Ausstellung

Rund 100 Aufsteller mit philosophischen Fragen schmückten Ende Juni 2018 die Auguste-Viktoria-Allee in Berlin-Reinickendorf. Viele engagierte Schülerinnen und Schüler sowie ein Philosophiekurs der Max-Beckmann-Oberschule hatten diese zusammengetragen und als Ausstellung aufbereitet. Die Jugendlichen wollten wissen, welche philosophischen Fragen den Menschen in ihrem Kiez durch den Kopf gehen, sie bewegen. Dazu befragten sie Menschen in Kirchen, Seniorenwohnheimen,
Grundschulen, Kindergärten, Mädchentreffs und Supermärkten.

 

VON HANNAH

 

Rechte und rassistische Äußerungen beschränken sich nicht nur auf die rechte Szene oder das Internet. Sie begegnen uns überall.

Egal ob in Schule und Beruf, auf einer Familienfeier, im Sportverein oder in Bus und Bahn. Doch oft sind wir sprachlos. Wissen nicht, wie wir antworten sollen.

• Wie kann mit rechten und rassistischen Äußerungen angemessen umgegangen werden?

• Wann macht es Sinn, mit meinem Gegenüber zu diskutieren - wann nicht?

• Welche eigenen Argumentations- und Gesprächsstrategien sind hilfreich?

 

Das und vieles mehr diskutierten wir am 6. November im Medienzentrum Berlin-Pankow mit:

• Tarik Tesfu (Netz-Aktivist, Video-Kolumnist)

• Alex Urban (ichbinhier)

• Frederik Jagielski (junge gegenargumente, Servicestelle Jugendbeteiligung)

• Monique Pilgrimm (Social Media Team; Polizei Berlin)

Moderation: Lukas (jup! Berlin)

 

VON SOPHIA, ELISA UND FELIX

Wir waren letzten Sonntag beim Tag des offenen Denkmals, im Stasi-Gefängnis Berlin-Hohenschönhausen. Da wir uns schon im Voraus für eine Führung durch das Gefängnis angemeldet hatten, mussten wir nur noch in der Cafeteria auf den Beginn der Besichtigung warten. Es dauerte nicht lang und es kam ein Ausstellungs-Aufseher um uns in einen Raum zu bringen. Dort gab es dann einen dreißigminütigen Einführungsfilm über das Gefängnis.
Die Stimmung war etwas angespannt, was klar ist bei so einem düsteren Thema. Mal wieder wurde mir klar, dass das alles  gar nicht mal so lange her ist. Wenn ich mit meinen Großeltern spreche, reden wir nicht grade über Themen wie die Stasi- oder NS- Zeit. Zum Mal, weil meine Großeltern beide im Westen Berlins aufgewachsen sind und von dem ganzen gar nicht betroffen waren.
Jedes Jahr besuchen rund 455.00 die Gedenkstätte, die meisten davon sind noch Schüler. Allerdings kommen auch ehemalige Häftlinge in die stillgelegte Haftanstalt. Unser Gruppenleiter erzählte uns, dass oft ehemalige Häftlinge in Tränen ausbrechen oder sogar Panik-Attacken erleiden und in Ohnmacht fallen. Mich wundert das nicht, bei dem was ich dort gesehen und gehört habe. Die Häftlinge wurden nicht nur physisch fertig gemacht, indem man sie ständig wach hielt oder misshandelte. Nein, die Wärter dort wurden dazu ausgebildet, die Häftlinge auch psychisch zu Grunde zu richten. Sie nannten das operative Psychologie. Oft wurden Geständnisse erzwungen, die Verhöre fanden nur in der Nacht statt und die Häftlinge hatten vorher oft Wochenlang keinen Kontakt zu anderen Menschen. Allein das war für die meisten schon ein Grund zu reden. Wenn das nicht funktionierte, wurden sie bestochen oder ihren Familien gedroht.

 

VON KRISTINA

In ihrem "Ich will verändern" Blog 'add passion' schreibt Kristina regelmäßig über Geschichten, die sie erlebt und Ereignisse, die sie in ihrer Umwelt beobachtet.

 

Wenn die Stadt niemals schläft und trotzdem aufstehen muss.
Wenn Bilder zum Leben erwachen, Möbelstücke anfangen zu tanzen, Dinosaurier aus ihrer Starre schlüpfen und Statuen Gespräche führen, dann heißt es wieder: Lange Nacht der Museen.

Man nehme ein Ticket für die lange Nacht der Museen und mache einen Abstecher in ein Museum, das man vielleicht nur mit der Schule besucht hätte.
In diesem Beispiel gehe ich ins Kommunikationsmuseum, das von Schulklassen oft besucht - privat eher weniger - an diesem Abend für Überraschung sorgte, als es sich in einen Nachtclub verwandelte. Voll war es, denn die Angebote lockten nicht nur Erwachsene und Familien, sondern auch die junge Generation.
Innen: Musik, aus Lautsprechern und violette und pinke Lichter erleuchteten das Atrium im Mittelpunkt des Hauses. Alles war bereit zu Tanzen und alles stand unter dem Licht der Musik unserer Moderne. Die Moderne hat natürlich auch Wurzeln und die wurden abermals durchtanzt, denn ein Tanzpaar führte mit breitem Lächeln die verschiedenen Tanzstile vor. Angefangen von den animalischen und wilden 20ern bis zu den Jahren in denen der Rock bloß nicht zu hoch sitzen und die Tanzschritte bloß nicht zu vulgär aussehen sollten. Was vielleicht kaum einer weiß: der Nationalsozialismus hatte seine Finger auch in der Musik, denn die am meisten gehörte Musik kam aus dem Ausland, wurde aber als "undeutsch" abgestempelt. Swing und Jazz wurden also verboten und was verboten ist, wird natürlich noch viel interessanter. Widerstand gegen das Verbot wurde jedoch zum Teil mit Folter bestraft.  Was die Jugend nun hören durfte und wozu man tanzte, war nicht klar.
In der DDR kam der kokette "Lipsi" aus Leipzig in Mode - ein höchst anständiger Tanz für die Jugend. Im Grunde hält man sein Gegenüber an den Schultern und geht minimal einen Schritt nach rechts oder links, damit der Rock nicht zu hoch geworfen wird, versteht sich. Später dann wurde es so richtig modern, als Bands wie Kraftwerk die Kabel und Synthesizer herausholten und den Auftakt zum Techno gaben. Alles noch poppig. Die Ausstellung ,,90 Jahre Popmusik in Deutschland“  zeigte wie sich die Popkultur immer wieder neu erfand und somit auch Punk und Rock zu vernehmen waren, denn diese Musikstile prägten die Jugend ab 1980.  
Ab da rauschte in Deutschland, aber auch in anderen Ländern Nena mit ihren Luftballons durch die Walkmans. Ja, ganz genau dieses kleine Rechteck mit Knöpfen und Kopfhörern dran, denn MP3-Player gab es noch nicht, von Handys gar keine Rede.
Musik wurde nun zu dem, was uns heute ziemlich bekannt vorkommt. Stellt sich die Frage: Wie ist unsere Musik heute? Sie ist ein Mix aus allem, was in den letzten Jahrzehnten so gespielt wurde, aber wie wird die gegenwärtige Musik in ein paar Jahrzehnten genannt werden?

 

VON SINA

 

Als angehende Geschichtsstudentin hat es keine lange Gedenkzeit benötigt, bis ich wusste, in welche Museen ich bei der Langen Nacht der Museen gehen werde. Mit dem Stadtplan in der Hand ging es zuerst in das Alte Museum am Lustgarten direkt neben dem Berliner Dom. Die Dauerausstellung über Griechische Kunst und Antike kannte ich schon, dennoch ist der Saal mit den Statuen der Griechischen Götter immer wieder beeindruckend zu betrachten. Generell ist das Alte Museum Kunst für sich. Und auch historisch hat es eine Bedeutung, denn während der Zeit des Nationalsozialismus wurde das Museum und der Platz davor für Propagandaveranstaltungen genutzt.

 

Deutsches Historisches Museum

Weiter ging es ins Zeughaus des Deutschen Historischen Museums; in eine sehr faszinierende Ausstellung über deutsche Geschichte zwischen 1933 und 1989. Neben Informationstafeln über die verschiedensten Ereignisse, Personen oder historische Zusammenhänge waren auch vielfältige Ausstellungsstücke zu betrachten. Durch Wahlplakate wurde die Propaganda des NS-Regimes widergespiegelt. Medaillen und Urkunden von deutschen Jugendlichen der Weltfestspiele, welche 1973 in Ost-Berlin ausgetragen wurden, zeigten die sportliche Jugend der DDR. Flugabwehrkanonen (kurz: Flaks) aus dem zweiten Weltkrieg waren ausgestellt. Auch 500 kg-Munition war zu betrachten, um nur zwei der vielen Waffen zu nennen, die im Deutschen Historischen Museum zu sehen sind. Was mich auch sehr beeindruckt wie auch erschrocken hat, war das Modell aus Gips und Holz, welches Menschen abbildet, die in Ausschwitz umgekommen sind. Einen Gang weiter hangen Fotos von NS-Generälen an der Wand. Keine Portraits, sondern Bilder, welche sie kurz nach dem Selbstmord oder von ehemalig inhaftierten misshandelt zeigen. Ich finde es sehr gut, dass neben dem Leben der Bürger und Juden auch das Schicksal der Parteiangehörigen beleuchtet wird und gezeigt, dass auch sie unter dem Zwang des Regimes litten und drastische Maßnahmen zogen, als Deutschland militärisch immer schwächer wurde. Dabei galt Selbstmord im Dritten Reich eigentlich als feige Tat. Mit dem Ende des Krieges und auch des Reiches wurde dieses Prinzip nicht mehr aufrecht erhalten. Es gab keine Volksgemeinschaft mehr, die aufrecht erhalten werden musste. Die Angst vor dem bevorstehenden Prozess wurde größer, die Hoffnung auf ein erfolgreiches Kriegsende kleiner. Geplant war es eigentlich, an der Führung „Geschichte rückwärts“ teilzunehmen.

 

Auch wenn in der Beschreibung dabei stand, dass die Führung ab 8 Jahren sei, dachte ich, dass man lediglich in einfacher Sprache durch das Museum geführt wird. Im Prinzip haben die Kinder schon über die Hälfte der Zeit ihr Wissen über den Mauerfall geteilt, viel weiter ging die Führung nicht, sodass es eine gute Idee war, die Ausstellung auf eigene Faust zu erkunden. Leider hab ich erst im Nachhinein erfahren, dass in der oberen Etage des Museums die Ausstellung noch weiterging. Dort würden die Jahrhunderte zuvor behandelt werden. Ich bin sehr motiviert, in den nächsten Wochen diesen Teil noch anzuschauen, da ich mir sicher bin, dass es nicht weniger interessant sein wird.

 

Tränenpalast an der Friedrichstraße

Das nächste Ziel war der Tränenpalast an der Friedrichstraße. Eine Ausstellung rund um das Leben im geteilten Deutschland, speziell aber Berlin. Unter anderem gab es eine Führung, in welcher Fluchtwege aus Labyrinthen von Treppen und engen Wegen anhand eines Modells des Tränenpalastes und Bahnhofes erläutert. Der Bahnhof diente als Grenzübergang, an welchem oft Tränen über den Abschied eines Angehörogen vergossen wurden. Daraus entstand der Name des Tränenpalasts.

 

Für mich interessant waren auch ausgestellte Briefe, die sich auseinander gerissene Familien und Ehepaare gesendet haben. Besonders beeindruckt hat mich die Geschichte einer Frau, die ihrem Mann in Briefen verschlüsselt mitgeteilt hat, dass sie mit einem gefälschten Pass ihre Flucht zu ihm plant. Unterstützung hatte sie dabei von einer der DDR unbekannten Organisation, die diese Pässe verteilte. Über 600 Menschen sind auf diese Weise in den Westen gekommen.Wenig weiter wurde einem auch die Arbeit eines Grenzposten erklärt.

 

BlackBox-Kalter Krieg

Die letzte Ausstellung, welche ich an jenem Abend besuchte, war die Blackbox über den Kalten Krieg in der Nähe des Checkpoint Charlie. Europa nach den zweiten Weltkriegs…Stellvertreterkriege aber auch die neuen internationalen Beziehungen werden in der Blackbox in Form von Bildern, Videos, Zeitungsartikeln, Plakaten und Informationstafeln dar- und ausgestellt. Vor dem Eingang sind (passend zur BlackBox THE WALL, welche gegenüber ist) noch Gedenktafeln zur Berliner Mauer ausgestellt. Darauf zu lesen die häufigsten Fluchtmethoden, sowie misslungene und geglückte Fluchtversuche mit Datum. Die Ausstellung ist mehr oder weniger chronologisch aufgebaut. Man kann jedoch auch leicht zwischen den Jahrzehnten wechseln, da viel mit bloßen Stellwänden gearbeitet wurde und die Gänge klein sind. Interessant fand ich die Komposition der einzelnen Ausstellungsstücke. Aus dem Deutschen Historischen Museum war ich eine strukturierte Anordnung nebeneinander gewohnt. In der Blackbox wurden Werke, die man an die Wand hängen kann, colagenartig auch überlappend aufgehängt. Man hat gesehen, dass sich viel Gedanken über die Ausstellung gemacht wurde und dass man Informationen so breit aber auch kompakt wie möglich zusammenstellen wollte. Schön war, dass auch Konflikte, an die man nicht bei dem Stichwort „Kater Krieg“ denkt, aufgegriffen wurde. Denn neben einem Film über den Vietnamkrieg lief eine kurze Dokumentation über den Bürgerkrieg in Angola, welcher nach der Unabhängigkeit von Portugal ausbrach.

 

Neben den Museen der neueren Geschichte konnte man sich auch über die 90er bei der Nineties-Ralley informieren oder den Alltag eines Ritters nachempfinden. Ausstellungen über das Mittelalter oder die Entwicklung der parlamentarischen Demokratie in Deutschland gab es ebenfalls.

 

Die Lange Nacht der Museen bot den Besucher*innen die Möglichkeit, sich ausführlich über jene Themen, die sie interessieren zu informieren oder bereits da gewesenes Wissen zu vertiefen. Ob Studierter oder wenig Interessierter, jeder konnte etwas aus den Ausstellungen, welche sehr gut aufbereitet waren, mitnehmen. Auch, wenn manche Bilder erschreckend anzusehen waren.

VON KRISTINA

In ihrem "Ich will verändern" Blog 'add passion' schreibt Kristina regelmäßig über Geschichten, die sie erlebt und Ereignisse, die sie in ihrer Umwelt beobachtet.

 

Wer nicht die Möglichkeit hatte, seine Sachen auf den Rücken zu klemmen und ein Sommerabenteuer zu erleben, der sollte sich auf die Socken machen für einen Kurztrip in die Alte Nationalgalerie. Wanderschuhe nicht vergessen! Auch wenn die Galerie nicht jeden in seinen Bann zieht, so hat die derzeitige Ausstellung "Wanderlust” doch tausende Besucher neugierig gemacht. Es scheint so, als würde der Hype fürs Wandern erst seit einigen Jahren andauern, tatsächlich hatten die Menschen schon immer großes Interesse, zu erkunden, oder aber einfach spazieren zu gehen.  
Auf den ersten Blick wird vielleicht nicht klar, wie sich Kunst und Wanderschaft überschneiden. Nach der Ausstellung seht ihr das anders.

 

Beim Wandern werden uns neue Einblicke in die Schönheit der Natur gegeben und so haben sich auch viele Maler in Europa die Leinwand unter den Arm geklemmt und nach romantischen Motiven gesucht. Durch das Wandern und Forschen entdeckten wir mehr und mehr, was unsere Welt zu bieten hat und so wurde die Entdeckung der Natur ebenfalls zum Thema der Ausstellung.  
Bekannte Künstler, wie Casper David Friedrich und Karl Friedrich Schinkel, sowie weniger bekannte Künstler, wie Carl Blechen und Gustave Coubert, nehmen einen mit in die Romantik.  
Weit brauchen wir gar nicht weit fahren, denn wie durch ein Fenster schaut man in die Alpen und die Highlands von Schottland. Insgesamt sind Künstler aus Deutschland, Dänemark, Frankreich, Norwegen bis hin Großbritannien und Russland vertreten.

 

Eine aufrüttelnde Foto-Ausstellung im Museum Europäischer Kulturen vom 09.03.2018 bis zum 15.07.2018

VON KATHARINA

Erwartungsvoll betrete ich den Raum, wo die Foto- Ausstellung ,,Ich habe mich nicht verabschiedet/ Frauen im Exil“ vertreten ist. Im ersten Moment bin ich von der geringen Größe des Raumes verwundert, da ich mit einer größeren Ausstellung gerechnet habe. Sobald ich aber die Fotos betrachte, fühle ich mich emotional aufgewühlt und die Fotos hinterlassen bei mir einen prägenden Eindruck.

Lebensgroße Fotos

Heike Steinweg, die Fotografin, hat Frauen, die hier in Berlin im Exil leben lebensgroß porträtiert. Alle kommen sie aus Kriegsregionen wie Syrien, Afghanistan oder Irak; alle haben sie Verluste, Schmerz und Trauer erfahren.

Es sind 33 Frauen die im Fokus dieser Ausstellung stehen. Selbstbewusst und offen blicken sie in die Kamera und sprechen dadurch die sie betrachtende Person direkt an.

Direkter Augenkontakt

Das Gefühl, dass die Frau mich direkt anschaut und mich jeden Moment ansprechen kann ist wie ein roter Faden der Ausstellung, dazu ein kurzes Zitat der Porträtierten. Die Frauen, die aus Konfliktländern fliehen, erleben heftige  Umbruchssituationen, müssen sich mit fremden Werten auseinandersetzen und ein neues Leben aufbauen. Der Schmerz, den sie erlebt haben spiegelt sich in ihren Augen wieder aber auch eine unglaubliche Kraft.

Diesen März zeigen Gangway e.V. und die Jugendstrafanstalt zusammen ihre "ZwischenWelten" im Berliner Abgeordnetenhaus. Auch der mittlerweile dritte Teil der Wanderausstellung, dieses mal unter dem Hashtag #maskenhaft, versucht wieder mit künstlerischen Mitteln den Raum zwischen Freiheit und Gefangenschaft auszuloten.

Unsere jup!-Redaktion hat hier ihre Eindrücke und Inspirationen, die sie beim Besuch der Ausstellung gesammelt hat veröffentlicht.

ZwischenWelten #maskenhaft ist noch bis 22.3. im Abgeordnetenhaus zu sehen.

Ganz unter dem Motto „Spring!“ findet die diesjährige Veranstaltung „Jugend forscht“ statt. Gleichzeitig feiert der Wettbewerb 50-jähriges Jubiläum.

VON KAI KUHLMEY

Über 400 junge Forscher und Forscherinnen nehmen auch dieses Jahr am Jugend forscht-Wettbewerb teil. Mehr als 200 Projekte wurden eingereicht und der Öffentlichkeit präsentiert. Jugend forscht gehört zu den bekanntesten und größten naturwissenschaftlich-technischen Wettbewerben für junge Menschen in Deutschland.

Wir haben uns die Präsentation der Projekte einmal angeschaut und ein paar Teilnehmern*innen zu ihren Ständen und Jugend forscht befragt. Aber zuerst einmal stelle ich euch, die jeweiligen Projekte einmal vor.
 

Mikroplastik im Ökosystem

Die ersten jungen Forscher, denen ich ein paar Fragen gestellt habe, sind Richard (15) und Julian (14) vom Humboldt- Gymnasium. Die beiden untersuchten den Einfluss von Mikroplastik auf unser Ökosystem.  Mikroplastik befindet sich überall auf unserer Welt, z.B. in Shampoos, Kosmetik und Windeln. Richard und Julian haben dazu das Mikroplastik aus  Shampoos und anderen Produkten isoliert. Anschließend wurden Tests mit unterschiedlichsten Pflanzenarten durchgeführt. Die Auswertung ergab, dass das Mikroplastik die Pflanzen schädigt und damit einen negativen Einfluss auf das Ökosystem hat.