Musik

Diese Woche schaut sich unser Redakteur Olli verschiedenste Produkte aus aller Welt an, von denen sich die meisten über Crowdfunding finanziert haben. 

Strapsen, Lippenstift und Rock´n´ Roll: Alles Dinge die einem zu The Rocky Horror Show einfallen. Wir sollten nicht entäuscht werden - im Gegenteil.

VON ALINA und FRANCESCA

 

Den Film „The Rocky Horror Picture Show“  kennt so gut wie jeder, doch wie sieht es mit den Wurzeln aus? Denn schon zwei Jahre vor dem Film schuf Richard O´Brien das Kult-Musical, von dem lobend behauptet wird es sei laut, anzüglich und verrückt. Doch kann das Wiedererwachen des Top Musicals die Erwartungen der Zuschauer und besonders der Fans erfüllen? Knapp 35 Jahre nach der Premiere von „The Rocky Horror Show“ 1973, geht Richard O´Briens Meisterwerk 2018 erneut auf Tour. Mit dabei - ein vielversprechender Cast. Wir waren also sehr gespannt, als wir des Jahres im Admiralspalast saßen um dieses legendäre Musical zu sehen.

 

Story

Janet und Brad sind ein frisch verlobtes Paar und wollen gemeinsam ihren ehemaligen Lehrer Doktor Scott die gute Nachricht überbringen. Auf dem Weg dahin geraten sie in einen Sturm der zu einer Autopanne führt.
Durchnässt und orientierungslos klopfen sie an die Tür eines unheimlichen Herrenhauses, welche von dem Butler Riff Raff geöffnet wird. Er lädt sie ein herein zu kommen und verkündet, dass sie „in einer sehr besonderen Nacht“ angekommen seien. Der Grund dafür ist das neuste Experiment des Doktor Frank-N-Furter, der nicht nur der Schlossherr sondern auch ein Transvestit ist. Sein Ziel: den perfekten Mann zu erschaffen.
Zwischen Gesang und Tanz verführt er nicht nur Brad sondern auch Janet. Doch Riff Raff und seine Schwester Magenta setzen dem Vergnügen bald ein Ende. Denn sie wollen zurück in die Galaxie Transilvanien auf den Planeten Transexual. Doch zuvor muss noch der grausame Doktor Frank-N-Furter mit einem Plasmastrahl pulverisiert werden. Columbia, eine Verehrerin des Doktors, wirft sich todesmutig vor ihn und opfert ihr Leben für seins. Doch das kann die Geschwister nicht aufhalten und so werden auch der Doktor und seine Schöpfung  getötet. Brad und Janet bereuen, dass sie sich haben verführen lassen und fliehen.

 

 

Lange mussten die Fans von George Ezra auf ein neues Album warten. Jetzt ist es raus und wir haben ihn getroffen und er verspricht den besten George Ezra, den es jemals gab.

VON OLIVER MATTUTAT, 26. März 2018

Vier ganze Jahre hat es gedauert, bis es endlich ein neues Album vom britischen Singer/Songwriter George Ezra veröffentlicht wurde. Nun ist es erhältlich. In der Zeit war George aber mitnichten untätig. Über zwei Jahre stand er auf der Bühne und begeisterte tausende von Menschen. Mir erzählt er im Interview, dass das neue, zweite Album besser ist als das erste. Er habe viel gelernt und sein Songwriting dazu verbessert. Staying At Tamara’s ist der Titel der Platte. Was es damit auf sich hat, erfahrt ihr weiter unten im Interview.
Elf neue Songs gibt es knapp 40 Minuten lang auf die Ohren. Der erste Song zeigt auch gleich auf, wohin die Reise gehen soll. Pretty Shining People Ist ein Gute-Laune-Song, den man immer wieder hören kann. Das macht die Platte im Weiteren aus. Viele Songs, bei denen gute Laune versprüht wird und man einfach mal nicht nachdenkt, sondern sich einfach mal treiben lassen kann. Dazwischen gibt es auch ruhigere Titel, die dennoch nicht allzu melancholisch sind. Eins davon ist Hold My Girl. Der Song ist sehr persönlich. Es beschreibt, dass es im Leben oft zu viel Arbeit und Stress gibt, aber viel zu wenig Zeit für die Liebsten.
Das Album macht einfach Spaß. Es lässt den Alltagsstress hinter sich. Eine absolute Hörempfehlung. Mein persönlicher Lieblingssong ist: Shotgun.

Am 9. April kommt George nach Berlin und spielt im Neuköllner Huxley’s. Das Konzert ist aber schon ausverkauft. Aber keine Angst, wer George mal live erleben möchte, bekommt dieses Jahr in Berlin nochmal die Möglichkeit. Am 19.10. ist er in der neuen Verti Music Hall, die gerade noch in der Nähe der Mercedes-Benz-Arena gebaut wird, auf der Bühne.

Was George sonst noch über Berlin, seinen Erfolg und das Album zu erzählen hat, könnt ihr in unserem Interview nachlesen. Wir haben den britischen Sänger nämlich schon vor Release treffen können:

 

jup! Berlin: Wenn Du Berlin mit einem Lied beschreiben müsstest, welches wäre das?

George Ezra: Da muss ich überlegen. (überlegt.) Etwas Cooles, was in einer guten Weise gleichzeitig ein wenig dreckig ist. Ein sexy Song.

Und wenn Du eins von Deinen Liedern wählen müsstest?

Dann würde ich den Song Saviour von meiner neuen Platte wählen.

Dein erste Album war ein überragender Erfolg. Hat Dich das überrascht?

Ja, ich war sehr überrascht auf eine gute Art und Weise. Ich hätte nicht gedacht, dass es so gut klappen würde. Ich musste mich dann erstmal an den neuen, stressigen Tagesablauf gewöhnen. Ich bereue, dass ich das aber nicht so genossen habe. Das versuche ich jetzt, mehr zu tun.

Budapest war dein größter Hit. Was verbindest Du mit ihm?

Budapest ist für mich viel mehr als ein Song. Durch ihn ist erst alles möglich geworden, was passiert ist. Durch den Song bin ich in Länder gekommen, in die ich sonst nicht gekommen wäre und ich habe vor tausenden von Leuten gespielt.

Du warst fast zwei Jahre auf Tour. Was magst Du da am meisten?

Auf Toursein und Auftreten ist zwar manchmal nervig, aber es macht einen auch süchtig. Es ist ein lustiges Dasein.

Du wirkst auf mich so bodenständig. Wie machst Du das? Ich kann mir vorstellen, dass man da auch schon mal abheben könnte.

Es sind zwei verschiedene Dinge. Ich, wie ich hier sitze und mit dir spreche, bin ich. Aber auf der Bühne bin ich zwar immer noch ich, aber ich denke nicht: „Die sind alle für mich gekommen, weil ich so großartig bin.“ Ich denke vielmehr: „Oh man, das sind aber viele Leute.“

Was können wir von Deinem neuen Album erwarten?

Ich mag mein erstes Album immer noch, aber ich glaube das hier ist besser. Aber nur, weil ich glaube, dass ich viel dazugelernt haben. Es gibt Songs übers Ausbrechen und Träumen.

Was hat es mit dem Titel „Staying at Tamara’s“ auf sich?

Ich habe es nicht wirklich hinbekommen, neue Lieder zu schreiben, als ich Zuhause war. So habe ich mich selbst aus meiner Comfortzone begeben. Ich buchte mir einen Flug nach Barcelona. Ich nahm mir aber kein Hotel, sondern lebte bei und mit jemandem Fremdes. Das war Tamara. Es war großartig. Alle ihre Freunde waren Künstler und Designer. Ich habe bisschen runtergefahren. Einen ganzen Monat wohnte ich da. Wenn ich unterwegs bin, mache ich mir ständig Notizen und daraus schreibe ich Zuhause dann die Lieder.

Hast Du einen Lieblingssong?

Ja! Ich mag zwar alle Lieder, sonst hätten sie es nicht aufs Album geschafft, aber am meisten mag ich Hold My Girl, weil der mir sehr nah ist.

Viele Lieder klingen sehr optimistisch und glücklich. Bist du ein glücklicher Optimist?

Ein Optimist bin ich nicht wirklich, aber ich bin sehr glücklich.

Glaubst Du, dass Deine Musik auch ein Gegenpolin diesen hektischen Zeiten mit Brexit, Donald Trump & Co sein kann?

Auf jeden Fall. Ich glaube nicht, dass es die Antwort auf alles ist, aber ich denke, dass die Leute dadurch sich ein wenig ablenken können und nicht so viel über die negativen Dinge nachdenken.

Am 9. April stehst Du in Berlin auf der Bühne. Was können wir erwarten?

Es wird besser denn je. Es sind sieben Leute auf der Bühne. Unter anderem gibt es Trompeten, Schlagzeug und Keyboard. Es wird eine große Party. Ich sage der Band: „Das Wichtigste ist, dass ihr Spaß auf der Bühne habt. Es ist egal, ob ihr mal eine falsche Note spielt, solange ihr Spaß habt.“ Es ist für das Publikum auch einfacher Party zu machen, wenn wir das auch auf der Bühne machen.

Danke sehr für das Gespräch und viel Spaß bei der Tour!
 

Musik schaffen, die nicht nur für eine Zielgruppe bestimmt ist, sondern die jeder von 3 bis 93 hören kann? „The Trouble Notes“ reisen seit drei Jahren durch die Welt und verarbeiten ihre Eindrücke in charakteristischer Akustik-Musik. Die drei Jungs der Band, Bennet Cerven (Violinist), Florian Eisenschmidt (Gitarrist) und Oliver Maguire (Percussionist) nutzen dabei ausschließlich Instrumente - auf Text wird komplett verzichtet. Auf ihrer Deutschland-Tour im Februar und März haben sie auch in Berlin Halt gemacht und konnten im Festsaal Kreuzberg die Zuschauer begeistern. Davor habe ich sie noch zum Interview gebeten, bei dem sie mir erzählten, wie es ist, überall zu Hause zu sein.  

VON SINA

 

Die Lieder eurer EPs „Soundtrack from the Street“ und „Grand Masquerade“ entstanden durch Eindrücke, die ihr auf Reisen gesammelt habt. Auch auf eurem neuen Album „Lose Your Ties“ nehmt ihr den Stil wieder auf. Bei vielen dieser Lieder ist ein klarer Latin-Style zu erkennen. Sind diese Städte diejenigen, die euch am meisten beeindruckt und gefallen haben?

Es stimmt, dass lateinamerikanische Klänge oft in unserer Musik zu hören sind. Unsere Erfahrungen aus Venezuela sind zu hören in „Barquisimeto“, die aus Barcelona in „Catalonia Calling“. Man kann aber schwer sagen, dass uns diese Eindrücke am meisten beeinflussen. Vor allem in den letzten Jahren nehmen wir viel Inspiration aus Paris, Straßburg, Marseille, Florence und Novi Sad. Mit jeder Erfahrung eines Ortes, an dem wir waren, verändert sich unsere Musik ein wenig. Deswegen kann man sagen, dass das Bereisen der vielen verschiedenen Kulturen uns ausmacht.

Wie „schreibt“ ihr eure Lieder? Gibt es da ein bestimmtes Vorgehen?

Unsere Musik dient dazu, die Zuhörer mit auf eine Reise zu nehmen und deshalb entstehen die Songs entweder während wir noch reisen, oder nach einem bestimmten Erlebnis auf der Reise. Ein bestimmtes Vorgehen haben wir dabei nicht, aber oft beginnt es mit einer Melodie, die einem von uns in den Kopf kommt, während wir unterwegs sind. Danach rekonstruieren wir den Stil und den Rhythmus, den wir in der einheimischen Musik verschiedener sozialen Gruppen gehört haben.

VON NUSHIN

Die frischgewordene 19 jährige Newcomerin Madison Beer ist mit 10.7 Millionen Abonnenten auf Instagram ein kleiner Weltstar.
Sie zog 2012 nach Los Angeles und begann dort, mit Hilfe ihrer Familie an ihrer Musikkarriere zu arbeiten.
Den großen Durchbruch verdankt sie Justin Bieber, der auf sie aufmerksam wurde und Videos von ihr teilte. Inzwischen ist sie in den ganzen USA bekannt.

Ihre erste Europatour startete am 11. März in Mailand. Zwei Tage später konnten ich, Janik und Kai das US-Sternchen Madison Beer für jup! vor ihrem Konzert in Berlin Backstage treffen.
Nach dem gelungenen Interview waren ich und die Jungs noch auf dem Konzert von der Amerikanischen Popsängerin.

Die Fans haben gejubelt und mitgesungen und es sah aus, als hätte jede/r der circa 300 Besucher*innen großen Spaß gehabt. Madisonss Playlist bestand aus ihren eigenen Liedern und ein paar Covern. Der „Melodies“-Sängerin war die Nervosität wie ins Gesicht geschrieben. Sie hatte viele Texthänger, war manchmal nicht im richtigen Rhythmus und traf nicht jeden Ton perfekt. Jedoch überspielte sie ihre Patzer lächelnd und ließ sich nicht abbringen, ihrem Publikum eine gute Show zu liefern. Wir hatten eine spannende Zeit und freuen uns, dass wir Madison Beer persönlich kennenlernen durften.

Hier das Interview mit Madison Beer:

VON NUSHIN

Mario Novembre scheint mit seinen knackigen 17 Jahren schon das erreicht zu haben, wovon manch anderer im Erwachsenenalter noch träumt. Auf den Sieg beim VideoVision SongContests (ViViSoCo) bei den Videodays 2016 folgte ein Plattenvertrag bei einem Sublabel von Universal. Damals trat er gegen 200 Sänger und Sängerinnen an und räumte nach seinem Auftritt gegen die 9 besten Teilnehmer*innen bei dem Online-Voting den ersten Platz ab. Der heutige Singer/Songwriter aus einem kleinen Vorort von Stuttgart begann seine Karriere mit Coversongs, die er Woche für Woche auf seinen Social Media Kanälen live streamte. Als bislang größter Triumph des jungen Sängers muss wohl sein Song „Goin up“ gelten, der als Titelsong für den aktuellen Kinofilm „Hilfe, ich habe meine Eltern geschrumpft“, ausgewählt wurde.

Ich durfte Mario Novembre ein paar Fragen stellen. Erfahrt hier, wer hinter dem charmanten und begabten jungen Musiker steckt.

 

jup!: Wie lange machst du schon Musik?
M.N.: Eigentlich singe ich seit ich ein kleines Kind war. Mein Vater singt auch sehr gerne und Musik war in meiner Familie daher immer um mich herum.  

jup!: Woher bekommst du deine Inspiration für deine Musik?
M.N.
:
Ich bekomme meine Inspirationen durch mein Umfeld, Familie und Freunde. Ich sauge alles auf, was um mich herum passiert und wenn mich etwas inspiriert und/oder berührt dann versuche ich es in einem Song zusammen zu fassen.

jup!: Hast du Idole?
M.N.:
Mein absolutes Idol ist Shawn Mendes. Er macht einfach richtig gute Musik und ich mag seine ehrliche Art.

jup!: Wie gehst du vor, wenn du einen neuen Song schreibst und wie entscheidest du, welcher Song veröffentlicht wird und welcher nicht?
M.N.: Ich schreibe ziemlich viele Songs - eigentlich ständig. Wir entscheiden dann im Team und mit meinem Produzenten, welche Songs wir weiter bearbeiten und mit aufs Album nehmen.

jup!: Du hast ein enges Verhältnis zu deiner Fancommunity? Was war dein lustigstes Erlebnis mit einem Fan?
M.N.: Mein lustigster Moment mit meiner Community war tatsächlich bei einem Konzert. Ich wollte am Ende der Show ein Video von der Menge machen, dafür zähle ich immer auf drei, dann dürfen meine Fans losschreien oder was auch immer sie wollen. Bei einer Show in Hamburg haben dann alle schon auf eins losgejubelt und ich habe einen tierischen Lachkrampf bekommen.

jup!: Was würdest du deinen jungen Fans raten, die auch vorhaben, Musik zu machen und damit Erfolg zu haben?
M.N.: Versucht immer Euer Ding durchzuziehen und Euch nicht runterziehen zu lassen. Seid besonders und versucht euren eigenen Weg zu finden. Der wichtigste Faktor ist wirklich der Spaß, wenn das nicht im Vordergrund steht, wird es schwer.

jup!: Deine Follower-Zahl auf den Social Media Kanälen  ist in den letzten 2 Jahren rasant gestiegen. Du hast nun über eine halbe Million Follower auf Instagram und circa 740 000 Follower auf der App musical.ly. Wie sorgst du dafür, dass du nicht abhebst und dir der Erfolg nicht zu Kopf steigt?
M.N.: Das ist für mich selbstverständlich. Ich würde nie aufgrund von Follower Zahlen glauben ich sei jemand Besonderes. Vor meiner Social Media Zeit war ich auch ein ganz normaler Junge, wie jetzt auch. Nur jetzt eben mit vielen Followern. Außerdem achtet auch mein Umfeld sehr darauf, dass ich immer schön am Boden bleibe.

jup!: Du bist sehr aktiv auf Instagram. Wie ist es für dich, dein ganzes Leben mit deinen Fans zu teilen?
M.N.: Sehr cool. Mir gefällt es und ich habe wirklich Spaß daran meinen Alltag zu verfilmen und mit meinen Fans zu teilen. Ansonsten wäre ich ja auch komplett falsch im Social Media Umfeld.

jup!: Am 10.08.2018 kommt dein aller erstes Album auf den Markt: „Stay“. Wie viel steckt von dir und deinen Erfahrungen in den Songs? Lernen dich deine Fans mit dem Album noch besser kennen?
M.N.: Das Album zeigt wirklich viel von mir und bedeutet mir auch sehr viel. Dieses Album wird sehr besonders, da ich bei vielen der Titel mitgeschrieben habe und wirklich viel Liebe darin steckt.

jup!: Du warst Support Act auf der Europa Tour von „Bars and Melody“. Bald beginnt deine eigene Tour. Ein Warm-Up hast du am 27.April 2018 in Stuttgart. Im September geht es weiter mit der Finally-Tour in ganz Deutschland. Worauf freust du dich am meisten?
M.N.: Die Show zu meinem 18ten Geburtstag wird auf jeden Fall etwas ganz Besonderes für mich, vor allem die Show mit meiner ganzen Community! Es sind ja auch viele Freunde von mir mit dabei und treten mit mir auf! Natürlich bedeutet mir aber auch meine erste eigene Tournee sehr viel. Ich habe ja sehr lange darauf gewartet endlich auf Tour zu gehen und ich kann es kaum abwarten mit meiner Band und dem Team durch ganz Deutschland zu fahren, in ganz unterschiedlichen Locations zu spielen und überall meine Fans zu treffen.

jup!: Wie geht es nach dem Album und der Tour weiter für dich? Hast du schon Vorstellungen und Ziele für deine Zukunft?
M.N.: Derzeit noch nicht. Ich konzentriere mich erstmal auf die Themen die anstehen und für die Zukunft habe ich ja noch ein wenig Zeit. Es passiert gerade fast jeden Tag so viel Neues. Ich genieße mein Leben gerade sehr und freue mich auf alles was kommt!

Hier geht es zum Lied “stay“, vom gleichnamigen Album:

 

 

YEAH!!! - es ist wieder 8.März. Das werden sich viele weibliche K.I.Z-Fans denken. Denn mittlerweile ist es schon eine gute alte Tradition den Internation Frauentag zusammen mit den Berliner Rappern zu feiern. Oder besser sich von ihnen feiern zu lassen. Warum das zwar nicht gleichberechtigt aber absolut gerechtfertigt ist lest ihr hier im Kommentar

VON SOPHIA

Wie sicher schon viele mitbekommen haben findet auch dieses Jahr wieder das traditionelle K.I.Z Frauenkonzert statt. Doch dieses Jahr wirklich nur für Frauen! Das erste Frauenkonzert fand am 08. März 2011 anlässlich des Weltfrauentags in Berlin statt und seit dem gab es jedes Jahr eins.

Dieses Jahr haben die drei Rapper Nico, Maxim und Tarek eine komplette Tour nur für ihre weiblichen Fans geplant. Der Grund dafür ist, so die Künstler selbst: „dass einige andere Männer im Showgeschäft im letzten Jahr ihre gierigen Schmutzfinger nicht bei sich behalten konnten und die Ladys deswegen etwas verstimmt sind“. Insgesamt sind acht Konzerte geplant - sechs davon sind bereits restlos ausverkauft und das Konzert in Berlin wurde vom Huxleys ins Tempodrom hochverlegt.

In den letzten Jahren durften auch Männer die Frauenkonzerte besuchen, allerdings nur wenn sie als Frau verkleidet kamen. Dieses Jahr bleiben ihnen die Türen zu allen Konzerten der Tour verschlossen, sehr zum Missfallen der betroffenen Männer. Das brachte die männliche Fanbase auch deutlich zum Ausdruck. Sie beschwerten sich darüber, dass es diskriminierend sei und fordern nun auch ein Konzert nur für Männer. Auf diesen Aufstand der Männer antwortete K.I.Z auf Instagram trocken und sarkastisch - wie man sie eben kennt: „ Wir haben nichts gegen Männer, aber sie sollen da bleiben, wo sie herkommen.“

Ich persönlich finde die Tradition mit dem Frauenkonzert anlässlich des Weltfrauentags ziemlich cool und freue mich schon drauf. Man muss zugeben – das Männer hier nicht gleichberechtigt  behandelt wurden und ich verstehe auch, wenn sie es unfair finden nicht reinkommen zu dürfen. Aber Fakt ist, es ist auch einfach mal entspannt nur unter Frauen auf einem Konzert zu feiern und abzugehen ohne von betrunken Typen angemacht oder umgeschubst zu werden. Denn ganz ehrlich, ich bin 20 Jahre alt und nicht mal 1,60 m groß und werden auf Konzerten so oft von riesen Typen umgerannt und viele kümmert es nicht mal. Oft hört man dann „wenn du das nicht aushältst, musst du ja nicht her kommen“ aber warum sollte ich, nur weil ich klein bin nicht auf ein Konzert gehen dürfen? Ich will auch mit springen und mitfeiern aber halt nicht von so einem Riesen verletzt werden und schon gar nicht unfreiwillig in einen Moshpit reingezogen werden.

Also Liebe Männer, gönnt uns Frauen die Frauenkonzerte! Als Trost gibt es ja auch noch die Aftershowparty am 08. März in Berlin zu der auch die männliche Fangemeinschaft eingeladen ist ;)

Bildquelle: Instagram @kizoffcial

 

VON SOPHIA

Für sein neues Video zum Song „God’s Plan“ bekam der amerikanische Rapper Drake ein Budget von 996.631.90 US-Dollar. Doch anstatt es für die Produktion eines extravaganten Videos auszugeben, spendete er es.

Als Location dafür diente die Stadt Miami. Sein Spendenmarathon startete in einem Supermarkt, in dem er die Leute dazu aufforderte, alles was sie wollen, mitzunehmen, da es für sie kostenlos sei. Eine weitere Spende über 50.000 US-Dollar ging an das Stipendiaten-Programm der University of Miami. Drake selbst überreichte der vorsitzenden Studentin des Programms den Scheck und sie war aus dem Häuschen. Klar, wer wäre das nicht? Es ist schließlich Drake mit einer riesen Spende! Weitere Spenden gingen an ein Frauenhaus, das Miami Fire Department, eine Senior High School, eine Jugendeinrichtung und viele mehr. Zudem überraschte er Passanten auf der Straße und schenkte ihnen Geld und ermutigende Worte, er verschenkte sogar Autos und Spielzeug.

Drake selbst schreibt unter seinen Instagram Post, dass es das Wichtigste war, was er in seiner Karriere je getan hat. Mit seinem Musikvideo zeigt der Rapper wie leicht es ist, Menschen eine Freude zu bereiten und zu helfen, er zeigt der Welt auf eine ganze einfache Weise, Nächstenliebe zu zeigen und zu helfen. Denn das kann jeder. Jeder kann die Welt etwas besser machen, auch ohne Geld.

Doch nicht jeder kann Geld spenden, was einem sein Label zur Verfügung stellt. Wenn wir das ganze mal aus einem anderen Winkel betrachten, hat Drake gar nicht sein eigenes Geld verschenkt, sondern das des Labels. Versteht mich nicht falsch, ich persönlich finde es super, dass er so viel Geld verschenkt und gespendet hat und ich gönne es den Menschen und Einrichtungen, denen das zugutekam vom ganzen Herzen!

Aber warum kommt Drake als berühmter US-amerikanischer Rapper, der selbst die ein oder andere Million auf dem Konto hat, nicht auf die Idee, sein eigenes Geld zu spenden, sondern nutzt das vom Label?  Dazu sollte man noch wissen, dass Drake zurzeit der am besten bezahlte Sänger der Welt ist und sein Vermögen auf 91 Mio. US-Dollar geschätzt wird.

Ich finde, es ist ein großer Unterschied, fremdes Geld vor laufender Kamera zu spenden oder sein eigenes,  hart verdientes Geld. Auf den ersten Blick vermittelt die Aktion also ein super großzügiges Bild von Drake, wenn man jedoch nochmal drüber nachdenkt, hätte es ihm keines falls wehgetan, etwas von seinen eigenen Millionen abzugeben und das zu filmen. Die Geste wäre meiner Meinung nach ehrlicher gewesen. Vielleicht im nächsten Video?

Hier das Musikvideo:

Gerade mal 15 Jahre alt und jetzt schon ein Shooting Star: Die Alternative-Sängerin Au/Ra beeindruckt mit ihrer coolen Personality und ihrer einzigartigen Stimme. Ich durfte sie treffen und habe für euch ein paar spannende Facts über die Newcomerin herausfinden können. Welchen deutschen Song sie extrem cool findet und wie man es schafft, mit 15 Jahren durchzustarten, das erfahrt ihr hier!

 

VON HANNAH

Unsere erste Begegnung war sehr witzig, angenehm und unkompliziert. Wir haben uns auf Anhieb gut verstanden und viel gelacht. Erst unterhielten wir uns automatisch auf Englisch, dann plötzlich auf Deutsch. Natürlich wollte ich sofort wissen:

 

Hannah: Wie kommt es, dass du Deutsch sprechen kannst?

Au/Ra: Meine Eltern sind deutsch. Mein Vater ist in Hessen aufgewachsen, irgendwo in einem ganz kleinen Dorf bei Frankfurt. Meine Mutter ist in München geboren, aber ganz jung nach Ibiza gezogen. Deswegen sagt sie, sie ist mehr spanisch als deutsch. Deutsch spricht sie trotzdem. Der Rest meiner Familie lebt immer noch in Hessen. Das heißt, ich bin in einer deutschen Familie aufgewachsen, in der immer Deutsch gesprochen wurde und auch noch wird.

Und wo bist du geboren?

Auf Ibiza.

Cool! Leben tust du momentan aber woanders?

Richtig, wir sind von Ibiza weggezogen als ich fünf war. Seitdem lebe ich auf einer Insel in der Karibik, sie heißt Antigua. Sie ist total klein und süß. Ich liebe es, hier aufgewachsen zu sein. Aber hier gibt es keine anderen deutschen Kinder.

Sprichst du demnach nur Englisch oder Spanisch mit deinen Freunden?

Ja, nur Englisch. Wenn ich nicht manchmal durch meine Familie gezwungen wäre, Deutsch zu sprechen, hätte ich es längst verlernt.

Was machst du so auf Antigua in deiner Freizeit?

Ich gehe zum Strand, so richtig viel, vor allem schwimmen! Außerdem schreibe ich auch gern kleine Geschichten, so „creative writing“. Ich lese ganz viel und spiele Gitarre.

Du nennst dich Au/Ra: Was bedeutet dein Künstler-Name?

Ach ja, das ist eine ziemlich komische und witzige Geschichte, ziemlich unusual… Als ich zwölf war, habe ich eine Herr der Ringe-Fanfiction geschrieben, denn ich bin ein riesiger Herr der Ringe-Fan. Meinen Charakter habe ich einfach Auriel genannt, Aura ist die weibliche Form davon. Ich habe den Namen immer so sehr gemocht. Dann haben wir einfach nur den Slash dazwischen getan, damit es etwas Besonderes ist. Später haben wir auch noch gemerkt: Au steht für Gold und Ra für Radium!

Was ist dein richtiger Name?

Jamie.

Dein wievieltes Mal bist du in Berlin?

Das ist mein erstes Mal hier! Normalerweise bin ich, wenn ich Deutschland besuche, nur in Hessen. Aber ja, ich bin jetzt schon ein paar Tage in Berlin und habe schon einiges gesehen.

Wie findest du es hier?

Es ist voll cool. Ich liebe es, in "Cities" zu sein. Da ich auf einer kleinen, ländlichen Insel lebe, brauche ich zur Abwechslung immer genau das Gegenteil: Eine laute, große Stadt. Und wow, es sprechen so viele Englisch hier!

Nun kommen wir aber mal zu deiner Musik. Ich habe mir dein Album "Outsiders" angehört und war beeindruckt, was für eine ausdrucksstarke Stimme du hast – du bist ja erst 15! Wie lange machst du schon Musik?

Meine eigene Musik mache ich seit vier Jahren. Aber angefangen zu singen, habe ich schon, als ich fünf war. Meine Eltern sind beide Musiker, ich bin also im Studio großgeworden. Meine Mutter sagt, ich habe schon gesungen, bevor ich überhaupt ein Wort sagen konnte. Angefangen habe ich dann mit Cover-Songs auf YouTube, nach einer Weile wollte ich aber meine eigene Musik machen.