Film

 

“Die Gerechtigkeit siegt immer.” Dies sind die bekannten Worte von Light Yagami, dem Protagonisten von Death Note. Auch wenn er zur Zeit von ‘Light Up The New World’ bereits tot ist, haben seine Worte und Taten immer noch große Bedeutung.

Am 4. Mai waren wir anlässlich der Kaze Asia Nights-Reihe im Kino und haben uns den neuen und letzten Film der Death Note Trilogie angeguckt. VON ALINA UND FRANCESCA

 

Plot:

10 Jahre sind seit dem Tod von Light Yagami vergangen und der König der Todesgötter sucht einen ebenbürtigen Nachfolger. Aus diesem Grund schickt er sechs Death Notes auf diese Welt. Nun kommen viele Anhänger von Light an die Macht und stiften Chaos. Doch auch der verstorbene Detektiv L hat einen Nachfolger, der alles in seiner Macht stehende tut um ein erneutes Erstarken von Kira zu verhindern. Dabei steht ihm der Polizist Mishima zur Seite, mit dem er allerdings ständig aneinander gerät. Nun treffen die neuen Kiras mit dem neuen L - Ryusaki aufeinander. Beide Parteien verwenden alle möglichen Tricks und Täuschungen um den anderen aus der Reserve zu locken und sich gegenseitig auszulöschen.

Doch wer wird gewinnen?

 

Viel Spaß mit der 11. FILM FEEDBACK- Folge von Kaja. Alle FILM FEEDBACK- Folgen gibt es hier!

VON KAJA

 

Aktueller Film

Transit
(D 2017, R: Christian Petzold, FSK: 12)

Georg (Franz Rogowski), ein deutscher Flüchtling, der gerade noch rechtzeitig aus Paris verschwinden kann, bevor ihn die Nazis, die Frankreich einnehmen wollen, verhaften können. Er reist nach Marseille, doch auch das dient nur als eine Übergangsstation, denn bleiben darf nur paradoxerweise, wer beweisen kann, dass er nicht bleiben. Zum Glück führt Georg die Papiere des Schriftstellers Weidel mit sich, der Selbstmord begangen hat. Eigentlich sollte er diese nur im mexikanischen Konsulat abgeben, doch nun eröffnen sich neue Möglichkeiten für ihn. Er nimmt die Identität Weidels an und hofft, eine der wenigen Schiffspassagen zu erhalten. Dann trifft er Marie (Paula Beer) und verliebt sich in die geheimnisvolle Frau, die nach ihrem verschwundenen Ehemann sucht – einem Schriftsteller. Diese hat die Hoffnung noch immer nicht aufgegeben, dass ihr Mann zurückkehren könnte.

Der von Christian Petzold inszenierte Film spielt 1942 in Südfrankreich und ist eine Adaption des teils autobiografischen Romans „Transit“ von Anna Seghers. Transit feierte auf der diesjährigen 68. Berlinale Premiere und ging neben Filmen wie „Isle of Dogs“, „Figlia Mia“ und „3 Tage in Quiberon“ ins Rennen um den Goldenen Bären.

Der Hauptdarsteller Franz Rogowski, der meiner Meinung nach in letzter Zeit zu einem der beliebtesten deutschen Schauspieler gehört, verkörpert die Figur des Georgs sehr authentisch und mit vielen Ecken und Kanten, so wie jeder Mensch nun einmal ist – unperfekt. Zudem war Rogowski in gleich vier Filmen, davon zwei in der Wettbewerbs-Sektion der Berlinale zu sehen. „Transit“ und „In den Gängen“ im Wettbewerb, sowie „Fikkefuchs“ und „LUX – Krieger des Lichts“ in der „LOLA at Berlinale Reihe“.

Ich habe Franz Rogowski in den letzten Monaten in gleich drei Filmen gesehen und jede Figur, die er verkörperte, hatte so seine Eigenheiten. Doch, was allen Figuren gemein war ist, dass sie alle sehr glaubwürdig dargestellt wurden, von dem Schauspieler mit der, umgangssprachlich genannten, Hasenscharte. Daher war es für mich auch keine große Überraschung, dass Rogowski am vergangenen Freitag, dem 27. April 2018 den deutschen Filmpreis, auch genannt LOLA, als bester männlicher Hauptdarsteller für seine Rolle in „In den Gängen“ bekam.

Transit war ein sehr schöner Film, der in unglaublich schönen Kulissen gedreht wurde. Ich meine, wer mag nicht den Anblick des Meeres im Hintergrund und kleinen süßen „Rues“ (Straßen) in Südfrankreich?

Petzold, der zuvor besonders beim Polizeiruf 110 Regie führte, hat einige Merkmale, die er in jeder seiner Produktionen einbaut und ist Teil der sogenannten Berliner Schule: „Die Berliner Schule ist die Bezeichnung für eine Stilrichtung im deutschen Kino, die seit Mitte der 1990er-Jahre entstanden ist.“ (Quelle: Wikipedia)

Den Einfluss der Berliner Schule auf Petzolds Werke kann man auch in „Transit“ erkennen, so sagt die Wikipedia-Seite, dass in Filmen, die von Regisseuren der Berliner Schule gedreht wurden, die Menschen häufig auf der Flucht sind, ohne aber neue Horizonte oder besseres Leben erreichen zu können, so wie es bei „Transit“ der Fall ist. Flucht spielt also eine große Rolle und wenn man weitere Kenntnisse über die Berliner Schule und Petzolds vergangene Filme hat, wie beispielsweise „Barbara“, der vor sechs Jahren auf der 62. Berlinale lief, oder eben die Polizeiruf 110-Folgen, so kann man sich während des Kinobesuchs auf die Suche nach weiteren Charakteristika Petzolds begeben. Zum Beispiel gibt es immer einen Popsong im Score, also in der Musik, der Polizeiruf 110-Folgen, die unter der Regie von Petzold entstanden sind. Somit wartet schon fast sehnsüchtig auf den Moment in „Transit“, in dem ein Popsong zu hören ist. Das kleine Kind in mir ist schier ausgeflippt, denn der besagte Popsong wird erst ganz am Ende, während des Abspanns gespielt.

Wie auch immer, ich habe jetzt ziemlich viel über den Hauptdarsteller und den Regisseur gesprochen und dabei den Film, den ich euch ja eigentlich vorstellen wollte, ganz außen vor gelassen. Hier nun also mein Fazit: „Transit“ ist ein sehr toller Film mit einer mitreißenden Geschichte. Der historischen Hintergrund gibt dem Film noch eine ganz besondere Note und während des Films überlegte ich gelegentlich, wie ich mich wohl verhalten hätte, wäre ich in Georgs Situation gewesen. Nicht nur die Handlung des Films ist meiner Meinung gelungen, sonder es ist auch ein sehr schön inszenierter und gedrehter Film.   

Hier seht ihr den Trailer:

 

Am 24.04.2018 ging die Kazé Anime Nights in die dritte Runde. Dieses Mal lief der Film „Fairy Tail: Phoenix Priestess“ mit deutschen Untertiteln. „Fairy Tail“ ist eine sehr bekannte Mangareihe, die demnächst auch eine deutsche Anime-Fassung bekommt. Diesbezüglich hatte Kazé die ersten drei Episoden am 29. August 2017 im Rahmen der Kazé Anime Nights 2017 gezeigt. Der aktuelle Film spielt nach Folge 201, wer also noch nicht so weit ist: Achtung, Spoiler-Warnung!

VON SANDY

 

Du hast Bock die Vor-Vor-Vor-Vor-Vor-Vor-Vor-Vor-Vorfahren von „Shaun das Schaf“ und „Wallace & Gromit“ zu sehen? Dann ist der neue Film des britischen Animationsstudio Aardman „Early Man – Steinzeit bereit“ genau das richtige für dich!

von Kai Kuhlmey und Janik Emil Hölzer

Die Produktion

Die Idee zu einer Komödie, die einen Konflikt zwischen der Stein- und Bronzezeit aufzeigt, hatte der Regisseur Nick Park schon seit 2010 mit sich herumgetragen. Im Mai 2016 begannen dann schließlich die ersten Dreharbeiten, welche bis zum Jahresende 2017 andauerten.

Dieser Zeitraum ist auch kaum verwunderlich, da dieser Stop-Motion Animationsfilm die größte Produktion des Studios Aardman ist. Über die ganze Zeit hinweg waren 150 Leute eingebunden – es wurden insgesamt 273 Puppen und 3000 unterschiedliche Mundpartien hergestellt.

Handlung

Der “Early Man“ lebt zu einer Zeit, als noch unheimliche urzeitliche Kreaturen und wollige Mammuts die Erde bevölkerten. Wie der Höhlenmensch Dug feststellen muss, ist das Leben in dieser prähistorischen Epoche überaus schwierig. Vor allem weil der arrogante Anführer der Bronzemenschen das idyllische Tal des Stammes in Anspruch nimmt.

In dieser schwierigen Zeit muss sich Dug und sein Freund, das urzeitliche Wildschwein Hognob, aufmachen, um seine Heimat zu retten und den Stamm von Steinzeitmenschen gegen den übermächtigen Feind aus dem Bronzezeitalter in den Kampf zu führen.

Persönliche Bewertung

Der Animationsstil von „Early Man – Steinzeit bereit“ macht den Klassikern „Wallace & Gromit“ und „Shaun das Schaf“ alle Ehre. Die Kulisse ist bis ins Detail genau geplant und aufwendig umgesetzt worden.
So wurden beispielsweise über 60 verschiedene Bäume hergestellt, welche jeweils eine einwöchige Arbeit einforderten. Diese Detailverliebtheit kann ebenfalls auf die Figurengestaltung projiziert werden – man kann regelrecht die vielen Arbeitsstunden der Modellbauer, in jeder Körper- und Gesichtbewegung, erkennen. Schon allein wegen dieser Detail- und Animationspracht ist „Early Man“ ein ganz besonderer Film. Darüber hinaus begeisterten kleinere Nebensächlichkeiten und Anspielungen vor allem das etwas erwachsenere Publikum. Gerade solche Dinge, wie beispielwiese die Imbissbude, die „Jurassic Pork“ heißt, geben dem Film eine ganz eigene Dynamik und führen auch bei Eltern zu Schmunzlern.

Doch ein Problem gibt dem Film doch einen Riss! So gut auch die Animationstechnik sein mag, so sporadisch ist leider die Handlung. Das Storytelling ist absolut voraussehbar, dass man nach den ersten 30 Minuten eigentlich schon weiß, wie der Film enden wird. Zudem ist die Geschichte so rasant, dass nicht wirklich eine Identifikation mit Dug und seinen Stammesmitgliedern entstehen kann. Einzelne Momente, wie die Kommunikation zwischen dem Bösewicht Lord Nooth und der Königin des Landes, sind nette und lustige Sidekicks, führen aber letztendlich nicht zur Charakterbildung des Bösewichtes.

Fazit

Prinzipiell kann man also sagen, dass das Abendteuer des „Early Man“ eine Unterhaltung auf technisch sehr anspruchsvollem Niveau ist. Das Storytelling ist für einen Kinderfilm ausreichend und vielfältig, aber eben für das etwas ältere Publikum reichen nicht nur kleine Anspielungen, um den Film wirklich interessant zu machen.
Aus diesem Grund ist dieser Animationsfilm zwar ein guter Film, kommt aber an die Meisterwerke aus dem Aardman Studio nicht ran.

Zudem hat jup! Redakteur Kai die deutschen Synchonsprecher von den Hauptcharakteren "Dug" (gesprochen von Friedrich Mücke) und "Goona" (Palina Rojinski) getroffen und zum Film ausgefragt!
Das Interview findet ihr gleich hier:

 

Viel Spaß bei der aktuellen FILM FEEDBACK Folge von Kaja und Nushin! Heute im Gepäck: "Lady Bird", "Call me by your name", "Die Halbstarken" und "Persona". Alle FILM FEEDBACK- Folgen gibt es hier!
 

Aktueller Film

LADY BIRD
(US 2017, R: Greta Gerwig, FSK 0)

Die 17-jährige Christine McPherson (Saoirse Ronan) möchte schnellstmöglich ihren Abschluss auf der katholischen High-School machen, um im darauffolgenden Jahr an einem College zu studieren. Ihr Ziel: Ihrer Kleinstadt in Kalifornien entkommen. Geldprobleme und ihre Mutter Marion (Laurie Metcalf) stehen der jungen Erwachsenen, die sich selbst den Namen Lady Bird gibt, jedoch im Weg. Als hätten Teenagermädchen nicht bereits genug Probleme, verguckt sich Lady Bird auch noch in den charmanten guterzogenen Danny (Lucas Hedges) und anschließend in das lässige Bandmitglied Kyle (Timothée Charlamet). Die freche und konservative Schülerin durchläuft eine verwirrende Zeit in ihrem Leben, in der sie mit den Konsequenzen von falschen Entscheidungen konfrontiert wird, um herauszufinden, was ihr selbst im Leben am wichtigsten ist. Sie stößt auf Verzweiflung und neue Freundschaften.

"Lady Bird" (2017) ist der Film, der sich mit seinen 5 Oscar-Nominierungen in die Köpfe aller Filmkritiker geschlichen hat.

Das Anfangsbild besteht aus Christine und ihrer Mutter, die beide laut über Christines Schulkarriere diskutieren. Spontan, genervt und von der einen Sekunde auf die andere schmeißt sich Lady Bird aus dem fahrenden Auto. Die Zuschauer werden regelrecht in diese und alle darauffolgenden Szenen hineingeworfen. Man wird von Anfang an damit vertraut gemacht, dass Lady Bird außergewöhnlich ist und sie eine eigene Weise hat, an bestimmte Situationen heranzugehen. Sie ist rebellisch, zynisch und oftmals unorganisiert, aber wenn es drauf ankommt, scheint sie eine nachdenkliche Person zu sein, die von ihrem Alltag überfordert ist.

Mit Humor, der einen satirischen Touch hat, führt uns Lady Bird durch ihr Leben. Der Verlauf der Geschichte wird von ruhiger Kameraführung und altmodischer Musik begleitet. Das Coming-of-Age-Drama scheut sich nicht davor, bei den Zuschauern durch peinliche Situationen zwischen den Charakteren und Dialoge, welche sehr fremd rüberkommen, eine unangenehme und komische Atmosphäre zu erzeugen, die den Film individuell macht.

Ich finde die "In meinem Himmel"-Schauspielerin Saoirse Ronan ist zu Recht für den Oscar als beste Hauptdarstellerin nominiert worden, da sie die Rolle von Lady Bird sehr überzeugend verkörpert.  Während des Films habe ich mich häufiger gefragt, wie groß der Anteil an Saoirse Ronan Improvisationen im Film ist, denn von Anfang bis Ende spürt man die Natürlichkeit ihre Rolle.

Einerseits hat sich die Regisseurin Greta Gerwig für einige Szenen und Ereignisse Zeit gelassen, weshalb die Handlungen manchmal ein wenig langatmig wirken. Anderseits wird dieser Filmstil damit ausgeglichen, dass im Laufe der Handlung nie ein Gefühlschaos zwischen den Charakteren entsteht. Die Gefühle von Lady Bird sind immer nachvollziehbar und eindeutig. Für mich persönlich hat genau das, den Film beim Schauen angenehm gemacht.

Lady Bird (2017) ist nicht nur ein Independent Film über das Aufwachsen eines Jugendlichen, sondern auch ein Mutter-Tochter-Drama. Die Mutter von Lady Bird hat eine ganz besondere Rolle für den Ablauf der Geschichte. Man verfolgt zunehmend die Entwicklung der Beziehung zwischen Mutter und Tochter. Fest steht: Bis zur letzten Sekunde fühlt der Zuschauer mit jedem Charakter mit. Definitiv ein Filmtipp!

Wer von euch jetzt Lust bekommen hat, ins Kino zu gehen, der kann sich hier den Trailer anschauen:

Nachdem sowohl “Guardians Of The Galaxy” als auch “Thor: Ragnarok” im letzten Jahr einschlugen wie eine Bombe, setzt Marvel Anfang dieses Jahres statt auf galaktische Helden nun auf einen Helden mit afrikanischem Background. Marvel scheint ein großer Fan von Tieren zu sein (Spiderman, Rocket aus Guardians of the Galaxy, Ant-Man), und so verwundert es nicht, dass nun ein Panther auf die Leinwand geschickt wird.
Als großer Marvel Fan ließ ich es mir natürlich nicht nehmen “ Black Panther” im Kino zu schauen. Durch etliche Instagram Post und durchweg gute Kritiken in den Medien, waren meine Erwartungen hoch und entsprechend hoffnungsvoll setzte ich mich an einem Samstagvormittag ins Kino.

VON FRANCESCA

Plot
Nach dem Tod seines Vater in “The First Avenger: Civil War”, begibt sich T’Challa zurück ins afrikanische Wakanda. Dort muss er sich auf seine Rolle als rechtmäßiger Thronfolger, des höchst fortschrittlichen Staates Wakanda, vorbereiten. Währenddessen bildet sich in den USA gegen ihn ein Komplott, geführt von Erik Killmonger und seinem Komplizen den Waffenschmuggler Klaue. Während Killmonger den Thron erobern möchte, ist Klaue an dem Vibranium aus Wakanda interessiert. Vibranium ist das stärkste und eines der seltensten
Metalle auf der Erde und nur im isolierten Wakanda aufzufinden – gerät es in die falschen Hände könnte es zu einem fatalen Krieg kommen. Um dies zu verhindern sucht T’Challa Hilfe bei dem CIA- Agenten Everett Ross. Unterstützt von Dora und seiner Ex-Freundin Nakia, die Mitglieder einer Kriegerinnentruppe sind, müssen unsere Helden zusammen das idyllische Wakanda vor den Angreifern beschützen.

Nachdem Tokyo Ghoul als Anime-Serie riesige Erfolge feiern konnte, kam nun auch in Deutschland die Realverfilmung des Kult-Animes ins Kino. Als ein „durchwachsenes Spektakel“ ließe sich eine Bewertung des Films wohl in Kurzform formulieren, doch was man tatsächlich von dieser Adaption halten kann, erfahrt ihr hier!

VON FRIEDERIKE

 

Als Animefan ist man stets auf der Hut, wenn es um Realverfilmungen von Animeserien geht. Nach so vielen, kläglich gescheiterten Versuchen, unsere Lieblingscharaktere von Menschen aus Fleisch und Blut nachstellen zu lassen ist Mistrauen natürlich angebracht. Daher dürften einige „Otakus“ überrascht sein, wenn ich ihnen eröffne, dass diese Adaption dem Regisseur Kentarō Hagiwara doch sehr gelungen ist.

 

Aber zuerst zum Plot:

Der Hauptcharakter der Serie ist Ken Kaneki. Er führt ein vollkommen normales Leben im Herzen Tokyos, dessen Unbeschwertheit allerdings ein jähes Ende findet, als er Liz Kamishiro trifft. Liz ist ein Ghul, ernährt sich ausschließlich von Menschenfleisch und scheint weniger an Kens Charakter interessiert zu sein, als an dem, was er auf den Rippen hat.  Das Treffen mit dem ahnungslosen Ken, gerät zu einem Blutbad und endet für Liz schließlich tödlich.

Als der schwer verletzte  Ken daraufhin im Krankenhaus aufwacht, muss er feststellen, dass er Liz’ Organe eingesetzt bekommen hat. Kaneki ist von nun an halb Ghul und halb Mensch, was für ihn jedoch eine sehr drastische Umstellung des Essensplan bedeutet. Nicht dazu in der Lage Menschenfleisch zu essen, versucht er sich an dem für seinen Körper nun ungenießbar gewordene Menschenessen.

Obgleich er dabei kläglich scheitert, begegnet er in diesem Zuge Toka Kirishima, die in dem Ghul-Café „Antik“ arbeitet. Hier trifft Ken auf eine Gemeinschaft von Ghulen, die ihm von nun an helfen mit seiner Situation umzugehen. Und tatsächlich beginnt er zu lernen, seine hybride Existenz immer besser anzunehmen und weiter nachzuvollziehen. Es hätte also alles gut werden können, wären ihm nicht die sogenannten „Tauben“ auf die Spur gekommen. Diese Ermittler von der CCG – der Comission of Counter Ghoul - sind nämlich darauf aus, alle Ghule bis auf den letzten auszulöschen…

 

Eine hervorzuhebende Neu-Umsetzung…

Mit einem wunderbar passenden Cast konnte der Film auf jeden Fall glänzen. Stark an den originalen Figuren orientiert, konnte man jeden Charakter leicht wiedererkennen. Auch die schauspielerische Leistung ließ nicht zu wünschen übrig. Alle Charaktere waren überzeugend und realistisch dargestellt. Dass die weiblichen Charaktere an manchen Stellen vielleicht etwas zu „kawaii“ (japanisch für „süß“) gekichert haben, muss man wohl mit der Realverfilmung in Kauf nehmen – sie versuchen über solche Neuverfilmungen eben immer noch das Anime-Feeling beizubehalten.

Die Animationen waren überraschenderweise auch sehr realistisch. Vor dem Film war man besonders gespannt auf die Umsetzung der „Krallen“ - Information am Rande: Jeder Ghul besitzt eine solche einzigartige Kralle, die ihm im Kampf aus dem Rücken wächst und wie eine zusätzliche Extremität wirkt.- Tatsächlich sahen sie lebendig aus, bewegten sich flüssig und schnell. Dazu waren die Designs und Looks ganz klar aus dem Anime genommen und sahen wie 3D animierte Zeichnungen aus der ursprünglichen Serie aus.

 

…mit kleinen Makeln

Ein Part, den ich wirklich sehr vermisst habe, war die Musik. Der Track des berühmten ersten Openings „Unravel“ wurde gar nicht mit hineingenommen und auch sonst war – bis auf das Lied im Outro – kein Titel bekannt. Das war doch sehr schade, wo „Tokyo Ghoul“ doch auch durch den besonders intensiven Soundtrack viele Fans hinzugewinnen konnte.

Der letzte Punkt zu dem ich kommen möchte ist, dass der Blick auf die Leinwand bei mir doch an mehreren Stellen auch sehr starkes Unwohlsein ausgelöst hat. Ob man das nun bei einem so brutalen Anime wie „Tokyo Ghoul“ hätte voraussehen müssen?  Ich weiß es nicht, aber ich würde sagen, dass der Psycho-Splatter-Teil des Anime den Film doch zu stark geprägt hat.

Natürlich kann man zeigen, wie Ghule ihrer Beute über das blutverschmierte Gesicht lecken, wie ihnen endlos Speichel aus dem Mund läuft und wie Ken Kaneki sich im Versuch Menschennahrung zu essen immerzu übergibt, aber man sollte auch nicht vergessen, dass das alles nun nicht mehr nur gezeichnet ist, sondern von echten Menschen gespielt wird. Nach solchen – ich muss es nun so unprofessionell formulieren – ekelhaften Szenen war ich nur froh, dass sie die doch sehr anschaulichen Folterszenen vom Ende der ersten Staffel nicht mit hineingenommen haben.

 

Fazit

Am Ende jedoch lässt sich sagen, ist diese Real-Adaption wirklich gelungen, und auch wenn das Produkt dem Anime längst nicht gewachsen ist, kann ich persönlich behaupten, dass es trotz leichter Übelkeit hier und dort, wirklich Spaß gemacht hat. Überzeugende Charaktere wurden begleitet von guten Bildern und damit einhergehender hoher filmischer Qualität – und seien wir ehrlich: Wir sprechen hier immer noch über „Tokyo Ghoul“, den wahrscheinlich erfolgreichsten Splatter-Anime bisher. Da sollte man ein bisschen mehr Blut durchaus verkraften können.

Du willst mehr über die Anime Nights erfahren? Dann schau hier!

 

 

 

VON KAJA

Und ein weiterer Film, der die Geschichte oder mehr einen Ausschnitt aus dem Leben eines bekannten Schriftstellers in den Fokus setzt.

Wie man anhand des Titels schon erkennen könnte, erzählt UNGA ASTRID die Geschichte der jungen Astrid Lindgreen, damals noch Astrid Ericsson, und ihrer Schwangerschaft als junge Frau.

Astrid Lindgreen sollte für alle von euch eigentlich ein Begriff sein, aber wer nicht sicher weiß, von wem ich spreche: Astrid Lindgreen gilt als eine der erfolgreichsten Kinder- und Jugendschriftstellerinnen und ihre Bücher wurden in über 20 Sprachen übersetzt. Sie ist die "Mutter" von Pipi Langstrumpf, Ronja Räubertochter, Karlsson vom Dach oder den Kindern von Bullerbü. Wer also noch nie mit einer dieser Geschichten in Berührung gekommen ist, der sollte mal ein ernstes Wörtchen mit seinen Eltern reden, wieso diese einem solch tolle Geschichten vorenthalten haben.

Aus dem vorangegangenen sollte klargeworden sein, dass ich Astrid Lindgreen besonders aus meiner Kindheit kannte, ich ihre Geschichten mochte, ich mich allerdings noch nie so wirklich mit ihrem Leben oder gar Gründen befasst habe, wieso ihre Geschichten so ansprechend für Kinder sind. UNGA ASTRID hat mir einige dieser Fragen beantwortet.

Astrid Ericsson, zweite Kind von Samuel August Ericsson und Hanna Ericsson, geborene Jonsson, kam schon früh mit dem Schreiben und der redaktionellen Arbeit in Berührung. Mit 16 Jahren bekam sie eine Stelle in der Zeitungsstelle im Nebenort und schrieb ab diesem Alter eigene Texte, zunächst eher Nachrufe und Berichte, doch sie sagte selbst von sich, dass sie schon immer gut im Geschichten erzählen war. Mit 18 Jahren wurde sie dann schwanger und gab das Kind nach der Geburt zunächst zu einer Pflegemutter, bis diese einige Jahre später schwer krank wurde und sich nicht mehr um Lars, genannt Lasse, kümmern konnte.

Der Film von Pernille Fischer Christensen beleuchtet eben diesen Abschnitt aus Lindgreens Leben oder besser, er nimmt ihn als Vorlage und ändert die Geschehnisse ein wenig ab. Und falls nun einer von euch denkt ich hätte den kompletten Film verraten bzw. gespoilert, dem sollte gesagt sein, dass man die Lebensgeschichte der Kinderbuchschriftstellerin, nach einer kurzen Suchanfrage bei Google, bestens lesen kann.

Mich hat UNGA ASTRID nicht nur gerührt, bewegt und wie eine warme Umarmung anfühlen lassen, sondern er hat mir auch mögliche Ansätze einer Antwort auf die Frage geliefert, wieso Lindgreens Bücher so gut sind. Auf der einen Seite musste sie, als sie mit 18 Jahren schwanger wurde, schnell erwachsen werden und konnte somit ihre Kindheit nicht fortführen, solange sie sollte, auf der anderen Seite hatte sie dementsprechend schon früh ein Kind, dem sie Geschichten erzählen konnte und musste. Lasse blieb zudem nicht ihr einziges Kind, weswegen sie beim Schreiben ihrer Geschichten vermutlich an ihre Kinder gedacht hat und dass sie so früh Mutter geworden ist, spielt wohl auch in die Tatsache mit hinein, dass Astrid Lindgreen nie ganz aufgehört hat Kind zu sein.

 

Sektion: Berlinale Specials
Land: Schweden, Deutschland, Dänemark
Regisseur: Pernille Fischer Christensen
Länge: 123 Minuten

Hier könnt ihr euch einen Filmausschnitt anschauen!

 

Hey Leute!  Ich  bin der jup! FSJler Kai.  Vor meinem FSJ habe ich als Ehrenamtlicher bei jup! Berlin gearbeitet. Als ich dann die Möglichkeit bekam, mein FSJ bei jup! Berlin zu machen, habe ich sofort Ja gesagt.  Was ich in den letzten Wochen erlebt habe, erfahrt ihr hier!

VON KAI
 

Videoformat „(D)ein FSJ…“

Das erste Video ist nun endlich online! Das Projekt „(D)ein FSJ...“ ist gestartet! Wie Janik im letzten FSJ Bericht geschildert hat, haben wir eine neue Rubrik ins Leben gerufen. Dabei wollen wir die FSJler*innen zum einem filmisch durch ihren Alltag begleiten und zum anderen haben wir vor, ihnen Fragen zu ihrem Freiwilligenjahr zu stellen! Unser Ziel ist es, jungen Menschen, die gern ein FSJ machen möchten, einen besseren Überblick über die Einsatzstellen zu geben. Schaut es euch an und bald gibt es mehr davon!

 

 

Der dritte Film des Marvel-Helden Thor ist jetzt auf BluRay und DVD erhältlich. Mit dabei viele andere bekannte Marvel-Größen. Unser Redakteur Olli hat für euch schon einmal in den Film reingeschaut.

VON OLIVER MATTUTAT
 

Im nun mehr dritten Teil der Thor-Reihe aus dem Hause Marvel hat der Gott des Donners (gespielt von Chris Hemsworth) wieder alle Hände voll zu tun. Dabei trifft er auch auf alte Bekannte. 
 

Thor befindet sich zu Anfang des Films gefangen in der Höhle von einem drachenartigen Feuerdämon, der davon besessen ist, Asgard zu zerstören. Thor kann sich befreien und die Gefahr abwenden. Doch der nächste Rückschlag lässt nicht lange auf sich warten. Thors Vater Odin, König von Asgard (gespielt von Anthony Hopkins), ist noch nicht wieder zurück auf seinem Planeten. Zusammen mit seinem, meist bösen, Bruder Loki (gespielt von Tom Hiddleston) begibt sich Thor auf die Erde, um seinen Vater zu finden. Dabei treffen sie auf Doctor Strange (gespielt von Benedict Cumberbatch), der Loki als Gefahr für die Erde sieht. Dennoch zeigt er beiden, wo ihr Vater ist. Doch kurz nachdem sie ihn finden und mit ihm sprechen, stirbt Odin. Kurz darauf erscheint die Todesgöttin Hela (gespielt von Cate Blanchett), die gleichzeitig auch die Schwester von Thor und Loki ist. Sie ist festentschlossen, ihren Platz als Königin von Asgard einzunehmen und den Kriegszug, den sie vor vielen Jahren mal mit ihrem Vater führte, wieder aufleben zu lassen. In der Folge kommt Thor auf einen für ihn fremden Planeten. Dort trifft er auf alte Bekannte und neue Gestalten.

Der Hauptdarsteller Chris Hemsworth beschreibt den neuen Teil so: “Wir haben hier einen recht ungewöhnlichen und einzigartigen Film auf die Beine gestellt - mit einer Geschichte, die für sich steht. Er hat den Königstitel von Asgard ausgeschlagen und auf der Erde gelebt. Weil aber die Erde nun einmal nicht seine Heimat ist, passt er in dieses neue Leben nicht wirklich hinein. Deshalb verlässt er die Erde, sucht nach Antworten und entdeckt auf seiner Reise durch dir außerirdischen Reiche überall Chaos.“

Ein bildgewaltiges Spektakel mit sehr viel Action und Humor. Dabei gelingt Marvel für meinen Geschmack wieder mal der Tanz auf der Rasierklinge. Denn einige Gags wiederholen die Macher und irgendwann dachte ich mir: „Noch einmal und der Witz ist über.“ Genau dann ließen sie es auch sein. Über zwei Stunden wurde ich bestens unterhalten. Für mich einer der besten Marvel-Filme, die ich bis jetzt gesehen habe.

Wie es am Ende ausgeht und ob Thor Hela und Ragnarok aufhalten kann, erfahrt ihr ab sofort auf DVD und BluRay.