Konzert

VON JASON

 

Jeder kennt ihn und viele sind durch seine Welt verzaubert worden: Harry Potter. Zusammen mit seinen Freunden Hermine Granger und Ronald Weasley erlebt er in der Zauberschule Hogwarts viele Abenteuer. Nicht nur eine Generation ist mit ihm und seinen Geschichten groß geworden und noch heute verzaubert er viele Kinder und Jugendliche weltweit. Neben den Büchern von J.K. Rowling und den Filmen ist auch die Filmmusik weltbekannt. Doch wie hört man diese am besten? Per CD oder MP3 zuhause? Nein! Viel besser ist es, die Musik live zu erleben. So wie am letzten Wochenende (18.08., 19 Uhr) in der Berliner Waldbühne bei „Harry Potter und die Kammer des Schreckens in Concert“.

Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin hatte zu einem unvergesslichen Abend geladen. Jup! Redakteur Jason war für euch vor Ort und hat sich von der Vortellung zurück in seine Kindheit entführen lassen.

 

Viele große und kleine Zauberer erobern die Waldbühne

Was mich als erstes überrascht hat, war, dass selbst kleine Kinder riesen Harry Potter-Fans sind und mit ihren Zauberstäben herumfuchteln, als ob sie echte Zauberer wären. Egal ob Klein oder Groß - man hat vielen Zuschauern angesehen, dass sie Harry Potter-Fans sind. Wo die Kleineren lieber in ihre Kostüme als Zauberer oder Hexe geschlüpft sind, trugen die Größeren Shirts, Pullover oder Schals mit Harry Potter-Motiven.

 

Filmmusik live

Ein toller Abend stand uns bevor. Die Musiker des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin nahmen Platz und der Dirigent begrüßte das Publikum. Der Film begann und das Orchester spielte die Filmmusik. Was für ein Erlebnis! Was für eine Magie!

Die Atmosphäre war gigantisch. Ich war beeindruckt, wie sich die Harry Potter-Musik live anhört. Ich war gefühlt diretk im Film. Und wer jetzt denkt, dass man nur die Musik hörte, den muss ich enttäuschen. Denn auf Leinwänden wurde auch der Film mit den Dialogen abgespielt. Als einzelne Charaktere auftraten, wurde herzlich applaudiert. Bei anderen Szenen wurde gelacht, aber auch Spannung war spürbar.

Die Vorführung dauerte bloß knapp 90 Minuten ohne Pause und genau nach der Hälfte des Filmes war Schluss. Viele waren verwundert und erst dann habe ich wieder realierst, dass ich nicht in der Welt von Harry Potter bin, sondern in der Wirklichkeit.

Ich war gefesselt, wie kaum sonst und ich muss sagen, so wie ich diesen Film in der Waldbühne erlebt habe, geht es in keinem Kino. Ich konnte mich durch die Live-Musik in die Welt von Harry Potter hineinversetzen wie noch nie. Leider war es für mich extrem enttäuschend, dass schon nach der Hälfte des Filmes die Aufführung zu Ende war. Dennoch hoffe ich, dass es so etwas öfter geben wird.

 

VON SINA

Die Damen tragen weite, lange Röcke und luftige Blusen; die Herren des Nationalen Jugendorchesters aus Rumänien haben in passenden Farben weite Hosen und Hemden an. Einheitlich in rot, schwarz und weiß, geschmückt mit leichten schwarzen und goldenen Ornamenten. Nach dem selbstbewussten Auftreten auf der Bühne spielen sie sich von selbst ein, erst dann betritt auch der Dirigent, Cristian Mandael, vor sein Ensemble.

 

Engagement von der ersten Sekunde an

Das erste Stück des Abends, die Uraufführung von „Levante“, reißt die Zuschauer*innen direkt in den Bann. Neben rhythmischen Klängen, in welchen die Streicher und Bläser perfekt harmonieren, folgen starke Kontraste. Ein Kanon wird angestimmt. Auch wenn man nicht weiß, wer gerade bei welchem Teil ist, hört es sich gut an. Man hört, dass die Streicher harmonieren, die Pauken spielen mit rein und es passt. Kleine Pausen bringen Ruhe und Ordnung in den Saal; die Zuschauer*innen haben Zeit zum Durchatmen; das Ensemble scheint diese Verschnaufpause nicht zu benötigen.

Beim nächsten Stück, dem ersten Klavierkonzert von Ludwig Van Beethoven, wird der Pianist Mihai Ritivoiu dazu geholt. Schon beim Anspielen merkt man den Unterschied vom rumänischen Komponisten Dan Dedui. Vielleicht ist es die Differenz von zwei Jahrhunderten, vielleicht ist es ein unterschiedlicher Anlass, zu dem die Stücke komponiert wurden. Das Klavierkonzert strahlt Ruhe aber auch starken Charakter und Autorität aus. So, wie es am Hof gewünscht wurde. Das Orchester und Ritivoiu spielen vorsichtig miteinander. Entweder sind es Solos, die mit einer reinen Perfektion und Präzision übermittelt werden oder Teile, in denen das Orchester in den Vordergrund gerückt wird und Ritivoiu eine Pause verschafft. Es scheint, als ob die Abwechslung von Höhen und Tiefen, der Aufbau von Spannung bis zum Höhepunkt des Stückes genau die Stärken des Nationalen Orchesters sind. Bei dem Klavierkonzert etwas, was weniger präsent ist, jedoch trotzdem durch die leidenschaftlichen Bewegungen und Spielweisen des Ensembles zum Ausdruck kommt.

Allgemein ist es auffällig, mit wie viel Passion die jungen Musiker*innen ihre Instrumente spielen. Ob bei den langsameren Abschnitten, bei denen man den Genuss der Klänge sieht oder bei lauteren und schnelleren Abschnitten, wo es auf Konzentration ankommt. Man sieht immer noch den Spaß. Entweder ein leichtes Lächeln auf den Lippen, ein mitgenommenes und motiviertes Kopfschütteln. Es ist keine einzige Unaufmerksamkeit zu beobachten, egal wie wenig Einsätze ein*e Spieler*in hat. Dabei darf man nicht vergessen, dass das Jugendliche sind, die gegebenfalls noch in die Schule gehen.
Und so, als würden sie nicht merken, was sie mit den Zuschauer*innen im Saal des Konzerthauses am Gendarmenmarkt machen, wird sich in der Pause vor dem letzten Stück am Hinterausgang versammelt, etwas getrunken, die ein oder andere Zigarette geraucht, mit Freunden und Partner*innen, die ebenfalls im Publikum sitzen, gesprochen, und sich für das Finale vorbereitet.

 

Gefühlschaos und Faszination

Nach der Pause geht es mit Dmitri Schostakowitsch in die letzte Runde. Die Symphonie Nr. 11 („Das Jahr 1905"). Ein Werk, welches knapp eine Stunde lang ist, so lang wie die beiden vorigen Stücke zusammen. Ein Werk, welches man in einen James Bond-Film integrieren könnte, aber ein Denkmal für jene Arbeiter, die im Jahr 1905 ums Leben kamen, als sie für mehr Menschen- und politische Rechte in Russland demonstriert haben und von Soldaten ermordet wurden („Petersburger Blutsonntag“). Wie in „Levante“ spielen die einzelnen Gruppen des Ensembles verschiedene Melodien. Dirigent Mandael schafft es derweil ausgezeichnet, alle zu koordinieren und ist selbst, durch kleine Hüpfer erkennbar, mit voller Konzentration und Kraft dabei. Für seine 72 Jahre eine absolut bemerkenswerte Leistung.
Mit dem historisch-politischen Hintergrund der 11. Symphonie werden die Zuhörer*innen mit auf eine Zeitreise genommen. Leise und melodische Streicher zu Beginn repräsentieren das hoffnungsvolle, arbeitende Volk. Mit dem Voranschreiten kommen mehr Pauken und weitere Schlaginstrumente zum Einsatz - die russischen Soldaten erlangen mehr Anteil an der Demonstration, bis zum Höhepunkt Trompeten und Paucken im Vordergrund sind und die ersten Morde verkörpern. Das abrupte Abklingen, gefolgt von leisen Violinen lässt Bilder von Gefallenen vor dem inneren Auge erscheinen, wie ein Trauerlied mit bedrohlichen Bläsern im Hintergrund.
 

Ein Werk, welches für ein Jugendorchester unvorstellbar anspruchsvoll sein muss, welches aber mit Bravour gespielt wurde und die Zuschauer*innen  zum Schluss staunend zurück ließ. Zurück blieb langer Applaus, welcher eine Zugabe anstimmte.

 

Das Nationale Jugendorchester Rumäniens mit einem fantastischen Dirigenten und sehr engagierten und passionierten Jugendlichen im Ensemble hat auf viele Weisen das Konzerthaus begeistert und die Zuschauer*inenn sprachlos zurückgelassen. Neben der perfektionistischen und durchaus sehr professionellen Spielweise lagen spürbare Gefühle in der Atmosphäre. Definitiv ein Abend, der in Erinnerung bleibt.

 

Zuvor war Kristina beim Konzert zu Ehren des 100sten Geburtstags von Nelson Mandela. Ihre Eindrücke hat sie hier  niedergeschrieben:

 

VON KRISTINA
In ihrem "Ich will verändern" Blog 'add passion' schreibt Kristina regelmäßig über Geschichten, die sie erlebt und Ereignisse, die sie in ihrer Umwelt beobachtet.

 

Licht wird gedimmt, sodass nur noch die strahlenden Hemden der Spieler in blau, gelb, orange und grün scheinen. Leichtfüßig betritt der junge Dirigent die Bühne mit Applaus im Hintergrund. Stille kehrt ein, bis das Orchester MIAGI aus Südafrika den Auftakt in das Young Euro Classic Festival 2018 macht.

Schon das Einstimmen gab einen Vorgeschmack auf die Großartigkeit dieses Orchesters und dann begann das erste Stück, wobei Violinen, Cellos und Flöten sich gegenseitig antworteten. Mal wie ein Sturm gemeinsam den Saal mitnahmen, mal ganz sacht die Bögen über die Saiten streichen ließen und den hohen Herrschaften die Möglichkeit gaben, ebenfalls zu antworten. Antworten auf den 100.Geburtstag Nelson Mandelas, der sein Leben lang nach Demokratie und Frieden strebte und zusammen mit Leonard Bernstein das diesjährige Festival beeinflusst.
Heiko Maas hielt eine Rede und auch die Staatssekretärin für Finanzen mit dem Botschafter Südafrikas hielten Reden, weihten stolz die Briefmarke mit Mandela ein.

 

Am Morgen dieses Tages war mir noch nicht bewusst, wie ereignisreich es heute werden wird. Klar ist Matheunterricht und ein anstehendes Interview mit einer ziemlich bekannten Pop-Sängerin vielversprechend, doch wie oft kann man sagen, dass man vom der Sängerin persönlich zum Konzert eingeladen wird?! Also ich in meinem Falle hatte das noch nie! Umso aufgeregter bin ich. Ich kannte Almas Musik eher flüchtig, aber jedesmal wenn Chasing Highs oder Phases im Radio erklangen drehte ich lauter. So kam es nun dazu, das ich genau diese finnische Sängerin heute nicht nur interviewe sondern auch live sehe. Die Columbiahalle bietet eine tolle Bühne und unglaublich geräuschvolle Lautsprecher (2 Tage später würde mir noch alles wie durch Watte gehört vorkommen). 

Mit Verspätung beginnt das Konzert und WOW! Ich war auf schon so einigen Konzerten, doch noch nie hat ein Künstler*in, mit im Vergleich so geringem Publikum, solch eine krasse Stimmung gemacht!!! 

Sie meinte sie liebt Berlin, dass die Stadt sie inspiriert und die Leute der Hammer sind.

Und genau das spürt man. Doch schaut selbst:

VON ZORA

 

 

Musik schaffen, die nicht nur für eine Zielgruppe bestimmt ist, sondern die jeder von 3 bis 93 hören kann? „The Trouble Notes“ reisen seit drei Jahren durch die Welt und verarbeiten ihre Eindrücke in charakteristischer Akustik-Musik. Die drei Jungs der Band, Bennet Cerven (Violinist), Florian Eisenschmidt (Gitarrist) und Oliver Maguire (Percussionist) nutzen dabei ausschließlich Instrumente - auf Text wird komplett verzichtet. Auf ihrer Deutschland-Tour im Februar und März haben sie auch in Berlin Halt gemacht und konnten im Festsaal Kreuzberg die Zuschauer begeistern. Davor habe ich sie noch zum Interview gebeten, bei dem sie mir erzählten, wie es ist, überall zu Hause zu sein.  

VON SINA

 

Die Lieder eurer EPs „Soundtrack from the Street“ und „Grand Masquerade“ entstanden durch Eindrücke, die ihr auf Reisen gesammelt habt. Auch auf eurem neuen Album „Lose Your Ties“ nehmt ihr den Stil wieder auf. Bei vielen dieser Lieder ist ein klarer Latin-Style zu erkennen. Sind diese Städte diejenigen, die euch am meisten beeindruckt und gefallen haben?

Es stimmt, dass lateinamerikanische Klänge oft in unserer Musik zu hören sind. Unsere Erfahrungen aus Venezuela sind zu hören in „Barquisimeto“, die aus Barcelona in „Catalonia Calling“. Man kann aber schwer sagen, dass uns diese Eindrücke am meisten beeinflussen. Vor allem in den letzten Jahren nehmen wir viel Inspiration aus Paris, Straßburg, Marseille, Florence und Novi Sad. Mit jeder Erfahrung eines Ortes, an dem wir waren, verändert sich unsere Musik ein wenig. Deswegen kann man sagen, dass das Bereisen der vielen verschiedenen Kulturen uns ausmacht.

Wie „schreibt“ ihr eure Lieder? Gibt es da ein bestimmtes Vorgehen?

Unsere Musik dient dazu, die Zuhörer mit auf eine Reise zu nehmen und deshalb entstehen die Songs entweder während wir noch reisen, oder nach einem bestimmten Erlebnis auf der Reise. Ein bestimmtes Vorgehen haben wir dabei nicht, aber oft beginnt es mit einer Melodie, die einem von uns in den Kopf kommt, während wir unterwegs sind. Danach rekonstruieren wir den Stil und den Rhythmus, den wir in der einheimischen Musik verschiedener sozialen Gruppen gehört haben.

Ihr mögt Musik? Ich auch! Erst recht neue Musik! Von daher habe ich mich schon im Vorfeld auf die Vertigo Night gefreut, die am 21. Februar im Säälchen stattfand. Mit dabei auf der Bühne: Lxandra und Lewis Capaldi.

 

VON NUSHIN

Um 19:00 Uhr betrat ich die kleine Halle in Berlin-Friedrichshain. Ich mochte besonders die vielen LED-Lichter, die machten die Atmosphäre so angenehm. Mit der Zeit füllte sich die  Halle mit vielen jungen Erwachsenen.