Festivals

Es klingt ein wenig wie "Cookie”, doch mit Keksen hat es nichts zu tun. Vielleicht denkt man an "Guck mal!” und kommt dem schon näher, denn so ähnlich ist es auch. Guckt mal! Das Kurzfilmfestival für Kinder und Jugendliche wartet nur darauf, gesehen zu werden.

VON KRISTINA

Zum elften Mal nun schon werden Kurzfilme aus aller Welt ausgesucht und mit Euch geteilt. Mit jedem Jahr wächst das Publikum, sodass sich die Veranstalter dieses Jahr über 6200 Schulklassen freuen können. Bevor aber laut ,,FILM AB!” gerufen wurde, läuteten die Einlassglocken zur Eröffnung des Festivals. Kinder, Juroren, interessierte Erwachsene und natürlich eine riesige quietschgelbe Ente durften auf der Eröffnung nicht fehlen. Auch Filmemacher ließen sich die Schau der herausgepickten Filme nicht entgehen. Sechs Filme in den Kategorien Umwelt, Dokumentation, Kurzfilm ab 4, 6, 8 und 10 gaben einen kurzen Einblick, wobei jeder komplett unterschiedlich und auf seine Art bemerkenswert war. Kindgerecht und mit wunderschönen Bildern wurden nicht nur Gefühle vermittelt. Ob durch niedliche liebevolle Animationen oder mitreißenden Kameraperspektiven - jeder Film überzeugte auf seine Weise. Von der kleinen Auswahl, die gezeigt wurde, kann man nur noch mehr von den anderen Filmen erwarten, denn jede gezeigte Geschichte war herausragend und berührend. An Witz fehlte es trotzdem nicht.

Feminismus geht nicht nur Mädchen und Frauen an!

"Filme aus aller Welt wurden eingeschickt”, erzählte Monika, die Veranstalterin.  Dieses Jahr vor allem zu Gender Identity und Identität überhaupt, aber nicht nur. Wie können wir unsere Träume und Ziele erreichen? Über Hindernisse stolpern und wieder aufstehen. Wovon träumen Kinder? Was bedeutet es ein Mädchen oder ein Junge zu sein? Ein weiter Punkt im Programm war Girls’ Riot, aber nur ein kurzer Trailer verriet, was noch kommen wird - nämlich Workshops, die Feminismus, Schönheitsideale und mehr als einfache Gleichberechtigung thematisieren.  Angemerkt soll auch sein, dass die Workshops, genau wie das Thema insgesamt, nicht nur für Mädchen sind, denn Feminismus ist keine Angelegenheit für Frauen und Mädchen allein.

Sogar eine kleine Performance gab es zu sehen und das auch gleich in drei Sprachen. In Französisch, Deutsch und Englisch sangen die drei jungen Rapper und erzählten worum es Ihnen geht: Dankbarkeit dafür, auf dieser Welt zu sein; über den Umgang mit Anderen, so wie wir es uns wünschen und dass Materialismus ist nicht alles.

 

 

 

23.01.2019
19.30
24.01.2019
19.30
23.01.2019
11.00
30.01.2019
11.00

VON ELISA

Dieses Jahr erstrahlte vom 05. Oktober bis zum 14. Oktober 2018 Berlin im Glanz des 14. Festival of Lights. Bereits zu Einbruch der Dunkelheit pilgerten viele Berliner*innen und Tourist*innen nach Mitte, Friedrichshain, Tiergarten oder Charlottenburg- Wilmersdorf, um sich ab 19 Uhr bis 24 Uhr Plätze, Gebäude und insbesondere Sehenswürdigkeiten in bunt oder schwarz- weiß angestrahlt, anzusehen. Hinter dieser ganzen Idee, die von anderen Großstädten, wie New York, Bukarest, Moskau und Luxemburg übernommen wurde, steckt das Festival of Lights Team, das mit 66 internationalen und nationalen Künstlern zusammenarbeitet. Sie überlegen sich künstlerische Motive, die dann auf der Fassade oder auf dem Fußboden widergespiegelt werden. Jedes Jahr gibt es ein anderes Thema des Festivals. Dieses Jahr war das Thema: "Connecting Cultures“, also verbundene Kulturen. Das Thema steht für eine große Gemeinschaft, die auf einem Planeten lebt.

Seit 6 Jahren ist das Festival of Lights ein fester Bestandteil meiner Oktober- (Herbst-) Planung. Ohne das Festival of Lights jedes Jahr besichtigt zu haben, würde mir etwas fehlen. Dieses Jahr habe ich mir gleich drei Abende dafür Zeit genommen. Ich wollte so viel wie möglich sehen, und zwar alles zu Fuß, da ich gerne und viel laufe. Immer dabei hatte ich meine Kamera, mein Handy und einen extra Stadtplan, auf dem die angeleuchteten Gebäude und Plätze markiert waren. Meistens habe ich die 5 Stunden voll ausgeschöpft, sonst hätte ich niemals so viel sehen können

 

Zu Fuß unterwegs

Gestartet hat meine Tour immer Friedrichstraße. Von dort aus bin ich „Unter den Linden" abgelaufen und habe mir das Brandenburger Tor, die Humboldt- Universität, den Bebelplatz, den Berliner Dom, den Fernsehturm, die Marienkirche, das Nikolaiviertel und den Molkenmarkt angesehen. Am besten hat mir das Nikolaiviertel gefallen. Hier begrüßten einen direkt am Eingang des Nikolaiviertels dreidimensionale menschengroße Pandabären, es war alles chinesisch angehaucht. Bunte Lampions in den Bäumen verschafften dem ältesten Teil der Stadt einen urigen Flair. Wasserlilien erstreckten sich durch eine der alten Gassen.

 

Bunte Lichter mit Message

Das Brandenburger Tor wurde bewegt illuminiert. Es wurde die chinesische Kultur und die afrikanische Kultur dargestellt. Hinter jeder dieser Künste steckt eine individuelle Interpretation eines Einzelnen und regt die Zuschauenden zum Nachdenken oder Träumen, bzw. Staunen an.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                     Eine Lichtinstallation hat mir in der Hinsicht besonders gefallen und regte mich persönlich zum Nachdenken an. Und zwar wurden auf die Fassade des Fernsehturms am Alexanderplatz Notes aus Berlin projiziert. Eine Nachricht setzte sich mit der Wohnungsknappheit in Berlin auseinander. Diese Nachricht ging gedächtnisgemäß: „Max Mustermann sucht eine 2 Zimmer- Wohnung.“ Ich finde das ist ein super Zeichen um endlich mal etwas zu bewegen und die Leute unserer Stadt über die Wohnungsnot zu informieren, um einen Umbruch zu schaffen. Sicherlich fühlen sich einige Menschen bei dieser Notiz angesprochen. Denn die Mieten steigen weiter an und immer weniger Leute können sich diesen Wahnsinn leisten.

 

24.01.2019
10.00
25.01.2019
10.00
21.01.2019
19.30

VON KRISTINA

 

Ein Baumhauskonstrukt aus Holzwaben, ein knarrendes Geländer und Kinderstimmen sind zu hören. Wer hätte gedacht, dass es hier um so etwas wie große Häuser mit tausenden von Büchern geht? Denn bei diesem Festival wurde gezeigt, wie viel mehr Bibliothek bedeuten kann. Vor allem um solche Fragen ging es:

            Was stellt man sich heute unter dem Ort Bibliothek vor?        Welche Bilder im Kopf entstehen?

Wahrscheinlich Lernen und etwas, wo man hingehen muss. Studierende sieht man ja ständig dort sitzen. Wann wart ihr das letzte Mal (freiwillig!) in einer Bibliothek? Vielleicht sollte sich das ja ändern oder wenigstens der Blickwinkel auf einen Ort, der einem eigentlich alle Türen zum Wissen öffnet. Wer keine Lust auf Lesen hat, kann hinter den Glastüren mehr als nur Bücher finden und seinen Horizont über Bild und Ton erweitern. Bibliothek ist nicht automatisch mit Bücher ausleihen und einem Platz zum Lernen und Arbeiten zu verbinden. Es ist zu so viel mehr geworden. Wir sind im Wandel unserer Zeit und der Verbund der Bibliotheken hat gezeigt, dass er mit den Zeiten Schritt hält. Das Fest gab dafür einen sehr schönen Vorgeschmack. In diesen zwei Tagen war Bibliothek ein Inbegriff des Wissens und gleichzeitig wurden die Grenzen des Wissen oder Nichtwissens aufgezeigt, ebenso wie der Unterschied zwischen Bescheid wissen und einfach wissen. Wer weiß was und wie viel?

 

Anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Verbundes der öffentlichen Bibliotheken Berlins (VÖBB) fand letztes Wochenende (15.09.18 & 16.09.18) das Bibliothekenfestival vor und um der Amerika-Gedenkbibliothek statt.

VON AMANDA

Die Veranstalter*innen bespielten den Platz vor der Zentral- und Landesbibliothek gemeinsam mit Akteur*innen der Bezirksbibliotheken und kunterbunten Initiativen rund ums Lesen.

Damit holten sie das Thema Bibliothek raus aus den verstaubt wirkenden Gemäuern und traten in den aktiven städtischen Austausch. Gern nutzten viele die spannenden Angebote. Ob Vernetzung in Echtzeit mit der ganzen Welt ("Golden Box") oder das Endecken von mobilen Lesebussen, das Spielen eines "Escape-Games" oder dem Lauschen von Expert*innen-Talks und Lesungen, der VÖBB lud ein und die Besuchenden kamen gern.

Wie wird die Bibliothek der Zukunft aussehen? Was sollte sie unternehmen, um noch mehr begeisterte Lesende hervor zubringen? Und wie kann sie auf den Umbruch "Digitalisierung" reagieren?

Fest steht, diesen und weiteren hoch aktuellen Fragen, gilt es in fruchtbarer Symbiose, gemeinsam zu begegnen. Das Berliner Bibliotheksfestival 2018 jedenfalls war damit ein richtiger, weil notwendiger Schritt in eine bücher- und lesefreundliche Zukunft Berlins.