Menschen

Der Jugendrat der Generationen Stiftung vereint bundesweit junge Aktivist*innen zwischen 14-25 Jahren und entwickelt gesellschaftspolitische Kampagnen. Mit kreativen Protesten wird der Jugendrat junge Menschen mobilisieren, eine öffentliche Debatte für mehr Generationengerechtigkeit anstoßen und generationengerechte politische Entscheidungen herbeiführen.

Wir leben auf Kosten kommender Generationen. Seit Jahrzehnten achten Generationen und jene, die an der Macht sind, nicht ausreichend auf die Nachhaltigkeit und Langfristigkeit ihrer Handlungen. Der Fokus ihrer Entscheidungen liegt im Kurzfristigen.Die Generationen Stiftung ist die überparteiliche Interessenvertretung der kommenden Generationen.

Die Generationen Stiftung sagt: Wir müssen eine öffentliche Debatte lostreten, die die Missachtung der Interessen von kommenden Generationen thematisiert. Unser Ziel ist es, so viele junge Menschen wie möglich zu erreichen, um zusammen den Aufschrei nach mehr Generationengerechtigkeit anzutreiben!

Ihr wollt euch beteiligen? #wirkündigen

Weitere Informationen findet ihr unter www.generationenstiftung.com.

 

 

VON SOPHIA

 

Warum gibt es den Internationalen Mädchentag?

Auf diese Frag gibt die Kinderrechtsorganisation Plan International eine ganz einfache Antwort:

 „Weil die Welt die Herausforderungen, mit denen Mädchen vor allem in Entwicklungsländern konfrontiert sind, zu wenig beachtet. Mädchen sind stark und können zu „Motoren“ ihrer Gesellschaft werden – wenn sie ihre Rechte wahrnehmen können. Doch dafür brauchen Mädchen und ihre Bedürfnisse besondere Aufmerksamkeit.“

Weltweit haben ca. 130 Millionen Mädchen nicht die Möglichkeit in die Schule zu gehen. In einigen der ärmsten Länder der Welt beenden nur etwa die Hälfte der Mädchen die Grundschule. Mehr als 700 Millionen Mädchen und Frauen  wurden bereits vor ihrem 18. Lebensjahr verheiratet und gingen deswegen nicht mehr zur Schule. Viele andere wurden verheiratet, weil sie die Schule bereits abgebrochen hatten. Ein weiterer Grund warum Mädchen die Schule abbrachen, waren frühe Schwangerschaften. Im Jahr 2015 haben 15 Millionen Mädchen, aus Entwicklungsländern, im Alter von 15 – 19 Jahren ein Kind geboren.  Auch sexuelle Gewalt an den Schulen oder auf dem Schulweg sind Gründe für die hohe Abbruchquote der Mädchen. Dies sind wohl die häufigsten Gründe, die den Mädchen den Zugang zur Bildung erschweren.

Um auf die Rechte der Mädchen weltweit aufmerksam zu machen, hat Plan International den Welt-Mädchentag gefordert. Im Jahr 2011 haben die Vereinten Nationen, den 11. Oktober zum Internationalen Welt – Mädchentag (International Day of the Girl Child) erklärt. Seit dem werden jährlich berühmte Wahrzeichen und Gebäude in pink angestrahlt um auch auf visueller Ebene, weltweit ein Zeichen für die Gleichberechtigung der Mädchen zu setzen.
Darüber hinaus gab es im Jahr 2017 über  600 Takeover-Aktionen, bei denen Mädchen aus über 60 Ländern, für einen Tag Führungspositionen in der Gesellschaft und Politik übernahmen und somit auf ihre Wünsche, Bedürfnisse  und ihre Themen hinweisen konnten.

Die Tischtennisplatte auf dem Spielplatz ist kaputt, Ihr möchtet, dass euer Schulweg sicherer wird, der Fußballplatz braucht dringend neue Tore oder Ihr wünscht euch Spielgeräte, die man ausleihen kann? Dann klinkt euch in den Bürgerhaushalt Marzahn-Hellersdorf ein!

Mischt euch ein! Kinder und Jugendliche haben das Recht auf Mitbestimmung und können beim Bürgerhaushalt über das Geld, welches dem Bezirk zur Verfügung steht, mitentscheiden – auch wenn nicht alle Vorschläge umgesetzt werden können.

Ihr als Kinder und Jugendliche könnt vom 17. September bis 15. Oktober 2018 vorschlagen, wofür das knappe Geld ausgegeben werden soll.

Ihr könnt kleinere und mittlere Vorschläge, die bis zu 20.000 Euro kosten, einreichen. Pro Jahr stehen 200.000 Euro zur Verfügung. Ihr habt die Möglichkeit Entscheidungen zu treffen, an die sich die Politikerinnen und Politiker verbindlich halten.

Wie könnt Ihr da mitmachen?

Ihr könnt dem Team eure Vorschläge per Mail an kjb@hvd-bb.de mit kurzer Begründung senden oder das Team kommt einfach in eure Schule oder in den Jugendclub! In Workshops zum Thema Bürgerhaushalt erklären sie Euch, wofür ein Bezirk Geld ausgibt. Sie führen ein Wahlverfahren durch, bei dem sie Euch helfen, Eure Favoriten zu bestimmen.

Also, wenn ihr neugierig seid, meldet Euch bei:
Kinder- und Jugendbeteiligungsbüro Marzahn-Hellersdorf / https://www.berlin.de/buergerhaushalt-marzahn-hellersdorf/buergerhaushalt/informieren/misch-mit-525153.php

 

www.berlin.de © Bild: Tom Henkel

GASTBEITRAG VON TOMMEY AUS DER SCHÜLERZEITUNG "PAULSENBROT"

 

„Macht fünf Kinder, nicht drei, denn ihr seid die Zukunft Europas.“ Bei solchen Aussagen vom türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan kann einem schon mulmig werden. Doch woher kommt die Verschwörungstheorie, dass das deutsche Volk angeblich ausgetauscht werden soll?

Schon zu Beginn meiner Recherche hat sich die Tatsache schnell bestätigt, dass die Theorie der sogenannten "Umvolkung" dem rechtspolitischen Spektrum entstammt. Auf Seiten wie „Crash-News“ oder „die Unbestechlichen“ wird einem von deutschen Rentnern erzählt, die ihre Wohnung nach drei Wochen Krankenhausaufenthalt an Flüchtlinge hätten abgeben müssen. Fakt ist, dass nicht eine dieser Behauptungen mit irgendwelchen Beweisen belegt wird. Aus diffusen Aussagen zu den Wohnkostenverhältnissen und zurückgelassenen Bürgern werden Vermutungen über arabische Großfamilien bis hin zu einem „anti-deutschen Merkelregime“ aufgestellt.

Die Angst vor dem Fremden ist grundsätzlich nur schwer vermeidbar, da sie vom Menschen seit der Steinzeit antrainiert wurde. Die rechtspopulistischen Parteien versuchen diese Ängste gezielt zu verstärken, um politisches Kapital zu schlagen. Fast alle innenpolitischen Probleme des Sozialstaates, die zweifelsohne schwerwiegend sind, werden den ausländischen Bürger*innen angelastet.
Im Umgang mit diesen Ängsten wird zurzeit allerdings häufig der folgenschwere Fehler begangen, dass alle Bürger*innen, die lediglich Bedenken am Vorgehen haben, als Nazis beschimpft werden. Auch dadurch wird die Gesellschaft immer weiter gespalten.

Dabei spielt den rechten Parteien eine weitere Eigenheit des Internets in die Karten: die Filterblase. Wer einmal Bedenken zur Migration hat, der wird kaum noch konträre Meinungen bei seiner Suche vorfinden. Schon bald ist er gefangen im Netz der anfangs angesprochenen rechtsradikalen Internetseiten.
Für mich bestand dabei ein grundlegendes Problem: Nahezu alle Quellen, die ich gefunden habe, waren definitiv nicht vertrauenswürdig und seriös genug, um faktisch manchen Umständen nachzugehen. Daher solltet ihr vor allem beachten, auf welcher argumentativen Grundlage ihr eure Beurteilung aufbaut, bevor ihr euch eine abschließende Meinung bildet.

VON SEVAL

Zivilcourage sollte selbstverständlich sein – doch ist sie das auch?

Wissen die Jugendlichen von heute überhaupt, was Zivilcourage ist, wann man helfen sollte und wann man sich besser nicht einmischt?

Diese Fragen beschäftigten die Schüler*innen des 8. Jahrgangs der Hemingway-Schule, als der bundesweite „Tag der Zivilcourage“ auch in Berlin angekündigt wurde.

Der 19. September wird als „Tag der Zivilcourage“, der in Bremen durch den Verein „Tu was! Zeig Zivilcourage! e.V.“  ins Leben gerufen wurde, immer bekannter. Dieser Aktionstag, fand im Jahr 2018 zum 8. Mal auch in Berlin statt.

Seit vielen Jahren besucht uns Tina K. von I Am Jonny e. V. an der Hemingway-Oberschule. Sie machte mit uns gemeinsam Workshops zum Thema Zivilcourage.

Sie lud uns ein, gemeinsam mit ihr und andere Projekten den Tag der Zivilcourage zu gestalten. Im Vorhinein machten wir uns viele Gedanken, wie wir uns beteiligen konnten, um  Zivilcourage wieder präsenter machen.

Wir beschlossen, dass wir eine Befragung zum Thema Zivilcourage in den Klassen durchführen, mit Fragen, was unter Zivilcourage verstanden wird. Die Ergebnisse haben wir in Diagrammen ausgewertet und auf Plakaten sichtbar gemacht.

Hier ein Beispiel:

 

Das Projekt „Einblick in den Gehörlosen-Alltag“, mit insgesammt vier Veranstaltungen rund ums Thema Gehörlosigkeit, wurde von Fatma & Juliana, zwei gehörlosen Jugendlichen, ins Leben gerufen. Sie möchten jungen hörenden Leuten im Alter von 15-25 Jahren ihre gehörlose Welt näher bringen. Das Projekt wird durch die Jugendjury Friedrichshain- Kreuzberg gefördert. Diese Jury unterstützt finanziell Projektideen von Kindern und Jugendlichen im Alter von 11-27 Jahren und wird umgesetz im Rahmen des Jugend-Demokratiefonds Berlin, "STARKgemacht! - Jugend nimmt Einfluss". Ihr habt auch Ideen, braucht aber eine Förderung? Dann schaut auf stark-gemacht.de!

Weitere Veranstaltungen, zu denen ihr herzlichst willkommen seid:
Gebärdensprachkurs
Vortrag von gehörlosen Aktivist Björn Bulmeier
 

VON ELISA

Als Sophia und ich von dem Projekt „Einblick in den Gehörlosen Alltag“ gehört haben, waren wir gleich hochmotiviert und haben versucht, unsere Namen und ein paar Grundlagen auf Gebärdensprache zu lernen. Wir wussten, unser Interesse ist groß, wir möchten gerne dahin.

Am letzten Freitag war es dann soweit, wir konnten unsere neu erlernte Fähigkeit ausprobieren.  Wir von jup! Berlin waren nämlich bei der ersten Veranstaltung dieses Projektes, bei der Einführung in das Leben der Gehörlosen und der Gehörlosen Geschichte bei Yomma, einer Gebärdenschule in Prenzlauer Berg. Yomma wird seit 2013 von Mathias Schäfer und Benedikt Sequeira Gerardo, zwei tauben Männern, geführt. Das Projekt „Einblick in den Gehörlosen Alltag“, mit weiteren Veranstaltungen rund ums Thema Gehörlosigkeit, wurde von Fatma & Juliana, zwei gehörlosen Jugendlichen, ins Leben gerufen. Sie möchten jungen hörenden Leuten im Alter von 15-25 Jahren ihre gehörlose Welt näher bringen. Das Projekt wird durch die Jugendjury Friedrichshain- Kreuzberg gefördert. Diese Jury unterstützt finanziell Projektideen von Kindern und Jugendlichen im Alter von11-27 Jahren und wird umgesetz im Rahmen des Jugend-Demokratiefonds Berlin, "STARKgemacht! - Jugend nimmt Einfluss". (Ihr habt auch Ideen, braucht aber eine Förderung? Dann schaut auf stark-gemacht.de!)

Aber nun zu der ersten Veranstaltung dieses Projektes. Das Treffen mit den beiden Projektleiterinnen und Mathias fand in einem kleinen Raum, der Gebärdenschule Yomma statt.
Als wir den Raum betraten, begrüßten uns direkt die Gehörlosen mit einem Winken und einem freundlichen Lächeln. Das ist die Art der Gehörlosen „Hallo“ zu sagen. Damit wir mit den Gehörlosen problemlos kommunizieren konnten, waren auch zwei Dolmetscher*innen da. Es war super spannend zu sehen, wie schnell die beiden die Gebärden aufgenommen und uns flüssig übersetzt haben.
Wir saßen auf gemütlichen Sofas und wurden mit Trinken und Knabberzeug versorgt.
Viele waren nicht da, weil es nur eine gewisse Anzahl an Teilnehmern gab. Also war es eine überschaubare, behaglich kleine Runde.
Juliana und Fatma haben zu Beginn den Vortrag von Mathias mit einer kleinen Begrüßung eingeleitet.
Danach fing Mathias mit seinem Vortrag an. Mathias hat uns erst einmal erklärt, dass er den Begriff "taubstumm" nicht mag, da Gehörlose ja nicht stumm sind, sondern über ihre eigene Sprache, nämlich der Gebärdensprache, kommunizieren. Viel lieber mag er den Begriff taub oder gehörlos. Des Weiteren machte er uns mit seiner Firma bekannt. Es folgte eine Erklärung, wie er und sein Partner auf den Namen Yomma gekommen sind. Yomma lehnt sich an das ähnlich klingende Wort Komma. Mit Bedeutung, dass sich die Firma nicht nur auf eine Sache konzentriert, sondern auf mehrere Themenschwerpunkte, wie zum Beispiel auf Kunst. Außerdem klingt Yomma ein wenig wie Komm´ mal, also wie eine Einladung die Gebärdenschule einmal kennenzulernen.  Das "Yo" klingt wie jo / ja und steht dafür, dass sie alle Herausforderungen, die ihnen gestellt werden, annehmen und sie sich erst einmal anschauen, bevor sie etwas direkt ablehnen. Als die wichtigen Fakten abgeklärt waren, fing er an uns von seinem Leben zu erzählen, wie und wo er aufgewachsen ist.

 

Bist du ein Befürworter der EU? Oder doch eher ein Kritiker? Egal, welche Meinung Du vertrittst, bei "YOUrope" geht es um genau Deine Meinung!

2019 ist ein entscheidendes Jahr für Europa, denn durch den Brexit und die Europawahl werden die europäischen Karten neu gemischt. Nicht nur in Großbritannien stellen viele die EU in Frage, auch in anderen Mitgliedstaaten gewinnen kritische Stimmen an Einfluss. Die Entscheidung über die künftige Zusammensetzung des Europäischen Parlaments ist auch eine Entscheidung über die Zukunft der Union.

Der 66. Europäische Wettbewerb will dazu beitragen, dass Kritiker wie Befürworter des europäischen Projektes zu Wort kommen. „YOUrope – es geht um dich!“ – das Motto ist eine Einladung an Schülerinnen und Schüler in Deutschland, sich aktiv für die Zukunft Europas einzusetzen. Die 13 Aufgabenstellungen bieten dafür vielfältige Anregungen und ermutigen Kinder und Jugendliche aller Altersgruppen, sich einzumischen: Wofür setzt du dich ein? Was möchtest du für Kinder und Jugendliche verändern? Wie könnt ihr eurer Schule zeigen, wie wichtig Europa für uns alle ist?

Schülerinnen und Schüler gestalten Kampagnen für die Europawahl und setzen sich mit politischer Kommunikation im digitalen Zeitalter auseinander: Welche Rolle spielen Influencer, Fake News und Social Bots in der Meinungsbildung? Wer die eigene Meinung lieber kreativ ausdrücken möchte, kann dies mit Street Art oder Protestsongs tun. Wir freuen uns auf ein buntes Kaleidoskop eurer Ideen und Meinungen!

mehr Infos zu der Veranstaltung unter: https://www.europaeischer-wettbewerb.de/teilnahme/thema-des-66-ew/

hier kommt Ihr zu den 13 Aufgabenstellungen: https://www.europaeischer-wettbewerb.de/teilnahme/aufgaben-66-ew/

 

Artikelbild: © Lukas Koffler / 58. Europäischer Wettbewerb