Film

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“Die Gerechtigkeit siegt immer.” Dies sind die bekannten Worte von Light Yagami, dem Protagonisten von Death Note. Auch wenn er zur Zeit von ‘Light Up The New World’ bereits tot ist, haben seine Worte und Taten immer noch große Bedeutung.

Am 4. Mai waren wir anlässlich der Kaze Asia Nights-Reihe im Kino und haben uns den neuen und letzten Film der Death Note Trilogie angeguckt. VON ALINA UND FRANCESCA

 

Plot:

10 Jahre sind seit dem Tod von Light Yagami vergangen und der König der Todesgötter sucht einen ebenbürtigen Nachfolger. Aus diesem Grund schickt er sechs Death Notes auf diese Welt. Nun kommen viele Anhänger von Light an die Macht und stiften Chaos. Doch auch der verstorbene Detektiv L hat einen Nachfolger, der alles in seiner Macht stehende tut um ein erneutes Erstarken von Kira zu verhindern. Dabei steht ihm der Polizist Mishima zur Seite, mit dem er allerdings ständig aneinander gerät. Nun treffen die neuen Kiras mit dem neuen L - Ryusaki aufeinander. Beide Parteien verwenden alle möglichen Tricks und Täuschungen um den anderen aus der Reserve zu locken und sich gegenseitig auszulöschen.

Doch wer wird gewinnen?

 

Viel Spaß mit der 11. FILM FEEDBACK- Folge von Kaja. Alle FILM FEEDBACK- Folgen gibt es hier!

VON KAJA

 

Aktueller Film

Transit
(D 2017, R: Christian Petzold, FSK: 12)

Georg (Franz Rogowski), ein deutscher Flüchtling, der gerade noch rechtzeitig aus Paris verschwinden kann, bevor ihn die Nazis, die Frankreich einnehmen wollen, verhaften können. Er reist nach Marseille, doch auch das dient nur als eine Übergangsstation, denn bleiben darf nur paradoxerweise, wer beweisen kann, dass er nicht bleiben. Zum Glück führt Georg die Papiere des Schriftstellers Weidel mit sich, der Selbstmord begangen hat. Eigentlich sollte er diese nur im mexikanischen Konsulat abgeben, doch nun eröffnen sich neue Möglichkeiten für ihn. Er nimmt die Identität Weidels an und hofft, eine der wenigen Schiffspassagen zu erhalten. Dann trifft er Marie (Paula Beer) und verliebt sich in die geheimnisvolle Frau, die nach ihrem verschwundenen Ehemann sucht – einem Schriftsteller. Diese hat die Hoffnung noch immer nicht aufgegeben, dass ihr Mann zurückkehren könnte.

Der von Christian Petzold inszenierte Film spielt 1942 in Südfrankreich und ist eine Adaption des teils autobiografischen Romans „Transit“ von Anna Seghers. Transit feierte auf der diesjährigen 68. Berlinale Premiere und ging neben Filmen wie „Isle of Dogs“, „Figlia Mia“ und „3 Tage in Quiberon“ ins Rennen um den Goldenen Bären.

Der Hauptdarsteller Franz Rogowski, der meiner Meinung nach in letzter Zeit zu einem der beliebtesten deutschen Schauspieler gehört, verkörpert die Figur des Georgs sehr authentisch und mit vielen Ecken und Kanten, so wie jeder Mensch nun einmal ist – unperfekt. Zudem war Rogowski in gleich vier Filmen, davon zwei in der Wettbewerbs-Sektion der Berlinale zu sehen. „Transit“ und „In den Gängen“ im Wettbewerb, sowie „Fikkefuchs“ und „LUX – Krieger des Lichts“ in der „LOLA at Berlinale Reihe“.

Ich habe Franz Rogowski in den letzten Monaten in gleich drei Filmen gesehen und jede Figur, die er verkörperte, hatte so seine Eigenheiten. Doch, was allen Figuren gemein war ist, dass sie alle sehr glaubwürdig dargestellt wurden, von dem Schauspieler mit der, umgangssprachlich genannten, Hasenscharte. Daher war es für mich auch keine große Überraschung, dass Rogowski am vergangenen Freitag, dem 27. April 2018 den deutschen Filmpreis, auch genannt LOLA, als bester männlicher Hauptdarsteller für seine Rolle in „In den Gängen“ bekam.

Transit war ein sehr schöner Film, der in unglaublich schönen Kulissen gedreht wurde. Ich meine, wer mag nicht den Anblick des Meeres im Hintergrund und kleinen süßen „Rues“ (Straßen) in Südfrankreich?

Petzold, der zuvor besonders beim Polizeiruf 110 Regie führte, hat einige Merkmale, die er in jeder seiner Produktionen einbaut und ist Teil der sogenannten Berliner Schule: „Die Berliner Schule ist die Bezeichnung für eine Stilrichtung im deutschen Kino, die seit Mitte der 1990er-Jahre entstanden ist.“ (Quelle: Wikipedia)

Den Einfluss der Berliner Schule auf Petzolds Werke kann man auch in „Transit“ erkennen, so sagt die Wikipedia-Seite, dass in Filmen, die von Regisseuren der Berliner Schule gedreht wurden, die Menschen häufig auf der Flucht sind, ohne aber neue Horizonte oder besseres Leben erreichen zu können, so wie es bei „Transit“ der Fall ist. Flucht spielt also eine große Rolle und wenn man weitere Kenntnisse über die Berliner Schule und Petzolds vergangene Filme hat, wie beispielsweise „Barbara“, der vor sechs Jahren auf der 62. Berlinale lief, oder eben die Polizeiruf 110-Folgen, so kann man sich während des Kinobesuchs auf die Suche nach weiteren Charakteristika Petzolds begeben. Zum Beispiel gibt es immer einen Popsong im Score, also in der Musik, der Polizeiruf 110-Folgen, die unter der Regie von Petzold entstanden sind. Somit wartet schon fast sehnsüchtig auf den Moment in „Transit“, in dem ein Popsong zu hören ist. Das kleine Kind in mir ist schier ausgeflippt, denn der besagte Popsong wird erst ganz am Ende, während des Abspanns gespielt.

Wie auch immer, ich habe jetzt ziemlich viel über den Hauptdarsteller und den Regisseur gesprochen und dabei den Film, den ich euch ja eigentlich vorstellen wollte, ganz außen vor gelassen. Hier nun also mein Fazit: „Transit“ ist ein sehr toller Film mit einer mitreißenden Geschichte. Der historischen Hintergrund gibt dem Film noch eine ganz besondere Note und während des Films überlegte ich gelegentlich, wie ich mich wohl verhalten hätte, wäre ich in Georgs Situation gewesen. Nicht nur die Handlung des Films ist meiner Meinung gelungen, sonder es ist auch ein sehr schön inszenierter und gedrehter Film.   

Hier seht ihr den Trailer:

 

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Am 24.04.2018 ging die Kazé Anime Nights in die dritte Runde. Dieses Mal lief der Film „Fairy Tail: Phoenix Priestess“ mit deutschen Untertiteln. „Fairy Tail“ ist eine sehr bekannte Mangareihe, die demnächst auch eine deutsche Anime-Fassung bekommt. Diesbezüglich hatte Kazé die ersten drei Episoden am 29. August 2017 im Rahmen der Kazé Anime Nights 2017 gezeigt. Der aktuelle Film spielt nach Folge 201, wer also noch nicht so weit ist: Achtung, Spoiler-Warnung!

VON SANDY

 

Du hast Bock die Vor-Vor-Vor-Vor-Vor-Vor-Vor-Vor-Vorfahren von „Shaun das Schaf“ und „Wallace & Gromit“ zu sehen? Dann ist der neue Film des britischen Animationsstudio Aardman „Early Man – Steinzeit bereit“ genau das richtige für dich!

von Kai Kuhlmey und Janik Emil Hölzer

Die Produktion

Die Idee zu einer Komödie, die einen Konflikt zwischen der Stein- und Bronzezeit aufzeigt, hatte der Regisseur Nick Park schon seit 2010 mit sich herumgetragen. Im Mai 2016 begannen dann schließlich die ersten Dreharbeiten, welche bis zum Jahresende 2017 andauerten.

Dieser Zeitraum ist auch kaum verwunderlich, da dieser Stop-Motion Animationsfilm die größte Produktion des Studios Aardman ist. Über die ganze Zeit hinweg waren 150 Leute eingebunden – es wurden insgesamt 273 Puppen und 3000 unterschiedliche Mundpartien hergestellt.

Handlung

Der “Early Man“ lebt zu einer Zeit, als noch unheimliche urzeitliche Kreaturen und wollige Mammuts die Erde bevölkerten. Wie der Höhlenmensch Dug feststellen muss, ist das Leben in dieser prähistorischen Epoche überaus schwierig. Vor allem weil der arrogante Anführer der Bronzemenschen das idyllische Tal des Stammes in Anspruch nimmt.

In dieser schwierigen Zeit muss sich Dug und sein Freund, das urzeitliche Wildschwein Hognob, aufmachen, um seine Heimat zu retten und den Stamm von Steinzeitmenschen gegen den übermächtigen Feind aus dem Bronzezeitalter in den Kampf zu führen.

Persönliche Bewertung

Der Animationsstil von „Early Man – Steinzeit bereit“ macht den Klassikern „Wallace & Gromit“ und „Shaun das Schaf“ alle Ehre. Die Kulisse ist bis ins Detail genau geplant und aufwendig umgesetzt worden.
So wurden beispielsweise über 60 verschiedene Bäume hergestellt, welche jeweils eine einwöchige Arbeit einforderten. Diese Detailverliebtheit kann ebenfalls auf die Figurengestaltung projiziert werden – man kann regelrecht die vielen Arbeitsstunden der Modellbauer, in jeder Körper- und Gesichtbewegung, erkennen. Schon allein wegen dieser Detail- und Animationspracht ist „Early Man“ ein ganz besonderer Film. Darüber hinaus begeisterten kleinere Nebensächlichkeiten und Anspielungen vor allem das etwas erwachsenere Publikum. Gerade solche Dinge, wie beispielwiese die Imbissbude, die „Jurassic Pork“ heißt, geben dem Film eine ganz eigene Dynamik und führen auch bei Eltern zu Schmunzlern.

Doch ein Problem gibt dem Film doch einen Riss! So gut auch die Animationstechnik sein mag, so sporadisch ist leider die Handlung. Das Storytelling ist absolut voraussehbar, dass man nach den ersten 30 Minuten eigentlich schon weiß, wie der Film enden wird. Zudem ist die Geschichte so rasant, dass nicht wirklich eine Identifikation mit Dug und seinen Stammesmitgliedern entstehen kann. Einzelne Momente, wie die Kommunikation zwischen dem Bösewicht Lord Nooth und der Königin des Landes, sind nette und lustige Sidekicks, führen aber letztendlich nicht zur Charakterbildung des Bösewichtes.

Fazit

Prinzipiell kann man also sagen, dass das Abendteuer des „Early Man“ eine Unterhaltung auf technisch sehr anspruchsvollem Niveau ist. Das Storytelling ist für einen Kinderfilm ausreichend und vielfältig, aber eben für das etwas ältere Publikum reichen nicht nur kleine Anspielungen, um den Film wirklich interessant zu machen.
Aus diesem Grund ist dieser Animationsfilm zwar ein guter Film, kommt aber an die Meisterwerke aus dem Aardman Studio nicht ran.

Zudem hat jup! Redakteur Kai die deutschen Synchonsprecher von den Hauptcharakteren "Dug" (gesprochen von Friedrich Mücke) und "Goona" (Palina Rojinski) getroffen und zum Film ausgefragt!
Das Interview findet ihr gleich hier: