Bildung

Mit der Einstieg Berlin fand am 10. Und 11. November wieder die größte Berufswahlmesse Berlins statt. Wie jedes Jahr bot sie Schüler*innen, Abiturient*innen und Eltern ein breites Spektrum an Informationen rund um das Thema Ausbildung und Studium. Hannah und Kai waren für euch vor Ort.

 

TAG 1 – Eröffnung durch Bildungssenatorin Sandra Scheeres

VON HANNAH

Berlins Bildungssenatorin Sandra Scheeres eröffnete als Schirmherrin die Einstieg Berlin und moderierte die Eröffnungsrunde, bei der ich im Publikum saß. Sie stellte gemeinsam mit Martin Jammer, Abteilungsleiter für Landespersonal der Senatsverwaltung für Finanzen, den jugendlichen Besucher*innen beim Eröffnungstalk „Deine Chancen in Berlin“ die vielfältigen Berufstätigkeiten vor. Was ich vor allem mitgenommen habe, ist die Tatsache, dass Lehrer*innen immer noch händeringend gesucht werden. Das hat mir gezeigt, dass es wirklich eine gute Idee wäre, in diesem Bereich ein Studium anzufangen, da man in der Zukunft immer einen sicheren Arbeitsplatz haben wird. Doch nicht nur Erzieher*innen und Lehrkräfte haben gute Berufsperspektiven: Vor allem Polizist*innen, Feuerwehrmänner/-frauen, Ingenieur*innen, Ärzt*innen, Architekt*innen und auch Bürofachkräfte bleiben zukünftig gefragt.

Nach dem Eröffnungstalk wartete ich mit meiner Kamera um den Hals vor der Bühne, um sofort beim anschließenden Presserundgang dabei sein zu können. Doch komischerweise sah ich weit und breit keine Presse um mich herum und fragte deshalb bei einer Mitarbeiterin nach. Sofort wurde klar, dass der offizielle Presserundgang, zu dem ich eingeladen war, leider nicht stattfinden konnte. Ein Herr von der Senatsverwaltung, der den Rundgang durchführen wollte, verließ nämlich gerade die Messe aufgrund eines wichtigen Termins im Büro. Ein Glück löste sich das Problem noch im selben Moment, denn Frau Heiliger von der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit war sehr nett und bot an, mir alle Highlights der Messe zu zeigen und mich anschließend in das Presse-Café einzuladen. Somit hatte ich doch noch meinen Rundgang, um Fotos zu schießen und Informationen zu sammeln.

Das Angebot auf der Einstieg Messe ist immer wieder vielfältig: Rund 220 Aussteller stellten ihr Ausbildungs- und Studienangebot vor, unter anderem die Deutsche Bahn, die Charité, die Berliner Verwaltung, die Berliner Verkehrsbetriebe, das Bundeskriminalamt, die Freie Universität Berlin und die Universität Potsdam.  Egal ob Ausbildung, Studium oder Gap Year – an jedem Stand sah man Jugendliche, die sich im persönlichen Gespräch mit den Firmen oder Hochschulen ihre Zukunftsmöglichkeiten auslotsten.

Da bei einem Messebesuch auch eine gute Vorbereitung hilfreich ist,  gibt es online den kostenlosen Interessencheck auf der Website von Einstieg Berlin. Genau wie ich, konnte man schon vorher zu Hause oder auch auf der Messe mit dem Berufswahltest die passenden Aussteller und Vorträge zu den eigenen Interessen finden.
Außerdem erklärte mir Frau Heiliger die sogenannte Berufe Challenge. Hier können die Jugendlichen auf praktischem Weg herausfinden, ob der jeweilige Beruf zu ihnen passt, indem sie beispielsweise bei KIK Schaufensterpuppen einkleiden oder bei der Akademie Mode & Design einen kreativen Kurz-Workshop  rund um Stoffe, Stecknadeln und Schere belegen.

Im Bewerbungsforum gaben Experten nicht nur Tipps zur Bewerbungsmappe, sondern auch zum Vorstellungsgespräch oder Assessment-Center. Wer noch ein Foto für den Lebenslauf benötigte, konnte dies ebenfalls direkt vor Ort machen lassen!

Ich finde, die Einstieg Berlin ist sehr organisiert, sodass jede/r Teilnehmer*in seine Fragen rund um Studiengänge und Ausbildungen beantwortet bekommt und viele Informationen mit nach Hause nimmt.

Hey, ich bin Hannah und mache mein Freiwilliges Soziales Jahr in einer Onlineredaktion – und zwar nicht nur bei jup!, sondern auch bei jugendnetz-berlin. Nun erfahrt ihr das erste Mal, was ich im letzten Monat so erlebt habe, und ihr werdet staunen, wie vielfältig so ein FSJ sein kann!

In meinem Büro ist die größte Aufgabe, die ich fortlaufend erledige, Veranstaltungen zu bewerben und meine Rubrik Hannahs Reviews aufrecht zu erhalten. Aber ich bin natürlich nicht den ganzen Tag nur im Büro und muss Mails checken, telefonieren, Artikel schreiben… Wir sind ständig auf Achse und besuchen Veranstaltungen – seien es Sitzungen oder Events wie Messen, Workshops oder Konzerte!

 

Der Jugendnetz-Beirat

Wie jeden ersten Mittwoch des Monats trafen sich auch am 4. Oktober wieder die Medienkompetenzzentren Berlins zur Beiratssitzung – diesmal im Meko Marzahn-Hellersdorf. Hier wird der aktuelle Stand der Dinge besprochen, zum Beispiel welche Highlights es im letzten Monat gab oder welche Projekte anstehen, die beworben werden sollen. Es wird viel gelacht, aber auch ordentlich diskutiert. Im Gegensatz zur ersten Sitzung – als ich noch komplett neu war – konnte ich dieses Mal viel besser folgen und sogar mitdiskutieren. Mir persönlich macht es nämlich echt viel Spaß, auch mal unter Erwachsenen zu sein und dort mitzumischen.

 

Verantwortung übernehmen oder doch nur Kaffee kochen?

Ein anderes Highlight war definitiv der Videodreh mit Janik und Kai am 10. Oktober. Wir drei FSJler*innen hatten die Idee, ein „FSJ - Erwartung vs. Realität“-Video für unseren jup! Kanal zu drehen, denn – man glaubt es kaum – es gibt noch keines dieser Art auf YouTube! Ein Punkt war zum Beispiel, ob man denn beim FSJ endlich eigenständig das machen kann, was man möchte, oder ob einem doch nur die Kaffeemaschine anvertraut wird. Natürlich enthält das Video viel Ironie. Umso lustiger war der Dreh und es ist mir ganz schön schwer gefallen, nicht die ganze Zeit zu lachen. Daran habe ich gemerkt, wie schwierig Schauspielerei ist und ich habe großen Respekt vor allen TV- und Filmdarsteller*innen. Man fühlt sich dennoch sehr professionell, mit Softboxen, Mikros und hochwertigem Kamera-Equipment das perfekte Licht und Bild zu kreieren.
Am späten Nachmittag trafen wir uns wieder alle in der Redaktionssitzung. Alle zwei Wochen gibt es neue, spannende Themen zu besprechen, denn jup! steht nie still: Diesmal haben wir uns insbesondere über das neue Projekt „Auf Augenhöhe – Berlin gegen rechte Gewalt“ ausgetauscht.

 

Lieber Wolke 4

Auf den 17. Oktober hatten FSJler Janik und ich uns schon lange gefreut: Der Berliner Sänger Philipp Dittberner kam in seine Heimatstadt und wir durften live dabei sein! Es ist immer wieder ein super Gefühl, auf der Gästeliste stehen zu dürfen und ich kann manchmal immer noch nicht glauben, wie viel ich durch mein FSJ erleben kann.
Falls ihr immer noch nicht sicher seid, ob ihr Philipp Dittberner kennt oder nicht: Ganz bestimmt kennt ihr aber seinen Hit „Wolke 4“, mit dem er auf Platz 7 der deutschen Single-Charts landete. Seitdem ist er gar nicht mehr aus dem Radio wegzudenken!
Nach einer leckeren Stärkung beim Imbiss um die Ecke liefen wir zum C-Theater am Columbiadamm, wo das Konzert stattfinden sollte. Die Atmosphäre im Columbia-Theater hätte besser nicht sein können: Überschaubar, gemütlich, eine schicke Bar mit flinken Barkeepern und eine kleine, wohnliche Bühne. Auch wenn Philipp Dittberner eine ganze Stunde zu spät kam, wie es leider bei den meisten Sängern der Fall ist, waren alle guter Laune und machten es sich solange mit den Freunden auf dem Boden bequem.
Obwohl ich vorher nur vier bis fünf seiner Songs so richtig kannte, muss ich sagen, dass man zum Sound des Albums „Jede Nacht“ so oder so richtig lostanzen und fröhlich sein kann. Genauso gut kann man aber auch mit einer warmen Tasse Tee gemütlich und nachdenklich am Fenster sitzen. In seinem neuen Album „Jede Nacht“ steckt nämlich ganz viel Lebenslust, Euphorie und Mut – aber auch Melancholie. Der Abend war sehr gelungen und wir sangen sogar noch auf dem Nachhauseweg seine Ohrwurm-Songs mit.

 

Seminarfahrt – Ist das etwa wie Schule?!

Vom 23. bis 27.10. hatte ich mit den 20 anderen FSJlern des Berliner Landesjugendrings meine Seminarwoche im Wannsee-Forum. Das Wannsee-Forum ist eine beeindruckend schöne Villa am Pohlesee. Die Verpflegung war klasse und die Zimmer sehr modern und mit Blick auf den See.  Klingt nicht nach Schule, oder?
Es fiel mir auch nach ganzen fünf gemeinsamen Tagen schwer, Abschied zu nehmen. Das lag aber eher an dem Programm, das so vielfältig und spannend gestaltet war, dass die Zeit wie im Fluge verging. Die Seminare beinhalteten den Themenkomplex der „Juleica“, die Jugendleiter*innen-Card, die wir zu Ende unseres FSJs erhalten werden. Inhalt war insbesondere die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und wie man in bestimmten Konfliktsituationen reagieren sollte. In Form von Spielen lernten wir uns Tag für Tag besser kennen und ich fand sogar ein paar neue Freunde, mit denen ich fast immer meine Freizeit verbrachte: Manchmal mit einem Spaziergang zum See, am Kickertisch oder in der Bar zum Kartenspielen. Die Woche war für uns alle ein besonderes Erlebnis – sowohl lehrreich als auch spaßig. Wie unsere Teamerin sagte: „Freundschaften, die man im FSJ schließt, bleiben ein Leben lang.“ Na da bin ich aber gespannt!
 

VON LINUS

Wie einige von euch vielleicht wissen, habe ich im Sommer meinen MSA erfolgreich abgeschlossen und befinde mich grade auf der Suche nach einen Ausbildungsplatz. Am liebtsten etwas in Richtung Mediengestaltung.
Jedoch ist es leider gar nicht so einfach, in diesem Bereich etwas zu finden. Dazu kommt noch, dass ich kein Fan von Ausbildungswerken bin. Ich finde diese einfach zu künstlich. Allerdings ist es auf dem ersten Arbeitsmarkt leider sehr schwierig eine Firma/Agentur zu finden, die bereit ist, einen Menschen mit Behinderung einzustellen.

Als Überbrückung hatte die Agentur für Arbeit die Idee, dass ich eine berufsvorbereitende Maßnahme besuchen kann. Nur leider hat sich dann herrausgestellt, dass die Kosten für Assistenz und Hilfsmittel bei so einer Maßnahme nicht vom Arbeitsamt übernommen werden (Bei einer Ausbildung werden diese jedoch übernommen). Den Sinn versteh ich immer noch nich. Naja, Deutschland halt.

Da ich für dieses Jahr nichts mehr finden werde, habe ich letzte Woche angefangen, mich ehrenamtlich zu engagieren. Ich arbeite grade in einem Verein und machen deren Webseiten barrierefreier. Das hat zwar nicht so viel mit Mediengestaltung zu tun, aber dennoch ist es besser als nur rumzusitzen.

Wo ich schon bei Ämtern bin: Mein neues Fahrrad, was ich Anfang März bestellt habe, liegt immernoch bei der Krankenkasse…

Genug gemeckert!

 

Anmerkung d. Redaktion: Ihr kennt eine Firma, bei der Linus eine Ausbildung zum Mediengestalter machen könnte? Dann meldet euch bei uns unter info@jup.berlin!

Nun ist seit fast einem Monat mein FÖJ im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft an der Ostsee vorbei. Was bleibt? Ein Jahr voller Erfahrungen und Erlebnisse auf der kleinen Halbinselkette Fischland-Darß-Zingst. Was ich im vergangenen Jahr erlebt habe und was ein FÖJ bringt, erfahrt ihr hier.

VON JOSY

Mein FÖJ im Rückblick

Ein FÖJ oder FSJ gibt einem die Möglichkeit, ein Jahr lang in den Berufsalltag reinzuschnuppern und eigene Projekte dort zu verwirklichen. So habe ich ein Jahr lang in der Umweltbildung des Nationalparkamts Vorpommern verbracht und mich darin geübt, als Vermittler zwischen Mensch und Natur zu agieren. Dafür habe ich vor allem Projekttage mit den regionalen Schulen gemacht. Bei diesen Projekttagen kommen die Klassen von 1 bis 9 zu uns in den Nationalpark und lernen spielerisch die Prozesse in der Natur und die Region kennen. Dafür sind wir natürlich direkt in der Natur tätig, wo sie hautnah alles miterleben können.

Weiterhin habe ich die Junior Ranger (http://www.junior-ranger.de/) Gruppen unseres Schutzgebietes betreut und viele spannende Sachen erlebt. Die Junior Ranger sind Jugendliche und Kinder, die sich besonders für die Natur interessieren und mit uns verschiedene Projekte gestalten. Ein weiterer großer Schwerpunkt waren natürlich Führungen für Touristen im Schutzgebiet. Dabei gehörten vor allem die Familienführungen zu meinen Aufgaben. Dort bringen wir kindgerecht und spielerisch Groß und Klein den Nationalpark näher und die Prozesse in der Natur.
Vor allem die Dämmerwaldwanderung und „Die Natur auf der Spur“-Führungen waren meine Aufgabe. Auch bei meinem eigenen Projekt handelte es sich um eine Führung, nämlich eine kindgerechte Führung zur Kommunikation von Bäumen. Groß und Klein konnten so mit allen Sinnen in die Welt der Bäume eintauchen.

In meinem FÖJ war ich also viel draußen unterwegs und habe aktiv mit Menschen gearbeitet, aber natürlich standen gerade im Winter auch Planungsarbeiten und Büroarbeit an. Natürlich gibt es auch immer Sachen, die mal nicht so viel Spaß machen oder nichts für einen sind, aber auch die sind wichtig um seine Grenzen kennenzulernen. Ich habe dadurch gemerkt, dass ich überhaupt kein Büro-Mensch bin!

 
Es ist nun endlich so weit: das Ergebnis der U18-Wahl 2017 steht seit Montagabend fest. Über 220.000 Kinder und Jugendliche haben in mehr als 1660 Wahllokale ihr Kreuz gesetzt und gezeigt, welche Parteien sie in den Bundestag schicken würden.
Es ist schön zu sehen, dass sich in der heutigen Zeit so viele Jugendliche und Kinder für Politik interessieren. Denn für eine Demokratie ist es wichtig, dass bereits die jungen Bürger*innen an die Politik und das Thema Wahlen herangeführt werden. Doch wie sieht das Ergebnis genau aus?
Diese Jahr liegt die CDU mit 28,5 Prozent vorn, danach folgen die SPD mit 19,8 Prozent und Bündnis 90/Die Grünen mit 16,6 Prozent. Auch Die Linke (8,1 Prozent), die AFD (6,8 Prozent) und die FDP (5,7 Prozent) würden es nach den Stimmen der U18-Jährigen in den Bundestag schaffen.
Im Vergleich zum Jahre 2013 sind die CDU, SDP, Die Linke und Bündnis90/Die Grünen fast gleich geblieben. Im Gegensatz zu 2013 schafft es die FDP dieses Jahr über die 5 Prozent Hürde.
Die Piraten Partei, die im Jahre 2013 mit über 12 Prozent von den U18-Wählern gewählt worden waren, schaftt es dieses Jahr nur noch auf 2,68 Prozent. Die AFD  hat den Platz getauscht mit der Piraten Partei und wäre aus Sicht der U18-Wähler*innen im Bundestag.
 
Wenn man sich speziell die U18-Wahl in Berlin anschaut, bemerkt man, dass sich das Ergebnis der Platzierungen von der bundesweiten U18-Wahl kaum unterscheidet. Jedoch liegen die drei ersten Plätze dicht beieinander, sowohl die CDU, SPD als auch Bündnis90/Die  Grünen haben jeweils zwischen 20 und 22 Prozent. Des Weiteren hat Die Linke 13 Prozent in Berlin erhalten, bundesweit jedoch nur 8 Prozent. Wenn ihr mehr erfahren wollt über die U18-Wahl-Ergebnisse, hier ist der Link zur U18-Website!
 
Jetzt stellen sich nur noch einige Fragen:
,,Wie geht die Wahl am Sonntag aus?"     ,,Schafft es die AFD über die 5-Prozent-Hürde?"    ,,Wer gewinnt die Wahl? CDU oder SPD?"     
 
Was meint ihr?
Lasst gern ein Kommentar dar!
 
Ihr seid noch unentschlossen? Dann informiert euch über die Wahlprogramme im jup! Wahlsalat!