Beruf

Wie jedes Jahr auf der YOU-Messe gibt es die Bildungshalle, in welcher verschiedene Unternehmen und Universitäten den Jugendlichen mit Antworten zu Fragen zu ihrer Zukunft zur Verfügung stehen. Sina und Hannah haben mal geschaut, ob das vorhandene Angebot ihnen bei ihrer Berufswahl weiterhelfen kann.

Sina: Ich bin Sina, 17 Jahre alt und habe gerade mein Abitur abgeschlossen. Meine Leidenschaft ist das Schreiben und der Sport. Aber Geschichte und Politik interessiert mich ebenfalls. Es steht seit vielen Jahren fest, dass ich gerne Medienwissenschaften studieren möchte. Ob das wirklich das Richtige ist, wenn ich noch so viele andere Interessen habe?

Hannah: Ich bin Hannah, 19 Jahre alt und habe schon letztes Jahr mein Abitur gemacht. Momentan absolviere ich ein Freiwilliges Soziales Jahr, um herauszufinden, wie es danach für mich weiter geht. Eigentlich wollte ich schon als Kind immer Lehrerin werden. Da ich mich aber auch für Journalismus, Fremdsprachen, Tourismus und Mode interessiere, fällt es mir nicht leicht, eine hundertprozentige Entscheidung zu treffen.

Sina: Wenn ich durch die Bildungshalle gehe, fallen mir besonders die Stände der Polizei und der Bundeswehr auf. Ja, ich mag Sport, aber mich für etwas verpflichten? Ich weiß ja nicht. Zumal ich allein den Aufnahmetest nicht mal bestehen würde.
Eine Ausbildung im Medienbereich kommt nicht für mich infrage, auch wenn die Damen des Bundesministerium für Bildung und Forschung mir Berufe anbieten und vorstellen können. Mir ist bewusst, dass die Praxisorientierung vor allem im Journalismus wichtig und notwendig ist. Schreiben kann man nicht in der Theorie lernen. Aber die richtige Kommunikation und Strategien für effektive Gestaltung - das kann man lernen.

Hannah: In der Bildungshalle der YOU gibt es eher wenig Stände, die über die Studien- und Berufswahl informieren. Und für mich persönlich gab es immer einen Haken: Entweder meine gewünschte Fächerkombination gibt es an dieser Uni nicht, die Anmeldefrist ist schon vorbei oder die Uni ist einfach zu weit weg. Trotzdem hat mir besonders der Stand von „Motiviert Studiert“ weitergeholfen, da der eine Student mir noch einmal ein gutes Gefühl vermittelt hat, sich einfach zu trauen und sich auszuprobieren.

Sina: Dann kamen wir an dem Stand der Uni Greifswald, „Motiviert studiert“, vorbei. Ich habe kein Problem damit, noch bevor ich volljährig bin, meine Heimatstadt zu verlassen und alleine in ein anderes Bundesland zu ziehen. Ich denke, daran kann ich wachsen und mich weiterentwickeln. Ein kleiner Haken ist, dass es weder Medienwissenschaften noch Sport im Studienangebot der Uni gibt; aber Kommunikationswissenschaften und Geschichte. Es ist eine Alternative zu anderen Unis, die ich mir bis jetzt herausgesucht habe. Dadurch, dass mir ein Dozent die Uni selbst und Greifswald als Studienstadt ausführlich vorgestellt hat, ist es vielleicht doch eine Überlegung, mutig zu sein und eine etwas andere Richtung als geplant einzuschlagen. Ich muss mich schließlich auch in der Stadt wohlfühlen und dort auskommen.
In Berlin hätte ich die Möglichkeit an der University Of Applied Science Europe Kommunikationsmanagement zu studieren. Das Fach hört sich ziemlich interessant an.

Noch keinen Plan, wie es nach der Schule weitergeht? Und auf Bürojob hast du gar keine Lust? Du willst lieber anpacken und etwas Handwerkliches machen? Vielleicht ist ja ein Technisches Jahr genau das Richtige für dich!

Entertechnik – so heißt das von der Organisation LIFE e.V. entwickelte Technische Jahr für junge Frauen. Hier haben Mädchen die Möglichkeit, ein Jahr lang in Technik einzutauchen, verschiedene Unternehmen kennenzulernen und neue Berufsperspektiven zu entdecken.

Die zwölfmonatige Technikerkundung gibt Einblicke in verschiedene Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten: Im Drei-Monats-Turnus absolvieren die Teilnehmerinnen Praktika in vier Berliner Unternehmen, sei es bei der BVG, den Berliner Wasserbetrieben, der BSR und und und... Dabei erhalten sie eine Vergütung von rund 300 € monatlich.

Die Teilnehmerinnen werden gezielt auf eine duale Ausbildung oder ein duales Studium im MINT-Bereich vorbereitet. Somit eröffnet ihnen das Technische Jahr ausgezeichnete Karriereaussichten in zukunftsorientierten Berufsfeldern.

Sema ist eine von vielen jungen Frauen, die sich für ein Technisches Jahr nach der Schule entschieden hat. Wir haben sie interviewt und interessante Facts erfahren!

Der Girls’Day und Boys’Day ermöglicht vielen Schüler*innen einen Einblick in verschiedene Berufe. Einige gehen direkt in Betriebe, andere beschäftigen sich in Workshops mit dem Thema Berufsorientierung. So auch Zoe. Sie hat sich an ihrer Schule über mehrere Tage mit ihrer beruflichen Zukunft beschäftigt. Alles Weitere, erzählt sie euch selbst:

 

Hallo liebe Leser*innen,

ich möchte euch erzählen, wie meine Klasse und ich unser „Können“ unter Beweis gestellt, uns in unserem Schulkiez orientiert und wen wir interviewt haben.

Wir hatten bis jetzt insgesamt fünf Termine bezüglich unserer Berufsvorbereitung. Bei dem ersten Termin ist ein Mann von der Firma D&B (Dienstleistung & Bildung) zu uns in die Schule gekommen. Wir haben ein Arbeitsblatt über uns selbst bekommen und ausgefüllt. Darin haben wir verschiedene Fragen beantwortet, wie z.B. unsere Stärken und Schwächen, Berufswünsche und Hobbys.

Bei unserem zweiten Termin wurden wir in Gruppen aufgeteilt und haben eine Route bekommen, die wir abklappern mussten. Wir waren in Läden und mussten dort verschiedene Fragen beantwortet bekommen. Das ganze nannte sich Kiezrallye. Dazu haben wir anschließend noch ein Plakat gestaltet.

Der dritte und der vierte Termin nannte  sich Potenzialanalyse. Wir haben verschiedene Aufgaben absolviert. Die Zeit von den Aufgaben haben wir selber mit einer Stoppuhr gemessen. Wir haben zum Beispiel einen Kreis und ein „W“ ausgemalt oder Bestellprotokolle übertragen. Dazu nutzten wir einen dort vorhandenen PC.

Am nächsten Tag der Potenzialanalyse haben wir in Gruppen drei Aufgaben bewältigt: Das Einrichten und Planen einer WG, das Bauen eines Turmes aus Papier und ein Plakat erstellen gehörten dazu.

Zum Schluss haben wir eine Auswertung zur abgeschlossenen Potenzialanalyse erhalten. Das waren drei Blätter mit Punktebewertung, ganz vielen Erklärungen und alles war nochmal anschaulich dargestellt. Ich hatte bei fast allen Aufgaben ein überdurchschnittliches Ergebnis.  Aber ich habe mir sehr viel Zeitdruck gemacht. Ich dachte, dass ich bei allen Aufgaben richtig schlecht abgeschnitten habe. Dem war dann nicht so, zum Glück. Ich möchte allen anderen damit Mut machen, auch so eine Potenzialanalyse mitzumachen.

Liebe Grüße,

 Zoe

 

Was soll ich machen, wenn die Schule vorbei ist? Welche beruflichen Möglichkeiten gibt es? Diese Fragen beschäftigen alle Schülerinnen und Schüler. Eine tolle Art, mehr darüber herauszufinden, ist die Teilnahme am Girls'Day und Boys'Day. Dieser fand 2018 am 26. April statt und ist ein bundesweiter Aktionstag zur Berufsorientierung und Lebensplanung für Schülerinnen und Schüler. Neben schulischen Angeboten gibt es zahlreiche außerschulische Aktionen wie Workshops, Trainings und Praxistage in Einrichtungen und Unternehmen.

Was man alles machen kann? Lest und schaut selbst!

Hier kommst du zu den Beiträgen aus dem letzten Jahr!