit, im Finale den Titel des Gwent World Champion zu erlangen.

Nähere Informationen zu „Gwent Masters“ und den Regeln findet ihr hier.

 

Soziale Features

Mit dem kommenden Update soll „Gwent“ auch einige soziale Features erhalten. Man soll nun die Möglichkeit haben, Freunde in seine Freundesliste hinzuzufügen. Zudem kann man sein Profil bearbeiten, auch die einzelnen Gewinn-Quoten der Fraktionen sollen nun angezeigt werden. Über aktuelle Nachrichten oder Events soll nun auch berichtet werden. Wie genau dies umgesetzt werden soll und was für weitere Features euch erwarten, könnt ihr euch ansehen:

 

Wie ist es so bei Youtube zu arbeiten? Wir haben bei dem PR Chef von YouTube, Henning Dorstewitz, nachgefragt!

Jedes Jahr aufs Neue stehen die Gamer vor der Qual der Wahl. Für welches virtuelle Fußballspiel entscheiden sie sich? Auch dieses Jahr schicken Electronic Arts und Konami ihre Games ins Rennen. Wir haben beide mal angezockt.

Wir sind für euch auf der Gamescom 2017 in Köln. Sophie und Sarina haben sich in eine Challenge gestürzt und müssen sich in mehren  Runden beweisen. Wer gewonnen hat? Schaut selbst!

“Obwohl Jess und Eden sehr verschieden sind, sind sie trotzdem unzertrennlich und seit Ewigkeiten beste Freundinnen. Doch eines Tages verschwindet Eden spurlos und auf Jess suche nach ihrer besten Freundin wird sie selbst mit den dunklen Geheimnissen ihrer Vergangenheit konfrontiert." Liz Flanagans Debütroman Eden Summer ist ein Buch über Liebe, Freundschaft, Verlust und dunkle Geheimnisse. 

VON KAJA

Für Jess beginnt der Tag eigentlich ganz normal, doch dann erhält sie die schockierende Nachricht, dass ihre beste Freundin Eden spurlos verschwunden ist. Für Jess ist klar, dass sie nicht tatenlos zuhause sitzen und warten kann. Sie geht los und macht sich auf die Suche nach ihrer so unterschiedlichen Freundin, doch schnell konfrontiert die Suche sie mit den dunklen Kapiteln ihres Lebens und auch das Leben der allseits beliebten Eden Holby ist nicht ganz so strahlend, wie viele denken.  Außerdem ist da auch noch Liam, Edens Freund, für den Jess vielleicht mehr empfindet, als sie zugeben will.

 

Der erste Roman der englischen Autorin hat mich von Anfang an begeistert. Er ist schön gestaltet, hat ein schönes Cover und führt diesen künstlerisch Touch auch noch im Buch ein wenig weiter. Das Symbol der Sonne, die hinter einer Regenwolke halb versteckt ist, leitet jedes Kapitel ein, sowie eine Uhrzeit, die die Kapitel zeitlich gut strukturiert. Man weiß, wie viel Zeit zwischen den einzelnen Kapiteln vergangen ist.  Zudem ist das Buch in fünf  Abschnitte geteilt, die jeweils durch eine schwarze Seite getrennt werden. Diese fünf Abschnitte sind der Prolog, der Morgen, der Nachmittag, der Abend und der Epilog. Dementsprechend erzählt der Roman einen Tag, einen besonderen Tag, aus Jess' Leben und was an diesem alles passiert. Jedoch erzählt der Roman auch mittels Rückblenden, was im vergangenen Sommer passiert ist bzw. geht er zu bedeutenden Momenten im Leben der zwei Mädchen zurück. An einigen Stellen ist der Roman auf Grund seiner viel Zeitsprünge, leider teilweise verwirrend, weil man leicht den Überblick verliert, was wann passiert ist. Ich hätte mir gewünscht, dass neben den Zeitangaben, die dem Buch eine zeitliche Struktur in der Gegenwart geben, ebenfalls ein Datum zu den Rückblenden hinzugeschrieben  worden wäre.

Es scheint so, als würde der Prolog zeitlich nach dem Hauptteil spielen, obwohl ein Prolog ja eigentlich als eine Art Einleitung dient. Zudem arbeitet das Buch mit großer, gut zu lesener Schrift mit kurzen Kapiteln, die für mich persönlich schon fast zu groß war, weil ich ganz andere Dinge gewöhnt bin (kleinere Schrift und längere Kapitel, etc.), aber ich habe mich schnell an den Stil des Buches gewöhnt, zumal mir die kurze Kapitel ermöglichten, beispielsweise ein Kapitel auf dem Weg zur Uni zu lesen und eines auf dem Rückweg, sodass man nicht mitten im Satz bzw. mitten im Kapitel aufhören musste. Man konnte sozusagen in sich abgeschlossene Abschnitte lesen.

Durch die große Schrift ist das Buch auch etwas für Leute, die nicht so oft lesen oder eine große Schrift bevorzugen und die FSK von 14 Jahren ist meiner Meinung nach angemessen. 

Bezüglich des Inhaltes kann ich sagen, dass die Charaktere gut geschrieben sind, man mit ihnen mitfühlt und ihre Handlungen nachvollziehen kann, da die Handlung bzw. ihre Erfahrungen natürlich auch ihr Auftreten und Handeln, sowie ihren Charakter beeinflussen. Natürlich sind die drei Hauptfiguren Jess, Eden und Liam nicht alle zu jeder Zeit gleich symphatisch, aber ich würde behaupten, dass allgemein betrachtet die Figuren sympathisch geschrieben sind. Für mich persönlich war Jess am sympatischsten von den dreien, was auch daran liegen könnte, dass das Buch aus ihrer Sicht geschrieben ist.

Zudem fiebert man mit den Personen bzw. mit Jess mit und man fragt sich beispielsweise, warum Jess so verschlossen ist bzw. wird schon recht früh angedeutet, dass es einen verherenden Zwischenfall in ihrem Leben gab und da man bis etwa zur Hälfte des Buches nicht weiß, was mit Jess passiert ist, sondern es immer nur angedeutet wird, möchte man wissen, wieso sie sich so entscheidet oder verhält.

Ich persönlich habe mir während des Lesens dieses Buches viele Fragen gestellt und mich teilweise auch in Theorien, wie es weitergehen könnte, verstrickt. Einige dieser Fragen waren: „Warum hat Jess solche Probleme mit Menschenmengen?”, “Warum wollte sie unbedingt ein Tattoo?”, “Was ist zwischen Eden und Iona (ihrer Schwester) passiert?”, “Warum ist Eden verschwunden?”, “Wer ist Liam wirklich bzw. was fühlt er tief in seinem Inneren?“.

Obwohl mir das Buch sehr gut gefallen hat, muss ich leider sagen, dass ich recht schnell eine Ahnung hatte, was passiert ist oder besser, wie das Buch ausgehen würde. Nichtsdestotrotz war das Buch sehr spannend und das Puzzle um Jess, Eden und Liam hat sich erst langsam in meinem Kopf vollständig ergeben.

Das hat der Spannung des Buches aber keinen Abbruch getan und das Puzzle um Jess, Eden und Liam hat sich erst langsam in meinem Kopf vollständig ergeben. 

Positiv fand ich zudem, dass die Autorin nach ihrer Danksagung noch eine Seite mit dem Titel “Weitere Informationen” angefügt hat, auf der sie ihre Motivation für diesen Roman beschreibt und zudem einige Organisationen nennt, an die sich Jugendliche, mit ähnlichen Problemen wie Eden oder Jess, wenden können.

Mein Fazit zu diesem emotionalen Thriller über Liebe, Angst, Gewalt und Freundschaft ist, dass ich ihn jedem Jugendlichen ab 14 Jahren nur wärmstens empfehlen kann.

Es war wieder so weit! In Köln fanden die Gamescom und die VideoDays statt! Wir waren für euch live vor Ort und haben für euch die neusten Trends der Gaming-Welt und die neusten News der YouTube-Stars herausgefunden. Checkt auch unsere Social Media Kanäle!
 

VON ANNA NICOLE & MEMIA

Wir (das Reporterteam Anna Nicole und Memia) möchten Euch mit einer Reportage "Dance connects the world" über die vielfältigen interkulturellen Beziehungen von Jugendlichen und Tanz informieren. So besuchen wir Kinder und Schüler, wie auch Initiativen (EU/UN Organisationen, Vereine und Stiftungen oder Personen), die sich im Thema Kinder und Tanz / Act Together / Migration und besonders im sozialen Bereich engagieren.

Sie tun Gutes und wir möchten darüber berichten. Nachdem wir Schüler und Kinder in Rumänien, eine Wiege der europäischen (Tanz)Kultur und die Schaffensstätte des Dichters Ovid in Constanta (ehem. Tomis) besucht haben, auch über die nach ihm benannte Universität, als auch über die dortigen Stiftungen für Tanz und Choreografie und Universität  Ovidiu – "Ovidius University – das Department of Performing arts-theatre acting" berichteten, geht es nun weiter mit Jugend und Tanz hier in Berlin - eben auch zu diesem Thema.

 

Jubiläum: 2000 Jahre OVID

2017 feiern wir auch hier in Berlin das 2000-jährige Jubiläum des römischen Dichters OVID. So auch mit einem Tanztheaterstück, wie kann es anders sein als in der Antike, natürlich draußen in warmen Sommernächten mit Fackeln unter dem Sternenhimmel.

OVIDS TRAUM ist Teil der Veranstaltungsreihe "​​Bimillennium 2017: Ovid und Europa“ der Freien Universität Berlin. (Hier gibt es weitere Infos / PDF-Flyer)

OVIDS TRAUM – Im Garten der Wandlungen ist ein getanztes Traumspiel aus Licht und Schatten vom Theater ANU auf dem Tempelhofer Feld.

Lichtinstallationen, brennende Schuhe, tanzende Schatten: Theater Anu verwandelt das Tempelhofer Feld in einen traumhaften Garten der Wandlungen – Ein Fest für die Sinne. Geheimnisvoll, sinnlich und berührend zugleich: Internationale Tänzerinnen und Tänzer aus Spanien, Italien und Deutschland gehen dem 2000 Jahre altem Geheimnis der „Metamorphosen” des römischen Dichters Ovid auf die Spur: Warum verwandelt er seine Heldinnen und Helden in Bäume, Vögel, Steine oder Sternenstaub anstatt in bessere Menschen? Theater Anu erschafft eine begehbare Traumwelt aus Licht und Klang: getanzte Leidenschaft – poetisch, mystisch, hypnotisch.

Wir trafen Frau Behr, die Leiterin des Theaters, Herr Behr, der künstlerische Leiter und Frau Prof. Dr. Melanie Möller von der FU Berlin zum Interview. Im Gespräch erklärten sie uns, wie die Idee dazu entstanden ist und was es mit Ovid und „der europäischen Phantasie“ auf sich hat. 

Holi feiern – eine Sache, die ich schon länger machen wollte. Meine Lust für das indische Frühlingsfest hat sich durch farbenfrohe Bollywood Filme und Serien entwickelt. Dort wird das Fest prächtig und mit viel Gesang und Tanz gefeiert. Die Menschen bewerfen sich hauptsächlich mit gefärbtem Pulver und Wasser.

VON NUSEYBA

Mittlerweile wird das Fest auf der ganzen Welt in Form von riesigen Festivals mit Musik, Lichtshows, Tanz, Essen und viel Farbe gefeiert. Auch in Deutschland blieb dieser Trend nicht aus und das Holi Festival Of Colours tourt jedes Jahr einmal durchs Land.

Dieses Jahr sollte mir die Möglichkeit auch vergönnt sein und zusammen mit einer Freundin sollte ich mir im Namen von jup! Berlin die Veranstaltung mal anschauen.

Tipps und Tricks

Das erste was ich zu Holi sagen kann: Hier wird mit Farben um sich geworfen, sprich: Die beste Seidenbluse sollte besser im Schrank bleiben. Am besten nimmt man sich ein altes T-Shirt oder Hemd, was auch dreckig werden kann, mit. Am besten in Weiß, dann sind die Farben deutlicher zu erkennen.
Viele der Teilnehmer schützen sich auch mit Masken und Tüchern, um das Pulver nicht einzuatmen. Zum anderen kann das Pulver leicht in die Augen geraten, sodass auch Kontaktlinsen nicht die klügste Entscheidung wären.

Holi in Berlin

Dieses Jahr fand Holi in Berlin zeitgleich mit dem Christopher-Street-Day statt und die Straßen und U-Bahnen waren überfüllt. Je mehr ich mich dem Reitstadion Olympiapark näherte, desto dichter wurde die Menschenmasse und umso lauter die Musik. Die ersten, die mir entgegen kamen, waren auch schon vollkommen mit Farbe bedeckt. Angekommen am Eingang, durften wir über den Presseeingang das Gelände betreten, welches mit vielen Ständen und einer riesigen Bühne besetzt war, für den Magen und die Stimmung war reichlich gesorgt worden. Das Einzige, das nur noch mitspielen musste, war das Wetter. Trotz guter Laune und Festivalstimmung zogen sich immer mehr dunkle Gewitterwolken über dem Himmel Berlins zusammen und ich wusste, dass der Regen nicht lange auf sich warten lassen würde. Kurz vorm Countdown zum ersten „Farbwurf“ spürte ich auch schon die ersten Tropfen auf meinem Gesicht. Mit jeder Zahl, die runtergezählt wurde, verstärkte sich auch der Regen. Als wir endlich die Null erreichten und lauthals die Farbe in die Luft schmissen, schüttete es wie aus Eimern. Wie es auf jedem guten Festival aber der Fall ist, ließen sich die wenigsten von dem Wetter die Stimmung versauen. Die Musik wurde immer lauter, die Leute fingen trotz tsunamiähnlicher Nässe an, wild zu tanzen und sich gegenseitig mit Farbe zu attackieren. Es brauchte keine zehn Minuten und der Platz glich einer riesigen bunten Rauchwolke. Viele fingen auch an auf dem aufgeweichten Boden sich gegenseitig mit Schlamm zu bespritzen. Holi glich immer mehr einem Herbst-Festival wie man sie aus Filmen kennt.

Party anstatt Tradition?

Ich denke, dass jeder, der gerne einmal zu Musik mit Farbe um sich werfen will, hier eine gute Möglichkeit findet, diese Neigung auszuleben. Dennoch muss ich erwähnen, dass mir ein schlechter Beigeschmack geblieben ist. In Indien ist Holi ein wichtiges und heiliges Fest, dass der Hinduistischen Tradition entstammt. Dort hat das Fest auch einen wichtigen Gesellschaftlichen Wert: Egal welcher Kaste man angehört, jeder feiert mit!
Es ist traurig mitanzusehen, wenn Menschen mit Bindis, bemalten Henna-Händen und mit Farbe um sich Werfend ein Fest feiern, welches für andere ein wichtiger Teil ihrer Kultur darstellt. Hier spielt vor allem kulturelle Aneignung (engl. cultural appropriation) eine wichtige Rolle. Mit cultural appropriation ist die kulturelle Aneignung von Bestandteilen einer marginalisierten Kultur gemeint und es müssen dabei immer Macht- und Diskriminierungsverhältnisse beachtet werden. Kulturelle Aneignung ist aber ein anderes Thema für sich und würde hier den Rahmen sprengen.
Dennoch im Beispiel von Holi: Viele Menschen, bei denen das Feiern von Holi, das Bemalen der Hände mit Henna und das Tragen von einem Bindi zum Teil der Kultur gehört, werden im Westen oft als weniger integriert und minderwertig angesehen. In den meisten Fällen sind sie auch von rassistischen Überfällen betroffen. Diese kulturellen Bestandteile werden hier dann vermarktet und als Teil der westliche Kultur verkauft, um damit wirtschaftliche Erfolge zu erzielen.  

Persönlich denke ich, dass jeder das Recht hat andere Kulturen kennenzulernen und sie zu leben, solange man aber die kulturelle Zugehörigkeit benennt und sie auch als Bereicherung wertschätzt.
Dieses eine Mal hat mir Holi gereicht und es wird auch das letzte Mal gewesen sein, dass ich dieses Festival besuchen werde. Ich will nicht Teil einer Bewegung sein, die dazu Beiträgt, dass die Kultur einer Minderheit verfälscht wird und dadurch verloren geht.

 

Ali Land veröffentlichte vor kurzem ihr Buch „Ich bin böse“. Ein psychologischer Spannungsroman, der verändert. Wie? Mit einer Menge Spannung und einem Spiel mit der Psyche, das ich in dieser Form noch nicht erlebt habe. Definitiv nichts für schwache Nerven.

VON FRIEDERIKE

Das Leben mit einer Psychopathin

Es geht um Annie, die allein mit ihrer psychopathischen Mutter in einem abgeschiedenen Haus wohnt. Gegenüber ihrem Zimmer befindet sich das sogenannte Spielzimmer, wo ihre Mutter kleine – vorzugsweise – Jungen, aber auch Mädchen misshandelt und zuletzt tötet. Annie gegenüber verhält sie sich sehr gegensätzlich. Einmal ist sie zu ihr die gutmütige Mutter, die sich um sie sorgt und mit ihr Dinge unternimmt. Im nächsten Moment foltert sie auch ihre Tochter. Kurz vor Annies 16. Geburtstag und nachdem ihre Mutter zum neunten Mal zur Mörderin geworden ist, hält Annie es nicht mehr aus und geht zur Polizei.

 

Alles neu

Annie ist von nun an Milly und wird von ihrem Psychologen Mike in dessen nicht allzu heile Familie aufgenommen. Ihre neue Mutter Saskia scheint Angst vor Milly und ihrer Vergangenheit zu haben und ihre Schwester Phoebe, die nichts von eben dieser Vergangenheit weiß, kann sie nicht ausstehen. Der Hass, den Phoebe jedem der zahlreichen Pflegekinder, die Familie Newmont bisher aufgenommen hat, entgegengebrachte, rührt daher, dass sie sich von ihren Eltern vernachlässigt fühlt. Milly jedoch verabscheut sie besonders und das zeigt sie ihr sowohl zu Hause, als auch in der Schule. Dort ist Phoebe hochangesehen, was es für Milly unmöglich macht, dem Mobbing aus dem Weg zu gehen.

Mike bemerkt all das nicht, obwohl die Attacken seiner Tochter immer grausamer werden, wo Milly gerade doch mit viel Schlimmerem zu tun hat: Der Prozess ihrer Mutter steht an und Milly muss sich darauf vorbereiten in Anwesenheit ihrer Mutter vor Gericht als wichtigste Zeugin gegen diese auszusagen und ihre gemeinsame Geschichte wohl oder übel wieder von vorn aufrollen.

 

Millys Beziehung zu ihrer Mutter

Das Buch ist aus Millys Sicht geschrieben, die noch immer eine emotionale Bindung zu ihrer Mutter hat. Sie steckt in einem Zwiespalt, denn sie sieht wie falsch die Morde doch sind, fühlt sich jedoch trotz alldem, was vorgefallen ist, noch immer zu ihrem letzten Familienmitglied hingezogen. Milly hat sich vorgenommen nach all den Dingen, die ihre Mutter ihr gezeigt und vorgelebt hat, liebenswert und nett zu sein und auf keinen Fall wie ihre Mutter zu werden.

Tief drinnen, denkt Milly, ist sie allerdings trotzdem noch die Tochter einer Serienmörderin und hat den Hang zur Gewalttätigkeit in ihrem Blut. Dieser Glaube verfolgt sie das ganze Buch über in Form ihrer Mutter. Tags wird Milly von dieser als Stimme in ihrem Kopf, nachts als wiederkehrende Figur in ihren Träumen heimgesucht. Diese Tatsache erschwert es ihr, besonders durch das Näherrücken des Gerichtstermins, ihre Mutter loszulassen. Millys teils blutigen Gedanken werden zusätzlich aber auch noch vom Psychoterror Phoebes und ihren Freunden geschürt, was ihre Chancen auf ein normales Leben schwindend gering aussehen lassen.

 

Land verhüllt nicht

Ich habe das Buch mit in den Urlaub genommen, um es dort bei schönem Wetter am Strand zu lesen und mir mit guter Literatur die Zeit zu vertreiben. Gute Literatur ist dieser Roman allemal, aber ein einfacher Zeitvertreib und damit leichte Kost ist er keineswegs. Milly beschreibt nie direkt, was ihre Mutter ihr und den Kindern nun wirklich angetan hat, was die Intensität der umrissenen Beschreibungen einzelner Taten jedoch in keiner Weise abschwächt. Alles wirkt nur umso bewegender, wie die aufgrund ihrer verpassten Kindheit noch relativ kindliche Milly ihre Erinnerungen schildert.

Ali Land schreibt realistisch, was nicht zuletzt daran liegt, dass sie selbst über mehrere Jahre mit einer Kinderpsychiatrie zusammengearbeitet hat. Genau das ist der aufwühlende Teil dieses Romans: Das alles basiert auf Erlebtem realer Menschen oder ist dem zumindest nachempfunden. Auch wenn der genaue Plot freierfunden ist, sind die Gedanken und die Gefühlslage Millys wirklichkeitsnah. Diese Information am Ende des Buches hat mich doch noch einmal sehr nachdenklich gestimmt und führt dazu, dass das Buch noch lange nach dem Lesen stark beschäftigt. Mir persönlich war dieses Thema nie so direkt und nackt dargeboten worden, was Ali Land mit ihrem Buch jedoch geschafft hat.

Dieses Buch bewegt und verändert – ich für meinen Teil werde von nun an wohl mit anderen Augen durch die Welt gehen. Wer weiß was wirklich hinter geschlossener Tür vor sich geht?

Der Wahlsalat zur Bundestagswahl 2017

Am 24. September findet die Bundestagswahl 2017 statt. Damit du auf dem Weg zur Wahl nicht den Überblick verlierst, beantworten wir hier Fragen rund um die Bundestagswahl.

Mit dabei sind unter anderem...
MrWissen2Go // Clement Davis // KleinerFünf // Zukar // Jugendwahl U18 // DieseLea // Spuck auf Rechts // Topher Lack // Malternativ // Tomatolix

 

Unser Tipp:

Die U18 Wahlsendung fand am 15.09.2017 statt. Live aus dem ALEX-STUDIO an der Warschauer Straße mit vielen tollen Gästen und Live-Auftritt von Topher Lack. Die ganze Sendung könnt ihr euch bei YouTube anschauen!

 

 

Ihr wisst immer noch nicht, wo ihr euer Kreuz setzen sollt?

Spielt am Wahl-O-Mat (ab 30. August 2017) und schaut nach, mit welchen Parteien ihr bei euren Themen die größte Übereinstimmung habt.

Die Ergebnisse der U18-Wahl, die am 15.09.2017 stattfand, findet ihr auf u18.org.

 

Wenn mich ein 4-jähriger Junge fragt, ob er den pinken Schoko-Hasen haben darf, soll ich ihm dann sagen: „Nein! Da steht 'für Mädchen' drauf! Das darfst du nicht!“?

VON SINA

Sexismus ist auch im Jahr 2017 noch ein Thema. Zwar sind wir vor dem Recht alle gleich und auch Frauen dürfen inzwischen ihren Stimmzettel in die Wahlurne werfen und selbst entscheiden, ob sie arbeiten gehen möchten, jedoch in der Bezahlung haben Männer, unabhängig von der verrichteten Arbeit, oft immer noch einen Vorteil. Doch nicht nur bei den Gehältern wird zwischen Mann und Frau unterschieden. Ziemlich präsent - und zwar schon bei den Kleinsten - ist das Gendermarketing. Der geschlechtliche Unterschied wird von der Industrie als Grund zur Herstellung von Produkten „für Jungs“ und „für Mädchen“ verwendet. Gekennzeichnet sind diese spezifischen Differenzen durch Farben und Bezeichnungen, welche durch vermeintliche Interessen und Eigenschaften definiert sind. Blaues Duschgel mit der Aufschrift „Für Fußballer“, pinke Shampoo-Flaschen mit der Aufschrift „für Prinzessinnen“-und es glitzert sogar! Die Zielgruppe ist dabei das jüngere Alter.

 

VON SOPHIE

Jeder traf schon mal eine Entscheidung, die er oder sie hinterher bereut hat. Eine nicht ergriffene Chance, die einmalig im Leben auftritt. So auch Jason Dessen.
Der Atomphysiker Jason Dessen ist in dem neu erschienenen Roman „Dark Matter- Der Zeitenläufer“, welcher von Blake Crouch geschrieben wurde, der Hauptprotagonist.

Jason steht zwischen Erfolg und Familie. Denn in der Zeit, als er dem beruflichen Erfolg immer näher kommt, wird seine Freundin Daniela, mit der er noch nicht lange zusammen ist, unerwartet schwanger. Und so entscheidet er sich für seine Frau Daniela und seinen Sohn Charlie.
Er lebt mit seiner Familie in Chicago und arbeitet als Professor an einem College.
An einem Abend verlässt Jason seine Familie, um in seine Stammkneipe zu gehen. Auf dem nach Hause Weg wird er von einer fremden Person entführt und in ein altes Haus gebracht. Nach seiner Ohnmacht  wacht er an einem Ort auf, der ihm unbekannt ist.
Es fällt ihm auf, dass seine Entführer ihn zwar bei seinem Namen nennen, er jedoch nicht die Person ist, für die sie ihn halten.  Es beginnt eine Reise in mehrere Parallelwelten von Entscheidungen, die er nie selber getroffen hat.

Der Roman orientiert sich an der Quanten-Physik. Also daran, dass neben unserer Welt, andere Welten, sogenannte Parallelwelten, existieren. Es beschreibt die Vielfalt einer Entscheidung mit den damit verbundenen ungewollten Folgen.

Für jemanden wie mich, die sich wenig mit Physik beschäftigt, ist das Thema leicht und verständnisvoll erklärt. Der Autor führt den Leser langsam an das Thema heran, ohne dass es einem zu viel wird. Auch das Thema im Allgemeinen, dass jede Entscheidung  große unerwartete Auswirkungen auf das Leben hat, regt einem zum Nachdenken an. Und auch wenn man gerade nicht das Buch liest, denkt man darüber nach.
Die Geschichte ist auf  416 Seiten gut aufgebaut, auch wenn die Handlung für meinen Geschmack an manchen Stellen etwas in die Länge gezogen wurde. Auch, dass Jason seine Familie liebt, ist manchmal öfter betont als nötig.

Das Buch ist sehr zu empfehlen, da es den Leser auf eine einfache Weise an die Physik heranführt und eine nachvollziehbare  Lebensgeschichte beinhaltet.

VON CHARLOTTE

YOU 2017 – Laut, voll und mit zahlreichen YouTubern, von denen ich noch nie ein Wort gehört habe. Über 45.000 Jugendliche haben dieses Jahr die YOU besucht und trotz zahlreicher Ausbildungsstände schien das Hauptinteresse der Besucher*innen in diesem Jahr bei den Youtubern, der Jam FM Bühne und dem Pizza-Burger-Stand zu liegen. Von vielen Jugendlichen schien das Ziel zu sein, so viel wie möglich gratis abzugreifen, ohne sich tatsächlich mit den Ständen und ihren Informationen auseinanderzusetzen. Im Sommergarten schien die Sonne und es hätte echt schön sein können, wenn nicht die Jam FM Bühne dauerhaft alles übertönt hätte, mit einem Moderator, der 13-Jährige aufforderte, auf die Bühne zu kommen, damit er ihnen eine Freundin suchen könne.

Meiner Meinung muss die YOU kein Ort sein, an dem Jugendliche auf ihr Äußeres reduziert werden und ihnen vermittelt wird, dass man unbedingt in einer Beziehung sein muss. Das wurde leider nicht nur auf der JAM FM Bühne gemacht, sondern auch an vielen anderen Ständen. Es gab Beauty Umstyling‘s und es lagen überall kostenlose Teenie-Zeitschriften mit den neuesten Flirttipps herum.  Abgesehen von diesen Attraktionen, die ich persönlich nicht sonderlich gut fand, gab es aber zum Beispiel auch einen riesigen Pool in dem vor allem die jüngeren Besucher*innen eine riesige Wasserschlacht haben oder bei der weltweit ersten aufblasbaren Surfstation sich im Surfen ausprobieren konnten.  Jugendliche hatten außerdem die Möglichkeit, sich bei dem Stand von Bündnis‘90/ Die Grünen darüber zu informieren, welche Rechte sie in der Schule haben. Außerdem gab es zahlreiche Info-Stände von Firmen, die Ausbildungsplätze anbieten. Was mich persönlich sehr fasziniert hat, war die Streetdance Meisterschaft, die Samstag und Sonntag stattfand und jedes Mal, wenn ich kurz zugeschaut habe, war ich unfassbar beeindruckt von dem Talent und der Kreativität, die zu sehen war.

Zusammenfassend glaube ich, dass ich mittlerweile mit 18 Jahren zu alt für die YOU bin und einfach nicht mehr in die Zielgruppe falle. Natürlich gab es einige Sachen, die ich wirklich spannend und unterhaltsam fand, aber insgesamt war es mir zu laut, voll und kommerzialisiert.

Friederike und Charlotte haben auf der YOU 2017 die weltweit erste aufblasbare Surfstation ausprobiert! Wie sie sich dabei geschlagen haben und ob sie nass geworden sind seht ihr hier. 

 

jup! Redakteurin Sina sprach mit MIKE LEON und SONNY LOOPS über Erfolg, Schönheit und Musically! Alle Antworten gibt es im Video!

VON SARINA

Auf der TINCON, die dieses Jahr zum zweiten Mal in Berlin stattfand, gab es auch dieses Jahr wieder viele Talks zu Themen, die verschiedener wohl nicht hätten sein können. Von Meinungsäußerungen zur Flüchtlingsdebatte, über Internetproblematiken, bis hin zu wohl alltäglichen Problemen wie fehlendem Selbstbewusstsein war alles dabei. Besonders angetan haben es mir die Vorträge „Auf die Fresse fallen – hups – wieder aufstehen“ von Toni Nolde und „Selbstbewusstsein durch und trotz Social Media“ von Nora Wunderwald. Was mich an beiden Künstlerinnen sofort begeistert hat, war, wie selbstsicher und locker  beide Mädchen die Themen zum Publikum transportieren konnten. Fehlendes Selbstbewusstsein und Fehlschläge sind wichtige Themen in unserer Jugend. Die Lockerheit diese Themen in so gut verständliche Worte zu packen, hat mich unglaublich fasziniert. Toni Nolde hat einen 10-Punkte-Plan aufgestellt, in dem sie ihre Meinung und ihre Vorgehensweise bei negativen Ereignissen auflistete und näher erörterte. Nach ihr seien Fehlschläge vollkommen normal und nicht das Auftreten, sondern der Umgang mit ihnen sei von Relevanz. Genau aus diesem Grund sei nach ihr der erste richtige Schritt nach einem Fehlschlag auch das Liegenbleiben und die Akzeptanz. Doch dann heißt es: Kopf hoch, aufrichten und weitergehen. Auch ohne Krone. Danach vornehmen, nie wieder hinzufallen. Auch wenn man sagen kann, dass man so oder so wieder fallen wird, egal wie sehr man sich bemüht, es nicht zu tun. Jedem passiert an irgendeiner Stelle während des Lebens ein solches Erlebnis und genau das ist das, was uns menschlich macht. „Kopf hoch, denn ihr werdet garantiert wieder fallen“, waren einige ihrer letzten Worte. Nora Wunderland hat diesen Themenbereich ähnlich abgedeckt, nämlich hat sie sich besonders um die Prävention negativer Ereignisse, insbesondere mit oder im Internet auseinandergesetzt. „Fake it `til you make it“, waren starke Worte, die mir im Kopf geblieben sind. Du hast kein Selbstbewusstsein? Dann tu so, als ob und auf einmal kommt es von ganz allein. Die Selbsteinschätzung steht hier bei weitem über der Meinung von anderen. Ziel ist es, mit sich selbst zufrieden zu sein. Alles andere kommt danach.

Mich haben diese Worte gleichzeitig zum Nachdenken angeregt, aber auch berührt, da beide auch ihre persönlichen Lebenserfahrungen, welche natürlich nicht immer positiv waren, mit dem Publikum geteilt haben. Außerdem haben sie vollkommen souverän ihre Meinung präsentiert und das Publikum war durchweg begeistert von beiden Vorträgen. Also TINCON: weiter so! Unbedingt mehr solcher Vorträge, es war wieder einmal klasse!

Auf der TINCON 2017 durften wir mit dem General des YouTube-Kanals "MrWissen2go" sprechen. Was er in der Schulzeit immer falsch gemacht hat, erfahrt ihr im Video!

Interviewer: Julius | Schnitt: Dat

Auf der TINCON 2017 hatten wir Gelegenheit, die Gründer des reichweitenstärksten YouTube-Kanals für Online-Nachhilfe zu interviewen: Alexander und Nico von The Simple Club!
Tipps für's Leben gibt es im Video!

Interview und Schnitt: Dat

 

Klein aber fein. Gerade erst fertig und schon bekannt. Worum es in diesem Anime geht und ob er sehenswert ist, berichte ich euch hier.

VON ALINA

Die Geschichte spielt in einem Königreich namens Glanzreich. Durch den weisen und liebevollen König herrscht Frieden und Reichtum im Königreich. Doch auch der König muss sich Gedanken um einen Nachfolger machen. Er hat fünf Söhne und eine Tochter. Sein Erstgeborener ist ein begabter junger Mann, der ein absolut geeigneter König wäre. Doch sein Vater, Viktor von Glanzreich, ist besorgt. Immerhin haben es viele auf das Leben seines Sohns abgesehen. So möchte er für den Fall der Fälle auch seine anderen vier Söhne auf den Thron vorbereiten. Deshalb ruft er den Hauslehrer Heiner Wittgenstein zu sich.

Heiner hat es aufgrund seiner Körpergröße nicht leicht, als er im Schloss ankommt. Die Prinzen weigern sich mit ihm zu arbeiten. Alle Hauslehrer, die sie bis jetzt hatten, verließen das Schloss schon bald wieder. Dass das an ihrer arroganten und abweisenden Art liegt, kommt den Prinzen nicht in den Sinn. Den neuen Lehrer wollen sie auch nicht haben.

In den ersten paar Episoden lernt Heiner die Prinzen kennen. Ihre Charaktere, ihre Probleme, ihre Stärken und ihre Schwächen – alles  macht dem Hauslehrer zu schaffen und sein Leben kompliziert. Doch Heiner ist nicht wie die anderen Lehrer. Mit seinen unglaublichen Fähigkeiten und viel Mitgefühl schafft er es, dass die Herzen aller ihm zufliegen. Doch trotz allem ist damit nicht alles gut, denn jemand versucht die Prinzen loszuwerden.

Ich habe diesen Anime geliebt. Er hat einen wunderschönen Zeichenstil und die Animationen sind fesselnd. Die erste Hälfte des Anime ist unheimlich lustig, während die zweite in die Tiefe geht und emotional ist.

Was mich überrascht hat, war die Tatsache, dass ich mich in alle Charaktere verliebt habe. Im Normalfall hat man zwei oder drei Lieblinge, aber das war bei diesem Anime nicht der Fall.

Beim Schauen dieses Anime durchläuft man die unterschiedlichsten Emotionen. Man weint, man lacht und man wird wütend. Eine Achterbahn der Gefühle.

Der Anime hat nur zwölf Folgen und hat somit keine Füllerfolgen, sondern nur Story pur.

Ihr findet den Anime mit englischen und deutschen Untertiteln hier.

Im Juli kommt „The Royal Tutor“ sogar als Manga raus, an dem die Macherin Higasa Akai schon seit 2013 arbeitet. Es ist ihr erstes Werk.

Dieser Anime ist ein absolutes Muss für Anime-Fans und wenn ihr es mögt, zu lachen, ist dieser Anime nur zu empfehlen.

 

Die TINCON 2017 - das Festival für digitale Jugendkultur! jup! war vor Ort. Was ihr verpasst habt und warum ihr auf jeden Fall nächstes Jahr dabei sein müsst? Schaut es euch an!

Ein Video von Kai:

Ein digitales Festival nur für Jugendliche! Vom 23. Juni bis 25 Juni 2017 trafen sich zum zweiten Mal YouTuber, Blogger, Aktivisten, Fans und Interessierte auf der TINCON in Berlin. Auch die jup! Redaktion war für euch vor Ort und hat u.a. TheSimpleClub und Mr.Wissen2Go interviewt. Darüber hinaus bekamen wir Dank der TINCON im Vorfeld die Möglichkeit, die Bundesfamilienministerin, Frau Dr. Katarina Barley, zu interviewen. Alle Artikel und Videos findet ihr hier!

Die TINCON 2017 – (k)ein Event für jeden?  Wie unsere beiden Redakteurinnen, Sina und Friederike, sie erlebt haben, erfahrt ihr in ihren Rückblicken.

VON SINA

Wie schnell die Zeit vergeht. Eine Woche ist es nun schon her, als ich mit müden Augen das Kraftwerk Berlin verlassen habe. Es mag an dem Wetter gelegen haben, dass ich schon mit Kopfschmerzen angekommen war, doch die monotone Stimmung der Jugendmesse konnte mich auch nicht wirklich begeistern. Für Kamerateams war das schlechte Licht eine Qual, mitgebrachte Beleuchtung konnte da jedoch abhelfen.

Doch zuerst mal ein paar Zahlen und Fakten: Das „Festival für digitale Jugendkultur“ fand vom 23.06. bis zum 25.06.2017 zum dritten Mal  statt – dieses Mal im Kraftwerk Berlin Mitte statt. Der Unterschied zur Premiere im letzten Jahr war eine größere Location, eine zusätzliche Stage und mehr interaktive Beschäftigungsmöglichkeiten. Auf 3.500 m² befanden sich neben den Besuchern YouTuber, Blogger und andere Personen des öffentlichen Lebens, die ihre Meinungen zu verschiedensten Themen in Form von „Talks“ abgaben und diskutierten. Drei Tage, die auch nur zum Treffen und Fotos machen mit den Lieblingen der Jugendlichen gedacht waren.

Wenn das Wesentliche nicht verstanden wird

Und genau das scheint mir der ganze „Clue“ an der Sache zu sein. Während der Talks von bekannteren Personen schien die Halle komplett leer. Die Stages waren in zwei verschiedenen Ecken der Halle. Es wurde dann da voll, wo sich Suzie Grime, Coldmirror und andere, wie z.B. TheSimpleClub, aufhielten. So kam es zu Rudelbildungen, um genannte Personen mit Fragen zu löchern.
Aber wurden die Themen der Talks auch zu Herzen genommen? Haben die Zuschauer zugehört? Wurden sie motiviert, die Welt zu verbessern? Ich für meinen Teil finde es eher weniger sinnvoll, wenn YouTuber auf solchen Events nicht die Chance ergreifen, ihre Reichweite auszunutzen und sich auf den Bühnen lieber mit ihren Fans darüber unterhalten, wie ihr Künstlername zustande gekommen ist. Nicht falsch verstehen, aber das ist auch Kritik an diejenigen, die sich sogar aus anderen Städten für diese Personen nach Berlin begeben haben.

Aus Gründen wie diesen, habe ich mich mit anderen Besuchern lieber dem MarioKart zugewandt. Die Version von 1996, die alten Controller und die Sitzecke, die eigentlich nur aus gestapelten Plastikkisten bestand, waren dann doch interessanter, als sich unschlüssige Argumentationsgänge oder Gesprächsverläufe anzuhören. Dazu sei gesagt, dass ich davor keine Erwartungen an die TINCON hatte. Ich war letztes Jahr nicht da und habe nur nach Ende des diesjährigen „Festivals“ gehört, es sei langweiliger gewesen. Auch gut.

Auf der anderen Seite…

Um nicht noch mehr negative „vibes“ zu verbreiten, möchte ich noch erwähnen, dass mir der Umgang der Besucher untereinander letztendlich wohl am besten gefallen hat. Vielleicht war es die dunkel gehaltene Atmosphäre, die es für manche gemütlich machte und die sofort ein enges Gefühl untereinander auslöste. Aber wenn ich etwas von diesem Wochenende mitnehme, dann ist es die Hoffnung darüber, dass Menschen, wenn sie von Hormonen und Emotionen geleitet sind, immer noch freundlich zu anderen sein können. In diesem Fall die Freude und Aufregung jemanden zu treffen, zu dem sie aufschauen. Ich glaube nicht, dass ich woanders schon einmal so viel Ordnung bei einer ungeplanten Autogrammstunde gesehen habe.

 

Auch Friederike hat einen Bericht über die TINCON geschrieben. Diesen findet ihr hier!

 

Die TINCON 2017 – (k)ein Event für jeden?  Wie unsere beiden Redakteurinnen, Sina und Friederike, sie erlebt haben, erfahrt ihr in ihren beiden Rückblicken.

VON FRIEDERIKE

Wie schnell die Zeit vergeht. Eine Woche ist es nun schon her, als ich voller Wehmut das Kraftwerk Berlin verlassen habe. Nach aufregenden, lustigen und lehrreichen drei Tagen musste ich der tollen Zeit, die ich dort hatte, doch noch den Rücken zudrehen. Die Location hatte das richtige, etwas düstere Gamer-Flair und die Leute waren aufgeschlossen und aufgrund gleicher Interessen auch sehr gesprächig.

Doch zuerst mal ein paar Zahlen und Fakten: Das „Festival für digitale Jugendkultur“ fand vom 23.06. bis zum 25.06.2017 schon zum dritten Mal statt - dieses Mal im Kraftwerk Berlin Mitte. Der Unterschied zum letzten Mal war eine größere Location, eine zusätzliche Stage und mehr interaktive Beschäftigungsmöglichkeiten. Auf 3.500 m² befanden sich neben den Besuchern YouTuber, Blogger und andere Personen des öffentlichen Lebens, die ihre Meinungen zu verschiedensten Themen in Form von „Talks“ abgaben und diskutierten. Drei Tage, in denen man seine Lieblinge im kleineren Rahmen und durchaus auch etwas persönlicher kennenlernen konnte, was insbesondere der entspannten Atmosphäre im Kraftwerk geschuldet war.

Gute und insbesondere auch vielseitige Unterhaltung

Und genau das scheint mir der ganze „Clue“ an der Sache zu sein. Wenn so verschiedene Charaktere wie TheSimpleClub, Suzie Grime und Coldmirror an einem Wochenende aufeinandertreffen, ist das Spektrum der Themen doch sehr weitreichend. Neben politischen Themen, wie ins besondere LGBTIQQ, dem deutschen Schulsystem und dem Wissenschaftsjahr zur Verschmutzung der Ozeane durch Plastikmüll, ging es auch einfach nur um die Speaker selbst.
Aber wurden die Themen der Talks auch zu Herzen genommen? Haben die Zuschauer zugehört? Wurden sie motiviert, die Welt zu verbessern? Ich für meinen Teil finde, dass die TINCON die meisten dieser Punkte klar erreichen konnte. Aufgrund persönlicher Bindungen, die die Speaker zu den jeweiligen Themen ihrer Talks hatten, konnte man sich tief in die bspw. doch sehr persönlichen Comingouts einfühlen. Das merkte man auch an den Reaktionen der Jugendlichen, die nach den Talks immer fleißig das Wurfmikrofon herumwarfen und der Person auf der Bühne Fragen stellten, die dann teils das derzeitige Thema und teils die berühmte Person betrafen – meist war beides allerdings auch nicht weit auseinander. Ob die Zuschauer nun aber wirklich Informationen, die z. B. mit der Umweltverschmutzung zusammenhängen, mitgenommen haben und noch länger darüber nachgedacht haben, kann man wohl bezweifeln.

Aus Gründen wie diesen, habe ich es nicht geschafft, mich von den Stages auch mal in den Gaming-Bereich zu begeben. Ein strenger Zeitplan begleitete mich die drei Tage ununterbrochen und ich hetzte von einer Ecke der Halle zur nächsten, um auch ja keinen der mich interessierenden Talks zu verpassen.

 

Auf der anderen Seite…

Um nun allerdings auch ein paar Schwachstellen der TINCON2017 aufzuzeigen, möchte ich noch erwähnen, dass die Werbung für die Veranstaltung im Vorhinein doch eher schwach ausgefallen ist. Daher waren die Besucherzahlen nicht sonderlich hoch. Auch war auf der Website viel von Gaming und Hacking die Rede, was ich an dem Wochenende doch vermisst habe. Wenn ich etwas von diesem Wochenende mitnehme, dann, dass die Youtuber, Blogger usw. auf der Bühne und live doch nochmal ganz anders als am Computer und vor der Kamera sind, wo eine schlecht formulierte Passage schnell gelöscht  und neugeschrieben oder ein schlechter Witz kurz mal heurausgeschnitten werden kann. Ich glaube nicht, dass ich woanders schon einmal so viel sympathische Unsicherheit gesehen habe.

 

Auch Sina hat einen Bericht zur Tincon verfasst. Ihren findet ihr hier!

 

Eines der verrücktesten Rennspiele kehrt zurück. Bei 'Micro Machines World Series' fährt man Rennen auf den verschiedensten Strecken - z.B. im Garten oder im Kinderzimmer. Wir haben es für euch auf der PS4 angezockt!

VON OLIVER MATTUTAT, 03. Juli 2017

Micro Machines World Series erinnert ein wenig an Mario Kart. Man fährt Rennen und kann dabei Waffen einsetzen. Nur ist dies nicht die Hauptsache des Spiels.

Aus zwölf Fahrzeugen kann der Spieler wählen. „Zum ersten Mal überhaupt in einem Micro Machines Spiel, hat jedes Fahrzeug seine ganz eigene Persönlichkeit... und Waffenausstattung. Die Spieler können Micro Machines World Series auf ihre eigene Art spielen und dabei jede Menge Sachen entdecken, um sich festzubeißen", beschreibt Chief Game Designer Gavin Cooper das Spiel. Denn jeder kann sein Fahrzeug nach seinem Belieben aufbauen. Dabei reichen die Spezialfähigkeiten von Wiederbelebung beim Krankenwagen über eine Flutwelle beim Hovercraft bis sogar zu Wärmeraketen vom Panzer. Jedes Fahrzeug kann man auch noch individuell anpassen. So gibt es verschiedene Fahrzeugskins oder auch verschiedene sogenannte Grabstempel. Diese tauchen an den Stellen auf, an denen man Gegner zerstört. Die Stempel reichen vom Grabstein bis hin zu Donuts.

Auch die Strecken sind weit gestreut. So kann man durchs Kinderzimmer rasen oder in der Küche Gas geben. An einer Konsole kann man mit bis zu vier Spielern zocken. Dabei kann man aus verschiedenen Modi wählen.

Beim Modus Ausscheidung geht es nach dem Prinzip „Last Man Standing“. Wer aus dem Bildschirm verschwindet, weil er zu langsam ist, scheidet aus. Ist man ausgeschieden, kann man auf die noch fahrenden gemeinen Raketen schießen.

Beim Allgemein-Modus geht es darum, die Gegner in einer Arena zu eliminieren. Wer das vorgegebene Punktelimit erreicht oder in der voreingestellten Zeit die meisten Punkte erreicht, gewinnt. Hier sind die Fähigkeiten deines Fahrzeugs entscheidet.

Der Modus Rennen ist nur alleine möglich und ziemlich selbsterklärend. Man fährt Runden auf einem Kurs und wer als erstes ins Ziel kommt, gewinnt.

Beim Ausscheidung- und Rennen-Modus gibt es Power-Ups wie einen Hammer oder eine Bombe, aber die Fahrzeugfähigkeiten kommen nicht zum Einsatz.

 

VON HANNAH

 

Einige von euch freuen sich bestimmt schon auf die Festivalsaison (oder sind schon mitten drin) und stecken jetzt in den letzten Vorbereitungen. Hier folgen 7 Tipps, die besonders für den einen oder anderen Festival-Neuling wertvoll sein könnten.

Es gibt einige Dinge, die man beim Packen, aber auch auf dem Gelände beachten sollte.

Von Indiens Farbfest zum spektakulären Holi Festival of Colours™

Eine halbe Million Partygänger weltweit sind in jedem Jahr dabei, wenn das wunderbar verrückte Holi Festival of Colours™ Farbe in Dein Leben bringt!

Seit uralten Zeiten feiert man in Indien das leuchtende Farbenfest der Freude: Das Holi Festival ist eines der ältesten Feste Indiens, bei dem der Beginn des Frühlings gefeiert wird und alle Schranken durch Kaste, Geschlecht, Alter und gesellschaftlichen Status aufgehoben werden. Entstanden aus der indischen Mythologie, vermittelt es auch den Triumph des Guten über das Böse.

VON MAREIKE

Bereits zum dritten Mal fand die Maker Faire nun in unserer schönen Hauptstadt Berlin statt. Über 900 Maker stellten an fast 200 Ständen ihre Projekte aus, ließen sich von Besuchern mit Fragen durchlöchern und veranstalteten spannende Workshops. Für "die Großen" gab es zudem öffentliche Vorträge, die sich beispielsweise um die Ansätze und Herausforderungen der Industrie 4.0-Bewegung, Crowdfunding oder die Realisierung von DIY-Projekten mithilfe von Smartphones drehten.

Für Menschen, die Ahnung haben, ist die Maker Faire der richtige Ort, um Kontakte zu knüpfen und über eigene Projekte zu fachsimpeln. Die Community bietet Hilfe und Unterstützung bei der Umsetzung von individuellen Vorhaben und ist wirklich mit Herz dabei. Die Hallen der STATION-Berlin am Gleisdreieck glühten nur so von geballter Schaffenskraft - echte Maker eben.

 

Keine Ahnung von Technik? Macht nichts.

Ich hatte vier Jahre lang Informatik und zähle definitiv immer noch zu den Laien. Wenig bis gar kein Know-how zu haben, ist allerdings kein Argument gegen einen Besuch.

Die Maker Faire hält jedes Jahr tolle Angebote für jeden bereit, der Spaß daran hat, sich neue Ideen präsentieren zu lassen oder selbst tätig zu werden.

Besucher*innen konnten an jeder Ecke an Mitmach-Aktionen teilnehmen und so selbst zu sogenannten Makern werden. Insbesondere die Väter schienen Spaß zu haben. Sie wirkten oft sogar neugieriger als ihre Söhne oder Töchter. Mit Schutzbrille und -handschuhen ausgestattet, wurden hochkonzentriert bunte LEDs an kleine Leiterplatten gelötet, um letztlich ein leuchtendes Herz mit nach Hause bringen zu können. Auch konnten, unter Anleitung von Tino Werner von VARIOBOT, eigene Roboter gebaut werden, die Hindernissen ausweichen und Gegenständen oder Linien folgen können – und das ohne Hightech. Diese MiniBots bestehen lediglich aus einfachen Bausätzen und sind somit schnell gebaut.

 

Es grünt die Technik

Besonders überraschend waren auch die vielseitigen Verknüpfungen von Natur und Technik. So hat es mir besonders der YardCube angetan. Dieses Mini-Gewächshaus ermöglicht es jedem Haushalt, optimale Umweltbedingungen für jede Nutzpflanze zu schaffen. Mithilfe eines softwaregesteuerten Systems werden die ermittelten Werte für Licht, Temperatur und Feuchtigkeit im Gewächshaus umgesetzt, um letztlich optimale Wachstumsbedingungen zu erzeugen.

Natürlich stellt sich bei solchen Erfindungen auch immer die Frage, wer sowas denn tatsächlich braucht. Aber eine schöne Spielerei ist es doch für diejenigen, denen der grüne Daumen fehlt oder die beispielsweise in einer Wohnung mit weniger guten Bedingungen für Pflanzen wohnen. Zudem sieht das Ganze auch wirklich edel aus – ein faszinierender Hingucker.

 

jup! Redakteurin Zora traf Sängerin Elif zum Interview. Gemütlich an der Spree quatschten sie über das neue Album "Doppelleben", Elifs Familie und ihre Vorliebe für Schlager! Das und mehr im Video!

 

VON JESSICA | VIDEO: KAI

„Love out Loud!“ und dank des Regenbogens der Negativität entgegen. Die 11. re:publica fand vom 8. Mai bis zum 10. Mai 2017 statt und setzte den Kurs ganz klar in Richtung BUNT. Erneut war die Messe rund um die Themen digitale Gesellschaft, soziale Medien und das Web 2.0 in der STATION Berlin zu finden.

Neben hippen Essensangeboten, diversen Ständen und Aktionen bot sich eine Vielzahl an hochkarätigen Workshops und Sprecher*innen. Sascha Lobo reflektierte kritisch über seine Selbstdarstellung im Netz und die, der Allgemeinheit. Ein wahrer Experte in Sache Medien, Rasmus Kleis Nielsen vom Reuter Institut für Journalismusstudien, gab Einblick in seine Unterscheidung zwischen „Fake News“ und „Real News“. Die Liste lässt sich von Journalist*innen, über Politiker*innen bis hin zu den Nachbar*innen von nebenan, die ihre besondere Message haben, weiterführen. Selbst Kunstinteressierte kamen bei Ausstellungen, wie der von Stella Schiffczyk, auf ihre Kosten. Sie portraitierte jene kamerascheuen Zeugen, die während des NSA-Untersuchungsausschusses aufgrund ihrer Geheimdiensttätigkeit nicht abgelichtet werden durften.

Meine Jugendweihe im FEZ-Berlin vom Jugendweiheverein Berlin/Brandenburg e.V. war eine tolle und aufregende Feier. Am 13.05.2017 stand ich zusammen mit ca. 40 Kindern, die wie ich bald Erwachsene sein sollten, auf der Jugendweihe-Bühne im FEZ-Berlin.

VON FLORIAN (FEZ-BLOGGER)

1852 wurde die Jugendweihe in Nordhausen im Harz geboren. Pfarrer Eduard Baltzer war ihr Gründervater. Eine Folge des von ihm vorgenommenen Bruchs mit der Amtskirche bestand in der Umdeutung kirchlicher Feste in seiner Gemeinde. So prägte er den Begriff „Jugendweihe“ für das Fest anlässlich des Übergangs vom Kind zum Erwachsenen. Der Jugendweiheverein Berlin/Brandenburg e.V. organisiert seit 1990 die Jugendweihe für Berlin und Brandenburg und der Jugendweiheverein Berlin/Brandenburg e.V. ist politisch unabhängig. Sein erklärtes Ziel ist es, jungen Menschen das Hineinwachsen in die Gesellschaft zu erleichtern.

In den letzten 75 Tagen vor meiner Jugendweihe habe ich zusammen mit den Jugendweiheverein Berlin/Brandenburg e.V auf der Facebook-Seite des Vereins berichtet. Dort habe ich z.B. über meine Vorbereitungen, meine Hobbys und über meinem Besuch mit dem Jugendweiheverein Berlin/Brandenburg e.V. im Bundestag oder im Bergwerk berichtet. Was viele nicht wissen, dass der Jugendweiheverein auch ein großes Angebot der offenen Jugendarbeit anbietet. Zwölf- bis Sechzehnjährige können dabei unabhängig von ihrer Teilnahme an der Jugendweihe verschiedene Veranstaltungen von Sport bis zu gesellschaftlichen Themen und Lebensberatung besuchen.

Auch auf jup! Berlin habe ich über meine Vorbereitungen berichtet. So habe ich an meinem Jugendweihe-Wochenende den Instagram-Account von jup! Berlin übernommen.

Zu so einer großen Feier gab es auch für mich viel zu organisieren. Unter anderen musste ich mir mein perfektes Outfit suchen, Einladungen gestalten und ­– besonders wichtig – ich musste mir überlegen, was ich das nach der Feier machen wollte.

 

Mein großer Tag

Und plötzlich war dieser Tag da und ich stand auf der Jugendweihe-Bühne. Als ich im FEZ-Berlin ankam, wurde ich erstmal von den netten Mitarbeitern*innen begrüßt und wir wurden alle eingewiesen. Ich hatte die ehrenvolle Aufgabe, meine Gruppe anzuführen. Darum ich bin als erster über die Astrid-Lindgren-Bühne gelaufen und musste diejenigen, die hinter mir waren, durch den FEZ-Saal bringen. Ich war schon ein bisschen aufgeregt und diese Aufgabe hat es nicht einfacher gemacht. Was wir nicht mitbekommen haben, war die tolle Star-Wars-Einführung, die unsere Eltern bekommen haben. Und danach ging es schon so richtig los mit der Jugendweihe.

Als erstes kamen die Tänzer und Tänzerinnen auf die Bühne und haben uns eine tolle Tanz-Performance gegeben. Es folgen noch mehrere Darbietungen mit der Band „Souluv“ und der Moderatorin und Sängerin Viveca, die uns mit zwei Liedern wie zum Beispiel „Bedingungslos“ (Sarah Connor) beglückt hat. Sehr gefallen hat mir auch der Beitrag der Autorin Mareike Barmeyer, die uns zwei Geschichten vorgelesen hat, die von ihr und Berlinern zu Weihnachten handelten. Später kam dann auch ein Festredner dazu, wie bei mir Klaus Lederer (ein Politiker der Linken) oder auch bei einer anderen Jugendweihen Monika Ehrhardt-Lakomy, Oliver Igel und Michael Grunst.  Ein besonderer Moment war dann, als wir alle hintereinander mit unseren Namen auf die Bühne gerufen wurden.  Oben angekommen wurden uns eine Urkunde, eine Blume und ein Geschenk übergeben. Es war übrigens ein wunderbares Buch.  Geweiht wurden wir mit den Worten „Manchmal ist es besser einen Schlussstrich zu ziehen und umzugehen, als weiter und weiter in die falsche Richtung zu laufen “ (Unbekannt).

Dann gab es nachdem die ersten zwei Gruppen in den Kreis der Erwachsenen aufgenommen worden waren einen kleiner Film. Aber danach ging es sofort weiter mit den anderen Gruppen. Und zum Ende wurden wir noch einmal von den Darstellern*innen auf die Bühne geholt. Es war wirklich toll!

Danach ging es direkt zur nächste Feier mit meiner Familie, wo wir dann noch ein bisschen gefeiert und diesen schönen Tag ausklingen lassen haben. Aber ich kann die Jugendweihe nur jedem empfehlen, es war ein spannender, aufregender, fröhlicher Tag mit vielen tollen Überraschungen. Es war auch ein tolles Gefühl auf der Jugendweihe-Bühne zu stehen und dieses einmalige Erlebnis zu erleben.

Achtung! Dies ist nicht die originale Geschichte, sondern nur eine Zusammenfassung.

VON ALINA

Viele sind wohl schon umgezogen. Es gibt unterschiedliche Gründe dafür. Bei Jeff und seiner Familie liegt es daran, dass sein Vater einen neuen Job bekommen hat. Für Jeff und seinen Bruder Liu ist das sehr angenehm. Ein größeres Zimmer, eine neue Gegend: was will man mehr? Kurz nachdem sie eingezogen sind, kommt auch schon die freundliche Nachbarin vorbei und lädt die ganze Familie zur Geburtstagsparty ihres Sohnes ein. Oh Mann, die Leute sind gerade erst angekommen, noch nicht fertig mit Auspacken und werden gleich zu einer Kinderparty eingeladen. Respekt.

Doch trotz allem müssen Jeff und Liu am nächsten Tag gleich in die Schule. Beim Frühstückstisch verspürt Jeff allerdings ein komisches Gefühl, das er nicht einordnen kann. Dann, an der Bushaltestelle, kommt dieses Gefühl wieder. Und dort kommt es auch zu dem entscheidenden Zusammenprall. Ein paar Kinder, nicht älter als 12 Jahre, springen „total cool“ mit ihren Skateboards über Jeff und seinen Bruder hinweg. Der Anführer der Deppen heißt Randy und seine Sidekicks Keith und Troy. Schon wieder spürt Jeff dieses seltsame Gefühl und als Randy seinem Bruder das Portemonnaie klaut, flippt er aus. Ohne auf die Messer zu achten, mit denen er bedroht wird, verprügelt er sie alle und muss schließlich mit seinem Bruder zur Schule rennen, um dem Bus zu entgehen.

Zuhause hat Jeff beängstigend gute Laune und Liu kann noch immer nicht verstehen, wie sein Bruder dazu in der Lage war.

Am nächsten Tag ist der Spaß vorbei. Die Polizei steht vor der Tür. Sie wollen Jeff mitnehmen. Doch das lässt Liu nicht zu. Er überzeugt die Polizisten von Jeffs Unschuld und wandert in den Jugendknast. Alles nur, um seinen kleinen Bruder zu beschützen. Hätte er das mal lieber nicht getan.

Zwei Wochen später. Die Geburtstagsparty des kleinen Nachbarsjungen steht an. Nun ist die Frage, was zieht man zu einer Kinderparty an? Jeffs Eltern entscheiden sich für einen Stil a lá Gala und tragen Abendkleid und Anzug. Im Gegensatz dazu zieht sich Jeff wie ein normaler Mensch an.

Jeff, dem diese Verrücktheit wohl zu viel ist, spielt mit den Kindern, bis er plötzlich etwas hört. Rollen. Schon springt die Deppenbande über den Zaun und bedroht Jeff. Mit Pistolen. Ein heftiger Kampf quer durch das ganze Haus entbrennt. Und in dem Moment nimmt das Gefühl in Jeff Überhand und etwas zerbricht in ihm. Er schlägt auf Randy ein bis dieser aufhört, sich zu bewegen. Keith und Troy stehen nicht mehr untätig rum. Einer von ihnen zerschlägt eine Flasche mit Wodka auf Jeffs Kopf, was ihn aber nicht aufhalten kann. Troy geht zu Boden und Jeff und Keith verlagern den Kampf ins Badezimmer. Dort passiert es. Über den beiden kippt eine Flasche Bleichmittel aus und bedeckt die beiden von Kopf bis Fuß. Wissend, dass er Jeff nur auf eine Weise besiegen kann, zückt Keith sein Feuerzeug und setzt Jeff in Flammen.

Jeff erwacht im Krankenhaus. Er kann nichts sehen, denn sein Gesicht ist von Bandagen bedeckt. Er erfährt, dass aufgrund der Augenzeugenberichte, sein Bruder aus dem Jugendknast entlassen wurde. Es scheint, als würde alles gut werde. Doch Jeff weiß, dass es niemals wieder wie vorher wird. Seine Bandagen werden abgenommen und er kann zum ersten Mal sein entstelltes Gesicht sehen. Wie sieht er aus? Was sagt seine Familie zu? Hat Jeff den Verstand verloren? Findet es heraus!

Diese Geschichte wird euch ohne Zweifel einen Schauer über den Rücken laufen lassen.

 

Stromkästen sind grau und langweilig? Nicht in Berlin! Immer mehr Stromkästen werden durch Schulgruppen kreativ besprüht! Dabei helfen erfahrene Sprayer beim Designen und Sprayen. jup! war bei einem Workshop an der Otto-von-Guericke-Oberschule mit dabei!

Wie so ein Workshop abläuft? Schaut es euch an!
 

In dieser Folge Film Feedback habe ich einen sehr alten Film, der Filmgeschichte geschrieben hat, sowie einen Film über das Leben und den Tod für euch. Zudem rede ich über den perfekten Film für alle Penélope-Cruz-Liebhaber und ebenso über einen Film, der sich mit dem Thema „Body Shaming“ beschäftigt. 

VON KAJA

 

Aktueller Film

Embrace – Du bist schön
(USA 2016, R: Taryn Brumfitt, FSK 12)

„Body Shaming“ ist in unserer heutigen Gesellschaft leider sehr weit verbreitet, sodass es umso wichtiger ist, dass Taryn Brumfitt in ihrer Doku über dieses Thema spricht und zudem die Botschaft vermittelt, dass man seinen Körper so lieben sollte, wie er ist, denn wir haben nur diesen einen.

Die Geschichte von Taryn Brumfitt beginnt damit, dass sie sich, nachdem sie drei Kinder zur Welt gebracht hat, nicht mehr wohlfühlt in ihrem Körper. Also fängt sie an, wieder vermehrt Sport zu machen, auf ihre Ernährung zu achten und sich auf einen Body-Builder-Wettbewerb vorzubereiten. Als sie dann in bester Form auf der Bühne steht, fällt ihr auf, dass ihre Konkurrentinnen, sowie sie selbst, immer noch nicht zufrieden mit ihren Körpern sind. In der folgenden Zeit isst sie wieder normal und nimmt zu, bis sie sich in ihrem Körper (mit ihren Rundungen) wohlfühlt. Zudem postet sie ein Vorher – Nachher-Bild auf Facebook, auf dem sie erst schlank und dann rundlich zu sehen ist.
Damit trifft sie einen Nerv und bekommt in Folge dessen unendlich viele E-Mails wie: „Wow, wie hast du es geschafft deinen Körper lieben zu lernen?“. Natürlich bekommt sie auch negative Kommentare, aber von dieses lässt sich Taryn Brumfitt nicht beeinflussen, sondern sie entscheidet,  eine Reise um die Welt zu machen, auf der Suche danach, warum so viele Frauen ihren Körper nicht lieben, sondern teilweise sogar gegen ihn ankämpfen.
Auch eine deutsche Schauspielerin, nämlich Nora Tschirner, ist von Taryn Brumfitts Bild begeistert und da diese finanzielle Unterstützung braucht, um den Film zu realisieren, greift Tschirner in die eigene Tasche und produziert den Film kurzer Hand mit.   

Der Film, der eigentlich nur am 11.05.2017 in den Kinos laufen sollte, hat mir sehr gut gefallen und mich selbst zum Nachdenken angeregt. Das Thema und somit auch dieser Film, sind sehr wichtig für unsere heutige Gesellschaft, weil er deutlich zeigt, was eigentlich das Wichtige im Leben ist. Es geht nicht darum, sein ganzes Leben lang den eigenen Körper zu einem Schmuckstück zu machen, das besonders schön aussieht. Der Film ist meiner Meinung nach echt gut gelungen und jeder, der die Möglichkeit hat, sich den Film anzuschauen, dem kann ich das nur mit bestem Gewissen dazu raten, denn der Film ist viel zu gut, um nicht gesehen zu werden.
Das haben sich wahrscheinlich auch die Kinos gedacht, nachdem es am 11. Mai so einen Ansturm auf den Film gab. Viele Kinos haben sich - ohne Absprache mit der Regisseurin oder den Produzentinnen - dazu entschieden, EMBRACE – DU BIST SCHÖN noch einige Male mehr zu zeigen!

Wer dieses Thema also genauso wichtig findet wie ich oder sich einfach einen schönen Film mit wichtiger Botschaft ansehen will, der sollte sich mal auf der Facebook-Seite des Films umschauen und vielleicht habt ihr Glück und der Film wird noch einmal bei euch in der Nähe gespielt (dann aber Karten reservieren nicht vergessen). Für alle anderen gibt es EMBRACE – DU BIST SCHÖN ab 18.05. auf DVD zu kaufen.    

 

Bianca Heinicke aka Bibis Beauty Palace ist in aller Munde. Nein, nicht wegen einer neuen Schmink-Reihe, sondern aufgrund ihrer musikalischen Ambitionen. Richtig, Bibi singt jetzt. „How it is“ heißt die Single und sorgt seit letzter Woche für viel Wirbel im Netz. Über 300.000 Likes, über 2 Millionen Dislikes und ein regelrechter Shitstorm folgten. Fällt das alles noch unter freie Meinungsäußerung oder ist das einfach schon zu viel? Auch die jup! Redaktion hat intensiv diskutiert. Einige Statements seht ihr hier! Und was denkt ihr?

 

Mareike:

“How it is (Wap Bap)” ging musikalisch und inhaltlich geradewegs an mir vorbei und Bibi selbst kümmert mich mitnichten. Allerdings hat mich der Shitstorm, der über sie und ihren Song hereingebrochen ist, so derartig schockiert, dass ich doch ernsthaft an unserer jungen Generation zweifeln musste. Wie kann ein simples Musikstück die Menschen zu Unmenschen mutieren lassen? Ungeachtet Bibis’ vermeintlicher Motivation, die hinter diesem und all ihren anderen Videos stecken mag, kann es nicht sein, dass sich gefühlt die ganze Internet-Community gegen eine Person ausspricht, über sie urteilt und sie verurteilt, ohne jemals ein Wort mit ihr gewechselt zu haben. In kürzester Zeit hatte ihr Video Millionen Klicks und mindestens ebenso viele Dislikes und demütigende Kommentare, die sich gegenseitig in ihrer Niveaulosigkeit zu übertrumpfen suchten.
Stellt Euch einfach kurz vor, ihr würdet solche Äußerungen über Euch lesen müssen und das noch in tausendfacher Ausführung? Ich denke kaum, dass sich jeder Kommentarschreiber dessen bewusst ist, was Worte in Menschen auslösen können. Zwei, drei lustig bösartige Worte sind schnell getippt, gepostet oder geliket - in meinen Augen zu schnell.

Liebe Leute, Hass sollte kein kollektives Spiel sein, ist es in diesem Fall aber offenbar geworden.

Bibis Song war der Auslöser für eine Welle aus Missgunst und Feindseligkeit, die mit der eigentlichen musikalischen Leistung lange nichts mehr zu tun hat. Und das ist in meinen Augen nicht das, was ich mit dem Internet verbinden will.
Also haltet vor dem nächsten Kommentar doch mal eine Sekunde inne und denkt kurz noch einmal an die möglichen Konsequenzen und die Reichweite Eurer Worte.

 

Dat:

Ohne Auswirkung auf die Außenwirkung

Niemand hatte die Absicht, ein gutes Lied zu veröffentlichen. Dass Bibis Song kein Chartbreaker im klassischen Sinne ist, sollte hinlänglich bekannt sein. Er setzt auf Provokation und hält sich mittels wahnsinniger Polarisierungseffekte im Gespräch. Das Video ist ein perfekt-diskrepantes Produkt, das in Bild und Ton derart unstimmig ist, dass selbst der einfachste YouTube-„Kollege“ zum Musikkritiker wird und als weiteres Resonanzrohr fungiert.
Wer glaubt, bei der Songproduktion sei einfach schnell und schlampig gearbeitet worden, weil der Name „Bibi“ den Song eh verkaufe, denkt zu kurz. Vielmehr wäre jener versunken im stetig wachsenden Meer an Songs von YouTubern. Das Management musste dem Glück hier auf die Sprünge helfen. Nicht umsonst wurde beispielsweise „Pizzalied“-Urheber Sam Sommer engagiert, der seinen vor Jahren geschriebenen, mit Plagiatsvorwürfen behafteten Song ausgrub. Das Team hinter Bibi hat schlichtweg erkannt, dass Hass und Wut die stärksten Motive für Kommunikation im Netz sind. Hätte man nicht genau darauf abgezielt, hätte spätestens Bibi selbst die Bewertungs- und Kommentarfunktion unter ihrem Video deaktiviert, wie es bei Shitstormvideos allgemein üblich ist.
Bibi genießt außerhalb ihrer Zielgruppe aufgrund fragwürdigen Influencer-Marketings und perfiden Product Placements ohnehin schon einen geschädigten Ruf. Ein Lied mit Negativ-Rekord tut ihrer Karriere deshalb keinen Abbruch: Die Abonnentenzahl ihres YouTube-Kanals stagniert lediglich, ihr Name aber geht durch die Decke - eine ausgezeichnet kalkulierte Kosten-Nutzen-Rechnung.

 

Jessica:

Was Bibis Song langfristig für  einen Schaden anrichtet? Sie crasht den Musikmarkt. Major-Labels fördern Stars bei ihrer "Musikkarriere", weil sie genau um das bestehende breite Publikum wissen. Statt Newcomer zu unterstützen, gehen dann die Lochis oder Bibi auf Tour. Das Marketing wird schließlich gespart. So müssen folgend auch Live-Musiker und Techniker für etwas arbeiten, was sie eigentlich verachten. Aber in dem Business zählt bekanntlich nur das nötige Kleingeld.

 

Abdu:

Sie hat es getan und ist nun auch auf den „Pseudo-Künstler-Zug“ aufgesprungen, der bereits seit längerem fast die komplette YouTube-Welt beschäftigt. Anhaltend schlechter werdende TV-Quoten treiben die Kommerzialisierung YouTubes umso stärker an und das bringt nicht immer positives hervor, wie sowohl an dem nun neu erschienen Lied von „Bibi H.“ zusehen ist als auch an dem gesamten Konstrukt ihrer Karriere, welche einzig und allein darauf abzielt, 13-jährigen Fangirls/-boys das Taschengeld zu klauen.  Mal abgesehen davon, dass ich den Song echt nicht gut finde, sorgen sowohl Textstellen als auch Melodie für reichlich Diskussionsstoff. Gerüchte machen die Runde, Videos in denen Bibis Stimme angeblich ohne Autotune zu hören ist machen die Runde.  Letztendlich hat Bibi also genau das, was sie wollte: Aufmerksamkeit und Geld! Denn egal, ob sich nun ein Fan oder ein Hater das Video anschaut, Bibi gewinnt immer.

 

Sina:

YouTuber machen plötzlich Musik. Wie aus heiterem Himmel fällt ihnen ein: „Oh, das klappt ja ganz gut und ich habe Musik ja schon immer geliebt und ja, das mache ich jetzt.“
Im Fall von ApeCrime oder DatAdam scheint das wirklich gut zu funktionieren. Sie gehen sogar auf Tour, legen ihre YouTube-Karriere lahm, um weiter Musik zu machen und auch den Fokus darauf zu legen.
Die gute Bibi scheint das als Aufforderung gesehen zu haben und hat jetzt auch ihren ersten Song veröffentlicht: „How it is (Wap bab)“. Mit einem strahlenden Lächeln singt sie, wie schlecht sie sich fühlt, als ihr Freund sie verlassen hat. Sie läuft durch ein Märchenschloss und betreibt im Video-Product-Placement ohne Ende.
Ich glaube, sie vergisst manchmal, wie viel Follower sie hat und welchen Einfluss auf Mädchen jüngeren Alters. Als ob das nach jeder Trennung so abläuft. Da wird doch die Realität total verzehrt. Viel schlimmer ist, dass sie mit sowas auch noch Geld macht. Mit einem Lied, dass sie nicht einmal selbst geschrieben hat. Mit einem Video, das aussieht, als ob zu viele Einhörner ihren Mist dort gelassen haben. Aber wem’s gefällt. Viel Spaß!

 

Friederike:

Am besten wäre es wohl, wenn wir uns alle mal ein wenig entspannen.
Ich persönlich habe nie wirklich etwas mit "Bibis Beauty Palace" zu tun gehabt. Als dann plötzlich von allen Seiten die Information über ihren neuen Song kam, dachte ich mir: "Mensch, das kann man sich ja mal ansehen." Und genauso schnell, wie die Information zu mir kam, so schnell ist sie wieder von mir abgeprallt. Ich habe mir dieses Video angesehen und das war es dann auch. Weder das Video noch das Lied sind besonders spannend. Keine aufregende Message steht dahinter, die nun angeregt diskutiert werden müsste. Vollkommen gegenteilig haben allerdings die Menschen um mich herum reagiert. Noch Wochen später wird das Lied auf dem Schulhof herumkrakeelt. Es werden noch immer Parodien, React-Videos, Songanalysen und so weiter und so fort gedreht.
Aber können wir nicht alle einmal innehalten und darüber nachdenken, womit wir unsere Zeit verschwenden? Rauf und runter über diesen - vergleichsweise zu dem, was sonst so in der Welt passiert - doch eher unspannenden Song zu diskutieren, bringt niemanden von uns weiter. Neuer Inhalt kommt auch nicht dazu und wir machen uns weiter und weiter über das Gleiche lustig.
Also alle mal tief durchatmen und neue Hobbys suchen!

 

Wie ist eure Meinung? Einfach in das Kommentarfeld schreiben!

 

Amy Gentry beschreibt in ihrem spannenden Thriller „Good as Gone" das Schicksal einer Familie, die durch ein grausames Ereignis vollkommen aus der Bahn geworfen wird.

VON FRIEDERIKE

Anna Davalos und Tom Whitaker verlieren ihre Tochter Julie, die aus ihrem Haus entführt wird, als sie gerade mal 13 Jahre alt ist. Die Einzige, die etwas davon mitbekommt, ist ihre zehnjährige Schwester Jane. Als Julie gewaltsam entführt wird, ist sie wie gelähmt und versteckt sich auf ein Zeichen ihrer Schwester im Schrank.

Die Familie geht sehr unterschiedlich mit dem Verlust um: Tom beginnt, eifrig nach Julie zu suchen, unterstützt die Polizei bei ihren Ermittlungen, geht zu Selbsthilfegruppen und verwandelt Julies Kinderzimmer in eine Verwaltungszentrale für alle Maßnahmen zum Auffinden seiner Tochter. Anna allerdings, aus deren Sicht das Buch hauptsächlich geschrieben ist, erleidet einen Zusammenbruch. Nachdem die Professorin zu Beginn ihren Mann unterstützt hat, verfällt sie kurzzeitig dem Alkohol, klinkt sich aus der Suche nach ihrer Tochter vollkommen aus und verlangt nur noch Julies Körper, um ihn zu bestatten.  Darum wendet sich ihre zweite Tochter Jane von ihr ab. Je abweisender sie sich ihrer Mutter gegenüber verhält, desto vernarrter ist sie jedoch in ihren Vater, mit dem sie lebhafte Gespräche führt, während sie Anna eher einsilbig und monoton antwortet. Das Ereignis treibt das Ehepaar durch ihre unterschiedlichen Herangehensweisen immer weiter auseinander.

 

Eine Fremde kehrt zurück

Nach acht Jahren kehrt die verschollene Tochter zurück. Ausgelaugt steht sie eines Abends auf der Veranda und bricht in den Armen ihrer Mutter zusammen. So beginnt die ganze Prozedur der Ermittlung von neuem. Tom, der in der Beziehung wie es scheint eher den gefühlvolleren Part übernimmt, sieht sich in dieser Zeit nicht in der Lage, seine Tochter zu Befragungen und Untersuchungen zu begleiten. Diese erhält im Gegenzug Unterstützung von Anna, die erschüttert dem zuhört, was der Entführten widerfahren ist. Sie erzählt von einer Verschleppung über Landesgrenzen und wie sie von einem an den nächsten Menschenhändlerring verkauft wurde, von Vergewaltigung und wie sie im Endeffekt ihren Peinigern zu alt wurde und nach Hause kam. Dass sie nun wieder zurück ist, schweißt die Familie zusammen. Die Eltern nähern sich an, Anna beginnt, eine Beziehung zu Jane aufzubauen, die mittlerweile 18 ist und aufs College geht und auch sonst sind die Spannung und Trauer, die auf dem Haus lagen, wie weggewischt.
 

Wer auf der Suche nach einem aktuellen und guten Jugendbuch ist, sollte sich die Nominierten für den Deutschen Jugendliteraturpreis ansehen.

VON CARO

Auf der Leipziger Buchmesse findet jedes Jahr die Nominierung in den folgenden fünf Kategorien statt: Bilderbuch, Kinderbuch, Jugendbuch, Sachbuch und der Preis der Jugendjury. Insbesondere der Preis der Jugendjury ist einen Blick wert, denn in dieser Sparte werden die Bücher von den Jugendlichen selbst nominiert. Die Jugendjury besteht aus sechs verschiedenen Leseclubs, die sich in ganz Deutschland verteilen und sich das ganze Jahr über durch die verschiedenen Neuerscheinungen lesen, um die Besten zu finden.

Auch in diesem Jahr stellten die Leseclubs der Jugendjury ihre Nominierten auf der Leipziger Buchmesse vor. Folgende sechs Bücher sind in diesem Jahr vorgeschlagen worden:

  • Tamara Bach erzählt mit „Vierzehn“ eine Geschichte, direkt aus dem Leben gegriffen. Sie erzählt von einem jungen Mädchen, das nach langer Krankheit zurück in die Schule kommt. Doch dort hat sich viel verändert und sie spürt, dass sich ihre Freunde distanzieren. In ihrem Roman nimmt Tamara Bach den Leser mit “auf eine besondere Reise“, wie die Jugendjury erklärt. Also lasst euch mitnehmen und erlebt eine Erzählung über die erste Liebe, die ohne Kitsch auskommt und doch berührt.
     
  • Steven Herrick schreibt in „Wir beide wussten, es war was passiert“ über Freundschaften, Außenseiter und wie auch gute Menschen im Leben vom „rechten“ Weg abkommen können. In der Geschichte geht es um Caitlin, die ihrem reichen Elternhaus entkommen möchte, Billy, der seine Freiheit am Rande der Gesellschaft sucht und Old Bill, der sich selbst im Alkoholismus längst aufgegeben hat. Gerade die “leisen Zwischentöne berühren“ den Leser und regen so zu eigenen Gedanken an.
     
  • In „Nur drei Worte“ hinterfragt Becky Albertalli die Werte und Vorstellungen der Gesellschaft. Denn mit seiner Internetbekanntschaft sinniert Simon über Themen wie Sexualität, Religion, die eigene Identität und Freundschaft. Nachdenklich und gleichzeitig kritisch sind die Mailkontakte, doch dann fällt eine E-Mail plötzlich in falsche Hände. Die Jugendjury überzeugt insbesondere der “unverstellte, in jedem Fall humorreiche Schlagabtausch“ zwischen den beiden.

Liebe. Ein ausgedachtes Gefühl aus Hollywood, nur dazu gemacht die Leute einer Illusion auszusetzen und eine Traumwelt zu erschaffen. Am Ende entpuppt sich alles als großer Traum und man landet auf dem harten Boden der Wirklichkeit. So zumindest sieht es Daniel bis zu dem Tag, an dem er Eva kennenlernt.

VON ISABEL

Daniel ist ein Schriftsteller aus Madrid, der sein Geld durch das Schreiben von Biographien verdient. Charakteristisch würde man ihn als neurotisch, zynisch und ein wenig sozialinkompetent beschreiben. Er betrachtet alle Dinge mit reiner Sachlichkeit und kann mit emotionalen Bindungen wenig bis gar nichts anfangen. Er kann nicht mit der U-Bahn fahren, da ihm dort zu viele Menschen sind und er schon alleine bei dem Gedanken daran Panik bekommt. Daher fährt er lieber Taxi oder geht zu Fuß.  Das Verhältnis zu seinen Eltern ist nicht von viel Zuneigung geprägt. Ihre Treffen sind für ihn wie Termine, die eingehalten werden müssen. Seine einzigen Freunde sind Sara, die er aus der Schule kennt, und ihr Lebensgefährte German. Sie haben sich mit seiner Art abgefunden und wissen damit umzugehen. Als Trauzeuge der beiden lernt Daniel auf der Hochzeit die Kindergärtnerin Eva kennen und möchte sie treffen.
Zuerst will sie nichts mit ihm zu tun haben, aber dadurch, dass Daniel sich immer wieder aufdrängt, stimmt sie irgendwann zu. Die beiden treffen sich öfter um etwas trinken zugehen und werden irgendwann ein Paar. Zusammen machen sie Urlaub und treffen sich mit Daniels Freunden.

Im Laufe des Buches kann man eine charakteristische Entwicklung von Daniel erkennen. Man sieht, wie die Zeit mit Eva ihn verändert und wie ihn ihre Gespräche im Denken und auch in seiner Art wandeln. Da das Buch aus der Sicht von Daniel geschrieben ist, erfährt man viel über ihn und kann seine Gedankengänge nachvollziehen, auch wenn man sie nicht unbedingt versteht.

Über Eva dagegen erfährt man kaum etwas und kann dadurch ihren Charakter nicht genau einschätzen. Durch die wenigen Informationen, die man erhält, kann man sich kein genaues Bild über ihre Gedanken machen und schlecht nachvollziehen, warum sie wie handelt.

Ledos Schreibstil ist sehr schön und humorvoll. Während des Lesens musste ich oft über die Dialoge der Charaktere und die Gedanken des Protagonisten schmunzeln. Ich hatte das Gefühl, dass es sehr kurzweilig ist. Kaum hatte ich angefangen zu lesen, war ich auch schon wieder durch. Dabei ist das Buch keinesfalls dünn. Mit 448 Seiten hat es eine gute Länge.

Alles in allem kann ich das Buch sehr empfehlen. Es ist eine schöne Geschichte, die meiner Meinung nach, nicht alltäglich ist. Außerdem lädt sie zum Nachdenken ein, da die Sicht des Protagonisten auf die Welt nicht der Sicht der Allgemeinheit entspricht. 

 

Habt ihr mal wieder Lust, euch richtig zu gruseln? Geben euch Horrorgeschichten vielleicht den Kick, den ihr sucht? Dann ist Creepypasta das richtige für euch. Doch was ist das eigentlich? Nun, das werde ich euch erklären.

VON ALINA

 

Was bedeutet Creepypasta?

Das verwirrt die meisten Leute am Anfang. „Creepy“ bedeutet übersetzt ganz klar „gruselig“. Aber „pasta“? „Nudeln“! Oder?
Das „pasta“ kommt jedoch in Wahrheit von „copy and paste“, was soviel wie „kopieren und einfügen“ bedeutet. So verbreiten sich die Geschichten nämlich. Man kopiert sie und lädt sie irgendwo wieder hoch, um sie mit anderen zu teilen.

 

Was sind Creepypasta?

Creepypasta sind Horrorgeschichten, die im Internet kursieren. Manche sind Legenden, andere pure Fiktion. Ihr Ziel ist es, dem Leser oder Zuhörer eine Gänsehaut und Albträume zu verpassen. Oft werden sie von Bildern untermalt, die das Kopfkino noch mehr anregen.

 

Welche Arten von Creepypasta gibt es?

Es gibt sehr viele. SCP ist zum Beispiel eine Reihe von Geschichten über übernatürliche Wesen. Es gibt Creepypasta in kurzer oder langer Form. Kennt ihr das Spiel Slenderman? Auch das wird zu den Creepypasta gezählt. Ob über einen Mörder, eine Krankheit, eine Legende oder einfach ein Monster unter dem Bett, für jeden ist etwas dabei. Auch treten Creepypasta nicht nur als Geschichten, sondern auch als Gedichte oder Videos auf.

Das Spiel My Memory Of Us von JUGGLER GAMES handelt von zwei Freunden, die in einer Welt leben und überleben wollen, in der ihre Freundschaft untersagt ist. Der böse König und seine Roboter haben die Herrschaft übernommen und die Menschheit in die „Grauen“ und die „Roten“ aufgeteilt. Die grauen Menschen, welche im wahrsten Sinne des Wortes grau sind, sind die sogenannte Elite. Doch ein kleiner grauer Junge versteht das Ganze nicht. Seine Freundin, die zu den Roten gehört, war schon vor dem Machtaufstieg der Roboter seine Freundin. Also warum sollten sie nicht mehr befreundet sein dürfen? Warum hat sie so ein schlechteres Leben?
Als dann die Familie von dem roten Mädchen gefangen genommen wird, entschließen sich die beiden, zusammen etwas zu unternehmen.

Ziel des Spiels ist es also, die Familie des roten Mädchens und andere rote Menschen zu befreien und die graue Welt etwas bunter zu machen. Möglich wird dies aber erst durch die Zusammenarbeit des Jungens und des Mädchens. Denn wo das Mädchen rennen und mit Steinschleudern schießen kann, ist der Junge fähig zu schleichen und Dinge aufzuheben. Sozusagen Teamarbeit für eine Person.

 

 

 

VON MAREIKE

Juergen Teller, einer der international gefragtesten Fotografen der Gegenwart, begann seine berufliche Laufbahn, ebenso wie seine Eltern, mit einer Lehre als Bogenmacher für Streichinstrumente. Aufgrund einer Allergie wechselte er jedoch bald zum Studium der Fotografie nach München, bevor er mit 22 Jahren nach London zog, wo er seitdem lebt und als freier Künstler arbeitet.

Teller erhielt zunächst Aufträge in der Musikbranche: Er portraitierte Musiker, fotografierte für Plattencover und begann gegen Ende der 80er Jahre sogar für bekannte Modemagazine wie die einflussreiche britische Modezeitschrift i-D oder internationale Ausgaben der Vogue zu arbeiten.

Sein eigentlicher Durchbruch gelang ihm 1991, als er die US-amerikanische Band Nirvana auf ihrer Nevermind-Tour begleitete, deren Album "Nevermind" heute wohlgemerkt zu den wichtigsten Alben der Musikgeschichte gezählt wird, da es sich weltweit über 30 Millionen Mal verkaufte. Ebenso wie er Frontmann Kurt Cobain damals in sehr persönlichen und authentischen Momenten ablichtete, gelang es ihm auch bei weiteren großen Namen wie Kate Moss, Kanye West und Kim Kardashian, die wir sonst ausschließlich von perfekt inszenierten Bildern kennen.

 

„Was mich letztlich einzig und allein interessiert, ist die Interaktion zwischen zwei Menschen. Einer von denen bin ich, der Fotograf. Und wenn mich diese Begegnungen berühren, dann ist es gut.“ - Juergen Teller

 

VON SINA, 28.04.2017

Die Art und Weise mit Gefühlen umzugehen, ist bei jedem anders. Manche verdrängen sie durch Arbeit, andere reden offen und ehrlich darüber oder verarbeiten sie in Songs. Diese Woche haben wir zwei Künstler, für die Gefühl offensichtlich im Vordergrund steht.

Die erwachsen gewordene Balladenqueen

Lea Michele erlangte ihren weltweiten Durchbruch mit der Verkörperung der quirligen, aber durchaus sehr talentierten Rachel Berry in der US-Serie „Glee“. Schon damals, wie in ihrem Debüt-Album „Louder“, wurden die Zuhörer mit leisen aber auch kraftvollen Tönen begeistert, die sie in eine Traumwelt gelangen lassen. Für mich eine Sängerin, die jeder auf dem Schirm haben sollte. Mit ihrem zweiten Album „Places“ wird ihre Stärke der Balladen nun erneut unter Beweis gestellt.

Die Single „Getaway Car“, welche schon vorab veröffentlich wurde, handelt von einer Bekanntschaft, die sie überfordert und unwohl fühlen lässt. Hier dominieren eher leisere Töne. Aber das Piano zu Beginn findet man in so gut wie jedem Song des Albums. Eigentlich schade, wo man durch die Glee-Zeit weiß, dass sie auch viel mehr kann, sich aber immer wieder auf das Langsame bezieht. „Heavenly“ und „Anything’s possible“ ist dabei schon viel kraftvoller und auch die Highnotes meistert sie, wie nicht anders erwartet, mit Bravour. Im letzten Song singt sie darüber, dass man nicht aufgeben sollte. Eine Message, die neben den anderen Themen auf dem Album auf jeden Fall auffällt und damit auch eine Abwechslung darstellt, die notwendig war, um das Ganze nicht zu eintönig klingen zu lassen. Wobei zu sagen ist, dass dies schon der Fall ist. Zu empfehlen ist die Platte also für Lea-Michele-Fans oder absolut Balladen-Liebhaber.

Neues der deutschen Soulband

Das Dreiergespann „Glashaus“ aus Songwriter und Produzent Moses Pelham, Komponist Martin Haas, und Sängerin Cassandra Steen bringt fast regelmäßig ein neues Album raus. Nun melden sie sich mit „Kraft“ zurück und stellen mit dem Albumtitel einen Oberbegriff für alle 14 Songs auf.

Ähnlich wie bei „Places“ der eben dargestellten Lea Michele, lässt sich auch bei Glashaus eine deutliche musikalische Ähnlichkeit aller Titel erkennen. Leichte elektronische Elemente vermischen sich mit der weichen Stimme Steens, die vor allem zu Beginn oft das Summen als Verschönerung nutzt. Anders ist jedoch, dass sie sich inhaltlich und in der Verarbeitung unterscheiden. Kraft wird nicht nur in Verbindung mit ‚Liebe überkommen‘ gebracht, auch werden gesellschaftliche und politische  Themen angesprochen, was ich persönlich aufgrund der Aktualität sehr angemessen finde.

„Bitte Gebt Mir Mein Leben Zurück“ macht von der Wortwahl her eine verzweifelten und depressiven Eindruck. Fragen wie „Wo finde ich Trost?“, „Wann nimmt das ein Ende?“ und „Warum gerade ich?“, die dort oft paraphrasiert auftreten, zusammen mit dem neutralen Instrumental thematisieren einen Kummer. Auffällig ist, dass dabei eine ‚Sie‘ angesprochen wird, was aufgrund des Geschlechtes positiv auffällt; dass kein ‚Er‘ angesprochen wird, wenn es eine weibliche Sängerin ist. Das Lied ist absolut realistisch, wenn man den Gedankengang beachtet. Die Stimmung überträgt sich jedoch auf den Zuhörer.

Frühlingsgefühle sind etwas Schönes. Das Wetter wird besser, wir bekommen bessere Laune durch das Vitamin-D. Das Wetter ist zwar ab und zu noch ab und zu nicht so schön, doch die Sonne zur Abwechslung macht es dann umso schöner.

VON SINA, 05.05.2017

 

Platin-Alben und ausverkaufte Touren werden heute noch mit seinem fünften Studioalbum komplettiert. „Kreise“ heißt die fünfte Platte von Johannes Oerding und ist der perfekte Soundtrack für den gerade beginnenden Frühling.

Komplett anders als die balladenhafte und eher traurige Grundstimmung liefert Oerding ein Contraire zu den letzte Woche vorgestellten Künstlern Glashaus und Lea Michelle. Ohrwurmgarantie hat vor allem sein Song „100 Leben“. Beschrieben wird, dass das Wichtigste ist, viel zu erleben, Ups und Downs zu haben, und diese Abwechslung ein erfülltes Leben ausmacht. Dass man die Zukunft nicht beeinflussen kann und alles was zählt, das hier und jetzt ist. Begleitet durch weiche Gitarren- und Drum-Sounds bekommt man spätestens beim Refrain gute Laune.

Und dann war es auch schon wieder vorbei. Samstag war wohl einer der stressigsten Tage seit langem. Wir waren auf der diesjährigen MagicCon in Bonn. Was wir alles erlebt haben, die besten Cosplayer und unser Treffen mit Hollywoodstar Ian Somerhalder gibt es hier nachzulesen.

Ein Beitrag von Julia und Anne

 

Taxi, Flugzeug, Taxi, Maritim Hotel Bonn. So begann unser Samstag. Uns erwatete allerdings ein ereignisreicher Tag in Bonn. Grund für die weite Anreise war die sogenannte MagicCon, die erstmalig vom 21.04.-23.04.2017 stattfand.
FedCon GmbH, die Veranstalter des Events, holten unter dem Motto "Triff Deine Film- und TV Stars" Hollywoodgrößen wie Andrew Scott, bekannt aus Sherlock oder einen der drei Hauptdarsteller der Hit TV Show 'The Vampire Diaries' Ian Somerhalder nach Deutschland. Die MagicCon ist der offizielle Nachfolger der RingCon, welche sie für 14 und der HobbitCon, die sie für vier Jahre hielten. Die Veranstalter konnten also schon einiges an Erfahrung und Wissen über die Jahre sammeln.

 

Was ist denn eine Convention überhaupt?

Eine Convention ist eine Veranstaltung für eine spezifische Interessensgruppe. Ihr habt wahrscheinlich schon einmal von zum Beispiel der Gamescom gehört. In dem Fall geht es eben um Spiele. Die MagicCon ist genau so ein Event für Film- und Serienfans. Die Besucher haben die Chance ein Foto oder Autogramm von ihrem Star zu kaufen. Man kann sich auch einfach einen sogenannten Panel anschauen, in welchem der Darsteller auf der Bühne Fragen der Fans beantwortet.
Außerdem kann der Besucher unzählige Cosplayer und jede Menge Merchandise bestaunen.

 

Conventions - Reines Schlangestehen?!

Ich kann behaupten, mit meinen bereits elf besuchten Conventions, relativ erfahren zu sein, was das Thema angeht. Mein erster Gedanke, wenn ich an Cons denke, ist Schlangestehen. Man muss für absolut alles anstehen: Die Registrierung, die Autogramme, die Fotos und sogar die Schlangen bei den Toiletten können einem die Laune vermiesen.
Mein erster Eindruck bei der MagicCon fiel allerdings sehr positiv aus.
Wir waren bereits um 8:30 Uhr am Maritim Hotel und daher muss man fairerweise sagen, dass die Schlange noch nicht wirklich lang war. Gegen neun Uhr startete die Registrierung und es ging tatsächlich zügig voran.
Besonders schön war, dass jeder Besucher einen Goody Bag im MagicCon Format erhielt. Enthalten war zum Beispiel ein Block, ein kleines Spiel, natürlich auch Werbung und das wohl wichtigste Goody: Das Programmheft!
Darin konnte man allerlei Infos bezüglich Fotos, Autogrammen oder den Stages nachlesen. Ein Lage- und Ablaufplan und die Preisübersicht der Darsteller konnte man ebenfalls entnehmen. Überflüssig zu erwähnen, dass dieses Heft unser treuer Begleiter war und wir uns dadurch super zurecht finden konnten.

 

Ihr braucht neue Büchertipps? Dann seid ihr hier genau richtig! Hier findet ihr alle Buchrezensionen der jup! Redaktion! Da ist für jeden etwas dabei. Viel Spaß beim Stöbern!

VON MAREIKE

 

Als die Nationalsozialisten in Polen einmarschierten

Sam Pivnik war gerade mal 13 Jahre alt, als die deutsche Wehrmacht am 1.September 1939 in Polen einmarschierte. Mit seiner Familie lebte er im oberschlesischen Städtchen Bedzin, bevor sein Leben, ebenso das Leben vieler weiterer Menschen, eine tragische Wendung nahm.

Aus seiner Stadt wurde ein Ghetto, und Sam, der damals noch "Szlamek" hieß, war mittendrin. "Innerhalb von sieben Tagen war die Welt, die wir kannten, verstanden und liebten, verschwunden", so schreibt Sam Pivnik in seiner mitreißenden Autobiografie "Der letzte Überlebende".

 

Sam Pivnik, ein Junge, der überlebte

Er überlebte jedoch nicht nur diese Extremsituation - Sam überstand auch das Grauen von Auschwitz, die skrupellose Selektion und die unmenschliche Zwangsarbeit. Auch die Todesmärsche der KZ-Häftlinge zum Ende des Zweiten Weltkrieges und letztlich sogar den Untergang der "Cap Arcona" in der Lübecker Bucht, bei dem britische Bomber aufgrund eines Irrtums das Schiff versenkten, auf dem sich evakuierte Häftlinge befanden, überstand er.

All das erlebte er in den kurzen und grausamen Jahren seiner Kindheit und Jugend. Unzählige Male entging er dem Tod durch Zufälle, Beziehungen und zuallererst unfassbares Glück.

Heute lebt Sam Pivnik in London, ist mittlerweile über 90 Jahre alt und hat es mit seiner Autobiografie nun endlich geschafft, seine kostbaren Erinnerungen für die Nachwelt festzuhalten.

 

"Der letzte Überlebende: Wie ich dem Holocaust entkam" - ausführlich, fesselnd und ergreifend

"Der letzte Überlebende" ist, wie ihr euch sicher denken könnt, keine leichte Lektüre für zwischendurch. In beeindruckender Ausführlichkeit wird hier das Schicksal eines jungen Menschen in fesselnder Detailgenauigkeit erzählt. Wenn es auch, verständlicher Weise, kleine Lücken in seiner Erinnerung gibt, so scheint man doch in jeder Situation neben Sam zu stehen, zu sehen und zu fühlen, was er gefühlt haben muss. Das gesamte Werk ist von intensiven Momentaufnahmen durchzogen, bei denen der Leser durch die ausführlichen Beschreibungen Einblicke in die Geschehnisse erhält, die bei Sam Gefühle und Gedanken auslösen.

Von Pivniks Schicksal zu lesen ist natürlich kein Genuss. Aber eben darin liegt sein Wert: Pivnik berührt und erschreckt zugleich, er mahnt und schafft ein Bewusstsein für das Unglück, das der Nationalsozialismus über die Menschen brachte.

Vom 24. bis 30. April findet weltweit die Fashion Revolution Week statt. Eine Kampagne, die auf die schlechten Arbeits- und Produktionsbedingungen in der Textilindustrie aufmerksam machen möchte. Sie erinnert an den Einsturz einer Textilfabrik am 24. April 2013 in Bangladesch. Bei dem Unglück starben über Tausend Arbeiter*innen. Am Aktionstag (24. April) werden alle dazu aufgerufen, ihre Kleidung auf Links zu tragen und so das „Made in…“-Schild sichtbar zu machen. In den sozialen Netzwerken könnt ihr die Aktion unter #whomademyclothes verfolgen und selbst mitmachen. Warum es so wichtig ist, sein Einkaufsverhalten zu ändern, erklärt euch Marco!   

 

VON MARCO 

Tim ist ein typischer Student und verfügt auch über ein solches Budget. Natürlich freut er sich beim Passieren der Einkaufspassagen über verlockend günstige Angebote: T-Shirts, die manchmal nicht einmal 3 Euro kosten, Schuhe für 7 Euro oder Jacken für 15 Euro. Darüber leuchten Logos in schillernd blauen oder roten Farben der Modeläden von Primark oder H&M. Warum Tims neues T-Shirt gerade mal so viel kostet wie ein großer Döner, ist für ihn in diesem Moment irrelevant, er spart. Ein passabler Auftritt für wenig Geld, klingt im ersten Moment nach einer super Sache.

Dieses Denken ist, zum Glück, nicht in den Köpfen aller junger und alter Menschen verankert, aber leider locken Konzerne, die günstig Mode verkaufen, zu leicht den inneren „Sparfuchs“ im Konsumenten.
Die Konzerne bieten diese Artikel nicht etwa so günstig an, weil sie eine besonders soziale Ader für den kleinen Verbraucher haben. Nein, die wahren Gründe für solch billige Preise sind hässliche und unangenehme Begleiter beim entspannten Flanieren durch die schillernden Einkaufsstraßen. 

 

Wer stopft heute noch Socken?

Tim ist, so wie viele Verbraucher überall auf der Welt, in einem drastisch schnell rotierenden Kreislauf gefangen. Im Kreislauf von Fast Fashion. Firmen müssen immer mehr produzieren, um den Kunden zufrieden zu stellen. 

Tim kauft nicht etwa unnachhaltig, weil er ein unmoralischer Mensch ist, sondern weil das Lockverhalten solch günstiger Angebote unsere unterschwellige Konsumlust befriedigt.
Wir wollen immer mehr und trotzdem so wenig wie möglich ausgeben. Heutzutage kaufen wir T-Shirts, ziehen sie für ein paar Wochen oder Monate an, verlieren die Lust und schmeißen sie dann in den Müll: ,,Sie waren ja so günstig.“ Kaum jemand stopft heutzutage noch  Socken oder repariert ein T-Shirt, der Aufwand dafür ist meist größer als ein neues T-Shirt zu kaufen. Außerdem macht Shoppen Spaß und der Kauf setzt das Glückshormon Endorphin frei, nicht umsonst stand in vielen ,,Freundebüchern’’ von jungen Schülern und Schülerinnen als eine der Lieblingsbeschäftigungen: Shoppen.

Kaufsucht ist ein allgegenwärtiges Problem. Experten gehen davon aus, dass mehr als 800.000 Deutsche von der Kaufsucht betroffen sind. Kaum wurde das neue T-Shirt drei Mal auf Partys, in der Uni, in der Schule oder beim Sport getragen, lockt das nächste Angebot. Der Wind der Veränderung dreht das Fast Fashion Karussell. 

 

Seit 2011 ist ihr Hauptkanal „ApeCrime“ online. Und seitdem ging es für die YouTuber Cengiz, Andre und Jan von ApeCrime steil bergauf. Über gruselige Fangeschichten bis hin zum neuen Game of Thrones - Trailer. jup! Redakteurin Zora hat mit ihnen telefoniert und sie ausgefragt. Hört euch das Interview an oder lest es nach (siehe unten).

 

VON SINA

„Was macht ihr da die ganze Zeit, wenn ich zu euch schaue?“, Chris Tall sieht amüsiert und angewidert zugleich aus. „Was soll das?“
Die Rede ist von einem Dab, den ein paar Jugendliche immer machen, wenn der Stand-up-Star in Richtung des links sitzenden Publikums geht. Gelächter. Wie passend, wenn man im Programm „Selfie von Mutti – Wenn Eltern cool sein wollen“ über die Trends der aktuellen Zeit lustig macht. Die eigentliche Message aber: Wir sind alle Menschen. Wir sind alle gleich.

Wer nah an der Bühne sitzt, bekommt was ab. Damit muss man nicht nur bei Shows von Chris Tall rechnen. An diesem Abend waren es Billy, Justin (16 Jahre) und Justin (11 Jahre). Immer wieder wurden sie an diesem Abend in das Programm mit einbezogen, sei es auch nur durch Randbemerkungen. „Jung und dumm – das ist meine Lieblingszielgruppe“. Und schon ging es los mit Geschichten über seine Eltern, wie sie versuchen, sich an die Jugend anzupassen. „Geilet Ding“, hieß es immer wieder aus den vordersten Reihen. Allerdings. Und egal wie fies und auch herablassend die Gags auf der Bühne waren, man hat gelacht. Nicht aus dem Grund, dass man ein schlechter, asozialer Mensch mit null Würde ist, der eine Portion Schadenfreude zu viel besitzt. Nein, „wir müssen viel mehr Lachen“. Auf wessen Kosten das im Endeffekt geht, juckt nicht. Man müsse lediglich über sich selbst lachen und dann gehe das klar. In dem Fall darf man alles.

Ich könnte euch jetzt die Highlights an Gags erzählen. Von den beiden Rollstuhlfahrern, die trotz Handicap über Witze über sie lachten und selbst (freiwillig!) bei Witzen von Chris Tall mitgemacht haben. Ich könnte über meine Schadenfreude gegenüber der anwesenden Bayern schreiben, die wiederum ziemlich still wurden, als man über sie witzelte. Oder über die Sex-Witze, die der kleine Justin nicht verstanden hat. Aber stattdessen möchte ich lieber auf den roten Faden des Programmes eingehen: Liebe zu Mama und Gleichheit aller.

Eigentlich zwei Dinge, die nicht so leicht miteinander vereinbar sind. Wie Chris Tall das geschafft hat? Keine Ahnung. Der Punkt ist aber, dass es zwei Dinge sind, die in heutiger Zeit leider viel zu wenig thematisiert und vor allem geschätzt werden. Von daher ist es auch völlig egal, wie er das jetzt gemacht hat. Nur schön wäre, wenn es mehr Menschen machen würden. Also, auf geht’s, ihr dürft!

Das ganze Programm „Chris Tall: Selfie von Mutti - Wenn Eltern cool sein wollen“ ist auch ab sofort im Handel. Nicht nur für Comedy-Fans, sondern für jeden, der ab und zu mal gerne lacht, absolut weiterzuempfehlen.

 

Wir waren für euch auf der Leipziger Buchmesse! Wie es da so war und was ihr von einer Buchmesse erwarten könnt, sagt euch unsere Redakteurin Isabel.

 

VON ISABEL

 

Der Zug hält direkt vor den Toren der Leipziger Buchmesse. Nach kurzem Einchecken der Pressekarte kann es auch schon losgehen.
Wir gelangen direkt in die Halle 1, die Mangahalle. Dort findet sich alles was sich ein Anime/Manga-Fan nur wünschen kann. Von Mangas über Kuscheltieren bis hin zu Krimskrams. Selbst japanische Süßigkeiten gibt es zu kaufen.

Weiter geht es in Halle 2.  Dort finden sich Jugendbuchliteratur und Fachbücher. Ausgestellt sind unter anderem auch die Nominierungen der Jugendbücher für den Jugendliteraturpreis, der am 23.03.2017 auf der Leipziger  Buchmesse verliehen wurde. Mehr über den Jugendliteraturpreis erfahrt ihr demnächt bei uns!  Mit dabei unter anderem "Nur drei Worte " von Becky Albertalli, "Eins" von Sarah Vrossan oder "Mit anderen Worten: ich" von Tamara Ireland Stone.
In jeder Halle gibt es Ecken, in denen Vorlesungen oder Fragenrunden stattfinden. Da es Freitag ist, ist es zwar voll aber dennoch hält sich das Gedränge in Grenzen. Es ist angenehm durch die Gänge zu schlendern und sich die Bücher anzuschauen. 
Wir wechseln die Halle und schauen uns die Belleristik und Sachbücher an. Auffallend ist, dass es viele alte Bücher gibt, die schon länger auf dem Markt sind und wenige wirkliche Neuerscheinungen. Trotzdem gibt es eine riesige Auswahl an Büchern von vielen verschiedenen Verlagen. Wenn man möchte, kann man Stunden damit verbringen, sich die Bücher anzusehen, reinzulesen und zu kaufen. 

Nach einer Pause, die man im Zentrum des Messegeländes verbringen kann, in dem verschiedenste Stände für jeden Geschmack etwas zum Essen anbieten, kann es auch schon weitergehen. In Halle 3 befinden sich Publisher, die ohne einen Verlag hinter sich ihre Bücher herausbringen. Oder auch Blogs/Websites wie lovelybooks.com, die über Bücher schreiben oder Bücher vorstellen. 

Als Fazit des Tages kann man sagen, das man genug Zeit einplanen sollte, wenn man die Buchmesse besuchen möchte. Jedoch haben uns 7 Stunden gereicht und auch die Füße haben langsam schlapp gemacht. Man hat die Möglichkeit in viele verschiedene Bücher reinzulesen und kennenzulernen, jedoch darf man nicht auf ausschließlich Neuerscheinungen hoffen, denn die gab es leider nur vereinzelt. 
Alles in allem hat uns der Tag jedoch sehr viel Spaß gemacht und wir kommen gerne wieder!

 

 

Vom 25. bis 26. März hieß es im FEZ wieder "Probieren gefällig?!"
 

Dabei sind unsere Mädels Hannah (2x), Lotta und Eleonore auf jede Menge Interessantes, Leckeres aber auch Skurriles getroffen.
Die Rohvolution findet nun schon zum neunten Mal statt. Auf der Rohkostmesse wurde alles mögliche angeboten, was roh, vegan und/oder glutenfrei ist.

Was unsere Mädelstruppe erlebt hat, kannst du hier sehen:

 

 

VON MORITZ KNOLL

 

Ich traf Jérôme Depierre vergangenen Monat am 'Zwingli', einem kleinen Parkourpark in Moabit. Der saltoschlagende Schweizer zückte nach vollendetem Sideflip eine Visitenkarte bezüglich meiner Nachfrage nach dem Zweck seines Aufenthalts in Berlin.
Ein Student der Fotografie an der BTK, bereits sehr profiliert, doch mit dem Verlangen nach mehr Wissen und einem Szenewechsel in die Stadt der Städte gekommen.Wir tauschten unsere Kontaktdaten aus und treffen uns einige Wochen später in einem Café am Kottbusser Tor.

Jérôme ist 23. Er ist zum vergangenen Wintersemester nach Berlin gekommen. Fand nach der üblichen Odyssee durch den Berliner Wohnungsdschungel schließlich ein Zuhause in Charlottenburg. Mit Wurzeln in Italien, der Welschschweiz und Tschechien sehr international aufgewachsen, spricht der sympathische Student fünf Sprachen.  Seine Passion gilt neben dem Fotografieren dem Film, dem Radfahren, dem Abschalten und dem Wertschätzen des Moments. In der Lage zu sein, zu fokussieren, die Kamera oder das Smartphone wegzulegen und durchzuatmen.

Wir beobachten einige Zeit die rauchenden und Shawarma verschlingenden Passanten durch die riesige Glasfront des 'Luzia' und widmen uns dann dem Milchkaffee und dem mit Fragen übersäten Zeichenblock.

 

Vom 24.-30 April ist wieder Games Week in Berlin! Hier dreht sich alles rund um das Thema Videospiele. Von interaktiven Ausstellungen über Workshops bis zum Zocken auf der Kinoleinwand ist so einiges dabei. Auch jup! wird für euch auf der Games Week unterwegs sein!

Die Events finden an verschiedenen Orten statt, hier findet ihr die Liste.

 

 

In der Schule, beim Arbeitsamt, aus dem Freundeskreis: Überall hört man, dass es möglich ist, ein Freiwilliges Jahr zumachen ­- sozial oder ökologisch, im Ausland oder daheim. Doch was wirklich innerhalb der Zeit passiert, was sich für Möglichkeiten ergeben und wie das Jahr zur Selbstfindung beiträgt, wird oft nur angeschnitten, aber nicht an Beispielen erläutert. Josy macht zurzeit ein FÖJ (Freiwilliges Ökologisches Jahr) im Nationalparkamt Vorpommersche Boddenlandschaft. In verschiedenen Berichten und Artikeln lädt sie dazu ein, daran teilzunehmen, damit ihr wisst, was alles möglich ist und um einen Einblick in den Alltag eines FÖJlers zu bekommen. Zusätzlich bietet sich die Möglichkeit „Umweltjobs“ näher kennenzulernen. Und wer weiß, vielleicht entscheidet ihr euch auch für ein FÖJ oder FSJ!

Max berichtete auf jup! über sein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in der Jugendbildungsstätte Kurt Löwenstein. Sein Ziel? Noch mehr junge Leute davon zu überzeugen, dass ein FSJ nach der Schule super ist!

 

Cora spielt in ihrer Freizeit gern Fußball, trifft sich mit Freunden, fährt Rad, liest und vieles mehr. Außerdem war sie für ein Jahr im Ausland! Mit gerade einmal 16 Jahren ging es für sie nach Neufundland (Kanada), um genau zu sein nach Mount Pearl. Das ist ein kleiner Ort mit ca. 24.000 Einwohnern – also ein großer Kontrast zu Berlin. Über ihre Erfahrungen und Erlebnisse hat sie auf jup! berichtet!

Von Amanda

 

Der Frauenkampftag liegt nun einige Tage hinter mir. Mein neuer Optimismus auch. Zwar wurde die Demonstration letzten Mittwoch genauso begangen, wie ich in weiser Vorsehung ankündigte: „Laut, bunt, feministisch“. Doch geblieben ist nur ein schaler Nachgeschmack.

Warum? Weil Blumen welken.

Blumen gelten als wichtiges Symbol. Je nach Ereignis und Anforderung kann durch die Zusammensetzung des Straußes eine oder sogar mehrere Botschaften gesendet werden. Sie riechen gut und bezichtigen den Schenkenden eines guten Benehmens. Ferner noch suggerieren sie Wertschätzung und Anerkennung. Doch eigentlich sind Blumen reine Zierde. Luxus.

Passend zum „Feiertag“ bekam auch ich einen kleinen Strauß überreicht. Eine mir nahestehende, männliche Person wünschte dabei „Alles Gute zum Frauentag“, schaute daraufhin befriedigt umher und tat das Szenario als erledigt ab. Schell murmelte ich ein: „Dankeschön, das wäre ja nicht nötig gewesen“, und verzog das Gesicht.

Jeder Tag ist Frauentag. Punkt 1. Schoss es mir in den Kopf. An diesem Tag fordern wir Gleichberechtigung und Gleichbestimmung, weil wir sie nicht bekommen, bis heute und das seit 1910 - mindestens. Punkt 2. Und eure Antwort darauf sind Blumen?!? Weil in den Laden zu gehen und 5 bis 20 Euro für etwas auszugeben, das auch ihr nutzlos findet, ausreichend sein sollte? Ausreichend damit wir irgendwann nicht wirklich anfangen sollten soziale, wirtschaftliche sowie politische Revolution zu fordern? 

Versteh mich nicht falsch, liebe, mir nahestehende, männliche Person! Ich habe auch keine Lust auf „Lagerbildung“, auf pauschalisierende Verteufelungen und Disharmonie. Auch erkenne ich deinen Aufwand an. Nur wage ich an dieser Stelle anzuführen, dass Blumen(-sträuße) mir nicht reichen. Und wenn du jetzt mit dem Beispiel der „alleingelassenen Großmutter“ kommst, die sich riesig über sowas freut, dann solltest du wissen, dass diese Großmutter bloß das kleinere Übel nimmt, weil ein Blumenstrauß besser ist, als gar nichts. Und gar nichts ist das, was du im Gegenzug von mir für dein Geschenk bekommst. Einmal im Jahr, pünktlich zum Frauenkampftag.

 

Sie gehören zu den erfolgreichsten deutschen YouTubern: ApeCrime! Im Mai erscheint ihr Album "EXIT"! Live erleben könnt ihr Andre, Jan und Cengiz ab dem 10. Mai 2017. Dann gehen die Jungs auf große EXIT-Tour.

 

Ihr wollt am 20. Mai 2017 in Berlin dabei sein?

Dann schickt Song-Vorschläge für eine neue Runde von „Songs in Reallife“ an info@jup.berlin und gewinnt 2 Tickets für Berlin!

Unter allen Einsendungen verlosen wir 2 x 2 Tickets für das Berlinkonzert am 20. Mai!

 

Teilnahmeschluss: 12.03.2017

 

 

 

Wie wird man Millionär bis 18? Diese Frage stellten Charlotte und Abdu aus der jup! Redaktion den Teilnehmenden auf der Schülerfirmen Messe im FEZ. Ihr wollt auch Millionär werden? Dann schnell das Video anschauen und die Tipps umsetzen!

 

Das Motto von FEWJAR: Immer eine "Qualitatätsstufe drauflegen"! Damit ist das Polygenre-Duo ziemlich erfolgreich. Wie Felix und Jako ihre Tour erleben und ob sie jetzt Musiker oder YouTuber sind, erzählen sie jup! Redakteurin Kaja im Interview! Auf jeden Fall sehr nice!

 

 

In dieser Portraitreihe wird jeden Monat ein neuer interessanter Fotoblog (Instagram, Tumblr oder auch Facebook) vorgestellt.

Es wird wieder bunt in den deutschen Kinos: Ab dem 23.02.2017 startet der vierte Teil der "Bibi und Tina"-Reihe! Mit dabei sind auch dieses Mal Lina Larissa Strahl aka Bibi, Lisa-Marie Koroll aka Tina und Louis Held aka Alexander. In "Tohuwabohu total"  steht aber auch ein neues Gesicht im Mittelpunkt: Lea van Acken aka Aladin/ Adea. Ihr kennt die Jungschauspielerin bestimmt schon aus dem Film "Das Tagebuch der Anne Frank".

 

Worum geht es in "Tohuwabohu total"?

Im vierten Teil begegnen Bibi und Tina einem ruppigen Ausreißer, der sich als Mädchen entpuppt und von seiner Familie verfolgt wird. Das Familienoberhaupt ist weltfremd, engstirnig und stur und lässt sich auch von Bibis Hexerei nicht überzeugen. Außerdem ist Schloss Falkenstein „under contruction“ und der Graf völlig überfordert, während Alex ein Musik-Festival auf Falkenstein plant und sich seinem Vater widersetzt.

 

Die jup! Redakteurinnen Lotta und Zora trafen Lina, Lisa, Louis, Lea und den Regisseur Detlev Buck vorab zum Interview. Warum Lina den Streit vermisst und partout keiner singen wollte? Schaut es euch an!

 

 

„Unterleuten“ - ein „große[r] Gesellschaftsroman über die wichtigen Fragen unserer Zeit […], der sich hochspannend wie ein Thriller liest.“

 

VON MAREIKE

Wenn man eine solche Bewertung auf dem Bucheinschlag eines Romans liest, hat man doch gleich etwas weniger Angst vor einem über 600-seitigen Roman aus dem Jahre 2016, den man unter Zeitdruck verschlingen muss. Der Titel „Unterleuten" allein verrät nun zunächst aber gar nichts über Inhalt oder Art des Romans von Juli Zeh, deren Name mir zuvor ebenfalls noch nie begegnet war. Erst im Nachhinein erkennt man das kluge Wortspiel und ist froh, nicht unter diesen Leuten zu sein.

Ohne eine leiseste Ahnung davon, was mich erwarten könnte, begann ich also zu lesen - ich als Person, die eher  Sachbücher und dokumentarische Werke präferiert, bei denen es nicht auf kontinuierliches Lesen ankommt.
Zunächst bedarf es zugegebenermaßen einiges an Disziplin, sich in „Unterleuten" zurechtzufinden. Ist man jedoch erst  einmal in dem brandenburgischen Dorf angekommen, will man dann doch wissen, wie sich die Dinge entwickeln.

 

VON SINA

Anfang Februar ist es so weit: Ich bin mit jup! Redakteur Patrice bei der „Night of the Jumps“, einer Motorradflugshow - und mir ist ein bisschen flau im Magen. Als wir in die Halle kommen, kann man schon im Presseeingang den Bass spüren und als wir dann neben diesen Rampen stehen, ist das schon ziemlich extrem. Aber auch mega nice. Da fliegen einfach Menschen auf ihren Motorrädern durch die Luft, machen Saltos und Drehungen und das ist schon ziemlich wahnsinnig. Vor allem haben sie auch nur um die zehn Meter, um vollständig abzubremsen. „Aber das reicht doch, wenn man das einmal gesehen hat. Ist doch alles immer wieder das Gleiche…“, sagt meine Mutter später. - Bist du wahnsinnig? Auf keinen Fall! -

Mittendrin und besonders gefeiert: ein Heimkehrer. Kai Haase, gebürtiger Berliner, besonders heiß auf die Kulisse zu Hause. Auf der Pit-Party, auf welcher sich die Zuschauer Autogramme der Stars holen konnten, hatten wir die Möglichkeit, mit ihm zu sprechen. Der Spaß stehe im Vordergrund, doch der Ehrgeiz spiele immer noch eine Rolle. - Ha, ha, auf jeden Fall richtig chillig wie er einfach Spaß daran hat, täglich sein Leben aufs Spiel zu setzten. Und Mal eben nach Spanien, um neue Tricks zu trainieren… joa das ist schon ganz okay - Genau das ist es: Ehrgeiz, nicht nur Feuerwerk und ohrenbetäubende Motorgeräusche. Dieses Jahr finden die Weltmeisterschaften verschiedener Disziplinen der FMX in Berlin statt. Wen die Weltmeisterschaften interessieren oder nicht, ist auf den ersten Blick nicht erkennbar, wenn man sich die 13.000 Zuschauer anschaut. Alle Altersgruppen aller Geschlechter sind vertreten und laufen aufgeregt durch die Arena.

 

Nachdem Sandy und Sophie letztes Jahr für uns auf der German Comic Con unterwegs waren, macht sich jup.berlin nun auf den Weg nach Bonn zur diesjährigen MagicCon!

Ein Beitrag von Julia und Anne

 

Unter dem Motto "Triff Deine Film- und TV Stars" holen die Veranstalter vom 21.04.-23.04.2017 Hollywoodgrößen wie Jason Isaacs, bekannt als "Lucius Malfoy" aus Harry Potter, den "The Vampire Diaries"-Star Ian Somerhalder und Emilie de Ravin, berühmt durch ihre Rollen in "LOST" und "Once Upon A Time", in das Maritim Hotel Bonn.

Neben den zahlreichen Darstellern, mit denen man natürlich auch Fotos machen und sich Autogramme kaufen kann, gibt es außerdem noch verschiedene Vorträge oder Lesungen.
So halten zum Beispiel Franziska Göbel und Denise Burkhard einen Vortag über die Bösewichte in der Kultreihe "Harry Potter"'. Auch "Game Of Thrones" Fans können sich auf den Vortag von Jan Fiedler freuen, der den Besuchern die visuellen Effekte der Show verdeutlichen möchte.

Zu einer richtigen Convention gehören natürlich auch die Cosplayer, die mit sehr viel Liebe zum Detail in die Rolle ihrer TV- und Filmhelden schlüpfen. Auch dafür hat die MagicCon einen Workshop organisiert, denn viele dieser Cosplayer schneidern ihre Kostüme selbst. Gegen ein kleines Endgeld kann man am Workshop von Jan und Lena teilnehmen und dort Fähigkeiten bezüglich des Kostümbaus, wie zum Beispiel Schnittmuster- und Technik, erlernen.

Die Veranstalter selbst sind bereits sehr erfahren: Sie hielten die RingCon für 14 und die HobbitCon für vier Jahre. Nun folgt mit der MagicCon der offizielle Nachfolger.

Wir werden für euch am 22.04.17 auf der MagicCon dabei sein und natürlich anschließend von unserern Erahrungen berichten.

 

VON CHARLOTTE

 

Poi E ist ein Neuseeländischer Dokumentarfilm über die Geschichte eines Popsongs in maorischer Sprache, der 1984 wider Erwarten die Spitze der Charts erreichte. Es grenzte damals an ein Wunder, dass ein Song in traditioneller Sprache so ein Erfolg hatte. Der Sänger Dalvanius Prime hatte davor schon internationalen Erfolg, aber nur mit englischsprachigen Soul-Liedern. Im Laufe seiner Kariere hat er sich immer weiter von seinen Ursprüngen entfernt und auch zum größten Teil die Sprache der Maori verlernt. Hierfür schämte er sich und als er zurück in seine Heimatstadt kam, fing er an, die Sprache wieder zu lernen und sich mit seiner Kultur zu beschäftigen. Der Regisseur Tearepa Kahi ist selber maorischer Abstammung und tourte schon als Jugendlicher durch Neuseeland mit einer Maori Tanzgruppe. Später studierte er Geschichte und Maori Studies an der Universität Auckland und führte Regie bei diversen Dokumentarfilmen und preisgekrönten Kurzfilmen. Sein Spielfilmdebüt „Mt Zion“ gewann mehrere Preise bei den New Zealand Film Awards und war in Australien und Neuseeland ein großer Publikumserfolg.

Poi E ist ein herzerwärmender, teilweise lustiger und filmisch wunderschöner Dokumentarfilm. Der Film begleitet die Geschichte der Entstehung des Liedes und die enormen Auswirkungen auf die Kultur der Maori.  Poi E ist generell in sehr strahlenden, bunten Farben gehalten  und vermittelt dadurch sofort gute Laune. Es ist ein Film über Kultur, Herkunft und Musik, der mehr als empfehlenswert ist, wenn man sich für die Geschichte der Maori und Musik interessiert.

 

Auf der Berlinale:

Di 14.02. 17:30  HKW

Mi 15.02. 17:30 CinemaxX 1

Sa 18.02. 11:30 CinemaxX 3

So 19.02. 15:30 Filmtheater am Friedrichshain

 

VON KAJA

 

Erwachsen werden ist nicht leicht und schon gar nicht, wenn man anders ist als seine Freunde und ein dunkles Geheimnis mit sich herumträgt. Butterfly Kisses erzählt die Geschichte von Jake (Theo Stevenson) und seinen zwei besten Freunden, die sich ihre Zeit mit Rumhängen in den Höfen ihrer Hochhaussiedlung, mit Billard, Pornos, Alkohol und Gesprächen über Mädchen vertreiben. Jeder der Drei wird von seinen ganz eigenen Dämonen getrieben, doch Jake trägt ein dunkles Geheimnis in sich, welches er niemandem erzählen kann und das ihn mehr und mehr von den anderen isoliert.

Der Debütfilm von Rafael Kapelinski feiert auf der Berlinale 2017 Weltpremiere und ist meiner Meinung nach gut gelungen. Der Film, der komplett in schwarz-weiß gehalten ist, macht durch die Mischung aus Laien und bekannten Schauspielern einen authentischen und ungeschönten Eindruck und zeigt das Leben so, wie es nun einmal ist.

Allerdings muss ich für meinen Teil sagen, dass ich das Ende leider nicht wirklich verstanden habe. Der Film hat seinen FSK mit 14Plus auf jeden Fall verdient und ist nur etwas für Leute, die kein Problem mit sexuellen Andeutungen haben.

 

Im Berlinale Programm:

Sa 11.02. 20:00 , HKW (E)
Mo 13.02. 15:30 , Cubix 8 (E)
Do 16.02. 15:30 , Zoo Palast 1 (E)

 

VON KAJA

 

Der 15-jährige Kit reißt inmitten der Feierlichkeiten zur amerikanischen Zweihundertjahrfeier von zu Hause aus und trampt zusammen mit seiner Freundin Alice durch Kanada. Die Beiden begeben sich auf einen Selbstfindungstrip, der ihre Beziehung auf eine harte Probe stellt.

Dieser Film, der im Jahr 1976 spielt und ebenfalls schwarz-weiß ist, hat mir von den dreien, die ich vorab sehen konnte, am besten gefallen! Weirdos vermittelt das Gefühl, dass es in Ordnung ist, anders zu sein. Jeder von uns ist auf seine eigene Art und Weise anders, seltsam oder speziell und einzigartig. Das ist auch gut so. Der Film sagt dazu: „We're all weirdos, that's what makes us beautiful“ („Wir sind alle seltsam, das ist was uns hübsch macht“). Dieses Zitat hat mich von Anfang an begeistert, da es meiner Meinung nach voll und ganz zutrifft.

Desweiteren sind die Charaktere sympathisch, sodass man sich mit ihnen identifizieren und mitfühlen kann. Wer also Lust auf einen Coming-of-Age Film hat, wer den Soundtrack der 70er liebt oder einfach mal einen Ausflug in die Vergangenheit machen will, dem kann ich Weirdos nur ans Herz legen.

 

Im Berlinale Programm

Di 14.02. 15:30 , Zoo Palast 1

Mi 15.02. 15:30 , Filmtheater am Friedrichshain

Do 16.02. 14:00 , CinemaxX 3

VON KAJA

 

Der Film handelt von einem hochbegabten Jugendlichen (Staszek Cywka), der kurz davor steht, Physik an der Universität zu studieren. In seiner Freizeit beschäftigt er sich mit einer Theorie über Parallelwelten, die seiner Meinung nach durch Licht miteinander verbunden sind. Hinter seinem großartigen Verstand verbirgt sich allerdings eine verletzte Seele, die die authoritäre Mutter (Agnieszka Podsiadlik) nicht zu heilen vermag. Eines Tages kehrt ihr Mann (Sebastian Lach) nach Jahren der Abwesenheit zurück, wodurch ein Mann in das Leben des Jungen tritt.

Mir persönlich hat der Film gut gefallen, da seine Handlung spannend ist, und er einige schön anzusehende Einstellungen beeinhaltet. Man merkt den künstlerischen Aspekt besonders in den Szenen, in denen mit Farben oder ähnlichem gespielt wird sowie in den Zitaten aus Goethes Erlkönig, der namengebend war. Zudem illustriert die Musik im Film die Gefühlswelt des erwachsenwerdenden Jugendlichen gut.

Man muss allerdings erwähnen, dass der Film ebenso komplex wie seine Charaktere ist und teilweise Realität und Fantasie miteinander verschwimmen. Das macht ihn zuweilen schwer verständlich, allerdings nicht schlechter.

Wer also gerne Art House Filme sieht oder Wert auf ein schönes Bild legt, sollte sich The Erlprince auf jeden Fall auf der Berlinale anschauen.

 

Im Berlinale Programm

Do 16.02. 17:00 , HKW (E)
Fr 17.02. 10:30 , CinemaxX 1 (E)
Sa 18.02. 14:00 , CinemaxX 3 (E)

 

VON JANIK EMIL

 

Schon anhand der Überschrift lässt sich erahnen, welch ein verrücktes Projekt unter der Regie von Dash Shawn in den USA entstanden ist. Eine wirkliche Storyline kurz zusammenzufassen, ist bei diesem Film gar nicht so einfach.

Grundsätzlich ist der Anfang des Films von der Story her gleichzusetzen mit einem typischen Teenager-Hollywoodfilm: Ein unbeliebter Erfinder namens Dash möchte mit seiner Schülerzeitung in der Schule berühmt werden – was ihm natürlich überraschenderweise nicht so einfach gelingt. Dash ist für seine Mitschüler ein Niemand. Belastet durch Mobbing, familiäre Probleme und Freundschaftssorgen versucht er sich durch den Schulalltag zu schlagen. Doch als er während seiner Recherche im Schulkeller ein Geheimnis entdeckt, wird seine Welt aus den Angeln gerissen. Und ab diesem Moment ist der Film nur noch eine einzige Farbschlacht.