Film

VON KAJA

Ein weiterer Film aus der Wettbewerbs-Kategorie, der sich einem zehnjährigen Mädchen widmet, das erfährt, dass die Frau, die sie für ihre Mutter gehalten hat, nicht ihre leibliche Mutter ist. Ein Film darüber, wer eine bessere Mutter ist: die leibliche Mutter des Kindes, die mehr Wert auf Alkohol und Liebeleien legt und sich nie für ihre Tochter interessiert hat, oder die Frau, die das Mädchen zehn Jahre ihres Lebens als ihre Mutter angesehen hat und die sich sehr um sie sorgt.

Vittoria, so heißt das Mädchen, sieht sich mit zwei Vorbildern konfrontiert und muss sich entscheiden, wem sie nacheifern will.

Sara Casu, die trotz ihres jungen Alters schon sehr erwachsen wirkt und in FIGLIA MIA das junge Mädchen Vittoria verkörpert, spielt diese Rolle wirklich sehr gut und überzeugend. Sie leiht einer Figur ihr Gesicht, die so zerbrechlich und so stark zugleich ist. Und in dergleichen Weise inszeniert die Regisseurin Laura Bispuri das Dreiecksverhältnis von Vittoria, Tina und Angelica. Diese Beziehung ist sensibel, aber dennoch ausdrucksstark. Der Film ist mittreißend und emotional und der Zuschauer wird selbst vor die Frage gestellt, welche der zwei Frauen Vittoria das Leben bieten kann, das sie auf der einen Seite will und auf der anderen Seite braucht.

Sektion: Wettbewerb
Land: Italien, Deutschland, Schweiz
Regisseur: Laura Bispuri
Länge: 100 Minuten

 

Hier der Trailer:
(Bildquelle: © Vivo film / Colorado Film / Match Factory Productions / Bord Cadre Films)

Eva

VON KAJA

Benoit Jacquot verfilmt den Roman "Eve" des britischen Schriftstellers James Hadley Chase von 1945 über 50 Jahre nach Joseph Losey erneut und inszeniert die Prostituierte Eva in seinem Film als vielschichtige Figur. Der Film läuft im Wettbewerb und wetteifert somit mit Filmen wie "TRANSIT" oder "ISLE OF DOGS" um einen goldenen Bären der internationalen Jury.

Eva, sie ist professionelle Prostituierte, er ist Schriftsteller, aber auch nicht wirklich. Er klaute sein Ansehen, sie erarbeitete es sich.

Als eines Abends Bernard überraschend Zeuge des Todes eines vergreisten Schriftstellers wird, handelt Bernard schnell, schnappt sich das fertig geschriebene Manuskript dieses vergreisten Schriftstellers und lässt es unter seinem Namen aufführen. Es wird ein voller Erfolg, doch die Welt will mehr vom Ausnahmetalent Bernard lesen. Zufällig trifft er Eva, die er zu seiner neuen Muse auserkehrt. Eine bizarre "Liebes"-Geschichte beginnt.

Sowohl Eva, als auch Bernard, der vermeintlich talentierte Schriftsteller, werden als Figuren dargestellt, die man in bestimmten Momenten lieben und mit ihnen sympathisiert und in anderen Momenten verabscheut und man sich fragt, wie man so jemanden jemals gut finden konnte. Der Thriller-Touch, den der Film (angeblich) haben soll, blieb für mich irgendwie versteckt. Außer bedrohlicher Musik und ein paar emotionalen Ausrastern seitens Bernard, hat dieser Film für mich nicht viel von einem Thriller. Der Film ist trotzdem nicht schlecht, auch wenn er sich zum Ende hin ziemlich zieht und ich mir mehrfach gedacht habe, dass dies das Ende gewesen sein muss und immer noch eine Szene mehr kam. Immer ein Ausschnitt mehr aus den Leben der zwei Protagonisten nach ihrer Begegnung. Immer ein Moment mehr, den der Film noch zeigen will und der für mich übrflüssig war, denn im Prinzip sollten alle Szenen das Gleiche ausdrücken!

 

Sektion: Wettbewerb
Land: Frankreich, Belgien
Regisseur: Benoit Jacquot
Länge: 102 Minuten

VON KAJA

Wir befinden uns Ende des 19. Jahrhunderts in Frankreich und hören die Geschichte eines gescheiterten Schriftstellers, der seiner Liebe zu Männern nachging und dafür zwei Jahre Zuchthaus (ähnlich wie ein Gefängnis) erhielt.

Dieser Schriftsteller, den der Film in den Fokus setzt, ist Oscar Wilde. Oscar Wilde war in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein sehr angesehener Mann und schrieb Werke wie "Das Bildnis des Dorian Gray", "Lady Windermeres Fächer" und "Der glückliche Prinz und andere Märchen", welches  - ganz offensichtlich - der namensgebend für diesen Film war. Vielleicht habt ihr von denen schon einmal etwas im Englisch-Unterricht gehört.

Oscars Problem ist, dass damals gleichgeschlechtliche Liebe verboten und somit nicht angesehen war. Vor seiner Verurteilung war er ein gefeierter Mann und nach seinem Aufenthalt im Zuchthaus durfte er seine Söhne nicht mehr sehen, er wurde beschimpft, bespuckt und bedroht. Und das alles nur, weil er eine einvernehmliche (!) Beziehung zu einem Mann hatte.

Das biographical picture (kurz: Biopic), so nennt man einen Film, der die Geschichte einer berühmten Persönlichkeit als Spielfilm erzählt, über Oscar Wilde ist emotional, mitreißend und schön anzusehen. Man lernt nicht nur das Leben des berühmten Schriftstellers kennen, sondern erhält ebenfalls einen Einblick in das Leben von homosexuellen Männern zu dieser Zeit.

 

Sektion: Berlinale Specials
Land: Deutschland, Belgien, Italien
Regisseur: Rupert Everett
Länge: 105 Minuten

Hier könnt ihr euch den Trailer anschauen!

Ein deutscher Film fast ohne Budget – kann der gut werden?

VON KAJA

Das dachten sich sicherlich viele Kritiker, doch ich kann euch sagen: Er ist gut!
Der neue Film des Regisseurs Philipp Eichholtz erzählt die Geschichte von Charlie, einer jungen Frau, Mitte/Ende zwanzig aus Berlin. Sie ist Grundschullehrerin und lebt in einer Langzeitbeziehung. Er will Kinder, sie will Abenteuer. Das lässt sich nicht miteinader vereinen, wie ihr euch vielleicht denken könnt.
Der Film begleitet also Charlie in ihrem alltäglichen Leben und bei ihrer Reise hin zu sich selbst. Immer mit der Frage im Kopf: Was will ICH?
Charlie, die von Victoria Schulz verkörpert wird, wirkt von Anfang an sympathisch auf mich. Sie ist schusselig, liebenswürdig, chaotisch und lebensfroh. Sie liebt ihre Oma über alles und merkt zunehmend, dass ihr Freund andere Vorstellungen von der Zukunft hat als sie selbst.
Der Film kann nicht nur mit überzeugenden Schauspieler*innen und einer interessanten Geschichte herhalten, sondern er ist auch sehr schön inszeniert, was wiederum mein angehendes Filmwissenschaftlerinnen Herz aufgehen lässt. Ich glaube, was mich persönlich am meisten an diesem Film begeistert, ist, dass ich mit meinen fast 20 Jahren, mich sehr gut mit Charlie identifizieren kann. Genau so, wie der Film Charlie darstellt und ihre Geschichte sich entwickeln lässt, stelle ich mir mein Leben in acht Jahren vor. Man hat ein abgeschlossenes Studium, arbeitet in einem Beruf, den man liebt und befindet sich in einer Langzeitbeziehung. Man ist mit Mitte/Ende zwanzig in einem Alter, in dem man kurz davor steht, richtig erwachsen zu werden und eine Familie zu gründen. Gleichzeitig möchte man die Freiheiten, die man ohne Kinder hat, ausnutzen. Noch einmal richtig was erleben, bevor man sesshaft wird. Jeder Mensch hat seinen eigenen Rhythmus, in dem er Erwachsen wird und jeder Mensch hat seine eigenen Bedürfnisse. Wie das bei mir aussehen wird, kann ich nun noch nicht sagen, aber in sechs bis acht Jahren werde ich es wissen und wer Lust auf einen mitreißenden Film über das Erwachsen- und Sesshaftwerden sehen will, der sollte sich defintiv  RÜCKENWIND VON VORN ansehen.

 

Sektion: Perspektive Deutsches Kino
Regisseur: Philipp Eichholtz
Land: Deutschland
Länge: 77 min

 

Hier der Trailer zum Film:

 

Am 22. Februar kommt der deutsche Horror in die Kinos! Kaja und Kai aus der jup!-Redaktion durften vorab Freshtorge, Nilam Farooq und Tim Oliver Schultz interviewen. Freut euch drauf! Ein Horrofilm, der den deutschen Horror wieder groß macht!

 

Hier das Interview mit Freshtorge:

Berlinale – Stars, Sternchen und großes Kino

Die Berlinale ist DAS große Event in Deutschland, wenn es um Filme und Stars geht. Und auch weltweit ist sie eines der bedeutendsten Ereignisse der Filmbranche.
Dieses Jahr fanden die Internationalen Filmfestspiele Berlin (kurz: Berlinale) bereits zum 68. Mal statt – vom 15. bis 25. Februar 2018. Jahr für Jahr werden rund 300.000 Tickets an das Publikum verkauft. Nicht nur am Berlinale Palast am Potsdamer Platz, sondern auch an anderen Orten in Berlin waren die Kinos voll und die Menschen im Filmfieber!

Auch 2018 wies das Festival etliche Unterkategorien auf, die jede für sich genommen ein eigenes kleines Festival darstellen. Kinoliebhaber konnten aus 400 Filmen aller Genres und Formate wählen: Zum einen gab es die Wettbewerbsfilme und Berlinale Classics, zum anderen Independent und Arthouse im Panorama, außerdem besonderes Kino speziell für ein junges Publikum in der Sektion Generation, Neuentdeckungen aus der deutschen Filmlandschaft in der Perspektive Deutsches Kino, die Berlinale Shorts, Kulinarisches Kino und mehr.

Eröffnet wurde das Filmfestival 2018 durch Wes Andersons Animationsfilm Isle of Dogs – Ataris Reise. Der Film feierte am 15. Februar im Berlinale Palast Weltpremiere.
Präsident der Jury war der deutsche Regisseur, Produzent und Drehbuchautor Tom Tykwer. Die Jury vergibt alljährlich insgesamt acht Preise, darunter den goldenen Bären für den Besten Film und die silbernen Bären für die beste Darstellerin und den besten Darsteller. Alle Gewinner*innen könnt ihr hier nachlesen.

Auch die jup!-Redaktion war für euch auf der Berlinale und hielt euch mit Filmrezensionen und den neuesten Facts über die Stars auf dem Laufenden. Unter dem Hashtag #Berlinale2018 findet ihr alle Festivalberichte, Filmrezensionen und alles weitere Wichtige zu Deutschlands größtem Filmevent!

 

Hier die erste FILM FEEDBACK FOLGE im Jahr 2018! Ich wünsche euch viel Spaß!

VON KAJA

 

Aktueller Film

The Greatest Showman
(USA 2018, R: Michael Gracey, FSK 6)

Als P.T. Barnum (Hugh Jackman) seine Arbeit verliert, haben er und seine Frau Charity (Michelle Williams) Angst um ihre Existenz. Doch dann hat der zweifache Vater Barnum eine Geschäftsidee: Er gründet ein Kuriositätenkabinett. Dafür stellt er unter anderem eine bärtige Frau und einen kleinwüchsigen Mann an. Doch er will seinen zahlenden Gästen nicht nur Kurioses bieten, sondern auch eine atemberaubende Show mit Akrobat*innen großartigen Tänzer*innen. Doch auch die High Society möchte er mit seinem Zirkus beeindrucken.  Deshalb tut er sich mit dem seriösen Theatermacher Phillip Carlyle (Zac Efron) zusammen. Als er bei einer königlichen Audienz der schwedischen Opernsängerin Jenny Lind (Rebecca Ferguson) begegnet, sieht er seine Chance gekommen, auch bei der Oberschicht und der Kunstszene ernst genommen zu werden und geht mit Jenny auf Amerika-Tournee.

Mit Schauspielern wie Hugh Jackman, Michelle Williams, Zac Efron und Zendaya bietet der Film eine Großzahl an bekannten und beliebten Schauspieler der letzten Jahre, die auch in diesem Film einen tollen Job machen, wodurch überzeugend emotionale Szenen entstehen.

Eine besondere Hürde hatte Zendaya zu meistern, die für den Film das "Fliegen" lernen musste. Sie verkörpert eine Trapezkünstlerin, die in P.T. Barnums Zirkus zusammen mit ihrem Bruder auftritt. In einem Interview sagte sie, dass sie sich vor Beginn der Dreharbeiten auf die Tanzeinlagen und das Erlernen der Choreografie gefreut hatte, bis sie dann erfuhr, dass sie bei den meisten dieser Szenen in der Luft sei.

Sie ist über diese "Enttäuschung" anscheinend schnell hinweg gekommen, denn im Film sieht man nicht, dass das ihr erstes Mal war, dass sie an einem Trapez gehangen hat. Auch Zac Efron erzählte der Presse, dass sie bei ihrem ersten Aufeinandertreffen am Trapez hing und er sie zunächst für eine professionelle Trapezkünstlerin gehalten hat.

Zac Efron für seinen Teil, verkörpert, wie schon häufiger in den letzten Jahren, einen reichen Geschäftsmann, der erst überredet werden muss, sich der Organisation des Zirkus anzuschließen und Teilhaber zu werden. Damit will ich nicht sagen, dass Zac Efron in den letzten Jahren nur Geschäftsmänner gespielt hat, die dem Zirkus beitreten, sondern viel mehr, dass er, wohl in Folge seiner High School Musical-Zeit, in letzter Zeit immer häufiger als anfänglicher Fiesling zu sehen ist, der im Laufe des Films seine gute Seite entdeckt, so wie beispielsweise in Baywatch, wobei er da sein Macho-Gehabe auch nie ganz ablegen kann.

Die Musik wurde übrigens von den Oscar Gewinnern Benj Pasek und Justin Paul geschrieben, die ihren Oscar für die Musik von „La la Land“ im letzten Jahr gewannen.

Für mich ist The Greatest Showman eine perfekte Mischung aus Moulin Rouge (2001) und Freaks (1932). Es ist das Zusammenführen von ausgeschlossenen Menschen der Gesellschaft, die in Barnums Zirkus ein Zuhause bzw. eine Familie finden. Untermalt wird diese Geschichte der Gründung des ersten Zirkus` mit musicalähnlicher Musik.

Der Film erzählt die wahre Geschichte des Unternehmers P.T. Barnums, der Anfang des 19. Jahrhunderts seinen Zirkus gründete und somit eine neue Form des Entertainments einführte.   

 

Also, wer von euch ein Fan von Moulin Rouge (2001), Big Fish (2003) oder Freaks (1932) ist, oder einfach gute Laune machende Musicalfilme mag, der sollte sich The Greatest Showman auf jeden Fall im Kino anschauen und das bunte Musikspiel des Films auf der großen Leinwand genießen. 

Es ist schon wieder Weihnachts- und Adventszeit und weil man sich auch super mit Filmen auf die schönste Zeit im Jahr vorbereitet kann, bringt euch der jup! Adventskalender heute eine neue Film-Feedback Folge, die sich komplett Weihnachtsfilmen widmet.

 

VON KAJA

 

 

Ein Klassiker

Eine Weihnachtsgeschichte

(US 1997, R: Stan Phillips, FSK 0)

 

Wer kennt sie nicht, die gute alte Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens, die schon etliche Male in den verschiedensten Versionen vertont und verfilmt wurde. Und genau deswegen darf ein Film, der die Geschichte des knauserigen Geldverleihers Ebenezer Scrooge, einem alten, grantigen Geizhals, der in einer einzigen Nacht Besuch von drei Geistern erhält, die ihm helfen, sein Leben zu ändern, behandelt, nicht fehlen.

Ich habe mir in Erinnerung an meine Kindheit die Zeichentrick Version von 1997 angesehen, da genau diese Version um Weihnachten herum meist auf Super RTL lief. Wem die Disney Version von 2010 oder die Barbie Verfilmung lieber ist, der kann sich selbstverständlich auch diese Versionen anschauen. Im Prinzip geht es ja nur um die Weihnachtsgeschichte von Dickens, die zu den Klassikern unter den Weihnachtslektüren zählt.

Als ich den Film dieses Jahr, nach längerem mal wieder gesehen habe, sind mir ein paar Sachen aufgefallen, über die ich mir als Kind keine Gedanken gemacht habe bzw. Dinge, die mich als Kind noch nicht so gestört haben, wie sie es jetzt tun. Mir fiel beispielsweise auf, dass sowohl die „Animation“ als auch die Synchronfassung nicht besonders herausragend waren. Natürlich kann man von einem Film, der erstmalig 1997 ausgestrahlt wurde, keine High End Technik erwarten, jedoch jedoch haben diese zwei Faktoren meine Freude am Film teils ein wenig geschmälert. Ebenso fand ich die Gesangseinlagen etwas gewöhnungsbedürftig. Jedoch lag es nicht daran, dass die Menschen plötzlich anfingen zu singen, sondern viel mehr die Interpretation bzw. die Stimmhöhe haben mich gestört. Ich persönlich mag hohe bis sehr hohe Frauenstimmen einfach nicht, weswegen ich beispielsweise selten bzw. gar nicht in die Oper gehe. Wessen Musikgeschmack das trifft, der wird sicherlich Freude an diesen Liedern finden.

Ich mag die Weihnachtsgeschichte so besonders gerne, da sie zeigt, dass nicht jeder Mensch schlecht handelt, weil es ihm Spaß macht, sondern, dass oftmals tiefgründige Gedanken und Erfahrungen zu dieser Handlung führen.

Außerdem vermittelt mir dieser Film oder viel mehr die Geschichte immer ein Gefühl von Weihnachten, Zusammensein und erwärmt mein Herz. Er zeigt auf, was wirklich wichtig an Weihnachten ist, nämlich das Zusammenkommen als Familie oder mit den Freunden und das Genießen der gemeinsamen Zeit.

 

Wen jetzt das Weihnachtsfieber genauso wie mich gepackt hat, der kann sich den kompletten Film jetzt hier auf Youtube anschauen:

https://youtu.be/GfnP5EOyCIQ

 

Aktueller Film

Bad Moms 2 – A Bad Moms Christmas 

(US/CHN 2017, R: Scott Moore, Jon Lucas, FSK 12)

 

Es ist Weihnachten und die Bad Moms sind zurück. Und dieses Mal bekommen sie Unterstützung von ihren Müttern, die teilweise überraschend über die Feiertage vorbei kommen.

Im Vordergrund stehen natürlich wieder Amy, Kiki und Carla, die man bereits aus dem ersten Teil kennt, und die Probleme, mit denen sie zwischen Weihnachtsstress und Familienbesuch, umgehen müssen.

Jede Mutter ist verschieden und das zeigt auch BAD MOMS 2 sehr gut, denn jede Mutter der drei Protagonistinnen bringt ihr eigenes Problem in den Film. Amys Mutter ist viel zu anspruchsvoll und vermittelt Amy häufig das Gefühl, dass sie keine gute Mutter sei beziehungsweise sich nicht genug anstrenge, um ihre Kinder glücklich zu machen. Kikis Mom hingegen führt eine sehr enge Beziehung zu ihrer Tochter, was diese zunehmend anstrengend und einengend findet und Carla würde sich wünschen, dass ihre Mutter nicht immer nur vorbei käme, wenn sie in Geldnot ist.

So zeigt dieses Sequel – die Fortsetzung eines Films -  ein weiteres Mal die Vorzüge und Nachteile am Muttersein auf und schafft es mit Witz und Charme einen schönen Film auf die Leinwand zu bringen. Natürlich gibt es ebenfalls ernste Momente, besonders, wenn es am Ende um die Beweggründe für ihr teils seltsames Verhalten der drei Großmütter geht, doch das erzeugt eine interessante Mischung.

Die FSK von 12 Jahren erscheint ebenfalls angemessen, da der Film Witze für Klein und Groß parat hat und die angedeutete Haarentfernung von männlichen Weichteilen, wohl eher nichts für Kinderaugen ist.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der zweite Teil von Bad Moms seinem Vorgänger in nichts nachsteht und dieser Film einen etwas anderen Ansatz als Weihnachtsfilm bietet.

Wer also genug von den klassischen Weihnachtsfilmen und mal wieder mit seiner Mutter ins Kino gehen möchte, dem kann man BAD MOMS 2 nur ans Herz legen.

2018 hat gerade erst begonnen und schon kündigen sich die ersten Events an. KAZÉ bietet uns dieses Jahr die geballte Ladung Japan mit den neusten Anime- und Realverfilmungen aus dem Osten. Mit den KAZÉ ANIME NIGHTS (immer am letzten Dienstag eines Monats) und KAZÉ Movie Asia Nights (immer am ersten Freitag eines Monats) kommen alle Anime- und Manga-Fans auf ihre Kosten. Auch in Berlin machen zahlreiche Kinos mit (CineStar, CineMaxX, Uci etc.).  Doch welche Filme gibt es zu sehen?

 

VON ALINA

 

Die Asia Nights

Den Anfang mach am 2. Februar „Tokyo Ghoul“. Die Realverfilmung der bekannten Manga- und Anime-Reihe wird von den Fans bereits sehnsüchtig erwartet. Die Hoffnungen sind groß und obwohl die meisen Realverfilmungen von Anime in den letzten Jahren nicht wirklich begeisterten, so ist man doch froh, dass auch ein Japaner die Regie übernommen hat und man glaubt fest daran, dass dieser Film genauso dunkel, blutig und furchteinflößend wird, wie Manga und Anime es vorsehen.

Als nächstes kann man am 2. März den Film „The Virgin Psychics“. Ein Masturbierunfall, bei dem kosmische Strahlung im Spiel ist, verwandelt Teenager Yoshiro in einen Superhelden. Dieser Film verspricht Humor und Anzüglichkeiten und ist ein absolutes Muss für Ecchi-Fans.

Am 6. April folgt der vielversprechende Film „100 Yen Love“. Dabei wird die 32-jährige Faulenzerin Ichicko nach ihrem Rauswurf gezwungen, in einem 100-Yen-Laden ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Dort verliebt sie sich dann in Boxer Yuji. Er und der Sport, den er praktiziert, geben ihrem Leben einen neuen Sinn. Ein romantischer Film der sicher einiges an Humor und Emotionen zu bieten hat.

An vierter Stelle kommt am 4. Mai „Death Note: Light Up the New World“ ins Kino. Der finale Teil dieser Trilogie verspricht spannend zu werden. Die von Shinsuke Sato produzierte Realfilmreihe ist eine der erfolgreichsten und strotzt nur so von guten Animationen und Schauspielern. Kiras letzter Akt von „göttlicher“ Reinigung wird sicherlich  keinen Fan enttäuschen.

Der Sommer beginnt am 1.Juni mit „Persona non Grata“, einem eher politisch angehauchten Film. Im zweiten Weltkrieg rettet ein japanischer Diplomat über 6000 Juden und gerät dadurch aber selbst in Probleme. Sicherlich ein trauriger Film, der aber auch das Gute in manchen Menschen aufzeigt.

Darauf folgt am 6. Juli „A Day“. Ein sehr guter Arzt muss mitansehen, wie seine Tochter bei einem Unfall stirbt. Doch der Tag wiederholt sich wieder und wieder, ohne dass Jun-young seine Tochter retten kann. Allerdings ist er nicht der Einzige, für den sich der Tag wiederholt. Ein Film, der große Emotionen und ein noch größeres Rätsel verspricht. Warum wiederholt sich dieser Tag? Und wie? Wird Jun-young seine Tochter retten können? Diese und weitere Fragen wird der Film hoffentlich beantworten.

Das Anime-Jahr endet am 3. August mit der Realverfilmung von „Corpse Party“. Dieses blutige Horrorfest auf die Leinwand zu bringen, ist sicher nicht einfach. Eine Gruppe Schüler, ein Ritual. Werden sie es schaffen den Geistern und ihrem eigenen Wahnsinn zu entkommen? Wir werden es sehen.

 

Am 25. Januar 2018 erscheint in Deutschland erstmalig der Film "Wunder" (Original: "Wonder") mit Julia Roberts und Owen Wilson. Doch lohnt es sich überhaupt, für den Film ins Kino zu gehen? Ich kann es euch jetzt schon verraten!

von Hannah

Hauptcharakter des Films ist August Pullman, gespielt vom 11-jährigen Jacob Tremblay. August, genannt "Auggie", ist humorvoll, intelligent und liebenswürdig. Er hat verständnisvolle Eltern und eine ebenso tolle Schwester, dennoch ist er seit seiner Geburt ein Außenseiter. Aufgrund eines Gendefektes ist sein Gesicht nämlich stark entstellt. Erst nach 27 Operationen kann er normal hören und sehen. Dass manche seiner Mitmenschen ihn als Monster bezeichnen, hindert seine Familie daran, ihn auf eine normale Schule gehen zu lassen. Stattdessen wird er zu Hause von seiner Mutter Isabel, dargestellt durch Julia Roberts, unterrichtet.

Als er jedoch zehn Jahre alt wird, entscheiden sich seine Mutter und sein Vater Nate, verkörpert durch Owen Wilson, doch dazu, ihn in eine reguläre Schule zu schicken. Kurz darauf kommt er in die fünfte Klasse an der Beecher Prep School, wo er trotz anfänglicher Schwierigkeiten lernt, sich mit seinem Äußeren zu arrangieren. Sein erster Schultag verläuft furchtbar, trotzdem möchte er sich nicht länger vor der Außenwelt verstecken und gibt alles dafür, endlich als Mensch akzeptiert und nicht länger als Monster gesehen zu werden.