Feste

Nun ist sie endgültig zu Ende: die Festivalzeit! Doch hierfür holen wir den Sommer nochmal zurück. Wofür? Um euch von unserem letzten Highlight der Saison zu berichten: dem HIGHFIELD Festival am Störmthalersee!

VON LOTTA

Drei Tage Indie-Rock im Landkreis Leipzig und wir Berliner mitten drin. Und der Weg hat sich gelohnt, denn Indie-Rock ist nicht alles, was das Festival zu bieten hat. Zu den Headlinern gehören regelmäßig nationale und internationale Größen des Rocks, so auch dieses Jahr: Billy Talent, die Toten Hosen, Placebo, The Offspring und viele mehr!

Welcome to the Schrebergarten

Aber von Anfang an. Wir hatten uns diesmal für eine Anreise mit dem Auto entschieden, was ein ganz anderes Feeling war, als das, was wir bisher kannten. Nicht nur, dass uns das Umsteigen mit unseren Rucksäcken & Co. erspart blieb, wir landeten auch zum ersten Mal auf dem Auto-Campingplatz. Das bedeutete in unserem Fall; Camping in mitten von Alt-Rockern und Großfamilien, kein Versinken in leeren Bierdosen und 5-Minuten-Terrinen und eine halbe Stunde Fußweg bis zum eigentlichen Festival Gelände. Ja, die Schrebergarten-Idylle war nicht zu leugnen. Aber man ist ja offen für alles…

Eine halbe Stunde Fußweg, die muss man natürlich nutzen! Insbesondere da auf dem gesamten Bühnen-Bereich keine mittgebrachten Getränke erlaubt waren. Zwar gab es unzählige Getränke-und auch Essensstände, jedoch musste hier wirklich tief in die Tasche gegriffen werden. Während sich die Preise für das – zugegeben – sehr gute Essen aus aller Herren Länder sich wenigstens noch an Restaurantpreisen orientierten, überstiegen die Getränke jede humane Preisvorstellung.

Mehr als nur Musik

Geld ausgeben konnte man aber auch für länger anhaltende Souvenirs. Natürlich gab es Merchandise der Bands und vom Festival selbst. Wer kein Geld ausgeben wollte, hatte neben den Bands aber auch was zu sehen und zu hören. Denn gerade auf einem links geprägten Festival wie es das Highfield ohne Frage ist, waren natürlich Kein Bock auf Nazis und andere soziale Initiativen wie PETA ZWEI und Greenpeace am Start. Hier gab es nicht nur Bändchen und Gummibärchen, sondern vor allem alle Informationen über die Ziele und aktuelle Aktionen der Vereine. Ein paar Unterschriften und gleich was Gutes getan gegen Rassismus, Massentierhaltung oder die Verschmutzung der Meere. Da kann man sich den Rest des Tages auch mal anderen Dingen widmen…

… Zum Beispiel der Musik! Entjungfert wurden die beiden Bühnen am Freitagnachmittag von Neonschwarz und Milliarden. Wie üblich spielten die ersten kleineren Acts jeweils kaum mehr als eine halbe Stunde und so war immer Zeit für eine kleine Pause, und die sollte man sich nehmen, denn es war heiß, mehr als heiß!

Ein Sturm kommt auf

Obwohl es gerade erst losgegangen war, hatten die Sanitäter mit Sonnenstichen und Kreislaufzusammenbrüchen der Besucher schon alle Hände voll zu tun. Doch während wir uns noch freuten zum ersten Mal nicht im Matsch tanzen zu müssen, zogen bereits die ersten Wolken auf. Und dabei sollte es nicht bleiben. Gegen 19:00 Uhr dann kippte das Ganze. Es begann zu gewittern, das Programm wurde unterbrochen und die Besucher zu ihren Autos geschickt.

Am Anfang noch zögerlich wurde, nachdem der Regen monsunartige Zustände angenommen hatte und auf jeden Blitz der Donner folgte, diese Aufforderung auch ernst genommen. Ca. 35.000 Menschen zogen Richtung Zeltplätze und verwandelten die zuvor trockenen Wege in eine Schlammlandschaft, die von nun an den Weg zum Festivalgelände zu einer echten Herausforderung machen sollte.

Die nächsten Stunden verbrachten wir im Auto, aßen kalte Dosensuppe und hörten das Highfield Radio, um zu erfahren, wann es weiter gehen sollte. Damit hatten wir es sicher sehr viel besser getroffen als all die, die gerade dabei waren, ihre abgesoffenen Zelte wieder zu beleben, und dennoch wurde auch bei uns die Stimmung mit jedem abgesagten Act nicht gerade hochgerissen. Und das waren von da an alle, bis auf die Beginner, die gegen Mitternacht die ehrenvolle Aufgabe hatten, das durchnässte Publikum in einen Zustand zu versetzen, in dem man alles um sich herum vergisst – vor allem den nassen Schlafsack.

Heute ist der 31.10.2017 - Zeit für einen neuen Thesenanschlag?

VON SANDY

In Gedenken an das 500-jährige Reformationsjubiläum hat die EJBO (Evangelische Jugend Berlin Brandenburg und schlesischen Oberlausitz) eine moderne Methode gefunden, ihre Thesen in der Welt zu verbreiten. Anders als Martin Luther damals werden die Thesen nicht mit Nägeln an die Kirchtüren genagelt, sondern die Thesen werden in Beuteln mit der Beschriftung „#rEJBOmation“ an jede Tür gehängt. Dies ist nicht nur ein Ausdruck ihrer Wünsche und Wahrnehmungen, sondern ihr Weg, das Jubiläum der Reformation zu feiern. Es werden also keine Türen beschädigt und sie benutzen Kreidespray, um den Hashtag nochmal vor die Kirche zu sprühen.

Was fordert die EJBO?

Auf ihrer Facebookseite steht:
„Es braucht einen neuen Aufbruch und wir wollen ihn pushen! Es braucht neue Thesen und die werden wir schreiben! Es geht weiter und das ist der Auftakt!“

In ihren Thesen beschreiben sie u.a., in welcher Form der Glaube in ihren Augen heute gelebt werden kann. Sie fordern die Kirchen und dazugehörigen Gemeinden auf, sich den jungen Leuten und deren Ideen zu öffnen. Wie damals fordern sie also eine Veränderung. Ihr wollt noch mehr darüber erfahren? Dann kommt heute zum großen Jugendgottesdienst zum 500. Reformationstag der EJOB in die Gedächtniskirche (Breitscheidplatz, 18 bis 19.30 Uhr) oder lest die Thesen online hier nach!

Wer war Martin Luther eigentlich?

Luther war Augustiner Mönch und lebte die meiste Zeit in Wittenberg. Er war unzufrieden mit der Kirche, die u.a. Ablasshandel betrieb. Um seinen Unmut zu äußern und etwas zu verändern, schrieb er 95 Thesen auf und nagelte sie an eine Kirchentür in Wittenberg. Damit löste Luther weltweit die Reformation aus, die zur Kirchenspaltung führte. Neben der katholischen Kirche entstand so die evangelische Kirche. Diesbezüglich hat dieses Jahr der EKT (Evangelische Kirchen Tag) in Wittenberg und Berlin stattgefunden. Hier findest du unser Video vom EKT!

jup! Berlin besuchte im Haus der Berliner Festspiele am 27.10.2017 die Aufführung der indigenen Tanzcompagnie"Bangarra Dance Theatre" - "OUR land people stories".

VON NICOLE
 
Australien präsentiert in Deutschland 2017 ein umfangreiches Kulturprogramm, das die Kreativität, Vielfalt und Innovationskraft Australiens erlebbar macht. Seit Beginn des Jahres sind daher viele der besten Produktionen australischer Kunst nach Deutschland kommen.
 

Um Euch diese Woche einen jup!od mit besonderem Anlass zu liefern, habe ich mal ein paar Songs rausgesucht, die besonders zum Thema „Halloween“ passen. Dass das schwierig sein kann, wurde mir vorher nicht gesagt. Muss das Wort an sich im Text vorkommen? Muss die Stimmung durch die Stimme erzeugt werden oder durch eine besondere Melodik? Wann ist ein Song ein Halloween-Song?

SINA 27.10.2017

Als typische Lieder denkt man zunächst an „This Is Halloween“ von Danny Elfman oder „Halloween“ von Dead Kennedys. In diesen Songs wird eher Halloween an sich beschrieben und was es ausmacht. Würde man auf einer Party also nur solche Songs spielen, könnte es sehr schnell langweilig auf dem Dancefloor werden. Die Melodie ist eher spielerisch und vermittelt daher keinen richtigen Grusel-Charakter. Die Melodie und auch der einfache Text hingegen sind sehr einprägsam.

Eine weitere Kategorie bei meiner Recherche habe ich „creepy lyrics“ (dt.: unheimliche Texte) genannt. Klar, „Every Breath You Take“ (The Police) ist für viele ein Liebeslied, bei welchem es ums Beschützen einer geliebten Person geht, doch verinnerlicht man die Zeilen einmal, so hat man eine Stalking-Geschichte aus dem Lehrbuch. Denn es wird eine Person bei allem beobachtet, was sie tut und der Sprecher scheint verzweifelt zu versuchen, eine Beziehung mit der verfolgten Person einzugehen. Das Pendant zu einem solchen Vorfall bietet „Somebody' s Watching Me“ von Rockwell. Beides zwei Songs, die ebenfalls die Thematik des Gruselns treffen und damit gern mit in die Playlist für den 31. Oktober mit aufgenommen werden können. Genau wie „Disturbia“ (Rihanna) und „Smooth Criminal“ (Micheal Jackson), die Abwechslung bringen, aber durch die beschriebenen außergewöhnlichen Geisteszustände oder sogar Mordfälle nicht fehlen dürfen.

VON SOPHIA

Jasmina und ich waren im Sommer auf dem Juicy Beats Festival in Dortmund. Das Festival-Gelände, der Westfalenpark, war riesig. Auf 7 Bühnen gaben die 150 DJs und 50 Liveacts (Cro, Trailerpark, SDP, OK KID, Fünf Sterne Deluxe, Dat Adam und viele weitere)  ihre Songs zum Besten. Anschließend konnte auf den 19 Disco Floors mit Aftershowparty weiter gefeiert werden.

Bei so vielen Bühnen und Floors war es für uns teilweise echt schwer, die Orientierung zu behalten, aber dank der fruchtigen Namen, haben wir es dann doch geschafft, uns zu recht zu finden. Unser Favorit war die Mainstage, die als Apfel gekennzeichnet war,  und die Himbeer 2nd Mainstage. Interessant war auch die Silent Disco, in der man Kopfhörer bekommt und über diese wird dann die Musik abgespielt. So können verschiedene Musikstile gleichzeitig gespielt werden und das Publikum kann selbst entscheiden, welche Musik es hören möchte.

Nach einem langen Festivaltag konnte der Campingplatz über eine Brücke erreicht werden und für Parkplätze war auch gesorgt. Die meisten Festivalbesucher kamen aus Dortmund und der Umgebung, deshalb sind viele nachts nach Hause gefahren und sind am nächsten Tag wieder gekommen. Andere haben sogar im Auto geschlafen.

Alles im allen war das Juicy Beats Festival der Wahnsinn, wir hatten unglaublich viel Spaß und haben viele coole Leute kennen gelernt. Was sie alle gemeinsam hatten, war die Reaktion auf die Aussage, dass wir aus Berlin kommen: „Was? Ihr seid extra aus Berlin her gekommen?!“  Anscheinend waren wir die einzigen Berliner dort. Aber der fünfstündige Fahrtweg hat sich auf jeden Fall gelohnt. Also falls ihr nächstes Jahr auch Lust habt auf ein cooles Festival zu gehen, dann ist das Juicy Beats Festival in Dortmund eine gute Wahl.

VON JANIK EMIL

Dieses Wochenende geht’s richtig ab! Zum inzwischen achten Mal stellt der Jugendradiosender Fritz die Neuen DeutschPoeten vor.

Anfangs (Sommer 2010) noch im ausverkauften Astra und dann aufgrund der großen Nachfrage schließlich in den Folgejahren im IFA-Sommergarten der Messe Berlin.

Jährlich feiern bis zu 13.000 Fans in der wohl schönsten Open Air Arena der Hauptstadt die Neuen DeutschPoeten.

Die Grundidee des Festivals besteht darin, dass deutschsprachige Musiker*innen, welche  sich vor allem durch ihre Texte auszeichnen, auf das Festival eingeladen werden und sie dort ihr Talent zeigen können. So gibt es auch für etwas unbekanntere Künstler*innen die Chance, mal auf einer großen Bühne zu performen.
Für Lotte, Ace Tee, Dat Adam und Faber bietet sich erstmalig die Möglichkeit auf dem Festival aufzutreten.

Doch auch die Musikliebhaber*innen, die mehr auf die Superstars der Deutschpopszene stehen, kommen auf ihre Kosten – so werden Headliner wie Jennifer Rostock, Madsen, Milliarden, Philipp Poisel, Prinz Pi und Von wegen Lisbeth die Bühne rocken.

Insgesamt kann man sagen, dass sich an diesem Wochenende die Crème de la Crème der deutschsprachigen Musik trifft.

Ach übrigens: dies ist eines der wenigen Festivals, das über mehrere Tage geht und ohne Campingplatz ausgestattet ist. Also selbst bei schlechtem Wetter, wie es ja bereits schon angekündigt wurde, muss man dann wenigstens nicht platschnass im Zelt übernachten.