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Die TINCON 2018 – ein Wochenende voller Political Correctness, Mental Health, Gaming und Menschen, die ihre Meinungen kundtun wollen. Vom 8. bis zum 10. Juni fand die TINCON zum vierten Mal und dieses Jahr im Columbia Theater statt. Auch jup! Redakteurinnen Mareike und Friederike waren vor Ort und berichten für euch auf jup.berlin!

Die TINCON 2018 – ein Wochenende voller Political Correctness, Mental Health, Gaming und Menschen, die ihre Meinungen kundtun wollen. Vom 8. bis zum 10. Juni fand die TINCON zum vierten Mal und dieses Jahr im Columbia Theater statt. Mit der wechselnden Location ging jedoch auch ein kleiner Teil des TINCON-Flairs verloren – darüber könnt ihr hier mehr erfahren.

VON FRIEDERIKE

Man kann es nicht anders sagen: Die TINCON hält für jeden etwas bereit. Das konnten wir auch dieses Jahr wieder feststellen. Egal welche Interessen man hat – ein Blick ins Programm reichte aus und schon fanden sich verschiedenste Talks, Diskussionen und Workshops, die einen ansprachen und praktisch dazu zwangen, sich eine Karte zu kaufen.

Ist das getan, bekam man am Eingang ein (tatsächlich ziemlich stylisches) Band umgebunden und konnte sich direkt ins Getümmel stürzen. Empfangen wurde man an diesem sonnigen Wochenende von einem Sommergarten (amüsanterweise „The Garten“ genannt) mit Liegestühlen, kleinen Tischen und leuchtenden Wimpeln. Diese hübsche Einrichtung des Gartens wurde ergänzt durch einen Stand mit teils veganer Speisekarte und einem großen Bällebad. Weiter hinten waren bereits die ersten Workshops aufgebaut.

 

Lasst uns einen Blick hinein werfen

…denn hier finden sich die Bühnen. Am schönsten war eindeutig die Haupthalle (dort, wo auch immer Konzerte und Ähnliches stattfinden) mit Stage 1 und der Gaming Area. Die Bühne war breit und eindeutig für die größten Talks vorgesehen. Auf den vielen Sitzmöglichkeiten konnte man es sich gemütlich machen und den interessanten Gästen lauschen. Im Rest der Halle waren Xbox- und PS4-Konsolen und andere Spiele wie ein 4D-Minecraft oder die Fußball spielenden „Iceberg Robots“ aufgebaut. Zwischen den Talks konnte man sich also hier die Zeit vertreiben. Auch wenn man es niemals hätte schaffen können, alle Games auszuprobieren, machte es schon großen Spaß seinen Mitmenschen bei Verrenkungen zuzuschauen und sich einfach von der etwas dunkleren Atmosphäre treiben zu lassen.

Während die Haupthalle („The Halle“) besonders groß war, konnte man das nicht von den anderen Stages behaupten. In der Funk Lounge und in Tube 1 und 2 war die Anzahl der Sitzmöglichkeiten begrenzt, sodass viele Zuschauer stehen mussten. Die Sitzenden hatten es auch nicht sehr leicht: man saß eng, es war warm und wer aufstehen wollte, um sich ein Getränk zu holen, konnte sich wieder hinten anstellen, denn eine Möglichkeit durch das Menschengestrüpp zu kommen, bestand nicht.

Ähnlich war es im „The Zelt“, wo alle Workshops stattfanden. Besucht habe ich den auf Englisch gehaltenen „Teenage Slang Chat Bot“-Workshop von Rami Rihawi. Der Plan war, einen Chat Bot zu programmieren. Sein Englisch war gut zu verstehen, aber das was er vermitteln wollte, wirkte verquer und etwas unvorbereitet. Dazu kam, dass das WLAN ausgerechnet bis zur Workshop Area nur sehr spärlich durchkam, sodass trotz fortschrittlicher Technik keine fließende Arbeit zustande kam. Stattdessen wurde das offline T-Rex Spiel gespielt, um die Zeit der fehlenden Internetverbindung zu überbrücken.

Ich glaube, wir kennen es alle: Wir schalten das Radio an und die Hits klingen alle ähnlich. Ähnlicher Text, gleiche Beats - austauschbar. Und nach zwei Wochen kann man die Charts nicht mehr hören. Sie werden ersetzt, weggeworfen, vergessen. Doch diese Gleichgültigkeit könnte bald durchbrochen werden, und zwar von dem neuaufsteigenden Soul-Sänger. Ruel ist ein 15-jähriger Newcomer, der nicht umsonst von großen Stars der Musikbranche gefeiert wird. Wenn man seine Musik hört, würde man niemals denken, dass er noch so jung ist.

Der Musiker wurde in London geboren und ist in Australien aufgewachsen, wo er in sehr frühen Jahren anfing Musik zu machen. Mit seinem Gesangstalent konnte er den australischen Produzenten und Grammy-Preisträger M-Phazes von sich überzeugen und wurde fortan von ihm unterstützt. Nach seinen ersten Songs „Golden Years“ und „Don´t tell me“, die er im Alter von 14 Jahren veröffentlicht hat, bemerkten auch andere bekannte Musiker das junge Ausnahmetalent.                                                                                                  
Tom Thum, der sich als bekanntester australischer Beatboxer weltweit einen Namen gemacht hat, brachte mit Ruel eine Coverversion des 2016 erschienen Songs „Human“ von Rag´n Bone Man heraus. Er sticht mit seiner Energie und Leidenschaft so aus der Menge heraus, dass sich sogar Elton John als großer Fan bekannt gibt. Die wachsende Begeisterung wird mit der Debüt-EP „Ready“, welche am 1. Juni veröffentlicht werden soll, bestimmt noch wachsen.

jup! Berlin hatte die Möglichkeit Ruel zu treffen und ihm ein paar Fragen zu stellen. Bei der kleinen Session performt er seinen Song „Don´t tell me“, welchen er schon mit 12 Jahren geschrieben hat.

Wir sind uns sicher, dass der Hype um ihn noch wachsen wird und wüschen ihm viel Erfolg für seine Zukunft.

VON LILI UND NUSHIN

Auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter ging der Rucksack eines Deutschen durch die Decke. Wir haben mit ihm gesprochen und sagen euch, was den Rucksack so besonders macht.

VON OLIVER MATTUTAT

Am 23. Januar stellte David Hundertmark sein Projekt auf die Plattform Kickstarter. Anderthalb Monate später hat er über das Doppelte seines Finanzierungsziels erreicht. Seine Idee ist so einfach und so genial. Es greift ein Problem auf, das viele Leute haben, die vor oder nach der Arbeit oder Schule zum Sport z.B. ins Fitnessstudio wollen. Meist muss man mehrere Taschen mitnehmen. Davids Rucksack DAYFARER soll dieses Problem lösen. In ihm sollen sowohl Arbeitsunterlagen als auch Sportsachen gut Platz finden.

Der Rucksack, der zu Davids Leben passt
David erzählt uns, dass er oft an verschiedenen Orten mit seinem Laptop arbeite und dazwischen Sport mache. Doch für diesen Lebensstil ließ sich einfach kein Rucksack finden. So macht sich David selbst daran, einen zu designen. „Bei dem Design war mir sehr wichtig, dass dieser minimalistisch aussehende Rucksack gekennzeichnet ist durch ein elegantes aber auch sportliches Design.“, erklärt er uns. So richtig Ahnung von Produktdesign hatte er zu Beginn nicht. Das sieht man auch dem Prototyp an. Doch er gab nicht auf: „Ich habe mir alles selber übers Internet beigebracht. Das war wirklich echt viel Arbeit und ich war das ganze Jahr wie besessen, den besten Sport/Work Rucksack herzustellen.“ Das Ganze mit den höchsten Qualitätsansprüchen.

 

Das Projekt geht durch die Decke
Tag und Nacht saß er an dem Projekt, bis er es schließlich auf Kickstarter veröffentlichte. 25.000€ wollte er über die Plattform einsammeln. Über 50.000€ sind es beim Ablauf des Projekts geworden. Als „tolles Gefühl und eine absolute Erleichterung“ bezeichnet er die überwältigende Resonanz der Community. Ein Rucksack den er für sich selbst, entwickelt hatte und von dem er nicht wusste, ob sich Leute dafür interessieren würden.

 

Diese Woche schaut sich unser Redakteur Olli verschiedenste Produkte aus aller Welt an, von denen sich die meisten über Crowdfunding finanziert haben. 

Das verspricht uns der Hersteller. Seine Geldbörse kann man sogar tracken. Doch der Preis hat es in sich. Was das Portmonee kann und ob es das wirklich wert ist, erfahrt ihr hier.
VON OLIVER MATTUTAT

Das Portmonee hat man jeden Tag bei sich. In Zeiten, wo das bargeldlose Bezahlen immer mehr in den Fokus rückt, bekommt auch dieser Alltagsgegenstand mehr Anforderungen. So muss es nicht nur schick aussehen, sondern es muss nun auch sicher sein. Denn EC- und Kreditkarten, die für das bargeldlose Bezahlen nutzbar sind, können auch von Fremden ausgelesen werden. Um das zu verhindern, sollte entweder die Geldbörse speziell geschützt sein oder man sollte sich spezielle Hüllen zulegen.
Das Portmonee von der Firma Ekster schützt die Karten, aber das ist nur eins der Dinge, die es „kann“. Zu allererst müssen wir aber auch über den Preis sprechen. Die Variante, die wir uns anschauen konnten, besteht aus einem Portmonee und einer Trackingkarte. Dafür ruft der Hersteller 99,95$ aus. Also wir reden hier von einem absoluten Luxusprodukt.
Das Material ist hochwertiges Leder. Als erstes fällt auf, das Münzgeld hier nicht gern gesehen ist. Dafür ist im Parliament Slim, wie das Produkt offiziell heißt, nur wenig Platz an der Seite. Also viel Kleingeld sollte man dabei nicht mit sich tragen wollen. Doch ein Feature, zu dem wir später kommen, wird dieses Fach für sich einnehmen.
Die Geldbörse blockt RFID und NFC. Beides sind Systeme, mit denen man kontaktlos bezahlen kann. So sind die Kreditkarten sicher. Über neun Karten finden Platz. Sechs Karten sind davon gesichert. Für Scheine gibt es ein Band. Hier geht der Trend klar zum bargeldlosen Bezahlen.
Wir probieren auch die beiliegende Tracking Karte aus. Damit soll es möglich sein, das Portmonee zu tracken. Außerdem gibt es einen Signalton, sollte man die Börse mal verloren haben. Aufgeladen wird sie per Sonnenenergie. Drei Stunden Licht sollen reichen, um diese für einen Monat zu betreiben. Die Tracking Karte kommt in das Fach, in dem man sonst das Münzgeld packen würden.
Das Verbinden mit der App funktioniert problemlos. Das Tracking funktioniert ebenfalls und auch der Sound ertönt. Das klappt alles. Für Leute, die öfter mal ihre Geldbörse verlegen oder vergessen ein gutes Feature.

Das Portmonee ist schön und stilvoll. Für den normalen Gebrauch ist es ein wenig teuer. Dazu ist es eher als Kartenhalter zu verwenden. Die Tracking-Funktion kann uns im Test überzeugen. Doch ein günstigeres Produkt sollte für den normalen Gebrauch absolut ausreichen.

Jahrelang lief Mark Maslow Marathon. Nun ist er Personaltrainer, betreibt einen Online-Blog und hat sein zweites Buch veröffentlicht. Wir haben mal reingeschaut und Mark ein paar Fragen gestellt.

VON OLIVER MATTUTAT

Fitnessstudios boomen. Auch immer mehr Teenager strömen in die Gyms dieser Nation. Mal mit mehr oder mal mit weniger erstrebenswerten Zielen. Doch um seinen Körper voll in Schuss zu bekommen, ist Sport nur eine Komponente. Zusätzlich sollte man auch auf seine Ernährung achten. Mark Maslow weiß, worauf man schauen muss. Er selbst betreibt einen Fitnessblog und einen Podcast zum Thema Fitness, der schon mehr als sieben Millionen Mal runtergeladen wurde. Er machte sein Hobby zum Beruf. Er hing seinen Job als Luftfahrt-Ingenieur an den Nagel und wurde Sportler. Seine Tipps gibt er nun in seinem schon zweiten Buch weiter.
Looking good naked Powerküche ist der etwas plakative Titel, der vor allem Aufmerksamkeit erregen möchte. Das schafft er. Darin vermittelt Mark den Lesenden aber nicht nur platte Plattitüden, sondern gibt wertvolle Hinweise. Ging es in seinem ersten Buch noch eher um Sportübungen, steht jetzt die Ernährung im Blickpunkt. Neben vielen Rezepten, erklärt er auch die Grundlagen, die aus seiner Sicht für einen guten Körper wichtig sind. Dazu gibt er Denkanstöße. Er schlägt er Ernährungspläne vor, die aber nicht zwingend sind. Mark Marslow möchte die Lesenden motivieren, leichter an ihren Zielen dran zu bleiben und dabei Spaß zu haben. Das gelingt ihm mit dem 160 Seiten starken Buch sehr gut.
Wir hatten die Möglichkeit, dem Autor Mark Marslow ein paar Fragen stellen:

Wann war der Zeitpunkt, dass Sie gemerkt haben, dass Sie Ihren Job aufgeben müssen, um Ihren Traum zu erfüllen?

Es muss um 2010 gewesen sein, als ich das Buch „Die 4 Stunden Woche“ von Tim Ferriss las. Zuvor bin ich nie auf die Idee gekommen, etwas Eigenes aufzubauen. Vermutlich auch, weil meine engsten Freunde wie ich angestellt waren. Aber durch die Lektüre realisierte ich, wie viele Möglichkeiten es heutzutage gibt, einem Beruf nachzugehen, der echten Mehrwert für andere Menschen bringt und es mir gleichzeitig erlaubt, einen meiner größten Werte zu leben: Freiheit.

Wie haben Sie den Einstieg in den Sport geschafft?

Eher zufällig. Bis zum Abi war ich alles andere als eine Sportskanone. Heute weiß ich auch, warum: Ich hatte „meinen“ Sport einfach noch nicht gefunden. Dass ich ihn dann doch entdeckte, habe ich der Bundeswehr zu verdanken, denn dort standen täglich Kraft- und Ausdauersport auf dem Plan. Ich bin ganz ehrlich, die ersten Wochen waren eine Tortur. Aber bald spürte ich, wie ich fitter wurde – Woche für Woche. Das Schöne am Kraft- und Ausdauersport ist, dass Du Deinen Erfolg vollständig selbst in der Hand hast. Das hat mich unheimlich motiviert und das Selbstvertrauen gegeben, dass ich, wenn ich mir Ziele setze und an ihnen dranbleibe, auch in anderen Lebensbereichen erfolgreich sein kann.

An wen richtet sich Ihr Buch?

An alle, die nackt gut aussehen wollen, sich sagen „da geht noch was in puncto Fitness“ und keinen Bock auf Diäten und Totalverzicht haben. Bei „Looking Good Naked Powerküche“ geht’s um eine ausgewogene Fitness-Ernährung, die Spaß macht.

Was ist für Sie das Wichtigste beim Sport?

Sport muss mir langfristig mehr Energie geben als nehmen. Mich persönlich motiviert Fortschritt. Beim Krafttraining heißt das, dass ich diese Woche ein klitzekleines bisschen stärker sein will, als vergangene Woche.

Was sind die größten Irrtürmer, denen Sie in Sachen Fitness begegnet sind?

Einer der größten Irrtümer ist, dass nur einen einzigen „besten“ Weg zur Traumfigur gibt. Und dass es sich lohnt, erst einmal alles Wissen in sich aufzusaugen, bevor Du zur Tat schreitest und anfängst. Wer an einem unperfekten Trainingsplan dranbleibt, der Spaß macht, erreicht langfristig viel mehr, als einen perfekten Plan zu haben, den er nur unregelmäßig in die Tat umsetzt.

Welche Tipps haben Sie für Einsteiger, die gerade anfangen wollen, an Ihrem Körper zu arbeiten?

Einer der größten Erfolgsverhinderer für Anfänger ist Überinformation. Sprich mit 5 verschiedenen Fitness-Experten und Du bekommst 5 Ratschläge – von denen sich einige vermutlich sogar widersprechen. Am besten suchst Du Dir jemanden, dem Du vertraust und der den Weg vor Dir schon einmal gegangen ist.

Welches ist Ihr Lieblingsrezept?

Momentan sind die Pancakes mit Heidelbeeren (S. 85) mein absoluter Favorit.

Gibt es auch Tage, an denen Sie cheaten?

Cheaten gibt’s in meiner Welt nicht. Ich mag den Begriff im Zusammenhang mit Essen einfach nicht, weil er suggeriert, etwas Verbotenes zu tun. Das führt bei vielen Menschen zu einem schlechten Gewissen – was wiederum eine ziemliche Spaßbremse ist. Es gibt für mich keine guten und keine schlechten Lebensmittel – nur gute oder schlechte Gründe, sie zu essen.

Zu guter Letzt: Verraten Sie uns noch Ihre Lieblingsübung beim Fitness?

Ich liebe das Schulterdrücken mit der Langhantel.

VON NUSHIN

Mario Novembre scheint mit seinen knackigen 17 Jahren schon das erreicht zu haben, wovon manch anderer im Erwachsenenalter noch träumt. Auf den Sieg beim VideoVision SongContests (ViViSoCo) bei den Videodays 2016 folgte ein Plattenvertrag bei einem Sublabel von Universal. Damals trat er gegen 200 Sänger und Sängerinnen an und räumte nach seinem Auftritt gegen die 9 besten Teilnehmer*innen bei dem Online-Voting den ersten Platz ab. Der heutige Singer/Songwriter aus einem kleinen Vorort von Stuttgart begann seine Karriere mit Coversongs, die er Woche für Woche auf seinen Social Media Kanälen live streamte. Als bislang größter Triumph des jungen Sängers muss wohl sein Song „Goin up“ gelten, der als Titelsong für den aktuellen Kinofilm „Hilfe, ich habe meine Eltern geschrumpft“, ausgewählt wurde.

Ich durfte Mario Novembre ein paar Fragen stellen. Erfahrt hier, wer hinter dem charmanten und begabten jungen Musiker steckt.

 

jup!: Wie lange machst du schon Musik?
M.N.: Eigentlich singe ich seit ich ein kleines Kind war. Mein Vater singt auch sehr gerne und Musik war in meiner Familie daher immer um mich herum.  

jup!: Woher bekommst du deine Inspiration für deine Musik?
M.N.
:
Ich bekomme meine Inspirationen durch mein Umfeld, Familie und Freunde. Ich sauge alles auf, was um mich herum passiert und wenn mich etwas inspiriert und/oder berührt dann versuche ich es in einem Song zusammen zu fassen.

jup!: Hast du Idole?
M.N.:
Mein absolutes Idol ist Shawn Mendes. Er macht einfach richtig gute Musik und ich mag seine ehrliche Art.

jup!: Wie gehst du vor, wenn du einen neuen Song schreibst und wie entscheidest du, welcher Song veröffentlicht wird und welcher nicht?
M.N.: Ich schreibe ziemlich viele Songs - eigentlich ständig. Wir entscheiden dann im Team und mit meinem Produzenten, welche Songs wir weiter bearbeiten und mit aufs Album nehmen.

jup!: Du hast ein enges Verhältnis zu deiner Fancommunity? Was war dein lustigstes Erlebnis mit einem Fan?
M.N.: Mein lustigster Moment mit meiner Community war tatsächlich bei einem Konzert. Ich wollte am Ende der Show ein Video von der Menge machen, dafür zähle ich immer auf drei, dann dürfen meine Fans losschreien oder was auch immer sie wollen. Bei einer Show in Hamburg haben dann alle schon auf eins losgejubelt und ich habe einen tierischen Lachkrampf bekommen.

jup!: Was würdest du deinen jungen Fans raten, die auch vorhaben, Musik zu machen und damit Erfolg zu haben?
M.N.: Versucht immer Euer Ding durchzuziehen und Euch nicht runterziehen zu lassen. Seid besonders und versucht euren eigenen Weg zu finden. Der wichtigste Faktor ist wirklich der Spaß, wenn das nicht im Vordergrund steht, wird es schwer.

jup!: Deine Follower-Zahl auf den Social Media Kanälen  ist in den letzten 2 Jahren rasant gestiegen. Du hast nun über eine halbe Million Follower auf Instagram und circa 740 000 Follower auf der App musical.ly. Wie sorgst du dafür, dass du nicht abhebst und dir der Erfolg nicht zu Kopf steigt?
M.N.: Das ist für mich selbstverständlich. Ich würde nie aufgrund von Follower Zahlen glauben ich sei jemand Besonderes. Vor meiner Social Media Zeit war ich auch ein ganz normaler Junge, wie jetzt auch. Nur jetzt eben mit vielen Followern. Außerdem achtet auch mein Umfeld sehr darauf, dass ich immer schön am Boden bleibe.

jup!: Du bist sehr aktiv auf Instagram. Wie ist es für dich, dein ganzes Leben mit deinen Fans zu teilen?
M.N.: Sehr cool. Mir gefällt es und ich habe wirklich Spaß daran meinen Alltag zu verfilmen und mit meinen Fans zu teilen. Ansonsten wäre ich ja auch komplett falsch im Social Media Umfeld.

jup!: Am 10.08.2018 kommt dein aller erstes Album auf den Markt: „Stay“. Wie viel steckt von dir und deinen Erfahrungen in den Songs? Lernen dich deine Fans mit dem Album noch besser kennen?
M.N.: Das Album zeigt wirklich viel von mir und bedeutet mir auch sehr viel. Dieses Album wird sehr besonders, da ich bei vielen der Titel mitgeschrieben habe und wirklich viel Liebe darin steckt.

jup!: Du warst Support Act auf der Europa Tour von „Bars and Melody“. Bald beginnt deine eigene Tour. Ein Warm-Up hast du am 27.April 2018 in Stuttgart. Im September geht es weiter mit der Finally-Tour in ganz Deutschland. Worauf freust du dich am meisten?
M.N.: Die Show zu meinem 18ten Geburtstag wird auf jeden Fall etwas ganz Besonderes für mich, vor allem die Show mit meiner ganzen Community! Es sind ja auch viele Freunde von mir mit dabei und treten mit mir auf! Natürlich bedeutet mir aber auch meine erste eigene Tournee sehr viel. Ich habe ja sehr lange darauf gewartet endlich auf Tour zu gehen und ich kann es kaum abwarten mit meiner Band und dem Team durch ganz Deutschland zu fahren, in ganz unterschiedlichen Locations zu spielen und überall meine Fans zu treffen.

jup!: Wie geht es nach dem Album und der Tour weiter für dich? Hast du schon Vorstellungen und Ziele für deine Zukunft?
M.N.: Derzeit noch nicht. Ich konzentriere mich erstmal auf die Themen die anstehen und für die Zukunft habe ich ja noch ein wenig Zeit. Es passiert gerade fast jeden Tag so viel Neues. Ich genieße mein Leben gerade sehr und freue mich auf alles was kommt!

Hier geht es zum Lied “stay“, vom gleichnamigen Album:

 

 

Geld regiert die Welt, doch Klatsch und Tratsch regiert die Schule. Und was gibt es da besseres, als eine App mit den neusten Skandalen und Schandtaten der Schüler? Doch was passiert, wenn der Macher dieser App plötzlich stirbt? Was, wenn es kein Unfall war?

VON ALINA

About That ist die App, über die alle reden. Jeder an der Bayview High hat davon gehört und von vielen wurden die dunkelsten Geheimnisse aufgedeckt. Den Ruf oder auch die Beziehungen der Schüler zu zerstören, ist die Hauptaufgabe von Simon, dem Urheber der App.
Doch seine Schadenfreude bleibt ihm nicht lange. Es braucht nur einen Nachmittag. Mit ihm im Raum: Bronwyn, die Streberin, Addy, die Homecoming-Queen, Cooper, der Baseball-Star, und Nate, der Drogendealer. Simons schadenfrohes Lachen bleibt ihm im Halse stecken. Er stirbt und schon bald findet man heraus, dass es kein Unfall war. Aber es kommt noch schlimmer.

Am nächsten Tag wollte Simon einen weiteren Skandal-Post veröffentlichen. Im Mittelpunkt stehen die anderen vier, die mit ihm in einem Raum waren. Denn jeder von ihnen hat ein Geheimnis. Doch wer war es? Wen kann man zwischen all dem Trubel und den Intrigen noch trauen? Wer ist der Mörder von Simon?

Karen M. McManus´s Roman One of Us is Lying geht direkt ans Herz. Man fiebert mit und es ist schwer aus der Hand zu legen, da man unbedingt wissen möchte, wer der Mörder ist.
Die Geschichte geht Stück für Stück voran und wird von anonymen Tumblr-Posts vorangetrieben. Dies hat sowohl positive, als auch negative Seiten. Positiv ist es, dass so langsam immer mehr von der Geschichte ans Licht kommt. Eher negativ ist die Tatsache, dass immer zufällig die Hinweise gefunden werde, die kurz darauf im nächsten Tumblr-Post auftauchen. Das wirkt nicht sehr realistisch.

Es ist sehr schwer, den Schuldigen zu finden. Man verdächtigt jeden, denn Simon hatte viele Feinde und wenige bis keine Freunde. War es das Mädchen, dss durch ihn unter Mobbing leiden musste? Oder war es doch der Lehrer, der ebenfalls mit im Raum war? Und auch wenn man auf jeden Verdächtigen eingestellt ist, ist der wahre Schuldige doch wirklich überraschend.

Auch sehr realistisch ist die Darstellung von Journalisten, die nach einer Sensation suchen. Die Kinder werden belagert, durchleuchtet und unter Druck gesetzt. Man leidet mit ihnen und das zeugt von einer guten Geschichte. Romantische Beziehungen kommen nicht zu kurz, aber sie rücken auch nicht in den Fokus. Die Beziehungen machen Sinn und wirken nicht erzwungen. Auch verdrängen sie nicht das eigentliche Thema, den Mord, aus dem Mittelpunkt.

One of us is lying ist ein wirklich empfehlenswertes Buch für alle, die es mögen zu Rätseln und die gerne hin und wieder einen Krimi lesen.

 

VON NUSHIN

„Das Leben, das wir führen wollen, das können wir selber wählen. Also los, schreiben wir Geschichten, die wir später gern erzählen.“
(„Eines Tages, Baby“ von Julia Engelmann)

Diese und viele andere Zeilen, der 25-jährigen deutschen Poetry Slammerin Julia Engelmann konnte man auf der Bühne auf ihrer Deutschland Tour „Jetzt, Baby - Poesie und Musik“ hören. Die ehemalige Psychologiestudentin erlangte ihren Durchbruch vor über 4 Jahren bei einem Dichterwettstreit an der Universität Bielefeld. Ein Internetvideo, in dem Julia, inspiriert durch den "One day/Reckoning Song" von Asaf Avidan, eine Mischung aus Verdeutschung und eigener Kreativität sang, wurde innerhalb weniger Tage mehrere Millionen Mal auf YouTube geklickt.