Trends

VON HANNAH

 

Einige von euch freuen sich bestimmt schon auf die Festivalsaison (oder sind schon mitten drin) und stecken jetzt in den letzten Vorbereitungen. Hier folgen 7 Tipps, die besonders für den einen oder anderen Festival-Neuling wertvoll sein könnten.

Es gibt einige Dinge, die man beim Packen, aber auch auf dem Gelände beachten sollte.

Von Indiens Farbfest zum spektakulären Holi Festival of Colours™

Eine halbe Million Partygänger weltweit sind in jedem Jahr dabei, wenn das wunderbar verrückte Holi Festival of Colours™ Farbe in Dein Leben bringt!

Seit uralten Zeiten feiert man in Indien das leuchtende Farbenfest der Freude: Das Holi Festival ist eines der ältesten Feste Indiens, bei dem der Beginn des Frühlings gefeiert wird und alle Schranken durch Kaste, Geschlecht, Alter und gesellschaftlichen Status aufgehoben werden. Entstanden aus der indischen Mythologie, vermittelt es auch den Triumph des Guten über das Böse.

VON MAREIKE

Bereits zum dritten Mal fand die Maker Faire nun in unserer schönen Hauptstadt Berlin statt. Über 900 Maker stellten an fast 200 Ständen ihre Projekte aus, ließen sich von Besuchern mit Fragen durchlöchern und veranstalteten spannende Workshops. Für "die Großen" gab es zudem öffentliche Vorträge, die sich beispielsweise um die Ansätze und Herausforderungen der Industrie 4.0-Bewegung, Crowdfunding oder die Realisierung von DIY-Projekten mithilfe von Smartphones drehten.

Für Menschen, die Ahnung haben, ist die Maker Faire der richtige Ort, um Kontakte zu knüpfen und über eigene Projekte zu fachsimpeln. Die Community bietet Hilfe und Unterstützung bei der Umsetzung von individuellen Vorhaben und ist wirklich mit Herz dabei. Die Hallen der STATION-Berlin am Gleisdreieck glühten nur so von geballter Schaffenskraft - echte Maker eben.

 

Keine Ahnung von Technik? Macht nichts.

Ich hatte vier Jahre lang Informatik und zähle definitiv immer noch zu den Laien. Wenig bis gar kein Know-how zu haben, ist allerdings kein Argument gegen einen Besuch.

Die Maker Faire hält jedes Jahr tolle Angebote für jeden bereit, der Spaß daran hat, sich neue Ideen präsentieren zu lassen oder selbst tätig zu werden.

Besucher*innen konnten an jeder Ecke an Mitmach-Aktionen teilnehmen und so selbst zu sogenannten Makern werden. Insbesondere die Väter schienen Spaß zu haben. Sie wirkten oft sogar neugieriger als ihre Söhne oder Töchter. Mit Schutzbrille und -handschuhen ausgestattet, wurden hochkonzentriert bunte LEDs an kleine Leiterplatten gelötet, um letztlich ein leuchtendes Herz mit nach Hause bringen zu können. Auch konnten, unter Anleitung von Tino Werner von VARIOBOT, eigene Roboter gebaut werden, die Hindernissen ausweichen und Gegenständen oder Linien folgen können – und das ohne Hightech. Diese MiniBots bestehen lediglich aus einfachen Bausätzen und sind somit schnell gebaut.

 

Es grünt die Technik

Besonders überraschend waren auch die vielseitigen Verknüpfungen von Natur und Technik. So hat es mir besonders der YardCube angetan. Dieses Mini-Gewächshaus ermöglicht es jedem Haushalt, optimale Umweltbedingungen für jede Nutzpflanze zu schaffen. Mithilfe eines softwaregesteuerten Systems werden die ermittelten Werte für Licht, Temperatur und Feuchtigkeit im Gewächshaus umgesetzt, um letztlich optimale Wachstumsbedingungen zu erzeugen.

Natürlich stellt sich bei solchen Erfindungen auch immer die Frage, wer sowas denn tatsächlich braucht. Aber eine schöne Spielerei ist es doch für diejenigen, denen der grüne Daumen fehlt oder die beispielsweise in einer Wohnung mit weniger guten Bedingungen für Pflanzen wohnen. Zudem sieht das Ganze auch wirklich edel aus – ein faszinierender Hingucker.

 

jup! Redakteurin Zora traf Sängerin Elif zum Interview. Gemütlich an der Spree quatschten sie über das neue Album "Doppelleben", Elifs Familie und ihre Vorliebe für Schlager! Das und mehr im Video!

 

18.06.2017 bis 18.06.2017 (Ganztägig)
06.06.2017 bis 06.06.2017 (Ganztägig)
06.06.2017 bis 06.06.2017 (Ganztägig)

VON JESSICA | VIDEO: KAI

„Love out Loud!“ und dank des Regenbogens der Negativität entgegen. Die 11. re:publica fand vom 8. Mai bis zum 10. Mai 2017 statt und setzte den Kurs ganz klar in Richtung BUNT. Erneut war die Messe rund um die Themen digitale Gesellschaft, soziale Medien und das Web 2.0 in der STATION Berlin zu finden.

Neben hippen Essensangeboten, diversen Ständen und Aktionen bot sich eine Vielzahl an hochkarätigen Workshops und Sprecher*innen. Sascha Lobo reflektierte kritisch über seine Selbstdarstellung im Netz und die, der Allgemeinheit. Ein wahrer Experte in Sache Medien, Rasmus Kleis Nielsen vom Reuter Institut für Journalismusstudien, gab Einblick in seine Unterscheidung zwischen „Fake News“ und „Real News“. Die Liste lässt sich von Journalist*innen, über Politiker*innen bis hin zu den Nachbar*innen von nebenan, die ihre besondere Message haben, weiterführen. Selbst Kunstinteressierte kamen bei Ausstellungen, wie der von Stella Schiffczyk, auf ihre Kosten. Sie portraitierte jene kamerascheuen Zeugen, die während des NSA-Untersuchungsausschusses aufgrund ihrer Geheimdiensttätigkeit nicht abgelichtet werden durften.

Meine Jugendweihe im FEZ-Berlin vom Jugendweiheverein Berlin/Brandenburg e.V. war eine tolle und aufregende Feier. Am 13.05.2017 stand ich zusammen mit ca. 40 Kindern, die wie ich bald Erwachsene sein sollten, auf der Jugendweihe-Bühne im FEZ-Berlin.

VON FLORIAN (FEZ-BLOGGER)

1852 wurde die Jugendweihe in Nordhausen im Harz geboren. Pfarrer Eduard Baltzer war ihr Gründervater. Eine Folge des von ihm vorgenommenen Bruchs mit der Amtskirche bestand in der Umdeutung kirchlicher Feste in seiner Gemeinde. So prägte er den Begriff „Jugendweihe“ für das Fest anlässlich des Übergangs vom Kind zum Erwachsenen. Der Jugendweiheverein Berlin/Brandenburg e.V. organisiert seit 1990 die Jugendweihe für Berlin und Brandenburg und der Jugendweiheverein Berlin/Brandenburg e.V. ist politisch unabhängig. Sein erklärtes Ziel ist es, jungen Menschen das Hineinwachsen in die Gesellschaft zu erleichtern.

In den letzten 75 Tagen vor meiner Jugendweihe habe ich zusammen mit den Jugendweiheverein Berlin/Brandenburg e.V auf der Facebook-Seite des Vereins berichtet. Dort habe ich z.B. über meine Vorbereitungen, meine Hobbys und über meinem Besuch mit dem Jugendweiheverein Berlin/Brandenburg e.V. im Bundestag oder im Bergwerk berichtet. Was viele nicht wissen, dass der Jugendweiheverein auch ein großes Angebot der offenen Jugendarbeit anbietet. Zwölf- bis Sechzehnjährige können dabei unabhängig von ihrer Teilnahme an der Jugendweihe verschiedene Veranstaltungen von Sport bis zu gesellschaftlichen Themen und Lebensberatung besuchen.

Auch auf jup! Berlin habe ich über meine Vorbereitungen berichtet. So habe ich an meinem Jugendweihe-Wochenende den Instagram-Account von jup! Berlin übernommen.

Zu so einer großen Feier gab es auch für mich viel zu organisieren. Unter anderen musste ich mir mein perfektes Outfit suchen, Einladungen gestalten und ­– besonders wichtig – ich musste mir überlegen, was ich das nach der Feier machen wollte.

 

Mein großer Tag

Und plötzlich war dieser Tag da und ich stand auf der Jugendweihe-Bühne. Als ich im FEZ-Berlin ankam, wurde ich erstmal von den netten Mitarbeitern*innen begrüßt und wir wurden alle eingewiesen. Ich hatte die ehrenvolle Aufgabe, meine Gruppe anzuführen. Darum ich bin als erster über die Astrid-Lindgren-Bühne gelaufen und musste diejenigen, die hinter mir waren, durch den FEZ-Saal bringen. Ich war schon ein bisschen aufgeregt und diese Aufgabe hat es nicht einfacher gemacht. Was wir nicht mitbekommen haben, war die tolle Star-Wars-Einführung, die unsere Eltern bekommen haben. Und danach ging es schon so richtig los mit der Jugendweihe.

Als erstes kamen die Tänzer und Tänzerinnen auf die Bühne und haben uns eine tolle Tanz-Performance gegeben. Es folgen noch mehrere Darbietungen mit der Band „Souluv“ und der Moderatorin und Sängerin Viveca, die uns mit zwei Liedern wie zum Beispiel „Bedingungslos“ (Sarah Connor) beglückt hat. Sehr gefallen hat mir auch der Beitrag der Autorin Mareike Barmeyer, die uns zwei Geschichten vorgelesen hat, die von ihr und Berlinern zu Weihnachten handelten. Später kam dann auch ein Festredner dazu, wie bei mir Klaus Lederer (ein Politiker der Linken) oder auch bei einer anderen Jugendweihen Monika Ehrhardt-Lakomy, Oliver Igel und Michael Grunst.  Ein besonderer Moment war dann, als wir alle hintereinander mit unseren Namen auf die Bühne gerufen wurden.  Oben angekommen wurden uns eine Urkunde, eine Blume und ein Geschenk übergeben. Es war übrigens ein wunderbares Buch.  Geweiht wurden wir mit den Worten „Manchmal ist es besser einen Schlussstrich zu ziehen und umzugehen, als weiter und weiter in die falsche Richtung zu laufen “ (Unbekannt).

Dann gab es nachdem die ersten zwei Gruppen in den Kreis der Erwachsenen aufgenommen worden waren einen kleiner Film. Aber danach ging es sofort weiter mit den anderen Gruppen. Und zum Ende wurden wir noch einmal von den Darstellern*innen auf die Bühne geholt. Es war wirklich toll!

Danach ging es direkt zur nächste Feier mit meiner Familie, wo wir dann noch ein bisschen gefeiert und diesen schönen Tag ausklingen lassen haben. Aber ich kann die Jugendweihe nur jedem empfehlen, es war ein spannender, aufregender, fröhlicher Tag mit vielen tollen Überraschungen. Es war auch ein tolles Gefühl auf der Jugendweihe-Bühne zu stehen und dieses einmalige Erlebnis zu erleben.

Achtung! Dies ist nicht die originale Geschichte, sondern nur eine Zusammenfassung.

VON ALINA

Viele sind wohl schon umgezogen. Es gibt unterschiedliche Gründe dafür. Bei Jeff und seiner Familie liegt es daran, dass sein Vater einen neuen Job bekommen hat. Für Jeff und seinen Bruder Liu ist das sehr angenehm. Ein größeres Zimmer, eine neue Gegend: was will man mehr? Kurz nachdem sie eingezogen sind, kommt auch schon die freundliche Nachbarin vorbei und lädt die ganze Familie zur Geburtstagsparty ihres Sohnes ein. Oh Mann, die Leute sind gerade erst angekommen, noch nicht fertig mit Auspacken und werden gleich zu einer Kinderparty eingeladen. Respekt.

Doch trotz allem müssen Jeff und Liu am nächsten Tag gleich in die Schule. Beim Frühstückstisch verspürt Jeff allerdings ein komisches Gefühl, das er nicht einordnen kann. Dann, an der Bushaltestelle, kommt dieses Gefühl wieder. Und dort kommt es auch zu dem entscheidenden Zusammenprall. Ein paar Kinder, nicht älter als 12 Jahre, springen „total cool“ mit ihren Skateboards über Jeff und seinen Bruder hinweg. Der Anführer der Deppen heißt Randy und seine Sidekicks Keith und Troy. Schon wieder spürt Jeff dieses seltsame Gefühl und als Randy seinem Bruder das Portemonnaie klaut, flippt er aus. Ohne auf die Messer zu achten, mit denen er bedroht wird, verprügelt er sie alle und muss schließlich mit seinem Bruder zur Schule rennen, um dem Bus zu entgehen.

Zuhause hat Jeff beängstigend gute Laune und Liu kann noch immer nicht verstehen, wie sein Bruder dazu in der Lage war.

Am nächsten Tag ist der Spaß vorbei. Die Polizei steht vor der Tür. Sie wollen Jeff mitnehmen. Doch das lässt Liu nicht zu. Er überzeugt die Polizisten von Jeffs Unschuld und wandert in den Jugendknast. Alles nur, um seinen kleinen Bruder zu beschützen. Hätte er das mal lieber nicht getan.

Zwei Wochen später. Die Geburtstagsparty des kleinen Nachbarsjungen steht an. Nun ist die Frage, was zieht man zu einer Kinderparty an? Jeffs Eltern entscheiden sich für einen Stil a lá Gala und tragen Abendkleid und Anzug. Im Gegensatz dazu zieht sich Jeff wie ein normaler Mensch an.

Jeff, dem diese Verrücktheit wohl zu viel ist, spielt mit den Kindern, bis er plötzlich etwas hört. Rollen. Schon springt die Deppenbande über den Zaun und bedroht Jeff. Mit Pistolen. Ein heftiger Kampf quer durch das ganze Haus entbrennt. Und in dem Moment nimmt das Gefühl in Jeff Überhand und etwas zerbricht in ihm. Er schlägt auf Randy ein bis dieser aufhört, sich zu bewegen. Keith und Troy stehen nicht mehr untätig rum. Einer von ihnen zerschlägt eine Flasche mit Wodka auf Jeffs Kopf, was ihn aber nicht aufhalten kann. Troy geht zu Boden und Jeff und Keith verlagern den Kampf ins Badezimmer. Dort passiert es. Über den beiden kippt eine Flasche Bleichmittel aus und bedeckt die beiden von Kopf bis Fuß. Wissend, dass er Jeff nur auf eine Weise besiegen kann, zückt Keith sein Feuerzeug und setzt Jeff in Flammen.

Jeff erwacht im Krankenhaus. Er kann nichts sehen, denn sein Gesicht ist von Bandagen bedeckt. Er erfährt, dass aufgrund der Augenzeugenberichte, sein Bruder aus dem Jugendknast entlassen wurde. Es scheint, als würde alles gut werde. Doch Jeff weiß, dass es niemals wieder wie vorher wird. Seine Bandagen werden abgenommen und er kann zum ersten Mal sein entstelltes Gesicht sehen. Wie sieht er aus? Was sagt seine Familie zu? Hat Jeff den Verstand verloren? Findet es heraus!

Diese Geschichte wird euch ohne Zweifel einen Schauer über den Rücken laufen lassen.

 

Stromkästen sind grau und langweilig? Nicht in Berlin! Immer mehr Stromkästen werden durch Schulgruppen kreativ besprüht! Dabei helfen erfahrene Sprayer beim Designen und Sprayen. jup! war bei einem Workshop an der Otto-von-Guericke-Oberschule mit dabei!

Wie so ein Workshop abläuft? Schaut es euch an!
 

In dieser Folge Film Feedback habe ich einen sehr alten Film, der Filmgeschichte geschrieben hat, sowie einen Film über das Leben und den Tod für euch. Zudem rede ich über den perfekten Film für alle Penélope-Cruz-Liebhaber und ebenso über einen Film, der sich mit dem Thema „Body Shaming“ beschäftigt. 

VON KAJA

 

Aktueller Film

Embrace – Du bist schön
(USA 2016, R: Taryn Brumfitt, FSK 12)

„Body Shaming“ ist in unserer heutigen Gesellschaft leider sehr weit verbreitet, sodass es umso wichtiger ist, dass Taryn Brumfitt in ihrer Doku über dieses Thema spricht und zudem die Botschaft vermittelt, dass man seinen Körper so lieben sollte, wie er ist, denn wir haben nur diesen einen.

Die Geschichte von Taryn Brumfitt beginnt damit, dass sie sich, nachdem sie drei Kinder zur Welt gebracht hat, nicht mehr wohlfühlt in ihrem Körper. Also fängt sie an, wieder vermehrt Sport zu machen, auf ihre Ernährung zu achten und sich auf einen Body-Builder-Wettbewerb vorzubereiten. Als sie dann in bester Form auf der Bühne steht, fällt ihr auf, dass ihre Konkurrentinnen, sowie sie selbst, immer noch nicht zufrieden mit ihren Körpern sind. In der folgenden Zeit isst sie wieder normal und nimmt zu, bis sie sich in ihrem Körper (mit ihren Rundungen) wohlfühlt. Zudem postet sie ein Vorher – Nachher-Bild auf Facebook, auf dem sie erst schlank und dann rundlich zu sehen ist.
Damit trifft sie einen Nerv und bekommt in Folge dessen unendlich viele E-Mails wie: „Wow, wie hast du es geschafft deinen Körper lieben zu lernen?“. Natürlich bekommt sie auch negative Kommentare, aber von dieses lässt sich Taryn Brumfitt nicht beeinflussen, sondern sie entscheidet,  eine Reise um die Welt zu machen, auf der Suche danach, warum so viele Frauen ihren Körper nicht lieben, sondern teilweise sogar gegen ihn ankämpfen.
Auch eine deutsche Schauspielerin, nämlich Nora Tschirner, ist von Taryn Brumfitts Bild begeistert und da diese finanzielle Unterstützung braucht, um den Film zu realisieren, greift Tschirner in die eigene Tasche und produziert den Film kurzer Hand mit.   

Der Film, der eigentlich nur am 11.05.2017 in den Kinos laufen sollte, hat mir sehr gut gefallen und mich selbst zum Nachdenken angeregt. Das Thema und somit auch dieser Film, sind sehr wichtig für unsere heutige Gesellschaft, weil er deutlich zeigt, was eigentlich das Wichtige im Leben ist. Es geht nicht darum, sein ganzes Leben lang den eigenen Körper zu einem Schmuckstück zu machen, das besonders schön aussieht. Der Film ist meiner Meinung nach echt gut gelungen und jeder, der die Möglichkeit hat, sich den Film anzuschauen, dem kann ich das nur mit bestem Gewissen dazu raten, denn der Film ist viel zu gut, um nicht gesehen zu werden.
Das haben sich wahrscheinlich auch die Kinos gedacht, nachdem es am 11. Mai so einen Ansturm auf den Film gab. Viele Kinos haben sich - ohne Absprache mit der Regisseurin oder den Produzentinnen - dazu entschieden, EMBRACE – DU BIST SCHÖN noch einige Male mehr zu zeigen!

Wer dieses Thema also genauso wichtig findet wie ich oder sich einfach einen schönen Film mit wichtiger Botschaft ansehen will, der sollte sich mal auf der Facebook-Seite des Films umschauen und vielleicht habt ihr Glück und der Film wird noch einmal bei euch in der Nähe gespielt (dann aber Karten reservieren nicht vergessen). Für alle anderen gibt es EMBRACE – DU BIST SCHÖN ab 18.05. auf DVD zu kaufen.    

 

Bianca Heinicke aka Bibis Beauty Palace ist in aller Munde. Nein, nicht wegen einer neuen Schmink-Reihe, sondern aufgrund ihrer musikalischen Ambitionen. Richtig, Bibi singt jetzt. „How it is“ heißt die Single und sorgt seit letzter Woche für viel Wirbel im Netz. Über 300.000 Likes, über 2 Millionen Dislikes und ein regelrechter Shitstorm folgten. Fällt das alles noch unter freie Meinungsäußerung oder ist das einfach schon zu viel? Auch die jup! Redaktion hat intensiv diskutiert. Einige Statements seht ihr hier! Und was denkt ihr?

 

Mareike:

“How it is (Wap Bap)” ging musikalisch und inhaltlich geradewegs an mir vorbei und Bibi selbst kümmert mich mitnichten. Allerdings hat mich der Shitstorm, der über sie und ihren Song hereingebrochen ist, so derartig schockiert, dass ich doch ernsthaft an unserer jungen Generation zweifeln musste. Wie kann ein simples Musikstück die Menschen zu Unmenschen mutieren lassen? Ungeachtet Bibis’ vermeintlicher Motivation, die hinter diesem und all ihren anderen Videos stecken mag, kann es nicht sein, dass sich gefühlt die ganze Internet-Community gegen eine Person ausspricht, über sie urteilt und sie verurteilt, ohne jemals ein Wort mit ihr gewechselt zu haben. In kürzester Zeit hatte ihr Video Millionen Klicks und mindestens ebenso viele Dislikes und demütigende Kommentare, die sich gegenseitig in ihrer Niveaulosigkeit zu übertrumpfen suchten.
Stellt Euch einfach kurz vor, ihr würdet solche Äußerungen über Euch lesen müssen und das noch in tausendfacher Ausführung? Ich denke kaum, dass sich jeder Kommentarschreiber dessen bewusst ist, was Worte in Menschen auslösen können. Zwei, drei lustig bösartige Worte sind schnell getippt, gepostet oder geliket - in meinen Augen zu schnell.

Liebe Leute, Hass sollte kein kollektives Spiel sein, ist es in diesem Fall aber offenbar geworden.

Bibis Song war der Auslöser für eine Welle aus Missgunst und Feindseligkeit, die mit der eigentlichen musikalischen Leistung lange nichts mehr zu tun hat. Und das ist in meinen Augen nicht das, was ich mit dem Internet verbinden will.
Also haltet vor dem nächsten Kommentar doch mal eine Sekunde inne und denkt kurz noch einmal an die möglichen Konsequenzen und die Reichweite Eurer Worte.

 

Dat:

Ohne Auswirkung auf die Außenwirkung

Niemand hatte die Absicht, ein gutes Lied zu veröffentlichen. Dass Bibis Song kein Chartbreaker im klassischen Sinne ist, sollte hinlänglich bekannt sein. Er setzt auf Provokation und hält sich mittels wahnsinniger Polarisierungseffekte im Gespräch. Das Video ist ein perfekt-diskrepantes Produkt, das in Bild und Ton derart unstimmig ist, dass selbst der einfachste YouTube-„Kollege“ zum Musikkritiker wird und als weiteres Resonanzrohr fungiert.
Wer glaubt, bei der Songproduktion sei einfach schnell und schlampig gearbeitet worden, weil der Name „Bibi“ den Song eh verkaufe, denkt zu kurz. Vielmehr wäre jener versunken im stetig wachsenden Meer an Songs von YouTubern. Das Management musste dem Glück hier auf die Sprünge helfen. Nicht umsonst wurde beispielsweise „Pizzalied“-Urheber Sam Sommer engagiert, der seinen vor Jahren geschriebenen, mit Plagiatsvorwürfen behafteten Song ausgrub. Das Team hinter Bibi hat schlichtweg erkannt, dass Hass und Wut die stärksten Motive für Kommunikation im Netz sind. Hätte man nicht genau darauf abgezielt, hätte spätestens Bibi selbst die Bewertungs- und Kommentarfunktion unter ihrem Video deaktiviert, wie es bei Shitstormvideos allgemein üblich ist.
Bibi genießt außerhalb ihrer Zielgruppe aufgrund fragwürdigen Influencer-Marketings und perfiden Product Placements ohnehin schon einen geschädigten Ruf. Ein Lied mit Negativ-Rekord tut ihrer Karriere deshalb keinen Abbruch: Die Abonnentenzahl ihres YouTube-Kanals stagniert lediglich, ihr Name aber geht durch die Decke - eine ausgezeichnet kalkulierte Kosten-Nutzen-Rechnung.

 

Jessica:

Was Bibis Song langfristig für  einen Schaden anrichtet? Sie crasht den Musikmarkt. Major-Labels fördern Stars bei ihrer "Musikkarriere", weil sie genau um das bestehende breite Publikum wissen. Statt Newcomer zu unterstützen, gehen dann die Lochis oder Bibi auf Tour. Das Marketing wird schließlich gespart. So müssen folgend auch Live-Musiker und Techniker für etwas arbeiten, was sie eigentlich verachten. Aber in dem Business zählt bekanntlich nur das nötige Kleingeld.

 

Abdu:

Sie hat es getan und ist nun auch auf den „Pseudo-Künstler-Zug“ aufgesprungen, der bereits seit längerem fast die komplette YouTube-Welt beschäftigt. Anhaltend schlechter werdende TV-Quoten treiben die Kommerzialisierung YouTubes umso stärker an und das bringt nicht immer positives hervor, wie sowohl an dem nun neu erschienen Lied von „Bibi H.“ zusehen ist als auch an dem gesamten Konstrukt ihrer Karriere, welche einzig und allein darauf abzielt, 13-jährigen Fangirls/-boys das Taschengeld zu klauen.  Mal abgesehen davon, dass ich den Song echt nicht gut finde, sorgen sowohl Textstellen als auch Melodie für reichlich Diskussionsstoff. Gerüchte machen die Runde, Videos in denen Bibis Stimme angeblich ohne Autotune zu hören ist machen die Runde.  Letztendlich hat Bibi also genau das, was sie wollte: Aufmerksamkeit und Geld! Denn egal, ob sich nun ein Fan oder ein Hater das Video anschaut, Bibi gewinnt immer.

 

Sina:

YouTuber machen plötzlich Musik. Wie aus heiterem Himmel fällt ihnen ein: „Oh, das klappt ja ganz gut und ich habe Musik ja schon immer geliebt und ja, das mache ich jetzt.“
Im Fall von ApeCrime oder DatAdam scheint das wirklich gut zu funktionieren. Sie gehen sogar auf Tour, legen ihre YouTube-Karriere lahm, um weiter Musik zu machen und auch den Fokus darauf zu legen.
Die gute Bibi scheint das als Aufforderung gesehen zu haben und hat jetzt auch ihren ersten Song veröffentlicht: „How it is (Wap bab)“. Mit einem strahlenden Lächeln singt sie, wie schlecht sie sich fühlt, als ihr Freund sie verlassen hat. Sie läuft durch ein Märchenschloss und betreibt im Video-Product-Placement ohne Ende.
Ich glaube, sie vergisst manchmal, wie viel Follower sie hat und welchen Einfluss auf Mädchen jüngeren Alters. Als ob das nach jeder Trennung so abläuft. Da wird doch die Realität total verzehrt. Viel schlimmer ist, dass sie mit sowas auch noch Geld macht. Mit einem Lied, dass sie nicht einmal selbst geschrieben hat. Mit einem Video, das aussieht, als ob zu viele Einhörner ihren Mist dort gelassen haben. Aber wem’s gefällt. Viel Spaß!

 

Friederike:

Am besten wäre es wohl, wenn wir uns alle mal ein wenig entspannen.
Ich persönlich habe nie wirklich etwas mit "Bibis Beauty Palace" zu tun gehabt. Als dann plötzlich von allen Seiten die Information über ihren neuen Song kam, dachte ich mir: "Mensch, das kann man sich ja mal ansehen." Und genauso schnell, wie die Information zu mir kam, so schnell ist sie wieder von mir abgeprallt. Ich habe mir dieses Video angesehen und das war es dann auch. Weder das Video noch das Lied sind besonders spannend. Keine aufregende Message steht dahinter, die nun angeregt diskutiert werden müsste. Vollkommen gegenteilig haben allerdings die Menschen um mich herum reagiert. Noch Wochen später wird das Lied auf dem Schulhof herumkrakeelt. Es werden noch immer Parodien, React-Videos, Songanalysen und so weiter und so fort gedreht.
Aber können wir nicht alle einmal innehalten und darüber nachdenken, womit wir unsere Zeit verschwenden? Rauf und runter über diesen - vergleichsweise zu dem, was sonst so in der Welt passiert - doch eher unspannenden Song zu diskutieren, bringt niemanden von uns weiter. Neuer Inhalt kommt auch nicht dazu und wir machen uns weiter und weiter über das Gleiche lustig.
Also alle mal tief durchatmen und neue Hobbys suchen!

 

Wie ist eure Meinung? Einfach in das Kommentarfeld schreiben!

 

Amy Gentry beschreibt in ihrem spannenden Thriller „Good as Gone" das Schicksal einer Familie, die durch ein grausames Ereignis vollkommen aus der Bahn geworfen wird.

VON FRIEDERIKE

Anna Davalos und Tom Whitaker verlieren ihre Tochter Julie, die aus ihrem Haus entführt wird, als sie gerade mal 13 Jahre alt ist. Die Einzige, die etwas davon mitbekommt, ist ihre zehnjährige Schwester Jane. Als Julie gewaltsam entführt wird, ist sie wie gelähmt und versteckt sich auf ein Zeichen ihrer Schwester im Schrank.

Die Familie geht sehr unterschiedlich mit dem Verlust um: Tom beginnt, eifrig nach Julie zu suchen, unterstützt die Polizei bei ihren Ermittlungen, geht zu Selbsthilfegruppen und verwandelt Julies Kinderzimmer in eine Verwaltungszentrale für alle Maßnahmen zum Auffinden seiner Tochter. Anna allerdings, aus deren Sicht das Buch hauptsächlich geschrieben ist, erleidet einen Zusammenbruch. Nachdem die Professorin zu Beginn ihren Mann unterstützt hat, verfällt sie kurzzeitig dem Alkohol, klinkt sich aus der Suche nach ihrer Tochter vollkommen aus und verlangt nur noch Julies Körper, um ihn zu bestatten.  Darum wendet sich ihre zweite Tochter Jane von ihr ab. Je abweisender sie sich ihrer Mutter gegenüber verhält, desto vernarrter ist sie jedoch in ihren Vater, mit dem sie lebhafte Gespräche führt, während sie Anna eher einsilbig und monoton antwortet. Das Ereignis treibt das Ehepaar durch ihre unterschiedlichen Herangehensweisen immer weiter auseinander.

 

Eine Fremde kehrt zurück

Nach acht Jahren kehrt die verschollene Tochter zurück. Ausgelaugt steht sie eines Abends auf der Veranda und bricht in den Armen ihrer Mutter zusammen. So beginnt die ganze Prozedur der Ermittlung von neuem. Tom, der in der Beziehung wie es scheint eher den gefühlvolleren Part übernimmt, sieht sich in dieser Zeit nicht in der Lage, seine Tochter zu Befragungen und Untersuchungen zu begleiten. Diese erhält im Gegenzug Unterstützung von Anna, die erschüttert dem zuhört, was der Entführten widerfahren ist. Sie erzählt von einer Verschleppung über Landesgrenzen und wie sie von einem an den nächsten Menschenhändlerring verkauft wurde, von Vergewaltigung und wie sie im Endeffekt ihren Peinigern zu alt wurde und nach Hause kam. Dass sie nun wieder zurück ist, schweißt die Familie zusammen. Die Eltern nähern sich an, Anna beginnt, eine Beziehung zu Jane aufzubauen, die mittlerweile 18 ist und aufs College geht und auch sonst sind die Spannung und Trauer, die auf dem Haus lagen, wie weggewischt.
 

Liebe. Ein ausgedachtes Gefühl aus Hollywood, nur dazu gemacht die Leute einer Illusion auszusetzen und eine Traumwelt zu erschaffen. Am Ende entpuppt sich alles als großer Traum und man landet auf dem harten Boden der Wirklichkeit. So zumindest sieht es Daniel bis zu dem Tag, an dem er Eva kennenlernt.

VON ISABEL

Daniel ist ein Schriftsteller aus Madrid, der sein Geld durch das Schreiben von Biographien verdient. Charakteristisch würde man ihn als neurotisch, zynisch und ein wenig sozialinkompetent beschreiben. Er betrachtet alle Dinge mit reiner Sachlichkeit und kann mit emotionalen Bindungen wenig bis gar nichts anfangen. Er kann nicht mit der U-Bahn fahren, da ihm dort zu viele Menschen sind und er schon alleine bei dem Gedanken daran Panik bekommt. Daher fährt er lieber Taxi oder geht zu Fuß.  Das Verhältnis zu seinen Eltern ist nicht von viel Zuneigung geprägt. Ihre Treffen sind für ihn wie Termine, die eingehalten werden müssen. Seine einzigen Freunde sind Sara, die er aus der Schule kennt, und ihr Lebensgefährte German. Sie haben sich mit seiner Art abgefunden und wissen damit umzugehen. Als Trauzeuge der beiden lernt Daniel auf der Hochzeit die Kindergärtnerin Eva kennen und möchte sie treffen.
Zuerst will sie nichts mit ihm zu tun haben, aber dadurch, dass Daniel sich immer wieder aufdrängt, stimmt sie irgendwann zu. Die beiden treffen sich öfter um etwas trinken zugehen und werden irgendwann ein Paar. Zusammen machen sie Urlaub und treffen sich mit Daniels Freunden.

Im Laufe des Buches kann man eine charakteristische Entwicklung von Daniel erkennen. Man sieht, wie die Zeit mit Eva ihn verändert und wie ihn ihre Gespräche im Denken und auch in seiner Art wandeln. Da das Buch aus der Sicht von Daniel geschrieben ist, erfährt man viel über ihn und kann seine Gedankengänge nachvollziehen, auch wenn man sie nicht unbedingt versteht.

Über Eva dagegen erfährt man kaum etwas und kann dadurch ihren Charakter nicht genau einschätzen. Durch die wenigen Informationen, die man erhält, kann man sich kein genaues Bild über ihre Gedanken machen und schlecht nachvollziehen, warum sie wie handelt.

Ledos Schreibstil ist sehr schön und humorvoll. Während des Lesens musste ich oft über die Dialoge der Charaktere und die Gedanken des Protagonisten schmunzeln. Ich hatte das Gefühl, dass es sehr kurzweilig ist. Kaum hatte ich angefangen zu lesen, war ich auch schon wieder durch. Dabei ist das Buch keinesfalls dünn. Mit 448 Seiten hat es eine gute Länge.

Alles in allem kann ich das Buch sehr empfehlen. Es ist eine schöne Geschichte, die meiner Meinung nach, nicht alltäglich ist. Außerdem lädt sie zum Nachdenken ein, da die Sicht des Protagonisten auf die Welt nicht der Sicht der Allgemeinheit entspricht. 

 

Habt ihr mal wieder Lust, euch richtig zu gruseln? Geben euch Horrorgeschichten vielleicht den Kick, den ihr sucht? Dann ist Creepypasta das richtige für euch. Doch was ist das eigentlich? Nun, das werde ich euch erklären.

VON ALINA

 

Was bedeutet Creepypasta?

Das verwirrt die meisten Leute am Anfang. „Creepy“ bedeutet übersetzt ganz klar „gruselig“. Aber „pasta“? „Nudeln“! Oder?
Das „pasta“ kommt jedoch in Wahrheit von „copy and paste“, was soviel wie „kopieren und einfügen“ bedeutet. So verbreiten sich die Geschichten nämlich. Man kopiert sie und lädt sie irgendwo wieder hoch, um sie mit anderen zu teilen.

 

Was sind Creepypasta?

Creepypasta sind Horrorgeschichten, die im Internet kursieren. Manche sind Legenden, andere pure Fiktion. Ihr Ziel ist es, dem Leser oder Zuhörer eine Gänsehaut und Albträume zu verpassen. Oft werden sie von Bildern untermalt, die das Kopfkino noch mehr anregen.

 

Welche Arten von Creepypasta gibt es?

Es gibt sehr viele. SCP ist zum Beispiel eine Reihe von Geschichten über übernatürliche Wesen. Es gibt Creepypasta in kurzer oder langer Form. Kennt ihr das Spiel Slenderman? Auch das wird zu den Creepypasta gezählt. Ob über einen Mörder, eine Krankheit, eine Legende oder einfach ein Monster unter dem Bett, für jeden ist etwas dabei. Auch treten Creepypasta nicht nur als Geschichten, sondern auch als Gedichte oder Videos auf.

Das Spiel My Memory Of Us von JUGGLER GAMES handelt von zwei Freunden, die in einer Welt leben und überleben wollen, in der ihre Freundschaft untersagt ist. Der böse König und seine Roboter haben die Herrschaft übernommen und die Menschheit in die „Grauen“ und die „Roten“ aufgeteilt. Die grauen Menschen, welche im wahrsten Sinne des Wortes grau sind, sind die sogenannte Elite. Doch ein kleiner grauer Junge versteht das Ganze nicht. Seine Freundin, die zu den Roten gehört, war schon vor dem Machtaufstieg der Roboter seine Freundin. Also warum sollten sie nicht mehr befreundet sein dürfen? Warum hat sie so ein schlechteres Leben?
Als dann die Familie von dem roten Mädchen gefangen genommen wird, entschließen sich die beiden, zusammen etwas zu unternehmen.

Ziel des Spiels ist es also, die Familie des roten Mädchens und andere rote Menschen zu befreien und die graue Welt etwas bunter zu machen. Möglich wird dies aber erst durch die Zusammenarbeit des Jungens und des Mädchens. Denn wo das Mädchen rennen und mit Steinschleudern schießen kann, ist der Junge fähig zu schleichen und Dinge aufzuheben. Sozusagen Teamarbeit für eine Person.

 

 

 

VON MAREIKE

Juergen Teller, einer der international gefragtesten Fotografen der Gegenwart, begann seine berufliche Laufbahn, ebenso wie seine Eltern, mit einer Lehre als Bogenmacher für Streichinstrumente. Aufgrund einer Allergie wechselte er jedoch bald zum Studium der Fotografie nach München, bevor er mit 22 Jahren nach London zog, wo er seitdem lebt und als freier Künstler arbeitet.

Teller erhielt zunächst Aufträge in der Musikbranche: Er portraitierte Musiker, fotografierte für Plattencover und begann gegen Ende der 80er Jahre sogar für bekannte Modemagazine wie die einflussreiche britische Modezeitschrift i-D oder internationale Ausgaben der Vogue zu arbeiten.

Sein eigentlicher Durchbruch gelang ihm 1991, als er die US-amerikanische Band Nirvana auf ihrer Nevermind-Tour begleitete, deren Album "Nevermind" heute wohlgemerkt zu den wichtigsten Alben der Musikgeschichte gezählt wird, da es sich weltweit über 30 Millionen Mal verkaufte. Ebenso wie er Frontmann Kurt Cobain damals in sehr persönlichen und authentischen Momenten ablichtete, gelang es ihm auch bei weiteren großen Namen wie Kate Moss, Kanye West und Kim Kardashian, die wir sonst ausschließlich von perfekt inszenierten Bildern kennen.

 

„Was mich letztlich einzig und allein interessiert, ist die Interaktion zwischen zwei Menschen. Einer von denen bin ich, der Fotograf. Und wenn mich diese Begegnungen berühren, dann ist es gut.“ - Juergen Teller

 

VON SINA, 28.04.2017

Die Art und Weise mit Gefühlen umzugehen, ist bei jedem anders. Manche verdrängen sie durch Arbeit, andere reden offen und ehrlich darüber oder verarbeiten sie in Songs. Diese Woche haben wir zwei Künstler, für die Gefühl offensichtlich im Vordergrund steht.

Die erwachsen gewordene Balladenqueen

Lea Michele erlangte ihren weltweiten Durchbruch mit der Verkörperung der quirligen, aber durchaus sehr talentierten Rachel Berry in der US-Serie „Glee“. Schon damals, wie in ihrem Debüt-Album „Louder“, wurden die Zuhörer mit leisen aber auch kraftvollen Tönen begeistert, die sie in eine Traumwelt gelangen lassen. Für mich eine Sängerin, die jeder auf dem Schirm haben sollte. Mit ihrem zweiten Album „Places“ wird ihre Stärke der Balladen nun erneut unter Beweis gestellt.

Die Single „Getaway Car“, welche schon vorab veröffentlich wurde, handelt von einer Bekanntschaft, die sie überfordert und unwohl fühlen lässt. Hier dominieren eher leisere Töne. Aber das Piano zu Beginn findet man in so gut wie jedem Song des Albums. Eigentlich schade, wo man durch die Glee-Zeit weiß, dass sie auch viel mehr kann, sich aber immer wieder auf das Langsame bezieht. „Heavenly“ und „Anything’s possible“ ist dabei schon viel kraftvoller und auch die Highnotes meistert sie, wie nicht anders erwartet, mit Bravour. Im letzten Song singt sie darüber, dass man nicht aufgeben sollte. Eine Message, die neben den anderen Themen auf dem Album auf jeden Fall auffällt und damit auch eine Abwechslung darstellt, die notwendig war, um das Ganze nicht zu eintönig klingen zu lassen. Wobei zu sagen ist, dass dies schon der Fall ist. Zu empfehlen ist die Platte also für Lea-Michele-Fans oder absolut Balladen-Liebhaber.

Neues der deutschen Soulband

Das Dreiergespann „Glashaus“ aus Songwriter und Produzent Moses Pelham, Komponist Martin Haas, und Sängerin Cassandra Steen bringt fast regelmäßig ein neues Album raus. Nun melden sie sich mit „Kraft“ zurück und stellen mit dem Albumtitel einen Oberbegriff für alle 14 Songs auf.

Ähnlich wie bei „Places“ der eben dargestellten Lea Michele, lässt sich auch bei Glashaus eine deutliche musikalische Ähnlichkeit aller Titel erkennen. Leichte elektronische Elemente vermischen sich mit der weichen Stimme Steens, die vor allem zu Beginn oft das Summen als Verschönerung nutzt. Anders ist jedoch, dass sie sich inhaltlich und in der Verarbeitung unterscheiden. Kraft wird nicht nur in Verbindung mit ‚Liebe überkommen‘ gebracht, auch werden gesellschaftliche und politische  Themen angesprochen, was ich persönlich aufgrund der Aktualität sehr angemessen finde.

„Bitte Gebt Mir Mein Leben Zurück“ macht von der Wortwahl her eine verzweifelten und depressiven Eindruck. Fragen wie „Wo finde ich Trost?“, „Wann nimmt das ein Ende?“ und „Warum gerade ich?“, die dort oft paraphrasiert auftreten, zusammen mit dem neutralen Instrumental thematisieren einen Kummer. Auffällig ist, dass dabei eine ‚Sie‘ angesprochen wird, was aufgrund des Geschlechtes positiv auffällt; dass kein ‚Er‘ angesprochen wird, wenn es eine weibliche Sängerin ist. Das Lied ist absolut realistisch, wenn man den Gedankengang beachtet. Die Stimmung überträgt sich jedoch auf den Zuhörer.

Frühlingsgefühle sind etwas Schönes. Das Wetter wird besser, wir bekommen bessere Laune durch das Vitamin-D. Das Wetter ist zwar ab und zu noch ab und zu nicht so schön, doch die Sonne zur Abwechslung macht es dann umso schöner.

VON SINA, 05.05.2017

 

Platin-Alben und ausverkaufte Touren werden heute noch mit seinem fünften Studioalbum komplettiert. „Kreise“ heißt die fünfte Platte von Johannes Oerding und ist der perfekte Soundtrack für den gerade beginnenden Frühling.

Komplett anders als die balladenhafte und eher traurige Grundstimmung liefert Oerding ein Contraire zu den letzte Woche vorgestellten Künstlern Glashaus und Lea Michelle. Ohrwurmgarantie hat vor allem sein Song „100 Leben“. Beschrieben wird, dass das Wichtigste ist, viel zu erleben, Ups und Downs zu haben, und diese Abwechslung ein erfülltes Leben ausmacht. Dass man die Zukunft nicht beeinflussen kann und alles was zählt, das hier und jetzt ist. Begleitet durch weiche Gitarren- und Drum-Sounds bekommt man spätestens beim Refrain gute Laune.

Und dann war es auch schon wieder vorbei. Samstag war wohl einer der stressigsten Tage seit langem. Wir waren auf der diesjährigen MagicCon in Bonn. Was wir alles erlebt haben, die besten Cosplayer und unser Treffen mit Hollywoodstar Ian Somerhalder gibt es hier nachzulesen.

Ein Beitrag von Julia und Anne

 

Taxi, Flugzeug, Taxi, Maritim Hotel Bonn. So begann unser Samstag. Uns erwatete allerdings ein ereignisreicher Tag in Bonn. Grund für die weite Anreise war die sogenannte MagicCon, die erstmalig vom 21.04.-23.04.2017 stattfand.
FedCon GmbH, die Veranstalter des Events, holten unter dem Motto "Triff Deine Film- und TV Stars" Hollywoodgrößen wie Andrew Scott, bekannt aus Sherlock oder einen der drei Hauptdarsteller der Hit TV Show 'The Vampire Diaries' Ian Somerhalder nach Deutschland. Die MagicCon ist der offizielle Nachfolger der RingCon, welche sie für 14 und der HobbitCon, die sie für vier Jahre hielten. Die Veranstalter konnten also schon einiges an Erfahrung und Wissen über die Jahre sammeln.

 

Was ist denn eine Convention überhaupt?

Eine Convention ist eine Veranstaltung für eine spezifische Interessensgruppe. Ihr habt wahrscheinlich schon einmal von zum Beispiel der Gamescom gehört. In dem Fall geht es eben um Spiele. Die MagicCon ist genau so ein Event für Film- und Serienfans. Die Besucher haben die Chance ein Foto oder Autogramm von ihrem Star zu kaufen. Man kann sich auch einfach einen sogenannten Panel anschauen, in welchem der Darsteller auf der Bühne Fragen der Fans beantwortet.
Außerdem kann der Besucher unzählige Cosplayer und jede Menge Merchandise bestaunen.

 

Conventions - Reines Schlangestehen?!

Ich kann behaupten, mit meinen bereits elf besuchten Conventions, relativ erfahren zu sein, was das Thema angeht. Mein erster Gedanke, wenn ich an Cons denke, ist Schlangestehen. Man muss für absolut alles anstehen: Die Registrierung, die Autogramme, die Fotos und sogar die Schlangen bei den Toiletten können einem die Laune vermiesen.
Mein erster Eindruck bei der MagicCon fiel allerdings sehr positiv aus.
Wir waren bereits um 8:30 Uhr am Maritim Hotel und daher muss man fairerweise sagen, dass die Schlange noch nicht wirklich lang war. Gegen neun Uhr startete die Registrierung und es ging tatsächlich zügig voran.
Besonders schön war, dass jeder Besucher einen Goody Bag im MagicCon Format erhielt. Enthalten war zum Beispiel ein Block, ein kleines Spiel, natürlich auch Werbung und das wohl wichtigste Goody: Das Programmheft!
Darin konnte man allerlei Infos bezüglich Fotos, Autogrammen oder den Stages nachlesen. Ein Lage- und Ablaufplan und die Preisübersicht der Darsteller konnte man ebenfalls entnehmen. Überflüssig zu erwähnen, dass dieses Heft unser treuer Begleiter war und wir uns dadurch super zurecht finden konnten.

 

Ihr braucht neue Büchertipps? Dann seid ihr hier genau richtig! Hier findet ihr alle Buchrezensionen der jup! Redaktion! Da ist für jeden etwas dabei. Viel Spaß beim Stöbern!

VON MAREIKE

 

Als die Nationalsozialisten in Polen einmarschierten

Sam Pivnik war gerade mal 13 Jahre alt, als die deutsche Wehrmacht am 1.September 1939 in Polen einmarschierte. Mit seiner Familie lebte er im oberschlesischen Städtchen Bedzin, bevor sein Leben, ebenso das Leben vieler weiterer Menschen, eine tragische Wendung nahm.

Aus seiner Stadt wurde ein Ghetto, und Sam, der damals noch "Szlamek" hieß, war mittendrin. "Innerhalb von sieben Tagen war die Welt, die wir kannten, verstanden und liebten, verschwunden", so schreibt Sam Pivnik in seiner mitreißenden Autobiografie "Der letzte Überlebende".

 

Sam Pivnik, ein Junge, der überlebte

Er überlebte jedoch nicht nur diese Extremsituation - Sam überstand auch das Grauen von Auschwitz, die skrupellose Selektion und die unmenschliche Zwangsarbeit. Auch die Todesmärsche der KZ-Häftlinge zum Ende des Zweiten Weltkrieges und letztlich sogar den Untergang der "Cap Arcona" in der Lübecker Bucht, bei dem britische Bomber aufgrund eines Irrtums das Schiff versenkten, auf dem sich evakuierte Häftlinge befanden, überstand er.

All das erlebte er in den kurzen und grausamen Jahren seiner Kindheit und Jugend. Unzählige Male entging er dem Tod durch Zufälle, Beziehungen und zuallererst unfassbares Glück.

Heute lebt Sam Pivnik in London, ist mittlerweile über 90 Jahre alt und hat es mit seiner Autobiografie nun endlich geschafft, seine kostbaren Erinnerungen für die Nachwelt festzuhalten.

 

"Der letzte Überlebende: Wie ich dem Holocaust entkam" - ausführlich, fesselnd und ergreifend

"Der letzte Überlebende" ist, wie ihr euch sicher denken könnt, keine leichte Lektüre für zwischendurch. In beeindruckender Ausführlichkeit wird hier das Schicksal eines jungen Menschen in fesselnder Detailgenauigkeit erzählt. Wenn es auch, verständlicher Weise, kleine Lücken in seiner Erinnerung gibt, so scheint man doch in jeder Situation neben Sam zu stehen, zu sehen und zu fühlen, was er gefühlt haben muss. Das gesamte Werk ist von intensiven Momentaufnahmen durchzogen, bei denen der Leser durch die ausführlichen Beschreibungen Einblicke in die Geschehnisse erhält, die bei Sam Gefühle und Gedanken auslösen.

Von Pivniks Schicksal zu lesen ist natürlich kein Genuss. Aber eben darin liegt sein Wert: Pivnik berührt und erschreckt zugleich, er mahnt und schafft ein Bewusstsein für das Unglück, das der Nationalsozialismus über die Menschen brachte.

Vom 24. bis 30. April findet weltweit die Fashion Revolution Week statt. Eine Kampagne, die auf die schlechten Arbeits- und Produktionsbedingungen in der Textilindustrie aufmerksam machen möchte. Sie erinnert an den Einsturz einer Textilfabrik am 24. April 2013 in Bangladesch. Bei dem Unglück starben über Tausend Arbeiter*innen. Am Aktionstag (24. April) werden alle dazu aufgerufen, ihre Kleidung auf Links zu tragen und so das „Made in…“-Schild sichtbar zu machen. In den sozialen Netzwerken könnt ihr die Aktion unter #whomademyclothes verfolgen und selbst mitmachen. Warum es so wichtig ist, sein Einkaufsverhalten zu ändern, erklärt euch Marco!   

 

VON MARCO 

Tim ist ein typischer Student und verfügt auch über ein solches Budget. Natürlich freut er sich beim Passieren der Einkaufspassagen über verlockend günstige Angebote: T-Shirts, die manchmal nicht einmal 3 Euro kosten, Schuhe für 7 Euro oder Jacken für 15 Euro. Darüber leuchten Logos in schillernd blauen oder roten Farben der Modeläden von Primark oder H&M. Warum Tims neues T-Shirt gerade mal so viel kostet wie ein großer Döner, ist für ihn in diesem Moment irrelevant, er spart. Ein passabler Auftritt für wenig Geld, klingt im ersten Moment nach einer super Sache.

Dieses Denken ist, zum Glück, nicht in den Köpfen aller junger und alter Menschen verankert, aber leider locken Konzerne, die günstig Mode verkaufen, zu leicht den inneren „Sparfuchs“ im Konsumenten.
Die Konzerne bieten diese Artikel nicht etwa so günstig an, weil sie eine besonders soziale Ader für den kleinen Verbraucher haben. Nein, die wahren Gründe für solch billige Preise sind hässliche und unangenehme Begleiter beim entspannten Flanieren durch die schillernden Einkaufsstraßen. 

 

Wer stopft heute noch Socken?

Tim ist, so wie viele Verbraucher überall auf der Welt, in einem drastisch schnell rotierenden Kreislauf gefangen. Im Kreislauf von Fast Fashion. Firmen müssen immer mehr produzieren, um den Kunden zufrieden zu stellen. 

Tim kauft nicht etwa unnachhaltig, weil er ein unmoralischer Mensch ist, sondern weil das Lockverhalten solch günstiger Angebote unsere unterschwellige Konsumlust befriedigt.
Wir wollen immer mehr und trotzdem so wenig wie möglich ausgeben. Heutzutage kaufen wir T-Shirts, ziehen sie für ein paar Wochen oder Monate an, verlieren die Lust und schmeißen sie dann in den Müll: ,,Sie waren ja so günstig.“ Kaum jemand stopft heutzutage noch  Socken oder repariert ein T-Shirt, der Aufwand dafür ist meist größer als ein neues T-Shirt zu kaufen. Außerdem macht Shoppen Spaß und der Kauf setzt das Glückshormon Endorphin frei, nicht umsonst stand in vielen ,,Freundebüchern’’ von jungen Schülern und Schülerinnen als eine der Lieblingsbeschäftigungen: Shoppen.

Kaufsucht ist ein allgegenwärtiges Problem. Experten gehen davon aus, dass mehr als 800.000 Deutsche von der Kaufsucht betroffen sind. Kaum wurde das neue T-Shirt drei Mal auf Partys, in der Uni, in der Schule oder beim Sport getragen, lockt das nächste Angebot. Der Wind der Veränderung dreht das Fast Fashion Karussell. 

 

Seit 2011 ist ihr Hauptkanal „ApeCrime“ online. Und seitdem ging es für die YouTuber Cengiz, Andre und Jan von ApeCrime steil bergauf. Über gruselige Fangeschichten bis hin zum neuen Game of Thrones - Trailer. jup! Redakteurin Zora hat mit ihnen telefoniert und sie ausgefragt. Hört euch das Interview an oder lest es nach (siehe unten).

 

VON SINA

„Was macht ihr da die ganze Zeit, wenn ich zu euch schaue?“, Chris Tall sieht amüsiert und angewidert zugleich aus. „Was soll das?“
Die Rede ist von einem Dab, den ein paar Jugendliche immer machen, wenn der Stand-up-Star in Richtung des links sitzenden Publikums geht. Gelächter. Wie passend, wenn man im Programm „Selfie von Mutti – Wenn Eltern cool sein wollen“ über die Trends der aktuellen Zeit lustig macht. Die eigentliche Message aber: Wir sind alle Menschen. Wir sind alle gleich.

Wer nah an der Bühne sitzt, bekommt was ab. Damit muss man nicht nur bei Shows von Chris Tall rechnen. An diesem Abend waren es Billy, Justin (16 Jahre) und Justin (11 Jahre). Immer wieder wurden sie an diesem Abend in das Programm mit einbezogen, sei es auch nur durch Randbemerkungen. „Jung und dumm – das ist meine Lieblingszielgruppe“. Und schon ging es los mit Geschichten über seine Eltern, wie sie versuchen, sich an die Jugend anzupassen. „Geilet Ding“, hieß es immer wieder aus den vordersten Reihen. Allerdings. Und egal wie fies und auch herablassend die Gags auf der Bühne waren, man hat gelacht. Nicht aus dem Grund, dass man ein schlechter, asozialer Mensch mit null Würde ist, der eine Portion Schadenfreude zu viel besitzt. Nein, „wir müssen viel mehr Lachen“. Auf wessen Kosten das im Endeffekt geht, juckt nicht. Man müsse lediglich über sich selbst lachen und dann gehe das klar. In dem Fall darf man alles.

Ich könnte euch jetzt die Highlights an Gags erzählen. Von den beiden Rollstuhlfahrern, die trotz Handicap über Witze über sie lachten und selbst (freiwillig!) bei Witzen von Chris Tall mitgemacht haben. Ich könnte über meine Schadenfreude gegenüber der anwesenden Bayern schreiben, die wiederum ziemlich still wurden, als man über sie witzelte. Oder über die Sex-Witze, die der kleine Justin nicht verstanden hat. Aber stattdessen möchte ich lieber auf den roten Faden des Programmes eingehen: Liebe zu Mama und Gleichheit aller.

Eigentlich zwei Dinge, die nicht so leicht miteinander vereinbar sind. Wie Chris Tall das geschafft hat? Keine Ahnung. Der Punkt ist aber, dass es zwei Dinge sind, die in heutiger Zeit leider viel zu wenig thematisiert und vor allem geschätzt werden. Von daher ist es auch völlig egal, wie er das jetzt gemacht hat. Nur schön wäre, wenn es mehr Menschen machen würden. Also, auf geht’s, ihr dürft!

Das ganze Programm „Chris Tall: Selfie von Mutti - Wenn Eltern cool sein wollen“ ist auch ab sofort im Handel. Nicht nur für Comedy-Fans, sondern für jeden, der ab und zu mal gerne lacht, absolut weiterzuempfehlen.

 

14.04.2017 bis 14.04.2017 (Ganztägig)
13.04.2017 bis 13.04.2017 (Ganztägig)

Wir waren für euch auf der Leipziger Buchmesse! Wie es da so war und was ihr von einer Buchmesse erwarten könnt, sagt euch unsere Redakteurin Isabel.

 

VON ISABEL

 

Der Zug hält direkt vor den Toren der Leipziger Buchmesse. Nach kurzem Einchecken der Pressekarte kann es auch schon losgehen.
Wir gelangen direkt in die Halle 1, die Mangahalle. Dort findet sich alles was sich ein Anime/Manga-Fan nur wünschen kann. Von Mangas über Kuscheltieren bis hin zu Krimskrams. Selbst japanische Süßigkeiten gibt es zu kaufen.

Weiter geht es in Halle 2.  Dort finden sich Jugendbuchliteratur und Fachbücher. Ausgestellt sind unter anderem auch die Nominierungen der Jugendbücher für den Jugendliteraturpreis, der am 23.03.2017 auf der Leipziger  Buchmesse verliehen wurde. Mehr über den Jugendliteraturpreis erfahrt ihr demnächt bei uns!  Mit dabei unter anderem "Nur drei Worte " von Becky Albertalli, "Eins" von Sarah Vrossan oder "Mit anderen Worten: ich" von Tamara Ireland Stone.
In jeder Halle gibt es Ecken, in denen Vorlesungen oder Fragenrunden stattfinden. Da es Freitag ist, ist es zwar voll aber dennoch hält sich das Gedränge in Grenzen. Es ist angenehm durch die Gänge zu schlendern und sich die Bücher anzuschauen. 
Wir wechseln die Halle und schauen uns die Belleristik und Sachbücher an. Auffallend ist, dass es viele alte Bücher gibt, die schon länger auf dem Markt sind und wenige wirkliche Neuerscheinungen. Trotzdem gibt es eine riesige Auswahl an Büchern von vielen verschiedenen Verlagen. Wenn man möchte, kann man Stunden damit verbringen, sich die Bücher anzusehen, reinzulesen und zu kaufen. 

Nach einer Pause, die man im Zentrum des Messegeländes verbringen kann, in dem verschiedenste Stände für jeden Geschmack etwas zum Essen anbieten, kann es auch schon weitergehen. In Halle 3 befinden sich Publisher, die ohne einen Verlag hinter sich ihre Bücher herausbringen. Oder auch Blogs/Websites wie lovelybooks.com, die über Bücher schreiben oder Bücher vorstellen. 

Als Fazit des Tages kann man sagen, das man genug Zeit einplanen sollte, wenn man die Buchmesse besuchen möchte. Jedoch haben uns 7 Stunden gereicht und auch die Füße haben langsam schlapp gemacht. Man hat die Möglichkeit in viele verschiedene Bücher reinzulesen und kennenzulernen, jedoch darf man nicht auf ausschließlich Neuerscheinungen hoffen, denn die gab es leider nur vereinzelt. 
Alles in allem hat uns der Tag jedoch sehr viel Spaß gemacht und wir kommen gerne wieder!

 

 

Vom 25. bis 26. März hieß es im FEZ wieder "Probieren gefällig?!"
 

Dabei sind unsere Mädels Hannah (2x), Lotta und Eleonore auf jede Menge Interessantes, Leckeres aber auch Skurriles getroffen.
Die Rohvolution findet nun schon zum neunten Mal statt. Auf der Rohkostmesse wurde alles mögliche angeboten, was roh, vegan und/oder glutenfrei ist.

Was unsere Mädelstruppe erlebt hat, kannst du hier sehen:

 

 

VON MORITZ KNOLL

 

Ich traf Jérôme Depierre vergangenen Monat am 'Zwingli', einem kleinen Parkourpark in Moabit. Der saltoschlagende Schweizer zückte nach vollendetem Sideflip eine Visitenkarte bezüglich meiner Nachfrage nach dem Zweck seines Aufenthalts in Berlin.
Ein Student der Fotografie an der BTK, bereits sehr profiliert, doch mit dem Verlangen nach mehr Wissen und einem Szenewechsel in die Stadt der Städte gekommen.Wir tauschten unsere Kontaktdaten aus und treffen uns einige Wochen später in einem Café am Kottbusser Tor.

Jérôme ist 23. Er ist zum vergangenen Wintersemester nach Berlin gekommen. Fand nach der üblichen Odyssee durch den Berliner Wohnungsdschungel schließlich ein Zuhause in Charlottenburg. Mit Wurzeln in Italien, der Welschschweiz und Tschechien sehr international aufgewachsen, spricht der sympathische Student fünf Sprachen.  Seine Passion gilt neben dem Fotografieren dem Film, dem Radfahren, dem Abschalten und dem Wertschätzen des Moments. In der Lage zu sein, zu fokussieren, die Kamera oder das Smartphone wegzulegen und durchzuatmen.

Wir beobachten einige Zeit die rauchenden und Shawarma verschlingenden Passanten durch die riesige Glasfront des 'Luzia' und widmen uns dann dem Milchkaffee und dem mit Fragen übersäten Zeichenblock.

 

Vom 24.-30 April ist wieder Games Week in Berlin! Hier dreht sich alles rund um das Thema Videospiele. Von interaktiven Ausstellungen über Workshops bis zum Zocken auf der Kinoleinwand ist so einiges dabei. Auch jup! wird für euch auf der Games Week unterwegs sein!

Die Events finden an verschiedenen Orten statt, hier findet ihr die Liste.

 

 

In der Schule, beim Arbeitsamt, aus dem Freundeskreis: Überall hört man, dass es möglich ist, ein Freiwilliges Jahr zumachen ­- sozial oder ökologisch, im Ausland oder daheim. Doch was wirklich innerhalb der Zeit passiert, was sich für Möglichkeiten ergeben und wie das Jahr zur Selbstfindung beiträgt, wird oft nur angeschnitten, aber nicht an Beispielen erläutert. Josy macht zurzeit ein FÖJ (Freiwilliges Ökologisches Jahr) im Nationalparkamt Vorpommersche Boddenlandschaft. In verschiedenen Berichten und Artikeln lädt sie dazu ein, daran teilzunehmen, damit ihr wisst, was alles möglich ist und um einen Einblick in den Alltag eines FÖJlers zu bekommen. Zusätzlich bietet sich die Möglichkeit „Umweltjobs“ näher kennenzulernen. Und wer weiß, vielleicht entscheidet ihr euch auch für ein FÖJ oder FSJ!

Max berichtete auf jup! über sein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in der Jugendbildungsstätte Kurt Löwenstein. Sein Ziel? Noch mehr junge Leute davon zu überzeugen, dass ein FSJ nach der Schule super ist!

 

Cora spielt in ihrer Freizeit gern Fußball, trifft sich mit Freunden, fährt Rad, liest und vieles mehr. Außerdem war sie für ein Jahr im Ausland! Mit gerade einmal 16 Jahren ging es für sie nach Neufundland (Kanada), um genau zu sein nach Mount Pearl. Das ist ein kleiner Ort mit ca. 24.000 Einwohnern – also ein großer Kontrast zu Berlin. Über ihre Erfahrungen und Erlebnisse hat sie auf jup! berichtet!

Von Amanda

 

Der Frauenkampftag liegt nun einige Tage hinter mir. Mein neuer Optimismus auch. Zwar wurde die Demonstration letzten Mittwoch genauso begangen, wie ich in weiser Vorsehung ankündigte: „Laut, bunt, feministisch“. Doch geblieben ist nur ein schaler Nachgeschmack.

Warum? Weil Blumen welken.

Blumen gelten als wichtiges Symbol. Je nach Ereignis und Anforderung kann durch die Zusammensetzung des Straußes eine oder sogar mehrere Botschaften gesendet werden. Sie riechen gut und bezichtigen den Schenkenden eines guten Benehmens. Ferner noch suggerieren sie Wertschätzung und Anerkennung. Doch eigentlich sind Blumen reine Zierde. Luxus.

Passend zum „Feiertag“ bekam auch ich einen kleinen Strauß überreicht. Eine mir nahestehende, männliche Person wünschte dabei „Alles Gute zum Frauentag“, schaute daraufhin befriedigt umher und tat das Szenario als erledigt ab. Schell murmelte ich ein: „Dankeschön, das wäre ja nicht nötig gewesen“, und verzog das Gesicht.

Jeder Tag ist Frauentag. Punkt 1. Schoss es mir in den Kopf. An diesem Tag fordern wir Gleichberechtigung und Gleichbestimmung, weil wir sie nicht bekommen, bis heute und das seit 1910 - mindestens. Punkt 2. Und eure Antwort darauf sind Blumen?!? Weil in den Laden zu gehen und 5 bis 20 Euro für etwas auszugeben, das auch ihr nutzlos findet, ausreichend sein sollte? Ausreichend damit wir irgendwann nicht wirklich anfangen sollten soziale, wirtschaftliche sowie politische Revolution zu fordern? 

Versteh mich nicht falsch, liebe, mir nahestehende, männliche Person! Ich habe auch keine Lust auf „Lagerbildung“, auf pauschalisierende Verteufelungen und Disharmonie. Auch erkenne ich deinen Aufwand an. Nur wage ich an dieser Stelle anzuführen, dass Blumen(-sträuße) mir nicht reichen. Und wenn du jetzt mit dem Beispiel der „alleingelassenen Großmutter“ kommst, die sich riesig über sowas freut, dann solltest du wissen, dass diese Großmutter bloß das kleinere Übel nimmt, weil ein Blumenstrauß besser ist, als gar nichts. Und gar nichts ist das, was du im Gegenzug von mir für dein Geschenk bekommst. Einmal im Jahr, pünktlich zum Frauenkampftag.

 

Sie gehören zu den erfolgreichsten deutschen YouTubern: ApeCrime! Im Mai erscheint ihr Album "EXIT"! Live erleben könnt ihr Andre, Jan und Cengiz ab dem 10. Mai 2017. Dann gehen die Jungs auf große EXIT-Tour.

 

Ihr wollt am 20. Mai 2017 in Berlin dabei sein?

Dann schickt Song-Vorschläge für eine neue Runde von „Songs in Reallife“ an info@jup.berlin und gewinnt 2 Tickets für Berlin!

Unter allen Einsendungen verlosen wir 2 x 2 Tickets für das Berlinkonzert am 20. Mai!

 

Teilnahmeschluss: 12.03.2017

 

 

 

Wie wird man Millionär bis 18? Diese Frage stellten Charlotte und Abdu aus der jup! Redaktion den Teilnehmenden auf der Schülerfirmen Messe im FEZ. Ihr wollt auch Millionär werden? Dann schnell das Video anschauen und die Tipps umsetzen!

 

Das Motto von FEWJAR: Immer eine "Qualitatätsstufe drauflegen"! Damit ist das Polygenre-Duo ziemlich erfolgreich. Wie Felix und Jako ihre Tour erleben und ob sie jetzt Musiker oder YouTuber sind, erzählen sie jup! Redakteurin Kaja im Interview! Auf jeden Fall sehr nice!

 

 

In dieser Portraitreihe wird jeden Monat ein neuer interessanter Fotoblog (Instagram, Tumblr oder auch Facebook) vorgestellt.

Es wird wieder bunt in den deutschen Kinos: Ab dem 23.02.2017 startet der vierte Teil der "Bibi und Tina"-Reihe! Mit dabei sind auch dieses Mal Lina Larissa Strahl aka Bibi, Lisa-Marie Koroll aka Tina und Louis Held aka Alexander. In "Tohuwabohu total"  steht aber auch ein neues Gesicht im Mittelpunkt: Lea van Acken aka Aladin/ Adea. Ihr kennt die Jungschauspielerin bestimmt schon aus dem Film "Das Tagebuch der Anne Frank".

 

Worum geht es in "Tohuwabohu total"?

Im vierten Teil begegnen Bibi und Tina einem ruppigen Ausreißer, der sich als Mädchen entpuppt und von seiner Familie verfolgt wird. Das Familienoberhaupt ist weltfremd, engstirnig und stur und lässt sich auch von Bibis Hexerei nicht überzeugen. Außerdem ist Schloss Falkenstein „under contruction“ und der Graf völlig überfordert, während Alex ein Musik-Festival auf Falkenstein plant und sich seinem Vater widersetzt.

 

Die jup! Redakteurinnen Lotta und Zora trafen Lina, Lisa, Louis, Lea und den Regisseur Detlev Buck vorab zum Interview. Warum Lina den Streit vermisst und partout keiner singen wollte? Schaut es euch an!

 

 

„Unterleuten“ - ein „große[r] Gesellschaftsroman über die wichtigen Fragen unserer Zeit […], der sich hochspannend wie ein Thriller liest.“

 

VON MAREIKE

Wenn man eine solche Bewertung auf dem Bucheinschlag eines Romans liest, hat man doch gleich etwas weniger Angst vor einem über 600-seitigen Roman aus dem Jahre 2016, den man unter Zeitdruck verschlingen muss. Der Titel „Unterleuten" allein verrät nun zunächst aber gar nichts über Inhalt oder Art des Romans von Juli Zeh, deren Name mir zuvor ebenfalls noch nie begegnet war. Erst im Nachhinein erkennt man das kluge Wortspiel und ist froh, nicht unter diesen Leuten zu sein.

Ohne eine leiseste Ahnung davon, was mich erwarten könnte, begann ich also zu lesen - ich als Person, die eher  Sachbücher und dokumentarische Werke präferiert, bei denen es nicht auf kontinuierliches Lesen ankommt.
Zunächst bedarf es zugegebenermaßen einiges an Disziplin, sich in „Unterleuten" zurechtzufinden. Ist man jedoch erst  einmal in dem brandenburgischen Dorf angekommen, will man dann doch wissen, wie sich die Dinge entwickeln.

 

VON SINA

Anfang Februar ist es so weit: Ich bin mit jup! Redakteur Patrice bei der „Night of the Jumps“, einer Motorradflugshow - und mir ist ein bisschen flau im Magen. Als wir in die Halle kommen, kann man schon im Presseeingang den Bass spüren und als wir dann neben diesen Rampen stehen, ist das schon ziemlich extrem. Aber auch mega nice. Da fliegen einfach Menschen auf ihren Motorrädern durch die Luft, machen Saltos und Drehungen und das ist schon ziemlich wahnsinnig. Vor allem haben sie auch nur um die zehn Meter, um vollständig abzubremsen. „Aber das reicht doch, wenn man das einmal gesehen hat. Ist doch alles immer wieder das Gleiche…“, sagt meine Mutter später. - Bist du wahnsinnig? Auf keinen Fall! -

Mittendrin und besonders gefeiert: ein Heimkehrer. Kai Haase, gebürtiger Berliner, besonders heiß auf die Kulisse zu Hause. Auf der Pit-Party, auf welcher sich die Zuschauer Autogramme der Stars holen konnten, hatten wir die Möglichkeit, mit ihm zu sprechen. Der Spaß stehe im Vordergrund, doch der Ehrgeiz spiele immer noch eine Rolle. - Ha, ha, auf jeden Fall richtig chillig wie er einfach Spaß daran hat, täglich sein Leben aufs Spiel zu setzten. Und Mal eben nach Spanien, um neue Tricks zu trainieren… joa das ist schon ganz okay - Genau das ist es: Ehrgeiz, nicht nur Feuerwerk und ohrenbetäubende Motorgeräusche. Dieses Jahr finden die Weltmeisterschaften verschiedener Disziplinen der FMX in Berlin statt. Wen die Weltmeisterschaften interessieren oder nicht, ist auf den ersten Blick nicht erkennbar, wenn man sich die 13.000 Zuschauer anschaut. Alle Altersgruppen aller Geschlechter sind vertreten und laufen aufgeregt durch die Arena.

 

Nachdem Sandy und Sophie letztes Jahr für uns auf der German Comic Con unterwegs waren, macht sich jup.berlin nun auf den Weg nach Bonn zur diesjährigen MagicCon!

Ein Beitrag von Julia und Anne

 

Unter dem Motto "Triff Deine Film- und TV Stars" holen die Veranstalter vom 21.04.-23.04.2017 Hollywoodgrößen wie Jason Isaacs, bekannt als "Lucius Malfoy" aus Harry Potter, den "The Vampire Diaries"-Star Ian Somerhalder und Emilie de Ravin, berühmt durch ihre Rollen in "LOST" und "Once Upon A Time", in das Maritim Hotel Bonn.

Neben den zahlreichen Darstellern, mit denen man natürlich auch Fotos machen und sich Autogramme kaufen kann, gibt es außerdem noch verschiedene Vorträge oder Lesungen.
So halten zum Beispiel Franziska Göbel und Denise Burkhard einen Vortag über die Bösewichte in der Kultreihe "Harry Potter"'. Auch "Game Of Thrones" Fans können sich auf den Vortag von Jan Fiedler freuen, der den Besuchern die visuellen Effekte der Show verdeutlichen möchte.

Zu einer richtigen Convention gehören natürlich auch die Cosplayer, die mit sehr viel Liebe zum Detail in die Rolle ihrer TV- und Filmhelden schlüpfen. Auch dafür hat die MagicCon einen Workshop organisiert, denn viele dieser Cosplayer schneidern ihre Kostüme selbst. Gegen ein kleines Endgeld kann man am Workshop von Jan und Lena teilnehmen und dort Fähigkeiten bezüglich des Kostümbaus, wie zum Beispiel Schnittmuster- und Technik, erlernen.

Die Veranstalter selbst sind bereits sehr erfahren: Sie hielten die RingCon für 14 und die HobbitCon für vier Jahre. Nun folgt mit der MagicCon der offizielle Nachfolger.

Wir werden für euch am 22.04.17 auf der MagicCon dabei sein und natürlich anschließend von unserern Erahrungen berichten.

 

VON CHARLOTTE

 

Poi E ist ein Neuseeländischer Dokumentarfilm über die Geschichte eines Popsongs in maorischer Sprache, der 1984 wider Erwarten die Spitze der Charts erreichte. Es grenzte damals an ein Wunder, dass ein Song in traditioneller Sprache so ein Erfolg hatte. Der Sänger Dalvanius Prime hatte davor schon internationalen Erfolg, aber nur mit englischsprachigen Soul-Liedern. Im Laufe seiner Kariere hat er sich immer weiter von seinen Ursprüngen entfernt und auch zum größten Teil die Sprache der Maori verlernt. Hierfür schämte er sich und als er zurück in seine Heimatstadt kam, fing er an, die Sprache wieder zu lernen und sich mit seiner Kultur zu beschäftigen. Der Regisseur Tearepa Kahi ist selber maorischer Abstammung und tourte schon als Jugendlicher durch Neuseeland mit einer Maori Tanzgruppe. Später studierte er Geschichte und Maori Studies an der Universität Auckland und führte Regie bei diversen Dokumentarfilmen und preisgekrönten Kurzfilmen. Sein Spielfilmdebüt „Mt Zion“ gewann mehrere Preise bei den New Zealand Film Awards und war in Australien und Neuseeland ein großer Publikumserfolg.

Poi E ist ein herzerwärmender, teilweise lustiger und filmisch wunderschöner Dokumentarfilm. Der Film begleitet die Geschichte der Entstehung des Liedes und die enormen Auswirkungen auf die Kultur der Maori.  Poi E ist generell in sehr strahlenden, bunten Farben gehalten  und vermittelt dadurch sofort gute Laune. Es ist ein Film über Kultur, Herkunft und Musik, der mehr als empfehlenswert ist, wenn man sich für die Geschichte der Maori und Musik interessiert.

 

Auf der Berlinale:

Di 14.02. 17:30  HKW

Mi 15.02. 17:30 CinemaxX 1

Sa 18.02. 11:30 CinemaxX 3

So 19.02. 15:30 Filmtheater am Friedrichshain

 

VON KAJA

 

Erwachsen werden ist nicht leicht und schon gar nicht, wenn man anders ist als seine Freunde und ein dunkles Geheimnis mit sich herumträgt. Butterfly Kisses erzählt die Geschichte von Jake (Theo Stevenson) und seinen zwei besten Freunden, die sich ihre Zeit mit Rumhängen in den Höfen ihrer Hochhaussiedlung, mit Billard, Pornos, Alkohol und Gesprächen über Mädchen vertreiben. Jeder der Drei wird von seinen ganz eigenen Dämonen getrieben, doch Jake trägt ein dunkles Geheimnis in sich, welches er niemandem erzählen kann und das ihn mehr und mehr von den anderen isoliert.

Der Debütfilm von Rafael Kapelinski feiert auf der Berlinale 2017 Weltpremiere und ist meiner Meinung nach gut gelungen. Der Film, der komplett in schwarz-weiß gehalten ist, macht durch die Mischung aus Laien und bekannten Schauspielern einen authentischen und ungeschönten Eindruck und zeigt das Leben so, wie es nun einmal ist.

Allerdings muss ich für meinen Teil sagen, dass ich das Ende leider nicht wirklich verstanden habe. Der Film hat seinen FSK mit 14Plus auf jeden Fall verdient und ist nur etwas für Leute, die kein Problem mit sexuellen Andeutungen haben.

 

Im Berlinale Programm:

Sa 11.02. 20:00 , HKW (E)
Mo 13.02. 15:30 , Cubix 8 (E)
Do 16.02. 15:30 , Zoo Palast 1 (E)

 

VON KAJA

 

Der 15-jährige Kit reißt inmitten der Feierlichkeiten zur amerikanischen Zweihundertjahrfeier von zu Hause aus und trampt zusammen mit seiner Freundin Alice durch Kanada. Die Beiden begeben sich auf einen Selbstfindungstrip, der ihre Beziehung auf eine harte Probe stellt.

Dieser Film, der im Jahr 1976 spielt und ebenfalls schwarz-weiß ist, hat mir von den dreien, die ich vorab sehen konnte, am besten gefallen! Weirdos vermittelt das Gefühl, dass es in Ordnung ist, anders zu sein. Jeder von uns ist auf seine eigene Art und Weise anders, seltsam oder speziell und einzigartig. Das ist auch gut so. Der Film sagt dazu: „We're all weirdos, that's what makes us beautiful“ („Wir sind alle seltsam, das ist was uns hübsch macht“). Dieses Zitat hat mich von Anfang an begeistert, da es meiner Meinung nach voll und ganz zutrifft.

Desweiteren sind die Charaktere sympathisch, sodass man sich mit ihnen identifizieren und mitfühlen kann. Wer also Lust auf einen Coming-of-Age Film hat, wer den Soundtrack der 70er liebt oder einfach mal einen Ausflug in die Vergangenheit machen will, dem kann ich Weirdos nur ans Herz legen.

 

Im Berlinale Programm

Di 14.02. 15:30 , Zoo Palast 1

Mi 15.02. 15:30 , Filmtheater am Friedrichshain

Do 16.02. 14:00 , CinemaxX 3

VON KAJA

 

Der Film handelt von einem hochbegabten Jugendlichen (Staszek Cywka), der kurz davor steht, Physik an der Universität zu studieren. In seiner Freizeit beschäftigt er sich mit einer Theorie über Parallelwelten, die seiner Meinung nach durch Licht miteinander verbunden sind. Hinter seinem großartigen Verstand verbirgt sich allerdings eine verletzte Seele, die die authoritäre Mutter (Agnieszka Podsiadlik) nicht zu heilen vermag. Eines Tages kehrt ihr Mann (Sebastian Lach) nach Jahren der Abwesenheit zurück, wodurch ein Mann in das Leben des Jungen tritt.

Mir persönlich hat der Film gut gefallen, da seine Handlung spannend ist, und er einige schön anzusehende Einstellungen beeinhaltet. Man merkt den künstlerischen Aspekt besonders in den Szenen, in denen mit Farben oder ähnlichem gespielt wird sowie in den Zitaten aus Goethes Erlkönig, der namengebend war. Zudem illustriert die Musik im Film die Gefühlswelt des erwachsenwerdenden Jugendlichen gut.

Man muss allerdings erwähnen, dass der Film ebenso komplex wie seine Charaktere ist und teilweise Realität und Fantasie miteinander verschwimmen. Das macht ihn zuweilen schwer verständlich, allerdings nicht schlechter.

Wer also gerne Art House Filme sieht oder Wert auf ein schönes Bild legt, sollte sich The Erlprince auf jeden Fall auf der Berlinale anschauen.

 

Im Berlinale Programm

Do 16.02. 17:00 , HKW (E)
Fr 17.02. 10:30 , CinemaxX 1 (E)
Sa 18.02. 14:00 , CinemaxX 3 (E)

 

VON JANIK EMIL

 

Schon anhand der Überschrift lässt sich erahnen, welch ein verrücktes Projekt unter der Regie von Dash Shawn in den USA entstanden ist. Eine wirkliche Storyline kurz zusammenzufassen, ist bei diesem Film gar nicht so einfach.

Grundsätzlich ist der Anfang des Films von der Story her gleichzusetzen mit einem typischen Teenager-Hollywoodfilm: Ein unbeliebter Erfinder namens Dash möchte mit seiner Schülerzeitung in der Schule berühmt werden – was ihm natürlich überraschenderweise nicht so einfach gelingt. Dash ist für seine Mitschüler ein Niemand. Belastet durch Mobbing, familiäre Probleme und Freundschaftssorgen versucht er sich durch den Schulalltag zu schlagen. Doch als er während seiner Recherche im Schulkeller ein Geheimnis entdeckt, wird seine Welt aus den Angeln gerissen. Und ab diesem Moment ist der Film nur noch eine einzige Farbschlacht.