Menschen

VON GABRIELA

Wer die Kraft von Improvisation unterschätzt, muss unbedingt die Choreographien von Trisha Brown kennenlernen. Der Begriff „Lampenfieber” stand definitiv nicht auf ihrer Wortschatzliste.

Trisha Brown war eine der einflussreichsten Choreographinnen des 20. Jahrhunderts. Sie wurde im Jahr 1936 in den USA, in einer mittelgroßen Stadt namens Aberdeen geboren und hat mit ihren Lehrtechniken mehrere Generationen von Tänzer*innen beeinflusst.

Ihr Ziel war es, mit ihrem Tanz ihre Gefühle und Emotionen so natürlich darzustellen, wie möglich. Für sie waren  bestimmte Gesten und Bewegungen von großer Bedeutung. Auf solche Weise konnte sie die Zuschauenden sogar schauspielerisch ansprechen. War das noch Tanz oder schon etwas anderes?

Fest steht: In ihren Performances hat sie eine ganz neue Bewegungssprache kreiert. Einerseits minimalistisch, anderseits komplexes Tanzvokabular. Mit ihrer Theorie, ihren Methoden und Techniken hat sie sich der Avantgarde-Geschichte der 1960er Jahre angepasst. Während ihrer Karriere arbeitete sie oft mit bildenden Künstler*innen, wie Robert Rauschenberg, Donald Judd oder Nancy Graves zusammen.

Die Gelassenheit und die Leichtigkeit ihres Körpers hatte auch etwas Analytisches an sich. Die zeigt sich,  in ihren späteren Choreographien, in denen sie geometrische oder mathematische Elemente hinzugefügt hat.

Hier könnt ihr euch ihre Choreographie „Watermotor“ (1978) anschauen:

Jedes Jahr am 11. Oktober findet der Weltmädchentag statt, auch in Berlin! Heute berichten wir als Organisationsprofilkurs, was wir am Weltmädchentag alles gemacht haben und erleben durften.

Am 11.10.2018 um 14.00 fing die Veranstaltung im Olof-Palme-Zentrum an.  Wir waren um 14:20 Uhr da und standen Schlange, weil sooo viele Mädchen gekommen waren. Als Zeichen für die Teilnahme bekamen alle Mädchen schöne Armbänder.

Als wir reinkamen, sahen wir verschiedene Plätze, wo die Mädels sich amüsierten: Die einen bekamen Henna gemacht, die anderen malten und zeichneten, andere machten Fotos, auf denen Stand, warum sie starke Mädchen sind und noch vieles mehr. Auf jeden Fall war für jede etwas dabei. Eine lange große Snackbar gab es auch, mit Essen und Trinken und natürlich auch Süßes.

Was nicht fehlen durfte für uns, war Musik, die auch in einem riesigen Raum war, wo alle Mädchen tanzen konnten, wie sie wollten. Niemand wurde ausgelacht oder ausgegrenzt. Schließlich war es wichtig, dass jede wirklich Spaß hatte.

Nach dem Ganzen gab es einen Raum, der ganz von Luftballons gefüllt war - wir nennen es mal „das Ballonparadies“. Die Mädels standen Schlange, um sie zu bekommen. Jede bekam einen und durfte auf eine kleine Karte ihren Wunsch schreiben. Nachdem wir raus gingen, zählten wir von 10 runter und ließen sie los. Alle freuten sich und die Wünsche sind in den Himmel und weit weg geflogen!

Bis 20.00 Uhr konnten sie anschließend weiter ihren Spaß haben.

Die wichtigste Info zu guter Letzt: Wir Mädchen sind  stark und alle verdienen es, Spaß zu haben! Mädchen traut euch, eure Rechte einzufordern! Ihr habt eine Stimme, ihr seid wichtig!           

Nach dem Erfolg der ersten Runde von DiscoverEU hat die Europäische Kommission beschlossen, am 29. November 2018 eine zweite Bewerbungsrunde einzuläuten. Ab dem 29.November können sich also alle, die im Jahr 2000 geboren sind und in der in der EU leben, bewerben. Bewerbungsschluss für ein Gratis-Ticket ist der 11. Dezember 2018.

Letzten Sommer hatten etwa 15 000 18-Jährige die Chance, die EU zu bereisen. Sie reisten gemeinsam von Stadt zu Stadt, entdeckten gemeinsam die Vielfalt, Kultur und den Reichtum Europas, beherbergten sich gegenseitig und schlossen sich in den Sozialen Medien zu einer großen Community zusammen. Auch 2019 haben 18- Jährige wieder die Chance, die EU zu erkunden und zu bereisen.

 

Rund 100 Aufsteller mit philosophischen Fragen schmückten Ende Juni 2018 die Auguste-Viktoria-Allee in Berlin-Reinickendorf. Viele engagierte Schülerinnen und Schüler sowie ein Philosophiekurs der Max-Beckmann-Oberschule hatten diese zusammengetragen und als Ausstellung aufbereitet. Die Jugendlichen wollten wissen, welche philosophischen Fragen den Menschen in ihrem Kiez durch den Kopf gehen, sie bewegen. Dazu befragten sie Menschen in Kirchen, Seniorenwohnheimen,
Grundschulen, Kindergärten, Mädchentreffs und Supermärkten.

 

VON HANNAH

 

Wir haben euch über Facebook nach euren kreativen Ideen zum Thema Mitmischen gefragt und egal, ob es darum geht, die Zukunft zu gestalten, tolerant zu sein, sich sozial zu verhalten, zu engagieren oder die Welt ein kleines Stückchen besser zu machen – ihr habt eurer Fantasie freien Lauf gelassen und wir haben eure Worte auf dieser Seite festgehalten.

 

"Meiner Meinung nach sollten wir Jugendliche Eigeninitiative zeigen und uns aktiv in die Entwicklungen unserer Gesellschaft einbringen.“

„Die Zukunft gehört UNS ALLEN!"

 „Wir handeln demokratisch, weil wir alle so akzeptieren wie sie sind."

„Wählen gehen oder Schnauze halten.“

„Nur wer Willensmut, Ehrgeiz und Bereitschaft zeigt, kann etwas erreichen.“

„Sich zu beteiligen ist nicht verrückt - denn auch wenn du viel gibst, bekommst du doppelt so viel zurück.“

 

VON ZORA

Im Nationalsozialismus gab es Konzentrations- und Arbeitslager. Viele Millionen Menschen wurden in diesen Lagern gefoltert, ermordet und unmenschlich behandelt. Doch wie bringt man solch ein Thema auf die Theaterbühne? Im Theater an der Parkaue in Lichtenberg wird heute ein Stück gespielt, das sich mit dem ehemaligen Arbeitslager in Rummelsburg beschäftigt. In diesem Arbeitslager wurden zur Zeit der Nationalsozialisten und in der Nachkriegszeit sogenannte asoziale und homosexuelle Männer inhaftiert. Im Stück Aktion Arbeitsscheu Reich 1938 dreht es sich genau darum. jup! hat mit der Dramaturgin Karola Marsch gesprochen, schaut euch das Interview (Video unten) an!

 

Zwei Orte, viele Bilder

Schon mal davon gehört? Marzahn und Eisenhüttenstadt - so ganz kann man diese beiden Orte nicht in einen Topf werfen, doch wir, die Schreibwerkstatt Marzahn, haben einen Blick auf die erste sozialistische Stadt Deutschlands und den Berliner Bezirk geworfen. Mit Stadtführungen, Erkundungen und Interviews kamen wir der Atmosphäre und der Geschichte näher. Wir leben in der Gegenwart, die geformt wurde von der Vergangenheit, die in beiden Orten das Loslassen von Häusern und der Veränderung des Lebens mit sich bringt. Die Schreibwerkstatt trifft sich monatlich, schreibt und tauscht sich aus, dazu erscheint jährlich ein Buch, das zusammen mit Autor*innen verfasst wird. Manchmal wird unser Wohnort in unsere Geschichten eingeflochten, manchmal nicht, aber so genau haben wir unseren Kiez nie unter die Lupe genommen. Bis jup! und die Schreiben- den Schüler zu uns kamen und wir zu unserem Projekt einen Film über Marzahn drehten. Wir wandelten auf dem degewo-Skywalk über den Dächern und begannen zu diskutieren und zu schreiben. Was macht unseren Bezirk aus? Was ist so anders hier im Vergleich zu anderen Stadtteilen? Was denken wir und was denken andere? Die Meinungen sind sehr verschieden, weil eben auch der Bezirk viele verschiedene Seiten hat. Plattenbauten treffen auf Parks und Veränderungen passieren stetig. Literarische Bilder und Bewusstsein für das eigene Umfeld entwickelten wir zu einem Einblick in unseren Bezirk.

 

Hier könnt ihr mit uns auf Kiezentdeckung gehen…

 

Kennt ihr schon Kolumbus News – die Schüler*innenzeitung der Reinickendorfer Kolumbus-Grundschule! Gemeinsam mit jup! und Journalistin Corinna von Bodisco machten sich die Reporter*innen mit Mikro, Aufnahmegerät und vielen Fragen auf den Weg. Ihr Ziel sind die Läden mit den Stickern der 3 Männchen, die sogenannten Notinseln. In einem Schulprojekt hatten ihre Mitschüler*innen diese Orte, die Kindern in einer Notsituation als Zuflucht dienen, gesucht und gefunden.

Kommt mit auf die Kieztour und hört, was die Reporter*innen über die Notinseln herausgefunden haben:

 

Ort: Biosphäre Naturkost, Alt-Reinickendorf 6

Reporter*innen: Zheko, Tahim, Kemal

Ort: Herbstcenter (Parma Land)

Reporter*innen: Ana, Isabell, Lamija

Ort: Easy Apotheke, Residenzstraße 33

Reporter*innen: Pharell, Daniel, Taniel

 

 

Der Jugendrat der Generationen Stiftung vereint bundesweit junge Aktivist*innen zwischen 14-25 Jahren und entwickelt gesellschaftspolitische Kampagnen. Mit kreativen Protesten wird der Jugendrat junge Menschen mobilisieren, eine öffentliche Debatte für mehr Generationengerechtigkeit anstoßen und generationengerechte politische Entscheidungen herbeiführen.

Wir leben auf Kosten kommender Generationen. Seit Jahrzehnten achten Generationen und jene, die an der Macht sind, nicht ausreichend auf die Nachhaltigkeit und Langfristigkeit ihrer Handlungen. Der Fokus ihrer Entscheidungen liegt im Kurzfristigen.Die Generationen Stiftung ist die überparteiliche Interessenvertretung der kommenden Generationen.

Die Generationen Stiftung sagt: Wir müssen eine öffentliche Debatte lostreten, die die Missachtung der Interessen von kommenden Generationen thematisiert. Unser Ziel ist es, so viele junge Menschen wie möglich zu erreichen, um zusammen den Aufschrei nach mehr Generationengerechtigkeit anzutreiben!

Ihr wollt euch beteiligen? #wirkündigen

Weitere Informationen findet ihr unter www.generationenstiftung.com.

 

 

VON SOPHIA

 

Warum gibt es den Internationalen Mädchentag?

Auf diese Frag gibt die Kinderrechtsorganisation Plan International eine ganz einfache Antwort:

 „Weil die Welt die Herausforderungen, mit denen Mädchen vor allem in Entwicklungsländern konfrontiert sind, zu wenig beachtet. Mädchen sind stark und können zu „Motoren“ ihrer Gesellschaft werden – wenn sie ihre Rechte wahrnehmen können. Doch dafür brauchen Mädchen und ihre Bedürfnisse besondere Aufmerksamkeit.“

Weltweit haben ca. 130 Millionen Mädchen nicht die Möglichkeit in die Schule zu gehen. In einigen der ärmsten Länder der Welt beenden nur etwa die Hälfte der Mädchen die Grundschule. Mehr als 700 Millionen Mädchen und Frauen  wurden bereits vor ihrem 18. Lebensjahr verheiratet und gingen deswegen nicht mehr zur Schule. Viele andere wurden verheiratet, weil sie die Schule bereits abgebrochen hatten. Ein weiterer Grund warum Mädchen die Schule abbrachen, waren frühe Schwangerschaften. Im Jahr 2015 haben 15 Millionen Mädchen, aus Entwicklungsländern, im Alter von 15 – 19 Jahren ein Kind geboren.  Auch sexuelle Gewalt an den Schulen oder auf dem Schulweg sind Gründe für die hohe Abbruchquote der Mädchen. Dies sind wohl die häufigsten Gründe, die den Mädchen den Zugang zur Bildung erschweren.

Um auf die Rechte der Mädchen weltweit aufmerksam zu machen, hat Plan International den Welt-Mädchentag gefordert. Im Jahr 2011 haben die Vereinten Nationen, den 11. Oktober zum Internationalen Welt – Mädchentag (International Day of the Girl Child) erklärt. Seit dem werden jährlich berühmte Wahrzeichen und Gebäude in pink angestrahlt um auch auf visueller Ebene, weltweit ein Zeichen für die Gleichberechtigung der Mädchen zu setzen.
Darüber hinaus gab es im Jahr 2017 über  600 Takeover-Aktionen, bei denen Mädchen aus über 60 Ländern, für einen Tag Führungspositionen in der Gesellschaft und Politik übernahmen und somit auf ihre Wünsche, Bedürfnisse  und ihre Themen hinweisen konnten.