Film

Viel Spaß bei der aktuellen FILM FEEDBACK Folge von Kaja und Nushin! Heute im Gepäck: "Lady Bird", "Call me by your name", "Die Halbstarken" und "Persona". Alle FILM FEEDBACK- Folgen gibt es hier!
 

Aktueller Film

LADY BIRD
(US 2017, R: Greta Gerwig, FSK 0)

Die 17-jährige Christine McPherson (Saoirse Ronan) möchte schnellstmöglich ihren Abschluss auf der katholischen High-School machen, um im darauffolgenden Jahr an einem College zu studieren. Ihr Ziel: Ihrer Kleinstadt in Kalifornien entkommen. Geldprobleme und ihre Mutter Marion (Laurie Metcalf) stehen der jungen Erwachsenen, die sich selbst den Namen Lady Bird gibt, jedoch im Weg. Als hätten Teenagermädchen nicht bereits genug Probleme, verguckt sich Lady Bird auch noch in den charmanten guterzogenen Danny (Lucas Hedges) und anschließend in das lässige Bandmitglied Kyle (Timothée Charlamet). Die freche und konservative Schülerin durchläuft eine verwirrende Zeit in ihrem Leben, in der sie mit den Konsequenzen von falschen Entscheidungen konfrontiert wird, um herauszufinden, was ihr selbst im Leben am wichtigsten ist. Sie stößt auf Verzweiflung und neue Freundschaften.

"Lady Bird" (2017) ist der Film, der sich mit seinen 5 Oscar-Nominierungen in die Köpfe aller Filmkritiker geschlichen hat.

Das Anfangsbild besteht aus Christine und ihrer Mutter, die beide laut über Christines Schulkarriere diskutieren. Spontan, genervt und von der einen Sekunde auf die andere schmeißt sich Lady Bird aus dem fahrenden Auto. Die Zuschauer werden regelrecht in diese und alle darauffolgenden Szenen hineingeworfen. Man wird von Anfang an damit vertraut gemacht, dass Lady Bird außergewöhnlich ist und sie eine eigene Weise hat, an bestimmte Situationen heranzugehen. Sie ist rebellisch, zynisch und oftmals unorganisiert, aber wenn es drauf ankommt, scheint sie eine nachdenkliche Person zu sein, die von ihrem Alltag überfordert ist.

Mit Humor, der einen satirischen Touch hat, führt uns Lady Bird durch ihr Leben. Der Verlauf der Geschichte wird von ruhiger Kameraführung und altmodischer Musik begleitet. Das Coming-of-Age-Drama scheut sich nicht davor, bei den Zuschauern durch peinliche Situationen zwischen den Charakteren und Dialoge, welche sehr fremd rüberkommen, eine unangenehme und komische Atmosphäre zu erzeugen, die den Film individuell macht.

Ich finde die "In meinem Himmel"-Schauspielerin Saoirse Ronan ist zu Recht für den Oscar als beste Hauptdarstellerin nominiert worden, da sie die Rolle von Lady Bird sehr überzeugend verkörpert.  Während des Films habe ich mich häufiger gefragt, wie groß der Anteil an Saoirse Ronan Improvisationen im Film ist, denn von Anfang bis Ende spürt man die Natürlichkeit ihre Rolle.

Einerseits hat sich die Regisseurin Greta Gerwig für einige Szenen und Ereignisse Zeit gelassen, weshalb die Handlungen manchmal ein wenig langatmig wirken. Anderseits wird dieser Filmstil damit ausgeglichen, dass im Laufe der Handlung nie ein Gefühlschaos zwischen den Charakteren entsteht. Die Gefühle von Lady Bird sind immer nachvollziehbar und eindeutig. Für mich persönlich hat genau das, den Film beim Schauen angenehm gemacht.

Lady Bird (2017) ist nicht nur ein Independent Film über das Aufwachsen eines Jugendlichen, sondern auch ein Mutter-Tochter-Drama. Die Mutter von Lady Bird hat eine ganz besondere Rolle für den Ablauf der Geschichte. Man verfolgt zunehmend die Entwicklung der Beziehung zwischen Mutter und Tochter. Fest steht: Bis zur letzten Sekunde fühlt der Zuschauer mit jedem Charakter mit. Definitiv ein Filmtipp!

Wer von euch jetzt Lust bekommen hat, ins Kino zu gehen, der kann sich hier den Trailer anschauen:

Nachdem sowohl “Guardians Of The Galaxy” als auch “Thor: Ragnarok” im letzten Jahr einschlugen wie eine Bombe, setzt Marvel Anfang dieses Jahres statt auf galaktische Helden nun auf einen Helden mit afrikanischem Background. Marvel scheint ein großer Fan von Tieren zu sein (Spiderman, Rocket aus Guardians of the Galaxy, Ant-Man), und so verwundert es nicht, dass nun ein Panther auf die Leinwand geschickt wird.
Als großer Marvel Fan ließ ich es mir natürlich nicht nehmen “ Black Panther” im Kino zu schauen. Durch etliche Instagram Post und durchweg gute Kritiken in den Medien, waren meine Erwartungen hoch und entsprechend hoffnungsvoll setzte ich mich an einem Samstagvormittag ins Kino.

VON FRANCESCA

Plot
Nach dem Tod seines Vater in “The First Avenger: Civil War”, begibt sich T’Challa zurück ins afrikanische Wakanda. Dort muss er sich auf seine Rolle als rechtmäßiger Thronfolger, des höchst fortschrittlichen Staates Wakanda, vorbereiten. Währenddessen bildet sich in den USA gegen ihn ein Komplott, geführt von Erik Killmonger und seinem Komplizen den Waffenschmuggler Klaue. Während Killmonger den Thron erobern möchte, ist Klaue an dem Vibranium aus Wakanda interessiert. Vibranium ist das stärkste und eines der seltensten
Metalle auf der Erde und nur im isolierten Wakanda aufzufinden – gerät es in die falschen Hände könnte es zu einem fatalen Krieg kommen. Um dies zu verhindern sucht T’Challa Hilfe bei dem CIA- Agenten Everett Ross. Unterstützt von Dora und seiner Ex-Freundin Nakia, die Mitglieder einer Kriegerinnentruppe sind, müssen unsere Helden zusammen das idyllische Wakanda vor den Angreifern beschützen.

Nachdem Tokyo Ghoul als Anime-Serie riesige Erfolge feiern konnte, kam nun auch in Deutschland die Realverfilmung des Kult-Animes ins Kino. Als ein „durchwachsenes Spektakel“ ließe sich eine Bewertung des Films wohl in Kurzform formulieren, doch was man tatsächlich von dieser Adaption halten kann, erfahrt ihr hier!

VON FRIEDERIKE

 

Als Animefan ist man stets auf der Hut, wenn es um Realverfilmungen von Animeserien geht. Nach so vielen, kläglich gescheiterten Versuchen, unsere Lieblingscharaktere von Menschen aus Fleisch und Blut nachstellen zu lassen ist Mistrauen natürlich angebracht. Daher dürften einige „Otakus“ überrascht sein, wenn ich ihnen eröffne, dass diese Adaption dem Regisseur Kentarō Hagiwara doch sehr gelungen ist.

 

Aber zuerst zum Plot:

Der Hauptcharakter der Serie ist Ken Kaneki. Er führt ein vollkommen normales Leben im Herzen Tokyos, dessen Unbeschwertheit allerdings ein jähes Ende findet, als er Liz Kamishiro trifft. Liz ist ein Ghul, ernährt sich ausschließlich von Menschenfleisch und scheint weniger an Kens Charakter interessiert zu sein, als an dem, was er auf den Rippen hat.  Das Treffen mit dem ahnungslosen Ken, gerät zu einem Blutbad und endet für Liz schließlich tödlich.

Als der schwer verletzte  Ken daraufhin im Krankenhaus aufwacht, muss er feststellen, dass er Liz’ Organe eingesetzt bekommen hat. Kaneki ist von nun an halb Ghul und halb Mensch, was für ihn jedoch eine sehr drastische Umstellung des Essensplan bedeutet. Nicht dazu in der Lage Menschenfleisch zu essen, versucht er sich an dem für seinen Körper nun ungenießbar gewordene Menschenessen.

Obgleich er dabei kläglich scheitert, begegnet er in diesem Zuge Toka Kirishima, die in dem Ghul-Café „Antik“ arbeitet. Hier trifft Ken auf eine Gemeinschaft von Ghulen, die ihm von nun an helfen mit seiner Situation umzugehen. Und tatsächlich beginnt er zu lernen, seine hybride Existenz immer besser anzunehmen und weiter nachzuvollziehen. Es hätte also alles gut werden können, wären ihm nicht die sogenannten „Tauben“ auf die Spur gekommen. Diese Ermittler von der CCG – der Comission of Counter Ghoul - sind nämlich darauf aus, alle Ghule bis auf den letzten auszulöschen…

 

Eine hervorzuhebende Neu-Umsetzung…

Mit einem wunderbar passenden Cast konnte der Film auf jeden Fall glänzen. Stark an den originalen Figuren orientiert, konnte man jeden Charakter leicht wiedererkennen. Auch die schauspielerische Leistung ließ nicht zu wünschen übrig. Alle Charaktere waren überzeugend und realistisch dargestellt. Dass die weiblichen Charaktere an manchen Stellen vielleicht etwas zu „kawaii“ (japanisch für „süß“) gekichert haben, muss man wohl mit der Realverfilmung in Kauf nehmen – sie versuchen über solche Neuverfilmungen eben immer noch das Anime-Feeling beizubehalten.

Die Animationen waren überraschenderweise auch sehr realistisch. Vor dem Film war man besonders gespannt auf die Umsetzung der „Krallen“ - Information am Rande: Jeder Ghul besitzt eine solche einzigartige Kralle, die ihm im Kampf aus dem Rücken wächst und wie eine zusätzliche Extremität wirkt.- Tatsächlich sahen sie lebendig aus, bewegten sich flüssig und schnell. Dazu waren die Designs und Looks ganz klar aus dem Anime genommen und sahen wie 3D animierte Zeichnungen aus der ursprünglichen Serie aus.

 

…mit kleinen Makeln

Ein Part, den ich wirklich sehr vermisst habe, war die Musik. Der Track des berühmten ersten Openings „Unravel“ wurde gar nicht mit hineingenommen und auch sonst war – bis auf das Lied im Outro – kein Titel bekannt. Das war doch sehr schade, wo „Tokyo Ghoul“ doch auch durch den besonders intensiven Soundtrack viele Fans hinzugewinnen konnte.

Der letzte Punkt zu dem ich kommen möchte ist, dass der Blick auf die Leinwand bei mir doch an mehreren Stellen auch sehr starkes Unwohlsein ausgelöst hat. Ob man das nun bei einem so brutalen Anime wie „Tokyo Ghoul“ hätte voraussehen müssen?  Ich weiß es nicht, aber ich würde sagen, dass der Psycho-Splatter-Teil des Anime den Film doch zu stark geprägt hat.

Natürlich kann man zeigen, wie Ghule ihrer Beute über das blutverschmierte Gesicht lecken, wie ihnen endlos Speichel aus dem Mund läuft und wie Ken Kaneki sich im Versuch Menschennahrung zu essen immerzu übergibt, aber man sollte auch nicht vergessen, dass das alles nun nicht mehr nur gezeichnet ist, sondern von echten Menschen gespielt wird. Nach solchen – ich muss es nun so unprofessionell formulieren – ekelhaften Szenen war ich nur froh, dass sie die doch sehr anschaulichen Folterszenen vom Ende der ersten Staffel nicht mit hineingenommen haben.

 

Fazit

Am Ende jedoch lässt sich sagen, ist diese Real-Adaption wirklich gelungen, und auch wenn das Produkt dem Anime längst nicht gewachsen ist, kann ich persönlich behaupten, dass es trotz leichter Übelkeit hier und dort, wirklich Spaß gemacht hat. Überzeugende Charaktere wurden begleitet von guten Bildern und damit einhergehender hoher filmischer Qualität – und seien wir ehrlich: Wir sprechen hier immer noch über „Tokyo Ghoul“, den wahrscheinlich erfolgreichsten Splatter-Anime bisher. Da sollte man ein bisschen mehr Blut durchaus verkraften können.

Du willst mehr über die Anime Nights erfahren? Dann schau hier!

 

 

 

VON KAJA

Und ein weiterer Film, der die Geschichte oder mehr einen Ausschnitt aus dem Leben eines bekannten Schriftstellers in den Fokus setzt.

Wie man anhand des Titels schon erkennen könnte, erzählt UNGA ASTRID die Geschichte der jungen Astrid Lindgreen, damals noch Astrid Ericsson, und ihrer Schwangerschaft als junge Frau.

Astrid Lindgreen sollte für alle von euch eigentlich ein Begriff sein, aber wer nicht sicher weiß, von wem ich spreche: Astrid Lindgreen gilt als eine der erfolgreichsten Kinder- und Jugendschriftstellerinnen und ihre Bücher wurden in über 20 Sprachen übersetzt. Sie ist die "Mutter" von Pipi Langstrumpf, Ronja Räubertochter, Karlsson vom Dach oder den Kindern von Bullerbü. Wer also noch nie mit einer dieser Geschichten in Berührung gekommen ist, der sollte mal ein ernstes Wörtchen mit seinen Eltern reden, wieso diese einem solch tolle Geschichten vorenthalten haben.

Aus dem vorangegangenen sollte klargeworden sein, dass ich Astrid Lindgreen besonders aus meiner Kindheit kannte, ich ihre Geschichten mochte, ich mich allerdings noch nie so wirklich mit ihrem Leben oder gar Gründen befasst habe, wieso ihre Geschichten so ansprechend für Kinder sind. UNGA ASTRID hat mir einige dieser Fragen beantwortet.

Astrid Ericsson, zweite Kind von Samuel August Ericsson und Hanna Ericsson, geborene Jonsson, kam schon früh mit dem Schreiben und der redaktionellen Arbeit in Berührung. Mit 16 Jahren bekam sie eine Stelle in der Zeitungsstelle im Nebenort und schrieb ab diesem Alter eigene Texte, zunächst eher Nachrufe und Berichte, doch sie sagte selbst von sich, dass sie schon immer gut im Geschichten erzählen war. Mit 18 Jahren wurde sie dann schwanger und gab das Kind nach der Geburt zunächst zu einer Pflegemutter, bis diese einige Jahre später schwer krank wurde und sich nicht mehr um Lars, genannt Lasse, kümmern konnte.

Der Film von Pernille Fischer Christensen beleuchtet eben diesen Abschnitt aus Lindgreens Leben oder besser, er nimmt ihn als Vorlage und ändert die Geschehnisse ein wenig ab. Und falls nun einer von euch denkt ich hätte den kompletten Film verraten bzw. gespoilert, dem sollte gesagt sein, dass man die Lebensgeschichte der Kinderbuchschriftstellerin, nach einer kurzen Suchanfrage bei Google, bestens lesen kann.

Mich hat UNGA ASTRID nicht nur gerührt, bewegt und wie eine warme Umarmung anfühlen lassen, sondern er hat mir auch mögliche Ansätze einer Antwort auf die Frage geliefert, wieso Lindgreens Bücher so gut sind. Auf der einen Seite musste sie, als sie mit 18 Jahren schwanger wurde, schnell erwachsen werden und konnte somit ihre Kindheit nicht fortführen, solange sie sollte, auf der anderen Seite hatte sie dementsprechend schon früh ein Kind, dem sie Geschichten erzählen konnte und musste. Lasse blieb zudem nicht ihr einziges Kind, weswegen sie beim Schreiben ihrer Geschichten vermutlich an ihre Kinder gedacht hat und dass sie so früh Mutter geworden ist, spielt wohl auch in die Tatsache mit hinein, dass Astrid Lindgreen nie ganz aufgehört hat Kind zu sein.

 

Sektion: Berlinale Specials
Land: Schweden, Deutschland, Dänemark
Regisseur: Pernille Fischer Christensen
Länge: 123 Minuten

Hier könnt ihr euch einen Filmausschnitt anschauen!

 

Hey Leute!  Ich  bin der jup! FSJler Kai.  Vor meinem FSJ habe ich als Ehrenamtlicher bei jup! Berlin gearbeitet. Als ich dann die Möglichkeit bekam, mein FSJ bei jup! Berlin zu machen, habe ich sofort Ja gesagt.  Was ich in den letzten Wochen erlebt habe, erfahrt ihr hier!

VON KAI
 

Videoformat „(D)ein FSJ…“

Das erste Video ist nun endlich online! Das Projekt „(D)ein FSJ...“ ist gestartet! Wie Janik im letzten FSJ Bericht geschildert hat, haben wir eine neue Rubrik ins Leben gerufen. Dabei wollen wir die FSJler*innen zum einem filmisch durch ihren Alltag begleiten und zum anderen haben wir vor, ihnen Fragen zu ihrem Freiwilligenjahr zu stellen! Unser Ziel ist es, jungen Menschen, die gern ein FSJ machen möchten, einen besseren Überblick über die Einsatzstellen zu geben. Schaut es euch an und bald gibt es mehr davon!

 

 

Der dritte Film des Marvel-Helden Thor ist jetzt auf BluRay und DVD erhältlich. Mit dabei viele andere bekannte Marvel-Größen. Unser Redakteur Olli hat für euch schon einmal in den Film reingeschaut.

VON OLIVER MATTUTAT
 

Im nun mehr dritten Teil der Thor-Reihe aus dem Hause Marvel hat der Gott des Donners (gespielt von Chris Hemsworth) wieder alle Hände voll zu tun. Dabei trifft er auch auf alte Bekannte. 
 

Thor befindet sich zu Anfang des Films gefangen in der Höhle von einem drachenartigen Feuerdämon, der davon besessen ist, Asgard zu zerstören. Thor kann sich befreien und die Gefahr abwenden. Doch der nächste Rückschlag lässt nicht lange auf sich warten. Thors Vater Odin, König von Asgard (gespielt von Anthony Hopkins), ist noch nicht wieder zurück auf seinem Planeten. Zusammen mit seinem, meist bösen, Bruder Loki (gespielt von Tom Hiddleston) begibt sich Thor auf die Erde, um seinen Vater zu finden. Dabei treffen sie auf Doctor Strange (gespielt von Benedict Cumberbatch), der Loki als Gefahr für die Erde sieht. Dennoch zeigt er beiden, wo ihr Vater ist. Doch kurz nachdem sie ihn finden und mit ihm sprechen, stirbt Odin. Kurz darauf erscheint die Todesgöttin Hela (gespielt von Cate Blanchett), die gleichzeitig auch die Schwester von Thor und Loki ist. Sie ist festentschlossen, ihren Platz als Königin von Asgard einzunehmen und den Kriegszug, den sie vor vielen Jahren mal mit ihrem Vater führte, wieder aufleben zu lassen. In der Folge kommt Thor auf einen für ihn fremden Planeten. Dort trifft er auf alte Bekannte und neue Gestalten.

Der Hauptdarsteller Chris Hemsworth beschreibt den neuen Teil so: “Wir haben hier einen recht ungewöhnlichen und einzigartigen Film auf die Beine gestellt - mit einer Geschichte, die für sich steht. Er hat den Königstitel von Asgard ausgeschlagen und auf der Erde gelebt. Weil aber die Erde nun einmal nicht seine Heimat ist, passt er in dieses neue Leben nicht wirklich hinein. Deshalb verlässt er die Erde, sucht nach Antworten und entdeckt auf seiner Reise durch dir außerirdischen Reiche überall Chaos.“

Ein bildgewaltiges Spektakel mit sehr viel Action und Humor. Dabei gelingt Marvel für meinen Geschmack wieder mal der Tanz auf der Rasierklinge. Denn einige Gags wiederholen die Macher und irgendwann dachte ich mir: „Noch einmal und der Witz ist über.“ Genau dann ließen sie es auch sein. Über zwei Stunden wurde ich bestens unterhalten. Für mich einer der besten Marvel-Filme, die ich bis jetzt gesehen habe.

Wie es am Ende ausgeht und ob Thor Hela und Ragnarok aufhalten kann, erfahrt ihr ab sofort auf DVD und BluRay.

 

VON ABDU

 

Früher war manches besser?

Die meisten von euch, ich zähle mich leider dazu, werden damals noch nicht alt genug gewesen sein, um das „Blair Witch Project“ mitbekommen zu haben. 1994 machten sich drei Anfangzwanziger auf den Weg nach Burkittsville, um dem Geheimnis der Blair Witch, auf den Grund zu gehen. Alle drei waren Filmstudenten und wollten für ihr Studium eine Dokumentation über die Legende der Blair Witch produzieren.

 

Die Hintergründe des Blair Witch Kults

Legenden, Sagen und den Blair Witch Cult gibt es tatsächlich, aber nur weil die Produzenten in akribischer Kleinarbeit alles erfunden haben, mit einer der besten Promo-Aktion, die es bisher gab, setzten die Produzenten den Mythos der Blair Witch in die Welt und alle haben es geglaubt. So entstand um den pseudo-dokumentarischen Found-Footage (zu Deutsch: Gefundenes Filmmaterial) ein riesen Hype.

Auf dem Gebiet des heutigen Burkittsville, zwei Stunden von Washington D.C. entfernt, verortete sich bis 1786 „Blair“, ein kleines US-amerikanisches Städtchen. Nachdem im Februar 1785 mehrere Kinder behaupteten, die Bewohnerin „Elly Kedward“ habe sie in ihr Haus gelockt, um ihnen Blut abzusaugen, wurde „Elly Kedward“ wegen Hexerei aus dem Städtchen verbannt. Die restlichen Bewohner hielten sie seitdem für Tod. Im November 1786 war man dessen nicht mehr so sicher, da alle Ankläger im Fall der „Hexe – Elly Kedward“  und die Hälfte aller Kinder spurlos verschwanden. Das war jedoch nur der Anfang. Im Jahr 1809 wird von einem anonymen Autor ein Buch über die Blair Witch und das Dorf Blair veröffentlicht. Seit dem Jahr 1825 gab es regelmäßig Überlieferungen von paranormalen Aktivitäten, grausam zugerichteten Leichen und dem Verschwinden von Kindern.

 

Der Film

Die drei Studenten fahren, nachdem sie Interviews mit Bewohnern von Burkittsville geführt haben, in das Waldstück, in dem die Hexe spuken und in dem es auch einen Hexenfriedhof geben soll. Nach anfänglichem Enthusiasmus merken die drei schnell, dass sie nicht alleine in den Wäldern sind. Nachts fängt es an zu spuken, auf mysteriöse Art und Weise verschwinden Gegenstände, so unter anderem eine Karte des Waldabschnittes, in dem sie sich befinden. Ohne Kontakt zur Außenwelt und Karte versuchen sie, aus diesem Wald herauszufinden und beschließen, solange Richtung Süden zu laufen, bis sie auf Zivilisation treffen. Mangelernährt und immer verzweifelter müssen die drei feststellen, dass sie im Kreis gelaufen waren.

 

Visuelle Umsetzung

Die Kameraführung wurde komplett von den Schauspielern übernommen und zwar auf einer einfachen Handvideokamera und einer 16-mm-Filmkamera, die jeweils einen ganz eigenen Stil haben.  Mit 70.000 US-Dollar Produktionsbudget war es eine eher günstigeFilmproduktion, was allerdings nicht schlimm ist, denn obwohl die sehr einfache Handkamera teilweise eine sehr unschöne Bildqualität hat, gerade wenn es um das Darstellen von Dynamikumfang geht, passt es einfach zum Film. Auch die 16-mm-Filmkamera ist für eine Kinoproduktion eine eher unschöne Wahl, da in diesem Film durch die natürlichen Gegebenheiten oft mit großen Helligkeitsunterschieden gearbeitet werden muss. Die 16-mm-Videokameras wurden früher eher für Heimvideos oder Dokumentationen genutzt. Rein auf die Videoqualität reduziert ist dieser Film aus filmischer Sicht nicht sehr befriedigend, im Kontext der Handlung und auch der daraus resultierenden Kameraführung ist es aber dennoch nicht schlimm, da es im Gesamten dennoch ein stimmiges Bild entsteht.

 

VON KAI

Die Wahrheit um seinen verstorbenen Vater, die will der 12-jährige Thomas von seiner Familie wissen. Doch er stößt nur auf Vertröstungen, Ausflüchte, Widersprüche und keiner will sagen, was die Wahrheit nun letztendlich ist. Thomas reicht es! Der Tag steht kurz bevor, wo der Mann aus dem Gefängnis kommt, der seinen Vater getötet hat. Mit seinem gelben Rucksack und der darin befindenden Waffe macht er sich auf dem Weg zu Nenino. Er will nun endlich seine Antworten erhalten, wer seinen Vater umgebracht hat.

Ein Kind, was zu schnell in die Rolle eines erwachsenen Mannes hinein gesteckt wird.  „Mochila de plomo“, ein sehr lebhafter und mitreißender Film. Wenn auch ein, zwei Szenen ein wenig zu lang gezogen wurden.

Sektion: Generation Kplus
Land: Argentinien
Regisseur: Darío Mascambroni
Länge: 67 Min

Einen Filmausschnitt könnt ihr euch auf der Berlinale-Webseite anschauen! Hier entlang!

VON KAI

Die iranische Insel hat ein großes Vorkommen an Hämatit, ein rotes Mineral, doch nur wenige profitieren von diesem „roten Gold“.  Der 16-jährige Junge Hormoz bekommt ein Versprechen: Wenn er die drei Jahre jüngere Hendi heiratet, hat er die Chance auf dem Tagebau zu arbeiten. Doch  letztendlich wird er enttäuscht und die Chance ist dahin.
Hedi wird schwanger und kann nicht mehr zur Schule gehen. Um nun Geld in die Kasse zubringen, rutscht Hormoz in einen Schmugglerring hinein, der das rote Gold stehlen und selber verkaufen möchte. Wie es ausgeht für Hendi und Hormoz, erfahrt ihr, wenn ihr den Film anschaut.

Der Film verdeutlicht sehr gut, wie es ist, in ärmlichen Verhältnissen, über die Runden kommen und was es für Gefahren gibt. Die Geschichte von Hendi und Hormoz ist spannend erzählt und für den Zuschauer ist es schön, trotz all der Probleme zu verfolgen, wie sich die beiden näher kommen. Leider erst dann, als ihnen ihr Leben beginnt, aus den Händen zu gleiten.

Sektion: Generation 14+
Land: Iran / Tschechische Republik
Regisseur: Abbas Amini
Länge: 88 Minuten