Berlin

 

VON SOPHIA, ELISA UND FELIX

Wir waren letzten Sonntag beim Tag des offenen Denkmals, im Stasi-Gefängnis Berlin-Hohenschönhausen. Da wir uns schon im Voraus für eine Führung durch das Gefängnis angemeldet hatten, mussten wir nur noch in der Cafeteria auf den Beginn der Besichtigung warten. Es dauerte nicht lang und es kam ein Ausstellungs-Aufseher um uns in einen Raum zu bringen. Dort gab es dann einen dreißigminütigen Einführungsfilm über das Gefängnis.
Die Stimmung war etwas angespannt, was klar ist bei so einem düsteren Thema. Mal wieder wurde mir klar, dass das alles  gar nicht mal so lange her ist. Wenn ich mit meinen Großeltern spreche, reden wir nicht grade über Themen wie die Stasi- oder NS- Zeit. Zum Mal, weil meine Großeltern beide im Westen Berlins aufgewachsen sind und von dem ganzen gar nicht betroffen waren.
Jedes Jahr besuchen rund 455.00 die Gedenkstätte, die meisten davon sind noch Schüler. Allerdings kommen auch ehemalige Häftlinge in die stillgelegte Haftanstalt. Unser Gruppenleiter erzählte uns, dass oft ehemalige Häftlinge in Tränen ausbrechen oder sogar Panik-Attacken erleiden und in Ohnmacht fallen. Mich wundert das nicht, bei dem was ich dort gesehen und gehört habe. Die Häftlinge wurden nicht nur physisch fertig gemacht, indem man sie ständig wach hielt oder misshandelte. Nein, die Wärter dort wurden dazu ausgebildet, die Häftlinge auch psychisch zu Grunde zu richten. Sie nannten das operative Psychologie. Oft wurden Geständnisse erzwungen, die Verhöre fanden nur in der Nacht statt und die Häftlinge hatten vorher oft Wochenlang keinen Kontakt zu anderen Menschen. Allein das war für die meisten schon ein Grund zu reden. Wenn das nicht funktionierte, wurden sie bestochen oder ihren Familien gedroht.

 

Im Jahr 1972 hinterfragte der US-Amerikanische Meteorloge Edward N. Lorenz, ob der

„ […] Flügelschlag eines Schmetterlings in Brasilien einen Tornado in Texas auslösen [kann]“.

Sicher kennst du solche Geschichten auch, wo jemand mit einer kleinen Tat einen Freund fürs Leben gewonnen hat. Und sicher ist es dir auch schon mal passiert, dass dich eine fremde Person angelächelt hat und it made your day!

In unserer neuen Rubrik „Butterfly Effect – Helden des Alltags“ präsentieren wir Alltags-Geschichten, in denen kleine Handlungen etwas Großes ausgelöst haben. Geschichten, die zeigen, dass es miteinander besser geht als allein.

Schicke uns deine persönliche Story über "Helden des Alltags" an info@jup.berlin mit dem Betreff „Butterfly Effect“

 

VON KRISTINA

In ihrem "Ich will verändern" Blog 'add passion' schreibt Kristina regelmäßig über Geschichten, die sie erlebt und Ereignisse, die sie in ihrer Umwelt beobachtet.

 

Wenn die Stadt niemals schläft und trotzdem aufstehen muss.
Wenn Bilder zum Leben erwachen, Möbelstücke anfangen zu tanzen, Dinosaurier aus ihrer Starre schlüpfen und Statuen Gespräche führen, dann heißt es wieder: Lange Nacht der Museen.

Man nehme ein Ticket für die lange Nacht der Museen und mache einen Abstecher in ein Museum, das man vielleicht nur mit der Schule besucht hätte.
In diesem Beispiel gehe ich ins Kommunikationsmuseum, das von Schulklassen oft besucht - privat eher weniger - an diesem Abend für Überraschung sorgte, als es sich in einen Nachtclub verwandelte. Voll war es, denn die Angebote lockten nicht nur Erwachsene und Familien, sondern auch die junge Generation.
Innen: Musik, aus Lautsprechern und violette und pinke Lichter erleuchteten das Atrium im Mittelpunkt des Hauses. Alles war bereit zu Tanzen und alles stand unter dem Licht der Musik unserer Moderne. Die Moderne hat natürlich auch Wurzeln und die wurden abermals durchtanzt, denn ein Tanzpaar führte mit breitem Lächeln die verschiedenen Tanzstile vor. Angefangen von den animalischen und wilden 20ern bis zu den Jahren in denen der Rock bloß nicht zu hoch sitzen und die Tanzschritte bloß nicht zu vulgär aussehen sollten. Was vielleicht kaum einer weiß: der Nationalsozialismus hatte seine Finger auch in der Musik, denn die am meisten gehörte Musik kam aus dem Ausland, wurde aber als "undeutsch" abgestempelt. Swing und Jazz wurden also verboten und was verboten ist, wird natürlich noch viel interessanter. Widerstand gegen das Verbot wurde jedoch zum Teil mit Folter bestraft.  Was die Jugend nun hören durfte und wozu man tanzte, war nicht klar.
In der DDR kam der kokette "Lipsi" aus Leipzig in Mode - ein höchst anständiger Tanz für die Jugend. Im Grunde hält man sein Gegenüber an den Schultern und geht minimal einen Schritt nach rechts oder links, damit der Rock nicht zu hoch geworfen wird, versteht sich. Später dann wurde es so richtig modern, als Bands wie Kraftwerk die Kabel und Synthesizer herausholten und den Auftakt zum Techno gaben. Alles noch poppig. Die Ausstellung ,,90 Jahre Popmusik in Deutschland“  zeigte wie sich die Popkultur immer wieder neu erfand und somit auch Punk und Rock zu vernehmen waren, denn diese Musikstile prägten die Jugend ab 1980.  
Ab da rauschte in Deutschland, aber auch in anderen Ländern Nena mit ihren Luftballons durch die Walkmans. Ja, ganz genau dieses kleine Rechteck mit Knöpfen und Kopfhörern dran, denn MP3-Player gab es noch nicht, von Handys gar keine Rede.
Musik wurde nun zu dem, was uns heute ziemlich bekannt vorkommt. Stellt sich die Frage: Wie ist unsere Musik heute? Sie ist ein Mix aus allem, was in den letzten Jahrzehnten so gespielt wurde, aber wie wird die gegenwärtige Musik in ein paar Jahrzehnten genannt werden?

 

VON SOPHIA

Ich bin der Meinung, dass jeder etwas Gutes tun kann. Egal wie klein die Tat auch sein mag. Auch viele kleine Dinge können Großes bewirken. Ob man nun der älteren Dame den Müll runter trägt oder dem Nachbarn aus dem 2. Stockwerk ein Ei leiht. Du kannst dir sicher sein, dass dir beide super dankbar sein werden.

Wenn ich an das Thema Menschlichkeit und Miteinander Leben denke, fällt mir direkt eine Situation in der U-Bahn von vor drei Jahren ein.

VON ELISA

Die Lange Nacht der Museen 2018 fand dieses Jahr zum 38. Mal in Berlin statt. Am letzten Samstag im August konnten Touristen und Berliner von 18:00 Uhr bis 2:00 Uhr mehr als 80 Museen in der Hauptstadt besuchen. Dabei waren unter anderem klassische Museen, wie das Museum für Naturkunde, das Neue Museum und das Alte Museum, aber auch Gedenkstätten wie der GeDenkOrt Charité und das Mauermuseum. Wer sich eher für historische Gebäude interessiert, konnte sich das Schloss Charlottenburg und das Schloss Britz ansehen. Außerdem war das Deutsche Currywurst Museum Berlin und das Berliner U-Bahn-Museum für nachtschwärmende Besucher geöffnet. Es war also für Jeden etwas dabei.
Insgesamt wurde die Lange Nacht der Museen 2018 sehr gut angenommen. Rund 35.000 Besucher nutzten die späten Abendstunden, um mit nur einem Ticket jede Menge Austellungsorte zu besuchen. Auf den Straßen vor den Museen bildeten sich meterlange Schlangen und die öffentlichen Verkehrsmittel waren voll. Man hatte sogar das Gefühl, dass am späten Abend, bzw. in der Nacht mehr Leute ins Museum stürmten, als am Tage.
Die meisten Besucher zog es in das Museum für Naturkunde, wo man sich die Saurierwelt oder die größte Mineraliensammlung Deutschlands ansehen kann.
Ich war für jup! Berlin unterwegs und hatte eine gute Freundin im Schlepptau, die sich sehr für Museen interessiert. Für den Abend haben wir uns ziemlich viel vorgenommen, denn das Wetter war genau richtig, um die Zeit in einem schönen Museum zu verbringen. Es war sehr kalt und unangenehm draußen- der Sommer neigt sich langsam dem Ende. Als ersten Punkt auf unserer Liste hatten wir das Bode-Museum auf der Museumsinsel. Pünktlich zum Startschuss der Langen Nacht der Museen um 18 Uhr, besorgte sich meine Freundin ein ermäßigtes Ticket für 12 Euro. Ein unschlagbarer Preis, wenn man sich überlegt, dass man damit 80 Museen besuchen und gleichzeitig noch alle Öffis im Zeitraum der Veranstaltung benutzen kann.
Im großen Treppenhaus des Museums angekommen begrüßte uns das Reiterstandbild des großen Kurfürsten. Im Hintergrund lief eine fantasievolle  Musik, zu der sich junge komplett weißgekleidete Menschen des Staatsballetts Berlin mit viel Hingabe und Gefühl bewegten. Sofort in ihren Bann gezogen versanken einen Moment in ihren Bewegungen. Die Tänzer*innen nutzten vorwiegend die imposanten Treppenaufgänge des neobarocken Hauses. Nach der Eröffnung des Abends durch das Staatsballett, schlossen wir uns einem Museumsführer an, der ein Schild mit dem Wort „Entdecker“ hochhielt. Er zeigte uns in 15 Minuten die kleinen Details des Museums, die man während einer üblichen Führung aus Zeitgründen nicht erzählt bekommt. Wie zum Beispiel, warum die Treppen in Richtung des Einganges gerichtet sind oder wessen Köpfe an den Wänden der Eingangshalle sind. Danach schauten wir uns noch die Ausstellung der Kunst aus Afrika an. Dort wurden überwiegend Plastiken gezeigt, die in Afrika eine kulturelle Bedeutung haben. Insgesamt hielten wir uns aber nicht allzu lange in diesem Museum auf, weil wir unbedingt unseren Plan verfolgen wollten, alle ausgewählten Museen an diesem Abend zu schaffen.

 

VON CIVAN

Kleine Taten können Großes bewirken, paradox oder? Du glaubst mir nicht? Hier ein kurzes Beispiel aus meinem Leben:

Mein neuer Nachbar ist 1,90 Meter groß, tätowiert und trägt einen langen, schwarzen Vollbart. Ich habe nie ein Wort mit ihm gewechselt und bin ihm immer eher aus dem Weg gegangen. Doch dann sah ich ihn eines Tages in der Bahn mit einem kleinen Jungen, der im Rollstuhl saß. Es war sein Sohn. Ich half ihm den Rollstuhl aus der Bahn zu tragen und unterhielt mich mit den beiden auf dem Heimweg. Der Vater war mehr als dankbar, dass ich ihm beim Tragen geholfen habe und bot mir an, jederzeit zum Essen vorbeizukommen und Tipps für mein zukünftiges Architektur-Studium abzuholen, er selbst war nämlich Dozent an einer Universität.

Das alles ist mir nur passiert, weil ich mich dazu entschlossen habe einen Moment meines Lebens dafür zu nutzen, meine Mitmenschen zu unterstützen.

VON KAJA

Das Leben im Viertel rund um die Spandauer Lynarstraße ist wie ein Glücksspiel und verlangt gelegentlich einen hohen Einsatz: Das Leben. Familie ist hier alles, was zählt.

Als Danyal nach fünf Jahren aus dem Gefängnis entlassen wird, ist von seiner Familie allerdings nicht mehr viel übrig. Sein Bruder Miko, spielsüchtig, hat in der Zwischenzeit bei gefährlichen Kredithaien einen gewaltigen Schuldenberg angehäuft. Und sein mit Down-Syndrom geborener Bruder Muhammed soll in eine Pflegeeinrichtung gesteckt werden.
Als Geldeintreiber zu Danyal kommen und ihn auffordern, die die Schulden für seinen Bruder zu begleichen, muss er nicht nur das Geld auftreiben, sondern auch seine Familie zusammenhalten. Es beginnt für ihn ein Wettlauf gegen die Zeit. Danyal muss handeln und setzt alles auf eine Karte. (Quelle: http://www.themroc.com/film/aktuelles/familiye/)

FAMILIYE ist, nach NUR GOTT KANN MICH RICHTEN, der zweite Film, der von Moritz Bleibtreu koproduziert wurde und behandelt die Themen Kriminalität, Liebe und, der Titel deutet es an, die Familie. Und auch wenn man beim Trailer eher nicht an eine liebevolle und fürsorgliche Familie denkt, so überzeugt der Film einen vom Gegenteil. In diesem Film wird zwar nichts beschönigt und die teils harte Realität dargestellt, allerdings konnte mich FAMILIYE durch seine sehr interessanten Charaktere überzeugen. Die Figuren harmonieren gut miteinander und sie sind keine Helden, jedoch einfache Menschen des Berliner Lebens mit Ecken und Kanten. Und das ist auch gut so, denn wer lebt schon ein perfektes Leben ohne Probleme oder Schwierigkeiten?

Zudem mag ich Filme, die in meiner Heimatstadt spielen und damit meine ich nicht unbedingt an solchen Touristenorten, wie beispielsweise dem Brandenburger Tor, sondern die alltäglichen Orte, an denen man ab und an vorbeikommt. Ich persönlich freue mich immer, wenn ich Orte in Filmen wiedererkenne und sagen kann: „Schau, da war ich erst letztstens“. Es ist einfach cool, Filme aus der eigenen Stadt zu sehen. Übrigens unterhalten sich die Protagonisten oder Figuren zeitweilig auf Türkisch, was dem Film einen gewissen Authentizitätsfaktor gibt. Für alle von euch, die genauso wie ich kein Türkisch verstehen, das Gesprochene wird selbstverständlich untertitelt, da es wichtig für die Handlung des Films ist.

FAMILIYE ist komplett in schwarz-weiß und verschiedenen Grautönen gehalten und erinnerte mich stark an die Gangsterfilme der 1930er Jahre beziehungsweise an den Film Noir der 1940er und 1950er Jahre. Und auch wenn die Assoziation zu Gangsterfilme naheliegt, so weist FAMILIYE ebenfalls sehr emotionale Szenen auf und erhält durch das Voice-Over eines kleinen Jungen, den man erst ganz am Ende des Films sieht, einen philosophischen Hauch. Es wird beispielsweise ein Vergleich zwischen einem Alkoholiker und einem Spielsüchtigen getroffen und Danyal und sein Kumpel sprechen in einer Szene über Brot als Symbol des Lebens. Des Weiteren erwärmt mir die Beziehung der drei Brüder Danyal, Miko und Muhammed das Herz. Wenn die drei zusammen sind, gehen sie so sorgenlos und liebevoll miteinander um. Sie scherzen und lachen und wirken glücklich als kleine Familie. Dies ist der Gegensatz zu Danyals krimineller Vergangenheit und Mikos Spielsucht. Es gibt zudem eine sehr emotionale Szene zwischen Danyal und Miko, in der sie sich zunächst prügeln, um sich kurze Zeit später weinend in den Armen zu liegen.

Für mich ist FAMILIYE eher ein Familien-Drama als ein Thriller, wobei auch die Bezeichnung “Familien-Drama“ nicht hundertprozetig stimmig ist. Bei Klassifizierungen von Filmen lassen sich ja generell hitzige Diskussionen führen. Fest steht allerdings, dass FAMILIYE ein toller Film ist, der zudem bei dem 24. Internationalen Filmfest in Oldenburg mit dem Publikumspreis German Independence Award als Bester Film ausgezeichnet wurde. Also worauf wartet ihr noch? Holt euch die DVD oder macht bei unserem Gewinnspiel mit.

Wir verlosen 3 Exemplare auf DVD an euch!

Im welchen Bezirk wohnt die Familie von Danyal?

A) Kreuzberg

B) Spandau

C) Mitte

Einfach die richtige Antwort per Mail an info@jup.berlin!

Unter allen richtigen Eisnendungen verlosen wir 3x eine DVD. Teilnahmebedingungen: Ab 16 Jahre, wohnhaft in Deutschland.

Einsendeschluss: 7. September 2018, 12 Uhr.

 

D 2017, R: Sedat Kirtan und Kubilay Sarikaya, FSK 16

Hier geht es zum Trailer: https://youtu.be/kH5hPLr7CLA

 

Das Highfield Festival 2018

Was war denn das für ein tolles Festival, im wunderschönen Sachsen, in der Gemeinde Großpösna? Da wahrscheinlich nicht jeder von euch dabei sein konnte, gibt euch jup! Redakteur Janik einen Einblick, was er so alles an den Festivaltagen erlebt hat.

Von Janik

Doch bevor ihr in das Festivalerlebnisspektakel eintaucht, solltet ihr natürlich erstmal wissen, was das für ein Festival ist!

Nach zwölf erfolgreichen Jahren in Thüringen am Stausee Hohenfelden gingdas größte Indie-Rock-Festival jetzt zum achten Mal in Sachsen an den Start. Udn zwar am Störmthaler See in der Gemeinde Großpösna. Hier gibt es genug Platz für 35.000 Highfield-Fans, um Party zu machen und die Atmosphäre zu genießen! Dieses Jahr fand das Festival vom 17. bis zum 19. August 2018 statt.
 

Festivalfeeling pur

Das Line-Up um Acts wie Billy Talent, Broilers, Marteria und den Fanta Vier begeisterte ebenso alle Fans, wie das makellose Festivalwetter mit sommerlichen Temperaturen zwischen 25 und 30 Grad. Unter dem tiefblauen Himmel und der strahlenden Sonne bot sich die Chance, in dem erfrischenden Störmthaler See zu baden. Hier konnte man sich nicht nur am Strand bräunen, sondern sich von der Strandbühne beschallen lassen oder auch im heißen Sand den Beachvolleyballturnieren nachgehen. Zugegebenermaßen verlor der See mit jedem weiteren Festivaltag deutlich an Wasserqualität, nach 3 Tagen Festival konnte man gerade noch so 20cm tief schauen, jedoch tat das dem Abkühlspaß keinerlei Abbruch.
 

Der SUPPEERRRmarkt

Neben der Abkühlung im Wasser, konnte man sich seine tägliche Kältedosis beim Festivalpenny abholen. Hier gab es alles, was das Festivalfanherz zum Schnellerschlagen bringt.
Alleine die Backstation sprengte jede Dimension. Ca. 12 Aufbacköfen waren die ganze Zeit über im Vollbetrieb, sodass vom Käseschinkenbrötchenfach bis hin zum Brezelfach immer alles aufgefüllt war. Zudem konnte man sich für einen Diskounterpreis jede Menge Eis-(Würfel) kaufen und so die Mittagshitze halbwegs gut überstehen.

Die Musik-Highlights

Die Festivaltage gingen mit zahlreichen Highlights aus Rock, Punk, Pop und Hip-Hop vorbei.
So wurde die Show der Punk-Ikonen Broilers, welche schon so explosiv genug war, gekrönt mit einem angemessenen Feuerwerk.
Auch Parov Stelar sorgte an diesem Abend für eine unfassbare „Booty Swing“-Stimmung, welche sich „All Night“ anhielt. Mithilfe seiner Live-Band, welche aus drei Blasinstrumenten, einem Schlagzeug, Bass und Sängerin bestand, erschuf er eine unverwechselbare Kombination aus Swing, Electro und House. „Beswingt“ von diesen Auftritt und beeindruckt durch die Anziehungskraft von mitreißenden deutschen Rapkünstlern wie Kontra K und Dendemann, ging der Samstag seinem partyerfüllten Ende zu.

Auch am Sonntag sollte sich nicht nur das gute Wetter weiter fortsetzen, sondern auch die Dichte an Showauftritten auf den beiden Bühnen. Die Fantastischen Vier beendeten als vorletzte diesen denkwürdigen Abschlusstag mit einer, es war nicht anders zu erwarten, bombastischen Show und sorgten dafür, dass das Highfield 2018 unter allen Fans gebührend gefeiert wurde. Doch den allerletzten Auftritt mussten sie dem Rostocker Marteria zugestehen. Dieser war mit einem Setup an dröhnenden Beats, seinen Charthits und dem „Roswell“ Album im Gepäck, angereist. Wie nicht anders zu erwarten war, wurden alle Zuschauer mit den letzten Kräften, von der ersten bis zur letzten Reihe, mobilisiert. Nachdem Marteria und Casper schon den gesamten Sommer auf Promotour, über die Festivalbühnen sprangen, war es nicht gerade überraschend, dass „Cas“ für einen Gastauftritt auch diesmal dabei war. Die Bühne wurde zum Sound von dem gemeinsamen Album „1982“ und Titeln wie „Supernova“ zum Beben gebracht.
 

Fazit

Das Highfieldfestival konnte vor allem mit dem Line-Up punkten. Von Indie über Rock bis hin zu Hip Hop war alles an Musik für ein vielfältiges Festivalerlebnis sicher! Zudem spielte auch diesmal das Wetter eine entscheidende Rolle: kein Regen wie in den letzten Jahren, sondern staubige Wege mit noch staubigeren Lungen und Klamotten. Jedoch konnte man sich jederzeit in den See werfen, um sich abzukühlen und gerade am Abend, wenn die drückende Hitze dem sternklaren Himmel wich, konnte man sich zum Sound verschiedenster Musik mit 35.000 anderen Gästen treiben lassen.

 

Ein Zeitungsprojekt von FUTURE VOICE

mit Ton der Freiheit hat es sich die gemeinnützige Organisation FUTURE VOICE zur Aufgabe gemacht, jungen Menschen eine Stimme zu geben und ihnen eine Plattform zu bieten, auf der sie ihre Themen und Anliegen präsentieren, diskutieren und transportieren können. Ihnen Wege zu öffnen, auf denen sie ihr Recht auf Mitsprache nutzbar machen können. Hier könnt ihr ein paar der Texte aus den Willkommensklassen lesen und mehr über FUTURE VOICE erfahren.

 

Was bewegt junge Menschen, die schon in frühen Jahren Krieg, Terror, Verfolgung, Armut und Hunger erlebt haben. Was bedeutet es seine Familie zu verlassen und sich alleine auf eine gefährliche Flucht zu begeben - auf der Suche nach einem neuen Leben, nach einer Zukunft.

 

Die Träume müssen im Hafen ankommen

Eine Geschichte von Ahmad, Syrien

Die Geschichte ist voll von Elend. Unsere Tragödie, die Tragödie von unschuldigen Menschen. Und unsere Verbrechen waren ein Versuch, um zu bleiben. Wir hatten ein Haus und ein Heimatland. Manchmal frage ich mich: Wie viele Kinder hat dieses Land verloren? Wie viele sind ausgewandert? Wie viele aus diesem Land leiden? Oh, Gott! Wie das Land schön ist. Oh Meer, mitfühlendes mit uns, und Gott, es ist genug, was uns passiert. Verrate uns nicht und bleib ruhig. Lass deine Wellen treu bei uns. Ich schwöre, dass unsere  Geschichte schon eine traurige ist. Tränen, wenn wir weinen. Glaub mir, oh Meer, du wirst in unseren Tränen versinken. Wir helfen allen Leuten, wenn sie Hilfe brauchen und wir haben uns nicht beschwert. Heute sind alle arabischen Staaten Verräter und Sie haben uns verraten. Lass deine Wellen ruhig, bitte. Es gibt Kinder in dem Boot. Es gibt in ihm Träume von einer Kindheit, Sie sind von allen Altersgruppen. Die Träume müssen im Hafen ankommen. Wärst du wie eine Mutter für uns, weil es Kinder in dem Boot gibt. Oh Meer mitfühlend mit uns. Ich schwöre, dass unsere Geschichte schon eine traurige ist...

 

Das Holi Festival ist eines der ältesten Feste Indiens, bei dem der Beginn des Frühlings gefeiert wird und alle Schranken durch Kaste, Geschlecht, Alter und gesellschaftlichen Status aufgehoben werden. Entstanden aus der indischen Mythologie, vermittelt es auch den Triumph des Guten über das Böse.

Seit 2012 feiern wir auch in Deutschland das berühmte Holi Fest. Weniger aus Tradition, mehr als Partyevent im Sommer. Tausende Jugendliche kleiden sich dafür komplett in Weiß und pilgern dann, zum Teil etwas angetrunken, zum Festplatz am Kurt-Schumacher Platz in Reinickendorf.

jup! Redakteurinnen Lili, Sophia und Jasmina waren für euch vor Ort und haben das Spektakel mitgemacht! Hier ihre Berichte!

VON LILI, SOPHIA, JASMINA