Miteinander

jup! sucht KREATIVE UND KRITISCHE KÖPFE für das erste jup!-Printmagazin!

Wir wollen in Kombination mit unseren digitalen Kanälen das Experiment „jup! gedruckt“ wagen und eure Anliegen, Vorschläge und Ideen noch sichtbarer machen! Bei jup! gedruckt werdet ihr zu Reporter*innen für euren Stadtbezirk und erlebt die Entstehung eines Magazins von Anfang bis Ende mit! Thema der ersten Ausgabe ist MITMISCHEN!

Wie beteiligt ihr euch in Berlin? Wo mischt ihr schon mit oder würdet gerne mitmischen? Welche Initiativen und Projekte kennt ihr und findet ihr gut? Wo läuft es noch nicht so? Wo wünscht ihr euch noch Unterstützung? jup! gedruckt bietet Platz für eure Berichte aus Bezirken und Kiezen! Gestalterisch und inhaltlich liegen die Entscheidungen bei euch! Ihr seid die Redaktion!

 

Ihr seid schon eine (Schüler*innenzeitungs-)Redaktion oder schreibt einfach so für euer Leben gern? Bei jup! gedruckt könnt ihr auf verschiedenen Wegen mitwirken:

1 jup! geht auf Tour und kommt zu euch/Ihnen in die Einrichtung oder Schule, um mit den Jugendlichen Mini-Redaktionsworkshops (ein Termin, 2-3 Stunden) durchzuführen (Mai/ Juni). Dieser kann zum Beispiel auch im Rahmen einer Schüler*innenzeitungssitzung stattfinden. Wenn ihr bereits eine Redaktion seid oder euch in einer Initiative engagiert, die im Magazin präsent sein soll, meldet euch für jup! gedruckt an!

2 Ihr könnt auch mit Texten und Beiträgen im Magazin erscheinen, ohne an einem Workshop teilgenommen zu haben. Welches Format ihr wählt, ist frei, jedoch sollte ein inhaltlicher Bezug zur Stadt, zum Bezirk oder zum Kiez deutlich werden. Dazu senden ihr uns den Beitrag unter Angabe von Name, Alter und Bezirk bis zum 11. Juni 2018 zu. Alle Einsendungen werden gesammelt und mit in das Redaktionswochenende genommen. Dort wird entschieden, was ins Magazin kommt und was online erscheint.

3 Das Redaktionswochenende findet am 16. und 17. Juni 2018 in Berlin statt (genauer Ort wird noch bekannt gegeben). Die Teilnahme ist, genau wie für die Mini-Workshops, kostenlos. Unter professioneller Anleitung werden hier die Beiträge aus den Mini-Workshops, Einsendungen und an den beiden Tagen entstehende Inhalte zu einem Magazin zusammengestellt. Ein Blog begleitet den Entstehungsprozess.

4 jup! wird mit einem Aktionsstand auf dem jugendFORUM 2018 dabei sein. Auch von den Themen hier sollen Berichte im Magazin erscheinen. Wenn ihr Lust habt, für uns als Reporter*in vom jufo zu berichten, meldet euch!

 

Die Release-Veranstaltung mit euch und allen Beteiligten ist im Herbst geplant! Im Anschluss wird das jup!-Magazin in möglichst vielen Jugendfreizeiteinrichtungen, Schulen und Bezirksämtern Berlins zur kostenlosen Mitnahme ausliegen!

Gesucht:

  • Jugendliche, die Lust haben zu schreiben, zu fotografieren, zu zeichnen, zu layouten
  • Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit: Plakate aufhängen, E-Mail-Verteiler
  • Jugendfreizeiteinrichtungen, Schulen und andere, die bei unseren Mini-Redaktionsworkshop mitmachen und uns zu sich einladen

 

Meldet euch an, wenn ihr bei jup! gedruckt dabei sein wollt! Dazu reicht eine kurze Mail an schneider@jup.berlin, in der ihr durchgebt, in welcher Form ihr euch gerne an dem Projekt beteiligen wollt (noch nicht final, nur als Idee). Bei Fragen könnt ihr uns auch anrufen: 030-284701938.

 

Seid dabei!

 

Plakat © Saskia Radtke Illustration

Die Bundeszentrale für politische Bildung vergibt den Jugenddemokratiepreis 2018!

Die Demokratie wird immer wieder angegriffen und auf die Probe gestellt. Gescheiterte Sondierungsgespräche, stetig steigender Politikverdruss, ein Rechtsruck im kleinen Ort von nebenan; egal wie man es dreht und wendet, die Demokratie benötigt deine Unterstützung. Die Jugendjury des Jugenddemokratiepreise ehrt auch dieses Jahr wieder Projekte, Initiativen und Aktionen von jungen Menschen für junge Menschen, die sich nicht nur für Demokratie einsetzen, sondern ihr auch den Spiegel vorhalten. Denn demokratische Strukturen sollten weltweit keine Selbstverständlichkeit darstellen, sondern stetig weiterentwickelt und durchdacht werden. Ob allein, zu zweit oder als ganze Fußballmannschaft. Dabei ist es egal, welches Projekt Ihr auf die Beine gestellt habt. Ob Demo, YouTube-Video, Theaterstück oder etwas ganz Anderes. Alle Anliegen werden hier in den Fokus gerückt, ganz gleich ob Ihr euch gegen Homophobie, Rassismus und Sexismus oder zum Beispiel für Menschen mit Handicap einsetzt. Eurer Fantasie und vor allem Eurem Engagement sind keine Grenzen gesetzt!

So lautet der Aufruf auf der Seite der Bundeszentrale für politische Bildung! Hier findet ihr alle Infos zum Preis und auch, was euer Projekt erfüllen muss, um in die Auswahl zu kommen. Die Bewerbungsfrist endet am 15. April!

Artikelbild © bpb

Am 25. Februar besuchte Hannah den zweiten Stammtisch für Inklusives Wohnen. Was sie bewegt, beeindruckt und geschockt hat, das erfahrt ihr hier!

VON HANNAH

 

Beim zweiten Stammtisch für Inklusives Wohnen im Stadtteilzentrum Teutoburger Platz traf ich auf Jasper (22) und Linus (17), die gemeinsam das Projekt Handicap Lexikon ins Leben gerufen haben. Mit der Website www.handicap-lexikon.de, den dazugehörigen Social-Media-Aktivitäten und regelmäßigen Workshops möchten sie Kontaktängste zu Menschen mit Behinderungen nehmen, indem sie über Behinderungen aufklären. Zusammen mit Katja Sengelmann von der Wajekama Stiftung haben sie zudem den Stammtisch Inklusives Wohnen gegründet.

Jasper und Linus sind beste Freunde und wünschen sich, eines Tages gemeinsam in einer WG in Berlin zu wohnen. Jetzt denkt ihr vielleicht: "Na das wird doch kein Problem sein." Oh doch, und was für eins…

 

Das Wohnungsproblem

Bei den steigenden Mieten und der Wohnungsknappheit in Berlin eine Wohnung zu finden, die gefällt und gleichzeitig barrierefrei ist, ist für Menschen mit Behinderung schon genug zeit- und nervenaufreibend. Wenn es dann aber noch nicht einmal möglich ist, mit seiner besten Freundin oder seinem besten Freund in eine WG zu ziehen, ist dies umso trauriger und einfach nur unfair! Das Land Berlin ermöglicht aber derzeit noch keine Wohngemeinschaften für Menschen mit Behinderung, sie sind lediglich auf stationäres Wohnen oder das Elternhaus angewiesen. In sogenannten "inklusiven Wohngemeinschaften" hingegen leben Menschen mit und Menschen ohne Behinderung zusammen unter einem Dach. Nur leider ist auch diese Wohnform noch nicht sehr stark in Deutschland etabliert. In Hamburg und München etwa gibt es diese Art von WGs schon vereinzelt, in Berlin aber noch nicht!

Um dem ein Zeichen zu setzen, fand letzten Monat wieder der Stammtisch für Inklusives Wohnen statt. Was mich sehr gefreut hat, war, dass so viele Leute an dem Stammtisch teilgenommen haben! Die meisten Teilnehmer*innen waren selbst Betroffene oder Eltern von Kindern mit Behinderung. Einzelne Geschichten, die ich von den Eltern oder ihren Kindern zu hören bekam, haben mich sehr berührt und beeindruckt.

 

Eine eigene Wohnung - ein ganz normaler Wunsch

Der 18-jährige Tony* z.B. hat eine geistige Behinderung und wohnt nun schon seit einem Jahr allein. Er war sich schon mit 14 Jahren sicher, dass er bald ausziehen möchte, auch wenn die Bindung zu seinen Eltern sehr groß ist. Nun wohnt er drei Stockwerke unter ihnen. Morgens kann er alleine aufstehen, sich anziehen und Frühstück machen. Manchmal geht er sogar zum Bäcker und fährt danach selbstständig zur Schule. Natürlich schaut seine Mutter jeden Tag mehrmals nach ihm und hilft bei allem, wo er noch Hilfe braucht. Trotzdem kann sie sehr stolz sein, was Tony schon alles alleine schafft!

Das stationäre Wohnen möchte sie ihrem Sohn nicht noch einmal antun. Dort gab es nur Streitigkeiten zwischen den Jugendlichen, die sich eine relativ kleine Wohnung teilen mussten, und eine heimische gemütliche Atmosphäre gab es auch nicht. Deshalb kämpfen Tony und seine Mutter, genau wie Jasper, Linus und viele andere junge Menschen mit Behinderung, für eine bessere, inklusive Wohnform in Berlin.

Natürlich soll dabei auf jede Person individuell eingegangen werden und Menschen, die auf eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung angewiesen sind, müssen diese auch weiterhin bekommen. Trotzdem sollten Menschen mit Behinderung in Berlin genauso in einer WG leben dürfen wie Menschen ohne Behinderung!

Wenn ihr der gleichen Meinung seid, schaut doch mal auf der Website www.handicap-lexikon.de vorbei oder besucht den nächsten Stammtisch in Berlin! Jasper und Linus freuen sich über jede Unterstützung und laden herzlich zu einem nächsten spannenden Workshop ein. Dieser wird organisiert von der Wajekama-Stiftung und WOHN:SINN.

 

Workshop Inklusive WGs – beleuchtet von 4 Seiten

Am 10. März wird sich alles um das inklusive Zusammenleben drehen: Tobias Polsfuß wohnt in einer inklusiven WG und hat die Plattform WOHN:SINN ins Leben gerufen. Christiane Strohecker ist Geschäftsführerin der Inklusiv Wohnen Köln e.V., einem noch ganz neuen Wohnprojekt. Zusammen leiten sie vier Workshops, die verschiedene Aspekte des inklusiven Wohnens beleuchten. Sie sind kompetent in vielen Fragen rund um Finanzierung, Zusammenleben und dem Weg zum Inklusiven Wohnen.

Für wen ist der Workshop gedacht?

Für alle, die überlegen, eine inklusive WG zu gründen, zum Beispiel:

  • Menschen mit einer sogenannten geistigen, körperlichen oder mehrfachen Behinderung. Gern mit Begleitung durch ein Elternteil oder eine Assistenz.
  • Engagierte Angehörige behinderter Menschen (z.B. gesetzliche Betreuer*innen)
  • Mitarbeiter*innen aus Leistungsanbietern der Behindertenhilfe, Wohnungsbaugenossenschaften oder anderen sozialen Organisationen
  • Menschen ohne Behinderung auf der Suche nach einer besonderen Wohnform

Inhalte:

  • Workshop 1: Was ist eine inklusive WG?
  • Workshop 2: Wie will ich wohnen?
  • Workshop 3: Das richtige Finanzierungsmodell wählen und Wohnraum finden
  • Workshop 4: Meine Rolle als Eltern in einer inklusiven WG

 

Sa. 10. März 2018
15:00 Uhr – 18:00 Uhr

Tagungshaus Alte Feuerwache
Axel-Springer-Str. 40-41 | 10969 Berlin-Kreuzberg

Anmeldung per Mail an sengelmann@wajekama-stiftung.de oder hier!

* Geänderter Name