Schülerzeitung

Kennt ihr schon Kolumbus News – die Schüler*innenzeitung der Reinickendorfer Kolumbus-Grundschule! Gemeinsam mit jup! und Journalistin Corinna von Bodisco machten sich die Reporter*innen mit Mikro, Aufnahmegerät und vielen Fragen auf den Weg. Ihr Ziel sind die Läden mit den Stickern der 3 Männchen, die sogenannten Notinseln. In einem Schulprojekt hatten ihre Mitschüler*innen diese Orte, die Kindern in einer Notsituation als Zuflucht dienen, gesucht und gefunden.

Kommt mit auf die Kieztour und hört, was die Reporter*innen über die Notinseln herausgefunden haben:

 

Ort: Biosphäre Naturkost, Alt-Reinickendorf 6

Reporter*innen: Zheko, Tahim, Kemal

Ort: Herbstcenter (Parma Land)

Reporter*innen: Ana, Isabell, Lamija

Ort: Easy Apotheke, Residenzstraße 33

Reporter*innen: Pharell, Daniel, Taniel

 

 

GASTBEITRAG VON TOMMEY AUS DER SCHÜLERZEITUNG "PAULSENBROT"

 

„Macht fünf Kinder, nicht drei, denn ihr seid die Zukunft Europas.“ Bei solchen Aussagen vom türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan kann einem schon mulmig werden. Doch woher kommt die Verschwörungstheorie, dass das deutsche Volk angeblich ausgetauscht werden soll?

Schon zu Beginn meiner Recherche hat sich die Tatsache schnell bestätigt, dass die Theorie der sogenannten "Umvolkung" dem rechtspolitischen Spektrum entstammt. Auf Seiten wie „Crash-News“ oder „die Unbestechlichen“ wird einem von deutschen Rentnern erzählt, die ihre Wohnung nach drei Wochen Krankenhausaufenthalt an Flüchtlinge hätten abgeben müssen. Fakt ist, dass nicht eine dieser Behauptungen mit irgendwelchen Beweisen belegt wird. Aus diffusen Aussagen zu den Wohnkostenverhältnissen und zurückgelassenen Bürgern werden Vermutungen über arabische Großfamilien bis hin zu einem „anti-deutschen Merkelregime“ aufgestellt.

Die Angst vor dem Fremden ist grundsätzlich nur schwer vermeidbar, da sie vom Menschen seit der Steinzeit antrainiert wurde. Die rechtspopulistischen Parteien versuchen diese Ängste gezielt zu verstärken, um politisches Kapital zu schlagen. Fast alle innenpolitischen Probleme des Sozialstaates, die zweifelsohne schwerwiegend sind, werden den ausländischen Bürger*innen angelastet.
Im Umgang mit diesen Ängsten wird zurzeit allerdings häufig der folgenschwere Fehler begangen, dass alle Bürger*innen, die lediglich Bedenken am Vorgehen haben, als Nazis beschimpft werden. Auch dadurch wird die Gesellschaft immer weiter gespalten.

Dabei spielt den rechten Parteien eine weitere Eigenheit des Internets in die Karten: die Filterblase. Wer einmal Bedenken zur Migration hat, der wird kaum noch konträre Meinungen bei seiner Suche vorfinden. Schon bald ist er gefangen im Netz der anfangs angesprochenen rechtsradikalen Internetseiten.
Für mich bestand dabei ein grundlegendes Problem: Nahezu alle Quellen, die ich gefunden habe, waren definitiv nicht vertrauenswürdig und seriös genug, um faktisch manchen Umständen nachzugehen. Daher solltet ihr vor allem beachten, auf welcher argumentativen Grundlage ihr eure Beurteilung aufbaut, bevor ihr euch eine abschließende Meinung bildet.

Findet ihr es fies, wenn Mitschülerinnen und Mitschüler ausgegrenzt werden? Wünscht ihr euch, dass eure Schule schöner wird? Regt ihr euch über Plastikmüll auf oder möchtet ihr etwas gegen Armut tun? In eurer Schülerzeitung könnt ihr über solche Themen schreiben und etwas bewegen. Sie ist euer Medium, um eure Meinung zu sagen. Das macht ihr mit Kommentaren, der Themenauswahl, dem kritischen Recherchieren und unbequemen Fragen in Interviews. Manchmal ist das gar nicht so einfach und erfordert großen Mut. Den wollen wir belohnen! Zeigt uns, wie eure Schülerzeitung Meinungen öffentlich macht und damit auch die Ansichten von anderen prägt. Der Berliner Schülerzeitungswettbewerb würdigt diesen Einsatz erneut mit vielfältigen Preisen.

 

Die Preise

Haupt- und Extrapreise im Gesamtwert von rund 3000 Euro werden je nach Schulart vergeben. Außerdem honorieren die Sponsoren - Jugendkulturservice, Unfallkasse Berlin, Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Berlin e.V. und Senatsverwaltung  für Kultur und Europa - herausragende Artikel zu den Kategorien Theater, persönlicher Umgang, Europa und Ernährung. Die Gewinner*innen qualifizieren sich automatisch für den Bundeswettbewerb, dem Schülerzeitungswettbewerb der Länder.

 

Mitmachen lohnt sich!

Eine Teilnahme lohnt sich in jedem Fall, denn ob Gewinner oder nicht: Der Schülerzeitungs-Wettbewerb bietet ein einmaliges Forum für den Austausch unter jungen Redakteur*innen der Hauptstadt. Herausragende Beiträge können außerdm auf den Jugendportalen jup! Berlin, funky und Politik Café veröffentlicht werden.

 

Teilnahme:

1. Schülerzeitungen raussuchen! Teilnehmen dürft ihr mit allen Ausgaben, die vom 1. Dezember 2017 bis 30. November 2018 erschienen sind. Von allen Schülerzeitungen sollten jeweils 5 Hefte derselben eingesandt werden.

Bei Online-Zeitungen gilt das Veröffetnlichungsdatum der Inhalte. Artikel, mit denen ihr euch um den Sonderpreis bewerbt, bitte ausdrucken und ebenfalls einsenden.

 

2. Anmeldebogen ausfüllen! Euren Schülerzeitungen legt ihr den leserlich ausgefüllten Anmeldebogen bei. Auch Online-Schülerzeitungen füllen den Bogen aus. Hier könnt ihr euch den Flyer und das Anmeldeformular runterladen!

 

3. Ab geht die Post! Unter dem Motto " Schülerzeitungs-Wettbewerb 18/19" sendet ihr alles zusammen an die Adresse:

Junge Presse Berlin e.V.
c/o Jugendbüro Mitte
Scharnhorststr. 28/29
10115 Berlin

 

jup! sucht KREATIVE UND KRITISCHE KÖPFE für das erste jup!-Printmagazin!

Wir wollen in Kombination mit unseren digitalen Kanälen das Experiment „jup! gedruckt“ wagen und eure Anliegen, Vorschläge und Ideen noch sichtbarer machen! Bei jup! gedruckt werdet ihr zu Reporter*innen für euren Stadtbezirk und erlebt die Entstehung eines Magazins von Anfang bis Ende mit! Thema der ersten Ausgabe ist MITMISCHEN!

Wie beteiligt ihr euch in Berlin? Wo mischt ihr schon mit oder würdet gerne mitmischen? Welche Initiativen und Projekte kennt ihr und findet ihr gut? Wo läuft es noch nicht so? Wo wünscht ihr euch noch Unterstützung? jup! gedruckt bietet Platz für eure Berichte aus Bezirken und Kiezen! Gestalterisch und inhaltlich liegen die Entscheidungen bei euch! Ihr seid die Redaktion!

 

Ihr seid schon eine (Schüler*innenzeitungs-)Redaktion oder schreibt einfach so für euer Leben gern? Bei jup! gedruckt könnt ihr auf verschiedenen Wegen mitwirken:

1 jup! geht auf Tour und kommt zu euch/Ihnen in die Einrichtung oder Schule, um mit den Jugendlichen Mini-Redaktionsworkshops (ein Termin, 2-3 Stunden) durchzuführen (Mai/ Juni). Dieser kann zum Beispiel auch im Rahmen einer Schüler*innenzeitungssitzung stattfinden. Wenn ihr bereits eine Redaktion seid oder euch in einer Initiative engagiert, die im Magazin präsent sein soll, meldet euch für jup! gedruckt an!

2 Ihr könnt auch mit Texten und Beiträgen im Magazin erscheinen, ohne an einem Workshop teilgenommen zu haben. Welches Format ihr wählt, ist frei, jedoch sollte ein inhaltlicher Bezug zur Stadt, zum Bezirk oder zum Kiez deutlich werden. Dazu sendet ihr uns den Beitrag unter Angabe von Name, Alter und Bezirk zu. Bitte sagt uns bis Ende Mai Bescheid, wenn ihr mitmachen wollt, den Beitrag könnt ihr noch bis zum Sommer schicken.

3 jup! wird mit einem Aktionsstand auf dem jugendFORUM 2018 dabei sein. Auch von den Themen hier sollen Berichte im Magazin erscheinen. Wenn ihr Lust habt, für uns als Reporter*in vom jufo zu berichten, meldet euch!

 

Die Release-Veranstaltung mit euch und allen Beteiligten ist im Herbst geplant! Im Anschluss wird das jup!-Magazin in möglichst vielen Jugendfreizeiteinrichtungen, Schulen und Bezirksämtern Berlins zur kostenlosen Mitnahme ausliegen! Auch online werden die Themen aus dem Projekt zu finden sein und sie werden über unsere Social Media-Kanäle verbreitet.

Gesucht:

  • Jugendliche, die Lust haben zu schreiben, zu fotografieren, zu zeichnen, zu layouten
  • Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit: Plakate aufhängen, E-Mail-Verteiler
  • Jugendfreizeiteinrichtungen, Schulen und andere, die bei unseren Mini-Redaktionsworkshop mitmachen und uns zu sich einladen

 

Meldet euch an, wenn ihr bei jup! gedruckt dabei sein wollt! Dazu reicht eine kurze Mail an schneider@jup.berlin, in der ihr durchgebt, in welcher Form ihr euch gerne an dem Projekt beteiligen wollt (noch nicht final, nur als Idee). Bei Fragen könnt ihr uns auch anrufen: 030-284701938.

 

Seid dabei!

 

Plakat © Saskia Radtke Illustration

 

Unter dem Motto „Gut vernetzt“ trafen sich Berliner Schülerzeitungen am Montag, dem 31. Januar im Roten Rathaus. Bei dem 15. Schülerzeitungswettbewerb wurden die besten Schülerzeitungen Berlins gekürt. Insgesamt versammelten sich 47 Redaktionen im Roten Rathaus, die alle ihre beste Ausgabe aus dem Jahr 2017 eingereicht hatten. Verliehen wurden die Auszeichnungen unter anderem von Sandra Scheeres, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, Carsten Erdmann, Chefredakteur der Berliner Morgenpost und Johan Stephanowitz von der junge Presse Berlin e.V., die auch jeweils eine kleine Rede hielten.

Carsten Erdmann, Chefredakteur der Berliner Morgenpost sagte in seiner Rede, dass die neuen Medien immer wichtiger werden und wir noch mehr tun müssen, um attraktive Angebote zu entwickeln.

Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD)  sagte: "Beim Zeitungmachen setzen sich die Schüler mit Themen auseinander, die sie selbst, aber auch die Schulgemeinschaft interessieren könnten. Das hilft, einen eigenen Standpunkt zu finden und diesen auch zu formulieren"

Johan Stephanowitz von der junge Presse Berlin ist der Meinung, dass der Anfang bei einer Schülerzeitung die Basics sind, um einen Beruf als Journalist auszuüben.

Habt ihr auch eine Schülerzeitung? Dann bewirbt euch für die nächsten Runde des Schülerzeitungswettbewerbs!