Film

29.08.2017
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30.08.2017
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31.08.2017
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01.09.2017
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Es ist wieder so weit: Mit “Gregs Tagebuch – Böse Falle” kommt am 01. Juni 2017 bereits der vierte Film des erfolgreichen Franchises von Jugendbuch-Autor Jeff Kinney in die deutschen Kinos. Diesmal wartet ein abenteuerlicher Roadtrip auf die Heffley-Familie. jup! Redakteurin Hannah konnte den Film bereits vorab sehen. Außerdem interviewt sie den Autor Jeff Kinney in Köln. Bald dazu mehr auf jup!

Du bist auch Fan von Greg? Dann gewinne jetzt 2 Kinotickets, 1 Filmtagebuch oder die DVD 3. Teil!

Wie das geht? Ganz einfach! Erinnerst du dich noch an den schimmeligen Käse auf dem Basketballplatz?

Gewinnspielfrage: Was war das Ekelhafteste, was du jemals gegessen hast?

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Teilnahmeschluss: 30. Mai 2017; das Los entscheidet.

© 2017 Twentieth Century Fox

In dieser Folge Film Feedback habe ich einen sehr alten Film, der Filmgeschichte geschrieben hat, sowie einen Film über das Leben und den Tod für euch. Zudem rede ich über den perfekten Film für alle Penélope-Cruz-Liebhaber und ebenso über einen Film, der sich mit dem Thema „Body Shaming“ beschäftigt. 

VON KAJA

 

Aktueller Film

Embrace – Du bist schön
(USA 2016, R: Taryn Brumfitt, FSK 12)

„Body Shaming“ ist in unserer heutigen Gesellschaft leider sehr weit verbreitet, sodass es umso wichtiger ist, dass Taryn Brumfitt in ihrer Doku über dieses Thema spricht und zudem die Botschaft vermittelt, dass man seinen Körper so lieben sollte, wie er ist, denn wir haben nur diesen einen.

Die Geschichte von Taryn Brumfitt beginnt damit, dass sie sich, nachdem sie drei Kinder zur Welt gebracht hat, nicht mehr wohlfühlt in ihrem Körper. Also fängt sie an, wieder vermehrt Sport zu machen, auf ihre Ernährung zu achten und sich auf einen Body-Builder-Wettbewerb vorzubereiten. Als sie dann in bester Form auf der Bühne steht, fällt ihr auf, dass ihre Konkurrentinnen, sowie sie selbst, immer noch nicht zufrieden mit ihren Körpern sind. In der folgenden Zeit isst sie wieder normal und nimmt zu, bis sie sich in ihrem Körper (mit ihren Rundungen) wohlfühlt. Zudem postet sie ein Vorher – Nachher-Bild auf Facebook, auf dem sie erst schlank und dann rundlich zu sehen ist.
Damit trifft sie einen Nerv und bekommt in Folge dessen unendlich viele E-Mails wie: „Wow, wie hast du es geschafft deinen Körper lieben zu lernen?“. Natürlich bekommt sie auch negative Kommentare, aber von dieses lässt sich Taryn Brumfitt nicht beeinflussen, sondern sie entscheidet,  eine Reise um die Welt zu machen, auf der Suche danach, warum so viele Frauen ihren Körper nicht lieben, sondern teilweise sogar gegen ihn ankämpfen.
Auch eine deutsche Schauspielerin, nämlich Nora Tschirner, ist von Taryn Brumfitts Bild begeistert und da diese finanzielle Unterstützung braucht, um den Film zu realisieren, greift Tschirner in die eigene Tasche und produziert den Film kurzer Hand mit.   

Der Film, der eigentlich nur am 11.05.2017 in den Kinos laufen sollte, hat mir sehr gut gefallen und mich selbst zum Nachdenken angeregt. Das Thema und somit auch dieser Film, sind sehr wichtig für unsere heutige Gesellschaft, weil er deutlich zeigt, was eigentlich das Wichtige im Leben ist. Es geht nicht darum, sein ganzes Leben lang den eigenen Körper zu einem Schmuckstück zu machen, das besonders schön aussieht. Der Film ist meiner Meinung nach echt gut gelungen und jeder, der die Möglichkeit hat, sich den Film anzuschauen, dem kann ich das nur mit bestem Gewissen dazu raten, denn der Film ist viel zu gut, um nicht gesehen zu werden.
Das haben sich wahrscheinlich auch die Kinos gedacht, nachdem es am 11. Mai so einen Ansturm auf den Film gab. Viele Kinos haben sich - ohne Absprache mit der Regisseurin oder den Produzentinnen - dazu entschieden, EMBRACE – DU BIST SCHÖN noch einige Male mehr zu zeigen!

Wer dieses Thema also genauso wichtig findet wie ich oder sich einfach einen schönen Film mit wichtiger Botschaft ansehen will, der sollte sich mal auf der Facebook-Seite des Films umschauen und vielleicht habt ihr Glück und der Film wird noch einmal bei euch in der Nähe gespielt (dann aber Karten reservieren nicht vergessen). Für alle anderen gibt es EMBRACE – DU BIST SCHÖN ab 18.05. auf DVD zu kaufen.    

 

Und dann war es auch schon wieder vorbei. Samstag war wohl einer der stressigsten Tage seit langem. Wir waren auf der diesjährigen MagicCon in Bonn. Was wir alles erlebt haben, die besten Cosplayer und unser Treffen mit Hollywoodstar Ian Somerhalder gibt es hier nachzulesen.

Ein Beitrag von Julia und Anne

 

Taxi, Flugzeug, Taxi, Maritim Hotel Bonn. So begann unser Samstag. Uns erwatete allerdings ein ereignisreicher Tag in Bonn. Grund für die weite Anreise war die sogenannte MagicCon, die erstmalig vom 21.04.-23.04.2017 stattfand.
FedCon GmbH, die Veranstalter des Events, holten unter dem Motto "Triff Deine Film- und TV Stars" Hollywoodgrößen wie Andrew Scott, bekannt aus Sherlock oder einen der drei Hauptdarsteller der Hit TV Show 'The Vampire Diaries' Ian Somerhalder nach Deutschland. Die MagicCon ist der offizielle Nachfolger der RingCon, welche sie für 14 und der HobbitCon, die sie für vier Jahre hielten. Die Veranstalter konnten also schon einiges an Erfahrung und Wissen über die Jahre sammeln.

 

Was ist denn eine Convention überhaupt?

Eine Convention ist eine Veranstaltung für eine spezifische Interessensgruppe. Ihr habt wahrscheinlich schon einmal von zum Beispiel der Gamescom gehört. In dem Fall geht es eben um Spiele. Die MagicCon ist genau so ein Event für Film- und Serienfans. Die Besucher haben die Chance ein Foto oder Autogramm von ihrem Star zu kaufen. Man kann sich auch einfach einen sogenannten Panel anschauen, in welchem der Darsteller auf der Bühne Fragen der Fans beantwortet.
Außerdem kann der Besucher unzählige Cosplayer und jede Menge Merchandise bestaunen.

 

Conventions - Reines Schlangestehen?!

Ich kann behaupten, mit meinen bereits elf besuchten Conventions, relativ erfahren zu sein, was das Thema angeht. Mein erster Gedanke, wenn ich an Cons denke, ist Schlangestehen. Man muss für absolut alles anstehen: Die Registrierung, die Autogramme, die Fotos und sogar die Schlangen bei den Toiletten können einem die Laune vermiesen.
Mein erster Eindruck bei der MagicCon fiel allerdings sehr positiv aus.
Wir waren bereits um 8:30 Uhr am Maritim Hotel und daher muss man fairerweise sagen, dass die Schlange noch nicht wirklich lang war. Gegen neun Uhr startete die Registrierung und es ging tatsächlich zügig voran.
Besonders schön war, dass jeder Besucher einen Goody Bag im MagicCon Format erhielt. Enthalten war zum Beispiel ein Block, ein kleines Spiel, natürlich auch Werbung und das wohl wichtigste Goody: Das Programmheft!
Darin konnte man allerlei Infos bezüglich Fotos, Autogrammen oder den Stages nachlesen. Ein Lage- und Ablaufplan und die Preisübersicht der Darsteller konnte man ebenfalls entnehmen. Überflüssig zu erwähnen, dass dieses Heft unser treuer Begleiter war und wir uns dadurch super zurecht finden konnten.

 

Aktueller Film

Die Schlümpfe 3 – Das verlorene Dorf
(USA 2017, Regie: Kelly Asbury, FSK 0)

Sie sind wieder da! Seit dem 6. April 2017 läuft der dritte Teil der Schlümpfe in den deutschen Kinos. Während die direkten „Schlümpfe“-Vorgänger im Kino eine Mischungen aus Real- und Animationsfilm waren, ist „Die Schlümpfe - Das verlorene Dorf“ nun ein komplett computeranimierter Film. Im dritten Teil der Schlümpfe geht es natürlich zum einen um Gargamel, den bösen Zauberer, der endlich Schlumpfhausen finden will, um die Magie der Schlümpfe zu seinem Vorteil zu benutzen. Zum anderen trifft Schlumpfine auf einem Ausflug in den Wald auf ein schlumpfähnliches Wesen, sodass sie sich gemeinsam mit ihren Freunden Schlaubi, Hefty und Clumsy ohne die Erlaubnis von Papa Schlumpf heimlich in den Verbotenen Wald, in dem allerhand magische Kreaturen wohnen, aufmacht, um das verlorene Dorf zu finden. Am Ziel angekommen, erleben der Zauberer, der ebenfalls vom verlorenen Dorf erfahren hat und seine Chance auf noch mehr Schlumpf-Magie wittert, und die Schlümpfe jedoch eine riesige Überraschung.

In dem Film leihen viele namenhafte deutsche Schauspieler*innen den kleinen blauen Wesen ihre Stimme. So leiht beispielsweise Nora Tschirner (bekannt aus Filmen wie „Keinohrhasen“ oder „Alles ist Liebe“) Schlumpfine ihre Stimme und als Schlaubi ist Axel Stein (kennt man z.B. aus „Männertag“) zu hören. Hefty wird von Rick Kavanian (voraussichtlich ab 20. Juli 2017 an der Seite von Michael „Bully“ Herbig und Christian Tramitz in „Bullyparade – Der Film“ zu sehen) vertont und Tim Oliver Schultz (bekannt aus der Fernsehserie „Club der Roten Bänder“) ging völlig in seiner Rolle als Clumsy auf. Und auch die YouTube Generation von heute kommt nicht zu kurz, denn auch Bianca Heinicke (BibisBeautyPalace) und Sami Slimani gaben in diesem Film jeweils einem Schlumpf ihre Stimme.

Meiner Meinung nach macht es wirklich Spaß, diesen Film zu schauen und er ist nicht nur etwas für kleine Kinder, sondern ein Erlebnis für die ganze Familie. Allerdings würde ich euch empfehlen vorsichtshalber eine Packung Taschentücher einzupacken ;)!

 

VON KAJA

 

Film Feedback - was ist das?

Film Feedback ist ein Format, bei dem wir euch einmal im Monat unsere Meinung zu drei Filmen erzählen.

 

Was für Filme werden besprochen?

Jeden Monat hört ihr unsere Meinung zu einem aktuellen Film, einem Klassiker (älteren Film), einem Film für Verrückte und eine allgemeine Empfehlung.

 

Wann kommt Film Feedback online?

Film Feedback erscheint einmal im Monat.

 

Wann geht es los?

Nächste Woche schon bekommt ihr die erste Ausgabe von Film Feedback zu Gesicht.

 

Ich freue mich auf euch und hoffe, wir sehen uns alle nächste Woche zu Film Feedback!

VON JULIUS

Erinnert man sich an die letzten internationalen Fußballturniere, kommen meist die Siegermannschaften als erstes in den Sinn. Große Fußballnationen erbrachten große Leistungen wie Spanien 2010 und Deutschland 2014. Doch bei der letzten Europameisterschaft 2016 waren es wohlmöglich nicht die im Finale triumphierenden Portugiesen, die für das Turnier als prägend gelten sollen, sondern der Erfolg und die damit verbundene Begeisterung für die Überraschungsmannschaft einer Nation, deren Bevölkerungszahl nicht einmal zum Füllen aller Stadien der EM in Frankreich ausreichen würde: Island.

Doch die Geschichte des isländischen Fußballs und besonders der Geschichte der isländischen Nationalmannschaft unter dem Trainer Heimir Hallgrímsson besteht nicht nur aus dem Erfolg der Isländer mit dem Erreichen des Viertelfinales bei der EM 2016, sondern war vor allem geprägt von harten Qualifikationsspielen und Verletzungen wichtiger Stammspieler.

 

Isländischer Fußball hautnah

Von diesem Weg der isländischen Mannschaft – anfangend bei der im letzten Spiel scheiternden Qualifikation Islands für die Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien bis zum begeisterten Empfang der isländischen Mannschaft in Reykjavík, nachdem klar war, dass die Isländer sich für die EM 2016 qualifiziert hatten und damit zum ersten Mal in der Geschichte ihres Landes ein großes Turnier erreichten – handelt der Dokumentarfilm „Wie ein Vulkan – Der Aufstieg des isländischen Fußballs“ von Saevar Gudmundsson, welcher im Rahmen des 11mm Fußballfilmfestivals im Babylonkino Berlin Premiere hatte.

Das Filmteam von Regisseur Gudmondsson begleitete die Isländische Nationalmannschaft und deren Spieler die gesamte Qualifikation zur EM 2016 und gibt Einblicke in die Mannschaft und deren Spieler.

 

VON DAT

 

Es gibt Dinge, die gibt es nur in den USA: Fitnessstudios mit Rolltreppen, Waffenverkauf im Supermarkt und natürlich die guten alten Duftkerzen mit Bacon-Geruch. Ein Komiker wird Präsident und plant einen Mauerbau an der Grenze, damit künftig keine Arbeitsplätze mehr von Spanisch sprechenden Vergewaltigern weggenommen würden. Welch ein Zynismus, dass mit David Villa ein importierter Vollblutspanier Leitbild eines aufstrebenden Sports in den USA wird.

Vor wenigen Jahren noch war „Soccer” dort wahrscheinlich so populär wie Badminton hierzulande. Symptomatisch: Die WNBA, die Frauen-Basketballliga, verzeichnete 2013 mehr Zuschauer als die Major League Soccer (MLS). Doch seit der Fußball-WM 2014 findet ein Paradigmenwechsel statt. Fast urplötzlich erfuhr Fußball in den USA einen immensen Relevanzgewinn. Diese Euphorie kam dem New York City Football Club (NYCFC), einem Fußball-Franchise, das wahrlich aus dem Nichts auferstanden ist, eindeutig entgegen. 2015 nahm NYCFC erstmals am Spielbetrieb der MLS teil. Sämtliche Höhen und Tiefen der Mannschaft im Premierenjahr begleitet Justin Webster im Dokumentarfilm „Win! The Birth of NYCFC”, der am 1. April 2017 im Babylon im Rahmen des „11mm”-Filmfestivals zu sehen war.

 

Ein Star-Trio für New York City

Die Dokumentation setzt ein Jahr zuvor ein. Das Joint-Venture aus City Football (80% Eigenanteil) und den New York Yankees (20%) macht es sich zum Ziel, Fußball langfristig noch vor American Football, Basketball und Eishockey als zweitbeliebteste Sportart hinter Nationalsport Baseball zu etablieren. Dafür wird in kurzer Zeit ein Team zusammengekauft, das bestenfalls direkt im ersten Jahr die Playoffs erreichen soll. 91 Tage vor Saisonstart stehen ganze sieben Spieler unter Vertrag, nur 48 Tage später findet das erste Training schon mit 20 Akteuren statt. Man könnte meinen, bei den vielen Anschaffungen gäbe es Mengenrabatt. Dabei kommen bereits alle Spieler ablösefrei.

Teuer wird es erst bei den sogenannten Designated Players. Das sind die Spieler, deren Gehälter die eigentlich in der MLS festgelegte Grenze von 335 000 US-Dollar rechtlich überschreiten dürfen. Jede Mannschaft darf maximal drei davon haben. NYCFC füllt die Plätze selbstverständlich mit Weltstars auf: David Villa, Frank Lampard und später Andrea Pirlo - allesamt Champions-League-Sieger und mindestens einmal in der Top 23 bei der jährlichen Wahl des Weltfußballers vertreten.

 

Emotionen, wo keine Emotionen sind

Regisseur Justin Webster gab sichtlich sein Bestes, dem Film eine Dramatik aufzudrücken und den Zuschauer emotional zu binden. Leider blieb ich immun gegen die schnelle Musik, die in Spielszenen selbst bei einer knappen Führung New Yorks Spannung erzeugen sollte. Aber wer weiß? Vielleicht betonte sie aber auch den Anspruch des Vorstandes und der Mannschaft an sich selbst.

Ruhiger ging es dann in den Szenen hinter den Kulissen ab. Ich erfahre die Beweggründe hinter dem Projekt NYCFC. Sportdirektor Claudio Reyna griff dafür weiter in die Vergangenheit zurück. Zum Anfang seiner Karriere hatte die USA noch nicht einmal eine professionelle Fußballliga. Trotzdem sei es immer sein Traum gewesen, eine Weltmeisterschaft für die USA zu spielen. Nachdem sich dieser erfüllte, sei das Ziel nun die Expansion des Fußballs in Amerika. Unglücklicherweise ist Reyna der Einzige, zu dem ich halbwegs einen Antrieb aus Leidenschaft feststellen kann.

Fans wirken extrem gekünstelt. Ein Zuschauerschnitt von 29 000 pro Spiel in der ersten Saison der Vereinsgeschichte ist absolut großartig, jedoch nicht nur unrealistisch, nein, er zeigt auch die betriebene Heuchelei auf. „Fans” kennen plötzlich alle Namen und Statistiken der Spieler auswendig, sobald die Aussicht auf Fotos und Autogramme groß genug ist. Stadionbesucher sind in Merchandise eingekleidet, obwohl sie das Team, das sie zugegebenermaßen lautstark nach vorn brüllen, vor einigen Monaten noch gar nicht kannten.

 

Es ist nicht alles Gold, was glänzt

Das latente Problem: Man wird das Gefühl nicht los, dass es dem „Verein” letztlich nur um Profitbestreben geht, natürlich verschleiert als Werbung für den Fußball in den USA. Interessanterweise gibt der Film von selbst Andeutungen dafür. Jegliche interviewten Spieler bekamen unter ihren Namen auch die jeweiligen Gehälter untertitelt. Während gefühlt die halbe Mannschaft zwischen 60 000 und 80 000 US-Dollar verdient, heimst Kapitän David Villa, einer der drei Aushängeschilder des Teams, mit 5,7 Mio. mehr ein als alle Nicht-Designated-Players zusammen. New York City FC erscheint wie eine Truppe von Söldnern, die den Verein als zweijährige Zwischenstation sehen.

Manchester City FC, der sich ebenfalls im Besitz von City Football befindet, gewann 2012 nach 44 Jahren zum dritten Mal die englische Meisterschaft und ist das Vorbild des New Yorker Franchises. Im Jahr der Dokumentation schaffte es NYCFC selbst zwar noch nicht in die Playoffs, dafür im Folgejahr mit neuem Trainer gleich bis ins Conference-Halbfinale.

Schön ist, dass der Fußball in den USA nunmehr auch als richtiger Sport anerkannt wird. Hässlich ist die Art und Weise, wie der Prozess vorangetrieben wird. Informativ ist Justin Websters Film allemal, doch er hinterlässt einen ziemlich bitteren Nachgeschmack. Offiziell wird die Dokumentation als faszinierenden Einblick hinter die Kulissen einer beginnenden Fußballmacht verkauft. Tatsächlich aber nimmt sie eine aufklärende Funktion ein. Sie verdeutlicht in gemäßigter Darstellung, wozu ein kompetentes Management mit ordentlich Geld imstande ist.

 

Endlich wieder Ferien! Für alle die in der kommenden Woche nicht in den Urlaub fahren, haben wir eine Auswahl von Workshops und Ferienprogrammen zusammengestellt. So wird es in den Osterferien 2017 garantiert nicht langweilig!

09.04.2017 bis 12.04.2017 (Ganztägig)

In der Serie The Young Pope ist der Papst ein krasses Gegenteil von dem, was wir sonst mit dem Papst verbinden. Nun erscheint die erste Staffel als BluRay, DVD und Download. Wir haben für euch in die Serie reingeschaut und sagen euch, was ihr von dem "jungen Papst" erwarten könnt.

 

VON OLIVER MATTUTAT

 

Er trinkt Cola, er raucht und ist Amerikaner. Pinus XIII. (gespielt von Jude Law) ist mit Nichten ein ganz normaler Papst. Er ist in den 40ern und wurde von den Kadinälen nur gewählt, weil sie dachten, dass sie ihn besonders gut beeinflussen könnten. Aber es stellt sich heraus, dass der junge Papst auch ziemlich extrem sein kann. Er weist die alten Herrschaften in ihre Schranken und ist unberechenbar. Diese Extreme zeigt sich in der ersten Rede, die er vor dem Volk im Vatikan hält: „Ihr habt euch von Gott abgewandt. Und denen, die sich von Gott abgewandt haben, habe ich nichts zu sagen. Wendet euch von euren Nächsten ab! Wendet euch Gott zu!“

Pinus, der bürgerlich Lenny Belardo heißt, war vor seiner Wahl Erzbischof von New York und wuchs, wie man ziemlich schnell erfährt, in einem Waisenhaus auf. Die Schwester, die ihn damals in das Waisenhaus aufnahm, macht er zu seiner ersten Beraterin. Vor allem Kardinal Voiello schaut dabei dumm aus der Wäsche. Denn ihm wurden viele Rechte entzogen. Sie sollen sich im Verlauf zu Gegenspieler entwickeln.

Lenny ist Kettenraucher, hebt dafür das Rauchverbot im Vatikan auf, allerdings nur für sich, und zum Frühstück besteht er auf Cherry Coke Zero. Er ist ein Papst, der im Zwiespalt zwischen Tradition und Moderne steckt. Lernt man ihn zu Anfang als ziemlich hart und konsequent kennen, bekommt man im weiteren Verlauf auch mehr Einblicke in Lenny und in seine Vorgeschichte.

Entwickelt wurde die Serie von Oscarpreisträger Paolo Sorrentino. Sie schafft es, mit pompösen Bildern eine einzigartige Atmosphäre zu schaffen. Die Kulissen wurden aufwendig nachgebaut.

Die Serie bekam auch von Kritikern sehr viel Lob.

Ich finde, dass man sich erstmal in die Serie und die Tonalität hineinfinden muss. Dabei schafft es Paolo Sorrentino, geschickte Cliff-Hanger zu setzen und auch humorvolle Dialoge zu bringen. Jude Law spielt die Rolle des Papstes hervorragend. Dafür wurde er auch viel von den Kritikern gelobt. Eine Serie, der man auf jeden Fall eine Chance geben sollte und die mit beeindruckenden Bildern punkten kann.

30.03.2017 bis 03.04.2017 (Ganztägig)

VON DAT

Fußball auf dem Platz, Fußball neben dem Platz, Fußball auf der Leinwand: „König Fußball” gewinnt auch heute noch stetig an Popularität und nimmt zusehends Raum in unseren Leben ein. Manch einer möchte aber noch mehr sehen als das Runde im Eckigen. Fußballfilme fördern etwa interkulturelles Lernen, indem sie das Publikum auf Expedition schicken und dabei gesellschaftliche sowie kulturelle Hintergründe entschleiern. Wie sieht der beliebteste Sport der Welt beispielsweise in anderen Regionen fernab des Weltmeisterlandes aus? Was verbirgt/verbarg sich hinter der Fassade eines Zlatan Ibrahimovic' oder Johan Cruyffs? Was macht den Ball überhaupt zu einem derart faszinierenden Gegenstand für den Menschen? Einige Filmrezensionen findet ihr am Ende des Beitrages!

 

 

Bereits zum 14. Mal

Eine Zusammenstellung sowohl heimischer als auch exotischer Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme über und rund um den Fußball ist vom 30. März bis 3. April bei der 14. Ausgabe von „11mm” zu bestaunen. „11mm” hat den Anspruch, ein möglichst breites Spektrum an Filmbegeisterten anzusprechen und bedient sich dabei einer Vielfalt, die selbst Fußballdesinteressierte und Sportverdrossene ins Kino zu locken vermag. Aus dem ersten Event 2004 mit 11 Filmen wurde das internationale Fußballfilmfestival mit 56 Filmen aus 25 Ländern in diesem Jahr.

 

Specials

Geschaut wird hauptsächlich im Kino Babylon in Mitte (Rosa-Luxemburg-Str. 30, 10178 Berlin), wo diesmal gleich zwei Filme Weltpremieren feiern werden: „You'll never walk alone” und „Refugee 11”. Deutschlandpremiere feiert hingegen „Salomon Kalou - L'Éléphant chéri”, eine Dokumentation über den Hertha-Profi, welcher auch vor Ort sein und anschließend in der Jury sitzen wird. Die letzten Jahre haben im Übrigen gezeigt, dass sich gern mal Überraschungsprominenz im Babylon verirrt.

 

Für den Nachwuchs

Der Veranstalter Brot & Spiele e. V. wird auch dieses Jahr maßgeblich von der DFB-Kulturstiftung gefördert und darf sich mit Mario Gomez vom VfL Wolfsburg als Schirmherren des Festivals schmücken.
Der VfL ist es dann auch, der vom 27.-31. März das pädagogisch betreute Nachwuchsfestival „11minimeter” im Filmtheater am Friedrichshain (Bötzowstraße 1-5, 10407 Berlin) präsentiert. Tickets kosten 4 € pro Person (bei freiem Eintritt des Lehrpersonals). Anmeldungen via E-Mail an schulkino@11-mm.de oder telefonisch unter 0178 / 3283354.

 

29.04.2017 bis 29.04.2017 (Ganztägig)
22.03.2017 bis 22.03.2017 (Ganztägig)

Letztes Jahr bekam Doctor Strange seinen ersten Auftritt auf der Kinoleinwand.  Nun erscheint die DVD und BluRay.

 

VON OLIVER MATTUTAT

Der sympathischste Marvel-Charakter ist Doctor Strange, gespielt von Benedict Cumberbatch, zu Anfang des Films auf keinen Fall. Arrogant und egozentrisch sind eher Adjektive, die man Dr. Stephen Strange zuschreiben könnte. Er ist der beste Neurochirurg der Welt und behandelt nur Patienten, die seines Talents würdig sind und gleichzeitig sehr gute Heilungschancen haben.

Doch eines Tages wird er selbst zum Patient. Nach einem Autounfall und der folgenden Not-OP zittern seine Hände. Das führt dazu, dass er seinem Beruf nicht mehr nachgehen kann. Er versucht alles Mögliche, um seine Heilung voranzutreiben. Nichts hilft. Ein Mann, der sich nach einem Rückradbruch erholt hat, verrät ihm, was ihn geheilt hat.

Strange führt das ins ferne Nepal. Genauer nach Kamar-Taj. Dort trifft er auf eine Vereinigung, die sich zur Aufgabe gemacht hat, die Erde zu schützen. Dabei greifen sie auf die Kraft der Mystik zurück. Sie bilden Strange aus und trainieren ihn. Strange lernt viel über Mystik aber auch über sich und trifft auf die dunkle Macht, die die komplette Welt zerstören möchte.

Der Film wirkt nicht zu lang und hat auch viele lustige Szenen. Dabei setzen die Macher auch auf viele Spezialeffekte, die dem Film auch besondere Hingucker bieten. Benedict Cumberbatch, der seine erste Rolle in einem Marvel-Film spielt, stellt die Figur hervorragend dar. Er liefert eine grandiose schauspielerische Leistung. Er wird auch in weiteren Marvel-Filmen als Doctor Strange auftauchen.

Seit heute (09.03.) ist nun die DVD und BluRay im Handel erhältlich. Die BluRay bietet zusätzlich zum Film einiges an Bonusmaterial. So kann man sich zusätzliche und erweiterte Szenen anschauen oder witzige Situation vom Filmset erleben.

Wie sich Dr. Stephen Strange und ob er die Welt vor der dunklen Macht retten kann, könnt ihr euch ab jetzt bequem Zuhause anschauen.

Dieses Jahr feiert die Sektion Generation auf der Berlinale ihren 40. Geburtstag. In KPLUS und 14 PLUS werden Filme für Kinder und Jugendliche vorgestellt. Insgesamt werden dort dieses Jahr 62 Filme aus 42 Ländern gezeigt. Die jup!-Redakteure Kaja, Niels, Janik, Sina, Charlotte und Sandy gehörten zu den Glücklichen, die bereits vor dem Beginn der Berlinale einige Filme sichten konnten. Welche Filme mitreißen, zum Nachdenken anregen oder nur etwas für eingefleischte Filmfans sind, erfahrt ihr in den kommenden Tagen hier!

 

Ihr braucht noch Tickets?

Tickets können jeweils drei Tage im Voraus erworben werden, für die Wettbewerbswiederholungen vier Tage im Voraus. Am Tage der Vorstellung sind Tickets nur an den Tageskassen der Kinos und unter www.berlinale.de erhältlich. Mehr Infos findet ihr auf der Berlinale-Webseite.

Es wird wieder bunt in den deutschen Kinos: Ab dem 23.02.2017 startet der vierte Teil der "Bibi und Tina"-Reihe! Mit dabei sind auch dieses Mal Lina Larissa Strahl aka Bibi, Lisa-Marie Koroll aka Tina und Louis Held aka Alexander. In "Tohuwabohu total"  steht aber auch ein neues Gesicht im Mittelpunkt: Lea van Acken aka Aladin/ Adea. Ihr kennt die Jungschauspielerin bestimmt schon aus dem Film "Das Tagebuch der Anne Frank".

 

Worum geht es in "Tohuwabohu total"?

Im vierten Teil begegnen Bibi und Tina einem ruppigen Ausreißer, der sich als Mädchen entpuppt und von seiner Familie verfolgt wird. Das Familienoberhaupt ist weltfremd, engstirnig und stur und lässt sich auch von Bibis Hexerei nicht überzeugen. Außerdem ist Schloss Falkenstein „under contruction“ und der Graf völlig überfordert, während Alex ein Musik-Festival auf Falkenstein plant und sich seinem Vater widersetzt.

 

Die jup! Redakteurinnen Lotta und Zora trafen Lina, Lisa, Louis, Lea und den Regisseur Detlev Buck vorab zum Interview. Warum Lina den Streit vermisst und partout keiner singen wollte? Schaut es euch an!

 

 

Nachdem Sandy und Sophie letztes Jahr für uns auf der German Comic Con unterwegs waren, macht sich jup.berlin nun auf den Weg nach Bonn zur diesjährigen MagicCon!

Ein Beitrag von Julia und Anne

 

Unter dem Motto "Triff Deine Film- und TV Stars" holen die Veranstalter vom 21.04.-23.04.2017 Hollywoodgrößen wie Jason Isaacs, bekannt als "Lucius Malfoy" aus Harry Potter, den "The Vampire Diaries"-Star Ian Somerhalder und Emilie de Ravin, berühmt durch ihre Rollen in "LOST" und "Once Upon A Time", in das Maritim Hotel Bonn.

Neben den zahlreichen Darstellern, mit denen man natürlich auch Fotos machen und sich Autogramme kaufen kann, gibt es außerdem noch verschiedene Vorträge oder Lesungen.
So halten zum Beispiel Franziska Göbel und Denise Burkhard einen Vortag über die Bösewichte in der Kultreihe "Harry Potter"'. Auch "Game Of Thrones" Fans können sich auf den Vortag von Jan Fiedler freuen, der den Besuchern die visuellen Effekte der Show verdeutlichen möchte.

Zu einer richtigen Convention gehören natürlich auch die Cosplayer, die mit sehr viel Liebe zum Detail in die Rolle ihrer TV- und Filmhelden schlüpfen. Auch dafür hat die MagicCon einen Workshop organisiert, denn viele dieser Cosplayer schneidern ihre Kostüme selbst. Gegen ein kleines Endgeld kann man am Workshop von Jan und Lena teilnehmen und dort Fähigkeiten bezüglich des Kostümbaus, wie zum Beispiel Schnittmuster- und Technik, erlernen.

Die Veranstalter selbst sind bereits sehr erfahren: Sie hielten die RingCon für 14 und die HobbitCon für vier Jahre. Nun folgt mit der MagicCon der offizielle Nachfolger.

Wir werden für euch am 22.04.17 auf der MagicCon dabei sein und natürlich anschließend von unserern Erahrungen berichten.

 

VON SANDY

 

Ben Niao oder auch „The Foolish Bird“ ist eine Geschichte eines 16-jährigen Mädchens, das sich nach Liebe sehnt.

Wie der Titel schon verrät, handelt die junge Lynn dumm und gerät immer tiefer in den Abgrund: Sie klaut Handys und schläft mit dem Sohn des Polizeipräsidenten, um einen Job zu bekommen. Ihr verzweifelter Schrei nach Liebe sorgt für einige Probleme. Das typische Bild eines von den Eltern verstoßenden Kindes, das gute Noten nach Hause bringe soll, aber bei den Großeltern wohnt. Lynn hat eine Freundin, jedoch wurde dieser verboten, mit ihr Zeit zu verbringen. Das Mädchen gerät auf die schiefe Bahn. Ob sie wieder ihr Leben in den Griff bekommt und ob sie Anerkennung von ihren Eltern erhält oder ob sie weiter ihr Leben wegwirft und in den Abgrund fällt, dafür müsst ihr den Film schon selber sehen.

Die typischen Teenagerprobleme in einem zwei Stunden langen Film zu sehen, ist sehr interessant. Denn die Handlung spielt nicht – wie in vielen anderen Teenie-Filmen – in den USA, sondern in China.

Der Film ist sehr unübersichtlich und zum Teil schwer verständlich. Einige Zusammenhänge wurden mir bis zum Ende nicht klar. Man müsste den Film schon zwei- bis dreimal sehen, um alle zu verstehen.

Wer das interessante Leben der jungen Lynn verfolgen möchte und sich für die dunklen Seiten des Lebens interessiert, sollte den Film auf jeden Fall angucken. Der Film passt zur Generation 14plus, jünger sollte man jedoch nicht sein.

 

Im Berlinale Programm:

So 12.02. 15:00 Zoo Palast 1

Mo 13.02. 17:00 CinemaxX 1

Mi 15.02. 15:30 Cubix 8

VON SANDY

Ying Ling arbeitet in einem Spa, aber nicht in einem gewöhnlichen Spa. Es ist ein Spa für Tote. Sie arbeitet fast 24 Stunden am Tag. Vom Abholen im Krankenhaus, über dem Wachen und Zurechtmachen, bis zum Beiwohnen an der Trauerfeier; so sehen ihre Tage aus.
Kontakt zu der Familie herrscht nur über das Telefon, sie sucht die Anerkennung und Nähe zu ihrer Familie. Ihr einziger Freund und Arbeitspartner ist Jin Hau. Beide reden oft über ihre Wünsche und Träume, da keiner der beiden in ihrem Beruf glücklich ist. Ob sie den Beruf wechseln, trotz des Druckes der Familie?

Die Dokumentation von Carol Salter ist sehr interessant und lehrreich. Wer jedoch keine Leichen sehen kann oder einen empfindlichen Magen hat, sollte einen großen Bogen um den Film machen. Aber den Wunsch seine Träume zu erfüllen und dabei den Druck der Gesellschaft im Nacken zu haben, kennt fast jeder und man möchte einfach wissen, ob es jemand schaft oder nicht.

Einen kurzen Filmausschnitt gibt es hier: www.berlinale.de

Im Berlinale Programm:

Mi 15.02. 17:00 HKW                                                

Do 16.02. 10:30 CinemaxX 1

Sa 18.02. 12:30 Zoo Palast 1

VON CHARLOTTE

Those Who Make Revolution Halfway Only Dig Their Own Graves ist ein kanadisches Filmdrama der Regisseure Mathieu Denis und Simon Lavoie aus dem Jahr 2016. Beide Regisseure haben an der Université du Québec in Montréal Film studiert und dies ist ihr zweites gemeinsames Projekt.

Der Film handelt von einer Splittergruppe, die nach dem verebben der „Ahorn Frühling“ -Proteste in Quebec  (in Anlehnung an den Arabischen Frühling) eine tiefe Unzufriedenheit mit der Gesellschafft verspüren und etwas verändern wollen. Sie agieren sehr gewalttätig und rücksichtslos mit Spaßguerilla– und Molotowcocktail-Aktionen. Durch die Point-of-View-Perspektive, bei der die Kamera die Sicht eines Protagonisten einnimmt, hat man das Gefühl, ein Teil der Studentengruppe zu sein. Dies führt dazu, dass man auch ihre Anspannung, Ängste und Gefühle mitfühlt, was sehr mitreißend sein kann, aber an einigen Stellen auch sehr schwer auszuhalten ist. Im Hintergrund ist selten wirkliche Filmmusik zu hören. Meist sind es verzerrte, laute und verstörende Geräusche, die der Zuschauer wahrnimmt und die dem Film etwas sehr Dunkles und fast Bösartiges verleihen. Außerdem sind die Farben generell sehr dunkel gehalten, wodurch die düstere Stimmung verstärkt wird.

Einen klaren Handlungsstrang zu erkennen, war für mich sehr schwierig, da die Szenen eher wahllos aneinander gereiht scheinen. Was mir sehr gut gefallen hat, ist wie die Filmemacher mit typischen Geschlechter Stereotypen spielen. Zum Beispiel sieht man in einer Szene eine Person mit rosafarbenem Nachtkleid, was vermuten lässt, es handle sich um ein Mädchen, was sich im Nachhinein jedoch als falsch herausstellt.  Those Who Make Revolution Halfway Only Dig Their Own Graves ist ein Film mit viel Nacktheit und Gewalt, der Sehnsüchte, Fantasien und Ängste junger Menschen darstellt. Filmisch ist der Film, außergewöhnlich gut, aber mir persönlich war er viel zu gewalttätig und mir fehlte eine nachvollziehbare Handlung.

 

Im Berlinale Programm

So 12.02. 20:00 HKW

Mo 13.02. 14:30 CinemaxX 3

Sa 18.02. 20:00 HKW

 

VON CHARLOTTE

 

Poi E ist ein Neuseeländischer Dokumentarfilm über die Geschichte eines Popsongs in maorischer Sprache, der 1984 wider Erwarten die Spitze der Charts erreichte. Es grenzte damals an ein Wunder, dass ein Song in traditioneller Sprache so ein Erfolg hatte. Der Sänger Dalvanius Prime hatte davor schon internationalen Erfolg, aber nur mit englischsprachigen Soul-Liedern. Im Laufe seiner Kariere hat er sich immer weiter von seinen Ursprüngen entfernt und auch zum größten Teil die Sprache der Maori verlernt. Hierfür schämte er sich und als er zurück in seine Heimatstadt kam, fing er an, die Sprache wieder zu lernen und sich mit seiner Kultur zu beschäftigen. Der Regisseur Tearepa Kahi ist selber maorischer Abstammung und tourte schon als Jugendlicher durch Neuseeland mit einer Maori Tanzgruppe. Später studierte er Geschichte und Maori Studies an der Universität Auckland und führte Regie bei diversen Dokumentarfilmen und preisgekrönten Kurzfilmen. Sein Spielfilmdebüt „Mt Zion“ gewann mehrere Preise bei den New Zealand Film Awards und war in Australien und Neuseeland ein großer Publikumserfolg.

Poi E ist ein herzerwärmender, teilweise lustiger und filmisch wunderschöner Dokumentarfilm. Der Film begleitet die Geschichte der Entstehung des Liedes und die enormen Auswirkungen auf die Kultur der Maori.  Poi E ist generell in sehr strahlenden, bunten Farben gehalten  und vermittelt dadurch sofort gute Laune. Es ist ein Film über Kultur, Herkunft und Musik, der mehr als empfehlenswert ist, wenn man sich für die Geschichte der Maori und Musik interessiert.

 

Auf der Berlinale:

Di 14.02. 17:30  HKW

Mi 15.02. 17:30 CinemaxX 1

Sa 18.02. 11:30 CinemaxX 3

So 19.02. 15:30 Filmtheater am Friedrichshain

 

VON KAJA

 

Erwachsen werden ist nicht leicht und schon gar nicht, wenn man anders ist als seine Freunde und ein dunkles Geheimnis mit sich herumträgt. Butterfly Kisses erzählt die Geschichte von Jake (Theo Stevenson) und seinen zwei besten Freunden, die sich ihre Zeit mit Rumhängen in den Höfen ihrer Hochhaussiedlung, mit Billard, Pornos, Alkohol und Gesprächen über Mädchen vertreiben. Jeder der Drei wird von seinen ganz eigenen Dämonen getrieben, doch Jake trägt ein dunkles Geheimnis in sich, welches er niemandem erzählen kann und das ihn mehr und mehr von den anderen isoliert.

Der Debütfilm von Rafael Kapelinski feiert auf der Berlinale 2017 Weltpremiere und ist meiner Meinung nach gut gelungen. Der Film, der komplett in schwarz-weiß gehalten ist, macht durch die Mischung aus Laien und bekannten Schauspielern einen authentischen und ungeschönten Eindruck und zeigt das Leben so, wie es nun einmal ist.

Allerdings muss ich für meinen Teil sagen, dass ich das Ende leider nicht wirklich verstanden habe. Der Film hat seinen FSK mit 14Plus auf jeden Fall verdient und ist nur etwas für Leute, die kein Problem mit sexuellen Andeutungen haben.

 

Im Berlinale Programm:

Sa 11.02. 20:00 , HKW (E)
Mo 13.02. 15:30 , Cubix 8 (E)
Do 16.02. 15:30 , Zoo Palast 1 (E)

 

VON KAJA

 

Der 15-jährige Kit reißt inmitten der Feierlichkeiten zur amerikanischen Zweihundertjahrfeier von zu Hause aus und trampt zusammen mit seiner Freundin Alice durch Kanada. Die Beiden begeben sich auf einen Selbstfindungstrip, der ihre Beziehung auf eine harte Probe stellt.

Dieser Film, der im Jahr 1976 spielt und ebenfalls schwarz-weiß ist, hat mir von den dreien, die ich vorab sehen konnte, am besten gefallen! Weirdos vermittelt das Gefühl, dass es in Ordnung ist, anders zu sein. Jeder von uns ist auf seine eigene Art und Weise anders, seltsam oder speziell und einzigartig. Das ist auch gut so. Der Film sagt dazu: „We're all weirdos, that's what makes us beautiful“ („Wir sind alle seltsam, das ist was uns hübsch macht“). Dieses Zitat hat mich von Anfang an begeistert, da es meiner Meinung nach voll und ganz zutrifft.

Desweiteren sind die Charaktere sympathisch, sodass man sich mit ihnen identifizieren und mitfühlen kann. Wer also Lust auf einen Coming-of-Age Film hat, wer den Soundtrack der 70er liebt oder einfach mal einen Ausflug in die Vergangenheit machen will, dem kann ich Weirdos nur ans Herz legen.

 

Im Berlinale Programm

Di 14.02. 15:30 , Zoo Palast 1

Mi 15.02. 15:30 , Filmtheater am Friedrichshain

Do 16.02. 14:00 , CinemaxX 3

VON KAJA

 

Der Film handelt von einem hochbegabten Jugendlichen (Staszek Cywka), der kurz davor steht, Physik an der Universität zu studieren. In seiner Freizeit beschäftigt er sich mit einer Theorie über Parallelwelten, die seiner Meinung nach durch Licht miteinander verbunden sind. Hinter seinem großartigen Verstand verbirgt sich allerdings eine verletzte Seele, die die authoritäre Mutter (Agnieszka Podsiadlik) nicht zu heilen vermag. Eines Tages kehrt ihr Mann (Sebastian Lach) nach Jahren der Abwesenheit zurück, wodurch ein Mann in das Leben des Jungen tritt.

Mir persönlich hat der Film gut gefallen, da seine Handlung spannend ist, und er einige schön anzusehende Einstellungen beeinhaltet. Man merkt den künstlerischen Aspekt besonders in den Szenen, in denen mit Farben oder ähnlichem gespielt wird sowie in den Zitaten aus Goethes Erlkönig, der namengebend war. Zudem illustriert die Musik im Film die Gefühlswelt des erwachsenwerdenden Jugendlichen gut.

Man muss allerdings erwähnen, dass der Film ebenso komplex wie seine Charaktere ist und teilweise Realität und Fantasie miteinander verschwimmen. Das macht ihn zuweilen schwer verständlich, allerdings nicht schlechter.

Wer also gerne Art House Filme sieht oder Wert auf ein schönes Bild legt, sollte sich The Erlprince auf jeden Fall auf der Berlinale anschauen.

 

Im Berlinale Programm

Do 16.02. 17:00 , HKW (E)
Fr 17.02. 10:30 , CinemaxX 1 (E)
Sa 18.02. 14:00 , CinemaxX 3 (E)

 

VON JANIK EMIL

 

Schon anhand der Überschrift lässt sich erahnen, welch ein verrücktes Projekt unter der Regie von Dash Shawn in den USA entstanden ist. Eine wirkliche Storyline kurz zusammenzufassen, ist bei diesem Film gar nicht so einfach.

Grundsätzlich ist der Anfang des Films von der Story her gleichzusetzen mit einem typischen Teenager-Hollywoodfilm: Ein unbeliebter Erfinder namens Dash möchte mit seiner Schülerzeitung in der Schule berühmt werden – was ihm natürlich überraschenderweise nicht so einfach gelingt. Dash ist für seine Mitschüler ein Niemand. Belastet durch Mobbing, familiäre Probleme und Freundschaftssorgen versucht er sich durch den Schulalltag zu schlagen. Doch als er während seiner Recherche im Schulkeller ein Geheimnis entdeckt, wird seine Welt aus den Angeln gerissen. Und ab diesem Moment ist der Film nur noch eine einzige Farbschlacht.