Menschen

Ein Beitrag von Dat.

Am 11. und 12. November hieß es in Berlin bereits zum 15. Mal: Einstieg! Rund 16.000 Besucher informierten sich bei Berlins größter Berufsorientierungsmesse zu diversen Studien- und Ausbildungsangeboten, Auslandsaufenthalten sowie Praktika. jup! Berlin war vor Ort und hat sich durch den rund 200 Stände starken Ausstellungsdschungel gefragt und unter anderem in Erkenntnis gebracht, worauf die Ausbilder und Dozenten Wert legen.

 

Ein Beitrag von Abdu Baack
3 Tage war Abdu in Paris auf den Spuren der Terroranschläge vergangenen Jahres unterwegs, die er damals live miterlebte. Hier zeigt er Fotos und berichtet von seinen Eindrücken. Seinen Bericht von Tag 1 findet ihr hier.

8:30 Uhr am 15. November geht es los. Zuerst kurz zum Bäcker auf einen Café Crème und ein Croissant. Danach weiter zum Place de la République. Dort treffen wir uns mit Diana. Das Wetter ist unangenehm. Bewölkt und ab und zu nieselt es. Passt aber ganz gut zum Tag und zur Stimmung.

Zuerst geht es zum Bataclan. Die Trauerveranstaltung hat noch nicht begonnen, es herrscht Trubel. Die zahlreichen Journalisten werden auf Sprengstoff untersucht. Ein sehr süßer Sprengstoffhund schnüffelt die Kameras und Stative der Journalisten ab. Aus Respekt vor den Opfern, Zeugen und Hinterbliebenen soll am Haupteingang nicht fotografiert werden, woran sich alle halten.

Von der anderen Seite der Absperrung versuchen wir, die Ankunft von Hollande und weiteren wichtigen französischen Politikern zu beobachten und gegebenenfalls zu fotografieren. Einige Leute stehen auf den Bürgersteigen, um die Ankunft zu beobachten. Einige - in meinem Empfinden zu wenige - Polizisten sichern die Straße. Dann kommen die Politiker, es geht alles ziemlich schnell und schwupps sind sie im abgesperrten Bereich. Nach der langen Zeit in Regen und Kälte brauchen wir erst einmal einen Kaffee.

Anschließend beschließen wir, zum Stade de France, zum Fußballstadion, weiterzuziehen. Ich bin gespannt, wie es sein wird, wieder dort zu sein. Wie gut kann ich mich noch an das Stadion erinnern? Was wird mir dieser Ort eventuell ins Gedächtnis rufen? Wird am Stadion etwas los sein?

Ein Beitrag von Abdu Baack

Aktueller denn je ist das Thema der Identität und welchen Stellenwert jene in unserem gesellschaftlichen Selbstverständnis einnehmen darf. Ein Theaterstück in der Oper Neukölln hat sich damit künstlerisch auseinander gesetzt.

 

Identität, die: (Psychologie) als Selbst erlebte innere Einheit einer Person

 

„Was bedeutet Identität für mich?“ Diese Frage habe ich mir in letzter Zeit des Öfteren gestellt. Viele verknüpfen ihre Identität mit kulturellen und nationalen Eigenheiten ihres Heimatlandes. Macht das Sinn und vor allem will ich das für mich selber? Ich fühle mich nicht als "der Deutsche“, anders aber auch nicht als "der Marokkaner". Ja, ich esse gerne eine Currywurst und finde es erstrebenswert, ein geordnetes Privat- und Arbeitsleben zu haben. Andersrum liebe ich arabische Küche und komme, wenn es um Selbststrukturierung geht, eher nach meinen arabischen Wurzeln. Identifiziere ich mich jetzt mit Deutschland oder Marokko, mit beiden, oder vielleicht sogar mit keinem der beiden?

 

Diese Fragen bringen mich zu einer grundsätzlichen Kritik an der gesellschaftlichen Identitätsvorstellung meinerseits: ethnische Herkunft ≠ Identität. Wie identifiziere ich mich dann?

3 Tage war Abdu in Paris auf den Spuren der Terroranschläge vergangenen Jahres unterwegs. Hier zeigt er Fotos und berichtet von seinen Eindrücken.

Morgen geht es los nach Paris. Warum, wieso, weshalb erfahrt ihr hier!

 

Ein Beitrag von Abdu Baack 

 

Wenn mich ein 4-jähriger Junge fragt, ob er den pinken Schoko-Hasen haben darf, soll ich ihm dann sagen: „Nein! Da steht 'für Mädchen' drauf! Das darfst du nicht!“?

VON SINA

Sexismus ist auch im Jahr 2017 noch ein Thema. Zwar sind wir vor dem Recht alle gleich und auch Frauen dürfen inzwischen ihren Stimmzettel in die Wahlurne werfen und selbst entscheiden, ob sie arbeiten gehen möchten, jedoch in der Bezahlung haben Männer, unabhängig von der verrichteten Arbeit, oft immer noch einen Vorteil. Doch nicht nur bei den Gehältern wird zwischen Mann und Frau unterschieden. Ziemlich präsent - und zwar schon bei den Kleinsten - ist das Gendermarketing. Der geschlechtliche Unterschied wird von der Industrie als Grund zur Herstellung von Produkten „für Jungs“ und „für Mädchen“ verwendet. Gekennzeichnet sind diese spezifischen Differenzen durch Farben und Bezeichnungen, welche durch vermeintliche Interessen und Eigenschaften definiert sind. Blaues Duschgel mit der Aufschrift „Für Fußballer“, pinke Shampoo-Flaschen mit der Aufschrift „für Prinzessinnen“-und es glitzert sogar! Die Zielgruppe ist dabei das jüngere Alter.

 

VON ANNIKA

Die Geschichte des CSD

Der Christopher Street Day, auch kurz CSD genannt, kommt ursprünglich aus dem New Yorker Viertel Greenwich Village. Dort kam es nach mehreren gewalttätigen Razzien gegenüber Trans-und Homosexuellen, vor allem Latein- und Afroamerikanern, am 28. Juni 1969 zu einem Aufstand. Der Aufstand fand in der Stonewall Inn-Bar in der Christopher Street statt, was ihm den Namen Stonewall- Aufstand gab. An diesem Tag wehrten sich insbesondere Dragqueens und transsexuelle Latein- und Afroamerikaner, was zu mehrtägigen Straßenschlachten mit der New Yorker Polizei führte. Ein Jahr nach dem Aufstand wurde das Christopher Street Liberation Day Committee gegründet. Seit diesem Tag wird in New York jedes Jahr am letzten Samstag im Juni der Christopher Street Liberation Day gefeiert.

 

Der Weg nach Europa

Auch in vielen Städten Europas hat diese Bewegung Anklang gefunden. Die ersten CSDs fanden in Deutschland 1979 in Bremen und Berlin statt, doch größere Lesben- und Schwulen- Demonstrationen gab es schon im Jahre 1972. Die erste Bewegung in Deutschland gab es am 29. April 1972 in Münster.

Heute gibt es in beinah jeder größeren Stadt in Deutschland eine CSD, doch die beiden größten gibt es in Köln (Cologne Pride) und in Berlin. In Berlin gibt es seit 1998 auch den transgenialen CSD, auch Kreuzberger CSD genannt. In diesem Jahr sollte der Alternative Pride March jedoch durch ein queeres Picknick am Mariannen Platz ersetzt werden. Aus organisatorischen Gründen wurde es jedoch kurz vorher vom Veranstalter abgesagt.
Der Kölner CSD hatte im Jahre 2002 als Euro-Pride über 1,2 Millionen Beteiligte (Besucher*innen und Teilnehmer*innen) und somit mehr Besucher in der Stadt als zum Rosenmontagszug. Seitdem  gilt die Cologne Pride als größter CSD in ganz Europa.

In Deutschland findet der CSD nicht am historischen Datum, dem 28.Juni, statt, sondern an den Wochenenden von Juni bis August. Er wird als Demonstration angemeldet und durchgeführt, meistens von ehrenamtlichen Organisationen oder Vereinen.

Die Demonstration hat meist ein politisch-bezogenes Motto, was eine abschließende Kundgebung mit sich bringt, bei der Künstler*innen die Parade unterstützen. Doch vor der Kundgebung wird gefeiert. Es werden der Lebensstil und der Stolz aller Beteiligten gefeiert. Daraus stammt auch der Begriff Gay Pride (zu dt.:  homosexueller Stolz)  und der Name der CSD-Paraden in englischsprachigen Ländern ist. In vielen Städten ist der CSD ein mehrtägiges Festival mit Straßenfesten, Bekundungen, vielen künstlerischen und politischen Veranstaltungen, Vorträgen und Lesungen und natürlich viel Party.

 

„Mehr von uns – jede Stimme gegen Rechts“

Dieses Jahr findet die CSD-Parade in Berlin am 22. Juli statt. Das Motto lautet:  „Mehr von uns – jede Stimme gegen Rechts“. Los geht es um 12 Uhr am Kurfürstendamm.  Die Route führt über den Wittenbergplatz, Nollendorfplatz, Lützowplatz, vorbei an der Siegessäule zum Brandenburger Tor, wo am Nachmittag das Hauptprogramm startet. Alle  Infos gibt es auf der Webseite des Veranstalters.

 

Irie Révoltés - zu Deutsch; Glückliche und freie Revolutionäre. So nennen sich die neun Heidelberger Jungs mit teilweise französischen Wurzeln. Das passt ganz gut, wenn man sich ihre Texte und ihr soziales Engagement einmal genauer anschaut. Das haben wir uns natürlich nicht nehmen lassen!

VON LOTTA

Ihre Musik ist zwar schwer nur einem Genre zuzuordnen, dafür aber immer sozialkritisch und mit einer klaren politischen Botschaft. Nein zu Vorurteilen, Rassismus, Homophonie und Sexismus!

Der Erfolg gibt ihnen Recht. Bereits seit 17 Jahren sind sie im Geschäft, spielten bereits über 500 Konzerte und sind regelmäßig auf den Bühnen der größten deutschen Musikfestivals zu sehen. Dieses Jahr u.a. auf dem Hurricane, wo wir ihnen nicht nur aus der Menge heraus zujubeln durften, sondern für euch sogar persönlich mit Carlito, einem der beiden Sänger, sprechen konnten. Wer also wissen möchte, was die Motivation hinter ihren politischen Texten ist, und warum sie als Band trotzdem bald in Rente gehen, der liest am besten weiter!

 

Auf der YOU waren Chany Dakota, der Prince of Passion und Joely White bei uns zu Besuch und bei Sophie im Interview. Dort quatschen sie über Schönheit, Seelenstriptease auf Instagram, ihr Verhältnis zu ihren Lehrer*innen und die Scheinwelt im Internet.

Auf der TINCON 2017 durften wir mit dem General des YouTube-Kanals "MrWissen2go" sprechen. Was er in der Schulzeit immer falsch gemacht hat, erfahrt ihr im Video!

Interviewer: Julius | Schnitt: Dat

Es wird wieder lustig auf der Kinoleinwand: "Ich - Einfach unverbesserlich 3" kommt in die Kinos! Lotta aus der jup! Redaktion konnte vorab schon mal mit den deutschen Synchronstimmen von Lucy (Martina Hill) und Gru (Oliver Rohrbeck) sprechen. Vor allem Martina Hill kennt ihr aus Formaten wie "Knallerfrauen" und "Die Heute-Show". Die Stimme von Oliver Rohrbeck ist euch bestimmt auch schon mal begegnet. Er spricht u.a. den Justus Jonas bei der berühmten Hörspielreihe ???. Alles über ihre Arbeit als Synchronsprecher, den Film und ihre Vorbilder erfahrt in den Interviews!

Das Interview mit Martina Hill (Lucy):

 

Es ist so weit: Der Bundestag hat die Ehe für alle beschlossen. Was denkt ihr darüber? Wir haben auf dem Berliner jugendFORUM nachgefragt!

 

Trotz apokalyptischer Wetterlage, findet das jugendFORUM ein weiteres Mal in Berlin statt. Hier wird Berliner Schüler*innen ein Austausch mit Politiker*innen ermöglicht. Zu Themen wie dem Abschiebungsstopp, Politik in der Schule oder #BusBahnBike- wo bleibt unser smart Berlin?  werden Diskussionsrunden angeboten und darin heftig debattiert.

Passend zur heutigen Abstimmung, der „Ehe für Alle“, welche nun (endlich!) möglich gemacht wird, gab es großen Andrang in der Runde #Tabuschool - wir sind Queer & was seid Ihr?.
Mit dabei Anja Kofbringer (Die Grünen), Tobias Dolles (CDU), Melanie Kühnemann (SPD),  Florian Swyter (FDP) und ca. 30 Schüler*innen.
Probleme zwischen den Altersunterschieden gab es nach einem kurzen „Wir Duzen uns mal“ nicht mehr und die Diskussion war schnell in vollem Gange.
Schüler*innen forderten eine Erklärung dafür, warum im Rahmenlehrplan nur schwammige Aussagen zum Thema queere Schule und sexuelle Vielfalt/ Gender/ Aufklärung steht. Mit bedauern wurde mitgeteilt, dass man den Rahmenlehrplan nur alle zehn Jahre ändern kann (der letzte wurde vor zwei Jahren beschlossen) und dieses Themenfeld schlichtweg vergessen wurde.
Man habe versucht, wenigstens etwas noch mit einzuschieben und sitze an Änderungsanträgen.

Laut schulinternem Curriculum müsste es an jeder Schule eine*n „Sexuelle Vielfalt“-Beauftragte*r  geben, dies sei nur bei den wenigsten Anwesenden bekannt. Jede*r Lehrer*in sollte Ansprechpartner*in sein, jede*r Schüler*in seine Meinung äußern können und jede Schule die Motivation und den Umsetzungswillen haben, gegen Diskriminierung vorzugehen!

Dazu, ob das Schulfach „Ethik“ zu „Toleranz“ umbenannt werden soll, sind sich alle einig: Nein, das schränkt zu sehr ein!

(Kurze Definition: Toleranz, die: „etwas hinnehmen/ erdulden“)

Zwar mögen einem manche Themen des Ethikunterrichtes als nicht ganz so wichtig erscheinen, doch die Aufgabe der Aufklärung könne nicht allein auf dem Fach Ethik liegen. Man müsse in ALLEN Fächern darüber reden und die Aufgaben anpassen, sodass das Leben von so vielen Menschen auch als Norm in der Gesellschaft angesehen wird.

Und mit den Worten von Florian Swyter (FDP): „[Wir] lieben Vielfalt!“ und das hat man heute einmal mehr gesehen.

VON ZORA ROHR (15)

 

"Erklär' deine Stadt!" in Pankow! Warum heißt der Garbátyplatz wie er heißt? Wer war eigentlich der Namensgeber Josef Garbáty?

Die 12. Klasse des Carl-von-Ossietzky-Gymnasiums ist der Frage nachgegangen und hat u.a. die Künstlerin Susanne Ahner, den ehemaligen Direktor der Stiftung Neue Synagoge Dr. Simon Hermann und die Museumsarchivarin Susanne Dobrovoda befragt. Die Antworten gibt es hier!

 

Von Indiens Farbfest zum spektakulären Holi Festival of Colours™

Eine halbe Million Partygänger weltweit sind in jedem Jahr dabei, wenn das wunderbar verrückte Holi Festival of Colours™ Farbe in Dein Leben bringt!

Seit uralten Zeiten feiert man in Indien das leuchtende Farbenfest der Freude: Das Holi Festival ist eines der ältesten Feste Indiens, bei dem der Beginn des Frühlings gefeiert wird und alle Schranken durch Kaste, Geschlecht, Alter und gesellschaftlichen Status aufgehoben werden. Entstanden aus der indischen Mythologie, vermittelt es auch den Triumph des Guten über das Böse.

VON FRIEDERIKE

Um dem entgegenzuwirken fand vom 9. bis zum 11. Juni 2017 die "3. Bundeskonferenz der Straßenkinder" in Jamlitz (Brandenburg) statt. Über 100 obdachlose Kinder und Jugendliche aus Notschlaf- und Erstanlaufstellen deutschlandweit kamen an diesem Wochenende zusammen, um sich auszutauschen und gemeinsam langfristige Lösungsmöglichkeiten für ihre Situation zu erarbeiten.

Organisiert wird diese Zusammenkunft von MOMO - The Voice of disconnected Youth, einem Projekt der Sozialgenossenschaft KARUNA Zukunft für Kinder und Jugendliche in Not Int. e. V. An diesem Projekt arbeiten Jugendliche, die selbst einmal auf der Straße gelebt haben und dadurch die Gedanken und Gefühle der Jugendlichen nachvollziehen und sich ihnen auf dem richtigen Wege widmen können. Neben der Sozialarbeit kümmern sie sich nämlich in erster Linie darum, die Interessen der Straßenkinder an die Politik heranzutragen und ihnen eine Teilnahme an dieser zu ermöglichen. Sie wollen dadurch nachdrücklich auf die Probleme aufmerksam machen, die auf den ersten Blick vielleicht gar nicht erst wie welche wirken.

Die Ergebnisse dieser Fahrt wurden dann am 12. Juni im Zuge einer Pressekonferenz ausgewertet. In erster Linie allerdings richteten sich die Wünsche der Jugendlichen in Form von selbstentwickelten Utopien an die neue Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Frau Dr. Katarina Barley, die an diesem Montag interessiert und engagiert den Jugendlichen zuhörte.

Das Jugendhilfesystem ist fehlerhaft

So berichten die Straßenkinder, dass eines der größten Probleme das unausgereifte Jugendhilfesystem sei. Man ließe den Jugendlichen keine Freiheiten und würden ihnen nicht genug helfen, sich zu integrieren. Stattdessen unterziehe man sie zwangsweise ambulanter oder auch stationärer Behandlung, die nach rund zwei bis drei Jahren einfach ende und die Jugendlichen allein zurückließe.
Daher fordern die MOMOs langfristige Hilfe, die besonders durch mehr Sozialgenossenschaften wie KARUNA gewährleistet werden könnte und den jetzigen Straßenkindern endgültige Integration in die Gesellschaft ermöglichen würde. KARUNA bietet den Jugendlichen nämlich sowohl 3.500 Hilfseinrichtungen, als auch eine Familie, aus der sie nicht einfach wieder entlassen werden, sondern an die sie sich ein Leben lang wenden können.

 

Kinder sind bis zum Alter von 25 Jahren von ihren Eltern abhängig

Ein weiterer Punkt ist die Abhängigkeit der Kinder von ihren Eltern: Noch nach der Volljährigkeit sind Kinder bis sie 25 Jahre alt sind von ihren Eltern abhängig und können ohne Ausbildung nicht von zu Hause weg, da sie so nicht mehr als 100 Euro verdienen können und aus diesem Grund weiterhin bei ihren Eltern wohnen müssen. Das Gleiche gilt auch für Beratungen, die die Straßenkinder sich losgelöster von ihren Eltern erhoffen. Oft sind die Eltern nämlich Teil oder ein entscheidender Grund dafür, warum die Jugendlichen keinen sicheren Wohnort mehr haben.

 

Mehr Sozialpädagog*innen für die Schule

Nach dem Elternhaus ist die Schule der nächste große Faktor im Leben eines Kindes. Die Jugendlichen wünschen sich mehr Sozialpädagogen. "Es kann nicht sein, dass an einer Schule mit 1000 Schülern ein Schulpädagoge eine Stunde dasitzt", kritisiert Laura, eine der MOMOs.
Außerdem empfinden die Straßenkinder es als besonders wichtig, Schüler jeden Alters (im Grundschulalter beginnend) über sich selbst und ihre Lebenssituationen zu informieren. Sie möchten an Schulen gehen und von ihren Einzelschicksalen und den daraus resultierenden Lebensstilen erzählen.

Das waren nur wenige der auf der Pressekonferenz vorgetragenen Utopien und Wünsche, die die Straßenkinder in den drei Tagen erarbeitet haben.

 

Eines der Highlights des diesjährigen 35. Internationalen Deutschen Turnfestes (IDTF) ist die große Stadiongala. Zusammen mit der Turnfestgala, die gleich drei Mal vorgestellt wird, ist es ein Teil der Show-Veranstaltungen, mit denen bei Zuschauern das Interesse am Turnen geweckt werden soll.

VON SINA

„Wie bunt ist das denn!“ lautet das Motto des 35. IDTF. Doch was bedeutet bunt in diesem Sinne?

Bunt beinhaltet die Vielseitigkeit an Sportarten, die der Überbegriff „Turnen“ eigentlich bietet. Die kleiner ausfallende Turnfestgala, ausgetragen in der Mercedes-Benz-Arena, bietet schon reichlich Bewegung und Individualität. Darbietungen, die beim Zusehen wehtun, die sich (vermeintlich) im Schwierigkeitsgrad unterscheiden, aber im Endeffekt einfach spektakulär sind. Mit ca. 11.000 Zuschauern pro Vorführung ist die Halle schon gut besetzt. Etwa 11.000 Zuschauer haben jedoch gefehlt, um das Berliner Olympiastadion in den Ausverkauft-Zustand zu versetzten. Denn knapp 60.000 Menschen begaben sich auch bei strömenden Regen zu einem Event, das unter der Regie von Harald Stephan schon seit 18 Monaten organisiert wird. Geboten wird dem Zuschauer Musik, Formen des Tanzes, aber auch unter anderem eine Reflexion der aktuell stattfindenden Deutschen Meisterschaften des Rope-Skipping-Springseilspringen.

Zu erwähnen ist dabei auch, dass sich der Aufwand in beiden Shows widerspiegelt. Bei der Turnfestgala sind es unter anderem die Lichteffekte, die eindrucksvoll den jeweiligen Act in Szene setzen. Bei der Stadiongala allein die Kunst, 6.000 Mitwirkende zu koordinieren. Dennoch macht es den Eindruck, als habe man sich konstant so gefühlt, als müsse man die große Fläche, die in beiden Arenen geboten wird, bis auf den letzten Zentimeter ausfüllen. Eröffnet wurde die Gala mit dem Ex-Weltmeister Eberhard Gienger, der mit einem Fallschirm auf der Rasenfläche im Stadion landete.

 

Meine Jugendweihe im FEZ-Berlin vom Jugendweiheverein Berlin/Brandenburg e.V. war eine tolle und aufregende Feier. Am 13.05.2017 stand ich zusammen mit ca. 40 Kindern, die wie ich bald Erwachsene sein sollten, auf der Jugendweihe-Bühne im FEZ-Berlin.

VON FLORIAN (FEZ-BLOGGER)

1852 wurde die Jugendweihe in Nordhausen im Harz geboren. Pfarrer Eduard Baltzer war ihr Gründervater. Eine Folge des von ihm vorgenommenen Bruchs mit der Amtskirche bestand in der Umdeutung kirchlicher Feste in seiner Gemeinde. So prägte er den Begriff „Jugendweihe“ für das Fest anlässlich des Übergangs vom Kind zum Erwachsenen. Der Jugendweiheverein Berlin/Brandenburg e.V. organisiert seit 1990 die Jugendweihe für Berlin und Brandenburg und der Jugendweiheverein Berlin/Brandenburg e.V. ist politisch unabhängig. Sein erklärtes Ziel ist es, jungen Menschen das Hineinwachsen in die Gesellschaft zu erleichtern.

In den letzten 75 Tagen vor meiner Jugendweihe habe ich zusammen mit den Jugendweiheverein Berlin/Brandenburg e.V auf der Facebook-Seite des Vereins berichtet. Dort habe ich z.B. über meine Vorbereitungen, meine Hobbys und über meinem Besuch mit dem Jugendweiheverein Berlin/Brandenburg e.V. im Bundestag oder im Bergwerk berichtet. Was viele nicht wissen, dass der Jugendweiheverein auch ein großes Angebot der offenen Jugendarbeit anbietet. Zwölf- bis Sechzehnjährige können dabei unabhängig von ihrer Teilnahme an der Jugendweihe verschiedene Veranstaltungen von Sport bis zu gesellschaftlichen Themen und Lebensberatung besuchen.

Auch auf jup! Berlin habe ich über meine Vorbereitungen berichtet. So habe ich an meinem Jugendweihe-Wochenende den Instagram-Account von jup! Berlin übernommen.

Zu so einer großen Feier gab es auch für mich viel zu organisieren. Unter anderen musste ich mir mein perfektes Outfit suchen, Einladungen gestalten und ­– besonders wichtig – ich musste mir überlegen, was ich das nach der Feier machen wollte.

 

Mein großer Tag

Und plötzlich war dieser Tag da und ich stand auf der Jugendweihe-Bühne. Als ich im FEZ-Berlin ankam, wurde ich erstmal von den netten Mitarbeitern*innen begrüßt und wir wurden alle eingewiesen. Ich hatte die ehrenvolle Aufgabe, meine Gruppe anzuführen. Darum ich bin als erster über die Astrid-Lindgren-Bühne gelaufen und musste diejenigen, die hinter mir waren, durch den FEZ-Saal bringen. Ich war schon ein bisschen aufgeregt und diese Aufgabe hat es nicht einfacher gemacht. Was wir nicht mitbekommen haben, war die tolle Star-Wars-Einführung, die unsere Eltern bekommen haben. Und danach ging es schon so richtig los mit der Jugendweihe.

Als erstes kamen die Tänzer und Tänzerinnen auf die Bühne und haben uns eine tolle Tanz-Performance gegeben. Es folgen noch mehrere Darbietungen mit der Band „Souluv“ und der Moderatorin und Sängerin Viveca, die uns mit zwei Liedern wie zum Beispiel „Bedingungslos“ (Sarah Connor) beglückt hat. Sehr gefallen hat mir auch der Beitrag der Autorin Mareike Barmeyer, die uns zwei Geschichten vorgelesen hat, die von ihr und Berlinern zu Weihnachten handelten. Später kam dann auch ein Festredner dazu, wie bei mir Klaus Lederer (ein Politiker der Linken) oder auch bei einer anderen Jugendweihen Monika Ehrhardt-Lakomy, Oliver Igel und Michael Grunst.  Ein besonderer Moment war dann, als wir alle hintereinander mit unseren Namen auf die Bühne gerufen wurden.  Oben angekommen wurden uns eine Urkunde, eine Blume und ein Geschenk übergeben. Es war übrigens ein wunderbares Buch.  Geweiht wurden wir mit den Worten „Manchmal ist es besser einen Schlussstrich zu ziehen und umzugehen, als weiter und weiter in die falsche Richtung zu laufen “ (Unbekannt).

Dann gab es nachdem die ersten zwei Gruppen in den Kreis der Erwachsenen aufgenommen worden waren einen kleiner Film. Aber danach ging es sofort weiter mit den anderen Gruppen. Und zum Ende wurden wir noch einmal von den Darstellern*innen auf die Bühne geholt. Es war wirklich toll!

Danach ging es direkt zur nächste Feier mit meiner Familie, wo wir dann noch ein bisschen gefeiert und diesen schönen Tag ausklingen lassen haben. Aber ich kann die Jugendweihe nur jedem empfehlen, es war ein spannender, aufregender, fröhlicher Tag mit vielen tollen Überraschungen. Es war auch ein tolles Gefühl auf der Jugendweihe-Bühne zu stehen und dieses einmalige Erlebnis zu erleben.

In dieser Folge Film Feedback habe ich einen sehr alten Film, der Filmgeschichte geschrieben hat, sowie einen Film über das Leben und den Tod für euch. Zudem rede ich über den perfekten Film für alle Penélope-Cruz-Liebhaber und ebenso über einen Film, der sich mit dem Thema „Body Shaming“ beschäftigt. 

VON KAJA

 

Aktueller Film

Embrace – Du bist schön
(USA 2016, R: Taryn Brumfitt, FSK 12)

„Body Shaming“ ist in unserer heutigen Gesellschaft leider sehr weit verbreitet, sodass es umso wichtiger ist, dass Taryn Brumfitt in ihrer Doku über dieses Thema spricht und zudem die Botschaft vermittelt, dass man seinen Körper so lieben sollte, wie er ist, denn wir haben nur diesen einen.

Die Geschichte von Taryn Brumfitt beginnt damit, dass sie sich, nachdem sie drei Kinder zur Welt gebracht hat, nicht mehr wohlfühlt in ihrem Körper. Also fängt sie an, wieder vermehrt Sport zu machen, auf ihre Ernährung zu achten und sich auf einen Body-Builder-Wettbewerb vorzubereiten. Als sie dann in bester Form auf der Bühne steht, fällt ihr auf, dass ihre Konkurrentinnen, sowie sie selbst, immer noch nicht zufrieden mit ihren Körpern sind. In der folgenden Zeit isst sie wieder normal und nimmt zu, bis sie sich in ihrem Körper (mit ihren Rundungen) wohlfühlt. Zudem postet sie ein Vorher – Nachher-Bild auf Facebook, auf dem sie erst schlank und dann rundlich zu sehen ist.
Damit trifft sie einen Nerv und bekommt in Folge dessen unendlich viele E-Mails wie: „Wow, wie hast du es geschafft deinen Körper lieben zu lernen?“. Natürlich bekommt sie auch negative Kommentare, aber von dieses lässt sich Taryn Brumfitt nicht beeinflussen, sondern sie entscheidet,  eine Reise um die Welt zu machen, auf der Suche danach, warum so viele Frauen ihren Körper nicht lieben, sondern teilweise sogar gegen ihn ankämpfen.
Auch eine deutsche Schauspielerin, nämlich Nora Tschirner, ist von Taryn Brumfitts Bild begeistert und da diese finanzielle Unterstützung braucht, um den Film zu realisieren, greift Tschirner in die eigene Tasche und produziert den Film kurzer Hand mit.   

Der Film, der eigentlich nur am 11.05.2017 in den Kinos laufen sollte, hat mir sehr gut gefallen und mich selbst zum Nachdenken angeregt. Das Thema und somit auch dieser Film, sind sehr wichtig für unsere heutige Gesellschaft, weil er deutlich zeigt, was eigentlich das Wichtige im Leben ist. Es geht nicht darum, sein ganzes Leben lang den eigenen Körper zu einem Schmuckstück zu machen, das besonders schön aussieht. Der Film ist meiner Meinung nach echt gut gelungen und jeder, der die Möglichkeit hat, sich den Film anzuschauen, dem kann ich das nur mit bestem Gewissen dazu raten, denn der Film ist viel zu gut, um nicht gesehen zu werden.
Das haben sich wahrscheinlich auch die Kinos gedacht, nachdem es am 11. Mai so einen Ansturm auf den Film gab. Viele Kinos haben sich - ohne Absprache mit der Regisseurin oder den Produzentinnen - dazu entschieden, EMBRACE – DU BIST SCHÖN noch einige Male mehr zu zeigen!

Wer dieses Thema also genauso wichtig findet wie ich oder sich einfach einen schönen Film mit wichtiger Botschaft ansehen will, der sollte sich mal auf der Facebook-Seite des Films umschauen und vielleicht habt ihr Glück und der Film wird noch einmal bei euch in der Nähe gespielt (dann aber Karten reservieren nicht vergessen). Für alle anderen gibt es EMBRACE – DU BIST SCHÖN ab 18.05. auf DVD zu kaufen.    

 

Auf die Situation von Menschen mit Behinderung in Deutschland aufmerksam machen und sich dafür einsetzen, dass alle Menschen gleichberechtigt an der Gesellschaft teilhaben können: Das ist das Ziel des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Seit 25 Jahren veranstaltet der Berliner Behindertenverband mit anderen Vereinen/Organisationen der Behindertenhilfe und -selbsthilfe den Europäischer Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai in Berlin.

In diesem Jahr war das 25-jährige Jubiläum des Protesttages. Unter dem Motto „Wir gestalten unsere Stadt. Einfach machen - Für alle!" zog der Demonstrationszug auf einer Jubiläums-Demoroute vom Bebelplatz zum Brandenburger Tor.

EIN KOMMENTAR VON KAJA UND KATHARINA

 

„Hearing Hands“ (zu Deutsch „Hörende Hände“) wird das Video betitelt, auf das ich letztens beim Durchstöbern des Internets gestoßen bin. Viele von euch können mit diesem Titel wahrscheinlich erstmal nicht sehr viel anfangen. Vielleicht ein Buchtrailer zu einer Neuerscheinung, in dem Menschen mit ihren Händen hören? Oder  worum geht es in diesem Video wirklich?

Im besagten Video macht „eine ganze Stadt“, wie viele Seiten schreiben, einem gehörlosen jungen Mann in Istanbul eine Freude, indem sie gebärden. Das Video ist allerdings ein Samsung Werbevideo für ein neues Videoanrufzentrum für Schwerhörige (ähnlich zu einer Kundenhotline).

Im ersten Moment fand ich das Video super toll und echt eine gute Aktion, doch dann habe ich mir ein YouTube-Video von Jesse Conrad, der selbst gehörlos ist, dazu angeschaut.

 

Also, wie war meine erste Erfahrung mit Couchsurfing?

Fantastisch, besser als ich mir je hätte vorstellen können. Thilo war ein wunderbarer Gastgeber in Köln und ich bin ihm und seiner Familie so dankbar für all ihre Hilfe. Er hat mich vom Bahnhof abgeholt und sein Zuhause mit mir geteilt. Samstagnachmittag haben er und seine Freunde mir Köln gezeigt und ich glaube, ich habe mich in die Stadt und das Bier verliebt J Sonntags waren wir in Bonn und haben das Haus der Geschichte besucht. Für mich war das sehr interessant, weil ich in der Schule viel über Geschichte gelernt habe und Deutschland voller Geschichte ist. Außerdem liebe ich Bonn, es ist so ruhig und entspannt am Nachmittag: abends erwarte uns Thilos Mutter mit Essen und sie hat mich am nächsten Morgen sogar zu meinem Seminar gefahren, damit ich nicht im Regen laufen musste. J Ich kann es nicht abwarten, wieder Couch Surfing zu machen :D

Maria (Übersetzung: Charlotte)

Quelle: https://www.youthreporter.eu/de/profil/mariakocsis7/

 

Es gibt viele Dinge, die wichtig sind, um eine gute Zeit beim EVS zu haben. Aber nach zwei Monaten habe ich das Gefühl, dass eine Sache am wichtigsten ist: MUT!

Wieso brauch man Mut?

Schon für den Start braucht man viel davon. Wegzuziehen und ein neues Leben anzufangen ist ein großer Schritt, aber auch danach brauch man noch viel mehr davon. Die meiste Zeit musst du den ersten Schritt machen, um in Kontakt mit anderen zu kommen und Freundschaften zu schließen und dafür braucht man viel Mut. Auch wenn du dann angekommen bist und dich in der Stadt und auf Arbeit wohlfühlst, brauchst du Mut, um Abenteuer zu erleben, denn alle wissen „go big or go home“, also lass das EVS die Zeit deines Lebens sein.

Maria (Übersetzung: Charlotte)

 

Quelle: https://www.youthreporter.eu/de/profil/mariakocsis7/

Mein Motto für die Zeit war: Sei offen für alles! Aber ich habe nie im Leben damit gerechnet, dass die Leute hier mir gegenüber genauso offen sein würden. Nie hätte ich gedacht, dass ich hier in einer kleinen deutsch-christlichen Stadt den besten Sukkot meines Lebens erleben würde. Ich wurde gefragt, ob ich den Kindern etwas über den Sukkot und andere Jüdische Feiertage erzählen kann und das habe ich natürlich bejaht. (Anm. d. Red.: Sukkot heißt zu Deutsch „Laubhüttenfest“ und gehört zu den jüdischen Festen. Es wird im September/Oktober gefeiert.) Wir sind dann am Samstag, als die Kita Erlebnistag hatten, in den Wald gefahren und  haben Essen und ein Lager für die Kinder vorbereitet und ein Zelt gebaut. Das Zelt war sehr professionell mit Draht und Blättern mit einem großen Loch in der Mitte des Daches, damit wir Sterne gucken konnten : ). Manche von uns, drei Kinder und drei Erwachsene, waren wirklich mutig oder eher gesagt verrückt genug, bei sechs Grad da drin zu schlafen. Es war das beste Zelt, in dem ich je geschlafen habe <3

Maria (Übersetzung: Charlotte)

 

Quelle: https://www.youthreporter.eu/de/profil/mariakocsis7/

Es ist nicht immer alles einfach und rosig. Ich bin jetzt seit einem Monat hier und muss immer wieder kleine aber auch größere Probleme bewältigen.

 

Die Probleme, mit denen ich gerechnet habe

  1. Deutsch sprechen. Ehrlich ist es gar nicht so schwer aber an einigen Stellen immer noch überwältigend, dass alle ununterbrochen mit mir auf Deutsch sprechen. Mittlerweile kann ich mit einer Person eine gute Konversation führen, aber bei mehreren wird es schnell zu viel und zu schwierig.                                                                                   
  2. Mein Leben neu anzufangen. Ich rede von neuer SIM Karte, Meldebescheinigung, neues Bankkonto usw. Die meisten Sachen funktionierten einfacher als erwartet, weil mein Mentor mir geholfen hat, aber alleine wär es viel schwieriger gewesen, weil die Menschen oft kein gutes Englisch sprechen.
  3. Alleine leben. Ich komme aus einer Familie mit 5 Menschen und einem Hund, also ist es für mich ungewohnt, alleine Zuhause zu sein. Zum Glück habe ich Mitbewohner, ein nettes junges Paar, welches mir viel bei den kleinen Dingen geholfen hat. Ich glaube, ich werde immer besser darin, eigenständig zu leben.
  4. Meine Freizeit zu gestalten. Allerdings habe ich gar nicht so viel freie Zeit wie gedacht. Normalerweise arbeite ich sieben Stunden am Tag und habe danach noch Millionen Sachen zu erledigen. Außerdem gehe ich mit meinen Mitbewohnern wöchentlich zum Fußball-Training und Volleyball spielen. Meine Befürchtung, alleine und gelangweilt zu sein, ist weg.
     

Die Probleme, mit denen ich nicht gerechnet habe

  1. Einkaufen. Kein Witz, das erste Mal war mehr als schwierig. Mir war vorher nie bewusst, wie herausfordernd es ist, in einer anderen Sprache einkaufen zu gehen. Ich war in der Milchabteilung verloren, es hat mich drei Anläufe gekostet, den Natur-Joghurt zu finden, aber langsam wird’s einfacher.
  2. Die neue Kultur. Ich dachte, es gäbe keine Unterschiede zwischen der Ungarischen und Deutschen Kultur, aber es gibt viele. Der größte ist das Händeschütteln, in Ungarn schütteln Mädchen normalweise nicht so oft Hände und wenn nur beim ersten kennenlernen. Zuhause umarme und küsse ich andere und schüttle nicht die Hand, am Anfang war das hart, mittlerweile nicht mehr, aber komisch ist es immer noch.
  3. Sachen nach der Arbeit machen. Sieben bis acht Stunden in einem Kindergarten zu arbeiten ist anstrengend. Wenn ich morgens früher anfange, bin ich nachmittags so kaputt, dass ich einfach nur schlafen möchte und wenn ich später anfange, arbeite ich so lange, dass keine Zeit mehr für anderes bleibt.

Trotz all der Schwierigkeiten macht mir mein EVS Spaß und ich kann nicht glauben, dass ich schon einen Monat hier bin.

Maria (Übersetzung: Charlotte)

 

Quelle: https://www.youthreporter.eu/de/profil/mariakocsis7/

Lasst uns die Reise beginnen. Also was mach ich eigentlich an einem Ort, von dem noch nie jemand etwas gehört hat?

Ich mache für ein Jahr einen European Voluntary Service (EVS), auf Deutsch „Europäischer Freiwilligendienst“. Grünheide ist eine bezaubernde kleine Stadt in der Nähe von Berlin. Es ist so wunderschön dort, überall sind Wälder und kleine Seen, es ist wie eine Insel der Ruhe. In der Innenstadt haben wir ein paar kleine Läden aber nichts im Vergleich zu Berlin.

Normalerweise fahre ich also am Wochenende nach Berlin rein, um mich mit Freunden zu treffen. Ich hab mich sofort in die Stadt verliebt, es ist so voller Leben, das Gegenteil zu meiner Insel der Ruhe.

In der Woche arbeite ich in einem Kindergarten namens KITA Regenbogenhaus. Wir betreuen circa 50 Kinder im Alter von eins bis sechs. Die Kinder sind nach Alter in verschiedene Gruppen aufgeteilt und zurzeit helfe ich überall mit, aber später kann ich mir eine Gruppe aussuchen. Am Anfang hatte ich ein bisschen Angst vor der Arbeit, weil mein Deutsch noch nicht so gut ist und zuerst war es auch hart, aber alle waren sehr geduldig und hilfsbereit.

Ich liebe meine Arbeit, die Kinder und meine Kollegen und den Ort.

Maria (Übersetzung: Charlotte)

 

Quelle: https://www.youthreporter.eu/de/profil/mariakocsis7/

Hi, mein Name ist Maria! Ich bin 19 Jahre alt und komme aus Ungarn. Nach meinem Abitur habe ich entschieden, für einige Jahre die Welt zu entdecken – und mich selbst. Mein großes Abenteuer startet in Deutschland mit einem Europäischen Freiwilligendienst. Seit letzten Sommer arbeite ich in einem zauberhaften Kindergarten nahe Berlin mit tollen Menschen um mich herum. Das Leben ist hier niemals langweilig, es gibt immer lustige Dinge, die man tun kann: Wöchentliches Fußballtraining, Spiele- und Mädchenabende und natürlich der Jugendclub jeden Freitag. Also, mein Leben hat sich auf jeden Fall verändert, seitdem ich hier bin, aber es ist definitiv bis jetzt die beste Zeit meines Lebens! Ihr wollt mehr? Dann stöbert in meinen Blogbeiträgen! Viel Spaß dabei!

 

 

Hi, ich bin Florian und ich feiere an diesem Samstag meine Jugendweihe im FEZ in Treptow-Köpenick. Auch wenn noch ganz schön viele Dinge zu erledigen sind (Friseur, Hemd bügeln etc.), freue ich mich schon sehr auf die Veranstaltung. Wenn du wissen willst, was ich bei meiner Jugendweihe alles erlebe und wie ich mich darauf vorbereite, dann schaue beim jup! Berlin Instagram Account vorbei. Für dieses Wochenende übernehme ich die Insta-Story! Wir sehen uns!

 

 

VON MAREIKE

Juergen Teller, einer der international gefragtesten Fotografen der Gegenwart, begann seine berufliche Laufbahn, ebenso wie seine Eltern, mit einer Lehre als Bogenmacher für Streichinstrumente. Aufgrund einer Allergie wechselte er jedoch bald zum Studium der Fotografie nach München, bevor er mit 22 Jahren nach London zog, wo er seitdem lebt und als freier Künstler arbeitet.

Teller erhielt zunächst Aufträge in der Musikbranche: Er portraitierte Musiker, fotografierte für Plattencover und begann gegen Ende der 80er Jahre sogar für bekannte Modemagazine wie die einflussreiche britische Modezeitschrift i-D oder internationale Ausgaben der Vogue zu arbeiten.

Sein eigentlicher Durchbruch gelang ihm 1991, als er die US-amerikanische Band Nirvana auf ihrer Nevermind-Tour begleitete, deren Album "Nevermind" heute wohlgemerkt zu den wichtigsten Alben der Musikgeschichte gezählt wird, da es sich weltweit über 30 Millionen Mal verkaufte. Ebenso wie er Frontmann Kurt Cobain damals in sehr persönlichen und authentischen Momenten ablichtete, gelang es ihm auch bei weiteren großen Namen wie Kate Moss, Kanye West und Kim Kardashian, die wir sonst ausschließlich von perfekt inszenierten Bildern kennen.

 

„Was mich letztlich einzig und allein interessiert, ist die Interaktion zwischen zwei Menschen. Einer von denen bin ich, der Fotograf. Und wenn mich diese Begegnungen berühren, dann ist es gut.“ - Juergen Teller

 

Und dann war es auch schon wieder vorbei. Samstag war wohl einer der stressigsten Tage seit langem. Wir waren auf der diesjährigen MagicCon in Bonn. Was wir alles erlebt haben, die besten Cosplayer und unser Treffen mit Hollywoodstar Ian Somerhalder gibt es hier nachzulesen.

Ein Beitrag von Julia und Anne

 

Taxi, Flugzeug, Taxi, Maritim Hotel Bonn. So begann unser Samstag. Uns erwatete allerdings ein ereignisreicher Tag in Bonn. Grund für die weite Anreise war die sogenannte MagicCon, die erstmalig vom 21.04.-23.04.2017 stattfand.
FedCon GmbH, die Veranstalter des Events, holten unter dem Motto "Triff Deine Film- und TV Stars" Hollywoodgrößen wie Andrew Scott, bekannt aus Sherlock oder einen der drei Hauptdarsteller der Hit TV Show 'The Vampire Diaries' Ian Somerhalder nach Deutschland. Die MagicCon ist der offizielle Nachfolger der RingCon, welche sie für 14 und der HobbitCon, die sie für vier Jahre hielten. Die Veranstalter konnten also schon einiges an Erfahrung und Wissen über die Jahre sammeln.

 

Was ist denn eine Convention überhaupt?

Eine Convention ist eine Veranstaltung für eine spezifische Interessensgruppe. Ihr habt wahrscheinlich schon einmal von zum Beispiel der Gamescom gehört. In dem Fall geht es eben um Spiele. Die MagicCon ist genau so ein Event für Film- und Serienfans. Die Besucher haben die Chance ein Foto oder Autogramm von ihrem Star zu kaufen. Man kann sich auch einfach einen sogenannten Panel anschauen, in welchem der Darsteller auf der Bühne Fragen der Fans beantwortet.
Außerdem kann der Besucher unzählige Cosplayer und jede Menge Merchandise bestaunen.

 

Conventions - Reines Schlangestehen?!

Ich kann behaupten, mit meinen bereits elf besuchten Conventions, relativ erfahren zu sein, was das Thema angeht. Mein erster Gedanke, wenn ich an Cons denke, ist Schlangestehen. Man muss für absolut alles anstehen: Die Registrierung, die Autogramme, die Fotos und sogar die Schlangen bei den Toiletten können einem die Laune vermiesen.
Mein erster Eindruck bei der MagicCon fiel allerdings sehr positiv aus.
Wir waren bereits um 8:30 Uhr am Maritim Hotel und daher muss man fairerweise sagen, dass die Schlange noch nicht wirklich lang war. Gegen neun Uhr startete die Registrierung und es ging tatsächlich zügig voran.
Besonders schön war, dass jeder Besucher einen Goody Bag im MagicCon Format erhielt. Enthalten war zum Beispiel ein Block, ein kleines Spiel, natürlich auch Werbung und das wohl wichtigste Goody: Das Programmheft!
Darin konnte man allerlei Infos bezüglich Fotos, Autogrammen oder den Stages nachlesen. Ein Lage- und Ablaufplan und die Preisübersicht der Darsteller konnte man ebenfalls entnehmen. Überflüssig zu erwähnen, dass dieses Heft unser treuer Begleiter war und wir uns dadurch super zurecht finden konnten.

 

VON MAREIKE

 

Als die Nationalsozialisten in Polen einmarschierten

Sam Pivnik war gerade mal 13 Jahre alt, als die deutsche Wehrmacht am 1.September 1939 in Polen einmarschierte. Mit seiner Familie lebte er im oberschlesischen Städtchen Bedzin, bevor sein Leben, ebenso das Leben vieler weiterer Menschen, eine tragische Wendung nahm.

Aus seiner Stadt wurde ein Ghetto, und Sam, der damals noch "Szlamek" hieß, war mittendrin. "Innerhalb von sieben Tagen war die Welt, die wir kannten, verstanden und liebten, verschwunden", so schreibt Sam Pivnik in seiner mitreißenden Autobiografie "Der letzte Überlebende".

 

Sam Pivnik, ein Junge, der überlebte

Er überlebte jedoch nicht nur diese Extremsituation - Sam überstand auch das Grauen von Auschwitz, die skrupellose Selektion und die unmenschliche Zwangsarbeit. Auch die Todesmärsche der KZ-Häftlinge zum Ende des Zweiten Weltkrieges und letztlich sogar den Untergang der "Cap Arcona" in der Lübecker Bucht, bei dem britische Bomber aufgrund eines Irrtums das Schiff versenkten, auf dem sich evakuierte Häftlinge befanden, überstand er.

All das erlebte er in den kurzen und grausamen Jahren seiner Kindheit und Jugend. Unzählige Male entging er dem Tod durch Zufälle, Beziehungen und zuallererst unfassbares Glück.

Heute lebt Sam Pivnik in London, ist mittlerweile über 90 Jahre alt und hat es mit seiner Autobiografie nun endlich geschafft, seine kostbaren Erinnerungen für die Nachwelt festzuhalten.

 

"Der letzte Überlebende: Wie ich dem Holocaust entkam" - ausführlich, fesselnd und ergreifend

"Der letzte Überlebende" ist, wie ihr euch sicher denken könnt, keine leichte Lektüre für zwischendurch. In beeindruckender Ausführlichkeit wird hier das Schicksal eines jungen Menschen in fesselnder Detailgenauigkeit erzählt. Wenn es auch, verständlicher Weise, kleine Lücken in seiner Erinnerung gibt, so scheint man doch in jeder Situation neben Sam zu stehen, zu sehen und zu fühlen, was er gefühlt haben muss. Das gesamte Werk ist von intensiven Momentaufnahmen durchzogen, bei denen der Leser durch die ausführlichen Beschreibungen Einblicke in die Geschehnisse erhält, die bei Sam Gefühle und Gedanken auslösen.

Von Pivniks Schicksal zu lesen ist natürlich kein Genuss. Aber eben darin liegt sein Wert: Pivnik berührt und erschreckt zugleich, er mahnt und schafft ein Bewusstsein für das Unglück, das der Nationalsozialismus über die Menschen brachte.

Wer sind wir?

Wir sind Linus und Jasper, 16 und 21 Jahre. Linus geht noch zur Schule in die 10. Klasse. Er macht gerne Videos, diese sind auf dem YouTube Kanal von Handicap Lexikon zu sehen.
Jasper hat seinen MSA und eine erfolgreiche Ausbildung zum Mediengestalter bestanden. Seit Oktober arbeitet Jasper bei der Berliner Behindertenzeitung als Grafiker.

 

Was machen wir für ein Projekt?

Wir haben beide das Handicap Lexikon, online zu sehen auf www.handicap-lexikon.de, gegründet und betreiben die Webseite, um die Akzeptanz gegenüber Menschen mit Handicap zu steigern. Menschen mit Handicap wollen nämlich auch nur ganz „normal" behandelt werden.

Linus hatte die Idee, da er vor knapp zwei Jahren die Nase voll hatte von den Fragen vieler Kinder, allerdings auch Erwachsener, wie z.B.: „"Ist er krank?", „Was hat er denn?" oder das scherzhafte Fragen von Jugendlichen "Bist du behindert oder was?". Deshalb hat Linus Jasper gefragt, ob er Lust hat, mitzumachen. Da Jasper Mediengestalter ist, hat er sofort ein Logo entworfen und die Website veröffentlicht. Seit 04. Dezember 2015 ist das Handicap Lexikon online, wird gut angenommen und bislang haben wir 10.000 Aufrufe. Auf unserer Webseite können Personen (egal ob mit oder ohne Handicap) ein Interview ausfüllen, die dann veröffentlicht werden und von jedem gelesen werden können. Daran sieht man, wie Menschen mit Handicap sind und dass sie einfach nur ganz normal behandelt werden wollen. Wir freuen uns total, dass wir demnächst auch auf jup! über unseren Alltag berichten werden. Wer bis dahin mehr wissen möchte, schaut am besten auf unsere Webseite www.handicap-lexikon.de oder gibt uns einen Like auf Facebook

Vom 24. bis 30. April findet weltweit die Fashion Revolution Week statt. Eine Kampagne, die auf die schlechten Arbeits- und Produktionsbedingungen in der Textilindustrie aufmerksam machen möchte. Sie erinnert an den Einsturz einer Textilfabrik am 24. April 2013 in Bangladesch. Bei dem Unglück starben über Tausend Arbeiter*innen. Am Aktionstag (24. April) werden alle dazu aufgerufen, ihre Kleidung auf Links zu tragen und so das „Made in…“-Schild sichtbar zu machen. In den sozialen Netzwerken könnt ihr die Aktion unter #whomademyclothes verfolgen und selbst mitmachen. Warum es so wichtig ist, sein Einkaufsverhalten zu ändern, erklärt euch Marco!   

 

VON MARCO 

Tim ist ein typischer Student und verfügt auch über ein solches Budget. Natürlich freut er sich beim Passieren der Einkaufspassagen über verlockend günstige Angebote: T-Shirts, die manchmal nicht einmal 3 Euro kosten, Schuhe für 7 Euro oder Jacken für 15 Euro. Darüber leuchten Logos in schillernd blauen oder roten Farben der Modeläden von Primark oder H&M. Warum Tims neues T-Shirt gerade mal so viel kostet wie ein großer Döner, ist für ihn in diesem Moment irrelevant, er spart. Ein passabler Auftritt für wenig Geld, klingt im ersten Moment nach einer super Sache.

Dieses Denken ist, zum Glück, nicht in den Köpfen aller junger und alter Menschen verankert, aber leider locken Konzerne, die günstig Mode verkaufen, zu leicht den inneren „Sparfuchs“ im Konsumenten.
Die Konzerne bieten diese Artikel nicht etwa so günstig an, weil sie eine besonders soziale Ader für den kleinen Verbraucher haben. Nein, die wahren Gründe für solch billige Preise sind hässliche und unangenehme Begleiter beim entspannten Flanieren durch die schillernden Einkaufsstraßen. 

 

Wer stopft heute noch Socken?

Tim ist, so wie viele Verbraucher überall auf der Welt, in einem drastisch schnell rotierenden Kreislauf gefangen. Im Kreislauf von Fast Fashion. Firmen müssen immer mehr produzieren, um den Kunden zufrieden zu stellen. 

Tim kauft nicht etwa unnachhaltig, weil er ein unmoralischer Mensch ist, sondern weil das Lockverhalten solch günstiger Angebote unsere unterschwellige Konsumlust befriedigt.
Wir wollen immer mehr und trotzdem so wenig wie möglich ausgeben. Heutzutage kaufen wir T-Shirts, ziehen sie für ein paar Wochen oder Monate an, verlieren die Lust und schmeißen sie dann in den Müll: ,,Sie waren ja so günstig.“ Kaum jemand stopft heutzutage noch  Socken oder repariert ein T-Shirt, der Aufwand dafür ist meist größer als ein neues T-Shirt zu kaufen. Außerdem macht Shoppen Spaß und der Kauf setzt das Glückshormon Endorphin frei, nicht umsonst stand in vielen ,,Freundebüchern’’ von jungen Schülern und Schülerinnen als eine der Lieblingsbeschäftigungen: Shoppen.

Kaufsucht ist ein allgegenwärtiges Problem. Experten gehen davon aus, dass mehr als 800.000 Deutsche von der Kaufsucht betroffen sind. Kaum wurde das neue T-Shirt drei Mal auf Partys, in der Uni, in der Schule oder beim Sport getragen, lockt das nächste Angebot. Der Wind der Veränderung dreht das Fast Fashion Karussell. 

 

Auf dem jup!od sind immer die neusten Hits für euch.

VON SINA, 21. April 2017

Es heißt, eine*n gute*n Sänger*in macht sein/ihr Wiedererkennungswert aus. Egal ob durch eine besondere Stimme oder Effekte in der Produktion. Nur wer sich durch etwas auszeichnen könne, kann sich in der Musikbranche durchsetzen, einfach anders sein. Das Motto scheint sich Adel Tawil wohl zu Herzen genommen zu haben und zeigt auf seinem gleichnamige Album zu seiner neuen Single „So schön anders“ warum er so erfolgreich ist.

Vom Bandmitglied zum Solokünstler-aber immer noch Chartstürmer. Adel Tawil weiß, wie man die Zuhörer begeistert.

Seinen Durchbruch hatte Adel als Teil des Duos Ich+Ich (zusammen mit Annette Humpe). Dort machte er sich mit Hits wie „Vom selben Stern“ einen Namen. Sieben Jahre später entschied er, solo weiterzumachen und brachte 2013 sein erstes alleiniges Studioalbum „Lieder“ auf den Markt. Anders war bei dem Debüt, dass der Text der Single „Lieder“ aus den Songs entstanden ist, die ihm selbst sehr am Herzen lagen. Der Song erlangte dabei so viel Zuspruch, dass er es bis in die Top 10 der deutschen Single-Charts schaffte. Knappe drei Jahre später nun das neue Album. Und wie der Titel verspricht: Es ist anders. Nicht anders als seine vorherige Musik. Anders in dem Sinne, dass man sofort weiß: Ja, ich höre gerade Adel Tawil.

So schön anders, dass als Teaser für die heute erscheinende Platte vorab gleich vier Songs statt der üblichen zwei bis drei veröffentlicht wurden. Die Single „So schön anders“ handelt von einer Person, die dem Ich im Song sehr ähnelt, doch auf ihre Art und Weise dennoch sehr einzigartig und speziell ist. Eine Metapher für den Tawil-Stil seit Tag 1 seiner Karriere. Aber auch für den Rest des Albums. Wie ein roter Faden zieht sich eine leichte Monotonie durch Akkorde und Inhalte. Auch gibt es nicht viele Höhen und Tiefen, dennoch lässt sich sagen: Es ist irgendwie anders. Jeder Track weist neben dem Erkennungswert gelegentlich eine gewisse eigene Note auf. Die angesprochene Monotonie findet einen eher positiven Ursprung.

Der Grund dafür ist zum einen die Kollaboration mit dem aktuellen deutschen Shootingstar KC Rebel, der zusammen mit Summer Cem an „Bis hier und noch weiter“ mitwirkt. Es geht um den Willen, immer weiter zumachen und ein Ziel zu erreichen, auch wenn einen die Nachwirkungen einer Trennung verfolgen, und man nicht ganz loslassen kann. Dieses Motiv wird auch in anderen Songs, wie „Mein Leben ohne mich“ verarbeitet.

Sie sind kaum zu bemerken und eigentlich ist auch noch keiner über sie gestolpert, doch der Eine oder Andere hat schon einmal festgestellt, dass in einigen Gehwegen der Berliner Straßen so genannte „Stolpersteine“ eingelassen sind. Beschriftet mit Namen von Personen, von denen man eigentlich noch nie gehört hat. Warum wurden diese Stolpersteine errichtet? Wo genau findet man sie eigentlich? Antworten auf diese und viele weitere Fragen, die Ihr jetzt sicherlich habt, gebe ich in diesem Beitrag. Und zeitgleich könnt Ihr hier noch etwas über die Geschichte von Deutschland lernen.

VON FEZblogger Kevin

 

Seit 2011 ist ihr Hauptkanal „ApeCrime“ online. Und seitdem ging es für die YouTuber Cengiz, Andre und Jan von ApeCrime steil bergauf. Über gruselige Fangeschichten bis hin zum neuen Game of Thrones - Trailer. jup! Redakteurin Zora hat mit ihnen telefoniert und sie ausgefragt. Hört euch das Interview an oder lest es nach (siehe unten).

 

VON JULIUS

Erinnert man sich an die letzten internationalen Fußballturniere, kommen meist die Siegermannschaften als erstes in den Sinn. Große Fußballnationen erbrachten große Leistungen wie Spanien 2010 und Deutschland 2014. Doch bei der letzten Europameisterschaft 2016 waren es wohlmöglich nicht die im Finale triumphierenden Portugiesen, die für das Turnier als prägend gelten sollen, sondern der Erfolg und die damit verbundene Begeisterung für die Überraschungsmannschaft einer Nation, deren Bevölkerungszahl nicht einmal zum Füllen aller Stadien der EM in Frankreich ausreichen würde: Island.

Doch die Geschichte des isländischen Fußballs und besonders der Geschichte der isländischen Nationalmannschaft unter dem Trainer Heimir Hallgrímsson besteht nicht nur aus dem Erfolg der Isländer mit dem Erreichen des Viertelfinales bei der EM 2016, sondern war vor allem geprägt von harten Qualifikationsspielen und Verletzungen wichtiger Stammspieler.

 

Isländischer Fußball hautnah

Von diesem Weg der isländischen Mannschaft – anfangend bei der im letzten Spiel scheiternden Qualifikation Islands für die Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien bis zum begeisterten Empfang der isländischen Mannschaft in Reykjavík, nachdem klar war, dass die Isländer sich für die EM 2016 qualifiziert hatten und damit zum ersten Mal in der Geschichte ihres Landes ein großes Turnier erreichten – handelt der Dokumentarfilm „Wie ein Vulkan – Der Aufstieg des isländischen Fußballs“ von Saevar Gudmundsson, welcher im Rahmen des 11mm Fußballfilmfestivals im Babylonkino Berlin Premiere hatte.

Das Filmteam von Regisseur Gudmondsson begleitete die Isländische Nationalmannschaft und deren Spieler die gesamte Qualifikation zur EM 2016 und gibt Einblicke in die Mannschaft und deren Spieler.

 

VON CHARLOTTE

 

Am Freitag war ich zu Besuch im Podewil, um mir Stören² anzuschauen. Ein Theaterstück, welches im Rahmen des Tusch Festivals von zwei Schulen erarbeitet wurde und die Thematik von Sexismus im Alltag behandelt. Die Schüler*innenhaben ihre Stücke separat erarbeitet und dann bei einem Begegnungstreffen zusammengefügt. Die Max- Beckmann-Oberschule hatte ich schon für jup! bei einer Probe begleitet und war daher sehr gespannt auf das fertige Stück. Und was soll ich sagen: Ich wurde nicht enttäuscht!

 

Wie alles angefangen hat

Zu Beginn dieses Schuljahres erhielten die 32 Schüler*innen eine Videobotschaft: Die sechs jungen Darsteller*innen vom Theaterstück „Stören“ (von Suna Gürler und Ensemble), die mitten in den eigenen Endproben steckten, sprachen ihnen eine Einladung aus. Was habt ihr zu den Themen Frau-Sein, Sexismus, medial geformte Körper- und Rollenbilder zu sagen? Was erlebt ihr? Was stört euch? Auf diese Einladung hin erarbeiteten die Schüler*innen  des Hermann-Hesse-Gymnasiums und der Max-Beckmann Oberschule ihre Inszenierungen.

 

Stören² auf der Bühne

Eröffnet wurde mit dem szenischen Kommentar des Hermann-Hesse-Gymnasiums. Sie hatten sich bewusst dazu entschieden, dass ihr Kurs eine reine Mädchen-Gruppe sein sollte, um dieses schwierige Thema zu erarbeiten. Anders bei der Max-Beckmann-Oberschule:  Der Großteil der Gruppe war zwar auch weiblich, jedoch spielten  auch drei Jungs mit.   

In der Inszenierung der Mädchengruppe wurde viel mit Sprechchören gearbeitet. Angefangen hat das Stück mit vier Mädchen, die sich verbogen haben, um „perfekt“ zu sein und zwei Beauty YouTuberinnen, die erzählt haben, wie man sexy aussieht. Dies war auf der einen Seite sehr lustig, auf der anderen Seite aber auch erschreckend, wenn man bedenkt, wie viele junge Mädchen sich das Gesagte zum Vorbild nehmen und dem nacheifern. Im Laufe des Stückes sind immer wieder kleine Gruppen der Mädchen nach vorne gekommen und haben ihre Meinungen zu dem Thema kundgegeben – voller beeindruckender Energie und ganz viel Kraft in der Stimme.

 

"Ich bin kein typisches Mädchen. Ich bin ich!"

 

Die Überleitung zwischen den beiden Stücken funktionierte nahtlos, da die beiden Gruppen thematisch aufeinander basierten und für einen kurzen Moment miteinander gespielt haben. Die Inszenierung der Max-Beckmann-Oberschule war anders, aber ebenfalls fantastisch gelungen. Angefangen hat es mit einem Monolog, der von einem „typischen Mädchen“ gehandelt hat.  Der szenische Kommentar der Schüler*innen der Max-Beckmann-Oberschule handelte aber nicht nur von Sexismus gegen Mädchen, sondern hat auch zur Geltung gebracht, dass Jungs auch Sexismus erleben und unter einem gesellschaftlichen Druck stehen, „‚männlich“ zu sein.

Die Inszenierung hatte aus meiner Sicht nichts von einem laienhaften „Schülertheater“, sondern wirkte sehr professionell, was mich überrascht und beindruckt hat. Alles in allem war dies ein extrem gut gelungenes Theaterstück, das sowohl unterhaltsam wie auch tiefgründig war und nicht nur die Schüler*innen  bei der Stückentwicklung,  sondern auch das Publikum zum Nachdenken angeregt hat.

 

Hier das Video aus den Proben:


 

VON ZORA

 

Mit der U-Bahn verfahren, 5 Minuten zu spät und außer Atem ankommen. Ein super Start ins Wochenende! Empfangen werde ich nun schon von einem vollen Saal und den Schüler*innen der Tesla Schule. Diese sind gerade dabei ihre Wunschvorstellungen einer neuen Welt vorzustellen. Nach dem Weltuntergangscountdown bin ich mir sicher, spannend war das nicht. Doch das Stück warum ich hauptsächlich hier bin, findet erst noch statt.

Nach der kleinen Pause, in der man wunderbar auf dem Flur die Schüler*innen beim Bottleflippen mit dem Fuß beobachten konnte, geht es nun endlich los mit dem Stück „Life“ von der Hans-Gerade-Schule.

 

VON MORITZ KNOLL

 

Ich traf Jérôme Depierre vergangenen Monat am 'Zwingli', einem kleinen Parkourpark in Moabit. Der saltoschlagende Schweizer zückte nach vollendetem Sideflip eine Visitenkarte bezüglich meiner Nachfrage nach dem Zweck seines Aufenthalts in Berlin.
Ein Student der Fotografie an der BTK, bereits sehr profiliert, doch mit dem Verlangen nach mehr Wissen und einem Szenewechsel in die Stadt der Städte gekommen.Wir tauschten unsere Kontaktdaten aus und treffen uns einige Wochen später in einem Café am Kottbusser Tor.

Jérôme ist 23. Er ist zum vergangenen Wintersemester nach Berlin gekommen. Fand nach der üblichen Odyssee durch den Berliner Wohnungsdschungel schließlich ein Zuhause in Charlottenburg. Mit Wurzeln in Italien, der Welschschweiz und Tschechien sehr international aufgewachsen, spricht der sympathische Student fünf Sprachen.  Seine Passion gilt neben dem Fotografieren dem Film, dem Radfahren, dem Abschalten und dem Wertschätzen des Moments. In der Lage zu sein, zu fokussieren, die Kamera oder das Smartphone wegzulegen und durchzuatmen.

Wir beobachten einige Zeit die rauchenden und Shawarma verschlingenden Passanten durch die riesige Glasfront des 'Luzia' und widmen uns dann dem Milchkaffee und dem mit Fragen übersäten Zeichenblock.

 

VON ZORA

 

Sprechende Bäume, riesige Roboterspinnen, misslungene Zeitreisen, weinende Drachen, tief dunkle Bunker und ein Plan zur Vernichtung der Menschheit: all das und vieles mehr steckt in Green Net – dem Roman von Wilfried von Manstein (erschienen im INMO-Verlag).

 

Hauptcharakter der Geschichte ist der 12-jährige Mario, welcher viel lieber mit Bäumen als mit Menschen redet.

Schule macht ihm keinen Spaß, seine besten Freunde sind die alte Kastanie Äskulus und dessen Efeu-Frau Hallucia. Mario selbst bezeichnet sich als Kastatienkind. Er führt ein rund um sorgloses und normales Leben. Bis zu dem Tag, an dem seine Mutter während eines Besuchs beim Kinderpsychologen angegriffen wird und ins Koma fällt. Doch mit der Zeit wachsen ihr Wurzeln aus den Füßen. Mit Rado, der 14-jährigen Schülerzeitungsredakteurin, teilt er nun dasselbe Schicksal, denn Rados Vater, der Psychologe, ist ebenfalls betroffen.

 

Rado sucht den Erfinder und Zeitreisenden Lam-Pi-Jong auf. Dieser weiß sofort, dass es sich hierbei um eine seiner Erfindungen handelt. Den sogenannten Zeiter. Der Zeiter ermöglicht es, Pflanzen zu beschleunigen, so dass diese laufen und mit Menschen reden können. Allerdings klappt dieser Vorgang auch andersherum. Währenddessen nimmt Mario mit Äskulus und Hallucia an der Pflanzenversammlung teil, um den Weltbaum Yggdrasil um Hilfe zu bitten. Doch Mario wird entdeckt und soll, als Strafe für sein Eindringen, sterben.

 

Die Übernahme eines gefährlichen Auftrags ist die einzige Chance, lebend aus der Sache heraus zu kommen. Er soll die rebellierende Würgefeige Reginald, welche im nahliegenden Zoo steht, ausspionieren und Bericht erstatten. Doch beim Versuch Reginald auszukundschaften, gerät Mario in Gefangenschaft und muss mehrere Monate in einem Bunker ausharren. Erst eine, von seiner Freundin Rado und Lam-Pi-Jong initialisierte, Zeitreise rettet Marion.

 

VON CHARLOTTE UND SANDY

 

Frauen leiden unter Stimmungsschwankungen und Männer sitzen breitbeinig in der U-Bahn. Nur Klischees? Oder auch etwas Wahres dran?
Schüler*innen der Max-Beckmann-Oberschule setzen sich in ihrem eigenen Theaterstück "Stören²" mit dem Thema "Sexismus im Alltag" auseinander.

Aufgeführt wir das Stück auf dem TUSCH FESTIVAL vom 28.- 31. März

Charlotte und Sandy waren bei einer Probe dabei und haben mit Iman, Claudia und Philipp über ihre Erfahrungen mit Sexismus im Alltag und ihr Theaterstück gesprochen!

 

Hallo Mein Name ist Tim (14). Ich hatte neben zehn anderen Jugendlichen das Glück, ein Minipraktikum im Abgeordnetenhaus von Berlin machen zu dürfen. Meine Entscheidung fiel auf die SPD. So wurde ich dem Präsidenten des Abgeordnetenhauses zugewiesen. Das war für mich natürlich eine große Ehre.

Ich wurde gebeten, am 25. Januar in die Eingangshalle des Abgeordnetenhauses zu kommen. Dort war ich um 11 Uhr mit dem persönlichen Referenten des Präsidenten verabredet. Er holte mich am Treffpunkt pünktlich ab. Auf dem Weg zum ersten Termin des Präsidenten zeigte mir der Referent den Tagesablauf. Als erstes stand ein Gespräch zwischen dem Präsidenten und mir an. Im Anschluss daran sollte es eine Führung durchs Haus geben. Dann sollte ein Essen folgen und als letztes sollten wir in die Julius-Leber-Kaserne fahren. Dort waren wir als Ehrengäste eingeladen.

Der Weg zum Büro des Präsidenten führte durch viele lange Flure, in denen ich mich alleine bestimmt verirrt hätte. Als wir dann im Büro des Präsidenten ankamen, musste ich zunächst einmal Platz nehmen und erhielt ein Getränk. Ein wenig später war es dann soweit, ich sollte vortreten und mit dem Präsidenten sprechen. Er begrüßte mich nett und begann mit mir über das Gebäude und über die Geschichte des Abgeordnetenhauses zu reden. Anschließend hat er mich durch das Abgeordnetenhaus geführt. Dort haben wir uns die Galerie mit den früheren Präsidenten des Hauses angeguckt, dabei hat er viel über seine Vorgänger erzählt. Es folgte die Galerie der Ehrenbürger und Ehrenbürgerinnen und die Büsten-Galerie. Es gibt 17 Büsten mit den Porträts ehemaliger Präsidentinnen und Präsidenten des Abgeordnetenhauses, früherer regierender Bürgermeister und weiterer namhafter Politiker, die für Berlin und Deutschland von großer Bedeutung waren.

 

GESTALTE BERLIN

Das Leben in Berlin, in den Stadtbezirken ist schön, spannend und bunt. Aber es gibt auch Dinge, die besser laufen könnten und verbessert werden müssten - beim Zusammenleben, in der Freizeit, in der Schule oder in der Politik.
Wir fragen dich: Was willst du ändern? Wo willst du dich einmischen?
Wir wollen, dass deine Ideen und Projekte real werden. Wir unterstützen dich und deine Freunde mit Geld und Beratung.

BERLIN BRAUCHT DICH

Du hast das Recht, dich einzumischen - ob bei der Gestaltung von Räumen und Flächen für die Freizeit oder beim Einsatz für ein gerechtes und friedliches Zusammenleben. Deine Ideen bereichern die Stadt und die Gesellschaft. Wir sind davon überzeugt, dass du und deine Freunde viele kleine und große Pläne habt und diese verwirklichen wollt.
Also: Worauf warten? Starten! Du hast es in der Hand.

WAS IST DIE BERLINER JUGENDJURY?

Bei der Berliner Jugendjury geht es darum, dass Jugendliche die Möglichkeit erhalten, ihre Projekte konkret umzusetzen. Sie bewerben sich mit ihren Vorschlägen und entscheiden selbst, welche Projekte mit wie viel Geld und Expertenhilfe unterstützt werden sollen.

Jede*r Jugendliche, jede Gruppe, die einen Projektvorschlag einreicht, ist Teil der Berliner Jugendjury und bestimmt gleichberechtigt mit. Jedes Projekt kann dabei mit maximal 2 Teilnehmer*innen in der Jury vertreten sein.

Die Berliner Jugendjury trifft sich an einem Tag, diskutiert über die Ideen und entscheidet gemeinsam über die Verteilung der Fördergelder. Dabei werden sie von erfahrenen Moderator*innen unterstützt und die Zusagen der Finanzierung erfolgen am selben Tag.

Projekte, die keine Vertreter*innen in die Berliner Jugendjury delegieren, können bei der Vergabe der Fördermittel nicht berücksichtigt werden.

WER KANN TEILNEHMEN & UM WAS GEHT ES?

Berliner Jugendliche und Jugendintitiativen im Alter von 12 bis 21 Jahren können sich mit ihren Ideen bewerben. Vereine, Schulen oder andere Organisationen sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

Insgesamt stehen 18.000 € Fördergelder zur Verfügung. Jeder Vorschlag, der von der Jugendjury ausgewählt wird, kann maximal 1.500 € für die Umsetzung erhalten.

Gesucht werden Ideen rund um die Themen:
Gestaltung von Räumen & Freizeit oder Gesellschaft & Politik.

Über Projekte, die auch im Interesse von Jugendlichen aus anderen Stadtbezirken sind oder in mehreren Bezirken stattfinden, freuen wir uns besonders. "Kleinere" Projekte, mit eher lokalem Bezug, können bei den Bezirklichen Jugendjurys beantragt werden.

Für Beratung und Unterstützung bei der Durchführung der Projekte, können erfahrene Expert*innen vermittelt werden.

WIE FUNKTIONIERT’S?

  • Für die Bewerbung gibt es ein Onlineformular. Weitere Zusendungen sind nicht notwendig.
  • Die Ideen/ Projektvorschläge müssen bis zum 02. Mai 2017 eingereicht werden.
  • Jede*r Teilnehmer*in erhält eine Eingangsbestätigung. Falls noch was unklar sein sollte, wird nachgefragt.
  • Ab dem 08. Mai 2017 erhalten alle Teilnehmer*innen eine Einladung zur Berliner Jugendjury, mit Infos zum Ablauf und den Dingen, die mitgebracht werden sollten.

NOCH FRAGEN?

 

Hier geht's zum Onlineantrag!

24.07.2017
18.30
31.07.2017
18.30
07.08.2017
18.30
14.08.2017
18.30

In der Schule, beim Arbeitsamt, aus dem Freundeskreis: Überall hört man, dass es möglich ist, ein Freiwilliges Jahr zumachen ­- sozial oder ökologisch, im Ausland oder daheim. Doch was wirklich innerhalb der Zeit passiert, was sich für Möglichkeiten ergeben und wie das Jahr zur Selbstfindung beiträgt, wird oft nur angeschnitten, aber nicht an Beispielen erläutert. Josy macht zurzeit ein FÖJ (Freiwilliges Ökologisches Jahr) im Nationalparkamt Vorpommersche Boddenlandschaft. In verschiedenen Berichten und Artikeln lädt sie dazu ein, daran teilzunehmen, damit ihr wisst, was alles möglich ist und um einen Einblick in den Alltag eines FÖJlers zu bekommen. Zusätzlich bietet sich die Möglichkeit „Umweltjobs“ näher kennenzulernen. Und wer weiß, vielleicht entscheidet ihr euch auch für ein FÖJ oder FSJ!

Cora spielt in ihrer Freizeit gern Fußball, trifft sich mit Freunden, fährt Rad, liest und vieles mehr. Außerdem war sie für ein Jahr im Ausland! Mit gerade einmal 16 Jahren ging es für sie nach Neufundland (Kanada), um genau zu sein nach Mount Pearl. Das ist ein kleiner Ort mit ca. 24.000 Einwohnern – also ein großer Kontrast zu Berlin. Über ihre Erfahrungen und Erlebnisse hat sie auf jup! berichtet!

Tina war mit der Organisation AFS ein Jahr im Ausland (2015/2016). Sie lebte in Italien, genauer gesagt auf Sizilien. Was sie dort erlebt hat, könnt ihr hier nachlesen!

Von Josy

 

Ich sitze hier in meiner FÖJ-Stelle, der Himmel wolkenverhangen, trüb und fahl. Kein Hauch von Frühling. Und windig ist es auch noch. Mit dem Rad bin ich hergekommen, durch den Wald bei diesem Wetter. Wie gern wäre ich jetzt in meinem Bett. Auch zum Arbeiten komme ich nicht, wer hat an so einem Tag auch schon Lust auf arbeiten? Also sitze ich hier vor dem Computer und blase Trübsal. Statt meine Führung weiter zu erarbeiten, surfe ich im Internet und stoße auf einen Artikel zur Achtsamkeit.

Und meine Gedanken nehmen ihren Lauf…

Achtsamkeit?! Ich soll achtsam sein, in einer Welt aus Egoismus und Selbstverliebtheit? Warum? Wer schätzt das? Was bekomme ich dafür?

Achtsamkeit, meinen Mitmenschen gegenüber höflich sein, das mache ich doch. Naja, zumindest meistens. Und das ohne ein Danke zu bekommen. Und dann soll ich mich in tieferer Achtsamkeit üben, ohne zu werten? In einer Welt der Stereotypen und Vorurteile. Wie soll man sich darin üben? Warum gerade ich?

Ich habe doch keine Zeit, die Welt rennt und ich versuche wie eine Irre hinterher zu kommen und stolpere doch jedes Mal über meine eigenen Beine und lege mich hin. Und die Welt bekommt es nicht mit. Oder besser, die, die es mitbekommen, ja die schauen mich an, als wäre ich verrückt, lachen mich aus oder verdrehen die Augen. Ja, kann sein, dass es wahr ist. Und ich rede mir ein, dass ich nichts auf die Meinung anderer über mich gebe, doch ich renne weiter. Ich renne ohne Pause, um doch irgendwann mit der Welt im Gleichschritt zu sein.

Was bringt mir das? Was tue ich, wenn ich mit ihr mithalte? Überholen oder doch umkehren, etwas verändern?

All das kommt mir in den Sinn und doch nehme ich nichts wahr. Es zieht durch mein ewiges Rennen nur vorbei. Keine Spur der Achtsamkeit. Was ist dabei der Sinn?

Ich dachte eigentlich immer der Sinn im Leben ist es, den Moment zu genießen und zu lieben. Und doch renne ich, renne ich durchs Leben. Und der Sinn geht verloren. Der Sinn: Klingt das nicht schön?

 

23.07.2017
14.00
30.07.2017
14.00
06.08.2017
14.00
13.08.2017
14.00

Von Amanda

 

Der Frauenkampftag liegt nun einige Tage hinter mir. Mein neuer Optimismus auch. Zwar wurde die Demonstration letzten Mittwoch genauso begangen, wie ich in weiser Vorsehung ankündigte: „Laut, bunt, feministisch“. Doch geblieben ist nur ein schaler Nachgeschmack.

Warum? Weil Blumen welken.

Blumen gelten als wichtiges Symbol. Je nach Ereignis und Anforderung kann durch die Zusammensetzung des Straußes eine oder sogar mehrere Botschaften gesendet werden. Sie riechen gut und bezichtigen den Schenkenden eines guten Benehmens. Ferner noch suggerieren sie Wertschätzung und Anerkennung. Doch eigentlich sind Blumen reine Zierde. Luxus.

Passend zum „Feiertag“ bekam auch ich einen kleinen Strauß überreicht. Eine mir nahestehende, männliche Person wünschte dabei „Alles Gute zum Frauentag“, schaute daraufhin befriedigt umher und tat das Szenario als erledigt ab. Schell murmelte ich ein: „Dankeschön, das wäre ja nicht nötig gewesen“, und verzog das Gesicht.

Jeder Tag ist Frauentag. Punkt 1. Schoss es mir in den Kopf. An diesem Tag fordern wir Gleichberechtigung und Gleichbestimmung, weil wir sie nicht bekommen, bis heute und das seit 1910 - mindestens. Punkt 2. Und eure Antwort darauf sind Blumen?!? Weil in den Laden zu gehen und 5 bis 20 Euro für etwas auszugeben, das auch ihr nutzlos findet, ausreichend sein sollte? Ausreichend damit wir irgendwann nicht wirklich anfangen sollten soziale, wirtschaftliche sowie politische Revolution zu fordern? 

Versteh mich nicht falsch, liebe, mir nahestehende, männliche Person! Ich habe auch keine Lust auf „Lagerbildung“, auf pauschalisierende Verteufelungen und Disharmonie. Auch erkenne ich deinen Aufwand an. Nur wage ich an dieser Stelle anzuführen, dass Blumen(-sträuße) mir nicht reichen. Und wenn du jetzt mit dem Beispiel der „alleingelassenen Großmutter“ kommst, die sich riesig über sowas freut, dann solltest du wissen, dass diese Großmutter bloß das kleinere Übel nimmt, weil ein Blumenstrauß besser ist, als gar nichts. Und gar nichts ist das, was du im Gegenzug von mir für dein Geschenk bekommst. Einmal im Jahr, pünktlich zum Frauenkampftag.

 

Der Mädchen/Jungen-Zukunftstag ist ein bundesweiter Aktionstag zur Berufsorientierung und Lebensplanung für Schülerinnen und Schüler. Dieses Jahr fand der Aktionstag am 27.4. statt. Neben schulischen Angeboten gab es zahlreiche außerschulische Aktionen wie Workshops, Trainings und Praxistage in Einrichtungen und Unternehmen. jup! Berlin hat euch aufgerufen, von eurem Girls'Day bzw. Boys'Day zu berichten! Hier seht ihr, was die Mädchen und Jungen erlebt haben!

 

Der Boys’Day – Jungen-Zukunftstag ist ein bundesweiter Aktionstag zur Berufsorientierung und Lebensplanung für Jungen. Im diesen Jahr findet der Boys'Day (sowie der Girls'Day) am 27. April 2017 statt.

Warum ein Jungen-Zukunftstag?

Jungen haben vielfältige Interessen und Stärken. Geht es um die Berufswahl, entscheiden sie sich jedoch oft für Berufe wie Kfz-Mechatroniker oder Industriemechaniker, die traditionell meist von Männern gewählt werden. Natürlich sind das interessante Berufe, aber es gibt noch viele andere Berufsfelder, in denen männliche Fachkräfte und Bezugspersonen gesucht werden und sehr erwünscht sind.

Zum Beispiel im sozialen, erzieherischen oder pflegerischen Bereich – hier werden viele Nachwuchskräfte gebraucht und Männer sind hier in der Regel sehr willkommen.

Um Jungen eine Gelegenheit zu geben, auch diese Berufe auszuprobieren, gibt es den Boys’Day.

Neben der Berufserkundung können die Schüler am Boys’Day auch an pädagogischen Workshops teilnehmen. Hier geht es beispielsweise um männliche Rollenbilder, die Vielfalt der Lebensentwürfe und um die Frage, ob das Modell des männlichen Alleinverdieners nicht längst überholt ist. In den Workshops können die Jungs auch ihre sozialen Kompetenzen wie Team- und Konfliktfähigkeit stärken.

Seit 2011 haben fast 194.000 Jungen an mehr als 31.000 Boys’Day-Angeboten teilgenommen.

 

Du willst auch mitmachen?

Kein Problem! Entweder du kennst selbst Betriebe oder Organisationen bei denen du anfragen kannst oder du schaust einfach auf dem Boys'Day Radar vorbei! Dort findest du viele Einsatzstellen und siehst, welche noch offene Stellen haben!

 

Dein Boys'Day auf jup!

Du hast eine Einsatzstelle für den 27. April und möchtest gern über deinen Zukunftstag berichten? Dann melde dich bei uns!

jup! Berlin bietet dir verschiedene Möglichkeiten, von deinem Tag zu berichten:

  • Du schreibst einen Bericht über deinen Tag (Was hast du gemacht? Was waren deine Aufgaben? etc.) plus Fotos

  • Du berichtest live von deinem Tag über den jup! Instagram- Account

  • Wir begleiten dich mit der Kamera und halten deinen Boys'Day fest

  • Du drehst selbst ein kleines Video an deinem Tag oder erstellst eine Fotostory

 

Du hast Fragen oder möchtest dich anmelden? Dann melde dich bei uns unter info@jup.berlin oder 030 2847019-37.

 

VON JOHANNES

 

Um 9:30 Uhr kam ich im Abgeordnetenhaus an, kurze Zeit später wurde ich von Simon Straub (Georg Kösslers Mitarbeiter) in Georgs Büro gebeten. Nachdem mir der Wochenplan gezeigt wurde, kam Georg in das Büro. Nach kurzer Begrüßung sprachen die beiden darüber, was Simon in der Woche noch für Georg zu erledigen hat und was allgemein ansteht.

Während einer Telefonkonferenz durfte ich eine Power Point Präsentation von Georgs Auftritt durchlesen. Danach hatte Georg einen Termin beim ,,Bundesverband für Erneuerbare Energien'', zudem ich ihn auf dem Fahrrad begleiten durfte. Dort sprachen die Vertreter verschiedener Firmen über erneuerbare Wärme und ihren Nutzen für Berlin.

Auf dem Rückweg aßen Georg und ich in einem Café zu Mittag und sprachen über seine und meine Schulzeit. Als wir wieder im Abgeordnetenhaus ankamen, hatte Georg noch ein bisschen Zeit, um sich auf sein nächstes Meeting vorzubereiten.

In einem Café in der Nähe des Abgeordnetenhauses trafen wir dann Mitglieder der Berliner Clubkommission und Clubbesitzer. Hier sprachen die Anwesenden über die Clubpolitik in Berlin und wie sie sich unter Rot-Rot-Grün ändern wird.

Im Großen und Ganzen glaube ich durch das Minipraktikum einen guten Eindruck bekommen zu haben, wie der Alltag eines Berliner Abgeordneten ungefähr ist.

VON AMANDA

 

Warum gehe ich eigentlich selbst zum Frauenkampftag? Warum gibt es diesen besonderen Tag? Warum „kämpfen“ Frauen im Jahr 2017? Und wofür? Diese Fragen stelle ich mir selbst. Ich stelle sie mir, weil ich anscheinend mit der Vorstellung sympathisiere, Frauen dabei zu gucken zu wollen, wie sie zusammen für ihre Rechte und ihrer Ratifizierung im Alltag kämpfen. Wahrscheinlich auch, weil ich Teil davon sein möchte, es vielleicht schon bin.

Der Frauenkampftag in Berlin findet zwar an unterschiedlichen Tagen und von unterschiedlichen Organisationen ausgerichtet  statt, der traditionelle Weltfrauentag jedoch, ist der 08.März. Und das seit ca. 100 Jahren. 1910 setzte die Friedensaktivistin, Frauenrechtlerin und sozialistische Politikerin Clara Zetkin den entscheidenden Impuls. Auf dem Zweiten Kongress der Sozialistischen Internationale in Kopenhagen forderte sie „keine Sonderrechte, sondern Menschenrechte" für Frauen. Bereits ein Jahr später mobilisierte sie zahlreiche Frauen, die der Forderung nicht nur folgten, sondern diese um weitere zukunftsweisende Visionen ergänzten.

 

 „In Freiheit und Selbstbestimmung leben können“ ( http://www.frauenkampftag.eu/)

 

Obwohl sich die soziale Situation von Frauen in kleinen Schritten verbessert, sie zum Beispiel in Deutschland nicht mehr angewiesen sind, eine Erlaubnis bei ihren Ehemännern ein zuholen, wenn sie arbeiten möchten, sind auch im Jahr 2017 Freiheit und Selbstbestimmung Dinge, die Frauen nach wie vor erkämpfen müssen. Warum? Weil Frau = Objekt bedeutet, aus männlicher Position. Immer dann, wenn Frau von außen Bewertung erfährt, wenn ihr Nutzen abgewogen und ihre Meinung infrage gestellt wird. Das ganze selbstverständlich in „das wird MANN wohl noch sagen dürfen“-Debatten. Auch dann, wenn die diffuse Vorstellung vorherrscht, Frau solle jung, schön, schlank, beruflich erfolgreich, empathisch, motiviert und energisch, flink manchmal auch humorvoll und intelligent sein. Zeitgleich versteht sich, solle sie lasziv sein, wenn es darauf ankommt, aber NIE Gleichstellung fordern. Sonst ist sie Feministin oder schlimmer: „Netzfeministin“.  

 

VON LEONARD

 

Einen Tag in die Berliner Landespolitik reinschnuppern, das war für mich Ende Januar möglich: Im Rahmen des Projekts der U18-Wahl konnte ich an einem Minipraktikum bei Bettina König, SPD-Mitglied des Abgeordnetenhauses Berlin, teilnehmen.

Nachdem ich von Bettina Königs wissenschaftlicher Mitarbeiterin im Foyer des Abgeordnetenhauses begrüßt wurde und ein kleines Briefing erhielt, ging es auf der Gästetribüne des Plenarsaals los: In der “Aktuellen Stunde” wurde über den derzeitigen Stand in der Flüchtlingsunterbringung diskutiert. Die verschiedenen Redner*innen der Fraktionen verliehen ihrer Zuversicht, aber auch ihrem Unmut in ihren Redebeiträgen Ausdruck.

Danach ging es an die erste Arbeit für mich: Ich sollte einige Rechercheaufgaben zu Themen erledigen, die sich am vorhergehenden Klausurwochenende der SPD-Fraktion ergeben hatten. Dafür lag der Fokus auf Arbeits- und Migrationspolitik, da Bettina König vor allem in diesen Themen politisch engagiert ist. Dafür wälzte ich Gesetzestexte, Zeitungsartikel und Meinungen von Experten, um eine möglichst ausgewogene Zusammenstellung von Informationen zu erreichen.

 

In dieser Portraitreihe wird jeden Monat ein neuer interessanter Fotoblog (Instagram, Tumblr oder auch Facebook) vorgestellt.

Auf dem jup!od sind immer die neuesten Hits für euch.  Jup!-Redakteur Olli hört sich die neusten Alben der Woche an. Ihr habt Wünsche? Dann schreibt an oliver@jup.berlin!

23.07.2017
14.00
30.07.2017
14.00
06.08.2017
14.00
13.08.2017
14.00

Es wird wieder bunt in den deutschen Kinos: Ab dem 23.02.2017 startet der vierte Teil der "Bibi und Tina"-Reihe! Mit dabei sind auch dieses Mal Lina Larissa Strahl aka Bibi, Lisa-Marie Koroll aka Tina und Louis Held aka Alexander. In "Tohuwabohu total"  steht aber auch ein neues Gesicht im Mittelpunkt: Lea van Acken aka Aladin/ Adea. Ihr kennt die Jungschauspielerin bestimmt schon aus dem Film "Das Tagebuch der Anne Frank".

 

Worum geht es in "Tohuwabohu total"?

Im vierten Teil begegnen Bibi und Tina einem ruppigen Ausreißer, der sich als Mädchen entpuppt und von seiner Familie verfolgt wird. Das Familienoberhaupt ist weltfremd, engstirnig und stur und lässt sich auch von Bibis Hexerei nicht überzeugen. Außerdem ist Schloss Falkenstein „under contruction“ und der Graf völlig überfordert, während Alex ein Musik-Festival auf Falkenstein plant und sich seinem Vater widersetzt.

 

Die jup! Redakteurinnen Lotta und Zora trafen Lina, Lisa, Louis, Lea und den Regisseur Detlev Buck vorab zum Interview. Warum Lina den Streit vermisst und partout keiner singen wollte? Schaut es euch an!

 

 

VON SINA

Anfang Februar ist es so weit: Ich bin mit jup! Redakteur Patrice bei der „Night of the Jumps“, einer Motorradflugshow - und mir ist ein bisschen flau im Magen. Als wir in die Halle kommen, kann man schon im Presseeingang den Bass spüren und als wir dann neben diesen Rampen stehen, ist das schon ziemlich extrem. Aber auch mega nice. Da fliegen einfach Menschen auf ihren Motorrädern durch die Luft, machen Saltos und Drehungen und das ist schon ziemlich wahnsinnig. Vor allem haben sie auch nur um die zehn Meter, um vollständig abzubremsen. „Aber das reicht doch, wenn man das einmal gesehen hat. Ist doch alles immer wieder das Gleiche…“, sagt meine Mutter später. - Bist du wahnsinnig? Auf keinen Fall! -

Mittendrin und besonders gefeiert: ein Heimkehrer. Kai Haase, gebürtiger Berliner, besonders heiß auf die Kulisse zu Hause. Auf der Pit-Party, auf welcher sich die Zuschauer Autogramme der Stars holen konnten, hatten wir die Möglichkeit, mit ihm zu sprechen. Der Spaß stehe im Vordergrund, doch der Ehrgeiz spiele immer noch eine Rolle. - Ha, ha, auf jeden Fall richtig chillig wie er einfach Spaß daran hat, täglich sein Leben aufs Spiel zu setzten. Und Mal eben nach Spanien, um neue Tricks zu trainieren… joa das ist schon ganz okay - Genau das ist es: Ehrgeiz, nicht nur Feuerwerk und ohrenbetäubende Motorgeräusche. Dieses Jahr finden die Weltmeisterschaften verschiedener Disziplinen der FMX in Berlin statt. Wen die Weltmeisterschaften interessieren oder nicht, ist auf den ersten Blick nicht erkennbar, wenn man sich die 13.000 Zuschauer anschaut. Alle Altersgruppen aller Geschlechter sind vertreten und laufen aufgeregt durch die Arena.

 

Nachdem Sandy und Sophie letztes Jahr für uns auf der German Comic Con unterwegs waren, macht sich jup.berlin nun auf den Weg nach Bonn zur diesjährigen MagicCon!

Ein Beitrag von Julia und Anne

 

Unter dem Motto "Triff Deine Film- und TV Stars" holen die Veranstalter vom 21.04.-23.04.2017 Hollywoodgrößen wie Jason Isaacs, bekannt als "Lucius Malfoy" aus Harry Potter, den "The Vampire Diaries"-Star Ian Somerhalder und Emilie de Ravin, berühmt durch ihre Rollen in "LOST" und "Once Upon A Time", in das Maritim Hotel Bonn.

Neben den zahlreichen Darstellern, mit denen man natürlich auch Fotos machen und sich Autogramme kaufen kann, gibt es außerdem noch verschiedene Vorträge oder Lesungen.
So halten zum Beispiel Franziska Göbel und Denise Burkhard einen Vortag über die Bösewichte in der Kultreihe "Harry Potter"'. Auch "Game Of Thrones" Fans können sich auf den Vortag von Jan Fiedler freuen, der den Besuchern die visuellen Effekte der Show verdeutlichen möchte.

Zu einer richtigen Convention gehören natürlich auch die Cosplayer, die mit sehr viel Liebe zum Detail in die Rolle ihrer TV- und Filmhelden schlüpfen. Auch dafür hat die MagicCon einen Workshop organisiert, denn viele dieser Cosplayer schneidern ihre Kostüme selbst. Gegen ein kleines Endgeld kann man am Workshop von Jan und Lena teilnehmen und dort Fähigkeiten bezüglich des Kostümbaus, wie zum Beispiel Schnittmuster- und Technik, erlernen.

Die Veranstalter selbst sind bereits sehr erfahren: Sie hielten die RingCon für 14 und die HobbitCon für vier Jahre. Nun folgt mit der MagicCon der offizielle Nachfolger.

Wir werden für euch am 22.04.17 auf der MagicCon dabei sein und natürlich anschließend von unserern Erahrungen berichten.

 

Du bist Fan von witzigen, frechen, coolen und etwas anderen Liebesgeschichten? Dann müsste die Neuerscheinung mit Asa Butterfield und Britt Robertson perfekt für dich sein! jup! Redakteur Abdu hat sich den Film für euch vorab abgesehen. Ob es sich lohnt, ins Kino zu sehen, verrät er euch hier!

Passend zum Neustart des Films "Den Sternen so nah" in Deutschland haben wir hier für euch exklusiv ein #DenSternenSoNahGewinnspiel

 

Den Sternen So Nah Anhänger

In dieser Portraitreihe wird jeden Monat ein neuer interessanter Fotoblog (Instagram, Tumblr oder auch Facebook) vorgestellt.

 

Heute: Diana, 23 Jahre, Paris

 

 

"Qual der Wahl oder auch Leben im Überfluss" by Abdu Baack

 < 10. QUAL DER WAHL ODER AUCH LEBEN IM ÜBERFLUSS > 

 

2016 war - genauso wie die vergangenen Jahre - Jellas Jahr! Ihr Gesicht ist seit dem ersten Teil von Fack ju Göthe deutschlandweit bekannt, doch nicht nur das. Die junge Schauspielerin hat ihre Rolle „Chantal” zur absoluten Kultfigur gemacht! Wir haben mit Jella über ihr neuestes Projekt Ritter Rost 2 - DAS SCHROTTKOMPLOTT gesprochen, Lebensweisheiten ausgetauscht und in die Zukunft geschaut.

 

VON LOTTA

 

Obwohl Jella (24) auch schon ernstere Rollen gespielt hat und mittlerweile eine der erfolgreichsten Jungschauspielerinnen Deutschlands ist, denken viele bei ihrem Gesicht nur an: „Chantal, heul' leiser!“ Dabei hat die junge Berlinerin noch einiges mehr zu bieten.

 

Jella wuchs in Kreuzberg auf, entdeckte die Schauspielerei schon als Kind für sich. 2009 erhielt sie ihre erste Filmrolle, der seitdem einige weitere folgen sollten. 2013 dann der große Durchbruch mit Fack ju Göthe.

Neben der Schauspielerei liegt ihr soziales Engagement sehr am Herzen. So war sie u.a. Teil des Projekts Über den Tellerrand kochen, welches durch Kochkurse mit Berlinern und Geflüchteten „ein Kennenlernen auf Augenhöhe“ ermöglicht.

Als überzeugte Vegetarierin engagiert sie sich außerdem für Peta2, der Jugendkampagne der Organisation Peta, welche sich für die Rechte der Tiere einsetzt.

 

Ihr seht also, Jella ist nicht gleich Chantal. Im Gespräch mit ihr durften wir von der Offenheit profitieren, die sie dann doch mit Chantal verbindet.

 

 

 

 

"ALEX PART II" by Abdu Baack

 < 9. ALEX PART II > 

 

 

"ALEX PART I" by Abdu Baack

 < 7. ALEX PART I > 

 

 

VON DAT

 

Bahnfahrten sind doch eigentlich etwas Angenehmes. Sie sind Gedankenbrücken, auf denen man flanieren kann. Dabei begegnet man hin und wieder herumlaufenden Ideen, nach denen man in dem Moment vielleicht überhaupt nicht gesucht hatte. Bahnfahrten sind Brainstorming und Entspannung zugleich. Eigentlich.

Ein Störfaktor jedoch hindert manchmal am kreativen Sinnieren: Es sind sich aufregende Menschengruppen. „Bei mir läuft es gerade schlecht.” „Ach ja? Ich stehe auch vollkommen unter Stress.” „Warum habe ich so viel Unglück?” „Ich schaffe das niemals!” Man möchte gewiss nicht mithören, doch diese Lautstärke durchschlägt jedes Weghörvermögen.

Es sind doch solche Gespräche, in die normalerweise niemand hineingeraten möchte: Menschen schildern ihre angeblich ungünstigen Lebensumstände und belästigen sich gegenseitig mit ihren Problemen. Das Schema bleibt stets dasselbe: Du erzählst mir von deinen Problemen, dann erzähle ich dir von meinen; dann entladen wir unseren Zorn auf andere. Gesprächsintention ist dabei nicht gegenseitiges Verständnis, sondern Winseln um (Selbst-)Mitleid. Stress und Lustlosigkeit sind nur logische Konsequenzen.

 

Wörter verändern Worte

So künstlich dieser fruchtlose Stress herbeigeführt wird, so einfach können „Probleme” Proaktivität, also eigenverantwortliches und selbstbestimmtes Handeln, fördern. Der Schlüssel liegt in unserer Sprache. Unser Denken beeinflusst unsere Sprache und umgekehrt. Je nachdem, in welcher Sprache wir denken und kommunizieren, nehmen wir unsere Welt anders wahr.

Autoren und Redner können mit treffend gewählten Wörtern und Worten ganze Welten im Kopf ihrer Rezipienten entstehen lassen. Mit „Flüchtlingswelle” - einem einzigen Wort - suggeriert ein Journalist ohne Weiteres, dass die ankommenden Menschen einer Naturkatastrophe glichen, gegen die wir uns mit einem gigantischen Damm schützen müssten.

Einige einfache Wörter allein sind negativ konnotiert und in Gesprächen daher möglichst zu meiden. „Aber” ist eines dieser Wörter. Zählen wir etliche gute Dinge auf und hängen ein „aber” an, so löschen wir praktisch alles vorher Gesagte. Die Hoffnung auf konstruktive Kritik schwindet, sobald dieses eine Wort fällt: „Das war schon echt gut, aber ...” - damit liegt das Augenmerk auf dem Negativen und unser Gegenüber fühlt sich durchweg kritisiert, selbst wenn wir es keinesfalls so meinten.

Stattdessen bietet sich „und” als positiver Ersatz an. „Das war schon echt gut, und wenn du beim nächsten Mal noch mehr Absätze hinzufügst, wird der Text noch leserfreundlicher!” Klingt das nicht direkt annehmbarer und motivierender?

„Aber” ist ein überaus kräftiges Wort. Leider wird es zu häufig auch als legitimen „Schutzschild” verwendet. Ich persönlich schalte mittlerweile auf Energiesparmodus, wenn jemand beginnt mit: „Ich bin ja kein Rassist, aber ...”

Gerade wenn die Wörter anderer Leute unsere Gedanken beeinflussen können, so sollten wir doch wohl selbst in der Lage sein, eigene Gedankenwelten zu entwerfen. Idealerweise steht uns ein sich ständig erweiterndes Modell zur Verfügung, dessen Konzept wir uns zu eigen machen sollten: das Neurolinguistische Programmieren (NLP). Es untersucht die Interaktion zwischen Gehirn und Sprache und begründet damit unsere Handlungsweisen. Denken sei wie ein innerer Monolog, den wir als Kapitän selbst lenken könnten.

Es missfällt, wenn jemand sagt, er/sie müsse hier und dort dies und jenes tun. Etwas tun „müssen” erzeugt permanenten Druck und impliziert Abhängigkeit. Muss man das wirklich tun? Zwingt uns etwa jemand? Sind wir fremdbestimmte, hilflose Marionetten?

Mit lediglich einem Wortaustausch wirkt der Rahmen wieder ganz anders. Wir implizieren Spaß und Motivation, wenn wir zur Arbeit wollen oder möchten. Wir suggerieren Vorfreude und Dankbarkeit, wenn wir zur Arbeit dürfen. Andere Menschen - beispielsweise in Entwicklungsländern - leben mit weitaus weniger Möglichkeiten als wir. Sie haben nicht das Privileg, zu entscheiden, wo sie arbeiten möchten; sie müssen im Ausbeuterbetrieb ausharren, weil sie keine andere Perspektive sehen. Diese Tatsache sollte nicht in Vergessenheit geraten.

 

 

"YOUNG THUG LIFE" by Abdu Baack

 < 1. YOUNG THUG LIFE > 

 

< 4. BIRTHDAY KID >

 < 4. BIRTHDAY KID > 

In der Schule, beim Arbeitsamt, aus dem Freundeskreis: Überall hört man, dass es möglich ist, ein Freiwilliges Jahr zumachen ­- sozial oder ökologisch, im Ausland oder daheim. Doch was wirklich innerhalb der Zeit passiert, was sich für Möglichkeiten ergeben und wie das Jahr zur Selbstfindung beiträgt, wird oft nur angeschnitten, aber nicht an Beispielen erläutert. Ich mach zurzeit ein FÖJ (Freiwilliges Ökologisches Jahr) im Nationalparkamt Vorpommersche Boddenlandschaft. In verschiedenen Berichten und Artikeln lade ich dazu ein, daran teilzunehmen, damit ihr wisst was alles möglich ist und um einen Einblick in den Alltag eines FÖJlers zu bekommen. Zusätzlich bietet sich die Möglichkeit „Umweltjobs“ näher kennenzulernen. Ich hoffe, dass ich euch so weiterhelfen kann und vielleicht eine Anregung geben  kann, auch ein FÖJ oder ein FSJ zu absolvieren.

 

VON JOSY

 

Alles neu, alles anders!

Für mein FÖJ an der Ostsee bin ich aus meiner Heimatsstadt Berlin in ein kleines Dorf am Bodden gezogen. Ich wohne also nun an der Ostseeküste in Mecklenburg-Vorpommern. Das ist in mancherlei Hinsicht eine ganz schöne Umstellung. Ein Dorf im Tausch zur Hauptstadt. Der Bus, der nur alle paar Stunden und nur von 8 bis 19 Uhr fährt und kein Supermarkt direkt im Ort.

Auch so ein Umzug kann zum FÖJ gehören, wenn man wie ich zum Beispiel in ein anderes Bundesland zieht. Zusätzlich habe ich noch nie so lange Zeit nicht zu Hause gewohnt, was auch schon mal eine große Herausforderung ist und natürlich auch eine Überwindung darstellt. Es ist zwar noch Deutschland und auch nicht so weit entfernt, aber trotzdem… Aber zum Glück wohne ich nicht ganz alleine. Ich wohne in einer WG, bei der die Mitbewohner je nach Saison wechseln. Es kommen mal Saisonarbeiter, mal Umweltpraktikanten und auch mal Touristen. Man hat also die Chance, Unmengen an neuen Leuten kennenzulernen. Und man ist nicht alleine. Zumindest im Sommer, denn im Winter ist hier oben nix los…. Naja auch Ruhe kann schön sein, aber darüber berichte ich dann, wenn so weit ist.

 

Das eigentliche FÖJ

Den Großteil der Zeit seines FÖJs verbringt man in seiner Einsatzstelle, die man sich ausgesucht hat. Dabei gibt es komplett unterschiedliche Stellen und für jeden Naturfreund und Tierfreund ist etwas dabei. Alle Einsatzstellen im Überblick findet ihr hier.

Meine Einsatzstelle ist das Nationalparkamt, genauer der Sachbereich Umweltbildung. Der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft wurde 1990 als einer der letzten Beschlüsse der DDR gegründet. Er umfasst rund 786 km². Das entspricht ungefähr der Fläche der Stadt Hamburg. 80 Prozent des Nationalparks besteht aus Wassermassen (Ostsee und Boddenkette). Das heißt weniger als 20 Prozent der Fläche ist Land. Dazu gehören der Darß und Zingst, aber auch Hiddensee und ein Teil von Rügen gehört dazu. Was hier besonders ist, dass im Nationalpark die längste Strecke der Ostseeküste ohne aktiven Küstenschutz ist. Hier formt und verändert also die Ostsee das Land und auch die Vegetation ist dementsprechend.

FOTOS UND TEXTE: ABDU

 

12 Jahre ist sie alt. Betont aber stets, dass sie in 3 Monaten 13 wird. Sie malt gerne und fährt Rad. Neben Arabisch, ihrer Muttersprache, und Deutsch, welches sie hier in der Willkommensklasse lernt, hat sie von einer spanischen Freundin ein paar Spanischkenntnisse mitgenommen. Geboren wurde sie im Irak. Seit einem Jahr ist sie nun in Deutschland. Seitdem besucht sie auch diese Schule. Zu Anfang sei es schwierig gewesen, sich hier in Deutschland zurecht zu finden, mittlerweile ginge es aber ganz gut. Deutsche Freunde habe sie nicht, ihr Freundeskreis bestehe aus Arabern, Afghanen und Spaniern. Auf die Frage, was sie sich für dieses Jahr wünsche, antwortete sie: „Alles!“

 

17.08.2017
18.00
14.09.2017
18.00
12.10.2017
18.00
09.11.2017
18.00

Sophie, Sarina und Konstantin haben DieLochi-Zwillinge interviewt! Wie es aussieht, wenn DieLochis ihr allererstes YouTube-Video nachstellen und was sie zu Weihnachten machen - schaut es euch an!

 

Du hast am 11.12. noch nichts vor? Normale Weihnachtsmärkte hängen dir zu den Ohren raus - weil die sind ja ohnehin alle gleich? Dann haben wir hier etwas für dich!
Der Anti-Christmas-Market ist der Antiheroe unter den Weichnachtsmärkten. Bestaune Künstler und ihre Produkte, unterstütze lokale Künstler und gönn dir mal einen etwasa anderen Weihnachtsmarkt. Wir finden es geil und würden es nur jedem empfehlen.

 

via GIPHY

 

Morgen gibt es übrigens eine coole Verlosung, wenn ihr auf dem laufenden bleiben wollt liket und folgt uns auf Facebook, Instagram oder Snapchat!

Er ist auf der Bühne ein Provokateur und versucht damit das Publikum zum Nachdenken anzuregen. Wir haben den erfolgreichen Humoristen Sebastian Pufpaff getroffen und uns bei der Gelegenheit auch sein Bühnenprogramm angeschaut. 

 

VON OLIVER MATTUTAT

 

Sebastian Pufpaff ist weder Comedian noch Kabarettist. Er ist so ein Mittelding. Sich selbst bezeichnet er daher als Humoristen. Das passt gut. Denn Pufpaff macht in seinem aktuellen, über zwei Stunden dauernden Bühnenprogramm Auf Anfang kein knallhartes, politisches Kabarett. Er verflechtet Comedy und Kabarett, indem er Geschichten erzählte, die zum Teil Anekdoten, zum Teil aber auch frei erfunden sind. Bevor wieder die Frage aufkommt: Ja, sein Nachname ist echt!

An diesem Abend in den Wühlmäusen in Berlin ist er wieder in Topform. Um 20 Uhr tritt er im Anzug, seinem Markenzeichen, auf die Bühne. Zuerst handelt er das Wetter ab. "Seitdem es kalt ist, sagen sie: 'Es ist trockene Kälte.' Das ist mir doch egal. Es ist kalt. Ob die Kälte trocken ist oder nicht. Ich stehe ja nicht im T-Shirt draußen.", poltert er los. Die Zuschauer seien zum Kabarett gekommen, um zu sehen, wie er sich aufregt, führt er fort. Es gebe aber nichts zum Aufregen. Es laufe gut. Selbst die Servicehotlines sind super. Er habe sich einen Kopfhörer bestellt, die aber kaputt geliefert worden. Er ruft völlig in Rage den Kundenservice an. Der ist nett und zuvorkommend, möchte sogar ein besseres Ersatzgerät schicken, da legt Pufpaff auf. Er könne damit nicht umgehen. Das war perfekter Service.

Und so geht es den Abend lang von Geschichte zu Geschichte. Lauter Applaus und schallendes Gelächter ist immer wieder, in den Reihen der Wühlmäuse zu hören.

Und er bezieht auch das Publikum ein. Er fragt nach Dingen, über die er sich für das Publikum aufregen kann und stellt bei vielen anderen Thematiken den Dialog her.

Als es um das Reißverschlussverfahren auf deutschen Autobahnen bei Baustellen geht, erklärt wie er die Sache anginge: "Ich fahre immer auf die Spur mit dem Hindernis. Dann fahre ich bis auf das Hindernis zu und ziehe dann rüber. Letztens als ich dann gerade rüberziehen wollte, wurde der auf der Mittelspur plötzlich langsamer und hat mir Platz gemacht. Ich bin dann auch langsamer geworden. Als ich dann wieder rüber wollte, wurde er noch langsamer. Da habe ich das Fenster runtergemacht und geschrien: Fahr zu du Arschloch! Wir sind hier immer noch in Deutschland!"

Er ist provokant und bitterböse. Er liebt diese Unsicherheit im Raum, erzählt er uns im Interview. Wenn das Publikum nicht weiß, ob es klatschen beziehungsweise lachen soll. Damit spielt er auch an diesem Abend und man sieht, dass ihm das wirklich Spaß macht.

Seine Message zum Ende: "Wir müssen einfach mal wieder runterkommen." Wir sollten uns mal entspannen. Und zu letzt ein nicht ganz ernst gemeinter Vorschlag: "Einfach mal die 'Gnubbel' der Raufasertapete zählen." Wir sind uns sicher: Das entschleunigt!

Sebastian Pufpaff ist auf der Bühne in seinem Element. Zwei Stunden lang beste Unterhaltung. Wenn ihr ihn in Berlin mal live erleben wollt, könnt ihr das nächstes Jahr vom 5. bis 7.Mai in den Wühlmäusen. Es lohnt sich!

In unserem Interview sprechen wir mit ihm über das Krisenjahr 2016, seinen Beruf und was er eigentlich mit Berlin verbindet. Viel Spaß!

 

Was ist das Escape Game?

 
Escape Games gehören zu dem Genre der Adventuregames.
Es läuft folgendermaßen ab: Man wird mit einer Gruppe von Menschen in einem Themenzimmer eingeschlossen und hat eine Stunde Zeit, um das Rätsel zu lösen.
Als Urvater dieses Spieles gilt das Onlinespiel „Crimson Room“ des Japaners Toshimitus Takagi.
Das allererste Live-Game wurde im Jahre 2007 ebenfalls in Japan gestartet. Damit begann der Erfolgsweg der Escape Games über die ganze Welt. Gerade in Deutschland stieg die Anzahl der Escape-Game Anbieter im Jahr 2015 enorm an.
Die Escape-Games erfahren auch im Zeitalter der multimedialen Welt einen neuen Aufschwung.
Inzwischen gibt es schon Angebote für interaktive VR Erfahrungen.
Und für die Oldtimer unter euch: erste Escape-Games werden auch schon in Brettspielvariante veröffentlicht…
 
 

 

Wie argumentiere ich am effektivsten gegen fremdenfeindliche Sprüche? Was sind die besten Gegenstrategien bei rassistischen und diskriminierenden Gesprächssituationen?

 

VON NUSEYBA

 

Mit diesen Fragen im Kopf bin ich zum Tagesseminar am 14.09.16 in die Linse nach Lichtenberg gefahren. Die ganze Thematik um Rassismus und Fremdenfeindlichkeit war für mich und ist für viele andere wahrscheinlich mittlerweile nichts Neues mehr. Durch die ganzen Debatten um die Flüchtlinge und die immer deutlicher werdende rechte Bewegung, haben sich viele zum ersten Mal die gleichen Fragen gestellt. Obwohl ich schon persönlich oft mit Fremdenfeindlichkeit und Rassismus zu kämpfen hatte, hatte ich keine wirkliche Vorstellung, was mich auf dem Seminar erwartet. Deswegen war ich umso überraschter, was wir innerhalb von ein paar Stunden erreicht haben und denke mir, dass jeder von diesen Ergebnissen profitieren kann.

Yura Lee ist eine weltberühmte Violinistin und Bratschistin. Als Solistin ist sie mit zahlreichen bedeutenden Orchestern aufgetreten. Natalie traf sie beim Young Euro Classic Festivalund sprach mit ihr über ihre Karriere und die Bedeutung der klassischen Musik in der heutigen Zeit.

 

VON NATALIE | ÜBERSETZUNG: SARINA

 

jup!: Du wurdest in Südkorea geboren, aber dann bist du in die USA gezogen. Gibt es Gründe für den Umzug?

Yura: Mein Vater hat einen neuen Job bekommen, der in New York war. Meine ganze Familie ist daraufhin umgezogen. In der Nähe der Arbeit war die Juilliard School, welche die größte Schule für Musik ist. Deswegen war es für mich sehr einfach Musik (weiter) zu studieren.

 

Also hat der Umzug nichts mit Musik oder dem Studium zu tun?

Nicht wirklich. Bei einigen meiner Freunde war Musik der Grund, warum ihre Leben sich veränderten, aber für mich war es mit der Musik nicht so ernst, als ich jünger war.

 

Hast du geplant, jemals eine professionelle Musikerin zu werden?

Ich habe nicht daran gedacht, es professionell zu machen, aber ich habe mein erstes Konzert gespielt, als ich neun Jahre alt war. Das war sehr früh, aber ich mochte es. Deswegen habe ich immer weitergemacht, bevor ich überhaupt merken konnte, dass ich es professionell tue.

 

Gibt es bestimmte Probleme, die mit diesem Beruf verbunden sind?

Ja natürlich, viele. Zuerst muss ich sagen, dass die Probleme, im Gegensatz zu dem Spaß, den ich habe, wenig sind. Also, es gibt Probleme, aber natürlich auch viele, viele gute Dinge. Ein Problem ist, dass ich immer reise und unterwegs bin. Es ist dadurch schwierig, Freundschaften oder Beziehungen zu führen und aufrechtzuerhalten. Es ist eigentlich fast unmöglich.

 

Aber dafür siehst du viele verschiedene Plätze auf der Welt!

Ja, das stimmt, ich kann viele verschiedene Orte sehen und das ist toll. Ich denke, viele Musiker werden ziemlich einsam, weil wir immer allein sind, aber gleichzeitig lässt es uns die Welt ein bisschen anders sehen. Weil es meistens so ist, dass es nur mich und den Rest der Welt gibt. So ist man nicht immer in Gruppen und sieht alles auf eine andere Weise.

 

Meine Eindrücke aus der Politik Orange Jugendredaktion.

 

VON ABDU

 

Erster Treffpunkt der Redaktion ist in einem Hostel in der Nähe der Heinrich-Heine-Straße. Die meisten der Redaktionsmitglieder kommen eben nicht aus Berlin und kommen hier unter. Das Hostel ist durchschnittlich, reicht aber aus. Da ich letzter war wurde ich natürlich bei der Ankunft besonders genau angeschaut. Dazu kam, dass ich schonmal frischer aussah, da ich am Abend davor bei einem Freund war und Gemeinschaftsspiele gespielt haben, was ich übrigens jedem empfehlen kann, und der Abend etwas länger ging. Bereits zu diesem Zeitpunkt haben die anderen einen sehr netten Eindruck auf mich gemacht. Nachdem die „Nicht-Berliner“ ein Zimmer zugewiesen bekommen haben, ging es dann auch schon los Richtung BCC.
Die Gruppe ist nett, alles junge motivierte Freizeitjournalisten, die sich eventuell in der Zukunft vielleicht mal vorstellen können, etwas in die Richtung auch beruflich zu machen, aber nicht jeder und auch nicht absolut sicher. Zwanzig Minuten müssen wir laufen, man kommt schnell ins Gespräch.
Das BCC sieht von außen sehr schlicht und unauffällig aus. Man kann es leicht übersehen, wenn man es nicht kennt. Ich finde es sehr aufregend, mal in einer anderen Jugendredaktion zu arbeiten. Man lernt interessante neue Leute und neue Arbeitsweisen kennen. Der Sonntag besteht aus reiner Vorbereitung. Man macht sich mit seinem Team und seinen Aufgaben vertraut und sucht sich gegebenenfalls auch schon Themen raus, zu denen man Content produzieren möchte. Wir sind bis 18:30 im BCC sowohl der Fotograf Jonas als auch die Videoredaktion inklusive mir bricht danach zur inoffiziellen Eröffnung des Zeitungskongresses, in eine Galerie in der nähe vom Rosa-Luxemburg-Platz auf.
Dort treffe ich auf eine zutiefst interessante, aber für meine Zukunft keine erstrebenswerte, neue Welt. Gäste sind Verleger und Journalisten, denen es offensichtlich nicht an Geld mangelt. Die Uniform des Abends ist für die Männer ein schicker Anzug, die Frauen haben sich im Konsens für ein schickes Abendkleid entschieden. Zu trinken gibt es, neben dem standardmäßig angebotenen Prosecco, Weißwein und Sekt, Bierr und Limo. Essen gab es super leckeren Truthahn-Burger. Wenn einem solche Veranstaltungen gefallen, bitte. Mir war die Veranstaltung gestern bei Weitem zu steif. Der Altersdurchschnitt lag bei über 40 vermutlich, weshalb wir nicht nur wegen unserer unpassenden Kleidung auffielen. Alles in allem war der erste Tag jedoch ein sehr schöner und interessanter Tag. Ich habe viele neue Eindrücke und Kontakte gesammelt und freue mich auch schon auf morgen.

Einmal wie ein Pirat über die Meere segeln, wer träumt nicht davon? Für etwa 30 deutsche und polnische Schüler*innen des Projekts "Wir sind eine Crew - Zusammen kommen wir weiter" wurde dieser Traum Wirklichkeit. Für sechs Tage segelten sie zusammen mit einem erfahrenen Team auf dem Segelschiff Thor Heyerdahl von Kiel Richtung Dänemark. Amanda und Abdu aus der jup! Redaktion haben die Jungs und Mädchen für das Projekt innovativ-international vor ihrer Abfahrt in Kiel besucht. Warum sie an einer internationalen Jugendbegegnung teilnehmen und welche Aufgaben sie an Bord haben, erzählen sie im Video!

Er ist 18, hat einen YouTube Channel mit fast 10.000 Abonnenten und eine eigene Redaktion. jup! Redakteurin Hana hat Jim aka KROKO getroffen. Geheime Details und neue Fakten über den YouTuber erfahrt ihr nur hier im Interview mit ihm!

 

VON HANA

 

jup!: Würdest du dich unseren Lesern zu erst vorstellen?

Jim: Mein Name ist Jim und ich komme aus der Hauptstadt Deutschlands, Berlin. Ich bin 18 Jahre alt und habe vor wenigen Monaten mein Abitur erfolgreich abgeschlossen. Neben YouTube treffe ich mich gern mit Freunden und gehe regelmäßig ins Fitnessstudio. Mein Studium beginnt erst nächstes Jahr, bis dahin möchte ich auf jeden Fall noch meinen Führerschein machen und etwas selbstständig arbeiten.

 

Du hast einen YouTube Channel mit dem Namen KROKO, mit dem du bald die 10.000 Abonnenten Grenze erreichst. Glückwunsch dazu! Wie würdest du den Content auf deinem Youtube Kanal beschreiben? 

Dankeschön! Diese Frage möglichst genau zu beantworten, ist bei mir nicht wirklich einfach. Vor gut einem Jahr bestand der Großteil meiner Videos noch aus kommentierten Spielszenen des Indie-Games Minecraft. Mit der Zeit habe ich meine freien Stunden aber anderen Dingen gewidmet. Momentan besteht mein Content aus Videos, in denen ich meine Meinung zu interessanten und brisanten Themen preisgebe. Es hat eine Weile gedauert bis sich meine Zuschauer an diese Änderung gewöhnt haben, aber mittlerweile bin ich mit der Entwicklung sehr zufrieden.

 

Neben YouTube betreibst du auch eine eigene Redaktion mit dem Namen Journal Different. Wie und Wann kam die Idee für eine eigene Redaktion?

Ich habe mich schon immer ein Wenig für Journalismus interessiert. Ohne Studium bei einem großen Magazin zu arbeiten, erweist sich aber als nicht ganz einfach, weshalb ich kurzerhand entschieden habe, meine eigene Redaktion zu gründen. Momentan sind wir ein kleines aber eingespieltes Team und berichten über spannende und möglichst aktuelle Themen.

 

Es gibt bereits eine sehr große Auswahl an Online-Redaktionen. Was hebt deine Redaktion von anderen ab? Warum sollte jemand deine Artikel lesen?

Eigenlob stinkt... Es wäre gelogen wenn ich sagen würde, dass es in dieser Branche einfach ist Fuß zu fassen. JournalDifferent wurde anfangs gegründet, damit junge Menschen Erfahrung im Bereich Medien & Journalismus sammeln können. Mittlerweile haben wir eine treue Leserschaft und einige Redakteure, die mit echter Leidenschaft an diese Arbeit gehen. Neben normalen Schlagzeilen gibt es bei uns zur Abwechslung auch satirische Inhalte, die schon den ein oder anderen Leser zum Lachen gebracht haben.

 

Siehst du dich im Allgemeinen eher als YouTuber oder als Redakteur? 

Ich sehe mich weder als YouTuber, noch als richtigen Journalist.

 

Was für Ziele hast du für deinen YouTube Channel? Möchtest du von ihm leben können? 

Für mich hat YouTube nichts mit Geld zu tun. Ich habe YouTube nicht wegen finanziellen Hintergedanken angefangen und werde auch in Zukunft YouTube Videos produzieren, ohne dabei auf Profit zu gehen. Ich möchte unterhaltsame Videos drehen, Zuschauer treffen die mir sagen, dass sie gern meine Videos schauen und Menschen kennenlernen. Geld spielt zwar jetzt schon eine kleine Rolle, aber so wirklich auf Zahlen schaue ich da nicht.

 

Wie viel Zeit investierst du in YouTube? Wie viel in deine Redaktion? 

Das ist unterschiedlich. Unterm Strich investiere ich aber ungefähr gleich viel Zeit in beide Projekte.

 

Im Gegensatz zu vielen anderen YouTuber zeigst du dich in deinenVideos nicht. Welchen Grund hat das?

Ich habe schon von Anfang an meine Privatsphäre schützen wollen. YouTube ist ein sehr kurzweiliges Geschehen und so kann in sehr kurzer Zeit sehr viel passieren. Auch, wenn dies relativ unwahrscheinlich ist, möchte ich auch in Zukunft über die Straßen laufen können, ohne Angst haben zu müssen, ständig von Zuschauern beobachtet zu werden. Ich habe bereits auf der vergangenen Gamescom gemerkt, wie viele mich nur anhand meines Twitter Profilbilds erkannt haben. Das war fast erschreckend. Des Weiteren finde ich passt die Einbindung von Videoaufnahmen nicht zu meinen momentanen Videos. Aber man wird sehen, was die Zukunft bringt.

 

Welche YouTuber guckst du selbst? Hast du ein vielleicht ein „YouTube Vorbild“? 

Ich schaue relativ wenig YouTube Videos. Hin und wieder landet Content von KuchenTV, Lefloid & Handofblood in meiner AboBox, dort schaue ich dann auch gern rein. Ich sehe den YouTuber "Jarow" als eine Art Vorbild für mich, da er mit Content, den ich selbst produziere, bereits sehr erfolgreich und authentisch geworden ist.

 

VON AMANDA

 

Seine Waffe? Rot und aus Stahl. Seine Erscheinung? Gelassen und Scherzend. Von wem die Rede ist? Von Nils Landgren. Wer ihn noch nicht kennt, ist nicht zwangsläufig selber schuld. Denn Mr. Redhorn ist eher unserer Elterngeneration bekannt durch Kooperation mit ABBA, eigenem Funklabel „Funkunit“ und einem begnadeten Beherrschen der Posaune. Als wäre es nicht genug des Guten, singt er auch sehr sanft und ist seit über 38 Jahren glücklich verheiratet. Ihr werdet es ahnen, Nils Landgren ist für mich etwas wie ein moderner Superheld.

Auf dem Young Euro Classic Festival hatte ich die Chance, ihn persönlich kennen zu lernen und ihn für ein Interview zu gewinnen. Dort stellte er sein Improvisationstalent beim „Klassik meets Jazz-Abend“ vor.

Was ist toll am Wedding? Was stört? Was muss verändert werden? Das Projekt „Check den Wedding!“ ist diesen Fragen nachgegangen. Ziel war es, zu erfahren, wie junge Menschen den Wedding empfinden, ob vorhandene Angebote der Jugendhilfe genutzt werden und welche Verbesserungsmöglichkeiten es gibt. Herausgekommen ist viel mehr.

 

Maude Fornaro ist als Stadtteilkoordinatorin für die Kinder- und Jugendbeteiligung  in Gesundbrunnen verantwortlich. Im letzten Jahr bekam sie vom Jugendhilfeplaner Marcus Lehmann den Auftrag, die Wünsche, Bedürfnisse und Interessen der jungen Menschen zu erfassen, um diese in der Jugendhilfeplanung berücksichtigen zu können. Und das alles unter der Mitarbeit von Kindern und Jugendlichen. Herausgekommen ist das Projekt „Youthteam-Check den Wedding!“, das von STARK gemacht! Jugend nimmt Einfluss (Jugenddemokratiefonds Berlin) gefördert wurde.

Der Startschuss für das Projekt „Youthteam-Check den Wedding!“ fiel im März 2016. Von da an hieß es für die Projektleiterin: Kooperationspartner finden und Mitmach-Aufrufe starten. Von Beginn an dabei war das Team und die Mädchen des Jugendclubs MÄDEA: Aufgeweckte junge Damen, die das Projekt als Hauptpartner mitgestaltet haben. Weitere Unterstützung gab es von den Grundschulen aus der Umgebung und dem Jugendclub Badstraße.

 

„Was gefällt euch am Wedding? Was stört euch?“ – eine Straßenumfrage

Im ersten Schritt führten die Jungen und Mädchen eine Umfrage durch. Ausgestattet mit Fragebögen zogen sie in kleinen Gruppen durch die Straßen im Wedding/Gesundbrunnen und befragten andere Kinder und Jugendliche, was ihnen am Wedding gefällt, was sie stört und was sie sich für ihren Kiez wünschen.

Viele Heranwachsende mögen ihren Stadtteil und haben viel Spaß im Gesundbrunnen Center und auf den Spiel- und Fußballplätzen. Jedoch wünschen sich viele der Befragten sauberere Parks und Spielplätze, mehr Beleuchtung auf den Fußwegen und das Zurückschneiden von großen Gebüschen sowie viel mehr Freizeitangebote im Kiez. Auch ein respektvollerer Umgang der Kinder und Jugendlichen untereinander wurde genannt. Zudem fürchten sich einige vor den Alkohol trinkenden Menschen in den Parks oder vor und auf den Spielplätzen. 

Insgesamt wurden bei der Peer-to-Peer-Befragung in Freizeiteinrichtungen, Schulen und im öffentlichen Raum über 500 Fragebögen ausgefüllt. Eine Zahl, auf die die Mädchen und Jungen stolz sein können.

Ich bin schon seit einigen Wochen wieder in Deutschland angekommen.

In diesem Beitrag würde ich gern etwas über meine letzten Tage und meinen Abschied sowie über mein Ankommen in Deutschland erzählen. 

Meine letzten Tage in Sizilien waren wirklich schön. Die Schule endete schon am 9. Juni, sodass ich noch ein bisschen die Ferien auf Sizilien genießen konnte. Wir waren fast jeden Tag am Meer, ich habe mich mit  Freunden  getroffen und abends sind wir  natürlich immer ausgegangen. Am vorletzten Abend wurde nochmal eine kleine Feier bei uns zu Hause veranstaltet, um sich von der Familie und den engsten Freunden zu verabschieden. Diese Feier habe ich dazu genutzt, um meine Geschenke für die Gastfamilie, welche ich vorbereitet hatte, zu übergeben. Auch ich wurde mit liebevollen Erinnerungsgeschenken überrascht. Ich habe diese gemeinsamen Stunden noch einmal wirklich sehr genossen, wir haben gemeinsam gegessen, uns unterhalten und viel gelacht.

AFS hat vor Ort auch noch eine Abschlussfeier organisiert. Alle Austauschschüler aus Augusta,  ehemalige Austauschschüler,  frisch zurückgekommene Austauschschüler und natürlich auch ihre Familien waren dabei. Bei dieser Feier haben wir uns noch einmal bei allen Familien und Ehrenamtlichen ganz herzlich bedankt. Dann mussten wir uns auch schon von den meisten Leuten verabschieden. Am 9. Juli war es auch schon so weit. Ich habe an diesem Morgen noch mein letztes Granita gegessen und danach sind wir auch schon zum Flughafen gefahren. Es war für mich einer der schwersten Momente, meine italienische Familie auf diesem Flughafen zu verabschieden. In diesem Moment sind mir noch einmal die Bilder durch den Kopf gegangen, als wir vor 10 Monaten hier in Augusta so herzlich mit Plakaten begrüßt wurden, damals war alles noch so fremd. Nach 10 Monaten wächst man so sehr zusammen, dass meine Tränen einfach über die Wangen kullerten …

Nachdem  wir nun wirklich das allerletzte Mal unseren Familien zuwinken konnten, ging unser Flieger nach Rom.  In Rom wurden wir von einigen Ehrenamtlichen von AFS erwartet, welche uns zu einem riesigen Hotel gefahren haben. Im gleichen Hotel haben wir schon am Anfang des Austauschjahres übernachtet.

Ich glaube, dieser letzte Tag in Rom war für mich wohl einer der emotionalsten Tage meines Lebens. Alle 600 AFS- Austauchschüler, die ihr Schuljahr in Italien verbrachten, waren nun  wieder in Rom vereint. Wir waren sooo glücklich, uns noch einmal alle wiederzusehen. Es wurde auch wieder eine große Rede, wie am Anfang des Austauschjahres, vom dem Vorsitzenden von AFS Italien gehalten. Nur der Unterschied war, dass am Anfang  alle teilnehmenden Länder aufgezählt wurden und dabei die jeweiligen Austauschschüler  aufgestanden sind und gejubelt haben. Nach diesen 10 Monaten wurden alle Regionen von Italien aufgerufen und alle Austauschschüler haben ihre entsprechende Region, in der sie ihr Austauschjahr verbrachten, bejubelt.

Wir Sizilianer waren natürlich am lautesten… haha (:

Abends wurde getanzt. Es kam eine unglaublich gute Stimmung auf. Wir haben uns noch lange unterhalten, uns ausgetauscht und  das Zusammensein genossen. Die meisten blieben die ganze Nacht wach, um noch die letzten Stunden miteinander zu genießen. Es ist unglaublich, wie viele Dinge uns aufgrund des letzten Jahres verbinden, auch wenn jeder seine eigene Kultur mitbringt. Man kommt sehr leicht mit den anderen ins Gespräch und tauscht Erinnerungen aus, lacht und genießt das Zusammensein. Aber natürlich durften wir nicht vergessen, dass dies der Abschlusstag war. Schon um 3 Uhr in der Nacht mussten die  ersten Austauschschüler vom Hotel abfahren. Wenn ich wieder an diese Stunden denke, überkommt mich auch heute noch eine Gänsehaut und ein trauriges Gefühl im Bauch. Gegen 5 Uhr am Morgen ist eine meiner besten Freundinnen abgefahren. Dieser Abschied fiel mir besonders schwer, weil wir uns in den letzten 10 Monaten angefreundet haben, uns viele gemeinsame Erlebnisse verbinden und wir viel über Dinge gesprochen haben, die uns während des Austauschjahres beschäftigt haben und durch den Kopf gegangen sind. Man hat wirklich das Gefühl, im Moment des Abschieds bricht einem das Herz. Nach und nach fuhren die Austauschschüler der einzelnen Länder vom Hotel ab und immer ging von jedem ein Stück Herz mit ihnen.

Gegen 8:30 Uhr musste nun  auch die deutsche Gruppe zum Flughafen fahren.

In Deutschland angekommen wurde ich natürlich super herzlich von meiner Familie begrüßt. Aber der erste Tag wieder in Deutschland  war wirklich sehr ungewohnt und ich konnte meine vielen verschiedenen Gefühle und Eindrücke noch gar nicht beschreiben.

Was das Young Euro Classic Festival darstellt, zeigten wir euch mit Hilfe des vorangegangenen Video-Beitrages bereits. In dem folgenden Text versuche ich deshalb auf die Eindrücke einzugehen, welche mir zuteil wurden, vor der musikalischen Vorführung, währenddessen und im Anschluss. Natürlich alles aus einem höchst subjektiven und musikanalphabetischen Blickwinkel.

 

VON AMANDA

 

Die Generalprobe

Der Konzertsaal oder zumindest die Sitzplätze sind leer. Geschäftiges Treiben auf der Bühne, abgehakte Musikfetzen, die einige Male wiederholt werden müssen – so die Anweisung des Dirigenten. Er selbst, zwar zum Scherzen aufgelegt, begleitet das Orchester mit Handbewegungen mitten durch die brisanten Stücke, Notenblätter und später auch durch den Abend.

Angesichts der majestätisch geschmückten Räumlichkeiten beschleicht mich ein kirchenähnliches Gefühl und die Feststellung, dass ich, ehrlich gesagt, nichts von dieser Kultur verstehe. Fängt hier die sogenannte „Deutsche Leitkultur“ an? Bei den ganzen auf Antik gemachten griechischen Statuen, den elektrischen Kronleuchtern barocker Zeit nachempfunden und den gut angezogenen Menschen?

Wieder gefangen von der vorrangegangen Ehrfurcht und Demut fange ich an, den krassen Sound zu bemerken. Damit fasse ich nicht mit Jugendslang die klassische Musik an sich zusammen - dazu an späterer Stelle mehr - sondern den Schall. Er umgibt den gesamten Konzertraum, wird von den Wänden immer wieder zurückgeworfen nur um dann, ähnlich einer Pfeilspitze, das Ohr des Zuhörers zu treffen. Jetzt kann ich es kaum erwarten, das „richtige“ Konzert zuhören und die schon geübten Musikabschnitte einzuordnen.

 

Die eigentliche Aufführung

Ich schließe meine Augen und werde von der Stimme James Bonds dazu aufgefordert, einen schönen Abend mit den anderen Zuschauern zu verbringen. Dietmar Wunder, begrüßt das gemischte Publikum. Eine Choreographie, die anscheinend jeder in diesem Raum beherrscht, wird aufgeführt: Zuerst erscheint der Dirigent, dann geht er wieder, das Orchester kommt raus, einige Male setzen sie sich und stehen wieder auf. Dieses Spiel wird so fortgeführt und erinnert mich dabei an das sogenannte Aufheizen bei musikalischen Aufführen anderer Genres. Applaus vorprogrammiert.

Als die Töne erklingen, die Instrumente sich in einen musikalischen Körper fügen, werden meine Sinne zu Traumlandschaften entführt. 

…Und diese Spannung! Der Herzschlag verstummt nur für diesen einen Moment. Ein Kloß im Hals bleibt zurück. Um im nächsten Augenblick entfesselt, gebrochen und wiederhallend den Raum zu füllen.

Der Musiker badet im Applaus.Schwanger nun der Raum, aus jeder Reihe und von jedem Platz ertönt es scheppernd. Davon versteht das Publikum immerhin etwas – Aus – nächster Akt.

Der nächste Akt liefert neue Horizonterweiterung, neue Kanäle, die erstmal freigeschaltet, nicht mehr versiegen – Erinnerung neu geschaffen. Beginn der jungen Ewigkeit. Ich kann meine Augen nicht mehr abwenden. Längst ist es um mich geschehen. Ich kann die Ohren nicht mehr verschließen und kann mich nicht genug sättigen an Jugend, Schönheit und Talent.

Und dann kommt Berlioz…

Mein persönliches Filetstück des Abends lautet „Symphonie fantastique“ op. 14 (1830) von Hector Berlioz. Bei all der Passion infernale fange ich ein Gespräch mit ihm an, ich bedanke mich für seinen Größenwahn, der sich in der Zusammenstellung der Instrumente widerspiegelt und für diesen äußerst schizophrenen Augenblick. Ich bedanke mich ferner bei dem Jugendorchester Norwegens, weil sie mich wirklich ins Reich der Fantasie katapultierten. Und natürlich auch bei der Presse-Agentur, die mir diesen guten Platz in der ersten Reihe spendierte.

 

Nach dem Konzert

Nun, wie soll ich sagen? Nach dem Konzert reihe ich mich gern zu den Klassikliebhabern ein! Wenn ich so darüber nachdenke, dann bedarf es dieser speziellen Kunstform eben an den prachtvollen Räumlichkeiten und der ganzen Ehrerbietung. Schließlich ist der Saal als Projektionsfläche groß genug, um die Musik zu beherbergen. Um die Träume und Empfindungen zu kollektivieren. Nichts Anderes könnte das Mindestmaß darstellen.

Mein dringender Appell an alle rumhängenden Kulturbanausen da draußen:

Geht ins Theater, in die Oper und den Konzertsaal! Ihr braucht die teuren Markenschuhe nicht, tauscht sie gegen Konzertkarten ein. YouTube oder Soundcloud sind hier keine Lösung. Durch den Filter einer Kamera werdet ihr keine Musik mehr hören, alle wertvollen Töne gehen verloren - wie die Nährstoffe bei zerkochtem Gemüse.

Die Bonner Firma „true fruits“ hat in den letzten Tagen viel Kritik einstecken müssen für ihre Werbeplakate. Diese wurden teilweise auch verboten. Im folgenden Text erkläre ich, warum ich die Kritik für inkonsequent halte.

 

Ein Kommentar von Abdu Baack

 

Kurze Erklärung der Situation

Die in Bonn ansässige Firma „true fruits“,welche 2006 von drei Freunden gegründet wurde, sich mittlerweile um 21 Leute vergrößert hat und übrigens auch zu den Smoothie-Marktführern in Deutschland gehört, hat seit circa einer Woche eine Werbekampagne für ihre Smoothie-Produkte am Laufen, welche für viel Aufsehen sorgt. In zwei Städten wurden bereits partiell Plakate verboten. In München drei der vier Plakate. Aufstellen darf „true fruits“ dort nur noch das „Besamt und befruchtet“-Plakat. Durch einen rechtlichen Trick kann die Firma die restlichen Plakate jedoch trotzdem aufstellen. Indem dafür private Grundstücke genutzt werden, wird es den Münchnern möglich gemacht, Sätze wie „Oralverzehr – schneller kommst du nicht zum Samengenuss“, „Bei Samenstau schütteln“ und „2 Samenspender aus gutem Hause“  zu lesen.

Antippen, stampfen oder mit der Hand wedeln? Was macht man eigentlich, wenn sich zwei Menschen auf dem Gehweg in Gebärdensprache unterhalten und man selbst vorbei möchte? Solche und andere Fragen kommen auf, wenn hörende und gehörlose Menschen aufeinander treffen. So wie beim Filmdreh von "Freak City". Den ganzen August laufen jetzt schon die Dreharbeiten zu diesem besonderen Filmprojekt. "Freak City" wird ein 110minütiger Kinofilm nach dem gleichnamigen Roman von Kathrin Schrocke. Das Besondere an dem Film ist, das gehörlose Charaktere der Geschichte auch durch gehörlose Darsteller verkörpert werden und auch das Filmteam setzt sich aus hörenden und gehörlosen Mitgliedern zusammen.

jup! Redakteurin Sina war bei einem Drehtag dabei und hat die hörenden und gehörlosen Schauspieler und den Regisseur Andreas Kannengießer zu den Filmarbeiten und der Zusammenarbeit von hörenden und gehörlosen Teammitgliedern befragt. Warum es für alle ein ganz besonderes Projekt ist? Schaut es euch an!

 

Gewinnspiel: Wir verlosen 10x 2 Freikarten für das Signmark-Konzert am 20. August im Berliner Bi Nuu Club! Du willst dabei sein? Dann schicke einfach eine Mail mit dem Betreff "Freak City" an info@jup.berlin !
 

Fotografie-Ausstellung von Abderahman Baack zum Abend der Pariser Anschläge

 

EIN BEITRAG VON JOSY

 

jup!-Redakteur Abdu hat am 13.11.2015 die Terroranschläge in Paris erlebt. Zusammen mit einer Gruppe des Netzwerkes "Diversität und Partizipation" vom Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) war er im Stade de France, um sich das Fußballspiel Deutschland gegen Frankreich anzuschauen. Doch statt einen schönen Abend erlebte die Gruppe Angst, Verunsicherung und den Ausnahmezustand in Frankreichs Hauptstadt Paris.

Nun stellt Abdu seine Fotografien in einer Ausstellung der WerkStadt zum Thema OHN | MACHT aus. Dabei werden Erinnerung und die künstlerische Verarbeitung der Nacht des 13.11.2015 gezeigt. Der Abend einer Gruppe junger Leute, die in der Nacht der Pariser Anschläge nur sicher durch die Stadt wollten. Anlässlich der Vernissage am 13.8.2016 hat jup!-Redakteurin Josy ein Interview mit Abdu zu seiner bevorstehenden Ausstellung geführt.

 

Auch die Punks und Skinheads der vergangenen Jahrzehnte werden älter.  Fotograf Tim Hackemack hat sich mit dem Thema fotografisch auseinandergesetzt und seine Ausstellung "Yesterdays Kids" zusammengestellt, die noch bis zum 20. August in der Galerie Knoth & Kröger in Berlin zu sehen ist. Abdu und Josy haben ihn in seiner Ausstellung getroffen.

 

VON ABDU
 

Tim Hackemack ist ein Fotograf aus Münster. 37 Jahre alt und seit 5 Jahren nebenberuflich Fotograf. 1998 holte er sich seine erste Spiegelreflexkamera, damals noch mit Film. Mehr als ein Hobby ergab sich daraus jedoch nicht. Ein paar Jahre später entdeckte er dann den Spaß an der Musik wieder und die Leidenschaft zur Fotografie ruhte eine längere Zeit.  2011 kaufte er sich dann erneut eine Spiegelreflexkamera, mittlerweile schon digital. Dieses Mal blieb er dran. Es lief so gut, dass kurze Zeit später die ersten Aufträge ins Haus flatterten. Ein Jahr später begann er dann das Projekt „Yesterdays Kids“. 

 

Yesterdays Kids - Portraits von Skins und Punks

Die Ausstellung dokumentiert Punks und Skins heutzutage. Falls du dich jetzt fragst: "Skins? Sind das nicht Nazis?" Das habe ich mich auch gefragt. 

Skin bzw. Punk sein ist ein Lifestyle, der nicht zwangsweise politisch sein muss. Berlin ist bekannt für eine sehr politische Punkszene, dennoch ist nicht jeder Punk politisch, das Gleiche gilt für Skins. Tim Hackemack meint, dass es in seinem Buch wohl keine heute politisch aktiven Skins gäbe.

Ursprünglich bezeichnet der Begriff „Skinhead“ nur einen Jugendlichen mit kurzen Haaren oder Glatze. Entstanden ist die Skinhead-Bewegung in den 1960er Jahren in den Arbeitervierteln Großbritanniens. Dort feierten die britischen Jugendlichen Partys mit karibischen Einwandererkindern aus Jamaika und tanzten zu Ska- und Reggae-Musik. Somit kann der rassistische Background eigentlich ausgeschlossen werden. Es gibt jedoch auch andere Meinungen, die behaupten, dass der Skinheadtrend aus der Arbeiterbewegung der 1930er Jahre entstand, bei der die Arbeiter damals Schuhe mit Stahlkappen trugen. In den 1980er Jahren entstand dann in Deutschland der Bezug zur rechten Szene.

 

Die Protagonisten

Models hat Tim Hackemack für seine Fotoreihe nicht engagiert. Größtenteils waren es Freunde und Bekannte, da es ihm bei seinen Bildern auch darauf ankam, dass die Personen im Bild und die  Bilder an sich immer noch natürlich rüberkommen und nicht zu gestellt wirken. Professionelle Models wären dafür kontraproduktiv. Außerdem brauche er Menschen auf den Fotos, keine leeren Models. Jedoch ist ein Fotoshooting für viele Menschen eine ungewöhnliche, ja sogar peinliche Situation. Um die Situation etwas aufzulockern, versuche er deshalb am Anfang schlechte 

Witze zu erzählen: "Zieh du dich schon mal aus ich, hol dann mal die Kamera". Außerdem rede er viel. Sobald es das erste gute Foto gibt, zeigt er es dem Model und erklärt, was er daran gut findet. Dadurch wird das Model etwas selbstsicherer.

Das Helene Beach Festival fand am 28-31.07.16 bereits zum sechsten Mal am Helenesee bei Frankfurt (Oder), nur knapp eine Stunde von Berlin entfernt, statt. Die Besucher erwarteten knapp 100 Acts auf sieben Bühnen, von Hip-Hop über Reggae war wirklich alles dabei! Headliner waren unter anderem: Fritz Kalkbrenner, Jennifer Rostock, Trailerpark, SDP, Mark Forster und viele mehr! Das Programm startete immer gegen 19 Uhr, bis dahin konnte man sich am Helenesee, dem saubersten See Brandenburgs, sonnen und schwimmen gehen.  Richtiges Urlaubsfeeling war also angesagt!

 

VON SOPHIA UND ANNE

 

 

Freitag, 29.07.2016. 

Eigentlich sollte das Opening für den Freitagabend um 18.00 Uhr mit dem Künstler „Adesse“ auf der Main Stage starten, allerdings hat uns da ein Stromaggregator einen Strich durch die Rechnung gemacht, indem er einfach seinen Geist aufgab. Doch zum Glück hatte das Helene Beach Festival das beste Technik-Team überhaupt. Innerhalb von anderthalb Stunden wurde er wieder zum Laufen gebracht. Zwar sind deshalb die ersten zwei Showacts ausgefallen (Adesse und Romano), aber dafür haben die restlichen Künstler des Abends einen megageilen Auftritt hingelegt! Es traten auf: MoTrip, SDP, Jennifer Rostock, Hypercat, Fritz Kalkbrenner und zu unserer großen Überraschung trat auch Romano noch auf, obwohl sein Auftritt ja anfangs gecancelt wurde. Durch den Abend geführt hat uns übrigens Visa Vie, viele kennen sie wahrscheinlich von Kiss FM, wo sie immer gute Laune verbreitet,  was ihr auch beim Helene Beach super gelungen ist.

Währenddessen feierten auf der Hip Hop Stage: SXTN, Ali As, AZAD, SSIO und viele weitere.

Ich (Sophia) hielt mich am Freitag doch eher an der Main Stage auf und war nur für den SSIO Auftritt kurz an der Hip Hop Stage (Mein kleiner Bruder wollte unbedingt Fotos von SSIO haben). Vor und auf der Bühne war echt eine tolle Stimmung: Megacoole Leute, für die es nicht wichtig war, wie weit vorne sie stehen, es war nur wichtig, dass sie feiern und abgehen können. Nicht so wie an der Main Stage, an der teilweise darum gekämpft wurde, vorne an der Bühne zu stehen.

Natürlich gab es auf dem Festival Gelände noch ein paar mehr Stages, an denen  teilweise echt sehr talentierte DJ‘s und DJanes auftraten. Mein persönliches Highlight waren das Smirnoff Sound Colective Camp und das Urban Beach ReggaeInBerlin Camp.

Auch sehr cool waren die Sponsoren des Festivals, Warsteiner hatte zum Beispiel ziemlich entspannende Hängeschaukeln aus Europaletten. Generell hatten alle Sponsoren Lounges zum Entspannen. Einfach super, um mal kurz eine Pause vom vielen Stehen in der Menschenmasse zu machen.

 

Samstag, 30.07.2016

Am Samstag lief zum Glück alles glatt mit der Technik an der Main Stage und es konnte pünktlich um 18:00 Uhr mit den beiden Ladys von ChefBoss gestartet werden. Weiter ging es mit Namika, Madsen, Der Jägermeister Blaskapelle, Mark Forster und unserem persönlichen Highlight des Tages: TRAILERPARK! Ich hatte an dem Abend das Gefühl, dass alle nur wegen Mark Forster und Trailerpark gekommen waren. Es war so voll an der Main Stage, dass man teilweise kaum Luft bekommen hat. Ich (Sophia) war an dem Abend auch nur für die beiden Acts an der Main Stage und ich muss sagen, es hat sich total gelohnt. Mark Forster hat eine wunderbare Show für uns parat gehabt, mit viel Konfetti und tollen Lichteffekten. Und Trailerpark hat auf jeden Fall die Menge zum Toben gebracht, alle sind rumgesprungen und jeder konnte die Texte mitsingen.

Der letzte Auftritt auf der Main Stage war der von Showtek, einem DJ mit geilen Lichteffekten und noch besseren Beats.

Bevor die Headliner Mark Forster und Trailerpark auf der Main Stage spielten, war auch die Hip Hop Stage gut besucht. Denn hier traten Antifuchs, Karate Andi, Lance Butters, 187 Starssenbande, Kontra K und noch viele mehr auf.

Text und Interview von Hana

 

Das YouTube in den vergangen Jahren immer stärker an Bedeutung gewonnen hat, dürfte vermutliche jedem soweit bewusst sein. Heute zählt YouTube mehr als eine Milliarde Nutzer- das entspricht fast einem Drittel aller Internetnutzer. 

Besonders im letzten Jahr ist die Zahl der YouTube-Nutzer merklich angestiegen. Die von YouTube veröffentlichten Darlegungen machen das Ganze noch einmal deutlicher. Denen nach, sei die tägliche Anzahl an YouTube-Nutzern seit März 2014 um 40% gestiegen und die durchschnittliche Wiedergabezeit ist auf über 40 Minuten angestiegen. Doch nicht nur die Anzahl der Zuschauer steigt, sondern auch die der neu entstehenden Kanäle. Doch um sich tatsächlich im YouTube-Geschäft durchsetzen und sich eine eigene Community aufbauen zu können, bedarf es viel Zeit und vor allem sehr, sehr viel Arbeit. Damit solche kleineren Kanäle besser unterstützt werden können, eröffnete Google 2012 an mehreren Standorten weltweit „YouTube Spaces“, so auch in Berlin. Hier werden Programme und Workshops angeboten, um YouTubern bei dem Ausbau ihrer Kanäle und bei der Entwicklung neuer Techniken zu helfen, sowie ihnen die Möglichkeit zu geben, neue Kontakte zu knüpfen und sich mit anderen YouTubern zu vernetzen. 

Im Juni dieses Jahres lud das YouTube Space zum Open House BBQ in die Met Film School Berlin ein. Die Met Film School ist mit vielen kleinen Drehsets, die YouTuber zum Drehen ihrer Videos nutzen können und entsprechender modernster Technik ausgestattet. Auf dem Open House BBQ hatte ich die Chance, mich mit vielen verschiedenen YouTubern zu unterhalten, unter anderem mit Florian von RyloTV. In einem Interview stellte er sich vor und verriet mir ein bisschen mehr über seine Sicht auf YouTube.

Vom 27. bis 29. Mai fand in diesem Jahr zum ersten Mal die Tincon im Hause der Berliner Festspiele statt. Der Sinn der „teenageinternet convention“ war, den Besucher*innen, die nur zwischen 13 und 21 Jahren sein durften, neue Informationen in Themengebieten wie Berufe, Musik, Politik aber auch Computerspiele oder Technik zu geben. Dies war den Jugendlichen möglich, indem sie an den verschiedensten Workshops teilnehmen konnten, aber auch vielfältige Vorträge anhören konnten. Darunter waren Dinge wie: Berufe, die kein Schwein kennt, Robotern Befehle erteilen oder Komponieren auf dem Smartphone.

Außerdem waren die Speaker (Referenten) der verschiedenen Vorträge unter anderem YouTuber*innen oder bekannte Persönlichkeiten, wie z.B. ColdMirror (Kathrin Fricke), Oguz Yilmaz (einer von dreien der YouTube Gruppe Y-Titty) oder Ralph Caspers (Moderator von z.B. Wissen macht Ah!), diesen konnte man nach ihren Vorträgen auch noch ausgiebig Fragen stellen.

Jeder der Speakers hat eine Show erstellt, die dem Zuhörer zuerst einmal einen Einblick in das Thema geben sollte und danach bekam man die Möglichkeit, über diese gemeinsam zu diskutieren. Oguz gab einen Einblick, wie er mit der Verantwortung seiner Millionen Zuschauer umgeht und ColdMirror ist auf unterschiedlichste Fragen aus dem Publikum eingegangen. Darunter waren viele zur Thematik ihrer YouTube-Laufbahn und unterschiedlichster Videos auf ihrem Kanal.

Die Tincon wollte jedoch im Gegensatz zu anderen Veranstaltungen wie den Video-Days etwas anderes als eine Verkaufsmesse von Marken sein: Sie wollte Jugendliche mit den “Stars“ zusammenbringen, sodass diese sich unterhalten können, voneinander lernen können und besonders ganz viel Spaß haben.

Darüber hinaus gab es auf dem Gelände auch unterhaltsame Workshops in denen man erfahren konnte wie ein 3D-Drucker funktioniert oder man einfach eine Virtual Reality Brille austesten und damit verschiedene Filmsequenzen anschauen konnte. Außerdem standen Angebote wie ein Fotobus und einem Virtual Reality-Rollenspiel, namens „Wake Up“, in dem man in einem Rollenstuhl aus einem Krankenhaus fliehen musste, zur Verfügung.

Alles in allem hat uns die Tincon, die wir am zweiten Veranstaltungstag besucht haben, sehr gut gefallen. Alles war gut organisiert und die Angebote vor Ort waren für jeden Geschmack etwas. Was wir uns wünschen würden, wäre, dass die Messe mehr Aufmerksamkeit und vor allem mehr Besucher bekommt.

 

ein Beitrag von Sarina und Konstantin

 

 

Du willst mehr? Einen weiteren Beitrag über den ersten Tag der Tincon 2016 findest du hier!

Anton a.k.a. YouTuber Reyst zeigt uns seinen ganz eigenen Traum, der nun Realität werden soll.

 

ein Beitrag und Interview von Hana

 

Er hat seine Wohnung in Berlin aufgegeben und wohnt nun stattdessen in einem kleinen Wohnwagen draußen in der Natur. Der eine oder andere hätte an dieser Stelle schon kopfschüttelnd die Handfläche gegen die Stirn geschlagen. Doch für Anton, auf YouTube auch als Reyst bekannt, sind die Mietkosten eingespartes Geld, das er stattdessen in die Verwirklichung seines Traumes steckt: Der Traum vom eigenen Film. 

„So, jetzt werden Träume verwirklicht!“

Mit diesen Worten begann Anton ein Video, das vor kurzem auf seinem YouTube Channel erschien und erste nähere Informationen zu seinem Film preisgibt. Der Titel spricht jedoch von „UNSEREM Film“, denn in seinem Video ruft der YouTuber jeden dazu auf, der der Meinung ist, einen Beitrag zur Entstehung des Film leisten zu können und bereit ist mitzumachen, ihn über eine E-Mail zu kontaktieren. So soll ein vielfältiges Team aus talentierten Leuten entstehen, die alle zusammen die Idee vom eigenen Film verwirklichen wollen. Erst im April verkündete der 19-Jährige seinem YouTube-Publikum sein Vorhaben. Momentan schreibt er am Drehbuch für seinen Film. Ein unmögliches Projekt? Nein, nicht unbedingt! Man müsse nur kreativ werden, so Anton. In einem Interview verriet er mir mehr über seinen geplanten Film und beantwortete einige meiner Fragen. 

Am 6. Juni hatte die "Social Movie Night" wohl eine ihrer größten Premieren bisher. Niemand geringeres als Dwayne 'The Rock' Johnson und Kevin Hart präsentierten ihren neuen Film 'Central Intelligence'. Was ich an dem Tag erleben durfte und warum sich die Schauspieler auf der Bühne beleidigten, könnt ihr hier lesen!

Ein Beitrag von Anne

 

Mit der Premiere von ‚Central Intelligence‘  stand meine zweite 'Social Movie Night' an. Nachdem ich bereits von der Premiere der beliebten Komödie 'Bad Neighbors 2' berichten durfte, war ich am Montag, den 6. Juni, in der Kulturbrauerei unterwegs.

Doch beginnen wir von ganz vorn!

 

'Central Intelligence' - Worum geht's überhaupt?

Filmstarts.de fasst den Inhalt der Actionkomödie so zusammen:
"In seiner Jugend hatte es Bob (Dwayne Johnson) nicht gerade leicht. Mit seinem Übergewicht und seiner verschrobenen Art war er an der High School regelmäßig Ziel für fiesen Spott und Sticheleien. Einer der wenigen, die Bob damals nett behandelt haben, war sein bei allen sehr beliebter Mitschüler Calvin (Kevin Hart). 20 Jahre später fristet letzterer nun ein Dasein als gesitteter Buchhalter, der hin und wieder noch immer sehnsüchtig an seine wilderen Tage denkt. Aus Bob ist hingegen ein obercooles Muskelpaket geworden, das als Top-Spion für die CIA arbeitet. Als die beiden nach all den Jahren wieder aufeinandertreffen, versucht Bob, seinen ehemaligen Schulkameraden für eine gefährliche streng geheime Mission zu rekrutieren. Der hält nicht sonderlich viel von der Idee, doch noch bevor er die Situation gänzlich erfassen kann, steckt er auch schon mittendrin in einem bleihaltigen Spionage-Abenteuer."

 

Was ist die ‚Social Movie Night’?

Die ‚Social Movie Night‘ veranstaltet regelmäßig Filmeabende für Fans. Ihr könnt dort dann den Film vor allen anderen Fans sehen und zusätzlich kommen einige Schauspieler persönlich vorbei, um euch diesen zu präsentieren. Karten gibt es für das Event nicht zu kaufen. Sie werden lediglich über z.B. den Youtube - Kanal von Robert Hofmann, dem Veranstalter der ‚Social Movie Night‘, verlost.

 

Was stand alles auf dem Programm?

Das Programm startete dieses Mal bereits um 15:30 Uhr. Den glücklichen Gewinnern wurde ein Actionparcour versprochen. Ich persönlich konnte mir darunter nicht wirklich viel vorstellen, ich ließ mich also überraschen.
Ich kann euch sagen, dass wir auf jeden Fall nicht enttäuscht wurden! Uns erwarteten einzelne Stände, bei denen man Aufgaben meistern musste. Neben 'Hau den Lukas' gab es auch einen Schießstand und viele weitere Aktionen. Schaut euch einfach die Bilder an, sie zeigen mehr als jegliche Beschreibung, die ich hier raushauen könnte. Meine Begleitung und ich waren zunächst zurückhaltend und trauten uns nicht so recht. Dann kam Robert und erklärte uns, dass jeweils das beste Team jedes Standes ein Foto mit den Hollywoodgrößen als Gewinn erhalten würde.

Danach war jegliche Zurückhaltung gebrochen! Ich muss wohl nicht erwähnen, dass ich lediglich ein Foto mit den Pappfiguren machen konnte. Mein Team war leider miserabel, aber ich bin sehr froh, dass wir es wenigstens versucht haben, denn Spaß hatten wir auf jeden Fall!
Getoppt wurde das ganze Szenario noch von einem eigenen DJ, welcher den Bereich der Stände mit Musik versorgte.

Nachdem wir mehr als zwei Stunden draußen allerlei Spiele gespielt hatten, machten wir uns dann ins Kino. Zur Begrüßung erhielt man ein Freigetränk und Popcorn. Als wäre das nicht genug gewesen, erhielten wir zusätzlich ein 'Central Intelligence' - Shirt und ein Filmposter.

Während wir im Kino auf die Schauspieler warteten, konnten wir dieses Mal die Geschehnisse an den Ständen vor dem Kinosaal über die Leinwand weiter verfolgen.
Das war definitiv eine super Idee, denn Patrice (einer der Moderatoren) unterhielt uns sehr gut. Er berichtete von draußen, befragte einige Fans und machte viele Scherze.

Irgendwann meinte er plötzlich 'Wer hat denn Daniel Aminati eingeladen?' und die Kamera schwenkte auf den Pro7 Moderator. Ich, ein Fan seit einigen Jahren, freute mich natürlich total und holte mir noch schnell ein Selfie mit ihm. Nicht nur Aminati ließ sich blicken, auch Le Floid und weitere Youtuber waren dabei!

jup!-Reporter Janik  Emil nimmt beim Auftakt einer globalen Kampagne teil.

 

Ein Beitrag von Janik Emil

 

„Wie mache ich die Welt besser?“, fragt die Initiative „selfmadefuture“. Alle Internetnutzer werden dabei aufgefordert, Antworten zu geben. Gesucht werden ganz alltägliche und kreative Ideen, denn viele kleine werden zusammen etwas bewegen. 

Die Aktion möchte deshalb eine Million Stimmen aus 193 Ländern sammeln und zeigen, dass Nachhaltigkeit alle etwas angeht und jede*r etwas zu nachhaltiger Entwicklung beitragen kann.

Erster prominenter Teilnehmer war am Dienstag zum Auftakt der Woche der Umwelt der Bundespräsident Joachim Gauck. Seitdem wird das Projekt in die ganze Welt getragen. Und das passsiert ganz wörtlich, denn 50 blaue Kugeln werden Personen in die Hand gegeben, die diese wiederum weiter geben, bis alle Kugeln rund um den Globus verteilt sind. Jeder, der diese Kugel bekommt, kann ein Bild von sich machen und schreiben, wie er die Welt besser macht. Natürlich kannst du deine Antwort auch mit einem Bild mit einer anderen Kugel zusammen posten.

 

Und so geht’s:

  1. Schnapp Dir eine der blauen Kugeln oder irgendeine andere Kugel.
  2. Poste Deine Antwort auf „Wie mache ich die Welt besser?“ als kurzes Video oder mit einem Foto von Dir und der Kugel unter dem Hashtag #selfmadefuture auf Facebook, Twitter oder Instagram!

  3. Folge und teile die Aktion mit deinen Freund*innen!

 

Ich mache natürlich auch bei der Aktion mit und vielleicht folgen ja einige von Euch!

Mir ist meine Umwelt wichtig, deshalb achte ich darauf, nur fair gehandelte Schokolade zu kaufen und zum Laden dafür fahre ich natürlich mit dem Rad.

11.08.2017
19.00
08.09.2017
19.00
13.10.2017
19.00
10.11.2017
19.00

Gesellschaftliche Veränderungen, insbesondere durch eine verstärkte Zuwanderung, erzeugen in großen Teilen der Bevölkerung Verunsicherung und Ängste und verändern das gesellschaftliche Klima in Deutschland merklich. Während sich viele Bürger und Bürgerinnen aktiv für Flüchtlinge und gegen Extremismus einsetzen, erstarken gleichzeitig radikale Kräfte bis in die Mitte der Gesellschaft. Dabei bleibt Rechtsextremismus eine Herausforderung für unser demokratisches Zusammenleben. Aber auch islamistischer Extremismus wird in der Gesellschaft präsenter und kann eine wachsende Anziehungskraft gerade auf Jugendliche entfalten.

Neben dem Staat sind zivilgesellschaftliche Initiativen gegen Rechtsextremismus und islamistischen Extremismus von großer Bedeutung. Dabei spielt das Engagement von Jugendlichen eine besonders wichtige Rolle. Ihr Interesse an Politik wächst und sie entwickeln eine eigene Haltung zu gesellschaftlichen Diskursen. Sie sind dabei verstärkt im Internet aktiv und liken, teilen und informieren sich dort.

Daher fördern wir das Engagement von Jugendlichen, die sich gegen die Entwicklung extremistischer Strömungen in unserer Gesellschaft engagieren und ein sichtbares Zeichen gegen Extremismus setzen wollen - offline wie online.

Wer sich bewerben kann:

  • Gemeinnützig organisierte Jugendgruppen, wie zum Beispiel Jugendhäuser, Schulklassen, religiöse Organisationen oder andere Initiativen und Vereine aus ganz Deutschland.
  • Die Jugendlichen sollen zwischen 16 und 23 Jahren alt sein.
  • Das Projekt muss von und mit den Jugendlichen gemeinsam entwickelt und umgesetzt werden.
  • Die Mindestlaufzeit der Projekte sollte drei Monate inkl. Vor- und Nachbereitung betragen; Einzelveranstaltungen sind damit aus der Förderung ausgeschlossen.
  • Es kann eine Förderung von 1.000 bis maximal 15.000 € beantragt werden.
  • Bewerbungen sind bis zum 15.01.2017 möglich.

 

Quelle und mehr Infos unter bosch-stiftung.de

„Kinderrechte“ dieses Wort kennt jeder, doch was steckt eigentlich dahinter? Anlässlich des Internationalen Kindertags bin ich dieser Frage nachgegangen. Denn der 1. Juni ist nicht nur ein Feiertag für Kinder. Er ist zugleich ein politischer Tag, an dem die Bedürfnisse von Kindern in das öffentliche Bewusstsein rücken sollen. 

 

„Kinderrechte“ damit werden im Allgemeinen die Rechte von Kindern und Jugendlichen bezeichnet. Diese Rechte wurden weltweit am 20.11.1989 von der UN-Kinderrechtskonvention festgeschrieben und werden bis heute von den meisten Staaten der Erde eingehalten. Diese Kinderrechte gelten für jedes Kind von der Geburt bis zu dem 18. Lebensjahr. Die Kinderrechte sind in 54 Artikeln aufgelistet.

In Deutschland sind die Kinderrechte sehr wichtig, deshalb hat wohl jeder schon einmal von ihnen gehört. Aber in anderen Ländern haben Kinder keine oder nur sehr wenige Rechte. Sie werden zum Beispiel zur Arbeit auf Feldern missbraucht und können deshalb nicht zur Schule gehen. Um dieses zu vermeiden gibt es die Kinderrechte.

Junge Menschen in Deutschland und Europa stehen vor vielfältigen Herausforderungen. Viele treffen die Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise, andere spüren hohen Leistungsdruck oder gesellschaftliche Ausgrenzung. Manche haben Angst: zum Beispiel vor Überfremdung oder Terror. Zudem beschäftigt viele junge Menschen die Situation Geflüchteter oder die Diskussion um eine vielfältige Gesellschaft.

Diese Herausforderungen führen zu Veränderungen in unserem Alltagsleben und haben Auswirkungen auf das gesellschaftliche Zusammenleben. Junge Menschen müssen sich mit immer neuen Situationen, Möglichkeiten und Herausforderungen auseinandersetzen. Das birgt Chancen, kann aber auch Ängste hervorrufen.

Deshalb geht es im Strukturierten Dialog bis Mitte 2017 um die Frage, was junge Menschen brauchen, um mit den Veränderungen umzugehen und wie sie das gesellschaftliche Zusammenleben in Deutschland und Europa aktiv mitgestalten können.

Start der Beteiligungsrunde "Zusammenleben mitgestalten"

Sagt online eure Meinung!

Die Beteiligungsrunde „Zusammenleben mitgestalten“ ist Teil eines längeren, europaweiten Prozesses. Europaweit suchen junge Menschen zusammen mit Entscheidungsträgern aus Politik und Verwaltung derzeit nach Antworten und entwickeln gemeinsam Verbesserungsvorschläge.

Mitmachen ist erwünscht! Wie soll das Zusammenleben in unserer Gesellschaft in Zukunft aussehen? Meinungen, Wünsche und Vorstellungen können bis zum 24. Juli 2016 online geäußert werden unter http://go.dbjr.de/zusammen.

(JUGEND für Europa)

Junge Menschen stecken häufig voller Ideen, bloß für die Umsetzung fehlt oftmals das nötige Geld. Der Jugend-Demokratiefonds Berlin und der Bezirk Spandau stellen Geld zur Verfügung, das die Projektgruppen dann für ihre Aktionen selbst verwalten können. Das Besondere ist dabei, dass die Vergabe der Gelder durch die beantragenden Jugendgruppen selbst erfolgt – sie überlegen gemeinsam, welches Projekt wie viel Geld wofür brauchen könnte.

In 2016 stehen für eure Projekte wieder mehrere Tausend Euro zur Verfügung! Die beiden Entscheidungsrunden finden in der Bezirkszentralbibliothek Spandau  und in der Jugendtheaterwerkstatt Spandau statt. Entscheidet euch, zu welcher Ausschüttung ihr euer Projekt anmelden möchtet!

 

Termine und Fristen:

Erste Entscheidungsrunde am Sa., 09.07.2016 in der Bezirkszentralbibliothek (Anmeldung bis 25.06.2016).

Ideenwerkstatt am Sa., 23.07.2016 beim Barcamp in der Jugendtheaterwerkstatt Spandau.

Zweite Entscheidungsrunde am Sa., 01.10.2016 in der Jugendtheaterwerkstatt Spandau  (Anmeldung bis 17.09.2016).

Ihr könnt bis maximal €1000 pro Projekt beantragen (je nachdem wieviele Projekte bewilligt werden, kann die Summe aber erheblich kleiner ausfallen). Und bei der Entscheidungsrunde am 09.07. stehen €1500 Extragelder für U18-Projekte zur Verfügung! (Hier gibt's Infos zur U18-Jugendwahl am 09.09.2016)

Na, Interesse geweckt? Hier gibt es mehr Infos rund um die Jugendjury Spandau 2016!

22.07.2017
18.30
29.07.2017
18.30
05.08.2017
18.30
12.08.2017
18.30

Am 17. Mai war eine ganz besondere jup!-Redaktionssitzung: Die Berliner Jugend- und Bildungssenatorin Sandra Scheeres besuchte die Jugendlichen, lernte sie kennen und sprach mit ihnen über ihre Arbeit in der Jugendredaktion. Außerdem stand sie jup!-Redakteur Janik Emil im Interview Rede und Antwort. Du willst wissen, wie Frau Scheeres' Arbeit als Senatorin aussieht, wen sie gern einmal selbst interviewen möchte und ob sie  eher mit einem Bierbauch oder einem Doppelkinn leben könnte? Schau' es dir an!

ein Beitrag von Abdu

 

Neukölln ist bunt, bleibt bunt und wird auch immer bunt bleiben!

 

Für den vergangenen Freitag, den 20.05.2016, kündigte die NPD Berlin eine Kundgebung in der Karl-Marx-Straße in Berlin-Neukölln an. Unter dem Motto „Überfremdung stoppen“ wollte die NPD ihre rassistische, menschenverachtende und diskriminierende Ideologie verbreiten.

Nachdem sich in den Tagen davor massig Gegenprotest ankündigte, hatte die NPD nach eigenen Aussagen bereits am Donnerstag ihre Kundgebung abgesagt. Aus Unsicherheit über die Wahrhaftigkeit dieser Aussage versammelten sich am Freitag trotzdem mindestens 200 Leute um gegen Rassismus und Diskriminierung aufzustehen. Inoffiziell wurde im Vorhinein von vier Gegendemos gesprochen, welche sich an verschiedenen Orten um die NPD-Demo positioniert hätten. Aufgrund der fehlenden NPD’ler schloss sich ein Großteil der Leute später einer Kundgebung an der Karl-Marx-Straße Ecke Herrnhuter Weg an.

Bis 19 Uhr war ich vor Ort, in der Zeit von 18 – 19 Uhr gab es politische Reden und gute Musik. Man tauschte sich aus und war froh über den kleinen, aber wichtigen Erfolg, den man an diesem Tag erzielen konnte: Denn Neukölln hat keinen Platz für Nazis und dies muss auch immer wieder bewiesen und gezeigt werden.

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Beitrag von Abdu, 20. Mai 2016

 

Das Aufkommen rechtspopulistischer Parteien und Strömungen hat in den letzten zwei Jahren stark zugenommen. Die „liberale Mittelschicht“ bricht weg und wird politisch. Leider wird sie teilweise auch rechts.

Die NPD möchte am kommenden Freitag, den 20.05.2016, ihre rassistischen und diskriminierenden Forderungen in der Karl-Marx-Straße verbreiten. Dies darf nicht ohne Protest hingenommen werden. Denn egal wo Rechte ihre Parolen und Propaganda verbreiten, muss sichtbar sein, dass wir als Gesellschaft weltoffen, tolerant und hilfsbereit sind und uns nicht von Hetze spalten lassen.

Unter dem Motto „Neukölln bleibt bunt: Rassistische Hetze stoppen! Geflüchtete willkommen: NPD-Veranstaltung verhindern!“ ruft das Bündnis Neukölln zum Gegenprotest auf. Als Treffpunkt gibt die NPD den U-Bahnhof Ausgang Karl-Marx-Straße/Uthmannstraße um 18:30 Uhr an. Lasst uns gemeinsam gegen diese Hetze vorgehen und trefft uns am Freitag, den 20.05.2016, um 18 Uhr am U-Bahnhof Karl-Marx-Straße.

 

Mehr Infos:

http://berlin-gegen-nazis.de/freitag-20-05-2016-neukoelln-npd-kuendigt-vortragsveranstaltung-an/

http://buendnis-neukoelln.de/2016/05/13/rassistische-hetze-stoppen-npd-veranstaltung-verhindern/

 

 

Ein Kommentar von Abdu zur Neo Magazin Royale-Sendung vom 12. Mai 2016

 

Böhmi is back! Und wie er back ist. Nach knapp vier Wochen Pause startet Jan Böhmermann wieder richtig durch und holt diesmal zum Schlag gegen die in Deutschland leider beliebte RTL-Sendung „Schwiegertochter gesucht“ aus. Um die menschenverachtenden und moralisch fragwürdigen Methoden des Fernsehsenders bzw. der für RTL arbeitenden Produktionsfirmen aufzudecken, schleuste die Neo Magazin Royale-Redaktion zwei Schauspieler in besagte Sendung ein. Im Vorhinein wurde einiges geübt und für die beiden Schauspieler mussten komplette Rollen kreiert werden, damit diese nicht auffliegen. Obwohl die Befürchtung bestand, dass die Rollen zu auffällig  und außergewöhnlich seien, setzte die von RTL beauftragte Produktionsfirma an einigen Stellen noch einen drauf, um die Personen noch lächerlicher wirken zu lassen. Darüber hinaus wurde beim Vertragsabschluss, laut der Neo Magazin Royale-Sendung, von Seiten der für RTL produzierenden Produktionsfirma betrogen. So mussten die beiden Schauspieler selbst bestätigen, dass sie nicht geistig behindert und keine Alkoholiker seien. Darüber hinaus wurden in dem Vertrag bis zu 30 Drehtage angesetzt, für die  die Schauspieler jedoch nur eine pauschale Aufwandsentschädigung von 150 Euro bekommen.  Das sind umgerechnet 5 Euro am Tag, der Mindestlohn in Deutschland liegt bei 8,50 Euro pro Stunde. Die vor der Kamera gesprochenen Texte wurden zudem größtenteils vorgegeben und die gedrehten Situationen waren gestellt. Zum Beispiel musste der  21-jährige Robin, der vom jüngeren Schauspieler verkörpert wurde, sagen, dass er in seiner Freizeit gern in Zoohandlungen gehe, um sich Schildkröten anzuschauen. Dazu gab es passenden Bewegtbilder.

Auch wenn man es sich eigentlich denken kann, dass solche Sendungen zu großen Teilen gescripted sind und die Fernsehmacher Situationen und Personen in der Sendung durch konkrete Anweisungen manipulieren, war es wichtig, dass Böhmermann und sein Team durch ihre Aktion die Arbeitsweise der Produktionsfirma offenlegten.  Man kann nur hoffen, dass die Verantwortlichen ihre Konsequenzen daraus ziehen. Doch auch die Zuschauer müssen sich ihrer Verantwortung bewusst sein. Schließlich entscheiden wir immer noch selbst, welche Sendung wir einschalten. Und wenn sich niemand Sendungen wie „Schwiegertochter gesucht“ oder „Bauer sucht Frau“ anschauen würde, würden diese auch schnell aus dem Fernsehprogramm verschwinden.

Fest steht, Böhmermann kommt mindestens genauso witzig daher wie kurz vor der Pause  und hat seinem satirischen Auftrag wieder alle Ehre gemacht. Wer Jan Böhmermann oder seine Show nicht kennt, sollte sie sich auf jeden Fall mal anschauen!

Rund 2.700 Schüler*innen und Student*innen nahmen laut Polizeiangaben in Berlin am 27.04. 2016 an dem bundesweiten Schul- und Unistreik ,,Jugend gegen Rassismus“ teil.

 

ein Beitrag von Katharina

 

Was war der Grund?

Organisiert wurde dieser Streik von dem bundesweiten Bündnis ,,Jugend gegen Rassismus“, welches am selben Tag auch in Bonn, Dresden, Frankfurt/Main, Fulda, Kiel, München und in weiteren deutschen Städten Demonstrationen organisiert hatte, um ein Zeichen zu setzen. Doch Wofür?

 

Vor allem, dass sie gegen Rassismus in allen Formen sind und dass sie die bisherige Behandlung der Geflüchteten nicht gut heißen. Denn nach wie vor gibt es Brandanschläge auf Flüchtlingsunterkünfte. Hinzu kommen vermehrt schnellere Abschiebungen in vermeintlich ,,sichere Herkunftsländer“. Gefordert wurde von den Schüler*innen und Student*innen an diesem Tag vor allem offene Grenzen, freie Bildung für jeden, freie Entscheidung der eigenen sexuellen Orientierung und noch vieles mehr.

 

Wie war die Stimmung?

Geplant war der Start des Umzuges um 11 Uhr vom S- und U-Bahnhof Gesundbrunnen, aber aufgrund einiger fehlender Gruppen von den Zubringerdemos fing die Demonstration erst um 12 Uhr an. Schüler*innen des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums konnten sich nicht einer Zubringerdemo anschließen, da das Lehrerkollegium und auch Polizisten dies durch eine Blockierung des Ausgangs verhinderten.

 

Auf dem geräumigen Platz vor dem Bahnhof Gesundbrunnen standen viele Umzugswagen, aus denen laute Musik erklang, welche durchgängig während des Umzuges anhielt. Über die Lautsprecher war es zudem möglich, neue Informationen zu verbreiten. So hielt ein Jugendlicher zu Beginn der Demonstration eine kurze Rede darüber, wie super es sei, dass viele Schüler*innen vor Ort seien und erklärte darüber hinaus die Verhaltensregeln. Wenn wir beispielsweise von der Polizei festgenommen werden sollten, sollten wir nur die Angaben auf unserem Personalausweis nennen. Diese Vorstellung löste ein wenig Unbehagen bei einigen meiner Mitschüler*innen aus und es wurden die schlimmsten Szenarien ausgemalt.
Aber diese Befürchtungen bestätigten sich nicht , denn der Umzug verlief sehr friedlich.

Während wir alle von Gesundbrunnen bis zum Hauptbahnhof liefen, stellte sich ein gewisses Gefühl von Zusammengehörigkeit ein. Alle waren für eine Sache, alle waren jung und es ist selten, dass es so eine Demo gibt. Flaggen von verschiedenen linken Jugendgruppen schwenkten durch die Luft, aber auch viele selbst gemalte Schilder und Transparente waren zu sehen. Die selbst gemalten Schilder sollten vor allem ausdrücken, dass man bewusst nicht einen bestimmten Block unterstützen wollte.

So stand beispielsweise auf einem selbst gemalten Schild eines Schülers:

 

,,Zwar kannst du die AfD wählen- bist dann aber Kacke!“

 

Auch Hausbewohner unterstützten unsere Demonstration von ihren Balkons aus mit Transparenten und auch mit Luftballons, auf einem Balkon wurde sogar ein kleines Feuerwerk angezündet. Die Hausbewohner mit den Luftballons schienen auf den Umzug gewartet zu haben, denn sie holten eine riesige Plastiktüte und ließen viele bunte Luftballons in den Himmel steigen. Es wirkte so, als wären sie glücklich, dass wir Jugendlichen demonstrierten.

 

Erschöpft, aber zufrieden

Meine Mitschüler*innen und ich sind nach 13,2 km von der Demonstration weggegangen, da wir alle erschöpft waren, aber mit dem Wissen, dass wir ein Zeichen gesetzt hatten. Wir verpassten dadurch die Abschlusskundgebung am Hauptbahnhof, bei der nochmal die wichtigsten Anliegen zusammengefasst wurden.

 

 

Wie geht es weiter?

Mit dieser Demonstration wurde auch versucht, ein neues, gemeinsames Bündnis von Jugendlichen zu schaffen, die sich regelmäßig zu bestimmten Aktionen treffen wollen. Koordiniert werden diese Treffen über WhatsApp oder andere Messenger. Im Großen und Ganzen war diese Demonstration ein wichtiges Ereignis und es zeigt, dass sich die Jugend von heute doch mehr für die Politik interessiert als viele Erwachsene denken.

 

Weitere Infos findest du hier: https://refugeeschulstreik.wordpress.com/

 

Fotograf: Abdu Baack U&C Photography

Viele Menschen warten in Anzügen und wunderschönen Kleidern vor dem FEZ-Berlin. Das festliche Ambiente lädt Familien zu einem besonderen Tag ein. Aufgeregt stehen 125 Jugendliche im Alter von ungefähr 14 Jahren vor dem großen Haus, umgeben von Freunden und Verwandten. Hier findet ihre Jugendweihe statt, hier werden sie an diesem Tag in den Kreis der Erwachsenen aufgenommen. Der Jugendweiheverein Berlin/Brandenburg lädt an diesem Tag 1.100 Gäste zu zwei Festveranstaltungen ins FEZ. Nur schwer lassen sie von ihrer Familie los und gehen mit ein paar Betreuern nach oben, wo sie eingewiesen werden. Mit einem kribbelnden Gefühl im Bauch betreten sie in zwei Reihen den riesigen Theatersaal des FEZ-Berlin. Heute dreht sich alles nur um sie. Das wissen sie. Es wird eine große Feier geben, sie werden Geschenke bekommen und vielleicht ihren ersten Kaffee trinken oder ihre erste, riesige Disco besuchen.

 

ein Beitrag von FEZ-Bloggerin Kristin
 

Hallo wieder! In diesem kleinen Beitrag erzähle ich über meine Jugendweihe beim Jugendweihe Berlin/Brandenburg e.V. und generell über die Jugendweihe im FEZ-Berlin.

Wie ihr bestimmt schon oben gesehen habt, ist das Ganze wirklich aufregend. Das war es auch für mich! Ich lief die kleine Wendeltreppe im FEZ-Berlin hoch und wurde sogleich empfangen und eingewiesen. Ich war so aufgeregt und hatte natürlich die große Ehre alle anzuführen, weil ich die Erste in einer der beiden Reihen war. Das ist wirklich nicht so einfach, wenn man total aufgeregt ist und sich nun die vielen Wege merken muss, die man gehen soll, bis man da ist. Man muss sich vorstellen, dass alle hinter einem her laufen und wenn man nun eine Schleife gehen würde, würden das alle auch tun. Jedenfalls kam ich unten an, ein Glück am richtigen Platz.

Was wir nicht mitbekommen hatten, war, dass die Eltern eine tolle StarWars-Einführung zur Jugendweihe gesehen hatten. Als wir nun endlich unten waren, erklang laute Musik und es gab eine tolle Tanzshow der „Little Giants“ von Samuel’s Dance Hall, eine Tanzgruppe, die mehrmals im Event auftritt und mit ihren etwas verrückten Darbietungen das Ganze erheitern. Es folgen noch mehrere Darbietungen mit der Band „Souluv“ und der Moderatorin und Sängerin Viveca Lindhe, die uns mit zwei Liedern wie zum Beispiel „Pendel“ (Yvonne Catterfeld) beglückt hat. Sehr gefallen hat mir auch die Autorin Lea Streisand, die uns zwei Geschichten vorgelesen hat, die von ihrer Großmutter und die Berliner zu Weihnachten handelten.

Am Dienstag, dem 26. April, hat das Inforadio rbb zu einem Gespräch über die Kontroverse der Tierversuche eingeladen. Es waren Fragen wie „Sind Tierversuche unverzichtbar?“, „Was für Alternativen gibt es?“ und „Wird man je auf Tierversuche verzichten können?“, die die Gäste Prof. Dr. Christa Thöne-Reicke (Fachärztin für Versuchstierkunde, FU Berlin), Dr. Thorsten Ruppert (Senior Referent Grundsatzfragen Forschung/Entwicklung/Innovation im Verband Forschender Arzneimittelhersteller e.V. (vfa)), Professor Dr. Gilbert Schönfelder (Leiter der Zentralstelle zur Erfassung und Bewertung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden zum Tierversuch am Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)) und Professor Dr. Ulrich Dirnagl (Direktor des Zentrums für Schlaganfallforschung und der Abteilung für experimentelle Neurologie, Charité Berlin) versuchten zu beantworten.

 

ein Beitrag von Josy

 

Tierrechtsorganisationen wie PETA Deutschland e.V. machen regelmäßig mit großen Kampagnen und Aktionen auf die Leiden der Tiere aufmerksam. Oft zeigen sie Bilder von katastrophalen Zuständen wie unzulänglichen Käfigen, mit Geschwüren übersäte Tiere oder Affen mit Elektroden. All diese Bilder zeigen Tierversuche im medizinischen Bereich, wie sie u.a. in der Grundlagenforschung, in der Toxikologie oder zum Test neuer Medikamente in der prä-klinischen Phase angewandt werden. Tierversuche im Kosmetikbereich sind seit einigen Jahren in Deutschland verboten, dennoch gibt es Produkte, die in anderen Ländern hergestellt werden, wo Tierversuche erlaubt oder gar wie in China verpflichtend sind.

Für Tierversuche in der Medizin werden in Europa jährlich über 11 Mio. Tiere verwendet, davon 3 Mio. in Deutschland. Darunter bilden Nagetiere wie Ratten und Mäuse die Mehrheit. Und das, obwohl Deutschland ein Tierschutzgesetz hat, was besagt, dass das Leben des Tieres und sein Wohlbehagen zu schützen sind (TierSchG). Wie ist dieses Gesetz mit den Tierversuchen zu vereinbaren?

 

Das Gespräch

Die Gäste waren sich einig: Tierversuche sind in der Medizin unverzichtbar und in Zukunft auch nicht komplett ersetzbar. Der Organismus des Menschen ist viel zu komplex, um ihn durch Elektronik-Chips oder Simulationen vollständig darstellen zu können. Vor allem in der Grundlagenforschung und im Verstehen von Krankheiten, wie z.B. Schlaganfällen, können bis jetzt nur mithilfe von Tierversuchen ausreichende Ergebnisse geliefert werden.

Die Vermenschlichung der Tiere und die damit verbundene Emotionalität beim Thema Tierversuche sehen die Gäste als Überreaktion. Man dürfe ihrer Meinung nach die Tiere nicht vermenschlichen, sondern müsse in den Einrichtungen für artgerechte Bedingungen sorgen. Zudem sei laut der Redner*innen eines klar: Tierversuche sind vor allem zur Erweiterung unseres Wissens nötig. Auch muss man zwischen Haustieren und Nutztieren bzw. Versuchstieren unterscheiden.

Des Weiteren waren die Gäste der Meinung, dass die Zustände in den Forschungseinrichtungen angemessen und gut sind. Ihrer Auffassung nach sind die Bilder von dreckigen Käfigen und leidenden Tieren, die man oft sieht, veraltet oder manipuliert, sodass sie nicht der Wahrheit entsprechen. Den Tieren wird das Leiden so gut wie möglich genommen. Natürlich ist es weiterhin wichtig, dass es Verbesserungen und Innovationen gibt, um das Leid der Tiere zu verringern und ihr Leben so angenehm wie möglich zu gestalten.

Tierversuchsgegner kritisieren jedoch, dass der Staat viel zu wenig Geld in diesen Forschungszweig investiere und lieber altbewährte Methoden verwende. Allgemein kann man sagen, dass viel weniger Geld in die Entwicklung von Alternativen, deren Lehrstühle und Programme investiert wird als in die Tierversuche. Hierbei wünschen sich die Gäste auch mehr Anerkennung der alternativen Methoden. Denn ohne Anerkennung sind die Tests nichts wert.

Insgesamt waren sich die Gäste jedoch einig, dass durch die alternativen Methoden die Anzahl der Tierversuche bereits deutlich reduziert werden konnte. Hinzu kommt, dass in Deutschland nachgewiesene Dinge, für die bereits Tierversuche eingesetzt wurden, nicht nochmal an Tieren getestet werden dürfen, sondern auf eine ausführliche Datenbanken zurückgegriffen werden muss. Außerdem werde, laut den Gästen, vor einem Versuch sowohl der Tierversuch als auch die Alternativmethoden als Möglichkeit betrachtet, bevor sich für die geeignetere Methode entschieden würde.

 

Jetzt mit neuen Projekten bewerben!

Du bist zwischen 11 und 27 Jahren alt? Hast Ideen für ein Projekt im Bereich Politischer Bildung wie U18-Wahlen, für Schule ohne Rassismus, gegen Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung, gemeinsam mit Flüchtlingen aus den Willkommensklassen deiner Schule oder aus dem Kontakt den ihr im Jugendclub aufgebaut habt …

Du willst das in Friedrichshain-Kreuzberg durchführen, kommst von hier und willst etwas bewegen,... Alles klar! Nur ohne Geld???? 

Dann mach mit bei der Jugendjury des Bezirks, der des Jugend-Demokratiefonds sowie der zu den U18-Wahlen und der der „Partnerschaften für Demokratie“! Hier wird eure Projektidee finanziert!

Ihr bildet mit den anderen Kindern und Jugendlichen die Jury, stellt Euch den anderen Projektideen und entscheidet mit den anderen einreichenden Kindern und Jugendlichen gemeinsam und selbst über die Vergabe der zur Verfügung stehenden Mittel.

Ihr werdet mit max. 750,- € gefördert!

Den Antrag findet Ihr hier

Einfach online ausfüllen und per mail einreichen bis 23. Mai 2016

unter mail@kjbb-friedichshain-kreuzberg.de und jacobi@kjbb-friedrichshain-kreuzberg.de

 

SAVE THE DATE! PFLICHTTERMINE!!!

Die Jurysitzung findet statt am 3. und 4. Juni 2016

Abgabe der Abrechnung (Originale mitbringen) und der Dokumentation (digital!!!!!) spätestens am 7. November  2016

von 13.30 - 17.30 im KJBb Waldemarstr.57, 10997 Berlin, 3.OG

Die Präsentation der umgesetzten Projekte der Jury ist am 18. November 2016

Orte werden mit der Einladung bekannt gegeben!

Die Jury wird gefördert aus dem Jugendfonds "Partnerschaften für Demokratie" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, aus dem Demokratiefonds der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend, Wissenschaft des Landes Berlin und Jugendamtsmitteln des Bezirksamtes Friedrichshain-Kreuzberg

Den 21. April haben wir von jup! ganz den Jungs von Jupiter Jones gewidmet. Zunächst stand ein Interview mit Marco, dem Drummer der Band, an und am Abend ging es dann weiter zum Konzert. Was Marco zum neuen Album, dem neuen Sound und dem neuen Frontmann so erzählt hat und wie das Konzert war, findet ihr hier.

Ein Text von Anne

Für viele Fans war es ein Schock, als sie 2014 erfuhren, dass Nicholas Müller die Band Jupiter Jones aufgrund von Angstzuständen verlassen würde. Dies war allerdings nicht der einzige Grund, wie sich später herausstellte. Die Band, welche bereits 2002 gegründet wurde, hatte sich auch soundtechnisch auseinanderentwickelt.

Mit dem neuen Album "Brüllende Fahnen" haben sich die Musiker ein neues Ziel gesetzt: Zurück zu den Wurzeln, zurück zum Rock, weg von den Liebesliedern!

Das war natürlich eine radikale Veränderung. Auf die Frage, ob die Jungs keine Angst hatten, dass sie viele Fans dadurch verlieren würden, erklärte mir Marco ganz klar: „Angst haben wir nie!“
Schließlich würden sie immer noch Musik für sich selbst machen und nicht nur für die Fans.

Was das neue Album „Brüllende Fahnen“ so besonders macht, wie ein Song entsteht und ob die Jungs vor Auftritten überhaupt noch aufgeregt sind, könnt ihr in unserem Interview erfahren:

2014 feierte die Komödie "Bad Neighbors" Weltpremiere und wurde sofort zu einem der erfolgreichsten Filme des Jahres. Es war also keine Überraschung, dass es einen zweiten Film geben würde. Am 5. Mai ist es nun endlich so weit: Die Fortsetzung "Bad Neighbors 2" kommt auch bei uns in die deutschen Kinos. jup! Reporterin Anne durfte den Film während der "Social Movie Night" am Dienstag bereits vorab sehen. Auch die Hollywoodstarts Chloë Moretz und Seth Rogen waren live vor Ort. Ob der Film empfehlenswert ist und wie der Abend ablief, könnt ihr hier lesen.
 

Ein Text von Anne

 

Der Inhalt von "Bad Neighbors 2" lässt sich relativ simpel zusammenfassen: Während im ersten Teil die Studentenverbindung 'Delta Psi Beta (ΔΨΒ)' neben das Ehepaar Mac (Seth Rogen) und Kelly Radner (Rose Byrne) einzog und deren Leben durch laute Partys zur Hölle machte, droht dem Paar nun neuer Ärger:
Sie erwarten nun ihr zweites Kind, möchten ihr altes Haus verkaufen und in die Vorstadt umziehen. Lediglich 30 Tage stehen zwischen den Radners und ihrem neuen Leben. In dieser Zeit hat der neue Hauseigentümer nämlich das Recht, jederzeit von dem Kauf zurückzutreten. Genau in diesen Tagen zieht die Studentinnenverbindung 'Kappa Nu' unter der Leitung von Shelby (Chloë Moretz) in das Nachbarhaus ein, Streit ist da natürlich vorprogrammiert.

 

Deutschlandpremiere in Berlin

Am Dienstag konnte man die Schlange vor dem Cubixx am Alexanderplatz bereits von weitem sehen. Grund dafür war die sogenannte "Social Movie Night", welche regelmäßig Filmeabende für Fans veranstaltet. Diese dürfen den Film dann vor allen anderen sehen und zusätzlichen werden zu jedem Event wahre Hollywoodgrößen eingeladen. An diesem Abend waren niemand geringeres als Chloë Moretz und Seth Rogen vor Ort dabei!
Karten zu der Veranstaltung konnte man nicht kaufen. Die Veranstalter verlosten mit den Co-Hosts, den YouTubern ApeCrime, insgesamt ganze 1.000 Tickets!

 

 

Wie verlief der Abend?

Um kurz nach 18 Uhr kamen meine Begleitung und ich am Cubixx an. Beim Einlass erhielten wir neben unserer Eintrittskarte und auch einen Gutschein für Popcorn und einen kostenlosen Softdrink.
Diese Movie Night war die größte bisher und fand erstmals auf zwei Säle verteilt statt.
Während wir darauf warteten, dass wir in die Säle durften, hatte man die Chance auf ein Foto mit seinem Liebling. Zwar waren sie nur aus Pappe, aber mit der Fotowand hatten wir trotzdem total viel Spaß!

Nach einigen Minuten durften wir dann die Säle nach ausführlichen Sicherheitschecks (inklusive Handyabgabe) betreten.
Es folgten etwas mehr als eine Stunde Warten, während sich der Kinosaal langsam füllte. Auf der Leinwand wurden einige Filmbilder und Musik gezeigt, einige Male wurde auch der Filmtrailer abgespielt. Viele Zuschauer spielten mit den kleinen Taschenlampen herum, welche neben einem Filmposter auf jedem Kinoplatz für uns lagen.

 

Die Stars betreten das Kino: Die Show beginnt!

Seth und Chloë waren nicht die einzigen Gäste an diesem Abend, ihre Synchronstimmen Luisa Wietzorek  und Tobias Kluckert waren ebenfalls geladen.
Witzig war die Publikumsreaktion als Kluckert anfing zu sprechen: Wir waren alle überwältigt von seiner Stimme und Moderator Patrice Bouedibela brachte unsere Gedanken gut auf den Punkt: Wir sollten ihm einfach das Mikro den ganzen Abend geben.
Die Gäste berichteten über die Arbeit als Synchronsprecher, über die Schwierigkeiten und ihre Erlebnisse.

Nach einiger Zeit war es dann so weit: Die Hollywoodgrößen Chloë Moretz und Seth Rogen betraten die Bühne. Natürlich drehten sich die Fragen um das Thema „Studentenverbindungen“ und wie man eine typische amerikanische Party schmeißt. Seth erklärte uns, dass man definitiv rote Becher bräuchte und Chloë fügte lachend „und billigen Alkohol“ hinzu.

Nach einigen weiteren Fragen holte der Moderator die Synchronsprecher der beiden wieder auf die Bühne, denn sowohl Chloë als auch Seth, hatten noch nie ihre deutschen Stimmen gehört.
Beide waren total begeistert und Seth erfreute sich daran, dass Kluckert sogar genauso lachen würde wie er. Seth war generell sehr fasziniert von seinem Synchronsprecher: „Er sieht auch noch besser aus als ich. Es sieht aus, als sei ich sein Synchronsprecher!“

 

Wie war der Film?

Meist ist es ja leider, so dass der zweite Teil eines Films schlechter ist als sein Vorgänger. Ich persönlich finde, dass dieses Phänomen bei einer Komödie für Jugendliche sogar noch sehr viel stärker ausgeprägt ist. Mein Fazit: Das war absolut nicht der Fall!
Ich gehe sogar so weit zu behaupten, dass mir „Bad Neighbors 2“ besser gefällt als der erste Teil.
Die ersten Minuten kam man aus dem Lachen gar nicht mehr heraus! Natürlich werde ich euch jetzt nicht die Handlung und das Ende verraten, ich kann euch jedoch sagen, dass der Film definitiv sehenswert ist!

Interview mit keinem Vampir – ich führe Selbstgespräche

 

ein Beitrag von Amanda
 

„Was macht es mit dir, natürlich so ganz persönlich, dort wo es weh tut, wenn deine Großmutter zum Beispiel ärgerlich anruft und dir an den Kopf wirft: ‚DU RUFST NIE AN!‘“  

 

Als erstes sehe ich die liebe Gestalt  der Oma Formen annehmen, sehe ihre großen von Fältchen umrandeten Augen und Wehmut steigt in mir auf. Ich empfinde Schuld und Scham, weil ich davon ausgehe, dass sie Recht hat. Ich werfe mir vor, eine schlechte Enkelin zu sein. Schlimmer: Ich werfe mir im Allgemeinen vor durch und durch schlecht zu sein. Wie sollte es auch anders sein? Schließlich verletzte ich durch mein rücksichtloses Verhalten die liebe Oma. 

 

Meine gewohnte Kommunikation: Der Satz löst Kopfkino aus. Das bedeutet, ich erkenne meinen „Schuldanteil“, durch den „berechtigten“ Vorwurf meiner Oma, empfinde ich Scham. Ich glaube, die Situation erfasst und „richtig“ bewertet zu haben. Automatisch reagiere ich darauf mit Selbstzweifeln oder ziehe mich von der Oma noch weiter zurück. Flucht.

 

Die Übung des Seminares, zur Einführung in die Lehre der Gewaltfreien Kommunikation (GFK), hatte begonnen. Ich befinde mich zu dem Zeitpunkt meines fiktiven Interviews in einem Stuhlkreis in der Geschäftsstelle der BUNDjugend Berlin, sitzend, zwischen circa 15 anderen jungen Teilnehmer*innen. Es ist Samstag, es ist Vormittag. In der Mitte des Stuhlkreises steht eine Vase mit frischen Blumen und Anna Herzog, die Inputgeberin, führt uns weiter dorthin, wo es wirklich weh tut – in unser Inneres. Die Reise beginnt zwar mit einer guten Portion Theorie, der Weg, so dünkelt es mir, wird dennoch beschwerlich. Anna wird zum Kompass. Sie zeigt uns die Richtung, begleitet uns empathisch, stellt Fragen. Wie erfolgreich wir die Kommunikationsstrategie aufnehmen, ist uns selbst überlassen. Wie intim die von uns gewählten Fallbeispiele ausfallen, ebenso. Anna lächelt, während sie uns darauf hinweißt, dass diese Art mit Menschen in Verbindung zu treten, viel Zeit und Mut zur Ehrlichkeit in Anspruch nehme.

 

Versuche mal tiefer in dich hineinzuhorchen: Warum rufst du nicht an? Kann es eventuell einen Grund dafür geben?“

 

Aber ja! Die Oma nörgelt bei jedem Thema, das ich benenne. Der Altersunterschied ist viel zu groß, als dass sie mich verstehen könnte und immer die Sorge ihrerseits, ich würde nie einen Mann finden, keine Kinder kriegen und einsam sterben, weil ich nicht kochen kann und das auch noch laut herumerzähle. Hallo ich bin erst 19 Jahre alt! So wird mir einiges klar: Oma hat Schuld! Nicht ich!

 

Der Fehler liegt beim Anderen: Während ich im ersten Schritt unter dem vermeintlichen Vorwurf meiner Oma, der durch mein eigenes Kopfkino entstanden ist, gelitten habe, erscheint es mir im zweiten Schritt selbstverständlich davon auszugehen, dass ich absolut keine Verantwortung trage. Ich glaube sogar, auf eine Ungerechtigkeit gestoßen zu sein. Bin in der Opferrolle und verteidige mich. Eine Annäherung zur Oma erscheint mir in diesem Moment unmöglich und das auch noch begründet.

 

„Bist du durch die beiden vorangegangen Erkenntnisse zufriedener geworden? Glaubst du nun eine Lösung eures Problems gefunden zu haben?“

 

Nein, nicht wirklich. Ein dumpfes Gefühl regt sich in meiner Brust. Ich hatte am Anfang Erleichterung empfunden, weil ich den Fehler von mir weisen konnte. Aber verletzt bin ich immer noch.

 

Empathie – Killer: Bis hierhin ist es mir gelungen die gesamte Kommunikation, die zwischen mir und meiner Großmutter so stattfinden würde, in einer Art und Weise zu gestalten, die beiden wahrscheinlich eher geschadet, als geholfen hätte. Aber warum? „So läuft es doch“, glaube ich. Jetzt könnte mal jemand mit einem Ratschlag um die Ecke kommen! Ich befinde mich in einer Verfassung, die gefährlich ist: Ohnmacht und Verharmlosung machen sich in meinem Gemüt breit. Die Grenze zwischen mir, als eigenständige Person, und meiner Oma, als ebenfalls eigenständige Person, verschwinden.

 

„Wenn du den Satz hörst: ‚ Du rufst nie an!‘, fühlst du dann Unsicherheit? Fühlst du dich ferner noch unter Druck gestellt? Deprimiert? Betroffen? Entnervt?“

 

Auf jeden Fall. Kann das Gegenüber meine Gedanken lesen???

 

Leben in der Dominanzkultur: Das „Über-Gefühle-Reden“ kenne ich gar nicht in dieser Art. Ich dachte, ich wäre traurig oder wütend, wenn ich den Satz meiner Oma höre. Dass eine Vielzahl anderer Emotionen darunter sind, bedeutet Neuland für mich. Erziehung und Kontrolle haben mich glauben lassen, dass jede meiner Handlungen Konsequenzen hervorbringe, vor denen man sich fürchten müsse. Tagtäglich auf der Hut vor Menschen zu sein, ist ziemlich anstrengend. Ich habe gelernt im Muster „Richtig vs. Falsch“ zu denken und demnach die Welt wahrzunehmen. Ich habe gelernt, dass Anstand, Sitte und „Moral“ zwar nicht gottgegeben, so doch Sache der Allgemeinheit sind, an die man sich zu halten hat, um sich besser von primitiven Lebensformen zu unterscheiden. Durch Annahmen wie diese, habe ich mir selbst Hemmnisse gebaut und mir Hürden erstellt, die „auf keinen Fall zu überwinden sind“. Die Frage nach meinen Gefühlen erschien mir deshalb auch eher unwichtig.

 

„Wir sind bald fertig, aber warum fühlst du so, bei diesem Satz?“

 

Wenn ich das wüsste! Gegenfrage: Wären dann Therapien nutzlos?

 

Zwischen ehrlicher Selbstempathie und Selbstmitleid: Die Enge der Dominanz-Logik führt zu zwei anerkannten Strategien: Rebellion oder Gehorsam. Sie werden durch Forderungen, Vorschriften und Verurteilungen hervorgerufen. Während ich davon ausgehe, dass ich „keine Wahl“ habe, als das ich mich beugen oder dagegenstämmen kann, irre ich mich gewaltig. Die Konsequenz bedeutet für mich, mir meiner persönlichen Freiheit zu entsagen. Es ist meine bewusste Entscheidung, entweder auf Konfrontations-Modus zu schalten oder klein bei zugeben. Genauso wie es meine freiwillige Entscheidung sein könnte, meine Fähigkeit zu einfühlsamer Verbindung mit mir selbst zu akzeptieren. Habe ich dies verinnerlicht, erübrigt sich die Aussage der Wahllosigkeit und ich erkenne, dass jede Kommunikation, die zwischen mir und meiner Oma stattfindet, auf Lebendigkeit, Verbindung und auf freiwilliger Basis erfolgt.

 

„Ich versuche dir entgegen zu kommen, da ich beobachte, dass du angespannt sein könntest. Nun, fühlst du dich entnervt, unter Druck, unsicher und deprimiert, weil du dir Ruhe und Gelassenheit wünschst? Weil du Harmonie in deiner Beziehung zur Oma brauchst?“

 

Okay, jetzt wird’s gruselig. Genau das ist mein sehnlichster Wunsch. Noch nie hatte ich einen derart klaren Blick auf meine Gefühle und auf meine Wünsche. Ich bin also kein schlechter Mensch. Ich rufe nicht so oft an, weil ich meine Ruhe brauche und ich reagiere auf den Satz empfindlich, weil ich mir eine harmonische und vertrauliche Beziehung zu meiner lieben Oma wünsche. Dinge, die völlig okay und normal sind.

 

Ein Bedürfnis nach mehr Bedürfnissen: Dinge, die ich brauche, die für mich unentbehrlich sind, gibt es in meinem Leben viele. Ich brauche Essen, um nicht zu verhungern. Ich brauche frische Luft,  um nicht zu ersticken und ich brauche Klopapier, um mir den Hintern abwischen zu können. Das weiß ich. Dass aber Bedürfnisse wie Wertschätzung, Schönheit, Vertrauen in mich und andere und sogar Vergnügen dazu gehören, das wusste ich nicht. Mir kam es meistens als „White-Girl-Problem“ vor. Sie sind legitim und hängen nicht mit bestimmten Personen zusammen. Weil sie auf freiwilliger Basis sind, übersehe ich sie oft und gern. So wie die Forderung eines ungezogenen Kindes. Das Ganze erschwere ich mir zusätzlich,wenn ich sie für so unnötig halte, dass ich sie nicht mal meiner Umwelt mitteile. Und doch brauche ich sie, das Verlangen, die Bedürfnisse zu befriedigen, kommt – wehren aussichtslos.

 

„Du hast dich als Mensch mit legitimen Gefühlen und Bedürfnissen entdeckt. Ich gratuliere! Glaubst du, dass auch deine Oma solch ein Mensch ist?“

 

Bescheuerte Frage, aber natürlich ist sie das.

 

„Wenn du davon ausgehst, deine Oma sei auch ein Mensch mit Gefühlen und Bedürfnissen, was fühlt SIE in dem Moment, in dem sie ihren Satz „Du rufst nie an!“ an dich richtet?“  

 

Naja, das ist schwierig…vielleicht ist sie enttäuscht. Vielleicht auch traurig.

 

„Weswegen könnte sie enttäuscht und traurig sein?“

 

Wegen mir?

 

„Was möchte sie vielleicht von dir?“

 

Das ich anrufe?

 

„Könnte es sein, dass deine Oma Nähe möchte, weil sie Kontakt braucht?“

 

Habe ich doch gesagt!

 

„Du hast dich selbst und deine Oma als Menschen mit Gefühlen und Bedürfnissen gesehen, wie würdest du nach dieser Einsicht weiter verfahren? Welche Strategie würdest du demnach wählen, um eure beiden Bedürfnisse zu befriedigen?“

 

Hm…ich glaube, ich würde sie anrufen und ihr sagen, dass wir gern öfter Telefonieren könnten.

 

„Wäre damit auch dein eigenes Bedürfnis nach Ruhe gestillt?“

 

Ich glaube nicht.

 

„Und wenn dein Bedürfnis nach Ruhe nicht gestillt wäre, würdest du dennoch in öfteren, kürzeren Abständen dich bei deiner Oma melden?“

 

Wahrscheinlich nicht.

 

„Würde dann Harmonie zwischen euch herrschen?“

 

Nein.

 

„Genau, es wäre ein fauler Kompromiss. Also ist auch die gewählte Strategie von dir nicht wirklich erfolgversprechend.“

 

Kompromisslos: die eigenen Grenzen

Faule Kompromisse sprechen eine offensichtliche Bedürfnisunbefriedigung an. Da mindestens eine der beiden Personen das mit der Zeit deutlich spürt, führen solche Kompromisse in den seltensten Fällen zu einer Lösung, mit der sich beide wohlfühlen. Sobald ich erkannt habe, was meine Oma wahrscheinlich von mir möchte, komme ich ihr entgegen und bemühe mich, ihr Bedürfnis nach Nähe und Kontakt zu stillen. Eines steht mir jedoch dabei im Wege: mein eigenes Bedürfnis nach Ruhe. Bis hierhin gelingt es mir aus der altbewährten Dominanzkultur auszubrechen. Eine Hinwendung zur Partnerschaftskultur könnte durch die Frage „Wie können die Bedürfnisse aller befriedigt werden?“ erfolgen. Schließlich, so das Wort, zeichne sich eine funktionierende und liebevolle Partnerschaft durch Gegenseitigkeit und Anteilnahme für und von beiden Partnern aus. Dabei spielt es keine Rolle, zu wem man diese Partnerschaft aufbaut, jeder Mensch verdient eine liebende, auf Wertschätzung beruhende Verbindung zu seinen Mitmenschen.

 

„Fällt dir vielleicht eine andere Idee ein, wie deine Oma mehr Kontakt bekommen könnte und du gleichzeitig auch deine Ruhe?“

 

Doch nicht so offensichtlich das Ganze, naja ich könnte ihr öfter Fotos von mir schicken und dazu einen kleinen Text. Ich könnte ihr auch auf den Anrufbeantworter quatschen. Könnte, nach selbstbestimmter und dosierter Ruhepause, auch mal wieder persönlich bei ihr vorbei kommen. Möglichkeiten gibt es also doch einige. Warum ist es mir nicht vorher eingefallen? Warum habe ich mich so ohnmächtig Gefühlt bei dem Satz: „Du rufst nie an!“? Das verwundert mich jetzt sehr. Ich werde es mir merken.

 

(K)Ein Ende in Sicht? Gewaltfreie Kommunikation als Lebensphilosophie

Natürlich schrieb ich meiner Oma einen kleinen Text. Das tat ich als erstes, als die Mittagspause von Anna Herzog freudig verkündet wurde. Was ich genau schrieb, ist nicht entscheidend. Dass ich es tat, war mir wichtig. In mir ging ein Wertewandel vor. Auch den anderen Teilnehmer*innen war es anzusehen. Alle strahlten und diskutierten eifrig, während zusammen die leckere selbstgekochte Suppe verzehrt wurde. Anna Herzog befand sich nun zwischen GFK-Jüngern. Ziemlich schnell begriffen wir die weitläufigen Perspektiven, die aus der Gewaltfreien Kommunikation resultierten.

 

 „Keiner tut etwas gegen mich, sondern für sich.“

 

Dieser Satz nimmt doch allen möglichen Anschuldigungen und Verurteilungen, auch dem Zorn des Gegenübers, den Wind aus den Segeln. Warum? Weil ich das niemanden verübeln kann für seine Interessen einzustehen.

 

„Jeder Mensch tut das Schönste und Beste, was er im Moment tuen kann.“

Auch bei dieser Erkenntnis verspüre ich Erleichterung. Mitleid steigt in mir auf, wenn zum Beispiel Frauke Petry vorschlägt, auf geflüchtete Menschen bei Notwehr zu schießen, sobald ich die vorangegangen Sätze verinnerliche. Anscheinend ist dieser Vorschlag der Wertvollste, den Frau Petry von sich geben kann. Anscheinend nimmt sie die negativen Reaktionen darauf gern in Kauf, weil Menschenleben zugunsten ihres Wahlkampfes nun einmal hinhalten müssen. Weil das, dass Schönste und Beste ist, was Frauke Petry leisten kann. Ich hingegen akzeptiere ihr Verhalten und ziehe daraus meine eigenen Konsequenzen. Besuche Demos und versuche ein extra großes Plakat zu entwerfen, damit auch die AFD-Aktionäre anderen Input bekommen. Ich unterschreibe Petitionen gegen sie oder mobilisiere mein Umfeld dazu, mich zu unterstützen. Aber ärgern muss ich mich nicht. Schließlich liegt es in meiner eigenen Freiheit für mich und meine Bedürfnisse Verantwortung zu tragen, statt sie von mir zu schieben und „Frauke“ die Schuld zuzuweisen. Ohnmächtig und hilflos bin ich dabei keineswegs – mehr.

„Bewegt euren Arsch ins Zelt, die Pause ist gleich vorbei!“  – Zugegeben, so wurde ich noch nie darauf hingewiesen, dass ich mich wieder auf meinen Platz setzen soll. Beim „Zirkus des Horrors“ ist allerdings genau das der Fall, dort wird kein Blatt vor den Mund genommen und die Performance strotzt nur so vor Humor und Gruselfaktor. Doch zurück auf Anfang.

 

Ein Text von Anne

 

Für mich war es am letzten Mittwoch so weit: Der Besuch im „Zirkus des Horrors“ stand an.
Auf dem Gelände angekommen, sah ich wie zwei Männer in großen braunen Roben die Autofahrer zu ihren Parkplätzen wiesen. Von Beginn an wurde das Motto ‚Horror‘ wirklich in allen Bereichen eingehalten.

 

Der Horror begann bereits am Einlass
 

Nachdem meine Begleitung und ich unsere Tickets geholt hatten, mussten wir uns in eine Schlange anstellen. Man durfte nämlich nicht einfach in das Zirkuszelt eintreten. Nein, man musste erst durch ein kleineres Zelt, in welches man grüppchenweise hineingelassen wurde. Man konnte durch die Schreie, welche man von draußen hören konnte, davon ausgehen, dass der Spaß bereits beim Einlass beginnen würde.
Im Inneren erwarteten uns dunkle Gänge und verkleidete Darsteller, welche dem Publikum eine riesen Angst einjagen sollten. Bei mir haben sie das definitiv geschafft! Der erste Darsteller, welche mir einem Plastikbeil ausgestattet war, packte mich und ließ mich erst nach einigen Sekunden wieder los.
Wir folgten dem dunklen Gang und weitere Darsteller erwarteten uns. Nachdem ich mich an dem Killerclown mit Kettensäge vorbeidrängeln konnte (mein schlimmster Albtraum übrigens), gelangten wir in einen großen Vorraum. 
Hier konnte man sich Essen, Trinken und Souvenirs kaufen. Auch hier wurde das Motto bestens umgesetzt. Das Zelt was liebevoll mit allerlei Schaurigem dekoriert: Spinnenweben an jeder Ecke, gedimmte Lichter und in überall gruselige Figuren. Dazu kam noch, dass alle Standverkäufer verkleidet waren.

 

Paranoia?!
 

Als wir auf unseren Plätzen angekommen waren, ging der Horror auch direkt weiter: Zwei Darsteller liefen durch das Publikum und erschreckten dieses. Ich bin generell ein sehr schreckhafter Mensch und die Verkleidungen der Darsteller machten es definitiv nicht besser! Diese ‚Show‘ wurde uns auch in der 20-minütigen Pause geboten. Ich hatte das Gefühl, dass meine Begleitung und ich von Sekunde zu Sekunde paranoider wurden, weil wir ständig dachten, dass irgendwo irgendjemand steht und uns erschrecken möchte.

Eine Frau setzte sich vor mich. Sie hielt einen Cocktail in der Hand, aus welchem heller Nebel aufstieg. Mein Blick schweifte umher und ich war überrascht, wie gut das Zirkuszelt gefüllt war. Der „Zirkus des Horrors“ trat nur noch für wenige Tage auf. Höchste Zeit also die Show zu besuchen.

Wenige Minuten später ging es dann auch los: Die Lichter gingen aus, Musik ertönte und die ersten Schausteller betraten die Bühne.
Das Programm bot wirklich für jeden Besucher etwas: Zunächst trat eine Seilakrobatin auf, man kann ihre Performance allerdings nicht mit einer aus einem ‚normalen‘ Zirkus vergleichen, denn auch hier wurde das Motto eingehalten, ihre Verkleidung, ihre Gestik und Mimik überzeugten. Die komplette Atmosphäre war einfach ganz anders: Der Zirkus war sehr viel dunkler und wirkte daher automatisch gruseliger, die düstere Hintergrundmusik und die schaurigen Verkleidungen verstärkten den Effekt.

Die Darsteller erbrachten eine körperliche Leistung, die ich zuvor noch nicht gesehen hatte! Egal ob Schlangenmensch oder das überzeugen durch Muskelkraft und Körperspannung. Ich ertappte mich einige Male, wie ich mit offenem Mund das Geschehen beobachtete und einfach total begeistert war.

Vielleicht kennen welche von euch den Begriff Jugendweihe, womöglich von euren Eltern oder vielleicht habt ihr selbst Jugendweihe gefeiert oder sie steht kurz bevor. Wenn nicht, erkläre ich euch kurz den Begriff. 

ein Text von Katharina
 

Jugendweihe - Was ist das?

Nicht wie oft irrtümlich angenommen, ist die Jugendweihe ein Fest der DDR. Denn die erste Jugendweihe wurde schon vor 150 Jahren gefeiert und hat also nichts mit der SED-Ideologie zu tun. Bei der Jugendweihe feiern junge Menschen im Alter von 13-15 Jahren den Eintritt ins Erwachsenenalter und es ist eine nicht-konfessionelle Veranstaltung. Das bedeutet, dass die Kirche oder die Glaubensrichtung keine Rolle spielt. Vor allem basiert die Jugendweihe auf dem humanistischen Weltbild der Toleranz, des friedlichen Miteinanders, der Solidarität und der Menschenwürde. 

 

Welche Geschenke gibt es?

Ein beliebtes Geschenk ist vor allem Geld, mit dem sich die Jugendlichen eigene Wünsche erfüllen oder das sie sparen können, zum Beispiel für den Führerschein. Häufig verfügen die Jugendlichen zum ersten Mal nach einer Jugendweihe frei über eine höhere Summe Geld. Eine Verantwortung, die zum Erwachsenwerden dazugehört. Beliebt sind auch Reisen als Geschenk, oft sind es spezielle Jugendweihe-Abschlussfahrten.
 

Wo finden Jugendweihen in Berlin und Brandenburg statt?

Der Verein Jugendweihe Berlin/ Brandenburg e.V. organisiert in diesem Jahr vom 23.04. bis 18.06.2016 über 50 Festveranstaltungen mit rund 25.000 Gästen, um dieses wichtige Ereignis zu feiern. Insgesamt 3.100 Jugendliche feiern dann mit Familie und Freunden in Berlin, Potsdam, Prenzlau, Wittstock, Wildau, Eberswalde, Fürstenwalde und Beeskow. In Berlin wird die Jugendweihe zum Beispiel im FEZ, CineMotion und im Cinestar gefeiert. 

 

Was passiert bei einer Jugendweihe-Feier?

Die meisten Jugendlichen feiern am liebsten im Freundeskreis und Klassenverband und melden sich dementsprechend zusammen für eine Veranstaltung an. Gemeinsam mit ihren Familien kommen sie dann festlich gekleidet zum Veranstaltungsort. Eine Jugendweihefeier enthält verschiedene Programmpunkte wie zum Beispiel Musikbeiträge, Reden und kreative Aktionen. Der Höhepunkt der Feier ist jedoch die persönliche Gratulation, bei der die Jugendlichen auf die Bühne kommen und der Beginn eines neuen Lebensabschnitts öffentlich und im Kreis der Familie festlich begangen wird. Ein unvergesslicher Augenblick im Rampenlicht.

 

Du willst auch Jugendweihe feiern? Dann melde dich an! Mehr Informationen bekommst du u.a. beim Jugendweihe Berlin / Brandenburg e.V.!

Am 17. März war es endlich so weit, nach wochenlanger Vorbereitung, stand nun die Premiere des gesellschaftskritischen Projekts ‚KLASSEN.LOS!‘ im Maxim Gorki Theater an.

Das Projekt „KLASSEN.LOS!" beschäftigt sich mit dem Thema Vorurteile.
Im Rahmen des Projektes fanden sich sechs Berliner Klassen. Sie besuchten sich gegenseitig in ihren Bezirken und tauschten sich über unsere heute Gesellschaft aus. Bereits bei dem ersten Treffen sprachen sie über Vorurteile, welche sie voneinander hatten und es stellte sich heraus, dass viele davon sogar der Wahrheit entsprachen.

Als Ergebnis bietet „KLASSEN.LOS!“ eine liebevoll zusammengestellte Performance aller Beteiligten, welche zum Nachdenken anregt. Aber seht selbst!

 

ein Beitrag von Anne

11 Uhr an einem Samstag, Berlin Alexanderplatz. Massen strömen aus der Primarkfiliale, voll bepackt mit riesigen Papiertüten, erschöpft, aber zufrieden vom Beutezeug durch ein vermeintliches Klamottenparadies. Doch das Glücksgefühl währt nicht lange, bald schon werden die Teile in der hintersten Schrankecke deponiert. Die Faszination schwindet, besonders  wenn die Erkenntnis folgt, dass der Kauf der meisten Teile nur eine Begleiterscheinung des Konsumrausches war. Doch daraus resultiert keine Lehre, denn die Verlockung, trendige Styles zu kleinsten Preisen zu ergattern, ist einfach zu groß. Wenn kein Umdenken erfolgt, so setzt sich das Erfolgskonzept des irischen Modeproduzenten fort, denn es wird weiter billig auf Masse verkauft und die maßlose Verschwendung  von Textilien angeregt.

Das Verkaufskonzept Primarks unterscheidet sich dabei erheblich von dem anderer Firmen. Die Produktionsumstände sind bei anderen Marken zwar ähnlich, aber der Unterschied besteht darin, dass Primark die Ware billiger verkauft. Nach Aussage von Primark können diese Preise so gering gehalten werden, da auf teure Werbung mit Models verzichtet würde, es keine Zwischenhändler gäbe. Außerdem werde an der Verwaltung gespart,  die Ware in Massen und daher vergünstigt eingekauft und ihre Textilien rationalisiert hergestellt. Das Verkaufsprinzip funktioniert jedoch nur, wenn die Konsumenten dieses bedienen und große Mengen beziehen, nur so rentieren sich die niedrigen Preise für Primark. Und die Konsumenten spielen mit, denn auf den ersten Blick wirkt das Prinzip für sie positiv. Besonders für Teenager sind die Primark-Shops einladend, da sie nur wenig Geld für trendige Mode ausgeben müssen.

Die Kehrseite des Ganzen wird vielen gar nicht bewusst. Ein versteckter Aspekt des Konsums ist die enorme Entstehung von Abfall während und nach der Textilproduktion. Chemikalien wie Formaldehyde als Knitterschutz oder Färbemittel werden dort verwendet und erfordern eine fachgerechte Entsorgung, die nicht immer gewährleistet ist. So werden umliegende Gewässer und die Umwelt folgenschwer geschädigt. Des Weiteren trägt anfallendes Verpackungs- und Versandmaterial zum wachsenden Müllberg bei. Wie beispielsweise Plastiktüten und Kartons für den Transport der Ware von den Produktions- zu den Verkaufsstätten. Aber auch Papiertüten, welche bei jedem Einkauf mitgegeben werden.

ein Kommentar von Abdu

 

Ich muss es zugeben: Ja, auch ich habe an der Ice-Bucket-Challenge teilgenommen. Im Nachhinein muss ich sagen:  Ich hätte vielleicht einfach nur spenden und den Teil mit dem Wasser weglassen sollen. Mittlerweile eher peinlich anzuschauen als witzig. Doch durch die anschließende Spende hatte das Ganze wenigstens einen Sinn, einen gesellschaftlichen Nutzen, man könnte sagen: einen Mehrwert, der größer ist als der „Spaß“ beim Videodreh und beim Anschauen des Videos. Gut – danach kam die Bier-Challenge, die hatte dann nicht mehr ganz so viel Mehrwert abgesehen davon, dass ein Bier geext wird. Die Cinnamon-Challenge war dann nur noch absolut dumm, da gefährlich.

Doch was ich vor Kurzem gelesen und gesehen habe, hat mich erneut - das passiert in letzter Zeit doch etwas öfter - den Glauben in die Menschheit verlieren lassen: die Halal-Challenge. Für alle, die es nicht wissen: Halal ist das muslimische Gegenstück zu Kosher. Es schreibt unter anderem vor, wie ein Tier geschlachtet werden muss, damit das Fleisch „halal“ , also „erlaubt“, ist. Zur Halal-Schlachtung gehört das Schächten, das Ausblutenlassen des Tiers. Eine durchaus kritikwürdige Schlachtweise, das sehe ich ein.

Die Halal-Challenge ruft nun dazu auf, man solle doch in einen Supermarkt gehen, sich dort Schweinefleischwaren raussuchen und diese auf Halal-Fleischwaren positionieren. Mit dem angeblichen Motiv, gegen Halal-Schlachtung zu protestieren.

Die Halal-Challenge ist jedoch so bescheuert, dass„bescheuert“ schon ein sehr nett gewähltes Adjektiv ist. Mir würden da auf Anhieb schlimmere Sachen einfallen, um diese Leute zu beschreiben. Zusammenfassend würde ich davon ausgehen, dass die Leute wohl mehrheitlich typische AfD-Wähler und Pegida-Demonstranten sind. Nicht nur, dass man die Halal-Richtlinien nicht einfach verbieten kann, was glauben diese Leute mit der Aktion bewirken zu können, außer vielleicht, dass sie eines Tages vom Falschen beobachtet werden und Probleme bekommen könnten? Ich glaube kaum, dass es hochrangige Politiker kümmert, wer was in welchen Supermärkten umlegt oder auch nicht. Einen politischen Hintergrund kann man deshalb bei dieser Aktion höchstwahrscheinlich ausschließen. Schaut man sich die Teilnehmer beziehungsweise ihre Facebook-Profileetwas genauer an, kann man einfach stupiden Hass als Intention vermuten. Die Religionsfreiheit einzuschränken ist auch kein Kavaliersdelikt, da diese ein grundlegendes Recht eines jeden ist, der sich in der Bundesrepublik Deutschland befindet.
Zusammenfassend: Jeder, der an dieser Aktion teilnimmt, ist für mich rechts, ungebildet, intolerant, weltverschlossen, unsympathisch und verhält sich asozial.

Julian Le Play ist in Österreich bereits ein Star und versucht nun in Deutschland, seinen Durchbruch zu schaffen. Wir haben ihn getroffen.

Ein Text von Oliver Mattutat 

Sein drittes Album Zugvögel (VÖ 15.04.) wird das erste Album sein, das auch in Deutschland einen gewissen Bekanntheitsgrad bekommen wird. Julian ist in Österreich schon mehrfach mit Preisen ausgezeichnet worden. In Deutschland hingegen war er bisher nur wenigen bekannt. Dieses Jahr ist er als Support von Revolverheld und als Headliner auf Tour. 

Der Wiener, dem man seinen österreichischen Dialekt kaum anhört, hat die Texte für sein Album in unterschiedlichen Städten Europas geschrieben. Im Gepäck hatte er immer ein kleines Keyboard. Da kam es schon mal vor, dass er bis tief in die Nacht mit einem Barbesitzer Gin probierte. Auf seinen Reisen gab es immer kleine Impulse, die ihn an etwas erinnern. Er beobachtete die Umgebung und die Leute in den verschiedenen Städten. Daraus entstanden seine Songs, die auch immer eine persönliche Note haben. Das romantischste Lied seines Albums ,,Wach zu werden" schrieb er skurrilerweise im Rotlichtviertel in Amsterdam. Er strotzt in unserem Interview nur so von Geschichten.

Der Titel des Albums ,,Zugvögel" beschreibt auch den Menschen Julian le Play. Im Interview erzählt er mir, dass es ihn da hinzieht, wo es ihm gut geht. Genau wie bei Zugvögeln, die im Herbst Richtung Süden in die warmen Regionen ziehen. Musikalisch kann man viele Streicher und Bläser erwarten. Julian beschreibt dies als die musikalische alte Welt. Aber diese "alte" Welt mischt sich auf dem Album mit der "neuen" Welt, zu der für ihn Synthesizer und Beats gehören. Der 24-jährige Wiener versucht mit seinen Songs Gefühle zu vermitteln und Mut zu machen. 
Einen kleinen Eindruck könnt ihr euch durch das Musikvideo zur Single ,,Hand in Hand" verschaffen. Für Julian le Play erzählt jeder Song seine eigene Geschichte. ,,Jeder Song ist wie ein kleiner Film für mich.", erzählt er mit einem Glitzern in den Augen. So ist es auch nicht verwunderlich, dass er aktiv an seinen Musikvideos mitarbeitet, um seine Geschichten mit einzuarbeiten. Er schreibt zum Teil die Drehbücher und versucht sich auch als Regisseur. 

Am 25. Mai ist Julian le Play mit seiner Headliner Tour ,,Zugvögel" im Lido zu Gast!

 

Um den 8. März herum fanden bundesweit feministische und antirassistische Demos zum Frauenkampftag statt. Wir waren für euch vor Ort und haben den Berliner und Kölner Feminismus unter die Lupe genommen.

 

Text und Bilder von Abdu und Lucas
 

 

“... gemeinsam Grenzen einreißen…!” - Berlin

 

Am Sonntag, den 6. März 2016, haben sich nach Aufruf feministischer Vereine, trotz des andauernden Regens, ca. 1000 Personen am Rosa-Luxemburg-Platz vor der Volksbühne versammelt, um die Emanzipation von Frauen, Homo- und Transsexuellen weiter voranzutreiben. Unter dem Motto “Gemeinsam Grenzen einreißen!” liefen sie quer durch Berlin bis zum Oranienplatz. Die entspannte Atmosphäre nutzten viele Demoteilnehmer*innen zum Austausch politischer Ideen und Meinungen. Es kam zu keinerlei Ausschreitungen oder Gegenaktionen/-demonstrationen.

Inhaltlich wurde die Demo von verschiedensten Redner*innen gestaltet. Immer wieder wurde klar gemacht, dass Feminismus und Rassismus widersprüchlich sind und es keinen Platz für Alltagsrassismus gibt. Oft gab es schärfste Kritik an der AfD und ihrem intoleranten Blick auf die Sexualität und das Recht auf Abtreibung. Besonders warnten die verschiedenen Redner*innen vor der Instrumentalisierung der Frau für rechte Propaganda. So nutzen rechte Parteien immer wieder die Vorfälle der Silvester Nacht in Köln und anderen Städten, um reißerischen Wahlkampf zu betreiben.

 

Ein Wettbewerb der bpb für junge Projekte gegen rechts!

Aktuell muss sich die Demokratie so einigen Herausforderungen stellen: Antidemokratische Parolen, die nicht nur von Rechtsextremisten stammen, schüren Fremdenfeindlichkeit und stellen die Demokratie in Deutschland und der EU auf die Probe. Aus diesem Grund lautet das Motto des achten Jugenddemokratiepreises der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb): "Hier geht es nicht mit rechten Dingen zu!".

Der mit 3.000 Euro dotierte Preis zeichnet ein Projekt aus, das sich in herausragender Weise für Demokratie oder Demokratisierung einsetzt und somit ein Zeichen gegen rechte Meinungen aus der Bevölkerung und der Politik setzt. Um teilnehmen zu können, musst du zwischen 14 und 27 Jahren sein und dich für demokratische Strukturen und gegen rechtes Gedankengut im Alltag einsetzen. Dabei ist es gleich, ob das Projekt eine Jugendbegegnung, die Erstellung eines Videoclips, die Organisation eines Sportturniers, ein monatliches Stadtteilcafé oder auch etwas ganz anderes ist. Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.  

Bewerbungsfrist ist der 15. April 2016. Alle nötigen Informationen und das Bewerbungsformular findest du hier

 

Quelle: Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS)

"Ich wage zu behaupten, dass ich auch ein ganz netter Typ bin."

Anfang März war Louis Held, der Alexander von Falkenstein aus den "Bibi & Tina"-Filmen im Interivew mit jup!-Redakteuren Lukas und Amanda. Dort berichtete er über die Dreharbeiten, das Verhältnis zu seinem Film-Charakter, seiner Reiselust und wie er zum Schauspielern überhaupt gekommen ist. Aber seht selbst!

Save the Date: Pfingstakademie Jugendbeteiligung
 

Die 16. Pfingstakademie steht unter dem Motto,
Identität(en) – Wer wir sind und wer wir werden wollen?
und findet in diesem Jahr, vom 13. bis 17. Mai 2016 im Berliner wannseeFORUM statt.

 

Am Thementag werdet ihr euch folgenden Schwerpunkten widmen:
• Identität(en) in der Einwanderungsgesellschaft
• Netzidentität(en)
• Sexuelle Identität(en)
• Identität(en) und Arbeitsmarkt

Am Werkzeugtag sind folgende Fortbildungen geplant:
• Projektmanagement
• Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit (Social Media)
• Visualisierung
• Großgruppenmoderation
• Politische Aktionsformen
• Musik

und Akademie begleitend:
• Journalistisches Arbeiten/Dokumentation im Blog

 

Und natürlich wird es auch wieder ein Barcamp geben.

Teilnehmen können Jugendliche zwischen 16 und 26 Jahren. Die Kosten liegen bei 68 € pro Person.

Aktuelle Infos zum Programm folgen…

Den aktuellen Flyer könnt ihr hier downloaden.

Bei Fragen schickt einfach eine Mail an: soerje@wannseeforum.de

Am 17.03. ist die große Premiere von dem gesellschaftskritischen Projekt 'KLASSEN.LOS!' im Maxim Gorki Theater. jup!-Redakteurin Anne war bei einer Probe dabei.
 

Vorurteile. Jeder von uns hat sie, auch wenn man es nicht gerne zugibt.
Egal ob es um einen bestimmten Bezirk, einen TV-Sender oder die Herkunft eines Menschen geht, oftmals verbinden wir sofort und unbewusst Eindrücke mit dem Genannten. Verstärkt wird diese Angewohnheit durch Filme wie "Fack ju Göhte", die absichtlich mit Klischees arbeiten und Namen wie Chantal wohl für Jahre geprägt haben.

Das Projekt "KLASSEN.LOS!" beschäftigt sich mit genau diesem Thema.
Im Rahmen des Projektes haben sich sechs Berliner Klassen gefunden. Sie besuchen sich gegenseitig in ihren Bezirken und tauschen sich über unsere heute Gesellschaft aus. Bereits bei dem ersten Treffen sprachen sie über Vorurteile, welche sie voneinander hatten und es stellte sich heraus, dass viele davon sogar der Wahrheit entsprachen.

jup! Berlin war bei einer der Proben des Heinz-Berggruen-Gymnasiums dabei. Wie die anderen Klassen beschäftigen sich die Schüler*innen künstlerisch mit dem Thema: Sie haben sich eine Performance überlegt, in der sie die historische Entwicklung von gesellschaftlichen Klassenunterschieden darstellen und kritisieren. Ergänzt wird das Schauspiel durch Musik, sodass es auf gar keinen Fall langweilig werden wird.

Auffallend war, wie gut die Gruppe zusammengearbeitet hat. Sie haben viel miteinander gesprochen und haben einige Aspekte ihrer Performance gemeinsam verändert. Ich hatte den Eindruck, dass die Schüler selbst sehr interessiert an dem Projekt sind, denn wirklich jeder hat sich eingebracht und eigene Ideen vorgeschlagen.
Bei der Probe selbst gab es keinerlei Hemmungen, jeder der neun Jugendlichen (einige waren krank) schien sich wohlzufühlen.  

So haben sie zum Beispiel die deutsche Klassengesellschaft in der Geschichte durch Standbilder veranschaulicht und den Zuschauer so unter anderem das Leben im Mittelalter oder der Industrialisierung nahegelegt.
Während der Probe kamen viele gesellschaftskritische Themen auf: Rassismus, Ausgrenzung oder das Leben mit Hartz IV.
Das Motto „Ein Mensch ist ein Mensch“ zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Performance.

Aber genug davon, ich will euch ja nicht alles verraten! Was ich euch allerdings sagen kann ist, dass die Premiere von ‚KLASSEN.LOS!‘ am 17.03. im Gorki stattfindet. Die jup!-Redaktion wird auf jeden Fall dabei sein und von der Premiere berichten. Kommt vorbei!

ein Text von Anne

ein Text von Tina

 

Meine Vorweihnachtszeit in Sizilien war etwas stressig, da ich mit meiner Gastfamilie noch einen Wohnungsumzug (zum Glück konnten wir aber in der gleichen Straße wohnen bleiben) bewältigen musste. Als dies dann endlich geschafft war, konnten wir auch einen riesigen Tannenbaum (hier gibt es nur künstliche Tannenbäume) aufstellen und festlich schmücken.

Die Adventszeit mit Adventskranz, Nikolausüberraschung und Adventskalender sind in Sizilien nicht so verbreitet. In den Supermärkten kann man zwar diese Dinge kaufen, aber es gibt hier diese Traditionen nicht wie in Deutschland. Um auch unsere Traditionen meiner Gastfamilie näher zu bringen, haben  ich auch mit meinem Gastbruder Weihnachtsplätzchen gebacken (….lecker, die haben mir hier schon ein bisschen gefehlt….).

Die Ferien begannen zum Glück schon 5 Tage vor den Weihnachtsfeiertagen, sodass wir noch genügend Zeit hatten, um Geschenke zu kaufen.

Da es in Deutschland zu dieser Zeit ja meistens schon sehr kalt ist und wir in den letzten Jahren zu Hause manchmal sogar schon Schnee hatten, waren für mich die immer noch sehr warmen Temperaturen hier sehr ungewohnt. Dieses Jahr habe ich Weihnachten bei 22°C gefeiert.

jup!-Redakteurin Anne war dieses Wochenende auf der allererste deutschen ‚Pretty Little Liars‘ Convention in Köln unterwegs!

Auf einer Convention hat man die Chance, die Schauspieler einer Serie zu treffen, Autogramme und Fotos zu kaufen und andere Fans zu treffen. Die Darsteller halten sogenannte Panels, bei denen sie auf der Bühne sitzen und die Fragen der Fans beantworten.

 

Aber was genau ist denn ‚Pretty Little Liars' genau?

Die erste Folge ‚Pretty Little Liars‘ erschien 2010 in den USA und momentan läuft dort Staffel sechs.
Es geht um fünf Freundinnen: Spencer, Hanna, Aria, Emily und ihre Anführerin Alison, welche nach einer Pyamaparty spurlos verschwand. Seitdem bekommen die restlichen vier Freunde Drohungen von einer unbekannten Person, welche sich ‚A‘ nennt.
 

Für meine Freundin und mich ging  es Samstagmorgen schon früh los, wir mussten anderthalb Stunden zum Conventionhotel fahren.
Ab 8 Uhr stand die Registrierung auf dem Plan: Wir nahmen lediglich am Samstag an dem Event teil und nach wenigen Minuten, hatten wir unser grünes Tagesbändchen am Handgelenk.

Ich muss sagen, dass mich die Organisation positiv überraschte. Ich war bereits auf einigen Conventions, das war allerdings meine erste von diesen Veranstaltern und die Planung hat mich alles in allem überzeugt. Die Crewmitglieder waren super nett und halfen uns gerne weiter.

Einzig zwei Punkte störten mich doch sehr bei der Convention:

 

  1. Nach der Registrierung durften wir in die Panelräume (der Raum in dem die Darsteller später Fragen der Fans beantworten). Leider haben die Veranstalter tiefe Sessel für die Schauspieler bereitgestellt, sobald sie sich also setzten, konnte man absolut nichts mehr sehen.
  2. Außerdem haben sie die Schlange der Fans, welche eine Frage stellen wollten, direkt zwischen den beiden Sitzreihen platziert, erneut eine enorme Sichtblockade!

Ich stand also während den Panels am Rand und konnte von dort alles verfolgen.

Als Gäste geladen waren Ian Harding (Ezra), Keegan Allen (Toby), Janel Parrish (Mona) und Sasha Pieterse (Alison). Die Panel der Stars dauerten jeweils 20 Minuten und viele Fans ergriffen ihre Chance und stellten Fragen.

Zusätzlich hatte man die Chance sich ein Autogramm  oder ein Foto mit seinem Liebling zu kaufen, ein Foto mit Sasha Pieterse kostete zum Beispiel 50€, ein Autogramm 30€.

Ich habe mir weder Foto noch Autogramm gekauft, bin jedoch während der Autogrammstunde zu Sasha und Janel gegangen und hatte die Chance, sie einmal zu drücken und hallo zu sagen.

Abends stand eine Party mit dem Motto ‚Funeral‘ (deutsch: Beerdigung) an. Viele der Besucher gaben sich mit ihrem Outfit wirklich sehr viel Mühe, ich war wirklich beeindruckt!
Von den Stargästen war niemand auf der Party, trotzdem hatten wir eine Menge Spaß und haben ordentlich getanzt!

Mein Fazit: Ich war sehr überrascht, wie gut die Convention geplant war! Trotz wenigen Patzern hatte ich jede Menge Spaß und hoffe sehr, dass es nächstes Jahr eine weitere Convention geben wird!

 

ein Text von Anne

Der Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses und U18-Schirmherr Ralf Wieland lädt am 26. Februar 2016 zur Auftakt-Veranstaltung

 

Startschuss für die Berliner U18-Abgeordnetenhauswahl am 09. September 2016

Berlin, 18. Februar 2016 – Am 09. September 2016, neun Tage vor der Abgeordnetenhauswahl, können bei der Jugendwahl U18 berlinweit alle Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren wählen. Der Wahltag stellt den Höhepunkt einer langfristigen inhaltlichen Auseinandersetzung mit Politik dar. In den Wochen und Monaten zuvor erfahren Kinder und Jugendliche in vielen spannenden Projekten, wie Demokratie funktioniert und was politisches Engagement bedeutet. Ziel von U18 ist es, möglichst viele Kinder und Jugendliche dauerhaft für Politik zu begeistern.

Am 26. Februar lädt der Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses und U18-Schirmherr Ralf Wieland interessierte Berliner/-innen zur Auftakt-Veranstaltung ins Abgeordnetenhaus. Die Anmeldung ist ab sofort unter http://www.u18.org/berlin- 2016/u18-kickoff/ möglich.

Auftakt-Veranstaltung am 26. Februar 2016 im Abgeordnetenhaus: Informieren, Ausprobieren und Mitgestalten
Alle, die U18 kennenlernen wollen, und die, die erfahren wollen, was es 2016 Neues gibt, sind am 26. Februar 2016 herzlich in den Bernhard-Letterhaus-Saal, R 311 des Berliner Abgeordnetenhauses eingeladen. Hier warten unter anderem ein Parlamentsquiz, ein Checkup für das eigene U18-Wahllokal und viele Akteure darauf, Fragen zu Wahlen, zum Wahlsystem, ungültigen Stimmzetteln, Stimmenverteilungen und Prozenthürden für Parteien zu beantworten. Die Teilnahme nach voriger Anmeldung auf http://www.u18.org/berlin- 2016/u18-kickoff/ ist kostenlos, allerdings auf max. 100 Teilnehmer beschränkt.

 

Was ist U18

Das Projekt bietet jungen Menschen viele interessante Möglichkeiten, sich zu Wahlen, Demokratie und Politik zu informieren, Parteiprogramme zu verstehen, Wahlversprechen zu hinterfragen und sich eine eigene Meinung zu bilden. Aber es wird nicht nur geredet, sondern auch etwas getan. Im Rahmen von Aktionen vor Ort stellen sich beispielsweise Politiker/-innen den Fragen der Kinder und Jugendlichen. Es werden Parteien gegründet, Wünsche an die Politik formuliert, Wahl-Ralleys veranstaltet oder Wahlinfomobile durch die Stadt geschickt. Bei U18 gestalten junge Menschen ihre Aktionen selbst. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt! Höhepunkt ist der U18-Wahltag am 09. September 2016. Die Wahl funktioniert fast genauso wie die der Erwachsenen – mit Stimmzetteln, Wahlkabinen und Wahlurnen. Die Wahlurne bastelt jedes Wahllokal selbst, und die schönste Urne wird prämiert.

 

U18-Wahllokale anmelden

Ab dem 26.02.2016 können die U18-Wahllolkale für die Berliner U18-Abgeordnetenhauswahl auf www.U18.org angemeldet werden. Sie lassen sich in Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen, Schulen sowie Schulclubs einrichten, auch auf öffentlichen Straßen und Plätzen darf gewählt werden. Unterstützung gibt es in jedem Berliner Bezirk bei den U18-Koordinierungsstellen.

Die erste U18-Wahl wurde 1996 in einem Wahllokal in Berlin-Mitte durchgeführt. Heute, 20 Jahre später, ist U18 die größte politische Bildungsinitiative für Kinder und Jugendliche in Deutschland. Zur letzten Berliner U18-Abgeordnetenhauswahl 2011 gaben 26.705 Kinder und Jugendliche ihre Stimme ab. Zur U18-Bundestagswahl 2013 beteiligten sich in allen Bundesländern 198.365 junge Menschen. 2014 fand die erste U18-Europawahl mit insgesamt 36.719 abgegebenen Stimmen, davon 12.470 aus Berlin sowie ersten Wahllokalen in Polen, Frankreich und Spanien, statt. Mit Unterstützung des Berliner U18-Netzwerkes gab es im vergangenen Jahr U18-Bürgermeisterwahlen in Kiew mit mehr als 3.400 Kindern und Jugendlichen.

Organisiert und getragen wird die U18-Initiative in Berlin von einem breiten Netzwerk aus öffentlichen und freien Trägern, Jugendverbänden, landesweiten und bezirklichen Akteuren der Kinder- und Jugendbeteiligung sowie weiteren Engagierten. Unterstützt wird die U18-Initiative von der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung sowie vom Jugend-Demokratiefonds STARK gemacht!.

Weitere Informationen zu U18: www.u18.org

jup!-Redakteurin Amanda besuchte im Januar das Jugendforum denk!mal’16 im Berliner Abgeordnetenhaus und sprach mit den Organisatorinnen Edina-Talita Gergely und Maria Koch.

 

Ende Januar 2016 im Berliner Abgeordnetenhaus. Ich besuche das Jugendforum denk!mal‘16. Gemischte Gefühle, die sich um das Thema Nationalsozialismus breitmachen. Ich erinnere mich daran, dass die Rote Armee am 27. Januar 1945 im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau eintraf und die restlichen Überlebenden befreite. Wieder werde ich mit der perversen Perfektion von Menschenmassenvernichtungen, die im Zuge der Rassenhygiene in Deutschland geschehen sind, konfrontiert. Wieder der Zweite Weltkrieg. Wieder Hitler und Himmler. Und schon wieder stellen sich mir die Fragen: „Was hat das alles mit mir zu tun? Geschichte hatte ich auch in der Schule!“ Oder: „Ich weiß, der Zweite Weltkrieg und so.“

Doch ist es wirklich wieder die alte Leier, die uns aus mindestens zwei Jahren Oberstufe aus den vergilbten Geschichtsbüchern entgegenblickt?

Keineswegs! Um das beurteilen zu können, sollte man wissen, was sich überhaupt hinter der einprägsamen Bezeichnung denk!mal verbirgt. Laut Duden bedeutet Denkmal eine „zum Gedächtnis an eine Person oder ein Ereignis errichtete, größere plastische Darstellung“. Doch laut Ralf Wieland, dem Präsidenten des Abgeordnetenhauses von Berlin, bedeutet denk!mal weitaus mehr: Seit 2002 öffnet das Abgeordnetenhaus Jahr für Jahr seine Hallen für Jugendliche und junge Erwachsene bis 25 Jahre. Sie setzen sich auf unterschiedlichste Art und Weise dafür ein, den Opfern des Nationalsozialismus zu gedenken. Aus vier verschiedenen Kategorien (mach!mal, schreib!mal, sing!mal, mal!mal) entstand eine kreative Ausstellung, die eine Woche lang im Casino des Abgeordnetenhauses kostenlos und für jedermann gezeigt wurde. Ebenfalls funktionierte man den Plenarsaal für die Abendveranstaltung um und ließ zum Beispiel einen Deutsch-Polnischen Rap zum Thema erklingen, der von Jugendlichen selbst geschrieben wurde. 

Es gibt 2016 wieder ein Frühlingscamp! 

 

Mach mit und lass Dich…

 …inspirieren! mehr als lernen e.V. bietet Dir die Möglichkeit, Dich von Workshops, Diskussionen mit politischen Entscheidungstragenden und Vorträgen zum Thema „Bildung und Schule gestalten“ inspirieren zu lassen. Hol Dir Anregungen für neue Projektideen, die Deine Welt und den „Lebensraum Schule“ ein Stück besser machen könnten.

 

…empowern! Sie möchten Dich dabei unterstützen, tatkräftig für Deine Interessen einzustehen und Dir dafür das nötige