Film

Wir trafen den Jungschauspieler Langston Uibel am Savigny-Platz und sprachen mit ihm über seinen neuen Film HIGH SOCIETY, seine Schauspielanfänge und seinen Traum von einem eigenen Food-Truck!

Ein Beitrag von Lotta und Hannah | Schnitt: Kai

02.11.2017
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03.11.2017
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30.10.2017
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31.10.2017
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01.11.2017
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20.09.2017
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21.09.2017
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22.09.2017
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23.09.2017
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VON JANIK EMIL

Weltweit kommt etwa eines von 700 Neugeborenen mit dem Down-Syndrom zur Welt. Folglich kommt alle paar Minuten ein Baby mit diesem Handicap zur Welt.

Down-Syndrom, oder auch Trisomie 21 genannt, bezeichnet eine Chromosomenabweichung. Chromosomen sind fadenförmige Gebilde, die sich in allen Zellen befinden und unser Erbgut tragen.
Normalerweise sind in jeder Zelle 23 Chromosomenpaare – 22 Chromosomenpaare und 1 Geschlechtspaar. Bei einem Menschen mit Down-Syndrom ist jedoch das 21. Chromosom dreifach vorhanden. Trisomie 21 ist jedoch nicht erblich bedingt, es kann allerdings dazu kommen, dass derjenige der das Syndrom hat und ein Kind bekommt, die ursächliche Chromosomenstörung an das Kind weitergibt.
Der namensgebende Arzt John Langdon Down war einer der Ersten, der die „klassischen Merkmale“ dieses Syndroms beschrieb und schon damals eine Unterscheidung zu Menschen mit geistiger Behinderung traf.
In diesem Zusammenhang fällt auch immer wieder das Wort Inklusion.

 

Was ist überhaupt Inklusion?

Inklusion bedeutet, dass jeder Mensch dazugehört. Egal welche Sprache jemand spricht, wie man aussieht oder ob man ein Handicap hat. Dies ist sogar in der UN-Behindertenrechtskonvention festgehalten und damit auch ein Menschenrecht. Doch auch Deutschland und viele andere Länder müssen noch viel dafür tun, damit der Vertrag eingehalten wird.

Erst wenn jeder Mensch überall dabei sein kann, am Arbeitsplatz, beim Wohnen oder in der Freizeit, funktioniert Inklusion. So sollten Kinder mit und ohne Handicap zusammen in der Schule lernen können. Allerdings gerade der letzte Punkt scheitert beispielsweise am Lehrkräftemangel, an zu großen Klassen oder auch an zu wenigen Investitionen.

 

Inklusiver Musikdreh

Um diesen Missständen entgegenwirken, hat der Verein „Downsyndromberlin“ einen inklusiven Film-Ferien-Workshop mit dem Titel „Wir drehen ein Musikvideo“ auf die Beine gestellt. Hierbei durften musikinteressierte Kinder miteinander ein Musikvideo zu dem Song „Das macht man nicht“ von „Deine Freunde“ drehen.

Die Band „Deine Freunde“ macht Musik für Kinder, doch auch Jugendliche und Erwachsene können sich für die Songs begeistern.  Dies war auch für die Workshopleiterin Marieke Weydemann der Grund, warum sie genau diese Band als Musikvorlage ausgewählt hat.

Eine Gesellschaft in naher Zukunft, die es nur darauf absieht, was Du leistest und wieviel Du leistest. Menschen, die sich dem beugen und Menschen, die sich dem widersetzen.
"Jugend Ohne Gott" ist ein Film, der diese Thematik, wie nur selten, verarbeitet. Wir trafen Fahri Yardim, Jannik Schümann und Jannis Niewöhner zum Interview. Außerdem konnten wir uns den Film vorab anschauen. Die Filmrezension findet ihr im Format FILMFEEDBACK.

VON SINA UND HANNAH

 

Interview mit Jannik Schümann und Jannis Niewöhner

Vampire und ihre Geschichten gibt es schon lange. Es gibt sie in allen Varianten. Blutrünstige Monster bis attraktive Blutsauger. Doch diese Vampire sind anders. Ich will euch „Mitternachtszirkus“ vorstellen. Ein Film, der mit einigen der wohl albernsten Klischees der Vampire, wie das unbegründete Fehlen einer Reflektion oder der unsinnigen Angst vor Knoblauch, aufräumt.

VON ALINA

Im Jahr 2009 erschien der Film in den Kinos. Es ist die Verfilmung der gleichnamigen Buchreihe, die sage und schreibe 12 Bände umfasst. Geschrieben wurden sie von Darren Shan. Viele Kritiker meinten, dass der nicht so gut sei. Jedoch gab es viele Leute, die „Mitternachtszirkus“ sogar mit „Harry Potter“ verglichen und den Büchern, sowie dem Film großes Potential zumaßen. Zwischen Buch und Film treten viele Unterschiede auf. Man bekommt kein verfilmtes Buch, sondern eine Handlung mit ganz anderen Geschehnissen und Facetten.

 

Die Handlung

Darren Shan ist 16 Jahre alt und als er und sein bester Freund Steve einen Flyer des mysteriösen „Cirque du Freak“ finden, ist ihnen sofort klar, dass sie das nicht verpassen dürfen. Der „Cirque du Freak“ ist eine Freakshow mit atemberaubenden Artisten. Da gibt es zum Beispiel einen Mann mit zwei Bäuchen, eine Frau, die ihre Gliedmaßen nachwachsen lassen kann und einen Wolfsmann. Doch am meisten begeistert Darren Larten Crepsley mit seiner extrem giftigen Spinne Madam Okta. Von seiner großen Liebe zu Spinnen verleitet, stiehlt Darren sie und bekommt dadurch mit, dass Larten Crepsley ein Vampir ist. Herausgefunden hat das sein Freund Steve. Dieser möchte auch ein Vampir werden, doch wird abgewiesen und schwört Rache. Darren entkommt, doch schon bahnt sich eine Tragödie an. Die Spinne Okta kommt frei und beißt Steve. Er hat nicht mehr lange zu leben, denn es gibt nur einen, der ein Heilmittel hat. Darren sucht Crepsley auf und fleht ihn an, ihm zu helfen. Der Vampir willigt ein, doch nur unter einer Bedingung: Darren muss sein Assistent und ein Halb-Vampir werden. Darren bleibt nichts anderes übrig und so willigt er ein. Erst versucht er, sein Leben wie sonst zu leben, aber das macht ihm sein Durst nach Blut unmöglich. So muss er schweren Herzens seine Familie verlassen und seinen eigenen Tod vortäuschen. Und so kommt es auch zu seiner ersten Begegnung mit einem Vampyr. Denn Blutsauger ist nicht gleich Blutsauger. Die Vampyre töten die Menschen und sind auf Krieg aus. Vampire wollen Frieden und haben eine Methode entwickelt, wie man Blut trinken kann, ohne dass der Mensch stirbt. Um Schutz zu suchen, tritt Darren dem „Cirque du Freak“ bei. Doch der geheimnisvolle

Mr. Tiny versucht den Jungen auf die Seite der Vampyre zu ziehen, koste es was es wolle.

Hannah und Patrice von jup! Berlin waren bei der Europakinopremiere von Bigfoot Junior dabei.  Sie haben Lukas Rieger, der die Synchornstimme von Adam übernommen hat, interviewt. Dabei haben sie einen kleinen Einblick in das Leben eines Synchronsprechers bekommen. Schaut es euch an!

VON HANNAH & PATRICE

 

Nachdem wir uns im Juli Filmen mit attraktiven Hauptdarstellern gewidmet haben, kommen jetzt vier Filme für euch, in denen hübsche Frauen eine Haupt- oder Nebenrolle übernehmen.

VON KAJA UND SINA

 

Aktueller Film

Jugend ohne Gott
(D 2017, Regie: Alain Gsponer, FSK 12)

Von der Pflichtlektüre zum spannenden Fantasy Film. Während Berliner Schüler der Sekundarstufe I bei „Jugend ohne Gott“  Hausaufgaben und schriftliche Charakterisierungen im Sinn haben, hat  die aktuelle Verfilmung der Romanvorlage alles andere als einen faden Beigeschmack.

Für alle, die den Roman von Öden von Horváth gelesen haben, dürften  spätestens beim Trailer-Schauen aufmerksam geworden sein. Den Figuren,  welche im Buch nur mit einzelnen Buchstaben betitelt waren, wurden  (echt hübsche) Gesichter gegeben und die Geschichte in einen anderen  Kontext gesetzt. In der nahen Zukunft spielt das Ganze. Eine Gruppe  von auserwählten Schülern der Abschlussklasse kämpft in einem 
Zeltlager um einen Platz an der nur weltweit fünf Mal existierenden  Rowald-Elitehochschule. Ein Wettkampf, der in der dargestellten  Leistungsgesellschaft nichts für den introvertierten und  desinteressierten Zach, gespielt von Jannis Niewöhner, ist. Denn  anders als seine Mitschüler Nadesh (Alicia von Rittberg) und Titus 
(Jannik Schümann) ist Zach komplett gegen das Hierarchisieren von  Menschen und deren Können. Das fällt seinem Lehrer (verkörpert von  Fahre Yardim) auf, welcher versucht, ihn von der bevorstehenden 
Möglichkeit zu überzeugen. Spätestens als Zach Ewa (Emilia Schule),  ein Mädchen, das unerlaubt im Wald lebt und aufgrund von Diebstählen  gesucht wird, kennenlernt, gerät er endgültig aus den Fängen der 
Betreuer und wird, anders als gewünscht, in seinen Taten nicht mehr kontrollierbar.

Die Handlung setzt sich insgesamt aus drei verschiedenen Perspektiven zusammen.  Dabei wird besonders die unscheinbare Verknüpfung aller Charaktere  deutlich. Die Unterschiedlichkeit der Charakterzüge aber auch die  verschiedenen Werte, die jeder vertritt. 114 Minuten Filmlänge sind  daher sehr gut bemessen. Für eine deutsche Produktion ist auch die  Kameraführung und vor allem das feine Schnittbild unglaublich gut und 
passend.

Der Film zeigt, wie Leistungsdruck in Extremfall auf einen wirken  kann. Wie unsere Zukunft tatsächlich in ein paar Jahren aussehen  könnte, wenn wir unsere eigene Individualität und Identität aufgeben,  um anderen zu gefallen. Die Figuren sind dabei durchaus realistisch  aufgebaut – man kann sich teilweise gut mit ihnen identifizieren.

Zu den Schauspielern: Leider sind die drei wohl größten deutschen  Schauspielhoffnungen, Emilia Schule, Jannis Niewöhner und Jannik  Schümann, momentan in vielen deutschen Filmen gleichzeitig vertreten.  „Jugend Ohne Gott“ ist dabei auch nicht der erste Film, in dem alle  zusammen zu sehen sind. Für einen so außergewöhnlichen Film mit nicht  oft behandelter Thematik eigentlich schade, nicht genauso 
außergewöhnliche Darsteller engagiert zu haben. Allerdings muss man  sagen, dass Jannik Schümann als Titus mehr als nur unglaublich war.  Der eher geheimnisvollen Figur wurde so viel Ausdruck und Lebendigkeit 
verschafft, dass allein diese Leistung hollywood-reif war. Auch  Niewöhner, Schüle und  Nebendarsteller, wie Anna Maria Mühe, sind aus  dem Film einfach nicht wegzudenken und demnach einfach unersetzbar.

Es lässt sich nur noch sagen: wenn ihr Action, tolle Kulissen und  einfach nur Abenteuer mit tollen Schauspielern haben wollt  – geht ab dem  31.08. ins Kino und schaut euch „Jugend Ohne Gott“ an!

Ihr wollt mehr über den Film wissen? Wir haben Jannik Schümann, Jannis Niewöhner und Fahri Yardim zum Interview getroffen. Alles hier!

 

Diese Folge Film-Feedback steht unter dem Motto „Filme mit attraktiven Protagonisten“. Also aufgepasst Ladys, vielleicht findet ihr hier den perfekten Film für euren nächsten Mädelsabend.

VON KAJA

 

Aktueller Film

Begabt
(USA 2017, Regie:
Marc Webb, FSK 6)

Der neue Film des Regisseuren Marc Webb (bekannte Filme von ihm sind z.B. SPIDERMAN oder SPIDERMAN 2: Rise of Electron), der seit 13.07. in den Kinos läuft, handelt von Frank Adler (Chris Evans), der gemeinsam mit seiner Nichte Mary (Mckenna Grace), die er anstelle ihrer eigenen Eltern großgezogen hat, in einem kleinen Küstenort in Florida lebt. Mary ist ebenso lebhaft wie intelligent und aufgrund ihrer Leistungen in der Schule, vor allem in Mathematik, vermutet ihre Lehrerin Bonnie (Jenny Slate) schon bald, dass Mary hochbegabt sein könnte. Frank will davon jedoch nichts wissen, sondern möchte Mary ein weitgehend normales Leben abseits von Leistungsdruck und Intelligenztests ermöglichen. Doch als seine eigene Mutter Evelyn (Lindsay Duncan) davon erfährt, ist es mit dem ruhigen Leben der kleinen Familie vorbei, denn Evelyn hat große Pläne für ihre Enkeltochter. Doch Frank beschließt, für das Wohl seiner Nichte zu kämpfen und erhält dabei Unterstützung von Bonnie, die ihrerseits ein Auge auf den attraktiven alleinerziehenden Ersatzvater geworfen hat, sowie von seiner resoluten Vermieterin und Freundin Roberta (Octavia Spencer).

Mir ist besonders die schauspielerische Leistung der jungen McKenna Grace, die das hochbegabte Mädchen Mary Adler verkörpert, im Gedächtnis geblieben. Mit ihren 11 Jahren spielt sie schon mit solch einer Überzeugung und Glaubwürdigkeit, dass sie es, meiner Meinung nach, mit manchem erfahrenen Schauspielern aufnehmen könnte. In den Szenen, in denen Mary traurig ist, fängt McKenna Grace an zu weinen. Ihre Tränen sind echt und wie herzzerreißend sie weint, lässt dem Zuschauer schon fast keine andere Möglichkeit mehr, als Mitleid mit ihr zu haben. McKenna Grace verkörpert ihre Rolle so sehr, dass man in diesem Fall schon fast nicht mehr von spielen reden kann. Alles was dieses Mädchen tut, entspringt aus ihr und wirkt nicht gestellt.
Des Weiteren fand ich den Monolog von Evelyn sehr beeindruckend und gut, da der Fokus mal nur auf ihr lag und man eine andere Seite von ihr kennengelernt hat, sodass man gemerkt hat, dass es ihr nicht nur um den Erfolg und sich selbst geht, sondern sie auch eine gute (Groß)Mutter sein kann bzw. ist.
Allerdings muss man auch sagen, dass der Anschluss teilweise nicht gut umgesetzt wurde. Mit Anschluss ist gemeint, wenn in einem Gespräch z.B. beide Personen von vorne gezeigt werden, alles in sich schlüssig ist und der Zuschauer nicht merkt, dass die Situation ja eigentlich gestellt ist. Da ist es kontraproduktiv, wenn nach einem Schnitt einer der Schauspieler seinen Kopf anders hält oder man genau sieht, dass die Person, die von hinten zu sehen ist, eigentlich redet, aber nicht die Lippen bewegt. Zudem gab es mehrere Szenen, die relativ lang waren und in denen nur Bilder mit Musik zu sehen waren.
Zusammenfassend würde ich sagen, dass ich von Anfang an nicht daran gezweifelt habe, dass BEGABT gut ist, ich aber davon überrascht war, wie gut der Film im Endeffekt war und die (weiblichen) Zuschauer*innen einen sympathischen Chris Evans in diesem Film zu sehen bekommen.  

 

Am Donnerstag (27.07.17) kommt OSTWIND - Aufbruch nach Ora in die Kinos und wir verlosen unter euch Fanartikel.

VON OLIVER MATTUTAT, 25. Juli 2017

Mika, gespielt von Hanna Binke, macht sich auf den Weg, um das zu finden, was sie im Leben sucht. Mit ihrem Hengst Ostwind macht sie sich auf den Weg in die spanische Region Andalusien. Dort sucht sie nach dem Ort Ora, den sie in ihren Träumen erlebt und wo die Wurzeln von Ostwind liegen. In Ora sind Pferde frei und wild. Dort leben sie glücklich. Dabei trifft sie auf Sam und dessen Vater Pedro. Mika hilft Pedro seinen Pferdehof am Laufen zuhalten. Seine Schwester Tara kann damit gar nichts anfangen. Sie möchte nicht, dass Pferde eingesperrt werden. Sie möchte, dass die Pferde in Freiheit leben können. Das beeindruckt Mika. Doch dann möchte ein Konzern den Lebensraum der Wildpferde platt machen. Doch Mika kommt eine Idee, wie sie das stoppen könnte.
Welche Idee das ist und ob es ihr gelingt, könnt ihr ab Donnerstag, den 27.07.17, im Kino erleben!  

GEWINNSPIEL:
Du freust dich schon riesig auf den Film? Dann haben wir noch etwas, um diese Freude zu verstärken! Unter allen Teilnehmern verlosen wir je drei OSTWIND-Pakete bestehend aus einem Filmplakat, einem Freundebuch und einem Hörspiel. Beantworte einfach die folgende Frage per Mail an oliver@jup.berlin oder auf unseren Social Media Kanälen (Facebook oder Instagram)!

FRAGE:
Wer ist die Hauptfigur im Film OSTWIND - Aufbruch nach Ora?
a) Mika        b) Frank

Einsendeschluss: 31.07.2017, 18 Uhr. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Viel Erfolg!

VON NUSEYBA

„Für was steht eigentlich uFO?“

"juFO nicht uFo!“

„Ok, juFO. Für was steht’s?“

Genauso klangen die Konversationen Ende Juni, als es um das diesjährige Jugendforum 2017 - Open Air ging. Ganz so Open Air war es am Ende aber dann doch nicht. Durch das Unwetter am Tag zuvor wurde das juFO zunächst komplett absagt. In der Nacht verbreitete sich aber noch die Nachricht, dass die Veranstaltung ins Haus 13 auf den Pfefferberg verlegt werde. Die Rettung in letzter Not!

Am Freitag, den 30. Juni, um 12 Uhr ging es dann los: Der große Hauptsaal mit der Bühne füllte sich. Immer mehr Leute kamen an, größtenteils Schulklassen und Politik-Kurse, Interessierte und Verbände.
Mit viel Lärm und Applaus wurde der Tag von den Teilnehmenden und Moderator*innen begrüßt. Es wurde ein kurzer Einblick in das Programm gegeben und erklärt, in welchen Räumlichkeiten jetzt welche Aktionen und Diskussionsrunden stattfinden werden.

Wer an diesem Tag nichts Interessantes finden konnte, muss womöglich auf Steine stehen oder ein Nazi sein. Das Programm war so vielfältig  und offen wie die Leute, die Teil der Veranstaltung waren. Neben Diskussionen zu Themen, wie sexuelle Vielfalt, Politik in der Schule, Rechtspopulismus, Bärte und Burkas, Abschiebungen und Inklusion, wurden auch praktische Workshops und Aktionen angeboten, wie Trommeln, Fake News, Politiker*innen-Speeddating, Rappen mit Kaveh und noch mehr.

Begleitet wurde das Programm von Performances von i, Slam, die mit ihren Poetry Slam-Texten, die Macht, die durch Worte erzeugt werden kann, demonstrierten. Die Alte Feuerwache machte mit ihrem Power-Auftritt durch die Tanzgruppe Jeunesse auf sich aufmerksam. Ein Gespräch mit dem Präsidenten des Abgeordnetenhauses Ralf Wieland und Bildungssenatorin Sandra Scheeres führte zu regen Diskussionen unter den Zuhörer*innen. Und die vier Jungs der Band Taxi Nach Tegel  sorgten im Pfefferwerk für richtige  Konzertstimmung.

Persönlich wollte ich bei so vielen praktischen Workshops wie möglich teilnehmen. Ich startete mit dem Rap Workshop bei Kaveh. Er erklärte uns, was alles zu Hip-Hop gehört und wie diese Kunstrichtung in der Bronx langsam entstanden sei. Zwei Dinge sind mir vor allem im Gedächtnis geblieben: Zum einen war Hip-Hop seit seiner Entstehung schon immer politisch. Die ersten Leute in der Szene nutzten Hip-Hop als Sprachrohr, um Gesellschaftskritik auszuüben und ihren persönlichen Meinungen Gehör zu verschaffen. Zum anderen betonte Kaveh, dass jeder und jede Rapper*in werden kann. Rap und Hip-Hop sei eine Kunstform, die jeder Mensch ausprobieren könne.

Später besuchte ich den Trommel-Workshop bei Salomon vom Jugendclub Die Linse. Mit leichten Trommelrhythmen fing er an, unsere Hände aufzuwärmen. Jeder Rhythmus, ob aus Süd- oder Zentralafrika, aus dem Orient oder Brasilien habe seine eigene Geschichte und drücke etwas aus. Dadurch, dass ich öfter schon mal getrommelt habe, fiel mir das Schlagen der Rhythmen nicht allzu schwer.

In der Medienlounge waren das jup!-Team und das Team von DIGGA fleißig dabei, als Presse von der Veranstaltung zu berichten. Jeder der Interesse hatte, durfte mitmachen und außerdem in der Video-Box im Foyer seine Gedanken zur Politik von heute äußern.

Für Hunger und Durst war eine Catering-Firma verantwortlich, die auf jeden Bedarf und jede Frage zum Essen eingegangen ist. Dank der Sonne konnten die Teilnehmenden die Pausen draußen verbringen.

Ob ich nächstes Jahr wieder teilnehmen werde? Auf alle Fälle. Es gibt wenige Veranstaltungen, die so gut organisiert werden von Jugendlichen, bei denen man das Gefühl bekommt, dass sich der Aufwand auch lohnt. Man lernt eine Vielzahl neuer und interessanter Leute kennen und sieht auch vielleicht das ein oder andere bekannte Gesicht wieder.

Das juFo2017 hat mich dieses Jahr noch stärker motiviert, aktiv zu werden und mich für Teilhabe und Partizipation einzusetzen, um auch anderen dieses Privileg mitzugeben.

 

 

 

 

Es wird wieder lustig auf der Kinoleinwand: "Ich - Einfach unverbesserlich 3" kommt in die Kinos! Lotta aus der jup! Redaktion konnte vorab schon mal mit den deutschen Synchronstimmen von Lucy (Martina Hill) und Gru (Oliver Rohrbeck) sprechen. Vor allem Martina Hill kennt ihr aus Formaten wie "Knallerfrauen" und "Die Heute-Show". Die Stimme von Oliver Rohrbeck ist euch bestimmt auch schon mal begegnet. Er spricht u.a. den Justus Jonas bei der berühmten Hörspielreihe ???. Alles über ihre Arbeit als Synchronsprecher, den Film und ihre Vorbilder erfahrt in den Interviews!

Das Interview mit Martina Hill (Lucy):

 

In der dritten Folge Film Feedback stelle ich euch heute vier Filme vor, von denen ich allesamt total begeistert bin. Jeder Film hat seine eigenen Vorzüge und deswegen hoffe und denke ich, dass für jeden etwas dabei sein wird.

VON KAJA

 

Aktueller Film

Pirates of the Caribbean 5: Salazars Rache
(USA 2017, R: Joachim Rønning, Espen Sandberg, FSK 12)

Endlich ist er da! Der fünfte Teil der Fluch der Karibik – Reihe mit Johnny Depp als Captain Jack Sparrow in einer der Hauptrollen. Viele von euch werden sich, genauso wie ich, sehr gefreut haben, als sie hörten, dass ein fünfter Teil in die Kinos kommt. Und so möchte ich euch jetzt erzählen, ob bzw. inwieweit meine Erwartungen eher enttäuscht oder übertroffen wurden.

In PIRATES OF THE CARIBBEAN 5: SALAZARS RACHE geht es wie immer um Captain Jack Sparrow (Johnny Depp), der plötzlich in ein neues Abenteuer stolpert, als eine Truppe Geisterpiraten unter der Führung von Sparrows erklärtem Todfeind Captain Salazar (Javier Bardem) das Teufelsdreieck verlässt, in dem sie bislang festgehalten wurden. Salazar und seine Crew sinnen auf Rache an allen lebenden Piraten und wollen sie töten, allen voran Captain Jack. Diesem bleibt nur eine Möglichkeit, sich aus der brenzligen Situation herauszuwinden: Er muss Poseidons magischen Dreizack finden, der ihm die Herrschaft über die Weltmeere verleiht und mit dem er Salazar in die Schranken weisen kann. Auf der Suche danach trifft er zum einen auf die junge Astronomin Carina Smyth (Kaya Scodelario), die ebenfalls den Dreizack finden will, um sich in der von Männern dominierten Welt der Wissenschaft beweisen zu können, sowie auf den jungen Seemann Henry Turner (Brenton Thwaites), der versucht, seinen Vater zu finden. Dieser ist allerdings mit einem Fluch belegt, der ein solches Zusammentreffen verhindert – und Captain Jack und Henrys Vater sind alte Bekannte...

Mit einer Länge von ein bisschen mehr als zwei Stunden ist dieser Film ein aufregendes Filmspektakel, das seinen Vorgängern um nichts nach steht. Die neuen Charaktere bringen frischen Wind in die Piratenwelt, doch auch alte Bekannte wie Geoffrey Rush als Barbossa tauchen in diesem Film wieder auf.

Mir persönlich hat der Film sehr gut gefallen, wobei ich wahrscheinlich auch ein wenig voreingenommen in diesen Film gegangen bin, da ich ein großer Fan der ganzen Reihe bin. Meine Erwartungen im Bezug auf Spaß, Witz und ein spannendes Piratenabenteuer wurden nicht enttäuscht, auch wenn der Film seine Längen hat, in denen nicht so viel Aktion stattfindet.

Einen großen Pluspunkt erhält der Film von mir zudem für die Mischung aus neuen/jungen Charakteren und den bereits erwähnten alten Bekannten, da Fortsetzungen, die nach längerer Zeit erscheinen, es oftmals schwer haben, weil sie die Erwartungen der Zuschauer nicht erfüllen können. Nimmt man einen bereits bestehenden Cast, dreht man sich oftmals im Kreis. Stellt man allerdings eine komplett neue Besetzung auf, wirkt der Film oftmals wie ein schlechtes Remake der vorherigen Filme. Dementsprechend hat es der neue PIRATES OF THE CARIBBEAN durch seine Verschmelzung der alten und neuen Schauspielergeneration, dass jeder auf seine Kosten kommt.

Fans spekulieren zudem, ob das nun der finale Film dieser Reihe war oder ob noch weitere Piratenfilme produziert werden. Einen kleinen Hinweis auf die Zukunft von Captain Jack Sparrow und Co. gibt vielleicht die versteckte Szene NACH dem Abspann. Also bleibt, nachdem der Film zu Ende ist, ruhig sitzen, genießt die tolle Musik des Abspanns und schaut euch dann diese kleine Szene an, um euch eure eigene Meinung zum Thema „weitere Fortsetzungen“ zu bilden.

Wer eine weitere Meinung zu PIRATES OF THE CARIBBEAN 5: SALAZARS RACHE lesen möchte, kann sich gerne Ollis Artikel durchlesen!

Und wer Lust auf den Film hat, den Trailer aber noch nicht gesehen hat (was ich mir fast nicht vorstellen kann), der kann sich diesen hier anschauen!

 

Ein Klassiker

Vertigo
(USA 1958, R: Alfred Hitchcock, FSK 12)

Dieser Klassiker von Alfred Hitchcock zählt zu meinen Lieblingsfilmen.

Polizist John ‘Scottie’ Ferguson (James Stewart) leidet an Höhenangst, seit er einen Kollegen bei der Verfolgung eines Verbrechers über Dächer in den Abgrund hat stürzen sehen. Eigentlich möchte er deswegen seine Arbeit aufgeben, als der ehemalige Schulfreund Gavin Elster (Tom Helmore) ihn bittet, seine Frau Madeleine (Kim Novak) zu beschatten. Diese scheint, wie sich herausstellt, vom Geist ihrer Großmutter besessen zu sein, welche sich mit 26 Jahren das Leben nahm. Auch Madeleine stürzt sich in die Bucht von San Francisco und Scottie, der sie dabei beobachtet hat, kann ihr gerade noch das Leben retten und nimmt sie mit zu sich nach Hause. Scottie verliebt sich in die schöne Unbekannte, doch der Fluch ist noch nicht gebrochen.

Dieser Film überzeugt nicht nur mit seiner spannenden und teilweise schockierenden Handlung, sondern ebenfalls mit einer, für diese Zeit, besonderen Technik. Alfred Hitchcock verwendete für diesen Film nämlich eine Technik, die das Schwindelgefühl bei Höhenangst simulieren soll und später als „Vertigo-Effekt“ etabliert wurde. Auch das verwendete Farbspektrum ist sehr interessant, wenn auch teilweise etwas überoffensichtlich und aufdringlich. Und auch der Cameo Auftritt des Regisseurs darf in diesem Film natürlich nicht fehlen.

Alfred Hitchcock gilt meiner Meinung nach sowieso bis heute als einer der einflussreichsten Filmregisseure, daher schadet es nicht, sich seine Filme anzuschauen. 

Wer also Lust auf einen guten alten Alfred-Hitchcock-Film hat und PSYCHO oder DIE VÖGEL schon zu oft gesehen hat oder wer gerne einen Thriller aus den 1950ern sehen möchte, dem kann ich VERTIGO nur wärmstens empfehlen.

 

„Plan B- Scheiss auf Plan A“ kam am 08.06. 2017 in die Kinos. Ein Film über Freundschaft und Loyalität mit Kämpfen ohne Ende. Wir von jup! waren als einer der Ersten dabei und haben den Haupt-Cast interviewt!

VON ALINA | VIDEOSCHNITT: KAI

In dem Film „Plan B- Scheiss auf Plan A“ geht es um vier Freunde, die buchstäblich im falschen Film landen und sich dann auf eine Schnitzeljagd gegen die Uhr begeben.

Der Film ist, obwohl es eine deutsche Produktion ist, ziemlich gut. Nur wenige deutsche Actionfilme sind von Qualität, aber dieser ist wirklich sehenswert. „Plan B“ ist unheimlich realitätsnah und hat einen genialen Humor sowie viel Action. Der Film handelt viel von Freundschaft und auch von Träumen und ist eine wahre Inspiration. An manchen Stellen zieht sich die Handlung ein wenig und die Kampfszenen werden überzogen, aber trotz allem ist es ein toller Film.

Wir von jup! waren einer der Ersten, die ihn zu sehen bekamen. Doch das ist nicht alles. Wir haben die Möglichkeit bekommen, ein Interview mit den Hauptpersonen zu führen.

Der Weg führte uns in eine Stunthalle nach Berlin-Spandau. Vor Ort wurden wir sehr freundlich aufgenommen. Uns wurde ein besonderes Interview-Erlebnis ermöglicht. Wir selbst durften einen Stunt ausprobieren und wurden á la Mission Impossible von der Decke abgeseilt. Die Stars des Films selbst haben uns erklärt, wie man sich positionieren soll und welche Haltung am besten ist. Dann konnten wir starten und Can Aydin, Phong Giang, Eugene Boateng, Cha-Lee Yoon und Julia Dietze interviewen. Sie waren alle unheimlich freundlich und zu unserer Überraschung verhielten sie sich genauso, wie sie es im Film taten. Aber schaut es euch am besten selbst an!

 

Die langersehnte vierte Staffel der britischen Serie "Sherlock" ist nun auch endlich in Deutschland erhältlich. Unser Redakteur Olli hat für euch in die neuen drei Folgen reingeschaut und verrät euch auch, wie wahrscheinlich eine weitere fünfte Staffel ist. Außerdem verlosen wir Exemplare der vierten Staffel unter euch!

VON OLIVER MATTUTAT, 12. Juni 2017

Als Sherlock-Fan muss man hart sein. Zum einen sind die Pausen zwischen den einzelnen Staffeln immens und dann gibt's 'nur' drei neue Folgen. Zwischen der dritten und vierten Staffel mussten sich die Fans am längsten gedulden. Ganze drei Jahre lagen zwischen ihnen. Anfang Januar diesen Jahres war es dann soweit: Die Erstausstrahlung der ersten Folge der vierten Staffel stand in Großbritannien auf dem Programm. Die beiden weiteren Folgen liefen in den nächsten Wochen. Nun ist es auch in Deutschland soweit. Die drei 90-minütigen Folgen feierten auch hierzulande im Fernsehen ihren Einstand. Außerdem sind sie ab heute auf DVD und als BluRay erhältlich.

Auch diesmal haben die beiden Autoren Steven Moffat und Mark Gatiss den berühmten Detektiv Sherlock Holmes ins moderne London geholt. Sie haben sich auch wieder in Grundzügen nach der Buchvorlage von Sir Arthur Doyle gerichtet. Dazu haben sie wieder ihren eigene Ideen einfließen lassen, die die Serie zu einem Erfolg machten.

 

! ACHTUNG! AB HIER ENTHÄLT DER TEXT SPOILER!

Wer die vorherigen Staffel noch nicht gesehen hat, sollte jetzt nicht weiterlesen! Die Verlosung findest du im nächsten, fettgedruckten Absatz.

Am Ende der dritten Staffel soll Sherlock aus dem Land geflogen werden. Um möglichen Aufständen entgegen zu wirken, schickte man ihn nicht in Gefängnis, sondern auf eine Mission ohne Wiederkehr. Sherlock (gespielt von Benedict Cumberbatch) hatte nämlich den Medienmogul Charles Magnussen erschossen, der drohte die Vergangenheit von Mary (Amanda Abbington) - Ehefrau von Watson (Martin Freeman) - offenzulegen. Doch das Flugzeug, in dem Sherlock saß, musste umkehren, denn auf sämtlichen Bildschirmen der britischen Hauptstadt war Sherlocks Erzfeind Moriarty (Andrew Scott) zu sehen. Daneben stand der Spruch 'Did you miss me?' (Habt ihr mich vermisst?). Ob Moriarty selbst hinter der Aktion steckte, war nicht klar. Denn eigentlich war er tot. Aber wer, wenn nicht er, könnte dahinter stecken?

Mit dieser Frage ging es in die vierte Staffel. In den drei Folgen sind Sherlock und Watson wieder in der britischen Metropole unterwegs.

"Die sechs Thatchers", "Der lügende Detektiv" und "Das letzte Problem" sind die Titel der 90-minütigen Episoden. Dabei wird es tragische Erlebnisse geben, die Sherlock und Watson aber schließlich auch enger zusammenrücken lassen, um ihren schwersten Fall gemeinsam zu lösen.

Ob die letzte Folge der vierten Staffel wirklich das "finale Problem" gewesen ist, scheint unklar. Das Ende der dritten Folge lässt sowohl ein Ende der Serie als auch eine Fortsetzung zu. Von den Beteiligten war auch zu hören, dass sie durchaus vorstellen könnten, eine fünfte Staffel dran zuhängen. Das größte Problem sind die Zeitpläne vieler vor und hinter der Kamera. So sind vor allem die Hauptschauspieler Benedict Cumberbatch und Martin Freeman in viele andere Produktionen eingespannt und die Kalender für die nächsten Jahre schon gut gefüllt. Auch der Showrunner Steven Moffat hat viel um die Ohren. Die Wartezeit für eine mögliche fünfte Staffel würde wahrscheinlich noch länger ausfallen als zwischen Staffel drei und vier.

 

Der Start der vierten Staffel ist für uns Anlass genug für eine Verlosung. Zu gewinnen gibt es 1x die Vierte Staffel Sherlock als BluRay, 1x als DVD und den Manga zur Erfolgsserie (Sherlock - Ein Fall von Pink). Was du machen musst, um zu gewinnen?

Schreibe uns per Mail (an oliver@jup.berlin) oder kommentiere unseren Instagram-Post.

Einsendeschluss ist der 16.06.2017 um 14 Uhr. Unter allen richtigen Einsendungen entscheidet das Los. Eine mehrfache Teilnahme ist ausgeschlossen. Viel Erfolg!

Gewinnspielfrage:

Wer ist der Erzfeind von Sherlock Holmes?

a) Moriarty oder b) der Weihnachtsmann

Hannah hat Jeff Kinney, den Autor der bekannten Kinderbuchreihe "Gregs Tagebuch" im Schokoladenmuseum in Köln getroffen, und mit ihm über den 4. Film "Böse Falle" gesprochen.

 

Der fünfte Teil der Filmreihe 'Fluch der Karibik' ist erschienen. Dabei bekommt man aber leider das Gefühl, dass nun auch die Luft raus ist. Ob es noch einen Nachfolger geben wird, ist äußerst unklar.

VON OLIVER MATTUTAT

Captain Jack Sparrow (gespielt von Johnny Depp) ist zu einer Kultfigur geworden. In vier Teilen macht der Pirat die Meere der Welt unsicher. Im nun erschienen fünften Teil gibt es ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten. In Fluch der Karibik - Salazars Rache versucht eben jener Salazar, Jack Sparrow zu finden. Denn Sparrow hat ihn in seinen jüngeren Jahren ausgetrickst und Salazar und seine Crew wurden verwunschen. Sie machten als Geister die See unsicher. Aber nicht nur Salazar ist auf der Suche nach Sparrow. Auch Henry Turner (gespielt von Brenton Thwaites) der Sohn von William „Will“ Turner (gespielt von Orlando Bloom) macht sich auf den Weg. Denn Sparrow ist die einzige Möglichkeit, um den Fluch seines Vaters zu besiegen. Ob das gelingt und welche Hindernisse sonst noch überwunden werden müssen, erfahrt ihr jetzt im Kino.

Dieser Teil ist, wie auch die Vorgänger, sehr bildgewaltig. Aufwendig wurde er produziert und über 1.000 Statisten wirkten beim Hollywoodstreifen mit. Doch ganz überzeugen konnte er uns nicht. Die Geschichte wirkt ziemlich gestreckt. Über zwei Stunden geht der Streifen. Und die ziehen sich. Humorvolle Dialoge weichen dies dennoch ein wenig auf. Auch wenn man über die gesamte Länge das Gefühl bekommt, dass die Liebe zur Geschichte beim nun mehr fünften Teil ein wenig abhandengekommen ist.

Es wurde schon spekuliert, ob Salazars Rache der letzte Teil der Piraten-Saga ist. Im Moment scheint die Zukunft noch ungewiss. Falls aber der fünfte Film wieder zum Kassenschlager wird, werden sich Depp und Co bestimmt nochmal zusammensetzen und überlegen, ob es nicht Sinn ergibt, einen weiteren Teil auf die Leinwände zu bringen. Hoffentlich wird dann auch wieder eine Geschichte umgesetzt, die einen von Anfang bis Ende fesselt.

Es ist wieder so weit: Mit “Gregs Tagebuch – Böse Falle” kommt am 01. Juni 2017 bereits der vierte Film des erfolgreichen Franchises von Jugendbuch-Autor Jeff Kinney in die deutschen Kinos. Diesmal wartet ein abenteuerlicher Roadtrip auf die Heffley-Familie. jup! Redakteurin Hannah konnte den Film bereits vorab sehen. Außerdem interviewt sie den Autor Jeff Kinney in Köln. Bald dazu mehr auf jup!

Du bist auch Fan von Greg? Dann gewinne jetzt 2 Kinotickets, 1 Filmtagebuch oder die DVD 3. Teil!

Wie das geht? Ganz einfach! Erinnerst du dich noch an den schimmeligen Käse auf dem Basketballplatz?

Gewinnspielfrage: Was war das Ekelhafteste, was du jemals gegessen hast?

Einfach per Mail an info@jup.berlin!

 

Teilnahmeschluss: 30. Mai 2017; das Los entscheidet.

© 2017 Twentieth Century Fox

In dieser Folge Film Feedback habe ich einen sehr alten Film, der Filmgeschichte geschrieben hat, sowie einen Film über das Leben und den Tod für euch. Zudem rede ich über den perfekten Film für alle Penélope-Cruz-Liebhaber und ebenso über einen Film, der sich mit dem Thema „Body Shaming“ beschäftigt. 

VON KAJA

 

Aktueller Film

Embrace – Du bist schön
(USA 2016, R: Taryn Brumfitt, FSK 12)

„Body Shaming“ ist in unserer heutigen Gesellschaft leider sehr weit verbreitet, sodass es umso wichtiger ist, dass Taryn Brumfitt in ihrer Doku über dieses Thema spricht und zudem die Botschaft vermittelt, dass man seinen Körper so lieben sollte, wie er ist, denn wir haben nur diesen einen.

Die Geschichte von Taryn Brumfitt beginnt damit, dass sie sich, nachdem sie drei Kinder zur Welt gebracht hat, nicht mehr wohlfühlt in ihrem Körper. Also fängt sie an, wieder vermehrt Sport zu machen, auf ihre Ernährung zu achten und sich auf einen Body-Builder-Wettbewerb vorzubereiten. Als sie dann in bester Form auf der Bühne steht, fällt ihr auf, dass ihre Konkurrentinnen, sowie sie selbst, immer noch nicht zufrieden mit ihren Körpern sind. In der folgenden Zeit isst sie wieder normal und nimmt zu, bis sie sich in ihrem Körper (mit ihren Rundungen) wohlfühlt. Zudem postet sie ein Vorher – Nachher-Bild auf Facebook, auf dem sie erst schlank und dann rundlich zu sehen ist.
Damit trifft sie einen Nerv und bekommt in Folge dessen unendlich viele E-Mails wie: „Wow, wie hast du es geschafft deinen Körper lieben zu lernen?“. Natürlich bekommt sie auch negative Kommentare, aber von dieses lässt sich Taryn Brumfitt nicht beeinflussen, sondern sie entscheidet,  eine Reise um die Welt zu machen, auf der Suche danach, warum so viele Frauen ihren Körper nicht lieben, sondern teilweise sogar gegen ihn ankämpfen.
Auch eine deutsche Schauspielerin, nämlich Nora Tschirner, ist von Taryn Brumfitts Bild begeistert und da diese finanzielle Unterstützung braucht, um den Film zu realisieren, greift Tschirner in die eigene Tasche und produziert den Film kurzer Hand mit.   

Der Film, der eigentlich nur am 11.05.2017 in den Kinos laufen sollte, hat mir sehr gut gefallen und mich selbst zum Nachdenken angeregt. Das Thema und somit auch dieser Film, sind sehr wichtig für unsere heutige Gesellschaft, weil er deutlich zeigt, was eigentlich das Wichtige im Leben ist. Es geht nicht darum, sein ganzes Leben lang den eigenen Körper zu einem Schmuckstück zu machen, das besonders schön aussieht. Der Film ist meiner Meinung nach echt gut gelungen und jeder, der die Möglichkeit hat, sich den Film anzuschauen, dem kann ich das nur mit bestem Gewissen dazu raten, denn der Film ist viel zu gut, um nicht gesehen zu werden.
Das haben sich wahrscheinlich auch die Kinos gedacht, nachdem es am 11. Mai so einen Ansturm auf den Film gab. Viele Kinos haben sich - ohne Absprache mit der Regisseurin oder den Produzentinnen - dazu entschieden, EMBRACE – DU BIST SCHÖN noch einige Male mehr zu zeigen!

Wer dieses Thema also genauso wichtig findet wie ich oder sich einfach einen schönen Film mit wichtiger Botschaft ansehen will, der sollte sich mal auf der Facebook-Seite des Films umschauen und vielleicht habt ihr Glück und der Film wird noch einmal bei euch in der Nähe gespielt (dann aber Karten reservieren nicht vergessen). Für alle anderen gibt es EMBRACE – DU BIST SCHÖN ab 18.05. auf DVD zu kaufen.    

 

Und dann war es auch schon wieder vorbei. Samstag war wohl einer der stressigsten Tage seit langem. Wir waren auf der diesjährigen MagicCon in Bonn. Was wir alles erlebt haben, die besten Cosplayer und unser Treffen mit Hollywoodstar Ian Somerhalder gibt es hier nachzulesen.

Ein Beitrag von Julia und Anne

 

Taxi, Flugzeug, Taxi, Maritim Hotel Bonn. So begann unser Samstag. Uns erwatete allerdings ein ereignisreicher Tag in Bonn. Grund für die weite Anreise war die sogenannte MagicCon, die erstmalig vom 21.04.-23.04.2017 stattfand.
FedCon GmbH, die Veranstalter des Events, holten unter dem Motto "Triff Deine Film- und TV Stars" Hollywoodgrößen wie Andrew Scott, bekannt aus Sherlock oder einen der drei Hauptdarsteller der Hit TV Show 'The Vampire Diaries' Ian Somerhalder nach Deutschland. Die MagicCon ist der offizielle Nachfolger der RingCon, welche sie für 14 und der HobbitCon, die sie für vier Jahre hielten. Die Veranstalter konnten also schon einiges an Erfahrung und Wissen über die Jahre sammeln.

 

Was ist denn eine Convention überhaupt?

Eine Convention ist eine Veranstaltung für eine spezifische Interessensgruppe. Ihr habt wahrscheinlich schon einmal von zum Beispiel der Gamescom gehört. In dem Fall geht es eben um Spiele. Die MagicCon ist genau so ein Event für Film- und Serienfans. Die Besucher haben die Chance ein Foto oder Autogramm von ihrem Star zu kaufen. Man kann sich auch einfach einen sogenannten Panel anschauen, in welchem der Darsteller auf der Bühne Fragen der Fans beantwortet.
Außerdem kann der Besucher unzählige Cosplayer und jede Menge Merchandise bestaunen.

 

Conventions - Reines Schlangestehen?!

Ich kann behaupten, mit meinen bereits elf besuchten Conventions, relativ erfahren zu sein, was das Thema angeht. Mein erster Gedanke, wenn ich an Cons denke, ist Schlangestehen. Man muss für absolut alles anstehen: Die Registrierung, die Autogramme, die Fotos und sogar die Schlangen bei den Toiletten können einem die Laune vermiesen.
Mein erster Eindruck bei der MagicCon fiel allerdings sehr positiv aus.
Wir waren bereits um 8:30 Uhr am Maritim Hotel und daher muss man fairerweise sagen, dass die Schlange noch nicht wirklich lang war. Gegen neun Uhr startete die Registrierung und es ging tatsächlich zügig voran.
Besonders schön war, dass jeder Besucher einen Goody Bag im MagicCon Format erhielt. Enthalten war zum Beispiel ein Block, ein kleines Spiel, natürlich auch Werbung und das wohl wichtigste Goody: Das Programmheft!
Darin konnte man allerlei Infos bezüglich Fotos, Autogrammen oder den Stages nachlesen. Ein Lage- und Ablaufplan und die Preisübersicht der Darsteller konnte man ebenfalls entnehmen. Überflüssig zu erwähnen, dass dieses Heft unser treuer Begleiter war und wir uns dadurch super zurecht finden konnten.

 

Aktueller Film

Die Schlümpfe 3 – Das verlorene Dorf
(USA 2017, Regie: Kelly Asbury, FSK 0)

Sie sind wieder da! Seit dem 6. April 2017 läuft der dritte Teil der Schlümpfe in den deutschen Kinos. Während die direkten „Schlümpfe“-Vorgänger im Kino eine Mischungen aus Real- und Animationsfilm waren, ist „Die Schlümpfe - Das verlorene Dorf“ nun ein komplett computeranimierter Film. Im dritten Teil der Schlümpfe geht es natürlich zum einen um Gargamel, den bösen Zauberer, der endlich Schlumpfhausen finden will, um die Magie der Schlümpfe zu seinem Vorteil zu benutzen. Zum anderen trifft Schlumpfine auf einem Ausflug in den Wald auf ein schlumpfähnliches Wesen, sodass sie sich gemeinsam mit ihren Freunden Schlaubi, Hefty und Clumsy ohne die Erlaubnis von Papa Schlumpf heimlich in den Verbotenen Wald, in dem allerhand magische Kreaturen wohnen, aufmacht, um das verlorene Dorf zu finden. Am Ziel angekommen, erleben der Zauberer, der ebenfalls vom verlorenen Dorf erfahren hat und seine Chance auf noch mehr Schlumpf-Magie wittert, und die Schlümpfe jedoch eine riesige Überraschung.

In dem Film leihen viele namenhafte deutsche Schauspieler*innen den kleinen blauen Wesen ihre Stimme. So leiht beispielsweise Nora Tschirner (bekannt aus Filmen wie „Keinohrhasen“ oder „Alles ist Liebe“) Schlumpfine ihre Stimme und als Schlaubi ist Axel Stein (kennt man z.B. aus „Männertag“) zu hören. Hefty wird von Rick Kavanian (voraussichtlich ab 20. Juli 2017 an der Seite von Michael „Bully“ Herbig und Christian Tramitz in „Bullyparade – Der Film“ zu sehen) vertont und Tim Oliver Schultz (bekannt aus der Fernsehserie „Club der Roten Bänder“) ging völlig in seiner Rolle als Clumsy auf. Und auch die YouTube Generation von heute kommt nicht zu kurz, denn auch Bianca Heinicke (BibisBeautyPalace) und Sami Slimani gaben in diesem Film jeweils einem Schlumpf ihre Stimme.

Meiner Meinung nach macht es wirklich Spaß, diesen Film zu schauen und er ist nicht nur etwas für kleine Kinder, sondern ein Erlebnis für die ganze Familie. Allerdings würde ich euch empfehlen vorsichtshalber eine Packung Taschentücher einzupacken ;)!

 

VON KAJA

 

Film Feedback - was ist das?

Film Feedback ist ein Format, bei dem wir euch einmal im Monat unsere Meinung zu vier Filmen erzählen.

 

Was für Filme werden besprochen?

Jeden Monat hört ihr unsere Meinung zu einem aktuellen Film, einem Klassiker (älteren Film), einem Film für Verrückte und eine allgemeine Empfehlung.

 

Wann kommt Film Feedback online?

Film Feedback erscheint einmal im Monat.

 

Wann geht es los?

Nächste Woche schon bekommt ihr die erste Ausgabe von Film Feedback zu Gesicht.

 

Ich freue mich auf euch und hoffe, wir sehen uns alle nächste Woche zu Film Feedback!

VON JULIUS

Erinnert man sich an die letzten internationalen Fußballturniere, kommen meist die Siegermannschaften als erstes in den Sinn. Große Fußballnationen erbrachten große Leistungen wie Spanien 2010 und Deutschland 2014. Doch bei der letzten Europameisterschaft 2016 waren es wohlmöglich nicht die im Finale triumphierenden Portugiesen, die für das Turnier als prägend gelten sollen, sondern der Erfolg und die damit verbundene Begeisterung für die Überraschungsmannschaft einer Nation, deren Bevölkerungszahl nicht einmal zum Füllen aller Stadien der EM in Frankreich ausreichen würde: Island.

Doch die Geschichte des isländischen Fußballs und besonders der Geschichte der isländischen Nationalmannschaft unter dem Trainer Heimir Hallgrímsson besteht nicht nur aus dem Erfolg der Isländer mit dem Erreichen des Viertelfinales bei der EM 2016, sondern war vor allem geprägt von harten Qualifikationsspielen und Verletzungen wichtiger Stammspieler.

 

Isländischer Fußball hautnah

Von diesem Weg der isländischen Mannschaft – anfangend bei der im letzten Spiel scheiternden Qualifikation Islands für die Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien bis zum begeisterten Empfang der isländischen Mannschaft in Reykjavík, nachdem klar war, dass die Isländer sich für die EM 2016 qualifiziert hatten und damit zum ersten Mal in der Geschichte ihres Landes ein großes Turnier erreichten – handelt der Dokumentarfilm „Wie ein Vulkan – Der Aufstieg des isländischen Fußballs“ von Saevar Gudmundsson, welcher im Rahmen des 11mm Fußballfilmfestivals im Babylonkino Berlin Premiere hatte.

Das Filmteam von Regisseur Gudmondsson begleitete die Isländische Nationalmannschaft und deren Spieler die gesamte Qualifikation zur EM 2016 und gibt Einblicke in die Mannschaft und deren Spieler.

 

VON DAT

 

Es gibt Dinge, die gibt es nur in den USA: Fitnessstudios mit Rolltreppen, Waffenverkauf im Supermarkt und natürlich die guten alten Duftkerzen mit Bacon-Geruch. Ein Komiker wird Präsident und plant einen Mauerbau an der Grenze, damit künftig keine Arbeitsplätze mehr von Spanisch sprechenden Vergewaltigern weggenommen würden. Welch ein Zynismus, dass mit David Villa ein importierter Vollblutspanier Leitbild eines aufstrebenden Sports in den USA wird.

Vor wenigen Jahren noch war „Soccer” dort wahrscheinlich so populär wie Badminton hierzulande. Symptomatisch: Die WNBA, die Frauen-Basketballliga, verzeichnete 2013 mehr Zuschauer als die Major League Soccer (MLS). Doch seit der Fußball-WM 2014 findet ein Paradigmenwechsel statt. Fast urplötzlich erfuhr Fußball in den USA einen immensen Relevanzgewinn. Diese Euphorie kam dem New York City Football Club (NYCFC), einem Fußball-Franchise, das wahrlich aus dem Nichts auferstanden ist, eindeutig entgegen. 2015 nahm NYCFC erstmals am Spielbetrieb der MLS teil. Sämtliche Höhen und Tiefen der Mannschaft im Premierenjahr begleitet Justin Webster im Dokumentarfilm „Win! The Birth of NYCFC”, der am 1. April 2017 im Babylon im Rahmen des „11mm”-Filmfestivals zu sehen war.

 

Ein Star-Trio für New York City

Die Dokumentation setzt ein Jahr zuvor ein. Das Joint-Venture aus City Football (80% Eigenanteil) und den New York Yankees (20%) macht es sich zum Ziel, Fußball langfristig noch vor American Football, Basketball und Eishockey als zweitbeliebteste Sportart hinter Nationalsport Baseball zu etablieren. Dafür wird in kurzer Zeit ein Team zusammengekauft, das bestenfalls direkt im ersten Jahr die Playoffs erreichen soll. 91 Tage vor Saisonstart stehen ganze sieben Spieler unter Vertrag, nur 48 Tage später findet das erste Training schon mit 20 Akteuren statt. Man könnte meinen, bei den vielen Anschaffungen gäbe es Mengenrabatt. Dabei kommen bereits alle Spieler ablösefrei.

Teuer wird es erst bei den sogenannten Designated Players. Das sind die Spieler, deren Gehälter die eigentlich in der MLS festgelegte Grenze von 335 000 US-Dollar rechtlich überschreiten dürfen. Jede Mannschaft darf maximal drei davon haben. NYCFC füllt die Plätze selbstverständlich mit Weltstars auf: David Villa, Frank Lampard und später Andrea Pirlo - allesamt Champions-League-Sieger und mindestens einmal in der Top 23 bei der jährlichen Wahl des Weltfußballers vertreten.

 

Emotionen, wo keine Emotionen sind

Regisseur Justin Webster gab sichtlich sein Bestes, dem Film eine Dramatik aufzudrücken und den Zuschauer emotional zu binden. Leider blieb ich immun gegen die schnelle Musik, die in Spielszenen selbst bei einer knappen Führung New Yorks Spannung erzeugen sollte. Aber wer weiß? Vielleicht betonte sie aber auch den Anspruch des Vorstandes und der Mannschaft an sich selbst.

Ruhiger ging es dann in den Szenen hinter den Kulissen ab. Ich erfahre die Beweggründe hinter dem Projekt NYCFC. Sportdirektor Claudio Reyna griff dafür weiter in die Vergangenheit zurück. Zum Anfang seiner Karriere hatte die USA noch nicht einmal eine professionelle Fußballliga. Trotzdem sei es immer sein Traum gewesen, eine Weltmeisterschaft für die USA zu spielen. Nachdem sich dieser erfüllte, sei das Ziel nun die Expansion des Fußballs in Amerika. Unglücklicherweise ist Reyna der Einzige, zu dem ich halbwegs einen Antrieb aus Leidenschaft feststellen kann.

Fans wirken extrem gekünstelt. Ein Zuschauerschnitt von 29 000 pro Spiel in der ersten Saison der Vereinsgeschichte ist absolut großartig, jedoch nicht nur unrealistisch, nein, er zeigt auch die betriebene Heuchelei auf. „Fans” kennen plötzlich alle Namen und Statistiken der Spieler auswendig, sobald die Aussicht auf Fotos und Autogramme groß genug ist. Stadionbesucher sind in Merchandise eingekleidet, obwohl sie das Team, das sie zugegebenermaßen lautstark nach vorn brüllen, vor einigen Monaten noch gar nicht kannten.

 

Es ist nicht alles Gold, was glänzt

Das latente Problem: Man wird das Gefühl nicht los, dass es dem „Verein” letztlich nur um Profitbestreben geht, natürlich verschleiert als Werbung für den Fußball in den USA. Interessanterweise gibt der Film von selbst Andeutungen dafür. Jegliche interviewten Spieler bekamen unter ihren Namen auch die jeweiligen Gehälter untertitelt. Während gefühlt die halbe Mannschaft zwischen 60 000 und 80 000 US-Dollar verdient, heimst Kapitän David Villa, einer der drei Aushängeschilder des Teams, mit 5,7 Mio. mehr ein als alle Nicht-Designated-Players zusammen. New York City FC erscheint wie eine Truppe von Söldnern, die den Verein als zweijährige Zwischenstation sehen.

Manchester City FC, der sich ebenfalls im Besitz von City Football befindet, gewann 2012 nach 44 Jahren zum dritten Mal die englische Meisterschaft und ist das Vorbild des New Yorker Franchises. Im Jahr der Dokumentation schaffte es NYCFC selbst zwar noch nicht in die Playoffs, dafür im Folgejahr mit neuem Trainer gleich bis ins Conference-Halbfinale.

Schön ist, dass der Fußball in den USA nunmehr auch als richtiger Sport anerkannt wird. Hässlich ist die Art und Weise, wie der Prozess vorangetrieben wird. Informativ ist Justin Websters Film allemal, doch er hinterlässt einen ziemlich bitteren Nachgeschmack. Offiziell wird die Dokumentation als faszinierenden Einblick hinter die Kulissen einer beginnenden Fußballmacht verkauft. Tatsächlich aber nimmt sie eine aufklärende Funktion ein. Sie verdeutlicht in gemäßigter Darstellung, wozu ein kompetentes Management mit ordentlich Geld imstande ist.

 

Endlich wieder Ferien! Für alle die in der kommenden Woche nicht in den Urlaub fahren, haben wir eine Auswahl von Workshops und Ferienprogrammen zusammengestellt. So wird es in den Osterferien 2017 garantiert nicht langweilig!

In der Serie The Young Pope ist der Papst ein krasses Gegenteil von dem, was wir sonst mit dem Papst verbinden. Nun erscheint die erste Staffel als BluRay, DVD und Download. Wir haben für euch in die Serie reingeschaut und sagen euch, was ihr von dem "jungen Papst" erwarten könnt.

 

VON OLIVER MATTUTAT

 

Er trinkt Cola, er raucht und ist Amerikaner. Pinus XIII. (gespielt von Jude Law) ist mit Nichten ein ganz normaler Papst. Er ist in den 40ern und wurde von den Kadinälen nur gewählt, weil sie dachten, dass sie ihn besonders gut beeinflussen könnten. Aber es stellt sich heraus, dass der junge Papst auch ziemlich extrem sein kann. Er weist die alten Herrschaften in ihre Schranken und ist unberechenbar. Diese Extreme zeigt sich in der ersten Rede, die er vor dem Volk im Vatikan hält: „Ihr habt euch von Gott abgewandt. Und denen, die sich von Gott abgewandt haben, habe ich nichts zu sagen. Wendet euch von euren Nächsten ab! Wendet euch Gott zu!“

Pinus, der bürgerlich Lenny Belardo heißt, war vor seiner Wahl Erzbischof von New York und wuchs, wie man ziemlich schnell erfährt, in einem Waisenhaus auf. Die Schwester, die ihn damals in das Waisenhaus aufnahm, macht er zu seiner ersten Beraterin. Vor allem Kardinal Voiello schaut dabei dumm aus der Wäsche. Denn ihm wurden viele Rechte entzogen. Sie sollen sich im Verlauf zu Gegenspieler entwickeln.

Lenny ist Kettenraucher, hebt dafür das Rauchverbot im Vatikan auf, allerdings nur für sich, und zum Frühstück besteht er auf Cherry Coke Zero. Er ist ein Papst, der im Zwiespalt zwischen Tradition und Moderne steckt. Lernt man ihn zu Anfang als ziemlich hart und konsequent kennen, bekommt man im weiteren Verlauf auch mehr Einblicke in Lenny und in seine Vorgeschichte.

Entwickelt wurde die Serie von Oscarpreisträger Paolo Sorrentino. Sie schafft es, mit pompösen Bildern eine einzigartige Atmosphäre zu schaffen. Die Kulissen wurden aufwendig nachgebaut.

Die Serie bekam auch von Kritikern sehr viel Lob.

Ich finde, dass man sich erstmal in die Serie und die Tonalität hineinfinden muss. Dabei schafft es Paolo Sorrentino, geschickte Cliff-Hanger zu setzen und auch humorvolle Dialoge zu bringen. Jude Law spielt die Rolle des Papstes hervorragend. Dafür wurde er auch viel von den Kritikern gelobt. Eine Serie, der man auf jeden Fall eine Chance geben sollte und die mit beeindruckenden Bildern punkten kann.

VON DAT

Fußball auf dem Platz, Fußball neben dem Platz, Fußball auf der Leinwand: „König Fußball” gewinnt auch heute noch stetig an Popularität und nimmt zusehends Raum in unseren Leben ein. Manch einer möchte aber noch mehr sehen als das Runde im Eckigen. Fußballfilme fördern etwa interkulturelles Lernen, indem sie das Publikum auf Expedition schicken und dabei gesellschaftliche sowie kulturelle Hintergründe entschleiern. Wie sieht der beliebteste Sport der Welt beispielsweise in anderen Regionen fernab des Weltmeisterlandes aus? Was verbirgt/verbarg sich hinter der Fassade eines Zlatan Ibrahimovic' oder Johan Cruyffs? Was macht den Ball überhaupt zu einem derart faszinierenden Gegenstand für den Menschen? Einige Filmrezensionen findet ihr am Ende des Beitrages!

 

 

Bereits zum 14. Mal

Eine Zusammenstellung sowohl heimischer als auch exotischer Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme über und rund um den Fußball ist vom 30. März bis 3. April bei der 14. Ausgabe von „11mm” zu bestaunen. „11mm” hat den Anspruch, ein möglichst breites Spektrum an Filmbegeisterten anzusprechen und bedient sich dabei einer Vielfalt, die selbst Fußballdesinteressierte und Sportverdrossene ins Kino zu locken vermag. Aus dem ersten Event 2004 mit 11 Filmen wurde das internationale Fußballfilmfestival mit 56 Filmen aus 25 Ländern in diesem Jahr.

 

Specials

Geschaut wird hauptsächlich im Kino Babylon in Mitte (Rosa-Luxemburg-Str. 30, 10178 Berlin), wo diesmal gleich zwei Filme Weltpremieren feiern werden: „You'll never walk alone” und „Refugee 11”. Deutschlandpremiere feiert hingegen „Salomon Kalou - L'Éléphant chéri”, eine Dokumentation über den Hertha-Profi, welcher auch vor Ort sein und anschließend in der Jury sitzen wird. Die letzten Jahre haben im Übrigen gezeigt, dass sich gern mal Überraschungsprominenz im Babylon verirrt.

 

Für den Nachwuchs

Der Veranstalter Brot & Spiele e. V. wird auch dieses Jahr maßgeblich von der DFB-Kulturstiftung gefördert und darf sich mit Mario Gomez vom VfL Wolfsburg als Schirmherren des Festivals schmücken.
Der VfL ist es dann auch, der vom 27.-31. März das pädagogisch betreute Nachwuchsfestival „11minimeter” im Filmtheater am Friedrichshain (Bötzowstraße 1-5, 10407 Berlin) präsentiert. Tickets kosten 4 € pro Person (bei freiem Eintritt des Lehrpersonals). Anmeldungen via E-Mail an schulkino@11-mm.de oder telefonisch unter 0178 / 3283354.

 

Letztes Jahr bekam Doctor Strange seinen ersten Auftritt auf der Kinoleinwand.  Nun erscheint die DVD und BluRay.

 

VON OLIVER MATTUTAT

Der sympathischste Marvel-Charakter ist Doctor Strange, gespielt von Benedict Cumberbatch, zu Anfang des Films auf keinen Fall. Arrogant und egozentrisch sind eher Adjektive, die man Dr. Stephen Strange zuschreiben könnte. Er ist der beste Neurochirurg der Welt und behandelt nur Patienten, die seines Talents würdig sind und gleichzeitig sehr gute Heilungschancen haben.

Doch eines Tages wird er selbst zum Patient. Nach einem Autounfall und der folgenden Not-OP zittern seine Hände. Das führt dazu, dass er seinem Beruf nicht mehr nachgehen kann. Er versucht alles Mögliche, um seine Heilung voranzutreiben. Nichts hilft. Ein Mann, der sich nach einem Rückradbruch erholt hat, verrät ihm, was ihn geheilt hat.

Strange führt das ins ferne Nepal. Genauer nach Kamar-Taj. Dort trifft er auf eine Vereinigung, die sich zur Aufgabe gemacht hat, die Erde zu schützen. Dabei greifen sie auf die Kraft der Mystik zurück. Sie bilden Strange aus und trainieren ihn. Strange lernt viel über Mystik aber auch über sich und trifft auf die dunkle Macht, die die komplette Welt zerstören möchte.

Der Film wirkt nicht zu lang und hat auch viele lustige Szenen. Dabei setzen die Macher auch auf viele Spezialeffekte, die dem Film auch besondere Hingucker bieten. Benedict Cumberbatch, der seine erste Rolle in einem Marvel-Film spielt, stellt die Figur hervorragend dar. Er liefert eine grandiose schauspielerische Leistung. Er wird auch in weiteren Marvel-Filmen als Doctor Strange auftauchen.

Seit heute (09.03.) ist nun die DVD und BluRay im Handel erhältlich. Die BluRay bietet zusätzlich zum Film einiges an Bonusmaterial. So kann man sich zusätzliche und erweiterte Szenen anschauen oder witzige Situation vom Filmset erleben.

Wie sich Dr. Stephen Strange und ob er die Welt vor der dunklen Macht retten kann, könnt ihr euch ab jetzt bequem Zuhause anschauen.

Dieses Jahr feiert die Sektion Generation auf der Berlinale ihren 40. Geburtstag. In KPLUS und 14 PLUS werden Filme für Kinder und Jugendliche vorgestellt. Insgesamt werden dort dieses Jahr 62 Filme aus 42 Ländern gezeigt. Die jup!-Redakteure Kaja, Niels, Janik, Sina, Charlotte und Sandy gehörten zu den Glücklichen, die bereits vor dem Beginn der Berlinale einige Filme sichten konnten. Welche Filme mitreißen, zum Nachdenken anregen oder nur etwas für eingefleischte Filmfans sind, erfahrt ihr in den kommenden Tagen hier!

 

Ihr braucht noch Tickets?

Tickets können jeweils drei Tage im Voraus erworben werden, für die Wettbewerbswiederholungen vier Tage im Voraus. Am Tage der Vorstellung sind Tickets nur an den Tageskassen der Kinos und unter www.berlinale.de erhältlich. Mehr Infos findet ihr auf der Berlinale-Webseite.

Es wird wieder bunt in den deutschen Kinos: Ab dem 23.02.2017 startet der vierte Teil der "Bibi und Tina"-Reihe! Mit dabei sind auch dieses Mal Lina Larissa Strahl aka Bibi, Lisa-Marie Koroll aka Tina und Louis Held aka Alexander. In "Tohuwabohu total"  steht aber auch ein neues Gesicht im Mittelpunkt: Lea van Acken aka Aladin/ Adea. Ihr kennt die Jungschauspielerin bestimmt schon aus dem Film "Das Tagebuch der Anne Frank".

 

Worum geht es in "Tohuwabohu total"?

Im vierten Teil begegnen Bibi und Tina einem ruppigen Ausreißer, der sich als Mädchen entpuppt und von seiner Familie verfolgt wird. Das Familienoberhaupt ist weltfremd, engstirnig und stur und lässt sich auch von Bibis Hexerei nicht überzeugen. Außerdem ist Schloss Falkenstein „under contruction“ und der Graf völlig überfordert, während Alex ein Musik-Festival auf Falkenstein plant und sich seinem Vater widersetzt.

 

Die jup! Redakteurinnen Lotta und Zora trafen Lina, Lisa, Louis, Lea und den Regisseur Detlev Buck vorab zum Interview. Warum Lina den Streit vermisst und partout keiner singen wollte? Schaut es euch an!

 

 

Nachdem Sandy und Sophie letztes Jahr für uns auf der German Comic Con unterwegs waren, macht sich jup.berlin nun auf den Weg nach Bonn zur diesjährigen MagicCon!

Ein Beitrag von Julia und Anne

 

Unter dem Motto "Triff Deine Film- und TV Stars" holen die Veranstalter vom 21.04.-23.04.2017 Hollywoodgrößen wie Jason Isaacs, bekannt als "Lucius Malfoy" aus Harry Potter, den "The Vampire Diaries"-Star Ian Somerhalder und Emilie de Ravin, berühmt durch ihre Rollen in "LOST" und "Once Upon A Time", in das Maritim Hotel Bonn.

Neben den zahlreichen Darstellern, mit denen man natürlich auch Fotos machen und sich Autogramme kaufen kann, gibt es außerdem noch verschiedene Vorträge oder Lesungen.
So halten zum Beispiel Franziska Göbel und Denise Burkhard einen Vortag über die Bösewichte in der Kultreihe "Harry Potter"'. Auch "Game Of Thrones" Fans können sich auf den Vortag von Jan Fiedler freuen, der den Besuchern die visuellen Effekte der Show verdeutlichen möchte.

Zu einer richtigen Convention gehören natürlich auch die Cosplayer, die mit sehr viel Liebe zum Detail in die Rolle ihrer TV- und Filmhelden schlüpfen. Auch dafür hat die MagicCon einen Workshop organisiert, denn viele dieser Cosplayer schneidern ihre Kostüme selbst. Gegen ein kleines Endgeld kann man am Workshop von Jan und Lena teilnehmen und dort Fähigkeiten bezüglich des Kostümbaus, wie zum Beispiel Schnittmuster- und Technik, erlernen.

Die Veranstalter selbst sind bereits sehr erfahren: Sie hielten die RingCon für 14 und die HobbitCon für vier Jahre. Nun folgt mit der MagicCon der offizielle Nachfolger.

Wir werden für euch am 22.04.17 auf der MagicCon dabei sein und natürlich anschließend von unserern Erahrungen berichten.

 

VON SANDY

 

Ben Niao oder auch „The Foolish Bird“ ist eine Geschichte eines 16-jährigen Mädchens, das sich nach Liebe sehnt.

Wie der Titel schon verrät, handelt die junge Lynn dumm und gerät immer tiefer in den Abgrund: Sie klaut Handys und schläft mit dem Sohn des Polizeipräsidenten, um einen Job zu bekommen. Ihr verzweifelter Schrei nach Liebe sorgt für einige Probleme. Das typische Bild eines von den Eltern verstoßenden Kindes, das gute Noten nach Hause bringe soll, aber bei den Großeltern wohnt. Lynn hat eine Freundin, jedoch wurde dieser verboten, mit ihr Zeit zu verbringen. Das Mädchen gerät auf die schiefe Bahn. Ob sie wieder ihr Leben in den Griff bekommt und ob sie Anerkennung von ihren Eltern erhält oder ob sie weiter ihr Leben wegwirft und in den Abgrund fällt, dafür müsst ihr den Film schon selber sehen.

Die typischen Teenagerprobleme in einem zwei Stunden langen Film zu sehen, ist sehr interessant. Denn die Handlung spielt nicht – wie in vielen anderen Teenie-Filmen – in den USA, sondern in China.

Der Film ist sehr unübersichtlich und zum Teil schwer verständlich. Einige Zusammenhänge wurden mir bis zum Ende nicht klar. Man müsste den Film schon zwei- bis dreimal sehen, um alle zu verstehen.

Wer das interessante Leben der jungen Lynn verfolgen möchte und sich für die dunklen Seiten des Lebens interessiert, sollte den Film auf jeden Fall angucken. Der Film passt zur Generation 14plus, jünger sollte man jedoch nicht sein.

 

Im Berlinale Programm:

So 12.02. 15:00 Zoo Palast 1

Mo 13.02. 17:00 CinemaxX 1

Mi 15.02. 15:30 Cubix 8

VON SANDY

Ying Ling arbeitet in einem Spa, aber nicht in einem gewöhnlichen Spa. Es ist ein Spa für Tote. Sie arbeitet fast 24 Stunden am Tag. Vom Abholen im Krankenhaus, über dem Wachen und Zurechtmachen, bis zum Beiwohnen an der Trauerfeier; so sehen ihre Tage aus.
Kontakt zu der Familie herrscht nur über das Telefon, sie sucht die Anerkennung und Nähe zu ihrer Familie. Ihr einziger Freund und Arbeitspartner ist Jin Hau. Beide reden oft über ihre Wünsche und Träume, da keiner der beiden in ihrem Beruf glücklich ist. Ob sie den Beruf wechseln, trotz des Druckes der Familie?

Die Dokumentation von Carol Salter ist sehr interessant und lehrreich. Wer jedoch keine Leichen sehen kann oder einen empfindlichen Magen hat, sollte einen großen Bogen um den Film machen. Aber den Wunsch seine Träume zu erfüllen und dabei den Druck der Gesellschaft im Nacken zu haben, kennt fast jeder und man möchte einfach wissen, ob es jemand schaft oder nicht.

Einen kurzen Filmausschnitt gibt es hier: www.berlinale.de

Im Berlinale Programm:

Mi 15.02. 17:00 HKW                                                

Do 16.02. 10:30 CinemaxX 1

Sa 18.02. 12:30 Zoo Palast 1

VON CHARLOTTE

Those Who Make Revolution Halfway Only Dig Their Own Graves ist ein kanadisches Filmdrama der Regisseure Mathieu Denis und Simon Lavoie aus dem Jahr 2016. Beide Regisseure haben an der Université du Québec in Montréal Film studiert und dies ist ihr zweites gemeinsames Projekt.

Der Film handelt von einer Splittergruppe, die nach dem verebben der „Ahorn Frühling“ -Proteste in Quebec  (in Anlehnung an den Arabischen Frühling) eine tiefe Unzufriedenheit mit der Gesellschafft verspüren und etwas verändern wollen. Sie agieren sehr gewalttätig und rücksichtslos mit Spaßguerilla– und Molotowcocktail-Aktionen. Durch die Point-of-View-Perspektive, bei der die Kamera die Sicht eines Protagonisten einnimmt, hat man das Gefühl, ein Teil der Studentengruppe zu sein. Dies führt dazu, dass man auch ihre Anspannung, Ängste und Gefühle mitfühlt, was sehr mitreißend sein kann, aber an einigen Stellen auch sehr schwer auszuhalten ist. Im Hintergrund ist selten wirkliche Filmmusik zu hören. Meist sind es verzerrte, laute und verstörende Geräusche, die der Zuschauer wahrnimmt und die dem Film etwas sehr Dunkles und fast Bösartiges verleihen. Außerdem sind die Farben generell sehr dunkel gehalten, wodurch die düstere Stimmung verstärkt wird.

Einen klaren Handlungsstrang zu erkennen, war für mich sehr schwierig, da die Szenen eher wahllos aneinander gereiht scheinen. Was mir sehr gut gefallen hat, ist wie die Filmemacher mit typischen Geschlechter Stereotypen spielen. Zum Beispiel sieht man in einer Szene eine Person mit rosafarbenem Nachtkleid, was vermuten lässt, es handle sich um ein Mädchen, was sich im Nachhinein jedoch als falsch herausstellt.  Those Who Make Revolution Halfway Only Dig Their Own Graves ist ein Film mit viel Nacktheit und Gewalt, der Sehnsüchte, Fantasien und Ängste junger Menschen darstellt. Filmisch ist der Film, außergewöhnlich gut, aber mir persönlich war er viel zu gewalttätig und mir fehlte eine nachvollziehbare Handlung.

 

Im Berlinale Programm

So 12.02. 20:00 HKW

Mo 13.02. 14:30 CinemaxX 3

Sa 18.02. 20:00 HKW

 

VON CHARLOTTE

 

Poi E ist ein Neuseeländischer Dokumentarfilm über die Geschichte eines Popsongs in maorischer Sprache, der 1984 wider Erwarten die Spitze der Charts erreichte. Es grenzte damals an ein Wunder, dass ein Song in traditioneller Sprache so ein Erfolg hatte. Der Sänger Dalvanius Prime hatte davor schon internationalen Erfolg, aber nur mit englischsprachigen Soul-Liedern. Im Laufe seiner Kariere hat er sich immer weiter von seinen Ursprüngen entfernt und auch zum größten Teil die Sprache der Maori verlernt. Hierfür schämte er sich und als er zurück in seine Heimatstadt kam, fing er an, die Sprache wieder zu lernen und sich mit seiner Kultur zu beschäftigen. Der Regisseur Tearepa Kahi ist selber maorischer Abstammung und tourte schon als Jugendlicher durch Neuseeland mit einer Maori Tanzgruppe. Später studierte er Geschichte und Maori Studies an der Universität Auckland und führte Regie bei diversen Dokumentarfilmen und preisgekrönten Kurzfilmen. Sein Spielfilmdebüt „Mt Zion“ gewann mehrere Preise bei den New Zealand Film Awards und war in Australien und Neuseeland ein großer Publikumserfolg.

Poi E ist ein herzerwärmender, teilweise lustiger und filmisch wunderschöner Dokumentarfilm. Der Film begleitet die Geschichte der Entstehung des Liedes und die enormen Auswirkungen auf die Kultur der Maori.  Poi E ist generell in sehr strahlenden, bunten Farben gehalten  und vermittelt dadurch sofort gute Laune. Es ist ein Film über Kultur, Herkunft und Musik, der mehr als empfehlenswert ist, wenn man sich für die Geschichte der Maori und Musik interessiert.

 

Auf der Berlinale:

Di 14.02. 17:30  HKW

Mi 15.02. 17:30 CinemaxX 1

Sa 18.02. 11:30 CinemaxX 3

So 19.02. 15:30 Filmtheater am Friedrichshain

 

VON KAJA

 

Erwachsen werden ist nicht leicht und schon gar nicht, wenn man anders ist als seine Freunde und ein dunkles Geheimnis mit sich herumträgt. Butterfly Kisses erzählt die Geschichte von Jake (Theo Stevenson) und seinen zwei besten Freunden, die sich ihre Zeit mit Rumhängen in den Höfen ihrer Hochhaussiedlung, mit Billard, Pornos, Alkohol und Gesprächen über Mädchen vertreiben. Jeder der Drei wird von seinen ganz eigenen Dämonen getrieben, doch Jake trägt ein dunkles Geheimnis in sich, welches er niemandem erzählen kann und das ihn mehr und mehr von den anderen isoliert.

Der Debütfilm von Rafael Kapelinski feiert auf der Berlinale 2017 Weltpremiere und ist meiner Meinung nach gut gelungen. Der Film, der komplett in schwarz-weiß gehalten ist, macht durch die Mischung aus Laien und bekannten Schauspielern einen authentischen und ungeschönten Eindruck und zeigt das Leben so, wie es nun einmal ist.

Allerdings muss ich für meinen Teil sagen, dass ich das Ende leider nicht wirklich verstanden habe. Der Film hat seinen FSK mit 14Plus auf jeden Fall verdient und ist nur etwas für Leute, die kein Problem mit sexuellen Andeutungen haben.

 

Im Berlinale Programm:

Sa 11.02. 20:00 , HKW (E)
Mo 13.02. 15:30 , Cubix 8 (E)
Do 16.02. 15:30 , Zoo Palast 1 (E)

 

VON KAJA

 

Der 15-jährige Kit reißt inmitten der Feierlichkeiten zur amerikanischen Zweihundertjahrfeier von zu Hause aus und trampt zusammen mit seiner Freundin Alice durch Kanada. Die Beiden begeben sich auf einen Selbstfindungstrip, der ihre Beziehung auf eine harte Probe stellt.

Dieser Film, der im Jahr 1976 spielt und ebenfalls schwarz-weiß ist, hat mir von den dreien, die ich vorab sehen konnte, am besten gefallen! Weirdos vermittelt das Gefühl, dass es in Ordnung ist, anders zu sein. Jeder von uns ist auf seine eigene Art und Weise anders, seltsam oder speziell und einzigartig. Das ist auch gut so. Der Film sagt dazu: „We're all weirdos, that's what makes us beautiful“ („Wir sind alle seltsam, das ist was uns hübsch macht“). Dieses Zitat hat mich von Anfang an begeistert, da es meiner Meinung nach voll und ganz zutrifft.

Desweiteren sind die Charaktere sympathisch, sodass man sich mit ihnen identifizieren und mitfühlen kann. Wer also Lust auf einen Coming-of-Age Film hat, wer den Soundtrack der 70er liebt oder einfach mal einen Ausflug in die Vergangenheit machen will, dem kann ich Weirdos nur ans Herz legen.

 

Im Berlinale Programm

Di 14.02. 15:30 , Zoo Palast 1

Mi 15.02. 15:30 , Filmtheater am Friedrichshain

Do 16.02. 14:00 , CinemaxX 3

VON KAJA

 

Der Film handelt von einem hochbegabten Jugendlichen (Staszek Cywka), der kurz davor steht, Physik an der Universität zu studieren. In seiner Freizeit beschäftigt er sich mit einer Theorie über Parallelwelten, die seiner Meinung nach durch Licht miteinander verbunden sind. Hinter seinem großartigen Verstand verbirgt sich allerdings eine verletzte Seele, die die authoritäre Mutter (Agnieszka Podsiadlik) nicht zu heilen vermag. Eines Tages kehrt ihr Mann (Sebastian Lach) nach Jahren der Abwesenheit zurück, wodurch ein Mann in das Leben des Jungen tritt.

Mir persönlich hat der Film gut gefallen, da seine Handlung spannend ist, und er einige schön anzusehende Einstellungen beeinhaltet. Man merkt den künstlerischen Aspekt besonders in den Szenen, in denen mit Farben oder ähnlichem gespielt wird sowie in den Zitaten aus Goethes Erlkönig, der namengebend war. Zudem illustriert die Musik im Film die Gefühlswelt des erwachsenwerdenden Jugendlichen gut.

Man muss allerdings erwähnen, dass der Film ebenso komplex wie seine Charaktere ist und teilweise Realität und Fantasie miteinander verschwimmen. Das macht ihn zuweilen schwer verständlich, allerdings nicht schlechter.

Wer also gerne Art House Filme sieht oder Wert auf ein schönes Bild legt, sollte sich The Erlprince auf jeden Fall auf der Berlinale anschauen.

 

Im Berlinale Programm

Do 16.02. 17:00 , HKW (E)
Fr 17.02. 10:30 , CinemaxX 1 (E)
Sa 18.02. 14:00 , CinemaxX 3 (E)

 

VON JANIK EMIL

 

Schon anhand der Überschrift lässt sich erahnen, welch ein verrücktes Projekt unter der Regie von Dash Shawn in den USA entstanden ist. Eine wirkliche Storyline kurz zusammenzufassen, ist bei diesem Film gar nicht so einfach.

Grundsätzlich ist der Anfang des Films von der Story her gleichzusetzen mit einem typischen Teenager-Hollywoodfilm: Ein unbeliebter Erfinder namens Dash möchte mit seiner Schülerzeitung in der Schule berühmt werden – was ihm natürlich überraschenderweise nicht so einfach gelingt. Dash ist für seine Mitschüler ein Niemand. Belastet durch Mobbing, familiäre Probleme und Freundschaftssorgen versucht er sich durch den Schulalltag zu schlagen. Doch als er während seiner Recherche im Schulkeller ein Geheimnis entdeckt, wird seine Welt aus den Angeln gerissen. Und ab diesem Moment ist der Film nur noch eine einzige Farbschlacht.